Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland
Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen seit der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen hatte der Bundestag im Eilverfahren u.a. einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Dieses Themendossier stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.
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IAB-Infoplattform Mobiles Arbeiten
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Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales in Deutschland
- Wirtschaftliche Entwicklung und Maßnahmen
- Exit-Strategien zur Beendigung des Lockdowns
- Kurzarbeit - Regelungen und Inanspruchnahme während der Pandemie
- Homeoffice/mobiles Arbeiten
- Auswirkungen auf Betriebe
- Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Grundsicherung nach SGB II
- Einkommenseffekte
- Einzelne Berufe und Branchen
- Berufsausbildung/Lehrstellenmarkt
- Zukunftsszenarien: Wird die Wirtschaft nach Corona nachhaltiger?
- Soziale und gesundheitliche Aspekte
- Corona und Care
- Weiterbildung
- Konjunkturpaket zur Förderung der Wirtschaft
- Personengruppen
- Regionale Aspekte
- Internationale Arbeitsmärkte / Auswirkungen der Globalisierung
- Bundesländer
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Literaturhinweis
Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich (2022)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2022): Mindestlohnbeschäftigte in der Corona-Pandemie – Sonderauswertung zu den Folgen der Corona-Pandemie für Beschäftigte im Mindestlohnbereich. (IAB-Forschungsbericht 12/2022), Nürnberg, 56 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2212
Abstract
"In einem für die Mindestlohnkommission durchgeführten Forschungsprojekt wurde die potenziell stärkere Belastung von Mindestlohnbeschäftigten in der ersten Phase der Coronakrise untersucht. In dem vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse vorgestellt. Datengrundlage ist die erste Welle des „Hochfrequenten Online Personen Panel“ (HOPP) vom Mai 2020 in Verbindung mit Informationen aus den „Integrierten Erwerbsbiographien“ (IEB) und den „Integrierten Coronabiographien“ (ICB) des IAB. Unter anderem zeigt sich, dass nach Beginn der Pandemie die Zahl der geleisteten Wochenstunden bei Mindestlohnbeschäftigen vergleichsweise stark zurückgegangen ist. Mindestlohnbeschäftigte wie auch Beschäftigte mit einem Stundenentgelt zwischen 10 und 15 Euro verzeichnen häufiger Rückgänge in den Haushaltseinkommen. Der Anteil Kurzarbeitender unter den Mindestlohnbeschäftigten entspricht in etwa dem Durchschnitt, jedoch sind Mindestlohnbeschäftigte in kleineren Betrieben überdurchschnittlich oft in Kurzarbeit. Zudem sind Mindestlohnbeschäftigte mit einem größeren Anteil ihrer Arbeitszeit in Kurzarbeit als andere Beschäftigte. Mindestlohnbeschäftigte arbeiten signifikant seltener im Homeoffice als andere Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
Folgen der Corona-Pandemie für Mindestlohnbeschäftigte und vom Mindestlohn betroffene Betriebe: Abschlussbericht : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. BAuA-547618-Fu-MLK018 / Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2022)
Kirchmann, Andrea; Walz, Sarah-Lisa; Kuhn, Sarah; Reiner, Marcel; Maier, Anastasia; Scheu, Tobias; Koch, Andreas ; Bonin, Holger ;Zitatform
Kirchmann, Andrea, Andreas Koch, Anastasia Maier, Marcel Reiner, Tobias Scheu & Holger Bonin (2022): Folgen der Corona-Pandemie für Mindestlohnbeschäftigte und vom Mindestlohn betroffene Betriebe. Abschlussbericht : Projektvergabe durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Vergabe-Nr. BAuA-547618-Fu-MLK018 / Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. Tübingen, 141 S.
Abstract
"Die vorliegende Untersuchung hat das Ziel, die möglichen Zusammenhänge, Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen der Corona-Pandemie und dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn zu identifizieren und zu untersuchen. Dabei werden Herausforderungen und Strategien vom Mindestlohn betroffener Beschäftigter und Betriebe im Umgang mit unterschiedlichen Effekten und Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie erfasst und kontextualisiert. Das Forschungsvorhaben zielt insbesondere darauf ab, die unterschiedlichen Handlungsmuster von Betrieben und Beschäftigten nachzuzeichnen, zu systematisieren und die ihnen zugrundeliegenden Motivlagen zu erschließen. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei neben den Themenfeldern Entlohnung und Lohnstrukturen, Beschäftigung und Beschäftigungsstrukturen, Arbeitszeiten sowie Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen, auch Zielgrößen wie die Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Zum Zwecke der Untersuchung wurden insgesamt 114 leitfadengestützte qualitative Interviews mit vom Mindestlohn betroffenen Beschäftigten und Betrieben aus sechs Branchen geführt, in denen ein hoher Anteil von Beschäftigten den Mindestlohn erhält. Außerdem konzentrierte sich die Untersuchung auf vier Regionen in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kuhn, Sarah; -
Literaturhinweis
Vulnerabilität und Ungleichheit in der COVID-19-Pandemie: Perspektiven auf Alter, Geschlecht, sozialen Status und Ethnizität (2022)
Zitatform
Müller, Katharina (2022): Vulnerabilität und Ungleichheit in der COVID-19-Pandemie. Perspektiven auf Alter, Geschlecht, sozialen Status und Ethnizität. Weinheim: Juventa Verlag, 168 S.
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie trifft nicht alle gleich. Welche Bevölkerungsgruppen sind davon besonders stark betroffen? In diesem Band wird eine systematische Analyse der ungleichen Pandemiefolgen vorgenommen. Der Blick auf die Dimensionen Alter, Geschlecht, sozialer Status und Ethnizität macht die Ungleichverteilung von gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Vulnerabilitäten in der Pandemie deutlich." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltstext -
Literaturhinweis
Essential occupations: what are the working conditions like? (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market") (2022)
Zitatform
Nivorozhkin, Anton & Friedrich Poeschel (2022): Essential occupations: what are the working conditions like? (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market"). In: IAB-Forum H. 09.08.2022 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220809.02
Abstract
"During the Covid-19 pandemic, some occupations have ensured basic functions in Germany’s economy and society. Although now recognised as “essential”, these heterogeneous occupations had so far hardly been analysed as a group. New research at the IAB and the European University Institute characterises working conditions in Germany’s essential occupations and finds that most of these jobs have relatively good working conditions. Yet a substantial share of jobs has bad working conditions, and here migrants are overrepresented." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Germany: Working life in the COVID-19 pandemic 2021: Industrial relations and social dialogue (2022)
Vogel, Sandra; Breitenbroich, Marc;Zitatform
Vogel, Sandra & Marc Breitenbroich (2022): Germany: Working life in the COVID-19 pandemic 2021. Industrial relations and social dialogue. (Eurofound working paper), Dublin, 16 S.
Abstract
"In 2021, the pandemic still had a significant impact on working life in Germany. After a year of hardship for the German economy in 2020 with the gross domestic product (GDP) dropping by 4.6%, Germany has seen a notable recovery in 2021. In comparison to the previous year, the GDP increased by 2.7% in 2021 (Statistisches Bundesamt, 2022). The labour market also showed first signs of recovery in 2021. The unemployment rate stood at 6.3% in January 2021 (BA, 2021). This compares to 5.1% in November 2021 - which is equivalent to the pre-pandemic level (BA, 2022a). Short-time work, an important labour market tool in 2020 increased in early 2021 to 3.3 million people and has since dropped to 709,974 in October 2021 (preliminary data by the Federal Employment Agency, BA) (BA, 2022b). Economic trends in 2021 strongly correlate to the pandemic situation in 2021. On 13 December 2020, the Federal Government announced a second hard lockdown including limiting private gatherings, the closure of close contact service businesses and restaurants, bars and clubs, a work-from-home obligation and prohibiting the use of alcoholic beverages at public places (Wirtschaftswoche, 2021). While schools and children nursing centres first remained open, both were shut down on 19 January 2021 with the first lockdown extension which also included wearing FFP2 face masks or surgical masks in public places. The third wave of the pandemic started in mid-February 2021, which resulted in another lockdown extension." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen in Zeiten der Corona-Pandemie (2022)
Zitatform
Weyh, Antje, Dustin Hennig, Michaela Fuchs & Anja Rossen (2022): Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen in Zeiten der Corona-Pandemie. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 02/2022), Nürnberg, 38 S. DOI:10.48720/IAB.RES.2202
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie hat einen starken Einbruch der wirtschaftlichen Gesamtaktivität verursacht. Dieser hat sich auf dem Arbeitsmarkt in unterschiedlicher Weise auf Frauen und Männer ausgewirkt. In diesem Zusammenhang betrachtet dieser Beitrag auf Basis der Beschäftigtenhistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung den Gender Pay Gap und seine Bestimmungsfaktoren in den Jahren 2019 und 2020. In Sachsen lag der unbereinigte Gender Pay Gap in 2020 mit 7,6 Prozent deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Wertes von 19,3 Prozent. Gegenüber 2019 ging er sowohl in Sachsen als auch in Deutschland weiter zurück, obgleich bei der Betrachtung nach einzelnen Personengruppen vereinzelt Unterschiede zu beobachten sind. Um ein detaillierteres Bild über die Einflussgrößen des Gender Pay Gap zu erhalten, werden eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren im Rahmen einer Oaxaca-Blinder-Zerlegung betrachtet. Diese offenbart, dass die berufliche Orientierung von Frauen und Männern sowie geschlechtsspezifische Unterschiede in der Qualifikation weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Lohnlücke haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf private Haushalte: Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (2021)
Zitatform
Bonin, Holger, Werner Eichhorst, Annabelle Krause-Pilatus & Ulf Rinne (2021): Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf private Haushalte. Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. (IZA research report 112), Bonn, 40 S.
Abstract
"Die Corona-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung eingesetzten Maßnahmen haben die stärkste Rezession in der deutschen Nachkriegsgeschichte ausgelöst. Noch ist völlig offen, wie schnell und wie gut sich die Wirtschaft von diesem Einbruch erholen wird. Das Herunterfahren der wirtschaftlichen Aktivität ist zudem im Vergleich zu vergangenen Rezessionen, insbesondere zur derjenigen infolge der globalen Finanzkrise Ende der 2000er Jahre, durch einige Besonderheiten gekennzeichnet. So erscheinen erstens die wirtschaftlichen Folgen über die verschiedenen Sektoren der deutschen Wirtschaft recht ungleich verteilt, was sich in eine ungleiche Verteilung der Einkommens- und Beschäftigungsfolgen auf der Ebene der privaten Haushalte überträgt. Zweitens haben Bund und Länder in sehr großem Umfang Maßnahmen implementiert, um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Kurzexpertise, welche Gruppen von Personen und privaten Haushalten von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wie betroffen sind. Dabei stehen finanzielle und Beschäftigungsfolgen im Fokus. Weiterhin wird beurteilt, inwieweit die diagnostizierten negativen Effekte bei unterschiedlich betroffenen Gruppen jeweils durch bereits vorhandene oder neu hinzugekommene Hilfs- und Unterstützungsangebote des Sozialstaats abgedeckt sind. Ausgehend von dieser Diagnose werden weiterführende Handlungsoptionen abgeleitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Covid-19-Krise: Für das Jahr 2020 ist mit keinem Anstieg der Einkommensungleichheit in Deutschland zu rechnen (2021)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Andreas Peichl, Martin Popp, Jürgen Wiemers & Timo Wollmershäuser (2021): Covid-19-Krise: Für das Jahr 2020 ist mit keinem Anstieg der Einkommensungleichheit in Deutschland zu rechnen. In: Ökonomenstimme H. 27.01.2021, o. Sz., 2021-01-25.
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung umgesetzten Maßnahmen treffen den Arbeitsmarkt erheblich. Eine Simulationsstudie zeigt: Die Bruttoerwerbseinkommen dürften sich letztes Jahr für alle Einkommensgruppen spürbar verringert haben. Das Steuer- und Transfersystem reduziert die Verluste bei den Erwerbseinkommen allerdings deutlich. Deutschland hat weitreichende Maßnahmen beschlossen, um die Pandemie einzudämmen. Dazu zählen unter anderem Distanzunterricht, Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen der Geschäftstätigkeit. Auch wenn diese Maßnahmen helfen, die Zahl der Infektionen zu verringern, verursachen sie doch erhebliche wirtschaftliche Kosten – mit potenziell gravierenden Folgen auch für die Einkommensverteilung. Bislang liegen noch keine Daten zu den Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Einkommensverteilung vor, denn diese sind nur mit erheblichen Zeitverzögerungen verfügbar. Um die Folgen der COVID-19-Krise auf die Einkommensverteilung für das Jahr 2020 dennoch abschätzen zu können, hat das IAB gemeinsam mit dem Münchner ifo-Institut eine Simulationsstudie durchgeführt. Der methodische Ansatz kombiniert verschiedene Datenquellen und Modelle und kann regelmäßig aktualisiert werden. Erstens werden Informationen aus der monatlichen ifo- Konjunkturumfrage genutzt, um Produktionsänderungen auf Ebene der Wirtschaftsbereiche in Echtzeit abzuschätzen. Die hier vorgestellten Simulationsergebnisse basieren auf den Mikrodaten, die dem ifo Geschäftsklimaindex für September 2020 zugrunde liegen. Zweitens wird ein strukturelles Arbeitsnachfragemodell verwendet, um die geschätzten Produktionsänderungen in nach Wirtschaftsbereich und Arbeitnehmertyp differenzierte Änderungen der Arbeitsnachfrage zu übersetzen. Drittens wird das IAB-Mikrosimulationsmodell (IAB-MSM) verwendet, um die Wirkungen sowohl der krisenbedingten Beschäftigungsrückgänge als auch der Gegenmaßnahmen auf die Verteilung der Haushaltseinkommen zu quantifizieren. Eine ausführliche Darstellung der Analyse und der zugrundeliegenden Methodik findet sich in Bruckmeier et al. (2020)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Corona führte zwar bisher nicht zu gestiegener Einkommensungleichheit - für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Bernd Fitzenberger & Jürgen Wiemers (2021): Corona führte zwar bisher nicht zu gestiegener Einkommensungleichheit - für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 07.10.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-10-05.
Abstract
"Viele Erwerbstätige haben durch die Corona-Krise Einkommensrückgänge erlebt. Die bisher vorliegenden Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland bislang nicht gestiegen ist. Dies muss allerdings keineswegs so bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Welche Veränderungen ihrer finanziellen Situation berichten Menschen in der zweiten Lebenshälfte nach der ersten Welle der Corona-Pandemie?: Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys (2021)
Gordo, Laura Romeu ; Alcántara, Alberto Lozano ; Engstler, Heribert ; Vogel, Claudia; Simonson, Julia ;Zitatform
Gordo, Laura Romeu, Heribert Engstler, Claudia Vogel, Julia Simonson & Alberto Lozano Alcántara (2021): Welche Veränderungen ihrer finanziellen Situation berichten Menschen in der zweiten Lebenshälfte nach der ersten Welle der Corona-Pandemie? Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys. (DZA aktuell : deutscher Alterssurvey 2021,02), Berlin, 22 S.
Abstract
"Im Juni und Juli 2020 wurde im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) eine Kurzbefragung zu den Auswirkungen der Corona-Krise durchgeführt. Im Mittelpunkt der Befragung von Menschen ab 46 Jahren standen Veränderungen in verschiedenen Lebensbereichen, die durch die Pandemie und die Eindämmungsmaßnahmen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte aufgetreten sind. Zudem berichteten die Befragten über wahrgenommene Veränderungen ihrer Einkommenssituation und ihres Lebensstandards seit Mitte März 2020." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einkommensungleichheit stagniert langfristig, sinkt aber während der Corona-Pandemie leicht (2021)
Zitatform
Grabka, Markus M. (2021): Einkommensungleichheit stagniert langfristig, sinkt aber während der Corona-Pandemie leicht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 88, H. 18, S. 307-316. DOI:10.18723/diw_wb:2021-18-1
Abstract
"Sowohl Löhne als auch bedarfsgewichtete Haushaltseinkommen sind im Zeitraum 2013 bis 2018 real um gut zehn Prozent gestiegen. Hiervon profitierten alle Einkommensgruppen. Die Ungleichheit der Löhne ist seit mehreren Jahren rückläufig und liegt wieder auf dem Niveau wie zu Beginn der 2000er Jahre. Parallel dazu ist der Niedriglohnsektor um zwei Prozentpunkte geschrumpft. Anders verhält es sich bei den Haushaltseinkommen, bei denen sich die Ungleichheit seit vielen Jahren kaum verändert hat. Auch die Niedrigeinkommensquote stagniert. Allerdings ist der Anteil der Personen, die von essentiellem Mangel (materieller Deprivation) betroffen sind, auf ein im europäischen Vergleich niedriges Niveau gesunken. Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat die Einkommensungleichheit in Deutschland leicht abgenommen, was vor allem an den rückläufigen Einkommen bei den Selbstständigen liegen dürfte. Die Pandemie birgt aber die Gefahr, dass durch eine steigende Zahl von Insolvenzen und Arbeitslosen die Einkommen in der Breite wieder sinken. Die Politik sollte die Hilfen an Selbstständige und Unternehmen nicht zu früh einstellen und deren Zielgenauigkeit nachjustieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Unequal Consequences of the Covid-19 Pandemic: Evidence from a Large Representative German Population Survey (2021)
Zitatform
Immel, Lea, Florian Neumeier & Andreas Peichl (2021): The Unequal Consequences of the Covid-19 Pandemic: Evidence from a Large Representative German Population Survey. (CESifo working paper 9038), München, 82 S.
Abstract
"We employ panel data from three waves of a large representative population survey carried out between June and November 2020 to assess in what regards and to what extent different groups of the German population are affected by the COVID- 19 crisis. Using common factor analysis, we demonstrate that people's lives are mainly affected in two ways: First, a notable fraction of the population is concerned that they or their family members and friends may get infected with the coronavirus. Second, many people suffer from socio-economic consequences of the crisis, including a discontinuation of employment, a decrease in household income, and worries about financial troubles. Regressing these two factors on several socio-demographic characteristics reveals that especially the socio-economic consequences vary across population groups. Self-employed persons, marginally employed workers, low-income households, and families with children appear to be burdened over-proportionally." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Folgen der COVID-19-Krise auf die kurz-, mittel- und langfristigen Beschäftigungs- und Entlohnungschancen nach Berufen (2021)
Zitatform
Maier, Tobias, Anke Mönnig & Gerd Zika (2021): Folgen der COVID-19-Krise auf die kurz-, mittel- und langfristigen Beschäftigungs- und Entlohnungschancen nach Berufen. In: Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv, Jg. 15, H. 2, S. 107-138., 2021-05-21. DOI:10.1007/s11943-021-00284-1
Abstract
"Dieser Beitrag stellt das Modellsystem QINFORGE vor. Es ist durch die Berücksichtigung beruflicher Mobilitätsprozesse in der Lage, Anpassungsreaktionen zwischen Arbeitsangebot und -bedarf auf beruflicher Ebene in der kurzen und langen Frist aufzuzeigen. Das Modell wird genutzt, um die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Beschäftigungs- und Entlohnungschancen in Berufen zu verdeutlichen. Hierfür werden zwei Szenarien miteinander vergleichen: Ein „kontrafaktisches Szenario“ schreibt langfristige Verhaltensweisen und Trends ausgehend vom Jahr 2019 fort. Die „Basisprojektion“ versucht hingegen, die Konjunktur in der kurzen Frist auf Branchenebene mit abzubilden. Hierdurch werden modellendogen Verhaltensänderungen auf Berufsebene angeregt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Living with reduced income: An analysis of household financial vulnerability under COVID-19 (2021)
Midões, Catarina; Seré, Mateo;Zitatform
Midões, Catarina & Mateo Seré (2021): Living with reduced income: An analysis of household financial vulnerability under COVID-19. In: Covid economics H. 63, S. 73-97.
Abstract
"The COVID-19 crisis has led to substantial reductions in earnings. We propose a new measure of financial vulnerability, computable through survey data, to determine whether households can withstand a certain income shock for a defined period of time. Using data from the ECB Household Finance and Consumption Survey (HFCS) we analyse preexisting financial vulnerability in seven EU countries. We find that income support is essential for many families: 47.2 million individuals, out of the 243 million considered, cannot afford three months of food and housing expenses without privately earned income. Differences across countries are stark, and those born outside of the EU are especially vulnerable. Through a tax-benefit microsimulation exercise, we then derive household net income when employees are laid-off and awarded the COVID-19 employment protection benefits enacted in the different countries. Our findings suggest that the COVID-19 employment protection schemes awarded are extremely effective in reducing the number of vulnerable individuals. The relative importance of rent and mortgage suspensions in alleviating vulnerability is highly country dependent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
WSI-Verteilungsbericht 2021: Die Einkommenssituation und Abstiegsängste der Mittelschicht (2021)
Zucco, Aline; Özerdogan, Anil;Zitatform
Zucco, Aline & Anil Özerdogan (2021): WSI-Verteilungsbericht 2021: Die Einkommenssituation und Abstiegsängste der Mittelschicht. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 74, H. 6, S. 463-471. DOI:10.5771/0342-300X-2021-6-463
Abstract
"Durch einen Anstieg der mittleren Einkommen kam es in den letzten Jahren zu einem leichten Rückgang der Einkommensungleichheit. Dieser Verteilungsbericht nimmt diese positive Entwicklung zum Anlass, auf die Situation der sogenannten Mittelschicht und ihre vormals zentralen Angst – die Abstiegsangst – zu blicken. Auf Basis der SOEP zeigt sich, dass die Abstiegsängste der Mittelschicht zwischen 2010 und 2019 deutlich zurückgegangen sind, nicht zuletzt wegen der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen, die auch zu einem Absinken der Arbeitslosenquote führte. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Covid-19-Krise auf die Einkommensungleichheit und die Abstiegsängste ausgewirkt hat. Die Daten der HBS-Erwerbspersonenbefragung weisen darauf hin, dass ärmere Einkommensgruppen häufiger Einbußen hatten und sich auch vermehrt um ihre berufliche Zukunft und ihre finanzielle Situation sorgen. Somit könnte der positive Trend der letzten Jahre durch die Covid-19-Krise zum Stoppen gekommen sein und die Einkommensungleichheit wieder steigen. Es gilt also daher, vor allem die von der Krise stark betroffenen Gruppen durch Qualifizierung und Stärkung der Tarifbindung zu schützen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Özerdogan, Anil; -
Literaturhinweis
Entwicklungen von Armut und sozialer Ungleichheit im Zuge der Corona-Pandemie: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/26045) (2021)
Zitatform
(2021): Entwicklungen von Armut und sozialer Ungleichheit im Zuge der Corona-Pandemie. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/26045). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/26481 (05.02.2021)), 8 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Entwicklungen von Armut und sozialer Ungleichheit im Zuge der Corona-Pandemie u.a. mit einer Liste an Forschungsprojekten sowie der Literatur zum Thema Armut und soziale Ungleichheit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sowie zu den aus den Ergebnissen der Forschung resultierenden Konsequenzen, die die Bundesregierung gezogen hat. (IAB-Doku) .
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Literaturhinweis
Covid-19-Krise: Für das Jahr 2020 ist mit keinem Anstieg der Einkommensungleichheit in Deutschland zu rechnen (2020)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Andreas Peichl, Martin Popp, Jürgen Wiemers & Timo Wollmershäuser (2020): Covid-19-Krise: Für das Jahr 2020 ist mit keinem Anstieg der Einkommensungleichheit in Deutschland zu rechnen. In: ifo Schnelldienst digital, Jg. 1, H. 16, S. 1-3.
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung umgesetzten Maßnahmen treffen den Arbeitsmarkt erheblich. Eine Simulationsstudie des IAB und des ifo Instituts zeigt: Die Bruttoerwerbseinkommen dürften sich in diesem Jahr infolge der Covid-19-Krise für alle Einkommensgruppen spürbar verringern. Das Steuer- und Transfersystem und insbesondere die Kurzarbeiterregelungen wirken jedoch als wichtige Einkommensstabilisatoren und reduzieren die Verluste bei den Erwerbseinkommen deutlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Ungleichheit und Einkommenseinbußen in der Corona-Krise – Befunde einer Erwerbstätigenbefragung (2020)
Zitatform
Hövermann, Andreas & Bettina Kohlrausch (2020): Soziale Ungleichheit und Einkommenseinbußen in der Corona-Krise – Befunde einer Erwerbstätigenbefragung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 6, S. 485-492. DOI:10.5771/0342-300X-2020-6-485
Abstract
"Der Beitrag analysiert anhand zweier Wellen einer repräsentativen Erwerbstätigenbefragung (N = 6309), inwieweit in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie Einkommenseinbußen auftraten und bereits vorhandene soziale Ungleichheiten verstärkt haben. Die Analysen zeigen, dass knapp ein Drittel der Erwerbstätigen Einkommenseinbußen hinnehmen musste und dass Einbußen mit erhöhten gesellschaftlichen Sorgen und Ängsten einhergehen. Anhand einer Serie logistischer Regressionen wird offensichtlich, welche Beschäftigtengruppen von pandemiebedingten Einkommenseinbußen besonders betroffen waren. Dies sind Befragte mit Migrationshintergrund, Männer, Befragte mit Kindern und diejenigen, die ohnehin niedrigere Einkommen haben. Besonders stark sind zudem Freiberufler und Selbstständige betroffen – und dies insbesondere zu Beginn der Pandemie, während Beamte nahezu keine Einbußen hatten. Auch Befragte in mitbestimmten Betrieben berichten seltener von finanziellen Einbußen. Und schließlich wird deutlich, dass Einkommensverluste vor allem in bestimmten Branchen auftraten: im Gastgewerbe wie auch im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe. Regional fällt auf, dass Befragte aus Baden-Württemberg häufig und Befragte aus Brandenburg eher selten von Einkommenseinbußen berichten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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