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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "OECD"
  • Literaturhinweis

    Globalization and deregulation: does flexicurity protect atypically employed? (2006)

    Seifert, Hartmut; Tangian, Andranik ;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut & Andranik Tangian (2006): Globalization and deregulation. Does flexicurity protect atypically employed? (WSI-Diskussionspapier 143), Düsseldorf, 24 S.

    Abstract

    "Hitherto, discussion of flexicurity has focused on normal employment (permanent full-time), with atypical work receiving only cursory attention. Nevertheless, the most affected are just atypically employed (= other than normally employed). To monitor effects of flexicurity policies in Europe, flexicurity indices are constructed from: (a) scores of the strictness of employment protection legislation provided by the OECD, (b) qualitative juridical data on social security benefits (unemployment insurance, public pensions, etc.), and (c) data on the dynamics of employment types (permanent, temporary, full-time, part-time, self-employed, etc.). The empirical investigation shows that, contrary to political promises and theoretical opinions, the deregulation of European labour markets absolutely predominates. Its moderate compensation by advantages in social security occurred only twice: in Denmark and Netherlands at the end of the 1990s. The flexibilization reduces the average employment status, i.e. employees are more often employed not permanently but temporarily, not full-time but part-time, and more frequently they involuntary turn to self-employment. On the other hand, the eligibility to social benefits depends on the employment status. Thereby these trends disqualify employees from social benefits. The apparent compensation of the labour market deregulation by social advantages is therefore insufficient." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts: international evidence (2005)

    Brown, Sarah ; Sessions, John G. ;

    Zitatform

    Brown, Sarah & John G. Sessions (2005): Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts. International evidence. In: Review of world economics, Jg. 141, H. 2, S. 296-317. DOI:10.1007/s10290-005-0029-5

    Abstract

    Das Verhältnis zwischen Einstellungen, Einkommen und der Laufzeit von Arbeitsverträgen wird anhand britischer und internationaler Daten untersucht. Es zeigt sich, dass befristete Verträge mit geringerem Einkommen verbunden sind. Dies wird als Indiz für eine Lohndiskriminierung von Arbeitskräften mit befristeten Verträgen betrachtet. Auch die Rolle der Bildung wird berücksichtigt, wobei dem Bildungsabschluss bei fest Angestellten eine stärkere Signalwirkung zukommt als bei befristet Beschäftigten. Unbefristete Verträge wirken sich auch auf die Einstellungen der Angestellten aus. Einerseits führen feste Verträge zu mehr Zufriedenheit und Sicherheit, andererseits zu stärkerer Arbeitsbelastung und Stress, was eventuell durch mehr Fehlzeiten zum Ausdruck kommt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    International comparison of atypical employment: differing concepts and realities in industrialized countries (2005)

    Ogura, Kazuya;

    Zitatform

    Ogura, Kazuya (2005): International comparison of atypical employment. Differing concepts and realities in industrialized countries. In: Japan labor review, Jg. 2, H. 2, S. 5-29.

    Abstract

    Was als atypische Beschäftigung gilt, wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich gesehen. Der Beitrag arbeitet für Japan, die USA und Europa die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Konzepte atypischer Beschäftigung heraus. Im Unterschied zu den europäischen Ländern, in denen rechtliche Regelungen für atypische Beschäftigung existieren, gibt es in den USA praktisch keine Regulierung hinsichtlich der Beschäftigungsformen und Arbeitsbedingungen. Anders als in Europa gelten in den USA und Japan Nacht- und Schichtarbeit nicht als atypisch. Charakteristisch für Europa ist, dass auch Auszubildende oder Umschüler als atypisch Beschäftigte gelten, und dass staatlich geförderte Beschäftigung auf dem zweiten Abeitsmarkt als atypische Beschäftigung betrachtet wird. In Japan wird auch 'Pseudo-Teilzeitarbeit' (Arubaito) als atypisch betrachtet, obwohl sie stark Normalarbeitsverhältnissen ähnelt. Trotz der konzeptionellen Unterschiede werden Teilzeitbeschäftigte, Leiharbeitnehmer, befristet Beschäftigte, Saisonarbeiter, Heimarbeiter und freiberufliche Mitarbeiter in allen Ländern übereinstimmend als atypisch Beschäftigte gesehen. Für alle Länder wird auch ein Trend hin zur atypischen Beschäftigung festgestellt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Sozial abgesicherte Flexibilität: eine Antwort auf die Arbeitsmarktunsicherheit in Zeiten der Globalisierung (2004)

    Auer, Peter;

    Zitatform

    Auer, Peter (2004): Sozial abgesicherte Flexibilität. Eine Antwort auf die Arbeitsmarktunsicherheit in Zeiten der Globalisierung. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 27, H. 3, S. 139-156.

    Abstract

    "Die Stabilität von Arbeitsplätzen in den OECD-Ländern hat sich, entgegen verschiedenen 'Unkenrufen', nach vorliegenden empirischen Untersuchungen im letzten Jahrzehnt nicht wesentlich verändert. Allerdings gilt dieser Befund nur für die durchschnittliche Dauer der Beschäftigungsverhältnisse, nicht aber für die 'Arbeitsplatzqualität'. Stress, unternehmensinterne Arbeitsplatzwechsel und Befristungen haben zugenommen. Es gibt plausible Gründe für Arbeitnehmer, aber auch für Unternehmer sich weiterhin für eine kontinuierliche Stabilität der Arbeitsverhältnisse zu entscheiden. Unternehmer sind nicht an einer exzessiven numerischen Flexibilität interessiert, sondern benötigen motivierte und nachhaltig loyale Mitarbeiter. Arbeitnehmer sind wiederum nach wie vor auf Arbeitsplätze angewiesen, die ihnen eine langfristige Lebensplanung ermöglichen. Es gibt naturgemäß länderspezifische Unterschiede bezüglich der Merkmale Qualität, Dauer und Sicherheit von Arbeitsplätzen. Die vorgenommenen Ländervergleiche zeigen keinen systematischen Zusammenhang zwischen durchschnittlicher Betriebszugehörigkeitsdauer und subjektiver Arbeitsplatzunsicherheit. Die beste Einschätzung (in Befragungen) von Qualität und Sicherheit der Arbeitsplätze gibt es interessanterweise in Ländern, die eine relativ kurze durchschnittliche Betriebszugehörigkeitsdauer mit einer guten Sozialabsicherung verbinden, wie etwa Dänemark. Für Arbeitnehmer scheint dies zu bedeuten, dass ein gemäßigter Kündigungsschutz, verbunden mit einer hohen Absicherung durch passive und aktive Arbeitsmarktpolitik eine bessere Arbeitsmarktsicherheit zu vermitteln scheint, als ein maximaler Kündigungsschutz mit nur geringer Absicherung durch Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Befristete Beschäftigung in der Schweiz: Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich (2004)

    Henneberger, Fred; Ziegler, Alexandre; Sousa-Poza, Alfonso;

    Zitatform

    Henneberger, Fred, Alfonso Sousa-Poza & Alexandre Ziegler (2004): Befristete Beschäftigung in der Schweiz. Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 3, S. 239-267.

    Abstract

    "In der Studie werden erstmals für den schweizerischen Arbeitsmarkt umfassende Informationen über den Umfang, die Verbreitung und die Determinanten befristeter Arbeitsverhältnisse präsentiert und eine ökonomische Bewertung dieser Beschäftigungsform im Vergleich zu unbefristeten Arbeitsverträgen vorgenommen. Verwendet werden Daten aus den ersten drei Wellen des neuen Schweizerischen Haushalts-Panels (SHP) für die Jahre 1999 bis 2001. Hierbei zeigt sich, dass eine Befristung der Beschäftigung bei hoch qualifizierten Arbeitskräften sowie bei jüngeren und älteren Arbeitnehmern häufiger vorkommt. Die Löhne befristet beschäftigter Frauen sind geringer als diejenigen der anderen weiblichen Erwerbstätigen. Diese Lohndifferenz ist jedoch nicht auf die Befristung der Beschäftigung per se, sondern auf unbeobachtbare individuelle Heterogenität zwischen den Frauen zurückzuführen. Für die Gruppe der Männer ist hingegen kein Einfluss der unterschiedlichen Beschäftigungsformen auf den Lohn festzustellen. Sowohl das empfundene als auch das tatsächliche Arbeitslosigkeitsrisiko sind bei befristet Beschäftigten größer. Gleichzeitig besteht - trotz gewisser Persistenzphänomene - eine erhebliche Mobilität von befristeter zu dauerhafter Beschäftigung. Ferner ist zu beobachten, dass ein befristeter Arbeitsvertrag die Wahrscheinlichkeit erhöht (reduziert) mit der Arbeitsstelle generell sehr zufrieden (unzufrieden) zu sein. Die Zufriedenheit mit dem Lohn ist bei temporär angestellten Männern geringer als bei den anderen männlichen Arbeitskräften. Die Wahrscheinlichkeit, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, ist hingegen für befristet Beschäftigte nicht kleiner als für andere Arbeitnehmer. Ein internationaler Vergleich anhand von Daten des International Social Survey Programme (ISSP) von 1997 zeigt, dass sich die Determinanten befristeter Beschäftigung in der Schweiz mit denen anderer Länder weitgehend decken. Schließlich hängt die Befristungsquote nicht signifikant vom Ausmaß des Kündigungsschutzes, sondern vielmehr von der Arbeitslosenquote ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The myth of worksharing (2004)

    Kapteyn, Arie ; Kalwij, Adriaan ; Zaidi, Asghar ;

    Zitatform

    Kapteyn, Arie, Adriaan Kalwij & Asghar Zaidi (2004): The myth of worksharing. In: Labour economics, Jg. 11, H. 3, S. 293-313. DOI:10.1016/j.labeco.2003.08.001

    Abstract

    "Worksharing is considered by many as a promising public policy to reduce unemployment. This paper reviews the most pertinent theoretical and recent empirical contributions to the literature on worksharing. Next, we provide new empirical evidence on this issue by a longitudinal cross-country analysis of the long-run effects of a reduction in working hours on employment and wages, exploiting aggregate data for 16 OECD countries. The conclusions of the theoretical literature survey are indecisive: the efficacy of worksharing as an employment enhancing policy tool depends heavily on the setting in which the analysis takes place. In line with recent empirical studies, our results do not support the proposition that worksharing promotes employment. The results show a positive direct effect on employment of a reduction in working hours. However, taking into account indirect effects, in particular the upward effects on wages, we find that the long-run effect becomes small and insignificant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Nonstandard work in developed economies: causes and consequences (2003)

    Houseman, Susan; Osawa, Machiko;

    Zitatform

    Houseman, Susan & Machiko Osawa (Hrsg.) (2003): Nonstandard work in developed economies. Causes and consequences. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 513 S.

    Abstract

    Der Sammelband befasst sich mit dem Wandel der Normalarbeitsverhältnisse von der Vollzeitbeschäftigung hin zu Formen wie Leiharbeit oder Zeitarbeit. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Female labour force participation: past trends and main determinants in OECD countries (2003)

    Jaumotte, Florence ;

    Zitatform

    Jaumotte, Florence (2003): Female labour force participation. Past trends and main determinants in OECD countries. (OECD Economics Department working papers 376), Paris, 66 S. DOI:10.1787/082872464507

    Abstract

    "This paper examines the determinants of female labour force participation in OECD countries, including a number of policy instruments such as the tax treatment of second earners (relative to single individuals), childcare subsidies, child benefits, paid maternity and parental leaves, and tax incentives to sharing market work between spouses. The econometric analysis uses a panel data set covering 17 OECD countries over the period 1985-1999, and distinguishes between part-time and full-time female participation rates. It shows a positive impact on female participation of a more neutral tax treatment of second earners (relative to single individuals), stronger tax incentives to share market work between spouses, childcare subsidies, and paid maternity and parental leaves Unlike childcare subsidies, child benefits reduce female participation due to an income effect and their lump-sum character. Finally, female education, the general labour market conditions, and cultural attitudes remain major determinants of female participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Temporary work agencies and equilibrium unemployment (2002)

    Neugart, Michael ; Storrie, Donald;

    Zitatform

    Neugart, Michael & Donald Storrie (2002): Temporary work agencies and equilibrium unemployment. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 02-203), Berlin, 33 S.

    Abstract

    "Während der neunziger Jahre stieg der Anteil der Zeitarbeit gemessen an der Gesamtbeschäftigung in fast allen OECD Ländern stark an. Wir erweitern das von Pissarides und Mortensen entwickelte Arbeitsmarktmodell mit Zeitarbeit. Auf der Grundlage unseres Modells lässt sich zeigen, dass technologische Veränderungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie und die Deregulierung der Zeitarbeit Aufkommen und Wachstum des Zeitarbeitssektors verursachten. Simulationen des kalibrierten Modells legen nahe, dass Zeitarbeit nicht notwendigerweise Normalarbeitsverhältnisse verdrängt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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