Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung: Merkmale und Typen von Prekarität. Endbericht (2002)
Fleissner, Peter; Steiner, Karin; Mosberger, Brigitte; Simbürger, Elisabeth; Miko, Katharina; Kaupa, Isabella;Zitatform
Miko, Katharina, Isabella Kaupa, Brigitte Mosberger, Elisabeth Simbürger & Karin Steiner (2002): Atypische Beschäftigung. Merkmale und Typen von Prekarität. Endbericht. Wien, 68 S.
Abstract
"Thema der Studie ist Prekarität bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Mittels Literaturanalyse sowie auf Basis von qualitativen Interviews mit atypisch Beschäftigten wurden Merkmale von Prekarität erarbeitet und Typen prekärer atypischer Beschäftigung gebildet. Den Abschluss der Studie bildete die Entwicklung eines quantitativen Erhebungsinstruments zur Messung von Prekarität bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Im ersten Kapitel der Studie sind das Ziel der Untersuchung sowie die zentralen Fragestellungen nachzulesen. Das zweite Kapitel beinhaltet eine Beschreibung des methodischen Vorgehens. In Kapitel drei findet sich eine umfangreiche Analyse deutschsprachiger Literatur zu Formen atypischer Beschäftigung und Prekarität. Im darauffolgenden Abschnitt sind vier ExpertInnen-Interviews mit Interessenvertretungen auf ArbeitgeberInnen- und ArbeitnehmerInnenseite sowie mit einem Vertreter des Arbeitsmarktservice dargestellt. Im fünften Kapitel sind die Ergebnisse von 24 biographischen Interviews mit atypisch Beschäftigten nachzulesen. Entlang der Frage, welche Risikofaktoren für Prekarität von besonderer Bedeutung sind und wie die einzelnen Prekaritätsmerkmale zusammenwirken wurde eine Typologie prekärer atypischer Beschäftigung erstellt. Bei der Auswahl der InterviewpartnerInnen wurde darauf geachtet, eine möglichst breite Palette von Beschäftigungsformen und strukturellen wie sozioökonomischen Faktoren zu berücksichtigen. Kapitel sechs behandelt resümiert die Ergebnisse der Literaturanalyse und der darauf aufbauenden empirischen Studie. In Kapitel sieben der Untersuchung wird das Konzept des Erhebungsinstruments dargestellt, das auf Basis der empirischen Ergebnisse entwickelt wurde. Der Fragebogen wurde an atypisch Beschäftigten getestet. In Kapitel acht dokumentiert ein Testbericht die wichtigsten Aussagen beim Pretest. Im Anhang 1 findet sich eine Übersicht über die Berufssituation und wichtige Merkmale der InterviewpartnerInnen. Anhang 2 beinhaltet den getesteten Fragebogen für atypisch Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work: national reports: Germany (2002)
Garhammer, Manfred;Zitatform
Garhammer, Manfred (2002): Temporary agency work. National reports: Germany. Dublin, 53 S.
Abstract
"The UK, France, the Netherlands and Germany together account for 90% of TAW in the EU. TAW is rapidly on the increase in Germany. In the course of 2000 about 700,000 temps have been engaged (flow-data). Still, TAW constitutes a small (320,000 = 1.0% of total employment - stock data) but a very dynamic segment of the German labour market (20% annual growth rate). Compared to other countries these numbers are not controversial as TAW in Germany has to be registered according to the AÜG. In Germany TAW is widely regulated by the Labour Placement Act (AÜG) valid since 1972. This legislation reflects the special necessity for protection of temps due to the tri-angular relationship. In Germany agencies bear the full employers' risk. Utilisation of TAW was liberalised considerably in 1997 and 1998. In the view of employers' associations and more and more the unions, TAW provides new opportunities to get out of unemployment. The profit-based agencies - ten years ago carrying a negative image - have gained increasing acceptance for promoting employment: About 50% of the temps had been unemployed before starting TAW, about 30% are said to find a permanent job in the user-company. However, there are no longitudinal data proving the long-term labour market effects. Compared to other European societies only few labour market entrants (10%) are involved, 3% were academics. However, agencies are currently discovering this high-value-segment of the highly skilled, their better image helps them to address academics. Still, 60% of German temps are male manual industrial workers with no or low skills. This reflects the structure of the 'old economy' in Germany which correlates to the structure of unemployed. The perspective of a 'social European Union' makes it necessary to shift the focus from the quantitative labour market effects to the quality of jobs created by TAW. With regards on this issue there is a lack of data particularly in Germany. Hence, only selected findings can be presented:
- There is clear evidence for poor remuneration and working conditions. Wages are by 30% lower compared to permanent workers. This comparison implies problems in defining what comparable workers are.
- There are nearly 10,000 businesses and therefore a strong price competition: Smaller companies in the unskilled segment contribute to rock-bottom-wages (8 DM/h is not rare).
- Main problems for temps are a lack of social security and of benefits connected to the status of a permanent worker. Temps have short missions both in user companies and in agencies: the majority only lasts up to three months. Many agencies do not provide training opportunities for their employees except the GAÜ (section 9) which particularly were sponsored for re-integrating long-term-unemployed as well as agencies in high-value-niches.
- Temps make up a tiny minority of unions' members. They are only marginally included in co-determination acc. to BetrVerfG both in the agencies and in user-companies. With the exception of Randstad there is no nation-wide agreement.
Although TAW is widely regulated by the AÜG (obligations for agencies to be licensed; one year limit) and by agreements at company level temps still lack equal working conditions, pay and employment stability compared to permanent full-time employees. This marginal position of TAW-workers partially results from the German corporatist model established by the Social Partners to protect a long-term employment career of skilled workers in the permanent core workforce of industrial work. During the last decades this model has undergone remarkable changes. New legislation has increased flexibility in labour markets and facilitated TAW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung: Chance oder Risiko? (2002)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2002): Befristete Beschäftigung. Chance oder Risiko? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 54, H. 1, S. 85-108.
Abstract
"Der Aufsatz geht der Frage nach, ob die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes zu einer Verstärkung der bestehenden Arbeitsmarktsegmentation führt oder vielmehr Barrieren auf dem Arbeitsmarkt abbaut. Mit Hilfe von Daten zu Erwerbstätigkeits- bzw. Arbeitslosigkeitsperioden, die aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP, Zeitraum 1984-1999) generiert wurden, werden in random-effects logit-Modellen sowohl die Determinanten befristeter Beschäftigungsverhältnisse als auch deren Folgen (erneute Befristung, Arbeitslosigkeit) untersucht. Es zeigt sich, dass individuelle Merkmale der Befragten (Höhe und Art des Humankapitals, vorherige Arbeitslosigkeitserfahrungen), strukturelle Determinanten (Branche, Betriebsgröße) und berufliche Charakteristika (Berufsposition, geringfügige Beschäftigung) das Risiko, einen befristeten Arbeitsplatz zu erhalten, beeinflussen. Weiterhin wird deutlich, dass befristete Beschäftigung das Risiko erhöht, nach Beendigung der Beschäftigung wieder ein befristetes Beschäftigungsverhältnis zu erhalten, oder arbeitslos zu werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Befristung vor allem auf dem sekundären Arbeitsmarkt vorzufinden ist und für die Arbeitnehmer dort eher negative Konsequenzen nach sich zieht. Allerdings kann die Befristung auch als Chance angesehen werden, da sie zumindest eine Alternative zur Arbeitslosigkeit darstellt. Eine zu einseitige Bewertung der Befristung greift daher zu kurz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Determinanten der Nachfrage nach befristeten Verträgen, Leiharbeit und freier Mitarbeit: empirische Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels (2002)
Zitatform
Hagen, Tobias & Bernhard Boockmann (2002): Determinanten der Nachfrage nach befristeten Verträgen, Leiharbeit und freier Mitarbeit. Empirische Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels. In: L. Bellmann & A. Kölling (Hrsg.) (2002): Betrieblicher Wandel und Fachkräftebedarf (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 257), S. 199-235.
Abstract
"So genannte atypische Arbeit - befristet Beschäftigte, Leiharbeiter und freie Mitarbeiter - ist seit vielen Jahren ein Thema in der wirtschaftspolitischen Diskussion. Meist wird Flexibilität für ihre Deregulierung empfohlen oder werden sozialpolitische Argumente für ihre stärkere Regulierung vorgebracht. Allerdings liegt bisher kaum empirische Evidenz bezüglich der Gründe für den Einsatz dieser Beschäftigungsformen vor. Die ökonomische Theorie liefert mehrere Hypothesen über die Nachfrage nach atypischer Arbeit. Sie basierten meist auf den Anpassungskosten, die Unternehmen bei einem Mitarbeiterwechsel entstehen. Kosten, die bei Kündigung eines festen Mitarbeiters entstehen, können den Einsatz atypischer Beschäftigung in bestimmten Situationen profitabel machen. So etwa, wenn die Unternehmen kurzfristig mit einer erhöhten Güternachfrage konfrontiert sind, wenn sie reguläre Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit ersetzen müssen oder wenn sie bezüglich der Dauerhaftigkeit einer positiven Nachfrageentwicklung noch unsicher sind. Durch die Kontaktaufnahme mit Leiharbeitern über eine Zeitarbeitsfirma können Unternehmen außerdem die Kosten der Rekrutierung von neuen Beschäftigten senken. Kleine Betriebe können zudem bestimmte spezialisierte Aufgaben an freie Mitarbeiter vergeben. Auch in der Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen dürfte ein Anreiz für die Nachfrage nach freien Mitarbeitern liegen. Die Studie identifiziert den Effekt der Entlassungskosten auf den Einsatz atypischer Arbeit anhand der Änderung des Kündigungsschutzgesetzes (KschG) im Oktober 1996. Für die befristete Beschäftigung bestätigt sich die Vermutung in der empirischen Analyse, dass die Kündigungskosten fest angestellter Mitarbeiter den Einsatz temporärer Arbeit fördern. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen atypische Beschäftigung einsetzt, steigt außerdem bei Umsatzsteigerungen und sinkt bei fallendem Umsatz. Auch die Existenz eines Betriebsrats erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen befristete Verträge einsetzt. Dies steht im Einklang mit der Hypothese, wonach die Mitbestimmung die Entlassungskosten permanent Beschäftigter erhöht. Befristete Beschäftigte werden außerdem verstärkt eingesetzt, um Arbeitnehmer in Mutterschaft und Erziehungsurlaub zu vertreten, während sich dieser Zusammenhang nicht für Leiharbeiter und freie Mitarbeiter zeigt. Auch die Vermutung, dass spezialisierte Tätigkeiten, wie beispielsweise die Wartung von EDV-Systemen, an freie Mitarbeiter vergeben wird, scheint durch die Schätzergebnisse bestätigt zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do temporary workers receive risk premiums?: assessing the wage effects of fixed-term contracts in West Germany by a matching estimator compared with parametric approaches (2002)
Zitatform
Hagen, Tobias (2002): Do temporary workers receive risk premiums? Assessing the wage effects of fixed-term contracts in West Germany by a matching estimator compared with parametric approaches. In: Labour, Jg. 16, H. 4, S. 667-705.
Abstract
"The wage effects of fixed-term contracts (FTCs) are analysed with the German Socio-Economic Panel (GSOEP) for West Germany. Taking selection on observables into account results in an estimated wage effect of -6 percent up to -10 percent. Controlling additionally for selection on unobservables leads to wage effects of -23 percent, which may be explained by self-selection of workers. The results also highlight the importance of asymmetric information as an explanation for the incentive for employers as well as workers to enter FTCs." (Author's abstract, IAB-DOku) ((en))
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Literaturhinweis
Wandel der Erwerbsformen: Beschäftigungssituation von Frauen in Deutschland (2002)
Zitatform
Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (2002): Wandel der Erwerbsformen. Beschäftigungssituation von Frauen in Deutschland. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 67-91.
Abstract
"Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den alten Bundesländern stetig zugenommen (1985/2000 von 48% auf 58%). In den neuen Bundesländern sank dagegen die bei der Wiedervereinigung weit höhere Erwerbstätigenquote auf das westdeutsche Niveau (1991/2999 von 67% auf 58%). Den Strukturwandel der Erwerbsformen kennzeichnen Anteilsverluste der 'Normalarbeitsverhältnisse' (unbefristete, abhängige Vollzeittätigkeit), hauptsächlich zugunsten von Teilzeitbeschäftigung. Der Beitrag erörtert Hypothesen zu den Bestimmungsformen des Wandels: Veränderungen, Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie institutionelle Faktoren (soziales Sicherungssystem, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsrecht). Die Erwerbsformen Selbständigkeit, befristete Beschäftigung und Teilzeitbeschäftigung werden hinsichtlich der Einflussfaktoren und der empirischen Entwicklung ausführlich behandelt. Ein Überblick über die Beschäftigungssituation von Frauen in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft ergänzt die Ausführungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - Teil I: auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive (2002)
Zitatform
Jahn, Elke & Helmut Rudolph (2002): Zeitarbeit - Teil I. Auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive. (IAB-Kurzbericht 20/2002), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Daten zur Leiharbeit in Deutschland. Danach hat sich die Zahl der Leiharbeitnehmer seit 1993 verdreifacht und lag 2001 bei 1,3 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Dauerarbeitsplätze bei den Verleihbetrieben konnten damit aber nicht im erhofften Umfang geschaffen werden; sondern es sind Zweckgemeinschaften auf Zeit, die so lange bestehen, wie sie im allseitigen Interesse liegen: Der Verleiher kann den Leiharbeiter gewinnbringend verleihen, der Entleiher hat einen externen Personalpuffer und der Leiharbeitnehmer bekommt eine Chance zum (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben. Um dieser Chance willen sind Leiharbeiter bereit, vorübergehend schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne in Kauf zu nehmen. Rund 60 % der neu rekrutierten Leiharbeiter waren vorher arbeitslos oder sonst nicht berufstätig. Nach einer Verbandsumfrage von 2000 hatte ein knappes Drittel innerhalb eines Jahres einen regulären Arbeitsplatz. Insbesondere für ältere Arbeitnehmer ist Leiharbeit oft der einzige Rückweg in Beschäftigung. Diese Brückenfunktion wird zunehmend genutzt und arbeitsmarktpolitisch anerkannt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - Teil II: völlig frei bis streng geregelt: Variantenvielfalt in Europa (2002)
Zitatform
Jahn, Elke & Helmut Rudolph (2002): Zeitarbeit - Teil II. Völlig frei bis streng geregelt: Variantenvielfalt in Europa. (IAB-Kurzbericht 21/2002), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Der Kurzbericht gibt einen Überblick über die Verbreitung und Regulierung von Leiharbeit in der Europäischen Union. In den meisten Ländern gibt es ein mehr oder weniger striktes Regelwerk für diese Beschäftigungsform. Sie hat im letzten Jahrzehnt fast überall kontinuierlich zugenommen und lag 2000/2001 bei durchschnittlich 2,1 % der sozialversicherungspfllichtigen Beschäftigung. Leiharbeit ist überwiegend eine Männerdomäne. In allen Ländern sind die meisten Leiharbeitnehmer jünger als 35 Jahre. Nicht selten müssen sie im Vergleich zu Stammkräften Nachteile - wie niedrigere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten - in Kauf nehmen. In manchen Ländern verhindern Vorschriften, die auf den Schutz regulärer Beschäftigung zielen, dass Leiharbeit ihr Potenzial voll entfalten kann. Den Leiharbeitnehmern wäre oft mehr gedient, wenn die Arbeitsbedingungen verbessert und deren Einhaltung besser kontrolliert würden. (IAB2)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Nachhaltige Arbeitsgestaltung zwischen Prekarität und Beständigkeit der Beschäftigungsverhältnisse (2002)
Zitatform
Knuth, Matthias, Marcel Erlinghagen, Thorsten Kalina & Gernot Mühge (2002): Nachhaltige Arbeitsgestaltung zwischen Prekarität und Beständigkeit der Beschäftigungsverhältnisse. In: P. Brödner & M. Knuth (Hrsg.) (2002): Nachhaltige Arbeitsgestaltung : Trendreports zur Entwicklung und Nutzung von Humanressourcen (Bilanzierung innovativer Arbeitsgestaltung, 03), S. 303-377.
Abstract
Nach einer Einführung in das Thema stellen die Autoren die Ausdifferenzierung von Beschäftigungsformen dar und setzen sich mit der These von der "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses" auseinander. Dies ist gleichzeitig die Begründung dafür, dass die vorgestellten Analysen auf der Grundlage der Statistik sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung für die Beurteilung des Beschäftigungssystems insgesamt durchaus aussagekräftig sind. Diese Analysen beziehen sich auf die Bewegung der Arbeitskräfte zwischen Betrieben und die Stabilität ihres Verweilens in denselben. Die Gesamtanalyse wird nach betrieblichen und individuellen Merkmalen disaggregiert. Schließlich werden die Befunde zusammengefasst und Schlussfolgerungen für die nachhaltige Arbeitsgestaltung gezogen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeiten und alternative Beschäftigungsformen in der Personalplanung: Optimierungsmodelle aus Unternehmenssicht und Kompromißmodelle zur Berücksichtigung betrieblicher Mitbestimmung (2002)
Knörzer, Michael;Zitatform
Knörzer, Michael (2002): Flexible Arbeitszeiten und alternative Beschäftigungsformen in der Personalplanung. Optimierungsmodelle aus Unternehmenssicht und Kompromißmodelle zur Berücksichtigung betrieblicher Mitbestimmung. München u.a.: Hampp, 371 S.
Abstract
"Die zunehmende Verbreitung flexibler Formen der Arbeitszeitgestaltung und alternativer, auch 'atypisch' genannter Formen der Beschäftigung, wie z.B. die erst zu Beginn des Jahres 2001 gesetzlich neu geregelten Teilzeitarbeits- und befristeten Beschäftigungsverhältnisse, wird in der Literatur ausführlich erörtert, jedoch beschränkten sich diese Beiträge häufig auf die Beschreibung bzw. Erklärung der beobachtbaren Phänomene. Gestaltungsansätze im Rahmen der Personalbereitstellung bleiben demgegenüber unterrepräsentiert. Aufgrund der Komplexität von Entscheidungen im Rahmen der Personalbereitstellungsplanung haben sich Modelle der linearen Programmierung als geeignete Verfahren zur Behandlung solcher Fragestellungen erwiesen, doch fehlt es in der Literatur vielfach an einer Integration aktueller Regelungen zur Nutzung flexibler Arbeitszeiten und alternativer Beschäftigungsformen, was in dieser Arbeit geschieht. Die Problemstellung erfährt insofern eine Komplikation, als bei der Nutzung flexibler Arbeitszeiten und alternativer Beschäftigungsformen Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten bestehen, welche diesen z.T. einen gleichberechtigten Einfluß auf die Entscheidungsfindung einräumen. In der Literatur wird eine Reihe von Modellen der Mehrzielentscheidung vorgestellt, deren Anwendung jedoch aus verschiedenen Gründen auf die in dieser Arbeit behandelten Entscheidungssituationen nicht adäquat erscheint. Eine Klasse von Kompromißmodellen, die in dieser Arbeit als geeignet angesehen wird, angemessene Lösungen für innerbetriebliche Verhandlungssituationen zu generieren, ist die der Verhandlungslösungen der kooperativen Spieltheorie. Diese verfügen aufgrund der expliziten Offenlegung der ihnen zugrundeliegenden mathematischen Eigenschaften und Vorstellungen gerechter Verhandlungsergebnisse über eine geeignete Grundlage zur Diskussion und Auswahl solcher Kompromißregeln, die im Zusammenspiel mit den o.a. Entscheidungsmodellen angewendet werden sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
TopSharing: Jobsharing in Führungspositionen (2002)
Kuark, Julia K.;Zitatform
Kuark, Julia K. (2002): TopSharing. Jobsharing in Führungspositionen. In: Wirtschaftspsychologie, Jg. 4, H. 1, S. 70-77.
Abstract
"Führung ist nicht teilbar. Dieser Mythos ist weit verbreitet und wird gepflegt, obwohl in Verwaltungsräten, Geschäftsleitungen und Regierungskollegien gemeinsam getragene, geteilte Verantwortung zum Alltag gehört. Das Projekt TopSharing fördert ein partnerschaftliches Führungsmodell: Jobsharing in Top-Positionen. Das Vorhaben zeigt auf, wie vorhandene Kenntnisse in die Praxis umgesetzt werden können und unterstützt Firmen bei der Einführung von TopSharing-Pilotfällen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmer als Unternehmer?: Herausforderungen für Gewerkschaften und berufliche Bildung (2002)
Kuda, Eva; Strauß, Jürgen;Zitatform
Kuda, Eva & Jürgen Strauß (Hrsg.) (2002): Arbeitnehmer als Unternehmer? Herausforderungen für Gewerkschaften und berufliche Bildung. Hamburg: VSA-Verlag, 175 S.
Abstract
"Die Autorinnen und Autoren diskutieren, ob in der Folge des Wandels der Arbeitswelt aus Arbeitnehmern zunehmend Unternehmer werden und welche Folgen die Veränderungen des Arbeitslebens für Gewerkschaften und die berufliche Bildung haben. Das Konzept 'Arbeitskraftunternehmer' stellt eine häufig aufgegriffene Interpretationsfigur für neuere Entwicklungen von Arbeit und Persönlichkeit dar. Doch welche Prozesse verbergen sich hinter den Begriffen wie 'unternehmerisches Handeln' und 'Arbeitskraftunternehmer'? Führen die gegenwärtigen Umbrüche in der Arbeitsorganisation nur zu einer unternehmerischen Kultur der neuen Selbständigkeit, oder kommen durch veränderte betriebliche Kostenökonomie auch neue Belastungen auf die ArbeitnehmerInnen und ihre Qualifikationsanforderungen zu?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fixed-term contracts and unemployment at the beginning of the employment career in Germany: does gender matter? (2002)
Zitatform
Kurz, Karin (2002): Fixed-term contracts and unemployment at the beginning of the employment career in Germany. Does gender matter? In: E. Ruspini & A. Dale (Hrsg.) (2002): The gender dimension of social change : the contribution of dynamic research to the study of women's life courses, S. 133-157. DOI:10.1332/policypress/9781861343321.003.0007
Abstract
"This chapter examines to what extent women and men in West and East Germany are effected by fixed-term contracts and the risk of unemployment at the beginning of their career. The focus of this chapter is on those employment entrants, allowing careful observation of how gender inequalities develop from the start of the employment career. At this stage, family work is not yet important to most people. Hence, if gender differences can be found, these are not attributed to the family obligations of men and women. In addition to discussing the outcomes of gender inequalities, the chapter also examines whether the risk of precarious unemployment or unemployment and gender inequality are associated with factors such as education, occupational class, vocational training, ethnic origin and region. More generally, the chapter aims to know whether precarious jobs and unemployment become more or less likely for all labour market entrants. For this chapter, the data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) are used and referred to. The chapter also studies people who began employment between 1985 and 1998, with focus on the risk of starting on a fixed-term contract and on the risk of experiencing a subsequent period of unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Lohneffekte der Zeitarbeit (2002)
Zitatform
Kvasnicka, Michael & Axel Werwatz (2002): Lohneffekte der Zeitarbeit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 69, H. 49, S. 847-854.
Abstract
In dem Beitrag werden mit Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe erste ökonometrische Schätzungen des mit einer Tätigkeit in der Leiharbeit verbundenen gegenwärtigen und langfristigen Lohndifferentials vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Leiharbeitnehmer einen Lohnabschlag hinnehmen müssen, der allerdings bis zu 50 % geringer ist als bislang angenommen. Ehemalige Leiharbeitnehmer haben in der späteren Beschäftigung außerhalb der Branche im Durchschnitt keine Lohneinbußen gegenüber Arbeitnehmern, die niemals in der Leiharbeit tätig waren. Verglichen mit ihrer relativen Einkommenssituation vor dem Eintritt in die Leiharbeit können sich Leiharbeiter in ihren Einkommensverläufen bei Wiedereintritt in reguläre Beschäftigungsverhältnisse sogar verbessern. (IAB2)
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit: Neues Gesetz bereits im ersten Jahr einvernehmlich umgesetzt (2002)
Magvas, Emil; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Magvas, Emil & Eugen Spitznagel (2002): Teilzeitarbeit: Neues Gesetz bereits im ersten Jahr einvernehmlich umgesetzt. (IAB-Kurzbericht 23/2002), Nürnberg, 4 S.
Abstract
Zu Jahresbeginn 2001 trat das Gesetz über Teilzeitarbeit in Kraft, das die Verbreitung der Teilzeitarbeit unterstützen und fördern soll. Im Rahmen der IAB-Erhebung über das gesatmwirtschaftliche Stellenangebot vom Herbst 2001 wurden hierzu erste betriebliche Einschätzungen ermittelt. Der Kurzbericht stellt die Ergebnisse dieser Befragung vor. Bis zum Herbst 2001 haben ca. 85.000 vollzeitbeschäftigte Personen einen Antrag auf Arbeitszeitverkürzung nach dem neuen Gesetz gestellt, darunter 66.000 Frauen. Den Anträgen wurde in der Regel einvernehmlich entsprochen. In drei Vierteln der betreffenden Betriebe wirkten sich die Vereinbarungen entweder auf das Beschäftigungsniveau oder auf die Produktivität aus. (IAB)
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Literaturhinweis
Neue Formen der Beschäftigung - neue Personalpolitik? (2002)
Zitatform
Martin, Albert & Werner Nienhüser (Hrsg.) (2002): Neue Formen der Beschäftigung - neue Personalpolitik? (Zeitschrift für Personalforschung. Sonderband 2002), München u.a.: Hampp, 271 S.
Abstract
Das "Normalarbeitsverhältnis" verliert seine Selbstverständlichkeit. Es wird zunehmend abgelöst durch "Neue" Formen der Beschäftigung. Die Beiträge des Bandes fragen nach den personalwirtschaftlichen, rechtlichen, aber auch gesamtgesellschaftlichen Folgen dieser neuen Beschäftigungsverhältnisse. Im einzelnen werden folgende Themen behandelt:
- selbständige Arbeitnehmer oder abhängige Selbständige?
- Einsatz von Fremdfirmen;
- geringfügige Beschäftigung;
- Teilzeitarbeit;
- Telearbeit und Führung;
- outsourcing und Professionalisierung der Personalarbeit. (IAB2) -
Literaturhinweis
The Dutch market for agency work (2002)
Moolenaar, Debora;Zitatform
Moolenaar, Debora (2002): The Dutch market for agency work. Amsterdam, 177 S.
Abstract
"In the Netherlands agency work, that is working through a temporary work agency, has become increasingly popular over the past two decades. In other countries its popularity is also growing. This thesis investigates the importance of agency work for the Durch economy. This is done from three viewe from three viewpoints. First, a longitudinal analysis is conducted to find out if agency work can serve a leading indicator of macro-economic developments. The theory of cointegration is applied using annual data on the Dutch economy for the period 1973-2000 and quarterly data for the period 1986-2000. Secondly, the labor supply of agency workers is compared to that of other employees. Points of interest are the characteristics of agency workers, the choice of agency work and possible trade-offs between labor hours, wages and labor contracts. A labor supply model and several logit models are estimated using data from the Dutch Labor Force Survey covering the period 1992-1994. Thirdly, the demand for agency workers by firms in various economic sectors are examined. The issues include possible substitution effects between agency workers and other employees, the effect of agency work on the efficiency of the firm, and firms'reasons, other than cost aspects, for using a temporary work agency. A labor demand model and several logit and tobit models are estimated using two different datasets on Durch firms, one of them dating from 1990 and 1992 and the other one dating from 1994." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Karin;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Karin Steiner (2002): Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. (AMS-Info 50), S. 1-4.
Abstract
Eine qualitative Befragung von "Neuen Selbständigen" in Österreich (Dezember 2000 - November 2001) erbrachte folgende Befunde: Neue Selbständigkeit ist das Resultat verschiedener Effekte auf unterschiedlichen Ebenen: Neben makroökonomischem Strukturwandel sind auf der Mesoebene Veränderungen von Organisationsstrukturen und Integrationssystemen zu nennen. Auf der Mikroebene ist die Suche Erwerbstätiger nach Möglichkeiten für alternative Lebensentwürfe ins Treffen zu führen. Aus diesem Grund steht Neue Selbständigkeit vor allem auch für den Versuch der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie für Selbstverwirklichung. Neue Selbständige sind keine EinzelkämpferInnen, die unter sozialer Isolation leiden, sondern sie sind zumeist in ein lokal zentriertes, soziales Netzwerk eingebunden. Diesen sozialen Kontakten kommt nicht nur bei der Akquisition eine Schlüsselfunktion zu, sondern auch bei der Durchführung diverser Projekte. Trotz aller Heterogenität ist Neue Selbständigkeit Vorbotin einer veränderten Arbeitskultur, die von Kurzlebigkeit, Unsicherheit und hohen Risken geprägt wird. Sie verlangt den Betroffenen ein Höchstmaß an Flexibilität und Einsatz (Zeit, Weiterbildung etc.) ab, bietet dafür aber zumindest einigen der Betroffenen die Chance größerer individueller Selbstverwirklichung. Der Freizeitbereich der Lebensführung verschmilzt jedoch nicht selten mit dem Arbeitsbereich, was bisweilen in einer Verlängerung der Arbeitszeit resultiert und für einige Befragte einen Streßfaktor darstellt. Neue Selbständigkeit entspricht also nicht immer einer Ökonomie der Selbstverwirklichung, sondern ebensooft einer Ökonomie der Not. Formen von Prekarität sind vor allem bei niedrigqualifizierten Selbständigen und Selbständigen, die in einem ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis stehen, zu finden. Deren Absicherung bedarf in Zukunft noch einiger Überlegungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren: Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Klaus;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Klaus Steiner (2002): Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren. Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich. (AMS report 32), Wien: Hofstätter, 83 S.
Abstract
"Von Dezember 2000 bis November 2001 führte das Forschungsinstitut abif (Analyse, Beratung und Interdisziplinäre Forschung) im Auftrag der Bundesgeschäftsstelle des AMS Österreich das Projekt 'Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger' durch. In der Studie ging es weniger um eine quantitative Einschätzung des Phänomens der Neuen Selbständigkeit, sondern primär um die qualitative Beschreibung der beruflichen Situation bzw. der Erwerbsrealität aus der Sicht der Betroffenen. Aus diesem Grund wurden im Raum Wien, in Klagenfurt bzw. St.Veit/Glan und in Steyr 30 qualitative Interviews mit Neuen Selbständigen sowie Ein-Personen-UnternehmerInnen durchgeführt und ausgewertet. Die Kapitel 2 bis 10 beschäftigen sich mit einer Analyse hauptsächlich deutschsprachiger Literatur zum Thema. Vorab geht es darin um Begriffsklärung und Rechtsstatus Neuer Selbständigkeit, wobei Differenzen und Paradoxa bei rechtlichen Grundlagen und in der Erwerbsrealität aufgezeigt werden. Nach einer kurzen Darstellung der demographischen Merkmale Selbständiger werden arbeitsweltbedingte und arbeitsweltfremde Gründe beruflicher Mobilität - getrennt nach Makro-, Meso- und Mikroebene - im Kapitel 5 eingehend analysiert. Danach beschäftigt sich der theoretische Teil der Studie u.a. mit sozialen und sozialpsychologischen Aspekten beruflicher Selbständigkeit, Motiven sowie Schwellen- bzw. Übergangsproblemen für die Selbständigkeit. In den Kapiteln 11 und 12 werden die Stellungnahmen des AMS, des ÖGB und der AK Wien zum Phänomen der Neuen Selbständigen analysiert sowie die derzeitigen Angebote für Neue Selbständige im Überblick dargestellt. Kapitel 13 ist den empirischen Ergebnissen gewidmet, wobei besonderes Augenmerk auf die soziale und finanzielle Situation der Betroffenen, deren Gründungsmotive, Erwerbsbiographien und Qualifikationsniveau gelegt wird. Trotz der Heterogenität der Befragten wird abschließend der Versuch einer Typologie Neuer Selbständiger unternommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary work agencies and equilibrium unemployment (2002)
Zitatform
Neugart, Michael & Donald Storrie (2002): Temporary work agencies and equilibrium unemployment. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 02-203), Berlin, 33 S.
Abstract
"Während der neunziger Jahre stieg der Anteil der Zeitarbeit gemessen an der Gesamtbeschäftigung in fast allen OECD Ländern stark an. Wir erweitern das von Pissarides und Mortensen entwickelte Arbeitsmarktmodell mit Zeitarbeit. Auf der Grundlage unseres Modells lässt sich zeigen, dass technologische Veränderungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie und die Deregulierung der Zeitarbeit Aufkommen und Wachstum des Zeitarbeitssektors verursachten. Simulationen des kalibrierten Modells legen nahe, dass Zeitarbeit nicht notwendigerweise Normalarbeitsverhältnisse verdrängt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
