Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform?: theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie (2001)
Zitatform
Dietrich, Hans (2001): Scheinselbständigkeit als neuer Erwerbstyp bzw. neue Unternehmensform? Theoretische und empirische Befunde aus der IAB-Scheinselbständigenstudie. In: J. Merz (Hrsg.) (2001): Existenzgründung 2 : Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe, 12), S. 135-153.
Abstract
"Eine Existenzgründung kann durchaus im Spannungsfeld zwischen Selbständigkeit und abhängiger Beschäftigung angesiedelt sein. Der Beitrag behandelt daher das in der aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik besonders diskutierte Problem der Scheinselbständigkeit. Der Frage einer Selbständigkeit als neue Unternehmensform oder neuem Erwerbstyp wird mit theoretischen und empirischen Befunden anhand der aktuellen IAB-Scheinselbständigenstudie nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel der Erwerbsarbeit: Qualifikationsverwertung in sich verändernden Arbeitsstrukturen (2001)
Zitatform
Dostal, Werner, Klaus Parmentier, Hannelore Plicht, Angela Rauch & Franziska Schreyer (2001): Wandel der Erwerbsarbeit. Qualifikationsverwertung in sich verändernden Arbeitsstrukturen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 246), Nürnberg, 172 S.
Abstract
Die Beiträge stellen zentrale Ergebnisse aus der 4. BIBB/IAB-Erhebung 1998/99 vor. Der erste Aufsatz zeigt anhand ihrer Bildungscharakteristika und ihrer Stellung im Erwerbsleben die Differenzierheit der Gruppe der "Nicht-formal-Qualifizierten" auf. In einem Überblick werden Strukturmerkmale, Arbeitslosigkeit und Erwerbssituation dieser Personengruppe beschrieben. Für die Gruppe der betrieblich ausgebildeten Fachkräfte untersucht der folgende Beitrag berufliche Wechselprozesse und deren Effekte sowie die Verwertbarkeit der in der Ausbildung erworbenen Qualifikation in einem Zeitvergleich mit 1991/92. Der dritte Beitrag analysiert für die Personengruppen den Meister und Techniker erreichte betriebliche Statuspositionen und ermittelt im Vergleich zu 1991 die Entwicklung der inadäquaten Beschäftigung der Fortbildungsabsolventen. Im weitern wird untersucht, wie sich Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit und Arbeitsbedingungen für Industriemeister und Techniker zwischen 1992 und 1999 entwickelt haben. Im anschließenden Aufsatz stehen die Auswirkungen von Veränderungen im Betrieb im Mittelpunkt des Interesses. Ausgangspunkt bildet eine Übersicht, in welchem Maße Erwerbstätige Veränderungen in ihrem Betrieb beobachtet haben. Besonders die Angaben zu Produkt- und Prozessinovation in der Beschäftigungsbetrieben der Befragten werden - projeziert auf die Betriebe - in ihrer Wirkung als Impulse für weitere betriebliche Veränderungen betrachtet. Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit Erwerbsformen jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. Dabei interessiert vor allem die Verbreitung "unsicherer" Beschäftigung bei den einzelnen beruflichen Qualifikationsgruppen (befristete Beschäftigung, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung sowie freie Mitarbeit). (IAB2)
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Literaturhinweis
Flexible Teilzeitmodelle auch für Führungskräfte? (2001)
Fauth-Herkner, Angela; Leist, Antje;Zitatform
Fauth-Herkner, Angela & Antje Leist (2001): Flexible Teilzeitmodelle auch für Führungskräfte? In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 56, H. 11, S. 490-494.
Abstract
"Die Dynamik wirtschaftlicher Veränderungsprozesse stellt hohe Anforderungen an die Qualität und Flexibilität der Arbeitsplätze, die Beschäftigten und insbesondere die Führungskräfte. Dabei erscheint fraglich, ob eine gleichbleibende Vollarbeitszeit mit einer hohen, teils überhöhten, oftmals 'rund um die Uhr' gewünscht verfügbaren Präsenz im Unternehmen ('Vollzeit-Plus') als Zukunftsmodell noch überlebensfähig ist. Bedingt durch die modernen Technologien zerfließen die Grenzen zwischen Arbeitsort, -zeit und -inhalt zunehmend. Der Prozess von der Zeit- zur Ergebnisorientierung verstärkt sich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur: Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung (2001)
Zitatform
Gottschall, Karin & Sigrid Betzelt (2001): Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur. Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung. (ZeS-Arbeitspapier 2001/18), Bremen, 23 S.
Abstract
"Die Kulturberufe gehören zu den seit Jahren expandierenden Wissensberufen und nehmen im bundesdeutschen Erwerbssystem in verschiedener Hinsicht eine Sonderstellung ein. So werden sie häufig in der Form des 'Alleindienstleisters' ausgeübt und weisen hohe Frauenanteile und Akademisierungsgrade auf. Von daher sind sie für die Frage nach 'zukunftsfähigen' Formen von Erwerbsarbeit für beide Geschlechter besonders interessant. Das Papier stellt zunächst in erwerbssoziologischer Perspektive Charakteristika der Kulturberufe in Abgrenzung zu den beiden dominanten Erwerbstypen - den 'klassischen' Professionen und dem 'verberuflichten Arbeitnehmer' - wie auch zu den traditionell feminisierten sog. Semi-Professionen dar. Gefragt wird weiter nach theoretischen Erklärungsansätzen für diesen vergleichsweise jungen Erwerbstypus. Dabei erscheint weniger die Professionstheorie als vielmehr das arbeitssoziologische Konzept des "Arbeitskraftunternehmers" weiterführend, insofern es in subjektorientierter Perspektive Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben Rechnung trägt. In einem weiteren Schritt werden erste empirische Ergebnisse zur sozialstrukturellen Verfassung der Kulturberufe präsentiert, die ambivalente Deutungen nahe legen. So scheint einerseits Erwerbsarbeit in den Kulturberufen weniger durch Geschlechterstereotype geprägt zu sein als in den erwähnten anderen Erwerbstypen. Andererseits jedoch deuten die zu vermutenden Arrangements von Arbeit und Leben nicht unbedingt auf egalitäre Muster hin. Abschließend wird weiterer Forschungsbedarf thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten: Modelle der künftigen Arbeitswelt? (2001)
Haak, Carroll; Schmid, Günther;Zitatform
Haak, Carroll & Günther Schmid (2001): Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten. Modelle der künftigen Arbeitswelt? In: Leviathan H. 2, S. 156-178.
Abstract
In dem Essay wird die Frage analysiert, in welchem Ausmaß Arbeitsmärkte für Künstler und Publizisten Charakteristika zeigen, die künftige Veränderungen des Arbeitsmarktes im Kern vorwegnehmen und inwieweit sich in diesem Segment Problemlösungen andeuten, die zukunftsweisend sind. Es wird vermutet, dass in Zukunft in anderen Tätigkeitsbereichen ähnliche Probleme auftreten. Die AutorInnen betrachten zunächst den Teilarbeitsmarkt für Künstler und Publizisten. 1995 standen nur 45 Prozent von ihnen in einem Normalarbeitsverhältnis. Anschließend wird auf die Strategien des Risikomanagements im Umgang mit einer wirtschaftlich prekären Situation eingegangen und es wird ein Blick auf die künftige Arbeitswelt geworfen. Der Beitrag schließt mit Folgerungen für die Arbeitsmarktpolitik. Dabei geht es um institutionelle Arrangements, die die wachsenden Unsicherheiten und Risiken in den Beschäftigungsverhältnissen ausgleichen. Lösungen werden im Konzept der Übergangsarbeitsmärkte gesehen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Einführung der Sozialversicherungspflicht für geringfügige Beschäftigung: eine Evaluation des "630-DM-Jobs"-Reformgesetzes (2001)
Zitatform
Heineck, Guido & Johannes Schwarze (2001): Auswirkungen der Einführung der Sozialversicherungspflicht für geringfügige Beschäftigung. Eine Evaluation des "630-DM-Jobs"-Reformgesetzes. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 3, S. 314-327.
Abstract
"Mit den Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels wird in dem Beitrg untersucht, wie geringfügig Beschäftigte auf die im April 1999 eingeführte Sozialversicherungspflicht für derartige Beschäftigungsverhältnisse reagiert haben. Da ausschließlich geringfügig Bschäftigte und geringfügig Nebentätige auf sehr unterschiedliche Weise von den Neuregelungen betroffen sind, werden separate empirische Analysen durchgeführt. Die Dynamik der geringfügigen Beschäftigung und der Nebentätigkeit werden mit einer pseudo-kontrafaktischen Situation verglichen, um die über die 'natürlichen' Veränderungen hinausgehenden Einflüsse der Reform analysieren zu können. Weiterhin wird mit ökonometrischen Methoden untersucht, welche Determinanten den Verbleib in oder das Ausscheiden aus der geringfügigen Beschäftigung bzw. der Nebentätigkeit beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Strukturveränderung der geringfügigen Beschäftigung stattgefunden hat: Geringfügige Nebenerwerbstätige werden tendenziell durch ausschließlich geringfügig Beschäftigte substituiert. Die Strukturveränderung kann sowohl angebots- als auch nachfrageseitig erklärt werden. Dem Ziel der Einbeziehung der Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung zur Finanzierung der Sozialversicherungssysteme ist man sicherlich näher gekommen. Ob allerdings die Beschäftigten, und insbesondere die verheirateten Frauen, nennenswerte eigene Ansprüche an vor allem die gesetzliche Rentenversicherung aufbauen werden, bleibt fraglich. Ihre Anreize, in eine Teilzeit- oder Vollzeiterwerbstätigkeit zu wechseln, sind durch die Reform nicht wesentlich verändert worden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Contingent work in the late-1990s (2001)
Hipple, Steven;Zitatform
Hipple, Steven (2001): Contingent work in the late-1990s. In: Monthly Labor Review, Jg. 124, H. 3, S. 3-27.
Abstract
"In February 1999, 5.6 million workers held contingent jobs, that is, jobs that are structured to be short term or temporary. The contingency rate - the proportion of total employment composed of contingent workers - was 4.3 percent. This article discusses the results of the February 1999 Contingent and Alternative Work Arrangements Supplement to the Current Populations Survey (CPS), including an examination of the characteristics of contingent workers and the jobs they hold, and their earnings and employee benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The change in work arrangements in Denmark and Germany: reasons for diverging developments (2001)
Zitatform
Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (2001): The change in work arrangements in Denmark and Germany. Reasons for diverging developments. In: (2001): Combining work home and education : Conference, University of Minho, Braga, Portugal, 26-27 October 2001, S. 1-39.
Abstract
"In all industrial countries the composition of work arrangements that diverge from the "standard work arrangement" continues to cause fierce controversy. Irrespective of this, the paper does not aim at assessing the various implications of non-standard work arrangements for the labour market or individuals in terms of "goods" and "bads". Instead it regards such arrangements as outcomes of different forces and asks specifically for the reasons of the ongoing developments. Unfortunately, the knowledge about the determinants of change is still rather limited. In particular, shift-share analyses have shown that irrespective of the sector-specific and gender-specific changes of employment the shares of non-standard work arrangements would have developed to roughly the same extent. One answer could be the availability of options. The choice of work arrangements for both sides of the market not least depends on which alternatives they have at their disposal. The labour market performance as well as the institutional setting particularly influences the scope of action. The paper focusses on two countries in which the development of work arrangements went into different directions. In order to deal with this set of questions it does make sense to look beyond national borders. Of special interest are obviously countries where developments moved into different directions, which is the case in Denmark and Germany. Concerning Germany the question is, to what extent the growth in non-standard work arrangements can be seen as a process of catching-up with countries already experiencing a large diversity of employment forms. In the case of Denmark we will ask how far the decline in non-standard work arrangements indicates a renaissance of "normal employment". The empirical analyses are mainly based on the European Labour Force Survey and partly on national data." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung in Österreich: Trends und Handlungsoptionen vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen (2001)
Holzinger, Elisabeth;Zitatform
Holzinger, Elisabeth (2001): Atypische Beschäftigung in Österreich. Trends und Handlungsoptionen vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen. (AMS report 19), Wien, 89 S.
Abstract
"Seit Anfang der 90er Jahre ist europaweit eine Ausweitung atypischer Beschäftigungsformen zu beobachten - eine Entwicklungstendenz, die vielfältige Formen von Beschäftigungsverhältnissen von reduzierter Arbeitszeit bis hin zu einem permanent außerbetrieblichen Arbeitseinsatz umfaßt. Während BefürworterInnen die Vorteile erweiterter Handlungsspielräume durch Flexibilisierung hervorheben, weisen KritikerInnen auf die negativen Auswirkungen von diskontinuierlichem Arbeitseinsatz, Einkommensschwankungen und geringerer sozialrechtlicher Absicherung hin. Vor dem Hintergrund der quantitativen Entwicklungen in Österreich und auf internationaler Ebene thematisiert der AMS report die Ursachen und Motive sowie die gesellschaftspolitischen, beschäftigungspolitischen und individuellen Auswirkungen dieser 'neuen' Beschäftigungsverhältnisse. Schwerpunktmäßig werden folgende Formen atypischer Beschäftigung analysiert:
- Teilzeitbeschäftigung
- Geringfügige Beschäftigung
- Befristete Beschäftigung
- Neue Selbständigkeit
- Heimarbeit - Arbeit zu Hause
- Telearbeit
- Arbeitskräfteüberlassung - Leiharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Unbefristete Vollzeitbeschäftigung nach wie vor dominierende Erwerbsform in Europa (2001)
Kaiser, Lutz C.;Zitatform
Kaiser, Lutz C. (2001): Unbefristete Vollzeitbeschäftigung nach wie vor dominierende Erwerbsform in Europa. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 68, H. 9, S. 145-151.
Abstract
"Auf den Arbeitsmärkten der Europäischen Union (EU) dominieren nach wie vor unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse. Gleichwohl sind auch andere Erwerbsformen (befristete Tätigkeiten, Teilzeitarbeit, Selbständigkeit) von erheblicher Bedeutung. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Besonders ausgeprägt sind die Differenzen bei der Erwerbstätigkeit von Frauen: Deutschland liegt bei der Erwerbstätigenquote im oberen und in Bezug auf den Anteil unbefristeter Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse im unteren Mittelfeld der EU. Hier weisen die skandinavischen Länder, aber auch Frankreich und Luxemburg, die höchsten Anteile auf. In Dänemark wird dabei gleichzeitig die höchste Erwerbstätigenquote bei Frauen innerhalb der EU erreicht. In Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden und Österreich sind die Anteile von Männern in unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnissen besonders hoch. Dabei weisen die Niederlande die höchste Erwerbstätigenquote auf. Dort ist dagegen bei den weiblichen Erwerbstätigen - bei durchschnittlicher Erwerbstätigenquote - der Anteil unbefristeter Vollzeitarbeitsverhältnisse am geringsten. Dem stehen ein entsprechend hohes Gewicht anderer Erwerbsformen gegenüber; geringfügige Beschäftigung ist in den Niederlanden wesentlich stärker verbreitet als in den anderen EU-Ländern. Insgesamt gesehen kann aber von einer 'Erosion des Normalarbeitsverhältnisses' in Europa nicht gesprochen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexicurity: Soziale Sicherung und Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse (2001)
Klammer, Ute; Rechensteiner, Rudolf; Oorschot, Wim van; Bäcker, Gerhard; Tillmann, Katja; Rabe, Birgitta ; Schwarze, Johannes; Braun, Thorsten; Hanesch, Walter; Cebulla, Andreas ;Zitatform
(2001): Flexicurity: Soziale Sicherung und Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse. Düsseldorf, 758 S.
Abstract
"Die Arbeitswelt verlangt immer größere Flexibilität. Doch entsprechen unsere sozialen Sicherungssysteme noch den realen Entwicklungen von Arbeits- und Lebenswelten? Wollen wir künftig mehr Flexibilität mit weniger sozialer Sicherung erkaufen? Welche Gestaltungsspielräume können wir nutzen, um Flexibilität und soziale Sicherung zusammenzuführen? Welche Anpassungen müssen erfolgen, um den Ansprüchen des Arbeitsmarktes und der Pluralisierung von Lebensformen gerecht zu werden? Wie sehen die Lösungsstrategien anderer europäischer Länder vor dem Hintergrund ähnlicher Probleme aus? Diese Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Studie. Diese Untersuchung zeigt, dass die Flexibilisierung die Chancen für viele Menschen verbessert, sie zeigt aber auch, dass sich die Risiken dieser Entwicklung auf bestimmte Gruppen wie z. B. Niedrigqualifizierte konzentrieren. Erstmals wurde nachgewiesen, dass jüngere Menschen von Arbeitslosigkeit und unsicherer Beschäftigung besonders betroffen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement und zivile Arbeitsgesellschaft (2001)
Korfmacher, Susanne; Mutz, Gerd;Zitatform
Korfmacher, Susanne & Gerd Mutz (2001): Unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement und zivile Arbeitsgesellschaft. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 3, S. 172-178.
Abstract
"Die Arbeitswelt befindet sich in einem dramatischen Wandel: Es entstehen neue Typen von Arbeits- und Beschäftigungsformen und die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen werden durchlässiger. In der Neuen Arbeitsgesellschaft mit diversifizierten Erwerbsformen entsteht ein neuer Typus von Erwerbstätigen: Erwerbspersonen werden zunehmend zu Arbeitsgestaltern, die ihr Arbeitsleben - in Grenzen und auf eigenes Risiko - selbst bestimmen können und müssen. Die Fähigkeiten zur Gestaltung sind nicht allen Menschen gleichermaßen gegeben, sie sind nicht 'gerecht' verteilt. Notwendig ist, dass die Entwicklung von Humanressourcen (Bildungs- und Sozialkapital) stärker gefördert wird und dass Rahmenbedingungen den Zugang zu diesen Kapitalien unterstützen. Die Arbeitsgesellschaft kann eine auf Bürgersinn gegründete, zivile Arbeitsgesellschaft sein, wenn sie Möglichkeiten der Partizipation durch lebensbegleitendes Lernen und Bürgerengagement bietet. Alle gesellschaftlichen Gruppen können zu einer nachhaltigen Bildung von Humanressourcen beitragen, auch die Unternehmen - etwa mit Konzepten des unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden (2001)
Zitatform
Korpi, Tomas & Henrik Levin (2001): Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden. In: Work, employment and society, Jg. 15, H. 1, S. 127-148.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand schwedischer Längsschnittdaten untersucht, ob befristete Beschäftigung ein Schritt aus der Arbeitslosigkeit sein kann. Es wird festgestellt, dass es für den Verbleib in Arbeit nicht ausschlaggebend ist, ob der Arbeitsvertrag befristet oder unbefristet ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Von Sprungbrettern und Rutschbahnen: prekäre Frauenbeschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland (1973-1998) als Prüfstein für die Arbeitsmarktstrategien der Neuen Sozialdemokratie (2001)
Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole (2001): Von Sprungbrettern und Rutschbahnen. Prekäre Frauenbeschäftigung in der Bundesrepublik Deutschland (1973-1998) als Prüfstein für die Arbeitsmarktstrategien der Neuen Sozialdemokratie. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 47, H. 1, S. 27-54.
Abstract
In dem Beitrag sollen die Strategien der Befürworter arbeitsmarktpolitischer Flexibilisierung "in der Sozialdemokratie umrissen und der Praxis flexibilisierter Arbeitsverhältnisse gegenübergestellt werden, wie sie sich etwa im Reinigungsgewerbe als Teil des besonders früh und besonders umfassend flexibilisierten gering qualifizierten Niedriglohnsektors seit Beginn der 1970er Jahre herausgebildet hat. Dabei wird die These vertreten, dass eine gezielte Förderung "einfacher" Dienstleistungen, wie sie die "Neue Sozialdemokratie" anstrebt, mit einer weiteren Zunahme prekärer Beschäftigung verbunden wäre, die im Untersuchungszeitraum vor allem drei Dimensionen aufwies: Den Ausschluss aus dem Kreis regulär Beschäftigter durch die Unterschreitung materieller und rechtlicher Standards sowie die zunehmende Isolierung vom Kreis der KollegInnen, die sich aufgrund langer Betriebszugehörigkeit als Gemeinschaft empfanden. Es wird zu zeigen sein, dass Niedriglohnstrategien neben der quantitativen Senkung des Lohnniveaus drastische Statusverluste für die betroffenen Beschäftigten beinhalten." (IAB2)
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Literaturhinweis
Existenzgründung 2: Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (2001)
Merz, Joachim;Zitatform
Merz, Joachim (Hrsg.) (2001): Existenzgründung 2. Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen. (Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe 12), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 232 S.
Abstract
"Der Band konzentriert sich auf die Erfolgsfaktoren, die sich aus der Praxis mit empirischen Studien als besonders wichtig herausgestellt haben, sowie die politischen Rahmenbedingungen und Förderungen zur Existenzgründung. Die Themen sind: neue freiberufliche Dienstleistungen, die Bedeutung der Kommunikation für Existenzgründung und Selbständigkeit, das Image der Selbständigkeit, Wertorientierungen und Gründerpotential. Empirisch fundierte Studien befassen sich mit schnell wachsenden Unternehmen, der Frage nach den Erfolgsfaktoren frühzeitiger Internationalisierung von High-Tech-Unternehmensgründungen, Unternehmensgründungen im Landkreis Lüneburg, den Bedingungen erfolgreicher Existenzgründungen auf der Basis einer Längsschnittuntersuchung, der Scheinselbständigkeit als neue "Unternehmensform" und der Existenzgründung verbunden mit der beruflichen Weiterbildung. Die auf eine Existenzgründung ausgerichtete Mittelstandspolitik am Beispiel Niedersachsens wird eingebettet in die wirtschaftliche Weiterentwicklung Norddeutschlands. Schließlich wird die Unternehmensgründung unter dem Blickpunkt der empirischen Bedeutung, der politischen Gestaltung und der Förderung behandelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der souveräne Arbeitsgestalter in der zivilen Arbeitsgesellschaft (2001)
Mutz, Gerd;Zitatform
Mutz, Gerd (2001): Der souveräne Arbeitsgestalter in der zivilen Arbeitsgesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 21, S. 14-23.
Abstract
"Die Arbeitswelt befindet sich in einem dramatischen Wandel: Es entwickeln sich neue Typen von Arbeits- und Beschäftigungsformen, und die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen werden durchlässiger. Es entsteht ein neuer Typus von Erwerbstätigen: Erwerbspersonen werden zunehmend zu Arbeitsgestaltern, die ihr Arbeitsleben - in Grenzen und auf eigenes Risiko - selbst bestimmen können und müssen. Die Arbeitsgesellschaft kann eine auf Bürgersinn gegründete, zivile Arbeitsgesellschaft sein, wenn sie Möglichkeiten der Partizipation durch lebensbegleitendes Lernen und Bürgerengagement bietet. Alle gesellschaftlichen Gruppen können zu einer nachhaltigen Bildung von Humanressourcen beitrage, auch die Unternehmen - etwa mit Konzepten des unternehmerischen bürgerschaftlichen Engagements." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer: Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen (2001)
Nökel, Friederike;Zitatform
Nökel, Friederike (2001): Vom Normalarbeitsverhältnis zum Arbeitskraftunternehmer. Telearbeit im Kontext sich wandelnder Arbeitsformen. Freiburg, 277 S.
Abstract
"Was unterscheidet die Erwerbsarbeit des 20. Jahrhunderts von der Erwerbsarbeit des 21. Jahrhunderts und welche Rolle wird die Telearbeit dabei spielen? Um dieser Frage nachzugehen, wird Arbeit im 2. Kapitel aus historischer, wirtschaftlicher und sozialer Perspektive dargestellt. Das 3. Kapitel stellt die Prototypen für den Einsatz von Arbeitskraft dar. Die beiden Pole bilden hier der verberuflichte Arbeitnehmer und der Arbeitskraftunternehmer. Die These ist, dass der verberuflichte Arbeitnehmer an Bedeutung verliert, während die Bedeutung des Arbeitskraftunternehmers zunimmt. Im 4. Kapitel werden das Normalarbeitsverhältnis, die Normalarbeitszeit und die Normalbiografie, die das Leben des verberuflichten Arbeitnehmers kennzeichnen, ausführlich dargestellt. Dabei werden verschiedene Definitionen des Normalarbeitsverhältnisses verglichen. Als Ergebnis wird eine eigene Definition kondensiert, die als Basis für die weitere Diskussion des Normalarbeitsverhältnisses in dieser Arbeit dient. Das 5. Kapitel geht den Gründen für die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses nach, wobei die Gründe in Veränderungen der Arbeitswelt sowie Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen unterschieden werden. Diese Unterscheidung stellt allerdings lediglich eine grobe Unterteilung dar, da die Veränderungen der Arbeitswelt und die Veränderungen in den Werthaltungen der Individuen eng zusammenhängen und Veränderungen nicht in jedem Fall eindeutig einer der beiden Gruppen zugeordnet werden können. Das 6. Kapitel beschreibt zunächst ausführlich die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen. In einem zweiten Schritt werden dann die Form und das Ausmaß der Abweichungen dieser Arbeitsformen vom Normalarbeitsverhältnis dargestellt. Auch eine kurze Beschreibung der internationalen Bedeutung der vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Arbeitsformen ist Bestandteil des 6. Kapitels. Die Konsequenzen der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses für die Lebensführung und Lebensorganisation der Beschäftigten sind Gegenstand des 7. Kapitels. Im 8. Kapitel geht es um die Bedeutung von Dienstleistungen für die Arbeitsgesellschaft. Dabei werden verschiedenen Formen von Dienstleistungen unterschieden und Perspektiven für die Beschäftigung im Dienstleistungssektor aufgezeigt. Das 9. Kapitel befasst sich ausführlich mit der Telearbeit und ihren verschiedenen Ausprägungen. Im 10. Kapitel wird die Telearbeit mit den zuvor erarbeiteten Kriterien des Normalarbeitsverhältnisses kontrastiert, während das 11. Kapitel nach der Relevanz vom Normalarbeitsverhältnis abweichender Arbeitsformen für Telearbeit fragt. Das 12. Kapitel widmet sich den Dimensionen von Telearbeit aus der Perspektive verschiedener Gruppen, um zu klären, wo Risiken und Chancen dieser neuen Arbeitsform liegen. Im 13. Kapitel schließlich werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Arbeit in der Informations- und Wissensgesellschaft gewagt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit und Geschlechterverhältnisse im Umbruch: (Des)Integration der Lebenssphären? (2001)
Zitatform
Peinl, Iris & Susanne Völker (2001): Arbeit und Geschlechterverhältnisse im Umbruch. (Des)Integration der Lebenssphären? In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 11, H. 1, S. 63-76.
Abstract
"Ausgehend von dem Umbruch der Erwerbsarbeit in Richtung einer flexibilisierten, markteffizienten Tertiarisierung fragen wir nach Chancen für Frauenerwerbsarbeit. Dabei richten wir den Blick insbesondere auf das Verhältnis zwischen Erwerbssphäre und außerbetrieblichem Leben. Die Ausgangsphase lautet: Dem Umbruch der Arbeit sind "Entgeschlechtlichungstendenzen" inhärent. Diese werden jedoch sowohl von überdauernden Geschlechterungleichheiten, als auch durch die Veränderung gesellschaftlicher Reproduktionsnotwendigkeiten in das "Private" als (neu konfigurierte) "Vergeschlechtlichungsprozesse" konterkariert. Als Ergebnis zeigen sich zwiespältige Intergrations- aber auch zunehmend Desintegrationseffekte für "weibliche" Erwerbsarbeit. Diese These wird mit Befunden einer empirischen Untersuchung bei der Deutschen Bahn AG erhärtet, deren rigoroser Umbau hin zu börsenfähiger Wirtschaftseffizienz u.E. paradigmatisch für Unternehmensreorganisationen gelten kann. Das Fazit lautet: Nur über eine konsensuale Arbeitspolitik, die die Symmetrierung der außer- und innerbetrieblichen Lebensbereiche beinhaltet, ist eine nachhaltige Chancenerweiterung für Frauenerwerbsarbeit möglich. Sie ist - mittelfristig - auch die Voraussetzung für eine "geschlechtsneutrale" Bestenauslese der Unternehmen und damit ihrer Wirtschaftseffizienz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftsbürger oder Marktopfer?: neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (2001)
Reichold, Hermann; Müller, Winfried; Hengsbach, Friedhelm; Würgler, Hans; Löhr, Albert; Löhr, Albert; Walwei, Ulrich ; Deiseroth, Dieter; Ott, Ursula; Hanau, Peter; Rüthers, Bernd; Blickle, Gerhard ; Stindt, Heinrich Meinhard; Wollert, Artur; Thurn, Valentin; Dostal, Werner; Voß, G. Günter;Zitatform
Reichold, Hermann, Albert Löhr & Gerhard Blickle (Hrsg.) (2001): Wirtschaftsbürger oder Marktopfer? Neue Beschäftigungsverhältnisse - ein Risiko für Gesellschaft, Recht und Ethik? (DNWE-Schriftenreihe 08), München u.a.: Hampp, 242 S.
Abstract
In einer interdisziplinären Bestandsaufnahme werden praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Reflexionen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengeführt, um ein wenig Licht in das mystische Dunkel um die neuen Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. Dabei sollten vor allem konkrete Handlungsperspektiven deutlich werden. Inwiefern muß die Wissenschaft, insbesondere das Arbeitsrecht, überkommene Begriffssysteme transformieren? Welche Lösungsansätze für das neue Beschäftigungsproblem gibt es in der Praxis bereits? Wie sind diese Bemühungen ethisch zu bewerten? In den Beiträgen wird das Problemfeld aus arbeitsrechtlicher, sozial- und wirtschaftsethischer, arbeitssoziologischer und managementtheoretischer Sicht debattiert. Der Band hat drei Themenbereiche der Transformation arbeitsrechtlicher Strukturen herausgegriffen: (1) Wie sind die neuen Selbständigen ("Arbeitskraftunternehmer") zu bewerten? (2) Was bedeutet die neue Zivilcourage am Arbeitsplatz ("Whistleblowing")? (3) Wie geht die Gesellschaft mit den Verlierern ("wettbewerbsschwachen Arbeitnehmern") um? (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit: Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit (2001)
Rüling, Anneli;Zitatform
Rüling, Anneli (2001): Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit. Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Papers 01-505), Berlin, 81 S.
Abstract
"In diesem Diskussionspapier wird untersucht, ob sich durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit ergeben. Als normatives Konzept werden Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit von Nancy Fraser herangezogen, die eine Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern fordert. Ausgehend von Frasers Ansatz werden Kriterien für geschlechtergerechte Arbeitszeiten entwickelt. Teilzeitarbeit wird häufig als eine flexible Arbeitszeitform diskutiert, die eine Kombination von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit ermöglicht und daher Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit eröffnen könnte. Um dies zu überprüfen wird anhand der Kriterien der Geschlechtergerechtigkeit die aktuelle Entwicklung der Teilzeitarbeit in Deutschland analysiert. In der Regel führt Teilzeitarbeit nicht zu einer Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern. Sie wird hauptsächlich von Frauen "in der Kinderphase" ausgeübt und bestätigt somit die Verantwortlichkeit der Frauen für die Reproduktionsarbeit. Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf die weibliche Erwerbsbiographie ambivalent; häufig führt Teilzeitarbeit zu beruflichem Abstieg und mangelnder sozialer Sicherung. Die wenigen Männer, die Teilzeit arbeiten, tun dies meist nicht aus familiären Gründen, sondern zu Beginn und Ende der Berufsbiographie. Schließlich werden Vorschläge für eine politische Regulierung der Teilzeitarbeit und für eine umfassende Zeitpolitik gemacht, die zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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