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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Beschäftigungsformen"
  • Literaturhinweis

    Saisonale Schwankungen von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (1985)

    Brinkmann, Christian; Karr, Werner; Spitznagel, Eugen;

    Zitatform

    Brinkmann, Christian, Werner Karr & Eugen Spitznagel (1985): Saisonale Schwankungen von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 18, H. 4, S. 416-438.

    Abstract

    "Um Ausmaß und Probleme der Saisonbeschäftigung bzw. -arbeitslosigkeit sowie praktuzierte und mögliche Maßnahmen zu ihrer Überwindung zu analysieren, wurden drei Teilprojekte durchgeführt:
    1. Probleme der Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht. Hierzu fand 1983/84 eine mündliche Befragung von insgesamt 311 ausgewählten Saisonbetrieben statt. Saisonbedingte Schwankungen der Geschäftstätigkeit wurden von vielen dieser Betriebe als Problem empfunden. Als Hauptursache für Saisonschwankungen wird meist die Witterung genannt. Ferientermine, natürliche Wachstumszyklen, besondere Feste, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten und sonstige Gründe bleiben dahinter weit zurück. Es stehen in der Regel ausreichend viele Saisonkräfte zur Verfügung. Oft werden dieselben Arbeitnehmer, hauptsächlich aus der engeren Umgebung, meist ohne Einschaltung des Arbeitsamtes eingestellt. Viele Betriebe gleichen saisonbedingte Spitzenbelastungen durch längere Arbeitszeit - v.a. durch Überstunden - aus. Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziel, Beschäftigte auch außerhalb der Saison zu halten, wird insgesamt selten praktiziert. Rund ein Drittel der Saisonbetriebe hält eine Verstetigung der Geschäfts- bzw. der Produktionstätigkeit für möglich. Es zeigt sich, daß Ausmaß, Ursachen und Verstetigungsmöglichkeiten von Saisonschwankungen auf sektoraler und betrieblicher Ebene stark differenziert sind.
    2. Strukturen und berufliche Wiedereingliederung von Saisonarbeitern. Hierzu wurden Ergebnisse aus der 1981/83 durchgeführten Verlaufsuntersuchung des IAB bei Arbeitslosen vergleichend aufbereitet. Ergänzende Hinweise stammen aus einer fallstudienartig angelegten Zusatzerhebung bei Saisonarbeitslosen. Insgesamt ergibt sich für Saisonarbeitslose im Durchschnitt ein vergleichsweise günstiges Bild der Arbeitslosigkeitssituation und der beruflichen Wiedereingliederung. Allerdings dürfte das traditionelle Muster der wiederholten Saisonarbeitslosigkeit gewisse Veränderungen erfahren haben: Auch einem Teil (einem Viertel) der Saisonarbeitslosen ist das Schicksal der Langfristarbeitslosigkeit (ohne zumindest vorübergehende Beschäftigungschancen) nicht erspart geblieben.
    3. Umfang saisoneller Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Wie eine aktuelle Neuberechnung zeigt, ist der Umfang saisonaler Arbeitslosigkeit langfristig rückläufig. Dies hängt in erster Linie mit der gewandelten Berufsstruktur der Arbeitslosen, in der saisonabhängige Außenberufe zunehmend an Gewicht verloren haben, zusammen. Weiterhin fällt auf, daß der Saisonausschlag aber auch konjunkturabhängig ist, und zwar in dem Sinne, daß der absolute Umfang der Saisonarbeitslosigkeit bei zunehmender Gesamtarbeitslosigkeit steigt, wobei allerdings keine Proportionalität erreicht wird. In neuester Zeit zeichnen sich hier Sonderentwicklungen ab, die weiterer Beobachtung bedürfen." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Probleme der Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht (1985)

    Spitznagel, Eugen;

    Zitatform

    Spitznagel, Eugen (1985): Probleme der Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 18, H. 4, S. 418-430.

    Abstract

    Zu Ausmaß und Problemen der Saisonbeschäftigung wurden drei Teilprojekte durchgeführt. In dem Beitrag wird die Saisonbeschäftigung aus betrieblicher Sicht dargestellt:
    "Hierzu fand 1983/84 eine mündliche Befragung von insgesamt 311 ausgewählten Saisonbetrieben statt. Saisonbedingte Schwankungen der Geschäftstätigkeit wurden von vielen dieser Betriebe als Problem empfunden. Als Hauptursache für Saisonschwankungen wird meist die Witterung genannt. Ferientermine, natürliche Wachstumszyklen, besondere Feste, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten und sonstige Gründe bleiben dahinter weit zurück. Es stehen in der Regel ausreichend viele Saisonkräfte zur Verfügung. Oft werden dieselben Arbeitnehmer, hauptsächlich aus der engeren Umgebung, meist ohne Einschaltung des Arbeitsamtes eingestellt. Viele Betriebe gleichen saisonbedingte Spitzenbelastungen durch längere Arbeitszeit - v.a. durch Überstunden - aus. Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziel, Beschäftigte auch außerhalb der Saison zu halten, wird insgesamt selten praktiziert. Rund ein Drittel der Saisonbetriebe hält eine Verstetigung der Geschäfts- bzw. der Produktionstätigkeit für möglich. Es zeigt sich, daß Ausmaß, Ursachen und Verstetigungsmöglichkeiten von Saisonschwankungen auf sektoraler und betrieblicher Ebene stark differnziert sind." (IAB2)

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