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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses"
  • Literaturhinweis

    Begrenzte Entgrenzungen: Wandlungen von Organisation und Arbeit (2000)

    Minssen, Heiner;

    Zitatform

    Minssen, Heiner (Hrsg.) (2000): Begrenzte Entgrenzungen. Wandlungen von Organisation und Arbeit. Berlin: Edition Sigma, 294 S.

    Abstract

    "Die Grenzen von Organisation und Arbeit sind in Bewegung geraten - mit durchaus widersprüchlichen Tendenzen. Organisationen ziehen ihre Grenzen einerseits enger durch Produktbereinigung, Konzentration auf das Kerngeschäft und Auslagerung von Funktionen; andererseits versuchen sie, durch die Bildung von Innovations- und Zuliefernetzwerken neue Potentiale zu erschließen, indem sie ihre Grenzen gerade erweitern, ja auflösen. Und auch die Grenzen von Arbeit geraten unter Druck. Neue Formen von Arbeit entstehen durch die zeitliche und räumliche Entkoppelung von Arbeitsplatz und Betrieb: die Institution des sektoralen Tarifvertrags wird in Frage gestellt und zunehmend durch dezentrale Formen der Regulierung ersetzt. All dies hat Folgen für die Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    On the job: is long-term employment a thing of the past? (2000)

    Neumark, David ; Levenson, Alec R.; Jaeger, David A. ; Valletta, Robert G.; Allen, Steven G. ; Capelli, Peter; Moffitt, Robert A. ; Farber, Henry S.; Morris, Martina; Handcock, Mark S.; Neumark, David ; Houseman, Susan N. ; Polivka, Anne E.; Bernhardt, Annette; Polsky, Daniel ; Gottschalk, Peter; Schieber, Sylvester J.; Huff Stevens, Ann; Schmidt, Stefanie R.; Hansen, Daniel; Scott, Marc A. ; Clark, Robert L. ; Stewart, Jay;

    Zitatform

    Neumark, David (Hrsg.) (2000): On the job. Is long-term employment a thing of the past? New York: Russell Sage Foundation, 527 S.

    Abstract

    "In recent years, a flurry of reports on downsizing, outsourcing, and flexible staffing have created the impression that stable, long-term jobs are a thing of the past. According to conventional wisdom, workers can no longer count on building a career with a single employer, and job security is a rare prize. Researchers have yet to determine whether we are witnessing a sustained, economy-wide decline in the stability of American jobs, or merely a momentary rupture confined to a few industries and a few classes of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wandel der Erwerbsformen: Berlin und die Bundesrepublik im Vergleich (2000)

    Oschmiansky, Heidi; Schmid, Günther;

    Zitatform

    Oschmiansky, Heidi & Günther Schmid (2000): Wandel der Erwerbsformen. Berlin und die Bundesrepublik im Vergleich. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 00-204), Berlin, 54 S.

    Abstract

    "Seit den 80er Jahren zeichnet sich die Erwerbstätigenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland durch eine zunehmende Vielfalt aus. Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis hat gegenüber anderen Erwerbsformen wie Teilzeitbeschäftigung, befristete Beschäftigung oder Leiharbeit an Bedeutung verloren, bleibt aber nach wie vor die mit Abstand häufigste Erwerbsform. In Berlin sind dagegen seit Anfang der 90er Jahre stärkere Veränderungen zu verzeichnen, insbesondere ein absoluter Rückgang der Normalarbeitsverhältnisse. Mittlerweile liegt hier der Anteil des Normalarbeitsverhältnisses an allen Erwerbsformen deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Gleichzeitig haben in Berlin aber auch atypische Beschäftigungsformen, wie geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit, in kurzer Zeit kräftig zugenommen. Hier stellt sich die Frage, ob die Berliner Entwicklung zukunftsweisend ist, oder ob es sich um einen historisch bedingten Anpassungsprozeß handelt, der sich bald dem bundesweiten Trend angleichen wird. Der Wandel der Erwerbsformen in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin wird auf Basis des Mikrozensus von 1985 bis 1998 verglichen.Im Unterschied zu bisherigen Studien wird nicht nur die anteilsmäßige Entwicklung der Erwerbsformen untersucht, sondern auch die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung in die Analyse miteinbezogen. Zudem erfolgt durchgängig eine geschlechtsspezifische Differenzierung. Frauen arbeiten seltener als Männer im Rahmen eines Normalarbeitsverhältnisses. In der Bundesrepublik stieg jedoch die Erwerbsquote der Frauen im Normalarbeitsverhältnis, während sie bei den Männern sank, und die Berliner Frauen waren gegenüber den Männern weniger stark vom Rückgang der Normalarbeitsverhältnisse betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft: eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen (2000)

    Plath, Hans-Eberhard;

    Zitatform

    Plath, Hans-Eberhard (2000): Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft. Eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 4, S. 583-593.

    Abstract

    "Schlagworte wie Veränderung, Wandel und Entgrenzung der Arbeit sowie Globalisierung, Internationalisierung und Informatisierung sollen für die sich bereits abzeichnende und sich künftig noch beschleunigende Dynamik der Arbeitsmärkte kennzeichnend sein. Dabei seien Phasen mit Wechseln zwischen Erwerbsarbeit, Weiterbildung und Arbeitslosigkeit sowie Berufswechsel, Branchenumstieg usw. ebenso wie des Weiteren auch Eigenarbeit, freiwillige Arbeit und Bürgerarbeit prägend für die aktuelle und mehr noch für die zukünftige Erwerbsbiografie. Diese zumeist als 'naturwüchsig' dargestellten Entwicklungen werden aus der Sicht des Menschen nur selten hinterfragt, so dass gegenwärtig weder die zu erfüllenden Anforderungen noch die notwendigen Qualifikationen hinreichend transparent sind. Vom künftigen sogenannten Arbeitskraftunternehmer wird mit einer gewissen Selbstverständlichkeit angenommen, dass er stets Flexibilität und Mobilität aufzubringen vermag sowie über teilweise höchst fragwürdig anmutende Qualifikationen und Kompetenzen einschließlich vermarktungsfähige Persönlichkeitseigenschaften verfügt. Diese soll er zudem in Eigen- und Selbstverantwortung erwerben und aktuell verfügbar halten. Es kann wohl nicht davon ausgegangen werden, dass derartige Veränderungen folgenlos für die betroffenen Personen sind. Zumeist wird unterstellt, dass bessere Chancen in der veränderten 'Lebens- und Arbeitswelt' bestehen würden. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass solche Entwicklungen immer auch mit beträchtlichen Risiken und Gefahren verbunden sein können, die aus Unwissenheit, Unsicherheit, Überforderung, Kontrollverlust, Bedrohungserleben, Angst, Stress usw. erwachsen. Die Abschätzung und die Berücksichtigung vor allem der Risikofaktoren könnten dazu beitragen, Probleme des 'Wandels der Arbeit' folgenkritischer und auch in größerem Maße interventionsorientiert anzugehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten: aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses (2000)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2000): BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten. Aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. (IAB-Kurzbericht 15/2000), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    Gut 10 Prozent der deutschen Befragten in West- und knapp 16 Prozent in Ostdeutschland arbeiten in "unsicheren" Erwerbsformen: in befristeter Beschäftigung und Leiharbeit, in geringfügiger Beschäftigung und Freier Mitarbeit. Dies ergab die BIBB/IAB-Erhebung vom Winter 1998/99, die bei rund 34.000 Erwerbstätigen durchgeführt wurde. Mit Abstand am häufigsten betroffen sind Personen ohne Ausbildungsabschluss - in West wie in Ost. Hochschulabsolventen sind - vor allem im Westen - die am zweithäufigsten betroffene Gruppe. "Unsichere" Beschäftigung ist bei fast allen Qualifikationsstufen vor allem ein Problem der Frauen und der Jüngeren. Im Osten arbeiten jedoch auch viel Ältere unsicher. Dies könnte eine Folge der Entwertung von Qualifikationen nach der Wiedervereinigung sein. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Unternehmer der eigenen Arbeitskraft: einige Folgerungen für die Bildungssoziologie (2000)

    Voß, G. Günter;

    Zitatform

    Voß, G. Günter (2000): Unternehmer der eigenen Arbeitskraft. Einige Folgerungen für die Bildungssoziologie. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 20, H. 2, S. 149-166.

    Abstract

    "Annahme ist, daß sich aktuell ein Wandel der basalen Verfassung von Arbeitskraft vollzieht. Nach einigen Anmerkungen zur 'Entgrenzung' von Arbeit als Hintergrund für die postulierte Entwicklung, werden drei Thesen zur näheren Charakterisierung des 'Arbeitskraftunternehmers' und eine historische Einordnung entwickelt. Es folgen Überlegungen zu den vermutlich entscheidenden Kompetenzen des neuen Arbeitskrafttypus, zur sich damit verändernden Bedeutung von 'Beruf' und zum möglichen Wandel von Ausbildung und Bildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Normal-Arbeitsverhältnis in Bewegung (1999)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (1999): Normal-Arbeitsverhältnis in Bewegung. In: Die Mitbestimmung H. 11, S. 12-17.

    Abstract

    "'Normale' Erwerbsarbeit steht einer immer größeren Vielfalt von Beschäftigungsformen gegenüber. Denn Teilzeitarbeit, Befristung, Leiharbeit, Outsourcing oder auch Werkverträge werden immer 'normaler', weil Unternehmen im globalen Wettbewerb stärker auf flexible Formen angewiesen sind. Das oft befürchtete 'Heuern und Feuern' steht deshalb aber nicht auf der Tagesordnung. Im Gegenteil: Gefragt werden muss auch nach den Risiken von Arbeitsmarktregulierungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen: eine überholte Verbindung? (1998)

    Geissler, Birgit;

    Zitatform

    Geissler, Birgit (1998): Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen. Eine überholte Verbindung? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 550-557.

    Abstract

    "Der Beitrag analysiert den Wandel der Existenzsicherung und biographischen Perspektiven der Erwerbstätigen wie er sich im Umbruch der Arbeitsverhältnisse und der sozialen Sicherung manifestiert. In der Verbindung von Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen wurde in Deutschland seit der Nachkriegszeit ein industrielles Erwerbsmodell konstruiert, das die Arbeitsbedingungen und das Einkommensniveau für die Mehrheit der Erwerbstätigen tendenziell vereinheitlichte und ihnen Lebensstandardsicherung, Erwerbskontinuität und Planungssicherheit bot, zugleich aber einen Teil der Erwerbstätigen, vor allem Ungelernte und Frauen ausgrenzte. Dieses Erwerbsmodell "paßt" nicht mehr zum Gleichheitsanspruch der Geschlechter und zu den Flexibilitätsanforderungen und individualisierten Lebensstilen der postindustriellen Gesellschaft. Darüber hinaus ist die Stabilität von Arbeitspolitik und Sozialpolitik angesichts der Krise der Normalarbeitsverhältnisse und Sozialversicherungen in eine wechselseitige De-Stabilisierung umgeschlagen; heute sind für zahlreiche Erwerbstätige weder Lebensstandard und Erwerbskontinuität gesichert, noch haben sie biographische Planungsoptionen. Im Zuge dieser Veränderungen ist ein Überschneidungsbereich zwischen erwerbsbezogener sozialer Sicherung und Sozialhilfe entstanden, was für die Versicherten neue Risiken eröffnet. Die Abgrenzung der Sozialversicherungen verliert so an Legitimation; eine Reform der sozialen Sicherung muß die Zukunft der Erwerbsarbeit mitreflektieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis: ein Auslaufmodell?: Überlegungen zu einem Erklärungsmodell für den Wandel der Beschäftigungsformen (1998)

    Hoffmann, Edeltraud; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (1998): Normalarbeitsverhältnis: ein Auslaufmodell? Überlegungen zu einem Erklärungsmodell für den Wandel der Beschäftigungsformen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 409-425.

    Abstract

    In dem Beitrag wird untersucht, welche Faktoren hinter der Dynamik des Wandels der Erwerbsformen stehen. Ausgangspunkt der Überlegungen sind die rechtlichen Möglichkeiten der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses. Es besteht - wie dargelegt wird - aus einer Vielzahl von gestaltbaren Merkmalen. Diese können in sehr unterschiedlicher Weise von Regulierungen betroffen sein. Regulierungen sorgen für eine spezifische Verteilung von Handlungsmöglichkeiten: Sie eröffnen bzw. beschränken in unterschiedlichem Umfang die Optionen von Unternehmen und Arbeitnehmern. Nach den theoretischen Betrachtungen wird im dritten Abschnitt anhand von Auswertungen des Mikrozensus beleuchtet, ob aus empirischer Sicht das Normalarbeitsverhältnis wirklich - wie oft behauptet - schon als Auslaufmodell zu bezeichnen ist. Schießlich werden erste vornehmlich qualitative Überlegungen zu den möglichen Bestimmungsfaktoren des Wandels der Beschäftigungsformen angestellt. Diskutiert werden die Wirkung von Veränderungen rechtlicher Regelungen (z. B. die Deregulierungsinitiativen seit 1985), der betrieblichen Personalpolitik, des Angebotsverhaltens der Arbeitnehmer und schließlich der Einfluß der jeweiligen Arbeitsmarktlage. "Auf der Basis der bisherigen Befunde und Überlegungen scheinen für den Wandel der Erwerbsformen zwei Szenarien denkbar: 1. Zunehmender Bedeutungsverlust des Normalarbeitsverhältnisses (durch noch mehr Vielfalt der Beschäftigungsformen), 2. Reform des Normalarbeitsverhältnisses (z. B. durch Senkung der Sozialversicherungsbeiträge) mit der Folge einer Bremsung der Auflösungserscheinungen." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis und Geschlechterordnung (1998)

    Holst, Elke; Maier, Friederike;

    Zitatform

    Holst, Elke & Friederike Maier (1998): Normalarbeitsverhältnis und Geschlechterordnung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 506-518.

    Abstract

    "Produktion und Reproduktion in einer Gesellschaft, ihre Arbeits- und Sozialordnung sowie die gesamtgesellschaftlichen Arrangements in Familie und Erwerbsarbeit basieren auf einem mehr oder weniger explizit formulierten 'Gesellschaftsvertrag' (social contract). Der jeweilige 'social contract' hat in der Regel zwei Bestandteile: einen 'Geschlechtervertrag' (gender contract) und einen 'Erwerbsvertrag' (employment contract). In der Bundesrepublik Deutschland werden Geschlechtervertrag und Erwerbsvertrag im allgemeinen mit zwei Schlagworten charakterisiert: 'männlicher Familienernährer' oder 'Versorger-/Hausfrauenehe' und 'Normalarbeitsverhältnis'. Beide Konstrukte beinhalten, daß das Normalarbeitsverhältnis für Frauen, insbesondere Mütter, keine Gültigkeit haben sollte. Dieser Beitrag geht der Frage nach, inwieweit diese gesellschaftlichen Konstrukte noch der Realität auf den Arbeitsmärkten und in den Familien entsprechen, ob veränderte Muster wie die Versorgerehe mit Zuverdienst der Ehefrauen, die in Arbeitsverhältnissen außerhalb des Normalarbeitsverhältnisses beschäftigt sind, sich als neue Arrangements stabil entwickeln werden. Illustriert werden ferner die Folgen der begrenzten Integration der Frauen in das Beschäftigungssystem an Hand der geringfügigen Beschäftigung, die stark expandiert ist und wie Teilzeitarbeit insgesamt das traditionelle Geschlechterverhältnis 'modernisiert'. Am Ende des Beitrages wird darauf hingewiesen, daß die Tatsache, daß Frauen die idealen Arbeitskräfte für flexibilisierte und deregulierte Arbeitsverhältnisse zu sein scheinen, nicht bedeutet, daß die neuen Arbeitsverhältnisse egalitäre Geschlechterkontrakte befördern können. Aus einer möglichen Erosion des Normalarbeitsverhältnisses für Männer erwächst keine für beide Geschlechter solidarische Neudefinition des Normalarbeitsverhältnisses - erforderlich ist die bewußte Umgestaltung der Verhältnisse in Beruf und Familie in Richtung Doppelverdiener/Doppelversorger mit egalitärer Verteilung der Erwerbs- und Hausarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: ein Literaturbericht (1998)

    Kress, Ulrike;

    Zitatform

    Kress, Ulrike (1998): Vom Normalarbeitsverhältnis zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Ein Literaturbericht. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 488-505.

    Abstract

    "Der Literaturbericht betrachtet das Normalarbeitsverhältnis im Spannungsfeld der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Dabei wird zunächst ein Überblick zur Diskussion um die Bedeutung und Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses gegeben. Grundlage bilden Veröffentlichungen, die sich mit Entstehung, Ausbau und Erosion des Normalarbeitsverhältnisses befassen. Umstritten bleibt, ob aufgrund der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse von einer gravierenden Erosion des Normalarbeitsverhältnisses gesprochen werden kann. Als Ursache für die Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse wird die Anpassung des Arbeitsmarktes an veränderte Rahmenbedingungen genannt. Zur Klärung dieser Vorgänge folgt ein Überblick zur ökonomischen Debatte um die Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes. Hier stehen sich marktradikale/neoliberale und institutionenökonomische Ansätze gegenüber. Deregulierungsvorschläge und deren Umsetzung im Beschäftigungsförderungs-, Arbeitnehmerüberlassungs- und Arbeitszeitgesetz u.a. werden kurz dargestellt. Eingegangen wird auch auf die in der ökonomischen Literatur debattierte Kritik an der Deregulierung. Die Beschäftigungseffekte der Deregulierungsmaßnahmen werden aufgrund empirischer Studien als eher gering angesehen. Die These, daß die Deregulierung zur Erosion des Normalarbeitsverhältnisses beiträgt, wurde somit eher entkräftet. Es muß vielmehr eine Reihe weiterer Einflußfaktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören der wirtschaftliche Strukturwandel (Dienstleistungsgesellschaft), eine veränderte Beschäftigungsstrategie der Unternehmen (Lean Employment) und der gesellschaftliche Strukturwandel (Individualisierung). Zur Darstellung dieser Gesichtspunkte werden einige wenige ausgewählte Veröffentlichungen herangezogen Generell herrscht weitgehende Übereinstimmung, daß künftige Erwerbsformen flexibler sein werden, diese aber in einen stabilen Rahmen gestellt werden müssen, damit es nicht zu dauerhaften Ausgrenzungsprozessen kommt. Im Beitrag wird abschließend auf verschiedene Vorschläge zur Regulierung eingegangen. Dabei wird weniger von einem einheitlichen Normalitätsmuster, sondern mehr von einer Vielfalt nebeneinander bestehender Beschäftigungsformen ausgegangen. Es werden Formen der Regulierung gesucht, die eine sozialverträgliche Gestaltung neuer Beschäftigungsformen ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft: eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit (1998)

    Voß, Günter G.;

    Zitatform

    Voß, Günter G. (1998): Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 473-487.

    Abstract

    "Leitgedanke dieses Beitrages ist, daß der gegenwärtige 'Wandel der Organisationsbedingungen von Arbeit' zu einer Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse führt, die auch das Verhältnis von 'Arbeit' und 'Leben' tangiert. Betroffene Arbeitskräfte werden zunehmend zu einer selbstverantwortlichen Strukturierung des Arbeitens und damit der gesamten Alltagsorganisation gezwungen. Konsequenz könnte langfristig eine Entgrenzung auch der gesellschaftlichen Verfassung von Arbeitskraft in Richtung auf einen individualisierten 'Arbeitskraftunternehmer' sein, mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Qualifikation und Qualifizierung Erwerbstätiger. Hintergrund der Überlegungen sind Befunde und Thesen eines soziologischen Forschungsprojekts zum Wandel alltäglicher Lebensführung Berufstätiger." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: verbieten oder gestalten? (1995)

    Keller, Berndt ; Konken, Jörg; Kohler, Bärbl; Walwei, Ulrich ; Seifert, Hartmut; Beyer, Peter; Landenberger, Margarete; Brandes, Wolfgang; Mückenberger, Ulrich; Bielenski, Harald; Stolz-Willig, Brigitte; Bäcker, Gerhard; Voswinkel, Stefan;

    Zitatform

    Keller, Berndt & Hartmut Seifert (Hrsg.) (1995): Atypische Beschäftigung. Verbieten oder gestalten? Köln: Bund-Verl., 257 S.

    Abstract

    "Normalarbeitsverhältnisse verlieren, atypische Beschäftigungsverhältnisse gewinnen an Bedeutung. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Damit im Gleichklang stehen die seit einiger Zeit verstärkt eingebrachten Forderungen nach mehr Flexibilität und weiterer Deregulierung des Arbeitsmarktes, die die Standortbedingungen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern und verbessern sollen. Der Band bietet eine Zusammenschau der wichtigsten Varianten atypischer Beschäftigung. Ein wesentliches Anliegen ist die Suche nach gemeinsamen Kriterien für Regulierungskonzepte, die es ermöglichen, die heterogenen Formen zu gestalten. Ausgangspunkt ist die Einschätzung, daß nicht alle Formen als gleichermaßen prekär einzustufen sind. Nach einer Diskussion der unterschiedlichen Interessenlagen von Beschäftigten und Unternehmen folgen Bestandsaufnahmen auf der Basis empirischer Analysen. Sie beziehen sich auf Teilzeitarbeit, geringfügige bzw. sozialversicherungsfreie Beschäftigung, 'neue' Heimarbeit, Leiharbeit, befristete Beschäftigung. Die anschließenden Beiträge behandeln sowohl im nationalen wie im europäischen Kontext angesiedelte Querschnittsthemen. Sie befassen sich mit Defiziten der sozialen Sicherung sowie deren Beseitigung und Regulierung. Der zunehmenden Verbreitung und wichtiger werdenden Regulierung in den anderen Ländern der Europäischen Union kommt besondere Beachtung zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarkt Bremen: Arbeit in der Grauzone: Zwischen Arbeitslosigkeit und Normalarbeitsverhältnis (1987)

    Zitatform

    (1987): Arbeitsmarkt Bremen. Arbeit in der Grauzone: Zwischen Arbeitslosigkeit und Normalarbeitsverhältnis. (Mitteilungen der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung Arbeit und Betrieb 17), Bremen, 90 S.

    Abstract

    "In den letzten Jahren zeichnen sich erhebliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ab: zunehmend finden Beschäftigungsformen Verbreitung, die den bisher geltenden Standards - unbefristete Ganztagsbeschäftigung auf der Basis tarifvertraglicher Regelungen nicht mehr entsprechen. So wurde seit Mitte der 70er Jahre nicht nur die Teilzeitarbeit an sich ausgeweitet, sondern vor allem auch jene Formen von Teilzeitbeschäftigung, die unterhalb der Arbeitslosen- und Sozialversicherungsgrenze liegen. Erheblich zugenommen haben auch die Befristungen von Arbeitsverhältnissen. Auch werden Arbeitnehmer immer häufiger in der Form von Leiharbeit - ob in ihren legalen oder illegalen Formen - und von Scheinselbständigkeit beschäftigt. Offenbar nutzen die Unternehmen die Situation der Massenarbeitslosigkeit, um den Einsatz von Arbeitskräften zu verbilligen und flexibler zu gestalten. Sie umgehen damit vielfach rechtliche und tarifliche Regelungen, die auf die Absicherung der Arbeitnehmer ausgerichtet sind. Gleichzeitig werden die geltenden normativen Standards für Beschäftigungsverhältnisse selbst immer weiter eingeschränkt, wie etwa durch das Beschäftigungsförderungsgesetz. Zu den "abweichenden" Beschäftigungsformen zählen auch die befristeten Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse, die von öffentlichen Institutionen eingerichtet und finanziert werden, um die Arbeitsmarktchancen von Arbeitslosen zu steigern. Auch gewinnen Arbeitsverhältnisse im Sektor der Alternativökonomie immer mehr an Bedeutung. Auf diese Weise bildet sich auf dem Arbeitsmarkt immer stärker eine Dreiteilung heraus: zwischen den Dauerbeschäftigten und den Arbeitslosen weitet sich eine "Grauzone des Arbeitsmarkts" immer mehr aus, in der die Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer minderen Rechts sind und ihre Reproduktionsbedingungen und Lebensperspektiven erheblich von denen anderer Arbeitnehmer abweichen; auch werden ihre Belange vielfach von der kollektiven Interessenvertretung nicht angemessen wahrgenommen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsstabilität im Wandel?: empirische Befunde und theoretische Erklärungen für West- und Ostdeutschland (2004; 2005)

    Struck, Olaf ; Köhler, Christoph ;

    Zitatform

    Struck, Olaf & Christoph Köhler (Hrsg.) (2004; 2005): Beschäftigungsstabilität im Wandel? Empirische Befunde und theoretische Erklärungen für West- und Ostdeutschland. München u.a.: Hampp, 319 S.

    Abstract

    Vor dem Hintergrund nachhaltig wirkender Strukturveränderungen im Wirtschafts-, Sozial- und Beschäftigungssystem muss von einem Bedeutungsverlust stabiler Beschäftigungsverhältnisse bzw. einem Bedeutungsgewinn offener und marktförmiger Beschäftigungssysteme ausgegangen werden. In der sozialwissenschaftlichen Arbeitsmarktforschung ist allerdings die Bestimmung des derzeitigen Ausmaßes, die Entwicklungen und vor allem die Ursachen von Beschäftigungsstabilität bzw. -instabilität umstritten. Zentrale Leitgedanken des Bandes sind zum einen die Frage nach der Dauer und Vertragsform von Beschäftigungsverhältnissen, zum anderen die Bestimmung der Ursachen stabiler und instabiler Beschäftigung. Die Beiträge sind in vier Hauptkapitel unterteilt: Erwerbsverlauf, Betrieb, betriebliche Strategien und Arbeit und Lebensführung. (IAB2)

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