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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Arbeitswelt, Personalpolitik"
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    Stellenbesetzungsprozesse im Bereich einfacher Dienstleistungen (01.09.2003)

    Institut Arbeit und Technik im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen
    Jaehrling, Karen

    Beschreibung

    Angesichts eines hohen Anteils von gering Qualifizierten an den Arbeitslosen richten sich große beschäftigungspolitische Hoffnungen auf den Bereich der sogenannten "einfachen Dienstleistungen". Hier werden erhebliche Beschäftigungspotenziale gesehen, dessen Erschließung jedoch von falsch gesetzten Anreizen im Sozialsystem (geringe Unterschiede zwischen erzielbaren Nettolöhnen und Transferzahlungen) blockiert werde. Vor diesem Hintergrund sind in den vergangenen Jahren unterschiedliche Formen von Kombilöhnen erprobt worden, an deren Evaluierung das IAT beteiligt war (vgl. Projekt CAST). Die erreichten Fallzahlen sind allerdings durchgängig hinter den Erwartungen zurück geblieben. Gespräche, die im Rahmen dieser Evaluierung in Unternehmen geführt wurden, deuten darauf hin, dass die Problematik der Stellenbesetzung im Niedriglohnbereich vielschichtiger ist als oftmals angenommen wird. So wurde in den befragten Betrieben beispielsweise eher selten auf einen generellen Mangel an BewerberInn en verwiesen. Häufiger wurde beklagt, dass BewerberInnen teilweise nicht die erforderlichen Voraussetzungen für die zu besetzenden Stellen mitbringen. Auch die Ergebnisse einiger anderer Untersuchungen in verschiedenen Branchen deuten darauf hin, dass die tief greifenden Veränderungen der Arbeitswelt inzwischen auch die so genannte "einfache Arbeit" erfasst haben und zu steigenden Qualifikationsanforderungen der Betriebe führen, die die Besetzung mit geeigneten BewerberInnen erschweren. Das Projekt nimmt diese Hinweise, die bislang eher Nebenprodukt von Forschungsprojekten waren, zum Anlass für eine systematische empirische Untersuchung von Stellenbesetzungsprozessen im Bereich einfacher Dienstleistungen. Damit widmen wir uns einem Teilbereich des Arbeitsmarktes, der in der Diskussion zum Wandel von Erwerbsarbeit bislang eher marginal behandelt wurde. Auch hier - so eine Ausgangsthese des Projektes - sind jedoch Wandlungsprozesse im Gange, die einer näheren Analyse bedürfen. Die

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    Ausstiege aus dem unteren Einkommensbereich: Individuelle Aktivitäten, soziale Netzwerke und institutionelle Hilfeangebote (01.01.2003)

    Universität Köln, Lehrstuhl für Empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung
    Andreß, Hans-Jürgen, Prof. Dr.
    Quelle: Projektinformation der Hans-Böckler-Stiftung

    Beschreibung

    Welche Rolle spielen Hilfen von Arbeits- und Sozialamt beim Ausstieg aus Armut und Unterversorgung? Wer zeigt Eigeninitiative und mit welchem Ergebnis? Eine statistische Analyse repräsentativer Paneldaten soll zeigen, wie (aktiv) Betroffene ihre Lebenssituation bewältigen (können) und welchen Stellenwert dabei Institutionen einnehmen.>> Das Projekt beschäftigt sich mit der individuellen Bewältigung von Armut und Unterversorgung. Im Anschluss an neuere Forschungsergebnisse gehen wir davon aus, dass Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sich durchaus aktiv mit ihrer Lebenssituation auseinandersetzen, wobei ökonomischen Kosten-Nutzen-Kalkülen nur sekundäre Bedeutung zukommt. Außerdem scheinen die Arbeitsämter zu einem deutlich geringeren Anteil an der Eingliederung in den Arbeitsmarkt beteiligt zu sein als bisher angenommen.>> Unter Berücksichtigung verschiedener individueller und sozialer Faktoren, respektive Handlungsrestriktionen, wird untersucht, welche Rolle die Aktivitäten des Einzelnen, sein soziales Netzwerk und das institutionelle Hilfeangebot beim "Ausstieg" aus dem Niedrigeinkommensbereich spielen. Bezugszeitraum: A 1999 |99|; E 2002 |99|; Methoden: Das Projekt arbeitet vor allem sekundäranalytisch anhand von repräsentativen Längsschnittdaten, dem Niedrigeinkommens-Panel (NIEP). Dieser vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) in Auftrag gegebene Datensatz erfasst ca. 1 .500 Haushalte aus dem unteren Einkommensbereich, die zwischen 1999 und 2002 6 Mal befragt wurden. Das NIEP erlaubt die Betrachtung der gesamten Armutspopulation unabhängig von Ansprüchen auf staatliche Sozialtransfers, eine differenzierte Analyse verschiedener Subgruppen sowie die eindeutige Trennung von Ursache und Folgen. Es erfasst eine Vielzahl von für Verbleibs- und Ausstiegsprozesse relevante Informationen, die sowohl mittels deskriptivstatistischer, als auch kausalanalytischer Verfahren der Ereignis- und Panelanalyse untersucht werden.

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    Skill-Biased Technological Change: Keine Hoffnung für die Niedrigqualifizierten? (01.01.2003)

    Universität Mannheim, Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel
    Weiss, Matthias, Dr.
    Quelle: Projektinformation des MEA
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    Gender, Ethnizität und Identität. Die neue Dienstmädchenfrage im Zeitalter der Globalisierung (01.11.2001)

    Universität Münster, Fachbereich Erziehungwissenschaft und Sozialwissenschaften, Arbeitsstelle Interkulturelle Pädagogik
    Lutz Helma, Dr.
    Quelle: Projekthomepage

    Beschreibung

    Das Forschungsprojekt widmet sich einem aktuellen Phänomen, dessen wissenschaftliche Erforschung noch aussteht. Trotz großer technologischer Umwälzungen übernehmen Dienstmädchen, Kindermädchen, Putz- und Pflegekräfte in zunehmendem Maße die Versorgungsarbeit des modernen Haushalts. Die 'neuen Dienstmädchen' prägen in vergleichbarer Anzahl das Haushaltsleben des Techno-Zeitalters wie bereits vor hundert Jahren. Allerdings handelt es sich bei den Betroffenen heute oft um Migrantinnen aus Osteuropa, Ostasien und Lateinamerika, die nicht als Arbeitskräfte registriert sind und damit in der Schatten-Ökonomie operieren. Das Projekt ist im Schnittpunkt von drei Forschungsbereichen und -perspektiven verortet: der Migrationsforschung, der Genderforschung, sowie drittens der sozialhistorischen Studien zu Frauenarbeit in Europa, insbesondere der sogenannten 'Dienstmädchenforschung'. Die zentralen Fragenkomplexe lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: 1. Kommunikation, Selbst- und Fremdwahrnehmung: Hier ist zu untersuchen, wie sich interkulturelle Kommunikation, gegenseitige Abgrenzung und Konflikte, sowie Annäherung und Austausch gestalten. 2. Arbeitsidentität: Die Tätigkeit im Haushalt ist in den meisten Gesellschaften unterbewertet. Wie integrieren die Migrantinnen, die oft gut ausgebildet sind, diese neue Tätigkeit in ihre Lebensgeschichten? Netzwerkbildung: Aus anderen Studien ist bekannt, dass familiärfreundschaftliche Netzwerke für die Migration wichtig sind und auch neue Netzwerke durch die Migration entstehen, etwa um die Versorgung und Erziehung der zurückgelassenen Kinder oder Eltern zu gewährleisten. Welchen Einfluss haben die jeweiligen Netzwerke auf die Entwicklung transnationaler Identitäten? Wie gestaltet sich in solch einem Rahmen transnationale Mutterschaft? (S. auch: http://www.uni-muenster.de/FGEI/ ). Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Beobachtung, teilnehmend; Qualitatives Interview. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projek

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