Schulabbruch und Ausbildungslosigkeit
Je niedriger die Qualifikation von Erwerbspersonen, desto schwächer ist deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Personen ohne Schul- oder Berufsabschluss haben deutlich geringere Chancen auf eine dauerhafte Integration ins Arbeitsleben.
Dieses Themendossier führt Forschungsbefunde zu Ursachen und Folgen von Schulmüdigkeit und Ausbildungslosigkeit zusammen und zeigt Präventionsstrategien und Lösungsansätze auf.
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Engaging Youth Enquiry (EYE): Eine Studie zur Nichtpartizipation in (Aus-)Bildung in England und Wales: Ansätze und Probleme (2008)
Wilde, Stephanie;Zitatform
Wilde, Stephanie (2008): Engaging Youth Enquiry (EYE): Eine Studie zur Nichtpartizipation in (Aus-)Bildung in England und Wales. Ansätze und Probleme. In: Die berufsbildende Schule, Jg. 60, H. 10, S. 279-283.
Abstract
"Die Engaging Youth Enquiry (EYE) untersucht die Hintergründe, Kontexte und Probleme, die zum relativ hohen Anteil (um 10%) an Nichtpartizipation von 16- bis 18-Jährigen in England und Wales führen. Weiterhin hat die Studie einen Dialog mit Jugendlichen, Expertinnen, Forscherinnen und Politikerinnen eröffnet, um nach innovativen Ansätzen, möglichen Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten für diese Jugendlichen zu suchen. Dieser Dialog findet in einer Reihe partizipatorischer Workshops in England und Wales statt. EYE findet ihren Abschluss im Oktober 2008 mit einer Präsentation der Hauptergebnisse im Parlament in London. EYE ist eine Kollaboration zwischen der Nuffield Review of 14-19 Education and Training (www.nuffieldl4-19review.org.uk) und der karitativen Organisation Rathbone (www.rathboneuk.org), die in 70 regional Zentren in Großbritannien mit Jugendlichen zusammenarbeitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Berufliche Bildung 2007 (2008)
Zitatform
(2008): Berufliche Bildung 2007. (Bildung und Kultur. Fachserie 11, Reihe 3), Wiesbaden, 175 S.
Abstract
In der Veröffentlichung sind die Ergebnisse der im Dezember 2007 durchgeführten Berufsbildungsstatistik dargestellt. Dem Tabellenteil der Berufsbildungsstatistik 2007 für Deutschland sind zusammenfassende Übersichten vorangestellt, die wichtige Eckdaten für die Auszubildenden nach getrennten Gebietsständen 'Früheres Bundesgebiet' und 'Neue Länder und Berlin' sowie im Zeitvergleich ausweisen. In der Berufsbildungsstatistik werden folgende Ausbildungsbereiche unterschieden: Industrie und Handel (einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe), Handwerk, Landwirtschaft, öffentlicher Dienst, Freie Berufe, Hauswirtschaft und Seeschifffahrt. Die berufliche Gliederung folgt in der Berufsbildungsstatistik der vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen 'Klassifizierung der Berufe', die nach Berufsbereichen, Berufsabschnitten, Berufsgruppen, Berufsordnungen und Berufsklassen geordnet ist. Die Berufsklassen stellen einzelne Berufe, Berufsarten oder zugehörige Spezialisierungsformen dar und entsprechen in der Berufsbildungsstatistik den Ausbildungsberufen. Die statistischen Daten enthalten Angaben zur Zahl der Auszubildenden, der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge, der Anschlussverträge, der Zahl der Teilnehmer mit bestandener Abschluss- und Fortbildungsprüfung, der Zahl der Auszubildenden je Ausbildungsjahr sowie zur Staatsangehörigkeit, der schulischen Vorbildung und dem Alter der Auszubildenden. (IAB)
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Une formation qualifiante differee pour les jeunes non diplomes?: un eclairage a partir du cheminement professionnel de jeunes sortis du systeme educatif en 1998 (2007)
Besses, Marie de; Verley, Elise; Cart, Benoit; Gasquet, Céline; Mouy, Philippe; Mora, Virginie;Zitatform
Besses, Marie de, Benoit Cart, Céline Gasquet, Virginie Mora, Philippe Mouy & Elise Verley (2007): Une formation qualifiante differee pour les jeunes non diplomes? Un eclairage a partir du cheminement professionnel de jeunes sortis du systeme educatif en 1998. (Centre d'Etudes et de Recherches sur les Qualifications. RELIEF 23), Marseille, 136 S.
Abstract
"Dans une Europe qui entend favoriser l'avenement d'une societe de la connaissance, environ 120 000 jeunes sortent encore chaque annee du systeme educatif francais sans diplome, soit un sur six. Loin de disparaitre, ces sorties qu'on pourrait qualifier de 'prematurees' ont eu plutot tendance a stagner depuis le milieu des annees quatre-vingt-dix. En 2004, suite a une annonce presidentielle concernant des mesures pour l'emploi des jeunes et plus precisement des 'jeunes au bord du chemin', les cabinets ministeriels ont cherche a construire une nouvelle offre de 'formation qualifiante differee' pour les jeunes sans diplome. Pour ce faire, ils ont sollicite le concours de la Direction de l'evaluation, de la prospective et de la performance et du Cereq. Ce fut le point de depart d'une etude dont les resultats sont publies dans ce nouvel ouvrage du Cereq." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))
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Dropping out of post-compulsory education in the UK: an analysis of determinants and outcomes (2007)
Zitatform
Bradley, Steve & Pam Lenton (2007): Dropping out of post-compulsory education in the UK. An analysis of determinants and outcomes. In: Journal of population economics, Jg. 20, H. 2, S. 299-328. DOI:10.1007/s00148-006-0110-y
Abstract
"We analyse the decision to drop out of post-compulsory education over the period 1985-1994 using data from the Youth Cohort Surveys. We show that the dropout rate declined between 1985 and 1994, in spite of the rising participation rate in education, but is still substantial. Dropping out is more or less constant over the period of study, though the risk of dropout does vary with young people's prior attainment, ethnicity, family background and the state of the labour market. The course of study has a substantial effect on the risk of dropout." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Les sept premières années de vie active des jeunes non diplômés: la place des mesures publiques pour l'emploi (2007)
Gasquet, Céline; Roux, Valérie;Zitatform
Gasquet, Céline & Valérie Roux (2007): Les sept premières années de vie active des jeunes non diplômés. La place des mesures publiques pour l'emploi. In: Economie et Statistique H. 400, S. 17-43.
Abstract
"Im Jahre 1998 verließen 116 000 Jugendliche die Ausbildungsstätten ohne Abschluss. Aufgrund des generellen Anstiegs des Ausbildungsniveaus haben diese Jugendlichen mehr Schwierigkeiten als die anderen, eine Beschäftigung zu finden. Jedem dritten Jugendlichen gelingt es dennoch, sich rasch und dauerhaft ins Erwerbsleben zu integrieren. Bei den anderen dauert die Eingliederung länger: weit über die ersten drei Jahre ab Eintritt in den Arbeitsmarkt hinaus. Diese Jugendlichen, die ein Ausbildungsdefizit haben und mit der Konkurrenz ihrer besser ausgebildeten Altersgenossen oder den Vorbehalten der Arbeitgeber konfrontiert sind, nehmen dann oftmals die für sie bestimmten beschäftigungspolitischen Maßnahmen in Anspruch. Mehr als vier Jugendliche ohne Abschluss von zehn profitierten so in den ersten sieben Jahren ihres Erwerbslebens von einer Ausbildung oder einer ABM-Maßnahme; und für 16% der Jugendlichen ohne Abschluss war diese Erfahrung der ersten Jahre am Arbeitsmarkt sogar sehr strukturierend. Mehr als in der Vergangenheit werden solche öffentlichern Maßnahmen mehrere Jahre lang nach Verlassen der Ausbildungsstätten in Anspruch genommen. Sie decken äußerst unterschiedliche Situationen ab. Insbesondere sind sie nicht unbedingt im Zusammenhang mit einem Prekariat zu sehen, da mehr als jeder vierte Jugendliche, der solche Maßnahmen nutzte, eine relativ stabile Berufslaufbahn kennt. Allerdings gehen solche Maßnahmen in vier von zehn Fällen mit befristeten Arbeitsverträgen oder Arbeitslosigkeit einher; in jedem zehnten Fall betreffen sie die Erwerbslosigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Schulverweigerer in außerschulischen Lernstandorten: eine Evaluations- und Nutzerstudie (2007)
Hellmann, Wilfried;Zitatform
Hellmann, Wilfried (2007): Schulverweigerer in außerschulischen Lernstandorten. Eine Evaluations- und Nutzerstudie. Berlin: Köster, 88 S.
Abstract
"Das Phänomen der sog. 'Schulverweigerung' von Kindern und Jugendlichen hat in den letzten Jahren zunehmende Beachtung gefunden. Sowohl die Eltern als auch das traditionelle Schulsystem sind mit der Bewältigung entstehender Problemlagen oft völlig überfordert. Als Ultima Ratio gelten inzwischen bundesweit implementierte außerschulische Lernstandorte zur Schulpflichterfüllung. Das vorgestellte Forschungsprojekt gibt Auskunft darüber, wie sich die betreffenden Schüler aus fünf solcher Projekte über die (Aus)Wirkungen des offerierten Unterstützungsangebotes äußern: Welchen Einfluss haben die erfolgten Lernprozesse auf ihre Identität, das Selbstwertgefühl und ihre mittelfristige Lebensplanung? Wie bewerten sie die Projekte insgesamt und wie äußern sie sich zu der von ihnen wahrgenommenen Qualifikation der Fachkräfte (Sozialarbeiter, Lehrer, Ausbilder)? Welches sind die Gründe für ihre zurückliegende Schulverweigerung usw.? Die auf der Basis der Qualitativen Sozialforschung erzielten Forschungsergebnisse können bestehende Vergewisserungsnotstände in außerschulischen Lernstandorten beheben und konzeptbildend genutzt werden. Sie sind zugleich für Schulen interessant, welche frühzeitig die Entwicklung von manifester Schulverweigerung verhindern wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit: Strategien und Methoden zur Prävention (2007)
Hofmann-Lun, Irene; Richter, Ulrike; Michel, Andrea; Schreiber, Elke;Zitatform
Hofmann-Lun, Irene, Andrea Michel, Ulrike Richter & Elke Schreiber (2007): Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit. Strategien und Methoden zur Prävention. (Übergänge in Arbeit 08), München: Verlag Deutsches Jugendinstitut, 252 S.
Abstract
"Warum gehen Kinder und Jugendliche trotz Schulpflicht nicht zur Schule? Was bedeutet die Abwesenheit von der Schule für das Gelingen der Schulbildung? Wie kann einem Ausstieg aus der Schule präventiv begegnet werden? Wie kann (tatsächlich oder vermeintlich) schulmüden Jugendlichen der Abschluss der Schule und der Übergang in Ausbildung gelingen? Wie können Jugendliche, die von der Schule nicht mehr erreicht werden, wieder für systematisches Lernen gewonnen werden? An vielen Orten in Deutschland haben Schulen und Träger der Jugendsozialarbeit begonnen, Antworten auf diese Fragen zu suchen. Gefördert aus Länderprogrammen, durch Stiftungen und besorgte Kommunen wurden vielfältige Experimente durchgeführt und dabei Methoden und Strategien entwickelt und erprobt, die darauf zielen, die Bedingungen für das Lernen in der Schule und an anderen Lernorten und die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen so zu verbessern, dass ihre Schulkarrieren zum Erfolg führen und Grundlagen für den Einstieg in die Erwerbsarbeit gelegt werden. Das Deutsche Jugendinstitut hat diese Ergebnisse und Erfahrungen ausgewertet und fasst sie in diesem Buch zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Children of the post-communist transition: Age at the time of the parents' job loss and dropping out of secondary school (2007)
Kertesi, Gabor; Kezdi, Gabor;Zitatform
Kertesi, Gabor & Gabor Kezdi (2007): Children of the post-communist transition: Age at the time of the parents' job loss and dropping out of secondary school. In: The B.E. Journal of Economic Analysis and Policy, Jg. 7, H. 2, S. 1-27. DOI:10.2202/1935-1682.1824
Abstract
"Using data on children whose parents lost their jobs during the post-communist transition of Hungary, we address the causal effect of unexpected long-term unemployment of parents on their children's educational achievement. We estimate the effect of the children's age at the time of their parents' job loss on their probability of dropping out of secondary school (an event that follows the parents' job loss by many years). The treatment is an additional year reared in a family with regularly employed parents, which can be interpreted as additional human capital investment. We provide bounding estimates to the causal effect. The estimated bounds are tight, they show a substantial effect, and the effect is significantly stronger for preschool age children than for older ones." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Dropout, school performance, and working while in school (2007)
Zitatform
Montmarquette, Claude, Nathalie Viennot-Briot & Marcel Dagnais (2007): Dropout, school performance, and working while in school. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 89, H. 4, S. 752-760. DOI:10.1162/rest.89.4.752
Abstract
"We develop an econometric model where the determinants of working while in school, academic performance, and the decision to drop out are set in the context of two types of high school students: those who prefer schooling and those who are more likely to join the labor market. The likelihood function of this model with heterogeneous preferences for schooling is composed of 48 individual contributions of a standard quadrivariate normal function. Exploiting a unique Canadian microdata set of high school students and school dropouts, we show that being a female student, attending a private school, and living with educated parents are linked to having a strong preference for schooling over the labor market. We also find that working fewer than fifteen hours per week while in school is not necessarily detrimental to success in school. Our results indicate that the decision to drop out is affected by the legal age to access the labor market, high minimum wages, and low unemployment rates. Several policies that aim at reducing the number of high school dropouts are identified." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wie können Praktika dazu beitragen Ausbildungsabbrüche zu vermeiden? (2007)
Scharrer, Tina; Vogler, Melanie;Zitatform
Scharrer, Tina & Melanie Vogler (2007): Wie können Praktika dazu beitragen Ausbildungsabbrüche zu vermeiden? In: Jugend, Beruf, Gesellschaft, Jg. 58, H. 2, S. 170-176.
Abstract
Bundesweit wird jeder fünfte Ausbildungsvertrag wieder gelöst, wobei die Hälfte der Ausbildungsabbrüche bereits im ersten Lehrjahr stattfindet. Diese Quote dokumentiert eine angesichts der gegenwärtigen Lehrstellenknappheit untragbare Vergeudung von Arbeitsplätzen. Die Gründe für die hohe Zahl von Abbrüchen liegen nach vorliegenden Untersuchungen aus der Sicht der Jugendlichen eindeutig im betrieblichen Bereich, der schulische Bereich spielt kaum eine Rolle. Aus der Sicht der Ausbilder liegen die Gründe bei den Jugendlichen und hier vor allem im persönlichen Bereich (Fehlverhalten, mangelnde Motivation). Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass sich die Ursachen für einen Ausbildungsabbruch häufig bereits auf Probleme zurückführen lassen, die vor dem eigentlichen Berufsstart in der Phase der Berufsorientierung und Entscheidungsfindung liegen. Der Beitrag beschreibt einen Lösungsansatz, der bereits vor der Berufswahlentscheidung greift und die Verbesserung der betrieblichen Orientierung durch effektive Schülerbetriebspraktika zum Ziel hat. Beschrieben werden die Ziele der Praktika am Beispiel des Programms 'Schule-Wirtschaft/Arbeitswelt' und des Sonderprogramms des Bundes 'Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ)', der Nutzen von Praktika und die Realität der Mehrzahl von Praktika. Daraus abgeleitet werden Möglichkeiten, Schülerbetriebspraktika qualitativ zu verbessern. Diese Möglichkeiten werden beispielhaft an den Erfolgsfaktoren effektiver Praktika im Rahmen des Berufsorientierungsprojekts 'Girls just do IT! - Berufswahl mit Zukunft' erläutert. (IAB)
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Schulverweigerung: Problemanalyse und Lösungen im Kontext von Jugendhilfe und Schule (2007)
Sibbe, Yvonne Severine;Zitatform
Sibbe, Yvonne Severine (2007): Schulverweigerung. Problemanalyse und Lösungen im Kontext von Jugendhilfe und Schule. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 105 S., Anhang.
Abstract
"Schulpflichtverletzungen bzw. Schulversäumnisse sind gegenwärtig aktuelle Diskussionsgegenstände in der Berichterstattung der Medien. Generell werden, was diese Thematik betrifft, eine Reihe von Begrifflichkeiten nebeneinander verwendet und miteinander vermischt. Dementsprechend existiert auch eine facettenreiche Angebotspalette hinsichtlich der Begegnung mit dem Phänomen. Dieses Buch setzt sich zunächst mit der Thematik der Schulpflicht auseinander, um in den weiteren Schritten Klarheit in die Verwendung der Begrifflichkeiten zu bringen, sowie Ursachen und Konsequenzen von Schulpflichtverletzungen darzustellen. Ein besonderer Fokus wird auf die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule gelegt, um anhand ausgewählter Beispiele Strategien für die Praxis aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Education subsidies and school drop-out rates (2006)
Zitatform
Dearden, Lorraine, Carl Emmerson, Christine Frayne & Costas Meghir (2006): Education subsidies and school drop-out rates. (CEE discussion paper 53), London, 43 S.
Abstract
In Großbritannien ist die Zahl derjenigen, die im Alter von 16 Jahren die Schule abbrechen und damit auf weiterführende Qualifikationen verzichten, im Vergleich zu den meisten entwickelten Industrieländern sehr hoch. Der Beitrag untersucht die Auswirkungen eines Beihilfeprogramms für Kinder und Jugendliche, die die Schule zwei Jahre über das schulpflichtige Alter hinaus besuchen wollen (Education Maintenance Allowance - EMA). Dem Programm liegt die Annahme zugrunde, dass niedrige Bildungsabschlüsse eher die Folge finanzieller Zwänge als die einer auf Information beruhenden Entscheidung sind. Die Evaluation des Programms liefert wertvolle Hinweise darüber, ob solche Beihilfen, die einen effektiven Beitrag zur Reduzierung der Bildungskosten leisten, auch tatsächlich die Zahl der Schulabbrecher vermindern. Die Ergebnisse zeigen, dass EMA bei Jungen und Mädchen aus Familien mit niedrigem Einkommen, die Anspruch auf die volle EMA-Zahlung haben, die größten Wirkungen erzielt. In dieser Bevölkerungsgruppe ist die Schulabbrecherquote sehr hoch und EMA hat sich als ein wirkungsvolles Instrument erwiesen, diese zu senken und Kindern aus solchen Familien eine bessere Lebensperspektive zu eröffnen. (IAB)
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Früherkennung von Ausbildungsabbrüchen: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im baden-württembergischen Einzelhandel (2006)
Zitatform
Deuer, Ernst (2006): Früherkennung von Ausbildungsabbrüchen. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im baden-württembergischen Einzelhandel. Mannheim, 252 S.
Abstract
Rund zwei Drittel aller Jugendlichen durchlaufen in der Bundesrepublik Deutschland das duale System der beruflichen Ausbildung. Nicht zuletzt aufgrund der Integrationsleistung dieses Systems ist die Jugendarbeitslosigkeit im Verhältnis zur allgemeinen Arbeitslosigkeit in Deutschland niedriger als in anderen Ländern. Zu den Kritikpunkten des dualen Systems zählt dessen qualitative Leistungsfähigkeit. Kritisiert wird das (absolut wie relativ) hohe Ausmaß von Ausbildungsabbrüchen, das einen 'aktuellen bildungspolitischen Brennpunkt' markiert und als 'Indiz für Effizienzstörungen' bzw. als Symptom eines 'sich anbahnenden Niedergangs' des dualen Systems der Berufsausbildung angesehen wird. Die Untersuchung betrachtet Bedeutung und Folgen von Ausbildungsabbrüchen aus verschiedenen Blickwinkeln. Zunächst wird der Forschungsstand referiert und damit der bisherige Kenntnisstand über die Hintergründe von Ausbildungsabbrüchen dokumentiert. Hierauf baut die Entwicklung eines theoretischen Erklärungsmodells auf, welches im empirischen Teil der Arbeit überprüft wird. Ziel ist es, geeignete Indikatoren zu ermitteln, die eine Prognose hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit eines Ausbildungsabbruchs ermöglichen. Die vorliegenden Befunde deuten darauf hin, dass vor allem Diskrepanzen zwischen individuellen Erwartungen und den tatsächlich vorgefundenen Ausbildungsbedingungen Erklärungsmuster für Ausbildungsabbrüche liefern. (IAB)
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Benachteiligte Jugendliche - Jugendliche ohne Berufsbildung: qualitative und quantitative Erhebungen. Arbeitsmarkt- und bildungspolitische Schlussfolgerungen. Forschungsprojekt, Endbericht (2006)
Dornmayr, Helmut; Henkel, Susanna-Maria; Schneeberger, Arthur; Schlögl, Peter; Wieser, Regine;Zitatform
Dornmayr, Helmut, Susanna-Maria Henkel, Peter Schlögl, Arthur Schneeberger & Regine Wieser (2006): Benachteiligte Jugendliche - Jugendliche ohne Berufsbildung. Qualitative und quantitative Erhebungen. Arbeitsmarkt- und bildungspolitische Schlussfolgerungen. Forschungsprojekt, Endbericht. (AMS-Arbeitsmarktstrukturberichte), Wien, 143 S.
Abstract
Die Studie untersucht mittels verschiedener quantitativer und qualitativer Erhebungsinstrumente (Auswertung sekundärstatistischer Daten und Befragungen von Angehörigen der Zielgruppe) die Lebensbedingungen, Ausbildungs- und Berufsverläufe sowie die beruflichen Perspektiven von Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, d.h. mit keinem über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss. Es wird empirisch evident, dass es einen Migrationshintergrund der Ausbildungsprobleme gibt. Bildung und Erwerbstätigkeit haben bei allen interviewten Jugendlichen einen durchaus hohen Stellenwert. Generell ist darauf zu verweisen, dass auch die 20- bis 24-Jährigen ohne Sekundarabschluss II eine Reihe von formalen Qualifikationen erworben haben und über formelle und informelle Kompetenzen in unterschiedlichster Form verfügen. Gemeinsam ist ihnen jedoch allen, dass formale 'Erfolgskriterien' wie ein positiver Schulabschluss oder eine nachhaltige Integration ins Beschäftigungssystem bislang nicht erreicht wurden. Die Studie entwickelt Empfehlungen, die von bildungspolitischen Aktivitäten bis in das Feld der aktiven Arbeitsmarktpolitik und in die effektive und effiziente Verwaltung von Beratungs- und Vermittlungsdiensten, die einer Benachteiligung entgegenwirken, bzw. versuchen diese nicht entstehen zu lassen, reichen: Ausbau/Weiterentwicklung innovativer und alternativer Ausbildungsmodelle und Lernformen; Positive Beispiele von gelungenen Biografien als Unterstützung nützen; (Aus)Bildungsfähigkeit als Maßnahmenziel erkennen, zulassen und geeignete Methoden entwickeln; Fokussierung der Förderung von Kompetenzen und Stärken; Anerkennung und Weiterentwicklung von informell erworbenen Kompetenzen und Teilqualifikationen (,Drop-Outs'); Nachhaltige Vernetzung von AkteurInnen fördern; Case Management forcieren; Ausbau der Bildungs- und Berufsberatung; MigrantInnen als besondere Zielgruppe. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Kurzfassung -
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Not a very NEET solution: representing problematic labour market transitions among early school-leavers (2006)
Zitatform
Furlong, Andy (2006): Not a very NEET solution. Representing problematic labour market transitions among early school-leavers. In: Work, employment and society, Jg. 20, H. 3, S. 553-569. DOI:10.1177/0950017006067001
Abstract
"Concern with youth unemployment has been replaced with a focus on those not in education, in employment, or in training (NEET). With current levels of youth unemployment low, this emphasis helps remind us that an increase in employment levels is not necessarily accompanied by a reduction in vulnerability. While NEET can be used as a concept for representing problematic transitions, it is an ill-considered concept that places an undue and often misleading emphasis on voluntarism. Drawing on the Scottish School Leavers Survey, the article explores the policy implications of different definitions of NEET, highlights its prevalence, and examines the characteristics of those who are NEET. It is argued that to represent vulnerable youth effectively we must either use a set of definitions that are narrower than that represented by NEET, or adopt a much broader definition that provides a basis for more far-reaching interventions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Dropping out of further education: a fresh start? Findings from a German longitudinal study (2006)
Zitatform
Glaesser, Judith (2006): Dropping out of further education: a fresh start? Findings from a German longitudinal study. In: Journal of vocational education and training, Jg. 58, H. 1, S. 83-97. DOI:10.1080/13636820600591743
Abstract
"In the labour market, formal qualifications both school and vocational or university degreesare of increasing importance. This may be especially true in Germany, where formal qualifications are highly valued. Dropping out of vocational or university training is therefore regarded as a risk for young people in the process of entering the labour market. In the present paper, two questions are being addressed: (1) Who are the young adults who are at risk of dropping out (2) What happens to them, i.e. do they get a chance to resume their education and if so, who is more likely to do so? Using a longitudinal perspective, both individual factors such as scholastic achievement, intelligence or motivation and structural factors pertaining to the education system are taken into account. Both kinds of influencing factors are shown to contribute to the likelihood of dropping out and starting again." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ein Beruf gehört (e) zum Leben: oder: Versuch einer Anleitung zum Ankommen in der Realität (2006)
Hiller, Gerhard Gotthilf;Zitatform
Hiller, Gerhard Gotthilf (2006): Ein Beruf gehört (e) zum Leben. Oder: Versuch einer Anleitung zum Ankommen in der Realität. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 20, H. 4, S. 149-159.
Abstract
"Angesichts der Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in jenen Segmenten, die den Absolvent/inn/en sonderpädagogischer Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen offen stehen, lassen sich Fragen der Teilhabegerechtigkeit nicht länger verkürzen auf ein erfolgreiches Durchlaufen berufsförmig strukturierter Ausbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen. Zu fragen ist deshalb, was zu einem würdigen Leben wirklich gehört und mithilfe welcher Anpassungsleistungen die bisherigen Einrichtungen ihren Zielgruppen dazu verhelfen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Quartalsbericht zum Stand der Umsetzung der Initiative "Jugend in Arbeit - plus" des Landes Nordrhein-Westfalen: Stichtag 30. September 2006 (2006)
Kempken, Jürgen;Zitatform
Kempken, Jürgen (2006): Quartalsbericht zum Stand der Umsetzung der Initiative "Jugend in Arbeit - plus" des Landes Nordrhein-Westfalen. Stichtag 30. September 2006. Bottrop, 28 S.
Abstract
"Seit Beginn 2006 sind in den ersten neun Monaten des Jahres gut 5.350 Jugendliche der Initiative Jugend in Arbeit plus zugewiesen worden. Davon sind bereits rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eine Beschäftigung gewechselt. Der neue Quartalsbericht informiert über aktuelle Vermittlungsergebnisse. Die Initiative ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren, die sich auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer tun und länger als ein halbes Jahr arbeitslos sind, den Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Social disadvantage and education experiences (2006)
Machin, Stephen;Zitatform
Machin, Stephen (2006): Social disadvantage and education experiences. (OECD social, employment and migration working papers 32), Paris, 34 S. DOI:10.1787/715165322333
Abstract
Der Beitrag untersucht, wie soziale Benachteiligungen die Lernerfahrungen von Familienhaushalten mit geringen wirtschaftlichen Ressourcen auf jeder Stufe des persönlichen Lebensweges beeinflussen. Bildung kann sich einerseits als 'Aufzug' aus der sozialen Benachteiligung erweisen, auf der anderen Seite kann ein Scheitern bei Lernanstrengungen dazu führen, die Benachteiligung noch zu verstärken. Dies zeigt sich u.a. daran, dass eine signifikante Minderheit in mehreren OECD-Ländern keine abgeschlossene Grundschulausbildung vorweisen kann. Der Beitrag diskutiert, in welcher Weise und mit welchen Maßnahmen Bildungs- und Sozialpolitik auf die Lernerfahrungen von Personen mit Benachteiligungshintergrund als Teil einer breit angelegten Strategie zur Bekämpfung von Armut und sozialer Exklusion eingehen kann. Bei der Entwicklung von einschlägigen Bildungsprogrammen kommt es auf das richtige 'Timing' an. Unter diesem Gesichtspunkt präsentiert der Beitrag Erkenntnisse aus drei unterschiedlichen Programmen: (1) schulbasierte Programme für die Zielgruppe benachteiligter Schüler, (2) finanzielle Unterstützung und Begleitung von benachteiligten Schülern und (3) Programme für Erwachsene und Schulabbrecher. Die Evaluation der Programme lässt den Schluss zu, dass sie geeignet sind, sowohl die Beschäftigungs- als auch die Einkommensperspektiven von Personen aus armen Familien zu verbessern, wenn sie richtig organisiert sind, zielgruppenorientiert durchgeführt werden, angemessen finanziert sind und von evaluierenden Begleituntersuchungen beobachtet werden. (IAB)
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Starting well or losing their way? The position of youth in the labour market in OECD countries (2006)
Quintini, Glenda; Martin, Sebastien;Zitatform
Quintini, Glenda & Sebastien Martin (2006): Starting well or losing their way? The position of youth in the labour market in OECD countries. (OECD social, employment and migration working papers 39), Paris, 71 S. DOI:10.1787/351848125721
Abstract
"Despite the fact that today's young cohorts are smaller in number and better educated than their older counterparts, high youth unemployment remains a serious problem in many OECD countries. This reflects a variety of factors, including the relatively high proportion of young people leaving school without a basic educational qualification, the fact that skills acquired in initial education are not always well adapted to labour market requirements, as well as general labour market conditions and problems in the functioning of labour markets. The paper highlights the trends in youth labour market performance over the past decade using a wide range of indicators. It also presents new evidence on i) the length of transitions from school to work; ii) the wages, working conditions and stability of jobs performed by youth; and iii) the degree of so-called 'over-education', i.e. the gap between the skills of young people and the jobs they get." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
