Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt (2002)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 15/2002), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Trotz erheblicher methodischer Probleme aufgrund der veränderten Erfassung der Berufsabschlüsse seit dem Mikrozensus 1999 legt das IAB in dem Kurzbericht neue Rechenergebnisse zu den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten bis zum Jahr 2000 vor. Es wird festgestellt, dass Ungelernte nach wie vor das höchste Risiko tragen, arbeitslos zu werden und zu bleiben. Insgesamt haben fast 40 Prozent der Arbeitslosen keinen beruflichen Abschluss. Bei Personen mit Hoch- und Fachhochabschluss kann dagegen von Vollbeschäftigung gesprochen werden. Auch die Arbeitslosenquoten der mittleren Qualifikationsebene liegen unterhalb des Durchschnitts. Allgemein ist zu beobachten, dass das Arbeitsmarktrisiko stärker vom beruflichen Abschluss als vom Geschlecht bestimmt ist. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975 bis 2000 (alte Länder und Berlin-West)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975 bis 2000 (Frauen / Männer, alte Länder und Berlin-West)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2000 (Frauen / Männer, neue Länder und Berlin-Ost)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2000 (neue Länder und Berlin-Ost)
- Veränderung der Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahlen zwischen 1991 und 2000 (nach Qualifikationsebenen und Geschlecht)
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Literaturhinweis
Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (2002)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (IAB-Werkstattbericht 04/2002), Nürnberg, 35 S.
Abstract
Zuverlässige Informationen über die Arbeitslosigkeitsrisiken unterschiedlicher Qualifikationsgruppen sind besonders wichtig, weil sie Anhaltspunkte für politische Gegenmaßnahmen bieten. Das IAB hat die entsprechenden Zahlen zuletzt bis zum Jahr 1998 veröffentlicht. Die Fortschreibung der Zeitreihen wird jedoch durch methodische Probleme erschwert, die mit geänderten Erfassungsmethoden von Berufsabschlüssen im Mikrozensus zusammenhängen. Der Werkstattbericht geht auf diese Probleme und die notwendigen Bereinigungsverfahren ein und stellt dann die Berechnungsergebnisse bis 2000 vor. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus; -
Literaturhinweis
Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich (2002)
Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram; Bonin, Holger ; Haisken-DeNew, John; Zimmermann, Klaus F. ; Brenke, Karl;Zitatform
Schneider, Hilmar, Klaus F. Zimmermann, Holger Bonin, Karl Brenke, John Haisken-DeNew & Wolfram Kempe (2002): Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich. (IZA research report 05), Bonn, 82 S.
Abstract
"Arbeitssuchende, die am Markt nur einen relativ geringen Lohn erzielen können, sehen sich zunehmenden Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt ausgesetzt. Vor allem gering Qualifizierte und Ältere weisen eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf. Häufig wird in der Förderung eines Niedriglohnbereichs die Chance gesehen, Arbeit und Erwerbseinkommen für die Problemgruppen bereit zu stellen.
Im Hinblick auf technischen Wandel und internationalen Wettbewerb sind die Arbeitskosten gering qualifizierter Arbeit tendenziell zu hoch. Eine Unterstützung der Nachfrageseite durch staatliche Hilfen kann dazu beitragen, Zeit für Anpassungsreaktionen zu gewinnen, so dass sich nach einer Übergangszeit ein Niedriglohnbereich etabliert, der auf Dauer rentabel ist und keiner Stützung mehr bedarf.
Als wichtiges Hemmnis für die Beschäftigungsfähigkeit von gering Qualifizierten und Älteren kann ebenso das System der sozialen Sicherung angesehen werden. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist für Personen relativ unattraktiv, deren am Markt erzielbare Löhne nicht hinreichend weit über ihrem Transferanspruch aus Arbeitslosenunterstützung oder Sozialhilfe liegen. Das verfügbare Einkommen steigt durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nur unwesentlich an, da das Erwerbseinkommen fast vollständig auf die Transferansprüche angerechnet wird. Eine gezielte staatliche Förderung wird als ein Weg betrachtet, die bei Erwerbsaufnahme geltenden hohen Anrechnungsregeln des Transfersystems zu modifizieren und deutliche Einkommenssteigerungen zu bewirken. Darüber hinaus kann auf diese Weise der Anreiz zur Ausübung von Schwarzarbeit reduziert werden.
Das IZA hat in einem Gutachten für die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Modellvorschlag untersucht, der im Sinne eines dualen Konzepts eine Stimulierung sowohl der Angebots- als auch der Nachfrageseite des Arbeitsmarkts vorsieht. Insofern unterscheidet sich dieses Konzept von den derzeit in der Diskussion oder Erprobung befindlichen Kombilohn-Vorschlägen. Zum einen sollen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage durch eine die Lohnnebenkosten senkende Förderung der Beiträge zur Sozialversicherung erhöht werden. Zum anderen ist eine spezielle Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen in Form steuerlicher Begünstigungen vorgesehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kombilohn: Die Magdeburger Alternative (2002)
Zitatform
Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2002): Kombilohn: Die Magdeburger Alternative. (Universität Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Diskussionspapiere 18), Magdeburg, 15 S.
Abstract
'Arbeit muss sich wieder lohnen, will man die arbeitsfähigen Hilfebedürftigen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren', so die Idee, die hinter dem Mainzer Kombilohnmodell steht. Auch beim dem 'Münchener Modell' (Ifo-Vorschlag) wird auf eine Subvention des Nettolohnes abgestellt, doch sind die Anreizwirkungen wesentlich höher. Die Autoren gehen davon aus, dass beide Modelle auf einer falschen Diagnose der Arbeitsmarktmisere gründen, weil übersehen wird, dass die Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Menschen in Deutschland Ursachen auf beiden Seiten des Marktes hat: Die Angebotsseite hat ein Anreizproblem und die Nachfrageseite ist mit zu hohen (Mindest-) Bruttolohnkosten konfrontiert. Ein Kombilohnmodell kann in Deutschland deshalb nur dann zu einer spürbaren Wiederbelebung des Arbeitsmarktes für Geringqualifizierte führen, wenn es Arbeit einerseits wieder attraktiv und andererseits billiger macht. Hierauf setzt die Magdeburger Alternative. Diese beruht auf einem 4-Punkte-Plan: 1. Bruttolohnsubvention in Höhe der Sozialversicherung; 2. Besteuerung des Nichtstuns für die, die nicht arbeiten wollen; 3. Maßnahmen, um eine Verdrängung von Beschäftigten auf regulären Arbeitsplätzen zu verhindern, sowie 4. die unbefristete Hilfe zur Arbeit (Lohnsubvention). Es wird dafür plädiert, dass als flankierende Maßnahmen neben der Reform der Arbeitsverwaltung und dem Einsatz kommunaler Beschäftigungsgesellschaften im nicht tariflich geregelten Raum zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden sollen. (IAB)
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Literaturhinweis
Aktivierende Sozialhilfe: Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum (2002)
Zitatform
Sinn, Hans-Werner, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel & Martin Werding (2002): Aktivierende Sozialhilfe: Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 55, H. 9, S. 1-52.
Abstract
"Der Sozialstaat wurde geschaffen, die Fehlfunktionen des Arbeitsmarktes zu korrigieren und mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen, als es der Markt vermag. Aber der Sozialstaat trägt seinerseits zu den sichtbaren Defekten des Arbeitsmarktes bei. Besonders problematisch ist die heutige Sozialhilfe, weil sie eine feste Lohnuntergrenze in das Tarifsystem einzieht. Kaum jemand ist bereit, zu einem Lohn unterhalb der Sozialhilfe zu arbeiten. Andererseits stellt kein Unternehmen jemanden ein, dessen Lohn höher ist als die Wertschöpfung, die er zu leisten vermag. Arbeitslosigkeit im Niedriglohnbereich ist die Folge. Das ifo Institut zeigt einen Weg auf, die problematischen Implikationen der Sozialhilfe zu vermeiden und den Arbeitsmarkt im Niedriglohnbereich wieder funktionsfähig zu machen. Im Wesentlichen geht es darum, denjenigen, die durch ihre eigene Arbeit kein hinreichendes Einkommen verdienen können, durch Lohnergänzungsleistungen statt durch Lohnersatzleistungen zu helfen. Die Bedingung für die staatliche Hilfe ist also, dass man gemäß der eigenen Leistungsfähigkeit selbst einen Beitrag leistet. Die Bedingung ist nicht mehr, wie es heute der Fall ist, dass man sich aus dem regulären Arbeitsmarkt zurückzieht. Durch diese Änderung der Bedingung für staatliche Hilfe kämen die Löhne im Niedriglohnbereich ins Rutschen, und es würde für Unternehmen und private Haushalte attraktiv, neue Jobs zu schaffen. Der Vorschlag ist so austariert, dass für den Staat keine zusätzliche Lasten entstehen und dass ehemalige Sozialhilfeempfänger trotz der Lohnsenkung bereits bei einer Halbtagsbeschäftigung in der Summe aus selbst verdientem Lohn und staatlicher Unterstützung mehr Einkommen erzielen, als sie heute an Sozialhilfe erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Mainzer Kombilohn-Modell zur Verbesserung von Arbeitsanreizen - ein Placebo für gering Qualifizierte? (2002)
Spermann, Alexander;Zitatform
Spermann, Alexander (2002): Das Mainzer Kombilohn-Modell zur Verbesserung von Arbeitsanreizen - ein Placebo für gering Qualifizierte? In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 52, H. 2, S. 189-198.
Abstract
Der Beitrag ist Teil des Wirtschaftspolitischen Forums "Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt: Reformvorschläge in der Diskussion". Der Autor kritisiert, dass das Mainzer Kombilohn-Modell administrativ sehr aufwändig und die Anreizwirkung wenig durchdacht ist. Er schlägt stattdessen einen zeitlich befristeten Verzicht auf Sozialabgaben im Niedrigeinkommensbereich vor. Diese Lösung wäre unbürokratischer und damit kostengünstiger bei gleichen finanziellen Anreizeffekten. (IAB)
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Literaturhinweis
Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand: Gutachten (2002)
Wahl, Stefanie; Hefele, Peter;Zitatform
Wahl, Stefanie (2002): Möglichkeiten und Grenzen der Verbesserung der Beschäftigungslage Geringverdienender durch die Übernahme ihrer Sozialversicherungsbeiträge durch die öffentliche Hand. Gutachten. Bonn, 53 S.
Abstract
Im dem Gutachten wird geprüft, welche Beschäftigungseffekte eine staatliche Breitenförderung unterdurchschnittlich produktiver Tätigkeiten haben könnte. Diese Prüfung erfolgt anhand von zwei Modellen mit zwei Szenarien und in drei Varianten. Hierbei übernimmt der Staat entweder die Sozialbeiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung oder nur die Sozialbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung entweder in vollem Umfang oder degressiv abnehmend bei monatlichen Bruttoentgelten zwischen 625 und 1.250 Euro bzw. 835 und 1.670 Euro. Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit und die Eindämmung von Schwarzarbeit durch die Übernahme der Sozialbeiträge durch den Staat im Niedriglohnbereich die öffentlichen Haushalte erheblich belasten. Das gilt unabhängig von Modell, Szenario und Variante. Auch werden mögliche Nebenwirkungen dieser Vorgehensweise negativ zu bewertet. Als deutlich kostengünstigere Alternative wird vorgeschlagen, durch entsprechende Umstrukturierungsmaßnahmen die durchschnittliche Vermittlungsdauer von Arbeitslosen von derzeit 35 Wochen um ein bis zwei Wochen zu verkürzen. Eine Verkürzung der Vermittlungsdauer um nur eine Woche vermindert die Zahl der Arbeitslosen um rund 100.000. (IAB)
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Literaturhinweis
Kombilohn - ein neuer Weg zu mehr Beschäftigung? (2002)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2002): Kombilohn - ein neuer Weg zu mehr Beschäftigung? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 82, H. 2, S. 82-91.
Abstract
"Von der Politik wird gegenwärtig das Mainzer Modell favorisiert. Ab 1.1.2002 wurde es auf ganz Rheinland-Pfalz ausgedehnt, vorgesehen ist inzwischen eine darüber hinausgehende Ausweitung auf das gesamte Bundesgebiet ab 1.3.2002." Der Autor setzt sich mit den Ursachen der Arbeitslosigkeit auseinander und zeigt Ansatzpunkte im Niedriglohnsektor auf. Er geht der Frage nach, ob Lohnsubventionierung ein geeignetes Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist. Im Fazit wird deutlich, dass eine stärkere Lohndifferenzierung zur Erschließung arbeitsintensiver Produkte und Dienstleistungen beitragen kann. "Würde diese realisiert, könnten sich zumindest für den leistungsfähigeren Teil der wettbewerbsschwächeren Arbeitnehmer Einstiegs- und Dauerpositionen ergeben. Gleichzeitig soll aber - anders als in den USA - Niedriglohnarmut unter Geringverdienern vermieden sowie fiskalische Risiken mit Blick auf die mittel- und längerfristig notwendige Konsolidierung öffentlicher Haushalte erst gar nicht entstehen. Dadurch kommt es zu einem nur schwer auflösbaren Zielkonflikt: Großzügige Hilfe- und Lohnersatzleistungen auf der einen Seite und wirksame Arbeitsanreize auf der anderen Seite sind mit Blick auf die Erschließung eines niedrig produktiven Beschäftigungssektors inkompatible Ziele. Um den Zielkonflikt zumindest zu entschärfen, erscheint ein beschäftigungsorientierter Umbau des Steuer- und Transfersystem unumgänglich, bei dem folgende Eckpunkte zu berücksichtigen wären:
-Verkleinerung des zu groß gewordenen Keils zwischen Arbeitskosten und Nettolohn durch weitere Steuer- und Abgabesenkungen;
-striktere Ausrichtung der Transferleistungen an Bedürftigkeitskriterien in Kombination mit
-wirksamen Anreizen zu einer noch stärkeren Eigenverantwortung in der sozialen Sicherung. Eine solche Reform würde einen Beitrag dazu leisten können, die Tarifpolitik von verteilungspolitischen Aufgaben zu entlasten und damit Voraussetzungen für eine behutsame Lohnspreizung nach unten zu schaffen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (2002)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2002): Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (Gesprächskreis Arbeit und Soziales), Bonn, 64 S.
Abstract
"Die Expertise gliedert sich wie folgt: Im Anschluss an eine kurze Analyse der Arbeitsmarktsituation von formal gering Qualifizierten (Teil 2) wird in Teil 3 analysiert, welche Personen im Allgemeinen als Zielgruppe von Kombilöhnen angesehen werden. In Teil 4 werden sowohl vorliegende Vorschläge zur Förderung der Beschäftigung dieser Gruppen als auch die laufenden Modellversuche und Programme skizziert und eine Zwischenbilanz der bisherigen Erfahrungen gezogen. In Teil 5 wird gezeigt, dass vermeintlich 'einfache' Dienstleistungen bei genauerer Betrachtung oftmals keineswegs nur geringe Qualifikationsanforderungen stellen. Im abschließenden Teil 6 wird anknüpfend an die voran gegangenen Ausführungen dafür plädiert, von der Hoffnung auf einfache Lösungen Abstand zu nehmen. Nicht Kombilöhne mit der Gießkanne, sondern umfassende bildungspolitische Anstrengungen sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland - eingebettet in ein Bündel wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Ausweitung der Beschäftigung insgesamt. Hiervon könnten auch formal gering Qualifizierte profitieren. Kurzfristig geht an differenzierten Wiedereingliederungsstrategien, die auf eine Kombination von Profiling und Entwicklungsplänen mit der Nutzung unterschiedlicher arbeitsmarktpolitischer Instrumente setzen, kein Weg vorbei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hauswirtschaftliche Dienstleistungspools als Instrument der Beschäftigungsförderung: G.I.B.-Modell für einen flächendeckenden Auf- und Ausbau von Dienstleistungsagenturen in Deutschland (2002)
Abstract
"Immer wieder geraten seit einigen Jahren die privaten Haushalte ins Blickfeld, wenn es um die Erschließung neuer und zusätzlicher regulärer Beschäftigungsmöglichkeiten geht. Allerdings haben die vielfältigen und kontroversen Diskussionen und Vorschläge bislang noch keine breitenwirksame praktische Umsetzung erfahren. In Anlehnung an die bisherigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Dienstleistungsagenturen in NRW hat die G.I.B. zwei Modelle entwickelt, die neben einer eher makroökonomischen Betrachtungsweise insbesondere auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Dienstleistungsagentur sowie die Sichtweisen und Interessen der nachfragenden Haushalte und der zu beschäftigenden ArbeitnehmerInnen in den Vordergrund rücken."
Das Dokument besteht aus zwei Teilen:
Teil I: Hauswirtschaftliche Dienstleistungspools als Instrument der Beschäftigungsförderung
1. Bisherige Vorschläge und Modellprojekte
2. Wirtschaftliche Tragfähigkeit und Wirksamkeit der Modellprojekte
3. IZA-Studie als Grundlage für weitergehende Ansätze
4. Von der Modellrechnung zur Praxis
Teil II: G.I.B.-Modell für einen flächendeckenden Auf- und Ausbau von Dienstleistungsagenturen in Deutschland
1. Vorbemerkungen
2. Prämissen für den erfolgreichen Aufbau von Dienstleistungsagenturen
2.1 Berechnungsmodelle für eine Dienstleistungsagentur
2.1.1 Modell 1: Dienstleistungsagentur mit Sozialversicherungszuschuss für den Arbeitgeber und Betriebskostenzuschuss pro Dienstleistungsstunde
2.1.2 Modell 2: Dienstleistungsagentur mit Sozialversicherungszuschuss für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer sowie einem Betriebskostenzuschuss pro Dienstleistungsstunde
3. Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Anlagen
Die acht Anlagen enthalten ausführliche Kalkulationen und Berechnungen zu den Dienstleistungsagenturen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Mehr Beschäftigung durch niedrige Löhne?: Niedriglohnstrategien zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit aus frauenpolitischem Blickwinkel (2002)
Zitatform
(2002): Mehr Beschäftigung durch niedrige Löhne? Niedriglohnstrategien zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit aus frauenpolitischem Blickwinkel. In: Informationen zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik H. 2, S. 1-25.
Abstract
Das Diskussionspapier beleuchtet aus gewerkschaftlicher und frauenpolitischer Sicht die vorliegenden Vorschläge und Strategien für eine Bewältigung der Beschäftigungsprobleme über einen Niedriglohnbereich. Es wird argumentiert, dass die Niedriglohnstrategien keineswegs das Problem der Arbeitslosigkeit insgesamt lösen können und zudem von falschen Grundannahmen ausgehen. Überlegungen zur Senkung des Sozialhilfeniveaus berücksichtigen nicht, dass die betroffenen angeblich unqualifizierten Tätigkeiten in erster Linie Frauenarbeitsplätze sind sowie Arbeitsdienste der sozialen Dienste mit hoher Qualifikation. Die Bewertung personenbezogener und sozialer Dienstleistungen hängt mit der gesellschaftlichen Akzeptanz zusammen. Es ist ferner zu befürchten, dass bei einer Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe nicht nur der Druck auf die Leistungebezieher und -bezieherinnen steigt, sondern mit weiteren Einschnitten in die Sozialsysteme zu rechnen ist. Neuere Studien belegen, dass niedrige Löhne wegen fehlender Binnennachfrage eine Wachstumsbremse darstellen können. (IAB)
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Literaturhinweis
Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit (2002)
Zitatform
(2002): Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit. (BMWi-Dokumentation 512), Berlin, 63 S.
Abstract
Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie diskutiert Möglichkeiten der Umgestaltung der sozialen Schutzsysteme des Sozialstaats, speziell der staatlichen Sozialhilfe. Als ihr Problem wird der Effekt benannt, dass leistungsschwächeren Mitgliedern der Gesellschaft der Weg in den Arbeitsmarkt erschwert wird, weil der mit der Arbeitsaufnahme verbundene Wegfall der Leistungen wie eine Bestrafung der Arbeitsaufnahme wirke und weil die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Arbeitsplätzen insbesondere für gering Qualifizierte durch die staatlichen Alternativeinkünfte behindert werde, da diese zu allzu hohen Anspruchslöhnen der Betroffenen führten. Unter Berücksichtigung von Erfahrungen deutscher Modellversuche und aus den angelsächsischen Ländern werden Vorschläge für eine Modifizierung der staatlichen Sozialhilfe und für eine Förderung der Beschäftigung im Bereich der gering qualifizierten Arbeit unterbreitet. (IAB)
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Literaturhinweis
Minimum wages and on-the-job training (2001)
Zitatform
Acemoglu, Daron & Jörn-Steffen Pischke (2001): Minimum wages and on-the-job training. (IZA discussion paper 384), Bonn, 45 S.
Abstract
"Becker's theory of human capital predicts that minimum wages should reduce training investments for affected workers because they prevent these workers from taking wage cuts necessary to finance training. In contrast, in noncompetitive labor markets, minimum wages tend to increase training of affected workers because they induce firms to train their unskilled employees. We provide new estimates on the impact of the state and federal increases in the minimum wage between 1987 and 1992 on the training of low wage workers. We find no evidence that minimum wages reduce training, and little evidence that they tend to increase training. We therefore develop a hybrid model where minimum wages reduce the training investments of workers who were taking wage cuts to finance their training, while increasing the training of other workers. Finally, we provide some evidence consistent with this hybrid model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Are the unskilled hurt by biased technological change?: some qualifications from a general equilibrium perspective (2001)
Zitatform
Beissinger, Thomas & Joachim Möller (2001): Are the unskilled hurt by biased technological change? Some qualifications from a general equilibrium perspective. (Regensburger Diskussionsbeiträge zur Wirtschaftswissenschaft 353), Regensburg, 12 S.
Abstract
Ein Zwei-Sektoren-Modell mit Lohnfindung auf unvollkommenen Arbeitsmärkten wird von den Autoren herangezogen, um die allgemein verbreitete Auffassung, niedrigqualifizierte Arbeitskräfte seien grundsätzlich die Verlierer von Auswirkungen technischen Wandels auf die Qualifikationsstruktur der Arbeitskräftenachfrage in Frage zu stellen. Auf der Grundlage der allgemeinen Gleichgewichtstheorie zeigen sie, dass Niedrigqualifzierte auf zwei Wegen sogar indirekt vom technischen Wandel profitieren können: Zum einen durch einen Anstieg der aggregierten Nachfrage und zum anderen durch eine Verringerung des Lohndrucks infolge einer Senkung des aggregierten Preisniveaus. Negative Beschäftigungseffekte für Niedrigqualifzierte sind nur bei einer solidaristischen Lohnpolitik zu erwarten, die darauf zielt, diese an den Produktivitätsgewinnen der Hochqualifzierten teilhaben zu lassen. Zudem legen die Ergebnisse nahe, dass die Hypothese der Auswirkungen technischen Wandels auf die Qualifikationsstruktur der Arbeitskräftenachfrage nicht ausreicht, um das Sinken der Reallöhne niedrigqualifizierter Arbeitskräfte zu erklären. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten (2001)
Christensen, Björn;Zitatform
Christensen, Björn (2001): Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 4, S. 506-514.
Abstract
"Die Studie untersucht die Gründe für die Unterschiede in der Mismatch-Arbeitslosigkeit zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen in Westdeutschland. Speziell werden dabei mögliche Ursachen für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifiziertem mit einem überproportionalen Anstieg in den achtziger und neunziger Jahren näher analysiert. Da per Definition für die Gruppe der geringqualifizierten Arbeitslosen formale Qualifikationsanforderungen keine Entrittsbarrieren in den Arbeitsmarkt darstellen können, kann qualifikationsspezifisches Mismatch als Ursache ausgeschlossen werden. Des Weiteren finden sich keine überzeugenden Hinweise auf messtechnische Gründe für diese Entwicklung. So können Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf regionales Mismatch, die Meldequote oder die Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt als mögliche Auslöser für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten verworfen werden. Hingegen liegen Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf arbeitsmarktrelevante Persönlichkeitsmerkmale und insbesondere auf lohnbedingtes Mismatch vor. Sozial-qualifikatorische und lohnbedingte Faktoren stellen somit die plausibelsten Erklärungen für das hohe Mismatch und seine Entwicklung innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires (2001)
Zitatform
Crépon, Bruno & Rozenn Desplatz (2001): Une nouvelle évaluation des effets des allégements de charges sociales sur les bas salaires. In: Economie et Statistique H. 348, S. 3-24.
Abstract
"Die 1993 getroffenen Maßnahmen zur Absenkung der Sozialabgaben auf Niedriglöhne wurden in den Jahren 1995 und 1996 derart weiterentwickelt, dass sie heute ein zentrales Instrument der Beschäftigungspolitik darstellen. Anhand von Unternehmensdaten wird erstmals eine Ex-post-Bewertung des Effekts der Absenkung der Sozialabgaben auf die Beschäftigung vorgeschlagen, insbesondere der bedeutenden Ausweitung der anfänglichen Maßnahmen in den Jahren 1995 und 1996. Mit den Informationen über die Verteilung der Löhne innerhalb der Unternehmen im Jahre 1994 lässt sich für jedes Unternehmen die Ex-ante-Senkung der Arbeitskosten im Zusammenhang mit dieser Ausweitung errechnen. Danach erfolgt eine Bewertung durch Vergleich der Entwicklung in den Jahren 1994 und 1997 der Beschäftigung und der anderen Leistungen je nach Unternehmen, die diese Maßnahmen ex ante unterschiedlich in Anspruch nahmen. Zwischen 1994 und 1997 konnten durch die Absenkungen der Sozialabgaben zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Beschäftigtenzahl wuchs dadurch in der Industrie um 2.6% und im tertiären Sektor um 3,4%; demnach konnten dank diesen Maßnahmen in der Wirtschaft zwischen 1994 und 1997 460 000 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden. Bei der Hälfte dieser Stellen würde es sich um nicht qualifizierte Arbeitsplätze handeln. Erklären lässt sich diese Schaffung von Arbeitsplätzen durch die erheblichen Substitutionen von qualifizierten Arbeitnehmern durch nicht qualifizierte Arbeitnehmer sowie in geringerem Maße von Kapital durch Arbeit. Dies bestätigt auch die oftmals vertretene Auffassung, dass die in diesem Zeitraum beobachtete Zunahme der Beschäftigungsintensität des Wachstums auf die Absenkungen der Sozialabgaben auf Niedriglöhne zurückzuführen sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Geringqualifizierten in Deutschland und Dänemark (2001)
Zitatform
Emmerich, Knut, Edeltraud Hoffmann & Ulrich Walwei (2001): Die Beschäftigung von Geringqualifizierten in Deutschland und Dänemark. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 47, H. 4, S. 362-377.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich vorrangig mit der Beschäftigungsentwicklung und den Rahmenbedingungen des dänischen Arbeitsmarktes. Die Autoren ziehen folgendes Fazit: "Die aktive Arbeitsmarktpolitik hat nur eingeschränkte Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Geringqualifizierter zu gestalten. Der Erfolg arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Geringqualifizierte wird jedoch maßgeblich durch die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes bestimmt. Lohnkostenzuschüsse können beispielweise eine stärkere Lohndifferenzierung nicht ersetzen, da sie zeitlich befristet sind und deshalb das Einstellungsverhalten der Betriebe nicht auf Dauer beeinflussen bzw. ändern. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen trägt die Arbeitsmarktpolitik zwar zu einer erhöhten Anpassungsfähigkeit und mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt bei. Zur Lösung des Beschäftigungsproblems Geringqualifizierter wird dies aber nicht genügen - nicht zuletzt auch deshalb, weil Qualifizierung auf Grenzen stoßen kann. Bei einer mit Deutschland vergleichbaren formalen Qualifikationsstruktur der Bevölkerung hat das Hochlohnland Dänemark eine im internationalen Vergleich hohe Erwerbstätigenquote Geringqualifizierter realisiert. Der dänische Beschäftigungserfolg erklärt sich durch die auf eine hohe Erwerbsbeteiligung zielende Politik, durch die hohe Flexibilität der Arbeitskosten, die beträchtliche Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt eine Neuorientierung der Finanzpolitik des Staates und durch die auf Aktivierung und Erhaltung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtete Strategie der Arbeitsmarktpolitik." (IAB2)
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Literaturhinweis
Activité réduite: le dispositif d'incitation de l'Unedic est-il incitatif? (2001)
Zitatform
Gurgand, Marc (2001): Activité réduite: le dispositif d'incitation de l'Unedic est-il incitatif? (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 12), Paris, 24 S.
Abstract
"The unemployed who receive benefits are allowed to perceive both benefits and wage income at the same time if they take low paid or short term jobs. They may have turned down such jobs if they had to choose between either benefits only or wages only. We use administrative data to test for the incentive effect of such a scheme. We do not impose any restriction on demand constraints that may be present and we do not quantify the overall effect of the scheme on observed employment rates. We find that the unemployed are sensitive to the financial incentives considered. Effects are large, statistically significant and robust to specification." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kombilöhne in Deutschland: eine systematische Übersicht (2001)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2001): Kombilöhne in Deutschland. Eine systematische Übersicht. (IAB-Werkstattbericht 14/2001), Nürnberg, 58 S.
Abstract
In den letzten Jahren wurden in Deutschland verschiedene Kombilohnmodelle umgesetzt, durch die Arbeitskräfte zur Annahme gering vergüteter Arbeitsplätze motiviert werden sollen. In dem Beitrag wird zunächst die Entwicklung der Arbeitslosigkeit von Personen skizziert, bei denen aufgrund niedriger Stundenentgelte ein eher geringes Verdienstpotenzial vermutet werden kann. Dies betrifft vor allem formal gering qualifizierte Arbeitslose und Langzeitarbeitslose. Anschließend wird die Ausgestaltung bisher umgesetzter Kombilohnmodelle beschrieben. Danach werden Niveau und Struktur der bisherigen Inanspruchnahme behandelt. Im Resümee wird festgestellt, dass es bislang keinen empirischen Beleg dafür gibt, dass eines der skizzierten regional begrenzt umgesetzten Förderkonzepte bei einer flächendeckenden Einführung einen nennenswerten Beitrag zum Aufbau von Beschäftigung leisten könnte. (IAB)
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Literaturhinweis
The working poor in developing countries (2001)
Majid, Nomaan;Zitatform
Majid, Nomaan (2001): The working poor in developing countries. In: International Labour Review, Jg. 140, H. 3, S. 271-291.
Abstract
"In advanced societies with social insurance systems, the 'unemployment rate' rightly captures employment problems. In poor, developing countries lacking social insurance, many people 'work' to survive and support their families, while the 'unemployed' are able to survive while seeking work - hence typically low recorded unemployment rates alongside high poverty rates. This article proposes a methodology to estimate the number of working poor - those who work and belong to poor households. Results suggest that the working-poor population declined in many middle-income countries between 1986 and 1997, but that both declines and increases occurred in a significant number of low-income countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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