Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
Berufliche Pläne und realisierte Bildungs- und Berufswege nach Verlassen der Schule: Ergebnisse der BIBB-Schulabgängerbefragungen 2004 bis 2006 (2009)
Zitatform
Friedrich, Michael (2009): Berufliche Pläne und realisierte Bildungs- und Berufswege nach Verlassen der Schule. Ergebnisse der BIBB-Schulabgängerbefragungen 2004 bis 2006. (Berichte zur beruflichen Bildung 23), Bielefeld: Bertelsmann, 118 S.
Abstract
"Erstmals legt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Gesamtdokumentation der BIBB-Schulabgängerbefragungen der Jahre 2004 bis 2006 vor. Jugendliche wurden zu ihren beruflichen Wünschen und Orientierungen sowie zu ihrem tatsächlichen (beruflichen) Verbleib nach Beendigung der Schule befragt: - Interessieren sich Jugendliche für eine betriebliche Berufsausbildung? - Haben Jungen und Mädchen unterschiedliche berufliche Interessen? - Welche Chancen haben Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder Migrationshintergrund? Allen in der Bildungsforschung Tätigen gibt die Studie umfangreiche Daten an die Hand, um Prognosen für die Zahl der benötigten Ausbildungsplätze zu erstellen oder Maßnahmen anzustoßen, um Benachteiligten den Zugang zu einer Berufsausbildung zu erleichtern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Adaptation of career goals to self and opportunities in early adolescence (2009)
Hirsch, Andreas; Vondracek, Fred W.;Zitatform
Hirsch, Andreas & Fred W. Vondracek (2009): Adaptation of career goals to self and opportunities in early adolescence. In: Journal of vocational behavior, Jg. 75, H. 2, S. 120-128. DOI:10.1016/j.jvb.2009.05.005
Abstract
"Development of career goals that are adapted to self and opportunities is a central component of adolescent career preparation. The present longitudinal study (conducted throughout the eighth grade with three assessment points) investigated how 330 Swiss adolescents simultaneously adapt career goals to interests, scholastic achievement and environmental opportunities. Results demonstrated that students increasingly adapt their goals to the environment. Mean adaptation to environment related positively to degree of adaption to interests and achievement. Increased adaptation to environment over time related to increased adaptation to achievement but to decreased adaptation to interests. Gender, attended school type and nationality moderated adaptation processes. Structurally disadvantaged students (girls, lower requirements school track, immigrant students) reported more conflict in aligning adaptation to environment with adaptation to interests." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Career adaptability development in adolescence: multiple predictors and effect on sense of power and life satisfaction (2009)
Zitatform
Hirschi, Andreas (2009): Career adaptability development in adolescence. Multiple predictors and effect on sense of power and life satisfaction. In: Journal of vocational behavior, Jg. 74, H. 2, S. 145-155. DOI:10.1016/j.jvb.2009.01.002
Abstract
"This longitudinal panel study investigated predictors of career adaptability development and its effect on development of sense of power and experience of life satisfaction among 330 Swiss eighth graders. A multivariate measure of career adaptability consisting of career choice readiness, planning, exploration, and confidence was applied. Based on Motivational Systems Theory four groups of predictors were assessed: positive emotional disposition, goal decidedness, capability beliefs and social context beliefs. Influence of gender, age, immigration background, parental educational level, and college-bound or vocational education plans were also assessed. Perceived social support and positive emotional disposition, non-immigration background, and continuing to vocational education were single significant predictors of more career adaptability development over the school year. Supporting the connection of career adaptability and positive youth development, increase in career adaptability over time predicted increase in sense of power and experience of life satisfaction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Selbstkonzept und Berufswahl: eine Überprüfung der Berufswahltheorie von Gottfredson an Sekundarschülern (2009)
Ratschinski, Günter;Zitatform
Ratschinski, Günter (2009): Selbstkonzept und Berufswahl. Eine Überprüfung der Berufswahltheorie von Gottfredson an Sekundarschülern. (Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie 71), Münster: Waxmann, 235 S.
Abstract
"Die Berufswahltheorie von Linda Gottfredson beschreibt und erklärt die Entwicklung beruflicher Ambitionen und Orientierungen vom Vorschulalter bis zur ersten Berufsentscheidung in der Adoleszenz. In diesem Band wird in einer Vielzahl methodischer Zugänge aufgezeigt, dass die Wirkung der postulierten Einflussfaktoren und Entwicklungsmechanismen auch im Zeitfenster der schulischen Sekundarstufe nachweisbar ist. Die Effekte sind bei den Schülerinnen und Schülern am stärksten, die am meisten Unterstützung bei der Berufsfindung benötigen. Es werden Konsequenzen für Berufsberatung und die Planung schulischer Berufsorientierungen gezogen und Anwendungsvorschläge für Berufsvorbereitungsmaßnahmen gemacht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Der Einfluss von Lehrern auf die Abschlussabsichten von deutschen und türkischen Schülern in der Hauptschule (2009)
Zitatform
Schuchart, Claudia (2009): Der Einfluss von Lehrern auf die Abschlussabsichten von deutschen und türkischen Schülern in der Hauptschule. In: Bildung und Erziehung, Jg. 62, H. 4, S. 479-496.
Abstract
Schüler mit Migrationshintergrund sind im deutschen Schulsystem stark benachteiligt. Verschiedene Studien zeigen, dass ihre Schulbiografie vor allem in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Ihre Eltern können sie kaum unterstützen. Der Beitrag fragt nach dem angestrebten Bildungsabschluss und seiner Begründung bei deutschen und türkischen Hauptschülern. Im Vergleich zu deutschen Schülern äußern türkische Schülern signifikant ambitioniertere Ziele. Vor allem die Lehrer haben einen Einfluss auf diese Abschlussabsichten, vielleicht, weil ihnen in Schuldingen eine größere Kompetenz zugestanden wird als den Eltern. (IAB)
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Literaturhinweis
Adaptive adjustment of vocational aspirations among German youths during the transition from school to work (2009)
Zitatform
Tomasik, Martin J., Sam Hardy, Claudia M. Haase & Jutta Heckhausen (2009): Adaptive adjustment of vocational aspirations among German youths during the transition from school to work. In: Journal of vocational behavior, Jg. 74, H. 1, S. 38-46. DOI:10.1016/j.jvb.2008.10.003
Abstract
"The transition from school to work is a central developmental task with long-term implications for the financial and social status of individuals. We argue that dynamic adjustments of aspirations play a decisive role for a successful outcome of the school to work transition, particularly in the context of the German vocational training system. Latent growth curve analyses conducted on the self-reported occupational aspirations of German adolescents (N = 414) surveyed in a 5-wave longitudinal study during their senior school year support this assumption. Based on expectancy-value-models of achievement, we delineated an adaptive trajectory of aspirations as starting off with relatively high aspirations and subsequently gradually downgrading them until s is attained. Such a trajectory of adjustment should maximize both expectancy (i.e., probability of obtaining an apprenticeship position at all) and value (i.e., training position with promotion potential). Finally, we showed empirically that the trajectory conceptually proposed as most adaptive was characteristic for youth who reported phase-adequate goal engagement strategies as suggested by the life-span theory of control." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Prozesse beruflicher Orientierung im letzten Schuljahr an Haupt-, Gesamt-, und Realschulen (2008)
Birkelbach, Klaus W.;Zitatform
Birkelbach, Klaus W. (2008): Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Prozesse beruflicher Orientierung im letzten Schuljahr an Haupt-, Gesamt-, und Realschulen. In: Die berufsbildende Schule, Jg. 60, H. 1, S. 11-16.
Abstract
"Anhand einer Befragung von über 2 000 Haupt-, Real- und Gesamtschülern im Verlauf der 10. Klasse werden Aspekte des Entscheidungsprozesses zwischen der Aufnahme einer Berufsausbildung und einem weiteren Schulbesuch untersucht. Dabei wird gezeigt, wie die schwierige Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt im Schuljahresverlauf zunehmend das Entscheidungsverhalten beeinflusst und viele Jugendliche, die lieber eine Berufsausbildung im dualen System absolvieren würden, notgedrungen weiter zur Schule gehen. Dies betrifft - wenn auch in unterschiedlichem Maße - alle aufnehmenden Schulen und bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Motivation der Schülerinnen und Schüler." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungs(miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen (2008)
Zitatform
Budde, Jürgen (2008): Bildungs(miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen. (Bildungsforschung 23), Berlin, 66 S.
Abstract
Die Studie schildert die Bildungsbeteiligung und die Bildungsverläufe von Jungen und geht auf ihre Situation in sprachlichen Fächern (Deutsch und Fremdsprachen), Mathematik und Informatik sowie in naturwissenschaftlichen Fächern ein. Ein Überblick über die Berufsorientierung und die Berufswünsche von Jungen wird gegeben, und es wird auf den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium eingegangen. Der Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Schule wird dargestellt, und es werden drei aktuelle Diskurse thematisiert: Jungen mit Migrationshintergrund, die Rolle der Lehrkräfte sowie getrennter Unterricht. Folgende Ergebnisse werden festgehalten: "Je geringer qualifizierend die Schulform, desto höher der Anteil an Jungen, ca. jeder zehnte Junge bleibt ohne Schulabschluss. Jungen müssen häufiger eine Klasse wiederholen als ihre Mitschülerinnen, insbesondere am Gymnasium. Besonders ungünstig ist der Bildungsverlauf bei Jungen mit Migrationshintergrund. Sie müssen in der Grundschule wesentlich öfter eine Klasse wiederholen und erreichen geringere Abschlüsse. Vergleicht man in unterschiedlichen Fächern die Leistungen bei gleichem Interesse, zeigen sich nur geringe Kompetenzdifferenzen. Im Fach Deutsch zeigen Jungen zu Beginn der Schullaufbahn gute Leistungen, in der 5. Klasse findet sich dann ein moderater Rückstand zu den Mädchen, der in der Jahrgangsstufe 9 zunimmt; in der Oberstufe findet sich wieder eine Annäherung. Die guten Leistungen von Jungen in Mathematik weisen diesen Bereich als Jungendomäne aus. Die Leistungsvorsprünge der Jungen setzen zum Ende der Grundschule ein und verstärken sich in der Sekundarstufe I. Jungen orientieren sich in ihren Berufswünschen sowie den Ausbildungswegen an tradierten Geschlechterbildern und ergreifen Berufe im handwerklichen und industriellen Bereich. Dies kann sich aufgrund des Wandels zur wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft zunehmend als riskante Strategie erweisen. In der beruflichen Laufbahn schneiden junge Männer häufig erfolgreicher ab. Sie ergreifen meist besser bezahlte und karriereorientiertere Berufe. Einige junge Männer haben sehr große Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Für Migranten verstärkt sich dieser Effekt. Übermäßiger Medienkonsum und negative Schulleistungen korrelieren miteinander." (IAB2)
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Literaturhinweis
Studienwahlmotive bei angehenden Studierenden der Sozialen Arbeit: eine fallrekonstruktiv erschlossene Typologie (2008)
Schallberger, Peter; Schwendener, Alfred;Zitatform
Schallberger, Peter & Alfred Schwendener (2008): Studienwahlmotive bei angehenden Studierenden der Sozialen Arbeit. Eine fallrekonstruktiv erschlossene Typologie. In: Neue Praxis, Jg. 38, H. 6, S. 609-630.
Abstract
"In der Form einer Typologie werden im Folgenden zunächst die Ergebnisse einer Untersuchung vorgestellt, die auf die Rekonstruktion von Motiven für ein Studium der Sozialen Arbeit ausgerichtet war.' Daran anschließend werden einige Konsequenzen für die Hochschulpädagogik diskutiert, die sich aus den Befunden ziehen lassen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Schule als Notlösung: die Entwicklung der Entscheidung zwischen einer Berufsausbildung und einem weiteren Schulbesuch im Verlauf des letzten Schuljahres der Sekundarstufe I bei Haupt-, Real- und Gesamtschülern (2007)
Birkelbach, Klaus;Zitatform
Birkelbach, Klaus (2007): Schule als Notlösung. Die Entwicklung der Entscheidung zwischen einer Berufsausbildung und einem weiteren Schulbesuch im Verlauf des letzten Schuljahres der Sekundarstufe I bei Haupt-, Real- und Gesamtschülern. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 103, H. 2, S. 248-263.
Abstract
"In einer Stichprobe von Haupt-, Gesamt und Realschülern der 10. Klasse (n=2165) wird die Entscheidung zwischen dem Eintritt in eine Berufsausbildung und einem weiteren Schulbesuch als ein dynamischer Prozess, der von individuellen Merkmalen und Wünschen auf der einen Seite und den Bedingungen des Ausbildungsmarktes auf der anderen Seite geprägt wird, untersucht. In bi- und multivariaten Analysen wird gezeigt, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Verlauf des letzten Schuljahres aufgrund der Erfahrungen ihrer Chancenlosigkeit auf dem Ausbildungsmarkt zunehmend gezwungen sehen, den Wunsch nach einer Berufsausbildung zunächst aufzugeben und statt dessen weiter zur Schule zu gehen. Die Lehrstellenlücke erweist sich also als noch wesentlich größer, wenn diejenigen, die sich bereits frühzeitig umorientierten, bei der Berechnung der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen berücksichtigt würden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit und Identität im Jugendalter: die Auswirkungen der gesellschaftlichen Strukturkrise auf Sozialisation (2007)
Mansel, Jürgen; Gross, Friederike von; Kahlert, Heike ; Glaesser, Judith ; von Gross, Friederike ; Treumann, Klaus Peter; Angele, Jürgen; Seibert, Holger; Bühler, Caroline; Liebsch, Katharina; Ganguin, Sonja ; Majerek, Bozena; Arens, Markus; Manse, Jürgen; Kahlert, Heike ; Mansel, Jürgen; Drilling, Matthias ; Ohlbrecht, Heike;Zitatform
Mansel, Jürgen & Heike Kahlert (Hrsg.) (2007): Arbeit und Identität im Jugendalter. Die Auswirkungen der gesellschaftlichen Strukturkrise auf Sozialisation. (Jugendforschung), Weinheim u.a.: Juventa-Verl., 240 S.
Abstract
"Die Arbeitsorientierung und die Motivation, sich für die Ausbildung in einem bestimmten Beruf zu entscheiden und diesen auch auszuüben bzw. ausüben zu wollen, kann auch heute noch als ein zentraler Bestandteil der Identität einer Person erachtet werden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob im Zuge der sich abzeichnenden Erosion der Normalerwerbsbiographie und der zunehmenden Freizeitorientierung junger Menschen sowie der wachsenden Bedeutung der Zugehörigkeit zu spezifischen kulturellen Szenen der Zusammenhang von Arbeit und Identitätsentwicklung geändert, d.h. Arbeitsorientierung und berufliche Tätigkeit an Relevanz für die Identitätsbildung eingebüßt haben. Vor diesem Hintergrund werden in dem vorliegenden Band drei Themenfelder behandelt: 1.) die Entwicklung einer beruflichen Orientierung, ihre inhaltliche Ausrichtung und die Wertigkeit von Erwerbsarbeit für die aktuell heranwachsende Generation; 2.) die veränderten Chancen und Risiken traditionell am Arbeitsmarkt benachteiligter Gruppen; 3.) die Alternative einer Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit als Arbeitskraftunternehmer angesichts der schwindenden Chancen für Jugendliche auf dem traditionellen Arbeitsmarkt und die Frage, inwiefern junge Menschen die Kompetenzen entwickelt haben, die erforderlich sind, um sich am Markt erfolgreich als Arbeitskraftunternehmer zu behaupten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Der Studien- und Berufswahlprozess: zur subjektiven Rekonstruktion einer biografischen Entscheidung (2007)
Oram, Melanie;Zitatform
Oram, Melanie (2007): Der Studien- und Berufswahlprozess. Zur subjektiven Rekonstruktion einer biografischen Entscheidung. Marburg: Tectum Verlag, 253 S.
Abstract
"Die Studien- und Berufswahl ist für Jugendliche eine erste wesentliche Orientierungs- und Entscheidungsleistung. Konfrontiert mit einem diffusen Bildungssystem, einer unsicheren Arbeitswelt und weitestgehend entstandardisierten Lebensläufen, haben sie nicht nur die Freiheit, sondern auch den Zwang, ihre erste biografische Gelenkstelle eigenverantwortlich zu gestalten. Wie erleben und bewältigen Schulabsolventen diese Entscheidungsphase? Die Autroin konzipiert die Studien- und Berufswahl als biografische Entscheidung. Deren Verlauf und Logik stehen eher in lebensgeschichtlichem Zusammenhang, als dass sie rationalem Kalkül folgen. Damit trägt die Autorin der Entdeckung des subjektiven Faktors in den Sozialwissenschaften Rechnung und widerspricht in Teilen den Ergebnissen der Berufswahlforschung. Die Berufsfindung, so zeigt dieses Buch, wird nicht durch eine objektiv-sachlich vorgegebene Realität bestimmt. Sie ist als subjektive Interpretationsleistung zu verstehen, bei der die Akteure versuchen, innere Gewordenheiten und äußere Gegebenheiten in Übereinstimmung zu bringen. Im Unterschied zu geläufigen theoretischen Abbildungen von Studien- und Berufswahlprozessen rekonstruiert die Autorin den Übergang von der Schule in den Beruf aus der Perspektive der Akteure. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse stellen bisherige Konzepte der Berufsberatung infrage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auszubildende mit Hauptschulabschluss: vom Normalfall zur Randgruppe? (2007)
Uhly, Alexandra; Erbe, Jessica;Zitatform
Uhly, Alexandra & Jessica Erbe (2007): Auszubildende mit Hauptschulabschluss. Vom Normalfall zur Randgruppe? In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 36, H. 4, S. 15-20.
Abstract
"Seit Mitte der 90er-Jahre erhält eine wachsende Zahl von Jugendlichen keine Lehrstelle oder kann erst nach Warteschleifen in eine Berufsausbildung eintreten. Besonders betroffen sind Jugendliche mit Hauptschulabschluss. Der Beitrag untersucht anhand der Berufsbildungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, inwieweit und in welchen Berufen diese Jugendlichen noch im dualen System vertreten sind. Gezeigt wird, dass der längerfristige Rückgang der Hauptschüleranteile in der dualen Berufsausbildung sowie die Schrumpfung ihres Berufsspektrums nicht allein durch den Lehrstellenmangel bedingt sind. Ihre geringe Repräsentanz in Dienstleistungsberufen und in neuen Ausbildungsberufen deutet darauf hin, dass die Chancen der Hauptschüler auch im Zuge der Tertiarisierung und steigender Arbeitsanforderungen sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
(Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe!: Untersuchungen zur Orientierungs- und Berufseinstiegsphase von Frauen und Männern (2007)
Zitatform
(2007): (Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! Untersuchungen zur Orientierungs- und Berufseinstiegsphase von Frauen und Männern. (Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit. Schriftenreihe 04), Bielefeld, 230 S.
Abstract
"Die mehrphasige Studie '(Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! - Untersuchungen zur Orientierungs- und Berufseinstiegsphase von Frauen und Männern' untersucht insbesondere die Erfahrungen junger Frauen, die in Berufe der Informations- und Kommunikationsbranche einsteigen wollen. Sie betrachtet dabei die drei Phasen Berufsorientierung, Ausbildungs- und Berufseinstieg. Insgesamt wurden 1.936 weibliche und männliche Auszubildende der IT-Berufe sowie ausgebildete IT-Fachkräfte befragt. Die hier vorgelegten Untersuchungen und Studien wurden im Rahmen des Bundesausbildungsprojektes idee_it erstellt. Zielsetzung des Projektes war es, mehr Mädchen und junge Frauen für eine Ausbildung in den IT- und Medienberufen zu gewinnen.
Folgenden Fragen geht die Studie nach:
Welche Berufsinformationsquellen, wie Berufsberatung, Internetangebote oder Berufsorientierungsmessen, werden wann von Jugendlichen genutzt und welche Präferenzen liegen bei beiden Geschlechtern vor? Welche unterschiedlichen Hürden für Frauen und Männer stellen Personalauswahlverfahren der IT-ausbildenden Unternehmen dar? Welche Einflussfaktoren wirken während der Berufsorientierung und beim beruflichen Einstieg, wie z.B. die Selbsteinschätzung junger Frauen in Bezug auf ihre Fähigkeiten oder die wahrgenommene Qualität der Ausbildung und Unterstützung durch Ausbildungsverantwortliche?
Auf Basis der erhobenen Daten werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie eine stärkere Ansprache junger Frauen für die IT-Berufe erreichbar und eine Verbesserung der Ausbildung insgesamt möglich ist." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Berufswahlprozess: Wie sich Jugendliche auf ihren Beruf vorbereiten (2006)
Zitatform
Herzog, Walter, Markus P. Neuenschwandner & Evelyne Wannack (2006): Berufswahlprozess: Wie sich Jugendliche auf ihren Beruf vorbereiten. (Prisma 02), Bern: Haupt, 223 S.
Abstract
"Mit der Berufswahl stellen Jugendliche wichtige Weichen für ihre berufliche Zukunft. In diesem Buch wird ein Phasenmodell entwickelt, welches erklärt, wie Übergänge in die Ausbildung zustande kommen und der Eintritt ins Erwerbsleben vorbereitet wird. Eine Besonderheit des Ansatzes liegt darin, dass die Situation am Ende der obligatorischen Schule mit anderen Optionen, wie zum Beispiel der Aufnahme eines Hochschulstudiums nach Abschluss des Gymnasiums, verglichen wird. Das Buch gibt einen Einblick in die Vielfalt an Erwartungen und Entscheidungen, vor der sich junge Menschen bei der Berufswahl gestellt sehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
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Schule - und dann?: schwierige Übergänge von der Schule in die Berufsausbildung (2006)
Reißig, Birgit; Lex, Tilly; Gaupp, Nora; Hofmann-Lun, Irene;Zitatform
Reißig, Birgit, Nora Gaupp, Irene Hofmann-Lun & Tilly Lex (2006): Schule - und dann? Schwierige Übergänge von der Schule in die Berufsausbildung. München u.a., 18 S.
Abstract
Der Text berichtet über Ergebnisse aus dem DJI-Übergangspanel und stellt den dritten Zwischenbericht zu dieser Untersuchung dar. Der Bericht behandelt die folgenden Aspekte: Die Wünsche und Pläne der Hauptschülerinnen und Hauptschüler rund vier Monate vor Ende des Schulbesuchsjahres 2003/2004, die in diesen letzten Monaten des Schuljahres ablaufenden Orientierungs- und Entscheidungsprozesse, den Vergleich zwischen den im März 2004 geplanten und den im November 2004 realisierten Bildungs- und Ausbildungswegen sowie die Bildungs- und Ausbildungsverläufe zwischen November 2004 und November 2005. Die Untersuchung zeigt, dass die Absolventinnen und Absolventen der Hauptschulen eine in ihren Motiven, Zielen und Potenzialen heterogene Gruppe sind. In der Mehrzahl sind sie bereit und in der Lage, lange und komplizierte Abfolgen von Bildungs- und Qualifizierungsschritten zu absolvieren, um ihre Qualifizierungsziele zu verwirklichen. Nur sehr wenige Jugendliche gehen nach der Schule den Weg in ungelernte Arbeit. (IAB)
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Literaturhinweis
Sozialprestige von Ausbildungsberufen aus der Sicht von Realschüler/-innen (2006)
Zitatform
Tomasik, Martin J. & Jutta Heckhausen (2006): Sozialprestige von Ausbildungsberufen aus der Sicht von Realschüler/-innen. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie, Jg. 37, H. 4, S. 259-273. DOI:10.1024/0044-3514.37.4.259
Abstract
"Die Entwicklung von Konzepten zur sozialen Ungleichheit und des Verständnisses von beruflichem Prestige ist ein bedeutsamer Aspekt der ökonomischen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen. Dieses sozial vermittelte Wissenssystem steht in direkter Abhängigkeit zu Werten und Normen der sozialisatorischen Instanzen (z. B. Eltern oder Lehrer). Es wird argumentiert, dass die Wahrnehmung und Beurteilung beruflichen Prestiges, genau wie bei anderen sozialen Phänomenen, zum Teil auch von der sozialen Position des Beurteilenden geprägt ist. Im empirischen Teil dieses Artikels werden Prestigeurteile Jugendlicher mit niedrigem und mittlerem sozialen Hintergrund sowie im Ost-West-Vergleich vorgestellt. Den Annahmen entsprechend unterscheiden sich diese Urteile merklich von gesamtgesellschaftlich aggregierten Prestigemaßen und zwischen Gruppen mit unterschiedlichem sozialisatorischen Hintergrund." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungswegentscheidungen von Jugendlichen in Österreich: Beruflichkeit als Wahlmotiv (2005)
Schlögl, Peter;Zitatform
Schlögl, Peter (2005): Bildungswegentscheidungen von Jugendlichen in Österreich. Beruflichkeit als Wahlmotiv. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 34, H. 4, S. 19-21.
Abstract
"Der Zusammenhang zwischen Bi!dungsinformationen, sozialer Herkunft, Leistungen sowie erreichtem Bildungsgrad und damit verbundenen Arbeitsmarktergebnissen junger Menschen ist international und national unbestritten - sowohl in der bildungspolitischen wie auch bildungswissenschaftlichen Diskussion. Eine im Herbst 2003 veröffentlichte repräsentative Querschnittsuntersuchung liefert Daten zu Sozialindikatoren sowie zur Bildungsaspiration und Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Dabei zeigten sich markante Unterschiede bei den gewählten Bildungsgängen aufgrund der unterschiedlichen sozialen Hintergründe der Herkunftsfamilien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beruflichkeit von Bildung: ein Motiv von Bildungswegentscheidungen in der oberen Sekundarstufe in Österreich? (2005)
Schlögl, Peter;Zitatform
Schlögl, Peter (2005): Beruflichkeit von Bildung. Ein Motiv von Bildungswegentscheidungen in der oberen Sekundarstufe in Österreich? In: M. Jacob & P. Kupka (Hrsg.) (2005): Perspektiven des Berufskonzepts : die Bedeutung des Berufs für Ausbildung und Arbeitsmarkt (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 297), S. 109-121.
Abstract
"Österreichs Berufsbildung auf der oberen Sekundarstufe zeichnet sich durch zwei annähernd gleich stark ausgebaute Zweige aus. Neben der dualen Ausbildung gibt es noch zwei vollschulische Berufsbildungswege, von denen einer auch zu einer Reifeprüfung mit allgemeinem Hochschulzugang führt. Betrachtet man nun jene Populationen, die sich grundsätzlich für einen berufsorientierten Weg in der oberen Sekundarstufe entschieden haben (immerhin rund 80 % aller Jugendlichen im Bildungssystem), so interessiert die Frage, was den Ausschlag für eine duale bzw. eine vollschulische Ausbildung gegeben haben mag. Aktuelle empirische Daten aus Österreich zeigen auf, dass die Bildungsabschlüsse der Eltern und damit im Zusammenhang das Einkommen tendenziell sozial reproduziert werden und eine bewusste Entscheidung zwischen unterschiedlichen pädagogischen Modellen von beruflicher Ausbildung demgegenüber als Bildungswahlmotiv in den Hintergrund zu treten scheint." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vergleich leistungsstarker mit durchschnittlich befähigten Azubis: was erwarten Auszubildende von ihrer beruflichen und privaten Zukunft? (2005)
Stein, Margit;Zitatform
Stein, Margit (2005): Vergleich leistungsstarker mit durchschnittlich befähigten Azubis. Was erwarten Auszubildende von ihrer beruflichen und privaten Zukunft? In: Wirtschaft und Berufserziehung, Jg. 57, H. 7, S. 18-22.
Abstract
"Welche beruflichen und privaten Wünsche formulieren Auszubildende für ihre Zukunft? Unterscheiden sich die Wünsche je nachdem als wie leistungsorientiert und leistungsfähig die Auszubildenden von ihren Ausbilderinnen und Ausbildern wahrgenommen werden? Im Rahmen des Modellversuchs LAnf (Leistungsstarke Auszubildende nachhaltig fördern) wurden eine Gruppe besonders leistungsstarker Auszubildender in das Zentrum des Interesses gerückt. Diese Auszubildenden wurden von ihren Ausbilderinnen und Ausbildern als im Betrieb besonders leistungsbereit und engagiert geschildert. Diese leistungsstarke Gruppe wurde einer Gruppe durchschnittlich befähigter Auszubildender gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Ausbildungsmarkt und seine Einflussfaktoren: Ergebnisse des Experten-Workshops vom 1. und 2. Juli 2004 in Bonn (2005)
Werner, Dirk; Brandes, Harald; Zedler, Reinhard; Lösch, Manfred; Zeller, Beate; Schober, Karen; Brosei, Walter; Nickolaus, Reinhold; Walden, Günter; Troltsch, Klaus;Abstract
Die Anzahl neuer Ausbildungsverträge ist seit Jahren rückläufig, obwohl die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen steigt. Auch 2004 gibt es keine positiven Signale vom Ausbildungsstellenmarkt. Aus diesem Grund vergrößert sich die Kluft zwischen der demographischen Situation und der Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt und Alternativen zur Berufsausbildung gewinnen an Bedeutung. Ziel des hier dokumentierten Workshops war es, Antwort auf folgende Fragen zu finden: 1. Ist die wirtschaftliche Entwicklung der alleinige Grund für die sinkende Anzahl von betrieblichen Ausbildungsplätzen oder spielen auch strukturelle Probleme eine Rolle? 2. Wie beeinflusst diese Entwicklung das Bildungsverhalten und die Berufswahl der Jugendlichen? 3. Wie können zukünftige negative Entwicklungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt rechtzeitig erkannt werden, um es Experten zu ermöglichen, politische Gegenstrategien zu entwickeln? (IAB)
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Literaturhinweis
Les jeunes dans l'espace rural: une entrée précoce sur le marché du travail ou une migration probable (2004)
Arrighi, Jean-Jacques;Zitatform
Arrighi, Jean-Jacques (2004): Les jeunes dans l'espace rural. Une entrée précoce sur le marché du travail ou une migration probable. In: Formation Emploi H. 87, S. 63-78.
Abstract
"Schulische Ambitionen und weitere (Aus-)Bildungswünsche, die Familien für ihre Kinder hegen, werden stark vom dem Raum geprägt, in dem diese Jugendlichen ihre Schullaufbahn durchlaufen. So besuchen Jugendliche in ländlichen Gemeinden eher berufsbildende Schulen. Ein Berufsabschluss nach einem kurzen Studiengang reicht meist für eine berufliche Eingliederung vor Ort und ermöglicht somit, weiter auf dem Land zu leben. Landjugendliche streben seltener nach abgeschlossenen Hochschulstudien, da damit notwendigerweise Wanderungen verbunden sind. Zum einen studienbedingte Wanderungen, um das Studium an einer Hochschule fortsetzen zu können, zum anderen aber auch arbeitsbedingte Wanderungen, denn für höhere berufliche Qualifikationen gibt es im ländlichen Raum oft keine entsprechenden Beschäftigungsangebote. Und wenn sich Mädchen in ländlichperipheren Räumen - häufiger als in der Stadt - für lange Studiengänge entscheiden, so weil sie auf dem ländlichen Arbeitsmarkt absolut benachteiligt sind. Die offiziell propagierte 'Gleichheit hinsichtlich des Zugangs zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten' sollte unter Berücksichtigung räumlicher Unterschiede neu hinterfragt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Familie (2004)
Beinke, Lothar;Zitatform
Beinke, Lothar (2004): Berufswahl und Familie. In: Bildung und Erziehung, Jg. 57, H. 2, S. 231-241.
Abstract
Der Beitrag basiert auf den Daten einer bundesweiten Schüler- und Elternbefragung 'Familie und Berufswahl' aus dem Jahre 2002 und beschäftigt sich mit den für die Berufswahl entscheidenden Faktoren in einem Zeitraum, der die zwei letzten Schuljahre bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages umfasst. Strukturell ist dieser Zeitraum zu teilen in die Informationssuche und -verarbeitung (rationaler Teil) und den emotional stabilisierenden Teil (emotionaler Teil). Die Berufswahl lässt sich definieren als das Ergebnis eines rationalen Wahlaktes des Individuums, das aus einer Vielzahl ihm bekannter Möglichkeiten den Beruf wählt, der seinen Neigungen und Fähigkeiten am besten entspricht. Hilfestellung bei diesem Entscheidungsprozess kann die Schule allein nicht in ausreichendem Maße liefern. Heutzutage spielen die Diskussionen zwischen Eltern und Kindern eine entscheidende Rolle. Schüler erhalten nach eigener Einschätzung ihre Informationen zu 60 Prozent von ihren Eltern, wobei die Mütter quantitativ die Hauptinformationsquelle bilden. Dabei ist der Einfluss von Müttern mit eigener Berufstätigkeit größer als von denen, die nur aus ihrer Rolle als Hausfrau argumentieren können. Die sachlich, fachliche Beratung der Väter wird in der Regel höher geschätzt. Nach den Eltern steht die eigene praktische Erfahrung an zweiter Stelle der für die Berufswahl entscheidenden Faktoren. Der Schule kommt nur ein geringer Einfluss zu. Peer-groups entwickeln einen familienähnlichen Einfluss, der sich in Zukunft noch verstärken könnte, aber nicht zur Familie in Konkurrenz steht. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsorientierung und peer-groups und die berufswahlspezifischen Formen der Lehrerrolle (2004)
Beinke, Lothar;Zitatform
Beinke, Lothar (2004): Berufsorientierung und peer-groups und die berufswahlspezifischen Formen der Lehrerrolle. Bad Honnef: Bock, 224 S.
Abstract
Die Studie ist eine Fortsetzung der Untersuchung, die 2000 unter dem Titel 'Elterneinfluss auf die Berufswahl' veröffentlicht wurde. Schon dort tauchte die Frage nach der Wirksamkeit berufsorientierender Diskussionen in den Gruppen Gleichaltriger auf, die allerdings nicht explizit erfasst wurde. Die Folgestudie fragt daher gezielt nach dem Einfluss dieser peer-groups auf die Berufsentscheidung. Die Befragung von Schülern und Lehrern wurde in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Berlin und Rheinland-Pfalz durchgeführt. Die Fragen nach dem Einfluss der peer-groups wurden korreliert mit schichtenspezifischen, geschlechtsspezifischen, berufswahlspezifischen und schulformspezifischen Faktoren sowie der Rolle der familiären Situation und der generationenübergreifenden Berufsvererbung bzw. Berufeübernahmen. Untersucht wurde der Einfluss der peer-groups, der Eltern sowie die Rolle des Diskussionsprozesses unter Gleichaltrigen. Der Einfluss der Freundesgruppen auf die Entscheidungsvorbereitung auf die Berufswahl ist gewachsen, er ist mitentscheidend für die Berufswahl. Die Aufgabenverteilung zwischen Freundesgrupen und Eltern ist dabei einvernehmlich; der Einfluss der Eltern wird durch die Wirksamkeit der Freundesgruppen nicht belastet. Die Diskussion mit Gleichaltrigen dient dem Transport von ungenauem Wissen über die Berufswelt, stabilisiert jedoch emotional in dieser Phase der Unsicherheit und der Unklarheit über die Chancen in der Zukunft. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Berufswelt im Fernsehen: Folgen für das Berufsverständnis und den Berufswahlprozess (2004)
Dostal, Werner; Troll, Lothar;Zitatform
Dostal, Werner & Lothar Troll (2004): Die Berufswelt im Fernsehen. Folgen für das Berufsverständnis und den Berufswahlprozess. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesagentur für Arbeit H. 24, S. 57-69.
Abstract
In der Berufsforschung werden Methoden und Kategorien entwickelt, die zur Analyse und Beschreibung des Phänomens "Beruf" herangezogen werden können. Diese Ansätze sind im Rahmen des "Konzepts der differenzierten Information zur Beschreibung von Berufen und Ausbildungswegen" verfeinert und publiziert worden. Vorgestellt werden zwei Pilotstudien, die sich mit den Folgen für das Berufsverständnis und den Berufswahlprozess aufgrund der Darstellung von Berufswelten im Fernsehen beschäftigen. Untersucht wurden einerseits das Gesamtangebot und sein Bezug zu berufsbezogenen Inhalten, andererseits wurden spezielle Vorabendserien, die sich vor allem an Jugendliche wenden, genauer analysiert. Die Ergebnisse machen deutlich, dass das Medium Fernsehen erhebliche Wirkungen bei den Fernsehkonsumenten zeitigt, während die dargebotenen Informationen eher klischeeorientiert und aus Gründen der Kosten sparenden Produktionspraxis eher verengt und realitätsfern gestaltet sind. Das Spektrum der gezeigten Berufe ist zwar vergleichsweise breit, es werden aber dennoch nur für einige wenige Berufe vertiefte und für die Berufswahl nutzbare Informationen angeboten. Diese Pilotstudien sollen als "ein erster Einstieg in die kulturelle Indikatorenforschung, die in Deutschland noch in ihren Anfängen steckt, betrachtet werden". (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsinteressen der Schüler dreier Wormser Gymnasien (2004)
Hess, Michael; Rudnick, Peter; Grund, Sven;Zitatform
Hess, Michael, Peter Rudnick & Sven Grund (2004): Berufsinteressen der Schüler dreier Wormser Gymnasien. In: Wirtschaft und Berufserziehung, Jg. 56, H. 10, S. 20-26.
Abstract
Im Rahmen des Teilprojektes 'Berufsinteressentestung' wurden die beruflichen Interessen von Schülern dreier Gymnasien mittels eines standardisierten Testverfahrens, dem Allgemeinen Interessen-Struktur-Test (AIST) erhoben. Der AIST besteht aus 60 Items, mit denen sechs Interessendimensionen erfasst werden: praktisch-technische, intellektuell-forschende, künstlerisch-sprachliche, soziale, unternehmerische und konventionelle Interessen. Bei der Auswertung der Wunschberufe der Schüler ergaben sich in der Inhaltsanalyse 22 unterscheidbare Berufsfelder, -bilder und -kategorien. Bemerkenswert ist, dass relativ wenige Schüler intellektuell-forschende Interessen formulierten und der hohe Anteil derjenigen, die keinesfalls einen naturwissenschaftlichen Beruf wählen wollen. Wenig werden auch Trendberufe sowie neue Berufsbilder genannt. Die Daten weisen darauf hin, dass die meisten Schüler tatsächlich einen Hang zu realistischen, sicheren, auch Karriere ermöglichenden, altbekannten Berufen haben. Viele der formulierten Wünsche spiegeln die klassische Orientierung am Normalarbeitsverhältnis wider, nicht aber den Wunsch nach Flexibilität und beruflicher Mobilität. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsbezeichnungen und ihr Einfluss auf die Berufswahl von Jugendlichen: theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse (2004)
Zitatform
Krewerth, Andreas, Tanja Tschöpe, Joachim Gerd Ulrich & Alexander Witzki (Hrsg.) (2004): Berufsbezeichnungen und ihr Einfluss auf die Berufswahl von Jugendlichen. Theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse. (Berichte zur beruflichen Bildung 270), Bielefeld: Bertelsmann, 148 S.
Abstract
"Vermögen die bloßen Bezeichnungen von Berufen die berufliche Orientierung von Jugendlichen substanziell zu beeinflussen? Fachleute, die für die Modernisierung von Ausbildungsberufen zuständig sind, zeigen sich davon überzeugt. Wenn etwa Jugendliche traditionelle Berufe wie Schornsteinfeger oder Müller meiden, sei dies auch Folge der Namen. Diese lösten bei den Jugendlichen völlig überholte Vorstellungen aus ihren Kinder- und Märchenbüchern aus. Durch gezielte Umbenennungen sei es möglich, das Interesse der Jugendlichen deutlich zu steigern. Der vorliegende Band geht dieser Hypothese nach. Er sucht nach theoretischen Anknüpfungspunkten für die behauptete Verbindung von Berufsbezeichnung und Berufswahl und berichtet über entsprechende Untersuchungen bei Jugendlichen. Die Ergebnisse bestätigen die grundlegende Vermutung der Ordnungsfachleute. Es wird aber zugleich deutlich, dass es sich bei Art und Umfang des Einflusses der Berufsbezeichnungen um ein komplexeres Bedingungsgefüge handelt, als bisher vermutet wurde. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie Jugendliche auf Berufsbezeichnungen reagieren und unter welchen Bedingungen Umbenennungen von Ausbildungsberufen erfolgreich sein können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt: Joachim Gerd Ulrich, Andreas Krewerth, Ingrid Leppelmeier: Disparitäten auf der Nachfrageseite des Ausbildungsstellenmarktes (16-34);
Tanja Tschöpe, Alexander Witzki: Der Einfluss der Berufsbezeichnung auf die Berufswahl aus psychologischer Perspektive (35-53);
Barbara Schulte, Joachim Gerd Ulrich: Das Image von Berufen : Ergebnisse einer Schulabsolventenbefragung (54-74);
Angela Buschbeck, Andreas Krewerth: Kriterien der Berufswahl und der Ausbildungsplatzsuche bei Jugendlichen (75-87);
Andreas Krewerth, Joachim Gerd Ulrich: Berufsbezeichnungen im Spiegel semantischer Differenziale (88-114);
Verena Eberhard, Tanja Tschöpe, Alexander Witzki: Der Einfluss von Wortbestandteilen auf die Wirkung von zusammengesetzten Berufsbezeichnungen : Vorstellung eines experimentellen Designs (115-127);
Andreas Krewerth, Joachim Gerd Ulrich, Verena Eberhard: Der Einfluss von Berufsbezeichnungen auf die Berufswahl : Zentrale Ergebnisse, offene Fragen und Ziele zukünftiger Forschung (128-138) -
Literaturhinweis
Du hast (k)eine Chance - nutze sie! Berufswahlvorbereitung der Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen: eine Pilot-Studie zu beruflichen Vorstellungen der Schüler unter den gegenwärtigen Bedingungen des Arbeitsmarktes (2004)
Pfriem, Peter; Moosecker, Jürgen;Zitatform
Pfriem, Peter & Jürgen Moosecker (2004): Du hast (k)eine Chance - nutze sie! Berufswahlvorbereitung der Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Eine Pilot-Studie zu beruflichen Vorstellungen der Schüler unter den gegenwärtigen Bedingungen des Arbeitsmarktes. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 55, H. 11, S. 470-481.
Abstract
"Der Beitrag stellt Befragungsergebnisse vor, die im Rahmen einer Pilot-Studie zur Berufswahl von Schülern mit Förderbedarf Lernen und Teilnehmern an Förderlehrgängen und BVJ gewonnen wurden. Von besonderem Interesse sind geäußerte Berufswünsche, Quellen ihrer Etablierung, die Beurteilung on Maßnahmen des Berufswahlunterrichts sowie subjektive Einschätzungen zu berufsrelevanten Eigenschaften und die Darstellung der Grundstimmung im Zusammenhang mit beruflichen Perspektiven. Nach einer Interpretation dienen diese Ergebnisse als Basis für die Entwicklung von Forderungen an einen unter den vorgefundenen Bedingungen Erfolg versprechenden Berufswahlunterricht. Berufswünsche, deren Realisierbarkeit teilweise als unmöglich zu sehen ist, ein nachweislich hoher Einfluss auch schulischer Maßnahmen auf deren Entstehung, eine überraschend positive Einschätzung der eigenen Möglichkeiten zur Gestaltung einer beruflichen Zukunft gepaart mit grundsätzlicher Anstrengungsbereitschaft - all das zwingt zu einer in diesem Beitrag diskutierten Neubewertung der fachspezifischen Methoden und einer veränderten Rolle der Lehrkraft im Bereich der Berufs- und Lebensorientierung: Schulische Berufswahlvorbereitung hat sich neuen Herausforderungen zu stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Disparitäten auf der Nachfrageseite des Ausbildungsstellenmarktes (2004)
Ulrich, Joachim Gerd; Krewerth, Andreas; Leppelmeier, Ingrid;Zitatform
Ulrich, Joachim Gerd, Andreas Krewerth & Ingrid Leppelmeier (2004): Disparitäten auf der Nachfrageseite des Ausbildungsstellenmarktes. In: A. Krewerth, T. Tschöpe, J. G. Ulrich & A. Witzki (Hrsg.) (2004): Berufsbezeichnungen und ihr Einfluss auf die Berufswahl von Jugendlichen : theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse (Berichte zur beruflichen Bildung, 270), S. 16-34.
Abstract
Trotz der drastischen Verknappung des Lehrstellenangebots in der Bundesrepublik gibt es große Ungleichgewichte auf dem Lehrstellenmarkt. Neben Berufen mit hohem Bewerberüberhang gibt es solche, deren Ausbildungsplätze immer noch nicht oder nur teilweise besetzt werden können. Als weiteres Problem erweist sich die anhaltende Geschlechtersegregation bei der Berufswahl. Der Beitrag untersucht diese Disparitäten zwischen Angebot und Nachfrage, zwischen den Geschlechtern und den Abgängern unterschiedlicher Schultypen auf der Grundlage von Daten der amtlichen Statistik. Dabei wird auch der Einfluss der Berufsbezeichnungen auf das Berufswahlverhalten näher betrachtet. Die Daten belegen, dass im Jahr 2003 nur 2,6 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt blieben, der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Überproportional viele dieser Ausbildungsplätze entfallen auf die Ernährungsberufe (Bäcker, Konditor, Fleischer) sowie eine Reihe von Dienstleistungsberufen, wie z.B. Zahnmedizinische Fachangestellte/-r und Fachmann/frau für Systemgastronomie. Stark nachgefragt sind dagegen Ausbildungsstellen in Dienstleistungsberufen wie z.B. Bank-, Werbe-, Einzelhandels-, Bürokaufmann/frau, Verwaltungsfachangestellte/-r sowie Ausbildungen zum/zur Mechatroniker/-in, Chemielaborant/-in und Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker/-in. Im Hinblick auf die Geschlechterverteilung zeigt sich, dass 85 Prozent der Ausbildungsgänge einseitig von einem bestimmten Geschlecht dominiert werden. Die Analyse ergibt, dass Frauen vor allem Berufsbezeichnungen favorisieren, die auf feinmotorisch-gestalterische Arbeiten - bevorzugt in Verbindung mit kontaktreichen Tätigkeiten - hindeuten. Weiterhin wird festgestellt, dass der Anteil von Ausbildungsanfängern mit Abitur im Sinken begriffen ist, was auf die Krise der von diesen bevorzugten Bereiche Banken und Versicherungen zurückgeführt wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Nutzung und Nutzen des Internets bei der Berufswahl und bei der Lehrstellensuche: Ergebnisse der BA/BiBB-Lehrstellenbewerberbefragung (2003)
Zitatform
(2003): Nutzung und Nutzen des Internets bei der Berufswahl und bei der Lehrstellensuche. Ergebnisse der BA/BiBB-Lehrstellenbewerberbefragung. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit, Jg. 52, H. 13, S. 1675-1810.
Abstract
Bei der BA/BiBB-Bewerberfragung handelt es sich um eine repräsentative, hoch gerechnete Stichprobenuntersuchung von rund 4.000 Jugendlichen, die alle im Vermittlungsjahr 2001/2002 bei der Berufsberatung als Ausbildungsstellenbewerber gemeldet waren. Die Untersuchung verfolgte im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen ging es darum, die Daten, die im Rahmen der amtlichen Statistik erhoben werden, durch zusätzliche Informationen zu ergänzen. Dies betrifft etwa das Bewerbungsverhalten der Jugendlichen, ihr Verbleib im Spätherbst 2002 und die Ursachen für den Nichtbeginn einer Lehre, falls die Jugendlichen etwas anderes als eine betriebliche Berufsausbildung begonnen hatten oder aber noch nicht vermittelt waren. Zum anderen wurde mit der BA/BiBB-Bewerberbefragung 2002 das Ziel verfolgt, Näheres zur Nutzung des Internets und seiner Angebote im Zuge der Berufswahl und der Lehrstellensuche zu erfahren. (IAB2)
Weiterführende Informationen
Übersicht mit Links zu den einzelnen inhaltlichen Schwerpunkten -
Literaturhinweis
Die Ausbildungsentscheidung im Dualen System der Berufsausbildung: Bestimmungsgründe der Allokation von Ausbildungsinteressenten auf Lehrberufe (2002)
Reichenbach, Sabine;Zitatform
Reichenbach, Sabine (2002): Die Ausbildungsentscheidung im Dualen System der Berufsausbildung. Bestimmungsgründe der Allokation von Ausbildungsinteressenten auf Lehrberufe. Mannheim, 278 S.
Abstract
Die Arbeit erläutert die Funktionsweise des Dualen Systems der Berufsausbildung, speziell die Funktionsweise des Ausbildungsmarktes. Zunächst wird die Interaktion zwischen den zentralen Marktteilnehmern, den Unternehmen als Ausbildungsanbietern sowie den Individuen als Ausbildungsnachfragern herausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, auf welche Weise und wodurch geprägt die berufliche Struktur des tatsächlichen Ausbildungsverhaltens zustande kommt. Nach vorliegenden Analysen wird die berufliche Struktur des aus der Interaktion resultierenden Ausbildungsverhaltens stärker durch die Vorstellungen potentieller Lehrbetriebe als denen der ausbildungswilligen Schulabgänger geprägt. Es wird untersucht, in welcher Weise die Nachfrageseite die Allokation von Ausbildungsinteressenten auf Lehrberufe beeinflusst. Die modelltheoretische Betrachtung des Ausbildungsmarktes demonstriert, dass die Ausbildungsnachfrage auf die tatsächliche Allokation von Ausbildungsinteressenten wirkt, indem die Verteilung der Ausbildungswünsche Rückschlüsse auf die berufliche Eignung respektive Neigung von Individuen gestatten oder erschweren kann. So ist für jene wenigen Lehrberufe, in die angesichts der Vielzahl an Alternativen überdurchschnittlich viele Jugendliche streben, nicht immer eine adäquate persönliche Disposition vorhanden. Jugendliche verzichten auch insbesondere angesichts massiver Suchkosten auf objektiv attraktive Ausbildungsgänge. Andere Alternativen gewinnen an Vorteilhaftigkeit. Auch die Wahl des angestrebten Schulabschlusses erfolgt schichtspezifisch. Abschließend wird festgestellt, dass Ausbildungsanbieter und Ausbildungsnachfrager die berufliche Struktur nur im staatlich vorgegebenen Rahmen determinieren können. (IAB)
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Literaturhinweis
Ausschöpfung des Berufespektrums bei männlichen und weiblichen Jugendlichen im dualen System (2001)
Althoff, Heinrich;Zitatform
Althoff, Heinrich (2001): Ausschöpfung des Berufespektrums bei männlichen und weiblichen Jugendlichen im dualen System. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 30, H. 6, S. 22-25.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit den Ursachen der Konzentration der Jugendlichen auf einzelne Ausbildungsberufe mit besonderem Blick auf die geschlechtsspezifische Konzentration und betrachtet abschließend einige Folgen der unterschiedlichen Verteilung. Die Verteilung von Frauen und Männern auf die Berufe der dualen Berufsausbildung hängt bei den männlichen Jugendlichen in ausgeprägtem Maße von den Entwicklungen des Ausbildungsstellenmarktes ab und ist in erster Linie Ergebnis des unterschiedlichen Nachwuchsbedarfs der Wirtschaft. Für weibliche Jugendliche gilt das kaum. Ihre hohe Konzentration auf wenige Berufe ist von konjunkturellen Einflüssen weitgehend unabhängig und seit Anfang der 80er Jahre annähernd gleichgeblieben. Die Hochschulberechtigten verteilen sich im langjährigen Vergleich auf zunehmend weniger Berufe. Das Gegenteil gilt für ausländische Jugendliche, ihre Verteilung auf Berufe nähert sich der der Jugendlichen insgesamt an. Die stark abnehmende Erwerbsbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten und die den Jugendlichen damit zuwachsenden Berufswahlchancen werden die berufliche Konzentration erheblich ansteigen lassen, sofern keine Anstrengungen unternommen werden. Die Erweiterung des Berufswahlspektrums für weibliche Jugendliche wird dann unausweichlich sein. (BIBB2)
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Literaturhinweis
Die Attraktivität einer dualen Ausbildung für Schulabgänger/-innen (1998)
Zitatform
Berger, Klaus (1998): Die Attraktivität einer dualen Ausbildung für Schulabgänger/-innen. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 27, H. 2, S. 43-46.
Abstract
"Eine duale Berufsausbildung hat für viele Jugendliche den Vorzug, daß sich hierüber grundlegende Ziele einer beruflich- sozialen Integration sowie auch berufsinhaltliche Interessen realisieren lassen. Bei weiterreichenden Erwartungen z.B. hinsichtlich der Aufstiegsperspektiven oder flexibler Gestaltungsmöglichkeiten der eigenen Berufsbiographie ist das duale System offensichtlich weniger attraktiv. Die hier vorgestellten Befragungsergebnisse zeigen, daß die Perspektiven zur Realisierung der beruflichen Zielvorstellungen von Jugendlichen im Anschluß an eine duale Ausbildung verbessert werden müssen, wenn eine betriebliche Berufsausbildung für Schulabgänger/-innen auch längerfristig noch attraktiv bleiben soll." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Bestimmungsgründe für die Berufswahl von Hofnachfolgern: eine Pilotstudie (1998)
Koch-Achelpöhler, Volker;Zitatform
Koch-Achelpöhler, Volker (1998): Bestimmungsgründe für die Berufswahl von Hofnachfolgern. Eine Pilotstudie. In: Berichte über Landwirtschaft, Jg. 76, H. 2, S. 292-308.
Abstract
"Die individuelle Berufsorientierung und Berufswahl findet immer unter dem Einfluß verschiedener Gruppen und Institutionen statt. Wie gezeigt werden konnte, kommt den Eltern einerseits und gleichaltrigen Freunden und Bekannten anderseits ein zentraler Einfluß auf die Berufswahlentscheidung von Hofnachfolgern zu. Die konkreten Motive, die Hofnachfolger veranlassen, den landwirtschaftlichen Beruf zu erlernen, sind überaus vielfältig. Sie reichen von ökonomischen Beweggründen über die Neigungen und Fähigkeiten der Nachfolger bis hin zu den innerfamilialen und gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Monokausale Erklärungsansätze der Berufswahl werden dieser Vielgestaltigkeit und Ausdifferenzierung der realen Verhältnisse nicht gerecht. Es bleibt insbesondere darauf hinzuweisen, daß der zentrale Stellenwert ökonomischer Größen im Berufswahlprozeß zu relativieren ist. Als abschließendes Ergebnis der Untersuchung konnten zwei typische Muster der landwirtschaftlichen Berufswahl herausgearbeitet werden: die "Selbstwahl des landwirtschaftlichen Berufes" und das "traditionelle Hineinwachsen in den landwirtschaftlichen Beruf". Im Falle der "Selbstwahl des landwirtschaftlichen Berufes" werden Alternativen zur landwirtschaftlichen Ausbildung vor dem Hintergrund eines breiten, individuell unterschiedlichen Motivbündels abgewogen. Der Prozeß der Berufswahl ist ergebnisoffen, d.h. es kann eine Entscheidung für oder gegen den landwirtschaftlichen Beruf fallen. Im Gegensatz dazu führt das "traditionelle Hineinwachsen in den landwirtschaftlichen Beruf" fast zwangsläufig in die landwirtschaftliche Berufsausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebenslang oder Übergang?: Berufspläne junger Facharbeiter (1998)
Zitatform
Kupka, Peter (1998): Lebenslang oder Übergang? Berufspläne junger Facharbeiter. In: Diskurs. Studien zu Kindheit, Jugend, Familie und Gesellschaft, Jg. 8, H. 1, S. 18-27.
Abstract
"Der neue Facharbeitertypus sieht in seiner Qualifikation ein dauerhaftes Konzept für sein Leben, empfindet aber die in den Betrieben gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten als unzureichend. Dies zeigt eine Studie des Soziologischen Forschungsinstituts in Göttingen (SOFI)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Ausbildungsbeginn in Ost- und Westdeutschland: eine empirisch-vergleichende Analyse in Bonn und Leipzig (1997)
Ernst, Christian;Zitatform
Ernst, Christian (1997): Berufswahl und Ausbildungsbeginn in Ost- und Westdeutschland. Eine empirisch-vergleichende Analyse in Bonn und Leipzig. Bielefeld: Bertelsmann, 224 S.
Abstract
Gegenstand der Untersuchung ist die grundlegende Analyse der Berufswahl und der anschließenden Einmündungsphase in die duale Berufsausbildung unter besonderer Berücksichtigung der sozialräumlichen Gegebenheiten in Ost- und Westdeutschland. Im Zentrum der Studie steht dabei die Frage, welche realen Möglichkeiten die Jugendlichen gegenwärtig vorfinden, den biographisch so wichtigen ersten Schritt in die Erwerbstätigkeit nach eigenständig formulierten Motiven zu gehen und wie vor allem die Berufswähler in Leipzig die Chancen, ihren beruflichen Lebensweg selbst zu steuern und zu gestalten, bewerten. Der Studie liegt eine schriftliche Befragung von 1100 Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr in Bonn und in Leipzig im Frühjahr 1994 zugrunde. (IAB)
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Literaturhinweis
Verändertes Berufswahlverhalten vor dem Hintergrund des Strukturwandels auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt: Vortrag beim "Forum Realschule" der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung in Calw am 11. April 1997 (1997)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1997): Verändertes Berufswahlverhalten vor dem Hintergrund des Strukturwandels auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Vortrag beim "Forum Realschule" der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung in Calw am 11. April 1997. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 22, S. 1667-1686.
Abstract
Nach einleitenden Bemerkungen zum Begriff Berufswahl, zu seinem Doppelcharakter sowie zu den "Signalen" der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes für die Berufswahl geht die Autorin differenziert auf Befunde aus der Jugend- und Berufswahlforschung ein. Unter Berücksichtigung der Rolle informeller und professioneller Ratgeber für die Berufswahl leitet sie schließlich aus den Forschungsergebnissen einige Konsequenzen für die Berufswahlvorbereitung durch Schule und Berufsberatung ab. (IAB)
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Literaturhinweis
Bedeutsamkeit der Betriebspraktika für die Berufsentscheidung (1996)
Beinke, Lothar; Richter, Heike; Schuld, Elisabeth;Zitatform
Beinke, Lothar, Heike Richter & Elisabeth Schuld (1996): Bedeutsamkeit der Betriebspraktika für die Berufsentscheidung. Bad Honnef: Bock, 93 S.
Abstract
"Mit der hier veröffentlichten Untersuchung greifen wir eine viel gestellte und bisher nicht eindeutig beantwortete Frage auf: Können Schülerinnen und Schüler im Prozeß ihrer Berufsentscheidung bis hin zur Findung eines Ausbildungsberufes ihre Informations- und Entscheidungssicherheit durch Betriebspraktika verbessern? Bisherige empirische Belege fußten stets auf Befragungsergebnisse, die unmittelbar - oft noch nach gezielten unterrichtlichen Maßnahmen in Modellversuchen - nach Absolvierung eines Betriebspraktikums erhoben wurden. Diese Erhebungen hatten den Vorteil, die unmittelbare Erinnerung zu nutzen, die sich aus der Gelegenheit zu praktischer Tätigkeit in Betrieben ergab. Es konnte jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß gerade der besondere Erlebnischarakter dieser Realbegegnung gegenüber den Erfahrungen des Schulalltags eine zu positive Beurteilung der Schülerinnen und Schüler bewirkt hatte. Dieses Forschungsdefizit, dessen Aufklärung jedoch unmittelbare unterrichtspraktische Relevanz gewinnen kann, suchten wir dadurch zu schließen, daß wir Berufsschülerinnen und Berufsschülern in der Mitte ihrer Ausbildungszeit die unten genauer bezeichneten Fragebögen vorlegten. Wir formulierten dazu die allgemeine Hypothese: Bei einer offenen Frage nach den Einflußfaktoren wird das Betriebspraktikum kaum erinnert, wenn die Befragten in der Ausbildung ca. 3 bis 4 Jahre nach dem Praktikum angesprochen werden (niedriger Latenzgrad). Bei einer Itemvorgabe wird das Ergebnis des Praktikums zwar erinnert (höherer Manifestgrad), aber deutlich geringer bewertet als in den bisher vorgelegten Ergebnissen in Praktikumsuntersuchungen. Eine Widerlegung dieser Hypothese könnte den Einsatzwert von Betriebspraktika im Unterricht im Sinne einer Berufsorientierung besser legitimieren und damit unmittelbar unterrichtsrelevant werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufseinmündungsstrategien und Attraktivität einer dualen Ausbildung bei Jugendlichen in Abgangsklassen (1996)
Zitatform
Berger, Klaus & Alexander Wolf (1996): Berufseinmündungsstrategien und Attraktivität einer dualen Ausbildung bei Jugendlichen in Abgangsklassen. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 25, H. 2, S. 18-23.
Abstract
Im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Thema "Die Wertschätzung der dualen Berufsausbildung und ihre Einflußfaktoren" wird auf der Grundlage unterschiedlicher Berufseinmündungsstrategien der Stellenwert einer dualen Berufsausbildung für Jugendliche in Abgangsklassen untersucht. Gruppendiskussionen mit 133 Schülern in Abgangsklassen zeigten, daß die Mehrheit der Schüler an einer dualen Berufsausbildung interessiert ist. Gleichwohl weist das duale System für sie auch negative Aspekte auf, die sie durch ihr Bildungsverhalten zu umgehen versuchen. Die teilweise zu beobachtende Orientierung auf zukunftsträchtige Berufe außerhalb des dualen Systems verweist darauf, daß neben den bereits bestehenden vollzeitschulischen Ausbildungsangeboten neue zukunftsträchtige Berufe auf das Interesse der Jugendlichen stoßen dürften. (BIBB2)
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Literaturhinweis
Beruf und Berufswahl: Bericht über die Ergebnisse einer Umfrage bei Schülern im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (1996)
Cohrs, Helmut; Rademacker, Hermann; Lappe, Lothar; Raab, Erich;Zitatform
Cohrs, Helmut, Lothar Lappe, Erich Raab & Hermann Rademacker (1996): Beruf und Berufswahl. Bericht über die Ergebnisse einer Umfrage bei Schülern im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit. München, 98 S., Anhang.
Abstract
"Zielsetzung der Untersuchung war, die Situation der Jugendlichen in den letzten beiden Jahren vor dem Abschluß der allgemeinbildenden Schule, also in der Zeit, in der die meisten auch erstmals mit der Berufsberatung in Berührung kommen und zur Wahrnehmung von deren Angeboten eingeladen werden, aufzuklären, um damit auch Voraussetzungen für eine differenziertere Einschätzung ihrer beruflichen Orientierungen, ihrer berufsbezogenen Handlungskompetenz und ihrer Handlungsstrategien, ihrer berufsbezogenen Einstellungen und Haltungen sowie schließlich auch ihres Unterstützungsbedarfs schaffen zu können. Eine wichtige übergeordnete Fragestellung der Untersuchung war es, inwieweit Jugendliche in ihren Bemühungen um berufliche Orientierungen und in ihren Vorbereitungen auf die Bewältigung der ersten Schwelle von der traditionellen Normalbiographie des Übergangs nach dem Muster Schulabschluß - Ausbildung - Beschäftigung im erlernten Beruf abweichen. Es stellt sich die Frage, ob sie diese Abweichungen bereits in ihren Strategien und Handlungsmustern antizipieren oder ob sie nach wie vor an konventionellen Strategien und Planungen festhalten, die and den Strukturen des Übergangssystems orientiert sind. Es sollte also auch versucht werden zu ermitteln, wieweit Jugendliche darauf eingerichtet sind, auf dem Weg in den Beruf bewußt zu experimentieren und Umwege in Kauf zu nehmen, um die gewonnenen Erfahrungen letztlich für die Optimierung einer noch offenen, möglicherweise auch bewußt offengehaltenen Berufsentscheidung zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl: Berufswunsch oder Wunschberuf?: retrospektive Betrachtungen von Auszubildenden und Vergleiche an der ersten und zweiten Schwelle (1996)
Feller, Gisela;Zitatform
Feller, Gisela (1996): Berufswahl: Berufswunsch oder Wunschberuf? Retrospektive Betrachtungen von Auszubildenden und Vergleiche an der ersten und zweiten Schwelle. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 173-186.
Abstract
"Die am stärksten besetzten Ausbildungsberufe werden gelegentlich unreflektiert gleichzeitig als die beliebtesten bezeichnet. Aus Untersuchungsergebnissen des Bundesinstituts für Berufsbildung geht jedoch hervor, daß die Rangreihen der am stärksten besetzten Berufe und der Berufe, die von den Befragten am häufigsten als ihr Wunschberuf die meisten Auszubildenden als ihren Wunschberuf ansehen. Die Einstellung zum Ausbildungsberuf wirkt nachhaltig. Am Ende der Lehrzeit sind diejenigen, die im Wunschberuf lernen konnten, sehr viel zufriedener mit ihrem Ausbildungsverlauf und häufiger in diesem Beruf tätig, und zwei Drittel würden ihn wieder wählen. Wer unentschlossen war, also keinen Wunschberuf hatte, ist viel weniger zufrieden. Nur ein Drittel derer, die lieber einen anderen Beruf erlernt hätten, würden ihn nochmals wählen. Zwei Drittel würden sich bei erneuter Wahl für einen anderen Weg enscheiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahlprozesse im persönlichen Lebenszusammenhang: Jugendliche in Ost und West an der Schwelle von der schulischen in die berufliche Ausbildung (1996)
Fobe, Karin; Minx, Bärbel;Zitatform
Fobe, Karin & Bärbel Minx (1996): Berufswahlprozesse im persönlichen Lebenszusammenhang. Jugendliche in Ost und West an der Schwelle von der schulischen in die berufliche Ausbildung. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 196), Nürnberg, 150 S., Anhang.
Abstract
"Die Forschungsstudie umfaßt die Ergebnisse einer schriftlichen, qualitativen, schriftlichen Befragung von 1.884 SchulabgängernInnen des Schuljahres 1992/93, jeweils etwa zur Hälfte aus den alten und neuen Bundesländern. Die Untersuchungen wurden ca. ein halbes Jahr vor dem Abschluß der Hauptschule, Realschule bzw. des Gymnasiums durchgeführt und zielten darauf ab, die Hoffnungen und Wünsche, aber auch die Befürchtungen und Ängste der Jugendlichen hinsichtlich ihrer berufs- und erwerbsbezogenen sowie persönlichen Lebensvorstellungen an der Schwelle von der schulischen zur beruflichen Ausbildung zu erfassen. In Form freiwillig formulierter Aufsatztexte äußerten sich die Jugendlichen in selbstgewählter Strukturierung und selbstentschiedenem Umfang zu ihren individuellen Zukunftskonzepten. Die Zusatzinformationen, die einem ergänzend eingesetzten (halb)standardisierten Begleitfregebogen entnommen werden konnten, erweiterten und konkretisierten die Interpretationsmöglichkeiten der Ergebnisse des qualitativ-offenen Befragungsteils sinnvoll.
Die von den Autorinnen gewählte Kombination aus qualitativer und quantitativer Erhebungsmethodik machte es möglich,
-Wertorientierungen und Motivationsstrukturen darzustellen, die erwerbs- und berufsbezogenen Ziele der Jugendlichen in ihrer Konkretheit und Strukturierheit verdeutlichen,
-Einflüsse aus der Herkunftsfamilie der Jugendlichen als pro- oder kontramotivierende Faktoren für berufliche Tätigkeit und Berufswahlentscheidungen darzustellen,
-den Stellenwert einer angetrebten Partnerschaft und/oder Familie im Kontext beruflicher Ambitionen und des Elternerlebnis zu illustrieren
-sowie Vereinbarkeitsvorstellungen der Jugendlichen zu Beruf und Familie im Zusammenhang mit ihren subjektiven Wertorientierungen, gesellschafltichen Reflexionen und mit den Erfahrungen bezüglich der Eltern zu erfassen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
An der Schwelle zum Beruf: Bildungswege ostdeutscher Jugendlicher: Ergebnisse einer Längsschnittstudie bei Leipziger Jugendlichen (1996)
Gericke, Thomas; Karig, Ute; Höckner, Marianne; Schröpfer, Haike;Zitatform
Gericke, Thomas, Marianne Höckner, Ute Karig & Haike Schröpfer (1996): An der Schwelle zum Beruf: Bildungswege ostdeutscher Jugendlicher. Ergebnisse einer Längsschnittstudie bei Leipziger Jugendlichen. (Berichte zur beruflichen Bildung 196), Bielefeld: Bertelsmann, 140 S.
Abstract
Der Band basiert auf einer Längsschnittstudie, die 1985 vom damaligen Zentralinstitut für Jugendforschung Leipzig bei 1400 Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse begonnen wurde. 1990 - im Jahr der staatlichen Vereinigung waren diese Schüler 16 bis 17 Jahre alt und befanden sich an der Schwelle zur beruflichen Ausbildung oder zum weiterführenden Bildungsweg. Neben diesem an sich schon schwierigen Übergang hatten sie mithin einen Systemwechsel zu verarbeiten. Dies verlangte ein hohes Maß an Neuorientierung. Die bis 1993 in insgesamt acht Wellen durchgeführte Längsschnittuntersuchung zeichnete ein differenziertes Bild der Entwicklung dieser jungen Ostdeutschen, dem die Autoren in fünf Einzelbeiträgen nachgehen. Neben einführenden Bemerkungen zur Zielstellung und Methodik der empirischen Untersuchungen werden dabei folgende Aspekte thematisiert:
1. Hintergründe, Verlaufsbedingunen und Ziele verschiedener Bildungswege bei ostdeutschen Jugendlichen;
2. Bildungs- und Berufsorientierungen in verschiedenen Leistungsgruppen;
3. Zum Einfluß internaler Kontrollüberzeugungen im Ausbildungs- und Erwerbsverlauf;
4. Betrachtung verschiedener Bereiche der Berufswahl bzw. Berufsfindung unter dem Aspekt von drei Freizeittyp-Konstrukten. (IAB) -
Literaturhinweis
Berufliche Interessen bei Jugendlichen (1996)
Hasebrook, Joachim; Gremm, Markus;Zitatform
Hasebrook, Joachim & Markus Gremm (1996): Berufliche Interessen bei Jugendlichen. In: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, Jg. 10, H. 2, S. 85-97.
Abstract
"Aktuelle Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt üben einen hohen Qualifizierungsdruck auf Jugendliche aus und erfordern eine bessere pädagogische und psychologische Betreuung in Phasen der Berufsorientierung. Ein Kernkonzept ist dabei die Fähigkeits- und Interessendiagnostik. Es werden zwei Befragungen mit insgesamt 426 Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aspekten beruflicher Interessen und Einstellungen geschildert. Eine wesentliche Fragestellung der Untersuchung ist, ob sich Strukturen innerhalb dieser Interessen und Einstellungen finden lassen. Interessen und Einstellungen werden für Haupt- und Realschüler sowie Gymnasiasten und Fachoberschüler der Sekundarstufe II getrennt erhoben. Die Ergebnisse zeigen, daß die Interessensstruktur der Haupt- und Realschüler relativ einfach gegliedert und nicht der Situation auf dem Arbeitsmarkt angemessen ist. Gymnasiasten haben ein noch einfacheres Bild betrieblicher Ausbildungen, verfügen dafür aber über eine stark vernetzte Interessenstruktur hinsichtlich akademischer Berufe. Praktische Folgerungen und Verwendungsmöglichkeiten derErgebnisse werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahl: Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle: Dokumentation eines Workshops des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg (1996)
Schober, Karen; Gaworek, Maria;Zitatform
Schober, Karen & Maria Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl: Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 202), Nürnberg, 346 S.
Abstract
Theoretische Konzepte und neue empirische Befunde zur Berufswahl Jugendlicher waren Gegenstand des 2. Workshops zur Übergangsforschung, der in Kooperation vom Bundesinstitut für Berufsbildung, Deutschen Jugendinstitut und Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1995 in Nürnberg stattfand. Themenschwerpunkte der Tagung waren:
-Berufswahl als Sozialisationsprozeß
-Handlungsstrategien, Informations- und Entscheidungsverhalten von Berufswähler/innen
-Erwartungen an künftige Auszubildende
-Rekrutierungsstrategien und Ausbildungserfahrungen aus betrieblicher Sicht
-Institutionelle und individuelle Hilfen im Beratungsprozeß
-Akteptanz und Wirksamkeit von Beratungsinstitutionen im Übergangsfeld Schule-Beruf
-Berufswahlforschung vor den Ansprüchen der Beratungspraxis.
Der Tagungsband, der unter Mitarbeit von Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis entstand, faßt nicht nur den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion zusammen, sondern zeigt auch, wo noch Defizite in Berufswahlforschung und deren Umsetzung in die praktische Beratungsarbeit bestehen. (IAB) -
Literaturhinweis
Zur Flexibilität von Jugendlichen bei der Berufswahl - von frühen Berufswünschen bis zum Ausbildungsbeginn (1996)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1996): Zur Flexibilität von Jugendlichen bei der Berufswahl - von frühen Berufswünschen bis zum Ausbildungsbeginn. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 46, S. 2875-2885.
Abstract
"Die berufsfachlichen und regionalen Diskrepanzen auf dem Ausbildungsmarkt führen immer wieder zu der Frage, wie ein besseres 'matching' dieser beiden Marktseiten zu ereichen ist, und welchen Beitrag die Berufsberatung hierzu leisten kann. Dabei wird häufig die angeblich mangelnde Flexibilität Jugendlicher in bezug auf ihre Berufswünsche dafür verantwortlich gemacht, daß zahlreiche Ausbildungsstellen im gewerblich-technischen Bereich sowie in sogenannten 'weniger attraktiven' Berufen in den Bereichen Bau, Ernährung oder Gastronomie nicht besetzt werden können. Die Bewerber/-innen seien zu stark auf ihre Wunsch- oder Traumberufe (meist im kaufmännischen, künstlerischen oder sonstigen Dienstleistungsbereich) festgelegt und nicht bereit, auch andere Ausbildungsstellen in Betracht zu ziehen." Die Autorin überprüft dieses (Vor-)Urteil auf der Grundlage der Statistik der Berufsberatung und belegt anhand der Daten die hohe Flexibilitätsbereitschaft und tatsächliche Flexibilität Jugendlicher bei der Ausbildungssuche. Eine noch höhere Flexibilität kollidiert zudem mit dem vorhandenen Ausbildungsplatzdefizit. Darüber hinaus scheint eine stärkere Orientierung Jugendlicher an Produktions- und Fertigungsberufen angesichts anhaltender Trends zur Dienstleistungsgesellschaft wenig sinnvoll. Vielmehr sind neue Qualifikationen und Ausbildungsberufe gefragt. Eine Forderung, der nach Meinung der Autorin das duale Ausbildungssystem mit seiner dominant handwerklichen und gewerblich-technischen Berufsstruktur nicht gerecht wird. (IAB2)
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Literaturhinweis
Beruf und Berufswahl im Urteil von Auszubildenden: Ergebnisse einer retrospektiven Befragung von Auszubildenden in den alten und neuen Bundesländern (1996)
Schweikert, Klaus;Zitatform
Schweikert, Klaus (1996): Beruf und Berufswahl im Urteil von Auszubildenden. Ergebnisse einer retrospektiven Befragung von Auszubildenden in den alten und neuen Bundesländern. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 65-76.
Abstract
"Der Beitrag trägt Befunde zum Berufsverhalten und zur Zufriedenheit mit dem gewählten Beruf aus einem laufenden Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vor. Die Auswertung des empirischen Materials erstreckt sich auf folgende Fragen: a) Kriterien der Berufswahlentscheidung in ihrer Wertigkeit für die Jugendlichen, b) Zusammenhang zwischen Berufswahlkriterien und Berufswahlzufriedenheit, c) Typologie von Berufswählern nach Berufswahlkriterien, d) Zusammenhang zwischen Berufswahlzufriedenheit und Ausbildungs- bzw. Lebenszufriedenheit, e) Stellenwert von Arbeit und Beruf bei Auszubildenden und Konsequenzen für die Berufsberatung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufswahlentscheidungen beeinflussen längerfristig Erfolge oder Mißerfolge von Berufsverläufen: empirische Befunde einer Längsschnittstudie (1996)
Schöngen, Klaus;Zitatform
Schöngen, Klaus (1996): Berufswahlentscheidungen beeinflussen längerfristig Erfolge oder Mißerfolge von Berufsverläufen. Empirische Befunde einer Längsschnittstudie. In: K. Schober & M. Gaworek (Hrsg.) (1996): Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle. Dokumentation eines Workshops des IAB in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, 13.-14. Juli 1995 in Nürnberg, S. 153-171.
Abstract
"Ob und wie sich Berufswahleintscheidungen im weiteren Verlauf des Berufslebens auswirken, wenn die betriebliche Ausbildung in einem von den jungen Erwachsenen gewollten Beruf oder unter Verzicht auf einen ursprünglich gewünschten Ausbildungsgang erfolgte, wird in diesem Beitrag anhand der Panel- bzw. Verlaufsdaten der BIBB-Längsschnittuntersuchung 'Ausbildung und Beschäftigung' dargestellt. Sie begleitete den beruflichen Werdegang von 4.600 westdeutschen Ausbildungsabsolventen der Jahrgänge 1990 bis 1993, beginnend mit der Ausbildung, in den ersten Jahren ihres Berufslebens." (Autorenreferat, IAB-DOku)
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Literaturhinweis
Bildungsverhalten der Schulabgänger in Ostprignitz-Ruppin, Uckermark und Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg) (1995)
Bundesmann-Jansen, Jörg; Trentmann, Birgit; Hild, Paul; Höllmer, Peter; Schwalm, Carola; Mohri, Michael;Zitatform
Bundesmann-Jansen, Jörg, Paul Hild, Peter Höllmer & Michael Mohri (1995): Bildungsverhalten der Schulabgänger in Ostprignitz-Ruppin, Uckermark und Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg). (Institut zur Erforschung sozialer Chancen. Bericht 51), Köln, 91 S.
Abstract
"Die Schülerbefragung erfolgt im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des 'regionalen Aktionsprogramms berufliche Erstausbildung' in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Uckermark und Oberspreewald-Lausitz im Land Brandenburg. Mit der Befragung sämtlicher Schüler des Entlaßjahrgangs 1995 an allgemein- und berufsbildenden Schulen wird das Ziel verfolgt, ein repräsentatives Bild über die weiteren Bildungs- und Ausbildungsabsichten der Schüler für das Ausbildungsjahr 1995/96 zu erhalten. Im einzelnen wurden die Schüler befragt:
-nach ihren weiteren Bildungs- und Ausbildungsplanungen,
-nach ihren Berufswünschen und -präferenzen,
-nach dem Stand ihrer Bewerbung und nach ihrer Versorgung mit Ausbildungsplätzen,
-nach ihrer räumlichen Mobilitätsbereitschaft,
-nach ihrer schulischen Herkunft und nach demographischen Daten.
Die primäre Aufgabe der Untersuchung liegt in der Bestimmung des regionalspezifischen Nachfragepotentials." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kriegt man keine Arbeit, ist man eine große Null...: Jugend Ost und Jugend West im Berufswahlprozeß - eine qualitative Forschungsstudie (1995)
Fobe, Karin; Minx, Bärbel;Zitatform
Fobe, Karin & Bärbel Minx (1995): Kriegt man keine Arbeit, ist man eine große Null... Jugend Ost und Jugend West im Berufswahlprozeß - eine qualitative Forschungsstudie. (Schriften des Zentrums für Arbeits- und Organisationsforschung 09), Berlin: Trafo-Verlag, 151 S., Anhang.
Abstract
Ziel der Studie war es, das Berufswahlverfahren und die Kriterien für eine konkrete Berufswahl bei Jugendlichen dahingehend zu untersuchen, ob und inwieweit sich einerseits die berufsbezogenen Lebensentwürfe und Wertorientierungen ostdeutscher Jugendlicher denen der westdeutschen angleichen, oder ob sich anderseits herkunfts- und sozialisationsabhängig nach wie vor Unterschiede herauskristallisieren. In diesem Zusammenhang werden die beruflichen Wertorientierungen jugendlicher SchulabgängerInnen in Abhängigkeit und im Bezug zum Geschlecht, zum Schulabschluß, zur sozialen und regionalen Herkunft, zu Konstellationen in den Herkunftsfamilien und zu außerberuflichen Zukunftsvorstellungen und Lebensphasen konkret analysiert. Ein wichtiger Aspekt der Untersuchungen ist ausgerichtet auf die Erfassung der Wunschberufe der Jugendlichen und ihrer Vorstellungen zu Alternativberufen. Untersucht wurde auch, in welchen Zusammenhang jugendliche SchulabgängerInnen ihre Berufswünsche und beruflichen Zukunftsvorstellungen mit partnerschaftlichen und/oder familialen Wünschen bzw. Vorstellungen bringen und in welchen Akzenten von Vereinbarkeitsvorstellungen sich ost- und westdeutsche Jugendliche unterscheiden. Die Studie stützt sich auf eine qualitative Befragung von SchulabgängerInnen mit Hauptschul-, Realschul- und Abiturabschluß des Schuljahres 1992/93 der Region Bremen und Leipzig, Eschwege und Mühlhausen. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen u.a. daß die Berufswahl und die daran gebundene Erwerbstätigkeit für jugendliche SchulabgängerInnen bei der Konzeptionierung ihres zukünftigen Lebens eine zentrale Bedeutung haben. Überwiegend, jedoch unsicherer, binden sie auch familiale Zukunftskonzepte darin ein. Lehrstellen- und besonders die Arbeitsmarktrelevanz - in Verbindung mit individuell verschiedenen umfassenden und strukturierten Wertorientierungen waren dominierende Kriterien ihrer Berufswahlentscheidungen, die von vielen Jugendlichen zudem noch relativ offen getroffen wurden. Weder bei den ostdeutschen Jugendlichen insgesamt, noch bei den jungen Frauen insgesamt sind resignative Rückzüge aus der Erwerbstätigkeit festzustellen. Im Gegenteil: Weibliche Jugendliche der alten Bundesländer - und das traf für alle Schulabschlußniveaus zu - drängen heute nahezu vollzählig und augenscheinlich deutlich bewußter und intensiver ins Erwerbsleben, wollen den Männern die eindeutige Dominanz bei der Arbeitsplatzvergabe und -belegung in stärkerem Maße streitig machen. (IAB2)
