Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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Literaturhinweis
Microeconometric evaluation of the active labour market policy in Switzerland (2000)
Zitatform
Gerfin, Michael & Michael Lechner (2000): Microeconometric evaluation of the active labour market policy in Switzerland. (ZEW discussion paper 2000-24), Mannheim, 75 S.
Abstract
"In the second part of the 1990's Switzerland conducted an ambitious active labour market policy (ALMP) encornpassing a wide variety of programmes. We evaluate the effects of most of these programmes on the individual employment probability of potential participants. Our microeconometric analysis uses unusually informative and data originating from federal administrative unemployment and social security records. This large data allows us to take detailed account of many labour market related characteristics of the unemployed who are eligible to participate in these programme. Indeed we argue that the data is so rich, that there is no other information left that systematically influences labour market outcomes as well as the participation process into the programmes. Hence we are able to circumvent the problem of spurious effects that are due to different compositions of the programmes (selection bias) by controlling for observable characteristics in our estimation procedure. In such a situation using a matching estimator that compares groups of participants with artificial control groups that have the same distribution of observable characteristics is an attractive procedure. The particular version of that estimator we use is adapted to the case of multiple programmes. We find substantial positive effects for one particular programme that is a unique feature of the Swiss ALMP. It consists of a wage subsidy for temporary jobs in the regular labour market that would otherwise not be taken up by the unemployed because they pay not enough without the subsidy. We also find large negative effects for traditional employment programmes operated in sheltered labour markets. For training courses the results are mixed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Microeconometric evaluation of the active labour market policy in Switzerland (2000)
Zitatform
Gerfin, Michael & Michael Lechner (2000): Microeconometric evaluation of the active labour market policy in Switzerland. (IZA discussion paper 154), Bonn, 75 S.
Abstract
Der Beitrag bietet eine Evaluation wesentlicher Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik in der Schweiz. (IAB)
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Literaturhinweis
Von der Finanzierung der Arbeitslosigkeit zur Förderung von Arbeit: Analysen und Handlungsempfehlungen zur Arbeitsmarktpolitik (2000)
Zitatform
Hagen, Tobias & Viktor Steiner (2000): Von der Finanzierung der Arbeitslosigkeit zur Förderung von Arbeit. Analysen und Handlungsempfehlungen zur Arbeitsmarktpolitik. (ZEW-Wirtschaftsanalysen 51), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 288 S.
Abstract
"Der Band basiert auf einer Studie für das Bundesministerium der Finanzen, die im Februar 2000 abgeschlossen wurde. Ziel der Studie war es, den gegenwärtigen Stand der Evaluationsforschung zur aktiven und passiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland darzustellen und internationale Erfahrungen zusammenzufassen.
-Durch die Erläuterung theoretischer und methodischer Grundlagen ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen vorliegender Evaluationsstudien möglich. Neben Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, wie Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Programme für arbeitslose Jugendliche, gemeinnütziger Arbeitnehmerverleih und Förderung von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit, werden auch die Arbeitslosenunterstützung und Frühverrentungsmaßnahmen bezüglich ihrer Beschäftigungseffekte analysiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Analyse der makroökonomischen Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Bisher ermitteln die meisten Evaluationsstudien nur den Erfolg von Maßnahmen auf mikroökonomischer Ebene durch den Vergleich der Teilnehmer mit einer Kontrollgruppe von Nichtteilnehmern. Die Ergebnisse von Studien, die die Beschäftigungseffekte und fiskalischen Kosten vorliegender Reformvorschläge ermitteln, werden zusammenfassend dargestellt und bewertet.
-Wegen der im Vergleich zu einigen anderen Ländern unzureichenden Datenverfügbarkeit in Deutschland sind auf der mikroökonomischen Ebene nur Aussagen über die durchschnittliche Effektivität einzelner Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik möglich. Fortschritte in der Evaluationsforschung werden sich nur erzielen lassen, wenn ein stärkeres Interesse an der wissenschaftlichen Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen seitens der Politik auch in Deutschland dazu führt, dass die dafür notwendigen (und bei der Bundesanstalt für Arbeit verfügbaren) Daten der Wissenschaft zugänglich gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen: Studie zur Implementation, Wirkung und Wirksamkeit des Brandenburger Förderprogramms (2000)
Haussmann, Patrick; Schuldt, Karsten;Zitatform
Haussmann, Patrick & Karsten Schuldt (2000): Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen. Studie zur Implementation, Wirkung und Wirksamkeit des Brandenburger Förderprogramms. (Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen. Reihe Forschungsberichte 16), Potsdam, 81 S.
Abstract
Der Bericht geht auf Untersuchungsergebnisse ein, die eine Evaluierung des seit 1992 vom brandenburgischen Arbeitsministerium betriebenen Förderprogramms zur Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen erbrachte. Dabei war es das Ziel, die Programmkonzeption, die Programmadministration sowie die Inanspruchnahme, Akzeptanz und die Wirkung des Programms "Qualifizierung in KMU" zu analysieren und zu bewerten. Das Programm hat sich insgesamt bewährt. Eine stärkere Profilierung für Kleinstbetriebe unter 20 Beschäftigten in Richtung auf ein "Qualifizierungs- und Sensibilisierungsprogramm" und ein Coaching für KMU, für größere Kleinbetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten erscheinen als möglich und nötig. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauenförderung in der Arbeitsmarktpolitik: feministische Rückzugsgefechte oder Zukunftskonzept (2000)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2000): Frauenförderung in der Arbeitsmarktpolitik. Feministische Rückzugsgefechte oder Zukunftskonzept. (Politik und Geschlecht 04), Opladen: Leske und Budrich, 199 S.
Abstract
Trotz einer in 90er-Jahren zu beobachtenden Annäherung der Erwerbsquoten von Männern und Frauen weist das Beschäftigungssystem nach wie vor erhebliche geschlechtsspezifische Diskriminierungen auf, die sich in der Konzentration von Frauen auf bestimmte Berufsbereiche und Arbeitszeitformen ebenso zeigen wie in ihrem - verglichen mit den Männern - durchschnittlich geringeren Erwerbseinkommen. Diese Resistenz der 'gender-gap' im Beschäftigungssystem ist auch deshalb auffällig, weil die Forderung gleichberechtigter Erwerbschancen gesellschaftlich kaum umstritten sein dürfte und zudem gerade in den 90er-Jahren im Bereich der Arbeitsmarktpolitik ein breites Spektrum spezifischer Frauenfördermaßnahmen eingesetzt worden ist. Vor diesem Hintergrund analysiert die Autorin am Beispiel der Berliner Arbeitsmarktpolitik für den Zeitraum 1991 bis Ende 1996 die Umsetzung von Fördermaßnahmen für Frauen in drei Handlungsfeldern: Beschäftigungsförderung, Fortbildung/Umschulung und betriebliche Erstausbildung (44 ff.); eine differenzierte Bilanzierung dieser Förderpolitik wird mit der Vorstellung neuer Handlungsmöglichkeiten abgeschlossen (164 ff.). Die wesentliche empirische Basis beruht (neben einer Dokumentenanalyse) auf 15 leitfadengestützten Interviews mit ExpertInnen (Mitarbeiterinnen von Servicegesellschaft, Senatsverwaltung, Landesarbeitsamt, Maßnahmeträger). Der besondere Reiz dieser Studie besteht in dem methodischen Ansatz, die gender-bezogene Fragestellung im Rahmen von Konzeptualisierungen der Policy-Forschung zu behandeln. Henninger bezieht sich dabei vor allem auf die Dimensionen handlungsleitender Werte ('Advocacy-Koalitonen' - Sabatier) einerseits und andererseits die der institutionellen Rahmung ('Akteurszentrierter Institutionalismus' - Mayntz/Scharpf) (31 ff.). Inhaltsübersicht: I. Arbeitsmarktpolitik in der BRD; II. Theoretische und methodische Überlegungen zur Analyse frauenfördernder Arbeitsmarktpolitik; III. Frauenförderung in der Berliner Arbeitsmarktpolitik; IV. Frauenförderung zwischen feministischen Rückzugsgefechten und neuen Handlungsmöglichkeiten. (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
New Deal: The experience and views of clients in one pathfinder city (Sheffield) (2000)
Zitatform
Hoogvelt, Ankie & Alan France (2000): New Deal: The experience and views of clients in one pathfinder city (Sheffield). In: Local Economy, Jg. 15, H. 2, S. 112-127. DOI:10.1080/02690940050122677
Abstract
"An early cohort of New Deal clients (18-24 year olds) was interviewed on three separate occasions, before, during and after their experience on the New Deal Welfare to Work programme. The objective success of their participation in the programme in terms of job - and employability outcomes was evaluated against their backgrounds, views and subjective experience of the programme. The backgrounds, experience and achievements of this group are further contrasted with that of a separate group of 'disengaged' young people who had refused to go on the programme." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany. (IZA discussion paper 141), Bonn, 47 S.
Abstract
"This study analyses the effects of public sector sponsored vocational training on individual unemployment and employment duration in East Germany. The data is taken from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). The empirical analysis is limited to training measures that took place between July 1990 and June 1993. To resolve the intriguing sample selection problem, i.e. to find an adequate control group for the group of trainees, we employ matching methods. The training effect is be estimated by using a discrete time hazard rate model. In the empirical analysis no evidence can be found to show that participation in public vocational training significantly decreases unemployment duration or increases employment duration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation of active labour market policy: methodological concepts and empirical estimates (2000)
Zitatform
Hujer, Reinhard & Marco Caliendo (2000): Evaluation of active labour market policy. Methodological concepts and empirical estimates. (IZA discussion paper 236), Bonn, 30 S.
Abstract
"Persistently high unemployment, tight government budgets and the growing scepticism regarding the effects of active labour market policies (ALMP) are the basis for a growing interest in evaluating these measures. This paper intends to explain the need for evaluation on the micro- and macroeconomic level, introduce the fundamental evaluation problem and solutions to it, give an overview of the newer developments in evaluation literature and finally take a look on empirical estimations of ALMP effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland: eine mikroökonometrische Analyse (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland. Eine mikroökonometrische Analyse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 405-420.
Abstract
"In der Studie wird eine vergleichende empirische Analyse der Effekte beruflicher Weiterbildung auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer für West- und Ostdeutschland durchgeführt. Als Datengrundlage werden die Informationen aus dem Sozio-Ökonomischen Panel für Westdeutschland (1984-1994) und für Ostdeutschland (1990-1995) verwendet. Zudem wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Ausgaben für berufliche Weiterbildung gegeben, um die gesellschaftspolitische Relevanz der Evaluationsforschung zu verdeutlichen. Die Modellierung des Selektionsproblems erfolgt mit Hilfe von Matching-Ansätzen, die auf der Schätzung eines Panel-Probit-Modells für die Teilnahmewahrscheinlichkeit basieren. Diskrete Hazardratenmodelle dienen dazu, die Effekte beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer zu bestimmen. Die empirischen Befunde zeigen für Westdeutschland für Kurse bis zu 6 Monaten tendenziell positive Effekte, die allerdings langfristig (nach 2 Jahren) abnehmen. Kurse mit über 6 Monaten Dauer haben dagegen keine signifikanten Effekte, sie weisen eher negative Tendenzen auf. Für Ostdeutschland sind keine signifikanten Effekte zu beobachten, lange Kurse wirken ebenfalls tendenziell negativ. Wegen fehlender differenzierter Informationen über einzelne Maßnahmearten und der geringeren Fallzahlen in den Stichproben sind die empirischen Befunde lediglich als Tendenzaussagen zu interpretieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik - Probleme und Perspektiven: Einführung in das Schwerpunktheft (2000)
Zitatform
Hujer, Reinhard, Lutz Bellmann & Christian Brinkmann (2000): Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik - Probleme und Perspektiven. Einführung in das Schwerpunktheft. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 341-344.
Abstract
In dem Beitrag werden zunächst Ansätze und Methoden von Evaluationsstudien beschrieben. Danach werden die Beiträge des Schwerpunktheftes vorgestellt. Diese verdeutlichen die Notwendigkeit der Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik, diskutieren die damit zusammenhängenden methodischen Probleme, präsentieren Lösungsvorschläge zu diesen Problemen und bringen dem Leser die Thematik anhand empirischer Anwendungen näher. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirkungen der arbeitsmarktpolitischen Programme QUATRO/ADAPT auf die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer und bezüglich der Beschäftigungswirksamkeit in Nordrhein-Westfalen: Endbericht 2000. Untersuchung (2000)
Hägele, Helmut;Zitatform
Hägele, Helmut (2000): Wirkungen der arbeitsmarktpolitischen Programme QUATRO/ADAPT auf die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer und bezüglich der Beschäftigungswirksamkeit in Nordrhein-Westfalen. Endbericht 2000. Untersuchung. (Studien der ISG Sozialforschung und Gesellschaftspolitik 28), Köln, 95 S.
Abstract
"Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert mit den beiden arbeitsmarktpolitischen Programmen QUATRO und ADAPT die Fort- und Weiterbildung von Beschäftigten im Rahmen betrieblicher Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere bei Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Leitziel ist, dem Verlust von Arbeitsplätzen und Qualifikationen entgegenzuwirken sowie zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu erhalten oder neu zu schaffen. Dabei wird ein integrativer Ansatz angewandt, der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe mit der Verbesserung von Arbeitsstrukturen und -bedingungen sowie der Qualifikation der Beschäftigten verbindet. Das ... ISG (wurde) beauftragt, die Effekte der beiden präventiven Programme hinsichtlich der Beschäftigungswirksamkeit und der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer/-innen zu untersuchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen (2000)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2000): Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 445-461.
Abstract
"Die Gewährung von Lohnkostenzuschüssen verbindet sich mit der Absicht, die betriebliche Arbeitsnachfrage zu Gunsten unterschiedlicher Zielgruppen zu beeinflussen. In dem Beitrag werden individuelle Bestimmungsgründe des Förderzugangs in verschiedene Formen betrieblicher Einstellungshilfen untersucht. Um der Frage nachzugehen, inwieweit Unterschiede in den Beschäftigungschancen der durch Einstellungshilfen geförderten Personen und der ohne Förderung aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung gewechselten Personen bestehen, werden potenzielle Wahrscheinlichkeiten des Verbleibs in Arbeitslosigkeit simuliert. Grundlagen sind eine Stichprobe von in den ersten Monaten des Jahres 1999 in Förderung eingetretenen Personen und eine Vergleichsstichprobe von im Januar 1999 arbeitslos gemeldeten Personen. Die Ergebnisse lassen sich dahingehend zusammenfassen, dass durch Merkmale, die auf vergleichsweise gute Beschäftigungschancen hindeuten, auch der Zugang in geförderte Beschäftigung positiv beeinflusst wird. Dieser Auswahl von Personen mit tendenziell besseren Beschäftigungschancen wirken die Fördervoraussetzungen für die stärker auf Schwervermittelbarkeit abzielenden Förderarten entgegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen (2000)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2000): Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 49, H. 4, S. 85-90.
Abstract
"Das Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit hat die Diskussion um die Verbesserung der Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten im Niedriglohnbereich belebt. Insbesondere werden Konzepte für eine Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge, teilweise auch der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung diskutiert, um die Attraktivität einer Beschäftigung für gering Qualifizierte und ihre (potentiellen) Arbeitgeber zu erhöhen. Besonderes Augenmerk gilt Zuschüssen, die generell und dauerhaft bei geringer Entlohnung gewährt werden. Inzwischen würden verschiedene derartige Konzepte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Finanzbedarfs untersucht. In dem Beitrag werden Konzepte und Ergebnisse der Untersuchungen vorgestellt. Insgesamt trüben die skizzierten empirischen Untersuchungen die Hoffnung auf beschäftigungspolitische Wunder durch unterschiedliche Konzepte einer Niedriglohnsubvention. Auch gibt es Hinweise auf verteilungspolitisch problematische Konsequenzen. Es erscheint jedoch möglich, hinsichtlich Finanzbedarf und Beschäftigungswirkung bessere Resultate zu erzielen als mit einer linearen Senkung der Beitragssätze zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein Instrument mit vielen Gesichtern: zweiter Zwischenbericht der Begleitforschung zu den Zuschüssen zu Sozialplanmaßnahmen nach §§ 254ff. SGB III (2000)
Zitatform
Kirsch, Johannes, Matthias Knuth, Sirikit Krone & Gernot Mühge (2000): Ein Instrument mit vielen Gesichtern. Zweiter Zwischenbericht der Begleitforschung zu den Zuschüssen zu Sozialplanmaßnahmen nach §§ 254ff. SGB III. (IAB-Werkstattbericht 07/2000), Nürnberg, 73 S.
Abstract
Seit dem 1.1.1998 kann die Bundesanstalt für Arbeit Wiedereingliederungsmaßnahmen fördern, die in einem Sozialplan für die vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes stehenden Arbeitnehmer vorgesehen sind. Der erste Zwischenberichts der Begleitforschung (IAB-Werkstattbericht 5/99) behandelte neben noch vorläufigen Informationen über die Implementation des neuen Instruments vor allem die sozialpolitischen Hintergründe seiner Einführung. Den Schwerpunkt des zweiten Zwischenberichts bilden 15 Fallstudien von teils mit Sozialplanzuschüssen, teils auf andere Weise oder überhaupt nicht geförderten Personalabbaumaßnahmen. Ausserdem wird eine statistische Bilanz der bisherigen Förderung und des Inhalts der Sozialpläne gezogen. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung für Arbeitslose - ein Weg zurück in Beschäftigung?: Analyse einer Abgängerkohorte des Jahres 1986 aus Maßnahmen zur Fortbildung und Umschulung mit der ergänzten IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1990 (2000)
Klose, Christoph; Bender, Stefan;Zitatform
Klose, Christoph & Stefan Bender (2000): Berufliche Weiterbildung für Arbeitslose - ein Weg zurück in Beschäftigung? Analyse einer Abgängerkohorte des Jahres 1986 aus Maßnahmen zur Fortbildung und Umschulung mit der ergänzten IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1990. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 421-444.
Abstract
"Der Erfolg von beruflicher Fortbildung und Umschulung (FuU) wird in dem Beitrag anhand eines Vergleichsgruppenansatzes und unter Verwendung einer neuen Datenquelle evaluiert. Die IAB-Beschäftigtenstichprobe wurde hierzu um Angaben zu FuU-Maßnahmen ergänzt. Für eine Abgängerkohorte des Jahres 1986 aus Maßnahmen der FuU analysieren die Autoren exemplarisch die Wirkungen auf den individuellen Arbeitsmarkterfolg zwischen 1986 und 1990. Die Zugangsvoraussetzungen für diese Maßnahmen werden für die FuU-Teilnehmer und eine Vergleichsgruppe rekonstruiert. Als Kontrollgruppe dienen Personen, die im Zeitraum 1983-1986 kurzfristig beschäftigt gewesen sind und wie die FuU-Teilnehmer vormals Arbeitslosenunterstützung bezogen haben. Mittels eines hierarchischen Matchings wird zu ca. 90 % aller FuU-Teilnehmer ein statistischer Doppelgänger gefunden. Auf Basis von 985 Paaren von Teilnehmer- und Vergleichspersonen werden ereignisanalytische Schätzungen zur Wiederaufnahme von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung nach einer FuU-Maßnahme bzw. der kurzfristigen Beschäftigung durchgeführt. Ergänzend werden die Determinanten der Dauer dieser ersten Beschäftigungsphase geschätzt. Die Ergebnisse deuten daraufhin, dass eine Teilnahme an FuU im untersuchten Zeitfenster für Personen, die vor Eintritt in FuU arbeitslos waren, einen schwachen positiven Beschäftigungseffekt beim Eintritt unmittelbar nach der Maßnahme aufweist. Allerdings wirkt sich FuU signifikant negativ - bezogen auf die Vergleichsgruppe - auf den Verbleib in Beschäftigung aus. Dies interpretieren die Autoren als Folge beschäftigungsrelevanter Defizite, die durch FuU nicht beeinflusst werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Integration schwer lernbehinderter Jugendlicher: wesentliche Ergebnisse eines Modellversuchs zur beruflichen Integration schwer lernbehinderter Jugendlicher (2000)
Knödler, Uwe;Zitatform
Knödler, Uwe (2000): Berufliche Integration schwer lernbehinderter Jugendlicher. Wesentliche Ergebnisse eines Modellversuchs zur beruflichen Integration schwer lernbehinderter Jugendlicher. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 41, S. 4261-4275.
Abstract
Der Beitrag berichtet über einen Modellversuch, der von Juni 1994 bis Mai 2000 durchgeführt wurde. Im Rahmen des Versuchs wurden schwer lernbehinderte Jugendliche in zwei- und dreijährigen Förderlehrgängen qualifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass durch intensive Förderung eine berufliche Eingliederung erreicht werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Lehrgangserfolge und Eingliederungsergebnisse sprechen für sich: Die intensive Förderung schwer lernbehinderter Jugendlicher in Berufsbildungswerken lohnt sich: abschließender Bericht der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs zur beruflichen Qualifizierung schwer lernbehinderter Jugendlicher in vier Berufsbildungswerken (2000)
Knödler, Uwe;Zitatform
Knödler, Uwe (2000): Lehrgangserfolge und Eingliederungsergebnisse sprechen für sich: Die intensive Förderung schwer lernbehinderter Jugendlicher in Berufsbildungswerken lohnt sich. Abschließender Bericht der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs zur beruflichen Qualifizierung schwer lernbehinderter Jugendlicher in vier Berufsbildungswerken. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 14, H. 4, S. 226-246.
Abstract
Im Rahmen eines von Juni 1994 bis Mai 2000 laufenden Modellversuchs wurden schwer lernbehinderte Jugendliche in zwei- und dreijährigen Förderungslehrgängen qualifiziert und ihr weiterer Berufsweg untersucht. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse und Empfehlungen des Abschlussberichts der zweiten Phase der wissenschaftlichen Begleitung (1.12.1997 - 31.5.2000) vor. Schwerpunkt dieser zweiten Phase war die Untersuchung der längerfristigen Eingliederung der Lehrgangsteilnehmer und die Analyse der förderlichen und hemmenden Faktoren der beruflichen Integration mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden (Interviews mit Abgängern, deren Angehörigen und direkten Vorgesetzten; vergleichende Gruppenanalyse von Abgängern mit unterschiedlichem Eingliederungserfolg; Dokumentation des individuellen Eingliederungsverlaufs). Aus diesen Erkenntnissen heraus werden Empfehlungen zur Durchführung der Lehrgänge und zum Übergang in Beschäftigung gegeben. (IAB2)
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Literaturhinweis
Internationales Beschäftigungs-Ranking 2000 (2000)
Kröger, Martin; Rottmann, Jörg; Suntum, Ulrich van; Schlotböller, Dirk;Zitatform
Kröger, Martin & Ulrich van Suntum (2000): Internationales Beschäftigungs-Ranking 2000. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 293 S.
Abstract
"Das internationale Beschäftigungs-Ranking vergleicht die Fortschritte im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in den 21 wichtigsten Industrienationen:
-Identifikation erfolgreicher Instrumente
-Analysen vorbildlicher Strategien auf Basis neuester OECD-Daten
-Darstellung der jüngsten Entwicklungen in der Wirtschafts-, Finanz-, Tarif- und Arbeitsmarktpolitik
-Positionierung der Länder in einer Rangliste auf Basis eines ökonometrischen Modells." Bei den 21 Ländern handelt es sich um die EU-Länder ohne Luxemburg, USA, Japan, Schweiz, Australien, Neuseeland, Norwegen, und Kanada. Das Ranking, das die Jahre 1998 und 1999 berücksichtigt, wird von Japan, der Schweiz und Norwegen angeführt. (IAB2) -
Literaturhinweis
The impact of active labor market programs and benefit entitlement rules on the duration of unemployment (2000)
Zitatform
Lalive, Rafael, Jan C. van Ours & Josef Zweimüller (2000): The impact of active labor market programs and benefit entitlement rules on the duration of unemployment. (IZA discussion paper 149), Bonn, 25 S., Anhang.
Abstract
"Swiss policy makers created a unique link between unemployment benefits and Active Labor Market Programs (ALMPs) by making benefit payments conditional on program attendance after 7 months of unemployment duration. The authors evaluate the effect of Active Labor Market Programs and benefit entitlement on the duration of unemployment in Switzerland. In the evaluation they allow for selectivity affecting the inflow into programs. The results indicate that: (i) After ALMP-participation the tranistion rate to jobs increases for Swiss women but not for Swiss men. However, the job hazard rate is strongly reduced during participation. Taken together, this leads to the conclusion that programs prolong unemployment duration for men, but tend to shorten durations for women. (ii) Once the unemployment spell aproaches the expiration of unconditional benefit entitlement the job-hazard rate increases strongly, both for women and for men. (iii) There are important selectivity effects for Swiss females, but not for Swiss males." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation of Swedish youth labour market programmes (2000)
Zitatform
Larsson, Laura (2000): Evaluation of Swedish youth labour market programmes. (Office of Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2000/01), Uppsala, 71 S.
Abstract
Der Bericht bewertet und vergleicht direkte Auswirkungen zweier schwedischer Arbeitsmarktprogramme für Jugendliche (Praxis für Jugendliche, Arbeitsmarkttraining). Die Wirksamkeit wird an anschließendem Jahreseinkommen, Wahrscheinlichkeit der (Wieder-)Beschäftigung und Wahrscheinlichkeit einer normalen Schul- /Ausbildungslaufbahn gemessen. (IAB)
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Typologie der Maßnahmen
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
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