Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Das IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle (2004)
Zitatform
Casey, Catherine & Petricia Alach (2004): Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 3, S. 459-480. DOI:10.1177/0950017004045546
Abstract
"Women's continued high rate of participation in non-standard employment, especially temporary and part-time jobs, attracts much critical concern. Many social analysts of work regard non-standard employment as heightening risks of economic insecurity, workplace exploitation and social marginalization. Labour economists regard temporary and part-time work as comprising 'secondary' labour markets and workers in this sector as 'secondary earners'. Many analysts consider women's over-representation in this sector to be a consequence of women's exclusion from primary sector employment and its expected better conditions.
This article develops an interpretive analysis of a qualitative study of 45 women temporary workers in New Zealand in 2001-2002. The experiences and aspirations with respect to work of this particular sample of women currently engaged in temporary employment relations indicate some divergent trajectories from those more commonly observed. In contrast to most current depictions of women and temporary employment, the findings indicate that some women are striving to practise their own preferential employment arrangements in ways that actively challenge conventional economic assumptions of employment behaviour and traditional trajectories of women's lives. The article proposes that these efforts may indicate alternative oppositional strategies to normative acceptance of qualitatively degraded jobs and employment relations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Betriebsfremde Arbeitnehmer in der Betriebsverfassung unter besonderer Berücksichtigung der unechten Leiharbeitnehmer (2004)
Dewender, Sascha;Zitatform
Dewender, Sascha (2004): Betriebsfremde Arbeitnehmer in der Betriebsverfassung unter besonderer Berücksichtigung der unechten Leiharbeitnehmer. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 2, Rechtswissenschaft 3841), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 209 S.
Abstract
"Mit steigender Tendenz gewinnt für viele Unternehmen die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen innerhalb der eigenen Betriebssphäre an Bedeutung, denn mit dieser Art des flexiblen Personaleinsatzes lässt sich beispielsweise die Arbeitszeit bedarfsgerecht stunden-, tage- oder wochenweise ausweiten und zurückführen. Die Formen, in denen in der Praxis Fremdfirmenarbeit auftritt, sind dabei sehr verschieden. Als gemeinsame Folge des drittbezogenen Personaleinsatzes teilen sich die in einem Betrieb Beschäftigten in Stammarbeitnehmer und von außen kommende Fremdarbeitnehmer. Diese Unterteilung führt neben individualarbeitsrechtlich unterschiedlichen Rechtsbeziehungen zum Betriebsinhaber vor allem auch zu Schwierigkeiten bei der betriebsverfassungsrechtlichen Zuordnung und Erfassung der Fremdarbeitnehmer. Ziel dieser Untersuchung ist es daher, die einzelnen Erscheinungsformen von Fremdfirmeneinsätzen und deren rechtliche Ausgestaltung voneinander abzugrenzen. Auf dieser Grundlage wird die bis heute umstrittene Stellung der betriebsfremden Beschäftigten in der Betriebsverfassung unter besonderer Konzentration auf die Leiharbeit als die signifikanteste Form der Beschäftigung von Betriebsfremden einer unter teleologischen Gesichtspunkten orientierten Klärung zugeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland (2004)
Dietz, Barbara;Zitatform
Dietz, Barbara (2004): Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland. (Osteuropa-Institut München. Working papers 253), München, 44 S.
Abstract
Seit Beginn der 1990er Jahre kommt der Beschäftigung von osteuropäischen Saisonarbeitern insbesondere in der deutschen Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Obschon diese auf bilateralen Verträgen beruhende kurzfristige Arbeitsmigration mittlerweile Praxis ist, wurde ihre Bedeutung für Arbeitgeber und Betriebe, aber auch für die lokalen Arbeitsmärkte in Deutschland erst in Ansätzen untersucht. Vor diesem Hintergrund führte das Osteuropa-Institut München im Frühjahr 2003 eine qualitative Befragung in landwirtschaftlichen Betrieben durch, die Saisonarbeitnehmer aus Polen beschäftigen. Gegenstand der Umfrage war die Rekrutierung, Beschäftigung und Erfolgsbilanz saisonaler Arbeitsmigranten aus Osteuropa, die Organisation der alltäglichen Arbeitsabläufe und die Bedeutung polnischer Saisonarbeiter aus Arbeitgebersicht. Insgesamt nahmen 16 landwirtschaftliche Betriebe und ein Gastronomiebetrieb an der Umfrage teil. Dabei lagen die regionalen Schwerpunkte in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo polnische Saisonarbeiter in Gemüse-, Salat-, Gurken- und Hopfenanbaubetrieben, bei Sonderkulturen und im Gartenbau beschäftigt sind. Nach Aussage der Betriebe haben sich das Rekrutierungssystem und die Praxis der Beschäftigung polnischer Saisonarbeiter bewährt. In diesem Zusammenhang ist auch anzunehmen, dass die illegale Beschäftigung osteuropäischer Arbeitsmigranten durch die Legalisierung der Saisonarbeit zurückgegangen ist. Für den weiteren Erhalt der saisonalen Arbeitskräftemigration spricht, dass Saisonarbeitskräfte nach den verfügbaren Informationen überwiegend komplementär zu festangestellten Mitarbeitern eingesetzt werden und deren Arbeitsplätze in der Tendenz stützen. (IAB)
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Literaturhinweis
Marktnahe Arbeitsformen: eine ökonomisch-rechtliche Analyse (2004)
Dietz, Heiko;Zitatform
Dietz, Heiko (2004): Marktnahe Arbeitsformen. Eine ökonomisch-rechtliche Analyse. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin, 354 S.
Abstract
"Marktnahe Beschäftigungsformen - z.B. die Arbeitnehmerüberlassung, die befristete Beschäftigung oder Formen der abhängigen Beschäftigung - haben national wie international an Bedeutung zugenommen. Innerhalb von Beschäftigungssystemen werden sie als flexible Alternativen im Vergleich zum vorherrschenden Normalarbeitsverhältnis rekonstruiert. Sie ergänzen dabei als rationale Beschäftigungsstrategien Beschäftigungsformen komplementär, indem sie den Arbeitgebern zusätzliche Handlungsoptionen bieten. Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der marktnahen Arbeitsformen haben dabei die (arbeits-)rechtlichen Regelungen, denen Arbeitsbeziehungen unterliegen. Es werden marktnahe Beschäftigungsformen und deren Funktionen innerhalb von arbeitsrechtlichen Beschäftigungssystemen begründet. Das daraus abgeleitete Beschäftigungsmodell wird anhand eines empirischen Vergleichs verschiedener Länderarbeitsmärkte und deren rechtlicher Regelungen überprüft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ein neuer Aspekt der Ost-West-Wanderung: Die Pendelmigration zwischen Polen und Deutschland (2004)
Dietz, Barbara;Zitatform
Dietz, Barbara (2004): Ein neuer Aspekt der Ost-West-Wanderung: Die Pendelmigration zwischen Polen und Deutschland. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 26, H. 2, S. 108-117.
Abstract
"Der Aufsatz befasst sich mit einem relativ neuen Migrationsphänomen: der Pendelmigration zwischen Polen und Deutschland seit dem Ende der achtziger Jahre. Dazu wird zunächst der Begriff der Pendelmigration geklärt und es werden die rechtlichen sowie politischen Rahmenbedingungen dieser Wanderungen untersucht. Weiterhin wird gezeigt, wie groß diese Wanderungen sind und welche Personengruppen an den Pendelmigrationen zwischen Polen und Deutschland beteiligt sind. Abschließend geht der Aufsatz auf die Frage ein, welche Anforderungen Pendelmigrationen an die soziale Arbeit stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor (2004)
Ertel, Michael; Pröll, Ulrich;Zitatform
Ertel, Michael & Ulrich Pröll (2004): Arbeitssituation und Gesundheit von "neuen Selbstständigen" im Dienstleistungssektor. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 1, S. 3-15. DOI:10.1515/arbeit-2004-0102
Abstract
"Formen selbstständiger Erwerbstätigkeit ohne Arbeitnehmer breiten sich mit beachtlicher Dynamik aus, - insbesondere auf den expandierenden Märkten der Wissens- und Kulturdienstleistungen. 'Neue Selbstständigkeit' verkörpert in idealtypischer Weise die Ambivalenz 'arbeitskraftunternehmerischer' Existenz, weil nahezu alle Erwerbs- und Lebensbereiche durch die Spannung zwischen erweiterten Freiheitsgraden der Lebensführung und verschärften Zumutungen der Selbstorganisation und Selbstvorsorge gekennzeichnet sind. Der Beitrag fokussiert auf der Grundlage (z.T. eigener) empirischer Befunde auf die gesundheitlichen Implikationen dieser Erwerbsform. Deutlich wird, dass Selbstbeschäftigung i.d.R. mit hohen Anforderungen und Belastungen verknüpft ist, deren Bewältigung ein entwickeltes System personaler, sozialer und institutioneller Ressourcen voraussetzt. Für Teilpopulationen sind gesundheitskritische Konstellationen mit entsprechenden Frühindikatoren schon jetzt nachweisbar, für Weitere muss ein problematischer, intensitätsgesteuerter Ressourcenzugriff vermutet werden, dessen gesundheitliche Folgen sich mittel- und langfristig zeigen dürften. Vor diesem Hintergrund werden spezifische Präventionsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen gesellschaftlichen Ressourcenmanagements vorgeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung von Mitarbeitern und Gründern kleiner IT-Unternehmen: Forschungsbericht aus dem Projekt "KOMPETENT" (2004)
Ewers, Eyko; Hoff, Ernst-H.; Petersen, Olaf; Schraps, Ulrike;Zitatform
Ewers, Eyko, Ernst-H. Hoff & Ulrike Schraps (2004): Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung von Mitarbeitern und Gründern kleiner IT-Unternehmen. Forschungsbericht aus dem Projekt "KOMPETENT". (Freie Universität Berlin, Berichte aus dem Bereich Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie 25), Berlin, 41 S.
Abstract
"Im Mittelpunkt des Forschungsberichtes stehen Ergebnisse zur Arbeits- und Lebensgestaltung von 85 jungen GründerInnen und MitarbeiterInnen, die überwiegend in kleinen neugegründeten Unternehmen (sog. 'Startups') im IT-Bereich beschäftigt sind. Die Befunde basieren auf einer ersten Serie von Interviews im Rahmen des BMBF-Projekts 'KOMPETENT', das als Längsschnittstudie mit zwei Interview-Erhebungen und einer dazwischen fortlaufenden Online-Befragung angelegt ist. Die Befunde der ersten Interviewserie zeigen, dass bei einer Mehrheit der Befragten neue Formen der Lebensgestaltung dominieren, die durch eine (teilweise extrem) starke Arbeitszentrierung und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben gekennzeichnet sind. Dabei lassen sich verschiedene Unterformen abgrenzen: (a) eine 'Verschmelzung der Lebenssphären', bei der Arbeit und Freizeit eine inhaltliche Einheit bilden, (b) eine 'extrem arbeitszentrierte Entgrenzung', bei die Arbeit das Privatleben nahezu vollständig 'schluckt' sowie (c) eine 'relativierte' Entgrenzung, bei der die extreme Dominanz des Berufs zugunsten einer inhaltlich stärker abgrenzbaren 'Rest-Freizeit' nachlässt. Neben der Entgrenzung finden wir zudem stärker traditionale Formen einer Segmentation und einer Integration der Lebenssphären, wobei für beide Hauptformen jeweils eine 'ausbalancierte' sowie eine 'arbeitszentrierte' Unterform unterschieden werden kann. Diese insgesamt sieben Unterformen der Lebensgestaltung werden entlang verschiedener Merkmalsbereiche detailliert beschrieben und bezüglich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Mit Blick auf die Entwicklung der Lebensgestaltungsformen, die im Längsschnitt noch genauer untersucht werden soll, zeigt sich bereits zum Zeitpunkt der ersten Erhebung Folgendes: Mehrheitlich wird die Entgrenzung als Lebensform kritisch reflektiert und als temporär begrenzt begriffen. Bei jungen Männern zeigen sich Übergänge von einer Entgrenzung zu einer Segmentation von Berufs- und Privatleben, bei Frauen dagegen vor allem Übergänge von Entgrenzung zu Integration. Solche Veränderungen ergeben sich im Zuge extern bedingter Krisen der kleinen Unternehmen sowie individuell angestoßener Familiengründungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Contingent employment in academic careers: relative deprivation among adjunct faculty (2004)
Feldman, Daniel C.; Turnley, William H.;Zitatform
Feldman, Daniel C. & William H. Turnley (2004): Contingent employment in academic careers. Relative deprivation among adjunct faculty. In: Journal of vocational behavior, Jg. 64, H. 2, S. 284-307. DOI:10.1016/j.jvb.2002.11.003
Abstract
"This article utilizes relative deprivation theory to examine the careers of non-tenure-track instructors and research associates. Demographic status, motivations for accepting contingent employment, and standards of comparison used to assess the quality of the job were all related to the degree of relative deprivation experienced by adjunct faculty. Furthermore, even after controlling for the level of objective job rewards (e.g., salary) and objective working conditions (e.g., hours worked), relative deprivation was consistently and negatively related to both career attitudes and job behaviors. The article concludes with directions for future theory development, empirical research, and management practice in regard to academics and other highly-skilled professionals engaged in contingent employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems (2004)
Zitatform
Felstead, Alan & Duncan Gallie (2004): For better or worse? Non-standard jobs and high involvement work systems. In: The international journal of human resource management, Jg. 15, H. 7, S. 1293-1316. DOI:10.1080/0958519042000238464
Abstract
"Over the last couple of decades, core-periphery models of employment have dominated the debate on organizational responsiveness to change. More recently, however, researchers have also turned their attention to organizational reforms that seek to involve, engage and empower workers in their jobs. This paper addresses two related questions that emerge from these debates: are non-standard jobs lowly skilled and insecure and, if so, do high involvement work systems make things better or worse? By drawing on the 2001 Skills Survey the paper presents evidence on the most comprehensive and up-to-date information currently available in Britain. The paper finds that, while in most respects part-time workers and those on temporary contracts (especially those with contracts of uncertain duration) are in more lowly skilled jobs, only those on temporary contacts suffer from relatively high levels of insecurity. Despite this, non-standard employees appear to gain more than full-time permanent employees from being part of a high involvement work system - part-timers, in particular, benefit most from the increased level of skills these workplaces demand, and some types of temporary employees take additional benefit from the enhanced employment security with which these workplaces are associated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Personalwirtschaftliche Wirkungen von Zeitarbeit: eine theoretische Analyse des Kooperations- und Leistungsverhaltens des Einsatzes von Leih- im Vergleich zu Normalarbeitnehmern (2004)
Friedrich, Colette; Martin, Simone;Zitatform
Friedrich, Colette & Simone Martin (2004): Personalwirtschaftliche Wirkungen von Zeitarbeit. Eine theoretische Analyse des Kooperations- und Leistungsverhaltens des Einsatzes von Leih- im Vergleich zu Normalarbeitnehmern. In: Zeitschrift für Personalforschung H. 2, S. 207-221.
Abstract
"Innerhalb der theoretischen Betrachtungen zur Zeitarbeit stellt die Analyse möglicher negativer personalwirtschaftlicher Wirkungen, wie z.B. Kooperationsverhalten von Leih- und Stammarbeitnehmern im Unternehmen, Arbeitszurückhaltung und oder erwartete Produktivitätsunterschiede, eine Forschungslücke dar. Der Beitrag widmet sich der aus solchen Überlegungen resultierenden Kosteneffizienz des Einsatzes von Leiharbeitnehmern im Vergleich zu Normalarbeitnehmern. Als theoretische Untersuchungsbasis wurden die Insider-Outsider- und die Effizienzlohntheorie gewählt. Aus der Anwendung der Insider-Outsider-Theorie resultiert, dass die Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern der Beschäftigung von Normalarbeitnehmern bei Abwesenheit unternehmensspezifischer Qualifikationsanforderungen vorzuziehen ist, da vergleichsweise geringere labour turnover costs anfallen. Aus der Betrachtung auf Basis des Shirkingansatzes der Effizienzlohntheorie resultiert eine Empfehlung der Normalarbeitnehmerbeschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary employment, working conditions and expected exits from firms (2004)
Zitatform
García-Serrano, Carlos (2004): Temporary employment, working conditions and expected exits from firms. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 293-316.
Abstract
"This paper analyses two issues related to working conditions and temporary employment. First, why do temporary workers exhibit lower scores in objective indicators of working life? Second, what is the influence of working conditions on mobility? Using information for Spanish workers, the results indicate that differences in working conditions remain after controlling for individual, job and firm characteristics: in particular, temporary workers with short job tenure seem to occupy jobs with poorer working conditions. Moreover, there is evidence that workers with worse working life are more likely to expect to leave their current firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich (2004)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2004): Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich. In: G. Schmid, M. Gangl & P. Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel : empirische Analysen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 286), S. 181-203.
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, ob und inwieweit befristete Beschäftigung einen Einfluss auf die Entwicklung individueller Arbeitseinkommen nimmt. Ausgehend von der These, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages der Erfüllung sehr verschiedener Funktionen dient, werden unterschiedliche Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung postuliert. Weiterhin wird argumentiert, dass diese Funktionen mit individuellen sowie institutionellen Merkmalen kovariieren und sich somit die Stärke und Richtung der Befristungseffekte als kontextabhängig erweisen. Es werden insbesondere die intervenierende Rolle von Bildungstiteln sowie der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen (Grad der Beschäftigungssicherheit, Bildungssystem) thematisiert. Um die vermuteten Effekte institutioneller Rahmenbedingungen analysieren zu können, werden die Befristungseffekte zweier Länder (Deutschland und Großbritannien) gegenübergestellt. Die Hypothesen zu den Einkommenseffekten befristeter Beschäftigung werden anhand von Längsschnittdaten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und dem British Household Panel Survey (BHPS) empirisch überprüft. Die Ergebnisse der empirischen Analysen weisen darauf hin, dass die Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung tatsächlich stark mit bestimmten Kontexten variieren. Erstens sind befristete Stellen für mittlere und niedrige Bildungsgruppen mit unterdurchschnittlichen Einkommen und Einkommenszuwächsen verbunden, während sie für Hochgebildete sogar mit einer überdurchschnittlichen Einkommensentwicklung einhergehen können. Zweitens deuten Effektunterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland darauf hin, dass auch institutionelle Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Effekte befristeter Beschäftigung ausüben. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse der empirischen Analyse die Annahme der Heterogenität und der Kontextabhängigkeit der Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
External labour market flexibility and social inequality: temporary employment in Germany and the UK (2004)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2004): External labour market flexibility and social inequality. Temporary employment in Germany and the UK. In: European Societies, Jg. 6, H. 3, S. 347-382.
Abstract
"In this paper we examine the impact of temporary work on two dimensions of social inequality: income and career mobility. Additionally, we are taking a comparative perspective on this subject by comparing Germany and the UK. To investigate the effects of temporary work we use data from the German Socio-Economic Panel and the British Household Panel Study on non-self-employed respondents. The results show that temporary work does influence the system of social inequality: we found wage penalties and an increased probability of severe negative effects on the working careers of temporarily employed persons in both countries (net of education, age, and a variety of other covariates). Thus we can conclude that temporary employment represents a substantial socio-economic risk for employees. Most importantly, this holds true for both the German and the British case, two quite distinct labour market regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Flexibilität durch Leiharbeit: Zumutung oder Chance? (2004)
Grimm, Natalie;Zitatform
Grimm, Natalie (2004): Flexibilität durch Leiharbeit. Zumutung oder Chance? In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 32, S. 129-140.
Abstract
Flexibilität ist eng verbunden mit der Beschäftigungsform Leiharbeit und gilt als wesentliches Merkmal der Leiharbeit. Der Beitrag geht den Auswirkungen der Flexibilität auf Leiharbeiter am Beispiel der Automobilindustrie nach. Hierzu wurden 57 Leiharbeiter der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer aus Stuttgart und Zwickau befragt. Zunächst wird die Entwicklung und Bedeutung von Leiharbeit in Deutschland skizziert, um dann zu untersuchen, welche Umstände dazu führen, dass bestimmte Personen als Leiharbeitnehmer tätig sind. Für den Großteil der befragten Leiharbeitnehmer lässt sich anhand der Interviews und der subjektiv geschilderten Erfahrungen zusammenfassen, dass sie Flexibilität in ganz unterschiedlichen Dimensionen als Zumutung für sich erleben und die Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Leben damit eingeschränkt werden. Leiharbeit und Flexibilität sind keine positiven Leitbilder. Trotzdem werden die Zumutungen der Flexibilität in Kauf genommen, da Leiharbeit als Übergangslösung oder als Sprungbrett in ein festes Arbeitsverhältnis dienen kann. (IAB)
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Labour market effects of fixed-term employment contracts: microeconometric analyses for West Germany (2004)
Zitatform
Hagen, Tobias (2004): Labour market effects of fixed-term employment contracts. Microeconometric analyses for West Germany. Frankfurt am Main, 266 S.
Abstract
Mittels mikroökonomischer Methoden sowie basierend auf personenbezogenen und betrieblichen Daten werden die Beschäftigungseffekte befristeter Arbeitsverträge in Westdeutschland analysiert. Im ersten Teil steht der Zusammenhang von befristeten Arbeitsverträgen und der betrieblichen Arbeitskräftenachfrage im Mittelpunkt. Die ökonometrische Analyse der Gründe für den Einsatz befristeter Arbeitsverträge konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Kündigungsschutz von Arbeitnehmern mit unbefristeten Verträgen und dem Einsatz befristeter Arbeitsverträge. Weiterhin wird eine deskriptive Analyse des Einflusses befristeter Arbeitsverträge auf die Arbeitskräftemobilität und auf die Zu- und Abgänge auf betrieblicher Ebene vorgenommen. Schwerpunkt des zweiten Teils sind die kurzfristigen Auswirkungen einer befristeten Beschäftigung auf Arbeitsbedingungen und Löhne. Der letzte Teil widmet sich der Frage, ob sich befristete Beschäftigungen langfristig als Sprungbrett in eine unbefristete Beschäftigung erweisen, und der Frage, ob unbefristete Arbeitsverträge das Suchverhalten Arbeitsloser verändern. Hierzu dient zum einen eine ökonometrische Analyse der Arbeitslosigkeitsdauer, wobei zwischen beiden Vertragstypen unterschieden wird, zum anderen eine Analyse der Auswirkungen befristeter Arbeitsverträge auf zukünftige Arbeitsmarktchancen, die die sequenziellen Entscheidungen beim Arbeitsplatzsuchverhalten berücksichtigt. (IAB)
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung in der Schweiz: Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich (2004)
Henneberger, Fred; Ziegler, Alexandre; Sousa-Poza, Alfonso;Zitatform
Henneberger, Fred, Alfonso Sousa-Poza & Alexandre Ziegler (2004): Befristete Beschäftigung in der Schweiz. Ausmaß, Determinanten und ökonomische Bewertung im internationalen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 3, S. 239-267.
Abstract
"In der Studie werden erstmals für den schweizerischen Arbeitsmarkt umfassende Informationen über den Umfang, die Verbreitung und die Determinanten befristeter Arbeitsverhältnisse präsentiert und eine ökonomische Bewertung dieser Beschäftigungsform im Vergleich zu unbefristeten Arbeitsverträgen vorgenommen. Verwendet werden Daten aus den ersten drei Wellen des neuen Schweizerischen Haushalts-Panels (SHP) für die Jahre 1999 bis 2001. Hierbei zeigt sich, dass eine Befristung der Beschäftigung bei hoch qualifizierten Arbeitskräften sowie bei jüngeren und älteren Arbeitnehmern häufiger vorkommt. Die Löhne befristet beschäftigter Frauen sind geringer als diejenigen der anderen weiblichen Erwerbstätigen. Diese Lohndifferenz ist jedoch nicht auf die Befristung der Beschäftigung per se, sondern auf unbeobachtbare individuelle Heterogenität zwischen den Frauen zurückzuführen. Für die Gruppe der Männer ist hingegen kein Einfluss der unterschiedlichen Beschäftigungsformen auf den Lohn festzustellen. Sowohl das empfundene als auch das tatsächliche Arbeitslosigkeitsrisiko sind bei befristet Beschäftigten größer. Gleichzeitig besteht - trotz gewisser Persistenzphänomene - eine erhebliche Mobilität von befristeter zu dauerhafter Beschäftigung. Ferner ist zu beobachten, dass ein befristeter Arbeitsvertrag die Wahrscheinlichkeit erhöht (reduziert) mit der Arbeitsstelle generell sehr zufrieden (unzufrieden) zu sein. Die Zufriedenheit mit dem Lohn ist bei temporär angestellten Männern geringer als bei den anderen männlichen Arbeitskräften. Die Wahrscheinlichkeit, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, ist hingegen für befristet Beschäftigte nicht kleiner als für andere Arbeitnehmer. Ein internationaler Vergleich anhand von Daten des International Social Survey Programme (ISSP) von 1997 zeigt, dass sich die Determinanten befristeter Beschäftigung in der Schweiz mit denen anderer Länder weitgehend decken. Schließlich hängt die Befristungsquote nicht signifikant vom Ausmaß des Kündigungsschutzes, sondern vielmehr von der Arbeitslosenquote ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Freelancer in den Neuen Medien: jenseits standardisierter Muster von Arbeit und Leben? (2004)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2004): Freelancer in den Neuen Medien. Jenseits standardisierter Muster von Arbeit und Leben? In: H. Kahlert & C. Kajatin (Hrsg.) (2004): Arbeit und Vernetzung im Informationszeitalter : wie neue Technologien die Geschlechterverhältnisse verändern (Politik der Geschlechterverhältnisse, 26), S. 143-165.
Abstract
Die Verfasserin setzt sich zunächst auf theoretischer Ebene mit der Regulation von Arbeit und Leben durch das Normalarbeitsverhältnis und das Familienernährermodell in Deutschland auseinander. Sie legt in dem Beitrag Ergebnisse von Interviews mit freiberuflichen JournalistInnen und DesignerInnen vor, wobei der Schwerpunkt auf der Frage liegt, in wie weit Netzwerke in den Neuen Medien eine neue Form der Regulation von Arbeit darstellen. Darüber hinaus werden empirisch vorgefundene Arrangements von Arbeit und Leben sowie partnerschaftliche Geschlechterarrangements vorgestellt, die von standardisierten Mustern der Trennung von Erwerbsarbeit und Privatleben abweichen. Gleichzeitig werden aber auch Kontinuitäten hinsichtlich persistenter geschlechtsspezifischer Normen für Frauen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Anlehnung an das westdeutsche Modell des Geschlechterarrangements deutlich. Die Geschlechterverhältnisse von Freelancern im Bereich der neuen Medien weisen demnach zugleich traditionelle und moderne Elemente auf. (IZ-Doku)
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Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung: Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen (2004)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2004): Neue Perspektiven für die Arbeitsforschung. Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von 'Arbeit' und 'Leben' bei Alleinselbständigen. In: D. Baatz, C. Rudolph & A. Satilmis (Hrsg.) (2004): Hauptsache Arbeit? : feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit (Arbeit - Demokratie - Geschlecht, 01), S. 185-198.
Abstract
Im Anschluss an neue Konzepte zur Untersuchung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen wird im vorliegenden Beitrag das Konzept des Arbeitskraftunternehmers aus einer genderkritischen Perspektive beleuchtet. Die Autorin berichtet hierzu aus dem laufenden Forschungsprojekt "Neue Erwerbsformen und Wandel von Geschlechterarrangements", in welchem die Erwerbsbiographien von Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht werden. Die Erforschung der Verknüpfung von "Arbeit" und "Leben" bei Alleinselbständigen eröffnet nach der These der Autorin neue Perspektiven für die Arbeitsforschung, wobei allerdings das Konzept des Arbeitskraftunternehmers ergänzt werden muss. Ansatzpunkte lassen sich z.B. in anglo-amerikanischen Untersuchungen über Alleinselbständige sowie im Konzept der Alltäglichen Lebensführung und in der sozialstrukturell orientierten, geschlechtersensiblen Lebenslaufforschung aufzeigen. Die Autorin fasst die zentralen Überlegungen aus diesen Ansätzen zusammen und stellt sie den verfügbaren Daten über Alleinselbständigkeit in den untersuchten Berufsgruppen gegenüber. (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
Minijobs im Handel - beliebt, aber kaum Chancen für Arbeitslose (2004)
Hofmann, Herbert;Zitatform
Hofmann, Herbert (2004): Minijobs im Handel - beliebt, aber kaum Chancen für Arbeitslose. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 57, H. 23, S. 22-25.
Abstract
"Mit der so genannten Minijob-Regelung, die im April letzten Jahres eingeführt wurde, sollte die Beschäftigungsschwelle gesenkt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Im März 2004 übten 4,7 Mill. Personen ausschließlich eine geringfügig entlohnte Tätigkeit und weitere 1,6 Millionen den geringfügig entlohnten Job als Nebentätigkeit aus. Die steigende Zahl von Minijobs wird von den Initiatoren der Reform als Erfolg gewertet, Kritiker befürchten dagegen, dass die Minijobs zu einer massiven Substitution von sonstigen Formen der Erwerbstätigkeit durch die geringfügige Beschäftigung führen. Am Beispiel der Handelsbranche wird hier gezeigt, dass es sich bei der Verbreitung der Minijobs um kein Nullsummenspiel handelt. Zwar sank im Zeitraum Juni 2001 bis März 2004 die Zahl der im Handel beschäftigten voll sozialversicherungspflichtigen Voll- und Teilzeitkräfte um 5,5%, und die geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse stiegen um 7,4%, es wäre jedoch voreilig, dies als Ergebnis der Reformmaßnahmen zu interpretieren. Denn in der Handelsbranche zwingt ein intensiver Preis- und Systemwettbewerb die Unternehmen seit Jahren zu kostensparenden Maßnahmen, so dass sich die Struktur der im Handel Beschäftigten schon vor der Hartz-II-Reform in Richtung Teilzeitbeschäftigung und Geringfügigkeit entwickelt hat. Für die Integration der Bezieher von Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe (ab 1. Januar 2005 Arbeitslosengeld II) sind die Minijobs allerdings wegen der hohen Transferentzugsrate unbedeutend." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen: Design und Implementation (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2004): Personal-Service-Agenturen. Design und Implementation. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 61-84.
Abstract
Anfang 2003 hat die Bundesregierung auf Vorschlag der Kommission für 'Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' das Arbeitnehmerüberlassungsrecht dereguliert, mit dem Ziel, den traditionellen Leiharbeitsmarkt zu erweitern. Gleichzeitig wurde mit dem Personal-Service-Agenturen (PSA) ein neues Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik geschaffen, um Arbeitslosen eine schnelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen sowie die Dauer der Arbeitslosigkeit zu verkürzen oder längere Arbeitslosigkeit sogar zu vermeiden. Der Beitrag analysiert die Implementationsstrukturen und -prozesse von PSA, die bereits ein Jahr nach dem Start des Instrumentes von der Bundesanstalt für Arbeit angepasst werden mussten. Die Analyse des Instrumentendesigns belegt, das dem Instrument eine klare Zielformulierung fehlt. Mit Blick auf die sozio-ökonomischen Merkmale der PSA-Beschäftigten finden sich im Vergleich zu den arbeitsmarktrelevanten Eigenschaften der traditionellen Leiharbeiter nur geringe strukturelle Unterschiede. Es zeigt sich, dass Langzeitarbeitslose kaum eine höhere Chance haben, in PSA eine temporäre Beschäftigung zu finden als in der traditionellen Leiharbeit. Von Seiten der PSA wird angemahnt, einen Zielgruppen-Mix zu definieren und einen Grundbetrag zu vereinbaren, der der Zielgruppenheterogenität entspricht, um passgenauer spezifische Kundenaufträge abzuwickeln. Die Analyse der Trägerform hat gezeigt, dass die häufig geäußerte Vermutung, Bildungsträger seien nicht geeignet, eine PSA zu betreiben, nicht uneingeschränkt gestützt werden kann. Der diskutierte Vorschlag, dass Arbeitslose mit einem Gutschein versehen sich eine beliebige Leiharbeitsfirma suchen können, birgt die Gefahr von hohen Mitnahme - und Substitutionseffekten. Erfahrungen mit Vermittlungsgutscheinen belegen, dass hiermit erheblicher Missbrauch betrieben wird / werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen - Teil I: in der Fläche schon präsent (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil I. In der Fläche schon präsent. (IAB-Kurzbericht 01/2004), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Seit April 2003 verleihen Personal-Service-Agenturen (PSA) Arbeitskräfte, um Arbeitslosen eine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt zu bauen. Um den Erfolg des Instrumentes zeitnah zu beurteilen, führt das IAB eine umfassende wissenschaftliche Begleitforschung durch. In dem Kurzbericht wird über die Vertragsgestaltung, die Zielgruppen, die Zahl der abgeschlossenen Verträge, der bereitgestellten Plätze und über die Höhe der Grundbeträge informiert. Bis Mitte November 2003 wurden 982 PSA-Verträge abgeschlossen mit rund 30.000 Beschäftigten. Insgesamt stehen 42.882 PSA-Pätze zur Verfügung. Im Durchschnitt liegt die Zahl der Arbeitslosen, die eine PSA aufnimmt, bei 45. Beinahe die Hälfte aller PSA entlohnt ihre Beschäftigten nach dem Randstad-Tarifvertrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2004): Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? In: A. van Aaken & G. Grözinger (Hrsg.) (2004): Ungleichheit und Umverteilung, S. 215-236.
Abstract
Die Leiharbeitsregelung in Deutschland ist seit den 1990er Jahren Gegenstand arbeitsmarktpolitischer und arbeitsrechtlicher Reformen. Trotz kaum vorliegender Daten wird seit April 2003 neben der Überlassungshöchstdauer nun auch die Entlohnung im Leiharbeitssektor reguliert. Die Wirkung dieser Reform wird beurteilt. Dazu wird ein Überblick über die Verbreitung der Leiharbeit in Deutschland gegeben. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Leiharbeit überwiegend um einen Niedriglohnsektor handelt, werden die Einstiegsbedingungen, Verweildauer und der Übergang in den primären Arbeitsmarkt untersucht. Die Höhe der Lohndifferentiale zwischen 1975 und 1997 werden getrennt nach Geschlecht und Region geschätzt. Insgesamt ist zu erwarten, dass wegen der vorgeschriebenen Lohnanhebung Beschäftigung in dieser Branche abgebaut wird. Damit gehören die Geringqualifizierten als Hauptgruppe der Leiharbeitnehmer zu den Verlierern der Reform. (IAB)
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Personal-Service-Agenturen - Teil II: erste Erfolge zeichnen sich ab (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil II. Erste Erfolge zeichnen sich ab. (IAB-Kurzbericht 02/2004), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Der Kurzbericht zu den Personal-Service-Agenturen (PSA) berichtet über die Strukturen und die Verleiheinsätze der PSA-Beschäftigten. Knapp 1.000 Personal-Service-Agenturen mit rund 30.000 Beschäftigten sind derzeit (November 2003) am Markt tätig. Vergleicht man die sozio-ökonomischen Eigenschaften der PSA-Beschäftigten mit den Charakteristika der traditionellen Leiharbeiter, lassen sich vor allem bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen strukturelle Unterschiede erkennen. Auch bieten die PSA Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Chance. Am häufigsten fragt das Verarbeitende Gewerbe PSA-Beschäftigte nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen (2004)
Kalkowski, Peter;Zitatform
Kalkowski, Peter (2004): Der Kontrakt der Arbeit bei wissensintensiven Dienstleistungen. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 11, H. 3, S. 246-269.
Abstract
"Der Beitrag beginnt mit einer Annäherung an das Konzept der postfordistischen Arbeitsregulation und plädiert dafür, die Regulation wissensintensiver Dienstleistungsarbeit aus der Vertragsperspektive zu betrachten. Er setzt sich mit der Kategorie Wissensarbeit sowie der Verbreitung dieses Arbeitstyps auseinander und begreift Projektorganisation als Merkmal postfordistischer Produktion. Es folgen Kapitel zur Kontraktualisierung von Wissensarbeit in und jenseits von Normalarbeitsverhältnissen. Gegenstand des Schlusskapitels sind Voraussetzungen und Perspektiven postfordistischer Arbeitsregulation. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die postfordistische Regulationsweise eine Stärkung von Individualrechten verlangt und durch Metaregeln gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Umbau des Altersteilzeitgesetzes im Rahmen von Hartz III (2004)
Kallhoff, Stephan;Zitatform
Kallhoff, Stephan (2004): Umbau des Altersteilzeitgesetzes im Rahmen von Hartz III. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 13, S. 692-698.
Abstract
"Der Beitrag stellt die im Rahmen des Dritten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt geschaffenen Neuregelungen des Altersteilzeitgesetzes (ATG), die zum 1. 7. 2004 in Kraft getreten sind, dar. Dabei sollen die Neuregelungen anhand ihrer Zielsetzung auf der einen Seite und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Praxis auf der anderen Seite einer ersten Bewertung zugeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The myth of worksharing (2004)
Zitatform
Kapteyn, Arie, Adriaan Kalwij & Asghar Zaidi (2004): The myth of worksharing. In: Labour economics, Jg. 11, H. 3, S. 293-313. DOI:10.1016/j.labeco.2003.08.001
Abstract
"Worksharing is considered by many as a promising public policy to reduce unemployment. This paper reviews the most pertinent theoretical and recent empirical contributions to the literature on worksharing. Next, we provide new empirical evidence on this issue by a longitudinal cross-country analysis of the long-run effects of a reduction in working hours on employment and wages, exploiting aggregate data for 16 OECD countries. The conclusions of the theoretical literature survey are indecisive: the efficacy of worksharing as an employment enhancing policy tool depends heavily on the setting in which the analysis takes place. In line with recent empirical studies, our results do not support the proposition that worksharing promotes employment. The results show a positive direct effect on employment of a reduction in working hours. However, taking into account indirect effects, in particular the upward effects on wages, we find that the long-run effect becomes small and insignificant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ich-AG und Überbrückungsgeld: eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2004)
Kleinen, Helmut; May-Strobl, Eva; Suprinovič, Olga; Wolter, Hans-Jürgen;Zitatform
Kleinen, Helmut, Eva May-Strobl, Olga Suprinovič & Hans-Jürgen Wolter (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung. Arbeitspapiere 12), Bottrop, 27 S.
Abstract
Die Studie untersucht am Beispiel der Ich-AG und des Überbrückungsgelds Förderinstrumente zu Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Zudem werden Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zusammengefasst, die sich von Januar 2003 bis Mai 2004 erstreckte. An der telefonischen Befragung nahmen 567 Personen teil. Die Befragten waren meist über 40 Jahre alt. Bei den Ich-AG's überwiegen mit knapp 60 % weibliche Existenzgründerinnen, während bei dem Überbrückungsgeld Männer mit über 70 % die Förderung in Anspruch nahmen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Förderung der Bundesagentur in vielen Fällen - insbesondere bei den Ich-AG's - eine Art Initialzündung für den Schritt in die Selbstständigkeit darstellt. Entsprechend bewirken diese Programme vermutlich eine große Anzahl von zusätzlichen Gründungen. Im Hinblick auf das Antragsverfahren werden Pflichten wie beispielsweise die Einreichung eines begutachteten schriftlichen Geschäftsplanes von den Überbrückungsgeldempfängern kaum als Belastung empfunden. Es ist daher eine Überlegung wert, ob man nicht auch die Gewährung des Existenzgründungszuschusses an entsprechende Bedingungen hinsichtlich Beratung und Begutachtung im Vorfeld der Gründung knüpfen sollte, um auf diese Weise die wirtschaftlichen Risiken für die Ich-AG's zu reduzieren. Allerdings besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, um belastbare Aussagen zu den Risiken von Ich-AG-Gründungen, dem Beitrag von Qualifikation und Beratung zum betrieblichen Erfolg und dem Verbleib von Ich-AG'lern, die keinen Antrag auf Förderung im zweiten Jahr gestellt haben, treffen zu können. (IAB)
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Understanding the development of temporary agency work in Europe (2004)
Zitatform
Koene, Bas, Jaap Paauwe & John Groenewegen (2004): Understanding the development of temporary agency work in Europe. (ERIM report series research in management), Rotterdam, 35 S.
Abstract
"This article develops an explanatory framework for understanding the growth and development of temporary agency work (TAW) and the related industry. The analysis shows that explanations based on economic logic are helpful in understanding the choice of TAW in general. These explanations, however, fall short when trying to explain the growth of agency work over time or the variation in its use among European countries. To cope with these shortcomings, we extend our explanatory base to include a variety of sociocultural dynamics. Our analysis shows how deep-seated national work-related values ('deep embeddedness') affect the way TAW is regulated nationally. It also demonstrates how differences in more changeable norms, attitudes and practices ('dynamic embeddedness') affect the process of embedding agency work as a societally acceptable phenomenon, providing a basis for its subsequent proliferation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekäre Leiharbeit: zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform (2004)
Zitatform
Kraemer, Klaus & Frederic Speidel (2004): Prekäre Leiharbeit. Zur Integrationsproblematik einer atypischen Beschäftigungsform. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 119-153.
Abstract
Am Beispiel der Leiharbeit werden die 'Schattenseiten flexibilisierter Arbeitsmärkte vermessen' und die sozialen Problemfelder identifiziert, die mit der Ausweitung relativ ungeschützter, atypischer Erwerbsarbeit zu Lasten regulärer Beschäftigungsverhältnisse verbunden sind. Hierzu wird zunächst bestimmt, was aus soziologischer Sicht unter prekärer Erwerbsarbeit und Prekarisierung zu verstehen ist. Im folgenden wird begründet, warum ungeachtet der sozialwissenschaftlichen Debatten zum 'Ende der Arbeitsgesellschaft' der Institution der Erwerbsarbeit auch weiterhin eine herausragende Bedeutung im Hinblick auf soziale Integrations-, Desintegrations- und Reintegrationsprozesse zuzuschreiben ist. Weiterhin werden die empirischen Befunde einer qualitativen Erhebung zum Einsatz ostdeutscher Leiharbeiter im Montagewerk eines Automobilherstellers vorgestellt. Ergänzend wurden Leiharbeiter, die bereits einige Jahre bei ein und demselben Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind, befragt. Im Ergebnis wird gezeigt, dass Leiharbeitnehmer sowohl Erfahrungen der Desintegration als auch der Integration gemacht haben. So wird die Beschäftigung im Automobilwerk als limitierte Rückkehr in die 'Zone der Normalität' angesehen. 'Je reibungsärmer diese Reintegration auf Zeit gelingt, desto nachhaltiger wirken desintegrierende Ängste vor einem erneuten Absturz in die Arbeitslosigkeit, vor dem Entzug mühsam erworbener symbolischer Anerkennung sowie vor dem erneuten Verzicht auf Teilhabechancen an der materiellen Kultur.' (IAB)
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Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program (2004)
Zitatform
Larsson, Laura & Oskar Nordström Skans (2004): Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2004,07), Uppsala, 21 S.
Abstract
"This paper proposes an application of standard evaluation techniques to obtain an early indication of the efficiency of a social program. An explicit distinction is made between participation and treatment since non-participants in many cases can find treatment outside of the program. By estimating the amount of treatment participants would have received if there had been no program it is possible to derive the net treatment provided by the program as soon as the first participants have entered the program. Using propensity score matching to study substitutes in the recently implemented Swedish 'Career Break' pilot program we obtain three main results: First, the selection into the program favours participants that would have received treatment even without the program. Second, the net treatment provided by the program is on average only about half of the expected program length. Third, a simulation shows how the net treatment could be increased by a simple change in the eligibility criteria." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien (2004)
Lasch, Vera; Wonneberger, Eva;Zitatform
Lasch, Vera & Eva Wonneberger (2004): Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 22, H. 2/3, S. 112-125.
Abstract
Mit der Einführung von Frauenberatungsstellen, Stammtischen speziell für unternehmerische Frauen, spezifischen Weiterbildungen für die weibliche Selbstständigkeit, Coachingkursen und Mentoring-Programmen sowie eigenen Gründungszentren ist deutlich geworden, dass Geschlechterunterschiede auch im Bereich von Existenzgründungen und beruflicher Selbstständigkeit virulent sind. Der Beitrag zeigt auf und analysiert, wie Wirtschaftsförderung und Beratungsangebote tatsächlich auf diese Unterschiede reagiert haben. Auch wird der Frage nachgegangen, wie Geschlechtergerechtigkeit derart gestaltet und strukturell gefördert werden kann, dass neue Formen von Arbeit entstehen, die mit den Geschlechterarrangements in den Familien in Einklang stehen. Nach wie vor ist eine begrenzte Arbeitszeit von Frauen typisch. Die Mehrzahl entscheidet sich für solche Formen der Selbstständigkeit, die nicht mehr als 30 Wochenstunden erfordern, jedoch nehmen die Anteilswerte von selbständigen Tätigkeiten mit mehr als 40 Arbeitsstunden pro Woche zu. Längerfristig ist das Ziel von Frauenselbstständigkeit die Schaffung existenzsichernder Verhältnisse, daher ist von der (zunächst scheinbar attraktiven) Förderung der Ich-AG nach dem Hartz-Konzept abzuraten und es wird den Existenzgründerinnen empfohlen, das Überbrückungsgeld in Anspruch zu nehmen. Es zeigt sich auch, dass Frauen und Männer unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse an die Beratungssituation herantragen. Skizziert wird der Stand der Forschung zu 'Existenzgründung und Frauen' seit den 80er Jahren, um dann zu analysieren, was die Befunde für geschlechtersensible Betrachtungen bedeuten. Abschließend werden aktuelle Fragen zu Wandel der Arbeit, Tätigkeiten und Erwerb behandelt. Fazit: Im Bereich konzeptioneller Überlegungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf besteht noch vielfältiger Entwicklungsbedarf. Forschung sollte daher den größeren Kontext untersuchen. (IAB)
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Befristungen im Hochschulbereich: Rechtslage nach dem Urteil des BVerfG zur Juniorprofessur (2004)
Löwisch, Manfred;Zitatform
Löwisch, Manfred (2004): Befristungen im Hochschulbereich. Rechtslage nach dem Urteil des BVerfG zur Juniorprofessur. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 19, S. 1065-1071.
Abstract
"Mit seinem Urteil vom 27.7.2004 (NJW 2004, 2803) hat das BVerfG das gesamte 5. HochschulrahmengesetzÄnderungsgesetz (5. HRGÄndG) vom 16. 2. 2002 für nichtig erklärt. Damit sind neben den Vorschriften über die Juniorprofessur auch die in diesem Gesetz getroffenen Neuregelungen über die Befristung von Arbeitsverhältnissen im Hochschulbereich im Orkus verschwunden. Nachfolgender Beitrag erörtert, welches Recht für befristete Neueinstellungen im Hochschulbereich nunmehr gilt (I), wie Verträge zu behandeln sind, die unter dem für nichtig erklärten Recht abgeschlossen worden sind (II), welche Folgerungen sich für Verträge aus der Zeit vor der für nichtig erklärten Neuregelung ergeben (III), und schließlich, wo die Kompetenz für eine etwaige Neuregelung des Befristungsrechts im Hochschulbereich liegt (IV)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Contract length as risk management when labor is not homogeneous (2004)
Maxcy, Joel G.;Zitatform
Maxcy, Joel G. (2004): Contract length as risk management when labor is not homogeneous. In: Labour, Jg. 18, H. 2, S. 177-189.
Abstract
"This paper examines the choice of contract length for workers who possess unique skills. Uncertainty, facing both the worker and the firm, creates an incentive to reallocate risk. The uncertainty arises from two sources: variation in the market value of the worker's human capital and fluctuation in the worker's physical production. Long-term contracts are typically modeled as compensating wage differentials, or as a solution to the problem of asymmetric information. This paper develops a model proposing more complex behavior in the reallocation of risk between the contracting parties. The model shows that long-term labor contracts are most likely to be observed when price uncertainty in the labor market exceeds the worker's productive uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau (2004)
Melms, Christopher; Lipinski, Wolfgang;Zitatform
Melms, Christopher & Wolfgang Lipinski (2004): Absenkung des Tarifniveaus durch die Gründung von AÜG-Gesellschaften als alternative oder flankierende Maßnahme zum Personalabbau. In: Betriebs-Berater, Jg. 59, H. 44, S. 2409-2417.
Abstract
"Die Reformen des AÜG haben einerseits die Einsatzmöglichkeiten für Leiharbeit flexibilisiert, andererseits durch die Einführung des Gleichbehandlungsgebots zwischen Leiharbeitnehmern und der Stammbelegschaft im Entleiherbetrieb ('equal pay') auf den ersten Blick starre Regeln für die Nutzung von Leiharbeit festgelegt. Allerdings ist das Gleichbehandlungsgebot tarifdispositiv. Inzwischen existieren einschlägige Branchentarifverträge, so dass auch diesbezüglich die notwendige Flexibilität wieder hergestellt scheint. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag das Modell vor, nach dem Unternehmen eigene Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaften gründen, von denen sie Arbeitnehmer entleihen, um sie im internen Produktionsprozess einzusetzen. Dieses Modell dient auch dazu, auf wirtschaftliche Schwierigkeiten nicht (allein) mit Personalabbau zu reagieren, sondern setzt den Hebel an den hohen, meist in besseren Zeiten vereinbarten Flächentarifleistungen an. Die Autoren erläutern die rechtlichen Zulässigkeitskriterien für dieses Modell." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wages and wage growth of fixed-term workers in East and West Germany (2004)
Zitatform
Mertens, Antje & Frances McGinnity (2004): Wages and wage growth of fixed-term workers in East and West Germany. In: Applied economics quarterly, Jg. 50, H. 2, S. 139-163.
Abstract
Vor dem Hintergrund einer lebhaften Debatte über die Konsequenzen von befristeten Arbeitsverträgen, werden die Löhne von befristet Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland untersucht. Dazu werden Daten des Sozioökonomischen Panels GSOEP der späten 90er Jahre herangezogen. Frühere Forschungen, die sich der Schätzmethode der kleinsten Quadrate bedienen (Ordinary-Least-Squares-Regression OLS), zeigten, dass befristet beschäftigte Arbeitskräfte signifikant weniger verdienen als ihre unbefristet beschäftigten Kollegen. Verglichen mit einfachen OLS-Schätzungen, werden mit einem Fixed-Effects-Modell geringere Lohnunterschiede zwischen unbefristet und befristet Beschäftigten ermittelt. Dies legt nahe, dass sich befristet beschäftigte Arbeitskräfte von unbefristet beschäftigten durch unbeobachtbare Faktoren unterscheiden. Zudem verzeichnen befristet Beschäftigte durchschnittlich signifikant höhere Lohnzuwächse als Arbeiter mit festem Vertrag. Dies läßt darauf schließen, dass wenigstens einige der befristet Beschäftigten in der Lage sind 'aufzuholen'. (IAB)
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Zeitarbeit in Deutschland und den USA: eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit (2004)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2004): Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit. (Personal, Organisation und Arbeitsbeziehungen 34), Lohmar u.a.: Eul, 430 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche hat in den vergangenen Jahren durch erhebliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Im internationalen Vergleich ist die Nutzung von Zeitarbeit in Deutschland aber noch sehr gering verbreitet, obwohl ihr im Rahmen der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zugedacht wurde. Damit die Zeitarbeit ihre beschäftigungspolitische Funktion entfalten kann, muss sie als personalwirtschaftliches Instrument für Unternehmen attraktiv sein. Deshalb sind sowohl theoretische als auch empirische Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit erforderlich, um Rückschlüsse auf die unterschiedliche Nutzung von Zeitarbeit ziehen zu können. Die Arbeit vergleicht deshalb die Nutzungsmotive von Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Neben rechtlichen und strategischen Einflussfaktoren erfolgt auch eine Analyse von weiteren Faktoren, wie der Arbeitsmarktkonstellation, dem Angebot und der Struktur der Zeitarbeitsbranche, dem Wertewandel, dem Image und der Akzeptanz der Zeitarbeit sowie kulturellen Aspekten. Im Rahmen einer qualitativen empirischen Untersuchung wird der Einfluss dieser Faktoren auf die Nutzungsentscheidung in deutschen und amerikanischen Unternehmen analysiert und verglichen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gesetzgeber und Arbeitsmarktpolitiker entwickelt, um auch in Deutschland eine bessere Nutzung und Verbreitung der Zeitarbeit und die beschäftigungspolitisch intendierten Ziele zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany (2004)
Ochel, Wolfgang;Zitatform
Ochel, Wolfgang (2004): Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany. In: CESifo DICE report, Jg. 2, H. 2, S. 69-74.
Abstract
Seit 2003 sind private Zeitarbeitsagenturen, die sogenannten Personal-Service Agenturen (PSA), zusätzliche Elemente der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. In jedem der 180 Arbeitsmarktbezirke ist mindestens eine PSA eingerichtet worden. Die PSA werden durch ein Ausschreibungsverfahren ausgewählt und arbeiten mit den Arbeitsämtern zusammen bei der Vermittlung der zu beschäftigenden Arbeitslosen. Das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren wird ebenso beschrieben wie Ziele und Finanzierung der PSA. Berichtet wird über den aktuellen Stand: Im März 2004 existierten 919 PSA mit annähernd 27.000 Beschäftigten. Nur 43 Prozent dieser Beschäftigten werden in Firmen vermittelt, wobei ein Anwachsen dieses Anteils für die Zukunft erwartet wird. (IAB)
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Zwischen Prekarität und Ausgrenzung: Krisenstrategien von Working poor (2004)
Pelizzari, Alessandro;Zitatform
Pelizzari, Alessandro (2004): Zwischen Prekarität und Ausgrenzung. Krisenstrategien von Working poor. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 24, H. 46, S. 43-52.
Abstract
Der Autor geht davon aus, dass in der individualisierten modernen Arbeitsgesellschaft eine uneinheitliche Gruppe der am Arbeitsmarkt Marginalisierten entsteht, die sich in einer Übergangszone zwischen Aufstieg und Abstieg, Integration und Ausgrenzung, Etablierung und Deklassierung befindet. Der Beitrag beschäftigt sich mit der sich in dieser Überganszone stellenden Frage nach dem Zusammenhang zwischen strukturellem Wandel und individuellen Zugriffschancen und Teilnahmevoraussetzungen an den neuen Formen subjektivierter Arbeit anhand der Ergebnisse einer Studie über 'Working poor'. Beschrieben werden der normative Leittypus des 'Arbeitskraftunternehmers' und Erwerbshabitus und milieuspezifische Krisenstrategien von Working poor. Während am Arbeitsmarkt auf der einen Seite der Typus des 'Arbeitskraftunternehmers' an Bedeutung gewinnt, weiten sich gleichzeitig ungeschützte und prekäre Arbeitsverhältnisse aus. Nach Meinung des Autors schließen sich Sozialhilfe und Lohn keineswegs aus. Mit der Sozialhilfe werden vielmehr erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Arbeitsverhältnisse zu sehr niedrigen Löhnen, die unter dem Existenzminimum legen, 'zugemutet' werden können. In dieser 'Zone der Verwundbarkeit' sind Integration und Exklusion auf engste verknüpft: Ausgrenzung soll wenn möglich nicht dauerhaft sein, denn nur wenn diese erwartbar temporär bleibt, erzeugt sie 'bei den Ausgeschlossenen nicht lediglich materielle Not und Statusverlust, sondern zugleich die Bereitschaft, die eigenen Forderungen und damit die Bedingungen des Wiedereintritts zu modifizieren'. (IAB)
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Typisch Arbeitskraftunternehmer?: Befunde der empirischen Arbeitsforschung (2004)
Zitatform
Pongratz, Hans J. & G. Günter Voß (Hrsg.) (2004): Typisch Arbeitskraftunternehmer? Befunde der empirischen Arbeitsforschung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 56), Berlin: Edition Sigma, 306 S.
Abstract
"Werden immer mehr Erwerbstätige zu Unternehmern ihrer eigenen Arbeitskraft? Und in welchen Arbeitsfeldern ist das vor allem der Fall? Die empirisch fundierten Beiträge dieses Bandes untersuchen diese viel diskutierten Fragen in einem breiten Spektrum von Erwerbsarbeit: typische Vorreitergruppen (z.B. Protagonisten der New Economy oder Erwerbstätige mit häufigen Arbeitsplatzwechseln) ebenso wie eher durch Einzelmaßnahmen geprägte Arbeitsbereiche (z.B. in neuen Formen von Teamarbeit oder bei flexibilisierten Arbeitszeitregelungen), aber auch unspezifisch betroffene oder von Prekarisierung bedrohte Erwerbstätige. Gemeinsamer Bezugspunkt aller Aufsätze in diesem Buch ist die Arbeitskraftunternehmer-These der Herausgeber, die pointiert eine neue Qualität der Anforderungen an Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung hervorhebt. Zwar fallen - wie die Beiträge illustrieren - die subjektiven Bewältigungsstrategien sehr unterschiedlich aus, doch gleichen sich die Befunde dazu über verschiedene Erwerbsgruppen hinweg. Inkonsistenzen und Widersprüche zeugen von einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Arbeitskrafttypus und Subjektivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary agency workers in Italy: alternative techniques of classification (2004)
Zitatform
Porro, Giuseppe, Andrea Vezzulli & Stefano Maria Iacus (2004): Temporary agency workers in Italy. Alternative techniques of classification. In: Labour, Jg. 18, H. 4, S. 699-725. DOI:10.1111/j.1121-7081.2004.00284.x
Abstract
"Cluster analysis and the classification tree technique are applied to investigate the relationship between the individual characteristics of Italian temporary help agency (THA) workers and their probability of achieving a temporary job. The application aims to show some advantages of these techniques with respect to traditional econometric tools. Sketches of the most common profiles among Italian THA workers are obtained as a result. Besides the typical THA worker pointed out by previous studies (young male workers, with a medium-high level of education, living in the Northern regions), two new profiles have been identified: the first comprising male manual workers with previous job experience, whose average age is over 30 and whose educational level is low; the second comprising young female workers with a medium-high level of education, working in the service sector or in the public sector. The results are compared with the more usual logit analysis and show their robustness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Welche Betriebe nutzen Leiharbeit?: Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern (2004)
Zitatform
Promberger, Markus & Stefan Theuer (2004): Welche Betriebe nutzen Leiharbeit? Verbreitung und Typik von Einsatzbetrieben und Arbeitsumwelten von Leiharbeitern. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 34-60.
Abstract
Nicht erst seit den Reformvorschlägen der Hartz-Kommission genießt Leiharbeit eine allmählich wachsende Wertschätzung am Arbeitsmarkt. In einer Clusteranalyse aus dem Jahr 2002 für die alten Bundesländer werden Strukturen, Kontexte und Verläufe von Angebot und Nachfrage nach Leiharbeit in Verleihfirmen und Einsatzbetrieben untersucht. Zudem wird analysiert, in welchem Maße die Leiharbeit nach wie vor auf die Funktion eines überbetrieblichen Beschäftigungspuffers beschränkt ist, oder ob sie sich auch in zukunftsträchtige Sektoren und Segmente des Arbeitsmarktes auszudehnen vermag - etwa in den Dienstleistungsbereich oder in hochqualifizierte Berufsfelder. Fazit: Die Flexibilität von Betrieben findet hauptsächlich über 'flexible scheduling' statt. Daneben lassen sich verschiedene zusammengesetzte Randbelegschaften feststellen: im verarbeitenden Gewerbe seltener und kleiner, außerhalb davon häufiger und größer. Leiharbeit hat dabei meist eine eher untergeordnete Bedeutung. Die Arbeitsrealität von Leiharbeitern, wie auch die Chancen auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb unterscheiden sich dabei erheblich. Der industriell-großbetriebliche Kontext bietet noch am ehesten eine Chance auf einen Dauerarbeitsplatz im Einsatzbetrieb, Kleinbetriebe sind als instabiles Arbeitsumfeld anzusehen, während Einsätze in der Dienstleistungsbranche das Problem einer dauerhaften Marginalität verstärken. (IAB)
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The work environment in fixed-term jobs: are poor psychosocial conditions inevitable? (2004)
Zitatform
Saloniemi, Antti, Pekka Virtanen & Jussi Vahtera (2004): The work environment in fixed-term jobs. Are poor psychosocial conditions inevitable? In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 1, S. 193-208. DOI:10.1177/0950017004040770
Abstract
"Our concern in this article is to shed light on the relationship between temporary employment and the quality of working life. We analyse empirical data from Finnish working life in the late 1990s, asking whether fixed-term employment poses a threat to the quality of the psychosocial work environment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Stepping-stones or traps: The consequences of labour market entry positions on future careers in West Germany, Great Britain and Italy (2004)
Zitatform
Scherer, Stefani (2004): Stepping-stones or traps: The consequences of labour market entry positions on future careers in West Germany, Great Britain and Italy. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 2, S. 369-394. DOI:10.1177/09500172004042774
Abstract
"This article addresses the question of whether the first job functions as a 'stepping stone' or as a 'trap'. It does so by using individual longitudinal data to estimate the consequences on future occupational attainment of entry into the labour market via (a) 'under-qualified' jobs or (b) via temporary contracts. A cross-national comparison of West Germany, Great Britain and Italy allows assessment of the impact of different labour market structures on this allocation process. With regard to 'under-qualified' positions, the findings are not consistent with the stepping-stone hypothesis but provide some support for the entrapment hypothesis. Despite the greater mobility chances of over-qualified workers, the initial disadvantage associated with status-inadequate jobs is not fully overcome during their future careers. The article shows, however, that the negative effects are not due to the mismatch as such but rather to the relatively lower level positions. These effects are mediated by the national labour market structure, with the British flexible model providing the best chances of making up for initial disadvantages, and the more tightly regulated and segmented markets in Germany and Italy leading to stronger entrapment in lower status positions. No negative effects of the type of contract are found for later occupational positions in any of the countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen (2004)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2004): Neue Selbstständigkeit und wachsender Grenzbereich zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Europäische Trends vor dem Hintergrund sozialpolitischer und arbeitsrechtlicher Entwicklungen. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2004-108), Berlin, 52 S.
Abstract
"Das duale System der Erwerbstätigkeit mit der klaren Unterscheidung zwischen abhängiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit ist historisch gewachsen. In Bezug auf das Arbeitsrecht zeigen sich deutliche Übereinstimmungen in den betrachteten Ländern Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien und Schweden: Arbeitsrechtliche Bestimmungen beziehen sich bislang in der Regel ausschließlich auf die abhängig Beschäftigten, während das Zivil- und Handelsrecht für die Selbstständigen eher Markt- als soziale Schutzrechte regelt. Während diese grundlegende Übereinstimmung im Arbeitsrecht augenfällig ist, gibt es, je nach wohlfahrtsstaatlicher Tradition, deutliche Unterschiede in der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten in den einzelnen Ländern. Aufgezeigt wird, dass sowohl im Arbeitsrecht als auch im Sozialversicherungsrecht die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung tendenziell fließender werden. In der Praxis nehmen in diesem Grenzbereich Beschäftigungsformen wie die wirtschaftlich abhängige Selbstständigkeit bzw. die Scheinselbstständigkeit auch infolge geänderter Unternehmensstrategien in Form von Outsourcing und Franchising zu. Ebenso gewinnen Formen 'neuer Selbstständigkeit' an Bedeutung. Während der Zugang zur Selbstständigkeit sich in den ersten Dekaden nach dem zweiten Weltkrieg noch deutlicher durch Voraussetzungen wie Human- und Finanzkapital begrenzt wurde, wird das Bild der Selbstständigkeit in den letzten Jahrzehnten insgesamt bunter. In einigen Ländern steigt der Zugang von Alleinselbstständigen, Frauen und Personen mit geringer Kapitalausstattung, die direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen. Spezielle Arbeitsmarktprogramme tragen in manchen Ländern dazu bei, dass sich die Erwerbsform Selbstständigkeit diesen neuen Gruppen öffnet. Trotz dieser europaweiten Trends gibt es deutliche Unterschiede in der Art und dem Umfang der Selbstständigkeit. Insbesondere bei der Entwicklung der Sozialversicherung für Selbstständige ist in den einzelnen Ländern eine starke Pfadabhängigkeit bedingt durch wohlfahrtsstaatliche Traditionen zu beobachten. Im Ländervergleich wird vor allem der deutsche konservative Wohlfahrtsstaat, der Selbstständige traditionellerweise nicht in die Systeme der sozialen Sicherung integriert, der neuen Vielfalt und der zunehmenden Schutzbedürftigkeit Selbstständiger nicht gerecht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder: dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? (2004)
Zitatform
Schupp, Jürgen & Elisabeth Birkner (2004): Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder. Dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 34, S. 487-497.
Abstract
"Die von der Bundesknappschaft im Juni 2003 erstmals identifizierten 6,4 Mill. Minijobs bestanden vermutlich zum größten Teil bereits vorher als kleine Beschäftigungsverhältnisse am Rande des Arbeitsmarktes. Der seither registrierte Zuwachs kann somit zum erheblichen Teil auf Substitution aus bisheriger Beschäftigung zurückgeführt werden. Die deutliche Ausweitung kleiner Beschäftigungsverhältnisse von 2000 bis 2003 geht zwar mit einer zunehmenden Erwerbsintegration von Frauen einher, diese beschränkt sich jedoch vielfach auf weniger stabile und niedrig entlohnte Arbeitsplätze. Arbeitslose haben bislang nicht unmittelbar von den Minijobs profitieren können; zwar stiegen die Chancen von Arbeitslosen, einen solchen Job zu bekommen, doch gleichzeitig sind bei geringem wirtschaftlichem Wachstum ihre Chancen gesunken, eine reguläre Teilzeit- oder Vollzeitstelle zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Chronic presenteeism: The multiple dimensions to men's absence from part-time work (2004)
Sheridan, Alison;Zitatform
Sheridan, Alison (2004): Chronic presenteeism: The multiple dimensions to men's absence from part-time work. In: Gender, Work and Organization, Jg. 11, H. 2, S. 207-225.
Abstract
"While there is considerable debate in the popular press about the changing roles of men and women, labour force statistics suggest that there has been little change in the work patterns of men and women. Despite the increasing availability of part-time work, men in professional and managerial roles are not considering part-time as an option for them. Rather, there are increasing organizational pressures for men to be working long hours in the paid workforce. In this paper, men's absence from part-time work is considered from a multidisciplinary perspective. Factors operating at the individual, social and organizational levels are identified and explored in terms of their impact on men's working patterns. A model is presented that characterizes men's absence from part-time work as a result of the mutually reinforcing nature of these factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik: empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg (2004)
Zitatform
Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik. Empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. (IAW-Kurzbericht 2004,06), Tübingen, 23 S.
Abstract
Ziel der am 1. April 2003 beschlossenen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung ist eine Ausweitung derartiger Beschäftigungsverhältnisse. Einerseits verspricht sich die Politik erhebliche Beschäftigungswirkungen durch die Änderung, andererseits soll es durch die Reform gelingen, Schwarzarbeit insgesamt und gerade im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen einzudämmen. Wesentliche Merkmale der Neuregelung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze auf 400 Euro sowie die Aufhebung der Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden. Neu eingeführt wurde eine Gleitzone zwischen Einkommen von 400,01 Euro und 800 Euro, in welcher der arbeitnehmerseitige Beitragssatz von 4 Prozent sukzessive ansteigt und bei 800 Euro den Wert von knapp 21 Prozent erreicht (Midijobs). Der Beitrag verfolgt das Ziel, über die Verbreitung von Beschäftigung im unteren Lohnsegment in Baden-Württemberg zu informieren. Die empirische Analyse stützt sich dabei auf das IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. Die Ergebnisse belegen, dass in baden-württembergischen Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30. Juni 2003 insgesamt rund 538.000 Personen in Minijobs und weitere 138.000 Personen in Midijobs beschäftigt waren. Dies entspricht einem Beschäftigungsanteil von 11% bzw. 3%. Knapp ein Fünftel der Midijobs sind dabei Vollzeitstellen, vier Fünftel der Jobs in der Gleitzone sind jedoch als Teilzeitarbeitsplätze vergeben. Überdurchschnittlich verbreitet sind Mini- und Midijobs in Kleinbetrieben, in den Branchen des Dienstleistungssektors und im Handel, unterdurchschnittlich dagegen im Verarbeitenden Gewerbe. (IAB)
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Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument?: eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen (2004)
Zitatform
Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Leiharbeit als Flexibilisierungsinstrument? Eine empirische Untersuchung über die Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg und die mit ihr verknüpften Erwartungen. (IAW-Kurzbericht 2004,05), Tübingen, 34 S.
Abstract
Auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels werden Verbreitung und Struktur der Leiharbeit in Baden-Württemberg untersucht. Weiterhin geht es um die Nutzung der Leiharbeit als betriebliches Flexibilisierungsinstrument und als Mittel zur Personalrekrutierung. Im Ergebnis wird dargestellt, dass Leiharbeit in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Formen atypischer Beschäftigung bislang weiterhin von nachrangiger Bedeutung ist. Rund 24.000 Personen waren zum 30. Juni 2003 in den baden-württembergischen Betrieben als Leiharbeitskräfte eingesetzt, was etwa 0,6 Prozent der regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich aufgrund der weiterhin eingetrübten Konjunktur eine rückläufige Tendenz in der Verbreitung um rund 5.000 Leiharbeitskräfte beobachten. Aushilfen, Praktikanten und Freie Mitarbeiter werden in erheblich stärkerem Maße von den Betrieben nachgefragt. Leiharbeit wird dabei insbesondere im gewerblichen Bereich, und dort nicht etwa nur für einfache Tätigkeiten, sondern auch im Bereich der qualifizierten Facharbeit eingesetzt, während sie im Angestelltenbereich kaum eine Rolle spielt. (IAB)
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Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz (2004)
Thüsing, Gregor;Zitatform
Thüsing, Gregor (2004): Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz. In: Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 35, H. 1, S. 67-99.
Abstract
Das im Jahre 2000 erlassene Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) erscheint heute bereits als ein fester Bestandteil des deutschen Arbeitsrechts und ist in wesentlichen Teilen europarechtlich vorgegeben. Angesichts einer schon umfangreichen Rechtsprechung wird eine Zwischenbilanz des gesetzlichen Regelwerks gezogen, das sich als ein Kompromiss zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz darstellt. Ausgangspunkt ist der Anspruch auf Teilzeitarbeit nach Paragraph 8 TzBfG; es folgt eine Darstellung und Bewertung der neueren BAG-Rechtsprechung und ein Blick auf die neuen Befristungsmöglichkeiten, die durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und das Gesetz zu Reformen des Arbeitsrechts geschaffen wurden. Behandelt wird außerdem die Einstellung befristet Beschäftigter und die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes ab dem 1.1.2004. In einem zusammenfassenden Überblick wird dann dargestellt, wie schwierig es ist, die beiden zumeist gegensätzlich positionierten Zwecke des TzBfG zu versöhnen. Dabei scheint die Rechtsprechung den Arbeitnehmerschutz zuweilen ernster zu nehmen als die beschäftigungspolitischen Impulse, die vom TzBfG ausgehen könnten. (IAB)
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The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work (2004)
Valdés Dal-Ré, Fernando;Zitatform
Valdés Dal-Ré, Fernando (2004): The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work. In: Transfer, Jg. 10, H. 2, S. 248-262. DOI:10.1177/102425890401000208
Abstract
"Zwischen 1984 und 1993 haben sich die Teilzeitbeschäftigungsquoten in Spanien verdreifacht. Die zunehmende Verbreitung von Teilzeitarbeit war Ausdruck der in diesem Zeitraum und darüber hinaus geführten Beschäftigungspolitik die darauf abzielte, ein Höchstmaß an Flexibilität beim Abschluss von Arbeitsverträgen, d.h. sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitverträgen, zu gewähren. Teilzeitarbeit war und ist in gewissem Maße auch heute noch mit einer hohen Beschäftigungsunsicherheit verbunden. Der Beitrag untersucht die aufeinander folgenden und zum Teil widersprüchlichen Maßnahmen, die seit 1994 von den Sozialpartnern und der Regierung ergriffen wurden, um die Qualität und die Sicherheit der Teilzeitarbeit zu erhöhen. Er befasst sich mit der Frage, inwieweit diese Maßnahmen ihre Ziele erreicht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Beitrag der Analyse der Regulierung der Zeitarbeit zur Steuerung des deutschen Arbeitsmarktes (2004)
Vitols, Katrin;Zitatform
Vitols, Katrin (2004): Der Beitrag der Analyse der Regulierung der Zeitarbeit zur Steuerung des deutschen Arbeitsmarktes. (Duisburger Beiträge zur soziologischen Forschung 08/2004), Duisburg, 40 S.
Abstract
"Dieser Beitrag widmet sich der Antwort der Frage, ob das deutsche Modell der korporatistischen Interessenaushandlung im Bereich der Arbeitsmarktpolitik durch die Erfolge der autonomen Hartz-Kommission in Frage gestellt wird, die Lösungen bieten konnte, wo das korporatistische System der Interessenaushandlung versagt hatte. Am Beispiel der atypischen Beschäftigungsform Zeitarbeit zeigt der Beitrag auf, dass tief greifende Reformen in Deutschland zwar außerhalb des Systems der triparitätischen Interessenaushandlung initiiert werden mussten, allerdings in der Umsetzung wieder weitgehend auf die alten Strukturen der Interessenaushandlung zwischen den Sozialpartnern zurückgreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform (2004)
Vogel, Berthold;Zitatform
Vogel, Berthold (Hrsg.) (2004): Leiharbeit: Neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform. Hamburg: VSA-Verlag, 182 S.
Abstract
"Der Band bietet einen Einblick und zieht eine erste Bilanz der neuen Vielfalt gesellschaftswissenschaftlicher Studien zur Beschäftigungsform der Leiharbeit - zu ihren sozialen Strukturen, ihren Institutionen und ihrer Organisation. Auch die Erfahrungen der Leiharbeitskräfte und deren Erwerbsverläufe, die periodisch oder dauerhaft in diese spezifische Beschäftigungsform führen, sind Thema der Erörterungen. In seiner Zusammenstellung aktueller Forschung beleuchtet der Band drei zentrale Felder der Leiharbeit (auch Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung): die gesellschaftliche Position der Leiharbeitskräfte, das betrieblich-soziale Feld der Leiharbeitsfirmen und der Entleihbetriebe und schließlich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wirkungen der Leiharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels (2004)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2004): Geringfügige Beschäftigung und Segmentation auf innerbetrieblichen Arbeitsmärkten des Einzelhandels. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 4, S. 354-367. DOI:10.1515/arbeit-2004-0404
Abstract
"Das starke Wachstum der geringfügigen Beschäftigung wirft die Frage auf, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf betriebliche Beschäftigungssysteme hat. Am Beispiel von zehn Einzelhandelsunternehmen wird gezeigt, dass der zunehmende Anteil geringfügig Beschäftigter in einigen Unternehmen zu einer vertieften Spaltung in eine Stamm- und eine Randbelegschaft führt. In anderen Unternehmen ist trotz hoher Anteile geringfügiger Beschäftigung eine Spaltung des betrieblichen Arbeitsmarktes nicht festzustellen, denn geringfügig Beschäftigte sind hier Teil der Stammbelegschaft. Die Zunahme der geringfügigen Beschäftigung im Einzelhandel ist durch eine Interessenkoalition zwischen Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot zu erklären: Unternehmen erhalten durch Beschäftigte in kurzen Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ein hohes Maß an numerischer Flexibilität und einige Erwerbsgruppen sind in bestimmten Lebensphasen und unter den institutionellen Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit an einer geringfügigen Beschäftigung interessiert. Ob die Regulierung des geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten sowie unter dem Aspekt einer nur eingeschränkten Partizipation bestimmter Erwerbsgruppen am Erwerbssystem gesellschaftlich wünschenswert ist, bleibt zu diskutieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen: kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes (2004)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2004): Personal-Service-Agenturen. Kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2004): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2003/2004, S. 153-169.
Abstract
"Personal-Service-Agenturen (PSA) sind seit Anfang 2003 auf Vorschlag der Hartz-Kommission in ganz Deutschland gegründet worden, um Arbeitslose über den Umweg der Arbeitnehmerüberlassung wieder in Beschäftigung zu bringen. Der PSA-Ansatz wird nicht erst seit der spektakulären Maatwerk-Pleite im Februar 2004, dem bis dahin größten PSA-Betreiber, kontrovers diskutiert: Welchen Beitrag können sie zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten? Profitieren davon auch schwer Vermittelbare? Sind die Subventionen gerechtfertigt oder werden kommerzie lle Zeitarbeitsfirmen verdrängt? Welche Rückwirkungen haben die PSA auf den Arbeitsmarkt insgesamt ? In diesem Beitrag wird vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen mit vermittlungsorientierter Arbeitnehmerüberlassung eine kritische Zwischenbilanz des Konzeptes, der Umsetzung und der bisherigen Ergebnisse der PSA gezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gründung aus Arbeitslosigkeit: Ergebnisse des Forums 1 (2004)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2004): Gründung aus Arbeitslosigkeit. Ergebnisse des Forums 1. In: J. Lange (Hrsg.) (2004): Klein aber fein - trotzdem pleite? : Finanzierung und Beratung von Kleinstunternehmen (Loccumer Protokolle, 2004,10), S. 119-124.
Abstract
Kleine und kleinste Unternehmen machen den größten Teil der Neugründungen von Unternehmen aus. Oft aus der Not geboren, nicht selten auch als ein Ausweg aus der Arbeitslosigkeit - zur Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes gegründet - stellen die 'kleinen und mittleren Betriebe' (KMU) einen erheblichen Anteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze der deutschen Volkswirtschaft und erwirtschaften zugleich einen beträchtlichen Teil des Inlandsproduktes. Nicht alle dieser neugegründeten Unternehmen sind auf Vollerwerb in Vollzeittätigkeit ausgerichtet. Oft genug starten die neuen Unternehmerinnen und Unternehmer auch mit dem Ziel des Zuerwerbs oder Nebenerwerbs. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Diskussion vor, die sich mit der 'Gründung aus Arbeitslosigkeit' befasste. Nach einer allgemeinen Einführung aus Sicht der Arbeitsmarktforschung kamen verschiedene Intermediäre aus dem Bereich der Gründungsforschung für Arbeitslose zu Wort sowie ein Vertreter des Sozialamtes Kassel, das in beispielhafte Weise geeigneten Sozialhilfeempfängern zu einer selbständigen Existenz verhilft. (IAB)
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Literaturhinweis
Kündigungsschutz, Befristung und Leiharbeit in Europa (2004)
Zachert, Ulrich;Zitatform
Zachert, Ulrich (2004): Kündigungsschutz, Befristung und Leiharbeit in Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 3, S. 132-137.
Abstract
"Die vergleichende Untersuchung der normativen und tatsächlichen Lage in verschiedenen europäischen Ländern gibt Anhaltspunkte dafür, dass viele gegen die bestehenden Schutzstandards in der nationalen Debatte wiederholt vorgetragenen Argumente entweder unrichtig oder undifferenziert sind. Der Beitrag bietet eine Darstellung der rechtlichen Aspekte des Kündigungsschutzes (z.B. das Verhältnis zwischen Richterrecht und Gesetzesrecht, die Regelung von Schwellenwerten und Abfindungen und Prekaritätsabfindungen, die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung und die Präventivfunktion) und ergänzt diese um eine Darstellung der rechtlichen Regelungen zur Befristung und Leiharbeit. Dabei wird untersucht, dass die atypischen Beschäftigungsformen als Ausweichstrategie für zu rigiden Kündigungsschutz genutzt werden können oder aber als Brücke zum Dauerarbeitsvertrag oder Drehtüreffekt dienen. Ein wesentliches Ergebnis des Beitrags ist, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Regulierungsintensität der Beendigungstatbestände in der (fach-)öffentlichen Diskussion stark überschätzt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Dr. 15/4004) (2004)
Zitatform
(2004): Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Dr. 15/4004). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/4189 (10.11.2004)), 7 S.
Abstract
Die zurzeit geltende 5-Jahres-Befristungsregel und die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geplante Wiedereinführung der 12- bzw. 15-Jahres-Befristungsregel behindern die Arbeit junger Forscher, denn ein Großteil der Forschung wird im Rahmen projektbezogener und zeitlich begrenzter Arbeitsverhältnisse durchgeführt. Die Beschränkung dieser Anstellungen auf einen bestimmten Zeitraum führt nicht wie erwartet zu unbefristeten Beschäftigung von Wissenschaftlern, verhindert aber, dass junge Wissenschaftler weiter in Deutschland in der Forschung arbeiten können. Vor diesem Hintergrund wurde eine Kleine Anfrage Abgeordneter der FDP an die Bundesregierung zu den Befristungsregeln im Forschungsbereich in Deutschland gestellt. Seitens der Bundesregierung ist zu vernehmen, dass die heutige Situation vom Wissenschaftsrat als unbefriedigend und nicht sachgerecht angesehen wird. Gleichzeitig wird jedoch festgestellt, dass die Bundesregierung weitgehend für Befristungsfragen nicht zuständig ist: Die Schaffung unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der Hochschulen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Länder. In Übereinstimmung mit den Wissenschaftsverwaltungen der Länder, der Hochschulrektorenkonferenz und den Wissenschaftsorganisationen wird der im Bereich der Medizin vorgesehene Zeitrahmen von zwölf Jahren bzw. 15 Jahren als ein für die wissenschaftliche Qualifizierung ausreichend bemessener Zeitraum gehalten. (IAB)
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Literaturhinweis
Mini- und Midijobs in Deutschland: Sonderbericht Dezember 2004 (2004)
Abstract
"Für Ende Dezember 2003 liegen erstmals Auswertungen zu den Midijobs vor. Zu diesem Stichtag gab es 26,75 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Darunter waren 669.000 Arbeitnehmer oder 2,5 Prozent, die die Midijob-Regelung in Anspruch genommen haben, davon 155.000 während der gesamten Beschäftigungszeit und 514.000 wenigstens zeitweise (so genannte Mischfälle). Zusätzlich zu ihrer sozialversicherungspflichtigen Haupttätigkeit übten 1,44 Mio Beschäftigte oder 5,4 Prozent einen Minijob als Nebentätigkeit aus. Darüber hinaus waren Ende Dezember 4,54 Mio Personen ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Minijobs finden sich im Westen relativ häufiger als im Osten, während die Inanspruchnahme der Midijob-Regelung gleich groß war. Mini- und Midijobs werden vor allem von Frauen genutzt, besonders ausgeprägt die Midijobs. Während die Altersstruktur bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen, den Midi- und den Nebenjobbern recht ähnlich ist, sind bei den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten Jüngere und Ältere überdurchschnittlich vertreten. Jeder achte ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte bezieht gleichzeitig Lohnersatzleistungen nach dem SGB III. Jeder zehnte ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte hat im Verlauf eines Jahres ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufgenommen. Die Domäne der Miniund Midijobs sind die Dienstleistungsbranchen. Stark vertreten sind sie in privaten Haushalten, im Reinigungsgewerbe und in der Gastronomie. Zudem konzentrieren sich Minijobs in Klein- und Mittelbetrieben. Die Entwicklung bei den Minijobs war seit Einführung der neuen Regelungen im April 2003 sehr dynamisch. Differenzierte Auswertungen liegen bis zum März und Trendschätzungen bis zum Juni 2004 vor. Danach hat die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten von März 2003 bis März 2004 um 523.100 oder 12,6 Prozent auf 4.658.900 zugenommen. Bis Juni 2004 gab es einen weiteren Zuwachs auf 4,84 Mio. Daten zu den geringfügig entlohnten Nebenjobbern liegen erst ab Juni 2003 vor, da diese Beschäftigungsform vor der gesetzlichen Neuregelung statistisch nicht erfasst werden konnte; nach einer Schätzung dürften es vor der Gesetzesänderung ca. 700.000 gewesen sein. Ihre Zahl nahm von Quartal zu Quartal erheblich zu; bis März 2004 erhöhte sie sich um ca. 850.000 oder 121 Prozent auf 1.551.700 Beschäftigte. Die Trendschätzung ergibt für Juni ein weiteres Plus auf 1,69 Mio. Insgesamt waren Ende März 6.210.600 Personen in einem Minijob beschäftigt. Im Vergleich mit dem Stand vor der Reform waren das ca. 1,37 Mio oder ca. 28 Prozent mehr. Bis Juni 2004 nahm die Zahl der Minijobs noch auf 6,53 Mio zu. Während Minijobs erheblich zugenommen haben, nahm die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter deutlich ab. Ob und inwieweit sozialversicherungspflichtig Beschäftigte durch Minijobs verdrängt wurden, bleibt weiterer Forschung überlassen. Statistische Auswertungen zeigen, dass die Ausweitung ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigung zum größeren Teil auf Betriebe mit Zuwächsen bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung entfällt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die institutionelle Repräsentativität der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen im Leiharbeitssektor: Zusammenfassung (2004)
Abstract
Dargestellt wird die institutionelle Repräsentativität der Sozialpartner in der Europäischen Union vor dem 1. Mai 2004 im Leiharbeitssektor. Die in diesem Bericht enthaltenen nationalen zusammenfassenden Berichte schildern die Situation in den 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unter folgenden Rubriken: 1. Abgrenzung des Tätigkeitsspektrums, das unter den Leiharbeitssektor fällt; 2. Beschreibung der allgemeinen Merkmale des Sektors (Beschäftigung, Unternehmen); 3. Übersicht über den sozialen Dialog auf Sektorebene: Strukturen, Tarifverträge, wichtigste Verhandlungsgegenstände und Akteure; 4. Beschreibung der Gewerkschafts- und Arbeitgeberorganisationen, die am sozialen Dialog im Leiharbeitssektor beteiligt sind: Repräsentativität und Anerkennung der Organisation, Beteiligung an Tarifverhandlungen, Verbindungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Der Stand des sozialen Dialogs in diesem Sektor variiert von Land zu Land beträchtlich, ebenso die wichtigsten Themen der Gespräche und Verhandlung. Diese betreffen u.a. die Berechnung der Berufsjahre, die Diskriminierung von Arbeitnehmervertretern sowie das Ausmaß der gesetzlichen Auflagen für Leiharbeit. 'Obwohl das soziale Klima insgesamt relativ friedlich ist, steht der Ausbau des sozialen Dialogs in manchen Ländern vor recht hohen Hindernissen.' In Deutschland befürchten z.B. die Arbeitnehmer, dass es durch Tarifverträge und gesetzliche Regelungen zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des Leiharbeitssektors kommt. Auf europäischer Ebene bildet das Euro-CIETT (Internationaler Verband der Zeitarbeitunternehmen) zusammen mit UNI-Europa (Union Network International Europa) den Ausschuss für den soziale Dialog im Leiharbeitsektor. Ein Hauptziel ist die Herstellung eines größeren Bewusstseins für den Beitrag, den die Leiharbeit für den Arbeitsmarkt leistet. (IAB)
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Literaturhinweis
Die ZEW-Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben: Dokumentation der Umfrage und Ergebnisse von Analysen (2003)
Zitatform
Ammermüller, Andreas, Bernhard Boockmann, Alfred Garloff, Anja Kuckulenz & Alexander Spermann (2003): Die ZEW-Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben. Dokumentation der Umfrage und Ergebnisse von Analysen. (ZEW-Dokumentation 2003-07), Mannheim, 51 S.
Abstract
Unter den Mitteln zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes spielt die Zeitarbeit eine wichtige Rolle. Sie könnte auch in Deutschland künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Das 'Erste Gesetz über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt', sieht die Einrichtung von Personal- Service-Agenturen (PSA) vor, die wie Zeitarbeitsbetriebe Arbeitnehmerüberlassung betreiben. Die Erhebung bei Zeitarbeitsbetrieben soll mit ihren Ergebnissen dazu beitragen, die Lücken im Wissen über die Bedingungen der Arbeitnehmerüberlassung zu schließen. 471 Betriebe aus allen Regionen Deutschlands haben Angaben zu ihren Arbeitskräften und deren Qualifikation sowie zu Einsatzbranche und zu unternehmensspezifischen Kontrollvariablen gemacht. Zudem wurde die relative Höhe der Verrechnungssätze erfragt, welche die Betriebe von den Firmen für die Überlassung verlangen. Weitere Fragen beziehen sich auf die Perspektiven der Zeitarbeit in Deutschland, insbesondere die erwartete Auswirkung des Hartz-Konzeptes auf die Entwicklung der Geschäftstätigkeit. Im ersten Teil wird die Vorgehensweise bei der Datenerhebung geschildert, im zweiten Teil werden auf die Grundgesamtheit hochgerechnete Auswertungen des Datensatzes wiedergegeben. Hierbei erfolgt eine Beschränkung auf univariate Darstellungen. Im dritten Teil werden die Einschätzungen der Betriebe zu den im Hartz-Paket enthaltenen Maßnahmen auch in multivariaten Analysen ausgewertet. Als zentrales Ergebnis erwartet die überwiegende Mehrheit der befragten Betriebe steigende Personalkosten und sinkende Umsätze als Folge der gesetzlichen Neuregelung durch das 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt'. Dies gilt vor allem für Betriebe, die stark im Wettbewerb mit anderen Zeitarbeitsbetrieben stehen und einen weiten Kundenkreis an Nutzerunternehmen haben, und für Betriebe in den 'traditionellen' Einsatzbranchen der Zeitarbeit wie der Metall- und Elektrobranche. Nur wenige Betriebe und hier vor allem große Betriebe mit über 75 Zeitarbeitnehmern haben ein Interesse daran, als PSA tätig zu werden. Die Höhe der Verleihsätze, welche Betriebe für die Entleihung ihrer Zeitarbeitnehmer verlangen, variiert stark zwischen den Betrieben und mit der Qualifikation der zu entleihenden Arbeitnehmer. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Arbeitsangebotseffekte der neuen Mini- und Midijobs: eine ex-ante Evaluation (2003)
Zitatform
Arntz, Melanie, Michael Feil & Alexander Spermann (2003): Die Arbeitsangebotseffekte der neuen Mini- und Midijobs. Eine ex-ante Evaluation. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 271-290.
Abstract
"Die gesetzlichen Bestimmungen zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen wurden am 1. April 2003 zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren grundsätzlich ge-ändert. Wesentliche Komponenten der 2003-Reform sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze von 325 EURO auf 400 EURO (Minijobs) und die Einführung einer Gleitzone zwi-schen 400 EURO und 800 EURO (Midijobs). Der Beitrag untersucht in Form einer ex-ante Evaluation, welche maximalen Arbeitsangebotseffekte von dieser Reform der geringfügigen Beschäftigung zu erwarten sind. Theoretische Überlegungen zur Wirkung auf das Arbeitsangebot zeigen, dass für Haupterwerbstätige ohne Transferbezug nach der Reform Anreize bestehen, 400 EURO bis 800 EURO statt bisher 325 EURO zu verdienen. Außerdem werden Minijobs für bereits Beschäftigte als Hinzuverdienstmöglichkeit attraktiv. Für Personen, die schon eine geringfügige Beschäftigung im Nebenerwerb ausüben, besteht nur Anlass, ihre Tätigkeit bis zur Grenze von 400 EURO auszuweiten. Auch für bisher unbeschäftigte Ehepartner sind Minijobs interessant. Im empirischen Teil der Untersuchung wird die Arbeitsangebotsreaktion von Hauptbeschäftigten mit Hilfe des Steuer-Transfer-Mikrosimulationsmodells STSM simuliert. Die Datenbasis ist das Sozioökonomische Panel (SOEP). Zunächst werden die im Zuge der Reform veränderten Nettoeinkommen berechnet (Mikrosimulation). Anschließend wird der daraus resultierende Angebotseffekt mit einem konditionalen Logit-Modell prognostiziert. Die Arbeitsangebotsreaktion fällt bei Haushalten ohne Anspruch auf Transfer schwach aus. Zudem zeigen Haushalte mit Transferbezug gemäß der theoretischen Überlegungen eine nochmals deutlich schwächere Reaktion. Am eigentlichen Reformbedarf des Arbeitsmarktes, Arbeitslosengeld- und Sozialhilfeempfänger in stärkeren Maße in Arbeit zu bringen, geht die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse erwartungsgemäß eindeutig vorbei. Es wird evident, dass durch die Reform zwar das Problem der Abgabenfalle weitgehend gelöst wurde, die Sozialhilfefalle jedoch bestehen bleibt. Ein starker Effekt auf die Zahl ausschließlich geringfügig Beschäftigter ist nicht zu erwarten. Allenfalls die Zahl der Nebenerwerbstätigen und Zweitverdiener in Haushalten ohne Transferbezug könnte deutlich zunehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Les "quasi-salariés" en Grèce: un statut atypique et hybride (2003)
Athanassouli, Kyriaki;Zitatform
Athanassouli, Kyriaki (2003): Les "quasi-salariés" en Grèce. Un statut atypique et hybride. In: Formation Emploi H. 81, S. 5-21.
Abstract
"Die beruflichen Eingliederungsprozesse sowie die Stabilisierungsperspektiven der Beschäftigungsituationen von Ingenieuren in Griechenland legen nahe, die spezifischen Formen der Flexibilität und der Organisation des Arbeitsmarktes zu hinterfragen. So können anhand der Auswertung einer Erhebung, die mit allen Diplomingenieuren (mit Diplomabschluss und mehr) der Athener Ingenieur-Hochschule durchgeführt wurde, die spezifischen Beschäftigungsformen hinsichtlich beruflicher Eingliederung sowie beruflicher Mobilität auf dem griechischen Arbeitsmarkt ausgemacht werden. Dabei lässt sich eine hybride Beschäftigungskategorie erkennen, die an der Grenze zwischen Selbständigem und Arbeitnehmer angesiedelt ist. Es handelt sich dabei um einen absolut einzigartigen und spezifischen Status innerhalb der EU." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migration ohne Integration?: temporäre Arbeitsmigration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland (2003)
Becker, Jörg;Zitatform
Becker, Jörg (2003): Migration ohne Integration? Temporäre Arbeitsmigration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland. In: F. Swiaczny & S. Haug (Hrsg.) (2003): Migration - Integration - Minderheiten : Vorträge gehalten auf der 4. Tagung des Arbeitskreises Migration - Integration - Minderheiten der Deutschen Gesellschaft für Demographie (Materialien zur Bevölkerungswissenschaft, 107), S. 7-15.
Abstract
Bei der neuen Ost-West-Wanderung aus Osteuropa handelt es sich größtenteils um temporäre Arbeitsmigration. Einen großen Anteil daran hat die Migration polnischer Saisonarbeiter nach Deutschland. Die politischen und rechtliche Voraussetzungen der Saisonarbeit in der Bundesrepublik Deutschland sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Saisonbeschäftigung für die deutsche Landwirschaft wird geklärt. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit bei polnischen Saisonarbeitern von Integration - im Sinne eines Prozesses der Angleichung - die Rede sein kann. Auf der einen Seite durchlaufen polnische Saisonarbeiter, die in der Bundesrepublik arbeiten, einen vielfältigen Anpassungsprozess. So unterziehen sie sich einem vom Aufnahmeland entworfenen Anwerbe- und Auswahlverfahren, beantragen Aufenthaltsvisum und Arbeitsgenehmigung und passen sich einem von den Erfordernissen der Landwirtschaft geprägten Arbeitsrhythmus an. Auf der anderen Seite kann bei einem höchstens dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland jedoch von Integration in einem nur sehr eingeschränkten Sinn die Rede sein. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, ob der Integrationsansatz überhaupt in der Lage ist, das Phänomen temporäre Arbeitsmigration angemessen zu thematisieren. (IAB)
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Contingent employment in Europe and the United States (2003)
Bergström, Ola ; Paauwe, Jaap; Perez Perez, Manuel; Bergström, Ola ; Peuntner, Thomas; Ellis, Rebecca; Pot, Ferrie; Koene, Bas ; Purcell, John; Storrie, Donald; Storrie, Donald; Glasgow, Doug; Tailby, Stephanie; Cam, Surhan; McGlashan, Kay;Zitatform
Bergström, Ola & Donald Storrie (Hrsg.) (2003): Contingent employment in Europe and the United States. Cheltenham u.a.: Elgar, 256 S.
Abstract
"The book examines the developments in labour markets in advanced economies in the 21st century, as regards contingent employment. This is defined as employment relationships that can be terminated with minimal costs within a predetermined period of time. This includes fixed-term contracts, temporary agency work and self-employment. Contingent employment has been the subject of much legislative activity in the last decade, at both the national and European level. Temporary agency work, in particular, has recently been extensively deregulated in most European countries and currently we await the fate of a proposed EU directive on agency work. Using evidence from Germany, Spain, Sweden, the Netherlands, the UK and the US, the authors assess the increasing use of contingent employment against the legislative and institutional background in these countries. The European countries represent a wide range of regulatory regimes within the European Union, and comparison with the United States, where contingent employment is least regulated, is a useful feature of the book. Some emphasis is placed on the role of temporary work agencies. This is not only due to recent spate of legislation but also because agency work is the type of contingent employment that grew most rapidly in the last decade, it is a relatively novel form of employment, and has several interesting theoretical features." (Author's abstract, IAB-Doku)
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Works councils and fixed-term employment: evidence from West German establishments (2003)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2003): Works councils and fixed-term employment. Evidence from West German establishments. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 123, H. 3, S. 359-381.
Abstract
"Die Position von Betriebsräten wie Arbeitnehmern gegenüber befristeten Neueinstellungen ist uneindeutig. Zum einen können befristet Beschäftigte für die 'Insider' eine Bedrohung darstellen, zum anderen können sie zu einer (weiteren) Stabilisierung der Stammbelegschaften beitragen. Unsere empirischen Befunde dokumentieren diese Ambiguität: Unter sonst gleichen Bedingungen geht die Existenz eines Betriebsrates einerseits mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einher, dass Unternehmen befristete Neueinstellungen vornehmen. Andererseits ist der Anteil der befristet beschäftigten Arbeitnehmer in Betrieben mit einer gewählten Arbeitnehmervertretung signifikant niedriger als in vergleichbaren Unternehmen ohne Betriebsrat. Diese Unterschiede sind weniger mit der unterschiedlichen Laufzeit der Verträge, als vielmehr mit der unterschiedlichen hohen Zahl an befristet Beschäftigten zu erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? (2003)
Zitatform
Bothfeld, Silke & Lutz Kaiser (2003): Befristung und Leiharbeit: Brücken in reguläre Beschäftigung? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 8, S. 484-493.
Abstract
"Die Deregulierung arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften wird trotz ausbleibender empirischer Belege immer wieder als beschäftigungspolitisches Wundermittel gefordert. Durch die Neuregelung der Befristung von Arbeitsverhältnissen und der Überlassung von ArbeitnehmerInnen hat die rot-grüne Bundesregierung die Beschäftigung von Befristeten und LeiharbeitnehmerInnen in vielerlei Hinsicht erleichtert. Der Beitrag entwickelt zwei Argumente. In der theoretischen Perspektive wird deutlich, dass eine bloße Deregulierung von Schutzvorschriften kein effektives Instrument zur Erschließung eines zusätzlichen Beschäftigungsvolumens sein kann, weil zentrale Faktoren des betrieblichen Handelns (Unsicherheit, Gewohnheit) unberücksichtigt bleiben. In der empirischen Perspektive wird deutlich, dass befristete Beschäftigung und Leiharbeit auf bestimmte Segmente des Arbeitsmarktes beschränkt und Übergänge in eine dauerhafte Beschäftigung nur für eine selektive Minderheit der Beschäftigten möglich sind. Die gesetzlichen Neuregelungen weisen zwar in die richtige Richtung, weil sie einen Ausgleich zwischen der Beibehaltung sozialer Schutzvorschriften und den betrieblichen Interessen schaffen. Dennoch sind Nachbesserungen, etwa beim Verbot der erneuten sachgrundlosen Befristung von früheren MitarbeiterInnen oder der Gleichbehandlung von Arbeitslosen bei der Arbeitnehmerüberlassung dringend zu empfehlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geringfügige und kurzfristige Beschäftigung: die wichtigsten Änderungen für Unternehmen (2003)
Dröge, Sandra;Zitatform
Dröge, Sandra (2003): Geringfügige und kurzfristige Beschäftigung. Die wichtigsten Änderungen für Unternehmen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 3, S. 42-47.
Abstract
Der Artikel beschreibt die Änderungen im zustimmungspflichtigen 2. Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Sie betreffen hauptsächlich die so genannten Mini-Jobs. Die diesen zugrunde liegenden Regelungen werden wegen der nötigen Anpassungen erst zum 1.4.2003 in Kraft treten. Es bleibt die Unterscheidung zwischen geringfügiger und kurzfristiger Beschäftigung. (IAB2)
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Temporary employment and employability: training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium (2003)
Zitatform
Forrier, Anneleen & Luc Sels (2003): Temporary employment and employability. Training opportunities and efforts of temporary and permanent employees in Belgium. In: Work, employment and society, Jg. 17, H. 4, S. 641-666.
Abstract
"Lifetime employability is often put forward as an alternative to lifetime employment with the same employer: At first sight, temporary employment relations and employability is less dramatic when it is linked to a higher employability. Opponents, however, claim that temporary employment and employability are at odds. They argue that both employers and temporary employees may be faced with dilemmas relating to the enhancement of employability through training. In this article, we deal with this question. We study the training efforts of temporary and permanent employees as well as the training opportunities offered by their respective employers. Moreover, we differentiate between different groups of temporary employees. We study this in the Belgian institutional setting.The results indicate that, although temps to largely take responsibility for their own training, they get fewer opportunities to enhance their employability than do permanent employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? (2003)
Funk, Lothar;Zitatform
Funk, Lothar (2003): Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 91-94.
Abstract
"Der Bundesrat hat kurz vor Weihnachten 2002 den Weg für eine Ausweitung der Mini-Jobs und des sogenannten Niedriglohnbereichs frei gemacht. Die Neuregelung, die Beschäftigungsverhältnisse bis 800 Euro Bruttolohn im Monat betrifft, ist zum 1. April 2003 in Kraft getreten. Sie erhöht die Geringfügigkeitsgrenze der rund 4,15 Millionen kleinen Beschäftigungsverhältnisse (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2002, 248) von 325 auf 400 Euro, und Arbeitnehmer zahlen als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt reduzierte Beiträge zur Sozialversicherung zwischen 400,01 und 800 Euro. Die Bundesregierung hofft auf 320 000 neue Arbeitsplätze durch diese Reformen, indem kleinere Servicedienste etwa in der Industrie und den Kommunen, aber auch im Haushalt und bei der Kinderbetreuung erleichtert werden. Der Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft schätzt jedoch die damit verbundenen Belastungen der Staatskasse auf rund 1,6 Milliarden Euro. Der Beitrag beschreibt die Regelungen im Detail und versucht ihre Wirkungen aus volkswirtschaftlicher Perspektive abzuschätzen. (IAB2)
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Anpassung bei Zeitarbeitnehmern: eine Längsschnittstudie zu individuellen Determinanten der Übernahme und des Wohlbefindens (2003)
Galais, Nathalie;Zitatform
Galais, Nathalie (2003): Anpassung bei Zeitarbeitnehmern. Eine Längsschnittstudie zu individuellen Determinanten der Übernahme und des Wohlbefindens. Nürnberg: Mielentz, 481 S.
Abstract
Die Leiharbeitsbranche gehört zu den Spitzenwachstumsbranchen der gesamten westlichen Wirtschaftswelt. Für die Arbeitnehmer stellt Zeitarbeit eine Not- bzw. Übergangslösung dar, denn sie geht mit einem wesentlich geringeren Verdienst als eine Normalbeschäftigung, eingeschränkten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie geringerer Beschäftigungsstabilität einher. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Beschäftigungsform Zeitarbeit aus der Perspektive der betroffenen Zeitarbeitnehmer. Die Arbeit beschäftigt sich mit den individuellen Determinanten einer Übernahme und dem gesundheitlichen Befinden der Zeitarbeitnehmer aus Sicht der Arbeits- und Organisationspsychologie. Hierzu wurden bisherige Forschungsergebnisse ausgewertet und eine Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten bei 152 kaufmännischen Zeitarbeitnehmern in Form einer schriftlichen Befragung durchgeführt. Fazit: Knapp 45 Prozent der befragten Zeitarbeitnehmer waren vor der Zeitarbeit erwerbslos gewesen, zum zweiten Messzeitpunkt arbeiteten ca. 56 Prozent weiterhin als Zeitarbeitnehmer und 23 Prozent hatten das Ziel einer Übernahme erreicht. Etwa 12 Prozent waren in einem anderen Unternehmen beschäftigt und drei Prozent arbeitslos geworden. Die Ergebnisse weisen nicht auf eine Zunahme psychosomatischer Beschwerden über den Untersuchungszeitraum von einem halben Jahr hin. Insgesamt waren die Zeitarbeitnehmer recht zufrieden, sowohl mit den Zeitarbeits- wie mit dem Einsatzunternehmen, wobei die Zufriedenheit mit dem Einsatzunternehmen signifikant höher ausfiel. Im Anhang werden stichprobenspezifische Auswertungen und die Ergebnisse in tabellarischer Form wiedergegeben. (IAB)
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Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung: "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung (2003)
Gesterkamp, Thomas;Zitatform
Gesterkamp, Thomas (2003): Freie Lanzenträger mit schwacher Rüstung. "Ich-AGs" und die ideologische Verklärung der Selbstbeschäftigung. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 54, H. 7, S. 433-439.
Abstract
Der Autor kritisiert die Propagierung der "Ich-AG" als Erwerbsalternative für Arbeitslose, weil das Leitbild der "neuen Selbständigkeit" und "Selbstverantwortung" ideologisch überhöht sei und nicht umstandslos übertragen werden könne von den Arbeitsmärkten für Medien-, IT- und Kulturberufe, wo berufliche Selbständigkeit verbreitet ist, auf andere Tätigkeitsfelder. Der Erfolg von Existenzgründern ist von der Ausstattung mit ökonomischen und sozialen Ressourcen abhängig. Wo diese fehlen, ist die Ausdehnung prekärer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu befürchten. (IAB)
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Temporary employment: chance or risk? (2003)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2003): Temporary employment. Chance or risk? In: European Sociological Review, Jg. 19, H. 2, S. 161-177.
Abstract
"The paper investigates whether increased labour-market flexibility leads to a reinforcement of the existing segmentation of the labour market or to a dismantling of barriers in the labour market. Using spell data (employment and unemployment periods) from the German Socio-economic Panel (GSOEP, time period: 1984 - 1999), both determinants of temporary employment and their consequences (e.g. renewed temporary employment, unemployment) are investigated with the help of random-effects logit-models. The results show that respondents' characteristics (amount and type of human capital, previous periods of unemployment), structural variables (industry, firm size), and occupational characteristics (position, marginal employment) influence the risk of finding a temporary job. Furthermore it is shown that fixed-term contracts increase the risk of finding another temporary job or of becoming unemployed after termination of the contract. These results show that fixed-term contracts are primarily part of the secondary labour market, and that they have negative consequences for the employees in this segment. At the same time fixed-term contracts can be seen as providing opportunities in that they are at least an alternative to unemployment. Therefore, an overly simplistic evaluation of temporary employment is to be avoided." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Self-employment in Germany and the UK: labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective (2003)
Zitatform
Gottschall, Karin & Daniela Kroos (2003): Self-employment in Germany and the UK. Labor market regulation, risk-management and gender in comparative perspective. (ZeS-Arbeitspapier 2003/13), Bremen, 26 S.
Abstract
"Within the wide range of new forms of work self-employment seems to be a distinct feature concerning a growing part of the male and female labor force in industry and services in both Germany and the UK. Especially the growth of different forms of solo self-employment is subject to pessimistic as well as optimistic interpretations of the future quality of work and life as well as gender equality. Sound knowledge on the extent and nature of this type of work, however is rare - our comparative analysis therefore seeks to highlight the development of solo self-employment and strategies of risk-management in Germany and the UK. Concentrating on the cultural industries as an emblematic section of the global new economy, it is based on a secondary analysis of national quantitative and qualitative data and on own empirical research. After an introductory summary of the main strands of scientific debate on self-employment, we will first present an overview of volume and structure of solo self-employment growth on the one side, and of social risks tied to this employment status on the other side. We will secondly highlight collective and individual strategies of risk-management from within a regulatory approach. The results of this analysis show that self-employment growth, though a cross-national phenomenon, displays nation specific characteristics if development in time, branch distribution, social risk, and gender are looked at. At the same time new ways of both individual and collective risk-management are emerging. These strategies, however vary in extend and sustainability, indicating an ongoing influence of different national labor market regulations and gender regimes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Ich-AG als Arbeitnehmer (2003)
Zitatform
Greiner, Stefan (2003): Die Ich-AG als Arbeitnehmer. In: Der Betrieb, Jg. 56, H. 19, S. 1058-1063.
Abstract
"Ich-Ag's unterfallen - entgegen ihrer allgemeinen Wahrnehmung als einer neuen Form 'kleiner Selbständigkeit' - vielfach dem arbeits- und steuerrechtlichen Arbeitnehmerbegriff. Die hieraus resultierenden Gefahren für die Ich-AG und ihre Auftraggeber werden im Einzelnen dargestellt. Zugleich zeigt der Beitrag Missbrauchsgefahren auf und thematisiert praktische Probleme der Anerkennung als Ich-AG, insbesondere die Frage nach dem Prüfungsmaßstab bei der Neubewilligung des Existenzgründungszuschusses." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungsstabilität: Entwicklung und Arbeitszufriedenheit: Ergebnisse aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1997 und der BIBB/IAB-Erhebung (2003)
Zitatform
Grotheer, Michael & Olaf Struck (2003): Beschäftigungsstabilität: Entwicklung und Arbeitszufriedenheit. Ergebnisse aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1997 und der BIBB/IAB-Erhebung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 300-328.
Abstract
"Seit einigen Jahren blicken wir auf eine Diskussion um die Reichweite einer Entstandardisierung von Beschäftigungsformen und Beschäftigungsstabilität. Hier werden einerseits tiefgreifende Strukturbrüche, anderseits Beständigkeit und Grenzen der Destabilisierung, vor allem in Bereichen qualifizierter, innovativer oder verantwortungsvoller Arbeit konstatiert. Diese Diskussion aufgreifend werden in dem Beitrag zunächst die Argumente der bislang ergebnisoffenen Debatte nachvollzogen. Im Anschluss wird zweitens die Entwicklung der Beschäftigungsformen anhand des Mikrozensus u.a. sowie die Entwicklung der Beschäftigungsdauer anhand der BIBB/IAB-Erhebung und der IAB-Beschäftigtenstichprobe untersucht. Hier zeigt sich: Die Entstandardisierung der Vertragsformen von Erwerbsarbeit schreitet langsam voran. Empirische Belege für einen tiefgreifenden Strukturbruch zeigen sich jedoch nicht. Vielmehr lassen sich seit den siebziger Jahren erhebliche Anteile kurzzeitiger Beschäftigungsverhältnisse beobachten, wobei allerdings ihr Anteil in den neunziger Jahren stieg. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wird in einem dritten Schritt auf der Datengrundlage der BIBB/IAB-Erhebungen 1991/92 und 1998/99 untersucht, welche Merkmale stabile und instabile Beschäftigungsverhältnisse kennzeichnen. Verdeutlicht wird: Hinweise auf betrieblich-funktionale Grenzen einer stetigen Entstandardisierung beschränken sich - entgegen der Annahmen der Beständigkeits- bzw. Begrenzungsthese - auf einen relativ kleinen Kreis stabil Beschäftigter mit Vorgesetztenfunktionen. Die Ausübung qualifizierter, innovativer oder allgemein verantwortungsvoller Tätigkeiten ist Merkmal sowohl kurz- wie längerfristiger Beschäftigungsverhältnisse. In einem vierten Schritt werden diese Analysen durch Untersuchungen zur Arbeitszufriedenheit einzelner Stabilitätsgruppen ergänzt. Hier sind es vor allem ausbildungsadäquat eingesetzte Beschäftigte ohne subjektives Entlassungsrisiko, die höhere Zufriedenheitswerte aufweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU: die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht (2003)
Görres, Steffen;Zitatform
Görres, Steffen (2003): Grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung in der EU. Die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinien in deutsches Recht. (Schriften für das gesamte Arbeits- und Sozialrecht 02), Berlin u.a.: BWV Berliner Wissenschafts-Verlag u.a., 418 S.
Abstract
"Das Buch behandelt die grenzüberschreitende Entsendung von Arbeitnehmern innerhalb der Europäischen Union. Dabei steht die Baubranche im Zentrum der Betrachtung, denn in diesem Wirtschaftssektor traten und treten die mit der grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung verbundenen Probleme am stärksten zu Tage. Im ersten Teil erfolgt eine Aufarbeitung des rechtlichen Umfeldes der Arbeitnehmerentsendung in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Im zweiten Teil wird die europäische Entsenderichtlinie vorgestellt und insbesondere auf ihre Vereinbarkeit mit europäischem Primärrecht hin geprüft. Der dritte Teil behandelt das deutsche Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Hier wird neben der Frage der Europarechtskonformität auch der Vereinbarkeit mit nationalem deutschen Recht nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (2003)
Zitatform
Hagen, Tobias (2003): Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (ZEW discussion paper 2003-49), Mannheim, 56 S.
Abstract
In dem Beitrag wird mit Daten des Socio-oekonomischen Panels untersucht, ob der Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen ein Mittel sein kann, Arbeitslose langfristig wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. (IAB)
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Literaturhinweis
Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed?: evidence from an establishment panel for West Germany (2003)
Zitatform
Hagen, Tobias (2003): Does fixed-term contract employment raise firms' adjustment speed? Evidence from an establishment panel for West Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 223, H. 4, S. 403-421. DOI:10.1515/jbnst-2003-0403
Abstract
"Befristete Verträge sind seit Jahren in der arbeitsmarktpolitischen Debatte. Ihr Einsatz wurde in den achtziger Jahren mit dem Ziel dereguliert, die Flexibilität des Arbeitsmarktes zu erhöhen. Allerdings konnten die bisherigen empirischen Analysen auf Basis von Branchen-Daten keinen positiven Effekt befristeter Verträge auf die Flexibilität des Arbeitsmarktes finden. In diesem Beitrag werden dyanmische Arbeitsnachfragefunktionen auf Basis des IAB-Betriebspanels geschätzt. Dabei wird jeweils eine Funktion für die Gesamtbeschäftigung und eine Funktion für die Beschäftigung abzüglich der Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen geschätzt. Es zeigt sich, dass die 4,3 Prozent befristeten Verträge im Datensatz den Median der Anpassung abhängig von der gewählten Spezifikation um 0,2 bis 3,0 Monate erhöhen. Dieses Ergebnis lässt sich dahingehend interpretieren, dass befristete Verträge von Unternehmen als Anpassungsinstrument für Nachfrageschwankungen genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung? (2003)
Hamann, Wolfgang;Zitatform
Hamann, Wolfgang (2003): Werkvertrag oder Arbeitnehmerüberlassung? In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 4, S. 20-25.
Abstract
"Ob die Reform der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung effektive Impulse für den Arbeitsmarkt bringen wird, muss angesichts der beschlossenen Gesetzesfassung bezweifelt werden. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass die "Flucht in den Werkvertrag" zunehmen wird. Wer sich als Unternehmer in den Grenzbereich zur Arbeitnehmerüberlassung begibt, muss Risikovorsorge betreiben. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Werkunternehmer über eine gültige Überlassungserlaubnis verfügt. Die Folgen einer illegal in Form eines Scheinwerkvertrags praktizierten Arbeitnehmerüberlassung stehen in keinem Verhältnis zu dem finanziellen und bürokratischen Aufwand, der mit der Beschaffung einer Überlassungserlaubnis verbunden ist. Und sachlich nicht begründbare Ressentiments gegenüber der Arbeitnehmerüberlassung dürfen für Unternehmen, die am Markt bestehen wollen, ohnehin keine Rolle spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer?: Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen (2003)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2003): Wer versorgt den Arbeitskraftunternehmer? Überlegungen zur Entgrenzung von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen. In: K. Schönberger & S. Springer (Hrsg.) (2003): Subjektivierte Arbeit : Mensch, Organisation und Technik in einer entgrenzten Arbeitswelt, S. 164-181.
Abstract
"Die Autorin prüft die Eignung des Arbeitskraftunternehmer-Konzepts als theoretischen Rahmen für eine Untersuchung der Erwerbsbiografien und der Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen im Sektor Neue Medien und Kulturindustrie. Neben der Frage nach Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben interessiert dabei, ob sich bei der untersuchten Gruppe Tendenzen für einen Wandel von Geschlechterarrangements identifizieren lassen. Zwar weist der Arbeitskraftunternehmer-Ansatz bestimmte Vorzüge auf, die ihn für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lassen. Für eine gendersensible Analyse von selbständigen Tätigkeiten in hochqualifizierten Dienstleistungsberufen schlägt Henninger jedoch vor, den Ansatz zu erweitern. Hierzu werden unter Rückgriff auf das Konzept der Alltäglichen Lebensführung Vorschläge entwickelt." (Autorenreferat, IZ-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en): eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts (2003)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2003): Der Arbeitskraftunternehmer und seine Frau(en). Eine geschlechterkritische Revision des Analysekonzepts. In: E. Kuhlmann & S. Betzelt (Hrsg.) (2003): Geschlechterverhältnisse im Dienstleistungssektor : Dynamiken, Differenzierungen und neue Horizonte (Schriften des Heidelberger Instituts für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, 06), S. 119-132.
Abstract
In ihrem Beitrag unterzieht die Autorin das Konzept des Arbeitskraftunternehmers von Voß und Pongratz (2001) einer Diskussion aus geschlechterkritischer Perspektive. Dabei wird der theoretische Input für eine empirische Untersuchung der Erwerbsbiografien und Arrangements von Arbeit und Leben bei Alleinselbständigen in den Berufsfeldern Journalismus, Webdesign und Softwareentwicklung untersucht. Den Ausgangspunkt der Analyse bildet die These, wonach das Konzept bestimmte Vorzüge aufweist, die es für eine solche Untersuchung geeignet erscheinen lässt. Ebenso finden sich aber Hinweise darauf, dass der Arbeitskraftunternehmer implizit als männlicher Idealtypus konzipiert ist und die damit verbundenen Geschlechterarrangements unterbelichtet bleiben. Dem gemäß orientieren sich die Ausführungen an den Fragen, ob der idealtypische Arbeitskraftunternehmer eine Arbeitsmonade ist oder in einer Partnerschaft lebt und wenn ja, welche partnerschaftlichen Geschlechterarrangements dabei zu erwarten sind. In einem ersten Schritt wird sodann das Konzept des Arbeitskraftunternehmers dargestellt, das sich durch die Annahme einer Entgrenzung von Arbeit (Erwerbsarbeit, berufliche Weiterbildung, berufsbezogenes Engagement) und Leben (Familie, Freizeit, soziale Bindungen, gesellschaftliches oder politisches Engagement) auszeichnet. Im Anschluss werden Vorschläge für eine Erweiterung dieses Modells präsentiert. Hier wird auf Überlegungen zurückgegriffen, die mit dem Konzept der Alltäglichen Lebensführung oder mit Ansätzen der sozialstrukturell orientierten Lebenslaufforschung arbeiten. Sie gliedern sich in Anstöße für die Analyse (1) selbständiger Arbeit und (2) der Verknüpfung von Arbeit und Leben. In einem dritten, abschließenden Schritt gelangt die Autorin aufgrund der Befunde zu der Annahme, dass sich das von Voß und Pongratz entwickelte Konzept entlang der Frage weiterentwickeln lässt, mit welchen Geschlechterarrangements der Leittypus des Arbeitskraftunternehmers verbunden sein wird. (IZ-Doku)
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The role of temporary agency employment in tight labor markets (2003)
Zitatform
Houseman, Susan N., Arne L. Kalleberg & George A. Erickcek (2003): The role of temporary agency employment in tight labor markets. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 57, H. 1, S. 105-127.
Abstract
Auf der Grundlage von Fallstudien in sechs Krankenhäusern und bei fünf Autoteileherstellern, in deren Verlauf 1999 und 2000 intensive Gespräche geführt wurden, wird in dem Beitrag dargestellt, warum Arbeitgeber Leiharbeitnehmer für hoch- und niedrigqualifizierte Tätigkeiten einstellen. (IAB)
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Female labour force participation: past trends and main determinants in OECD countries (2003)
Zitatform
Jaumotte, Florence (2003): Female labour force participation. Past trends and main determinants in OECD countries. (OECD Economics Department working papers 376), Paris, 66 S. DOI:10.1787/082872464507
Abstract
"This paper examines the determinants of female labour force participation in OECD countries, including a number of policy instruments such as the tax treatment of second earners (relative to single individuals), childcare subsidies, child benefits, paid maternity and parental leaves, and tax incentives to sharing market work between spouses. The econometric analysis uses a panel data set covering 17 OECD countries over the period 1985-1999, and distinguishes between part-time and full-time female participation rates. It shows a positive impact on female participation of a more neutral tax treatment of second earners (relative to single individuals), stronger tax incentives to share market work between spouses, childcare subsidies, and paid maternity and parental leaves Unlike childcare subsidies, child benefits reduce female participation due to an income effect and their lump-sum character. Finally, female education, the general labour market conditions, and cultural attitudes remain major determinants of female participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich: eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland (2003)
Kaiser, Lutz C.;Zitatform
Kaiser, Lutz C. (2003): Entstandardisierte Erwerbsmuster im europäischen Vergleich. Eine empirische Analyse für fünf Länder unter besonderer Berücksichtigung von Deutschland. Bochum, 500 S.
Abstract
Erwerbsarbeit übernimmt in ihrer heutigen Form die Funktion der monetären Teilhabe an gesellschaftlicher Wohlfahrt und der nicht-pekuniären Positionierung innerhalb der gesellschaftlichen Realität. Als Maßstab für die Bewertung dieser Teilhabe und Positionierung kann die individuelle Erwerbschance in Form der Wahrscheinlichkeit der Besetzung einer bestimmten Erwerbsform bzw. der Position des Status Nichterwerbstätigkeit gelten. Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung entstandardisierter Erwerbsmuster theoretisch und empirisch zu erfassen und auf dieser Basis einen Ausblick auf eine sich weiter verändernde Organisation von Erwerbsarbeit zu geben. Im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung standardisierter und entstandardisierter Erwerbsmuster und deren Konsequenzen für die jeweiligen Bezugsgruppen. Auf Basis eines internationalen Vergleichs von Deutschland mit Dänemark, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien wird untersucht, wie sich entstandardisierte Erwerbsmuster in den jeweiligen Ländern entwickelt haben, welche Formen von entstandardisierten Erwerbsmustern bzw. welche jeweiligen (empirischen) Größenordnungen sich abzeichnen und wie jene theoretisch erklärt werden können. Außerdem wird untersucht, ob und inwiefern sich unterschiedliche entstandardisierte Erwerbsformen hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit zu standardisierten Erwerbsformen unterscheiden, da zumindest für stabile und gesicherte Beschäftigungsverhältnisse eine hohe Arbeitsmotivation nachgewiesen wurde. Insgesamt zeigen die deskriptiven Analysen, dass sich hinter der pauschalen Hypothese der sogenannten Erosion von Normalarbeitsverhältnissen in erster Line ein vermehrtes Erwerbsstreben von Frauen verbirgt. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese, dass in erster Linie Frauen entstandardisierte Erwerbsformen nachfragen anstatt, wie auf Seiten von Männern, standardisierte Erwerbsformen zu besitzen. (IAB)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland: welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? (2003)
Zitatform
Kim, Anna & Karin Kurz (2003): Prekäre Beschäftigung im Vereinigten Königreich und Deutschland. Welche Rolle spielen unterschiedliche institutionelle Kontexte? In: W. Müller & S. Scherer (Hrsg.) (2003): Mehr Risiken - mehr Ungleichheit? : Abbau von Wohlfahrtsstaat, Flexibilisierung von Arbeit und die Folgen (Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung, 07), S. 167-197.
Abstract
Der Beitrag vergleicht die Arbeitsmärkte in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, wobei die Deregulierung in den 1980er- und 1990er-Jahren und die Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse (Teilzeitarbeit, befristete Verträge, Ein-Personen-Selbständigkeit) im Mittelpunkt stehen. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern in Bezug auf Bildungssystem und die Geschlechterdimension des Wohlfahrtsstaates wird dargestellt. Die vergleichende empirische Analyse zeigt, dass prekäre Beschäftigungen auf den ersten Blick sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien überraschend wenig verbreitet zu sein scheinen. Im Jahr 1996 waren lediglich vier Prozent der deutschen und sieben Prozent der britischen Erwerbstätigen von marginaler Teilzeitarbeit betroffen, wobei der Anteil niedrig qualifizierter Frauen dabei hoch ist. Mit neun Prozent ist auch der Anteil befristeter Verträge in beiden Ländern niedrig. Vor allem in Deutschland sind hier auch hoch Qualifizierte betroffen. Hinsichtlich der beruflichen Selbständigkeit unterscheiden sich beide Länder bezüglich der Qualifikation: In Großbritannien sind niedrig Qualifizierte häufiger selbstständig als in Deutschland, wo stärkere Auflagen in Bezug auf Bildung und Berufserfahrung die Ein-Personen-Selbständigkeit einschränken. Aufgrund der institutionellen Besonderheiten in beiden Ländern sind die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung mit jeweils unterschiedlichem Ausmaß an Unsicherheit verbunden. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? (2003)
Zitatform
Knabe, Andreas (2003): Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 83, H. 4, S. 245-250.
Abstract
Die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes sehen auch die Ausweitung der geringfügig entlohnten Beschäftigung vor. In dem Beitrag wird untersucht, ob die so genannten Mini-Jobs einen arbeitsmarktpolitischen Fortschritt bedeuten. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass durch die Reform keine neuen Arbeitsplätze entstehen werden und die Arbeitslosigkeit nicht sinken wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual (2003)
Zitatform
Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual. (IAB-Kurzbericht 02/2003), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Mit der Ich-AG wurde am 1. Januar 2003 neben dem Überbrückungsgeld ein zweites Förderinstrument für Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit eingeführt. In dem Beitrag werden die beiden Instrumente in Beispielrechnungen verglichen. Es wird festgestellt, dass auch die Neuregelung ihre Tücken hat. Sie lohnt sich vor allem für Existenzgründer mit geringem Arbeitslosengeldanspruch, weil auch deren Überbrückungsgeld entsprechend niedrig wäre - also für Geringqualifizierte oder vor der Arbeitslosigkeit Teilzeitbeschäftigte. Übersteigt das Arbeitseinkommen des neugegründeten Unternehmens schon im ersten Jahr 25000 Euro, ist das Überbrückungsgeld aber oft die bessere Alternative. Welchen Beitrag das neue Instrument zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigung leisten kann, ist noch nicht abzusehen. (IAB)
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Literaturhinweis
Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik: "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes (2003)
Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;Zitatform
Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik. "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes. (WSI-Diskussionspapier 117), Düsseldorf, 28 S.
Abstract
Der Beitrag konzentriert sich in einer empirischen Analyse auf die Förderung von Mini- und Midi-Jobs. Mit der zum 01.04.2003 in Kraft getretenen Neuregelung in diesem Bereich setzt die Bundesregierung - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung sog. haushaltsnaher Dienstleistungen - zum einen auf die Ausweitung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Mini-Jobs) durch Anhebung der Einkommensgrenze auf 400 Euro. Zum anderen sollen Arbeitsplätze im Einkommensbereich zwischen 400 und 800 Euro durch reduzierte Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer/innen geschaffen werden (Midi-Jobs). Die Studie geht der Fragen nach, wie der Beschäftigungseffekt einzuschätzen ist, welche Annahmen zu den Entwicklungen von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage sich treffen lassen und welche Rückwirkungen die Förderegelungen auf die nicht-subventionierten Arbeitsverhältnisse haben. Des weiteren wird untersucht, welches (unausgesprochene) geschlechtspolitische Leitbild die Politik prägt und welche Entwicklungen zu prognostizieren sind. Auch werden die Auswirkungen auf das Ziel einer ausreichenden materiellen und sozialen Sicherung beleuchtet. Abschließend wird analysiert, inwieweit arbeitsmarktpolitische, sozialrechtliche und steuerrechtliche Regelungen ineinander greifen. Die Analyse zeigt u.a. unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten, dass die Reform kaum zum Abbau von Arbeitslosigkeit sowie zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geeignet ist, da im hohen Maße Mitnahme- und Substitutionseffekte zu erwarten sind. Mit dieser Reform wird die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt fort- und festgeschrieben. Avancieren die "kleinen Jobs" zum beschäftigungspolitischen Hoffnungsträger, beinhaltet dies zum einen eine Abkehr von gesellschaftspolitischen Leitbild des bestehenden Normalarbeitsverhältnisses und zum anderen von einer Perspektive, die dessen geschlechtshierarchische Konstruktion zu überwinden sucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit (2003)
Zitatform
Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Die "Ich-AG" - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit. In: Bundesarbeitsblatt H. 3, S. 4-9.
Abstract
Die Autoren stellen das neue Förderungsinstrument der "Ich-AG" bzw. "Familien-AG" vor, das als Existenzgründungszuschuss seit dem 1. Januar 2003 fester Bestandteil des Instrumentariums der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist. Sie erläutern Modellrechnungen zum Vergleich bestehender Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für vormals arbeitslose Existenzgründer (Überbrückungsgeld) mit dem neuen Angebot. (IAB)
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Literaturhinweis
Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit?: die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich (2003)
Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;Zitatform
Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit? Die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 94-102.
Abstract
Der Beitrag beschreibt die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich und vergleicht sie mit den Regelungen aus dem Jahr 1999. Daran anschließend werden die geänderten rechtlichen Bestimmungen analysiert und ihre Auswirkungen bewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sie unter Beschäftigungspolitischen Aspekten zu beurteilen und welche sozial- und geschlechterpolitischen Folgen zu erwarten sind. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit (2003)
Kossens, Michael;Zitatform
Kossens, Michael (2003): Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 2, S. 21-23.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die zentralen Inhalte des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, das mit Ausnahme der Regelungen über die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Geltung ab 1.4.2003) zum 1.1.2003 in Kraft trat. Selten ist ein Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss so grundlegend verändert worden. Die von der Hartz-Kommission vorgeschlagene "Ich-AG" findet sich nur noch als Zuschussregelung im SGB III wieder. Und schließlich wurde neben der eigentlich nicht geplanten Aufhebung von § 7 Abs. 4 SGB IV (Scheinselbständigkeit) eine Neugestaltung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und des Niedriglohnsektors bis 800 Euro vorgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern (2003)
Zitatform
Kvasnicka, Michael & Axel Werwatz (2003): Arbeitsbedingungen und Perspektiven von Zeitarbeitern. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 46, S. 717-725.
Abstract
"In dem Bericht wird erstmals die seit 2001 im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des DIW Berlin erfasste Tätigkeit in einer Zeitarbeitsfirma mit Blick auf die Arbeitsbedingungen ausgewertet. Zudem werden die beruflichen Perspektiven von Arbeitnehmern vor und während ihrer Tätigkeit in einem Zeitarbeitsverhältnis näher betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass vormals beschäftigte Zeitarbeiter weitaus öfter ihre frühere Stelle durch eine Betriebsstilllegung oder durch eine arbeitgeberseitige Kündigung verloren als andere Arbeitnehmer; auch hatten sie im Vergleich zu diesen zum Zeitpunkt der Beendigung des letzten Arbeitsverhältnisses weitaus seltener konkrete Perspektiven hinsichtlich einer Anschlussbeschäftigung. Zeitarbeiter schätzen den folgenden Stellenwechsel im Vergleich zu Stellenwechslern in der Gesamtwirtschaft zwar weniger positiv ein, aber vor dem Hintergrund der eigenen Erwerbsbiographie stufen sie die Arbeitsbedingungen in der neuen Anstellung überwiegend gleichwertig oder sogar besser als in der vorausgegangenen ein. Insgesamt sind Zeitarbeiter kaum unzufriedener mit der Arbeit als vergleichbare Arbeitnehmer in anderen Beschäftigungsverhältnissen. Während hinsichtlich der Einschätzung des herrschenden Arbeitsklimas und der Fortbildungsmöglichkeiten keine bedeutenden Unterschiede vorliegen, geben Zeitarbeiter häufiger als vergleichbare Arbeitnehmer an, belastenden Umwelteinflüssen und Unfallrisiken ausgesetzt zu sein. In Bezug auf die beruflichen Perspektiven schätzen Zeitarbeiter das Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, nicht höher ein als andere. Allerdings ist für sie die Wahrscheinlichkeit größer, von sich aus bald eine neue Stelle zu suchen, einen beruflichen Neuanfang zu machen oder in die Selbständigkeit überzuwechseln, denn einen beruflichen Aufstieg im gegenwärtigen Betrieb erachten Zeitarbeiter als wenig wahrscheinlich. Alles in allem erscheinen die Arbeitsbedingungen und die beruflichen Perspektiven von Zeitarbeitern im Vergleich zu Arbeitnehmern in der Gesamtwirtschaft gemessen an den Erwartungen weitaus heterogener; die Bedingungen sind aber nicht, wie bislang oft angenommen, durchweg schlechter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und befristete Beschäftigung: neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (2003)
Linne, Gudrun; Vogel, Berthold;Zitatform
Linne, Gudrun & Berthold Vogel (Hrsg.) (2003): Leiharbeit und befristete Beschäftigung. Neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 68), Düsseldorf, 62 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit werden zunehmend zu Hoffnungsträgern der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Bereits mehrfach hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Befristung von Arbeitsverträgen und zum Einsatz von Leiharbeit erweitert. Und das seit Jahresbeginn 2003 gültige 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - Resultat der Hartz-Kommission - macht deutlich, dass befristete Arbeitsverhältnisse und speziell die Leiharbeit zu den entscheidenden Stellschrauben bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit avancieren. Doch Leiharbeit und Befristungen bleiben konträr diskutierte Beschäftigungsformen. Ihre Befürworter werten sie als 'Einstiegshilfen' in das Arbeitsleben und geeignete Instrumente einer neuen, flexibleren Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Skeptiker hingegen sehen in diesen Arbeitsverhältnissen die Gefahr, dass sich verminderte Beschäftigungsstandards und instabile Beschäftigunsformen ausbreiten. In dem Band ... stellen verschiedene AutorInnen neuere Forschungsbefunde zur Leiharbeit und befristeten Beschäftigung vor und diskutieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die rechtlichen, arbeitsmarktpolitischen und sozialen Wirkungen dieser Beschäftigungsverhältnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristungen von Arbeitsverhältnissen im Wissenschaftsbetrieb der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der ärztlichen Weiterbildung (2003)
Lipke, Gert-Albert;Zitatform
Lipke, Gert-Albert (2003): Befristungen von Arbeitsverhältnissen im Wissenschaftsbetrieb der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der ärztlichen Weiterbildung. Neuwied u.a.: Luchterhand, 105 S.
Abstract
"Im Zentrum der Reform des Hochschulrahmengesetzes steht die Neuordnung des Qualifikationsweges für Hochschullehrer (Stichwort Juniorprofessur). Ziel ist die Förderung der personellen Fluktuation zur Sicherung der Innovationsfähigkeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Regelung der Beschäftigung in befristeten Arbeitsverhältnissen in den §§ 57a ff. HRG ist konzeptionell vollkommen umgestaltet worden. Diese Bestimmungen sind von eminent praktischer Bedeutung, da sie die Beschäftigung des wissenschaftlichen Nachwuchses im sogenannten 'Mittelbau' betreffen.
Erläutert werden:
- das neue Regelungssystem mit den jeweiligen Befristungshöchstgrenzen
- Verhältnis der §§ 57a ff. HRG zum TzBfG und zu den Sonderregelungen für Zeitangestellte, Angestellte für Aufgaben mit begrenzter Dauer und für Aushilfsangestellte
- Befristungsmöglichkeiten außerhalb des HRG." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe (2003)
Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole (2003): Die Vorgeschichte der "Ich-AG": Prekäre Arbeit im Reinigungsgewerbe. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 10, S. 604-609.
Abstract
"Das Reinigungsgewerbe ist in vieler Hinsicht typisch für den gering qualifizierten Dienstleistungssektor, dessen gezielte Ausweitung laut Befürwortern der 'Niedriglohnstrategie' die Massenarbeitslosigkeit reduzieren soll. In dem Beitrag wird argumentiert, dass zwischen 1973 und 1998 keine nennenswerte Schaffung zusätzlicher Stellen nachzuweisen ist. Vielmehr fand eine Verlagerung von Arbeitsplätzen aus dem öffentlichen Dienst in private Reinigungsfirmen und schließlich in Privathaushalte statt, was mit einem Übergang von sozialversicherter Voll- und Teilzeitarbeit zu 'geringfügiger' Beschäftigung einherging. Diese magere Bilanz ist umso bemerkenswerter, als die Arbeitsverhältnisse von Reinigungsfrauen (wie vielfach gefordert) immer kostengünstiger, rechtlich flexibler und kurzfristiger wurden bzw. immer weiter hinter den materiellen, rechtlichen und betrieblichen Integrationsstandards zurückblieben, die (spätestens seit Ende der 1950er Jahre) durch das bundesdeutsche 'Normalarbeitsverhältnis' gesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der "Gleichheitsgrundsatz" bei Leiharbeit: Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern im europäischen Vergleich (2003)
Zitatform
Nienhüser, Werner & Wenzel Matiaske (2003): Der "Gleichheitsgrundsatz" bei Leiharbeit. Entlohnung und Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern im europäischen Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 8, S. 466-473.
Abstract
"Auf Basis der Daten des 'Third European Survey on Working Conditions' (ESWC) (eine Befragung von über 21 Tsd. Arbeitnehmer und Selbständige aus 15 EU-Ländern, darunter 345 Leiharbeitern) untersuchen die Autoren, ob Leiharbeiter - im Vergleich zu Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis - ungünstigere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen haben und ob diese Unterschiede auf die Leiharbeit 'an sich' oder auf Merkmale wie Qualifikation, Berufserfahrung etc. zurückzuführen sind. Darüber hinaus analysieren sie, ob in europäischen Ländern, in denen für Leiharbeiter der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, dieselben Unterschiede wie in Ländern bestehen, in denen dieser Grundsatz nicht gilt. Die Befunde zeigen erstens, dass die als Diskriminierung zu wertenden Unterschiede zwischen Leiharbeitern und Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis auch nach statistischer Kontrolle anderer Einflussgrößen bestehen bleiben. Zweitens reduziert die Geltung des Gleichbehandlungsgrundsatzes die Schlechterstellung hinsichtlich des Einkommens, erhöht sie aber bei der Weiterbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit (2003)
Ochel, Wolfgang;Zitatform
Ochel, Wolfgang (2003): Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 56, H. 1, S. 21-32.
Abstract
"Eine Reform des Arbeitsmarktes ist überfällig. Im Verlaufe des Jahres 2002 sind dazu mehrere grundlegende Vorschläge vorgelegt worden - unter anderem vom ifo Institut, der Hartz-Kommission und vom Sachverständigenrat -, die das Instrument der Leiharbeit nutzen wollen, um Arbeitlose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. In der öffentlichen Debatte haben die Vorschläge der Hartz-Kommission die größte Aufmerksamkeit gefunden. Sie beinhalten den Ausbau der gewerblichen Leiharbeit und die Schaffung von Personal-Service-Agenturen (PSA). Diese Maßnahmen dürften einen positiven Beitrag zur Reduktion der Arbeitslosigkeit leisten. Allerdings sollte der Begünstigtenkreis eingeschränkt und auf eine großzügige Subventionierung der PSAs verzichtet werden, um zu große fiskalische Belastungen zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? (2003)
Zitatform
Pietrzyk, Ulrike & Bärbel Bergmann (2003): Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? In: Wirtschaftspsychologie, Jg. 5, H. 1, S. 65-68.
Abstract
In dem Beitrag wird nach Bedingungen und Voraussetzungen gefragt, die die Leiharbeit für Qualifizierung und berufliche Kompetenzentwicklung sowie den Erhalt von Gesundheit bereitstellt. Hierzu werden erste empirische Ergebnisse einer vergleichenden Querschnittuntersuchung von Leiharbeitnehmern (n= 62) und dauerhaft beschäftigten Facharbeitern (n=36) in der Fertigungsbranche zur Diskussion gestellt. Es zeigt sich, dass die Arbeitssituation von Leiharbeitnehmern Risiken für die Entwicklung beruflicher Kompetenz und gesundheitliche Gefahren birgt. (IAB)
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Literaturhinweis
Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform (2003)
Reiserer, Kerstin; Freckmann, Anke;Zitatform
Reiserer, Kerstin & Anke Freckmann (2003): Freie Mitarbeit und Mini-Jobs nach der Hartz-Reform. (Aktuelles Recht für die Praxis), München: Beck, 200 S.
Abstract
Zum Jahreswechsel 2002/2003 hat der Bundestag das Erste und Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz-Gesetze') beschlossen. Für den Bereich der freien Mitarbeit bzw. der Scheinselbständigkeit ist dies das dritte Reformwerk seit 1999. U.a. wurden zum 1.1.2003 die bisherigen Kriterien für Scheinselbständige beseitigt und mit der 'Ich-AG' ein neues Instrument zur Förderung der Selbständigkeit eingeführt. Auch die geringfügige Beschäftigung hat zum 1.4.2003 grundlegende Änderungen erfahren. Der Anwendungsbereich der 'Mini-Jobs' wurde erweitert durch die Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze auf EURO 400.-, die Einführung einer so genannten Gleitzone bis EURO 800.- sowie Sonderregelungen für Tätigkeiten im Privathaushalt. Ferner ist es seit dem 1.4.2003 wieder möglich, einen versicherungsfreien Minijob neben der Hauptbeschäftigung auszuüben. Aus der Sicht der anwaltlichen Praxis wird ein Überblick über die gesetzliche Neuregelung beider Komplexe unter Beachtung der arbeitsrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Besonderheiten gegeben. Zahlreiche Übersichten, Checklisten und Beispiele veranschaulichen die Wirkungsweise der einzelnen Normen im Zusammenspiel. (IAB)
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Literaturhinweis
Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit: Entwicklung der Teilzeitarbeit in OÖ im Beobachtungszeitraum 1980-2001 (2003)
Rippatha, Erika;Zitatform
Rippatha, Erika (2003): Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit. Entwicklung der Teilzeitarbeit in OÖ im Beobachtungszeitraum 1980-2001. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 26, H. 2, S. 51-65.
Abstract
"In den letzten zehn Jahren hat sich in Oberösterreich die Anzahl der unselbständig teilzeitbeschäftigten Personen mehr als verdoppelt. Teilzeitarbeit ist auch in Oberösterreich fast ausschließlich Frauensache. 92 Prozent der unselbständig Teilzeitbeschäftigten Oberösterreichs waren 2001 Frauen. Der Zuwachs bei der Frauenbeschäftigung in Oberösterreich besteht seit 1990 ausschließlich aus Teilzeitstellen. Wollen Frauen einer Erwerbstätigkeit nachgehen, dann ist Teilzeitarbeit in sehr vielen Fällen die einzige Möglichkeit, wie es gelingen kann, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Denn auf Grund der familiären Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern und auf Grund der Tatsache, dass nach wie vor ein Mangel an Kinderbetreuungseinrichtungen besteht, ist in gewissen Lebensphasen eine Vollzeitbeschäftigung für die meisten Frauen einfach nicht möglich. Teilzeitarbeitsplätze konzentrieren sich auf wenige Branchen und Teilzeitarbeit nimmt mit der Höhe der Qualifikation ab. Es bildet sich zunehmend ein "Teilzeitarbeitsmarkt" (Handel, Reinigung, persönliche Dienstleistungen) heraus, welcher sich neben der in der Arbeitswelt ungebrochen herrschenden Vollzeitkultur etabliert hat und für Frauen "reserviert" ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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