Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Kann der regionale Kontext zur "Arbeitslosenfalle" werden?: der Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die Mobilität zwischen regionalen Arbeitsmärkten in Westdeutschland (2004)
Zitatform
Windzio, Michael (2004): Kann der regionale Kontext zur "Arbeitslosenfalle" werden? Der Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die Mobilität zwischen regionalen Arbeitsmärkten in Westdeutschland. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 56, H. 2, S. 257-278.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Mobilität von Personen zwischen regionalen Arbeitsmärkten. Anhand von Mehrebenenanalysen wird der Frage nachgegangen, wie sich die Arbeitslosigkeit auf die Mobilität zwischen regionalen Arbeitsmärkten auswirkt. Dabei wird zwischen unterschiedlichen Dimensionen der Arbeitslosigkeit unterschieden: erstens die Arbeitslosigkeit als Zustand der Person, zweitens die Dauer einer Arbeitslosigkeitsphase sowie drittens die regionale Arbeitslosenquote. Es wird der Befund geliefert, dass mit steigender Arbeitslosenquote in einer Region die Rate des Wechsels auf den Arbeitsmarkt einer anderen Region zurückgeht - und nicht, wie nach der neoklassischen ökonomischen Theorie zu erwarten gewesen wäre, zunimmt. Insofern wird der regionale Kontext zu einer 'Arbeitslosenfalle', weil auch Arbeitslose unter ungünstigen Bedingungen zur Immobilität tendieren und deren Humankapital dabei entwertet werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein Messwiederholungsmodell mit zufälligen Koeffizienten in der Regionalforschung: Anwendung am Beispiel räumlicher Determinanten der Fluktuation zwischen regionalen Arbeitsmärkten in Westdeutschland 1984-1997 (2004)
Zitatform
Windzio, Michael (2004): Ein Messwiederholungsmodell mit zufälligen Koeffizienten in der Regionalforschung. Anwendung am Beispiel räumlicher Determinanten der Fluktuation zwischen regionalen Arbeitsmärkten in Westdeutschland 1984-1997. In: ZA-Information H. 55, S. 6-33.
Abstract
"In dem Aufsatz wird das Potential eines Modells der Längsschnittanalyse dargestellt und dessen Anwendung am Beispiel einer Aggregatdatenanalyse der Mobilität von Beschäftigten zwischen regionalen Arbeitsmärkten demonstriert. Es handelt sich um ein auf kurzen Zeitreihen von interregionalen Mobilitätsquoten basierendes Messwiederholungsmodell, bei dem die Mobilität sowohl von direkt gemessenen erklärenden Variablen - wie beispielsweise der regionalen Arbeitslosenquote - als auch von latenten zeitlichen Trends abhängig sein kann. Dies ermöglichen zufällige Koeffizienten, mit deren Hilfe für jede Region unter Kontrolle der manifesten Einflussfaktoren spezifische Entwicklungen erfasst werden können. Schließlich wird auf die Umsetzung des Modells in der SAS mixed Prozedur hingewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischen Nord- und Süddeutschland: Die Überwindung räumlicher Distanzen bei der Arbeitsmarktmobilität (2004)
Zitatform
Windzio, Michael (2004): Zwischen Nord- und Süddeutschland: Die Überwindung räumlicher Distanzen bei der Arbeitsmarktmobilität. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 1, S. 29-44.
Abstract
"Der Beitrag zur Analyse der regionalen Mobilität von Arbeitskräften untersucht anhand der IAB Regionalstichprobe (West) Jobwechsel zwischen Nord- und Süddeutschland. Aus einer handlungstheoretischen Perspektive gilt die Aufmerksamkeit neben individuellen Faktoren der Personen wie Ausbildungsniveau, Einkommen oder Arbeitslosigkeit insbesondere den räumlichen Kontextbedingungen, die auf die Raten der Mobilität zwischen Norden und Süden einwirken. Im Mittelpunkt steht dabei sowohl das Niveau der regionalen Arbeitslosigkeit als auch die Distanz von der jeweiligen Grenze zwischen dem Norden und dem Süden. Die Befunde eines zeitdiskreten Ratenmodells, welches der Clusterung der Beobachtungen innerhalb der Kontexte Rechnung trägt, zeigen unter anderem, dass mit steigender Distanz die Rate der Mobilität von Nord nach Süd abnimmt. Allerdings wirkt diesem negativen Effekt vor allem ein höheres Ausbildungsniveau entgegen und nur in sehr geringem Maße steigt aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit die Bereitschaft zur Überwindung von Distanzen zwischen Nord und Süd. Insgesamt wird deutlich, dass regionale Arbeitsmarktmobilität über größere Distanzen hinweg eine kostspielige Investition zu sein scheint, die vornehmlich von Personen geleistet wird, die über die entsprechenden materiellen und bildungsbezogenen Ressourcen verfügen. Gerade bei norddeutschen Geringqualifizierten, Langzeitarbeitslosen sowie Personen auf schlecht bezahlten Positionen, die die eigentlichen (potenziellen) Problemfälle auf dem Arbeitsmarkt darstellen, sind Wechsel auf die weitaus günstigeren süddeutschen Arbeitsmärkte unwahrscheinlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Mobilität jugendlicher Auszubildender in Hessen: Untersuchung zum Einfluss der Mobilität auf das Lehrstellensuch- und -wahlverhalten von Jugendlichen aus den Landkreisen Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg (2004)
Wolf, Klaus; Langhagen-Rohrbach, Christian; Haberstroh, Michael; Theiss, Alexander; Stylau, Annette;Zitatform
Wolf, Klaus, Christian Langhagen-Rohrbach, Michael Haberstroh, Annette Stylau & Alexander Theiss (2004): Regionale Mobilität jugendlicher Auszubildender in Hessen. Untersuchung zum Einfluss der Mobilität auf das Lehrstellensuch- und -wahlverhalten von Jugendlichen aus den Landkreisen Lahn-Dill und Hersfeld-Rotenburg. In: ABF aktuell.
Abstract
"Ziel des Projektes war es, die vorhandene Mobilität jugendlicher Auszubildender in peripheren Regionen Hessens zu untersuchen, um Aussagen zur Mobilität bei der Suche und der Annahme einer Ausbildungsstelle treffen zu können. Ferner sollten Entscheidungsfaktoren für Orte, an denen nach einer Lehrstelle gesucht wird, identifiziert werden, um prüfen zu können, ob Mobilitätsanreize wie Lehrlingswohnheime und staatliche Mobilitätsbeihilfen zu einer räumlichen Ausweitung der Lehrstellensuche beitragen können. Aus den Ergebnissen wurden Handlungsempfehlungen für die regionale Ausbildungsvermittlung und die Verkehrsbetriebe und -verbünde entwickelt, die zur Erhöhung der Mobilität von Jugendlichen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz führen können, um somit einen Beitrag zur Milderung der angespannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt leisten zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The duration of new job matches in East and West Germany (2004)
Zitatform
Wolff, Joachim (2004): The duration of new job matches in East and West Germany. (Universität München, Volkswirtschaftliche Fakultät. Discussion paper 2004-10), München, 44 S.
Abstract
In dem Beitrag wird die Dauer neuer Arbeitsverhältnisse in Ost- und Westdeutschland vor dem Hintergrund des ostdeutschen Transformationsprozesses verglichen. Die Stabilität neuer Arbeitsverhältnisse ist in Ostdeutschland geringer als in Westdeutschland, und die Fluktuation der Arbeitskräfte ist höher. Diese Ost-West-Ungleichheit bestand jedoch noch nicht in den ersten Jahren des Transformationsprozesses, als die profitabelsten Jobs geschaffen wurden und die besten Arbeitsplätze vermittelt wurden, sondern sie setzte erst um 1993 ein. Ferner variiert der prozentuale Anteil jener, die in andere Arbeitsverhältnisse überwechseln oder arbeitslos werden. Die Analyse basiert auf Daten zur Beschäftigungsdauer, die dem deutschen sozioökonomischen Panel entnommen sind, und nutzt nichtparametrische Analyseverfahren sowie ein Proportional-Hazard-Modell. Die Ergebnisse werden daraufhin untersucht, ob sie mit Theorien der Arbeitskräftemobilität übereinstimmen. Es zeigt sich, dass Theorien des jobspezifischen Kapitals und Matchingtheorien durch die empirischen Ergebnisse bestätigt werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben (2003)
Achatz, Juliane;Zitatform
Achatz, Juliane (2003): Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben. In: J. Allmendinger (Hrsg.) (2003): Entstaatlichung und soziale Sicherheit : Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002. Teil 1 und 2, S. 1-8.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob sich ost- und westdeutsche Betriebe hinsichtlich der Beschäftigung von Frauen in akademischen Berufen unterscheiden. Mit einer Sekundäranalyse von Daten aus der Beschäftigtenstatistik und dem Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird die Geschlechterzusammensetzung von hochqualifizierten Berufen im Jahr 1997 auf betrieblicher Ebene untersucht. Vergleichende Arbeiten zur geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation in der DDR und in der BRD zeigen ein unterschiedliches Ausmaß und auch ein unterschiedliches Muster der Geschlechterzusammensetzung von Berufen und Tätigkeiten in den beiden deutschen Staaten. Die berufliche Geschlechtertrennung in der DDR lag über dem hohen Niveau der Bundesrepublik. Dennoch waren ostdeutsche Frauen in administrativen, leitenden und professionellen Tätigkeiten stärker vertreten als westdeutsche. Nach der Wende kam es im Zuge der Restrukturierung von Berufs- und Arbeitsmärkten zu einer Annäherung der Segregationsmuster zwischen beiden Landesteilen. Allerdings belegen betriebliche Einzelfallstudien zum Teil auch mehrdeutige und widersprüchliche Entwicklungen. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen die These, dass eine Trennungslinie zwischen Ost und West existiert. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR haben institutionalisierte Praktiken überlebt, die für hochqualifizierte Frauen nach wie vor vorteilhaft sind. In den alten Bundesländern bieten vor allem solche Betriebe aussichtsreiche Beschäftigungschancen, in denen durch traditionelle Geschlechterstereotype gestützte, geschlechterdifferierende Personalroutinen und -praktiken noch nicht Platz greifen konnten, bzw. die solche Personalpraktiken implementiert haben, die dem 'enactment' von geschlechtstypischen Stellenzuweisungen entgegenwirken können. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004 (2003)
Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Susanne Koch, Emil Magvas, Leo Pusse, Thomas Rothe & Eugen Spitznagel (2003): Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 1, S. 7-45.
Abstract
"Nach einem Rückblick auf die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den letzten Jahren wird auf der Basis einer Alternativprojektion eine Vorausschau auf Tendenzen in den Jahren 2003 und 2004 gegeben. Im Anschluss werden ausgewählte Themen ausführlicher behandelt (Außenwirtschaftliche Entwicklungen, Arbeitsmarktdynamik und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland). Die seit 2001 anhaltende weltwirtschaftliche Schwäche hat die deutsche Volkswirtschaft aufgrund ihrer engen Außenverflechtung belastet. Dennoch verhinderte die relativ stabile Entwicklung der Exporte zuletzt ein noch schwächeres gesamtwirtschaftliches Ergebnis. Eine selbsttragende binnenwirtschaftliche Eigendynamik blieb in Deutschland bislang aus. Wesentliche Konjunkturimpulse für die Weltwirtschaft können zur Zeit fast ausschließlich von der US-Ökonomie erwartet werden. Die Perspektiven für den deutschen Arbeitsmarkt 2003 haben sich nach zwei Jahren wirtschaftlicher Stagnation nicht aufgehellt. Mit einer schnellen und kräftigen Konjunkturbelebung ist derzeit nicht zu rechnen. Die Erwerbstätigkeit wird tendenziell weiter sinken und die Unterbeschäftigung erneut kräftig steigen. Die traditionellen Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung der BA vermeiden offene Arbeitslosigkeit und entlasten insoweit den Arbeitsmarkt zwar in erheblichem Umfang, aber mit abnehmender Tendenz. Die auf unmittelbare Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zielenden Maßnahmen nehmen kräftig zu. Unter den herrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte ihr Wirkungsgrad aber bescheiden sein. Schließlich sind wichtige Schritte zur Reform des Arbeitsmarktes eingeleitet worden. Mit spürbaren Wirkungen ist aber erst allmählich zu rechnen. Auch wenn sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr belebt und die Wirtschaft 2003 um 0,5 % wächst, kann erst gegen Ende des Jahres 2003 mit einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt gerechnet werden. Im Jahresdurchschnitt wären rd. 4,4 Mio. Arbeitslose zu verzeichnen, 340.000 mehr als im Vorjahr. Die Analyse zeigt, dass es auch bei hoher und steigender Unterbeschäftigung erhebliche Bewegungen am Arbeitsmarkt gibt, namentlich zwischen Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Sie belegen die prinzipielle Funktionstüchtigkeit des Arbeitsmarkts. Im Zusammenspiel mit einer außenwirtschaftlichen Belebung und den Arbeitsmarktreformen wäre dann im Jahr 2004 eine merkliche Besserung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Aber auch bei 2% Wirtschaftswachstum wäre aus heutiger Sicht mit einer Zahl vom 4,35 Mio. Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unternehmensbezogene Dienstleistungen in Ostdeutschland: eine Auswertung der Dienstleistungsstatistik (2003)
Beer, Siegfried;Zitatform
Beer, Siegfried (2003): Unternehmensbezogene Dienstleistungen in Ostdeutschland. Eine Auswertung der Dienstleistungsstatistik. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 12, S. 342-349.
Abstract
"Der Dienstleistungsbereich war im Vergleich zu den meisten anderen Wirtschaftsbereichen bis vor kurzem durch die amtliche Statistik erheblich unterbelichtet. Dadurch waren auch die Voraussetzungen für Analysen begrenzt. Mit der Einführung der Dienstleistungsstatistik haben sich die Bedingungen dafür verbessert. Das gilt insbesondere für die unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Erstmalig durchgeführt wurde die Erhebung für das Jahr 2000. In dem Beitrag werden erste Untersuchungsergebnisse für die neuen Bundesländer vorgestellt. Aus der Erhebung geht u. a. hervor, dass die Unternehmen der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, die in Ostdeutschland ihren Hauptsitz haben, im Durchschnitt rund neun Beschäftigte aufweisen. Damit sind sie, von der Personenzahl her betrachtet, geringfügig kleiner als die Unternehmen in Westdeutschland. Ihr durchschnittlicher Umsatz belief sich auf rund 380 000 Euro, was etwa 40 % des durchschnittlichen Umsatzes ist, den die Unternehmen in Westdeutschland erzielten. In der Arbeitsproduktivität erreichten die Unternehmen der unternehmensbezogenen Dienstleistungen in Ostdeutschland im Jahr 2000 einen Wert, der etwas mehr als der Hälfte des durchschnittlichen Produktivitätsniveaus in Westdeutschland entspricht. Ein Hauptgrund dafür besteht offenbar darin, dass die Unternehmen in Ostdeutschland niedrigere Erlöse wegen der deutlich geringeren Größe der Unternehmen erzielen, die diese Leistungen in Anspruch nehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ökologische Modernisierung: erneuerbare Energien in Niedersachsen. Chancen für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze (2003)
Behrendt, Dieter;Zitatform
Behrendt, Dieter (2003): Ökologische Modernisierung. Erneuerbare Energien in Niedersachsen. Chancen für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze. (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 95), Düsseldorf, 104 S.
Abstract
"Für Niedersachsen sind die erneuerbaren Energien zum nachhaltigen Innovations- und Beschäftigungsmotor geworden mit einem Gesamtbeschäftigungseffekt von 13.000 Stellen allein in 2002. Im Bundesgebiet sind inzwischen in diesem Sektor mehr als 130.000 Menschen beschäftigt. Die durchschnittlichen Wachstumsraten in den letzten Jahren lagen zwischen 20 - 50 %. Über die gesamte Wertschöpfungskette gerade in strukturschwachen Branchen wie der Stahl-, Werft- und Metallindustrie, aber auch im Handwerk, bei Dienstleistungen inkl. Wissenschaft, Forschung und Weiterbildung werden neue Arbeitsplätze geschaffen, bestehende gesichert. Bislang treibt vor allem die Windkraftindustrie die Entwicklung in Niedersachsen voran - zunächst mit Anlagen für Standorte auf dem Binnenland. Inzwischen werden neue, leistungsstärkere Anlagen entwickelt für Windparks off-shore in Küstennähe. Die Biomassenutzung mit ihrem großen Potenzial im landwirtschaftlich geprägten Flächenland Niedersachsen ist erst im Entstehen, Photovoltaik, Solar-, Geothermie noch wenig entwickelt. Arbeitsplatzintensiv gerade im strukturschwachen Bauhandwerk und in der Bauindustrie kann zudem ein Programm für die nachhaltige, energetische Sanierung des Gebäudebestandes werden. Die Studie von Dietrich Behrendt arbeitet die Stärken des Standortes Niedersachsen auf, weist auf politischen Handlungsbedarf hin, um neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Studie zeigt u.a. dass sich die mangelde Qualifikation des Arbeitsangebotes schon zur Wachstumsbremse entwickelt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dienstleistungen für mehr Lebensqualität: Trends, Gestaltungsfelder, Beschäftigungsperspektiven (2003)
Beyer, Lothar; Langer, Dirk; Brandel, Rolf; Micheel, Brigitte; Esch, Karin; Middendorf, Anja Sophia; Hilbert, Josef;Zitatform
Beyer, Lothar, Rolf Brandel, Karin Esch, Josef Hilbert, Dirk Langer, Brigitte Micheel & Anja Sophia Middendorf (2003): Dienstleistungen für mehr Lebensqualität. Trends, Gestaltungsfelder, Beschäftigungsperspektiven. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2003-03), Gelsenkirchen, 96 S.
Abstract
"Bei der Suche nach aussichtsreichen Wirtschaftsbranchen werden insbesondere die Bereiche Soziales, Gesundheit, Sport, Freizeit und auch Kultur genannt. Diese Wirtschaftsfelder gehörten bereits in den letzten Jahren zu den wichtigsten Trägern des Strukturwandels. Eine Gemeinsamkeit der genannten Zukunftsbranchen ist, dass Produkte und Dienstleistungen produziert werden, die darauf zielen, die Lebensqualität der Menschen deutlich zu verbessern. Insbesondere der Wandel bei den soziodemographischen Rahmenbedingungen bietet gute Chancen dafür, dass dieser Wachstumstrend auch in Zukunft anhalten wird. Der Bericht basiert auf einer im Jahre 2000 durchgeführten Untersuchung im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Anhand verschiedener Praxisbeispiele und der Auswertung aktueller Strukturdaten werden die Zukunftsbranche Lebensqualität näher charakterisiert und mögliche Entwicklungsrichtungen und Gestaltungsperspektiven auf- gezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Standort München - Medienwirtschaft und Fahrzeugbau: regionale Netzwerke und regionaler Arbeitsmarkt als Erfolgsfaktoren (2003)
Biehler, Hermann; Weber, Nicole; Sargl, Manfred; Pousinis, Andreas; Sedlmaier, Florian; Sträter, Detlev; Genosko, Joachim;Zitatform
Biehler, Hermann, Joachim Genosko, Manfred Sargl & Detlev Sträter (2003): Standort München - Medienwirtschaft und Fahrzeugbau. Regionale Netzwerke und regionaler Arbeitsmarkt als Erfolgsfaktoren. (Standortdebatte), Marburg: Schüren, 228 S.
Abstract
"Für den Standort München wird die new economy-Branche Medienwirtschaft mit dem Fahrzeugbau aus der old economy verglichen. Basis des Vergleichs ist die Theorie der kumulativen Prozesse zirkulärer Verursachung, wie sie von Myrdal entwickelt worden ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie sich die Region München auf Grund ihrer Standortausstattung gegen nachteilige regionalwirtschaftliche Entwicklungen abschotten respektive ob und wie sie ihren Vorsprung gegenüber anderen Regionen sogar noch ausbauen kann. Die empirischen Ergebnisse, die einer DFG-Untersuchung entnommen sind, führen dabei zu interessanten Ergebnissen. Ganz allgemein ist festzustellen, dass die spezifische Ausstattung des Standortes München für die Medienwirtwirtschaft wichtiger zu sein scheint als für den Fahrzeugbau. Der Fahrzeugbau hat eher den Charakter einer footlose industry. Die Aussagen der traditionellen Regionaltheorie treffen eher auf die moderne Medienwirtschaft als auf den alten Fahrzeugbau zu. Allerdings werden die Aussagen für die Medienwirtschaft differenzierter, wenn man nach den Teilbereichen Buch, Musikproduktion, Filmproduktion, Multimedia unterscheidet. Im Fahrzeugbau werden tendenziell lohnkostenintensive Routinetätigkeiten aus der Region München verlagert. In der Medienwirtschaft werden zunehmend die Normalarbeitsverhältnisse durch Arbeitsverhältnisse für feste freie Mitarbeiter ersetzt, die nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch die für ihre Arbeit notwendige Kapitalausstattung mitbringen. Von den Betroffenen selbst wird die freie Mitarbeit nicht unbedingt als prekäres Arbeitsverhältnis angesehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe, Anette Haas & Katja Wolf (2003): Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 4, S. 476-492.
Abstract
"In dem Aufsatz werden die Wirkungen regionaler Lohnunterschiede auf die Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland untersucht. Dazu wird eine Modellvorstellung kurz entwickelt, die vor allem auf unterschiedliche Marktkonstellationen einzelner Wirtschaftszweige abzielt. Als empirischer Ansatz wird eine Shift-Share Regression verwendet, die erlaubt, regionale Lohnunterschiede auf die Entwicklung einzelner Wirtschaftszweige zu beziehen. Tatsächlich zeigen sich mit Daten der Beschäftigtenstatistik gegensätzliche Effekte des regionalen Lohnniveaus. Ebenfalls getestet werden die Einflüsse der regionalen Lohnentwicklung, die jedoch einheitlicher ausfallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe (2003): Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland. In: vhw-Forum Wohneigentum. Zeitschrift für Wohneigentum in der Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft, Jg. 4, H. 5, S. 247-251.
Abstract
In dem Beitrag wird über unterschiedliche Entwicklungspfade von Regionen an Hand von Ergebnissen des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) berichtet. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit qualitativen und quantitativen Methoden untersucht. Es wird festgestellt, dass sich die regionalen Disparitäten innerhalb des Ostens vertiefen. Sie weisen eine relativ kleinräumige Struktur auf. Benachteiligt sind vor allem die ländlichen Gebiete weitab der Zentren. Auf der Ebene von Bundesländern findet hingegen eher eine Angleichung statt. Die regionale Entwicklung der Beschäftigung wird auch in Ostdeutschland durch Branchenstrukturen beeinflusst. Daneben spielen aber auch die regionalen Löhne und die Qualifikationsstruktur der Arbeitskräfte eine Rolle. Das Erbe der von Kombinaten geprägten Monostrukturen der späten DDR hat die regionale Beschäftigungsentwicklung negativ beeinflusst. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland: Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe & Anette Haas (2003): Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland. Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Nürnberg, 25 S.
Abstract
"In der Untersuchung wird zur Analyse der regionalen Beschäftigungsentwicklung ein Modell verwendet, das auf dem klassischen Shift-Share-Ansatz der Regionalökonomie aufbaut. Durch die Übertragung in ein regressionsanalytisches Modell (als constraint least square zweistufig geschätzt) wird neben der Zerlegung der Entwicklung in Struktur- und Standorteffekte erreicht, dass theoriegeleitet weitere Variablen einbezogen werden. Für die Untersuchung stehen detaillierte regionale Daten auf Kreisebene aus der Beschäftigtenstatistik für die Jahre 1993 bis 2001 und verschiedene BA Statistiken zur Verfügung. Die abhängige Variable ist die Beschäftigungsentwicklung in einer bestimmten Branche eines ostdeutschen Kreises. Die exogenen Determinanten bilden u.a. die Branchenstruktur und -konzentration, das regionale Qualifikations- und Lohnniveau. Somit können branchen- und regionalspezifische Einflüsse gesondert kontrolliert werden. Der Ansatz umgeht durch die Auswahl der Erfolgsvariablen das Problem der Endogenität von Maßnahmeausgaben und Arbeitsmarktlage, da nach der Verteilungsformel für die Mittel der Arbeitsmarktpolitik die Beschäftigungsentwicklung kaum eine Wirkung auf den Mitteleinsatz ausübt. Neben ABM/SAM werden auch die Ausgaben für Weiterbildung (FbW) als unabhängige Variablen integriert. Die Resultate zeigen für die Arbeitsmarktpolitik nicht signifikante Effekte im Falle von ABM/SAM, während bei FbW ein signifikanter positiver Einfluss sichtbar wird. Weiterbildung unterstützt demnach die regionale Beschäftigungsentwicklung, Erwerbschancen steigen durch die Anpassung der beruflichen Qualifikationen an die Arbeitsnachfrage. Der direkte Kapazitätseffekt der Beschäftigung schaffendenden Maßnahmen wurde soweit möglich heraus gerechnet. Weiteres Ergebnis der Analysen ist der Nachweis einer heterogenen Beschäftigungsentwicklung in Abhängigkeit von den jeweiligen Branchen und Kreisen. Regionen mit überdurchschnittlich qualifizierten Beschäftigten und mit mittelgroßen Betrieben erzielen relativ günstige Ergebnisse. Hohe Grade von Branchenkonzentrationen wirken sich eher negativ aus. Überdurchschnittliche regionale Löhne haben auf die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen differenzierte, aber zumeist negative Wirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen (2003)
Blien, Uwe ; Eickelpasch, Alexander; Blume, Lorenz; Geppert, Kurt; Maierhofer, Erich; Wolf, Katja ; Blien, Uwe ; Vollkommer, Dieter;Zitatform
(2003): Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 267), Nürnberg, 493 S.
Abstract
"Die ostdeutschen Regionen haben seit der Vereinigung mit Westdeutschland bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer gehen die Bewertungen des wirtschaftlichen Aufholprozesses der neuen Bundesländer noch weit auseinander. Die Entwicklung der Regionen Ostdeutschlands von 1993 bis 1999 ist Gegenstand der Analysen. Ziel ist es, Ursachen für unterschiedliche Entwicklungspfade herauszuarbeiten. Ansatz, Theorie, Daten, Methoden und vor allem die Ergebnisse der Untersuchungen werden umfassend dargestellt. Die Ergebnisse beruhen auf einer selten angewandten Kombination von flächendeckenden quantitativen und von qualitativen Methoden in Fallstudien. Eingeschlossen sind Aussagen zu verschiedenen arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die ebenfalls einem Test unterzogen werden konnten. Wichtige Fragen zur Regionalentwicklung konnten sehr differenziert bearbeitet werden: Wie wirkt sich die sektorale Spezialisierung auf die regionale Entwicklung aus? Welchen Einfluss hat die Lage einer Region auf die Beschäftigungsentwicklung? Welche Effekte haben verschiedene wirtschaftspolitische Instrumente und welchen Einfluss hat die regionale Lohnentwicklung? Wie wirkt sich die Rolle lokaler 'Leitpersönlichkeiten' aus? Die Ergebnisse sind nicht nur relevant für die Erklärung von Vorgängen in den Regionen Ostdeutschlands. Sie dienen generell dazu, Einsicht über ökonomische Prozesse zu gewinnen und wichtige Fragen von allgemeiner Bedeutung zu klären.
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktverhalten und Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe: Auswertung des IAB-Betriebspanels für Hamburg 2001 (2003)
Borrmann, Christine; Keller, Dietmar;Zitatform
Borrmann, Christine & Dietmar Keller (2003): Arbeitsmarktverhalten und Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe. Auswertung des IAB-Betriebspanels für Hamburg 2001. (HWWA-Report 223), Hamburg, 108 S., Anhang.
Abstract
Vorgestellt werden Ergebnisse des IAB-Betriebspanels aus dem Jahre 2001 zum Arbeitmarktverhalten und zur Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe. Es wurden dieselben Betriebe wie im Jahr 2000 schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Befragung stand das Innovationsverhalten der Betriebe. Als Ergebnisse lassen sich u.a. festhalten: Die Struktur der Betriebe verschiebt sich weiterhin in den Dienstleistungssektor. Die Beschäftigung wuchs um 2,3 Prozent gegenüber einem Prozent in Westdeutschland. Trotz Rückläufigkeit dominieren die 'Normalarbeitsverhältnisse'. Teilzeit-Arbeit sowie befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. In der Hälfte der Betriebe werden bezahlte und unbezahlte Überstunden geleistet. Die Ausbildungssituation hat sich weiterhin verschlechtert. Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen leisten sich 33 Prozent der Betriebe gegenüber 36 Prozent in Westdeutschland. Der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb ist bedingt durch die Größe der Betriebe in Hamburg höher als in Westdeutschland. Jedoch ist der Umsatz pro Beschäftigten gesunken, was auch für die Wertschöpfungsproduktivität gilt. Es wird in Hamburg mehr verdient als in den anderen Referenzregionen. Die Exportleistung ist zurückgegangen. Die Investitionstätigkeit bewegt sich weitgehend im westdeutschen Durchschnitt, doch wird der Modernitätsgrad der Betriebe subjektiv niedriger eingeschätzt. Die Ergebnisse der Studie weisen auf eine hohe Innovationsbereitschaft der Betriebe hin. Fazit: Die Hamburger Betriebe konnten ihre vor allem hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gute oder sogar führende Position im Bundesvergleich bewahren. Allerdings ist der Abstand geringer geworden. (IAB)
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Literaturhinweis
Aktueller und künftiger Fachkräftemangel und Fachkräftebedarf: eine Analyse für die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin (2003)
Bosch, Gerhard; Wagner, Alexandra; Heinecker, Paula; Kistler, Ernst;Zitatform
Bosch, Gerhard, Paula Heinecker, Ernst Kistler & Alexandra Wagner (2003): Aktueller und künftiger Fachkräftemangel und Fachkräftebedarf. Eine Analyse für die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin. (Arbeitsmarktpolitische Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen 57), Berlin: BBJ Verlag, 90 S.
Abstract
Vor dem Hintergrund der Debatte um einen drohenden Fachkräftemangel wird der Fachkräftebedarf in der Bundesrepublik Deutschland und speziell in Berlin empirisch untersucht. Nach einer Diskussion des Problems der empirischen Operationalisierung und der empirischen Erfassung des Fachkräftebedarfs wird auf der Basis von Daten des IAB-Betriebspanels ein Bild der aktuellen Situation in Berlin gezeichnet. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Fachkräftemangel und Innovationsverhalten, Aus- und Weiterbildung, Lohnhöhe und Ertragslage hergestellt. Abschließend wird auf regionale Mobilität, Qualifizierungspolitik, unterschiedliche Beschäftigungsintensität der verschiedenen Qualifikationsgruppen und die demographische Entwicklung eingegangen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Zahl der nicht besetzbaren Stellen in Berlin unterdurchschnittlich ist. Insgesamt zeigt sich sowohl für Berlin als auch für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, 'dass die Debatten über den Fachkräftemangel dessen tatsächliches Ausmaß stark übertreiben. Es gibt auch keinen Anlass anzunehmen, dass die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft durch ein unzureichendes Angebot qualifizierter Fachkräfte behindert worden wäre.' Obwohl kein genereller Fachkräftemangel droht, wird ein zunehmender Mismatch in einzelnen Branchen, Berufen und Regionen festgestellt. So wird beispielsweise die Tatsache, dass in Berlin bereits im Jahr 1998 fast ein Drittel aller Lehrer, Techniker und Ingenieure über 50 Jahre alt waren, als potenzielles Problem gesehen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Probleme mit einer langfristigen und voraussschauenden Bildungs- und Qualifizierungspolitik zu lösen sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Hessenreport 2003: Prognose zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Hessen und seinen Regierungsbezirken bis 2020 (2003)
Busch, Uwe van den; Dimitrova, Gergana; Kokot, Stefan;Zitatform
Busch, Uwe van den, Gergana Dimitrova & Stefan Kokot (2003): Hessenreport 2003. Prognose zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Hessen und seinen Regierungsbezirken bis 2020. (FEH-Report 657), Wiesbaden, 96 S.
Abstract
"Gegenstand des nun vorliegenden 'Hessenreports 2003' sind die Prognosen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung. Anhand der Indikatoren Bruttowertschöpfung bzw. Bruttoinlandsprodukt, Erwerbstätigkeit und Arbeitsproduktivität wird die wirtschaftliche Entwicklung bis zum Jahr 2020 dargestellt. Anschließend werden das gemäß der Bevölkerungsvorausschätzung zu erwartende Arbeitsangebot und die aus der Wirtschaftsprognose zu erwartende Arbeitsnachfrage in Form von Arbeitsmarktbilanzen zusammengeführt. Aus den nun vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Ergebnissen der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland wurden die für Hessen zu erwartenden Effekte abgeschätzt und in der Erwerbspersonenprojektion berücksichtigt. In Teil 1 werden die Rahmenbedingungen und Prognoseannahmen für die wirtschaftliche Entwicklung diskutiert, die langfristige Entwicklung für Hessen und Deutschland differenziert nach Wirtschaftsbereichen dargestellt und die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung in den hessischen Regierungsbezirken aufgezeigt. In Teil 2 erfolgt eine Abschätzung der Bevölkerungsentwicklung in Hessen und den hessischen Regierungsbezirken auf Grundlage der 10. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland. Anschließend wird eine Arbeitsmarktbilanz mit den zu erwartenden Erwerbspersonen bzw. Erwerbstätigen und Erwerbslosen in Hessen und den hessischen Regierungsbezirken erstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Strukturbericht Region Stuttgart 2003: Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Internationalität (2003)
Caspar, Sigried; Rau, Matthias; Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Stieler, Sylvia; Seibold, Bettina;Zitatform
Caspar, Sigried, Jürgen Dispan, Raimund Krumm, Matthias Rau, Bettina Seibold & Sylvia Stieler (2003): Strukturbericht Region Stuttgart 2003. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Internationalität. Stuttgart, 298 S.
Abstract
"Der Strukturbericht beschreibt für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungssektor der Region Stuttgart einen Zeitraum mit zum Schluss fast auf Null geschrumpftem Wirtschaftswachstum. Zwar ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2001 auf 2002 nochmals geringfügig um rund 3.600 auf 1.075.368 gestiegen (Stichtag jeweils 30.6.), dies jedoch ausschließlich durch ein leichtes Wachstum im Dienstleistungssektor. Im Verarbeitenden Gewerbe (rund -4.000) und in der Bauwirtschaft (rund -2.000) sanken dagegen die Zahl der Beschäftigten und der Umsatz. Bei Erscheinen dieses Berichts im Herbst 2003 stellt sich die Situation so dar, dass das Jahr 2003 in der Beurteilung der Mehrzahl der Unternehmen in der Region die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung markiert. Dagegen sind die Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2004 vorsichtig optimistisch, so das Ergebnis der Konjunkturumfrage der IHK Region Stuttgart im Herbst 2003. Grundsätzlich wirken sich in der Region Stuttgart konjunkturelle Schwankungen und strukturelle Veränderungen in der Produktion stärker auf Beschäftigung und Umsatz aus als in weniger produktionsorientierten Regionen. Dies liegt am hohen Anteil des Verarbeitenden Gewerbes und der Ausrichtung vieler Dienstleistungsunternehmen ebenfalls auf das Verarbeitende Gewerbe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das IAB/INFORGE-Modell: ein neuer ökonometrischer Ansatz gesamtwirtschaftlicher und länderspezifischer Szenarien (2003)
Zitatform
Distelkamp, Martin, Frank Hohmann, Christian Lutz, Bernd Meyer & Marc I. Wolter (2003): Das IAB/INFORGE-Modell. Ein neuer ökonometrischer Ansatz gesamtwirtschaftlicher und länderspezifischer Szenarien. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 275), Nürnberg, 103 S.
Abstract
"Das Simulations- und Prognosemodell INFORGE (INterindustry FORecasting GErmany) mit der Erweiterung für die Bundesländer (LÄNDER-Modell) ist das Ergebnis einer langjährigen Forschungszusammenarbeit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. INFORGE beschreibt die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes und der wesentlichen ökonomischen Triebkräfte auf Bundesebene in sektoraler Disaggregation. Das Gesamtsystem ist entwickelt worden, um die Entwicklung auf der Bundesebene, die durch das Modell INFORGE dargestellt wird, auch auf die Ebene der Bundesländer zu übertragen. Damit sind nicht nur regionalisierte Arbeitsmarktprojektionen möglich geworden, sondern es können auch die Auswirkungen bundespolitischer Maßnahmen und weltweiter Entwicklungen auf den deutschen Arbeitsmarkt sektoral und regional differenziert abgebildet werden. Die Modellentwicklung von INFORGE wie auch LÄNDER war in den vergangenen Jahren von den umfangreichen Reformen in der amtlichen Statistik geprägt. So führte der Übergang zur europäisch abgestimmten WZ 93-Gliederung zu einer deutlichen Veränderung der Datenlage und damit der Modellierungsmöglichkeiten. Die vorgestellte Version von INFORGE ist das Ergebnis der Anpassungen an diese Veränderungen. Für die regionale Gliederung wurde in früheren Modellversionen eine vereinfachte top-down Modellie-rung gewählt, die bis auf wenige Ausnahmen auf das Herunterrechnen der Bundesergebnisse auf die Länder hinauslief. Erst mit der Verbreiterung der Datenlage durch die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder konnte eine detailliertere bottom-up Modellierung erstellt werden, die auch der Modellierungsphilosophie des Gesamtsystems eher entspricht. Die vorliegende Version des LÄNDER-Modells besteht aus 16 eigenständigen Ländermodellen, die mit der in INFORGE abgebildeten Bundesebene abgestimmt werden. Im Band wird zunächst die Datenbasis des Modells INFORGE und der Ländermodelle beschrieben, wobei insbesondere der neue Datensatz für die Bundesländer eingehend analysiert wird. Anschließend wird die Modellierung von INFORGE und LÄNDER dokumentiert sowie eine Beschreibung der Annahmen über die Entwicklung der exogenen Variablen vorgenommen. Abschließend wird eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und seiner Bundesländer in tiefer sektoraler Gliederung bis zum Jahre 2005 vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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