Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Das IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
-
Literaturhinweis
Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV: DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland (2006)
Zitatform
(2006): Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV. DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland. (DIHK-Gründerreport), Berlin, 20 S.
Abstract
"Mit dem Gründerreport legt der DIHK jährlich eine Einschätzung der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater aus den 81 IHKs sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice. Insgesamt fußt der DIHK-Gründerreport 2006 auf über 380.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Mit der Untersuchung wird somit ein Großteil des Gründungsgeschehens in Deutschland erfasst. Im Jahr 2005 war die Suche nach einem Ausweg aus der Arbeitslosigkeit das Hauptmotiv zur Existenzgründung in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2006)
Zitatform
(2006): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16(11)77 (10.02.2006)), 50 S.
Abstract
Durch das Gesetz zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung soll das bisher auf die Bauwirtschaft beschränkte Sondersystem der Winterbauförderung weiterentwickelt und in das System des Kurzarbeitergeldes integriert werden. In der Schlechtwetterzeit, von Dezember bis März, soll künftig Saison-Kurzarbeitergeld bei witterungs- oder auftragsbedingtem Arbeitsausfall gezahlt werden. Neben Beschäftigten und Betrieben des Baubereichs können auch andere Wirtschaftsbranchen wie die Land- und Forstwirtschaft, die Baustoffindustrie, das Maler- und Lackiererhandwerk oder das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk von dem Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Die Zusammenstellung enthält die schriftlichen Stellungnahmen folgender eingeladender Verbände und Einzelsachverständiger zum Gesetzesentwurf: 1. Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), 2. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA); 3. Bundesagentur für Arbeit; 4. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufssforschung (IAB): Das IAB äußert sich auf der Basis wissenschaftlicher Befunde vor allem zur Regelmäßigkeit und Erheblichkeit des Arbeitsausfalls, zu möglichen Beschäftigungseffekten, Budgeteffekten und Substitutionsrisiken sowie zu Änderungen der Meldungen zur Statistik der BA. 5. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.; 6. Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.; 7. Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt; 8. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Gelsenkirchen; 9. Sozialpolitische Arbeitsgemeinschaft Steine-Erden; 10. Sabine Graf, Berlin; 11. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut Arbeit und Technik. Außerdem werden folgende schriftliche Stellungnahmen nicht eingeladener Verbände dokumentiert: 12. Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH; 13. Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573 (2006)
Zitatform
(2006): Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/1792 (08.06.2006)), 4 S.
Abstract
Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Auskunft über den Umfang der finanziellen Förderung von Ich-AGs. Diese werden seit dem 1. Januar 2003 durch die Bundesagentur für Arbeit mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Im Februar 2006 lief für die ersten Ich-AGs die dreijährige Förderdauer ab, der Existenzgründungszuschuss wird ab Juli 2006 durch ein neues Förderinstrument abgelöst. Seit der Einführung der Ich-AG wurden insgesamt ca. 380.000 Gründer mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Hierfür wurden von der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 3,03 Mrd. Euro aufgewendet. Am häufigsten gefördert wurden Gründungen in den Wirtschaftszweigen Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, Handel, Reparaturen sowie Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen. Rund 80 Prozent der Geförderten sind rd. 1,5 Jahr nach Gründung weiterhin selbstständig. Hauptgründe für eine Aufgabe der Selbstständigkeit sind Auftragsmangel, Finanzierungsengpässe und familiäre Gründe. (IAB)
-
Literaturhinweis
Fair wages and the co-employment of hired and rented hands: an experimental study (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Colette Friedrich, Werner Güth & Wiebke Kuklys (2005): Fair wages and the co-employment of hired and rented hands. An experimental study. Mannheim, 25 S.
Abstract
"A firm with stochastic demand can rely on hired hands when demand is low and rent additional labour when demand is higher. For high demand this implies the co-employment of hired hands, paid directly by the firm, and of rented hands who are paid by a rental agency. This may cause severe problems if wages differ systematically between hired and rented hands. Will rented hands accept lower wages than hired hands? Or will rented hands demand higher wages as a compensation for flexibility? Fairness norms might play an important role in wage-setting decisions. We will explore theoretically and experimentally possible fairness considerations of the involved parties." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises: an economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting (2005)
Zitatform
Alewell, Dorothea, Katrin Bähring & Kirsten Thommes (2005): Institutional structures of the flexible assignment of personnel between enterprises. An economic comparison of temporary agency work, interim management and consulting. In: Management Revue, Jg. 16, H. 4, S. 475-493.
Abstract
Leiharbeit, Interimsmanagement und Consulting sind drei Formen des flexiblen Personaleinsatzes in Unternehmen, welche hinsichtlich ihrer ökonomischen Struktur zwar mehr oder wenig ähnlich sind, in Deutschland und in verschiedenen Marktsegmenten jedoch unterschiedlichen vertraglichen und rechtlichen Regelungen unterworfen sind. In dem Papier werden die empirischen und institutionellen Aspekte dieser drei Formen aus ökonomischer Sicht betrachtet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Temporary agency employment as a way out of poverty? (2005)
Autor, David; Houseman, Susan;Zitatform
Autor, David & Susan Houseman (2005): Temporary agency employment as a way out of poverty? (Upjohn Institute staff working paper 2005-123), Kalamazoo, 39 S.
Abstract
"The high incidence of temporary agency employment among participants in government employment programs has catalyzed debate about whether these jobs help the poor transition into stable employment and out of poverty. We provide direct evidence on this question through analysis of a Michigan welfare-to-work program in which program participants were randomly allocated across service providers ('contractors') with different job placement practices. We draw on a telephone survey of contractors and on administrative program data linked with wage records data on all participants entering the program over a three-and-a half-year period. Our survey evidence documents a consensus among contractors that temporary help jobs are generally easier for those with weak skills and experience to obtain, but no consensus on whether temporary help jobs confer long-term benefits to participants. Our analysis of the quasiexperimental data introduced in Autor and Houseman (2005) shows that placing participants in either temporary or direct-hire jobs improves their odds of leaving welfare and escaping poverty in the short term. However, we find that only direct-hire placements help reduce welfare dependency over longer time horizons. Our findings raise questions about the incentive structure of many government employment programs that emphasize rapid placement of program participants into jobs and that may inadvertently encourage high placement rates with temporary help agencies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11742 -
Literaturhinweis
Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers?: evidence from random assignments (2005)
Zitatform
Autor, David & Susan N. Houseman (2005): Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers? Evidence from random assignments. (Upjohn Institute staff working paper 05-124), Kalamazoo, 53 S.
Abstract
"A disproportionate share of low-skilled U.S. workers is employed by temporary help firms. These firms offer rapid entry into paid employment, but temporary help jobs are typically brief and it is unknown whether they foster longer-term employment. We draw upon an unusual, large-scale policy experiment in the state of Michigan to evaluate whether holding temporary help jobs facilitates labor market advancement for low-skilled workers. To identify these effects, we exploit the random assignment of welfare-to-work clients across numerous welfare service providers in a major metropolitan area. These providers feature substantially different placement rates at temporary help jobs but offer otherwise similar services. We find that moving welfare participants into temporary help jobs boosts their short-term earnings. But these gains are offset by lower earnings, less frequent employment, and potentially higher welfare recidivism over the next one to two years. In contrast, placements in direct-hire jobs raise participants' earnings substantially and reduce recidivism both one and two years following placement. We conclude that encouraging low-skilled workers to take temporary help agency jobs is no more effective- and possibly less effective-than providing no job placements at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11743 -
Literaturhinweis
Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)
Zitatform
Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.
Abstract
"To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2033 -
Literaturhinweis
Fixed-term employment and job satisfaction: evidence from individual-level data accounting for selectivity bias (2005)
Zitatform
Beckmann, Michael, Andrea Binz & Bernd Schauenberg (2005): Fixed-term employment and job satisfaction. Evidence from individual-level data accounting for selectivity bias. Mannheim, 28 S.
Abstract
"The paper examines the relationship between fixed-term employment and job satisfaction using individual-level data from the German Socio Economic Panel (GSOEP). According to current theoretical debates on this topic, fixed-term employment should be associated with a relative low level of job satisfaction, and the majority of empirical investigations is in line with this prediction. However, none of these studies accounts for the fact that a worker's choice of whether or not to accept a temporary working contract might substantially be driven by individual characteristics and is therefore endogenous. In contrast to prior studies, our preferred model specification explicitly accounts for a potential selectivity bias. The estimation results of our treatment effects model actually indicate a positive connection between fixed-term employment and job satisfaction. Hence, we conclude that job satisfaction on average is not negatively affected by the pure duration of an employment contract, but by individual characteristics, job-related factors, and working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work: how do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? (2005)
Zitatform
Bernhard-Oettel, Claudia, Magnus Sverke & Hans De Wittec (2005): Comparing three alternative types of employment with permanent full-time work. How do employment contract and perceived job conditions relate to health complaints? In: Work and Stress, Jg. 19, H. 4, S. 301-318. DOI:10.1080/02678370500408723
Abstract
"Previous research has found that alternative employment arrangements are associated with both impaired and improved well-being. Since such inconsistencies are likely to derive from the type of employment contract as well as the characteristics of the job, this paper compares permanent full-time work with forms of alternative employment (permanent part-time, fixed-term and on-call work) in order to investigate how different employment contracts and perceptions of job conditions relate to individual well-being. This study contributes to the literature by addressing several questions. Different forms of alternative employment are distinguished and individual background characteristics that might be intertwined with the employment contract are controlled for. Moreover, the scope of this study extends to the effects of perceived job conditions, and possible interactive effects with type of employment are tested. Analyses of questionnaire data from 954 Swedish healthcare workers show that perceptions of the job (job insecurity, job control and demands), but not the type of employment contract, predicted health complaints. However, type of employment interacted with perceptions of job insecurity, in that insecurity was associated with impaired well-being among permanent full-time workers, while no relationship was found for on-call or core part-time employees. Despite the absence of interactions between employment contract and job demands or job control, it can be concluded that knowledge about the relationship between alternative employment arrangements and the well-being of workers can be enhanced when the combined effects of employment contract and job conditions are studied." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Beschäftigung Scheinselbständiger: arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen (2005)
Bisson, Frank; Schwab, Rouven;Zitatform
Bisson, Frank & Rouven Schwab (2005): Beschäftigung Scheinselbständiger. Arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 60, H. 5, S. 276-280.
Abstract
"In der Praxis spielt die Beschäftigung von freien Mitarbeitern eine große Rolle. Die Vorteile einer solchen Beschäftigung liegen auf der Hand: Mangels Arbeitsverhältnisses ist der Unternehmer weder zur Abführung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung noch zur hälftigen Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge verpflichtet, und die Versteuerung des Entgelts ist Sache des freien Mitarbeiters. Dennoch ist Vorsicht geboten: Oft liegt entgegen der anders lautenden Bezeichnung und des entgegenstehenden Willens der Beteiligten ein Arbeitsverhältnis vor. Nach In-Kraft-Treten verschiedener Änderungen auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts zeigt dieser Beitrag, welche Kriterien bei der Abgrenzung von freier Mitarbeit und Arbeitsverhältnis maßgeblich sind. Darüber hinaus gehen die Verfasser nachfolgend auf die Risiken des Arbeitgebers bei der Beschäftigung von Scheinselbständigen, insbesondere aus Sicht des Straf- und Steuerrechts, ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Türöffner Zeitarbeit?: Kompetenz und Erwerbsverlauf in der Praxis der Leiharbeit (2005)
Bolder, Axel; Naevecke, Stefan; Schulte, Sylvia;Zitatform
Bolder, Axel, Stefan Naevecke & Sylvia Schulte (2005): Türöffner Zeitarbeit? Kompetenz und Erwerbsverlauf in der Praxis der Leiharbeit. (Soziale Chancen 03), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 173 S.
Abstract
Zur Analyse der Entwicklung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven von Leiharbeitnehmern wurden alle drei beteiligten Personengruppen ins Auge gefasst, die Nutzer von Zeitarbeit, die gleichzeitig potentielle Anbieter unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse sind, die Zeitarbeitsunternehmen und die Leiharbeitnehmer selbst. Deren bildungs- und erwerbsbiographische Erfahrungen mit Leiharbeit werden in Form von 12 Fallbeispielen vorgestellt. Es wird von einigen positiven und ambivalenten Einschätzungen der Leiharbeit berichtet, die vor allem mit einem instrumentellen Erwerbstätigkeitsbezug und der Bedrohung durch Arbeitslosigkeit einhergehen. Die negativen Bewertungen überwiegen jedoch bei weitem; in extrem negativen Bilanzen wird Leiharbeit als Sklavenhandel beschrieben. Aus diesen Bewertungen wird gefolgert, dass Leiharbeit nicht als "Türöffner" zu betrachten ist: "Allenfalls in Ausnahmefällen führt Zeitarbeit zu Beschäftigung im Segement des ersten Arbeitsmarktes; im Regelfall verstetigt Zeitarbeit verunsicherte Beschäftigungsperspektiven. Und allenfalls in Ausnahmefällen, am ehesten wohl noch bei Wiedereinsteigern, kann von Kompetenzentwicklung in und durch Zeitarbeit ausgegangen werden; im Regelfall findet kontinuierliche Dequalifizierung gegebenenfalls vorhandener Qualifikationsniveaus statt." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Overworked Britons?: part-time work and work-life balance (2005)
Bonney, Norman;Zitatform
Bonney, Norman (2005): Overworked Britons? Part-time work and work-life balance. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 391-401.
Abstract
Besonders lange Arbeitszeiten gelten als typisch für Großbritannien. Wirtschaft, Regierung und Wissenschaft gehen gemeinsam davon aus, dass es notwendig ist, mit der Kultur der langen Arbeitszeiten zu brechen, um Arbeitsleben und Familienleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Annahme überlanger Arbeitszeiten für Großbritannien falsch ist. Die wöchentliche Arbeitszeit in Großbritannien entspricht dem EU-Durchschnitt und internationalen Standards. Diese Diskrepanz kommt dadurch zustande, dass Teilzeitarbeitsplätze bei der Berechnung der Arbeitszeiten in Großbritannien im allgemeinen nicht mit einbezogen werden. Dies bedeutet, das 20 Prozent der Beschäftigten - vor allem Frauen - hierbei unberücksichtigt bleiben. Seit 1960 ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Großbritannien kontinuierlich gestiegen, und immer mehr Menschen sehen darin die Möglichkeit, Arbeit und familiäre Verpflichtungen, wie z.B. Kinderbetreuung, in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Der hohe Anteil an Teilzeitarbeit in Großbritannien wird positiv bewertet, denn er ermöglicht einem größeren Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung, und hier besonders Müttern mit kleinen Kindern, eine kontinuierliche Teilhabe am Arbeitsprozess. (IAB)
-
Literaturhinweis
Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? (2005)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2005): Befristete und andere "atypische" Beschäftigungsverhältnisse: Wird der Arbeitsmarkt funktionsfähiger? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 305-324.
Abstract
"Der Einfluss atypischer Arbeit auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes hängt von der Art ihrer Nutzung ab. In der Arbeit definieren wir zunächst drei Nutzungsmotive: die Anpassung an Schwankungen der Geschäftstätigkeit, die Verbesserung der Personalauswahl durch die Verlängerung von Probezeiten und die Substitution unbefristeter Arbeit aus Kostengründen. Wir diskutieren, welche Effizienzwirkungen diese Nutzungsarten haben. Für jedes Motiv lassen sich in der theoretischen Betrachtung mögliche Effizienzgewinne, aber auch Effizienzverluste anführen. Für die befristeten Verträge als der in Deutschland am weitesten verbreiteten atypischen Beschäftigungsform untersuchen wir auf der Basis von Individualdaten auf Betriebs- und Personenebene, inwieweit die Nutzung in Deutschland mit diesen Nutzungsmotiven übereinstimmt und welche Evidenz es für die Effizienzwirkungen atypischer Arbeit gibt. Die Ergebnisse deuten am ehesten auf die Funktion der Personalauslese. Diese Gesichtspunkte werden auch in Bezug auf Leiharbeit, rechtlich selbständige Beschäftigung und auf Minijobs diskutiert. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Gründen für die Nutzung unterschiedlicher Formen atypischer Arbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk: Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung (2005)
Brandt, Torsten;Zitatform
Brandt, Torsten (2005): Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk. Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung. (WSI-Diskussionspapier 142), Düsseldorf, 61 S.
Abstract
"Einleitend werden die Forschungsdefizite zu Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dargestellt. Daran anschließend wird der theoretische Zugang des RESORE Projektes (Employees resources and social rights in Europe) skizziert, die Begriffe 'subventionierte Beschäftigung' und 'work-welfare nexus' näher erläutert und die sich daraus ableitenden expliziten Fragestellungen des Beitrags aufgeführt. Darauf aufbauend werden in den weiteren Abschnitten die Konsequenzen der Neuregelung für die Mini- und Midijobber und deren Arbeitgeber differenziert dargestellt, qualitative und quantitative Befunde aktueller Evaluierungen zusammengefasst und Effekte für den Arbeitsmarkt, die industriellen Beziehungen und für Verteilungswirkungen innerhalb des Systems der sozialen Sicherung skizziert. Danach werden Konsequenzen für die deutsche wohlfahrtstaatliche Konzeption des Zusammenhangs von Beschäftigung und Wohlfahrt aufgeführt und im abschließenden Ausblick politische Perspektiven - auch für Gewerkschaften - angeregt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts: international evidence (2005)
Zitatform
Brown, Sarah & John G. Sessions (2005): Employee attitudes, earnings and fixed-term contracts. International evidence. In: Review of world economics, Jg. 141, H. 2, S. 296-317. DOI:10.1007/s10290-005-0029-5
Abstract
Das Verhältnis zwischen Einstellungen, Einkommen und der Laufzeit von Arbeitsverträgen wird anhand britischer und internationaler Daten untersucht. Es zeigt sich, dass befristete Verträge mit geringerem Einkommen verbunden sind. Dies wird als Indiz für eine Lohndiskriminierung von Arbeitskräften mit befristeten Verträgen betrachtet. Auch die Rolle der Bildung wird berücksichtigt, wobei dem Bildungsabschluss bei fest Angestellten eine stärkere Signalwirkung zukommt als bei befristet Beschäftigten. Unbefristete Verträge wirken sich auch auf die Einstellungen der Angestellten aus. Einerseits führen feste Verträge zu mehr Zufriedenheit und Sicherheit, andererseits zu stärkerer Arbeitsbelastung und Stress, was eventuell durch mehr Fehlzeiten zum Ausdruck kommt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Part-time work in EU countries: labour market mobility, entry and exit (2005)
Buddelmeyer, Hielke; Mourre, Gilles; Ward, Melanie;Zitatform
Buddelmeyer, Hielke, Gilles Mourre & Melanie Ward (2005): Part-time work in EU countries. Labour market mobility, entry and exit. (IZA discussion paper 1550), Bonn, 47 S.
Abstract
"This paper looks at the role of part-time work in labour mobility for 11 European countries. We find some evidence of part-time work being used as a stepping stone into full-time employment, but for a small proportion of individuals (less than 5%). Part-time jobs are also found to be more frequently taken up as a means to enter the labour market than to leave it. Multinomial logit regression of the determinants of part-time work reveals household composition, past labour market history and country of residence as very important for both men and women in their decision to work part time. Random effects regression controlling for individual heterogeneity, and the comparison of results for Europe and the US, reveals that a significantly higher proportion of female workers in Europe prefer inactivity and a significantly lower percentage prefer full-time, over part-time employment, than in the US, with considerable variation across EU countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Temporary agency work and precarious employment: a review of the current situation in Australia and New Zealand (2005)
Zitatform
Burgess, John, Julia Connell & Erling Rasmussen (2005): Temporary agency work and precarious employment. A review of the current situation in Australia and New Zealand. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 351-369.
Abstract
"This paper reviews three key issues associated with temporary agency work (referred to as agency work herewith) by drawing on Australian and New Zealand trends and experiences. First, the authors contend that it is surprising, in light of its high flexibility, that agency work constitutes a relatively small proportion of total employment in both countries. This article presents several reasons which can provide an explanation for employers' relatively limited use of agency employment. These reasons also show that agency work must be seen as part of the wider expansion of atypical employment arrangements. Second, the paradoxical mix of glamour and precariousness often associated with agency work is discussed. White labour flexibility is often associated with insecurity and precariousness, there are also advantageous forms of agency employment for all parties concerned. Consequently, this article provides an overview of recent research findings. It is evident from the research literature an agency work that there is either an emphasis on its precarious nature or on the individual preferences and choices of the temps themselves. In many countries, extensive regulatory arrangements exist that govern both the agency sector and the agency employment contract. This is not the case, however, in Australia and New Zealand and the effects of this unregulated approach are discussed as is the possibility of regulatory interventions that could be introduced at a future date." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Exits from temporary jobs in Europe: a competing risks analysis (2005)
Zitatform
D'Addio, Anna Cristina & Michael Rosholm (2005): Exits from temporary jobs in Europe. A competing risks analysis. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 449-468. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.002
Abstract
"We study transitions out of temporary jobs using the waves 1994-1999 of the European Community Household Panel applying a discrete time duration model. Specifically, we use a multinomial logit model distinguishing between exits into permanent employment and non-employment. Two different specifications are presented, one does not account for unobserved heterogeneity while the other does. Unobserved heterogeneity is assumed to follow a discrete distribution. The competing risks model is estimated jointly for all EU Member States. The duration dependence parameters suggest that in general for EU as a whole, very short contracts provide higher chances of labour market exclusion especially for men. We discuss potential implications of our findings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Temporary contracts and employee effort (2005)
Zitatform
Engellandt, Axel & Regina T. Riphahn (2005): Temporary contracts and employee effort. In: Labour economics, Jg. 12, H. 3, S. 281-299. DOI:10.1016/j.labeco.2003.11.006
Abstract
Befristete Arbeitsverträge bieten für Arbeitgeber die Möglichkeit, die neuen Beschäftigten zu testen, gleichzeitig sind sie für die Beschäftigten ein Sprungbrett in unbefristete Beschäftigung. Aus beiden Gründen stellen befristete Arbeitsverträge für die Beschäftigten einen Anreiz dar, mehr als die Stammbelegschaft zu leisten. Hierzu werden Daten zu unbezahlten Überstunden und Fehlzeiten aus der Schweiz analysiert, die belegen, dass befristet Beschäftigte tatsächlich eine höhere Leistungsbereitschaft zeigen: mit 60 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit leisten sie unbezahlte Mehrarbeit. Der Einfluss unterschiedlicher Formen von Befristung, geschlechtsspezifische Unterschiede und die Relevanz endogener Selektion in befristete Beschäftigung werden untersucht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany (2005)
Zitatform
Fertala, Nikolinka (2005): Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany. Tübingen, 258 S.
Abstract
"Obwohl der Migrationpolitik sowohl in der allgemeinen Diskussion als auch in der wissenschaftlichen Fachdebatte enorme Bedeutung zugesprochen wird, ist kaum etwas über den betriebswirtschaftlichen Erfolg von Immigranten-Unternehmern in Deutschland bekannt. Während die Selbständigenquote im Lande im internationalen Vergleich bereits eher gering ist, ist diese unter den Immigranten noch niedriger. Allerdings ist zu erwähnen, dass die unternehmerischen Aktivitäten von Immigranten eine dynamischere Entwicklung als diese der Deutschen aufweisen. Somit stellt sich berechtigt die Frage nach den Einflussfaktoren von Unternehmensgründungen durch Immigranten in Deutschland sowie auch nach den Erfolgsbedingungen solcher Gründungen nichts zuletzt angesichts der Hoffnung, welche die Arbeitsmarktpolitik auf eine zunehmende Selbständigkeit und Gründungsaktivität setzt. Die Dissertationsschrift erarbeitet verschiedene theoretische und empirische Modelle, um die sozioökonomischen Faktoren zu identifizieren, welche sich auf das Entscheidungskalkül eines Immigranten, selbständig zu sein oder nicht, auswirken. Darüber hinaus wird untersucht, ob Investitionen in Human- und Sozialkapital den betriebswirtschaftlichen Erfolg positiv beeinflussen, und wie sich die Zusammensetzung von Belegschaften innerhalb der Unternehmen auf deren Erfolg auswirkt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen, signifikant die Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen zu gründen, beeinflussen. Immigranten aus dem EU-Raum weisen im Vergleich zu Immigranten aus dem Nicht-EU-Raum eine deutlich höhere Neigung auf, eine selbständige Tätigkeit auszuüben. Abschließend wurde mit Hilfe des Hazard-Modells herausgefunden, dass die Überlebenschancen der Immigranten-Unternehmen um 1,24 Jahre kürzer als diese der deutschen Unternehmen sind. Diese Unterschiede sind branchen- und nationalspezifisch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Was hat die Reform der Minijobs bewirkt?: Erfahrungen nach einem Jahr (2005)
Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve & Markus Scheuer (2005): Was hat die Reform der Minijobs bewirkt? Erfahrungen nach einem Jahr. (RWI-Schriften 77), Berlin: Duncker & Humblot, 143 S. DOI:10.3790/978-3-428-51798-5
Abstract
Die Untersuchung beinhaltet eine Analyse der Auswirkungen der "Hartz-Reformen" im Bereich der Minijobs. "Untersucht werden insbesondere die Quellen des Zuflusses in Minijobs nach der Reform sowie der Handlungsbedarf, der dadurch entsteht, dass Arbeitslose nicht im erwarteten Umfang derartige Beschäftigungsverhältnisse aufnehmen bzw. aus ihnen heraus in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln.
Die Ergebnisse liefern ein gemischtes Bild: So wurde das Ziel, die Attraktivität geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse zu steigern, zwar erreicht, jedoch sind erhebliche Zweifel angebracht, ob Minijobs für Arbeitslose tatsächlich als Brücke in nicht-geringfügige Beschäftigung dienen können. Um diese Funktion zu stärken, wird der "Erweiterte Minijob für Arbeitslose" vorgestellt, der in bestimmten Fällen eine zeitlich befristete Erhöhung der Einkommensgrenze vorsieht, wobei gleichzeitig die Hinzuverdienstmöglichkeiten generöser gestaltet werden. Zur Abrundung werden die Arbeitsmarktwirkungen sowie die "Kosten" des Reformvorschlags abgeschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsübersicht:
Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1. Institutioneller Hintergrund
2. Aufgabenstellung und Überblick über die Untersuchung
Erstes Kapitel: Literaturüberblick und theoretischer Hintergrund
1. Ziele der Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
2. Theoretischer Hintergrund
3. Ex ante-Evaluation
Zweites Kapitel: Der Niedriglohnsektor in Deutschland - ein statistisches Porträt
1. Das Sozio-Ökonomische Panel
2. Niedriglohnschwelle
3. Inzidenz der Niedriglohnbeschäftigung
4. Dynamik der Niedriglohnbeschäftigung
5. Determinanten der Niedriglohnbeschäftigung
Drittes Kapitel: Beschäftigte in Minijobs - Design und Ergebnisse der Befragung
1. Design und Durchführung der Erhebung
2. Repräsentativität der Stichprobe
3. Ergebnisse der Erhebung
Viertes Kapitel: Zwischenfazit und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
1. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
Fünftes Kapitel: Ein Reformvorschlag - der erweiterte Minijob für Arbeitslose
1. Finanzielle Anreize im Wohlfahrtssystem
2. Das kanadische SSP: Bestandteile und Resultate
3. Der erweiterte Minijob für ArbeitsloseÄhnliche Treffer
auch erschienen als: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung: Schriften, H. 77Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
Agency working in Britain: character, consequences and regulation (2005)
Zitatform
Forde, Chris & Gary Slater (2005): Agency working in Britain. Character, consequences and regulation. In: British Journal of Industrial Relations, Jg. 43, H. 2, S. 249-271. DOI:10.1111/j.1467-8543.2005.00354.x
Abstract
"Debate over the nature of temporary agency work has intensified in recent times, spurred on by a proposed European directive and by speculation about links with the much heralded 'knowledge' economy. This paper examines the debate, focusing on the current character of agency work in Britain. Using data from the Labour Force Survey (LFS), we assess some of the claims commonly made about agency work, relating to the personal and employment characteristics of those engaged in such work, the motives of agency workers and the prospects for those who take up agency jobs. In considering the arguments surrounding regulatory change, we find there is a strong case for regulation, but that this rests on the continued disadvantage associated with agency work, with little evidence of an impact from the purported 'knowledge' economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
New modes of business organization and precarious employment: towards the recommodification of labour? (2005)
Zitatform
Frade, Carlos & Isabelle Darmon (2005): New modes of business organization and precarious employment. Towards the recommodification of labour? In: Journal of European social policy, Jg. 15, H. 2, S. 107-121.
Abstract
"While much of the international debate on the future of work focuses on the links between new forms of employment and social protection, and especially on transitions between jobs, this paper addresses a still under-researched issue: the interconnections between employment regulations and business strategies in the production of precarious employment. It seeks to make a contribution to a new strand of research which has emerged in France, Britain and the United States and has cast light on the link between new modes of business organization and new forms of employment. The paper particularly highlights labour recommodification processes as the key instrument in this link and illustrates the dynamics at play in three service sectors known for a high incidence of precarious employment - call centres, performing arts, and domiciliary care for the elderly, in five European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung (2005)
Zitatform
Fritsch, Anja & Thorsten Schank (2005): Betrieblicher Einsatz befristeter Beschäftigung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 9, S. 211-220.
Abstract
"Auswertungen mit repräsentativen Daten des IAB-Betriebspanels von 1996 bis 2002 zeigen, dass durchschnittlich gut 13 Prozent der ostdeutschen und 10 Prozent der westdeutschen Betriebe befristet Beschäftigte einsetzen. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und befristeter Beschäftigung. Werden jedoch nur die Betriebe einbezogen, die überhaupt befristet beschäftigen, so sinken die Befristungsanteile mit zunehmender Betriebsgröße. Die ökonometrische Analyse deutet darauf hin, dass auch nach Kontrolle betriebsspezifischer Merkmale die Größen- und Branchenstruktur einen entscheidenden Bestimmungsgrund von befristeter Beschäftigung darstellt. Die Ergebnisse liefern keinen Beleg dafür, dass sich Änderungen des kündigungsschutzrechtlichen Schwellenwertes auf das betriebliche Einstellungsverhalten von befristet Beschäftigten ausgewirkt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The dynamics of repeated temporary jobs (2005)
Gagliarducci, Stefano;Zitatform
Gagliarducci, Stefano (2005): The dynamics of repeated temporary jobs. In: Labour economics, Jg. 12, H. 4, S. 429-448. DOI:10.1016/j.labeco.2005.05.001
Abstract
"The path to a permanent job often implies a sequence of temporary contracts, sometimes including periods of unemployment. This has usually been disregarded in previous studies on the transition from temporary to permanent employment. To account for these transitions, I apply multiple-spell duration techniques to an Italian dataset. I find that the probability of moving from a temporary to a permanent job increases with the duration of the contract, but decreases with repeated temporary jobs and especially with interruptions. This suggests that it is not temporary employment per se but the intermittence associated with it that is detrimental to employment prospects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
-
Literaturhinweis
Work in the e-society: freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall (2005)
Gill, Rosalind;Zitatform
Gill, Rosalind (2005): Work in the e-society. Freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall. In: Journal für Psychologie, Jg. 13, H. 1/2, S. 21-28.
Abstract
"Vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen zu veränderten Arbeitsbedingungen in der E-Society geht dieser Beitrag auf die Arbeit von Gottschall und Henninger ein, die die aktuelle Debatte um solide empirische Befunde erweitert. Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit der Arbeit auseinander und beleuchtet vor allem drei Aspekte. Diese betreffen die methodologischen und epistemologischen Grundannahmen der Forschung, die Entstehung neuer Formen von Ungleichheit sowie ein als 'Post-Feminismusproblem' neu identifiziertes Problemfeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Freelancer in den Kultur- und Medienberufen: freiberuflich, aber nicht frei schwebend (2005)
Zitatform
Gottschall, Karin & Annette Henninger (2005): Freelancer in den Kultur- und Medienberufen. Freiberuflich, aber nicht frei schwebend. In: N. Mayer-Ahuja & H. Wolf (Hrsg.) (2005): Entfesselte Arbeit - neue Bindungen : Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie, S. 153-183.
Abstract
In den Berufsfeldern Webdesign, Softwareentwicklung und Journalismus wurde die Verknüpfung von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Alleinselbstständigen untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern an die Stelle traditioneller, auch geschlechtsspezifischer Fremdbindung im Hinblick auf Marktverhalten und Privatleben neue Formen der reflexiveren Selbstbindung treten. Im Rahmen der Untersuchung wurden 39 leitfadengestützte, berufsbiografische Interviews mit Alleinselbständigen geführt, die Einsichten in die Organisation von Erwerbsarbeit und Privatleben in der Alltags- und Lebenslaufperspektive eröffnen. Im Ergebnis stellen die Autoren eine hohes Maß an erwerbsbiografischer Kontinuität bei allen Untersuchungsgruppen fest. Den meisten Befragten gelingt eine nachhaltige Marktbehauptung sowie eine eigenständige Stabilisierung der Lebensführung. Die Alleinselbstständigen verfügen über ein komplexes Gefüge unterschiedlicher Bindungen, wie z.B. zu Kunden und Kollegen, die ständig gepflegt werden müssen. "Die Selbstbindung an den Beruf schafft eine hohes Maß an subjektiv empfundener Kontinuität auch über einen Wechsel der Erwerbsform hinaus. Private partnerschaftliche Arrangements unterstützten und fordern zugleich eine kontinuierliche Erwerbstätigkeit." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit (2005)
Haak, Carroll;Zitatform
Haak, Carroll (2005): Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 573-595.
Abstract
"Die Anzahl erwerbstätiger Künstler nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten zu. Ein differenzierter Blick auf die Arbeitsmärkte von Künstlern verdeutlicht allerdings die Dimensionen, in denen sich dieses Wachstum bewegt. Im Kultursektor werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse abgebaut, unbefristete Stellen werden zugunsten befristeter Beschäftigungsverhältnisse zurückgenommen. Insgesamt geht die abhängige Beschäftigung zugunsten der Selbständigkeit zurück. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Musikern, darstellenden Künstlern und bildenden Künstlern auf der Basis einer Analyse von Individualdaten (Mikrozensus 2000) seit den achtziger Jahren nachgezeichnet. Dabei werden spezifische Charakteristika der Erwerbsformen, insbesondere der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse sowie der Selbständigkeit, analysiert und diskutiert. An die deskriptive Datenanalyse schließen sich zwei logistische Regressionen an, anhand derer folgende Fragen beantwortet werden: Welche Faktoren determinieren die Erwerbsformen bei Künstlern? Welche sozialstrukturellen Merkmale beeinflussen das Befristungsrisiko bei den Beschäftigungsverhältnissen von Künstlern?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gleichbehandlung geringfügig Beschäftigter beim Entgelt (2005)
Hanau, Peter;Zitatform
Hanau, Peter (2005): Gleichbehandlung geringfügig Beschäftigter beim Entgelt. In: Der Betrieb, Jg. 58, H. 17, S. 946-948.
Abstract
"Minijobs gelten den Einen als Beschäftigungswunder, Anderen als Vernichter regulärer Arbeitsplätze. Der Beitrag zeigt, dass die Wirkung der Minijobs vor allem davon abhängt, ob die gebotene Gleichbehandlung mit vergleichbaren vollbeschäftigten Arbeitnehmern an deren Brutto- oder Nettoentgelt orientiert wird, und befürwortet die Orientierung am Bruttoentgelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Welfare to temporary work: implications for labor market outcomes (2005)
Zitatform
Heinrich, Carolyn J., Peter R. Mueser & Kenneth R. Troske (2005): Welfare to temporary work. Implications for labor market outcomes. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 87, H. 1, S. 154-173. DOI:10.1162/0034653053327667
Abstract
"We explore the effects of temporary help employment on welfare recipients' subsequent employment and welfare dynamics. We find that any employment -in temporary help services or other sectors - yields substantial benefits compared to no employment. Although welfare recipients who go to work for temporary help service firms have lower initial wages than those with jobs in other sectors, they experience faster subsequent wage growth. Two years later, they are no less likely to be employed, their wages are close to those of other workers, and they are only slightly more likely to remain on welfare." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Begrenzte Entgrenzung: Arrangements in Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den alten und neuen Medien (2005)
Zitatform
Henninger, Annette & Karin Gottschall (2005): Begrenzte Entgrenzung. Arrangements in Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den alten und neuen Medien. In: Journal für Psychologie, Jg. 13, H. 1/2, S. 5-20.
Abstract
"Bisher gibt es nur wenig Erkenntnisse darüber, ob und wie neue Erwerbsformen mit veränderten Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie mit einem Wandel von partnerschaftlichen Geschlechterarrangements einhergehen. Diese Frage wird in dem Beitrag am Beispiel von Freelancern in ausgewählten Kultur- und Medienberufen (Journalismus, Design und Softwareentwicklung) untersucht, die häufig als Vorreiter neuer Arbeits- und Lebensformen gelten. Es wird vermutet, dass sie keine strikten Trennungen zwischen Arbeit und Privatleben vornehmen und eher in Zweiverdiener-Partnerschaften als in einem traditionellen Familienernährer-Modell leben. Unsere empirischen Ergebnisse verweisen lediglich auf eine begrenzte Entgrenzung von Arbeit und Leben bei den untersuchten Gruppen. Selbst gesetzte Prioritäten und Grenzziehungen sowie Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern ergeben, stehen einer solchen Entgrenzung entgegen. Zugleich lässt sich eine Ausdifferenzierung partnerschaftlicher Geschlechterarrangements beobachten. Diese Entwicklungen beinhalten neue Chancen für eine Gleichstellung der Geschlechter. Sie sind aber für Mütter auch mit Ambivalenzen verknüpft, da von ihnen erwartet wird, dass sie eine individuelle Lösung für die Verknüpfung von freiberuflicher Tätigkeit und Kinderbetreuung finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements?: kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers (2005)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2005): Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements? Kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers. In: A. Mischau & M. Oechsle (Hrsg.) (2005): Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit : verlieren wir die Balance? (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft, 05), S. 54-73.
Abstract
"Wie verändert sich im Zuge des Wandels von Arbeit das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie partnerschaftliche Geschlechterarrangements? Verschwimmen bei Freelancern, die über die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen können, die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben? Und wie lässt sich dies mit dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern vereinbaren? Diesen Fragen wird in dem Beitrag am Beispiel von Alleinselbstständigen in IT- und Medienberufen (Journalismus, Design und Software-Entwicklung) nachgegangen, die als exemplarisch für den neu entstehenden Idealtypus des Arbeitskraftuntemehmers gelten. Nach einem kritischen Blick auf das Konzept des Arbeitskraftunternehmers werden erste Ergebnisse aus einem empirischen Forschungsprojekt vorgestellt. Als vorläufiges Ergebnis lässt sich bei den untersuchten Gruppen eine begrenzte Entgrenzung von Arbeit und Leben konstatieren. Selbst gesetzte Grenzen und Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder aus der Betreuung von Kindern ergeben, stehen einer solchen Entwicklung entgegen. Veränderungen zeichnen sich dagegen bei den partnerschaftlichen Geschlechterarrangements ab: Angesichts teilweise niedriger bzw. unsicherer Einkommen insbesondere bei den befragten JournalistInnen und DesignerInnen erscheint das traditionelle Geschlechterarrangement nur noch für eine verschwindende Minderheit als lebbares Modell. Statt dessen lässt sich eine Ausdifferenzierung partnerschaftlicher Arrangements beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Entgrenzung als allgemeinerer Trend?: mobile Pflege und Arbeit in der Medien- und Kulturindustrie im Vergleich (2005)
Henninger, Annette; Papouschek, Ulrike;Zitatform
Henninger, Annette & Ulrike Papouschek (2005): Entgrenzung als allgemeinerer Trend? Mobile Pflege und Arbeit in der Medien- und Kulturindustrie im Vergleich. (ZeS-Arbeitspapier 2005/05), Bremen, 38 S.
Abstract
"In der deutschsprachigen Arbeits- und Industriesoziologie wird derzeit eine intensive Debatte über die 'Entgrenzung' von Erwerbsarbeit geführt. Hiermit ist gemeint, dass sich die industriegesellschaftlich etablierten Grenzen von Erwerbsarbeit verflüssigen oder auflösen. Bislang gibt es kaum empirische Arbeiten, in denen die prognostizierten Veränderungen in konkreten Tätigkeitsfeldern vergleichend untersucht werden. Das Arbeitspapier kontrastiert Befunde aus einer Studie über mobile Pflegedienste mit Ergebnissen einer Untersuchung über Freelancer in der Medien- und Kulturindustrie. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die These einer generellen Entgrenzung von Arbeit tatsächlich haltbar ist. Lassen sich in bestimmten Bereichen möglicherweise Gegentendenzen beobachten? Passen sich die Beschäftigten lediglich den veränderten Anforderungen an oder entwickeln sie eigene, aktive Strategien zur Begrenzung von Erwerbsarbeit und zur Neugestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben? Wie verteilen sich Chancen und Risiken für eine aktive Grenzziehung zwischen unterschiedlichen Beschäftigtengruppen? Und schließlich: Welcher Erkenntnisgewinn lässt sich aus solchen vergleichenden empirischen Befunden für die Entgrenzungsdebatte erzielen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Dreaming of a stable job: The transitions of temporary workers in Italy and Spain (2005)
Zitatform
Hernanz, Virginia, Federica Origo, Manuela Samek & Luis Toharia (2005): Dreaming of a stable job: The transitions of temporary workers in Italy and Spain. (TLM.NET working paper 2005-20), Amsterdam, 24 S.
Abstract
"The aim of this paper is to shed further light on transitions made by workers in Italy and Spain from temporary to stable employment. The analysis focuses on a comparison of involuntary temporary workers (i.e., individuals working on a fixed-term basis only, because they could not find permanent employment), with both other temporary workers and the unemployed. Not surprisingly, the rate of involuntary temporary employment is extremely high in both Italy and Spain (in 2002, 41% of Italian and 70% of Spanish temporary workers aged 15-64 were involuntary, compared to the EU average of 34%), despite the different incidence of overall temporary work between the two nations (around 10% of total employment in Italy, 30% in Spain). Institutional similarities between Italy and Spain (i.e., tight labour market regulation, extended family networks with low female participation rates, and important internal regional differences), in addition to their distinct policies towards temporary employment, make them ideal cases for studying the shifts made by workers from temporary to more stable jobs. Empirical analysis of longitudinal micro-data drawn from Italian and Spanish Labour Force surveys, reveals two different models. The Italian unemployed are in fact less likely to find a job than their Spanish counterparts, but they are more likely to get a stable job than a temporary one. Furthermore, temporary employees in Italy have a significant probability of obtaining a stable job and a relatively low probability of falling into unemployment. In sharp contrast, the unemployed in Spain are more likely to find temporary jobs than remain jobless, but once working have few options for upward mobility and seem to get 'stuck', at least in the short term. Econometric estimates demonstrate that temporary workers in both countries are actually more likely to get a stable job than are the unemployed, but no significant differences seem to emerge between involuntary and other temporary employees. Nonetheless, the marginal effect of temporary work experience (holding other factors constant) is much higher in Italy than in Spain (0.26 vs. 0.03). Furthermore, the positive effect of temporary work experience may be slightly higher (at least in the case of Italy) if unobserved heterogeneity is taken into account, suggesting the existence of negative (self-) selection into temporary employment. This may be due to the fact that, holding other observable characteristics constant, some individuals (whose unobserved characteristics make them more likely to get a stable job) prefer to remain unemployed (presumably waiting for a stable job) than to accept a temporary employment position." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low-skill work in flux (2005)
Zitatform
Jaehrling, Karen & Claudia Weinkopf (2005): Low-skill work in flux. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 389-403.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwieweit die traditionellen Annahmen über geringqualifizierte Arbeit noch heute anwendbar sind. Handelt es sich tatsächlich um Tätigkeiten, die keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern? Auf welche Art und Weise können Unternehmen solche Arbeitsstellen besetzen? Welche Rolle spielen in dieser Hinsicht die sogenannten atypischen Beschäftigungsformen? Die Analyse basiert auf der Auswertung vorliegender Untersuchungen zur Einstellungsproblematik der geringqualifizierten Arbeit und auf Fallstudien zur Besetzung geringqualifizierter Stellen in verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass sich die Anforderungen an die Arbeit wandeln und differenzierter werden, was zu der Annahme führt, dass auch die geringqualifizierte Arbeit sich in einem Wandlungsprozess befindet. Deshalb haben Unternehmen eine Reihe verschiedener Einstellungsstrategien entwickelt, um solche Stellen zu besetzen, wobei flexible Arbeitsbeziehungen und sogenannte Mini-Jobs eine Rolle spielen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Katja Wolf (2005): Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten. (IAB-Kurzbericht 14/2005), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Befunde über den Umfang der Leiharbeit auf der Basis der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik. Mit der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit wird anschließend die Entwicklung der Leiharbeit für verschiedene regionale Abgrenzungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wachstum der Leiharbeit seit den 90er Jahren durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet ist. 2004 gab es in Deutschland rund 400.000 Leiharbeiter, das sind 1,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Nutzungsintensität der Leiharbeit weist Ende der 90er Jahre noch erhebliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern auf. Die Analysen zeigen, dass sich die Leiharbeitsquoten seitdem angeglichen haben, so dass heute kaum noch Unterschiede bestehen. Wachstumsmotor für Leiharbeit in den alten Bundesländern ist nach wie vor die Nachfrage von Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Das Wachstum der Leiharbeit in den neuen Bundesländern ist hingegen auf die gestiegene Nachfrage aus dem Dienstleistungssektor zurückzuführen. Die Leiharbeitsbranche ist immer noch primär in großen Agglomerationen angesiedelt. Von der hohen Wachstumsdynamik der Leiharbeit profitieren aber insbesondere periphere Regionen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Leiharbeit nach Bundesländern 1998/2004
- Wachstumsrate der Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 bis 2004
- Wachstumsraten der Leiharbeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich
- Leiharbeitsquote 2004 nach Arbeitsmarktregionen
- Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 und 2004
- Durchschnittliche Wachstumsrate der Leiharbeitsquote nach Arbeitsmarktregionen 1998-2004
- Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland 1993 bis 2003
-
Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2005): Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen. In: IAB-Forum H. 1, S. 14-17.
Abstract
"Auf Vorschlag der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurde im Jahr 2003 mit den Personal-Service-Agenturen (PSA) ein neues Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik entwickelt. Primäres Ziel ist, PSA-Beschäftigte über den Verleih oder die direkte Vermittlung möglichst schnell in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig soll mit Hilfe der PSA die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzt, im Idealfall Arbeitslosigkeit sogar vermieden werden. Für eine arbeitsmarktpolitische Bewertung der Personal-Service-Agenturen ist es noch zu früh. Ihre Einführung fiel in eine Phase, in der der Leiharbeitsmarkt stagnierte oder sogar leicht rückläufig war. Als Schwerpunkt der Vorschläge der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt stand das Instrument von Beginn an unter enormen Erfolgsdruck. Bereits vor dem eigentlichen Start waren PSA heftiger Kritik ausgesetzt. Zudem hat die Insolvenz des größten PSA-Betreibers dem Instrument einen schweren Imageschaden zugefügt - ein Ereignis, von dem sich das Instrument erst langsam erholen muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Was macht den Unterschied? Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2005): Was macht den Unterschied? Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit in Deutschland und den Niederlanden. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 12, H. 4, S. 393-423.
Abstract
"Der niederländische Leiharbeitsmarkt gilt im europäischen Vergleich als hinreichend etabliert. Der deutsche Gesetzgeber hat - auch mit Blick auf die Erfahrungen in den Niederlanden - das Leiharbeitsrecht im Jahr 2003 dereguliert. Der Beitrag sucht nach Gründen für die unterschiedliche Nachfrage nach Leiharbeit in beiden Ländern. Hierzu werden die Regulierung der Leiharbeit, ihre Funktion, ihre volkswirtschaftliche Bedeutung und die Struktur der Nachfrage verglichen. Es zeigt sich, dass - entgegen allgemeiner Wahrnehmung - die niederländische Leiharbeitsquote seit 2000 rückläufig ist. Ursache hierfür ist eine grundlegende Regulierung des Leiharbeitsrechts seit 1998/1999. Trotz dieser Reform lässt das niederländische Recht den Leiharbeitsfirmen einen größeren Spielraum als das deutsche, so dass in den Niederlanden auch solche Branchen Leiharbeit nachfragen, für die sich in Deutschland der Einsatz von Leiharbeit nicht lohnt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt?: Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen (2005)
Kalina, Thorsten; Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Kalina, Thorsten & Dorothea Voss-Dahm (2005): Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt? Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen. (IAT-Report 2005-07), Gelsenkirchen, 10 S.
Abstract
"Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist die Fluktuation mehr als doppelt so hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die starke Zunahme der geringfügigen Beschäftigung steigert durch das höhere Niveau der Fluktuation in dieser Beschäftigungsform die Arbeitsmarktdynamik - gesamtwirtschaftlich nur um 1-2 Prozentpunkte, in den Branchen mit hohem Anteil von Minijobs aber erheblich stärker. Die Branchenarbeitsmärkte im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten. Die Branchenarbeitsmärkte im Einzelhandel sowie im Gesundheitssektor sind dagegen stark auf Beruflichkeit orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Das schlägt sich nieder in geringen Fluktuationsraten bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nicht jedoch im Segment der Minijob-Beschäftigung. Wächst die Minijob-Beschäftigung in den Branchen mit hohen Anteilen von gering qualifizierten Beschäftigten weiter wie bisher, dann könnten gering qualifizierte Beschäftigte zunehmend Schwierigkeiten haben, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium: eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003 (2005)
Kerst, Christian; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Kerst, Christian & Karl-Heinz Minks (2005): Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium. Eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003. (HIS-Projektbericht), Hannover, 66 S.
Abstract
"Hochschulabsolventen, die sich selbstständig machen, sind mit ihrer beruflichen Situation überwiegend zufrieden. Nach einer von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstellten Auswertung zur 'Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach dem Studium' werden von den Befragten vor allem die großen Einflussmöglichkeiten auf Arbeitsinhalte, Organisation und Arbeitsweise positiv bewertet. Sie ist eine gesonderte Auswertung von repräsentativen Befragungen der Examensjahrgänge 1997 und 2001. Demnach waren die Selbstständigen unter den Absolventen des Examensjahrgangs 1997 fünf Jahre nach dem Examen mit ihrer beruflichen Position deutlich zufriedener (81 Prozent) als die Angestellten (33 Prozent). Dies galt für die Tätigkeitsinhalte, die 83 Prozent der Selbstständigen positiv bewerteten und 69 Prozent der Angestellten. Unter den Selbstständigen bezeichneten 88 Prozent die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, als sehr gut ' unter den Angestellten waren das 74 Prozent. Die HIS stellte gleichzeitig eine Stagnation bei der Bereitschaft zur Selbstständigkeit fest. Zwar wies der Absolventenjahrgang 2001 mit mehr als 4 Prozent die höchste Selbständigenquote kurz nach Ende des Studium auf und übertraf die bei vorhergehenden Erhebungen ermittelten Werte deutlich (1989: 2,1 Prozent; 1993: 3,5 Prozent; 1997: 3 Prozent). Gleichzeitig aber sang sank der Anteil derjenigen, die fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss selbstständig waren über die Jahre von neun Prozent (1993) auf etwa sieben Prozent (1997). Selbstständigkeit entstand ganz überwiegend im Dienstleistungssektor, in dem über 90 Prozent der Selbstständigen angesiedelt waren. Fünf Jahre nach dem Studienabschluss zeigte sich im Examensjahrgang 1997, dass vor allem Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur (mit FH-Diplom zu 20%, mit Uni-Diplom zu 8%), Jura (16%) und Psychologie (7%) sowie aus Magisterstudiengängen (9%) selbstständig waren. In der Medizin begann die Phase der Selbstständigkeit zu einem noch späteren Zeitpunkt, was mit dem späteren Abschluss der Facharztausbildung erklärt werden kann. Unterdurchschnittlich selbstständig machten sich innerhalb der ersten fünf Jahre Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften war erst nach der Promotionsphase mit steigender Selbstständigkeit zu rechnen. Offenbar spielte auch der persönliche Hintergrund eine Rolle. So neigten insbesondere Kinder von Selbstständigen überproportional häufig (12 Prozent) dazu, sich ebenfalls selbstständig zu machen. Das Einkommen der Selbstständigen lag bei einer sehr großen Bandbreite insgesamt auf dem durchschnittlichen Niveau der angestellten Akademiker. 38 Prozent der befragten Selbstständigen hatten ein Jahreseinkommen unter 30.000 Euro; 24 Prozent verdienten über 60.000 Euro im Jahr. Etwa 40 Prozent der Selbstständigen beschäftigten keine weiteren Mitarbeiter, 13 Prozent hatten mindestens 20 Mitarbeiter; 2 Prozent über 100 Mitarbeiter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium (2005)
Kerst, Christian; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Kerst, Christian & Karl-Heinz Minks (2005): Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium. (HIS-Kurzinformationen 2005/A08), 66 S.
Abstract
In dem Bericht bildet der Vergleich der Selbständigenquoten in den vier Absolventen-Jahrgängen 1989, 1993, 1997 und 2002 einen Schwerpunkt. Der Bericht schließt an zwei frühere Auswertungen der HIS-Absolventenpanels an (Minks 1998; Holtkamp/Imsande 2001) und führt diese mit den aktuellen Daten fort. Im Zentrum stehen Fragen nach Häufigkeit, Art und Verlauf von beruflicher Selbständigkeit, den Merkmalen der Selbständigkeit und nach den Einstellungen zur Selbständigkeit. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer im Einklang mit Gemeinschaftsrecht (2005)
Koberski, Wolfgang;Zitatform
Koberski, Wolfgang (2005): Befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer im Einklang mit Gemeinschaftsrecht. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 22, H. 2, S. 79-84.
Abstract
Vor dem Hintergrund noch ausstehender Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs untersucht der Aufsatz die Vereinbarkeit von § 14 III TzBfG - befristete Arbeitsverträge älterer Arbeitnehmer - mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht. Zunächst wird die Entwicklung der gesetzlichen Grundlagen für die Befristung von Arbeitsverhältnissen älterer Arbeitnehmer dargestellt und ein Überblick zum Regelungsinhalt des § 14 III TzBfG gegeben. Es wird dann der Frage der Vereinbarkeit der fraglichen Regelung mit dem Gemeinschaftsrecht, im einzelnen mit der Richtlinie 1999/70/EG zu der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbahrung über befristete Arbeitsverträge sowie mit der Richtlinie 2000/78/EG zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, nachgegangen. Festzuhalten bleibt, dass § 14 III TzBfG mit den hier behandelten Richtlinien vereinbar ist. Er steht sowohl im Einklang mit den Maßnahmevarianten des § 5 I lit. a und b RV-B sowie dem Verschlechterungsverbot nach § 8 III RV-B. Auch ein Verstoß gegen die Antidiskriminierungsrichtlinie 2000/78/EG kann nicht festgestellt werden, da die Ungleichbehandlung wegen des Alters über Art. 6 gerechtfertigt ist. Die auf Grund der kontroversen Diskussion geschürte Verunsicherung auf Arbeitgeberseite kann nur behoben werden, wenn Rechtssicherheit herrscht. 'Die Anwendung dieser Befristungsvariante trägt gemäß ihrem beschäftigungspolitischen Ziel zu einer Verbesserung der Einstellungschancen der älteren Arbeitnehmer bei und sollte damit auch in Zukunft verstärkt genutzt werden.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Temporary agency work in Germany (2005)
Zitatform
Kvasnicka, Michael (2005): Temporary agency work in Germany. (Berichte aus der Volkswirtschaft), Aachen: Shaker, 200 S.
Abstract
Leiharbeit spielt eine immer größere Rolle auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Charakteristisch für die Arbeit für Zeitarbeitsunternehmen ist die Dreierbeziehung zwischen der Agentur (dem Zeitarbeitsunternehmen), dem Arbeitnehmer und dem ausleihenden Unternehmen, wobei der Arbeitnehmer bei ersterer angestellt ist und von dieser zur Durchführung von zeitlich befristeten Aufgaben an letzteres abgestellt und diesem unterstellt wird. Bei der Zeitarbeit findet eine Trennung zwischen dem Arbeitgeber (de jure) und dem Nutzer der Arbeitskraft (de facto) statt; sie durchbricht somit das traditionell auf dem Arbeitsmarkt geltende Prinzip des bilateralen Beschäftigungsverhältnisses. Die Dissertation untersucht die verschiedenen Aspekte der Zeitarbeit in Deutschland von den gesetzlichen Grundlagen bis zur möglichen Steigbügelfunktion der Zeitarbeit beim Übergang in unbefristete Regelarbeitsverhältnisse. Dabei werden insbesondere die internen Strukturen und Arbeitsabläufe in den Zeitarbeitsunternehmen und die Lohnentwicklung auf dem Zeitarbeitsmarkt von 1975 bis 1995 analysiert. Insgesamt kommt der Autor zu dem Schluss, dass auf dem Feld der Zeitarbeit und ihrer Funktion auf dem Arbeitsmarkt noch größere Forschungslücken zu schließen sind. Diese betreffen in erster Linie sowohl die ausleihenden Unternehmen als auch einen Vergleich der Vor- und Nachteile der Zeitarbeit mit anderen flexiblen Arbeitsarrangements. (IAB)
-
Literaturhinweis
Does temporary agency work provide a stepping stone to regular employment? (2005)
Zitatform
Kvasnicka, Michael (2005): Does temporary agency work provide a stepping stone to regular employment? (Sonderforschungsbereich Ökonomisches Risiko. Discussion paper 2005-031), Berlin, 42 S. DOI:10.18452/3897
Abstract
Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe werden unter Anwendung von Matching-Verfahrens analysiert, um abzuschätzen, ob Leiharbeit als Sprungbrett für Arbeitslose funktioniert, d.h. welchen Einfluss sie kurz- oder langfristig auf ihre zukünftigen Beschäftigungsaussichten hat. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslose, die eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma annehmen, sich im Durchschnitt vier Jahre später mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem Arbeitsverhältnis mit einer solchen Agentur befinden, als Arbeitslose, die kein Leiharbeitsverhältnis eingingen. Es zeigten sich jedoch keine erkennbaren Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit, entweder in einem regulären Arbeitsverhältnis tätig oder arbeitslos zu sein. Die Ergebnisse können daher keine Unterstützung für die Sprungbretthypothese von Leiharbeit liefern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit und Verfassungsrecht: zum Gleichbehandlungsgebot von Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmern sowie zur Errichtung von Personal-Service-Agenturen durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (2005)
Kämmerer, Jörn Axel; Thüsing, Gregor;Zitatform
Kämmerer, Jörn Axel & Gregor Thüsing (2005): Leiharbeit und Verfassungsrecht. Zum Gleichbehandlungsgebot von Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmern sowie zur Errichtung von Personal-Service-Agenturen durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. (Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht 239), Berlin u.a.: Duncker & Humblot, 351 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit ist heute endgültig aus ihrer arbeitsrechtlichen 'Schmuddelecke' befreit. Ihre gesetzliche Förderung ist Ausdruck der Erkenntnis, dass ein modernes Arbeitsrecht nicht nur Arbeitnehmerschutzrecht, sondern auch Arbeitsplatzschutzrecht sein muss. Nicht nur die Vertragsfreiheit des Arbeitnehmers hat Verfassungsrang, sondern auch die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit. Dem kann sich eine verfassungskonforme und zeitgemäße Deutung des Arbeitsrechts nicht verschließen. Doch bedarf es stets der Prüfung, ob gesetzliche Regelungen, welche die Privatautonomie beschränken, diesen Zielen auch gerecht werden können. Die Neuregelung des Leiharbeitsrechts begegnet insoweit massiven Bedenken, die auf die verfassungsrechtliche Ebene durchschlagen. Sie betreffen zum einen das neugeschaffene Gleichbehandlungsgebot von Leiharbeitnehmern und Stammbelegschaft, zum anderen die Personal-Service-Agenturen (PSA), jedenfalls bestimmte Modi ihrer Ausgestaltung. Insoweit wurden schon im Gesetzgebungsverfahren Zweifel im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit den Vorgaben des Grundgesetzes geäußert. Nach Ansicht der Autoren bestätigt die nähere Prüfung, dass der Gesetzgeber den ihm gesetzten Rahmen überschritten hat. Auch wenn die von ihnen betreute Verfassungsbeschwerde, auf denen das Buch beruht, erfolglos geblieben ist - die Ausführungen belegen, dass die verfassungsrechtlichen und rechtspolitischen Einwände gegen die Gesetzesnovellen beachtlich bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsübersicht:
1. Arbeitnehmerüberlassung als Regelungsgegenstand des Arbeitsrechts: Struktur der Arbeitnehmerüberlassung - Arten der Arbeitnehmerüberlassung - Gründe der Arbeitnehmerüberlassung - Regelungsziele des AÜG;
2. Verfassungsrechtliche Bewertung des Gleichbehandlungsgebots gemäß § 9 Nr.2 AÜG: Vereinbarkeit mit Art. 9 Abs. 3 GG - Vereinbarkeit mit der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) der Arbeitgeber und Arbeitnehmer - Vereinbarkeit mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG);
3. Grundrechtswidrigkeit der gesetzlichen Bestimmungen über die Einrichtung der PSA?: Eingriff in den Schutzbereich der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) - Ergebnis;
4. Betrachtung des tatsächlichen Marktverhaltens der PSA nach verfassungsrechtlichen Maßstäben: Grundrechtliche Relevanz von Einzelakten - Sittenwidriges Marktverhalten (§ 1 UWG) durch Preisdumping? - Rückbezug auf Art. 12 Abs. 1 GG, Rechtswegfragen;
5. Zusammenfassung: Equal Pay und Equal Treatment (§ 9 Nr. 2 AÜG) - Die Personal-Service-Agenturen. -
Literaturhinweis
Das Praktikum aus der Perspektive der Anbieter: Ergebnisse einer Umfrage von Praktikaanbietern (2005)
Kühne, Mike;Zitatform
Kühne, Mike (2005): Das Praktikum aus der Perspektive der Anbieter. Ergebnisse einer Umfrage von Praktikaanbietern. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 28, H. 2, S. 270-283.
Abstract
Im Vorfeld einer standardisierten Befragung wurden zwischen November 2001 und Februar 2002 Gespräche mit Praktikaanbietern und Studierenden der Soziologie und Sozialpädagogik geführt. Anhand eines Leitfadens wurden ferner problemzentrierte Experteninterviews mit Anbietern geführt und die dabei ermittelten Relevanzstrukturen und inhaltlichen Schwerpunkte flossen in die Konzeption der standardisierten Fragebögen (je einer für die Studiengänge Soziologie und für Sozialpädagogik) ein. Der Fragebogen bestand aus zwei zentralen Teilen: Während der erste allgemeine Bewertungen und Erwartungen der Praktikaanbieter enthielt, wurde im zweiten Teil ausschließlich Bezug auf das letzte betreute Praktikum genommen. Das Erhebungsinstrument enthielt im einzelnen Fragen zu den Rekrutierungsmechanismen, Selektionsstrategien und Vermittlungswegen der Praktika durch die Anbieter. Weiterhin waren allgemeine Rahmenbedingungen von Interesse, wie z.B. Praktikanten pro Jahr oder Praktikalänge. Ebenfalls wurden Fragen zur Bewertung und zur globalen Zufriedenheit mit den Praktika gestellt. Die standardisierte Erhebung wurde als postalische Befragung im Februar 2002 in der Bundesrepublik durchgeführt, wobei 179 Personen kontaktiert wurden. Die wichtigsten Ergebnisse werden in dem Beitrag differenziert nach den beiden Studiengängen Soziologie und Sozialpädagogik dargestellt. (IZ-Doku)
-
Literaturhinweis
Stepping-stones or dead-ends? An analysis of Swedish replacement contracts (2005)
Zitatform
Larsson, Laura, Linus Lindqvist & Oskar Nordström Skans (2005): Stepping-stones or dead-ends? An analysis of Swedish replacement contracts. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2005,18), Uppsala, 41 S.
Abstract
"The paper studies if temporary jobs in the form of fixed-term replacement contracts reduce the risk of future unemployment among job-seekers. Using exact matching on labour market history and personal characteristics we find positive effects of the replacement contract on future labour market status. We also find that the longer the replacement contract the higher the probability of having an open ended contract at the same site 2-2.5 years after the start of the contract. No effect of the length is found on unemployment, employment or wages. Overall, the results suggest that receiving a fixed term contract reduces the risk of future unemployment, and that a longer contract increases the position within the workplace but not on the market in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Die Ich-AG: ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (2005)
Lüth, Josef;Zitatform
Lüth, Josef (2005): Die Ich-AG. Ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (Edition Octopus), Münster: Monsenstein und Vannerdat, 141 S.
Abstract
"Kein Arbeitsmarktinstrument der Bundesregierung hat grössere Bekanntheit und Bedeutung erlangt, als die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose, die Ich-AG. Der Autor prüft mit Kenntnis der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, praxisnaher und realistischer Beispielrechnungen und durch Auswertung von Gründerinterviews die wichtigsten Thesen in der öffentlichen Diskussion. - Die Ich-AG und der teure Mitnahmeeffekt - Wundermittel gegen Schwarzarbeit? - Lohnt sich die Ich-AG für Familien? - Erschliessen des Niedriglohnsektors? - Jobmaschine Ich-AG? Keine der aktuellen Thesen hält einer kritischen und wissenschaftlichen Untersuchung statt. Dennoch der plädiert der Autor für eine Fortsetzung der Ich-AG-Förderung als preiswertes und gründerfreundliches Arbeitsmarktinstrument." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The part-time pay penalty (2005)
Zitatform
Manning, Alan & Barbara Petrongolo (2005): The part-time pay penalty. (CEP discussion paper 679), London, 97 S.
Abstract
"In 2003, women working part-time in the UK earned, on average, 22% less than women working full-time. Compared to women who work FT, PT women are more likely to have low levels of education, to be in a couple, to have young and numerous children, to work in small establishments in distribution, hotels and restaurants and in low-level occupations. Taking account of these differences, the PT penalty for identical women doing the same job is estimated to be about 10% if one does not take account of differences in the occupations of FT and PT women and 3% if one does. The occupational segregation of PT and FT women can explain most of the aggregate PT pay penalty. In particular, women who move from FT to PT work are much more likely to change employer and/or occupation than those who maintain their hours status. And, when making this transition, they tend to make a downward occupational move, evidence that many women working PT are not making full use of their skills and experience. Women working PT in the other EU countries have similar problems to the UK but the UK has the highest PT pay penalty and one of the worst problems in enabling women to move between FT and PT work without occupational demotions. At the same time, PT work in the UK carries a higher job satisfaction premium (or a lower job satisfaction penalty) than in most other countries. Policy initiatives in recent years like the National Minimum Wage, the Part-Time Workers Regulations and the Right to Request Flexible Working appear to have had little impact on the PT pay penalty as yet although it is too early to make a definitive assessment of the full impact of some of these regulations. The most effective way to reduce the PT pay penalty would be to strengthen rights for women to move between FT and PT work without losing their current job." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Entfesselte Arbeit - neue Bindungen: Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie (2005)
Mayer-Ahuja, Nicole; Manning, Stephan ; Mayer-Ahuja, Nicole; Wolf, Harald ; Mields, Just; Bleses, Peter; Pries, Ludger ; Henninger, Annette; Sydow, Jörg ; Mader, Sabine; Wolf, Harald ; Abel, Jörg; Gottschall, Karin ; Volmerg, Birgit;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole & Harald Wolf (Hrsg.) (2005): Entfesselte Arbeit - neue Bindungen. Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie. Berlin: Edition Sigma, 341 S.
Abstract
"Liegt die Zukunft der Arbeit tatsächlich in ihrer allseitigen Entgrenzung, wie vielfach in Wissenschaft und Politik behauptet wird? Der Band zeigt, dass es 'entgrenzte Arbeit' in Reinform selbst bei hochqualifizierten, kreativen Tätigkeiten nicht gibt, denn stets gehen Fehlen oder Wegfall von Regulationsstrukturen und -mechanismen mit der Fortexistenz alter und der Herausbildung neuer sozialer Bindungen einher. Die Autorinnen und Autoren spüren solche Grenzen der Entgrenzung exemplarisch im Bereich der Medien- und Kulturindustrie auf - Branchen, die als Vorreiter einer 'entgrenzten' Arbeitswelt gelten. Eingeleitet von einer begrifflich-analytischen Reflexion über die Kategorien Selbst- und Fremdbindung werden empirische Ergebnisse eines Forschungsverbundes präsentiert, der sich aus unterschiedlichen Perspektiven (Arbeitssoziologie, Industrial-Relations-, Arbeitsmarkt- und Geschlechterforschung, Betriebswirtschaftslehre, Arbeitsrecht und Arbeitspsychologie) mit der Arbeit in Internet- und Multimediaunternehmen, Journalismus, TV-Produktion, öffentlichem und privatem Rundfunk sowie Museen befasst hat. Dabei kommen vielfältige Grenzen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Organisation zur Sprache - neu entstehende, weiterhin bestehende und solche, die künftig aktiv gesetzt werden müssen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany (2005)
Zitatform
McGinnity, Frances, Antje Mertens & Stefanie Gundert (2005): A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 4, S. 359-374., 2004-12-23. DOI:10.1093/esr/jci025
Abstract
"Fixed-term contracts in Europe have recently become the subject of both policy and research interest, seen as particularly relevant in the transition from school to work. Some commentators argue that fixed-term contracts have an integrative function in the transition from school to work, providing a 'bridge' to the labour market. A contrasting perspective is that they hinder successful integration into the labour market by leading to a repeating cycle of fixed-term jobs and unemployment. We investigate this issue in Germany, a country with a regulated labour market and a 'co-ordinated' transition from education to work. Using life history data we consider who gets a fixed-term contract at the beginning of working life in Germany and how this affects their subsequent labour market career. Our first key finding is that fixed-term contracts are found among those for whom the school-to-work transition is not so co-ordinated, including both high-skilled and low-skilled labour market entrants. Our second finding is that, after five years, the unemployment rates of those who started with fixed-term contracts and those who started with permanent contracts converge. Beginning working life with a fixed-term contract does not clearly signal a 'bad start' in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
A two-tier labour market for fixed-term jobs?: evaluating evidence from West Germany using quantile regression (2005)
Zitatform
Mertens, Antje & Frances McGinnity (2005): A two-tier labour market for fixed-term jobs? Evaluating evidence from West Germany using quantile regression. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 75-85.
Abstract
In jüngeren Diskussionen werden oft die beträchtliche Bandbreite der Qualität befristeter Arbeitsverhältnisse und die damit verbundenen Lohnunterschiede vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept eines geteilten Arbeitsmarkts für befristet Beschäftigte vorgestellt und mittels quantiler Regression getestet. Eine Analyse von Daten des Sozioökonomischen Panels zeigt, dass befristet Beschäftigte mit hohen Löhnen nur geringfügig weniger verdienen als vergleichbare fest Angestellte. Befristet Beschäftigte mit niedrigen Löhnen verdienen jedoch erheblich weniger als vergleichbare Beschäftigte mit unbefristeten Verträgen. Dies zeigt, dass OLS-Regressionen wichtige Aspekte der Lohnstruktur befristet Beschäftigter vernachlässigen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen?: eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen (2005)
Zitatform
Meyer, Wolfgang & Christian Pfeifer (2005): Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen? Eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 175-188.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Wirkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Anpassungsflexibilität von Betrieben. Die Theorien der flexiblen Firma sowie des dualen Arbeitsmarktes implizieren, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse der Anpassung an temporäre Nachfrageschocks dienen, da sie mit geringeren Anpassungskosten verbunden sind. Dementsprechend sollten sie die Anpassungsgeschwindigkeit der Gesamtbeschäftigung erhöhen. Zudem sollte die Anpassung der Beschäftigung weniger stark über die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse erfolgen, so dass diese Beschäftigtengruppe eine höhere Beschäftigungssicherheit genießt. In der empirischen Analyse werden diese Überlegungen mit Hilfe der Schätzung dynamischer Arbeitsnachfragefunktionen unter Verwendung der GMM-Methode nach Arellano/Bond (1991) überprüft und können grundlegend bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Equal-Pay - Das Ende der Zeitarbeit?: eine ökonomische Analyse der Wirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Zeitarbeit (2005)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2005): Equal-Pay - Das Ende der Zeitarbeit? Eine ökonomische Analyse der Wirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Zeitarbeit. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 4, S. 97-103.
Abstract
"Im Zuge der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes wurde auch die Regulierung der Zeitarbeit geändert. Der im neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verankerte Grundsatz des Equal-Pay ist dabei sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch von Teilen der Öffentlichkeit heftig kritisiert worden. Dennoch hat das Bundesverfassungsgericht in seiner jüngsten Entscheidung die Regelungen zum Equal-Pay als verfassungskonform bestätigt. Droht jetzt das Ende der Zeitarbeit? Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dieser Fragestellung, indem er die ökonomischen Auswirkungen von Equal-Pay analysiert und die verschiedenen Kostenwirkungen der Zeitarbeit vor diesem Hintergrund kritisch betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Temporary agency work, the changing employment relationship and its impact on human resource management (2005)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2005): Temporary agency work, the changing employment relationship and its impact on human resource management. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 370-388.
Abstract
Der zunehmende Einsatz zeitlich befristeter gewerblicher Leiharbeit in Deutschland hat Auswirkungen auf die Natur der Arbeitsbeziehungen. Angesichts von Dreiecksbeziehungen wie im Falle von Leiharbeit, bei dem die Angestellten des Leiharbeitsunternehmens im Unternehmen des Kunden arbeiten, ist es schwierig, an dem Begriff einer klar definierten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung festzuhalten. Die Verwischung von Unternehmensgrenzen und Arbeitsbeziehungen führt zu Unklarheiten mit Folgen für das Personalmanagement. Aufgrund der Dominanz neuer Ansätze der Institutionenökonomie bei der Analyse von Leiharbeit ist es nicht überraschend, dass diese Unklarheiten, Auswirkungen und Konsequenzen des Einsatzes von Leiharbeitnehmer auf das Personalmanagement der Kundenunternehmen unterschätzt und noch nicht im Detail untersucht wurden. Der Beitrag versucht diese Lücke zu schließen, indem er die Perspektive des Personalmanagements in die aktuelle Debatte einbringt, um Einsicht in dessen Rolle innerhalb der Dreiecksbeziehungen zu gewinnen. Die Implikationen des Einsatzes von Leiharbeitnehmern für das Personalmanagement der Kundenunternehmen werden auf der Basis theoretischer Diskussionen und empirischer Untersuchungen besonders im Hinblick auf das Engagement für das Kundenunternehmen und die Identifikation mit diesem analysiert. Es werden verschiedene Vorschläge entwickelt, welche speziellen organisatorischen Maßnahmen des Personalmanagements für Leiharbeitnehmer getroffen werden könnten, um zu illustrieren, wie wichtig ein auf Mannigfaltigkeit angelegtes Personalmanagement für unterschiedlichen Belegschaftsgruppen ist. (IAB)
-
Literaturhinweis
Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise (2005)
Möckel, Carsten;Zitatform
Möckel, Carsten (2005): Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise. (Gabler Edition Wissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 274 S.
Abstract
"Aufgrund der aktuellen Beschäftigungssituation in Deutschland gewinnt die Frage, welchen Beitrag Existenzgründungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können, immer mehr an Bedeutung. Die Ergebnisse der Gründungsforschung sind in diesem Bereich bislang jedoch sehr heterogen und beschäftigen sich überwiegend nur mit hochinnovativen und technologieorientierten Unternehmensgründungen. Der Autor untersucht, inwieweit durch eine höhere Existenzgründungsquote die Beschäftigungskrise in Deutschland überwunden werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die empirische Analyse von 305 Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit in Berlin, die Leistungen nach dem Arbeitsmarktpolitischen Rahmenprogramm (ARP) in Anspruch genommen haben. Es wird dargestellt, welche Beschäftigungseffekte die Gründer generieren und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen. Der Autor zeigt, dass eine höhere Existenzgründungsquote einen entscheidenden beschäftigungspolitischen Beitrag leisten kann und liefert Schlussfolgerungen für eine Optimierung des Gründungserfolges sowie Gestaltungsempfehlungen zur Erhöhung der Zahl der Gründungsfähigen und -willigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gründungen aus der Arbeitslosigkeit: besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen (2005)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2005): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen. Mannheim, 15 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf breiter empirischer Basis (KfW-Gründungsmonitor) analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Im Vergleich zu anderen Gründern verfügen vormals arbeitslose Gründer über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen, welches für ihre Gründungsentscheidung jedoch besonders wichtig ist. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr wählen Arbeitslose sehr oft die Selbständigkeit eher notgedrungen als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibility, dual labour markets, and temporary employment: empirical evidence from German establishment data (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Flexibility, dual labour markets, and temporary employment. Empirical evidence from German establishment data. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 404-422.
Abstract
Die Studie untersucht, welche Formen und Instrumente Unternehmen benutzen, um flexibel auf nachfrageinduzierte Schwankungen des Outputs zu reagieren, und ob diese Instrumente komplementär oder substitutiv eingesetzt werden. Es gibt empirische Belege für eine eher komplementäre Beziehung. Darüber hinaus werden Determinanten von Zeitarbeit (befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit) und die Auswirkungen dieser flexiblen Beschäftigungsformen auf die Sicherheit und Stabilität regulärer Arbeitsverhältnisse analysiert. Ein Ergebnis ist, dass eine positive Absatzentwicklung die Wahrscheinlichkeit und den flächendeckenden Einsatz von Zeitarbeit erhöht, was wiederum mit der dualen Arbeitsmarktheorie übereinstimmt. Was die Sicherheit und die Stabilität der Normalarbeitsverhältnisse angeht, so zeigt sich, dass Zeitarbeit weder die Zahl der Kündigungen noch die der Entlassungen vermindert, wie es die Stamm- und Randbelegschafts- Hypothese nahelegt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs: eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. Eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten. (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 324), Hannover, 27 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt, dass aber lediglich die Nutzung von Mini- und Midi-Jobs signifikant mit einem Nachfrageschock korreliert ist und diese Beschäftigungsformen weniger als flexible Randbelegschaft denn als Instrument der Arbeitszeitflexibilität genutzt werden. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, so dass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch hiervon machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse daraufhin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'interessenvertretungsfreien Zonen' stattfindet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 325-340.
Abstract
"In dem Beitrag wird unter Berücksichtigung der Staatstätigkeit aus einer theoriegeleiteten empirischen Perspektive diskutiert, ob zusätzliche Existenzgründungen zu mehr Beschäftigung führen. In erfolgreichen Existenzgründungen werden zwar direkt Arbeitsplätze geschaffen (an Erfolgsgeschichten dieser Art herrscht kein Mangel). Gleichzeitig kann (und wird) es allerdings über Wettbewerbs- und Verdrängungsprozesse auf Güter- und Faktormärkten zu einem Abbau von Beschäftigung in etablierten Unternehmen oder zu Schliessungen von Unternehmen kommen. Das Wissen zur staatlichen Steuerung solcher Marktprozesse, um gezielt Beschäftigung zu fördern, ist trotz erheblicher wissenschaftlicher Fortschritte (noch?) nicht vorhanden. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten zur Förderung von Existenzgründungen tatsächlich die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (ZEW discussion paper 2005-71), Mannheim, 28 S.
Abstract
"In dem Artikel werden ausgewählte theoretische und empirische Aspekte des Zusammenhangs zwischen Existenzgründungen, staatlichem Handeln und Beschäftigung diskutiert. Dabei wird die Frage, ob Existenzgründungen zusätzliche Beschäftigung schaffen überwiegend aus einer volkswirtschaftlichen (und nicht aus einer sektoralen oder regionalen) Sicht beleuchtet werden. Zusammenfassend zeigen theoretische Überlegungen und eine in mancher Hinsicht noch lückenhafte empirische Evidenz die Bedeutung von Existenzgründungen für die Zahl der Beschäftigten auf. Die Möglichkeiten des Staates, durch die Förderung von Existenzgründungen die Beschäftigung zu steigern, scheinen jedoch begrenzt. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gendermonitor Existenzgründung 2004: Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen (2005)
Piorkowsky, Michael-Burkhard; Fleißig, Sabine;Zitatform
Piorkowsky, Michael-Burkhard & Sabine Fleißig (2005): Gendermonitor Existenzgründung 2004. Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Die meisten Personen, die sich selbstständig machen, beginnen ihre Tätigkeit ohne Beschäftigte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, arbeiteten im März 2004 drei Viertel der 276 000 vollzeittätigen Gründerpersonen (76%) ohne bezahlte Arbeitskräfte. Unter den rund 68 000 Personen, die sich auf Teilzeitbasis selbstständig machten, haben sogar 93% zunächst nur für sich selbst einen Arbeitsplatz geschaffen. Gegenüber 1996 haben sich damit die Anteile der Gründerpersonen ohne Beschäftigte sowohl im Bereich der Vollzeiterwerbstätigkeit (um gut 10 Prozentpunkte) als auch im Bereich der Teilzeiterwerbstätigkeit (+ 5 Prozentpunkte) deutlich vergrößert. Das zeigen die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Gendermonitors Existenzgründungen 2004. Der Monitor basiert auf dem Mikrozensus - mit rund 820 000 Befragten in gut 380 000 Haushalten die größte amtliche Haushaltsbefragung in Europa - und wird vom Statistischen Bundesamt in Kooperation mit der Professur für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Bonn erstellt. Während Vollzeitgründungen ohne Beschäftigte überwiegend durch Männer erfolgten (zu 70%), entfielen 62% der Teilzeitgründungen ohne Beschäftigte auf Frauen. Für diese Form der Selbstständigkeit entscheiden sich Frauen vor allem wegen persönlicher oder familiärer Verpflichtungen (46%), das heißt, sie möchten Familie und Beruf besser vereinbaren. Im Vergleich zu den Teilzeit tätigen Frauen insgesamt, von denen 58% ihre reduzierte Arbeitszeit mit persönlichen oder familiären Verpflichtungen begründeten, wurde dieses Motiv bei Teilzeitgründerinnen also unterdurchschnittlich oft genannt. Teilzeittätige Gründer gaben mit rund 52% am häufigsten an, dass sie keine Vollzeittätigkeit wünschten oder keine zu finden war. Ähnlich hoch lag der Anteil auch unter den Teilzeit arbeitenden Männern insgesamt (51%)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit in der Praxis - Nach wie vor kein Hit (2005)
Zitatform
Promberger, Markus, Stefan Theuer & Lutz Bellmann (2005): Leiharbeit in der Praxis - Nach wie vor kein Hit. In: IAB-Forum H. 1, S. 18-23.
Abstract
"Langsam wirft die Leiharbeit ihr schlechtes Image ab und verlässt die Schmuddelecke am Arbeitsmarkt. Heute gelten Leiharbeitsplätze bei Arbeitsvermittlern wie Arbeitssuchenden durchaus nicht mehr als Zumutung. Wer aber schafft diese Arbeitsplätze auf Zeit - wo und in welchem Umfang? Unter dem Gesichtspunkt der betrieblichen Flexibilität ist Leiharbeit ein Instrument unter vielen, das in seiner Beliebtheit eindeutig auf den hinteren Plätzen rangiert. Die betriebliche Nachfrage nach Arbeitsverhältnissen dieses Typs ist offenbar begrenzt. Es ist fraglich, ob eine Ausweitung des Angebots durch die Personal-Service-Agenturen daran grundsätzlich etwas ändern wird. Auch wenn die Auswertungen noch nicht abgeschlossen sind: Vieles deutet darauf hin, dass eine umfangreiche Arbeitsmarktentlastung - wie in den Reformkonzepten der Hartz-Kommission in Aussicht gestellt - durch das Instrument der Leiharbeit gegenwärtig und in näherer Zukunft nicht zu erwarten ist. Ob die Leiharbeit in der Lage ist, sich ihren arbeitsmarktpolitischen Ritterschlag anderswo zu holen, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Beispielsweise mit Antworten auf die Fragen, inwieweit Leiharbeit als Instrument der Personalrekrutierung genutzt wird oder ob Leiharbeit die Beschäftigungsfähigkeit (,employability') vormals arbeitsloser Stellenbewerber erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis (2005)
Zitatform
Promberger, Markus (2005): Leiharbeit - Flexibilitäts- und Unsicherheitspotenziale in der betrieblichen Praxis. In: M. Kronauer & G. Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity : die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, 65), S. 183-204.
Abstract
"Leiharbeit ist eine besondere und nach wie vor umstrittene Beschäftigungsform." Ihre Verbreitung in deutschen Betrieben ist gering, jedoch mit leichter Wachstumstendenz, die durch die gesetzliche Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten gefördert wurde. Einkommensdiskriminierungen sind im Fall der Leiharbeit ein Indiz, dass es erhebliche Asymmetrien zu Lasten der Arbeitnehmer bei beschäftigungsbezogenen Flexibilisierungsmuster. Der Beitrag zeigt, dass die Einkommensdifferenzen im Vergleich von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen gravierend sind. Die bereits erfolgte tarifliche Einbindung der Leiharbeit konnte dieses Problem nicht lösen, das in Teilsegmenten bis hin zur Einkommensarmut reicht. Über den Einkommensaspekt hinaus bestätigen die Forschungsbefunde, das sich in der Leiharbeit nach wie vor folgende Prekaritätsmomente bündeln: hochgradig instabile Beschäftigungsverhältnisse, geringe Qualifizierungs- und Weiterbildungs- sowie eingeschränkte Partizipationschancen. Es wird konstatiert, dass es bei der Leiharbeit bislang offensichtlich nicht gelungen ist, den Ausgleich zwischen betrieblichen Flexibilisierungs- und individuellen Sicherheitsinteressen herbeizuführen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Familienorientierte Arbeitszeitmuster: neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten (2005)
Rürup, Bert; Gruescu, Sandra;Zitatform
Rürup, Bert & Sandra Gruescu (2005): Familienorientierte Arbeitszeitmuster. Neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten. Berlin, 50 S.
Abstract
"An den Bedürfnissen von Eltern und Pflegepersonen ausgerichtete Arbeitszeitmuster haben nicht nur positive Effekte für die Unternehmen und Erwerbspersonen, sondern auch auf makroökonomischer Ebene. Ergänzend zu betriebswirtschaftlichen Untersuchungen erörtert das Gutachten, welche Wachstumspotenziale sich damit erzielen lassen. Wenn mehr Frauen mit Kindern ihre Erwerbswünsche realisieren können, wächst das Arbeitskräftepotenzial. Durch eine bessere Koordination von familiären und beruflichen Anforderungen ist ein Anstieg der Geburtenrate wahrscheinlich. Anhand verschiedener Teilzeitmodelle zeigt das Gutachten, wie sich die Interessen von Unternehmen und die Wünsche der Mitarbeiter vereinbaren lassen. Weitere Anregungen gibt der Blick auf Beispiele aus dem europäischen Ausland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsbedingungen von Leiharbeitskräften (2005)
Schlese, Michael; Bulling-Chabalewski, Natalie; Schramm, Florian;Zitatform
Schlese, Michael, Florian Schramm & Natalie Bulling-Chabalewski (2005): Beschäftigungsbedingungen von Leiharbeitskräften. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 58, H. 10, S. 568-574.
Abstract
"Nach den Daten des SOEP hat sich seit 2001 die Anzahl der Leiharbeitskräfte auf ca. 1,1 Mio. in 2004 verdoppelt. Leiharbeit wird weiblicher und (noch) jünger. Die Beschäftigungsbedingungen von Leiharbeitnehmer/innen sind teilweise deutlich schlechter als die der anderen Belegschaften; so besteht etwa eine erhebliche und wachsende Einkommensdifferenz zu den Kernbelegschaften. Sie haben überwiegend negative Erwartungen an ihre weitere Entwicklung und eine niedrigere Arbeitszufriedenheit. Auch zwischen Kern- und Randbelegschaften besteht ein, wenngleich weniger ausgeprägtes, 'Gefälle' in der Qualität der Beschäftigungsverhältnisse. Die 'relative Deprivation' der Leiharbeitnehmer/innen ist nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Betriebe mit negativen Auswirkungen verbunden. Selbst wenn sich aus betriebswirtschaftlicher Perspektive diese Nachteile aufgrund der Lohnkostenvorteile der Leiharbeit rechnen mögen, dürfte dies auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene eine Vergeudung von 'Humanressourcen' bedeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich (2005)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2005): Mobilität der Solo-Selbständigen im europäischen Vergleich. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 4, S. 531-553.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Gegensatz zur klassischen Gründungsforschung, die zumeist auf die Nachhaltigkeit im Sinne einer möglichst langen Überlebensdauer der Unternehmen ausgerichtet ist, wird in diesem Beitrag dezidiert der Dynamik und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt der Solo-Selbstständigkeit nachgegangen. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien,Großbritannien und Schweden) verglichen. Die Analysen stützen sich auf Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe (1993-2003) und des Europäischen Haushaltspanels (1994-2001). Als Ergebnis der Analysen zeigt sich in allen Ländern eine im Vergleich zu anderen Erwerbsformen höhere Mobilität Solo-Selbstständiger. Frauen weisen in allen Ländern fast alljährlich eine höhere Mobilitätsrate auf als Männer. Solo-Selbstständigkeit betrifft zudem im Zeitverlauf sehr viel mehr Personen, als dies die Aggregatdaten einzelner Jahre auf den ersten Blick zeigen. Im Ländervergleich weist Deutschland (seit 1996) die höchste Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger auf. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, dass Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in allen betrachteten Ländern mit mehr oder weniger gravierenden spezifischen Nachteilen verbunden sind. In Deutschland, dem Land mit der höchsten Mobilitätsrate Solo-Selbstständiger, sind diese Nachteile besonders evident. Strategie einer europäischen Sozialpolitik sollte es sein, im Sinne des Konzepts des Risikomanagements ein Mindestmaß an kontinuierlicher Grundsicherung über diskontinuierliche Erwerbsverläufe hinweg gewährleisten zu können. Je nach nationaler Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme stellt sich hier ein mehr oder weniger dringender Handlungsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Von der Scheinselbstständigkeit zur Ich-AG: neue sozialpolitische Weichenstellungen? (2005)
Schulze-Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze-Buschoff, Karin (2005): Von der Scheinselbstständigkeit zur Ich-AG. Neue sozialpolitische Weichenstellungen? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 51, H. 1, S. 64-93.
Abstract
"Ziel des Beitrags ist die Evaluierung der jüngeren Gesetzgebung zur Förderung und sozialen Sicherung der Selbstständigkeit. Einleitend werden die Entwicklung, die Struktur und die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit skizziert. Die Aufarbeitung der sozialen Gesetzgebung zur Selbstständigkeit (bzw. zur 'Scheinselbstständigkeit') in den letzten Jahren zeigt, dass diese widersprüchlich und halbherzig geblieben ist. Weiterhin werden die arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Förderung von Selbstständigkeit (Überbrückungsgeld und Ich-AG) und deren Effizienz und Effektivität beschrieben. Darauf aufbauend wird die arbeits- und sozialrechtliche Ausgestaltung der Instrumente analysiert. Ergebnis der Analyse ist, dass sich mit der rechtlichen Ausgestaltung der Ich-AG eine neue Weichenstellung hin zu der überfälligen Anerkennung des generellen Schutzbedarfs Selbstständiger und der prinzipiellen Gleichstellung Selbstständiger und abhängig Beschäftigter andeutet. An eine solche Weichenstellung schließen sich Reformoptionen an, die abschließend erörtert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Teilzeitbeschäftigung als Arbeitsmarktchance (2005)
Schäfer, Andrea; Vogel, Claudia;Zitatform
Schäfer, Andrea & Claudia Vogel (2005): Teilzeitbeschäftigung als Arbeitsmarktchance. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 7, S. 131-138.
Abstract
"Mehr als ein Fünftel der Erwerbstätigen in Deutschland sind Teilzeitbeschäftigte. Seit Anfang 2001 ist das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz) in Kraft. Es hat die weitere Ausweitung der Teilzeit und die Schaffung neuer Stellen zum Ziel, um dadurch die allgemeine Beschäftigungssituation und somit die individuellen Partizipationschancen zu verbessern. Zu erwarten ist daher, dass die Zahl der Teilzeitbeschäftigten weiter steigen wird. Die große Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten wird nach wie vor von Frauen gestellt, denn eine wichtige Funktion von Teilzeitarbeitsverhältnissen ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Dies wird auch so bleiben, solange insbesondere in Westdeutschland keine bedarfsgerechten öffentlichen Kinderbetreuungsangebote bereitgestellt werden. Die Ergebnisse weisen zudem auf das künftige Potential der Teilzeit als Alternative zur Arbeitslosigkeit hin. Die vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobene Längsschnittsstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) zeigt, dass Frauen nicht nur häufiger als Männer, sondern auch länger in Teilzeit arbeiten, vor allem in Westdeutschland. Freilich wird deutlich, dass bei Männern der Teilzeitbeschäftigung häufiger der Einstieg in ein weiteres Beschäftigungsverhältnis folgt als bei Frauen. Männer haben auch die besseren Karrierechancen, also größere Übergangswahrscheinlichkeiten in die Vollzeit. Teilzeitbeschäftigung fördert zwar die Partizipationschancen der Frauen im Arbeitsmarkt, kann aber deren Erwerbsbeteiligung in Form einer Vollzeitbeschäftigung nicht nachhaltig verbessern. Teilzeit unterstützt also faktisch das Fortbestehen geschlechtsspezifischer Erwerbsmuster, wobei auch große Ost-West-Unterschiede sichtbar werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit: Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung (2005)
Seidel, Michael A.; Hack, Thomas;Zitatform
Seidel, Michael A. (2005): Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit. Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 52), Lohmar u.a.: Eul, 270 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist das Phänomen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen und hat durch die jüngsten Arbeitsmarktreformen (Ich-AG) einen zusätzlichen Schub bekommen. Die Gründungsforschung hat sich diesem bislang noch kaum zugewandt. Die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bedürfen einer Ergänzung aus der Mikroperspektive, die auch regionale Aspekte mit bedenkt. Diese Lücke soll durch diese Forschungsarbeit geschlossen werden, die aus einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hof und dem Existenzgründerberatungsprojekt im Innovations- und Gründerzentrum in Hof hervorging.
Die Auswertung einer schriftlichen Befragung von 1.700 Gründern bzw. Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit ermöglicht zum einen eine soziodemografische Beschreibung arbeitsloser Gründer und zeigt zum anderen, in welchen Kriterien sich diese von 'konventionellen' Gründern unterscheiden. Weiterhin war ein Ziel dieser Arbeit, die von Arbeitslosen gegründeten Betriebe zu beschreiben. Welche Branchen werden angesteuert? Gibt es spezifische Erfolgsfaktoren? Sind Gründungen aus der Arbeitslosigkeit 'aus der Not heraus geboren'? Inwiefern unterscheiden sich die Empfänger von Überbrückungsgeld von Ich-AGs? Schließlich werden durch die Evaluation des Modellprojekts in Hof den Trägern von Beratungsprojekten wertvolle Hinweise für ihre Arbeit gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Minijob-Reform: keine durchschlagende Wirkung (2005)
Zitatform
Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Minijob-Reform. Keine durchschlagende Wirkung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 8, S. 141-146.
Abstract
"Die sog. Minijob-Reform, die als Teil des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz II') am 1. April 2003 in Kraft trat, soll die Arbeitsanreize im Bereich geringer Erwerbseinkommen verbessern und damit die strukturelle Arbeitslosigkeit reduzieren. Dazu wurde die bisherige Beschränkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf maximal 15 Stunden aufgehoben und die Geringfügigkeitsgrenze bei der Sozialversicherung erhöht. Die Arbeitsmarktwirkungen und die Effekte der Reform auf Steueraufkommen und Sozialversicherungsbeiträge wurden vom DIW Berlin auf der Basis eines Mikrosimulationsmodells untersucht. Dabei sind auch indirekte Effekte, die sich aus den Arbeitsmarktwirkungen auf das Einkommensteueraufkommen und auf die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung ergeben, berechnet worden. Es wurden nicht nur die Wirkungen der Reform auf das Arbeitsangebot der bisher nicht erwerbstätigen Personen, sondern auch die in der wirtschaftspolitischen Diskussion häufig unberücksichtigten Effekte auf das Arbeitsangebot der bereits Beschäftigten analysiert. Die Schätzungen zeigen, dass die Minijob-Reform mit einer geringen Zunahme der Zahl der ausschließlich geringfügig beschäftigten Personen verbunden sein dürfte. Unberücksichtigt bleiben bei der Analyse mögliche Effekte auf den Umfang der Nebenerwerbstätigkeit und auf die eventuelle Legalisierung der bisherigen Schwarzarbeit. Gleichzeitig ist aber zu erwarten, dass aufgrund der Reform bereits Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren. Unter dem Strich dürfte daher das gesamte Arbeitsvolumen leicht sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany (2005)
Zitatform
Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany. In: Empirica, Jg. 32, H. 1, S. 91-116. DOI:10.1007/s10663-005-1982-x
Abstract
Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels wird die Arbeitsmarktreform in Deutschland analysiert, speziell die Subventionierung von Sozialabgaben im Niedriglohnbereich ab April 2003. Die Simulation zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch die Reform sehr gering sind. Der geringe positive Effekt wird zudem aufgewogen durch negative Beschäftigungseffekte bei den übrigen Beschäftigten. Auch die steuerlichen Effekte werden negativ eingeschätzt. Es wird gefolgert, dass die Einführung von Mini-Jobs kein geeignetes Mittel darstellt, um die Beschäftigungschancen von niedrigverdienenden Arbeitnehmern zu verbessern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Agency and bank nursing in the UK National Health Service (2005)
Tailby, Stephanie;Zitatform
Tailby, Stephanie (2005): Agency and bank nursing in the UK National Health Service. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 369-389.
Abstract
"The article draws on published research, mainly survey-based, and original case study interview data to explore the forms of temporary employment in nursing, the reasons nurses give for taking temporary or agency work, as a main job or a second job, and their experiences in such employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Machbarkeitsstudie "Die Neue Selbstständigkeit": Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungs-Effekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch gefördeter Existenzgründungen (2005)
Trube, Achim; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim & Carsten Weiß (2005): Machbarkeitsstudie "Die Neue Selbstständigkeit". Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungs-Effekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch gefördeter Existenzgründungen. (ZPE-Schriftenreihe 17), Siegen, 146 S.
Abstract
Ziel der Machbarkeitsstudie war es, am Beispiel sog. Ich-AGs in einem Agenturbezirk der Arbeitsverwaltung (AA Düsseldorf) die Möglichkeiten der Erforschung von Push- und Pull-Faktoren sowie etwaiger Legalisierungseffekte von Schwarzarbeit im Bereich arbeitsmarktpolitisch geförderter Existenzgründungen zu untersuchen. Dabei ging es sowohl um das methodische Problem, ob und ggf. mit welchen Verfahren der Forschungsgegenstand erfasst werden kann, als auch um die inhaltlich substantielle Frage, ob und inwieweit im Vorfeld der Gründung von Ich-AGs tatsächlich Push- oder Pullfaktoren bzw. auch Schwarzarbeit eine Rolle spielen. Datenbasis der Untersuchung ist ein Sample von 59 Beziehern eines Existenzgründungszuschusses im Förderjahr 2004. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden in acht Punkten zusammengefasst. Die Autoren stellen zusammenfassend fest, dass die Studie sowohl methodisch als auch substanziell Anlass zu weiterführenden Forschungen gibt, da nachgewiesen werden konnte, dass die Phänomene 'Push- bzw. Pullfaktoren' sowie Schwarzarbeit über empirische Verfahren erfassbar sind und auch tatsächlich im geförderten Gründungsgeschehen bei zuvor Erwerbslosen offensichtlich maßgebenden Einfluss haben. (IAB)
-
Literaturhinweis
Temporary employment and health: a review (2005)
Virtanen, Marianna ; Kivimäki, Mika ; Joensuu, Matti ; Elovainio, Marko ; Virtanen, Pekka ; Vahtera, Jussi ;Zitatform
Virtanen, Marianna, Mika Kivimäki, Matti Joensuu, Pekka Virtanen, Marko Elovainio & Jussi Vahtera (2005): Temporary employment and health. A review. In: International Journal of Epidemiology, Jg. 34, H. 3, S. 610-622. DOI:10.1093/ije/dyi024
Abstract
"We aimed to review evidence on the relationship between temporary employment and health, and to see whether the association is dependent on outcome measure, instability of employment, and contextual factors. We systematically searched for studies of temporary employment and various health outcomes and critically appraised 27 studies. The review suggests higher psychological morbidity among temporary workers compared with permanent employees. According to some studies, temporary workers also have a higher risk of occupational injuries but their sickness absence is lower. Morbidity may be higher in temporary jobs with high employment instability and in countries with a lower number of temporary workers and unemployed workers. The evidence indicates an association between temporary employment and psychological morbidity. The health risk may depend on instability of temporary employment and the context. Confounding by occupation may have biased some of the studies. Additional research to clarify the role of employment instability, hazard accumulation, and selection is recommended." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? (2005)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2005): Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 232-246.
Abstract
In den vergangenen fünf Jahren hat es eine deutliche Verschiebung zwischen verschiedenen Beschäftigungsformen gegeben: Die abhängige Beschäftigung wuchs im Zeitraum 1999-2004 ausschließlich im Bereich der Teilzeitbeschäftigung und dort vor allem im Bereich der Minijobs. Am Beispiel des Einzelhandels wird der Frage nachgegangen, "warum die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung erfolgreich und zugleich problematisch ist". Im Einzelhandel, in dem knapp neun Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen, stellen Minijob-Beschäftigte bereits ein Viertel aller Beschäftigten. Gleichzeitig ist der Einzelhandel eine Branche, in der mit 72 Prozent mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, und in der - durch die Kombination von hohem Teilzeit- und Minijobanteil und mäßigen Stundenlöhnen - überwiegend niedrige Einkommen erzielt werden. Ein wachsender Anteil der Beschäftigten im Einzelhandel kann mit der Arbeit also kein existenzsicherndes Einkommen erzielen, sondern hat lediglich die Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen. Zum Thema Minijobs werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte des Instituts Arbeit und Technik vorgestellt. Demnach gibt es im Einzelhandel eine gemeinsame Interessenlage von Unternehmen und Beschäftigten. Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot entwickeln - unterstützt durch die von der Politik vorgegebene Regulierung - ein je spezifisches Interesse an dieser Beschäftigungsform, und in der wechselseitigen Verstärkung dieser Interessen liegt der Grund des starken Wachstums der Minijobbeschäftigung. Insgesamt wird die Ausbereitung von Minijobs kritisch betrachtet, da sie zu Lasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse geht, und Minijobs vor allem für anderweitig sozial abgesicherte Erwerbspersonen attraktiv sind: "Anstatt die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen für vollwertige Arbeitsverhältnisse zu verbessern, um die Arbeitslosigkeit abzubauen, verzichten Staat und Gesellschaft auf Einnahmen, um vor allem Erwerbsgruppen zu subventionieren, die anderweitig sozial abgesichert sind und mit der Aufnahme eines Minijobs ihre eigenständige soziale Absicherung hinten anstellen." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb: nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM) (2005)
Zitatform
Wagner, Joachim (2005): Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb. Nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM). (IZA discussion paper 1608), Bonn, 27 S.
Abstract
"Using a large recent representative sample of the adult German population this paper demonstrates that nascent necessity and nascent opportunity entrepreneurs are different with respect to some of the characteristics and attitudes considered to be important for becoming a nascent entrepreneur, and that they behave differently. Given the lack of longitudinal data, however, we have no information about the performance of entrepreneurs from both groups in the longer run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit (2005)
Zitatform
Wanger, Susanne (2005): Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit. (IAB-Kurzbericht 22/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit knapp 49 Prozent sind heute fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Frauen - 1991 waren es noch rund 44 Prozent. Allerdings hat die Zahl der von ihnen geleisteten Arbeitsstunden nicht in gleichem Maße zugenommen. Frauen trugen 2004 nur unterproportional zum gesamten Arbeitsvolumen bei - mit einem Anteil von 41 Prozent. Das insbesondere, weil viele teilzeitbeschäftigt sind: 2004 waren 75 Prozent aller Teilzeitstellen, aber nur knapp 37 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze von Frauen besetzt. Das IAB zeichnet mit seiner Arbeitsvolumenrechnung ein differenziertes Bild der Partizipation von Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen an der Erwerbsarbeit. Damit ist das Arbeitsvolumen der Frauen insgesamt gesunken und lag 2004 sogar unter dem Stand von 1991. Ein geringeres Arbeitsvolumen verteilt sich also auf eine weitaus größere Zahl von Frauen. Das Arbeitsvolumen der Männer ist allerdings stärker gesunken als das der Frauen. Zwar sind auch mehr Männer als früher teilzeitbeschäftigt, jedoch immer noch relativ wenige. Sie nutzen Teilzeit vor allem am Anfang und am Ende ihres Arbeitslebens. Bei Frauen nimmt die Teilzeitarbeit dagegen oft im gesamten Erwerbsleben breiten Raum ein. Deshalb bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Arbeitsmarktchancen von Frauen zu verbessern. Dazu gehören neben besseren Angeboten zur Kinderbetreuung auch mehr familiengerechte Arbeitsplätze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Beschäftigte, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen
- Anteile an Beschäftigung und Arbeitsvolumen nach Geschlecht und Altersgruppen
- Beschäftigungsstruktur 2004 nach Geschlecht und Altersgruppen
- Hier finden Sie zusätzlich eine Tabelle zu den Arbeitszeiten und dem Arbeitsvolumen in Deutschland nach dem Geschlecht und der Region.
- Anteile der geringfügig Beschäftigten an allen Teilzeitbeschäftigten nach Geschlecht und Altersgruppen
-
Literaturhinweis
Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite (2005)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2005): Neues von der Ich-AG: Nicht jeder Abbruch ist eine Pleite. (IAB-Kurzbericht 02/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Bis Ende 2004 wurden rund 268.000 Ich-AGs von der BA mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Bislang wurden 48.000 Abgänge aus der Förderung gezählt. Diese sind jedoch keinesfalls mit gescheiterten Gründungen gleichzusetzen. Das IAB hat eine Stichprobe von Geförderten untersucht, die ihre Selbständigkeit inzwischen wieder aufgegeben haben. Über die Hälfte der Ich-AG-Abbrecher ist wieder arbeitslos. Zwei Fünftel sind aber wieder erwerbstätig. Die Gründe für den Abbruch sind altbekannt. Mangelhafte Vorbereitung und Informationsdefizite können durch verbesserte Beratung nur teilweise aufgefangen werden. Wer sich selbständig macht, muss auch selbst Verantwortung tragen. Bei einem Drittel der Fälle war die Aufgabe der Ich-AG mit (zusätzlichen) Schulden verbunden. Dabei können auch kleine Beträge zur großen Belastung werden. Eine strikte Kontrolle des Förderzugangs könnte sowohl die Gründer vor Schaden bewahren als auch Missbrauch verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Die Förderung von Existenzgründungen seit Januar 2003
- Motive für die Fördervariante "Ich-AG"
- Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit
- Gründe für die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit
- Verbleib der Abbrecher
- Durchschnittliche Wochenarbeitszeit vor Abbruch der Selbständigkeit
- Abgebrochen - und was dann?
-
Literaturhinweis
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission: Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005 (2005)
Wießner, Frank; Svindland, Dagmar; Hagemann, Sabine; Hess, Doris; Steinwede, Angelika; Kahle, Katrin; Steiner, Viktor; Kritikos, Alexander; Cramer, Ralph; Marwinski, Karen; Glocker, Daniela; Noll, Susanne; Baumgartner, Hans J.; Rein, Andrea; Dreiberg, Gert; Scheremet, Nicole; Caliendo, Marco ; Schneider, Bernd; Utzmann, Hilde; Sörgel, Werner;Zitatform
(2005): Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005. Nürnberg u.a., 506 S.
Abstract
"Der Forschungsverbund IAB, DIW, GfA, infas und sinus ist im Auftrag des BMWA der Frage nachgegangen, inwieweit es gründungswilligen Arbeitslosen mit Hilfe sozialstaatlicher Förderung gelingt, den 'Milieuwechsel' von einer unselbständigen in eine selbständige Tätigkeit zu bewältigen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Leiharbeit in den Niederlanden: Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung (2005)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2005): Leiharbeit in den Niederlanden. Soziodemographie, Beschäftigungsbedingungen und soziale Absicherung. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 51, H. 4, S. 394-415.
Abstract
"In der Diskussion um die mit den Hartz-Reformen beabsichtigte Ausdehnung der Leiharbeit wird des Öfteren auf das Vorbild der Niederlande verwiesen. Der Beitrag erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Soziodemographie, die Motivation sowie die Beschäftigungsbedingungen in der dortigen Leiharbeitsbranche. Wie in anderen europäischen Ländern sind die Zeitarbeitskräfte tendenziell benachteiligt, obwohl ihre Integration in die Entleihunternehmen gut zu sein scheint. Interessant für die deutsche Diskussion dürfte vor allem das 'Phasenmodell' sein, das Leiharbeitnehmern mit der Dauer ihrer Beschäftigung eine wachsende soziale Absicherung bietet und darüber hinaus die traditionell starke Brückenfunktion der Arbeitnehmerüberlassung unterstützt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in den Niederlanden (2005)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2005): Arbeitnehmerüberlassung in den Niederlanden. In: Bundesarbeitsblatt H. 11, S. 18-25.
Abstract
"Europaweit gelten die Niederlande als Vorbild für den großflächigen Einsatz von Zeitarbeit. Doch ist die Arbeitnehmerüberlassung dort anders geregelt als beispielsweise in Deutschland. Der vorliegende Beitrag erläutert die Besonderheiten und das unter sozialpolitischen Aspekten interessante Modell der schrittweise zunehmenden sozialen Absicherung der Zeitarbeitskräfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Minijob-Bilanz: Kaum Lohnfortzahlung bei Krankheit und Mutterschaft: Lohnausgleichskasse machte 136,6 Millionen Überschuss (2005)
Winkel, Rolf;Zitatform
Winkel, Rolf (2005): Minijob-Bilanz: Kaum Lohnfortzahlung bei Krankheit und Mutterschaft. Lohnausgleichskasse machte 136,6 Millionen Überschuss. In: Soziale Sicherheit, Jg. 54, H. 9, S. 292-298.
Abstract
"Im April 2003 trat die Minijob-Reform in Kraft. Die Zahl der geringfügigen Jobs hat sich daraufhin exorbitant erhöht. Doch der Boom bei den Minijobs hat für den Arbeitsmarkt wenig gebracht, wie die folgende Bilanz zeigt. Doch dieser Boom hat für den Arbeitsmarkt wenig gebracht, wie die folgende Bilanz zeigt. Und mindestens genau so wichtig: Es handelt sich um einen Boom von Arbeitsverhältnissen, die - zwar nicht de jure, wohl aber de facto - zweitklassig sind. So stellt der Ende August 2005 veröffentlichte Geschäftsbericht 2004 der für die Minijobs zuständigen Bundesknappschaft fest: Die Lohnausgleichskasse der Knappschaft hat in den Jahren 2003 und 2004 insgesamt einen Überschuss in Höhe von 136,6 Millionen Euro gemacht. Diese Kasse ersetzt Arbeitgebern von Minijobbern ihre Ausgaben für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei Mutterschaft. Solche Ausgaben erfolgten aber in den vergangenen Jahren kaum. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Minijobs und geht insbesondere auf die Situation der Lohnausgleichskasse ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Drucksache 15/4763) (2005)
Zitatform
(2005): Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Drucksache 15/4763). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/4836 (16.02.2005)), 5 S.
Abstract
Seit dem 1. Januar 2001 ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) in Kraft. Paragraph 14 dieses Gesetzes sieht vor, dass ein Arbeitnehmer nicht sachgrundlos befristet beschäftigt werden kann, wenn er zuvor bereits bei demselben Arbeitgeber beschäftigt war. Insbesondere bei öffentlichen Arbeitgebern entfalten sich die negativen Auswirkungen dieses Gesetzes, da es zu einer permanenten Fluktuation in der Belegschaft führt. Erschwerend kommt hinzu, dass eine einmalige Beschäftigung bei einem Arbeitgeber dazu führt, dass künftig kein befristetes Arbeitsverhältnis ohne Sachgrund mit diesem Arbeitgeber mehr möglich ist. Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Fraktion zu den Auswirkungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf die Situation von Arbeitssuchenden gibt hierzu Erklärungen ab und kommt zu dem Schluss, dass keine Änderung des Gesetzes geplant ist und dass sie keine Alternativen hierzu sieht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 5 S.
Abstract
"Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen durch Frauen wird bisher als relativ gering eingeschätzt. Zudem werden zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolges häufig rein quantitative Merkmale, wie Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl, herangezogen. Dabei bleiben wichtige qualitative Aspekte unberücksichtig. Das zweite Factsheet der bundesweiten Gründerinnenagentur stellt einige Ergebnisse aus wissenschaftlichen Analysen zu den Besonderheiten von Existenzgründungen durch Frauen heraus und geht dabei im Speziellen auf qualitative Merkmale ein, durch welche sich Frauengründungen auszeichnen und durch die sie zu einem wichtigen Motor für die weitere Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaftsstruktur werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 6 S.
Abstract
"Der Schwerpunkt dieses Factsheets liegt zum einen auf bedeutsamen Erkenntnissen aus den Bereichen der psychologischen Forschung wie der persönlichen Merkmale und Erfolgsdeterminanten. Zum anderen werden einige Erkenntnisse zu den Themen 'Bedeutung von Netzwerken' und 'Ich- AG' im Bezug auf Unternehmensgründerinnen dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erwerbspersonenpotenzial, Erwerbstätigkeit, sozialversicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigung: Entwicklung und Struktur 2000-2005 (2005)
Abstract
Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung und Struktur des Erwerbspersonenpotenzials und der Erwerbstätigkeit für die Jahre 2000 bis 2005. Hauptergebnisse: Im Untersuchungszeitraum kam es zu einem Anstieg der Stillen Reserve um zehn Prozent. Die Alterung der Arbeitskräfte zeigt sich in einer Zunahme des Erwerbspersonenpotenzials der mittleren Altersgruppe und der 50 bis 64-jährigen. Die Zahl der Selbständigen hat sich zwischen 2000 und 2004 um acht Prozent erhöht. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der abhängig Beschäftigten (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte, Soldaten und Zivildienstleistende) von 35,3 Millionen auf 34,6 Millionen verringert. Grund für diesen Rückgang ist hauptsächlich die Abnahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Dieser betrug im untersuchten Zeitraum fünf Prozent, wobei der Rückgang im Osten wesentlich stärker ausfiel. Im Hinblick auf die sektorale Verteilung gab es den stärksten Rückgang im Baugewerbe und im Bergbau. Beschäftigungszuwächse konnten dagegen im Grundstücks- und Wohnungswesen sowie im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen verzeichnet werden. Weiterhin wird ein starker Anstieg der ausschließlich geringfügigen Beschäftigung konstatiert. Dabei werden zwei Drittel der Mini-Jobs von Frauen ausgeübt. Die Domäne der Mini-Jobs ist der Dienstleistungsbereich. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zehnter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - AÜG (2005)
Zitatform
(2005): Zehnter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - AÜG. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/6008 (30.09.2005)), 33 S.
Abstract
Entsprechend dem Auftrag des Deutschen Bundestages verfolgt der Bericht das Ziel, die Situation und die Entwicklung der erlaubten gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung darzustellen. Schwerpunkt sind dabei die umfassenden Änderungen des Rechts der Arbeitnehmerüberlassung im Berichtszeitraum von 2000 bis 2004. Der Bericht beruht auf Beiträgen der Bundesländer und Stellungnahmen von Interessengruppen, insbesondere aber Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit, die für die Durchführung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zuständig ist. Behandelt werden die rechtlichen Entwicklungen im Berichtszeitraum, die Situation der Arbeitnehmerüberlassung sowie die Überwachung der Arbeitnehmerüberlassung. Die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Arbeitnehmerüberlassung ist unbedeutend, da der Anteil von Leiharbeitnehmern an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach wie vor gering ist. Während zum Ende des letzten Berichtszeitraumes 1,05 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einem Leiharbeitsverhältnis standen, hat sich der Anteil nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit am Stichtag 30. Juni 2004 auf 1,5 Prozent erhöht. Auch im europäischen Vergleich hat der Leiharbeitsmarkt in Deutschland kaum an Bedeutung gewonnen. Klassische Motive für die Inanspruchnahme von Leiharbeitnehmern sind die Bewältigung von Auftragsspitzen sowie die Vertretung von Stammkräften. Insgesamt ist festzustellen, dass durch die rechtlichen Änderungen in der Berichtsperiode Leiharbeit einerseits als flexibles Arbeitsmarktinstrument durch die Aufhebung zahlreicher Verbote und Beschränkungen für Verleiher und Entleiher deutlich attraktiver gemacht wurde. Gleichzeitig bietet Leiharbeit insbesondere Arbeitslosen verbesserte Chancen zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass beide Effekte bei einem stärkeren wirtschaftlichen Wachstum als in der Berichtsperiode noch deutlicher zu Tage treten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Phasing into retirement (2004)
Zitatform
Allen, Steven G., Robert L. Clark & Linda S. Ghent (2004): Phasing into retirement. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 58, H. 1, S. 112-127.
Abstract
"To help workers navigate the transition from work to retirement more effectively, employers have been launching phased retirement programs, which allow older employees to work part-time and receive full retirement benefits. This paper examines the experience of the phased retirement system for tenured faculty in the University of North Carolina system over the years 1996-98. After phased retirement was introduced, there was a sizable increase in the overall separation rate in the system. The key finding from an empirical analysis of the retirement decision as a function of pension incentives, employee performance, demographics, and campus characteristics is that the odds of entering phased retirement were strongly and inversely related to employee performance, as measured by recent pay increases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment (2004)
Zitatform
Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2004): Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment. (IZA discussion paper 1166), Bonn, 34 S.
Abstract
"In most industrialized countries the majority of employed people are full-time employees with a non-temporary job and work at a workplace of the company in which they are employed. They are making careers at the employer they are employed by and most work-place changes are to other jobs of the same type. But it does not include large groups in the labour market. Many of those who have tenured positions work part-time, not full-time, and many both full-time and part-time workers have fixed-period contracts, contracts which only guarantee employment for a specified period of time. Some demographic groups are overrepresented among those with those types of jobs, young people, women, immigrants, ethnic minorities, and older workers, who to a large extent for different reasons do not have a very strong position in the labour market. In this paper two groups outside the core of full-time employees are analyzed: those employed in temporary employment agencies, and the selfemployed. The size and composition of both groups have changed during the last decade. The number employed by temporary employment agencies has increased in Western Europe as a consequence of deregulation of this sector in the 1990s, and the composition of the selfemployed has changed from mainly being farmers to being business-owners in various sectors. We will use Sweden as an example, but the Swedish experience is not unique. Other countries have similar and in many cases more of those types of employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Temporary employment agencies: a route for immigrants to enter the labour market? (2004)
Zitatform
Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2004): Temporary employment agencies: a route for immigrants to enter the labour market? (IZA discussion paper 1090), Bonn, 44 S.
Abstract
Untersucht wurden Beschäftigte bei schwedischen Zeitarbeitsunternehmen im Alter von 16 bis 64 im Jahre 1999 bzw. ihr Beschäftigungsstatus in den Jahren 1998 und 2000. Junge Menschen, Frauen, Stadtbewohner sowie Einwanderer sind überrepräsentiert. Bei der Gruppe der Einwanderer stammt die Mehrzahl aus Afrika, Asien und Südamerika. Einwanderer sind geringfügig älter als Einheimische, sie sind öfter verheiratet, Frauen sind weniger überrepräsentiert. Einwanderer sind überrepräsentiert unter den Beschäftigten sowohl mit niedrigem Bildungsniveau als auch mit Hochschulbildung. Die Mobilität zwischen beruflichem Status (Beschäftigung in einem Zeitarbeitsunternehmen, andere Form der Beschäftigung, Studium) unterscheidet sich bei Einwanderern und Einheimischen in mehrerer Hinsicht. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass Einwanderer öfter das Zeitarbeitsunternehmen zugunsten einer anderen Beschäftigungsform verlassen. Dies kann als ein Indiz dafür interpretiert werden, dass für Einwanderer Zeitarbeit als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt genutzt wird. (IAB)
-
Literaturhinweis
Temporary contracts and the dynamics of job turnover (2004)
Zitatform
Arai, Mahmood & Fredrik Heyman (2004): Temporary contracts and the dynamics of job turnover. In: Economics Bulletin, Jg. 10, H. 4, S. 1-6.
Abstract
"We report results indicating that job turnover is not countercyclical in general but rather reflects the inability of smooth labor adjustment through the use of temporary employment contracts. Service establishments with a high share of temporary employment exhibit acyclical job reallocation, while only permanent jobs within manufacturing are found to be countercyclical." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Minijobs, Midijobs und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in privaten Haushalten (2004)
Zitatform
Arntz, Melanie, Peter Jacobebbinghaus & Alexander Spermann (2004): Minijobs, Midijobs und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in privaten Haushalten. In: T. Hagen & A. Spermann (2004): Hartz-Gesetze : methodische Ansätze zu einer Evaluierung (ZEW-Wirtschaftsanalysen, 74), S. 171-189.
Abstract
Das zentrale beschäftigungspolitische Ziel der Reform der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Einführung von Mini- und Midijobs, welche zum 01.04.2003 auf der Grundlage des Hartz-II-Gesetzes in Kraft getreten ist, ist die Aktivierung des Niedriglohnsektors. Um die Effizienz der Reformen im Hinblick auf die Beschäftigungsziele zu evaluieren, müssen diese Gesamtbeschäftigungseffekte mit den fiskalischen Kosten in Beziehung gesetzt werden. Dazu gehört die Evaluation der sog. Mitnahmeeffekte, der fiskalischen Wirkungen und der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungseffekte. Zur Evaluierung an stehen auch die Auswirkungen der Mini- und Midijob-Verhältnisse auf die Erwerbschancen und Erwerbsbiographien verschiedener Personengruppen sowie die geschlechtsspezifischen Implikationen der Neuregelungen zur geringfügigen Beschäftigung. Letztere sind auch relevant in Bezug auf die sozialversicherungsrechtlichen Absicherungen und die Arbeitsbedingungen in der Gleitzone. Der Beitrag erläutert relevante Evaluationsstudien im nationalen und internationalen Kontext und stellt eine Reihe von Evaluationsmethoden vor (Matching-Ansatz, Makroevaluation mit berechenbaren allgemeinen Gleichgewichtsmodellen, Implementationsanalyse u.a.), überprüft sie im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit und entwickelt einen eigenen Vorschlag für ein Evaluationskonzept, das aus methodischer Sicht im Rahmen der derzeitigen Datenverfügbarkeit mit Sicherheit durchführbar ist. (IAB)
-
Literaturhinweis
Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt: neues im Kündigungsschutzgesetz und im Befristungsrecht (2004)
Bader, Peter;Zitatform
Bader, Peter (2004): Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt. Neues im Kündigungsschutzgesetz und im Befristungsrecht. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 21, H. 2, S. 65-76.
Abstract
"Am 1.1. 2004 sind wichtige Änderungen im Kündigungsschutzgesetz und im Teilzeit und Befristungsgesetz in Kraft getreten. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich der Agenda 2010, die nach den Vorstellungen der Regierungskoalition zur Belebung des Arbeitsmarktes beitragen soll. Zum Teil erscheinen nun Regelungen wieder, die es von Oktober 1996 bis Ende 1998 schon gab, zum Teil werden neue Wege beschritten. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Neuregelungen und die wesentlichen Probleme, die sich bei der Anwendung des neuen Rechts ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The impact of atypical employment on individual wellbeing: evidence from a panel of British workers (2004)
Zitatform
Bardasi, Elena & Marco Francesconi (2004): The impact of atypical employment on individual wellbeing. Evidence from a panel of British workers. In: Social Science and Medicine, Jg. 58, H. 9, S. 1671-1688. DOI:10.1016/S0277-9536(03)00400-3
Abstract
"This study explores the relationship between individual wellbeing and atypical employment, which includes both temporary and part-time employment schemes. Individual wellbeing is measured in terms of subjective indicators of mental health, general health status, life satisfaction, and job satisfaction. It addresses four questions: (1) Are workers on a temporary contract more likely to report poor health and poor life and job satisfaction than those who are employed in permanent jobs? (2) Is this the case for part-time workers compared to those who are in a full-time job? (3) Do changes in employment profiles (e.g., from a fixed-term contract to a permanent job, or from part-time employment to full-time employment) affect individuals' health and life satisfaction? (4) Are there differences in such relationships between men and women? To answer these questions, logistic regression models were used to analyse a panel of almost 7000 male and female workers from the first 10 waves of the British Household Panel Survey, 1991-2000. Controlling for background characteristics, atypical employment does not appear to be associated with adverse health consequences for either men or women, when both health and employment are measured at the same time. However, there is evidence that job satisfaction is reduced for seasonal/casual workers and is higher for part-timers. Taking account of selection issues does not change the general picture: the chances of poor mental and physical health and low life satisfaction are unaffected by atypical employment and some of the effects of job satisfaction persist. In addition, very few employment transitions appear to be consequential for a worsening in health outcomes, which tends to be observed in the case of job satisfaction. Although the pattern of results suggests that atypical forms of employment do not have durable adverse health consequences on workers, public policies that aim at improving the working conditions of workers in weak bargaining positions should give special attention to equity issues, including the possible health effects of experience of work in atypical employment arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Zur Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland: theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel (2004)
Zitatform
Bellmann, Lutz (2004): Zur Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland. Theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 53, H. 6, S. 135-142.
Abstract
"Die Beschäftigung der Leiharbeitnehmer entwickelte sich in den 90er Jahren in Deutschland sehr dynamisch, wenn auch im Vergleich zu anderen Ländern auf bescheidenem Niveau. Mit den Daten des IAB-Betriebspanels 2002 werden Hypothesen zur Funktion der Leiharbeit im Rahmen der betrieblichen Personalpolitik untersucht: Welche Beziehungen bestehen zu anderen Flexibilisierungsinstrumenten wie Überstunden, Arbeitszeitkonten und Befristungen von Beschäftigungsverhältnissen? Welche betrieblichen Kontextfaktoren fördern bzw. behindern die Nutzung des Instruments der Zeitarbeit? Außerdem bietet die in den letzten Jahren erfolgte (Re-)Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung und der Einrichtung von Personal-Serviee-Agenturen eine besonders interessante Forschungsperspektive." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The determinants of part-time work in EU countries: empirical investigations with macro-panel data (2004)
Buddelmeyer, Hielke; Ward, Melanie; Mourre, Gilles;Zitatform
Buddelmeyer, Hielke, Gilles Mourre & Melanie Ward (2004): The determinants of part-time work in EU countries. Empirical investigations with macro-panel data. (IZA discussion paper 1361), Bonn, 39 S.
Abstract
Ausgewertet wurden Daten der letzten zwei Jahrzehnte für die 15 EU-Länder, um strukturelle Faktoren für die Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung festzustellen. Dabei zeigt sich, dass der Konjunkturverlauf eher einen negativen Einfluss auf die Teilzeitbeschäftigung ausübt. Korrespondierend zeigt sich, das Teilzeitbeschäftigung konjunkturdämpfend wirkt und daher auch stärker in konjunkturschwachen Phasen auftritt. Die konjunkturellen Wirkungen sind bei jüngeren und männlichen Teilzeitbeschäftigten signifikant, aber bei Frauen und älteren Arbeitnehmern nur schwach. Strukturelle Faktoren wie die entsprechende Gesetzgebung für den Arbeitsmarkt spielen ebenfalls eine Rolle, wobei in streng reglementierten Arbeitsmärkten die Teilzeitarbeit für eine gewisse Flexibilisierung sorgt. Ländervergleiche zeigen, dass niedrigere Arbeitskosten einen großen positiven Einfluss auf die Quote der Teilzeitbeschäftigten hat. (IAB)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: European economy. Economic papers , 213 -
Literaturhinweis
Recent development in part-time work in EU-15 countries: trends and policy (2004)
Buddelmeyer, Hielke; Ward, Melanie; Mourre, Gilles;Zitatform
Buddelmeyer, Hielke, Gilles Mourre & Melanie Ward (2004): Recent development in part-time work in EU-15 countries. Trends and policy. (IZA discussion paper 1415), Bonn, 36 S.
Abstract
"A growing part-time employment share has been a main feature of a number of industrialized countries over the past two decades. A considerable variation in the rate of part-time work is evident by gender, age group, industrial sector and occupation. The stylized facts support the view that part-time employment represents an important opportunity particularly for young, older and female workers to enter the labour markets of the European Union. For the majority of workers in these groups, the decision to work part-time has been a voluntary one, which is all the more satisfactory in terms of welfare maximization. Our results indicate that the development of the part-time employment rate over time and the strong variation in the PTR across countries are significantly affected by policy and institutions. In particular policy measures geared toward encouraging part-time work are found to be positively related to actual part-time developments. These measures include both the legal framework directly affecting part-time positions and the creation of financial incentives (subsidies and improvement of social protection) to take up a part-time job. Moreover, other labour market institutions, including benefit systems and the stringency of employment protection legislation for regular contracts, are found to significantly but indirectly influence the growth in part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
