Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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Literaturhinweis
Rot-grüne Reformen am Arbeitsmarkt: ein Armutszeugnis (2004)
Berthold, Norbert; Berchem, Sascha von;Zitatform
Berthold, Norbert & Sascha von Berchem (2004): Rot-grüne Reformen am Arbeitsmarkt. Ein Armutszeugnis. (Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik 72), Würzburg, 50 S.
Abstract
Der Autor befasst sich unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten mit dem Job-AQTIV-Gesetz und den Hartz-Gesetzen für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. "Die von den Reformen verfolgten Ziele lassen sich grob in drei Bereiche einteilen: Erstens sollen durch Modifikationen der entscheidenden Parameter der Lohnersatzleistungen selbst individuelles Moral Hazard" verringert und die Bemühungen der Arbeitslosen gestärkt werden, die Phase der Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Durch eine Verbesserung der Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten soll dieser Prozess zusätzlich begleitet und Langzeitarbeitslosigkeit vermieden werden. Zweitens sollen durch geeignete Qualizierungsmaßnahrnen die individuellen Wiedereinstellungschancen auch geringer qualifizierter Arbeitsloser verbessert werden. Schließlich soll drittens durch pekuniäre Anreize direkt die Arbeitsnachfrage und das Arbeitsangebot zu Gunsten der gegenwärtig Arbeitslosen beeinflusst werden. Subventionen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite stellen gleichsam eine Alternative zu Beratung, Vermittlung und Qualifizierung dar. Arbeitslose sollen auf diese Weise Anreize und Möglichkeiten erhalten, in das reguläre Berufsleben zurückzukehren oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Verbleibsquote ein Controlling-Indikator für den Eingliederungserfolg von ABM!? (2004)
Zitatform
Caliendo, Marco & Elke J. Jahn (2004): Verbleibsquote ein Controlling-Indikator für den Eingliederungserfolg von ABM!? In: Zeitschrift für Evaluation H. 1, S. 51-69.
Abstract
"Als Controlling-Indikator für den kausalen Wiedereingliederungseffekt arbeitsmarktpolitischer Instrumente ist die Verbleibsquote seit langem heftiger Kritik ausgesetzt. Dennoch ist sie bislang die einzige, kurzfristig verfügbare Kennziffer, die steuerungsrelevante Informationen liefern kann. Ein Vergleich der auf Basis von Matching-Verfahren gewonnenen Netto-Effekte für ABM mit der Verbleibsquote zeigt, dass Verbleibsquoten von über 50 % mit negativen Netto-Effekten verbunden sein können. Allerdings ist die Verbleibsquote eng mit dem Netto-Effekt korreliert. Wir nutzen diesen Zusammenhang, um Verbleibsquoten zu simulieren, die notwendig sind, damit mit positiven Netto-Effekten bei ABM gerechnet werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gegenstand, Auftrag und Konzept der Halbzeitbewertung des ESF-BA-Programms (2004)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2004): Gegenstand, Auftrag und Konzept der Halbzeitbewertung des ESF-BA-Programms. In: A. Deeke, T. Kruppe, B. Kurtz & P. Müller (2004): Halbzeitbewertung des "ESF-BA-Programm 2000-2006" (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 283), S. 1-20.
Abstract
Das ESF-BA-Programm 2000-2006 kombiniert Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit der individuellen Arbeitsförderung nach dem Sozialgesetzbuch III durch die Bundesagentur für Arbeit. In dem Beitrag werden die Vorgehensweisen und das Konzept der durch das IAB durchgeführten Begleitforschung dargestellt. Im einzelnen werden behandelt: Ziele und Gegenstand des Förderungsprogramms; das Evaluationskonzept; die Begleitforschung als prozess- und kontextorientierte Wirkungsanalyse sowie der Stand der Begleitforschung nach Ablauf der ersten Projektphase. Die Begleitforschung ist in verschiedenen Teilprojekten organisiert, die u.a. umfassen: Aufbau und Fortschreibung einer Individualdatenbank über geförderte Personen und Vergleichsgruppen; Erhebungen und Analysen; Analysen zur Zielgruppenerreichung; Wirkungsanalysen; Aggregierte Verbleibsanalysen und Wirkungsabschätzungen im regionalen Vergleich. (IAB)
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Literaturhinweis
Benchmarking Deutschland 2004: Arbeitsmarkt und Beschäftigung. Bericht der Bertelsmann Stiftung (2004)
Eichhorst, Werner; Thode, Eric; Winter, Frank;Zitatform
Eichhorst, Werner, Eric Thode & Frank Winter (2004): Benchmarking Deutschland 2004. Arbeitsmarkt und Beschäftigung. Bericht der Bertelsmann Stiftung. Berlin: Springer London, 362 S.
Abstract
"Der Bericht 2004 bringt die Analysen des ersten Benchmarking-Berichts von 2001 auf den neuesten Stand. Er untersucht anhand einer breiten Zusammenstellung von Zahlen und Fakten die Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in Deutschland im Vergleich zu den OECD-Ländern und geht der Frage nach, inwieweit konjunkturelle, in erster Linie aber institutionelle Faktoren hierauf einwirken. Konkret stellt der Bericht die wesentlichen Kennziffern aus den Bereichen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Arbeitszeit- und Arbeitsmarktregulierung, Unternehmertätigkeit, Lohn- und Tarifpolitik, Bildung und Innovation sowie Makroökonomie dar. lnsbesondere zeigt er auf, inwieweit die jüngsten Reformen in Deutschland zur Behebung von Schwächen im deutschen Beschäftigungssystem beigetragen haben oder entsprechende Effekte zu erwarten sind und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Darüber hinaus weist er auf bewährte Praktiken im Ausland hin, die als Anregungen in die deutsche Reformdiskussion einfließen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A conceptual framework for the evaluation of comprehensive labor market policy reforms in Germany (2004)
Zitatform
Fertig, Michael & Jochen Kluve (2004): A conceptual framework for the evaluation of comprehensive labor market policy reforms in Germany. (RWI discussion papers 13), Essen, 32 S.
Abstract
Die Autoren stellen ein Konzept zur mittel- und längerfristigen Bewertung der Auswirkungen sowie der Effektivität und Effizienz der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission zur Arbeitsmarktpolitik in Deutschland vor. Die Erläuterung des Evaluationskonzepts wird ergänzt durch eine Diskussion konzeptueller und praktischer Evaluationsprobleme; die benötigten Daten und ihre Verfügbarkeit werden beschrieben. Neben der Analyse der Effektivität und der Analyse der Effizienz wird auch die Implementierung und die konkrete Umsetzung des Evaluationskonzeptes für die einzelnen Maßnahmen bzw. Reformkomponenten auf der Mikro-und Makrobebene skizziert. Das vorgestelle Konzept ist nicht nur direkt einsetzbar, sondern auch ausbaubar für zukünftige Analysen. (IAB)
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auch erschienen als: IZA discussion paper, 1099 -
Literaturhinweis
Die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktpolitik: ein umfassendes Evaluationskonzept (2004)
Fertig, Michael ; Kluve, Jochen; Schmidt, Christoph M.; Hägele, Helmut; Friedrich, Werner; Apel, Helmut;Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve, Christoph M. Schmidt, Helmut Apel, Werner Friedrich & Helmut Hägele (2004): Die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktpolitik. Ein umfassendes Evaluationskonzept. (RWI-Schriften 74), Berlin: Duncker & Humblot, 320 S. DOI:10.3790/978-3-428-51535-6
Abstract
"Die im Rahmen der Hartz-Reformen auf den Weg gebrachten Änderungen der Arbeitsmarktgesetzgebung haben die rasche und nachhaltige Vermittlung in Arbeit, die Schaffung neuer Beschäftigungsfelder und den Bau von mehr Brücken in Beschäftigung zum Ziel. Hauptziel ist letztlich die Verringerung der Arbeitslosigkeit. Jede Evaluationsstudie dazu hat sich an diesem übergeordneten Ziel zu orientieren. Die Autoren der vorliegenden Arbeit präsentieren ein derartiges Konzept zur mittel- und längerfristigen Bewertung der Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Leitlinien sind: Das Konzept muss angesichts der nicht optimalen Datenlage und der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit praktikabel sein. Es muss sich angesichts der Vielzahl der Ziele der Arbeitsmarktpolitik auf die Beschäftigungssituation arbeitsloser Arbeitnehmer konzentrieren. Es muss einen einheitlichen Analyserahmen anbieten für Leitfragen wie: Was haben die durchgeführten Maßnahmen bewirkt, waren sie effektiv? Welche Kosten sind entstanden, waren die Maßnahmen effizient? Welche Ursachen lassen sich für die Wirkung identifizieren? Es muss dafür einen interdisziplinären Ansatz verfolgen, der eine ausgewogene Kombination aus theoretischer Analyse, ökonometrischer Kompetenz und Know-how der Implementationsforschung beinhaltet. Das Konzept muss Methoden vorsehen, die angesichts der genannten Daten- und Zeitprobleme robuste Ergebnisse erzeugen können. Es muss angesichts des teilweise späten Inkrafttretens einzelner Maßnahmen eine Erweiterung des Evaluationszeitraums erlauben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
Eingetretene Pfade der Arbeitsmarktpolitik verlassen - gemeinsam in neuen Strukturen Innovationen wagen (2004)
Hackenberg, Helga;Zitatform
Hackenberg, Helga (2004): Eingetretene Pfade der Arbeitsmarktpolitik verlassen - gemeinsam in neuen Strukturen Innovationen wagen. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 58, H. 1/2, S. 34-38.
Abstract
Im Zuge anhaltender hoher (Langzeit-)Arbeitslosigkeit haben Kommunen in unterschiedlichem Umfang und auf verschiedenen Wegen eigene Aktivitäten der Beschäftigungsförderung entwickelt. Entstanden ist eine vielfältige kommunale Förderlandschaft, die zu einem wichtigen Bestandteil der aktiven Arbeitsmarktpolitik geworden ist. Vorgestellt wird das Netzwerkprojekt der Bertelsmann Stiftung 'BiK - Beschäftigungsförderung in Kommunen', das im Jahr 2000 an den Start ging. Es vereinigt unter der Leitung der Bertelsmann Stiftung bundesweit 24 Kommunen, Teilbereiche der Arbeitsverwaltung sowie zahlreiche Dritte aus Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Institutionen mit dem Ziel, die lokale Beschäftigungsförderung zu professionalisieren. Im Rahmen der Gesamtprojekts 'BiK' wurden arbeitsteilig fünf Modellprojekte entwickelt, umgesetzt und bewertet: 'Benchmarking in der kommunalen Beschäftigungsförderung - Kennziffern, Prozessvergleiche und interkommunalen Lernprozesse', 'Vergleichsanalyse zu Kosten und Nutzen von zwei Modellprojekten der aktiven Arbeitsmarktpolitik', 'Curriculum für die gemeinsame Fortbildung von Fachkräften der Arbeitsämter, der Sozialverwaltung und Dritten', 'Profilierung: Individuelle Arbeitsmarkanalyse und Eingliederungsstrategien sowie somatische und psychische Diagnose' und 'WIN 4 - Wirtschaft im Netzwerk mit Kommunen'. Fazit: Das BiK konnte zeigen, dass die Leistungen der kommunalen Beschäftigungsförderung unverzichtbar für die erfolgreiche Umsetzung der Arbeitsmarktpolitik sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Der neue Forschungsbereich "Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik" am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich vor (2004)
Zitatform
Jaenichen, Ursula, Gesine Stephan & Frank Wießner (2004): Der neue Forschungsbereich "Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik" am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich vor. In: Zeitschrift für Evaluation H. 2, S. 297-310.
Abstract
Die Erfolgskontrolle arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und Programme gehört zu den Hauptaufgaben des am IAB neu etablierten Forschungsbereiches 'Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik'. Die Rolle der Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für die Politikberatung wird diskutiert. Es folgt eine theoretische Systematisierung der Effekte von Arbeitsmarktpolitik sowie eine Darstellung der eingesetzten Methoden der Evaluation. Hierzu zählt in erster Linie die Begleitforschung, bei der es darum geht, schon während der Laufzeit eines Programms dessen Akzeptanz, Wirkung und Wirksamkeit vor dem Hintergrund kontinuierlicher Verbesserung zu untersuchen. Die letztlich interessierende Frage bei der Evaluation einer Maßnahme ist, ob sich die individuellen Beschäftigungschancen durch die Maßnahmenteilnahme verändert haben. Im Anschluss wird die Tradition der Wirkungsforschung am IAB skizziert, um schließlich das Forschungsprogramm des Bereichs sowie dessen Perspektiven darzustellen. Adressaten der Forschung sind sowohl die Wissenschaft als auch die Politik und die interessierte Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Theorieansätze werden im Bereich sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgerichtete Studien konzipiert und durchgeführt. Gegenwärtiger Arbeitsschwerpunkt ist die Evaluation bedeutender Standardinstrumente der Arbeitsförderung nach dem SGB III (ABM, Förderung beruflicher Weiterbildung und Lohnkostenzuschüsse). Von besonderem Interesse ist derzeit die Evaluation von Revormvorhaben und bereits implementierten innovativen Instrumenten, wie z.B. die Personal-Service-Agenturen. Für die zukünftige Arbeit des Forschungsbereichs wird vor allem die Evaluation des neuen SGB II und von Hartz IV von Bedeutung sein. (IAB)
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Literaturhinweis
Hartz oder Harrods?: Reformen der Arbeitsförderung im Vereinigten Königreich (2004)
Zitatform
Knuth, Matthias & Dan Finn (2004): Hartz oder Harrods? Reformen der Arbeitsförderung im Vereinigten Königreich. (IAT-Report 2004-04), Gelsenkirchen, 12 S.
Abstract
"Die britische Jobseeker's Allowance erinnert stark an die künftige 'Grundsicherung für Arbeitsuchende', ist aber mit umgerechnet 359 EURO für alleinstehende Erwachsene etwas höher. Das derzeitige Leistungssystem wurde von konservativen Regierungen geschaffen und von New Labour strukturell nicht verändert. Gesetzlicher Mindestlohn ( 6,70 EURO pro Stunde) und Negativsteuer für Geringverdiener haben 'Armutsfallen' nicht vollständig beseitigen können. Von 2002 bis 2006 werden die Jobcentres schrittweise mit Teilen der Benefits Agency zum Jobcentre Plus zusammengeführt. Alle Hilfebedürftigen im Erwerbsalter haben dann eine einheitliche Anlaufstelle. Die Fusion betrifft zwei zentralstaatliche Behörden, die demselben Ressort unterstehen. Von der Einbeziehung der Kommunalverwaltungen wurde nach Modellversuchen Abstand genommen. Für diese im Vergleich zu 'Hartz IV' kleine Reform nimmt man sich fünf Jahre Zeit. Es befindet sich ein größerer Teil der Bevölkerung im Erwerbsalter im Sozialhilfebezug oder in Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit als in Deutschland. Diese sollen durch 'arbeitszentrierte Beratungsgespräche' in Jobcentres Plus 'aktiviert' werden. Die Arbeitslosenquote wurde von 1993 bis 2001 halbiert, der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung im selben Zeitraum mehr als gedrittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Was bringt Hartz IV für den Arbeitsmarkt? (2004)
Zitatform
Koch, Susanne & Ulrich Walwei (2004): Was bringt Hartz IV für den Arbeitsmarkt? In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 58, H. 9/10, S. 9-23.
Abstract
"Das Vierte Gesetz über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz IV') setzt vorrangig auf die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen durch eine Kombination von fordernden und fördernden Elementen. Der Beitrag analysiert, inwieweit die neuen Maßnahmen die Beschäftigungschancen dieses Personenkreises erhöhen und ob die konsequente Aktivierung eine Begrenzung der Arbeitsförderungsleistungen auf solche Personen ermöglicht, die tatsächlich ein Beschäftigungsproblem haben. Abschließend werden die gesamtwirtschaftlichen und verteilungspolitischen Implikationen der neuen Regelungen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluationsforschung: Grundlagen und ausgewählte Forschungsfelder (2004)
Stockmann, Reinhard; Lee, Barbara; Kuhlmann, Stefan; Wollmann, Hellmut ; Bangel, Bettina; Büeler, Xaver; Leeuw, Frans L.; Deeke, Axel; Mertens, Donna M.; Kromrey, Helmut; Müller, Axel; Caracelli, Valerie J.; Stockmann, Reinhard; Brinkmann, Christian; Vedung, Evert; Huber, Joseph; Widmer, Thomas;Zitatform
(2004): Evaluationsforschung. Grundlagen und ausgewählte Forschungsfelder. (Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung 01), Opladen: Leske und Budrich, 416 S.
Abstract
"In dem Lehrbuch werden die wichtigsten Theorien, Methoden und Entwicklungen der Evaluationsforschung beschrieben. Außerdem wird der Stand der Forschung für zentrale Politikfelder resümiert. Im ersten Teil werden einige grundsätzliche Themen zur Entwicklung der Evaluationsforschung in Deutschland, Europa und den USA behandelt. Es werden die wichtigsten Theorien und Methoden vorgestellt und ein Ausblick auf die Entwicklung der Evaluation im 21. Jahrhundert gegeben. Im zweiten Teil des Buches wird der aktuelle Wissens- und Diskussionsstand in ausgewählten Feldern der Evaluationsforschung zusammengefasst. Das Buch richtet sich an Dozenten und Studenten aller sozialwissenschaftlichen Fächer, sowie an Gutachter, Consultants und Verwaltungsfachleute, die sich mit Fragen der Evaluation, der Erfolgskontrolle, der wissenschaftlichen Begleitforschung, der Wirkungsanalyse oder dem Qualitätsmanagement beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Jugendsofortprogramm als Teil der Maßnahmeförderung Jugendlicher (2003)
Zitatform
Dietrich, Hans (2003): Das Jugendsofortprogramm als Teil der Maßnahmeförderung Jugendlicher. In: Direkt: Fördern und Qualifizieren H. 17, S. 29-30.
Abstract
Der Autor berichtet aus der Begleitforschung zum "Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit" (kurz JUMP) über Entwicklungen in den Programmjahren 1999 bis 2002. (IAB)
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Literaturhinweis
A meta-analysis of government-sponsored training programs (2003)
Zitatform
Greenberg, David H., Charles Michalopoulos & Philip K. Robins (2003): A meta-analysis of government-sponsored training programs. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 57, H. 1, S. 31-53.
Abstract
"This study uses meta-analysis to synthesize findings from 31 evaluations of 15 voluntary government-funded training programs for the disadvantaged that operated between 1964 and 1998. On average, the earnings effects of the evaluated programs seem to have been largest for women, quite modest for men, and negligible for youths. For men and women, the earnings effects of training appear to have persisted for at least several years after the training was complete. Classroom skills training was apparently effective in increasing earnings, but basic education was not. There is no evidence that more expensive training programs performed better than less expensive ones. Although the United States has more than three decades of experience in running training programs, the programs do not appear to have become more effective over time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik als "neuer" Schwerpunkt der Arbeitsmarktforschung: Koreferat zu B. Fitzenberger und S. Speckesser (2003)
Kleinhenz, Gerhard;Zitatform
Kleinhenz, Gerhard (2003): Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik als "neuer" Schwerpunkt der Arbeitsmarktforschung. Koreferat zu B. Fitzenberger und S. Speckesser. In: W. Schmähl (Hrsg.) (2003): Soziale Sicherung und Arbeitsmarkt (Schriften des Vereins für Socialpolitik. N.F., 294), S. 83-94.
Abstract
Auf Grund der zunehmenden Erkenntnis, dass der massive Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente letztendlich und insbesondere in Ostdeutschland versagt hat findet ein neuer Zweig wissenschaftlicher Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik erhöhte Aufmerksamkeit. Die bisherige öffentliche Debatte um die Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik wird wiedergegeben. Vor diesem Hintergrund wird der neue Ansatz der mikroökonometrischen Evaluationsforschung kritisch überprüft. Dabei kommen verschiedene Probleme, so die Verfügbarkeit von Individualdaten wie auch Selektions-, Relevanz- und Werturteilsprobleme zur Sprache. Es zeigt sich, dass bei der Beurteilung des Erfolgs oder Misserfolgs z.B. von Weiterbildungsmaßnahmen die Komplexität von Zielen und die Zielgruppenorientierung stärker berücksichtigt werden sollten. Die Eingliederung in das Beschäftigungssystem ist dabei nur ein Aspekt unter anderen. Doch insgesamt erweist sich der Neuansatz der Evaluation der Arbeitsförderung als vielversprechend. (IAB)
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Literaturhinweis
Damit Hartz wirkt! (2003)
Raddatz, Guido; Schick, Gerhard;Zitatform
Raddatz, Guido & Gerhard Schick (Hrsg.) (2003): Damit Hartz wirkt! Berlin, 119 S.
Abstract
Die Beiträge der Tagung "Von der Arbeitsmarktpolitik zur Beschäftigungspolitik - wo stehen wir ein Jahr nach Vorstellung des Hartz-Berichts?", die gemeinsam von der Stiftung Marktwirtschaft und der Hanns-Seidel-Stiftung am 17. Juli 2003 in München veranstaltet wurde, beziehen sich auf die im Februar 2002 von der deutschen Bundesregierung gebildeten Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" unter dem Vorsitz von Dr. Peter Hartz ("Hartz-Kommission"). Die Hartz-Kommission wurde zwar anlässlich des Skandals um die geschönte Vermittlungsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit gegründet, den Hintergrund jedoch bildet die gesellschaftlich tief verankerte Unzufriedenheit über die sich stetig verschlechternde Arbeitsmarktlage und die in diesem Zusammenhang vermeintliche Machtlosigkeit der Politik. Mögliche Beiträge zu einer arbeitsmarktpolitischen Reform werden diskutiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Möglichkeiten und Grenzen mittelfristiger Wirtschaftlichkeitsanalysen beim Einsatz der Mittel der beruflichen Weiterbildung (2003)
Schäfer, Karl-Heinz;Zitatform
Schäfer, Karl-Heinz (2003): Möglichkeiten und Grenzen mittelfristiger Wirtschaftlichkeitsanalysen beim Einsatz der Mittel der beruflichen Weiterbildung. In: Arbeit und Beruf, Jg. 54, H. 8, S. 227-228.
Abstract
Vorgestellt wird ein Modell für eine Kosten-Nutzen-Analyse, mit dem die (bislang) zeitpunktbezogene Berechnung von Integrationskosten zu einer mittelfristigen Berechnung fortentwickelt werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Probleme der Evaluation von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik am Beispiel beruflicher Weiterbildung (2002)
Blaschke, Dieter; Plath, Hans-Eberhard;Zitatform
Blaschke, Dieter & Hans-Eberhard Plath (2002): Probleme der Evaluation von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik am Beispiel beruflicher Weiterbildung. In: G. Kleinhenz (Hrsg.) (2002): IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 250), S. 429-446.
Abstract
"Am Beispiel der beruflichen Qualifizierung Arbeitsloser werden Probleme der Evaluation diskutiert. Sie bestehen vor allem darin, dass die Einsichten in die Dynamik und die Wirkmechanismen der Vorgänge am Arbeitsmarkt und der arbeitsmarktpolitischen Eingriffsmöglichkeiten noch unzureichend sind. Das erforderliche Wissen dazu ist nicht kurzfristig beizubringen und kann auch nicht aus den vorhandenen Daten extrahiert werden. Daher ist auch nicht zu erwarten, dass Evaluationen bzw. Evaluationsforschung diesen Zustand wesentlich bessern können. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sie zumeist erst dann ansetzen, wenn die vorgängigen Probleme empirischer Forschung schon gelöst sein müssten, was tatsächlich nicht der Fall ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Optimal unemployment insurance with monitoring and sanctions (2002)
Zitatform
Boone, Jan, Peter Fredriksson, Bertil Holmlund & Jan C. van Ours (2002): Optimal unemployment insurance with monitoring and sanctions. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2002,21), Uppsala, 34 S.
Abstract
"This paper analyzes the design of optimal unemployment insurance in a search equilibrium framework where search e?ort among the unemployed is not perfectly observable. We examine to what extent the optimal policy involves monitoring of search e?ort and benefit sanctions if observed search is deemed insu?cient. We find that introducing monitoring and sanctions represents a welfare improvement for reasonable estimates of monitoring costs; this conclusion holds both relative to a system featuring indefinite payments of benefits and a system with a time limit on unemployment benefit receipt." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: IZA discussion paper , 401 -
Literaturhinweis
Zur Wirkungsforschung aktiver Arbeitsmarktpolitik: neue Herausforderungen für Monitoring und Evaluation (2002)
Brinkmann, Christian; Wießner, Frank;Zitatform
Brinkmann, Christian & Frank Wießner (2002): Zur Wirkungsforschung aktiver Arbeitsmarktpolitik. Neue Herausforderungen für Monitoring und Evaluation. In: G. Kleinhenz (Hrsg.) (2002): IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 250), S. 373-386.
Abstract
"Der hohe finanzielle Aufwand zur Bekämpfung der persistent hohen Arbeitslosigkeit gibt berechtigten Anlass zur Frage nach der Wirksamkeit der eingesetzten Mittel. Neben der Verpflichtung zur möglichst effektiven und effizienten Bewirtschaftung der finanziellen Ressourcen der Versichertengemeinschaft ist vor allem ein neues Steuerungsmodell in der aktiven Arbeitsmarktpolitik ausschlaggebend für eine Intensivierung der Wirkungsforschung. Abgeflachte Hierarchien, Dezentralisierung und Regionalisierung der Arbeitsförderung und in deren Folge erweiterte Handlungskompetenzen für die einzelnen Arbeitsämter bewirken neben zusätzlichem Informationsbedarf auch ein verändertes Evaluationsverständnis. Die in der Folge neu zu schaffende Datenbasis als Grundlage für die Feinsteuerung vor Ort kommt Wissenschaft und Praxis gleichermaßen zugute." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job-AQTIV Gesetz - Eine kritische Würdigung der neuen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik (2002)
Zitatform
Buscher, Herbert & Tobias Hagen (2002): Job-AQTIV Gesetz - Eine kritische Würdigung der neuen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 8, H. 11, S. 324-330.
Abstract
"Seit dem 1. Januar 2002 ist das Job-AQTIV Gesetz in Deutschland in Kraft. Das Gesetz hat nicht nur die Absicht, gemeldete Stellen möglichst schnell und passgenau zu besetzen, sondern Personen, die zum Teil Arbeitslosigkeits- und Maßnahme-Karrieren hinter sich haben, intensiv zu betreuen, deren Suchaktivitäten zu überwachen und sie - bei Bedarf - in die für sie effektivsten Maßnahmen zu vermitteln. Diese Zielsetzung erklärt, wofür das Akronym AQTIV steht: Aktivieren, Qualifizieren, Trainieren, Investieren und Vermitteln. Aus einigen Neuregelungen durch das Job-AQTIV Gesetz ergeben sich neue Herausforderungen für die praktische Arbeitsmarktpolitik, aber auch die Evaluationsforschung. Natürlich ist es noch nicht möglich, die Auswirkungen des Job-AQTIV Gesetzes empirisch zu überprüfen. Gleichwohl sollen einige Erfahrungen aus der Evaluation Aktiver Arbeitsmarktpolitik (AAMP) sowie theoretische Überlegungen dazu genutzt werden, auf mögliche kritische Punkte hinzuweisen um Fehlentwicklungen zu vermeiden und Bedarf an Evaluationsforschung aufzuzeigen. Dazu werden wichtige Neuerungen aufgrund des Job-AQTIV Gesetzes dargestellt und deren Bedeutung eingeschätzt. Als Fazit ergibt sich, dass das Job-AQTIV Gesetz in vielen Punkten in die richtige Richtung geht. Viel wird allerdings davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Qualität der Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten zu verbessern, private Arbeitsvermittler verstärkt einzuschalten und die gesamte Arbeitsmarktpolitik mittels geeigneter Evaluationsstudien fortlaufend auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
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