Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein (2014)
Zitatform
Buch, Tanja, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2014): Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 05/2014), Nürnberg, 71 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Erwerbspersonen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Arbeitsmarktakteure in Deutschland und Schleswig-Holstein gerückt. Aufgrund der fortschreitenden Alterung der Erwerbsbevölkerung nimmt die Bedeutung dieser Altersgruppe für den Arbeitsmarkt erheblich zu. Wegen des zu erwartenden Rückgangs des Arbeitsangebots steigt zudem das Interesse der Unternehmen an den älteren Arbeitskräften. Durch die Festlegung der institutionellen Rahmenbedingungen nimmt nicht zuletzt auch die Politik wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsmarktpartizipation Älterer und die Integration dieser Altersgruppe in den Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage der älteren Arbeitskräfte in Schleswig-Holstein parallel zum umfassenden Wandel der demografischen und institutionellen Rahmenbedingungen - und möglicherweise ausgelöst durch sie - erkennbar verbessert. Die Beschäftigung der 55- bis 64-Jährigen ist in Schleswig-Holstein seit dem Jahr 2000 stark gewachsen und parallel dazu beobachten wir einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung in dieser Altersgruppe. Diese Entwicklungen sind vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Erwerbsbeteiligung Älterer zu sehen. Demografische Aspekte spielen bis dato dagegen kaum eine Rolle. Als nach wie vor problematisch stellen sich die Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser dar. Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für Ältere zwar relativ gering, eine geringe Abgangswahrscheinlichkeit hat jedoch zur Folge, dass sich die Arbeitslosigkeit bei Älteren als außerordentlich persistent erweist. Dies spiegelt sich nicht zuletzt im hohen Anteil Langzeitarbeitsloser in dieser Altersgruppe wider. Angesichts der bevorstehenden demografischen Herausforderungen wie auch der anhaltenden Debatte um Fachkräfteengpässe sind Politik, Arbeitsverwaltung und Betriebe gefordert, die Weiter- und Wiederbeschäftigung Älterer stärker als bisher durch Qualifizierungsmaßnahmen zu fördern. Dies gilt insbesondere auch für die Teilgruppe der 60- bis 64-Jährigen, für die Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration bislang noch deutlich hinter jenen für die Gruppe der 55- bis 59-Jährigen zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in Hessen: Sprungbrett in reguläre Beschäftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle? (2014)
Zitatform
Burkert, Carola, Alfred Garloff & Timo Lepper (2014): Arbeitnehmerüberlassung in Hessen: Sprungbrett in reguläre Beschäftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 01/2014), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"In diesem IAB-Regional untersuchen wir, ob und inwieweit die Aufnahme eines Leiharbeitsverhältnisses in Hessen den anschließenden Wechsel in ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb dieser Branche (reguläre Beschäftigung) ermöglicht. Zu diesem Zweck werden die Erwerbsverläufe von Personen, die sich im Zeitraum von 2000 bis 2004 in Hessen arbeitslos gemeldet haben, für einen maximalen Zeitraum von fünf Jahren untersucht. Mit Hilfe statistischer Verfahren vergleichen wir die Wahrscheinlichkeit von Personen, die ein Leiharbeitsverhältnis begonnen haben, zu einem späteren Zeitpunkt in einem regulären Beschäftigungsverhältnis beschäftigt zu sein, mit anderweitig vergleichbaren Personen, die zunächst arbeitslos geblieben sind.
Zentrale Ergebnisse sind, dass die Wahrscheinlichkeit, eine reguläre Beschäftigung zu haben, für Leiharbeitnehmer im Anschluss nicht signifikant höher ist; ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung ist Leiharbeit demzufolge nicht. Die Wahrscheinlichkeit, eine reguläre Beschäftigung zu finden, ist aber genauso wenig signifikant geringer. Also finden sich auch keine Hinweise, dass Leiharbeiter in ihrer Branche gefangen sind. Dennoch sind Personen, die aus Arbeitslosigkeit ein Leiharbeitsverhältnis begonnen haben, in ihrem weiteren Erwerbsverlauf häufiger in einem Leiharbeitsverhältnis beschäftigt, so dass sie auch insgesamt häufiger beschäftigt sind. Damit geht das Ergebnis einher, dass Leiharbeit die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Arbeitslosigkeit deutlich reduziert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Alleinerziehend am Arbeitsmarkt: Situation von Alleinerziehenden in Hessen (2014)
Zitatform
Burkert, Carola, Sylvia Kosubek & Peter Schaade (2014): Alleinerziehend am Arbeitsmarkt. Situation von Alleinerziehenden in Hessen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 02/2014), Nürnberg, 55 S.
Abstract
"In diesem IAB-Regional wird die Situation von Alleinerziehenden am Arbeitsmarkt in Hessen analysiert. Alleinerziehend zu sein ist ein Frauenphänomen: Nahezu 90 Prozent der Alleinerziehenden sind weiblich. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Erwerbstätigkeit bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit dieser Gruppe ist eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von Alleinerziehenden in Hessen festzustellen.
Die soziale Lage der Alleinerziehenden ist von Alter und Anzahl der Kinder, der beruflichen Qualifikation der alleinerziehenden Person, der lokalen Kinderbetreuungsinfrastruktur und den regionalen Arbeitsmarktbedingungen beeinflusst. Je nach Situation der Alleinerziehenden sind entsprechende Strategien zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration erforderlich." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Pendlerbericht Bayern 2013 (2014)
Böhme, Stefan; Kirzuk, Xenia; Eigenhüller, Lutz; Werner, Daniel;Zitatform
Böhme, Stefan, Lutz Eigenhüller, Xenia Kirzuk & Daniel Werner (2014): Pendlerbericht Bayern 2013. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Bayern 01/2014), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"In diesem Bericht werden die Entwicklung und der Stand der Pendelmobilität in Bayern dargestellt.
Zunächst lässt sich festhalten, dass die Pendelmobilität der bayerischen Beschäftigten in den vergangen Jahren weiter zunahm, bevor sie in jüngster Vergangenheit stagnierte. Die Pendlerverflechtungen Bayerns mit den übrigen Bundesländern haben sich verstärkt. Sowohl die Zahl der Einpendler nach Bayern als auch die Zahl der Auspendler aus Bayern ist gestiegen. Die stärksten Verflechtungen bestehen mit den Nachbarbundesländern Baden-Württemberg und Hessen. Die Zahl der Einpendler aus Ostdeutschland nach Bayern ist relativ stabil geblieben, die Zahl der Auspendler aus Bayern nach Ostdeutschland hat sich dagegen erhöht. Die Zahl der Personen, die aus dem Ausland nach Bayern einpendeln, hat sich in den letzten Jahren kaum verändert. Das Muster der Pendlerströme innerhalb Bayerns hat sich in den vergangen Jahren nicht geändert. Der Pendlersaldo fällt in der Regel für die Städte positiv aus. In den meisten Landkreisen ist der Pendlersaldo dagegen negativ. Das räumliche Muster der Einpendlerquoten ist sehr ähnlich. Hohe Auspendlerquoten finden sich vor allem für Landkreise in Ballungsräumen und für Landkreise, die eine kreisfreie Stadt umgeben. Relativ niedrige Auspendlerquoten kennzeichnen dagegen Landkreise in eher peripheren, ländlichen Regionen und viele Städte. Betrachtet man die Pendlerströme zwischen den bayerischen Regionen, sticht insbesondere der Ballungsraum München mit sehr starken Pendelverflechtungen heraus. Das Ausmaß der Pendelmobilität unterscheidet sich nicht nur regional, sondern auch zwischen Personengruppen. Überdurchschnittlich mobil sind z. B. Hochqualifizierte, Männer und Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Lohnhöhe und Lohnwachstum: Die regionalen Unterschiede in Deutschland sind groß (2014)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Cerstin Rauscher & Antje Weyh (2014): Lohnhöhe und Lohnwachstum: Die regionalen Unterschiede in Deutschland sind groß. (IAB-Kurzbericht 17/2014), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Wirtschaftskraft und Arbeitsmarktverfassung unterscheiden sich sehr stark zwischen den Regionen Deutschlands. Entsprechend variiert die Entlohnung der Beschäftigten. Das mittlere Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten unterscheidet sich nicht nur erheblich zwischen Ost- und Westdeutschland, sondern auch innerhalb der beiden Landesteile zwischen dem wirtschaftlich starken Süden und dem schwächeren Norden. Des Weiteren sind die Löhne in den Städten höher als in den ländlichen Regionen. Erklärungen für die regionalen Lohnunterschiede liegen im Zusammenspiel von individuellen Merkmalen mit speziellen Charakteristika der einzelnen Regionen wie der Wirtschaftsstruktur oder dem Vorhandensein großer Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Lohnhöhe im Jahr 2012 und ihre Veränderung seit 1993 nach Kreisen
- Entwicklung der regionalen Lohnkonvergenz in Deutschland 1993 – 2012
- Regionale Nominallohnspreizung in Deutschland 1993 – 2012
- Regionale Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland 2012
- Entwicklung der regionalen Lohndivergenz in Deutschland 1993 – 2012
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Literaturhinweis
Einwanderungsstrategie für Thüringen (2014)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2014): Einwanderungsstrategie für Thüringen. (Thüringer Memos 03), Erfurt, 28 S.
Abstract
"Thüringen ist - nach den neuesten Erkenntnissen des Zensus 2011 - das Bundesland mit dem geringsten Ausländeranteil und dem niedrigsten Anteil vom Menschen mit Migrationshintergrund. Die aktuellen Zuwanderungszahlen deuten indes darauf hin, dass die Zukunft des Landes in einer sehr viel stärker migrationsbasierten Internationalisierung liegen kann, als es die derzeitige Bevölkerungsstruktur widerspiegelt (siehe Kapitel 3). Sowohl im Zuge der Realisierung von Freizügigkeit innerhalb der EU als auch in Folge der durch die europäische Staatsschuldenkrise umgelenkten Wanderungsbewegungen (Bertoli et al. 2013) haben sich die Zuzüge aus dem Ausland deutlich erhöht. Diese neuere Entwicklung wird von den Akteuren im Land zunehmend erkannt, was sich in einer verstärkten Akzentuierung des Einwanderungsthemas in Politik, Wirtschaft und Verwaltung niederschlägt. In diesem Sinne werden von Seiten der Landesregierung und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie (TMWAT) seit geraumer Zeit die Chancen einer Internationalisierung der Thüringer Wirtschaft - auch über eine stärkere Rekrutierung internationaler Fachkräfte - betont (TMWAT 2013b). Vor diesem Hintergrund erscheint es nur konsequent, mögliche Maßnahmen zur Förderung qualifizierter Zuwanderung nach Thüringen systematisch und evidenzbasiert zu eruieren und in eine konsistente Landesstrategie einzubetten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Gender Pay Gap beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen (2014)
Zitatform
Otto, Anne, Nathalie Neu, Manuel Schieler & Gabriele Wydra-Somaggio (2014): Gender Pay Gap beim Berufseinstieg von Hochschulabsolventen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 03/2014), Nürnberg, 55 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie hat das Ausmaß des Lohnunterschiedes zwischen weiblichen und männlichen Hochschulabsolventen untersucht und die dafür verantwortlichen Erklärungsfaktoren analysiert. Hierfür wird die erste Vollzeitbeschäftigung der Absolventen betrachtet. Die verwendete Datenbasis beruht auf Angaben zu erfolgreichen Absolventen der Universität des Saarlandes der Abschlussjahrgänge 1994 bis 2010. Für die Untersuchung wurde nach bestimmten Kriterien eine Teilpopulation von 6.135 Absolventen gebildet. Während Hochschulabsolventen in ihrer ersten Vollzeitbeschäftigung im Durchschnitt 103 Euro brutto pro Tag verdienen, liegt der mittlere Bruttoverdienst eines Mannes bei 111 Euro pro Tag und somit um 21 Euro bzw. 23 Prozent über dem Einkommen der Frauen (90 Euro). Die natur-, ingenieurwissenschaftlichen und technischen Fächer mit hohen Männeranteilen qualifizieren für gut bezahlte Berufe in Branchen wie dem Verarbeitenden Gewerbe, welche ein hohes Lohnniveau aufweisen. Im Gegenzug konzentrieren sich Frauen stärker auf Fächer und Berufe, die niedriger entlohnt werden.
Mit Hilfe einer Regressionsanalyse wurden die Zusammenhänge zwischen mehreren Einflussfaktoren und dem Einkommen der Hochschulabsolventen in ihrer ersten Beschäftigung untersucht. Diese multivariate Analyse hat ergeben, dass es zwischen weiblichen und männlichen Absolventen gleichen Alters einen (bereinigten) Lohnunterschied von 7 Prozent beim Berufseinstieg gibt, auch wenn sie sich weder in der Wahl des Studienfachs, der Abschlussnote, der Studiendauer, der Dauer der Arbeitsplatzsuche und auch nicht in den Merkmalen der ersten Vollzeitbeschäftigung unterscheiden. Mit Hilfe einer Oaxaca-Blinder- Dekomposition wurde der Erklärungsbeitrag dieser Variablen zum Gender Pay Gap konkreter ermittelt. Insgesamt lassen sich zwei Drittel der geschlechtsspezifischen Lohndifferenz durch Unterschiede im Hinblick auf ihre soziodemographischen Merkmale, den Verlauf des Studiums und die Strukturmerkmale der ersten Vollzeitbeschäftigung begründen. Das Fach, in dem ein Absolvent seinen Abschluss erworben hat, erklärt beim Berufseinstieg 40 Prozent der geschlechtsspezifischen Lohnlücke. Daraus folgt, dass bereits mit der Wahl des Studienfaches entscheidende Weichen für die Erwerbskarrieren von jungen Akademikern gestellt werden. Da in dieser Analyse des Gender Pay Gap zum Berufseinstieg von Hochschulabsolventen aber nicht alle möglichen Einflussfaktoren auf den Lohnunterschied zwischen beiden Geschlechtern untersucht werden konnten, lässt sich zusammenfassend aus den Untersuchungsergebnissen nicht eindeutig ableiten, dass weibliche Absolventen qua Geschlecht beim Berufseinstieg benachteiligt sind." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktzugänge von Migranten und ausländischen Fachkräften in ländlichen Regionen (2014)
Sackmann, Reinhold; Goldenberg, Olga;Zitatform
Sackmann, Reinhold & Olga Goldenberg (2014): Arbeitsmarktzugänge von Migranten und ausländischen Fachkräften in ländlichen Regionen. Halle an der Saale: Universitätsverlag Halle-Wittenberg, 114 S.
Abstract
"Arbeitsmarktzuwanderung in dünn besiedelten Regionen Ostdeutschlands? Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit vergrößert sich langsam, aber kontinuierlich die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den neuen Bundesländern. In empirischen Betriebsfallstudien untersucht das vorliegende Buch, wie und warum Betriebe aus unterschiedlichen Branchen ausländische Fachkräfte in der Provinz beschäftigen. Dabei werden die Qualifikationsmuster der Beschäftigten ebenso analysiert wie die Willkommenskultur der Betriebe. Anschaulich wird beschrieben, wie Personen mit Migrationshintergrund von ostdeutschen Betrieben aufgenommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Entwicklung der beruflichen Segregation in Berlin und Brandenburg: eine Analyse anhand von Berufsordnungen (2014)
Schönwetter, Stephanie; Bogai, Dieter; Wiethölter, Doris;Zitatform
Schönwetter, Stephanie, Dieter Bogai & Doris Wiethölter (2014): Die Entwicklung der beruflichen Segregation in Berlin und Brandenburg. Eine Analyse anhand von Berufsordnungen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2014), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In diesem Bericht wird die Entwicklung der horizontalen beruflichen Geschlechtersegregation in Berlin und Brandenburg im Zeitraum von 1995 bis 2010 analysiert. Untersucht werden die Berufsordnungen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort. In beiden Bundesländern zeigen Segregationskurven sowie die quantitativen Verteilungsmaße (Ginikoeffizient und Dissimiliariätsindex) eine Abnahme der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktspaltung, wobei sich diese in der ersten Betrachtungsperiode (1995-2002) stärker erwies als im zweiten Untersuchungszeitraum (2002-2010). Die Segregation war sowohl im Jahr 1995 als auch im Jahre 2010 in Brandenburg deutlich ausgeprägter als in der Bundeshauptstadt, und die Abnahme der Segregation zwischen diesen beiden Zeitpunkten war im Land Brandenburg vergleichsweise gering. In beiden Regionen trugen Veränderungen in den von Frauen und Männern besonders häufig ausgeübten Berufen über den gesamten Untersuchungszeitraum stärker zum Rückgang der Segregation bei als Veränderungen in der Geschlechterzusammensetzung einzelner Berufsordnungen. Der Blick auf den Beitrag einzelner Berufsordnungen zur Veränderung der Segregation verdeutlicht neben den stärksten Einzeleffekten, dass in erster Linie Beschäftigungsverluste in männlich dominierten Berufen die Segregation insgesamt verringerten. Die geschlechtsspezifischen Berufsunterschiede wurden daneben tendenziell von steigenden Männeranteilen in weiblich dominierten Berufen abgemildert. Insgesamt hat der Trend zu Dienstleistungen in Berlin und Brandenburg die berufliche Segregation zwischen Männern und Frauen verringert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Cultural diversity and local labour markets (2014)
Zitatform
Suedekum, Jens, Katja Wolf & Uwe Blien (2014): Cultural diversity and local labour markets. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 48, H. 1, S. 173-191., 2012-04-27. DOI:10.1080/00343404.2012.697142
Abstract
"Kulturelle Vielfalt und lokale Arbeitsmärkte, Regional Studies. Die Vielfalt der Staatsangehörigkeiten von ausländischen Arbeitnehmern auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat im Zeitraum von 1995 bis 2006 erheblich zugenommen. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen dieser Vielfalt für einheimische Arbeitnehmer auf lokaler Ebene untersucht. Je höher das Beschäftigungsniveau von hochqualifizierten ausländischen Arbeitnehmern ausfällt, desto höher liegen die lokalen Löhne und das Beschäftigungsniveau für Einheimische. Diese Effekte verstärken sich, je vielfältiger die Gruppe der hochqualifizierten ausländischen Arbeitnehmer ausfällt. Bei niedrigqualifizierten ausländischen Arbeitnehmern lässt sich ebenfalls ein Nutzen aufgrund der Vielfalt feststellen, der allerdings von der Gesamtgröße dieser Gruppe abhängt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass kulturelle Vielfalt einheimischen Arbeitnehmern nützt, indem sie die lokale Produktivität erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung oder Studium: welche Arbeitskräfte braucht Sachsen in Zukunft? (2014)
Zitatform
Sujata, Uwe, Mirko Wesling & Antje Weyh (2014): Berufsausbildung oder Studium. Welche Arbeitskräfte braucht Sachsen in Zukunft? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2014), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der projizierten Entwicklungen hinsichtlich Demografie, allgemeinbildender Schulabschlüsse und Wirtschaftsstruktur diskutiert dieser Beitrag wie sich die berufliche und akademische Bildung in Sachsen darstellt. Vergleichsmaßstab ist dabei nicht der (unsichere) zukünftige Trend, sondern der Status Quo u. a. im Abgleich mit der Situation in den anderen Bundesländern. Es werden mögliche Handlungsfelder für Arbeitsmarktakteure identifiziert und für den Einzelnen einige Entscheidungshilfen mit Blick auf die Frage 'Berufsausbildung oder Studium' herausgearbeitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Active labour-market policies in Germany: do regional labour markets benefit? (2014)
Zitatform
Wapler, Rüdiger, Daniel Werner & Katja Wolf (2014): Active labour-market policies in Germany. Do regional labour markets benefit? (IAB-Discussion Paper 28/2014), Nürnberg, 52 S.
Abstract
"Aktive Arbeitsmarktpolitik (AAMP) beeinflusst nicht nur den Arbeitsmarkterfolg der Teilnehmer sondern kann durch indirekte Effekte auch den Arbeitsmarkterfolg von Nichtteilnehmern beeinflussen. Auch wenn AAMP eine positive Wirkung auf die Teilnehmer hat, kann somit nicht geschlussfolgert werden, dass der Einsatz von AAMP mit einer allgemeinen Verbesserung der Arbeitsmarktsituation einhergeht. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, ob es durch den Einsatz von AAMP gelingt, den Matching-Prozess zwischen Arbeitsuchenden und offenen Stellen zu verbessern und somit die Gesamtzahl der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung zu erhöhen. Untersucht wird dies auf Ebene der Agenturen für Arbeit für den Zeitraum 2006 bis 2010 für Arbeitsuchende (Arbeitslose und Maßnahmeteilnehmer) im Rechtskreis Sozialgesetzbuch III (SGB III). Aus mikroökonomischen Evaluationsstudien ist bekannt, dass die Sucheffektivität der Teilnehmer während der Maßnahme aufgrund des Einbindungseffekts niedrig ist, gegen Ende der Maßnahme aber ansteigt. Im Gegensatz zu bisherigen Studien berücksichtigen wir dies in unseren Analysen und unterscheiden zwischen aktuellen und ehemaligen Maßnahmeteilnehmern. Wie unsere Ergebnisse auf Basis einer erweiterten Matching-Funktion zeigen, ist der Einbindungseffekt auch auf der regionalen Ebene zu beobachten. Eine höhere Sucheffektivität durch die Teilnahme an einer Maßnahme wird auf regionaler Ebene jedoch nicht (vollständig) durch mögliche indirekte Effekte auf die Nichtteilnehmer überlagert. Ein höherer Anteil von ehemaligen Maßnahmeteilnehmern unter den Arbeitssuchenden geht mit einem Anstieg der Übergänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung einher. Wie diese Ergebnisse verdeutlichen, verbessert der Einsatz von AAMP den regionalen Matching-Prozess. Dieser Effekt variiert deutlich zwischen verschiedenen Arten von Maßnahmen. Positive Effekte zeigen sich für den Anteil ehemaliger Teilnehmer im Fall des Eingliederungszuschusses und Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung, die länger als sechs Monate dauern, sowie für Teilnehmer an betrieblichen Trainingsmaßnahmen. Weiterhin zeigen unsere Ergebnisse, dass der Effekt der verschiedenen Maßnahmen teils von der regionalen Arbeitsmarktsituation beeinflusst wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dealing with female brain-drain in rural Europe: results from the central Europe project women. The volume refers to studies established in the framework of the WOMEN Project (2014)
Zitatform
Wiest, Karin, Rick Glöckner, Tim Leibert, Matthias Schaarwächter & Anika Schmidt (Hrsg.) (2014): Dealing with female brain-drain in rural Europe. Results from the central Europe project women. The volume refers to studies established in the framework of the WOMEN Project. (forum ifl 26), Leipzig: Leibniz-Institut für Länderkunde, 114 S.
Abstract
"Selective migration and gendered mobility are phenomena which have been observed in rural Europe for decades. Women tend to leave rural areas at higher rates than men. These sex-selective differences in the migration patterns of young adults can be traced back to changes in the working world connected to the transition from agrarian and industrial to post-industrial labour market structures in conjunction with increasing educational aspirations of young women. Beyond that, previous research also points to traditional gender stereotypes and certain lifestyles as additional factors which influence the out-migration of young women from rural areas. Gendered migration is likely to hamper rural development and to negatively affect the social sustainability of rural areas. Moreover, there are concerns that a skills shortage in particular in female-dominated areas of the labour market is likely to become a negative locational factor. The out-migration of young well-educated women is supposed to exacerbate the economic, demographic and social problems of the regions concerned. Against this backdrop, the CENTRAL EUROPE project WOMEN was intended to develop concrete measures and to evaluate strategies that are useful to counteract the female brain-drain in rural Europe. The project activities were aimed at improving the regional job prospects of young women and at triggering positive effects on regional development via awareness raising campaigns that target young women in particular. Based on the results of the WOMEN project the out-migration of young women from rural areas is highlighted from different angles within this volume. A detailed analysis of regional demographic typologies has been conducted to identify general demographic trends within Europe as well as diverging regional pathways. Against this backdrop, migration patterns, the socioeconomic structures and the conditions on the labour market of the six case study regions in Austria, Germany, Hungary, Poland and Slovenia, have been analysed with respect to the situation of young women based on statistical data and expert surveys. Those analyses were intended to shed light on the social, economic and demographic conditions in the case study regions and to set the frame for the implementation of concrete pilot actions. Based on the lessons learnt from the projects' pilot actions, a joint transnational strategy intended to counteract the out-migration of young women from rural regions is introduced." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Attraktivität der Standorte Hessen und Rheinland-Pfalz für (junge) Fachkräfte (2013)
Zitatform
Burkert, Carola, Alfred Garloff, Stefan Hell, Anne Otto & Peter Schaade (2013): Attraktivität der Standorte Hessen und Rheinland-Pfalz für (junge) Fachkräfte. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 03/2013), Nürnberg, 53 S.
Abstract
"Der Vergleich der wirtschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Rahmenbedingungen zwischen den beiden Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz zeigt, dass beide Bundesländer gute Voraussetzungen im interregionalen Wettbewerb um die Attrahierung von jungen Fachkräften haben.
Hessens Wirtschaft ist geprägt durch das Rhein-Main-Gebiet, das einen starken Dienstleistungsschwerpunkt und einen hohen Anteil an Akademikern aufweist. Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Unternehmensdienstleister sind ebenso wie der Bereich Verkehr und Lagerei im Hinblick auf die Wirtschaftsleistung von überdurchschnittlicher Bedeutung. Trotz dieser Dienstleistungsorientierung ist Hessen schlechter durch die Krise 2009 gekommen, die ansonsten stärker das Produzierende Gewerbe betroffen hatte, und hat sich bis heute davon nicht ganz erholt. Ein Kennzeichen für die besondere Attraktivität von Hessen für Fachkräfte ist der stark positive Pendlersaldo dieses Landes. Hierzu tragen auch viele Rheinland-Pfälzer, die in dieses Land zum Arbeiten fahren, bei. Unter den jungen Fachkräften, die in Hessen eine Berufsausbildung absolvieren, verbleibt ein hoher Anteil in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg im Land selbst. Dieser Anteil ist etwas höher als in Rheinland- Pfalz.
Rheinland-Pfalz hat eine stärkere Orientierung auf das Verarbeitende Gewerbe und die wirtschaftlichen Aktivitäten sind stärker dezentral über das Bundesland verteilt. In Rheinland- Pfalz wird über ein Drittel der Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe erwirtschaftet. Die Chemische Industrie spielt dabei, wie auch in Hessen, eine wichtige Rolle. Trotz seinem Schwerpunkt im Produzierenden Gewerbe kam Rheinland-Pfalz besser als Hessen durch die Wirtschaftskrise von 2009. Auffällig ist bei den Dienstleistungen eine Orientierung auf den öffentlichen Bereich. Insgesamt ist Rheinland-Pfalz etwas stärker ländlich geprägt und entsprechend spielt die Landwirtschaft und darin der Weinbau eine wichtigere Rolle als in Hessen. Rheinland-Pfalz hat wegen seiner traditionell hohen Auspendlerquote einen stark negativen Pendlersaldo. Zu Hessen hat Rheinland-Pfalz die engste Pendlerverflechtung unter allen Ländern. In Rheinland-Pfalz verbleibt ebenso ein hoher Anteil der dort ausgebildeten jungen Fachkräfte in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg im Land selbst." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Attraktivität der Standorte Hessen und Rheinland-Pfalz für (junge) Fachkräfte (2013)
Zitatform
Burkert, Carola, Alfred Garloff, Stefan Hell, Anne Otto & Peter Schaade (2013): Attraktivität der Standorte Hessen und Rheinland-Pfalz für (junge) Fachkräfte. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 02/2013), Nürnberg, 53 S.
Abstract
"Der Vergleich der wirtschaftlichen und arbeitsmarktbezogenen Rahmenbedingungen zwischen den beiden Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz zeigt, dass beide Bundesländer gute Voraussetzungen im interregionalen Wettbewerb um die Attrahierung von jungen Fachkräften haben.
Hessens Wirtschaft ist geprägt durch das Rhein-Main-Gebiet, das einen starken Dienstleistungsschwerpunkt und einen hohen Anteil an Akademikern aufweist. Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Unternehmensdienstleister sind ebenso wie der Bereich Verkehr und Lagerei im Hinblick auf die Wirtschaftsleistung von überdurchschnittlicher Bedeutung. Trotz dieser Dienstleistungsorientierung ist Hessen schlechter durch die Krise 2009 gekommen, die ansonsten stärker das Produzierende Gewerbe betroffen hatte, und hat sich bis heute davon nicht ganz erholt. Ein Kennzeichen für die besondere Attraktivität von Hessen für Fachkräfte ist der stark positive Pendlersaldo dieses Landes. Hierzu tragen auch viele Rheinland-Pfälzer, die in dieses Land zum Arbeiten fahren, bei. Unter den jungen Fachkräften, die in Hessen eine Berufsausbildung absolvieren, verbleibt ein hoher Anteil in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg im Land selbst. Dieser Anteil ist etwas höher als in Rheinland- Pfalz.
Rheinland-Pfalz hat eine stärkere Orientierung auf das Verarbeitende Gewerbe und die wirtschaftlichen Aktivitäten sind stärker dezentral über das Bundesland verteilt. In Rheinland- Pfalz wird über ein Drittel der Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe erwirtschaftet. Die Chemische Industrie spielt dabei, wie auch in Hessen, eine wichtige Rolle. Trotz seinem Schwerpunkt im Produzierenden Gewerbe kam Rheinland-Pfalz besser als Hessen durch die Wirtschaftskrise von 2009. Auffällig ist bei den Dienstleistungen eine Orientierung auf den öffentlichen Bereich. Insgesamt ist Rheinland-Pfalz etwas stärker ländlich geprägt und entsprechend spielt die Landwirtschaft und darin der Weinbau eine wichtigere Rolle als in Hessen. Rheinland-Pfalz hat wegen seiner traditionell hohen Auspendlerquote einen stark negativen Pendlersaldo. Zu Hessen hat Rheinland-Pfalz die engste Pendlerverflechtung unter allen Ländern. In Rheinland-Pfalz verbleibt ebenso ein hoher Anteil der dort ausgebildeten jungen Fachkräfte in den ersten Jahren nach dem Berufseinstieg im Land selbst." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel - Chancengleichheit: Frauen und Männer in den Betrieben Nordrhein-Westfalens (2013)
Frei, Marek; Dahms, Vera;Zitatform
(2013): IAB-Betriebspanel - Chancengleichheit. Frauen und Männer in den Betrieben Nordrhein-Westfalens. Düsseldorf, 48 S.
Abstract
"Nordrhein-Westfalen ist von einer beruflichen Chancengleichheit der Frauen noch weit entfernt. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Unternehmensbefragung im Rahmen des IAB-Betriebspanels. Mit rund 44 Prozent ist der Anteil weiblicher Beschäftigter nach wie vor deutlich kleiner als der von männlichen Beschäftigten und liegt weiterhin unter dem westdeutschen Durchschnitt. Teilzeitbeschäftigung mit einem hohen Anteil an Minijobberinnen überwiegt. Zugleich üben Frauen seltener Tätigkeiten aus, die einen Hochschulabschluss erfordern, obwohl sie häufiger als Männer einen akademischen Abschluss erwerben. Kaum Fortschritte sind auch beim Zugang zu Führungspositionen zu verzeichnen. Zur Förderung der Chancengleichheit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzen Betriebe fast ausschließlich auf Maßnahmen zur Arbeitszeitgestaltung. Die nordrhein-westfälische Stichprobe des IAB-Betriebspanels untersuchte die Beschäftigungssituation von Frauen und Männern in NRW, der Bericht steht zum Herunterladen bereit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung und Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen-Bremen (2013)
Harten, Uwe;Zitatform
Harten, Uwe (2013): Betriebliche Ausbildung und Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen-Bremen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2013), Nürnberg, 32 S.
Abstract
"Seit 2005 pendeln immer mehr Auszubildende aus Niedersachsen aus. Der Pendlersaldo gerät immer tiefer ins Minus. Im Rahmen dieser Studie sollen auf der Basis von Arbeitsmarktregionen Ursachen für diese Entwicklung aufgezeigt werden.
Mit der 'Betrieblichen Ausbildungsdichte', dem Verhältnis von Auszubildenden im dualen System zur Bevölkerung im entsprechenden Alter, kann die allgemeine regionale Ausbildungs-Versorgungs-Situation abgebildet werden. Innerhalb der Gesamt-Untersuchungsregion Niedersachsen-Bremen-Hamburg gibt es deutliche Entwicklungs-Unterschiede. Während sich in deren westlichen Regionen zwischen 2000 und 2010 die Situation auf bereits hohem Niveau noch verbessert hat, ist in den östlichen Regionen ein überdurchschnittlicher Rückgang der Betrieblichen Ausbildungsdichte festzustellen.
Im Rahmen dieser Untersuchung wird nur die realisierte betriebliche Ausbildung betrachtet. Unbesetzte Ausbildungsstellen wie auch unversorgte Bewerber bleiben unberücksichtigt. Dabei wird deutlich, dass es einen Zusammenhang zwischen der regionalen Ausbildungsmarktsituation und der Mobilitäts- beziehungsweise Auspendelneigung der Jugendlichen gibt. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass dieser Zusammenhang nur zum Teil die Folgen einer ungünstigeren Ausbildungssituation insbesondere in den süd-östlichen Untersuchungsregionen dieser Studie abbilden kann. Außer Acht bleiben dabei nicht mobilitätsbereite und/oder nicht konkurrenzfähige Jugendliche, die überwiegend auf das Übergangssystem ('Warteschleifen') ausweichen dürften.
Eine im Rahmen dieser Arbeit regional differenziertere Analyse der aktuellen (2011) und sich verändernden Pendelverflechtungen (2005-2011) zwischen den Untersuchungsregionen zeigt zudem, dass es sich um in diesem Zeitraum zunehmende Ausgleichsprozesse insbesondere zwischen den Regionen handelt, in denen eine ungünstigere Ausbildungsmarktsituation festzustellen ist. Sie sind auf den verstärkten Ausgleich struktureller (regionaler, beruflicher und/oder qualifikatorischer) Angebots- und Nachfrageunterschiede zurückzuführen, der vermutlich gerade durch eine insgesamt ungünstigere Ausbildungssituation in diesen Regionen erforderlich wurde. Ansonsten basiert der Großteil aller Pendelverflechtungen auf dem Prinzip der räumlichen Erreichbarkeit zwischen den Regionen. Die Jugendlichen zeigen ein hohes Maß an Mobilitätsbereitschaft, aber im Rahmen von auch gut erreichbaren Zielregionen.
Abschließend ist festzustellen, dass es gerade in den in dieser Studie untersuchten Jahren bis 2010/11 in Niedersachsen-Bremen(-Hamburg), insbesondere in den süd-östlichen Regionen, nicht gelungen ist, den durch die demografische Entwicklung in fast allen Untersuchungsregionen über die Jahre höheren Bedarf an Ausbildungsplätzen global zu decken. Mit dem fortschreitenden Herauswachsen der stark besetzten Schulabgänger-Jahrgänge aus dieser Altersgruppe entspannt sich die Situation allerdings mittlerweile zunehmend. Daher sollte das Augenmerk auch denjenigen gelten, die in den zurückliegenden Jahren ohne Berufsausbildung geblieben sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Harten, Uwe; -
Literaturhinweis
Beschäftigung im unteren Stundenlohnbereich in Nordrhein-Westfalen 1995-2011: Auswertung auf Basis des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) (2013)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2013): Beschäftigung im unteren Stundenlohnbereich in Nordrhein-Westfalen 1995-2011. Auswertung auf Basis des sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Duisburg, 37 S.
Abstract
Ausgewertet wird zunächst die zeitliche Entwicklung des Niedriglohnanteils in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu Westdeutschland für die Jahre 1996 bis 2011. Darüber hinaus werden für den Zeitraum 2008 bis 2011 weitere differenziertere Auswertungen erstellt. Dies erfolgt zum einen nach Geschlecht, Qualifikation, Altersgruppen, Nationalität, Arbeitszeitform, Unternehmensgröße und ausgewählten Branchen. Zum anderen werden für den betreffenden Zeitraum auch Auswertungen erstellt, die nach der Höhe der Stundenlöhne unterhalb der Niedriglohnschwelle (unter 5 Euro, unter 6 Euro etc.) differenzieren, um die Verbreitung von besonders niedrigen Stundenlöhnen abschätzen und analysieren zu können, welche Beschäftigtengruppen hiervon besonders betroffen sind. Fazit: "Insgesamt unterscheiden sich der Umfang und die Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Nordrhein-Westfalen und in Westdeutschland kaum voneinander. Am aktuellen Rand (2011) ist zwar ein deutlicher Anstieg des Niedriglohnanteils in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen, der aber für sich genommen angesichts der vergleichsweise kleinen Fallzahl nicht überbewertet werden sollte." Stundenlöhne unterhalb von 8,50 Euro sind in Nordrhein-Westfalen etwas häufiger verbreitet als in Westdeutschland insgesamt und dies gilt auch für alle darunter liegenden Stundenlohnstufen. Gut jede/r zwölfte Beschäftigte (8,2 Prozent) in Nordrhein-Westfalen arbeitete im Zeitraum 2008 bis 2011 für sehr niedrige Stundenlöhne von unter 6 Euro (Westdeutschland: 7,6 Prozent). Noch deutlich höhere Anteile von derart niedrigen Stundenlöhnen finden sich in Nordrhein-Westfalen im Einzelhandel (13,2 Prozent), bei Dienstleistungen für Unternehmen (16,2 Prozent) und im Gastgewerbe (24,4 Prozent). (IAB2)
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Literaturhinweis
Dänen in Deutschland: Zur Beschäftigung dänischer Staatsbürger in Deutschland (2013)
Kotte, Volker;Zitatform
Kotte, Volker (2013): Dänen in Deutschland: Zur Beschäftigung dänischer Staatsbürger in Deutschland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 06/2013), Nürnberg, 33 S.
Abstract
"Die dänischen Beschäftigten in Deutschland sind eine sehr kleine Gruppe. Nur 0,02 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben einen dänischen Pass. Gleichwohl unterscheiden sich die dänischen Beschäftigten in wichtigen Strukturmerkmalen signifikant von der Gesamtheit. Die Gruppe der Dänen teilt sich auf in eine Gruppe, die in Deutschland lebt und arbeitet, sowie die Gruppe der Grenzpendler, die nur zum Arbeiten nach Deutschland kommt und ihren Wohnsitz in Dänemark hat. Rund zehn Prozent der in Deutschland beschäftigten Dänen gehören zur Gruppe der Grenzpendler. Insgesamt sind die dänischen Beschäftigten stark auf Dienstleistungsberufe und -branchen konzentriert. Das verarbeitende Gewerbe spielt nur für die Grenzpendler eine gewisse Rolle. Räumlich konzentrieren sich die dänischen Beschäftigten auf die grenznahen Regionen und wirtschaftsstarke Räume in Westdeutschland. Auffallend ist das überdurchschnittlich hohe Einkommen. So haben die dänischen Beschäftigten ein rund 42 Prozent höheres Einkommen als die Deutschen (2008). Überraschend ist die eher geringe Verweildauer der dänischen Grenzpendler bei einer Beschäftigung in Deutschland. Die Stichtagsergebnisse deuten eher auf kürzere Verweildauern hin, ohne dass dies mit den vorliegenden Daten abschließend geklärt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kotte, Volker; -
Literaturhinweis
Analyse der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel: Befunde für die Teilregion Stadt Kiel (2013)
Lüth, Hendrik; Herrmann, Hayo; Niebuhr, Annekatrin ; Puckelwald, Johannes; Gillam, Alexander; Peters, Cornelius;Zitatform
Lüth, Hendrik, Cornelius Peters, Johannes Puckelwald, Hayo Herrmann, Alexander Gillam & Annekatrin Niebuhr (2013): Analyse der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel. Befunde für die Teilregion Stadt Kiel. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 02/2013), Nürnberg, 101 S.
Abstract
"Diese Studie konzentriert sich auf den im Sinne der Arbeitsmarktpolitik positiven Aspekt des Arbeitsplatzumschlags und liefert detaillierte Erkenntnisse zu den Übergängen aus Arbeitsuche in Beschäftigung für die Arbeitsmarktregion Kiel. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Teilregion Stadt Kiel. Die Analysen zeigen, dass das Matching von offenen Stellen und Arbeitsuchenden stark kleinräumiger Natur ist. Bei knapp 60 % der Arbeitsuchenden aus der Stadt Kiel erfolgen die Beschäftigungsaufnahmen innerhalb der Stadt. Insgesamt zeigt sich, dass mehr Arbeitsuchende von außerhalb eine Beschäftigung in der Stadt Kiel aufnehmen als Arbeitsuchende aus der Stadt Kiel außerhalb von ihr. Es ergibt sich folglich ein Mobilitätsgewinn. Für die Arbeitsmarktregion Kiel insgesamt ist eine ausgeglichene Mobilitätsbilanz festzustellen. Nach Personenmerkmalen differenzierte Auswertungen zeigen zum einen, dass einzelne Gruppen Arbeitsuchender unterschiedlich mobil sind. Zum anderen stehen auch die Beschäftigungschancen der Arbeitsuchenden in einem engen Zusammenhang mit ihren individuellen Merkmalen. Darüber hinaus ergeben die Auswertungen, dass die Fähigkeit des Arbeitsmarktes Arbeitsuchende aufzunehmen vorrangig von Umfang und Entwicklung der Arbeitsnachfrage abhängt. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Branchenstruktur. Die Wirtschaftszweige besitzen unterschiedliche Beschäftigungspotentiale, weil die Entwicklung der Arbeitsnachfrage und die Personalfluktuation zwischen den Branchen jeweils deutlich variiert. Auffällig ist, dass die nach Wirtschaftszweigen differenzierten Analysen auf einen gewissen Gegensatz zwischen Quantität und Qualität der Beschäftigungsaufnahmen hindeuten. Einige Wirtschaftszweige bieten zwar viele Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitsuchende, allerdings ist die Beschäftigungsdauer in diesen Bereichen häufig relativ kurz. Insbesondere gilt dies für die Zeitarbeit. Im Gegensatz dazu bietet das Gesundheitswesen häufig stabile Beschäftigungen. Für diesen Wirtschaftszweig sind jedoch - gemessen an seiner Größe - relativ wenige Übergänge aus Arbeitsuche zu beobachten. Werden Beschäftigungsaufnahmen von ALG II-Empfängern dahingehend ausgewertet, ob sie bedarfsdeckend sind, zeigen sich ebenfalls erhebliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. So ist die Mehrheit der ehemaligen ALG II-Empfänger, die eine Beschäftigung in der Gastronomie oder in Callcentern aufnehmen, weiterhin auf den Bezug von ALG II angewiesen. In anderen Branchen überwiegen hingegen die bedarfsdeckenden Beschäftigungsaufnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Analyse der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel: Befunde für die Teilregion Kreis Plön (2013)
Lüth, Hendrik; Herrmann, Hayo; Niebuhr, Annekatrin ; Puckelwald, Johannes; Ollech, Daniel; Peters, Cornelius;Zitatform
Lüth, Hendrik, Cornelius Peters, Johannes Puckelwald, Hayo Herrmann, Daniel Ollech & Annekatrin Niebuhr (2013): Analyse der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel. Befunde für die Teilregion Kreis Plön. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 03/2013), Nürnberg, 104 S.
Abstract
"Diese Studie konzentriert sich auf den im Sinne der Arbeitsmarktpolitik positiven Aspekt des Arbeitsplatzumschlags und liefert detaillierte Erkenntnisse zu den Übergängen aus Arbeitsuche in Beschäftigung für die Arbeitsmarktregion Kiel. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Teilregion Kreis Plön. Die Analysen zeigen, dass das Matching von offenen Stellen und Arbeitsuchenden stark kleinräumiger Natur ist. Weit überdurchschnittlich viele Arbeitsuchende aus dem Kreis Plön nehmen die Beschäftigung innerhalb der Gemeinde auf, in der sie während der Arbeitsuche wohnten, oder in unmittelbarer Nähe zu dieser. Insgesamt zeigt sich allerdings, dass mehr Arbeitsuchende aus dem Kreis Plön eine Beschäftigung außerhalb des Kreises aufnehmen als Arbeitsuchende von außerhalb im Kreis Plön. Es ergibt sich folglich ein Mobilitätsverlust. Für die Arbeitsmarktregion Kiel insgesamt ist eine ausgeglichene Mobilitätsbilanz festzustellen. Nach Personenmerkmalen differenzierte Auswertungen zeigen zum einen, dass einzelner Gruppen Arbeitsuchender unterschiedlich mobil sind. Zum anderen stehen auch die Beschäftigungschancen der Arbeitsuchenden in einem engen Zusammenhang mit ihren individuellen Merkmalen. Darüber hinaus ergeben die Auswertungen, dass die Fähigkeit des Arbeitsmarktes Arbeitsuchende aufzunehmen vorrangig von Umfang und Entwicklung der Arbeitsnachfrage abhängt. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Branchenstruktur. Die Wirtschaftszweige besitzen unterschiedliche Beschäftigungspotentiale, weil die Entwicklung der Arbeitsnachfrage und die Personalfluktuation zwischen den Branchen jeweils deutlich variiert. Auffällig ist, dass die nach Wirtschaftszweigen differenzierten Analysen auf einen gewissen Gegensatz zwischen Quantität und Qualität der Beschäftigungsaufnahmen hindeuten. In einigen Wirtschaftszweigen erfolgen zwar viele Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitsuchenden, allerdings sind diese Beschäftigungen oft mit einer kurzen Dauer verbunden. Im Kreis Plön gilt dies insbesondere für das Baugewerbe und das Verarbeitende Gewerbe. Branchenunterschiede zeigen sich auch hinsichtlich der Bedarfsdeckung der aufgenommenen Beschäftigungen von ALG II-Empfängern. So sind Arbeitskräfte mit einem Übergang aus ALG II-Bezug vergleichsweise oft auch weiterhin auf Leistungen angewiesen, wenn die Beschäftigungsaufnahme in der Gastronomie oder im Gesundheitswesen erfolgt. Bezogen auf die Beschäftigungsdauern fällt das Gesundheitswesen allerdings positiv auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2013: Sonderbericht: Situation der jungen Menschen (15 bis unter 35 Jahren) am Arbeits- und Ausbildungsmarkt (2013)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2013): Arbeitsmarktreport NRW 2013. Sonderbericht: Situation der jungen Menschen (15 bis unter 35 Jahren) am Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Bottrop, 152 S.
Abstract
"In dem neuen Sonderbericht der Reihe Arbeitsmarktreport NRW wird die Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie die Erwerbssituation junger Menschen im Alter von 15 bis unter 35 Jahren betrachtet. Die Analyse basiert dabei insbesondere auf den Daten des Mikrozensus, der Berufsbildungsstatistik und den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Der Sonderbericht wird von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung herausgegeben und aus Mitteln des ESF gefördert.
Ergebnisse im Überblick:
1. Während die Zahl der Jugendlichen (15 bis unter 20 Jahre sowie 20 bis unter 25 Jahre) kontinuierlich zurückgeht, steigt die Zahl der jungen Erwachsenen (25 bis unter 35 Jahre) bis 2020 noch an. Erst nach 2020 geht auch die Zahl der jungen Erwachsenen landesweit zurück.
2. Die Zahl der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen wird bis 2020 voraussichtlich um bis zu 20 Prozent weiter zurückgehen.
3. Der Bildungsstand der jüngeren Bevölkerung ist einerseits dadurch charakterisiert, dass sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den jungen Erwachsenen deutlich mehr Frauen über die Fachhochschul- oder Hochschulreife verfügen als Männer. Andererseits weicht die allgemeine Schulbildung der jungen Migranten weiterhin stark von den Nicht-Migranten ab: der Anteil der Abiturienten liegt um bis zu 15 Prozentpunkten niedriger.
4. Auch beim beruflichen Qualifikationsniveau der Jüngeren verfügen die Frauen über einen höheren Anteil an der höchsten Abschlussart (tertiäre Bildungsabschlüsse). Allerdings verzeichnen die Frauen bei den 25- bis 34-Jährigen aber einen höheren Anteil an Personen ohne einen beruflichen Bildungsabschluss.
5. Bei den jugendlichen Migranten hat jeder Zweite und bei den 25- bis 34-Jährigen jeder Dritte keinen Berufsabschluss. Der größte Rückstand besteht bei den Migrantinnen.
6. Die Situation am Ausbildungsmarkt ist in den Jahren 2007 bis 2011 sukzessive etwas besser geworden. Während zwischen 2007 und 2009 die Ausbildungsplatznachfrage stärker zurückgegangen ist als das Ausbildungsplatzangebot, hat zwischen 2010 und 2012 das Ausbildungsplatzangebot wieder stärker zugenommen als die Ausbildungsplatznachfrage.
7. Die Bildungs-und Erwerbsbeteiligung der Jugendlichen unterschied sich 2011 gegenüber 2007 in einer stärkeren Teilnahme an Studium und Ausbildung sowie einer höheren Erwerbsquote. Ab einem Alter von 25 Jahren zeichnet sich ab, dass junge Frauen das Bildungssystem rascher verlassen, aber gleichzeitig seltener eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Entsprechend wächst der Anteil der Frauen, die weder in Bildung sind noch am Erwerbsleben teilnehmen. Gegenüber 2007 ist aber festzustellen, dass der Anteil der nicht erwerbstätigen Frauen um rund vier Prozentpunkte zurückgegangen ist.
8. Die geringe Erwerbsbeteiligung der jungen Migranten geht in erster Linie auf eine mit rund 53 Prozent sehr niedrige Erwerbstätigenquote der Migrantinnen zurück. Selbst die Erwerbstätigenquote der höher qualifizierten Migrantinnen ist um rund 20 Prozentpunkte niedriger als bei den Nicht-Migrantinnen. Im Vergleich zu 2007 ist aber festzustellen, dass sowohl bei den Frauen als auch den Männern die Erwerbstätigenquoten der Migranten bei der mittleren und höchsten Qualifikationsebene überdurchschnittlich stark zugenommen haben.
9. Die atypische Beschäftigung kommt insbesondere unter den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren überdurchschnittlich oft vor. Bei den jugendlichen Migranten spielen die atypischen Beschäftigungsverhältnisse schon fast eine dominierende Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frauenbeschäftigung und Chancengleichheit in Hessen: IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2012 (2013)
Nüchter, Oliver; Larsen, Christa;Zitatform
Nüchter, Oliver & Christa Larsen (2013): Frauenbeschäftigung und Chancengleichheit in Hessen. IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2012. (IAB-Betriebspanel Hessen 2013,02), Frankfurt am Main, 21 S.
Abstract
"Die Ausweitung der Beschäftigung von Frauen, die Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsetagen sowie eine größere Gleichverteilung von Beschäftigungschancen und -risiken zwischen den Geschlechtern zählen zu den dauerhaften Aufgaben betrieblicher Beschäftigungs- und Personalpolitik, für deren Umsetzung eine Vielzahl von Möglichkeiten existieren. Wie die aktuellen Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zeigen, werden diese jedoch noch immer nicht hinreichend genutzt, auch wenn es einige positive Entwicklungen zu verzeichnen gibt. Im Einzelnen zeigen sich folgende Befunde für die Beschäftigung von Frauen, Frauen in Führungspositionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit in hessischen Betrieben.
Zahl der beschäftigten Frauen erreicht Höchststand - Anteil bleibt konstant. Dienstleistungsbranche und Öffentliche Verwaltung: Frauen in der Mehrheit. Mittel- und Großbetriebe holen bei Frauenbeschäftigung auf. Höhere Frauenanteile bei einfachen Tätigkeiten. Vor allem bei akademischen Tätigkeiten legen Frauen zu. Die Teilzeitquote bei den Frauen nochmals angestiegen. Immer mehr befristet Beschäftigte - nicht nur bei den Frauen. In jedem siebten Betrieb ist keine Frau beschäftigt. Auf erster Führungsebene sind nur 26 Prozent Frauen. Klarer Zuwachs an weiblichen Führungskräften in Mittel- und Großbetrieben. In zwei Drittel aller Betriebe ist keine Führungskraft weiblich. Wenig weibliche Führungskräfte im Produzierenden Gewerbe. In Branchen mit hohem Frauenanteil: mehr weibliche Führungskräfte. Auf zweiter Führungsebene steigt der Frauenanteil. Nur drei von zehn Betrieben machen Angebote zur Förderung der Chancengleichheit. Betriebe mit weiblichen Führungskräften machen häufiger Angebote. Betriebe mit vielen beschäftigten Frauen bieten häufiger Maßnahmen an." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Regionale Mobilität sächsischer Auszubildender: Die späten Folgen des Nachwendegeburtenknicks (2013)
Zitatform
Seibert, Holger & Mirko Wesling (2013): Regionale Mobilität sächsischer Auszubildender: Die späten Folgen des Nachwendegeburtenknicks. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 20, H. 5, S. 16-21., 2013-09-10.
Abstract
"Die Situation für Ausbildungsbewerber und -betriebe hat sich, nicht nur in Sachsen, gewandelt. Während in früheren Jahren die Zahl der Ausbildungsbewerber jene der verfügbaren Lehrstellen oft weit übertraf, wird aktuell immer häufiger ein Mangel an Auszubildenden beklagt. Der Beitrag rekapituliert zum einen die Ursachen für diesen Wandel und beleuchtet zum anderen, wie sich dieser auf das Mobilitätsverhalten der in Sachsen wohnhaften Auszubildenden auswirkte. Der zeitliche Vergleich von Auspendlerquoten, -distanzen und -zielen zeigt, dass die in Sachsen lebenden Lehrlinge auf die - überwiegend demographisch bedingte - Entspannung der Ausbildungssituation mit einer rückläufigen Mobilitätsneigung reagierten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen und Männer in MINT-Berufen im Saarland (2013)
Stabler, Jochen;Zitatform
Stabler, Jochen (2013): Frauen und Männer in MINT-Berufen im Saarland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2013), Nürnberg, 50 S.
Abstract
"Aufgrund des demografischen Wandels könnte es zukünftig immer schwieriger werden, den Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften zu decken. Langfristige Arbeitsmarktprojektionen deuten darauf hin, dass die Arbeitskräftenachfrage nach Personen mit einem Qualifikationsprofil aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) weiter ansteigt. MINT-Berufe gelten gemeinhin als 'Männerberufe'. Eine Strategie, der steigenden Arbeitskräftenachfrage zu begegnen, besteht daher darin, verstärkt Mädchen und Frauen für diese Berufe zu gewinnen. Dazu ist es nötig, den Frauenanteil in der Ausbildung und im Studium der traditionell männerdominierten Fachrichtungen zu erhöhen.
Die Situation von Frauen und Männern in MINT-Berufen im Saarland wird anhand von drei Aspekten näher betrachtet: der Ausbildungssituation, die Entwicklung der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und die Lage auf dem Arbeitsmarkt.
In den vergangenen Jahren boten die meisten MINT-Berufe Frauen und Männern günstige Beschäftigungschancen. Die Beschäftigungsentwicklung verlief bei den Frauen sogar deutlich besser als bei den Männern. Auch die Zahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Studienfächern hat sich in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt. Trotzdem sind MINT-Berufe weiterhin eine Domäne der Männer und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Der Anteil der MINT-Beschäftigten an allen Beschäftigten liegt im Saarland deutlich unter dem westdeutschen Durchschnitt, aber immer noch auf einem guten Platz im Mittelfeld. Das Risiko in MINT-Berufen arbeitslos zu werden ist deutlich geringer als in anderen Berufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Stabler, Jochen; -
Literaturhinweis
Regionale Unterschiede in der Integrationsfähigkeit des dualen Berufsausbildungssystems (2013)
Ulrich, Joachim Gerd;Zitatform
Ulrich, Joachim Gerd (2013): Regionale Unterschiede in der Integrationsfähigkeit des dualen Berufsausbildungssystems. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 66, H. 1, S. 23-32. DOI:10.5771/0342-300X-2013-1-23
Abstract
"Als Folge der demografischen Entwicklung ist die Ausbildungsmarktlage nicht mehr so angespannt wie vor einigen Jahren. Die bundesweite Zahl unversorgter Bewerber fiel 2011 so niedrig aus wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Es bestehen aber weiterhin große regionale Disparitäten in der Integrationsfähigkeit des Berufsausbildungssystems. Zudem sind die Versorgungsengpässe mit Lehrstellen größer, als es sich in den Indikatoren der offiziellen Ausbildungsmarktbilanzierung widerspiegelt. Der Beitrag geht den Gründen für die regionalen Unterschiede in der Aufnahmefähigkeit des Ausbildungssystems nach und stellt alternative Indikatoren vor, um das Ausmaß regionaler Disparitäten abzubilden und seine Folgen für die Chancen ausbildungsinteressierter Jugendlicher zu analysieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wanderungsmuster junger Frauen im ländlichen Sachsen-Anhalt: Implikationen für zielgruppenorientierte Regionalentwicklungsstrategien (2013)
Zitatform
Wiest, Karin & Tim Leibert (2013): Wanderungsmuster junger Frauen im ländlichen Sachsen-Anhalt. Implikationen für zielgruppenorientierte Regionalentwicklungsstrategien. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 71, H. 6, S. 455-469. DOI:10.1007/s13147-013-0257-4
Abstract
"In vielen Regionen Europas sind ausgeprägte Ungleichgewichte bei den Frauen- und Männeranteilen in den jüngeren Altersgruppen zu beobachten. Während Städte tendenziell einen Überschuss an jungen Frauen aufweisen, ist in dünn besiedelten, peripheren ländlichen Räumen häufig ein Überschuss an jungen Männern sogar deutlich erkennbar. Vor allem der ländliche Raum in den neuen Bundesländern Deutschlands weist einen auffälligen 'Frauenmangel' auf. Der Beitrag analysiert die Ursachen dieser demographischen Schieflage am Beispiel Sachsen-Anhalts und fragt nach deren Implikationen für die Regionalentwicklung. Auf der Grundlage von Tiefeninterviews mit jungen Frauen, einer Befragung von Schülerinnen und Schülern und der Analyse von demographischen Daten wird aufgezeigt, wie die soziale und ökonomische Transformationskrise nach der Wiedervereinigung, die regionale Wirtschaftsstruktur und die Herausbildung einer Abwanderungskultur im ländlichen Sachsen-Anhalt einen spezifischen demographischen Entwicklungspfad hervorgebracht haben. Die wesentlichen Faktoren zur Erklärung der Abwanderung junger Frauen bilden eine über viele Jahre angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, die als negativ wahrgenommenen Berufsperspektiven und die geringe Identifikation mit der Herkunftsregion. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Auseinandersetzung mit dem Phänomen unausgewogener Geschlechterproportionen neben der Aufmerksamkeit für geschlechtsspezifische Lebenswelten immer auch die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen und raumbezogenen Diskursen berührt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sicherung des Fachkräftebedarfs und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg: eine Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels 2011 (2012)
Bohachova, Olga; Klee, Günther;Zitatform
Bohachova, Olga & Günther Klee (2012): Sicherung des Fachkräftebedarfs und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg. Eine Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels 2011. (IAW-Kurzberichte 2012,02), Tübingen, 46 S.
Abstract
"Ziel dieses Berichts, die Frage der Sicherung des aktuellen und künftigen Fachkräftebedarfs aus betrieblicher Sicht näher zu beleuchten. Dafür liefert das IABBetriebspanel Baden-Württemberg eine gute Datengrundlage. So lassen sich Aussagen bezüglich des kurzfristig zu erwartenden Fachkräftebedarfs in Baden-Württemberg sowie darüber treffen, ob und inwiefern bereits in den kommenden zwei Jahren mit Problemen bei der Besetzung offener Stellen für Fachkräfte zu rechnen ist. Zudem lässt sich zeigen, inwieweit sich der Rekrutierungsbedarf sowie die Erwartungen der Arbeitgeber im Vergleich zu den Vorjahren verändert haben. Zudem wird beleuchtet, welche Probleme die Betriebe bei der Besetzung der offenen Stellen erwarten, etwa weil die benötigten Fachkräfte generell fehlen, Arbeitsstelle oder Standort unattraktiv oder die Lohnforderungen der Bewerber zu hoch sind, und welche dieser Probleme für die Betriebe besonders schwer wiegen. Diesbezüglich wird auch aufgezeigt, ob und inwieweit sich einige Problemfelder - insbesondere nach dem Abklingen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 - verschärft haben. Eine zentrale Frage dieses Berichts ist jene nach den betrieblichen Strategien, um den Fachkräftebestand zu sichern und den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken.
Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Bericht folgende Fragestellungen:
(1) Inwiefern spielt die Altersstruktur der betrieblichen Belegschaft eine Rolle für den zukünftigen Fachkräftebedarf oder für Probleme, diesen zu decken?
(2) Inwiefern ist der Fachkräftebedarf in den nächsten zwei Jahren durch das Ausscheiden älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedingt?
(3) Ob und inwieweit versuchen Betriebe nun stärker, ältere Fachkräfte länger im Betrieb zu halten als dies früher der Fall gewesen ist?
(4) Ob und inwieweit wird die Weiterbildung älterer Mitarbeiter forciert?
(5) Werden insgesamt mehr Maßnahmen ergriffen, um die Potenziale Älterer besser zu nutzen, als noch vor einigen Jahren?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein (2012)
Zitatform
Buch, Tanja, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr, Daniel Ollech & Andrea Stöckmann (2012): Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 03/2012), Nürnberg, 50 S.
Abstract
"Die Gruppe der Alleinerziehenden ist heute keine gesellschaftliche Randerscheinung mehr. Gegenwärtig leben in Schleswig-Holstein etwa 56.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren und einem alleinerziehenden Elternteil. Das bedeutet, dass mehr als jede fünfte Familie mit minderjährigen Kindern in Schleswig-Holstein einen alleinerziehenden Haushaltsvorstand hat. Mehr als 90 Prozent der Alleinerziehenden sind weiblich.
Alleinerziehende sind, unter anderem infolge der häufig eingeschränkten Möglichkeiten des Einkommenserwerbs durch Kinderbetreuungspflichten, wesentlich stärker armutsgefährdet als Paarfamilien. Die Hilfebedürftigkeit und die Dauer des Hilfebezuges sind überdurchschnittlich. Aktuell liegt die Hilfequote der Alleinerziehenden in Schleswig-Holstein mit fast 40 Prozent leicht über dem Mittel der westdeutschen Länder.
Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch. In Schleswig-Holstein waren im Jahr 2011 mehr als 10.000 Alleinerziehende arbeitslos gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen Alleinerziehenden ist in den letzten Jahren deutlich gesunken, allerdings sind sie leicht unterproportional an den Abgängen aus Arbeitslosigkeit beteiligt. Ein Problem für die Arbeitsmarktintegration ist die relativ ungünstige Qualifikationsstruktur der alleinerziehenden Arbeitslosen.
Die Erwerbsorientierung der Alleinerziehenden ist hoch. Die Erwerbsquote erreicht in Schleswig-Holstein gegenwärtig rund 78 Prozent. Etwa 69 Prozent der Alleinerziehenden gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Etwa 51 Prozent der arbeitslosen Alleinerziehenden streben eine Vollzeitbeschäftigung an. Sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Erwerbstätigenquote weisen auf eine günstigere Arbeitsmarktsituation als noch vor einigen Jahren hin. Allerdings besteht im Land nach wie vor ein erhebliches Verbesserungspotenzial. So liegt die Vollzeitquote der alleinerziehenden Frauen bei lediglich 33 Prozent.
Eine adäquate Betreuungsinfrastruktur ist eine notwendige Voraussetzung für die Erwerbstätigkeit alleinerziehender Eltern. Aus quantitativer wie auch aus qualitativer Sicht sind im Betreuungsangebot in Schleswig-Holstein noch Defizite festzustellen. Verbesserungspotenziale zeigen sich insbesondere bei der Betreuung der unter 3-Jährigen, im Bereich der Ganztagsbetreuung sowie im Hinblick auf eine Flexibilisierung der Betreuungszeiten. Auch die Arbeitgeber sollten vermehrt Möglichkeiten schaffen, die Arbeitsbedingungen für alleinerziehende Arbeitskräfte flexibler zu gestalten.
Die Alleinerziehenden sind keine homogene Gruppe. Problemlagen variieren mit dem Alter und der Zahl der Kinder, dem Alter der alleinerziehenden Person, mit ihrer beruflichen Qualifikation, den regionalen Arbeitsmarktbedingungen und nicht zuletzt der lokalen Kinderbetreuungsinfrastruktur. Insofern sind je nach Personengruppe und regionalem Umfeld spezielle Strategien zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration gefordert. Dabei ist eine Verknüpfung der beiden Handlungsfelder Kinderbetreuung und arbeitsmarktpolitische Förderung wichtig, da die regionale Betreuungssituation eine zentrale Determinante der Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in der Freien und Hansestadt Hamburg (2012)
Zitatform
Buch, Tanja, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr, Daniel Ollech & Andrea Stöckmann (2012): Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in der Freien und Hansestadt Hamburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 04/2012), Nürnberg, 48 S.
Abstract
"Die Gruppe der Alleinerziehenden ist heute keine gesellschaftliche Randerscheinung mehr. Gegenwärtig leben in Hamburg etwa 45.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren und einem alleinerziehenden Elternteil. Das bedeutet, dass mehr als jede vierte Familie mit minderjährigen Kindern in Hamburg einen alleinerziehenden Haushaltsvorstand hat. Mehr als 90 Prozent der Alleinerziehenden sind weiblich.
Alleinerziehende sind, unter anderem infolge der häufig eingeschränkten Möglichkeiten des Einkommenserwerbs durch Kinderbetreuungspflichten, wesentlich stärker armutsgefährdet als Paarfamilien. Die Hilfebedürftigkeit und die Dauer des Hilfebezuges sind überdurchschnittlich. Aktuell liegt die Hilfequote der Alleinerziehenden im Hamburg mit fast 41 Prozent weit über dem Mittel der westdeutschen Länder, wenngleich die Hilfequote seit 2007 deutlich gesunken ist.
Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch. In Hamburg waren im Jahresdurchschnitt 2011 mehr als 7.000 Alleinerziehende arbeitslos gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen Alleinerziehenden ist in den letzten Jahren leicht gesunken, allerdings sind sie nur unterproportional an den Abgängen aus Arbeitslosigkeit beteiligt. Ein Problem für die Arbeitsmarktintegration ist die relativ ungünstige Qualifikationsstruktur. Die Erwerbsorientierung der Alleinerziehenden ist hoch. Die Erwerbsquote erreicht in Hamburg gegenwärtig rund 78 Prozent. Etwa 70 Prozent der Alleinerziehenden gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Von den arbeitslosen alleinerziehenden Frauen streben rund 55 Prozent eine Vollzeitbeschäftigung an. Sinkenden Arbeitslosenzahlen und eine steigende Erwerbstätigenquote weisen auf eine günstigere Arbeitsmarktsituation als noch vor einigen Jahren hin. Allerdings besteht noch ein erhebliches Verbesserungspotential. So liegt beispielsweise die Vollzeitquote der Alleinerziehenden bei lediglich 39 Prozent.
Eine adäquate Betreuungsinfrastruktur ist eine notwendige Vorrausetzung für die Erwerbstätigkeit alleinerziehender Eltern. Bei der Betreuung von unter 3-jährigen Kindern hat Hamburg die angestrebte Betreuungsquote von 35 Prozent mit 35,8 Prozent bereits leicht überschritten. Defizite gibt es bei der Ganztagsbetreuung, sowohl der unter 3-Jährigen, als auch der 3- bis unter 6-Jährigen. Zusätzlich zum Ausbau der Betreuungsangebote und zur Flexibilisierung der Betreuungszeiten sind auch die Arbeitgeber gefordert, vermehrt Möglichkeiten schaffen, die Arbeitszeiten für alleinerziehende Arbeitskräfte flexibler zu gestalten.
Die Alleinerziehenden sind keine homogene Gruppe. Problemlagen variieren mit dem Alter und der Zahl der Kinder, dem Alter der alleinerziehenden Person, mit ihrer beruflichen Qualifikation, den regionalen Arbeitsmarktbedingungen und nicht zuletzt der lokalen Kinderbetreuungsinfrastruktur. Insofern sind je nach Personengruppe und regionalem Umfeld spezielle Strategien zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration gefordert. Dabei ist eine Verknüpfung der Handlungsfelder Kinderbetreuung und arbeitsmarktpolitische Förderung wichtig, da die regionale Betreuungssituation eine zentrale Determinante der Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern (2012)
Zitatform
Buch, Tanja, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr, Daniel Ollech & Andrea Stöckmann (2012): Alleinerziehende am Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 02/2012), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Gruppe der Alleinerziehenden ist heute keine gesellschaftliche Randerscheinung mehr. Gegenwärtig leben in Mecklenburg-Vorpommern etwa 36.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren und einem alleinerziehenden Elternteil. Zwar geht ihre Zahl in den letzten Jahren infolge der demografischen Entwicklung zurück. Die Bedeutung dieser Familienform hat aber seit Mitte der 1990er Jahre sehr stark zugenommen. Jede vierte Familie mit minderjährigen Kindern in Mecklenburg-Vorpommern hat einen alleinerziehenden Haushaltsvorstand. Mehr als 90 Prozent der Alleinerziehenden im Land sind weiblich.
Alleinerziehende sind, unter anderem infolge der häufig eingeschränkten Möglichkeiten des Einkommenserwerbs durch die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wesentlich stärker armutsgefährdet als Paarfamilien. Die Hilfebedürftigkeit und die Dauer des Hilfebezugs sind überdurchschnittlich hoch. Aktuell liegt die Hilfequote der Alleinerziehenden im Land mit rund 54 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt.
Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch. In Mecklenburg-Vorpommern waren im Jahr 2011 mehr als 9.000 Alleinerziehende arbeitslos gemeldet. Die Zahl der arbeitslosen Alleinerziehenden ist in den letzten Jahren - vor allem demografiebedingt - zwar deutlich gesunken, allerdings sind sie nur unterproportional an den Abgängen aus Arbeitslosigkeit beteiligt.
Die Erwerbsorientierung der Alleinerziehenden ist hoch. Die Erwerbsquote erreicht in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig rund 79 Prozent. Etwa zwei Drittel der Alleinerziehenden gehen einer Erwerbstätigkeit nach, die große Mehrheit von ihnen einer Vollzeitbeschäftigung. Etwa 90 Prozent der arbeitslosen Alleinerziehenden streben eine Vollzeitbeschäftigung an. Sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Erwerbstätigenquote weisen auf eine günstigere Arbeitsmarktsituation als noch vor einigen Jahren hin. Allerdings besteht im Land nach wie vor ein erhebliches Verbesserungspotenzial.
Die Alleinerziehenden sind keine homogene Gruppe. Problemlagen variieren mit dem Alter und der Zahl der Kinder, dem Alter der alleinerziehenden Person, mit ihrer beruflichen Qualifikation, den regionalen Arbeitsmarktbedingungen und nicht zuletzt der lokalen Kinderbetreuungsinfrastruktur. Insofern sind je nach Personengruppe und regionalem Umfeld spezielle Strategien zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration gefordert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Demografie und Arbeitsmarkt in Bayern: Entwicklung, aktuelle Lage und Ausblick (2012)
Böhme, Stefan; Eigenhüller, Lutz; Kistler, Ernst; Baumann, Doris; Kucher, Andreas; Conrads, Ralph ; Werner, Daniel;Zitatform
Böhme, Stefan, Lutz Eigenhüller, Daniel Werner, Doris Baumann, Ralph Conrads, Ernst Kistler & Andreas Kucher (2012): Demografie und Arbeitsmarkt in Bayern. Entwicklung, aktuelle Lage und Ausblick. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Bayern 02/2012), Nürnberg, 50 S.
Abstract
"Der demografische Wandel in Deutschland wird zu einem Rückgang der Bevölkerungszahl und einem steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung führen. In der Folge ist mit einem sinkenden Erwerbspersonenpotenzial zu rechnen. Dies trifft auch für Bayern zu, wobei Prognosen für den Freistaat von einer zeitverzögerten und abgeschwächten Entwicklung mit großen regionalen Unterschieden ausgehen.
Um den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen, kommen verschiedene Handlungsfelder in Frage. Exemplarisch werden in diesem Bericht die Entwicklung der Beschäftigung von Älteren und von Frauen, die Qualifikationsstruktur sowie die berufliche Struktur in Bayern dargestellt. Darüber hinaus wird als weiterer Aspekt die Entwicklung der Renten in Bayern betrachtet. Der Fokus liegt dabei darauf, dass die Höhe der Renten ein Faktor ist, der die Arbeitsnachfrage beeinflusst und vor dem Hintergrund der steigenden Zahl Älterer an Bedeutung gewinnt. Schließlich wird anhand von Ergebnissen des Projekts GeniAL ein Einblick über den betrieblichen Umgang mit alternden Belegschaften präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel - Beschäftigungstrends in Nordrhein-Westfalen: Fachkräftebedarf und betriebliche Strategien zur Fachkräftesicherung. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe des IAB-Betriebspanels 2011 (2012)
Frei, Marek; Wahse, Jürgen; Dahms, Vera;Zitatform
Frei, Marek, Vera Dahms & Jürgen Wahse (2012): IAB-Betriebspanel - Beschäftigungstrends in Nordrhein-Westfalen. Fachkräftebedarf und betriebliche Strategien zur Fachkräftesicherung. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe des IAB-Betriebspanels 2011. Düsseldorf, 73 S.
Abstract
Für das IAB-Betriebspanel Nordrhein-Westfalen 2011 konnten Interviews mit Vertretern von insgesamt 1.424 Betrieben ausgewertet werden. Diese Betriebe sind repräsentativ für die Gesamtheit der rund 400 Tsd. Betriebe in Nordrhein-Westfalen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Bericht enthält Angaben zu folgenden Themen: 1. Beschäftigungsentwicklung und Personalbewegungen; 2. Entwicklung des zukünftigen Fachkräftebedarfs und betriebliche Strategien zur Vermeidung von Fachkräftemangel; 3. Besondere Beschäftigungsverhältnisse (Befristung und Leiharbeit; 4. Beschäftigung älterer Arbeitnehmer; 5. Betriebliche Ausbildung; 6. Betriebliches Weiterbildungsmanagement; 7: Tarifbindung. Fazit: "Die Daten des IAB-Betriebspanels bestätigen die jüngste positive wirtschaftliche Entwicklung. Die günstige Konjunkturlage hat sich förderlich auf die Beschäftigungsentwicklung ausgewirkt. Der Bedarf an Fachkräften ist weiter gestiegen. Dies belegen zunehmende Einstellungsaktivitäten der Betriebe sowie ein Anstieg der offenen Stellen. Zu dieser Entwicklung haben nahezu alle Branchen beigetragen. Mit der gestiegenen Nachfrage haben zugleich die Probleme zugenommen, freie Fachkräftestellen zu besetzen. Auch wenn die meisten Betriebe ihre angebotenen Stellen für Fachkräfte besetzen konnten, ist die Zahl unbesetzt gebliebener Stellen im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen." Auf die erwarteten Knappheiten am Arbeitsmarkt wollen die Betriebe vor allem mit einer Verstärkung der Qualifizierungsanstrengungen reagieren und die vorhandenen Ressourcen noch besser nutzen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg: Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme (2012)
Zitatform
Hapke, Peter, Holger Seibert & Mirko Wesling (2012): Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg. Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2012), Nürnberg, 30 S.
Abstract
"In den vergangenen vier bis fünf Jahren hat sich die Situation auf dem ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkt deutlich entspannt. War die Zahl der Lehrstellenbewerber zum Teil noch doppelt so hoch wie die der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, so gab es im Jahr 2010 sogar mehr neue Verträge als bei der Bundesagentur registrierte Bewerber. Diese drastische Veränderung am Ausbildungsstellenmarkt ist auf die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Ostdeutschland zurückzuführen, die ihren Ursprung im so genannten Nachwendegeburtenknick aus den Jahren 1989 bis 1991 haben. Seinerzeit haben sich die Geburtenzahlen in Ostdeutschland nahezu halbiert. Seit 2007 treten diese wesentlich kleineren Geburtskohorten Jahr für Jahr in den Lehrstellenmarkt ein und treffen dort auf ein Ausbildungsstellenangebot, mit dem nun erstmals seit vielen Jahren die große Mehrheit der Lehrstellensuchenden auch versorgt werden kann. Bis dahin gehörte regionale Mobilität für Auszubildende aus Ostdeutschland zur Normalität. Für eine Lehrstelle legten sie zum Teil sehr weite Distanzen zurück. Mit der demografisch bedingten Entspannung des ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkts gibt es auch erste Anzeichen, dass die Mobilität der Auszubildenden zurück geht. Der Bericht zeichnet diese Entwicklung exemplarisch für die Region Berlin-Brandenburg nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit - Eine Option zur Deckung des Fachkräftebedarfs: Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Hessen 2011 (2012)
Lepper, Timo; Machnig, Jan; Schaade, Peter;Zitatform
Lepper, Timo, Jan Machnig & Peter Schaade (2012): Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit - Eine Option zur Deckung des Fachkräftebedarfs. Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Hessen 2011. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 01/2012), Nürnberg, 41 S.
Abstract
"Wir setzen uns im Bericht damit auseinander, was der (mutmaßlich steigende) Fachkräftebedarf für die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt bedeuten könnte, denn ihre verstärkte Einbindung gehört zu den wichtigsten Strategien, dem zukünftigen Bedarf an Fachkräften zu begegnen. Wir untersuchen, wo ungenutzte Fachkräftepotentiale bei Frauen zu finden sind und was unter Umständen nötig ist, dieses schlummernde Fachkräftepotential effektiver zu nutzen.
Junge Frauen konzentrieren sich im Vergleich zu jungen Männern bei der Ausbildungsplatzsuche weiterhin auf weniger Wunschberufe, die meist auch nur relativ geringe Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Im Zeitverlauf hat sich diese starke Fokussierung allerdings etwas abgeschwächt. Eine im Hinblick auf den Fachkräftebedarf geeignetere berufliche Orientierung von Frauen könnte dabei mithelfen, Frauen Karrierepfade zu eröffnen und die Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften zu versorgen. Offene (Ausbildungs-) Stellen und Berufswünsche stehen nicht unbedingt im Einklang. Zu starke Beschränkungen auf bestimmte Berufe sind für eine (Ausbildungs-) Arbeitsmarktintegration wenig hilfreich.
Die Teilhabe am Arbeitsleben ist steigerungsfähig, da immer noch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Erwerbstätigenquoten von Frauen und Männern zu Ungunsten der Frauen besteht, auch wenn sie sich in den letzten Jahren angenähert haben. Das Beschäftigungsvolumen der Frauen ist ausbaufähig, da weit mehr als ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Teilzeit arbeiten. Frauen stellen den weitaus größten Anteil aller Teilzeitbeschäftigten. Die Teilzeitquote von Frauen steigt außerdem sogar noch weiter an. Die regionale Mobilität kann bei Frauen noch verstärkt werden. Das Pendeln als Möglichkeit, die eigene Arbeitsmarktsituation zu verbessern, wird häufiger von Männern genutzt. Frauen arbeiten eher in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes.
Die Arbeitslosenquote der Frauen lag im Jahresdurchschnitt leicht über dem Niveau der Männer. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ging die Arbeitslosenquote der Frauen geringfügig schwächer zurück, als die der Männer. Teilzeitarbeitsuchende Arbeitslose sind weiterhin fast ausschließlich Frauen. Die Arbeitslosendauer von Frauen ist gegenüber den Männern vergleichsweise lang. Eine Verkürzung der Dauer könnte ebenfalls eine höhere Beteiligung von Frauen in Beschäftigung ermöglichen.
Die ungenutzten Potentiale von Frauen sollten für den Arbeitsmarkt verfügbar gemacht werden, um beispielsweise der demographischen Entwicklung zu begegnen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt hierbei eine große Rolle. Durch bessere Kinderbetreuungsangebote sind notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2012: Sonderbericht: Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt (2012)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2012): Arbeitsmarktreport NRW 2012. Sonderbericht: Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Düsseldorf, 150 S.
Abstract
"Zur Situation von Migrantinnen und Migranten auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt informiert ein neuer Sonderbericht des Arbeitsmarktreport NRW. Danach ist die Erwerbstätigenquote in dieser Gruppe nach wie vor deutlich niedriger als bei Nicht-Migranten und auch die Bildungs- und Qualifikationsstruktur erheblich schlechter. Insbesondere sind Migrantinnen, darunter auch diejenigen mit hoher beruflicher Qualifikation, seltener erwerbstätig als Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nutzung der Beschäftigungspotenziale von Frauen: Zwischenbilanz zu 10 Jahren IAB-Betriebspanel Hessen (2012)
Zitatform
Nüchter, Oliver, Christa Larsen & Carina Cornesse (2012): Nutzung der Beschäftigungspotenziale von Frauen. Zwischenbilanz zu 10 Jahren IAB-Betriebspanel Hessen. (IAB-Betriebspanel Hessen 2012,03), Frankfurt am Main, 16 S.
Abstract
"Eine hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen hat nicht nur eine zentrale Funktion für deren gesellschaftliche Teilhabe, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur mittel- und langfristigen Fachkräftesicherung in den hessischen Betrieben. Die Daten des IAB-Betriebspanels liefern Anhaltspunkte für eine positive Entwicklung der Frauenbeschäftigung; allerdings gibt es auch andere Befunde.
- Die Zahl der in Hessen beschäftigten Frauen lag 2011 mit hochgerechnet 1,325 Mio. auf dem höchsten Stand der Panelbeobachtung.
- Besonders hoch ist der Frauenanteil in der Öffentlichen Verwaltung und insbesondere bei den Sonstigen Dienstleistungen; noch immer relativ wenige Frauen sind im Produzierenden Gewerbe beschäftigt.
- Der Anteil der qualifiziert beschäftigten Frauen an allen beschäftigten Frauen ist angestiegen, liegt jedoch noch immer unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten.
- Der Anstieg der Beschäftigung liegt vor allem an der Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Vor allem die Teilzeitbeschäftigung hat eine deutlich höhere Bedeutung als noch vor zehn Jahren.
- Auch die befristete Beschäftigung hat an Bedeutung gewonnen. Zwar sind auch hier Frauen etwas häufiger betroffen. Vor allem Wirtschaftszweige, in denen ein hoher Frauenanteil zu verzeichnen ist, weisen überdurchschnittlich häufig befristete Arbeitsverhältnisse auf.
- Die Beteiligung der Frauen an betrieblicher Aus- und Weiterbildung war 2011 sowohl im Zeitvergleich als auch in Relation zu den Gesamtbeschäftigten überdurchschnittlich hoch. Zudem konnten Frauen bei der Ausbildung in jedem der beobachteten Jahre überdurchschnittlich häufig ihre Ausbildung erfolgreich abschließen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Geschlechterspezifische Entwicklungen am sächsischen Arbeitsmarkt: Eine Betrachtung der Jahre 2007 bis 2011 (2012)
Pohl, Anja; Wesling, Mirko; Zillmann, Manja; Sujata, Uwe;Zitatform
Pohl, Anja, Uwe Sujata, Mirko Wesling & Manja Zillmann (2012): Geschlechterspezifische Entwicklungen am sächsischen Arbeitsmarkt. Eine Betrachtung der Jahre 2007 bis 2011. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 04/2012), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"In Sachsen ist die Erwerbsbeteiligung, d. h. der Anteil der erwerbstätigen plus der erwerbslosen Bevölkerung, höher als in Ostdeutschland und Deutschland insgesamt. Die Erwerbsquote der Frauen liegt im Freistaat zwar - wie überall in Deutschland - unterhalb jener der Männer. Sie rangiert jedoch über jener für Ostdeutschland bzw. Deutschland insgesamt.
Zwischen 2007 und 2011 ist die Zahl der weiblichen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt stärker gestiegen, als die der männlichen. Differenziert man die Entwicklung allerdings nach der Arbeitszeit, so ist mit Blick auf die Vollzeitbeschäftigten nur für die Männer ein Wachstum festzustellen. Bei den Frauen hat sich die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten hingegen leicht verringert. Die Zahl der Teilzeitstellen ist bei beiden Geschlechtern gestiegen. Frauen verzeichneten hier einen stärkeren absoluten Zuwachs als die Männer. Im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens wurden die höchsten Beschäftigungszuwächse beobachtet, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und dem verarbeitenden Gewerbe.
Die Arbeitslosenzahl hat sich in Sachsen zwischen 2007 und 2011 positiv entwickelt. Im Rechtskreis SGB III ist die Arbeitslosigkeit dabei stärker zurückgegangen als im Rechtskreis SGB II. Dies hat zur Folge, dass der Anteil der im Rechtskreis SGB II betreuten Arbeitslosen gestiegen ist. Bei der Betrachtung der geschlechterspezifischen Entwicklung ist im Krisenjahr 2009 kein Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Frauen festzustellen. Die Zahl der männlichen Arbeitslosen, insbesondere jene der Älteren, nahm hingegen zwischen 2008 und 2009 zu. Über den gesamten Zeitraum und alle Altersgruppen betrachtet ist die Arbeitslosenzahl allerdings bei beiden Geschlechtern rückläufig.
Bei den Absolventen der allgemeinbildenden Schulen zeigt sich, dass junge Frauen im Mittel einen besseren Schulabschluss aufweisen. In der Berufsausbildung und dem Studium dominieren nach wie vor die bekannten Muster. Männer sind eher im gewerblich-technischen Bereich zu finden, Frauen sehr stark im Dienstleistungssektor.
Diese unterschiedliche Verteilung und Konzentration auf verschiedene Branchen hat, wie die Analyse der Medianeinkommen darlegt, auch Einfluss auf die Entgelte von Männern und Frauen. In Sachsen beträgt der Gender Pay Gap, also der relative Unterschied in den Medianeinkommen, 8,2 % im Jahr 2010. Er ist, auch aufgrund des vergleichsweise hohen Gewichts des verarbeitenden Gewerbes für den sächsischen Arbeitsmarkt, höher als in Ostdeutschland, liegt aber deutlich unter dem Vergleichswert für die alten Bundesländer." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Das Erwerbsverhalten von Vätern in Ost- und Westdeutschland (2012)
Zitatform
Pollmann-Schult, Matthias (2012): Das Erwerbsverhalten von Vätern in Ost- und Westdeutschland. In: J. Huinink, M. Kreyenfeld & H. Trappe (Hrsg.) (2012): Familie und Partnerschaft in Ost- und Westdeutschland : ähnlich und doch immer noch anders (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft, 09), S. 79-93.
Abstract
"Vorhandene Studien zeigen einen positiven Effekt der Familiengründung auf das Erwerbsverhalten westdeutscher Männer. Der vorliegende Beitrag ergänzt diese Erkenntnisse um einen Vergleich der Einkommensentwicklung und des Erwerbsumfangs ost- und westdeutscher Väter. Da sich ostdeutsche Männer hinsichtlich ihrer Einstellung zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, ihrer partnerschaftlichen Erwerbskonstellation und ihrer Karrierechancen deutlich von westdeutschen Männern unterscheiden, wird die Annahme vertreten, dass ebenfalls regionale Unterschiede im väterlichen Erwerbsverhalten bestehen. Die Analysen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels zeigen signifikant positive Einkommenseffekte der Familiengründung für westdeutsche, jedoch nicht für ostdeutsche Väter. Diese Unterschiede lassen sich nicht darauf zurückführen, dass Väter in den neuen Ländern geringere Karrierechancen haben, häufiger mit einer erwerbstätigen Partnerin zusammenleben und daher seltener Spezialisierungsgewinne erzielen oder modernere Geschlechterrollenvorstellungen aufweisen. Hinsichtlich der Arbeitszeit bestehen weder für westdeutsche noch für ostdeutsche Männer signifikante Auswirkungen der Familiengründung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen und Männer in MINT-Berufen in Rheinland-Pfalz (2012)
Stabler, Jochen;Zitatform
Stabler, Jochen (2012): Frauen und Männer in MINT-Berufen in Rheinland-Pfalz. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2012), Nürnberg, 53 S.
Abstract
"Aufgrund des demografischen Wandels könnte es zukünftig immer schwieriger werden, den Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften zu decken. Langfristige Arbeitsmarktprojektionen deuten darauf hin, dass die Arbeitskräftenachfrage nach Personen mit einem Qualifikationsprofil aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) weiter ansteigt. MINT-Berufe gelten gemeinhin als 'Männerberufe'. Eine Strategie, der steigenden Arbeitskräftenachfrage zu begegnen, besteht daher darin, verstärkt Mädchen und Frauen für diese Berufe zu gewinnen. Dazu ist es nötig, den Frauenanteil in der Ausbildung und im Studium der traditionell männerdominierten Fachrichtungen zu erhöhen.
Die Situation von Frauen und Männern in MINT-Berufen in Rheinland-Pfalz wird anhand von drei Aspekten näher betrachtet: der Ausbildungssituation, die Entwicklung der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und die Lage auf dem Arbeitsmarkt.
In den vergangenen Jahren boten die meisten MINT-Berufe Frauen und Männern günstige Beschäftigungschancen. Die Beschäftigungsentwicklung verlief bei den Frauen sogar deutlich besser als bei den Männern. Auch die Zahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Studienfächern hat sich in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt. Trotzdem sind MINT-Berufe weiterhin eine Domäne der Männer und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Der Anteil der MINT-Beschäftigten an allen Beschäftigten liegt in Rheinland-Pfalz deutlich unter dem westdeutschen Durchschnitt, aber immer noch auf einem guten Platz im Mittelfeld. Das Risiko in MINT-Berufen arbeitslos zu werden ist deutlich geringer als in anderen Berufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Stabler, Jochen; -
Literaturhinweis
Dritter Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern (2012)
Zitatform
(2012): Dritter Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern. (Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern 03), München, 477 S., CD-ROM.
Abstract
"Neben allgemeinen Analysen zu wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen sowie Wohlstand, Teilhabechancen und Wohnverhältnissen beschreibt der Bericht umfassend die Lebenslagen von Familien, Kindern und Jugendlichen, Erwerbstätigen und Arbeitslosen, Älteren Menschen, Pflegebedürftigen, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung. Auch beschreibt ein Kapitel die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job stability trends, layoffs, and transitions to unemployment: an empirical analysis for West Germany (2011)
Zitatform
Bergemann, Annette & Antje Mertens (2011): Job stability trends, layoffs, and transitions to unemployment. An empirical analysis for West Germany. In: Labour, Jg. 25, H. 4, S. 421-446. DOI:10.1111/j.1467-9914.2011.00525.x
Abstract
"This paper examines the evolution of different aspects of job stability, notably the termination reasons and the transition states. We estimate Semi-Parametric Cox Hazard Models with competing risks for West Germany and find an increasing hazard of job ending that is driven by an increasing hazard of being laid off, primarily. One explanation found is that men with fixed-term contracts face increasing risks of being displaced. In accordance with the technological change hypothesis we also find that men with a high degree of non-routine interactive tasks face a declining risk of displacement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Berufliche Perspektiven von Frauen und Männern in Berlin und Brandenburg: eine Analyse vor dem Hintergrund segregierter Berufsfelder (2011)
Bogai, Dieter; Wiethölter, Doris; Schönwetter, Stephanie; Luipold, Christiane;Zitatform
Bogai, Dieter, Doris Wiethölter, Stephanie Schönwetter & Christiane Luipold (2011): Berufliche Perspektiven von Frauen und Männern in Berlin und Brandenburg. Eine Analyse vor dem Hintergrund segregierter Berufsfelder. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2011), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In dieser Studie werden die Arbeitsmarktperspektiven in der Region Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund der beruflichen Segregation von Frauen und Männern untersucht. Die Darstellung der Erwerbssituation von Frauen und Männern offenbart ungenutzte Potenziale vor allem in Berlin. Aber auch in Brandenburg arbeiten relativ viele Frauen (unfreiwillig) in Teilzeit. Zur Bestimmung künftiger Beschäftigungstrends werden die Befunde der Prognos-Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg herangezogen. Danach wird sich der Rückgang der klassischen produktionsorientierten Männerberufe fortsetzen, folglich ist mit einem Bewerberüberhang in diesem Bereich zu rechnen. Dagegen dürfte es in technisch-wissenschaftlichen sogenannten Männerdomänen mit hohen Qualifikationsanforderungen zu Engpässen kommen. In zahlreichen frauendominierten Dienstleistungsberufen deutet sich ebenfalls ein künftiger Arbeitskräftemangel an. Zur Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs könnte, neben einer Erhöhung der durchschnittlichen Arbeitszeit, eine Verringerung der beruflichen Segregation zwischen Frauen und Männern einen wichtigen Beitrag leisten. Dies setzt allerdings deutlich stärkere Änderungen in den geschlechterspezifischen Berufsstrukturen voraus, als sie in der Vergangenheit realisiert worden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Positive Beschäftigungsentwicklung in Berlin, aber kaum Rückgang der Arbeitslosigkeit (2011)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2011): Positive Beschäftigungsentwicklung in Berlin, aber kaum Rückgang der Arbeitslosigkeit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 78, H. 30, S. 3-13.
Abstract
"In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze in Berlin kräftig gestiegen, gleichzeitig nahm aber auch die Nachfrage nach Arbeitsplätzen zu - zum einen, weil mehr Menschen erwerbstätig sein wollen, und zum anderen, weil Berlin Arbeitskräfte aus anderen Regionen anzieht. Die Arbeitslosigkeit sank daher in Berlin schwächer als in Deutschland insgesamt, in den vergangenen beiden Jahren ging sie gar nicht mehr zurück. Beim Ausmaß der Unterbeschäftigung rangiert Berlin in der Spitzengruppe der deutschen Regionen. Nur besonders strukturschwache Gebiete in den neuen Bundesländern und einige altindustrielle westdeutsche Regionen weisen eine höhere Arbeitslosigkeit auf. Ein weit überdurchschnittlicher Teil der Berliner Arbeitslosen ist auf Hartz IV angewiesen, was in der Regel ein Indiz für längere Arbeitslosigkeit oder mangelnde Berufserfahrung ist. Etwa die Hälfte der Arbeitslosen hat keine Berufsausbildung, und von denjenigen, die eine Ausbildung vorweisen können, wollen viele Berufe ausüben, in denen die Chancen auf einen Job wegen der hohen Unterbeschäftigung schlecht sind. Das gilt zum Teil auch für Personen in akademischen, insbesondere sozialwissenschaftlichen Berufen und für Künstler. Für diese Gruppen ist Berlin offenbar ein Magnet, auch wenn die Beschäftigungsmöglichkeiten (noch) unzureichend sind. In manchen dieser Berufe wohnt mittlerweile ein großer Teil der Arbeitslosen in Berlin. Auffallend ist in Berlin zudem die vergleichsweise hohe Jugendarbeitslosigkeit. Obwohl die Zahl der Jugendlichen demografisch bedingt auch in Berlin zurückgeht und die Teilnahme an schulischer oder universitärer Ausbildung wächst, fehlt es weiterhin an Lehrstellen. Insgesamt zeigt sich, dass Berlin wirtschaftlich einen robusten Wachstumspfad eingeschlagen hat. Die Stadt ist nicht nur für Touristen attraktiv, sondern sie zieht auch viele Menschen an, die in Berlin leben und arbeiten wollen. Große Probleme bereitet dagegen weiter die Integration der Arbeitslosen in den Erwerbsprozess." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen in MINT-Berufen in Bremen (2011)
Brück-Klingberg, Andrea; Althoff, Jörg;Zitatform
Brück-Klingberg, Andrea & Jörg Althoff (2011): Frauen in MINT-Berufen in Bremen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 02/2011), Nürnberg, 49 S.
Abstract
"In der Diskussion um Fachkräftebedarfe/-mangel richtet sich der Fokus häufig auf die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Diese Berufe gelten gemeinhin als 'Männerberufe'. Mögliche Engpässe können verhindert oder abgemildert werden, wenn zukünftig in größerem Maße das Arbeitskräftepotential von Frauen in MINT-Berufsfeldern genutzt wird. Dazu ist es nötig, den Frauenanteil in der Ausbildung und im Studium der traditionell männerdominierten Fachrichtungen zu erhöhen.
Die Situation von Frauen in MINT-Berufen in Bremen wird anhand von drei Aspekten näher betrachtet: die Ausbildungssituation, die Entwicklung der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und die Lage auf dem Arbeitsmarkt.
In den vergangenen Jahren boten die meisten MINT-Berufe Frauen und Männern günstige Beschäftigungschancen. Die Beschäftigungsentwicklung verlief bei den Frauen sogar deutlich besser als bei den Männern. Auch die Zahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Studienfächern hat sich in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt. Trotzdem sind MINT-Berufe weiterhin eine Domäne der Männer und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Der Anteil der MINT-Beschäftigten an allen Beschäftigten liegt in Bremen leicht über dem westdeutschen Durchschnitt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frauen in MINT-Berufen in Niedersachsen (2011)
Brück-Klingberg, Andrea; Althoff, Jörg;Zitatform
Brück-Klingberg, Andrea & Jörg Althoff (2011): Frauen in MINT-Berufen in Niedersachsen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2011), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"In der Diskussion um Fachkräftebedarfe/-mangel richtet sich der Fokus häufig auf die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Diese Berufe gelten gemeinhin als 'Männerberufe'. Mögliche Engpässe können verhindert oder abgemildert werden, wenn zukünftig in größerem Maße das Arbeitskräftepotential von Frauen in MINT-Berufsfeldern genutzt wird. Dazu ist es nötig, den Frauenanteil in der Ausbildung und im Studium der traditionell männerdominierten Fachrichtungen zu erhöhen.
Die Situation von Frauen in MINT-Berufen in Niedersachsen wird anhand von drei Aspekten näher betrachtet: die Ausbildungssituation, die Entwicklung der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und die Lage auf dem Arbeitsmarkt.
In den vergangenen Jahren boten die meisten MINT-Berufe Frauen und Männern günstige Beschäftigungschancen. Die Beschäftigungsentwicklung verlief bei den Frauen sogar etwas besser als bei den Männern. Auch die Zahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Studienfächern hat sich in den vergangenen zehn Jahren positiv entwickelt. Trotzdem sind MINT-Berufe weiterhin eine Domäne der Männer und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Im Vergleich der westdeutschen Bundesländer gibt es im MINT-Bereich in Niedersachsen weiterhin einen Nachholbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Große Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern: Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Hessen 2010 (2011)
Zitatform
Garloff, Alfred, Jan Machnig & Peter Schaade (2011): Große Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Frauen und Männer am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Hessen 2010. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 02/2011), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"Das Jahr 2010 war durch einen dynamischen Wirtschaftsaufschwung geprägt. Im Verlauf dieser positiven ökonomischen Entwicklung konnten Frauen ihre Position auf dem hessischen Arbeitsmarkt behaupten und teilweise verbessern. Trotzdem stellt sich die Situation der Frauen auf dem hessischen Arbeitsmarkt nicht in allen Aspekten zufriedenstellend dar.
Die Teilzeitquote von Frauen ist weiter angestiegen. Über ein Drittel aller beschäftigten Frauen arbeiten in Teilzeit. Auch ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigung wird vorwiegend von Frauen ausgeübt.
Frauen verdienen schlechter als Männer. Der durchschnittliche Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt derzeit 20,4 Prozent. Frauen sind in den niedrigeren Gehaltsklassen systematisch über- und in den hohen Gehaltsklassen unterrepräsentiert.
Frauen sind besonders häufig von Niedriglöhnen betroffen. Fast jede dritte vollzeitbeschäftigte Frau in Hessen arbeitet im Niedriglohnsektor." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Verdrängungsprozesse oder strukturelle Faktoren? Ursachen geringerer Arbeitsmarkterträge in Ostdeutschland (2011)
Granato, Nadia;Zitatform
Granato, Nadia (2011): Verdrängungsprozesse oder strukturelle Faktoren? Ursachen geringerer Arbeitsmarkterträge in Ostdeutschland. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 40, H. 2, S. 112-131. DOI:10.1515/zfsoz-2011-0202
Abstract
"Obwohl Beschäftigte in den neuen Bundesländern ein höheres Bildungsniveau haben, fällt ihr berufliches Prestige im Schnitt nach wie vor niedriger aus als bei Erwerbstätigen auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt. Dieser Befund wirft die Frage auf, wieso Bildungsressourcen regional differenzierte Erträge erzielen. Als zugrundeliegende Mechanismen diskutiert der Beitrag zum einen Verdrängungsprozesse, die durch ein Überangebot an Arbeitskräften ausgelöst werden. Zum anderen sind aber auch Unterschiede in der qualifikationsspezifischen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsstruktur zwischen den neuen und alten Bundesländern als Ursache ungleicher Prestigeniveaus denkbar. Die empirischen Analysen mit den Daten des Mikrozensus lassen erkennen, dass relevante Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen in Ost und West unterschiedlich ausfallen und dass diese strukturellen Faktoren den individuellen Arbeitsmarkterfolg entscheidend mitbestimmen. Unter Berücksichtigung struktureller Gegebenheiten zeigt sich weiterhin, dass ein starkes Überangebot an Arbeitskräften, wie es besonders in Ostdeutschland zu finden ist, das berufliche Prestige senkt. Dieser Effekt ist auch dann stabil, wenn berücksichtigt wird, ob ein Zertifikat im Bildungssystem der DDR oder der BRD erworben wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Berufseinsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern: Bleiben, Gehen und Rückkehr (2011)
Kotte, Volker;Zitatform
Kotte, Volker (2011): Junge Berufseinsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern. Bleiben, Gehen und Rückkehr. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 107, H. 1, S. 93-108., 2010-11-10.
Abstract
"Die Frage nach der Abwanderung aus Ostdeutschland wird in Politik und Forschung kontrovers diskutiert. In diesem Beitrag wird anhand eines Individualdatensatzes die landesübergreifende Mobilität der 2000er Ausbildungskohorte im dualen System aus Mecklenburg-Vorpommern analysiert. Im Mittelpunkt steht die Frage wer in den ersten sieben Jahren nach Ausbildungsbeginn in Mecklenburg-Vorpommern bleibt, das Land verlässt, abwandert oder zurückkehrt. Ausgehend vom Ausbildungsbeginn wird der Ausbildungsverlauf und Berufseinstieg betrachtet. Dabei werden Beschäftigungszeiten, die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit und das erreichte Einkommen in Abhängigkeit vom Mobilitätsverhalten näher untersucht. Die Ergebnisse sind für Mecklenburg-Vorpommern problematisch. Zum einen verliert das das Land besonders gut qualifizierte Schulabgänger. Zum anderen haben fast 40 Prozent der Kohorte mindestens einmal Mecklenburg-Vorpommern für eine Beschäftigung verlassen. Die hohe Mobilitätsbereitschaft deckt sich mit den Befunden aus Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Einkommen. Der Berufseinstieg beim Verbleib in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet sich um ein vielfaches schwieriger als beim Verlassen des Landes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kotte, Volker; -
Literaturhinweis
Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen im Zeitraum 2007 bis 2010 (2011)
Pohl, Carsten; Wachsmann, Janin;Zitatform
Pohl, Carsten & Janin Wachsmann (2011): Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen im Zeitraum 2007 bis 2010. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nordrhein-Westfalen 03/2011), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"Gegenstand der Untersuchung ist die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen. Um das Ausmaß und den Verlauf der Arbeitslosigkeit sowie der Beschäftigung der Jugendlichen einordnen zu können, werden zunächst die wichtigsten Fakten zu diesem regionalen Arbeitsmarkt dargestellt. Dabei wird deutlich, dass die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen in dieser Region im Vergleich zum nordrhein-westfälischen Durchschnitt deutlich geringer ausfällt. Auffällig sind allerdings die relativ starken Anstiege sowie Rückgänge im Bestand der Jugendarbeitslosigkeit in den Jahren 2007 bis 2010. Während die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit für die 15- bis 19-Jährigen in diesem Zeitraum nahezu konstant verliefen, kam es insbesondere bei den 20- bis 24- Jährigen zu vergleichsweise starken Schwankungen. Die zeitliche Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen wird mit Bezug zur einschlägigen Fachliteratur anhand individueller, struktureller und konjunktureller Faktoren untersucht. Demnach besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Jugendarbeitslosigkeit und dem Eintritt stark besetzter jüngerer Alterskohorten in den regionalen Arbeitsmarkt. Mit der steigenden Zahl an Schulabsolventen erhöhte sich zunächst die Beschäftigung im Zeitraum von 2007 bis 2008, allerdings nahm in der zweiten Jahreshälfte 2008 auch die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen zu. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise und aufgrund der relativ starken Exportabhängigkeit der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden ab dem 4. Quartal 2008 Arbeitsplätze insbesondere im verarbeitenden Gewerbe abgebaut. Als Ergebnis dieser Entwicklung stieg die Jugendarbeitslosigkeit an, wobei sich die Zunahme nahezu ausschließlich auf die 20- bis 24-Jährigen konzentriert. Mit Erholung der konjunkturellen Lage hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche wieder verbessert. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Arbeitslosenquoten für Jugendliche in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein deutlich reduziert. Im September 2010 lag die Jugendarbeitslosenquote im Kreis Olpe bei 4,9 Prozent bzw. im Kreis Siegen-Wittgenstein bei 5,9 Prozent und damit um fast 3 bzw. 2 Prozentpunkte unter dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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