Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Die Berufswahlentscheidung von jungen Lehrern (1987)
Oesterreich, Detlef;Zitatform
Oesterreich, Detlef (1987): Die Berufswahlentscheidung von jungen Lehrern. (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Studien und Berichte 46), Berlin, 115 S.
Abstract
"Die Arbeit, die Teil einer Verlaufsuntersuchung des beruflichen Werdeganges von Lehrern ist, befaßt sich mit den Motiven, den Lehrerberuf ergreifen zu wollen, sowie den Gründen der Entscheidung für bestimmte Wahlfächer. Im Zentrum steht dabei die Frage nach Zusammenhängen zwischen der Berufswahlentscheidung und Erfahrungen der individuellen Biographie auf dem Hintergrund einer in den siebziger Jahren veränderten Lehrerausbildung. Für den ersten Teil der Untersuchung, auf den sich dieser Forschungsbericht bezieht, haben im Herbst 1978 257 Absolventen der Pädagogischen Hochschule Berlin einen Fragebogen beantwortet. Es konnte gezeigt werden, daß Erfahrungen der eigenen Schulzeit, aber auch die bei einem Teil der Befragten vorhandenen beruflichen Erfahrungen vor Aufnahme des Studiums Einfluß sowohl auf die Art der Motivierung für den Lehrerberuf als auch auf die Entscheidung für bestimmte Wahlfächer haben." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Ausbildung zum Forstwirt: Zusammenhänge zwischen Berufswahlverhalten, Verlauf der Ausbildung und späterem Verbleib im Beruf (1987)
Schneller, Johannes;Zitatform
Schneller, Johannes (1987): Berufswahl und Ausbildung zum Forstwirt. Zusammenhänge zwischen Berufswahlverhalten, Verlauf der Ausbildung und späterem Verbleib im Beruf. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Reihe A, Angewandte Wissenschaft 343), Münster-Hiltrup: Landwirtschaftsverlag, 232 S.
Abstract
Hauptanliegen der Arbeit ist es, einen differenzierten Einblick in den Prozeß der beruflichen Entwicklung angehender Forstwirte in der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln, wobei die Analyse der Hintergründe und Ursachen einer beruflichen Umorientierung der Auszubildenden im Anschluß an ihre Ausbildung eine dominierende Rolle spielt. Die Untersuchung konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
- Beschreibung der sozialen und regionalen Herkunft und sonstiger persönlicher Merkmale der heutigen Forstwirtauszubildenden;
- Analyse des Berufswahlprozesses der Forstwirtauszubildenden;
- Analyse der Ausbildungssituation auf der Basis des Urteils der Forstwirtauszubildenden;
- Analyse der beruflichen Zukunftspläne der Forstwirtauszubildenden.
Ein weiteres Ziel der Untersuchung ist die Erarbeitung von Hinweisen und Empfehlungen die geeignet erscheinen, die Ausbildungssituation zu verbessern und die Quote der Berufswechsler zu verringern.
Die Studie wurde als Längsschnittanalyse durchgeführt. Zwei bundesweite Vollerhebungen bei den Forstwirtauszubildenden des Einstellungsjahrganges 1982, zu Beginn und am Ende der Ausbildung, lieferten die notwendigen Informationen. Die hierzu entwickelten standardisierten Fragebögen wurden von den Auszubildenden jeweils im Rahmen der Lehrgänge an den Waldarbeitsschulen beantwortet. Mit diesem Konzept konnte eine Erfassungsquote von jeweils ca. 90% erzielt werden. (IAB2) -
Literaturhinweis
Das Wichtigste, man hat einen Beruf!: eine Studie über Berufsfindung, Ausbildung und berufliche Zukunft kaufmännischer Auszubildender (1985)
Maier, W.; Klaus, A.; Mannheim, U.; Wedell, S.;Zitatform
Maier, W., A. Klaus, U. Mannheim & S. Wedell (1985): Das Wichtigste, man hat einen Beruf! Eine Studie über Berufsfindung, Ausbildung und berufliche Zukunft kaufmännischer Auszubildender. Augsburg: Maro-Verl., 293 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie basiert auf qualitativen Interviews mit kaufmännischen Auszubildenden und von diesen geschriebenen Aufsätzen. Die Auszubildenden hatten so Gelegenheit, zu ihrer Berufsfindung und Stellensuche, zum Verlauf ihrer beruflichen Ausbildung sowie zu ihrer beruflichen Zukunft Stellung zu nehmen. Im Mittelpunkt stehen daher die subjektiven Erfahrungen der Jugendlichen, deren psychische Verarbeitung und die daraus erwachsenden Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
Die Darstellung orientiert sich am chronologischen Ablauf des Lebensabschnitts "Lehrzeit" und enthält zahlreiche Belege für die Aussagen der Autoren.
Die Untersuchung weist hin auf eine sehr starke Anpassungsleistung der Jugendlichen an die von ihnen vorgefundenen Bedingungen (Arbeitsmarkt, Betrieb, Bildungssystem) und läßt zumindest für die untersuchte Gruppe der kaufmännischen Auszubildenden das Bild einer resignierten, desillusionierten Jugend erkennen." (Autorenreferat)
