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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "USA"
  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in America: results from a set of recent industry case studies (2005)

    Appelbaum, Eileen; Weinberg, Jeremy A.; Bernhardt, Annette; Murnane, Richard J. ;

    Zitatform

    Appelbaum, Eileen, Annette Bernhardt, Richard J. Murnane & Jeremy A. Weinberg (2005): Low-wage employment in America. Results from a set of recent industry case studies. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 293-310. DOI:10.1093/SER/mwi012

    Abstract

    "Data from national surveys show the dramatic changes that have taken place in the US wage structure over the past three decades. However, these data provide only very limited information about the complex reasons why those changes have occurred and why there is significant variation in the wages of workers with similar education levels employed in similar industries. Industry case studies, on the other hand, document how firms' responses to economic pressures have affected working conditions, work rules, productivity pressures, skill requirements, and opportunities for training and advancement for workers with less than a 4-year college education. This paper reviews a series of recent case studies on low-wage employment in America funded by the Russell Sage and Rockefeller Foundations, and examines how pressures to cut costs have affected firms' treatment of frontline workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    An overview of welfare-to-work efforts (2005)

    Blank, Rebecca M.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M. (2005): An overview of welfare-to-work efforts. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 3-7.

    Abstract

    Hauptzielsetzung US-amerikanischer Sozialpolitik ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit zu bringen. Die Sammelbezeichnung 'Welfare-to-Work' beschreibt eine Vielzahl von Programmen auf bundes- und einzelstaatlicher sowie auf regionaler und kommunaler Ebene. Da Adressaten von Sozialhilfeleistungen in den USA in erster Linie ledige Mütter sind, zielen die 'Welfare-to-Work'-Programme in der Hauptsache darauf ab, vor allem gering qualifizierte allein erziehende Frauen in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Der Übergang von der Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis wird dabei nicht als ein Mittel zur Armutsbekämpfung verstanden, sondern Arbeit stellt einen Wert an sich dar. Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderungsprogramme und Einzelmaßnahmen (von Lohnkostenzuschüssen über Kinderbetreuungskosten bis hin zu Sanktionen wie zeitlicher Begrenzung oder Kürzung der Leistungen) und untersucht, inwieweit die Programme auf andere, insbesondere europäische Staaten zu übertragen sind. Die US-Erfahrungen zeigen, dass eine verhältnismäßig hohe Zahl gering qualifizierter allein erziehender Mütter auf Dauer in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden kann, vorausgesetzt derartige Jobs existieren und es gibt entsprechende Anreize, sie zu übernehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Arbeit haben und dennoch in Armut leben, gewachsen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit von 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf europäische Staaten müssen die Unterschiede der wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen und sozialen Normen berücksichtigt werden. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit: evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children (2005)

    Cancian, Maria ; Levinson, Arik ;

    Zitatform

    Cancian, Maria & Arik Levinson (2005): Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit. Evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children. (NBER working paper 11454), Cambridge, Mass., 35 S. DOI:10.3386/w11454

    Abstract

    "We examine the labor market consequences of the Earned Income Tax Credit (EITC), comparing labor market behavior of eligible parents in Wisconsin, which supplements the federal EITC for families with three children, to that of similar parents in states that do not supplement the federal EITC. Data come from the 2000 Census of Population. Most previous studies have relied on changes in the EITC over time, or EITC eligibility differences for families with and without children, or have extrapolated from measured labor supply responses to other tax and benefit programs, and find significant effects of the EITC on employment. In contrast, our cross-state comparison examines a larger difference in EITC subsidy rates, uses more similar treatment and control groups, relies on a policy that has been in place for 5 years, and finds no effect of the EITC on employment or hours worked." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Single mothers, social capital, and work-family conflict (2005)

    Ciabattari, Teresa;

    Zitatform

    Ciabattari, Teresa (2005): Single mothers, social capital, and work-family conflict. (Upjohn Institute working paper 118), Kalamazoo, 37 S.

    Abstract

    "The purpose of this paper is to examine work-family conflict among low-income, unmarried mothers. I examine how social capital affects work-family conflict and how both social capital and work-family conflict affect employment. I analyze the Fragile Families and Child Wellbeing Study, a national sample of non-marital births collected in 1998 - 2000 and 1999 - 2002. Results show that social capital reduces unmarried mothers' reports of work-family conflict, especially for low-income women. In addition, mothers who report high levels of work-family conflict are less likely to be employed; this pattern holds for women who are not looking for work as well as those who are. However, even at high levels of conflict, low-income women are more likely to be employed. The results suggest that work-family conflict has two consequences for unmarried women: it keeps them out of the labor force and makes it more difficult for women who want to work to maintain employment stability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)

    Eichhorst, Werner; Rhein, Thomas; Wiedemann, Eberhard; Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.

    Abstract

    "Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gartner, Hermann ; Krug, Gerhard ;
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  • Literaturhinweis

    Welfare reform, work and wages: a summary of the US experience (2005)

    Grogger, Jeffrey; Karoly, Lynn A.;

    Zitatform

    Grogger, Jeffrey & Lynn A. Karoly (2005): Welfare reform, work and wages. A summary of the US experience. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 8-12.

    Abstract

    Überall auf der Welt steht das Ziel, mehr Menschen in Arbeit zu bringen, im Mittelpunkt politischer Bemühungen. Dieses Ziel kann gemäß ökonomischer Theorie durch eine Kombination von Zuckerbrot (finanzielle Anreize) und Peitsche (Zwang zur Aufnahme zumutbarer Arbeit) erreicht werden. Dabei wird auch davon ausgegangen, dass mit der Beschäftigung auch die Einkommen steigen und somit ein sich selbst tragender Kreislauf in Gang gesetzt wird. Der Beitrag untersucht, welchen Einfluss die Reform der Sozialhilfe und die damit einhergehenden 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf die Beschäftigungs- und Lohnentwicklung in den USA hatte und kommt zu dem Schluss, dass die angenommene Einkommenssteigerung nur in sehr bescheidenem Maße eingetreten ist. Die Suche nach dem besten Kompromiss zwischen der Linderung von Not, der Begrenzung von Abhängigkeit und der Förderung von Arbeit wird die politische Debatte über zukünftige Reformen des Sozialhilfesystems auch weiterhin prägen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The working poor: a comparative analysis (2005)

    Gundogan, Naci; Bicerli, M. Kemal; Aydin, Ufuk;

    Zitatform

    Gundogan, Naci, M. Kemal Bicerli & Ufuk Aydin (2005): The working poor. A comparative analysis. (MPRA paper / University Library of Munich 5096), München, 24 S.

    Abstract

    "Recently, there is growing debate in developed countries on the issue of the working poor. Poverty is a phenomenon traditionally associated with economically inactive persons such as the homeless, the unemployed or the handicapped. The changing of work patterns and a growing polarisation in the labour market between low or unskilled work and high-skilled work have created new poverty risks amongst the employed population. As a result of this trend, the concept of the 'working poor', which gained ground in the United States in the 1970s, has become increasingly applicable to labour market realities in the world. Today, there are around 550 million person who can be classified as the working poor in the world. In other words, one in every five persons in labour force belongs to a poor household. While the problem of working poverty is broadly discussed in the USA, a limited number of studies exist on this issue in the EU and in Turkey. In this paper, this reality will be emphasized and the situation in the USA, in the EU and in Turkey will be compared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? (2005)

    Lodemel, Ivar;

    Zitatform

    Lodemel, Ivar (2005): Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 13-17.

    Abstract

    Der Beitrag gibt einen Überblick über die politischen Programme und Ansätze einer aktivierenden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die unter der Kurzbezeichnung 'Workfare' zusammengefasst werden, für sechs europäische Länder (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, die Niederlande, Großbritannien) und die Vereinigten Staaten (Kalifornien, Wisconsin und New York City). Als 'Workfare' bezeichnet man das Bündel unterschiedlicher Regelungen und Praxen, die die Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenunterstützung an bestimmte Auflagen knüpfen. Der internationale Vergleich zeigt, dass sich die Programme in den einzelnen Ländern je nach sozialem Hintergrund sowohl im Entwurf als auch in der Implementierung unterscheiden, und dass die idealtypische Definition von 'workfare' nur auf einige der beschriebenen Programme zutrifft. Sowohl in Europa als auch in den USA gilt die Zielsetzung, Sozialhilfe als ein Mittel zur Integration und Inklusion in den Arbeitsmarkt einzusetzen, allerdings unterscheiden sich die eingeschlagenen Wege. In Europa zeichnet sich ein Trend ab, der von einem Leistungsanspruch, der an keine Bedingungen geknüpft ist, wegführt und sich hin zum Erwerb neuartiger und besser an die gesellschaftlichen Risiken angepasster Ansprüche entwickelt. In den USA hingegen wird die grundsätzliche Abschaffung der Sozialhilfe als eine perspektivische Lösung gesehen. Dass das 'Weniger' an Leistung im herkömmlichen Sinne von einem 'Mehr' an neuen Möglichkeiten kompensiert wird, wird als Maßstab für den Erfolg von 'Workfare'-Politik betrachtet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie (2005)

    Peter, Waltraut;

    Zitatform

    Peter, Waltraut (2005): Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie. In: IW-Trends, Jg. 32, H. 3, S. 3-16.

    Abstract

    "Trotz Hartz IV verbleiben in Deutschland zu viele potenzielle Arbeitnehmer in der Sozialhilfe, und eine nachhaltige Integration von Geringqualifizierten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze kommt nicht genügend voran. Der Earned Income Tax Credit in den USA ist dagegen ein Beispiel für eine Kombination von aktivierender Sozialhilfe und einer Steuergutschrift für Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen. Eine solche Steuergutschrift belohnt Arbeit und verhindert Armut. Sie wird deshalb auch als 'make work pay'-Strategie bezeichnet. Die Erfahrungen mit dem EITC hinsichtlich Zielgenauigkeit, Armutsvermeidung und Erwerbsbeteiligung sind insgesamt positiv. Drei Viertel der Auszahlungen gehen an Alleinerziehende, deren Armutsrisiko am höchsten ist. Sie werden durch den Steuerkredit ermutigt, in den Arbeitsmarkt zu gehen, anstatt in der Sozialhilfe zu verharren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne 2005: beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU (2005)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2005): Mindestlöhne 2005. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 07/2005), Brüssel, 7 S.

    Abstract

    Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den monatlichen Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in einigen Kandidatenländern und den Vereinigten Staaten (USA). Der Mindestlohn wird von der Regierung festgesetzt, üblicherweise nach Anhörung der Sozialpartner, und gilt per Gesetz. Einen nationalen Mindestlohn gibt es in 18 der 25 EU-Mitgliedstaaten (in Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie in drei Kandidatenländer (Bulgarien, Rumänien und Türkei) und in den USA. Im Januar 2005 lagen die Mindestlöhne in den einzelnen Ländern zwischen 72 und 1467 Euro pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten verringern sich die Unterschiede jedoch auf ein Verhältnis von 1:5. Die Mindestlöhne in Euro sind in den Mitgliedstaaten seit 1999 um 13 % bis 44 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die Mindestlohn beziehen, unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen meist höher als bei Männern. Die Höhe des Mindestlohns liegt zwischen 32 % und 55 % der durchscnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Technology and the decline in demand for unskilled labour: a theoretical analysis of the US and European labour markets (2005)

    Sanders, Mark ;

    Zitatform

    Sanders, Mark (2005): Technology and the decline in demand for unskilled labour. A theoretical analysis of the US and European labour markets. (New horizons in the economics of innovation), Cheltenham u.a.: Elgar, 264 S.

    Abstract

    Teil I des Buches entwickelt einen grundlegenden theoretischen Bezugsrahmen, der zwei Hypothesen zur Erklärung des Absinkens der relativen Nachfrage liefert. Beide verbinden die Veränderungen der relativen Nachfrage mit den durch den technologischen Wandel veränderten Qualifikationsanforderungen. Die Ergebnisse werden aus den Annahmen abgeleitet, dass ein von exogenen Einflüssen bestimmter unelastischer Arbeitsmarkt existiert, und eine Bereinigung des Arbeitsmarktes über die Löhne erfolgt. Diese Annahmen werden zumindest in der OECD und der USA verletzt. Hierzu werden Daten und Fakten aus der USA präsentiert, die relevant für die Konstruktion und Evaluation der Hypothesen von Teil I sind. In Teil II des Buches wird der theoretische Bezugsrahmen durch die Einführung der Arbeitslosigkeit erweitert. Teil 2 dieses Kapitels fasst daher Daten und Fakten, die sich auf die europäische Situation beziehen, zusammen. Im Gegensatz zu der USA hat Europa Erfahrungen mit einem hohen Arbeitslosigkeitsniveau, hat aber gleichzeitig ein relativ stabiles Lohnniveau. Deshalb wird von der Annahme ausgegangen, dass eine Beziehung zwischen beiden Phänomenen besteht und ein Zielkonflikt existiert. Es wird jedoch erläutert, dass die Einführung der Arbeitslosigkeit nicht zur Erklärung der Fakten ausreicht, und es werden einige zusätzliche Hypothesen innerhalb des allgemeinen theoretischen Bezugsrahmens entwickelt, um die Hauptunterschiede zwischen Europa und der USA zu erklären. Teil III analysiert sowohl die Auswirkungen der Politik auf den resultierenden theoretischen Bezugsrahmen als auch dessen politische Implikationen. Der Arbeitsmarkt oder die Innovation werden innerhalb dieses Bezugsrahmens interagieren, wenn die Politik auf eine Einkommensumverteilung abzielt. Überdies können unterschiedliche Politikansätze helfen, die beobachteten Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitsmärkte zu erklären. Um diesen Teil der Analyse bewerten zu können, liefert Teil III einige Fakten zur Einkommens-, Arbeitsmarkt- und Technologiepolitik in Europa und der USA. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Gesetzliche Mindestlöhne in Europa: institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen (2005)

    Schulten, Thorsten;

    Zitatform

    Schulten, Thorsten (2005): Gesetzliche Mindestlöhne in Europa. Institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen. In: E. Hein, A. Heise & A. Truger (Hrsg.) (2005): Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum : makroökonomische Analysen, S. 185-208.

    Abstract

    Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wenigen Ländern innerhalb Europas und darüber hinaus in der OECD, in denen kein gesetzlicher Mindestlohn existiert. Als Beitrag zur aktuellen politischen Debatte in Deutschland um gesetzliche Mindestlöhne werden die internationalen Erfahrungen mit diesem Instrument unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die unterschiedlichen theoretischen Positionen zu gesetzlichen Mindestlöhnen und ihre soziale und ökonomischen Bedeutung werden rekapituliert. Verbreitung und Entwicklung gesetzlicher Mindestlöhne in Europa und den USA werden nachgezeichnet, und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommensverteilung analysiert. Vor dem Hintergrund der internationalen Erfahrungen wird dann der Frage nachgegangen, ob auch in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Nach einem Vergleich der verschiedenen Modelle zur Einführung einer gesetzlichen Mindestlohnregelung und der Offenlegung der zunehmenden Lücken in der deutschen Mindestlohsicherung, wird abschließend die These entwickelt, dass nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der im Idealfall mit einer Stärkung des Instruments der Allgemeinverbindlichkeitserklärung kombiniert wird, in der Lage ist, die bestehenden Lücken bei der Mindestlohnsicherung in Deutschland zu schließen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US (2005)

    Verbist, Gerlinde ; Lathouwer, Lieve de; Roggeman, Annelies;

    Zitatform

    Verbist, Gerlinde, Lieve de Lathouwer & Annelies Roggeman (2005): Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US. (TLM.NET working paper 2005-21), Amsterdam, 30 S.

    Abstract

    "The main focus of this paper is an empirical analysis of the various effects of the Belgian tax credit for low pay incomes, compared to the effects of its counterparts in the UK and the US. These tax credits have been developed to (1) make work more attractive than benefit dependency, and (2) to improve the welfare position of families with a low income from work, the so-called 'working poor'. Using tax-benefit calculations on so-called typical households, we evaluate the Belgian tax credit with regards to its effects on work incentives and on poverty, comparing it with the introduction of the American EITC and the British WTC in a Belgian socio-economic context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey (2003)

    Bernstein, Jared; Gittleman, Maury ;

    Zitatform

    Bernstein, Jared & Maury Gittleman (2003): Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 3-12.

    Abstract

    Die Untersuchung nutzt Daten des National Compensation Survey (NCS) aus dem Jahre 2001 der US-Arbeitsstatistik und beschreibt die Charakteristika von Niedriglohn-Jobs. Eingehend analysiert werden die Anforderungen an derartige Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Wissen, Komplexität, Kontakte, Arbeitsbedingungen usw. Es zeigt sich, dass rund 22 Prozent aller Arbeitstunden in 2001 mit einem geringeren Verdienst als zwei Drittel des Durchschnittslohns von 8,67 US-Dollar geleistet wurden. Es konnte nicht endgültig geklärt werden, ob Niedriglöhne deshalb gezahlt werden, weil die Arbeitsanforderungen gering sind oder ob die niedrigen Arbeitsanforderungen die Produktivität und damit die Löhne senken. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    U.S. welfare reform: What's relevant for Europe? (2003)

    Blank, Rebecca M.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M. (2003): U.S. welfare reform: What's relevant for Europe? In: CESIfo Economic Studies, Jg. 49, H. 1, S. 49-74.

    Abstract

    "This paper reviews the U.S. welfare reform efforts over the 1990s and the effects of these reforms to date. Seven 'lessons' of potential interest to European observers are discussed, with particular attention to the conclusions of more recent research. Such research indicates, for example, that more effective programs contain both positive and negative incentives, utilise work-first as well as job training programs, and provide some important supports beyond just job and work skills. The paper ends with some speculations about why European policy-makers are becoming more interested in U.S. welfare reform experiments than they have been in the past." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    An examination of occupational mobility among full-time workers (2003)

    Gabriel, Paul E.;

    Zitatform

    Gabriel, Paul E. (2003): An examination of occupational mobility among full-time workers. In: Monthly labor review, Jg. 126, H. 9, S. 32-40.

    Abstract

    Die späten 1990er Jahren brachten für die Arbeiter der meisten Branchen in den USA eine wachsende Beschäftigungsstabilität und steigende Reallöhne. Anhand statistischer Längsschnittdaten des National Longitudinal Survey of Youth (NLSY) aus dem Zeitraum 1989-1998 werden die Arbeitsplatzmobilitätsraten vollbeschäftigter junger Lohn- und Gehaltsarbeiter und -arbeiterinnen zwischen 16 und 32 Jahren, ausgenommen der Landarbeiter, ermittelt und die Mobilitätsraten von Männern und Frauen miteinander verglichen. Einige neuere Trends in der Beschäftigungsmobilität vom Eintritt in den Arbeitsmarkt bis zur Mitte des Berufslebens, die sowohl beruflichen Auf- wie auch Abstieg bedeuten können, werden herausgearbeitet. Gesondert werden die demografischen Merkmale von Niedriglohn-Arbeitern und ihre Branchenverteilung im Jahr 2002 betrachtet. Es zeigt sich u.a., dass die Lohnbenachteiligung von Frauen seit den 1990er Jahren abgenommen hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The working poor in 2001 (2003)

    Mosisa, Abraham T.;

    Zitatform

    Mosisa, Abraham T. (2003): The working poor in 2001. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 13-19.

    Abstract

    Der Aufsatz definiert "working poor" als Menschen, die 27 Wochen im Jahr entweder arbeiten oder Arbeit suchen und dabei ein Einkommen unter dem offiziellen Armutsniveau haben (Daten für USA aus amtlichen Statistiken). Insgesamt befinden sich 2001 rund 6,8 Millionen Menschen in 3,7 Familien (4,9 Prozent) in dieser Situation mit Schwerpunkten bei der Bevölkerung spanischer Herkunft, bei den unter 20jährigen, bei Niedriggebildeten sowie bei Frauen. Während 1993 ein Hoch mit fast 7 Prozent der "working poor" erreicht war, das bis 2000 auf 4,5 Prozent sank, lässt sich 2001 erstmals wieder eine Steigerung beobachten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Lohnkompression im Niedriglohnbereich: eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? (2003)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2003): Lohnkompression im Niedriglohnbereich. Eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? Regensburg, 14 S.

    Abstract

    Im internationalen Vergleich ist die Spreizung der Lohnverteilung in Deutschland vergleichsweise gering ausgeprägt. Insbesondere die fehlende Lohndifferenzierung im Niedriglohnbereich wird als eine wichtige Ursache für die schlechte Beschäftigungsentwicklung gesehen. Nach einigen konzeptionellen Überlegungen über die Wirkung von Lohnkompression auf die beobachtete Verteilung untersucht der vorliegende Beitrag die empirische Evidenz der Einkommensverteilung in den USA und Westdeutschland auf der Grundlage zweier harmonisierter Mikrodatensätze. Die berechneten Ungleichheitsmaße bestätigen zunächst generell die weitaus höhere Ungleichheit in der amerikanischen Einkommensverteilung. Die Kompression der Lohnverteilung in Deutschland ist jedoch links des Medians nicht stärker ausgeprägt als rechts davon. Dieser Befund wird noch unterstützt durch die Untersuchung des Einzelhandels als einem Dienstleistungssektor mit einem im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft geringen Einkommensniveau und deutlich unterschiedlichen Beschäftigungsanteilen in den beiden Ländern. Für Deutschland ergibt sich ein weitgehend symmetrisches Muster der Verteilungsmaße, während die amerikanische Verteilung im Hochlohnbereich eine deutlich höhere Differenzierung aufweist als im Niedriglohnbereich. Dies spricht für einen im amerikanischen Einzelhandel im Niedriglohnbereich existierenden relativen Kompressionseffekt, der möglicherweise durch Minimallohnrestriktionen verursacht wird. Angesichts der Untersuchungsergebnisse 'erscheint es wenig plausibel, dass das seltene Erscheinungsbild des Tütenpackers in Deutschland durch fehlende Lohndifferenzierung begründet werden kann.' (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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  • Literaturhinweis

    A test of the "Krugman hypothesis" for the United States, Britain, and Western Germany (2003)

    Puhani, Patrick A. ;

    Zitatform

    Puhani, Patrick A. (2003): A test of the "Krugman hypothesis" for the United States, Britain, and Western Germany. (IZA discussion paper 764), Bonn, 74 S.

    Abstract

    "Rising wage inequality in the U.S. and Britain (especially in the 1980s) and rising continental European unemployment (with rather stable wage inequality) have led to a popular view in the economics profession that these two phenomena are related to negative relative demand shocks against the unskilled in the industrialised world, combined with flexible wages in the Anglo-Saxon countries, but institutional rigidities in continental Europe ('Krugman hypothesis'). An alternative view stresses the importance of differing supply changes across countries. However, empirical evidence on these questions is sparse. Furthermore, existing international comparisons often rely on strong assumptions or compromise on data quality. This paper uses large data sets from the U.S., Britain, and western Germany to test the Krugman hypothesis for the 1990s, when unemployment in Germany increased (unlike in the U.S. and Britain, where it fell). British and German evidence is further backed up with alternative data sets for these countries. I find evidence for the Krugman hypothesis when Germany is compared to the U.S. However, supply changes differ considerably between countries, with especially Britain experiencing enormous increases in the relative supply of skills and a relatively constant skill premium." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Workfare zwischen Arbeitsmarkt- und Lebensstilregulierung: beschäftigungsorientierte Sozialpolitik im deutsch-amerikanischen Vergleich (2002)

    Grell, Britta; Sambale, Jens; Eick, Volker ;

    Zitatform

    Grell, Britta, Jens Sambale & Volker Eick (2002): Workfare zwischen Arbeitsmarkt- und Lebensstilregulierung. Beschäftigungsorientierte Sozialpolitik im deutsch-amerikanischen Vergleich. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 32, H. 4, S. 557-576.

    Abstract

    Der Beitrag befaßt sich mit der Neuordnung des Verhältnisses von Sozialpolitik und Arbeitsmarkt, die mit dem amerikanischen workfare und dem Prinzip "Fördern und Fordern" verbunden werden. In einem Vergleich der USA mit der Bundesrepublik Deutschland wird die Entwicklung der beschäftigungsorientierten Sozialpolitik nachgezeichnet. Die AutorInnen zeigen, dass workfare als Instrument zur Armutsbekämpfung und gerechteren Verteilung von Lebenschancen wenig tauglich ist. (IAB)

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