Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
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- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Bleiben oder Zurückkehren?: Handlungsspielräume von geduldeten Migrantinnen und Migranten aus dem anglophonen Westafrika (2024)
Johnson, Lisa;Zitatform
Johnson, Lisa (2024): Bleiben oder Zurückkehren? Handlungsspielräume von geduldeten Migrantinnen und Migranten aus dem anglophonen Westafrika. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2024,06), Nürnberg, 16 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.6/2024.d.2024.bleibrueck.1.0
Abstract
"Die Kurzanalyse thematisiert die individuellen Handlungsspielräume in Bezug auf Verbleib in Deutschland und Rückkehr ins Herkunftsland von ausreisepflichtigen Migrantinnen und Migranten aus Nigeria, Gambia und Sierra Leone, die seit mehr als fünf Jahren geduldet in Deutschland leben. Die Forschungsteilnehmenden aus dem anglophonen Westafrika (AWA) weisen in ihren Migrationsbiografien vielfältige Wanderungswege auf, bei denen Europa zunächst kein primäres Zielland war. Das lange Unterwegssein mit Aufenthalten in afrikanischen und europäischen Ländern führt im Verlauf der Zeit zu einer ausgeprägten Migrationsmüdigkeit. Trotz einer ablehnenden Asylentscheidung, der Angst vor Abschiebung, bekannter Anreize zur freiwilligen Rückkehr und ihrer unsicheren Rechtsstellung verbleiben die Forschungsteilnehmenden in Deutschland und ziehen eine Rückkehr ins Herkunftsland oder eine Weiterwanderung in ein Drittland eher nicht in Betracht. Eine anhaltende Bleibeneigung ergibt sich auch aus einem dynamischen Aushandlungsprozess, der von einem ständigen Abwägen zwischen Bleiben und Zurückkehren, von Warten und Hoffen sowie von einer Ermüdung und einer subjektiv erfahrenen Entfremdung vom Herkunftskontext geprägt ist. Gleichzeitig trägt die zunehmende Aufenthaltsdauer in der Duldung in Deutschland aufgrund der proaktiven gesellschaftlichen Teilhabe der Personen zu einer Bleibetendenz bei. Die Gründe dieser Bleibetendenz sind vielfältig: Misstrauen bei der Nutzung von Unterstützungsangeboten zur freiwilligen Rückkehr, strukturelle Probleme im Herkunftsland und bisher nicht erfüllte Migrationsziele. Auch familiäre oder gesundheitsbezogene Gründe veranlassen die Personen dazu, in Deutschland zu verbleiben. Zwischen Frauen und Männern lassen sich hierbei Unterschiede in Bezug auf die Verbleibe- und Rückkehraspirationen erkennen. Der Wunsch nach einer Normalisierung des eigenen Lebens – trotz des durch die Duldung rechtlich und strukturell eingeschränkten Lebensalltags in Deutschland – wiegt schwerer als die unklare Rückkehroption. Diese schwingt als „letzte“ verfügbare Option stets im Aushandlungsprozess der Forschungsteilnehmenden mit, zum Beispiel durch die häufigen Vorsprachen beiden Ausländerbehörden zur Duldungserteilung, wird aber selten eingelöst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Linguistic Enclaves, Sorting, and Language Skills of Immigrants (2024)
Zitatform
Kanas, Agnieszka, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2024): Linguistic Enclaves, Sorting, and Language Skills of Immigrants. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, Jg. 22, H. 4, S. 847-861., 2022-10-01. DOI:10.1080/15562948.2022.2132572
Abstract
"The literature argues that linguistic enclaves negatively affect immigrants’ language proficiency by reducing their exposure and incentives to learn destination language. This negative association may, however, be spurious, arising due to the self-selection of immigrants into regions with larger enclaves. Exploiting the natural experiment of the German residential policy, this paper analyses the influence of linguistic enclaves on refugees’ language proficiency. We find no evidence that enclaves hamper German language learning among refugees. Our results are robust to various measurements and model specifications. We conclude that the negative relationship reported in previous research is mainly driven by immigrant’s residential sorting." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Literaturhinweis
Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany (2024)
Zitatform
Kasrin, Zein & Stefan Tübbicke (2024): Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 3, S. 727-750., 2022-05-24. DOI:10.1017/S0047279422000605
Abstract
"In this paper, we estimate the causal effects of a set of active labor market programs for male unemployed refugees on welfare who entered Germany between, 2013 and September, 2016. Using rich administrative data, we employ covariate balancing propensity scores combined with inverse probability weighting to estimate effects up to 33 months after the start of treatment. Our results show that relatively short-term training in the form of Schemes by Providers and In-Firm Training, as well as longer-term Further Vocational Training programs have a positive impact on both the employment chances as well as labor market earnings of refugees in the medium run. So-called “One Euro Jobs”, a public employment program, does not yield positive effects on employment or earnings. Sensitivity analyses confirm that our results are unlikely to be driven by unobserved confounding." (Author's abstract, IAB-Doku, © Cambridge University Press) ((en))
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Literaturhinweis
Ukraine-Flüchtlinge: Der schwierige Weg zum ersten Job: Interview (2024)
Zitatform
Kleindienst, Jens; Yuliya Kosyakova (sonst. bet. Pers.) (2024): Ukraine-Flüchtlinge: Der schwierige Weg zum ersten Job. Interview. In: Allgemeine Zeitung Mainz H. 12.04.2024.
Abstract
"Zwei Jahre nach Kriegsbeginn haben sehr viele Ukraine-Flüchtlinge noch keine Arbeit in Deutschland gefunden. Die Arbeitsmarktexpertin Yuliya Kosyakova spricht im Interview darüber, woran das liegt und was andere Länder besser machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Changes in Migration in Poland in the Context of Migration Flows of Ukrainians (2024)
Knapinska, Magdalena;Zitatform
Knapinska, Magdalena (2024): Changes in Migration in Poland in the Context of Migration Flows of Ukrainians. (Proceedings of Economics and Finance Conferences 14516367), Prag, 80 S.
Abstract
"The goal of this study is to analyze the flows of immigrants and emigrants in Poland. The paper starts with a literature review of economic theories of migration and demographic trends. In the last years, Poland experienced a large change migratory pattern and geographic labour mobility. While Poland was initially a source country in international migration, it is becoming increasingly a target country for migration flows. This development was accelerated by the war in Ukraine. Based on the geographical proximity and a long tradition of intense of short-term migration from Ukraine to Poland, nearly a half million of refugees from Ukraine moved to Poland. Moreover, the scope of migration changed from the short-term to the long-term migration. Although, this development caused some short-term structural problems in various fields including education and social system, the Polish economy was able to absorb the war refugee flows better than expected." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Schutzsuchende aus der Ukraine unterscheiden sich in Alter und Geschlecht von jenen aus anderen Ländern (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya (2024): Schutzsuchende aus der Ukraine unterscheiden sich in Alter und Geschlecht von jenen aus anderen Ländern. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 22.10.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20241022.01
Abstract
"Der Zustrom von Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Herkunftsländern weist signifikante demografische Unterschiede auf. Während unter den ukrainischen Staatsangehörigen Frauen im erwerbsfähigen Alter dominieren, sind es bei Schutzsuchenden aus anderen Ländern mehrheitlich junge Männer. Beide Gruppen weisen eine hohe Zahl an Kindern unter 16 Jahren auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
On the labor market integration of refugees from Ukraine: A simulation study (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2024): On the labor market integration of refugees from Ukraine: A simulation study. (IAB-Forschungsbericht 09/2024 (en)), Nürnberg, 42 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2409EN
Abstract
"Since the onset of Russia's war against Ukraine, the number of Ukrainian nationals in Germany has risen from 156,000 to 1,240,000. Although many plan to return to Ukraine after the war, the duration of the conflict is leading an increasing number of them to consider staying in Germany for an extended period or permanently. Against this backdrop, this research report simulates various scenarios of labor market integration for Ukrainian refugees, based on the employment trajectories of previous refugees and migrants from the former Soviet Union. The scenarios aim to establish realistic expectations about the progress of labor market integration for Ukrainian refugees and to quantitatively assess the impact of specific factors. However, these conditional scenarios should not be misunderstood as forecasts, as they are based on strong assumptions and do not fully control for many relevant factors. In the baseline scenario, which is based on what we believe are the most realistic assumptions regarding demographic factors, family configurations, education, language skills, and institutional and economic conditions, the average employment rate for Ukrainian refugees is projected to be 45 percent after five years and 55 percent after ten years. Gender composition and family configuration have a dampening effect on employment rates, while education level and expected language skills development have a positive impact. The comparatively poor health of Ukrainian refugees also dampens employment rates. Conversely, institutional conditions, particularly the absence of asylum procedures, have a positive impact. Economic conditions, measured by labor market tightness, also have a strong influence. The current economic downturn has a negative effect, but the picture could quickly improve with an economic recovery due to increasing labor market tension amid demographic changes, which would likely increase employment rates compared to the baseline scenario. A key finding for integration policy is that language courses not only enhance language development but also significantly boost employment rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive (2024)
Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Braunfels, Joseph; Goßner, Laura ; Adunts, Davit ; Vandenhirtz, Marie; Konle-Seidl, Regina ; Koch, Theresa; Schwanhäuser, Silvia ;Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Kseniia Gatskova, Theresa Koch, Davit Adunts, Joseph Braunfels, Laura Goßner, Regina Konle-Seidl, Silvia Schwanhäuser & Marie Vandenhirtz (2024): Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive. (IAB-Forschungsbericht 16/2024 (de)), Nürnberg, 80 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2416
Abstract
"Dieser Forschungsbericht untersucht die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter in verschiedenen europäischen Ländern, darunter viele EU-Mitgliedsstaaten sowie Großbritannien, die Schweiz und Norwegen, im Zeitraum vom 4. Quartal 2022 bis zum 1. Quartal 2024. Ein direkter Vergleich der Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zwischen verschiedenen Ländern wird aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit einer harmonisierten Datenquelle wie der europäischen Arbeitskräfteerhebung (Labor Force Survey, LFS) erschwert. Für diese Studie wurde daher eine umfassende Datenbank geschaffen, die die Beschäftigungsdaten zu vergleichbaren Zeitpunkten und basierend auf denselben Definitionen harmonisiert. In den Ländern, wo diese zur Verfügung stehen, werden administrative Beschäftigungsdaten genutzt. In den übrigen Ländern beruhen die Beschäftigungsdaten hingegen auf unterschiedlichen Befragungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben wurden. Darüber hinaus wurden Indikatoren, die nach dem bisherigen Forschungsstand die Arbeitsmarktintegration beeinflussen, ebenfalls auf der Grundlage vergleichbarer Daten und Definitionen zusammengestellt. Die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter in Europa weisen im Beobachtungszeitraum erhebliche Unterschiede auf. Am Ende des Beobachtungszeitraums im ersten Quartal 2024 lag Deutschland mit einer Beschäftigungsquote von knapp 27 Prozent im europäischen Mittelfeld. Ende 2022 lagen die Quoten in Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und Litauen bei über 50 Prozent, wohingegen sie sich in Kroatien, Norwegen, Rumänien, Slowenien, der Schweiz und Spanien auf unter 15 Prozent beliefen. Mit einer Beschäftigungsquote von 20 Prozent positionierte sich Deutschland Ende 2022 ebenfalls im europäischen Mittelfeld. Im Untersuchungszeitraum zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2024 sind die Beschäftigungsquoten in der Mehrzahl der untersuchten Länder mehr oder weniger deutlich gestiegen. Auch in Deutschland haben sich die Quoten, sieht man von Saisoneffekten ab, kontinuierlich auf 27 Prozent erhöht. Um die Gründe für die unterschiedlichen Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zu ergründen, analysiert dieser Bericht die Zusammenhänge zwischen den Beschäftigungsquoten und verschiedenen demografischen, institutionellen und wirtschaftlichen Faktoren. Das Ziel der Analyse ist es, einen ersten umfassenderen Überblick über die Determinanten der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu zeichnen und herauszufinden, welchen Einfluss diese Faktoren tatsächlich haben. Es handelt sich allerdings nicht um kausale, sondern um deskriptive Analysen, die nur einen ersten Eindruck von den Zusammenhängen vermitteln können. Den multivariaten Analysen zufolge bestehen zwischen den Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter auf der einen und der demografischen Zusammensetzung der Neuankömmlinge sowie den institutionellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern auf der anderen Seite starke statistische Zusammenhänge. So verzeichnen Länder mit höherer Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften – gemessen am Anteil der Beschäftigten in Berufen mit niedrigem Qualifikationsniveau – höhere Beschäftigungsquoten. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Jobs an geringere sprachliche, rechtliche und sonstige Voraussetzungen gebunden sind und entsprechend schneller besetzt werden können. Ein negativer Zusammenhang besteht zwischen der Beschäftigungswahrscheinlichkeit von ukrainischen Geflüchteten und einer starken Arbeitsmarktregulierung wie z. B. einem stärkeren Kündigungsschutz. Zudem besteht ein negativer Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr und der Beschäftigung von ukrainischen Geflüchteten. Das deutet darauf hin, dass in den Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit die Chancen für Neuankömmlinge, eine Anstellung zu finden, besonders gering sind. Die soziale Infrastruktur spielt ebenfalls eine Rolle: Da die meisten ukrainischen Geflüchteten Frauen mit Kindern sind, hängt die Beschäftigungsquote der Geflüchteten in hohem Maße auch von der Verfügbarkeit einer Kinderbetreuung ab. Daher geht eine bessere Kinderbetreuungsinfrastruktur mit einer höheren Beschäftigungsquote einher. Ein umfassender Zugang zu Gesundheitsleistungen erhöht ebenfalls die Beschäftigungsquoten. Interessanterweise ergab sich nur ein kleiner, statistisch nicht signifikanter Zusammenhang zwischen Beschäftigungsquoten und sozialen Transferleistungen – gemessen am Verhältnis der Kosten für ukrainische Geflüchtete pro Kopf zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Während häufig vermutet wird, dass die Transferleistungen eine zentrale Rolle für die Beschäftigung spielen, wird diese Hypothese in unserer Analyse nicht bestätigt. Bedeutsam sind jedoch soziale Netzwerke: Länder mit einem höheren Anteil ukrainischer Staatsangehöriger an der Bevölkerung weisen höhere Beschäftigungsquoten auf. Zudem beeinflussen ausgeprägte Englischkenntnisse in der Bevölkerung die Beschäftigungsquoten positiv, wahrscheinlich weil sie die Kommunikation und damit auch die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die untersuchten Länder verfolgen auch unterschiedliche integrationspolitische Strategien. So verfolgt ein Teil der Länder einen „work first“-Ansatz, der auf die kurzfristige Aufnahme von Beschäftigungsverhältnissen ohne vorbereitende Maßnahmen wie Sprachkurse, Qualifizierungsmaßnahmen u. ä. setzt. Demgegenüber setzen andere Länder auf eine langfristige, nachhaltig angelegte Integration in den Arbeitsmarkt, u. a. durch Sprach- und Qualifizierungsprogramme sowie eine zielgerichtete Arbeitsvermittlung, um längerfristige und der Qualifikation eher entsprechende Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Letztgenannte Strategie kann kurzfristig zu sogenannten „Lock-in“-Effekten führen, aber langfristig eher zu stabileren Beschäftigungsverhältnissen, einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung und höheren Verdiensten führen. Skandinavische Studien zeigen, dass Länder, die auf „work first“-Ansätze setzen, zwar kurzfristig höhere Beschäftigungsquoten von Geflüchteten aufweisen, aber Länder, die anfangs gezielt in Bildung und Spracherwerb investieren, mittel- und langfristig bessere Integrationsergebnisse erreichen. Das gilt nicht nur für die Beschäftigungsquote und Verdienste, sondern auch die soziale Eingliederung insgesamt und die Lebensqualität der Geflüchteten. Des Weiteren zeigen die multivariaten Analysen, dass demografische Faktoren und vor allem die Familienkonstellation eine zentrale Rolle spielen. So besteht ein statistisch signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Alter und Kinderzahl pro Frau im erwerbsfähigen Alter und Beschäftigungsquoten. Die Beschäftigungsquoten steigen für alle Gruppen über die Zeit. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der anfänglichen Hürden mit zunehmender Aufenthaltsdauer überwunden werden können. Insgesamt zeigt dieser Bericht, dass Deutschland durch seine langfristig angelegten Integrationsstrategien mittel- bis langfristig gute Chancen hat, die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter noch erheblich zu steigern. Die positiven Entwicklungen bei den 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten untermauern diese Einschätzung: Acht Jahre nach ihrer Ankunft sind 68 Prozent der 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten im Durchschnitt erwerbstätig. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Integrationsstrategien kontinuierlich zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen, um die Integration effektiv zu fördern. Davon profitieren langfristig sowohl die Geflüchteten als auch deren Gastland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Goßner, Laura ; Adunts, Davit ; Konle-Seidl, Regina ; Koch, Theresa; Schwanhäuser, Silvia ;Ähnliche Treffer
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Interview mit zwei Autorinnen im Online-Magazin IAB-Forum - Open Access -
Literaturhinweis
The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Andreas Damelang (2024): The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions. (IAB-Discussion Paper 04/2024), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2404
Abstract
"Diese Studie untersucht die vielfältigen Faktoren, die die Einbürgerungsabsichten von Geflüchteten beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen Anforderungen und der Umsetzung von Einbürgerungsgesetzen liegt. Es wird zwischen verschiedenen Einwanderergruppen unterschieden, insbesondere Geflüchteten, Bürgern der Europäischen Union (EU) und Nicht-EU-Bürgern. Mit Hilfe eines Vignettenexperiments unter Eingewanderten in einer umfangreichen repräsentativen Studie in Deutschland werden die Auswirkungen der Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen und einem inklusiveren Einbürgerungsprozess auf die Absichten, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben, empirisch analysiert. Dieser Vergleich, sowohl zwischen aktuellen und liberalisierten Anforderungen als auch zwischen weniger und mehr inklusiven Einbürgerungsverfahren, bietet ein realistisches Szenario, wie Liberalisierung und Inklusivität die Einbürgerungsabsichten beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen, insbesondere die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft und eine verkürzte Wartezeit, einen positiven Effekt auf die Einbürgerungsabsichten hat. Gleichzeitig unterscheiden sich diese Effekte zwischen den drei Einwanderergruppen, insbesondere aufgrund von Unterschieden in den empfundenen Vorteilen der Einbürgerung. Im Gegensatz dazu hat ein inklusiverer Einbürgerungsprozess keinen Einfluss auf die Einbürgerungsabsichten der Eingewanderten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Staatsbürgerschaftspolitik für die Einbürgerungsabsichten von Eingewanderten. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch differenzierte Reaktionen auf liberalisierte Anforderungen und betonen die Bedeutung von gruppenspezifischen Kosten-Nutzen-Überlegungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of social capital in immigrants’ and refugees’ labour market integration: evidence from Germany (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Irena Kogan (2024): The role of social capital in immigrants’ and refugees’ labour market integration: evidence from Germany. In: S. McDonald, R. Côté & J. Shen (Hrsg.) (2024): The Handbook on Inequality and Social Capital, S. 288-304, 2024-10-29. DOI:10.4337/9781802202373.00028
Abstract
"This study investigates the impact of job search behaviour on immigrants’ employability and job status, considering the diverse nature of the immigrant population. The findings reveal the heterogeneity among refugees, economic immigrants and family immigrants concerning social and human capital, demographic characteristics, and job search strategies. While most economic and family immigrants possess premigration contacts in Germany and use them for the job search, refugees largely lack such connections and thus opportunities to use them for the job search. Yet, leveraging social contacts proves beneficial particularly for refugees and family facilitating gainful employment but often leading to lower-status jobs. Among economic immigrants, relying on social contacts in the job search results in lower occupational status, while such contacts show no discernible impact on employment propensity. The findings underscore the multifarious nature of social capital in immigrants’ labour market integration, emphasizing trade-offs and heterogeneities in the process." (Author's abstract, © Elgar) ((en))
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Literaturhinweis
Importance of Personality Traits for Destination-Language Acquisition: Evidence for Refugees in Germany (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Marie-Christine Laible (2024): Importance of Personality Traits for Destination-Language Acquisition: Evidence for Refugees in Germany. In: International migration review, Jg. 58, H. 1, S. 347-385., 2022-09-26. DOI:10.1177/01979183221132538
Abstract
"We analyze the role of personality traits in destination-language proficiency among recent refugees in Germany. While personality traits have been shown to predict educational outcomes, they have been largely overlooked for immigrants' language acquisition. We extend a well-established model of destination-language proficiency and assume that personality traits' effects manifest through the channels of exposure, efficiency, and incentives. Using longitudinal data and growth curve models, we find that personality traits significantly shaped destination-language learning. Openness to new experiences, conscientiousness, risk appetite, locus of control and resilience were positively related to destination-language proficiency, while agreeableness and neuroticism were insignificant. The positive impact of extraversion and the negative impact of self-esteem on destination-language proficiency were only marginally significant. For all personality traits, we observe that both the efficiency of learning and exposure to learning opportunities represented possible channels through which personality traits affected refugees' destination-language proficiency. In sum, personality traits affect refugees' destination-language proficiency and, thereby, contribute to sustainable economic and societal integration processes. We conclude by discussing implications for international migration research and policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine: Eine Simulationsstudie (2024)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2024): Zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine: Eine Simulationsstudie. (IAB-Forschungsbericht 09/2024 (de)), Nürnberg, 45 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2409
Abstract
"Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist die Anzahl ukrainischer Staatsangehörigen in Deutschland von 156.000 auf 1.240.000 angestiegen. Obwohl ein erheblicher Teil dieser Menschen nach dem Kriegsende plant, in die Ukraine zurückzukehren, zeigt sich, dass mit zunehmender Kriegsdauer immer mehr einen längeren oder dauerhaften Aufenthalt in Deutschland in Betracht ziehen. Vor diesem Hintergrund simuliert dieser Forschungsbericht verschiedene Szenarien der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter. Grundlage bilden die Erwerbsverläufe früherer Geflüchteter in Deutschland sowie von Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Szenarien zielen darauf ab, realistische Erwartungen über die Entwicklung der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine zu bilden, und die Einflüsse spezifischer Faktoren quantitativ zu analysieren. Diese konditionalen Szenarien sind allerdings nicht als Prognosen misszuverstehen, da sie davon abhängig sind, ob die zugrunde gelegten Annahmen zutreffen und viele relevante Faktoren nicht vollständig berücksichtigt werden können. In dem Basisszenario, dem nach unserer Einschätzung die realistischsten Annahmen über demografische Faktoren, Familienkonstellationen, Bildung, Sprache, institutionelle und wirtschaftliche Faktoren zu Grunde liegen, ergibt sich nach einer Aufenthaltsdauer von fünf Jahren eine durchschnittliche Erwerbstätigenquote von 45 Prozent, nach zehn Jahren von 55 Prozent. Insbesondere der hohe Anteil von Alleinerziehenden sowie der vergleichsweise schlechte Gesundheitszustand der ukrainischen Geflüchteten wirken sich dämpfend auf die Entwicklung der Erwerbstätigenquoten aus, während das relativ hohe Bildungs- und Ausbildungsniveau sowie die zu erwartende Entwicklung der Sprachkenntnisse einen positiven Einfluss haben. Dies gilt auch für die institutionellen Rahmenbedingungen, insbesondere den Verzicht auf ein Asylverfahren. Die wachsende Arbeitsmarktanspannung hat ebenfalls einen starken positiven Einfluss. Die gegenwärtige Eintrübung der Konjunktur wirkt sich deshalb nachteilig aus, allerdings kann sich das Bild bei einer konjunkturellen Erholung aufgrund der demografiebedingt steigenden Arbeitsmarktanspannung schnell verbessern. Dann dürften die Erwerbstätigenquoten im Vergleich zum Basisszenario steigen. Ein zentraler Befund für die Integrationspolitik ist, dass Sprachkurse nicht nur die Sprachentwicklung, sondern auch die Erwerbstätigenquoten signifikant steigern können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
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Literaturhinweis
Geflüchtete kommen auf gefährlichen Wegen nach Deutschland (2024)
Zitatform
Kristen, Cornelia & Jana Nebelin (2024): Geflüchtete kommen auf gefährlichen Wegen nach Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 12, S. 181-191. DOI:10.18723/diw_wb:2024-12-2
Abstract
"Die Routen, auf denen Geflüchtete in den Jahren 2014 bis 2023 nach Europa und Deutschland gekommen sind, wurden in unterschiedlichem Maße für die Flucht genutzt. Zuletzt hat die Bedeutung der zentralen Mittelmeerroute wieder zugenommen. Lauf offizieller Statistiken, in denen vor allem Todesfälle erfasst werden, ist dies die weltweit tödlichste Fluchtroute. Die Gefahrenlage auf den verschiedenen Routen lässt sich auch aus Perspektive der Ankömmlinge beschreiben. Diese zeichnen ebenfalls ein in Teilen düsteres Bild von der Flucht, gekennzeichnet von unterschiedlichen Formen von Gewalt und Bedrohung. Gleichzeitig sprechen viele Schutzsuchende, darunter insbesondere Frauen, gar nicht erst über ihre Flucht. Um die Gefahren besser beschreiben und geeignete Instrumente zu ihrer Bekämpfung entwickeln zu können, sollten die Vorkommnisse während der Flucht besser erfasst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers (2024)
Zitatform
Lange, Martin, Sarah McNamara & Philipp Schmidt (2024): Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers. (ZEW discussion paper 24-073), Mannheim, 26 S.
Abstract
"The labor market integration of asylum seekers remains a contested issue. Using the EU-Labor-Force-Survey, we characterize the state of asylum seekers’ labor market integration in Europe, and provide representative statistics on several dimensions of integration. We compare asylum seekers to natives and economic migrants and find that asylum seekers struggle to integrate across European states, exhibiting employment rates of 10 percentage points lower than that of natives, on average, as well as a notable gap in job-quality. Analyzing self-reported barriers to employment, we document that asylum seekers’ lower employment rates and job-quality are likely the result of institutional hurdles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flüchtlinge im sozialen Raum: Eine empirische Studie zu Migration und Integration nach Pierre Bourdieu (2024)
Leßke, Felix;Zitatform
Leßke, Felix (2024): Flüchtlinge im sozialen Raum. Eine empirische Studie zu Migration und Integration nach Pierre Bourdieu. Frankfurt am Main: Campus, 305 S.
Abstract
"Seit 2015 ist der Diskurs über die Flüchtlingspolitik sowie die Einstellungen gegenüber Flüchtlingen ein zentraler Fluchtpunkt der gesellschaftspolitischen Debatte. Von der »Willkommenskultur« bis zum Aufstieg der AFD lassen sich zahlreiche gesellschaftliche Entwicklungen über die Einstellungen gegenüber Flüchtlingen erklären. Felix Leßke zeigt, dass sich diese Einstellungsmuster nicht zufällig, sondern systematisch zwischen verschiedenen sozialen Gruppen verteilen. Sie lassen sich sozialräumlich verorten, so dass sie durch die sozialen Lagen und ihre Verhältnisse gegenüber den Flüchtlingen und anderen sozialen Akteursklassen erklärt werden können. Soziale Konfliktlinien werden dadurch sichtbar und nachvollziehbar, die sozialen Folgen von politischen Entscheidungen lassen sich besser abschätzen. Das Buch verbindet vor dem Hintergrund der Bourdieuschen Theorie eine innovative Theorie von Migration und Integration mit einer umfassenden empirischen Fundierung und trägt dazu bei, die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu verstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Campus)
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Literaturhinweis
We made it to Germany … and now? Interdependent risks of vulnerability for refugees in a high-income country (2024)
Zitatform
Mendola, Daria, Anna Maria Parroco & Paolo Li Donni (2024): We made it to Germany … and now? Interdependent risks of vulnerability for refugees in a high-income country. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 50, H. 4, S. 1059-1079. DOI:10.1080/1369183X.2023.2206009
Abstract
"Refugees are perceived as a category of people that are ‘vulnerable’ per se. However, once they have arrived in (high-income) hosting countries and are supported by a welfare state, vulnerability needs to be rethought, as they face new challenges and potential sources of inequality. In this paper, we have measured vulnerability as the probability of experiencing jointly three interdependent risks: social isolation, financial worries and poor health. For this purpose, we estimated a trivariate logit model to evaluate how individual and household characteristics are associated with vulnerability and also made inferences regarding the residual association between pairs of risks, conditionally to a set of selected covariates. Using the 2016 wave of the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees in Germany, we demonstrated the significant correlations between the risks experienced by refugees and assessed a ‘propagation effect’ that affects vulnerability when the three risks come together. Taking this result into account may be useful in preventing vulnerability among refugees when they are faced with even one of these risks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5684/soep.iab-bamf-soep-mig.2017 -
Literaturhinweis
Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective (2024)
Zitatform
Menke, Katrin (2024): Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 70, H. 1, S. 101-120. DOI:10.1515/zsr-2023-0010
Abstract
"Nach ihrer Ankunft stehen Geflüchtete vor der Herausforderung, ihre Biografie in unbekannten sozialen Kontexten neu zu ordnen. Sie sind dabei mit spezifischen Lebenslaufpolitiken, institutionalisierten bürokratischen Prozessen und Normen konfrontiert. Wie gestalten sich Prozesse des Festhaltens an und Anpassens von vertrauten Routinen und Orientierungen bei geflüchteten Frauen mit Sorgeverpflichtungen in Deutschland? Anknüpfend an bestehende Literatur der Lebenslauf-, Flucht- und Biografieforschung ergänzt dieser Artikel den Forschungsstand um eine geschlechtersensible Analyse der Arbeitsmarktverläufe geflüchteter Mütter in Deutschland. Ausgehend von biografisch orientierten Interviews mit 21 Frauen mit Kindern, die zwischen 2015 und 2020 aus überwiegend arabischen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind, werden zwei Befunde vorgestellt und diskutiert: a) verschiedene Phasen des Ankommens, die durch verschiedene Lebenslaufpolitiken und Normen gerahmt und in bürokratischen Settings vollzogen werden, sowie b) drei verschiedene Arbeitsmarktorientierungen und -strategien in Abhängigkeit von den gegebenen biografischen Orientierungen der Frauen, deren Neuverhandlung in ungewohnten Umgebungen und der jeweiligen Lebensphase, in der sich die Frauen befinden. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die biographischen Verläufe der Arbeitsmarktbeteiligung von geflüchteten Frauen und stellen eine überwiegend statische Sichtweise auf diese als homogen dargestellte Gruppe in Bezug auf Qualifikationen, Betreuungspflichten und Erwerbswünsche in Frage." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktteilhabe durch Qualifizierung? De‑, Dis- und Sonderqualifizierung geflüchteter Frauen im deutschen Berufsbildungssystem (2024)
Zitatform
Menke, Katrin & Johanna Ullmann (2024): Arbeitsmarktteilhabe durch Qualifizierung? De‑, Dis- und Sonderqualifizierung geflüchteter Frauen im deutschen Berufsbildungssystem. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 49, H. 4, S. 517-537. DOI:10.1007/s11614-024-00559-1
Abstract
"Berufliche Qualifizierung gilt international gemeinhin als Garant für nachhaltige Erwerbsarbeit von Geflüchteten. Seit der erhöhten Fluchtzuwanderung im Jahr 2015 hat sich das Feld beruflicher Qualifizierung in Deutschland erheblich ausdifferenziert. Trotz hoher Erwerbsambitionen und bestehender Qualifizierungsbedarfe landen geflüchtete Frauen bisher jedoch kaum in qualifizierter Erwerbsarbeit oder beruflicher Ausbildung. Dieser Beitrag bearbeitet den Zusammenhang zwischen beruflicher Qualifizierung und Arbeitsmarktsegmentierungen am Beispiel fluchtmigrierter Frauen in Deutschland, indem er segmentationstheoretische Ansätze und deren jüngeren feministisch-sozialkonstruktivistischen Erweiterungen auf das Berufsbildungssystem überträgt und mit empirischen Befunden unterfüttert. Anhand von qualitativem Interviewmaterial mit Akteur:innen in Arbeitsverwaltung und Trägerorganisationen von Arbeitsmarktintegrationsprojekten werden verschiedene Zuweisungspraxen rekonstruiert, die 1) aus symbolischen Auf- und Abwertungen beruflicher Qualifikationen bestehen und 2) durch Einschätzungen von (nicht) vorhandenen Qualifizierungsoptionen charakterisiert sind. Der Artikel illustriert, wie das Zusammenspiel aus geschlechtsspezifisch-rassifizierenden Zuschreibungen und der Strukturiertheit vorhandener Berufsbildungs- und Arbeitsmarktinstitutionen die Positionierung der Gruppe am unteren Ende der Arbeitsmarkt- und Ausbildungshierarchie nach sich zieht. In der Folge erfahren geflüchtete Frauen eine Zuweisung in Richtung De-, Dis- oder Sonderqualifizierung, die in unqualifizierte, prekäre (feminisierte und migrantisierte) Anlern- und Hilfsjobs auf dem segmentierten Arbeitsmarkt kanalisiert und eine unsichere berufs- und ausbildungsvorbereitende Übergangsphase der Gruppe verlängert. Der Beitrag beleuchtet damit die bislang wenig erforschte Frage, was als berufliche Qualifikation und insofern förderliche Qualifizierung im Kontext von Flucht gilt (oder nicht). Aufgrund gegenwärtiger Ausbaupläne beruflicher Weiterqualifizierung in Deutschland nach österreichischem Vorbild ist dies eine zunehmend relevante Frage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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“How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries (2024)
Zitatform
Niemann, Lena, Hanna Naudascher, Umay Kuyumcu & Guido Hertel (2024): “How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries. In: Journal of International Migration and Integration, Jg. 25, H. 3, S. 1423-1443. DOI:10.1007/s12134-024-01117-0
Abstract
"Occupational work is a cornerstone for refugees’ integration in a receiving country, and residents’ perceptions of refugees is a key factor in this process. As compared to migrants in general, refugee migrants have been forced to leave their home country, which should have multiple implications for their integration in receiving countries. In the current study, we investigated whether residents’ perception of migration forcedness affects their expectations about migrants’ occupational future time perspectives (OFTP) in the receiving country, which in turn should correspond to expectations about migrants’ occupational integration efforts. We tested our hypotheses in a preregistered online experiment with N = 190 working adults in Germany (71% women; age: M = 50.26, SD = 10.78). The results confirmed the hypothesized negative relation between perceived migration forcedness and expected OFTP, the hypothesized positive relation between expected OFTP and expected occupational integration efforts, and the hypothesized mediation mechanism of expected OFTP. Overall, our results demonstrate that residents’ perception of migration forcedness and related OFTP are relevant processes that affect the integration of migrants into the labor market of receiving countries." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Detecting Interviewer Fraud Using Multilevel Models (2024)
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Olbrich, Lukas, Yuliya Kosyakova, Joseph Sakshaug & Silvia Schwanhäuser (2024): Detecting Interviewer Fraud Using Multilevel Models. In: Journal of survey statistics and methodology, Jg. 12, H. 1, S. 14-35., 2022-11-11. DOI:10.1093/jssam/smac036
Abstract
"Interviewer falsification, such as the complete or partial fabrication of interview data, has been shown to substantially affect the results of survey data. In this study, we apply a method to identify falsifying face-to-face interviewers based on the development of their behavior over the survey field period. We postulate four potential falsifier types: steady low-effort falsifiers, steady high-effort falsifiers, learning falsifiers, and sudden falsifiers. Using large-scale survey data from Germany with verified falsifications, we apply multilevel models with interviewer effects on the intercept, scale, and slope of the interview sequence to test whether falsifiers can be detected based on their dynamic behavior. In addition to identifying a rather high-effort falsifier previously detected by the survey organization, the model flagged two additional suspicious interviewers exhibiting learning behavior, who were subsequently classified as deviant by the survey organization. We additionally apply the analysis approach to publicly available cross-national survey data and find multiple interviewers who show behavior consistent with the postulated falsifier types." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Olbrich, Lukas ; Kosyakova, Yuliya ; Sakshaug, Joseph ; Schwanhäuser, Silvia ; -
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Employment outcomes of refugee women and men: multiple gender gaps and the importance of high-skill jobs (2024)
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Ortlieb, Renate, Paul Baumgartner, Meike Palinkas, Petra Eggenhofer-Rehart & Elena Ressi (2024): Employment outcomes of refugee women and men: multiple gender gaps and the importance of high-skill jobs. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 50, H. 20, S. 4987-5008. DOI:10.1080/1369183X.2024.2379945
Abstract
"Refugee women face significant challenges when seeking employment in Western host countries. To advance gender-sensitive perspectives within migration and refugee research, this study examines differences in employment outcomes between refugee women and men. Specifically, this study provides a nuanced picture of six indicators of employment outcomes, including pay, fixed-term versus permanent employment contract, overqualification, career prospects, an at-home feeling in the workplace and the ability to talk to colleagues about personal problems. The study also shows that individuals’ occupational status plays a role in gender disparities. Our findings, based on a recent survey of refugees working in Austria, reveal several gender gaps, with an especially significant gap regarding fixed-term employment contracts. Refugee women, who are more likely to be disadvantaged in employment outcomes, benefit disproportionately from working in high-skill jobs. The findings underscore the complex nature of gendered patterns in labour market integration of refugees and imply specific policies addressing gender inequality in this setting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workplace Factors Associated with Employment of Refugees – Evidence from a Survey Among Danish Employers (2024)
Zitatform
Ravn, Rasmus Lind (2024): Workplace Factors Associated with Employment of Refugees – Evidence from a Survey Among Danish Employers. In: Social Policy and Society, Jg. 23, H. 3, S. 703-719. DOI:10.1017/S1474746422000483
Abstract
"Labor market participation by refugees in their new host country is crucial both to the integration process and in terms of reducing public spending on income replacement benefits for refugees. In this article, we explore workplace factors associated with employment of refugees. For this purpose, we use a survey of Danish employers, in light of the fact that with some notable exceptions, the employer role has been somewhat neglected in existing research on labor market integration of refugees. We find that many different workplace factors are associated with employment of refugees. In addition to objective workplace characteristics, existing social responsibility practice, contacts by public employment services and the attitudes and preconceptions of employers towards refugees are of importance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unpacking “the system”: Multi-level governance gaps in the labour market integration of highly skilled refugees (2024)
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Riemsdijk, Micheline Van (2024): Unpacking “the system”: Multi-level governance gaps in the labour market integration of highly skilled refugees. In: International Migration, Jg. 62, H. 2, S. 38-52. DOI:10.1111/imig.13246
Abstract
"A plethora of government- and non-government actors are involved in the labor market integration of highly skilled refugees, forming a complex “system” that is difficult to navigate for integration actors and refugees. Based on interviews with 32 labor market integration actors in Sweden, this article examines multi-level governance gaps in the wake of the simultaneous centralization and decentralization of labor market preparation services. It examines various “steps” in the labor market integration process to gain a more holistic perspective of “the system”, and identifies governance gaps in each step. The article finds that the devolution of services has opened up participatory spaces for non-government actors, but narrowly defined mandates and short-term funding mechanisms hamper cooperation within and between territorial levels of policy implementation." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Going from bad to worse? Well-being of Syrian refugees in Turkey in the aftermath of the February 2023 earthquakes (2024)
Zitatform
Ruhnke, Simon, Laura Hertner, Lidwina Gundacker & Simon Wagner (2024): Going from bad to worse? Well-being of Syrian refugees in Turkey in the aftermath of the February 2023 earthquakes. (BIM News Series / Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung 1), Berlin, 18 S. DOI:10.18452/28152
Abstract
"The series of earthquakes that shook South-East Turkey in February 2023 brought physical destruction to the region and affected an entire country. The data presented here illustrates how destruction, health risks and economic hardship are severely threatening the well-being of both host and Syrian communities in the earthquake region. Although the tremors of an earthquake do not adhere to the fault lines of social stratification, the impacts of such a natural disaster are nonetheless experienced differently by people, depending on their position in society. The pattern described in this contribution implies that Syrians who had sought refuge in Turkey because of the war in Syria were particularly vulnerable to the consequences of the natural disaster. We suggest that this disproportionally large effect is a result of three fundamental drivers. First, the social and economic disadvantages Syrians faced in Turkey prior to the earthquake resulted in living and housing conditions that made them particularly vulnerable to the destructive force of the earthquakes. Second, because of these pre-existing disadvantages, Syrians are more likely to lack resources such as financial assets and social security to cope with the consequences merging after the initial destruction. Third, rather than receiving the social and economic support that could help compensate for these two drivers of vulnerability, discrimination and exclusionary practices in aid provision pushed some Syrians into a state of vigilance and invisibility (Sevinin et al., 2023) that amplified the effects of the earthquakes. Further data and research are needed to better understand the mechanisms underlying the experience of the Syrian population after the earthquakes. Future public responses to natural disasters, in Turkey and beyond, need to take social stratifications into account and ensure that the more vulnerable groups, i.e., those more exposed to the forces of nature and equipped with fewer resources to cope with its aftermath, receive the support they need. Such responses should counteract social divisions that tend to emerge in the face of adversity and resource scarcity. If the disaster response instead reinforces social divisions in the distribution of resources, the situation of relatively disadvantaged groups, such as the refugee population in Turkey, can easily go from bad to worse." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Perceived loneliness: Why are Syrian refugees more lonely than other newly arrived migrants in Germany? (2024)
Zitatform
Rüdel, Julia & Marie-Pier Joly (2024): Perceived loneliness: Why are Syrian refugees more lonely than other newly arrived migrants in Germany? In: Comparative Migration Studies, Jg. 12. DOI:10.1186/s40878-024-00398-9
Abstract
"Migration often impacts the mental and emotional health of those needing to move from their home countries. Studies have focused on migrants’ levels of distress or well-being, and recent research looks at older migrants’ experience with loneliness. What has yet to be researched is how different migrant groups experience loneliness, and how these feelings are affected by the contexts of leaving one country and reception in another. Drawing on the theoretical framework of integration, this article asks whether newly arrived refugees in Germany differ in their perception of loneliness from other newly arrived migrants. It examines these perceptions as related to social contacts and the context—and interplay—of exit and reception. Using OLS regressions with data from the Recent Immigration Processes and Early Integration Trajectories in Germany (ENTRA) project, we find that Syrian refugees have higher levels of loneliness than migrant groups from Poland, Italy, and Turkey. The difference is largely attributable to Syrians not having local German contacts, surviving traumatic experiences at home, and migrating specifically for physical safety. We also find that discrimination and not being in the labor force are determinants of loneliness across all four groups, and that even when considering migrant origins and other effects, having local social contacts lowers levels of loneliness. Our results point to migration policies, such as those related to family reunification and labor market access, for producing inequalities in loneliness between Syrian refugees and other migrants in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Personal Social Networks of Recent Refugees in Germany: Does Family Matter? (2024)
Zitatform
Sauer, Lenore & Elisabeth K. Kraus (2024): Personal Social Networks of Recent Refugees in Germany: Does Family Matter? In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, Jg. 22, H. 1, S. 134-148. DOI:10.1080/15562948.2021.2017096
Abstract
"This article explores the composition of the personal social networks and their interrelation with the family context of recently arrived refugees in Germany. Using the Refugee Sample of the German Socio-Economic Panel (2017) and performing logistic regression analyses, the findings suggest that refugees living without their partner, children, or extended family in Germany are more likely to have at least one close non-kin confidant. The same holds true for inter-ethnic contacts. Moreover, the results show that also opportunity structures like the workplace or leisure-time activities matter. As male and female refugees have different family arrangements, differences by sex emerge." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Role of Gender in Asylum Migration to Europe: Analyzing Country-Level Factors of Gendered Selection of Asylum Seekers to Europe (2024)
Zitatform
Schiele, Maximilian (2024): The Role of Gender in Asylum Migration to Europe: Analyzing Country-Level Factors of Gendered Selection of Asylum Seekers to Europe. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, S. 1-16. DOI:10.1080/15562948.2023.2298515
Abstract
"While 50% of displaced individuals worldwide are female, women comprised only 31% of the people seeking asylum in Europe between 2008 and 2018. This study utilizes data from Eurostat on 5.6 million asylum-seekers between 2008 and 2018 to identify the country-level factors that drive this gendered selection. The effects are calculated using both a random effects panel model and a fixed effects panel model with clustered standard errors. The results suggest that country-level differences in the degree of gendered selection are largely driven by socio-demographic factors related to women’s social position within their country of origin." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees (2024)
Zitatform
Schlüter, Ekaterina & Junmin Li (2024): Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees. In: Zeitschrift für Evaluation, Jg. 2024, H. 2, S. 273-280. DOI:10.31244/zfe.2024.02.07
Abstract
"Die Qualitätsanalyse der Berufsbildungsmaßnahmen für die Zielgruppe der Geflüchteten wird derzeit kaum diskutiert. Ziel des Projektes „RecoVET“ ist es daher, ein Konzept zur externen Bewertung und Anerkennung spezifischer Qualität bei der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Projektergebnisse2 bestehen aus mehreren Komponenten. Zum einen wird ein Online-Training für Qualitätsbewerter:innen wie z. B. Akkreditierungsagenturen entwickelt. Dieses Training soll sie auf die besonderen Herausforderungen der Integration Geflüchteter im berufsbildenden Bereich vorbereiten. Das zweite Projektergebnis ist ein ergänzendes Handbuch zur Qualitätsanalyse und dient als Literatur, welche das Online-Training begleitet. Das dritte Projektergebnis ist eine praxisorientierte Toolbox für die Umsetzung von Bewertung und Anerkennung von spezifischen Qualitätsindikatoren. Die Kombination aus Online-Training, Handbuch und Toolbox soll dazu beitragen, dass die Qualitätsanalyse und -bewertung der Berufsbildungsmaßnahmen von Geflüchteten systematisch und effektiv durchgeführt werden kann, um deren Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft nachhaltig zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist (2024)
Schreyer, Franziska;Zitatform
Schreyer, Franziska (2024): Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist. In: IAB-Forum H. 25.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241125.01
Abstract
"Existenzsichernde Erwerbsarbeit ist für Geflüchtete oft eine rechtliche Voraussetzung, um langfristig oder dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Dies bietet zwar Chancen sowohl für die Geflüchteten als auch für den Arbeitsmarkt hierzulande. Es kann aber auch zu einer besonderen Abhängigkeit der Betroffenen vom Betrieb führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; -
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Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu (2024)
Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Kellmer, Ariana; Böhringer, Daniela; Kupka, Peter ; Brussig, Martin ; Schlee, Thorsten; Hartosch, Katja;Zitatform
Schreyer, Franziska, Daniela Böhringer, Martin Brussig, Katja Hartosch, Ariana Kellmer, Peter Kupka, Christopher Osiander, Angela Rauch & Thorsten Schlee (2024): Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu. (IAB-Kurzbericht 12/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2412
Abstract
"Seit Juni 2022 werden leistungsberechtigte Geflüchtete aus der Ukraine bereits kurz nach ihrer Einreise von den Jobcentern betreut. Mit welchen organisatorischen Maßnahmen haben diese darauf reagiert? Welche Erfahrungen machen die Jobcenter bei der Betreuung dieser Menschen? Auf Basis von quantitativen und qualitativen Befragungen gibt dieser Kurzbericht hierzu Auskunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Hartosch, Katja; -
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The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy (2024)
Zitatform
Schulte, Leonie (2024): The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy. In: Journal of Refugee Studies. DOI:10.1093/jrs/feae041
Abstract
"This paper examines the temporal consequences of Germany’s language-and-integration measures for adult migrants and refugees. In response to over 1.3 million displaced persons seeking asylum in Europe since 2015, many countries have tightened their existing language learning requirements for newcomers as part of stricter immigration control. Germany has been at the forefront of these policy reforms, expanding its integration programmes to accelerate newcomer incorporation. Based on over 15 months of ethnographic fieldwork in Berlin, this paper shows that instead of accelerating access to employment and higher education, in practice, integration policies delay socioeconomic mobility among refugees and migrants. This is largely because language becomes embedded in a broader ideological and bureaucratic complex newcomers must negotiate in their recurrent interactions with state institutions. As I demonstrate, in part because of the slowing effect such policies have on their mobility, newcomers’ first few years in Germany are experienced as a period of protracted uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Data quality control in the 6th wave of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, samples M3-M6 (2024)
Zitatform
Schwanhäuser, Silvia & Lukas Olbrich (2024): Data quality control in the 6th wave of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, samples M3-M6. (SOEP Survey Papers 1334: Series C - Data Documentations), Berlin, 7 S.
Abstract
"In face-to-face surveys, interviewers take on many key tasks. They contact households and target persons, encourage them to participate in the survey and conduct standardized interviews. In some cases, however, interviewers may deviate from specified guidelines when performing this task, which in turn can affect the quality of the data. In order to minimise the risk of deviant interviewer behavior in interviews, data quality controls are implemented throughout the entire survey period of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees (Brücker et al. 2017). This enables follow-up interviewer training and feedback discussions, and to identify anomalies at an early stage. Such controls have been in place since the first survey wave (see Kosyakova et al. 2019, Olbrich et al. 2020). Through the use of these quality controls, it was found that some interviews did not meet the high-quality standards of the survey. Several analyses indicated that a total of three interviewers had failed to carry out individual interviews properly. It was therefore decided to remove these interviews from the dataset. This decision was taken in close cooperation with the project partners (IAB, BAMF, and SOEP) as well as the survey organisation (infas). The following report documents this decision and presents the findings that led to this decision being taken." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts: Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende (2024)
Seidl, Julian;Zitatform
Seidl, Julian (2024): Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts. Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 44, H. 4, S. 157-162.
Abstract
"Die Forderung nach einer "Arbeitspflicht" für Geflüchtete ist aktuell Gegenstand der politischen Diskussion. Im Lichte dieser Debatte wurde jüngst die gesetzliche Regelung der Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG modifiziert und das Erfordernis einer zusätzlichen Tätigkeit gestrichen. Diese Entwicklungen möchte der vorliegende Beitrag zum Anlass nehmen, um die in §5 IV 1 AsylbLG enthaltene Arbeitsverpflichtung sowie hieran knüpfende Leistungseinschränkungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz sowie dem Europäischen Recht zu untersuchen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen (2024)
Zitatform
Silva, Adriana Cardozo & Sabine Zinn (2024): Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 49, S. 771-779. DOI:10.18723/diw_wb:2024-49-1
Abstract
"Über Geldüberweisungen von Geflüchteten in ihre Heimat wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland politisch scharf debattiert, was zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen führte. Die vorliegende Studie untersucht, wie sich der Anteil der in Deutschland lebenden Personen, die Geld ins Ausland überweisen, im Laufe der Zeit je nach Migrationshintergrund – mit oder ohne Fluchthintergrund – verändert hat und welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit von Geldsendungen beeinflussen. Basierend auf den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sowie den IAB-SOEP-Migrationsstichproben und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter von 2013 bis 2022 zeigt die Untersuchung, dass Migrant*innen ohne Fluchthintergrund häufiger Geldtransfers tätigen, während Geflüchtete aufgrund struktureller Barrieren seltener dazu in der Lage sind. Die politische Debatte spiegelt also nicht die Realität wider. Über die Wahrscheinlichkeit, Geldüberweisungen ins Ausland zu tätigen, entscheiden insbesondere die Familiensituation und die Absicht, längerfristig in Deutschland zu bleiben. Die Ergebnisse sollten auch insofern zu einer Neubewertung beitragen, als diese Geldüberweisungen ein wichtiges Instrument zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele darstellen und die Wirtschaft in den Herkunftsländern stabilisieren und Armut reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
English Version -
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Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany (2024)
Zitatform
Sprengholz, Maximilian & Maik Hamjediers (2024): Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany. In: Work and occupations, Jg. 51, H. 2, S. 249-286. DOI:10.1177/07308884221141100
Abstract
"We investigate intersecting wage gaps by gender and nativity by comparing the wages between immigrant women, immigrant men, native women, and native men based on Western German survey data. Adding to the analytical diversity of the field, we do a full comparison of group wages to emphasize the relationality of privilege and disadvantage, and we use a nonparametric matching decomposition that is well suited to address unique group-specific experiences. We find that wage (dis)advantages associated with the dimensions of gender and nativity are nonadditive and result in distinct decomposition patterns for each pairwise comparison. After accounting for substantial group differences in work attachment, individual resources, and occupational segregation, unexplained wage gaps are generally small for comparisons between immigrant women, immigrant men, and native women, but large when either group is compared to native men. This finding suggests that the often presumed “double disadvantage” of immigrant women is rather a “double advantage” of native men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit (2024)
Stache, Randy;Zitatform
Stache, Randy (2024): Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2024,03), Nürnberg, 22 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.03/2024.d.2024.duldung.1.0
Abstract
"Die Kurzanalyse widmet sich der Lebenssituation und Lebenszufriedenheit von Geduldeten mit ablehnendem Asylbescheid. Als Vergleichsgruppe dienen Bleibeberechtigte, die den Geduldeten hinsichtlich Herkunft und soziodemografischer Merkmale ähnlich sind. Die Datenbasis ist die IAB-BAMF-SOEPBefragung von Geflüchteten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Job-Turbo: Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt (2024)
Terzenbach, Daniel;Zitatform
(2024): Der Job-Turbo. Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. [Ostbevern]: MKL Druck GmbH, 162 S.
Abstract
"Der Job-Turbo zielt darauf ab, geflüchtete Menschen im Bürgergeldbezug schnell und ohne Wartezeiten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, auch wenn ihre Sprachkenntnisse zunächst nur grundständig sind. Um den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, wird parallel zur Beschäftigung zudem eine berufliche und sprachliche Weiterentwicklung angeboten. Dieser Ansatz wird als „Einstieg zum Aufstieg“ bezeichnet. Die Kombination aus Schnelligkeit und Nachhaltigkeit stellt eine wesentliche Veränderung der Integrationsprozesse in Deutschland dar und unterscheidet sich von den Ansätzen anderer europäischer Länder. Diese setzen überwiegend entweder auf schnellstmögliche Arbeitsmarktintegration oder eine umfassende „Arbeitsmarktvorbereitung“. Eine abschließende Bewertung der mittel- und langfristigen Wirkung des Job-Turbos ist angesichts des kurzen Berichtszeitraums sowie der bei solchen Prozessumstellungen üblichen Verzögerungen derzeit noch nicht möglich. Erste Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, systematische Beobachtungen und Erfolgsbeispiele zeigen jedoch, dass der „Einstieg zum Aufstieg“ ein vielversprechender Ansatz ist, der weiterverfolgt und evaluiert werden sollte." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Cultural Discrimination and Behavioural Polarization (2024)
Zitatform
Tubadji, Annie & Hans Dietrich (2024): Cultural Discrimination and Behavioural Polarization. (ISQOLS Working Paper Series 5), 35 S., Anhang.
Abstract
"This paper analyses discrimination as a trigger for polarization. We distinguish between economic and social aspects of discrimination as well as between individual and regional level. Specifically, we culturally augment an economics of identity model, by explaining the choice of insider or outsider identity based on discrimination and using this choice as a predictor of individual and local degree of polarisation in cultural attitudes. Using data from the German Socio-Economic Panel (IAB- BAMF-SOEP refugee subsample) about Syrian, Iraqi, Afghan and Eretria refugees in 2016-2019, we employ a unique approach to quantifying the polarization of individual attitudes (i.e. the individual polarization). We find consistent evidence that on individual radicalization and polarization seem to be a culturally sensitive effect on individual level in terms of being associated with perceived experienced discrimination. Yet, on regional level these feelings seem to develop mostly in places that suffer from relative economic deprivation. Finally, a cultural entropy measure for the balance between the traditional and modern attitudes in a place seems to most successfully explain the average levels of polarisation of individuals in a locality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Return intentions among Ukrainian refugees in Europe: A Cross-National Study (2024)
Zitatform
Tubergen, Frank van, Gusta G. Wachter, Yuliya Kosyakova & Irena Kogan (2024): Return intentions among Ukrainian refugees in Europe: A Cross-National Study. In: International Migration, Jg. 62, H. 5, S. 181-198., 2024-05-28. DOI:10.1111/imig.13291
Abstract
"This study examines the return intentions of Ukrainian refugee women who fled to various European countries following the Russian invasion of Ukraine in 2022. By analysing data from the cross-national OneUA survey, which included over 18,000 respondents in eight European countries, this research investigates the interplay of contextual, compositional, and cross-level interaction effects on their intentions to return to Ukraine. Our findings reveal notable country differences in return intentions, with Ukrainian women in the Netherlands and Germany displaying the lowest intentions to return, while those in Moldova and Romania showing the highest. Individual-level effects, encompassing factors such as level of education, language skills, partnership status, and region of origin play a significant role in shaping return intentions, yet do not explain the observed country variations. Furthermore, we find that individual-level effects are remarkably consistent across different European countries, suggesting that country- and individual-level conditions independently shape return intentions. Overall, this study enhances our understanding of the complexities underlying refugees' return intentions, shedding light on both the broad influences of country context and the significance of individual characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Self-selection of Ukrainian refugees and displaced persons in Europe (2024)
Zitatform
Tubergen, Frank van, Irena Kogan, Yuliya Kosyakova & Steffen Pötzschke (2024): Self-selection of Ukrainian refugees and displaced persons in Europe. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 37, H. 1, S. 72-96., 2023-11-09. DOI:10.1093/jrs/fead089
Abstract
"The literature on migrants’ self-selection is focused on labour migrants, while little is known about refugees and internally displaced persons (IDPs). We contribute to this scant literature, by (1) examining a broad set of factors that could determine self-selection, (2) contrasting selfselection profiles of refugees and IDPs, and (3) comparing self-selection profiles of refugees across countries. Specifically, we compare the self-selection profiles of Ukrainian refugees and IDPs with stayers in the months directly following the Russian full-scale invasion in February 2022. We draw on unique, cross-nationally comparative data from the OneUA project, which surveyed Ukrainian refugees and displaced persons in Europe as well as those who stayed in Ukraine in the summer of 2022. More than 24,000 Ukrainian women residing in nine countries participated in this survey. We find systematic empirical patterns of self-selection related to people’s region of origin, family status, and individual-level characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
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Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten (2024)
Zitatform
Winkler, Oliver (2024): Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 53, H. 2, S. 10-13.
Abstract
"Junge Geflüchtete in Deutschland verfolgen im Durchschnitt zunächst eher akademische Berufsbildungsziele und seltener eine berufliche Ausbildung. Der Beitrag geht der Frage nach, ob eine längere Aufenthaltsdauer dazu beiträgt, dass sich ihre Ziele ändern und junge Geflüchtete häufiger eine berufliche Ausbildung anstelle eines Hochschulstudiums anstreben. Hierzu werden die repräsentativen Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von 17-jährigen Geflüchteten ausgewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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“Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview) (2024)
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Winters, Jutta; Philipp Jaschke & Maye Ehab (interviewte Person) (2024): “Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview). In: IAB-Forum H. 25.07.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240725.01
Abstract
"When refugees first arrive in Germany, apart from individual constraints, institutional hurdles hinder them from integrating into the labour market. However, seven years after arrival, 63 percent are employed. This can be considered a major success. In this interview, IAB researchers Maye Ehab and Philipp Jaschke give insights into labour market trajectories of refugees and explain what could be done to improve their labour market integration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Refugee entrepreneurship motivations in Sweden and Germany: a comparative case study (2024)
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Zalkat, Ghazal, Henrik Barth & Lubna Rashid (2024): Refugee entrepreneurship motivations in Sweden and Germany: a comparative case study. In: Small business economics, Jg. 63, H. 1, S. 477-499. DOI:10.1007/s11187-023-00830-x
Abstract
"Refugee entrepreneurs can make a significant contribution to sustainable growth and development in host countries. However, comprehensive comparative studies of refugee entrepreneurial motivations are scarce, particularly in the absence of a theoretical framework on entrepreneurship motivation that is suitable for such contexts. This is a research topic that is increasingly of interest to scholars and policymakers working with refugee workforce integration, particularly in light of forecasted increases in global forced displacement over the next years. This paper tests and extends newly constructed entrepreneurship motivation measures, comparing person-related factors and the perceptions of environmental-related factors for Syrian refugee entrepreneurs in Sweden and Germany. The results indicate that their motivations differ between the two countries with respect to market conditions, the educational environment, dissatisfaction, and know-how. However, refugee entrepreneurs in both countries have similar levels of entrepreneurial ambition and attitude and are motivated by similar perceptions of social environments and cultural norms. This paper identifies how entrepreneurship motivation differences could be considered by governments to better shape and inform host countries’ programs and policies to improve refugee entrepreneurship and subsequent integration." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Empowering refugees: The role of training programs in labor market integration (2024)
Zitatform
Zisler, Chiara Maria, Eric Bettinger & Uschi Backes-Gellner (2024): Empowering refugees: The role of training programs in labor market integration. (Working paper / Swiss Leading House 218), Zürich, 29 S.
Abstract
"Given the increase in global refugee and migration flows and the severe labor shortages in host countries, actively helping refugees enter the labor market constitutes a critical solution for both challenges. This paper analyzes the effect of targeted training programs for refugees on their labor market and social integration. Using a quasi-experimental approach, we investigate a Swiss IT and coding bootcamp that combines occupational skills training with workplace-based cultural skills training (i.e., implicit skills that can be learned only through work experience). By matching individual survey data with detailed records from the program application process, we compare the labor market and social integration outcomes of program applicants around the admission threshold. Results for this quasi-random sample of applicants show that program participation significantly increases labor market outcomes compared to non-participation within the first three years after program graduation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Vorbereitung und Begleitung der Berufsausbildung Geflüchteter (2024)
Abstract
"Die vorliegenden Empfehlungen haben das Ziel, zu einer erfolgreichen Vorbereitung und Begleitung der Berufsausbildung Geflüchteter in der Praxis beizutragen. Hier sieht der Deutsche Verein aus den folgenden Gründen Handlungsbedarf: Zum einen ist der Abschluss einer Berufsausbildung wichtig für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Zum anderen hat die Berufsausbildung einen maßgeblichen Einfluss darauf, einen Schritt zu einem finanziell unabhängigen, selbstbestimmten Leben zu gehen. Die erworbenen Kompetenzen können meist auch bei späterer Auswanderung für die Berufsbiografie genutzt werden. Auch bei unsicherem Aufenthaltsstatus kann eine Berufsausbildung Perspektiven auf rechtmäßigen Aufenthalt eröffnen. Darüber hinaus bestehen für Geflüchtete ebenso wie für ausbildende Stellen fluchtspezifische Herausforderungen, die vor und während einer Berufsausbildung sowie beim Übergang in die Beschäftigung als Fachkraft zu berücksichtigen sind. Zu den Geflüchteten zählen in diesen Empfehlungen Asylbewerberinnen und -bewerber, Schutzberechtigte, Inhaberinnen und Inhaber sonstiger humanitärer Aufenthaltstitel sowie Personen mit Duldung. Die Empfehlungen erfassen staatlich anerkannte duale und schulische Berufsausbildungen nach Bundes- und Landesrecht. Gerade schulische Berufsausbildungen werden von vielen Geflüchteten ergriffen, haben für Soziale Berufe eine hohe Bedeutung und können hier einen Beitrag zum Fachkräftemangel leisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Integration through vocational training. Promoting refugees' access to apprenticeships in a collective skill formation system (2023)
Zitatform
Aerne, Annatina & Giuliano Bonoli (2023): Integration through vocational training. Promoting refugees' access to apprenticeships in a collective skill formation system. In: Journal of vocational education and training, Jg. 75, H. 3, S. 419-438. DOI:10.1080/13636820.2021.1894219
Abstract
"With this paper we want to contribute to the debate on the usage of vocational training as a tool to promote the integration of disadvantaged groups. We focus in particular on programmes that target refugees and highlight the organisational and coordination challenges that must be addressed in order to develop such programmes. Relying on knowledge developed by scholars of collective skill formation and by those who have studied policy coordination, we develop a number of hypotheses that can account for the successful implementation of this type of programmes. We then test our hypotheses against an example taken from Switzerland, consisting of a one-year pre-apprenticeship dual training programme adopted in 2018. We argue that its win-win quality, the flexibility with which it was managed and possibly also the political salience of the issue of refugee integration at the time, were the key factors explaining its successful adoption." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Left to Their Own Devices: Refugees’ Labour-Market Integration Challenges in Austria during the Covid-19 Pandemic (2023)
Zitatform
Aigner, Petra & Almina Bešić (2023): Left to Their Own Devices: Refugees’ Labour-Market Integration Challenges in Austria during the Covid-19 Pandemic. In: M.-L. Jakobson, R. King, L. Moroşanu & R. Vetik (Hrsg.) (2023): Anxieties of Migration and Integration in Turbulent Times, S. 77-93. DOI:10.1007/978-3-031-23996-0_5
Abstract
"Labour-market integration is understood as an important pillar in the successful integration processes of refugees into host societies. In the European Union at large and in Austria specifically, refugee integration processes regarding societies and the labour market have become hotly debated topics in public and scholarly debates. Focusing on Austria, this chapter analyses challenges and barriers to labour-market integration of refugees in crisis and beyond. Results from interviews with refugees indicate three areas of the pandemic’s impact: on employment search processes of refugees; the effect of digitalisation of communication; and increased feelings of disorientation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken: Die vergeschlechtlichte In- und Exklusion geflüchteter Frauen (2023)
Akdemir, Nevra; Elle, Johanna; Hess, Sabine; Koopmann, Ulrike; Grittmann, Elke; Müller, Daniela ; Ullmann, Johanna ; Schwenken, Helen ; Şenoğuz, H. Pınar;Zitatform
Akdemir, Nevra, Johanna Elle, Elke Grittmann, Sabine Hess, Ulrike Koopmann, Daniela Müller, Helen Schwenken, H. Pınar Şenoğuz & Johanna Ullmann (2023): Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Die vergeschlechtlichte In- und Exklusion geflüchteter Frauen. (Migrationsgesellschaften), Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, VI, 267 S. DOI:10.1007/978-3-658-40688-2
Abstract
"Flucht- und Aufnahmeprozesse sind durchzogen von geschlechtsspezifischen und intersektionalen Dynamiken. Die Autorinnen haben diese und das darin zu Tage tretende Geschlechterwissen im Verbundforschungsprojekt „Gender – Flucht – Aufnahmepolitiken“ für die Themen Unterbringung, Gewaltschutz, Erwerbstätigkeit, Medien, Familie, ‚Heimischwerden' und Solidarität analysiert. Die migrationsbezogene Infrastruktur hat sich in der deutschen Migrationsgesellschaft auf die Bedarfe von Geflüchteten eingestellt. Geflüchtete machen mit den Angeboten vielfältige Erfahrungen, die von hilfreicher und solidarischer Unterstützung über wenig angepasste Angebote bis zu Exklusion und Diskriminierung reichen. Die rahmende Medienanalyse zeigt, wie tief die öffentliche und mediale Rezeption der sogenannten „Flüchtlingskrise“ durch vergeschlechtlichte Narrative geprägt ist, und wie diese die kommunale und ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten mitprägen. Der Band richtet sich an Interessierte aus Studium, Forschung und Praxis, die sich mit Flucht, Migration und/oder Geschlechterverhältnissen befassen. Die Autorinnen Nevra Akdemir, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück, arbeitet zu Geographien von Arbeit und Migration. Johanna Elle, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen, forscht partizipativ zu Intersektionalität und Migration. Elke Grittmann, Hochschule Magdeburg-Stendal, forscht kommunikationswissenschaftlich zu Geschlecht, Ungleichheit und Erinnerung. Sabine Hess, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Georg-August-Universität Göttingen, arbeitet zu Migrations- und Grenzregimen. Ulrike Koopmann, International University, Düsseldorf, forscht zu Geschlechter- und Familienverhältnissen und Zugehörigkeitsordnungen. Daniela Müller, Georg-August-Universität Göttingen, arbeitet zu Medien und Migration. Helen Schwenken, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück, forscht zu Geschlecht und Migration. H. Pinar Senoguz, DaMigra, arbeitet zu Flucht und home making und Grenzräumen. Johanna Ullmann, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück, forscht zu Migration und Intersektionalität." (Verlagsangaben)
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Literaturhinweis
„Ich konnte einen Job finden, als ich vergaß, wer ich war und was meine Erfahrung war.“ Statusverlust von hochqualifizierten geflüchteten Frauen* auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2023)
Akdemir, Nevra;Zitatform
Akdemir, Nevra (2023): „Ich konnte einen Job finden, als ich vergaß, wer ich war und was meine Erfahrung war.“ Statusverlust von hochqualifizierten geflüchteten Frauen* auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In: N. Akdemir et al. (Hrsg.) (2023): Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Die vergeschlechtlichte In- und Exklusion geflüchteter Frauen, S. 157-181. DOI:10.1007/978-3-658-40688-2_5
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Literaturhinweis
Schulterschluss oder Sackgasse – gelingt Europa eine wirksame Asyl- und Integrationspolitik? (2023)
Zitatform
Aksoy, Cevat Giray, Panu Poutvaara & Felicitas Schikora (2023): Schulterschluss oder Sackgasse – gelingt Europa eine wirksame Asyl- und Integrationspolitik? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 10, H. 76, S. 3-28.
Abstract
"Der jüngste Asylkompromiss der Europäischen Union verabschiedet sich vom Dublin-System und sieht eine gleichmäßigere Verteilung der Geflüchteten in der gesamten EU vor. Parallel werden Abkommen mit Ländern wie Tunesien geschlossen, um die Migrationsbewegungen bereits außerhalb der EU zu beeinflussen. Aber lösen diese Abkommen die aktuellen Probleme? Und was passiert in den EU-Ländern, wenn die Geflüchteten da sind? In Deutschland sehen sich Kommunen an ihren Belastungsgrenzen. Die administrativen Prozesse verlaufen zu kompliziert und zu langwierig. Die Integration in den Arbeitsmarkt – wo möglich – verläuft teils schleppender als in anderen EU-Ländern. Dabei zeigen Studien, dass die Erwerbsbeteiligung ein wichtiger Schritt für die Integration ist. Wie kann die Integrationspolitik also verbessert werden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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