Arbeitslos – Gesundheit los – chancenlos?
Gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen ein höheres Risiko, entlassen zu werden, und sie bleiben überdurchschnittlich lange arbeitslos. Zudem kann Arbeitslosigkeit gesundheitliche Probleme auslösen oder verstärken. Auch die wahrgenommene Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes hat bereits deutlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit.
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Macht Arbeitslosigkeit wirklich krank? (05.12.2006)
Universität Zürich, Institut für Empirische WirtschaftsforschungBeschreibung
Informationen zum Dissertationsprojekt von Andreas Kuhn, das seit Januar 2005 vom Forschungskredit der Universität Zürich unterstützt wird.
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Erhaltung und Schaffung von Beschäftigungsverhältnissen gesundheitlich eingeschränkter Menschen (04.12.2006)
Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-WestfalenBeschreibung
Empfehlungen der 15. Landesgesundheitskonferenz NRW vom 04.12.2006
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Productive Ageing - Chancen und Möglichkeiten von Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitskraft & Gesundheit für Arbeitslose/Arbeitsuchende zur verbesserten Arbeitsmarktintegration - arbeitsmarktpolitische, arbeitspsychologische, soziologische Perspektiven (01.11.2006)
abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschungSteiner, KarinQuelle: Projektinformation der abifBeschreibung
Aufbauend auf der Studie "Erwerbsrealität von älteren ArbeitnehmerInnen: Chancen und Barrieren (AMS report 39) sowie des gemeinsam mit dem BBRZ für das AMS Österreich/ABI erstellten Info-Handbuches "Praxishandbuch: Betriebliche Gesundheitsförderung" (Publikation: Jänner 2007) soll ein Projekt durchgeführt werden, das sich mit Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitskraft bzw. zur Gesundheitsförderung für Arbeitslose beschäftigt. Dabei wird der Reintegration von (Langzeit-)Arbeitslosen besonderes Augenmerk zugewendet. Ziele dieses Forschungsprojektes sind u.a. nationale/internationale Recherchen sowie ausführliche Interviews mit ExpertInnen, die über ihre Erfahrungen in Maßnahmen für ältere Arbeitslose befragt werden sollen. Weiters soll eruiert werden, wo künftiger Handlungsbedarf gesehen wird bzw. wie arbeitsmarktpolitische Akteure mit dieser vergleichsweise neuen "Herausforderung" umgehen (sollen).
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How unemployment gets under the skin. Understanding mental health impairments after job loss from a sociological identity perspective (01.10.2006)
Universität Bremen, Graduate School of Social SciencesKieselbach, Thomas, Prof. Dr.Beschreibung
Dissertation zu den Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit
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Wie hängen Arbeitslosigkeit und Gesundheit zusammen? (15.03.2006)
Techniker KrankenkasseBeschreibung
Informationen der Techniker Krankenkasse (Stand 15.03.2006).
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Stabilisierende und multimediale Arbeits- und Sozialassistenz (SUMAS) (01.01.2006)
Universität Dortmund, Lehrstuhl für Grundlagen und Theorien der OrganisationspsychologieKastner, Michael, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der TU DortmundBeschreibung
Aus den Ergebnissen des N.A.G.-Projekts der ersten Förderrunde im Programm Equal von 2002 bis 2005 wird ersichtlich, dass Arbeitslose unter einem signifikant schlechteren Gesundheitszustand als Erwerbstätige leiden. Im Jahr 2005 wurden bis zu 5 Millionen Erwerblose registriert, wobei die Anzahl der Stellenangebote weiter sinkt während gleichzeitig die Qualifikationsanforderungen für Einstellungen wachsen. Den Verbleib in der Arbeitslosigkeit können Faktoren wie Alter, fehlende Berufsausbildung, Mehrfach- oder Schwerbehinderungen, Dauer der Arbeitslosigkeit sowie unzureichende Problembewältigung beeinflussen. Dies geschieht besonders dann, wenn diese Vermittlungsbarrieren in komplexen Problemlagen kumulieren.>> Menschen, die als geringqualifiziert und/oder behindert gelten, langzeitarbeitslos und/oder über 50 Jahre sind und/oder mangelnde Ressourcen und vielschichtige Probleme aufweisen, gehören zur Zielgruppe von SUMAS.>> SUMAS wurde als eine sektorale Entwicklungspartnerschaft (EP) von den Lehrstühlen "Industrielle Robotik und Handhabungssysteme" und "Organisationspsychologie" der Universität Dortmund entwickelt, in der Kompetenzen aus psychologischer und organisationswissenschaftlicher Forschung mit denen des technikorientierten Netzwerkmanagements vereint sind.>> Durch diese Kombination sollen Risiken, die eine Wiedereingliederung der Zielgruppe in das Erwerbsleben gefährden könnten, frühzeitig erkannt und minimiert werden. Als Maßnahme hierfür sollen Vermittlungsbarrieren und Transferprobleme im vorbetrieblichen sowie betrieblichen Bereich überwunden, sowie der Zugang beziehungsweise eine Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt für Menschen in komplexen Problemlagen durch multimediale Assistenzsysteme und begleitende psychosoziale Hilfen in stabilisierenden Gruppen erleichtert werden. Wichtig ist, dass nicht nur universitäre Einrichtungen in der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft SUMAS zusammenarbeiten, sondern Einrichtungen der Arbeitsförderung wie Bildung
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Unemployment and Mental Health-Interventionsstrategies (19.02.2005)
Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.Beschreibung
Informationsseite von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. zum internationalen Projekt 'Unemployment and Mental Health' (Stand: 19.02.2005)
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JobFit Regional - Gesundheitskompetenzförderung zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitsuchenden in NRW (01.11.2004)
Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung - G.I.B. NRWLenz, SandraQuelle: Zusammenfassung der ErgebnisseBeschreibung
Zwischen Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitszustand besteht ein negativer Zusammenhang, der durch zahlreiche nationale und internationale Studien belegt wurde. Hinsichtlich der Morbidität, lässt sich nicht eine bestimmte "Arbeitslosenkrankheit" diagnostizieren, vielmehr existieren Befunde für eine höhere Belastung von Arbeitslosen durch verschiedene Symptome und Beschwerden. Dennoch zeigen sich insbesondere im psychischen Bereich im Vergleich zu Beschäftigten gravierende Unterschiede. Diese gesundheitlichen Belastungen im physischen und psychischen Bereich wirken sich wiederum negativ auf die Beschäftigungsfähigkeit und die Integrationschancen der Zielgruppe aus.>> Um diesem Kreislauf entgegenzuwirken, hat sich das Projekt JobFit Regional die Verknüpfung von Gesundheitsförderung mit Arbeitsmarktintegration zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit zum Ziel gesetzt. Im Auftrag des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen übernimmt die G.I.B. die Koordination und Steuerung dieses Modellprojektes und wird hierbei vom IPG insbesondere bei Fragen der Gesundheitsförderung unterstützt. Innerhalb des Modellprojektes haben neun ausgewählte Einrichtungen der Arbeitsmarktintegration spezifische Konzepte zur Umsetzung der Projektziele entwickelt. Diese Projektträger, zu denen Arbeitslosenzentren, Bildungs- und Beschäftigungsträger und Personalservice-Agenturen zählen, bieten vor Ort gesundheitsfördernde Module für verschiedene Zielgruppen an. Inhaltlich werden die "klassischen" Gesundheitsthemen Ernährung, Sucht, Bewegung und Stress bearbeitet. Dieses geschieht jedoch vor dem besonderen Hintergrund und der spezifischen Situation, in der sich arbeitslose Menschen befinden. Veröffentlichungen: G.I.B. - Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (Hrsg.) (2006): JobFit Regional. Zusammenfassung der Ergebnisse (Power Point Präsentation), 35 S., http://www.gib.nrw.de/de/download/data/JobFitRegional_Zus_20060926.pdf
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Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit (01.05.2004)
Robert Koch InstitutLampert, ThomasQuelle: ExpertiseBeschreibung
Im Mai 2001 hat die Bundesregierung erstmals einen Armuts- und Reichtumsbericht veröffentlicht, der eine umfassende Bestandsaufnahme der Lebenslagen in Deutschland leistet. Der Bericht weist auf zunehmende gesellschaftliche Problemlagen und Verteilungsungleichheiten hin, die sich unter anderem an der hohen Arbeitslosigkeit, der prekären Arbeitsmarktanbindung vieler Erwerbstätiger, der benachteiligten ökonomischen Lage allein erziehender Frauen, der zunehmenden Armut von Kindern und Jugendlichen sowie der mangelnden sozialen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen festmachen lassen. Mit einem Bundestagsbeschluss vom Oktober 2001 ist die Bundesregierung aufgefordert, künftig in jeder Legislaturperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht vorzulegen. Unter Beteiligung eines wissenschaftlichen Gutachterachtergremiums und eines ständigen Beraterkreises werden derzeit die theoretischen, methodischen und empirischen Grundlagen für ein auf Dauer gestelltes Berichtssystem geschaffen. Das Robert Koch-Institut hat den Auftrag erhalten, eine Expertise zu erstellen, die sich auf die gesundheitliche Situation der Bevölkerung bezieht und Verbindungen zu anderen Aspekten der Lebenslage, zum Beispiel Einkommen, Arbeit, Bildung, Familie oder Wohnen, aufzeigt.>> In der ersten Projektphase (Mai 2004 - Oktober 2004) werden empirische Analysen zum Zusammenhang von Armut, sozialer Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland durchgeführt und dazu auf aktuelle Datengrundlagen zurückgegriffen. Die Auswertungen richten sich an vier Fragestellungen aus:>> - Wie lassen sich Ausmaß, Erscheinungsbild und zeitliche Trends der sozial ungleichen Verteilung von Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken charakterisieren?>> - Welche Bevölkerungsgruppen sind mit Blick auf ihre soziale und gesundheitliche Situation besonders benachteiligt?>> - Inwieweit können die beobachteten gesundheitsbezogenen Problemlagen und Verteilungsungleichheiten erklärt werden?>> - Lassen sich Anknüpfungspunkte für ges
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Gesundheit und Arbeitslosigkeit - Interventionen durch Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement (01.05.2003)
Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich Gesundheit und PflegeElkeles, Thomas, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Hochschule NeubrandenburgBeschreibung
Ziel des Vorhabens war es, eine empirisch verlässliche Grundlage für die Konzipierung und spätere Umsetzung von Maßnahmen zu legen, die das Ziel verfolgen, den gesundheitlichen Zustand und die gesundheitlichen Kompetenzen von Arbeitslosen zu verbessern.>> Hierzu wurde durchgeführt:>> - eine aktuelle Bestandsaufnahme der sozialepidemiologischen Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Bestimmung grundsätzlicher Möglichkeiten gesundheitlicher Interventionen bei Arbeitslosen,>> - Erörterung rechtlicher Möglichkeiten und faktischer Durchführung gesundheitlicher Interventionen bei dieser Zielgruppe einmal durch die Akteure der "organisierten Gesundheitsförderung", zum anderen durch die Arbeitsämter bzw. die Sozialämter und Ableitung von Durchführungsproblemen,>> - Recherche, Beschreibung und Bewertung von Projekten mit gesundheitlichen Interventionen in dieser Zielgruppe in Deutschland und anderen Ländern, Verdeutlichung des derzeit erreichten wissenschaftlichen und praktischen Entwicklungsstand gesundheitlicher Interventionen in diesem Feld.>> - Ableitung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die weitere Konzeption, Implementation, Durchführung und Evaluation entsprechender Maßnahmen durch bzw. in Förderung durch Betriebskrankenkassen (ggf. in Kooperation mit anderen Trägern wie den Arbeitsämtern). Methoden: Ermittlung des theoretischen und praktischen state of the art; Evaluationsforschung. Untersuchungsdesign: Trend, Zeitreihe; Querschnitt Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Dokumentenanalyse, standardisiert; Qualitatives Interview; Standardisierte Befragung, face to face; Sekundäranalyse von Individualdaten; Sekundäranalyse von Aggregatdaten. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. Veröffentlichungen: Elkeles, Thomas ; Kirschner, Wolf (2004): Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Intervention durch Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement - Befunde und Strategien. Band 3 der Reihe Gesundheitsförderung und Se
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Netzwerk Arbeitsmarkt integrative Gesundheitsförderung (01.05.2002)
Universität Dortmund, Lehrstuhl für Grundlagen und Theorien der OrganisationspsychologieIserloh, BertholdBeschreibung
Das NAG will mit seinen Aktivitäten zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von gesundheitlich beeinträchtigten Arbeitslosen und instabil Beschäftigen beitragen. Dies soll in einer Strategie sich modular ergänzender Projektbereiche (P1 - P7) umgesetzt werden: 1. Individuelle Risiko- und Förderdiagnose, 2. Beratungsmodell als Basis der Präventions- und Interventionsarbeit, 3. Erhöhung der Akzeptanz von Gesundheitsförderung und Beratung, 4. Begleitendes Interventionsprogramm (Stessbewältigung, Sport, Empowerment), 5. Netzwerkintervention fur Betroffene und Institutionen, 6. Gesundheitsförderliche Unternehmensstrukturen, 7. Prozessorientierte Evaluation und begleitende Praxisforschung. Die Umsetzung erfolgt in einer Entwicklungspartnerschaft (EP) mit operativen Partnern (Universität Dortmund, Bildungsträgern, Beschäftigungsgesellschaft, Vereinen) und strategischen Partnern (Arbeits-, Sozialämter, Gesundheitsämter, Unternehmen, Betroffenen etc.). Methoden: Literatur-Analyse; Fragebogen; Interviews; Psychologische Messungen; Tele-Coaching; Multiplikatoren-Training; Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Mündliche Befragung und Gruppendiskussion mit ca. 100 Experten, Arbeitsmarktakteuren; Schriftliche Befragung von ca. 500 Arbeitslosen Veröffentlichungen: Kastner, Michael (Hrsg.) ; Hagemann, Tim (Hrsg.) ; Kliesch, Gesa (Hrsg.) (2005): Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Arbeitsmarktintegrative Gesundheitsförderung, Pabst Science Publishers, Lengerich u.a., 411 S.
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Arbeitslosigkeit und Gesundheit - Langzeitstudie zu Arbeitslosigkeit und Gesundheit bei jungen Ostdeutschen (01.01.2002)
Universität Leipzig, Selbständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische SoziologieBrähler, Elmar, Prof. Dr.Quelle: Homepage der Sächsischen LängsschnittstudieBeschreibung
Jugendliche im Osten beurteilen ihre Zukunftschancen immer pessimistischer. Dies ist eine der aussagekräftigsten Aussagen der "Sächsischen Längsschnittstudie", bei der der politische Mentalitätswandel bei Jugendlichen seit 1987 untersucht wird. Seit der 16. Welle (2002) ist das Thema Arbeitslosigkeit und Gesundheit in diese sozialwissenschaftliche Langzeitforschung integriert worden. 1281 Jugendliche - im Jahr 1987 an Schulen in den Bezirken Leipzig und Karl-Marx-Stadt - wurden seit ihrem 14. Lebensjahr jährlich befragt. Ihre Aussagen ergeben eine einzigartigen Querschnitt über das Denken ostdeutscher Jugendlicher von der Endzeit der DDR über die Wende und die Vereinigung bis zur heutigen Lage. Nach der Wende wurden auch Daten zu den Themen Arbeitslosigkeit und Gesundheit gewonnen, auf denen die neue Untersuchung aufbaut. Wie wird die Erfahrung der Arbeitslosigkeit von jungen Menschen verarbeitet? Welche Auswirkungen hat dies auf ihre Gesundheit? Die Fragestellung wird im Zusammenhang mit Konsequenzen für ihre gesamte Lebensplanung, ihre Migrationsabsichten in die alten Bundesländer und ihre politische Identifikation mit dem gegenwärtigen Gesellschaftssystem untersucht. Die spezielle Untersuchung der Arbeitslosigkeits- und Gesundheitsaspekte wurde 2002 begonnen.>> Ergebnisse: Bis 2005 hatten 68 % der Teilnehmer bereits persönliche Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit. Arbeitslose wiesen ein deutlich schlechteres psychisches und körperliches Befinden auf als Nichtarbeitlose. Auch bereits antizipierte Arbeitslosigkeit und ein als unsicher wahrgenommener Arbeitsplatz führten (bei Nichtarbeitslosen) zu einem schlechteren Befinden. Die Daten zeigen auch, dass ein negativeres psychisches Befinden zu einem früheren Zeitpunkt (1991) in Zusammenhang mit der kumulierten Arbeitslosigkeit im Jahre 2004 (r = .27, p < 0.001) steht. Prädiktoren für den Eintritt von Arbeitslosigkeit bis zum 32. Lebensjahr sind u. a. das Vorhandensein psychischer Beeinträchtigungen im Alter von 18
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Psychologische Erwerbslosigkeitsforschung: Metaanalysen zu den individuellen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit (01.01.2001)
Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Psychologie, insbesondere Wirtschafts- und SozialpsychologieMoser, Klaus, Prof. Dr.Beschreibung
Drei Kernfragen der psychologischen Arbeitslosigkeitsforschung lauten: 1. Geht Arbeitslosigkeit mit seelischen Belastungen einher? 2. Gibt es Personengruppen, die stärker betroffen sind als andere (Moderatoreffekte)? 3. Ist Arbeitslosigkeit die Ursache für diese psychischen Belastungen (Kausalitätsfrage)? Zur Beantwortung dieser Fragen werden Metaanalysen für sechs Indikatoren psychischer Gesundheit durchgeführt (unspezifische Belastungssymptome, Depressionssymptome, Angstsymptome, psychosomatische Symptome, subjektives Wohlbefinden, Selbstwertgefühl). Die metaanalytisch integrierten Ergebnisse von mehr als 150 Einzeluntersuchungen aus Nordamerika, Europa und Ozeanien belegen eindeutig, dass Arbeitslose ein konsistent schlechteres Befinden aufweisen als Erwerbstätige. Detailanalysen ergeben des weiteren, dass die Unterschiede zwischen Arbeitslosen und Erwerbstätigen bei Jugendlichen (im Vergleich zu Erwachsenen), bei Langzeitarbeitslosen (im Vergleich zu Menschen, die weniger als ein Jahr arbeitslos sind); bei Männern (im Vergleich zu Frauen) und bei Arbeitern ("blue-collar jobs") im Vergleich zu Angestellten ("white-collar jobs") stärker ausgeprägt sind. Kausalanalysen auf der Grundlage von Längsschnittstudien belegen, dass Arbeitslosigkeit nicht nur mit seelischem Leiden korreliert, sondern dieses auch verursacht. Daneben lassen sich auch in der bisherigen Literatur kontrovers diskutierte Selektionseffekte in der Form nachweisen, dass für Menschen mit psychischen Problemen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, ihren Arbeitsplatz zu verlieren und Schwierigkeiten bei der Suche nach einer neuen Stelle zu haben. Diese Drift-Effekte fallen allerdings sehr schwach aus und haben geringere praktische Bedeutung als die Verursachung psychischer Probleme durch Erwerbslosigkeit. Bezugszeitraum: A 1965 |99|; E 2002 |99|; Methoden: Integrative Überblicksarbeit empirischer Primärstudien nach metaanalytischer Methodik. Untersuchungsdesign: Panel; Querschnitt Erhebung
