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Dossier

Prekäre Beschäftigung

Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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  • Literaturhinweis

    Paradoxes, problems and potentialities of online work platforms (2017)

    Ettlinger, Nancy ;

    Zitatform

    Ettlinger, Nancy (2017): Paradoxes, problems and potentialities of online work platforms. In: Work Organisation, Labour and Globalisation, Jg. 11, H. 2, S. 21-38. DOI:10.13169/workorgalaboglob.11.2.0021

    Abstract

    "Drawing from a critical synthesis of interdisciplinary literatures, this article presents the organisational landscape of online work platforms as embedding problems posed to 'the crowd' while holding clues for paths of resistance. Organisational mechanisms that underpin online work platforms paradoxically both deterritorialise and territorialise online work and encompass new processes of disintermediation and intermediation, producing unprecedented savings for firms while imposing precarity on crowdworkers. Online work platforms nonetheless have become a tool of 'development' in underdeveloped countries for 'bottom-of-pyramid' (BOP) populations, a situation I critically examine regarding unique organisational features. Despite principles of online work platforms that would seem to foster the deterritorialisation of work, close scrutiny reveals spatially differentiated labour markets, which matter because the implications for change and the affordances of the new digital infrastructure differ across contexts." (Author's abstract, © Pluto Journals Ltd.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    A new multidimensional approach to measuring precarious employment (2017)

    García-Pérez, Carmelo ; Simón, Hipólito ; Prieto-Alaiz, Mercedes;

    Zitatform

    García-Pérez, Carmelo, Mercedes Prieto-Alaiz & Hipólito Simón (2017): A new multidimensional approach to measuring precarious employment. In: Social indicators research, Jg. 134, H. 2, S. 437-454. DOI:10.1007/s11205-016-1447-6

    Abstract

    "This article proposes a new methodology to measure precarious employment with a multidimensional approach. The adjusted multidimensional precariousness rate employed to measure job precariousness is calculated on a counting approach and exhibit several advantages, including its decomposability according to the relative contribution to total precariousness of different dimensions and sub-populations. For illustrative purposes, the methodology is applied to the Spanish case using microdata from the Encuesta de Estructura Salarial (Wage Structure Survey) and considering three precariousness dimensions of jobs (low wages, fixed-term contracts and part-time work). The evidence obtained shows that at the beginning of the economic crisis there was an increase in the incidence and intensity of precariousness for new jobs created in the Spanish economy. Moreover, obtained evidence shows that the incidence of precarious employment is particularly high in certain economic sectors and for females." (Author's abstract, © Springer-Verlag) ((en))

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    Unsichere Beschäftigung und Prekarität - im Lebensverlauf und im Haushalt (2017)

    Goebel, Jan ; Kottwitz, Anita ;

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    Goebel, Jan & Anita Kottwitz (2017): Unsichere Beschäftigung und Prekarität - im Lebensverlauf und im Haushalt. In: Forschungsverbund Sozioökonomische Berichterstattung (Hrsg.) (2017): Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland : Exklusive Teilhabe - ungenutzte Chancen. Dritter Bericht, S. 1-36. DOI:10.3278/6004498w014

    Abstract

    "In diesem Kapitel werden auf der Basis von Mikrodaten Haushalts- und Familienstrukturen, Beschäftigungsverhältnisse mit prekärem Potenzial und materielle Teilhabe aus der Querschnitts- und der Lebensverlaufsperspektive beschrieben. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Zusammenhangs zwischen individuellen Beschäftigungsverhältnissen mit prekärem Potenzial und materieller Teilhabe auf der Haushaltsebene.
    Über Sequenzmusteranalysen lassen sich Verlaufstypen mit dauerhafter gefährdeter Teilhabe identifizieren, die auf prekäre Beschäftigungsverläufe und fehlende Sicherungsleistungen durch andere Haushaltsmitglieder zurückzuführen sind. Es werden insbesondere geschlechts- und regionsspezifische Unterschiede sichtbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Beschäftigung im Direktvertrieb: Erwerbsarbeit mit prekären Folgen (2017)

    Groß, Claudia; Becker, Karina ;

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    Groß, Claudia & Karina Becker (2017): Beschäftigung im Direktvertrieb. Erwerbsarbeit mit prekären Folgen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 70, H. 2, S. 117-126. DOI:10.5771/0342-300X-2017-2-117

    Abstract

    "Trotz wachsender Beschäftigungszahlen im Direktvertrieb - bis 2019 werden eine Million Beschäftigte erwartet - ist über die problematischen Arbeitsbedingungen der - oft weiblichen - Vertrieblerinnen und Vertriebler wenig bekannt. Ohne eigene Interessenvertretung sind diese den Vorgaben und Regeln international agierender Großkonzerne unterworfen und arbeiten unter in vielerlei Hinsicht prekären Bedingungen. Es handelt sich um eine Form abhängiger Selbstständigkeit: Die Beschäftigten arbeiten weder völlig autonom und getrennt von den Unternehmen, noch sind sie in einer Weise integriert, wie dies bei betrieblich organisierter Arbeit der Fall ist. In unserem Beitrag informieren wir über dieses Beschäftigungsfeld, zeigen am Beispiel Tupperware Spannungsfelder dieser Tätigkeit auf, ziehen arbeitspolitische Konsequenzen aus den beschriebenen Problemen und machen Vorschläge für die bessere Erforschung dieser Beschäftigungsform." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Verwerfungen in der "moralischen Ökonomie des Wohlfahrtsstaates": Ausgrenzungen prekär Beschäftigter und die Problematik sozialer und politischer Bürgerschaft (2017)

    Hürtgen, Stefanie ;

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    Hürtgen, Stefanie (2017): Verwerfungen in der "moralischen Ökonomie des Wohlfahrtsstaates". Ausgrenzungen prekär Beschäftigter und die Problematik sozialer und politischer Bürgerschaft. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 10, H. 1, S. 23-28.

    Abstract

    "Der vorliegende Text befasst sich mit sozialer Ausgrenzung von prekär Beschäftigten durch Kernbelegschaften. Prekarisierung, so die These, muss auch als eine soziale Praxis, als doing precarity, seitens der Stammbeschäftigten verstanden werden. Im Anschluss an eine Analyse gängiger Ansätze zur Erklärung dieses Phänomens wird anhand umfassenden empirischen Materials eine eigene Interpretation vorgestellt. Hiernach suchen die Stammbeschäftigten durch die Abwehr von Prekären eine gesellschaftliche Konfiguration zu behaupten, die als 'moralische Ökonomie des Wohlfahrtsstaates' bezeichnet werden kann, und deren Herzstück die strukturelle Verbindung von Lohnarbeit und sozialer sowie politischer Bürgerschaft darstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit gerecht verteilt?: Eine Analyse der arbeitsrechtlichen Regulierung anhand der Philosophien von John Rawls und Amartya Sen (2017)

    Kramer, Michal;

    Zitatform

    Kramer, Michal (2017): Arbeit gerecht verteilt? Eine Analyse der arbeitsrechtlichen Regulierung anhand der Philosophien von John Rawls und Amartya Sen. (Nomos Universitätsschriften - Recht 915), Baden-Baden: Nomos, 486 S. DOI:10.5771/9783845281049

    Abstract

    "Der Band stellt die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit am Arbeitsmarkt. Die Entwicklung von Arbeitsverhältnissen bzw. von Beschäftigungsformen in Deutschland, insbesondere seit dem Anfang der 90er Jahren, hat eine neue Arbeitswelt gestaltet. Neben der Entwicklung von neuen Formen von Arbeitsverhältnissen, auch als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet, wird die Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung, vor allem die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes, thematisiert. Diese Entwicklungen werden angesichts deren unterschiedlicher Ziele und Auswirkungen gemäß ausgewählter Theorien sozialer Gerechtigkeit bewertet. Analysiert und angewendet werden zum einem John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit - Gerechtigkeit als Fairness - zum anderen der Ansatz der Verwirklichungschancen (Capability approach) von Amartya Sen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The structural invisibility of outsiders: the role of migrant labour in the meat-processing industry (2017)

    Lever, John ; Milbourne, Paul ;

    Zitatform

    Lever, John & Paul Milbourne (2017): The structural invisibility of outsiders. The role of migrant labour in the meat-processing industry. In: Sociology, Jg. 51, H. 2, S. 306-322. DOI:10.1177/0038038515616354

    Abstract

    "This article examines the role of migrant workers in meat-processing factories in the UK. Drawing on materials from mixed methods research in a number of case study towns across Wales, we explore the structural and spatial processes that position migrant workers as outsiders. While state policy and immigration controls are often presented as a way of protecting migrant workers from work-based exploitation and ensuring jobs for British workers, our research highlights that the situation 'on the ground' is more complex. We argue that 'self-exploitation' among the migrant workforce is linked to the strategies of employers and the organisation of work, and that hyper-flexible work patterns have reinforced the spatial and social invisibilities of migrant workers in this sector. While this creates problems for migrant workers, we conclude that it is beneficial to supermarkets looking to supply consumers with the regular supply of cheap food to which they have become accustomed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Prekarität in der chinesischen Hochwachstumsgesellschaft: Eine Fallstudie zur Situation von Wanderarbeitern im Perlflussdelta (2017)

    Schmalz, Stefan ; Lütten, John; Sommer, Brandon ;

    Zitatform

    Schmalz, Stefan, Brandon Sommer & John Lütten (2017): Prekarität in der chinesischen Hochwachstumsgesellschaft. Eine Fallstudie zur Situation von Wanderarbeitern im Perlflussdelta. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 27, H. 2, S. 179-207. DOI:10.1007/s11609-017-0342-6

    Abstract

    "Prekarität ist zu einem zentralen Konzept soziologischer Zeitdiagnose in Europa und Nordamerika geworden. Allerdings ist umstritten, ob der Prekaritätsbegriff geeignet ist, um die Realität im Globalen Süden zu beschreiben. In diesem Artikel nehmen wir die Arbeiten von Bourdieu, Castel und Dörre als Ausgangspunkt, um das Unsicherheitsempfinden von Wanderarbeitern in der 'Werkstatt der Welt', der südchinesischen Provinz Guangdong, zu analysieren. Zu diesem Zweck haben wir 37 leitfadengestützte Interviews mit Wanderarbeitern ausgewertet. Wir beschreiben mit dem Alter und dem Grad sozialer Sicherung zwei Faktoren, die den Grad subjektiv empfundener Unsicherheit entscheidend beeinflussen. Wesentliches Ergebnis unserer Studie ist, dass junge Arbeiter aufgrund der Engpässe auf dem Arbeitsmarkt ihre Lage als weitgehend sicher empfinden, während ältere Arbeiter mit defizitär implementierter Sozialversicherung im derzeitigen industriellen Umbruch in China große Angst vor sozialem Abstieg haben. Wir zeigen, wie sich dieses Unsicherheitsempfinden in neue Arbeitskonflikte umsetzt und kommen zu dem Schluss, dass eine Ausdehnung der prekären Zone zu erwarten ist." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)

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    Bildungsarmut und Ausbildungslosigkeit in der Bildungs- und Wissensgesellschaft (2017)

    Solga, Heike ;

    Zitatform

    Solga, Heike (2017): Bildungsarmut und Ausbildungslosigkeit in der Bildungs- und Wissensgesellschaft. In: R. Becker (Hrsg.) (2017): Lehrbuch der Bildungssoziologie, S. 443-485. DOI:10.1007/978-3-658-15272-7_14

    Abstract

    "In Deutschland verlässt auch heute jede zehnte Schulabgängerin bzw. jeder zehnte Schulabgänger die Schule ohne einen Hauptschulabschluss. In den 1960er Jahren war es noch jede Fünfte bzw. jeder Fünfte. Darüber hinaus sind heute mehr als 1,3 Mio. junge Erwachsene bzw. rund 15 % der 20- bis 29-Jährigen ohne abgeschlossene Berufsausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Aspects of non-standard employment in Europe (2017)

    Storrie, Donald;

    Zitatform

    Storrie, Donald (2017): Aspects of non-standard employment in Europe. Dublin, 36 S.

    Abstract

    "This report examines developments in non-standard employment over the last decade. It looks at trends in the main categories of non-standard employment - temporary, temporary agency and part-time work and self-employment - based mainly on data from the European Union Labour Force Survey. It discusses some aspects of the labour market situation of workers in these categories including wages and the extent to which they would prefer a standard employment status. The report includes a specific focus on work mediated by digital platforms, which is the most innovative of the new forms of employment that have emerged in the past decade. Digital platform work is thought to have considerable potential for growth but also to present challenges related to working conditions and social protection. Social protection issues surrounding other new forms of employment, as identified in earlier Eurofound research, are also highlighted." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Migrantisch, weiblich, prekär?: Über prekäre Selbständigkeiten in der Berliner Friseurbranche (2017)

    Yildiz, Özlem;

    Zitatform

    Yildiz, Özlem (2017): Migrantisch, weiblich, prekär? Über prekäre Selbständigkeiten in der Berliner Friseurbranche. (Kultur und soziale Praxis), Bielefeld: Transcript, 316 S.

    Abstract

    "Mit ca. 2.500 eingetragenen Salons ist die Friseurbranche in Berlin mit Abstand die größte in Deutschland. Die bisherige Forschung zur Migrant_innenökonomie und zu Frauen in der Selbständigkeit hat die Branchenanalyse vernachlässigt, weshalb gruppenabhängige Untersuchungen häufig zu Zuschreibungen von Merkmalen geführt haben, die die Gruppen als besonders und separiert von den anderen herausgearbeitet haben. In ihrer Forschung zur Selbständigkeit in der Berliner Friseurbranche zeigt Özlem Yildiz mithilfe eines vergleichenden Mixed-method-Ansatzes, dass Akteure desselben Feldes ähnlich agieren - unabhängig von migrantischen und weiblichen Zuschreibungen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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    Prekäre Arbeit und Zivilgesellschaft: Ein genderdifferenzierter Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien (2017)

    Zeh, Janina;

    Zitatform

    Zeh, Janina (2017): Prekäre Arbeit und Zivilgesellschaft. Ein genderdifferenzierter Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH - Springer VS, 270 S. DOI:10.1007/978-3-658-18514-5

    Abstract

    "Janina Zeh geht in diesem Buch der Frage nach, ob es infolge der Prekarisierung der Erwerbsarbeit zu einer Abnahme von Solidarität und zivilgesellschaftlicher Beteiligung kommt. Die Autorin nimmt dabei Länder- und Genderdifferenzen gesondert in den Blick. Theoretische Bezugspunkte stellen Normalitätsvorstellungen von Erwerbsarbeit, die Theorie relativer Deprivation sowie die Anerkennungstheorie dar. Die aufgezeigten theoretischen wie quantitativ-empirischen Analysen bestätigen, ergänzen und relativieren bisherige Annahmen der Prekarisierungs- und Engagementforschung." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/13484) (2017)

    Zitatform

    (2017): Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/13484). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/13655 (28.09.2017)), 36 S.

    Abstract

    Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern. (IAB-Doku)

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    Erwerbsarbeit in der Weiterbildungsbranche: prekäre Beschäftigung in einem polarisierten Arbeitsmarkt (2016)

    Alfänger, Julia; Dobischat, Rolf; Cywinski, Robert; Elias, Arne;

    Zitatform

    Alfänger, Julia, Robert Cywinski, Arne Elias & Rolf Dobischat (2016): Erwerbsarbeit in der Weiterbildungsbranche. Prekäre Beschäftigung in einem polarisierten Arbeitsmarkt. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 69, H. 2, S. 95-104. DOI:10.5771/0342-300X-2016-2-95

    Abstract

    "Die Weiterbildungsbranche ist traditionell von atypischen Beschäftigungsverhältnissen geprägt. Teilweise gehen diese mit dem Befund prekärer Beschäftigungsverhältnisse einher. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer empirischen Erhebung zur Beschäftigungslage in der Weiterbildung und zeigt auf, anhand welcher Strukturen sich der Arbeitsmarkt Weiterbildung ausdifferenziert. Im Ergebnis wird deutlich, dass vor allem die zugrunde liegende Finanzierung der Weiterbildungsangebote sowie der jeweilige Erwerbstyp der Weiterbildner entscheidend als strukturelles Muster auf das Prekaritätsrisiko des Einzelnen einwirken. Auf Basis der Untersuchung wird in diesem Beitrag dafür plädiert, die Beschäftigungslagen der Weiterbildner nicht als individuelle Fehlleistungen zu stigmatisieren, sondern als ein strukturelles Resultat von inter- und intrasegmentären Polarisierungskräften zu begreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Exclusionary employment in Britain's broken labour market (2016)

    Bailey, Nick ;

    Zitatform

    Bailey, Nick (2016): Exclusionary employment in Britain's broken labour market. In: Critical social policy, Jg. 36, H. 1, S. 82-103. DOI:10.1177/0261018315601800

    Abstract

    "There is growing evidence of the problematic nature of the UK's 'flexible labour market' with rising levels of in-work poverty and insecurity. Yet successive governments have stressed that paid work is the route to inclusion, focussing attention on the divide between employed and unemployed. Past efforts to measure social exclusion have tended to make the same distinction. The aim of this article is to apply Levitas et al.'s (2007) framework to assess levels of exclusionary employment, i.e. exclusion arising directly from an individual's labour market situation. Using data from the Poverty and Social Exclusion UK survey, results show that one in three adults in paid work is in poverty, or in insecure or poor quality employment. One third of this group have not seen any progression in their labour market situation in the last five years. The policy focus needs to shift from 'Broken Britain' to Britain's broken labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Von den Rändern zu den Kernbereichen: Die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse in Unternehmen (2016)

    Becker, Karina ;

    Zitatform

    Becker, Karina (2016): Von den Rändern zu den Kernbereichen: Die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse in Unternehmen. In: W. Matiaske & A. Czaya (Hrsg.) (2016): Periphere Arbeit im Zentrum (Schriftenreihe Zentrum und Peripherie, 10), S. 13-48.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse am Beispiel des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Es wurde argumentiert, dass die Erhöhung gesetzlicher Standards in der fordistischen Phase den Betriebsräten und/oder Belegschaften eine Machtressource an die Hand gab, die sie in die Lage versetzte, die konkrete betriebliche Verwirklichung rechtlicher Normen zu einem Verhandlungsgegenstand zu machen. Die Differenz zwischen vorgegebenen Standards und betrieblicher Wirklichkeit wurde als 'fordistische Dividende' bezeichnet, die die beteiligten Parteien unter sich aufteilen konnten. Diese Aushandlungen bezogen sich vor allem auf das Niveau und die konkreten Gegenstände des AGS. Zwar finden sich jenseits des zeitgenössischen Normalarbeitsverhältnisses auch im Fordismus Beschäftigtengruppen (Frauen, MigrantInnen), die von den Verbesserungen der Arbeitsbedingungen ausgeschlossen wurden, aber wahrscheinlich bedurfte es erst einer deutlichen Deregulierung von Beschäftigungsverhältnissen im Zuge der Hartz-Reformen, um den Verhandlungsgegenstand zu verlagern. Seither ist es vor allem die fehlende Organisationsmitgliedschaft, die amorphen Zuständigkeitszuordnungen der Betriebsräte für die prekär Beschäftigten sowie deren hohe Fluktuation, die die betrieblichen Akteure dazu verleitet, einen informellen Handel auf Kosten der 'Anderen' abzuschließen. Die Deregulierung der Arbeitsmarkt- und Arbeitsschutzpolitik bereiteten somit den Boden dafür, dass die Kosten für die Minimierung arbeitsbedingter Risiken und Verschleißerscheinungen auf die Gruppe prekär Beschäftigter verschoben werden und eine 'Prekaritätsdividende' entsteht." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Statusakrobatik: Biografische Verarbeitungsmuster von Statusinkonsistenzen im Erwerbsverlauf (2016)

    Grimm, Natalie;

    Zitatform

    Grimm, Natalie (2016): Statusakrobatik. Biografische Verarbeitungsmuster von Statusinkonsistenzen im Erwerbsverlauf. Konstanz: UVK Medien Verlagsges., 418 S.

    Abstract

    "Statusfragen erleben derzeit eine Renaissance durch die Pluralisierung von Beschäftigungsformen und den Anstieg atypischer Beschäftigung. Erreichte soziale Statuspositionen werden zudem seit der Einführung des SGB II wohlfahrtstaatlich nur noch begrenzt abgesichert. Erwerbsbiografische Statusturbulenzen sind im Zuge der Prekarisierung der Arbeitswelt zu einer Alltagserfahrung geworden, immer mehr Personen können ihren sozialen Status nicht (mehr) auf Dauer absichern.
    Diese Arbeit zeigt auf Basis biografisch-narrativer Panelinterviews individuelle Verarbeitungsweisen vermehrter Statusinkonsistenzen auf. Natalie Grimm befragt Personen unterschiedlichster sozialer Herkunft, welche sich als Statusakrobaten im Zeitverlauf zwar den veränderten Arbeitsmarktbedingungen anpassen, diese aber auch durch ihre jeweils spezifischen biografisch geprägten Handlungsmuster verändern und prägen. Alle Interviewten leisten tagtäglich spezifische Formen von Statusarbeit, ohne dass ihnen die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen perspektivisch eine Auflösung ihrer Statusinkonsistenz ermöglichen. Sie investieren viel mit dem Ziel der Statusoptimierung, sie passen sich an zur Statusstabilisierung, sie externalisieren und protestieren im Kampf um Anerkennung und Statusrückeroberung oder orientieren sich mit dem Ziel, einen sozialen Status in der Erwerbsarbeitsgesellschaft zu erwerben. Denn trotz starker subjektiver Verunsicherungen bleibt Erwerbsarbeit für die befragten instabil beschäftigten Personen die zentrale Statuszuweisungsinstanz, die ihnen ihren Platz in der Gesellschaft zuweist." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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    The growth of precarious employment in Europe: Concepts, indicators and the effects of the global economic crisis (2016)

    Gutiérrez-Barbarrusa, Tomás ;

    Zitatform

    Gutiérrez-Barbarrusa, Tomás (2016): The growth of precarious employment in Europe. Concepts, indicators and the effects of the global economic crisis. In: International Labour Review, Jg. 155, H. 4, S. 477-508. DOI:10.1111/ilr.12049

    Abstract

    "Since the 1970s, the reorganization of production and neoliberal 'flexibilization' have made employment increasingly precarious in the developed economies. Examining the concept of precarious employment, the author focuses on two of its dimensions - insecurity and poverty - which he uses to construct a 'precariousness index'. Based on Eurostat data for 1995 - 2015, he then tracks the growth of precarious employment across the EU-15 and assesses the impact of the 2008 global economic crisis in this respect. While precarious employment generally increased after the crisis, this trend was driven more by poverty in the most deregulated labour markets and more by insecurity in the southern European countries." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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    Spiel als Arbeit: Arbeitsorientierungen von Beschäftigten der Gamesbranche (2016)

    Hoose, Fabian ;

    Zitatform

    Hoose, Fabian (2016): Spiel als Arbeit. Arbeitsorientierungen von Beschäftigten der Gamesbranche. Wiesbaden: Springer VS, 295 S. DOI:10.1007/978-3-658-10711-6

    Abstract

    "Die vorliegende Studie untersucht die subjektive Wahrnehmung von Beschäftigung jenseits der klassischen Normalarbeit. Das Untersuchungsfeld ist mit der Gamesbranche ein Teil der Kreativwirtschaft, in welcher neue und ausdifferenzierte Beschäftigungsformen bereits die Regel sind. Diese atypischen Beschäftigungsverhältnisse werden jedoch nicht per se als prekär wahrgenommen, sondern sind für einige Kreative sogar der Grund für die Arbeit in diesem Bereich. Während die stärkere Marktabhängigkeit für sie kein Problem darstellt, erleben die Beschäftigten der Gamesbranche dennoch, dass die Arbeit an Spielen etwas anderes ist als die professionelle und bezahlte Ausübung eines Hobbys." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Prekäre Arbeit und sozialer Dialog: vier Fallstudien zu neuen Lösungsansätzen (2016)

    Jaehrling, Karen ;

    Zitatform

    Jaehrling, Karen (2016): Prekäre Arbeit und sozialer Dialog. Vier Fallstudien zu neuen Lösungsansätzen. (IAQ-Report 2016-04), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/45738

    Abstract

    "Das deutsche ,Beschäftigungswunder' ist mit einer Zunahme von Prekaritätsrisiken einhergegangen. Atypisch Beschäftigte sind davon zwar stärker betroffen, die Arbeitsstandards für Normalarbeitnehmer/innen sind jedoch ebenfalls unter Druck geraten.
    - Es ist umstritten, ob Akteure und Prozess des sozialen Dialogs eher zur Entstehung und Stabilisierung der Arbeitsmarktspaltung beitragen oder ihr entgegenwirken. Ausgewählte Fallstudien dokumentieren die Schwierigkeiten, die sich dabei stellen, selbst wenn es nur um die Durchsetzung von Mindeststandards geht. Sie illustrieren zugleich, dass eine Verringerung der Arbeitsmarktspaltung möglich ist, und zwar gerade dort, wo Ressourcen und Verfahren des sozialen Dialogs noch vergleichsweise gut erhalten sind.
    - Weiterhin bedarf es jedoch eines stärkeren 'Schattens der Hierarchie' bzw. auch direkter gesetzlicher Eingriffe, um inklusivere Unternehmensstrategien zu 'fordern und fördern'. Der gesetzliche Rahmen bietet bislang unzureichenden Schutz für neue und alte Gefährdungslagen.
    - Die Orientierung der Gesetzgebung am Gleichstellungsprinzip (equal pay/equal treatment) greift außerdem zu kurz, wenn es sich faktisch auf Mindeststandards beschränkt und zudem die spezifischen Risiken atypischer Beschäftigung nicht berücksichtigt. Zudem erfordert die wirksame Durchsetzung von Gleichstellung, dass die Nutzung atypischer Beschäftigung in einem überschaubaren und kontrollierbaren Rahmen gehalten wird" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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