Springe zum Inhalt

Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

Zurück zur Übersicht
Ergebnisse pro Seite: 20 | 50 | 100
im Aspekt "Atypische Beschäftigung insgesamt"
  • Literaturhinweis

    Les mutations du travail en Europe (2000)

    Lestrade, Brigitte; Boutillier, Sophie;

    Zitatform

    Lestrade, Brigitte & Sophie Boutillier (Hrsg.) (2000): Les mutations du travail en Europe. (Collection economie et innovation), Paris: Harmattan, 415 S.

    Abstract

    Die Beiträge des Bandes analysieren neuere Entwicklungen des Arbeitsmarktes in Frankreich und in West- und Osteuropa. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklung der Beschäftigungsformen und die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte durch Maßnahmen der Deregulierung. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Begrenzte Entgrenzungen: Wandlungen von Organisation und Arbeit (2000)

    Minssen, Heiner;

    Zitatform

    Minssen, Heiner (Hrsg.) (2000): Begrenzte Entgrenzungen. Wandlungen von Organisation und Arbeit. Berlin: Edition Sigma, 294 S.

    Abstract

    "Die Grenzen von Organisation und Arbeit sind in Bewegung geraten - mit durchaus widersprüchlichen Tendenzen. Organisationen ziehen ihre Grenzen einerseits enger durch Produktbereinigung, Konzentration auf das Kerngeschäft und Auslagerung von Funktionen; andererseits versuchen sie, durch die Bildung von Innovations- und Zuliefernetzwerken neue Potentiale zu erschließen, indem sie ihre Grenzen gerade erweitern, ja auflösen. Und auch die Grenzen von Arbeit geraten unter Druck. Neue Formen von Arbeit entstehen durch die zeitliche und räumliche Entkoppelung von Arbeitsplatz und Betrieb: die Institution des sektoralen Tarifvertrags wird in Frage gestellt und zunehmend durch dezentrale Formen der Regulierung ersetzt. All dies hat Folgen für die Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige: die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit" (2000)

    Möllering, Jürgen;

    Zitatform

    Möllering, Jürgen (2000): Scheinselbständige und arbeitnehmerähnliche Selbständige. Die neuen Regeln des "Gesetzes zur Förderung der Selbständigkeit". (DIHT-Schriftenreihe 427), Bonn, 50 S.

    Abstract

    Der Autor analysiert aus der Sicht des DIHT die Vorschriften des am 12. November 1999 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten "Gesetz zur Förderung der Selbständigkeit." Einleitend werden die Änderungen im Überblick dargestellt. Anschließend werden die Prüfungsschemata zur "Scheinselbständigkeit" und zur Rentenversicherungspflicht des "arbeitnehmerähnlichen Selbständigen" unter besonderer Berücksichtigung der den Betroffenen eröffneten Optionen dargestellt. Der vollständige Wortlaut der neuen Vorschriften ist im Anhang aufgeführt." (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Neue Formen der Beschäftigung: Arbeitsflexibilisierung durch atypische Beschäftigung in Österreich (2000)

    Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Mühlberger, Ulrike (2000): Neue Formen der Beschäftigung. Arbeitsflexibilisierung durch atypische Beschäftigung in Österreich. (Sociologica 06), Wien: Braumüller, 129 S.

    Abstract

    In dem Buch werden ökonomische und arbeitssoziologische Erklärungen für das Entstehen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen diskutiert. Nach einer begrifflichen Abgrenzung werden die verschiedenen theoretischen Ansätze vorgestellt. Danach wird auf die Logiken, Motive und Prinzipien der einzelnen Arbeitsformen eingegangen. Die nächsten Kapitel geben einen Überblick über die Diskussion um atypische Beschäftigung und über die Arbeitsmarktentwicklung in Österreich. Auf der Basis der Analyse werden dann sozial-, frauen- und arbeitsmarktpolitsiche Implikationen atypischer Beschäftigungsformen untersucht, um daraus die Schlussfolgerungen für die Begründung einer sozialstaatlichen Regulierungspolitik zu ziehen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    On the job: is long-term employment a thing of the past? (2000)

    Neumark, David ; Levenson, Alec R.; Jaeger, David A. ; Valletta, Robert G.; Allen, Steven G. ; Capelli, Peter; Moffitt, Robert A. ; Farber, Henry S.; Morris, Martina; Handcock, Mark S.; Neumark, David ; Houseman, Susan N. ; Polivka, Anne E.; Bernhardt, Annette; Polsky, Daniel ; Gottschalk, Peter; Schieber, Sylvester J.; Huff Stevens, Ann; Schmidt, Stefanie R.; Hansen, Daniel; Scott, Marc A. ; Clark, Robert L. ; Stewart, Jay;

    Zitatform

    Neumark, David (Hrsg.) (2000): On the job. Is long-term employment a thing of the past? New York: Russell Sage Foundation, 527 S.

    Abstract

    "In recent years, a flurry of reports on downsizing, outsourcing, and flexible staffing have created the impression that stable, long-term jobs are a thing of the past. According to conventional wisdom, workers can no longer count on building a career with a single employer, and job security is a rare prize. Researchers have yet to determine whether we are witnessing a sustained, economy-wide decline in the stability of American jobs, or merely a momentary rupture confined to a few industries and a few classes of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Wandel der Erwerbsformen: Berlin und die Bundesrepublik im Vergleich (2000)

    Oschmiansky, Heidi; Schmid, Günther;

    Zitatform

    Oschmiansky, Heidi & Günther Schmid (2000): Wandel der Erwerbsformen. Berlin und die Bundesrepublik im Vergleich. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 00-204), Berlin, 54 S.

    Abstract

    "Seit den 80er Jahren zeichnet sich die Erwerbstätigenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland durch eine zunehmende Vielfalt aus. Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis hat gegenüber anderen Erwerbsformen wie Teilzeitbeschäftigung, befristete Beschäftigung oder Leiharbeit an Bedeutung verloren, bleibt aber nach wie vor die mit Abstand häufigste Erwerbsform. In Berlin sind dagegen seit Anfang der 90er Jahre stärkere Veränderungen zu verzeichnen, insbesondere ein absoluter Rückgang der Normalarbeitsverhältnisse. Mittlerweile liegt hier der Anteil des Normalarbeitsverhältnisses an allen Erwerbsformen deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Gleichzeitig haben in Berlin aber auch atypische Beschäftigungsformen, wie geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit, in kurzer Zeit kräftig zugenommen. Hier stellt sich die Frage, ob die Berliner Entwicklung zukunftsweisend ist, oder ob es sich um einen historisch bedingten Anpassungsprozeß handelt, der sich bald dem bundesweiten Trend angleichen wird. Der Wandel der Erwerbsformen in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin wird auf Basis des Mikrozensus von 1985 bis 1998 verglichen.Im Unterschied zu bisherigen Studien wird nicht nur die anteilsmäßige Entwicklung der Erwerbsformen untersucht, sondern auch die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung in die Analyse miteinbezogen. Zudem erfolgt durchgängig eine geschlechtsspezifische Differenzierung. Frauen arbeiten seltener als Männer im Rahmen eines Normalarbeitsverhältnisses. In der Bundesrepublik stieg jedoch die Erwerbsquote der Frauen im Normalarbeitsverhältnis, während sie bei den Männern sank, und die Berliner Frauen waren gegenüber den Männern weniger stark vom Rückgang der Normalarbeitsverhältnisse betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft: eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen (2000)

    Plath, Hans-Eberhard;

    Zitatform

    Plath, Hans-Eberhard (2000): Arbeitsanforderungen im Wandel, Kompetenzen für die Zukunft. Eine folgenkritische Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 4, S. 583-593.

    Abstract

    "Schlagworte wie Veränderung, Wandel und Entgrenzung der Arbeit sowie Globalisierung, Internationalisierung und Informatisierung sollen für die sich bereits abzeichnende und sich künftig noch beschleunigende Dynamik der Arbeitsmärkte kennzeichnend sein. Dabei seien Phasen mit Wechseln zwischen Erwerbsarbeit, Weiterbildung und Arbeitslosigkeit sowie Berufswechsel, Branchenumstieg usw. ebenso wie des Weiteren auch Eigenarbeit, freiwillige Arbeit und Bürgerarbeit prägend für die aktuelle und mehr noch für die zukünftige Erwerbsbiografie. Diese zumeist als 'naturwüchsig' dargestellten Entwicklungen werden aus der Sicht des Menschen nur selten hinterfragt, so dass gegenwärtig weder die zu erfüllenden Anforderungen noch die notwendigen Qualifikationen hinreichend transparent sind. Vom künftigen sogenannten Arbeitskraftunternehmer wird mit einer gewissen Selbstverständlichkeit angenommen, dass er stets Flexibilität und Mobilität aufzubringen vermag sowie über teilweise höchst fragwürdig anmutende Qualifikationen und Kompetenzen einschließlich vermarktungsfähige Persönlichkeitseigenschaften verfügt. Diese soll er zudem in Eigen- und Selbstverantwortung erwerben und aktuell verfügbar halten. Es kann wohl nicht davon ausgegangen werden, dass derartige Veränderungen folgenlos für die betroffenen Personen sind. Zumeist wird unterstellt, dass bessere Chancen in der veränderten 'Lebens- und Arbeitswelt' bestehen würden. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass solche Entwicklungen immer auch mit beträchtlichen Risiken und Gefahren verbunden sein können, die aus Unwissenheit, Unsicherheit, Überforderung, Kontrollverlust, Bedrohungserleben, Angst, Stress usw. erwachsen. Die Abschätzung und die Berücksichtigung vor allem der Risikofaktoren könnten dazu beitragen, Probleme des 'Wandels der Arbeit' folgenkritischer und auch in größerem Maße interventionsorientiert anzugehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktpolitik: Befristete Arbeitsverträge sind bald neu zu regeln (2000)

    Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Rudolph, Helmut (2000): Arbeitsmarktpolitik: Befristete Arbeitsverträge sind bald neu zu regeln. (IAB-Kurzbericht 12/2000), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    Das Auslaufen des Beschäftigungsförderungsgesetzes (BeschFG) zum 31.12.2000 und eine neue EU-Direktive zu Mindeststandards erfordern eine Neuregelung befristeter Arbeitsverträge. Dabei sind bisherige Erfahrungen mit dem geltenden Recht zu berücksichtigen. In dem Beitrag wird gezeigt, dass es seit Einführung des BeschFG 1985 keine alarmierende Erhöhung der befristeten Beschäftigung gegeben hat. Auch eine Aushöhlung von unbefristeten Verträgen ist empirisch nicht belegbar. Die höchsten Befristungsquoten finden sich bei jüngeren Arbeitnehmern (also beim Berufseinstieg) und bei Teilzeitverträgen. Um Rechtsvereinfachung und -sicherheit zu schaffen, wird vorgeschlagen, alle Regelungen zu befristeten Verträgen in einem Gesetz zusammenzufassen und Missbrauchstatbestände zu definieren. (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten: aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses (2000)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2000): BIBB/IAB-Erhebung: "Unsichere" Beschäftigung trifft vor allem die Niedrigqualifizierten. Aber auch viele Uni-Absolventen und -Absolventinnen arbeiten jenseits des Normalarbeitsverhältnisses. (IAB-Kurzbericht 15/2000), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    Gut 10 Prozent der deutschen Befragten in West- und knapp 16 Prozent in Ostdeutschland arbeiten in "unsicheren" Erwerbsformen: in befristeter Beschäftigung und Leiharbeit, in geringfügiger Beschäftigung und Freier Mitarbeit. Dies ergab die BIBB/IAB-Erhebung vom Winter 1998/99, die bei rund 34.000 Erwerbstätigen durchgeführt wurde. Mit Abstand am häufigsten betroffen sind Personen ohne Ausbildungsabschluss - in West wie in Ost. Hochschulabsolventen sind - vor allem im Westen - die am zweithäufigsten betroffene Gruppe. "Unsichere" Beschäftigung ist bei fast allen Qualifikationsstufen vor allem ein Problem der Frauen und der Jüngeren. Im Osten arbeiten jedoch auch viel Ältere unsicher. Dies könnte eine Folge der Entwertung von Qualifikationen nach der Wiedervereinigung sein. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: Entwicklungstrends und Bedeutung für den Arbeitsmarkt (2000)

    Schäfer, Holger;

    Zitatform

    Schäfer, Holger (2000): Atypische Beschäftigung. Entwicklungstrends und Bedeutung für den Arbeitsmarkt. In: IW-Trends, Jg. 27, H. 4, S. 41-53.

    Abstract

    "In Westdeutschland gibt es inzwischen 11,2 Millionen Beschäftigte mit atypischen Arbeitsverhältnissen, wie beispielsweise Teilzeit oder befristete Beschäftigung. In Ostdeutschland sind es 2,6 Millionen. Der Anteil der atypischen Beschäftigten an allen Erwerbstätigen betrug zuletzt knapp 40 Prozent, im Osten ebenso wie im Westen. Das Vorurteil, dass es sich hierbei um unerwünschte, minderwertige und damit unfreiwillig akzeptierte Arbeitslätze handelt, ist ebenso wenig haltbar wie jenes, dass die atypische Beschäftigung die normale verdrängt. Vielmehr ist nachweisbar, dass es atypische Beschäftigungsverhältnisse waren, die das Arbeitsplatzangebot vergrößert haben. Außerdem war diese Beschäftigungsform für viele ein Sprungbrett zu regulären Arbeitsplätzen. Vor allem zeitlich befristete Arbeitsverträge gaben Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen die Möglichkeit, sich verändernden Arbeitsmarktgegebenheiten flexibel anzupassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Unternehmer der eigenen Arbeitskraft: einige Folgerungen für die Bildungssoziologie (2000)

    Voß, G. Günter;

    Zitatform

    Voß, G. Günter (2000): Unternehmer der eigenen Arbeitskraft. Einige Folgerungen für die Bildungssoziologie. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 20, H. 2, S. 149-166.

    Abstract

    "Annahme ist, daß sich aktuell ein Wandel der basalen Verfassung von Arbeitskraft vollzieht. Nach einigen Anmerkungen zur 'Entgrenzung' von Arbeit als Hintergrund für die postulierte Entwicklung, werden drei Thesen zur näheren Charakterisierung des 'Arbeitskraftunternehmers' und eine historische Einordnung entwickelt. Es folgen Überlegungen zu den vermutlich entscheidenden Kompetenzen des neuen Arbeitskrafttypus, zur sich damit verändernden Bedeutung von 'Beruf' und zum möglichen Wandel von Ausbildung und Bildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte (2000)

    Winkler, Albrecht;

    Zitatform

    Winkler, Albrecht (2000): Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte. Idstein: Schulz-Kirchner, 56 S.

    Abstract

    "Die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Sozialpolitik. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich besonders schwierig in Zeiten allgemein hoher Arbeitslosigkeit. In dieser Situation kommt es darauf an, das vorhandene Instrumentarium der Behindertenpolitik um innovative Ansätze zu ergänzen. Dazu zählt die vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. Von ihr erwartet man sich zum einen eine verbesserte Vorbereitung tendenziell benachteiligter Gruppen auf das Arbeitsleben und zum anderen eine Verringerung der Unsicherheit von Arbeitgebern bei der Einstellung von Angehörigen dieser Gruppen. In der Studie werden die Erscheinungsformen der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung dargestellt und die bisher mit diesem Instrument gemachten Erfahrungen bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Zeitarbeit für Behinderte: eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument (2000)

    Winkler, Albrecht;

    Zitatform

    Winkler, Albrecht (2000): Zeitarbeit für Behinderte. Eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument. (Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse 63), Hamburg: Kovac, 217 S.

    Abstract

    Die Attraktivität der Arbeitnehmerüberlassung aus betrieblicher Sicht ist eine wesentliche Bedingung dafür, sie auch als arbeitsmarktpolitisches Instrument nutzbar zu machen. Daher wird im ersten Teil der Arbeit der Blick auf die Ursachen für die Entstehung und Verbreitung dieser Arbeitsmarktinstitution gelenkt und die Bedeutung ökonomischer Unsicherheit für das betriebliche Beschäftigungsverhalten thematisiert. Im zweiten Teil stehen die Arbeitsmarktprobleme von Schwerbehinderten und das speziell zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile geschaffene arbeitsmarktpolitische Instrumentarium im Vordergrund. Der Zielsetzung und den daraus ableitbaren Erfolgskriterien wird die tatsächliche Beschäftigungssituation gegenübergestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden aufbauend auf die identifizierten Grundprobleme zunächst die Rationalität der Leiharbeit im Vergleich zu Alternativen sowohl aus betrieblicher Perspektive als auch aus dem Blickwinkel der Eingliederungsprobleme Schwerbehinderter dargelegt. Kurze Beschreibungen kleinerer Gesellschaften zur Arbeitnehmerüberlassung, Fallstudien über die zwei größten Projekte sowie die Ergebnisse aus einer Befragung des Autors von Projekten im südwestdeutschen Raum sollen dann Aufschluss darüber geben, inwieweit vermittlungsorientierte Leiharbeit dazu beitragen kann, Unsicherheit über das Leistungsvermögen Schwerbehinderter zu verringern und eine Brücke hin zu regulärer Beschäftigung zu bauen. Es zeigt sich, das Arbeitnehmerüberlassung nicht alle mit der Einstellung und Beschäftigung Behinderter verbundenen Probleme beseitigen kann. Deshalb werden abschließend Überlegungen für die weitere Gestaltung der selektiven Arbeitsmarktpolitik für Schwerbehinderte angestellt. (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Vernetzt, klein und flexibel: die Firma des 21. Jahrhunderts (1999)

    Malone, Thomas W.; Laubacher, Robert J.;

    Zitatform

    Malone, Thomas W. & Robert J. Laubacher (1999): Vernetzt, klein und flexibel. Die Firma des 21. Jahrhunderts. In: Harvard Business Manager H. 2, S. 28-36.

    Abstract

    "Alle Welt blickt gespannt auf die Fusionen der Bank-, Versicherungs-, Auto- oder Pharmakonzerne. Aber sind solche Mega-Organisationen überhaupt noch zeitgemäß? Die Zweifel wachsen: Längst ermöglicht es die moderne Informationstechnik, Arbeit und Geschäft flexibler und effektiver zu organisieren. Dabei spielen jene Bündnisse eine wichtige Rolle, zu denen sich Freischaffende und Kleinstfirmen auf Zeit vereinigen. Elektronisch vernetzt, übernehmen sie bestimmte Entwicklungs-, Produktions-, Vermarktungs- oder Vertriebsaufgaben, die zuvor durch dauerhaft bestehende Unternehmen erledigt wurden. Im Ergebnis kristallisiert sich die sogenannte E-Lance-Ökonomie heraus. Wie sich deren Arbeitsweisen auf die Großunternehmen sowie auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken werden, soll nun ein Großforschungsvorhaben am Massachusetts Institute of Technology klären. Die Autoren glauben, mit der E-Lance-Ökonomie wird in den kommenden Jahrzehnten ein neues Wirtschaftssystem Einzug halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Normal-Arbeitsverhältnis in Bewegung (1999)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (1999): Normal-Arbeitsverhältnis in Bewegung. In: Die Mitbestimmung H. 11, S. 12-17.

    Abstract

    "'Normale' Erwerbsarbeit steht einer immer größeren Vielfalt von Beschäftigungsformen gegenüber. Denn Teilzeitarbeit, Befristung, Leiharbeit, Outsourcing oder auch Werkverträge werden immer 'normaler', weil Unternehmen im globalen Wettbewerb stärker auf flexible Formen angewiesen sind. Das oft befürchtete 'Heuern und Feuern' steht deshalb aber nicht auf der Tagesordnung. Im Gegenteil: Gefragt werden muss auch nach den Risiken von Arbeitsmarktregulierungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz: eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs (1998)

    Almus, Matthias; Lechner, Michael ; Spengler, Hannes; Pfeiffer, Friedhelm ; Egeln, Jürgen;

    Zitatform

    Almus, Matthias, Jürgen Egeln, Michael Lechner, Friedhelm Pfeiffer & Hannes Spengler (1998): Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz. Eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 558-574.

    Abstract

    "Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse des vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des IAB und des Ministeriums für Arbeit und Soziales Rheinland-Pfalz bearbeiteten Forschungsprojekts (IAB-Projekt 10-483 A) Arbeitsplatzeffekte gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassungen in Rheinland-Pfalz vor. Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, empirisch abzuschätzen, ob arbeitslose Personen, die bei einer gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaft beschäftigt waren, einen höheren Wiedereingliederungserfolg in den ersten Arbeitsmarkt aufweisen als Arbeitslose, die eine solche Gesellschaft nicht durchlaufen haben. Dieser Abschätzung liegt Datenmaterial aus zwei Quellen zugrunde. Zum einen wurden die acht untersuchten Überlassungsgesellschaften sowohl schriftlich als auch in qualitativen Interviews zu ihren Charakteristika, zum sozioökonomischen Hintergrund all ihrer Leiharbeitnehmer sowie zu deren detaillierter Verleihhistorie und weiterem Verbleib befragt. Zum anderen stellte die Bundesanstalt für Arbeit Abzüge aus den bei den betroffenen Arbeitsämtern angelegten Dateien zur computerunterstützten Arbeitsvermittlung (coArb) zur Verfügung. Anhand der coArb-Daten wird mit ökonometrischen Methoden (Matching) eine Kontrollgruppe von arbeitslosen Nicht-Leiharbeitnehmern ausgewählt, die hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Struktur und Arbeitsmarktgeschichte der Leiharbeitnehmergruppe möglichst ähnlich ist. Damit wird unter anderem der Tatsache Rechnung getragen, daß die Leiharbeitnehmer im Vergleich zur Grundgesamtheit aller Arbeitslosen jünger, häufiger Männer und zu einem größeren Anteil Ausländer sowie Aus- oder Übersiedler sind. Ferner wird bei der Kontrollgruppenbildung berücksichtigt, daß Leiharbeitnehmer unterdurchschnittlich ausgebildet sind und unstetige Erwerbsgeschichten mit häufigen Wechseln zwischen Arbeitslosigkeit- und Erwerbsepisoden aufweisen. Der ökonometrische Vergleich des Wiedereingliederungserfolgs zeigt Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Kontrollgruppe auf. In der kurzen Frist (bis zu 5 Monaten nach Ende des Aufenthalts in der Gesellschaft) weisen die Leiharbeitnehmer ein im Vergleich zur Kontrollgruppe um bis zu 13 Prozentpunkte besseres Wiedereingliederungsergebnis auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit: zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage (1998)

    Dietrich, Hans ;

    Zitatform

    Dietrich, Hans (1998): Erwerbsverhalten in der Grauzone von selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. Zur Erfassung scheinselbständig Erwerbstätiger und deren vertragliche, berufliche und soziale Lage. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 205), Nürnberg, 240 S.

    Abstract

    "Der Begriff Scheinselbständige kennzeichnet Erwerbstätige, die de facto wie selbständig Erwerbstätige tätig sind, auf grund der spezifischen Erwerbssituation jedoch letztlich als abhängig Beschäftigte zu bewerten sind. Für den Fall, daß formal selbständig Erwerbstätige eigentlich als abhängig Beschäftigte tätig sind, besteht für sie der arbeits- und sozialrechtliche Schutz sowie die Pflichten als Arbeitnehmer entsprechend den in Deutschland für Arbeitnehmer gültigen gesetzlichen Regelungen. In einem ersten Schwerpunkt wird die Abgrenzungsproblematik von selbständiger und abhängig ausgeübter Erwerstätigkeit aus der Perspektive von Colemanns Konzept des korporativen Akteurs, der Transaktionskostentheorie, der Theorie der Unternehmung oder der Segmentationstheorie sowie aus alternativen rechtswissenschaftlichen Positionen erörtert. Aus rechtswissenschaftlicher Perspektive werden drei Konzepte aufgegriffen, die sich für die Studie als erkenntnisleitend erweisen. Dabei handelt es sich um eine Operationalisierung, die eng an der Rechtsprechung von Bundesarbeits- und Sozialgerichtsbarkeit angelehnt ist und den Leitbegriff der "persönlichen Abhängigkeit" in den Mittelpunkt stellt (sog. BAG-Modell), eine Operationalisierung, die insbesondere auf Vorschläge von Wank zurückgeht und am Leitbegriff "Unternehmerrisiko" orientiert ist (sog. Alternativmodell) sowie ein Operationalisierungsvorschlag, der auf einem Entwurf der Spitzenverbände der Sozialversicherung zurückgreift (sog. Verbandsmodell) und die Frage der Mitgliedschaft und Beitragspflicht in der Sozialversicherung zum Leitbegriff hat. In einem zweiten Schwerpunkt werden Probleme einer angemessenen empirischen Identifizierung scheinselbständiger Erwerbsverhältnisse diskutiert. Neben Problemen der Operationalisierung zentraler Begriffe stehen hier insbesondere auch Fragen nach einem angemessenen empirischen Design im Mittelpunkt. Auf Basis einer umfangreichen Befragung werden in einem dritten Schritt Befunde zur Verbreitung von scheinselbständig Erwerbstätigen dargestellt. Dabei wird unter anderem deutlich, daß je nach dem zugrunde gelegten Abgrenzungsmodell eine deutlich unterschiedliche Zuordnung von Erwerbstätigen zur Gruppe der selbständig bzw. abhängig Erwerbstätigen erfolgt und demzufolge auch das jeweils geschätzte quantitative Aufkommen von scheinselbständig Erwerbstätigen beachtlich variiert. Aufbauend auf diese modellspezifische Bestimmung der Gruppe der Scheinselbständigen wird die berufliche, materielle und soziale Situation sowie die Einbindung in das System der sozialen Sicherung von scheinselbständig Erwerbstätigen differenziert analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietrich, Hans ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen: eine überholte Verbindung? (1998)

    Geissler, Birgit;

    Zitatform

    Geissler, Birgit (1998): Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen. Eine überholte Verbindung? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 550-557.

    Abstract

    "Der Beitrag analysiert den Wandel der Existenzsicherung und biographischen Perspektiven der Erwerbstätigen wie er sich im Umbruch der Arbeitsverhältnisse und der sozialen Sicherung manifestiert. In der Verbindung von Normalarbeitsverhältnis und Sozialversicherungen wurde in Deutschland seit der Nachkriegszeit ein industrielles Erwerbsmodell konstruiert, das die Arbeitsbedingungen und das Einkommensniveau für die Mehrheit der Erwerbstätigen tendenziell vereinheitlichte und ihnen Lebensstandardsicherung, Erwerbskontinuität und Planungssicherheit bot, zugleich aber einen Teil der Erwerbstätigen, vor allem Ungelernte und Frauen ausgrenzte. Dieses Erwerbsmodell "paßt" nicht mehr zum Gleichheitsanspruch der Geschlechter und zu den Flexibilitätsanforderungen und individualisierten Lebensstilen der postindustriellen Gesellschaft. Darüber hinaus ist die Stabilität von Arbeitspolitik und Sozialpolitik angesichts der Krise der Normalarbeitsverhältnisse und Sozialversicherungen in eine wechselseitige De-Stabilisierung umgeschlagen; heute sind für zahlreiche Erwerbstätige weder Lebensstandard und Erwerbskontinuität gesichert, noch haben sie biographische Planungsoptionen. Im Zuge dieser Veränderungen ist ein Überschneidungsbereich zwischen erwerbsbezogener sozialer Sicherung und Sozialhilfe entstanden, was für die Versicherten neue Risiken eröffnet. Die Abgrenzung der Sozialversicherungen verliert so an Legitimation; eine Reform der sozialen Sicherung muß die Zukunft der Erwerbsarbeit mitreflektieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis: ein Auslaufmodell?: Überlegungen zu einem Erklärungsmodell für den Wandel der Beschäftigungsformen (1998)

    Hoffmann, Edeltraud; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (1998): Normalarbeitsverhältnis: ein Auslaufmodell? Überlegungen zu einem Erklärungsmodell für den Wandel der Beschäftigungsformen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 409-425.

    Abstract

    In dem Beitrag wird untersucht, welche Faktoren hinter der Dynamik des Wandels der Erwerbsformen stehen. Ausgangspunkt der Überlegungen sind die rechtlichen Möglichkeiten der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses. Es besteht - wie dargelegt wird - aus einer Vielzahl von gestaltbaren Merkmalen. Diese können in sehr unterschiedlicher Weise von Regulierungen betroffen sein. Regulierungen sorgen für eine spezifische Verteilung von Handlungsmöglichkeiten: Sie eröffnen bzw. beschränken in unterschiedlichem Umfang die Optionen von Unternehmen und Arbeitnehmern. Nach den theoretischen Betrachtungen wird im dritten Abschnitt anhand von Auswertungen des Mikrozensus beleuchtet, ob aus empirischer Sicht das Normalarbeitsverhältnis wirklich - wie oft behauptet - schon als Auslaufmodell zu bezeichnen ist. Schießlich werden erste vornehmlich qualitative Überlegungen zu den möglichen Bestimmungsfaktoren des Wandels der Beschäftigungsformen angestellt. Diskutiert werden die Wirkung von Veränderungen rechtlicher Regelungen (z. B. die Deregulierungsinitiativen seit 1985), der betrieblichen Personalpolitik, des Angebotsverhaltens der Arbeitnehmer und schließlich der Einfluß der jeweiligen Arbeitsmarktlage. "Auf der Basis der bisherigen Befunde und Überlegungen scheinen für den Wandel der Erwerbsformen zwei Szenarien denkbar: 1. Zunehmender Bedeutungsverlust des Normalarbeitsverhältnisses (durch noch mehr Vielfalt der Beschäftigungsformen), 2. Reform des Normalarbeitsverhältnisses (z. B. durch Senkung der Sozialversicherungsbeiträge) mit der Folge einer Bremsung der Auflösungserscheinungen." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Normalarbeitsverhältnis und Geschlechterordnung (1998)

    Holst, Elke; Maier, Friederike;

    Zitatform

    Holst, Elke & Friederike Maier (1998): Normalarbeitsverhältnis und Geschlechterordnung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 506-518.

    Abstract

    "Produktion und Reproduktion in einer Gesellschaft, ihre Arbeits- und Sozialordnung sowie die gesamtgesellschaftlichen Arrangements in Familie und Erwerbsarbeit basieren auf einem mehr oder weniger explizit formulierten 'Gesellschaftsvertrag' (social contract). Der jeweilige 'social contract' hat in der Regel zwei Bestandteile: einen 'Geschlechtervertrag' (gender contract) und einen 'Erwerbsvertrag' (employment contract). In der Bundesrepublik Deutschland werden Geschlechtervertrag und Erwerbsvertrag im allgemeinen mit zwei Schlagworten charakterisiert: 'männlicher Familienernährer' oder 'Versorger-/Hausfrauenehe' und 'Normalarbeitsverhältnis'. Beide Konstrukte beinhalten, daß das Normalarbeitsverhältnis für Frauen, insbesondere Mütter, keine Gültigkeit haben sollte. Dieser Beitrag geht der Frage nach, inwieweit diese gesellschaftlichen Konstrukte noch der Realität auf den Arbeitsmärkten und in den Familien entsprechen, ob veränderte Muster wie die Versorgerehe mit Zuverdienst der Ehefrauen, die in Arbeitsverhältnissen außerhalb des Normalarbeitsverhältnisses beschäftigt sind, sich als neue Arrangements stabil entwickeln werden. Illustriert werden ferner die Folgen der begrenzten Integration der Frauen in das Beschäftigungssystem an Hand der geringfügigen Beschäftigung, die stark expandiert ist und wie Teilzeitarbeit insgesamt das traditionelle Geschlechterverhältnis 'modernisiert'. Am Ende des Beitrages wird darauf hingewiesen, daß die Tatsache, daß Frauen die idealen Arbeitskräfte für flexibilisierte und deregulierte Arbeitsverhältnisse zu sein scheinen, nicht bedeutet, daß die neuen Arbeitsverhältnisse egalitäre Geschlechterkontrakte befördern können. Aus einer möglichen Erosion des Normalarbeitsverhältnisses für Männer erwächst keine für beide Geschlechter solidarische Neudefinition des Normalarbeitsverhältnisses - erforderlich ist die bewußte Umgestaltung der Verhältnisse in Beruf und Familie in Richtung Doppelverdiener/Doppelversorger mit egalitärer Verteilung der Erwerbs- und Hausarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen