Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Gewerkschaften und Leiharbeit: über den aktiven Umgang mit Leiharbeit bei der IG Metall (2013)
Meyer, Dorit;Zitatform
Meyer, Dorit (2013): Gewerkschaften und Leiharbeit. Über den aktiven Umgang mit Leiharbeit bei der IG Metall. (Gesellschaft der Unterschiede 13), Bielefeld: Transcript, 394 S.
Abstract
"Jahrzehntelang war auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Zunahme von Leiharbeit zu beobachten, ehe die Krise 2008/2009 zu Massenentlassungen unter Leiharbeitern führte. Doch wie wurde in den DGB-Gewerkschaften darauf reagiert? Am Beispiel der IG Metall und anknüpfend an Konzepte zu organisationalen Routinen und Fähigkeiten geht die Autorin dieser Frage nach. Aus raumzeitlicher Sicht zeigt sie, wie das gewerkschaftliche Vorgehen bezüglich Leiharbeit zwischen den Standorten und Ebenen vor, während und nach der Krise variierte. Das Buch leistet so einen empirisch fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung von Ressourcenansätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 17/12271) (2013)
Zitatform
(2013): Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 17/12271). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/12443 (22.02.2013)), 10 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Praxis der Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeit, zu Kooperationsvereinbarungen zwischen der Bundesagentur für Arbeit und Leiharbeitsunternehmen, zu Zielerreichung und Vorteilen dieser Vereinbarungen und weist in Tabellen Bestand und Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen insgesamt und im Wirtschaftszweig Arbeitnehmerüberlassung (2010-2012) sowie Beschäftigung von erwerbsfähigen Arbeitslosengeld II-Bezieher in der Arbeitnehmerüberlassung (2007-2012) aus. (IAB)
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Literaturhinweis
Reducing inequality and insecurity: rethinking labor and employment policy for the 21st century (2012)
Appelbaum, Eileen;Zitatform
Appelbaum, Eileen (2012): Reducing inequality and insecurity. Rethinking labor and employment policy for the 21st century. In: Work and occupations, Jg. 39, H. 4, S. 311-320. DOI:10.1177/0730888412444883
Abstract
"In 'Good Jobs, Bad Jobs', Arne Kalleberg examines the institutional changes in the United States that led to a polarization of income and job quality, a rising share of poor quality jobs, and the increasing precariousness of work across the educational spectrum. He proposes reversing these developments through a new social contract that builds on the design principles that underlie flexicurity policies in the Netherlands and Denmark -- flexicurity with an American face. This article discusses the roots and promise of flexicurity to address the problems Kalleberg has identified. It also examines the limits to flexicurity and proposes additional policies to fulfill this promise." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit?: Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (2012)
Zitatform
Baumgarten, Daniel, Michael Kvasnicka, Juliane Landmann & Eric Thode (2012): Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit? Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh, 46 S.
Abstract
"Arbeitslose Arbeitnehmer haben eine größere Chance auf eine reguläre Vollzeiterwerbstätigkeit, wenn sie zunächst eine Zeitarbeit aufnehmen. Allerdings tritt dieser Effekt erst langfristig ein, und nur ein Teil der Arbeitslosen ist auf diesem Weg erfolgreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des RWI im Auftrag der Bertelsmann Stiftung über die sogenannten 'Klebe- und Sprungbretteffekte' von Zeitarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kapitalismustheorie und Arbeit: neue Ansätze soziologischer Kritik (2012)
Dörre, Klaus; Urban, Hans-Jürgen; Lamla, Jörn; Wolf, Harald ; Klinger, Cornelia; Wissel, Jens; Kämpf, Tobias; Wallerstein, Immanuel; Voswinkel, Stephen; Schmalz, Stefan ; Kädtler, Jürgen; Rosa, Hartmut ; Jürgens, Kerstin ; Nies, Sarah ; Hürtgen, Stefanie ; Mayer-Ahuja, Nicole; Hoppadietz, Harald; Mahnkopf, Birgit; Bescherer, Peter; Mader, Dimitri; Holst, Hajo; Sauer, Dieter; Hiß, Stephanie; Pahl, Hanno; Haubner, Tine ; Wittke, Volker; Deutschmann, Christoph; Schimank, Uwe ; Boes, Andreas ; Wright, Erik Olin; Bieling, Hans-Jürgen; Menz, Wolfgang ; Aulenbacher, Brigitte;Zitatform
Dörre, Klaus, Dieter Sauer & Volker Wittke (Hrsg.) (2012): Kapitalismustheorie und Arbeit. Neue Ansätze soziologischer Kritik. (International labour studies 01), Frankfurt am Main: Campus-Verl., 513 S.
Abstract
"Der Gesellschaftstheorie ist die Arbeit und mit ihr die empirische Fundierung abhanden gekommen, der Arbeitssoziologie die Theorie - so der Befund der Herausgeber dieses Bandes. Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind vielfältiger und unsicherer geworden. Zugleich gewinnen Arbeits- und Verteilungskämpfe an Schärfe. Um diese Veränderungen angemessen zu erfassen, bedarf es innovativer Impulse aus der Kapitalismusanalyse, so wie diese ihrerseits von der Arbeitssoziologie lernen kann. Die Autorinnen und Autoren liefern eine Bestandsaufnahme der aktuellen theoretischen Ansätze, um Kapitalismus und Arbeit wieder zusammenzudenken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sichere Arbeitsplätze statt prekärer Jobs: DGB-Vorschlag zur Reform kleiner Arbeitsverhältnisse (2012)
Zitatform
(2012): Sichere Arbeitsplätze statt prekärer Jobs: DGB-Vorschlag zur Reform kleiner Arbeitsverhältnisse. (Arbeitsmarkt aktuell 2012,03), Berlin, 14 S.
Abstract
"Aktuell gibt es über sieben Millionen Arbeitsverhältnisse, in denen die Beschäftigten nicht mehr als 400 Euro verdienen. Das sind etwa 20 % aller Arbeitnehmer/innen in Deutschland. Davon sind 2,5 Mio. Nebentätigkeiten (Hinzuverdienst) - also arbeiten 4,9 Mio. ausschließlich in Mini-Jobs.
Im Durchschnitt verdienen die Mini-Jobberinnen und Mini-Jobber aber nicht 400 Euro, sondern nur ca. 260 Euro (West) bzw. 200 Euro (Os). Mehr als drei Viertel erhalten einen Stundenlohn von unter 8,50 Euro. Der Mini-Jobbereich ist ein extremer Niedriglohnsektor.
Nicht die Nachfrage durch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestimmt die hohe Zahl der Mini-Jobs, sondern das Angebot durch die Arbeitgeber. Aufgrund des hohen finanziellen und zeitlichen Flexibilisierungspotenzials sind geringfügige Beschäftigungsverhältnisse vor allem für Arbeitgeber attraktiv. Inzwischen werden viele reguläre Arbeitsplätze - vor allem im Dienstleistungssektor - durch Mini-Jobs ersetzt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Unzureichende Bildung: Folgekosten für die öffentlichen Haushalte: eine Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (2011)
Zitatform
Allmendinger, Jutta, Johannes Giesecke & Dirk Oberschachtsiek (2011): Unzureichende Bildung: Folgekosten für die öffentlichen Haushalte. Eine Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh, 76 S.
Abstract
"Unzureichende berufliche Bildung führt zu hohen gesellschaftlichen Folgekosten. Jahr für Jahr starten rund 150.000 junge Menschen ohne Ausbildungsabschluss und damit mit schlechten Zukunftsperspektiven ins Berufsleben. Wenn es nicht gelingt, diese Zahl zu verringern, entstehen für die öffentlichen Haushalte Belastungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Altersjahrgang. Das zeigt eine Studie des WZB im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Diese Folgekosten entstehen im Verlauf des Erwerbslebens der Betroffenen durch entgangene Lohnsteuern und Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sowie Ausgaben für Arbeitslosengeld und notwendige Sozialtransfers." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Transitions from part-time unemployment: Is part-time work a dead end or a stepping stone to the labour market? (2011)
Zitatform
Månsson, Jonas & Jan Ottosson (2011): Transitions from part-time unemployment: Is part-time work a dead end or a stepping stone to the labour market? In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 32, H. 4, S. 569-589. DOI:10.1177/0143831X10387836
Abstract
"This article analyses the effects of individual characteristics on the probability of leaving part-time unemployment. The results show that it cannot be unreservedly asserted that part-time work offers access to the core labour market. Among the part-time unemployed, there are great variations in the degree to which they are likely to leave part-time unemployment. A concentration of labour market policy activities on the part-time unemployed who are least likely to succeed in finding full-time employment can, therefore, be expected to have positive consequences from both equity and efficiency points of view. In this respect, part-time unemployed women, persons with work-related disabilities and persons with temporary employment come to the forefront. The article shows that the likelihood of finding a full-time job is certainly not great for persons belonging to these groups. For many of them, part-time job is not a stepping stone but rather a dead end on the labour market." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungswachstum durch effizientere Allokation auf dem Arbeitsmarkt (2011)
Profit, Stefan; Liebenberg, Stefan;Zitatform
Profit, Stefan & Stefan Liebenberg (2011): Beschäftigungswachstum durch effizientere Allokation auf dem Arbeitsmarkt. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 91, H. 11, S. 778-783.
Abstract
"Die positive Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts führt zu einer zunehmenden Diskussion über die Qualität des Beschäftigungsaufbaus. Kritiker beanstanden die Zunahme flexibler Beschäftigungsformen und fordern mehr Regulierung. Aus ökonomischer Sicht würde die Wiedereinschränkung der in den vergangenen Jahren hinzugewonnenen Öffnungsspielräume die Allokationsfunktion des Arbeitsmarkts schwächen. Dabei lässt sich der Beschäftigungsaufbau wesentlich auf die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre zurückführen. Durch flexible Beschäftigungsformen und eine beschäftigungsorientierte Tarifpolitik wurden die Wettbewerbselemente des Arbeitsmarkts gestärkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/6382) (2011)
Zitatform
(2011): Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/6382). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/6986 (14.09.2011)), 72 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Fragen der Fraktion der SPD zur Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung, zur Niedriglohnthematik, zur branchenspezifischen Betrachtung, geringfügiger Beschäftigung in Privathaushalten, zu Substitutionseffekten, zum Diskriminierungsverbot des Teilzeit- und Befristungsgesetzes, zu Genderaspekten, zur Brückenfunktion von Minijobs in den Arbeitsmarkt und zu Konsequenzen für die Sozialversicherung. (IAB)
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Literaturhinweis
Modellgestützte Simulationsstudien zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Umsetzung von Varianten einer innovativen Konzeption altersunabhängig geförderter Teilzeit: Simulationsrechnungen von Szenarien geförderter Teilzeit auf der Basis eines Vorschlages der Arbeitnehmerkammer Bremen für ein "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung". Abschlussbericht (2010)
Bartsch, Klaus;Zitatform
Bartsch, Klaus (2010): Modellgestützte Simulationsstudien zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Umsetzung von Varianten einer innovativen Konzeption altersunabhängig geförderter Teilzeit. Simulationsrechnungen von Szenarien geförderter Teilzeit auf der Basis eines Vorschlages der Arbeitnehmerkammer Bremen für ein "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung". Abschlussbericht. Düsseldorf, 156 S.
Abstract
"In der Simulation ergab sich, dass der Gesetzesvorschlag "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung" (GBA) zu eng gefasst wäre, um substantielle Beschäftigungseffekte zu erzielen. Die betriebliche Anwendbarkeit würde sich mit kurzen Vertragslaufzeiten stark auf einen kleinen Kreis von Un- und Angelernten fokussieren.
Die größten Beschäftigungseffekte (etwa 200.000 Personen) mit dem höchsten Anteil an sozial abgesicherten Arbeitsverhältnissen ließen sich erzielen,
(1) wenn die maximale Vertragslaufzeit sich an derjenigen der nun obsoleten geförderten Altersteilzeit orientieren würde, so dass verstärkte betriebliche Anreize zur Nutzung eines GBA auch für qualifizierte Beschäftigte entstehen.
(2) wenn die Finanzierung eines GBA für die Bundesagentur für Arbeit in etwa kostenneutral erfolgt, auch wenn Arbeitslose des Rechtskreises SGB II gemäß ihres Anteils an der Gesamtarbeitslosigkeit vermittelt werden, so dass sonst fällige Anhebungen des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung vermieden werden.
Trotz der damit verknüpften Bezuschussung der BA durch den Bund verbessern sich die Finanzierungsverhältnisse des Staates infolge der induzierten Mehreinkommen und zusätzlicher Steuern und Sozialabgaben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Evaluating the German "Mini-Job" reform using a true natural experiment (2010)
Zitatform
Caliendo, Marco & Katharina Wrohlich (2010): Evaluating the German "Mini-Job" reform using a true natural experiment. In: Applied Economics, Jg. 42, H. 19, S. 2475-2489. DOI:10.1080/00036840701858125
Abstract
Die Frage, wie man die Arbeitsanreize für Menschen mit geringem Einkommen verstärken kann, ist ein gemeinsames Thema in der politischen Debatte über die europäischen Länder hinweg. Die am 1. April 2003 in Kraft getretene 'Mini-Job'-Reform befindet sich im Einklang mit dieser Politik, indem sie Arbeitseinkommen unterhalb einer bestimmten Schwelle von Steuern und Sozialabgaben der Arbeitnehmer befreit. In der Untersuchung wird eine ex-post Evaluation vorgenommen, um die Kurzzeiteffekte der Reform zu identifizieren. Die Identifikationsstrategie benutzt eine exogene Variante der Interviewmonate im deutschen Sozio-ökonomischen Panel (SOEP), die es ermöglicht, zwischen verschiedenen Gruppen, die von der Reform betroffen (oder nicht betroffen) sind, zu unterscheiden. Um saisonale Effekte berücksichtigen zu können, wird zusätzlich vom Ansatz der Difference-in-Differences-Methode Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kurzzeiteffekte der Reform begrenzt sind. Es gibt keine signifikanten Kurzzeiteffekte für die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Es gibt jedoch Hinweise dahingehend, dass unverheiratete Männer, die bereits in einem Arbeitsverhältnis stehen, umgehend reagieren und sich somit die Zahl der ausgeübten Zweitjobs erhöht. (IAB)
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Literaturhinweis
Employment protection reforms, employment and the incidence of temporary jobs in Europe: 1995-2001 (2010)
Zitatform
Kahn, Lawrence M. (2010): Employment protection reforms, employment and the incidence of temporary jobs in Europe: 1995-2001. In: Labour economics, Jg. 17, H. 1, S. 1-15. DOI:10.1016/j.labeco.2009.05.001
Abstract
"Using European Community Household Panel data for nine countries for 1996-2001, I investigate the impact of reforms of employment protection systems on employment and on temporary jobs for wage and salary workers. Individual fixed effects models are estimated, with the inclusion of country-specific trends in the dependent variable, addressing the possibly changing labor force composition and the possible endogeneity of the reforms. A basic finding that is robust to all specifications and to the disaggregation of the sample by country is that policies making it easier to create temporary jobs raise the likelihood that wage and salary workers will be in temporary jobs. However, there is no evidence that such reforms raise employment, and in some countries, they appear to lower employment. Thus, these reforms appear rather to encourage a substitution of temporary for permanent work. Reforms of permanent employment protection mandates have small and insignificant effects on employment and temporary jobs on average. Moreover, when I disaggregate by country, such reforms appear more often to lower overall employment and to lower the share of employment in permanent jobs. These are likely to reflect short run impacts of such reforms, which make it easier for firms to discharge substandard workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit (2010)
Zitatform
Ziegler, Kerstin & Florian Lehmer (2010): Über Brücken und Stege: IAB-Studie Zeitarbeit. In: Personalwirtschaft, Jg. 37, H. Sonderheft zu H. 10, S. 30-33.
Abstract
"Arbeitslose erhöhen durch die Leiharbeit ihre Chancen für eine spätere Beschäftigung im regulären Arbeitsmarkt. Doch wie groß ist dieser sogenannte Brückeneffekt? Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt hierüber nun erste Aufschlüsse. Es wurde der Arbeitsmarktstatus vor und nach der Leiharbeit untersucht. Es zeigt sich, dass für ehemalige Arbeitslose Leiharbeit wohl eher einen schmalen Steg als eine breite Brücke in eine Beschäftigung außerhalb der Branche darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie. -
Literaturhinweis
Ausbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse und Anforderungen an die Politik: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/2719) (2010)
Zitatform
(2010): Ausbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse und Anforderungen an die Politik. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/2719). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/2790 (24.08.2010)), 16 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsverhältnisse bleiben die Ausnahme und ihr Anteil ist seit Jahren stabil. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes habe es in den letzten Jahren keine signifikante Änderung der Befristungsquote gegeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes habe die Zahl der Erwerbstätigen, die in ihrer Hauptbeschäftigung eine Vollzeitstelle innehatten, zwischen 2008 und 2009 abgenommen, heißt es in der Antwort weiter. Die Zahl der hauptsächlich Teilzeitbeschäftigten sei hingegen im gleichen Zeitraum gestiegen. Insgesamt sei sowohl die Zahl der geringfügig als auch der nicht geringfügig beschäftigten Erwerbstätigen rückläufig. Für die Darstellung der Entwicklung des Arbeitsmarktes im Zuge der Krise greift die Regierung auf einen Vergleich der Jahre 2008 und 2009 zurück. Insgesamt habe sich die Zahl der abhängig Beschäftigten im Jahr 2009 gegenüber 2008 nur geringfügig (- 0,2 Prozent) verändert. Bei den Normalarbeitsverhältnissen sei ein leichter Anstieg um 0,3 Prozent zu beobachten gewesen, während die Zahl der hauptsächlich atypisch Beschäftigten um 1,7 Prozent zurückgegangen sei. Beim Thema Aufstocker nennt die Regierung Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach habe der Anteil der Aufstocker an den Teilzeitbeschäftigten im Dezember 2009 4,2 Prozent betragen. Der Anteil der erwerbstätigen Arbeitslosengeld-II-Bezieher an den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten habe mit 14,4 Prozent deutlich darüber gelegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit (2010)
Zitatform
(2010): Regierungsbericht verharmlost Probleme der Leiharbeit. (Arbeitsmarkt aktuell 2010,04), Berlin, 8 S.
Abstract
"Seit 1972 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung verpflichtet, regelmäßig über die Erfahrungen mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zu berichten. Am 13.01.2010 hat die Bundesregierung mit halbjährlicher Verspätung den 11. Bericht über Erfahrungen mit der Arbeitnehmerüberlassung beschlossen, am Freitag (26.03.2010) wurde er im Bundestag debattiert. Ziel des Berichtes sollte es eigentlich sein, Bundestag und Öffentlichkeit über die tatsächliche Entwicklung in der Leiharbeit zu informieren. Dabei soll ein besonderer Schwerpunkt darauf gerichtet werden, ob die Entwicklungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung dem spezifischen Schutzbedürfnis der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Rechnung tragen. Doch dieser 11. Bericht der Bundesregierung thematisiert die sozialen und beschäftigungspolitischen Probleme der Leiharbeit nur völlig unzureichend und blendet wichtige Fakten ganz oder weitgehend aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of temporary help agency employment on temp-to-perm transitions (2008)
Zitatform
Amuedo-Dorantes, Catalina, Miguel Ángel Malo & Fernando Munoz-Bullon (2008): The role of temporary help agency employment on temp-to-perm transitions. In: Journal of labor research, Jg. 29, H. 2, S. 138-161. DOI:10.1007/s12122-007-9041-y
Abstract
"This paper evaluates the impact of agency work on temporary workers' posterior likelihood of being hired on a permanent basis. We use administrative data on two groups of temporary workers for whom we have complete work histories since they are first observed in 1998 until the year 2004. One group consists of workers employed through a temporary help agency (THA) at some point during the 7 year period under examination (treated group). The other group is composed of individuals employed as direct-hire temps at some point between 1998 and the year 2004, but never via a THA (control group). Using propensity score matching methods, we find that agency workers endure a lower likelihood of being hired on a permanent basis following their temporary assignment than their direct-hire counterparts. However, there are relevant differences for some groups of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbsformen im Wandel: Folgen für Beschäftigung und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes (2008)
Zitatform
Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2008): Erwerbsformen im Wandel: Folgen für Beschäftigung und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes. In: S. Gensior, L. Lappe & H. G. Mendius (Hrsg.) (2008): Im Dickicht der Reformen: Folgen und Nebenwirkungen für Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnis und Beruf (Deutsche Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier, 2008-01), S. 23-47.
Abstract
Die Autoren beschreiben, dass Normalarbeitsverhältnisse, definiert als abhängige, sozialversicherungspflichtige und unbefristete Vollzeitbeschäftigung, in den letzten Dekaden an Bedeutung verloren haben. Erwerbsarbeit wird vermehrt in Teilzeit ausgeübt, ist häufig nicht voll sozialversicherungspflichtig, befristet oder als Leiharbeitsverhältnis ausgestaltet. Auch die Selbständigkeit nimmt in unterschiedlichsten Ausprägungen zu. Aus der veränderten Zusammensetzung der Erwerbsformen ergeben sich für die Autoren aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive zwei grundlegende Fragestellungen: Hätte sich die Erwerbstätigkeit insgesamt ohne den Wandel der Erwerbsformen günstiger oder weniger günstig entwickelt? Erleichtern atypische Beschäftigungsverhältnisse den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt und erfüllen damit eine Brückenfunktion? Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein positiver Effekt von mehr Teilzeitbeschäftigung auf das Niveau der Erwerbstätigkeit unbestritten sein dürfte. Auch erhöhen atypische Erwerbsformen die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes im Konjunkturzyklus. Über befristete Beschäftigung und Leiharbeit finden Arbeitslose Zugang zum Erwerbsleben. Den positiven Effekten stehen nach Meinung der Autoren aber auch ernstzunehmende Probleme gegenüber. Insbesondere geringfügige Formen der Teilzeitarbeit führen nicht zu Existenz sichernden Einkommen. Die Autoren plädieren hier für die Schaffung von Anreizen zu einer Ausweitung der Arbeitszeit, um den betroffenen Personenkreis aus der Bedürftigkeit zu führen. (IAB)
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Literaturhinweis
Does temporary help work provide a stepping stone to regular employment? (2008)
Zitatform
Kvasnicka, Michael (2008): Does temporary help work provide a stepping stone to regular employment? (NBER working paper 13843), Cambridge, Mass., 39 S. DOI:10.3386/w13843
Abstract
In dem Beitrag werden Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe mittels statistischer Matching-Techniken ausgewertet, um die Sprungbrettfunktion von Leiharbeit für arbeitslose Arbeitsuchende zu schätzen. Die Ergebnisse zeigen, dass registrierte Arbeitslose, die ein Leiharbeitsverhältnis aufnehmen, innerhalb der nächsten vier Jahr keine größeren Beschäftigungschancen jenseits von Leiharbeit haben. Allerdings gilt für sie auch kein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko. Die Ergebnisse belegen also weder eine Sprungbrettfunktion von Leiharbeit für Arbeitslose, noch die Existenz negativer Auswirkungen hinsichtlich zukünftiger regulärer Beschäftigung und Arbeitsmarktchancen arbeitsloser Arbeitssuchender. Leiharbeit scheint für Arbeitslose lediglich einen Zugang zu Erwerbstätigkeit darzustellen. (IAB)
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Literaturhinweis
Temporary work and neoliberal government policy: evidence from British Columbia, Canada (2008)
Zitatform
MacPhail, Fiona & Paul Bowles (2008): Temporary work and neoliberal government policy. Evidence from British Columbia, Canada. In: International Review of Applied Economics, Jg. 22, H. 5, S. 545-563. DOI:10.1080/02692170802287524
Abstract
"We examine the impact of government policy on the incidence of temporary work by analysing the case of British Columbia (BC), Canada. The analysis is based upon the Canadian Labour Force Survey 1997-2004; temporary work is defined as work that is not expected to last for more than 6 months and includes seasonal, fixed-term, casual, and temporary help agency work. A case study of BC provides a valuable opportunity to assess the impacts of neoliberal government policy, designed to increase labour market flexibility, on the extent of temporary work because we are able to compare labour market trends in BC both before and after the reforms introduced in 2001 and to compare BC with other provinces in Canada that were not subject to such large changes in their policy environments. We find that the shift to neoliberal policies in BC led to significant increases in the likelihood of workers finding themselves in temporary employment. We also find that the likelihood of being a temporary worker in BC in the post-policy change period increases relative to all other provinces over the same period. Taken together, these results indicate that government policy is a key determinant of the level of temporary work. As such, the level of temporary work should be seen as a policy-sensitive variable, rather than as a phenomenon determined solely by the exogenous forces of globalization and technological change." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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