Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
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- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Frauenarbeit in Transformation: staatliche Regulation - regionale Arbeitsmärkte - geschlechtsbezogene Deutungen (2001)
Fischer, Ute Luise;Zitatform
Fischer, Ute Luise (2001): Frauenarbeit in Transformation. Staatliche Regulation - regionale Arbeitsmärkte - geschlechtsbezogene Deutungen. (Forschung Soziologie 142), Opladen: Leske und Budrich, 279 S., Anhang.
Abstract
"Anhand der Entwicklung der Frauenarbeit in Sachsen wird ein Analysemodell für eine Frauenarbeitsmarktforschung entwickelt, das Brüche und Kontinuitäten sowohl auf staatlicher, regionaler und Akteursebene gleichermaßen in das Blickfeld rückt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsverhalten von Frauen: Trotz Annäherung immer noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West (2001)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (2001): Erwerbsverhalten von Frauen: Trotz Annäherung immer noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 68, H. 42, S. 648-658.
Abstract
In dem Beitrag wird die Frauenerwerbsarbeit mit Hilfe der Ergebnisse des Sozio-oekonomischen Panels der Jahre 1991 bis 2000 für Ost- und Westdeutschland analysiert. "Trotz anhaltend schwieriger Arbeitsmarktlage bleibt die Erwerbsorientierung von Frauen in Ostdeutschland hoch; in Westdeutschland hat sie merklich zugenommen. In Ostdeutschland allerdings sind die Frauen häufiger unfreiwillig teilzeitbeschäftigt. Beim Arbeitszeitumfang zeichnet sich in ganz Deutschland ein Trend zu mehr Teilzeitarbeit ab. Der Wunsch nach Vollzeitbeschäftigung nimmt wieder zu. Dies steht im Zusammenhang mit der Pluralisierung der Lebensformen, die eine eigenständige Existenzsicherung insbesondere der Frauen immer wichtiger werden lässt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen mit instabilen Erwerbsverläufen am Beispiel Sachsen-Anhalt (2001)
Ketzmerick, Thomas;Zitatform
Ketzmerick, Thomas (2001): Ostdeutsche Frauen mit instabilen Erwerbsverläufen am Beispiel Sachsen-Anhalt. (Forschungsberichte aus dem zsh *2004-02 2001-01), Halle, 87 S.
Abstract
"Zunächst wird mit Hilfe der Daten aus der amtlichen Statistik und Auswertungen der acht vorliegenden Arbeitsmarkt-Monitore Sachsen-Anhalts die Entwicklung der Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt zwischen 1990 und 1999 im Querschnitt beschrieben. Skizziert wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die Beteiligung der Frauen an Erwerb, Arbeitslosigkeit und den verschiedenen Formen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen über die Jahre seit der Wende - immer im Vergleich zu den Männern. Für die bei Querschnitten unterscheidbaren Erwerbs- und Nichterwerbsgruppen werden die individuellen Merkmale wie Alter, Qualifikation und Familie herausgearbeitet und gegenübergestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Längsschnitt-Struktur von Erwerb, Arbeitslosigkeit und Maßnahmen in den zehn beobachteten Jahren. Auf dieser Grundlage werden aus den Antworten auf die Retrospektivfrage zu den Erwerbsverläufen seit Januar 1990 typische Verlaufsmuster herausgearbeitet, die nach dem Kriterium ihrer Arbeitsmarkt-Stabilität geordnet sind. Der Typologie von Erwerbsschicksalen lässt sich die große Masse der in der Stichprobe enthaltenen Frauen zuordnen. Für die Frauen der einzelnen Verlaufstypen sind sodann die wichtigsten sozio-demographischen Merkmale sowie die spezifische Struktur der Verläufe dargestellt, um mögliche Einflüsse zur Erklärung von Erfolg und Misserfolg offen zu legen. Der letzte Abschnitt konzentriert sich auf die Typen mit zeitweiliger oder dauernder Instabilität, also auf diejenigen Frauen, die von längeren Arbeitslosigkeits- und anderen Nichterwerbsphasen betroffen waren und diese unterschiedlich bewältigt haben. Ziel der Analyse ist es, Hinweise zur Rolle zu bekommen, die den verschiedenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für den Erfolg bzw. Misserfolg bei der Gestaltung des Erwerbsverlaufs zukommt. Wenn nicht anders gekennzeichnet, beruhen die Tabellen und Grafiken auf Auswertungen der Retrospektivfrage in den Arbeitsmarkt-Monitoren 1997-1999." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen im ostdeutschen Transformationsprozess: das Beispiel Brandenburg (2001)
Liebscher, Reinhard; Schmidtke, Heidrun;Zitatform
Liebscher, Reinhard & Heidrun Schmidtke (2001): Frauen im ostdeutschen Transformationsprozess. Das Beispiel Brandenburg. In: Informationen zur Raumentwicklung H. 2/3, S. 119-126.
Abstract
"Der Beitrag reflektiert neben den 'harten' statistischen Daten des ostdeutschen Transformationsprozesses auch die subjektive Seite dieses Wandels. Auf der Grundlage von Umfragen, die vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bzw. vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. regelmäßig durchgeführt werden, zeigen die Autoren, wie sich der tiefgreifende Wandel der Lebensverhältnisse in der subjektiven Bewertung der Bevölkerung widerspiegelt. Die Autoren erläutern am Beispiel des Landes Brandenburg die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Lebenssituation der Frauen. Ein zentrales Ergebnis ihres Beitrags ist die Aussage, dass Berufstätigkeit für die Brandenburger Frauen trotz der angespannten ostdeutschen Arbeitsmarktlage etwas Selbstverständliches ist und nach wie vor zur Normalität im Lebensalltag und in der Lebensorganisation gehört." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktperspektiven bis 2010: Auch im Osten werden Frauen im Strukturwandel gewinnen: an eine wirkliche Verbesserung der Beschäftigungslage ist allerdings eine Reihe von Bedingungen geknüpft (2000)
Engelbrech, Gerhard; Jungkunst, Maria;Zitatform
Engelbrech, Gerhard & Maria Jungkunst (2000): Arbeitsmarktperspektiven bis 2010: Auch im Osten werden Frauen im Strukturwandel gewinnen. An eine wirkliche Verbesserung der Beschäftigungslage ist allerdings eine Reihe von Bedingungen geknüpft. (IAB-Kurzbericht 11/2000), Nürnberg, 4 S.
Abstract
Auf der Grundlage der Ergebnisse der IAB/Prognos-Tätigkeitsprojektion bis 2010 und des Mikrozensus von 1995 werden in dem Kurzbericht die Arbeitsmarktchancen ostdeutscher Frauen dargestellt. Nach starken Beschäftigungseinbrüchen Anfang der 90er Jahre werden bis 2010 positive Beschäftigungstrends für Frauen in Ostdeutschland erwartet. Insgesamt wird es vermutlich etwa 374.000 mehr Arbeitsplätze für Frauen geben als 1995 - allerdings ausschließlich im Teilzeitbereich. Im gleichen Zeitraum verlieren die Männer per Saldo rund 600.000 Arbeitsplätze, insbesondere im Vollzeitbereich. Trotzdem wird das Arbeitsmarktungleichgewicht für Frauen bis 2010 fortbestehen. Die zusätzlichen Teilzeitstellen würden gerade für die Hälfte der arbeitslos gemeldeten Frauen reichen. Viele Vollzeitwünsche, auch jene aus der Stillen Reserve, blieben weiter unerfüllt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Ungleichheit im Erwerbsverlauf: differente Muster in Ost und West (2000)
Falk, Susanne;Zitatform
Falk, Susanne (2000): Geschlechtsspezifische Ungleichheit im Erwerbsverlauf. Differente Muster in Ost und West. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 69), Bremen, 24 S.
Abstract
"Zu den zentralen Befunden der Transformationsforschung gehört, dass geschlechtsspezifische Ungleichheit im ostdeutschen Transformationsprozess zugenommen hat. Dies zeigte sich vor allem in höheren Arbeitslosenquoten und geringeren Wiederbeschäftigungschancen ostdeutscher Frauen. Ausgehend von diesem Befund geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, ob sich in Ostdeutschland nach der Vereinigung andere Muster der geschlechtsspezifischen Chancendifferenzierung auf dem Arbeitsmarkt beobachten lassen als in Westdeutschland. Von zentraler Bedeutung ist die Frage, ob diese Differenzierung in Ostdeutschland bereits beim Übergang aus dem Bildungs- ins Beschäftigungssystem auftritt oder erst - wie dies überwiegend in Westdeutschland zu beobachten ist - bei einer Wiederbeschäftigung und weiteren Erwerbsverlauf. Anhand der Untersuchung der Berufseinstiege und Beschäftigungschancen sowie der zeitlichen Entwicklung, des Erwerbsstatus nach Ausbildungsende und nach der Geburt des ersten Kindes wird deutlich, dass geschlechtsspezifische Ungleichheit in Ostdeutschland ein anderes Gesicht hat: Sie tritt früher im Lebenslauf und unabhängig von familiären Einflussfaktoren auf. Während die geringeren Beschäftigungschancen westdeutscher Frauen auf ihre familiäre Einbindung als Mütter von Vorschulkindern zurückzuführen sind, zeigen sich in Ostdeutschland bereits beim Berufseinstieg geschlechtsspezifische Differenzen. Auch im weiteren Erwerbsverlauf weisen ostdeutsche Frauen unabhängig von familiären Einflüssen geringere Beschäftigungschancen auf als Männer. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass in Ostdeutschland nach der Vereinigung ein Erwerbsparadoxon entstanden ist. Obgleich ostdeutsche Frauen nach wie vor eine hohe Erwerbsneigung an den Tag legen, und sich in aktiven Familienphasen weitaus seltener als westdeutsche Frauen für den Status Hausfrau entscheiden, haben sich bei der Verteilung weniger Arbeitsplätze auf viele Arbeitsanbieter Selektionsprozesse institutionalisiert, die zu einer Verschärfung geschlechtsspezifischer Ungleichheit im Vergleich zu Westdeutschland geführt haben. Datengrundlage der vergleichenden Analysen sind die he Berufsverlaufsstudie Ostdeutschland und ein Subsample der Weststichprobe des Sozioökonomischen Panels." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit, Liebe, Leben - eigene Arrangements: Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen in Ostdeutschland: eine empirisch-rekonstruktive Studie (2000)
Joost, Angelika;Zitatform
Joost, Angelika (2000): Arbeit, Liebe, Leben - eigene Arrangements: Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Frauen in Ostdeutschland. Eine empirisch-rekonstruktive Studie. (Aktuelle Frauenforschung), Königstein/Ts.: Helmer, 268 S.
Abstract
Wie haben die Frauen in der DDR bzw. in Ostdeutschland die alltägliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt? Wie sahen bzw. sehen die Rahmenbedingungen hierfür aus? Die Autorin beleuchtet die Bedingungen und Zusammenhänge der Lebenssituation von Frauen in der DDR. Sie untersucht, wie gesellschaftliche Strukturen, geschlechtliche Arbeitsteilung, Einstellungen zu Arbeit, Familie und zum Geschlechterverhältnis und das Selbstverständnis von Frauen zusammenhängen. Im empirischen Teil wird anhand der 1993 und 1994 in einem thüringischen Dorf geführten Interviews mit acht Frauen rekonstruiert, "welche spezifische Bedeutung Erwerbsarbeit für die Frauen in der DDR hatte, wie sie die Vereinbarkeit gelebt und erlebt haben, welche individuelle Bedeutung Familie und Kinder hatten und wie dies das Geschlechterverhältnis und das Selbstverständnis der Frauen determinierte. Es wird zudem thematisiert, welches Schicksal dieses Selbstverständnis nach der 'Wende' nimmt und wie es die Transformationserfahrungen der Frauen bestimmt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen der Frauen in ostdeutschen Landregionen (2000)
Müller, Karin; Schiemann, Frank; Putzing, Monika; Dahms, Vera;Zitatform
Müller, Karin, Vera Dahms, Monika Putzing & Frank Schiemann (2000): Beschäftigungschancen der Frauen in ostdeutschen Landregionen. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 5, S. 385-390.
Abstract
Die AutorInnen geben einen Überblick über Projekte und Forschungsvorhaben im Rahmen der Beschäftigungsförderung von Frauen in ostdeutschen Landregionen. (IAB)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Ländern und Berlin-Ost sowie im früheren Bundesgebiet (2000)
Schwarz, Norbert;Zitatform
Schwarz, Norbert (2000): Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit in den neuen Ländern und Berlin-Ost sowie im früheren Bundesgebiet. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 841-846.
Abstract
In dem Aufsatz wird die Entwicklung des Erwerbsverhaltens von Frauen in den neuen Ländern und Berlin-Ost der Entwicklung im früheren Bundesgebiet in den 90er Jahren gegenübergestellt. Schwerpunkt der Betrachtung ist ein Vergleich der Jahre 1991 und 1999. Damit soll ein Überblick gegeben werden, ob und inwieweit sich das Erwerbsverhalten von Frauen und deren Arbeitsbedingungen in dem Jahrzehnt nach der deutschen Vereinigung angenähert haben. Die Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, der mit der jährlichen Befragung von 1 % der Bevölkerung die größte Bevölkerungsstichprobe in Deutschland ist. Obwohl sich der Anteil der erwerbstätigen Frauen an der weiblichen Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in den neuen Ländern (1999: 58 %) dem im früheren Bundesgebiet (1999: 57 %) angepaßt hat, hatte die eigene Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhaltes für die Frauen in den neuen Ländern und Berlin-Ost noch immer eine höhere Bedeutung als für die Frauen im früheren Bundesgebiet. So gaben 1999 auf die Frage nach der Haupteinkommensquelle 36 % der ostdeutschen Frauen, aber nur 32 % der westdeutschen Frauen ihre eigene Erwerbstätigkeit an. 1991 war die eigene Erwerbstätigkeit sogar für 42 % der ostdeutschen Frauen die Haupteinkommensquelle (westdeutsche Frauen: 32 %). Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der rechtlichen Absicherung eines Arbeitsverhältnisses, die unter anderem in der Befristung eines Arbeitsvertrages zum Ausdruck kommen. In allen Jahren seit 1991 hatten anteilsmäßig nahezu doppelt so viele Arbeitnehmerinnen in den neuen Ländern wie im früheren Bundesgebiet einen befristeten Arbeitsvertrag. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauen in den neuen Bundesländern: zwischen Hoffnungen und Befürchtungen (2000)
Zitatform
(2000): Frauen in den neuen Bundesländern. Zwischen Hoffnungen und Befürchtungen. In: Sozialreport H. 4, S. 4-15.
Abstract
Der Beitrag nutzt "die seit 1989/90 jährlich erhobenen Daten des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg, um allgemeine Entwicklungstrends in den subjektiven Befindlichkeiten von Frauen in den neuen Bundesländern darzustellen. Die Daten verdeutlichen
-die insgesamt zunehmende positive Bewertung der seit 1990 eingetretenen Veränderungen;
-die verstärkte kritische Sicht der gegenwärtigen politischen und sozialen Verhältnisse;
-die zunehmende sozialstrukturelle und demografische Differenzierung in der Bewertung der allgemeinen Lebensverhältnisse und -veränderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Beschäftigungsentwicklung und -perspektiven ostdeutscher Frauen in den 90er Jahren (1999)
Beckmann, Petra; Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Beckmann, Petra & Gerhard Engelbrech (1999): Beschäftigungsentwicklung und -perspektiven ostdeutscher Frauen in den 90er Jahren. In: E. Wiedemann, C. Brinkmann, E. Spitznagel & U. Walwei (Hrsg.) (1999): Die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Herausforderung in Ostdeutschland: Workshop der Bundesanstalt für Arbeit am 14./15. Oktober 1998 in Magdeburg (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 223), S. 203-226.
Abstract
"Vom drastischen Beschäftigungsabbau bereits unmittelbar nach der Wende waren ostdeutsche Frauen stärker betroffen als Männer. Dieser Trend setzte sich bis Mitte der 90er Jahre fort. Trotz größerer Arbeitsplatzverluste von Männern in der erneuten Beschäftigungskrise nach 1995 verharrte die Arbeitslosigkeit von Frauen auf höherem Niveau. Bei einem gegenwärtig nicht absehbaren deutlichen Beschäftigungsanstieg wird auch zukünftig die Realisierung der weiterhin erwarteten hohen Erwerbswünsche insbesondere von weniger qualifizierten Frauen schwierig bleiben. Von den konjunkturellen und strukturellen Einbrüchen Anfang der 90er Jahre war das männerdominierte produzierende Gewerbe stärker betroffen als der Dienstleistungsbereich, in dem der überwiegende Teil der Frauen tätig war bzw. ist. Anteilmäßig gingen aber auch im Verarbeitenden Gewerbe mehr Arbeitsplätze von Frauen verloren als von Männern. Im Dienstleistungsbereich kam es in den 90er Jahren in Ostdeutschland in geringerem Umfang als im Verarbeitende Gewerbe zum Arbeitsplatzabbau. Davon waren ausschließlich Frauen betroffen. Dagegen konnten Männer Arbeitsplätze hinzugewinnen. Ein Vergleich betrieblicher Indikatoren in Unternehmen mit hohem und niedrigen Frauenanteil an den Beschäftigten läßt auch die zukünftige berufliche Situation von Frauen weniger günstig erscheinen. Unter den Betrieben, die im Geschäftsvolumen und vom Personalbestand her eine rückläufige Entwicklung durchlebten und solche, die dies erwarten, sind Betriebe mit hohem Frauenanteil überrepräsentiert. Um ihre Beschäftigten halten zu können, bedarf es bei diesen Betrieben häufiger als bei den männerdominanten einer zusätzliche Nachfrage. Andernfalls ist überdurchschnittlich häufig mit Freisetzungen von Frauen zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Folgen der Beschäftigungskrise: Zur aktuellen Beschäftigungsentwicklung bei ost- und westdeutschen Männern und Frauen: Arbeitsmarktanalyse (1999)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1999): Folgen der Beschäftigungskrise: Zur aktuellen Beschäftigungsentwicklung bei ost- und westdeutschen Männern und Frauen. Arbeitsmarktanalyse. (IAB-Werkstattbericht 03/1999), Nürnberg, 13 S.
Abstract
In dem Bericht wird anhand des Mikrozensus 1997 und der Ergebnisse des IAB-Betriebspanels untersucht, wie sich die Arbeitsmarktkrise zwischen 1991 und 1997 auf die Beschäftigungsmöglichkeiten ost- und westdeutscher Männer und Frauen ausgewirkt hat. Dabei wird die Entwicklung nach Wirtschaftsbereichen und nach der Stellung im Beruf betrachtet. Es wird festgestellt, daß trotz zunehmender Arbeitslosigkeit in Westdeutschland immer mehr Frauen beschäftigt sind, während bei ostdeutschen Frauen und westdeutschen Männern die Arbeitslosigkeit stärker anstieg als die Beschäftigung abnahm. In Westdeutschland gab es eine Verschiebung der Beschäftigung hin zu "Ein-Personen-Betrieben" und vor allem bei Frauen zu geringfügiger Beschäftigung. In Ostdeutschland nahm die Zahl der Beamten und Selbständigen zu, die der Arbeiter und Angestellten dagegen ab. Ostdeutsche Frauen waren sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungsbereich die Verliererinnen, westdeutsche Frauen konnten im tertiären Sektor ihre Beschäftigung deutlich ausweiten. (IAB2)
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Literaturhinweis
Lebensthemen junger Frauen: Die andere Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe: eine Längsschnittuntersuchung in Bayern und Sachsen (1999)
Keddi, Barbara; Strehmel, Petra; Pfeil, Patricia; Wittmann, Svendy;Zitatform
Keddi, Barbara, Patricia Pfeil, Petra Strehmel & Svendy Wittmann (1999): Lebensthemen junger Frauen: Die andere Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe. Eine Längsschnittuntersuchung in Bayern und Sachsen. Opladen: Leske und Budrich, 243 S.
Abstract
"Welche Vorstellungen haben junge Frauen heute für ihr Leben und wie setzen sie dies um? Diese Fragestellung stand im Zentrum einer qualitativen Längsschnittuntersuchung mit 125 jungen Frauen und ihren Partnern, die zwischen 1991 und 1997 in Bayern und Sachsen durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der qualitativen Längsschnittstudie mit jungen Frauen relativieren und erweitern das Konzept des doppelten weiblichen Lebensentwurfs: Der Beruf ist für junge Frauen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Viele möchten Beruf und Kinder vereinbaren, doch immer mehr junge Frauen entwickeln Vorstellungen, die weit über die vielbeschriebene Doppelorientierung hinausgehen: Sie suchen eigene Wege, möchten ohne Kinder mit einem Partner leben oder experimentieren mit Optionen, die sie als junge Frauen in der individualisierten Gesellschaft haben. Ihre Vorstellungen und Pläne entwickeln sie vor dem Hintergrund regionaler Gelegenheitsstrukturen und individueller Ressourcen sowie in Aushandlungsprozessen mit ihren Partnern." Es konnten sieben deutlich voneinander abgrenzbare Lebensthemen herausgearbeitet werden, die sich vor allem durch ihre inhaltlichen Bezugspunkte unterscheiden. Junge Frauen mit bereichsbezogenen Lebensthemen stellen einen Lebensbereich (Familie oder Beruf oder Vereinbarkeit dieser beiden Bereiche) in den Mittelpunkt ihres Lebens, für Frauen mit bereichsunspezifischen Lebensthemen sind andere Inhalte zentral (eigener Weg oder gemeinsamer Weg oder Aufrechterhaltung des Status quo oder Suche nach Orientierung). (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitgestaltung in den neuen Bundesländern (1999)
Macke, Harriet;Zitatform
Macke, Harriet (1999): Arbeitszeitgestaltung in den neuen Bundesländern. (Gabler Edition Wissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 404 S.
Abstract
Vor dem Hintergrund der Vollerwerbstätigkeit von Frauen in der DDR wird in der Dissertation untersucht, aufgrund welcher Motive und zu welchen Konditionen Frauen heute in den neuen Bundesländern in Teilzeit arbeiten. Im theoretischen Teil werden auf der Basis einer Literaturstudie die Anreize analysiert, die die Arbeitszeitgestaltung zum Eintritt, Verbleib und zur Motivation von Mitarbeitern in Unternehmen darstellt. Im empirischen Teil werden zum einen Daten des Sozio-oekonomischen Panels des Jahres 1994 und zum anderen die Ergebnisse einer Befragung von 63 Mitarbeitern in sieben Unternehmen Ostdeutschlands verwendet. Es zeigt sich, dass die Chance ostdeutscher Unternehmen, Teilzeitarbeit als Anreiz zu gestalten, aus Sicht voll- und teilzeitbeschäftigter ArbeitnehmerInnen und Vorgesetzter nicht genutzt wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Transformation - Unternehmensreorganisation - Geschlechterforschung (1999)
Zitatform
Nickel, Hildegard Maria, Susanne Völker & Hasko Hüning (Hrsg.) (1999): Transformation - Unternehmensreorganisation - Geschlechterforschung. (Geschlecht und Gesellschaft 22), Opladen: Leske und Budrich, 228 S.
Abstract
"Mit dem Aufsafzband wird der Versuch unternommen, theoretische und empirische Befunde der Transformations- und Geschlechterforschung aufeinander zu beziehen, wechselseitige Interdependenzen deutlicher zu konturieren und Perspektiven für die aktuelle Diskussion aufzuzeigen. Er versteht sich als ein Diskussionsangebot und erhebt nicht den Anspruch, ein konsistentes, in sich geschlossenes Erklärungskonzept zu liefern. Vielmehr wird an drei Problemstränge (kritisch) angeknüpft: Erstens wird die These vom 'doppelten Transformationsprozeß' auf die Wandlungsprozesse des Geschlechterverhältnisses in Deutschland-Ost und -West bezogen und es werden die feministische Debatte zur Geschlechtlichkeit von Organisationen wie auch dekonstruktivistische Ansätze auf ihren generellen analytischen Erklärungswert hin befragt. Zweitens werden Transformationsprozesse in Berufs- und Erwerbsstrukturen in Ostdeutschland exemplarisch aufgezeigt. Dabei rückt - bei unterschiedlichen Gewichtungen und Interpretationen im einzelnen - insgesamt der Dienstleistungssektor als jener Bereich, in dem sich die Widersprüchlichkeiten der (Erwerbs)Chancen von Frauen in besonderer Weise verdichten und neu figurieren - wie sich beispielsweise am europäischen Vergleich des Bankensektors zeigt - in den Mittelpunkt. Drittens werden anhand empirischer Befunde zu betrieblichen Reorganisationsprozessen - vor allem aus der Finanzdienstleistungs und Verkehrsbranche - Gelegenheitsstrukturen und Handlungsoptionen für die Verstetigung von Frauenerwerbsarbeit einerseits sowie zunehmende Differenzierungslinien unter erwerbstägigen (ostdeutschen) Frauen andererseits aufgezeigt: Dabei wird auf die Veränderungen des makro- und mikropolitischen Handlungsrahmens abgehoben und es werden die spezifischen Ambivalenzen von Definitionszwängen und Gestaltungschancen, denen die Akteure unterliegen (so z.B. die Zeitachse des betrieblichen Transformations- und Integrationsprozesses) herausgearbeitet. Der Aufsatzband ist im Rahmen eines universitären Kolloquiums 1997/98 entstanden, das die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projektforschung 'Frauen im betrieblichen Transformationsprozeß. Zu weiblichen Handlungsoptionen in der Finanz- und Verkehrsbranche' zeitweilig begleitet hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Erwerbsbeteiligung im Familienzusammenhang und ausgewählte Einflußfaktoren (1999)
Zahn, Reinhold;Zitatform
Zahn, Reinhold (1999): Die Erwerbsbeteiligung im Familienzusammenhang und ausgewählte Einflußfaktoren. In: Wirtschaft und Statistik H. 1, S. 28-38.
Abstract
"Die familiäre Situation wirkt sich fast nur auf das Erwerbsverhalten der Frauen aus. Ihre Erwerbsneigung sinkt in Ost und West mit steigender Kinderzahl und hängt auch maßgeblich vom Alter des jüngsten Kindes ab. Die Ergebnisse des Mikrozensus zeigen aber auch die Unterschiede zwischen den Frauen in den Teilgebieten auf: Im früheren Bundesgebiet legen Mütter eher eine Familienpause ein. Viele treten auch beruflich kürzer und sehen in der Teilzeitbeschäftigung die Chancen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. In den neuen Ländern, wo schon zu DDR-Zeiten die meisten Mütter allenfalls das "Babyjahr" in Anspruch nahmen, veranlassen neben diesem traditionellen Verhalten die gegenüber dem Westen niedrigeren Einkommensverhältnisse und auch die unsicheren beruflichen Perspektiven die Frauen zu einer deutlich höheren Erwerbsneigung. Eine Teilzeittätigkeit stellt dabei für die Frauen im Osten zur Zeit keine Kompromißlösung dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working hours and wishes concerning working hours among women in Western and Eastern Germany: results of an empirical study from 1995 (1998)
Beckmann, Petra;Zitatform
Beckmann, Petra (1998): Working hours and wishes concerning working hours among women in Western and Eastern Germany. Results of an empirical study from 1995. In: IAB Labour Market Research Topics H. 27, S. 1-32.
Abstract
Es werden die Ergebnisse einer Befragung aus dem Jahre 1995 wiedergegeben, in der die gewünschte Arbeitszeit von Frauen ermittelt wurde, differenziert nach Ost- und Westdeutschland. Dabei wurden auch Aspekte der Arbeitszeitflexibilität und Einstellungen zu Überstunden und Wochenarbeitszeit berücksichtigt. Die Arbeitszeitwünsche werden vor dem Hintergrund der aktuellen Beschäftigungssituation von Frauen dargestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Erwerbsstatus und Erwerbsneigung west- und ostdeutscher Frauen: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung aus dem Jahre 1995 (1998)
Beckmann, Petra;Zitatform
Beckmann, Petra (1998): Erwerbsstatus und Erwerbsneigung west- und ostdeutscher Frauen. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung aus dem Jahre 1995. In: Internationales Institut für Empirische Sozialökonomie, Stadtbergen, Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung, München & SÖSTRA e.V. (Hrsg.) (1998): Erwerbsarbeit und Erwerbsbevölkerung im Wandel : Anpassungsprobleme einer alternden Gesellschaft, S. 133-141.
Abstract
"Die Befragungsergebnisse aus dem Jahre 1995 haben gezeigt, daß unter den nicht erwerbstätigen Frauen in West- und Ostdeutschland noch ein großes Potential an Erwerbstätigen vorhanden ist, das gegenwärtig brach liegt. Dies gilt insbesondere für Frauen mit Kindern. Darüber hinaus wurde deutlich, daß die Erwerbsorientierung ostdeutscher Frauen noch weit höher ist als die westdeutscher Frauen. Außerdem wünschen sich Frauen im Osten einen erheblich größeren Erwerbsumfang als westdeutsche Frauen. Neben unterschiedlichen Einstellungen dürften die in West und Ost verschiedenen Rahmenbedingungen einen wesentlichen Einfluß auf die unterschiedlich hohe Erwerbsorientierung haben. Des weiteren wurde festgestellt, daß das Arbeitsangebot von Frauen auch innerhalb von Teilzeitbeschäftigung höher ist als das aktuelle Arbeitsvolumen. Viele Frauen sind unfreiwillig teilzeitbeschäftigt bzw. wollen den Erwerbsumfang im Rahmen von Teilzeitarbeit erhöhen. Insgesamt gesehen kann man daher sagen, daß auch unter den gegebenen Bedingungen die Erwerbsbeteiligung von Frauen in West und Ost steigen würde, wenn adäquate Arbeitsplätze in ausreichendem Maße vorhanden wären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung von Frauen und Kinderbetreuung in ost- und westdeutschen Familien (1998)
Engelbrech, Gerhard; Jungkunst, Maria;Zitatform
Engelbrech, Gerhard & Maria Jungkunst (1998): Erwerbsbeteiligung von Frauen und Kinderbetreuung in ost- und westdeutschen Familien. (IAB-Werkstattbericht 02/1998), Nürnberg, 18 S.
Abstract
Anhand der Ergebnisse einer Ende 1995 vom IAB durchgeführten repräsentativen Befragung bei erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen ost- und westdeutschen Frauen werden die unterschiedlichen Formen der Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Kindern sowie - in Wechselbeziehung dazu - der tatsächlichen und gewünschten Kinderbetreuung dargestellt. Dabei wird unterschieden zwischen Frauen mit Kleinkindern, Frauen mit Kindern im Kindergartenalter und Frauen mit schulpflichtigen Kindern. "Von allen westdeutschen Frauen mit Kindergartenkindern war die Hälfte weder erwerbstätig noch arbeitsuchend. Der überwiegende Teil wäre aber grundsätzlich gerne berufstätig. Anders in Ostdeutschland: Auch mit betreuungsbedürftigen Kindern gehörten nahezu alle Frauen zur Gruppe der Erwerbspersonen. Selbst nach Ablauf des Erziehungsurlaubs waren lediglich 4 % der Frauen mit Kindern im Kindergartenalter weder erwerbstätig noch arbeitsuchend." (IAB2)
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Literaturhinweis
Weibliche Lebensstile in West- und Ostdeutschland (1998)
Gluchowski, Peter; Henry-Huthmacher, Christine;Zitatform
Gluchowski, Peter & Christine Henry-Huthmacher (1998): Weibliche Lebensstile in West- und Ostdeutschland. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Interne Studien 140/1998), Sankt Augustin, 75 S.
Abstract
"Die Studie versucht, weibliche Lebensentwürfe in Deutschland anhand von Werthaltungen und Vorstellungen zur Familie und zum Beruf einzufangen und aufgrund dieser die unterschiedlichen Lebensstile im Osten und Westen der Bundesrepublik aufzuzeigen. Dazu wurden die grundlegenden Einstellungen von Frauen zu Ehe und Familie und zur eigenen Berufstätigkeit sowie ihre besonderen Vorstellungen über das Zusammenleben in der Familie, Partnerschaft und Kindererziehung, außerdem ihre beruflichen Einstellungen zu Karriere, Einkommen und beruflicher Selbstentfaltung in einer breit angelegten Meinungsumfrage erhoben. Ergänzt wird dieses Bild durch ihre Vorstellungen von der Freizeitgestaltung, von ihrer Rolle in der Gemeinschaft und durch ihre politischen Einstellungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Differenzierungslinien innerhalb der sozialen Marginalisierung erwerbsloser Frauen in Ostdeutschland: zur Spezifik der ökonomischen und psychosozialen Situation Alleinerziehender (1998)
Heinemann, Garnet Celia;Zitatform
Heinemann, Garnet Celia (1998): Differenzierungslinien innerhalb der sozialen Marginalisierung erwerbsloser Frauen in Ostdeutschland. Zur Spezifik der ökonomischen und psychosozialen Situation Alleinerziehender. In: Frauenforschung, Jg. 16, H. 3, S. 94-115.
Abstract
Die Lebenssituation von alleinerziehenden Frauen in Ost-Berlin, die nach der Wende ihren Arbeitsplatz verloren haben, ist Gegenstand dieser Studie. Die empirische Untersuchung befaßt sich mit den Folgen der Arbeitslosigkeit in ökonomischer und sozialer Hinsicht. "Die Ergebnisse zeigen, daß Alleinerziehende im Vergleich zu arbeitslosen Frauen in anderen Lebenssituationen über geringere materielle Ressourcen verfügen und im Alltag einen ausgeprägteren ökonomischen Druck wahrnehmen. Im sozialen Bereich erleben sich Alleinerziehende ebenfalls als verstärkt belastet: insbesondere in der Dimension "Zukunftsunsicherheit" beschreiben sie ausgeprägte Existenzängste; die Hoffnung, in naher Zukunft wieder ins Erwerbsleben einzusteigen, ist sehr gering. Weiterhin belasten die neuen institutionellen Anforderungen die Frauen erheblich. Einbußen im Bereich gesellschaftlicher Anerkennung und der Verlust von Arbeitskontakten erweisen sich als weitere Faktoren sozialen Drucks." (IAB2)
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Literaturhinweis
Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland: Längsschnittanalyen des deutschen Family and Fertility Surveys (1998)
Hullen, Gert;Zitatform
Hullen, Gert (1998): Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland. Längsschnittanalyen des deutschen Family and Fertility Surveys. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung 26), Opladen: Leske und Budrich, 185 S.
Abstract
"In diesem Forschungsbericht wird den Unterschieden der Lebensläufe der mittleren Generation in den letzten Jahrzehnten und den Unterschieden zwischen West- und Ostdeutschland nachgegangen. Es geht um die Partnerschaften, um die Familienbildung sowie um Bildung und Beschäftigung im Zeitablauf. Die Analyse retrospektiv erhobener Lebensverlaufsdaten erhellt die gegenseitigen Bezüge der Ereignisse, die historischen Veränderungen und die gesellschaftlichen Einflüsse."
Die Daten stammen aus der 1992 durchgeführten Befragung im Rahmen des internationalen "Family and Fertility Survey (FFS)". Befragt wurden jeweils 3000 Frauen und 2000 Männer in Ost- und in Westdeutschland. (IAB2) -
Literaturhinweis
Kann Technik Mädchen begeistern?: der Einfluß des Transformationsprozesses auf das Berufswahlverhalten und die Erwerbstätigkeit von Frauen und Mädchen hinsichtlich technik-orientierter Berufe - dargestellt am Beispiel Sachsen-Anhalt (1998)
Hölzler, Ingrid;Zitatform
Hölzler, Ingrid (1998): Kann Technik Mädchen begeistern? Der Einfluß des Transformationsprozesses auf das Berufswahlverhalten und die Erwerbstätigkeit von Frauen und Mädchen hinsichtlich technik-orientierter Berufe - dargestellt am Beispiel Sachsen-Anhalt. (Forschungsbeiträge zum Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt 13), Magdeburg, 79 S.
Abstract
"Der Kampf um die Arbeitsplätze ist härter geworden. Dies betrifft sowohl die Berufsausbildung als auch den Prozeß der Berufswahl. Angesichts dieser gesellschaftlichen Entwicklungen müssen wir davon ausgehen, daß Frauen nur dann eine berufliche Zukunft haben, wenn sie sich auf neue Berufe orientieren, offen sind für anspruchsvolle technische Tätigkeitsfelder und teilnehmen an der Entwicklung von Wissenschaft und Technik. Gegenwärtig ist jedoch feststellbar, daß Mädchen von diesen Möglichkeiten nur unzureichend Gebrauch machen." "In welchem Ausmaß sich solche Tendenzen in Sachsen-Anhalt zeigen, wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Sachsen-Anhalt untersucht." Die Broschüre stellt einige wesentliche Ergebnisse aus dem Projekt vor:
- über das Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen und die Einstellungen von weiblichen und männlichen Jugendlichen zur Eignung von Frauen für technik-orientierte Berufe,
- den Ausbildungsstellenmarkt und die Ausbildungssituation für Frauen sieben Jahre nach der Wende
- die Veränderungen, die sich für Frauen in technischen Berufen nach der Wende ergeben haben.
"Die Ergebnisse stützen sich sowohl auf die Auswertung von statistischen Daten zur Ausbildungsstellensituation, auf die Entwicklung der Anzahl von Lehrlingen - vor und nach der Wende -, die Anzahl der Auszubildenden in den einzelnen Berufen nach dem Geschlecht, als auch auf Befragungen von Experten in den Arbeitsämtern des Landes Sachsen-Anhalt, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und ausgewählter Betriebe. Weiterhin wurden folgende empirische Untersuchungen durchgeführt:
1. Befragung von 289 Absolventinnen eines Ingenieurstudiums der Technischen Universität Magdeburg zur Berufswahl und zum Berufsverlauf,
2. Befragung von 79 Absolventinnen eines Mathematikstudiums der Technischen Universität Magdeburg zur Berufswahl und zum Berufsverlauf,
3. Befragung von 766 Auszubildenden über den Verlauf der Lehre und die Akzeptanz von Mädchen in technischen Berufen durch das Umfeld,
4. Befragung von 2.323 Schüler und Schülerinnen zu Berufswünschen und Ermittlung der sie beeinflussenden Faktoren und Personen (in Gymnasien, Haupt- und Realschulen),
5. Befragung von 95 Facharbeiterinnen technik-orientierter Berufe hinsichtlich ihres Berufsverlaufs,
6. Befragung von 98 Studenten und Studentinnen in technik-orientierten Fächern der Universität Magdeburg über ihre Berufswahl und Zufriedenheit mit dem Studienfach." (IAB2) -
Literaturhinweis
Transformation - betriebliche Reorganisation - Geschlechterverhältnisse: Frauen im betrieblichen Transformationsprozeß der neuen Bundesländer (1998)
Nickel, Hildegard Maria; Hüning, Hasko; Stöhr, Andreas Paul; Peinl, Iris; Lohr, Karin; Völker, Susanne ; Stodt, Ulrike; Hüning, Hasko; Aulenbacher, Brigitte; Frey, Michael ; Manske, Alexandra; Kohlmetz, Irina; Thoma, Renate;Zitatform
Nickel, Hildegard Maria, Michael Frey, Irina Kohlmetz, Karin Lohr, Hasko Hüning, Ulrike Stodt, Andreas Paul Stöhr, Iris Peinl, Susanne Völker, Brigitte Aulenbacher, Alexandra Manske, Renate Thoma & Hasko Hüning (1998): Transformation - betriebliche Reorganisation - Geschlechterverhältnisse. Frauen im betrieblichen Transformationsprozeß der neuen Bundesländer. In: Frauenforschung, Jg. 16, H. 1/2, S. 137-153.
Abstract
Die im Themenschwerpunkt dieses Heftes präsentierten Beiträge sind aus einem Workshop hervorgegangen, den das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt "Frauen im betrieblichen Transformationsprozeß der neuen Bundesländer. Zu weiblichen Handlungsoptionen in der Finanzdienstleistungs- und Verkehrsbranche" im April 1998 organisiert hat:
-Einführung in den Themenschwerpunkt (Hildegard Maria Nickel)
-Transformation der Strukturen (Michael Frey, Irina Kohlmetz)
-Strukturen der Transformation. Entwicklungslinien und -dynamik der betrieblichen Integration und Transformation von Reichsbahn und Bundesbahn zur Deutschen Bahn AG
-Transformation der Strukturen - Strukturen der Transformation: Ein Kommentar (Karin Lohr)
-Management zwischen sozialpolitischer Verantwortung und unternehmerischem Kalkül. Zum internen Arbeitsmarkt der Deutschen Bahn AG (Hasko Hüning, Ulrike Stodt)
-Zur Restrukturierung des internen Arbeitsmarktes in der Deutschen Bahn AG (Andreas Paul Stöhr)
-Aspekte ambivalenter Gelegenheitsstrukturen für Frauenerwerbsarbeit in ostdeutschen Niederlassungen der Deutschen Bahn AG (Iris Peinl)
-Wandelmanagement als Ressource? (Susanne Völker) -Frauenarbeit unter dem Vorzeichen flexibler Rationalisierung. Ein Kommentar zum dem DFG-Projekt "Frauen im betrieblichen Transformationsprozeß" (Brigitte Aulenbacher)
-Vom 'Schutzraum' zum 'Kraftraum'. Chancenstrukturen ehemaliger Zweigstellenleiterinnen im Modernisierungsprozeß der Landesbank Berlin (Alexandra Manske)
-Frauen in Nadelstreifen. Ein Statement zur Frauenförderung (Renate Thoma)
-Dienstleistungen - Betriebliche und gesellschaftliche Transformation. Versuch eines (Zwischen-)Resumees in Thesenform (Hasko Hüning).(IAB2) -
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und berufliche Neuorientierung von Frauen in Ostdeutschland: Berufsbiographien und berufliche Qualifizierung im Umbruch (1998)
Puhlmann, Angelika;Zitatform
Puhlmann, Angelika (1998): Arbeitslosigkeit und berufliche Neuorientierung von Frauen in Ostdeutschland. Berufsbiographien und berufliche Qualifizierung im Umbruch. (Berichte zur beruflichen Bildung 219), Bielefeld: Bertelsmann, 188 S.
Abstract
"Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat der Umbruch in Ostdeutschland in den Berufsbiographien von Frauen? Welche Konzepte entwickeln ostdeutsche Frauen, um diesen Umbruch zu verarbeiten? Welche Wege finden sie, mit dem Bruch in ihren beruflichen Biographien umzugehen, wenn sie ihren Arbeitsplatz und damit ihre berufliche Identität verloren haben? Wie kann berufliche Weiterbildung dazu beitragen, diesen Bruch zu überwinden? Auf der Grundlage von 100 berufsbiographischen Interviews mit arbeitslosen Frauen werden Berufsverläufe vor und nach der Wende nachgezeichnet, Strategien des Umgangs mit der Veränderung der Lebenswelt und der Arbeitslosigkeit herausgearbeitet und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven analysiert. Dabei zeigt sich: Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung müssen ein breites berufliches Spektrum bieten, erwachsenengerecht gestaltet werden und Raum für die Verarbeitung des rapiden Wandels der Lebenswelt bieten. Denn nur in einem solchen Rahmen können berufsbiographische Brüche überwunden und Zielrichtungen für eine - neue - berufliche Zukunft gefunden werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitgestaltung aus der Sicht weiblicher Arbeitnehmer: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung aus dem Jahre 1995 (1997)
Beckmann, Petra;Zitatform
Beckmann, Petra (1997): Arbeitszeitgestaltung aus der Sicht weiblicher Arbeitnehmer. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung aus dem Jahre 1995. (IAB-Werkstattbericht 13/1997), Nürnberg, 32 S.
Abstract
Im Rahmen einer im November/Dezember 1995 bei 6742 west- und ostdeutschen Frauen im erwerbsfähigen Alter durchgeführten Erhebung zu den Erwerbswünschen und dem Erwerbsverhalten von Frauen wurde auch nach den tatsächlichen und gewünschten Arbeitszeiten gefragt. Dabei ging es vor allem um variable Formen der Arbeitszeit, die vom Normalarbeitszeitverhältnis abweichen. Neben der Teilzeitarbeit gehören hierzu die Überstundenarbeit ebenso wie die Wochenendarbeit. Die Ergebnisse der Auswertungen zeigen, daß die Bereitschaft zu vermehrter Teilzeitarbeit im Vergleich zu früheren Jahren erheblich gesunken ist, so daß eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung den Belangen vieler Frauen entgegensteht. Demgegenüber erfahren variable Arbeitszeitformen, die auf die Einführung von Jahresarbeitszeiten abzielen (wie die Blockfreizeit und zusätzliche freie Tage) mehr Zustimmung. Wenig gewünscht ist eine Ausweitung der Wochenendarbeit. (IAB)
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Literaturhinweis
Büro und Beratung: Qualifizierung von ostdeutschen Frauen für Büro- und Beratungsarbeit: Werkstattbericht (1997)
Bertram, Barbara;Zitatform
Bertram, Barbara (1997): Büro und Beratung: Qualifizierung von ostdeutschen Frauen für Büro- und Beratungsarbeit. Werkstattbericht. (Deutsches Jugendinstitut. Arbeitspapier 1997,04), Leipzig, 35 S.
Abstract
"Gegenstand der Beschreibung ist der Versuch eines Trägers der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit in den neuen Bundesländern, im Bereich der modernen Bürokommunikation Grund- und Anpassungsqualifikationen an langzeitarbeitslose junge Frauen zu vermitteln. Der Erwerb von entsprechender Qualifikation soll Einstiegshilfe in den 1. Arbeitsmarkt für sozial benachteiligte Frauen sein, er sollte zugleich und mit dem allmählichen Aufbau von trägerinternen betriebsförmig organisierten Strukturen einhergehen, um über einen hohen Anteil eigenerwirtschafteter Mittel feste Arbeitsplätze für einen Teil der Frauen zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bauberufe, kein Tabu für ostdeutsche Frauen: Ergebnisse des Modellversuchs Umschulung von Frauen in Berufe der Bauwirtschaft (1997)
Biebler, Edith; Hoffmann, Renate;Zitatform
Biebler, Edith & Renate Hoffmann (1997): Bauberufe, kein Tabu für ostdeutsche Frauen. Ergebnisse des Modellversuchs Umschulung von Frauen in Berufe der Bauwirtschaft. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 26, H. 2, S. 47-49.
Abstract
Im Rahmen des BIBB-Modellversuchs wurden Frauen erfolgreich zu Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerinnen umgeschult. Für sie war der Umschulungsberuf kein Traumberuf, sondern resultierte aus dem Wunsch, eine Chance für eine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhalten. Nach den in der Umschulung gemachten Erfahrungen hat sich das angewendete Konzept bewährt. Das Konzept der Umschulung orientiert sich an der in den alten Bundesländern durchgeführten "Modellversuchsreihe zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und ein besonderes Arbeitsmarktrisiko tragen". Der Beitrag stellt die wichtigsten Ergebnisse des Modellversuchs dar. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zur Selektivität der Teilnahme an ABM und FuU: eine multivariate Analyse (1997)
Brinkmann, Christian; Schwengler, Barbara;Zitatform
Brinkmann, Christian & Barbara Schwengler (1997): Zur Selektivität der Teilnahme an ABM und FuU. Eine multivariate Analyse. In: H. Bielenski, C. Brinkmann, H. Plicht & B. von Rosenbladt (Hrsg.) (1997): Der Arbeitsmarkt Ostdeutschlands im Umbruch : Datensätze, Methoden und ausgewählte Ergebnisse des Arbeitsmarkt-Monitors 1989-1994 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 210), S. 209-219.
Abstract
Der Beitrag versucht eine multivariate Zusammenschau der Ergebnisse von Längsschnittauswertungen des Arbeitsmarkt-Monitors des IAB zur Selektivität der Förderung von Qualifizierung und Arbeitsbeschaffung in Ostdeutschland. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob auch unter Berücksichtigung weiterer "struktureller" Einflüsse (z.B. Wirtschaftszweig, Qualifikationsniveau, Familienstand, Berufsbiographie) Frauen über- oder unterproportional an Maßnahmen beteiligt und insoweit begünstigt oder benachteiligt werden. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Schwengler, Barbara; -
Literaturhinweis
Beschäftigungskrise trifft im Westen vor allem die Männer, im Osten die Frauen: eine Analyse der Arbeitsmarktentwicklung zwischen 1991 und 1995 auf der Basis von Mikrozensus-Daten (1997)
Engelbrech, Gerhard; Reinberg, Alexander;Zitatform
Engelbrech, Gerhard & Alexander Reinberg (1997): Beschäftigungskrise trifft im Westen vor allem die Männer, im Osten die Frauen. Eine Analyse der Arbeitsmarktentwicklung zwischen 1991 und 1995 auf der Basis von Mikrozensus-Daten. (IAB-Kurzbericht 09/1997), Nürnberg, 2 S.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand von Mikrozensus-Daten überprüft, ob die Beschäftigungskrise Anfang der 90er Jahre die Geschlechter gleichermaßen getroffen hat. Es wird festgestellt, daß die Frage für Ost- und Westdeutschland unterschiedlich zu beantworten ist. Während in Westdeutschland die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen zunahm und vor allem Männer freigesetzt wurden, kam es in Ostdeutschland zwischen 1991 und 1995 bei Frauen zu größeren Arbeitsplatzverlusten als bei Männern, die von der Beschäftigungszunahme im Baugewerbe profitierten. Anders als in Westdeutschland waren in Ostdeutschland auch im Dienstleistungsbereich Frauen die Verlierer am Arbeitsmarkt. Trotz der Beschäftigungseinbrüche konnten in West- und in geringerem Ausmaß auch in Ostdeutschland Frauen und Männer mit Fachhochschul- und Universitätsabschluß an Stellen hinzugewinnen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauen und Männer in der Beschäftigungskrise der 90er Jahre: Entwicklung der Erwerbstätigkeit in West und Ost nach Branchen, Berufen und Qualifikationen: eine Untersuchung auf Basis der Mikrozensus-Daten (1997)
Engelbrech, Gerhard; Reinberg, Alexander;Zitatform
Engelbrech, Gerhard & Alexander Reinberg (1997): Frauen und Männer in der Beschäftigungskrise der 90er Jahre: Entwicklung der Erwerbstätigkeit in West und Ost nach Branchen, Berufen und Qualifikationen. Eine Untersuchung auf Basis der Mikrozensus-Daten. (IAB-Werkstattbericht 11/1997), Nürnberg, 25 S.
Abstract
In dem Bericht wird anhand von Mikrozensus-Daten der Jahre 1991 bis 1995 überprüft, ob die Beschäftigungskrise die Geschlechter gleichermaßen getroffen hat. Es wird festgestellt, daß die Frage für Ost- und Westdeutschland unterschiedlich zu beantworten ist. Während in Westdeutschland die Zahl der Arbeitsplätze für Frauen zunahm und vor allem Männer freigesetzt wurden, kam es in Ostdeutschland zwischen 1991 und 1995 bei Frauen zu größeren Arbeitsplatzverlusten als bei Männern, die von der Beschäftigungszunahme im Baugewerbe profitierten. Anders als in Westdeutschland waren in Ostdeutschland auch im Dienstleistungsbereich Frauen die Verlierer am Arbeitsmarkt. Trotz der Beschäftigungseinbrüche konnten in West- und in geringerem Ausmaß auch in Ostdeutschland Frauen und Männer mit Fachhochschul- und Universitätsabschluß an Stellen hinzugewinnen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Erwerbsorientierung und Erwerbstätigkeit ost- und westdeutscher Frauen unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (1997)
Engelbrech, Gerhard; Gruber, Hannelore; Jungkunst, Maria;Zitatform
Engelbrech, Gerhard, Hannelore Gruber & Maria Jungkunst (1997): Erwerbsorientierung und Erwerbstätigkeit ost- und westdeutscher Frauen unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 1, S. 150-169.
Abstract
"Die Zahl der westdeutschen Frauen, die berufstätig sein wollen, nahm unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung seit Mitte der 60er Jahre kontinuierlich zu. In Ostdeutschland blieb sie, trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit, auf hohem Niveau erhalten. Mit der Krise auf dem Arbeitsmarkt Anfang der 90er Jahre wurde es aber auch für westdeutsche Frauen immer schwieriger, ihre Erwerbswünsche zu realisieren, und in Ostdeutschland verschärfte sich die Konkurrenz am Arbeitsmarkt zu Lasten der Frauen. Die Folge war eine im Vergleich zu den 80er Jahren stagnierende Erwerbsbeteiligung westdeutscher Frauen mit zunehmender Verschiebung von Voll- zu Teilzeitarbeit und der Rückgang der Beschäftigung ostdeutscher Frauen bei hoher Arbeitslosigkeit nahezu auf Westniveau. Dies sind Ergebnisse einer Ende 1995 vom IAB durchgeführten Erhebung bei 4.059 westdeutschen und 2.683 ostdeutschen Frauen.
Weiterhin zeigte sich, daß die bereits in den 80er Jahren festgestellte höhere Erwerbsbeteiligung besser qualifizierter Frauen sich in allen Altersgruppen in Westdeutschland in den 90er Jahren stabilisierte. Durch die überdurchschnittlichen Beschäftigungseinbrüche bei Frauen ohne Ausbildungsabschluß sowie mit Teilfacharbeiterinnen- bzw. Facharbeiterinnenabschluß waren die Beschäftigungsmöglichkeiten ostdeutscher Frauen stärker noch als im Westen von der Qualifikation bestimmt. Dies hatte zur Folge, daß es ostdeutschen Frauen aus unteren Einkommensschichten, für die die finanzielle Notwendigkeit der Erwerbsarbeit am größten ist, in geringerem Maße gelingt, wieder berufstätig zu werden.
Mit den verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen seit Beginn des Jahres 1991 nahm die Zahl der Frauen im Erziehungsurlaub vor allem in Westdeutschland deutlich zu. Der "freiwillige" Rückzug aus dem Erwerbsleben in dieser Lebensphase hatte aber häufig vorübergehenden Charakter: So wollten der überwiegende Teil der westdeutschen und nahezu alle ostdeutschen Frauen im Anschluß an den Erziehungsurlaub weiterarbeiten.
Während westdeutschen Frauen die Weiterbeschäftigung nach de Erziehungsurlaub weitgehend gelang, waren mehr als ein Viertel der ostdeutschen Frauen, die ihre Berufstätigkeit zwischen 1990 und 1992 wegen Kinderbetreuung unterbrachen, zum Befragungszeitpunkt arbeitslos bzw. arbeitsuchend. Westdeutsche Frauen hatten aber auch häufiger als ostdeutsche Frauen während des Erziehungsurlaubs Möglichkeiten über Teilzeitarbeit oder gelegentliche Aushilfstätigkeit den Kontakt zum Betrieb aufrechtzuerhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Erziehungsurlaub - und was dann? Die Situation von Frauen bei ihrer Rückkehr auf den Arbeitsmarkt: ein Ost/West-Vergleich (1997)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (1997): Erziehungsurlaub - und was dann? Die Situation von Frauen bei ihrer Rückkehr auf den Arbeitsmarkt. Ein Ost/West-Vergleich. (IAB-Kurzbericht 08/1997), Nürnberg, 5 S.
Abstract
Anhand der Ergebnisse einer Ende 1995 durchgeführten repräsentativen Befragung wird die Erwerbsbiographie von Müttern nach dem Erziehungsurlaub untersucht. Es werden unterschiedliche Tendenzen bei ost- und westdeutschen Frauen festgestellt. So nehmen westdeutsche Frauen häufiger die gesetzliche Höchstdauer des Erziehungsurlaubs wahr als ostdeutsche und sind anschließend wesentlich seltener arbeitslos oder arbeitssuchend (1 % gegenüber 28 %). Häufiger als in Westdeutschland waren im Osten finanzielle Nöte oder der Wunsch, sich mehr leisten zu können, die wichtigsten Gründe für eine Rückkehr in die Berufstätigkeit. Intrinsische Motive wie "Freude am Beruf" rückten dort zwar in den Hintergrund. Immer noch ist es aber für ostdeutsche Frauen eher selbstverständlich, nach dem Erziehungsurlaub wieder zu arbeiten. Die Möglichkeiten, während des Erziehungsurlaubs Kontakte zum Betrieb aufrecht zu erhalten, sind in Westdeutschland besser als in Ostdeutschland. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zur Lebenslage von Frauen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Ost-West-Vergleich: Interpretation empirischer Ergebnisse und Konsequenzen für die Instrumente des "zweiten" Arbeitsmarktes (1997)
Krieger, Ingrid; Lompe, Klaus;Zitatform
Krieger, Ingrid & Klaus Lompe (1997): Zur Lebenslage von Frauen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - ein Ost-West-Vergleich. Interpretation empirischer Ergebnisse und Konsequenzen für die Instrumente des "zweiten" Arbeitsmarktes. In: J. Zerche (Hrsg.) (1997): Warten auf die Soziale Marktwirtschaft. Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (Kölner Schriften zur Sozial- und Wirtschaftspolitik, 31), S. 14-60.
Abstract
In dem Beitrag werden Ergebnisse einer vergleichenden Untersuchung zur Effektivität und Wirkung beruflicher Integrationsmaßnahmen am Beispiel von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Braunschweig und Magdeburg vorgestellt. Sie zeigen u.a., "daß Grundrechte nach sozialer Teilhabe zumindest temporär durch diese Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Anspruch genommen werden können. Insofern als mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen also eine Verbesserung der Gesamtlebenschancen einhergeht, läßt sich mit den Befunden wiederholt die Forderung nach einer Sozial- und Arbeitsmarktpolitik begründen, die sich als gestaltende Gesellschaftspolilik versteht. Der Sachverhalt der Erweiterung von Lebenslagenspielräumen ist von besonderer Bedeutung, und aus diesem Grunde darf das ABM-Konzept nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden, wie es derzeit verstärkt mit traditionellen Argumenten und dem vermeintlichen Gebot der Angebotsorientierung geschieht." (IAB2)
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Literaturhinweis
Praxisnahe Weiterbildung zwischen Arbeitsplatzsicherung und Qualifikationserhalt (1997)
Zitatform
(1997): Praxisnahe Weiterbildung zwischen Arbeitsplatzsicherung und Qualifikationserhalt. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 138), Stuttgart u.a.: Kohlhammer, 75 S.
Abstract
Der Bericht stellt Erfahrungen und Ergebnisse eines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebenen und finanzierten Modellprojekts "Praxisnahe Qualifizierung von Frauen für Führungspositionen" vor, mit dem die Erwerbschancen von Frauen in Ostdeutschland verbessert werden sollten. Es sollten "sowohl auf unteren bis mittleren Leitungsebenen tätige Frauen als auch erwerbslose Akademikerinnen durch Qualifizierungsmaßnahmen auf Führungspositionen vorbereitet werden. Die Qualifizierung erfolgte im Rahmen der durch das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. entwickelten Weiterbildungsprogramme "Europa" (für berufstätige Frauen) und "Betriebswirtschaft" (für erwerbslose Akademikerinnen)." Die wissenschaftliche Begleitung wurde vom Institut Frau und Gesellschaft, (Hannover) durchgeführt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Weiterbildung von Frauen in den neuen Bundesländern: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (1996)
Ambos, Ingrid; Schiersmann, Christiane;Zitatform
Ambos, Ingrid & Christiane Schiersmann (1996): Weiterbildung von Frauen in den neuen Bundesländern. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. Opladen: Leske und Budrich, 291 S.
Abstract
Die Untersuchung umfaßt drei analytisch voneinander zu trennende Teile:1. eine allgemeine Analyse der Weiterbildungssituation von Frauen sowie des Stellenwerts frauenspezifischer Angebote in den neuen Bundesländern unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Regionen,2. die Evaluation des Institutionalisierungsprozesses von acht Weiterbildungseinrichtungen von Frauen für Frauen (FrauenTechnikZentren) in Ostdeutschland,3. die wissenschaftliche Begleitung der Institutionalisierung von Weiterbildungsberatungsstellen für Frauen einschließlich der Fortbildung für die Beraterinnen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit und Arbeitszeitwünsche von Frauen in West- und Ostdeutschland (1996)
Beckmann, Petra; Kempf, Birgit;Zitatform
Beckmann, Petra & Birgit Kempf (1996): Arbeitszeit und Arbeitszeitwünsche von Frauen in West- und Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 29, H. 3, S. 388-408.
Abstract
"Um die Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche von Frauen in Ost und West in ihrem sozio-ökonomischen Zusammenhang näher zu ergründen - und dies vor allem auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Auseinandersetzungen um die Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit, wurde das Thema Arbeitszeit als ein Schwerpunkt in die Ende 1995 vom IAB durchgeführte Frauenbefragung aufgenommen. Die diesem Artikel zugrundeliegenden bi- und multivariaten Analysen kommen (erneut) zu dem Ergebnis, daß zwischen der Erwerbs- und Lebenssituation von Frauen in Ost und West nach wie vor mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten bestehen. So ist die Erwerbsbeteiligung und auch der Erwerbsumfang ostdeutscher Frauen immer noch deutlich höher als im Westen. Der Abstand würde sogar noch größer, wenn sich die Erwerbswünsche aller Frauen in die Tat umsetzen ließen. Der Vergleich zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten zeigt, daß die Kluft zwischen diesen beiden Gruppen im Westen in vieler Hinsicht erheblich größer ist als im Osten. Vor allem vollzeiterwerbstätige Frauen weisen in den alten und neuen Bundesländern sehr unterschiedliche sozio-demographische Strukturen auf. Ein anderes Untersuchungsergebnis belegt, daß das Potential an weiblichen Beschäftigten, die bereit wären, in Teilzeit zu wechseln, in Ost und West sehr begrenzt ist. Das Defizit an qualifizierten Teilzeitarbeitsplätzen und/oder Teilzeitmöglichkeiten in Branchen, die gegenwärtig wenig Teilzeitarbeit anbieten, scheint ein wichtiger Grund zu sein, der diese Frauen bislang darin gehindert hat, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Die Hauptursache dafür, daß Frauen überhaupt Teilzeit arbeiten wollen, liegt in der altbekannten Problematik der Doppelbelastung erwerbstätiger Frauen durch Beruf und Familie. So sind dann auch nach Ansicht der Frauen beide Seiten - und darüber hinaus die staatlichen (Betreuungs-)Institutionen - gefordert, durch Maßnahmen, die auf die unterschiedlichen Situationen und Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind, Abhilfe zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ungebrochene Erwerbsneigung - oder entwickeln Frauen in den neuen Bundesländern Alternativen zur bisherigen Erwerbstätigkeit? (1996)
Bothin, Gabriele;Zitatform
Bothin, Gabriele (1996): Ungebrochene Erwerbsneigung - oder entwickeln Frauen in den neuen Bundesländern Alternativen zur bisherigen Erwerbstätigkeit? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 45, H. 7/8, S. 188-192.
Abstract
"Trotz ungünstiger Arbeitsmarktlage ist bei ostdeutschen Frauen eine auch nach der 'Wende' anhaltende hohe Erwerbsneigung vorhanden. Ergebnisse verschiedener empirischer Untersuchungen lassen die Schlußfolgerung zu, daß ein freiwilliger Rückzug ostdeutscher Frauen vom Arbeitsmarkt nicht erkennbar ist. Frauen in den neuen Bundesländern versuchen, die für die DDR typische Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie weiterhin anzustreben. Arbeitslos gewordene Frauen suchen nach Alternativen zur bisherigen Erwerbsarbeit. Ausgewählte Ergebnisse eines von der Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen geförderten Forschungsprojektes (Sonderprogramm Frauenforschung) liegen dazu vor. Es zeigt sich, daß erwerbslose Frauen Alternativen zur bisherigen Erwerbsarbeit in verschiedenen Lebensbereichen sowie bei der berufsbiographischen Individualisierungs- und Sinnsuche sehen. Die Wahl der Alternative hängt neben der ökonomischen Notwendigkeit auch von der individuellen Art und Weise der Bewältigung von Arbeitslosigkeit ab. Dabei spielt die Qualifikation eine entscheidende Rolle. Arbeitslose Frauen, die höher qualifiziert sind, suchen wesentlich ziel- und selbstbewußter nach Alternativen zur bisherigen Erwerbsarbeit als geringer qualifizierte Frauen. Sie sind optimistischer und flexibler und gehen unterschiedlichen alternativen Betätigungen nach, bei denen sie nicht nur Freude und Selbstbestätigung finden, sondern sie ermöglichen ihnen auch eine weitere Art von Qualifizierung und können einen Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktive Arbeitsmarktpolitik im ländlichen Raum: Integration ehemals in der Landwirtschaft beschäftigter Frauen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (1996)
Dahms, Vera; Putzing, Monika; Schiemann, Frank;Zitatform
Dahms, Vera, Monika Putzing & Frank Schiemann (1996): Aktive Arbeitsmarktpolitik im ländlichen Raum. Integration ehemals in der Landwirtschaft beschäftigter Frauen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. (LASA-Studie 26), Potsdam, 111 S.
Abstract
Die Studie dokumentiert "ausgewählte Daten und Fakten sowie qualitative Einschätzungen zur Wirksamkeit des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums im Land Brandenburg für ehemals in der Landwirtschaft beschäftigte Frauen. Im einzelnen werden in der Studie:
1. Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitmarktsituation der benannten Frauengruppe aufgezeigt und deren Arbeitsmarktprobleme identifiziert;
2. Einschätzungen zur Bedeutung des arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumentariums speziell für die genannte Klientel vorgenommen;
3. arbeitsmarktpolitische Handlungsbedarfe benannt und praxisorientierte Schlußfolgerungen bzw. arbeitsmarktpolitikrelevante Handlungsempfehlungen abgeleitet;
4. Vorschläge zur weiteren Ausgestaltung aktiver Arbeitsmarktpolitik für diese Frauengruppe unterbreitet." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Weibliche Angestellte im deutschen Transformationsprozeß: eine Analyse des Wandels 'weiblicher' Arbeitsbedingungen und die Entwicklung zukünftiger Strategien der betrieblichen Personalpolitik für weibliche Angestellte in der privaten Wirtschaft der neuen Bundesländer (1996)
Domsch, Michel E.; Schöne, Kristina; Macke, Harriet;Zitatform
Domsch, Michel E., Harriet Macke & Kristina Schöne (1996): Weibliche Angestellte im deutschen Transformationsprozeß. Eine Analyse des Wandels 'weiblicher' Arbeitsbedingungen und die Entwicklung zukünftiger Strategien der betrieblichen Personalpolitik für weibliche Angestellte in der privaten Wirtschaft der neuen Bundesländer. München u.a.: Hampp, 221 S., Anhang.
Abstract
Gegenstand der Studie ist die Situation weiblicher Angestellter in der privaten Wirtschaft in den neuen Bundesländern im Wandlungsprozess. Nach einem kurzen Überblick über die Frauenerwerbstätigkeit und ihre Rahmenbedingungen in der DDR und der Darstellung einiger theoretischer Erklärungsansätze von geschlechtsspezifischer Segregation und Diskriminierung beschäftigen sich die folgenden Kapitel des Buches mit den empirischen Ergebnissen der Untersuchung. Auf der Basis von vier Wellen des Sozioökonomischen Penels in Ostdeutschland (1990-1993) sowie von jeweils 33 Leitfadeninterviews mit Frauen und Männern werden Aussagen und Einstellungen zur Arbeitsmarktsituation, zur beruflichen Position und zu den Arbeitsbedingungen, zum Arbeitsumfeld, zu den sozialen Beziehungen im Betrieb, zu den beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung in Beruf und Familie wiedergegeben und analysiert. Dabei werden durchgängig die Aussagen von Frauen und Männern einander gegenübergestellt, wobei die Thematisierung der Benachteiligung von Frauen sich als roter Faden durch die Darstellung zieht. In einem kurzen Schlußkapitel werden personalwirtschaftliche Empfehlungen für betriebliche Frauenförderungsmaßnahmen in den neuen Bundesländern gegeben. (IAB2)
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Literaturhinweis
Umschulung für Frauen in den neuen Bundesländern (1996)
Gieseke, Wiltrud; Siebers, Ruth;Zitatform
Gieseke, Wiltrud & Ruth Siebers (1996): Umschulung für Frauen in den neuen Bundesländern. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 42, H. 5, S. 687-702.
Abstract
"Obwohl Frauen in den neuen Bundesländern ein deutlich höheres berufliches Weiterbildungsinteresse zeigen und auf Qualifikationserhalt setzen, erhalten sie keineswegs gleich aussichtsreiche Umschulungsangebote wie Männer und haben deutlich geringere (Wieder-)Einstellungschancen. Während z.B. die Bewegungen auf dem Weiterbildungsmarkt, Sozialdaten und Einstellungen bestimmter Zielgruppen dokumentiert werden, erfährt die Binnenperspektive individueller Aneignungs- und Entwicklungsprozesse sowie erwachsenenpädagogischer Planungs- und Vermittlungsprozesse in der Umschulungsforschung wenig Aufmerksamkeit. Mit unserer Studie sollen unter der Perspektive lebenslangen Lernens die Wahrnehmung und Bewertung der Umschulungssituation und die spezifischen Weisen der Biographisierung über das Umschulungsereignis herausgearbeitet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Entwicklung der Frauenbeschäftigung in Ostdeutschland: empirische Trends und subjektive Wahrnehmungen im deutschen Vereinigungsprozeß (1996)
Heering, Walter; Schroeder, Klaus;Zitatform
Heering, Walter & Klaus Schroeder (1996): Zur Entwicklung der Frauenbeschäftigung in Ostdeutschland. Empirische Trends und subjektive Wahrnehmungen im deutschen Vereinigungsprozeß. In: Deutschland-Archiv, Jg. 29, H. 3, S. 391-406.
Abstract
Der Beitrag unternimmt eine Einschätzung der Geschlechtsstrukturen des ostdeutschen Arbeitsmarktes, die abweicht von der vorherrschenden sehr negativen Bewertung der Beschäftigungssituation von Frauen. Des weiteren wird berichtet über die Ergebnisse einer Befragung von 315 ostdeutschen Frauen im Rahmen einer Fallstudie in der Chemischen Industrie. Die Frauen wurden befragt zu ihrer Beschäftigungssituation, zu ihrer Einschätzung von Diskriminierung und zu ihrer persönlichen Lebenssituation. (IAB)
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Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit von Frauen in Ost- und Westdeutschland weiterhin von steigender Bedeutung (1996)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (1996): Erwerbstätigkeit von Frauen in Ost- und Westdeutschland weiterhin von steigender Bedeutung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 63, H. 28, S. 461-469.
Abstract
"Die Erwerbsorientierung von Frauen war in Westdeutschland nach wie vor im Anstieg begriffen, in Ostdeutschland verharrte sie auf sehr hohem Niveau. Für viele Familienhaushalte ist die Erwerbsarbeit von Frauen von hoher materieller Bedeutung. Der Wandel der Familienformen und auch die sich verändernde Struktur der Beschäftigungsverhältnisse verlangen eine verstärkte eigenständige Existenzsicherung der Frauen durch Erwrbsarbeit. Mit einem freiwilligen Rückzug insbesondere von Frauen aus dem Erwerbsleben und einer entsprechenden Dämpfung der Probleme am Arbeitsmarkt kann deshalb nicht gerechnet werden. Dies sind Ergebnisse von Datenanalysen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) der Erhebungsjahre 1990 bis 1995." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauenerwerbstätigkeit im Transformationsprozeß der deutschen Vereinigung: ein Ost-West-Vergleich zu den Bedingungen der Erwerbstätigkeit von Frauen im geteilten und vereinigten Deutschland (1996)
Hülser, Oliver;Zitatform
Hülser, Oliver (1996): Frauenerwerbstätigkeit im Transformationsprozeß der deutschen Vereinigung. Ein Ost-West-Vergleich zu den Bedingungen der Erwerbstätigkeit von Frauen im geteilten und vereinigten Deutschland. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 194), Nürnberg, 190 S.
Abstract
"Frauenerwerbstätigkeit hatte in der DDR eine gesellschaftlich andere Bedeutung, als sie dies in der alten Bundesrepublik hatte. Für die Frauen in den neuen Bundesländern ergaben sich mit der Vereinigung eine Fülle von Problemen. Die 'Wende' in der DDR führte zu enormen Veränderungen der institutionellen Rahmenbedingungen insbesondere für Frauen auf dem Arbeitsmarkt mit erheblichen Konsequenzen für die Erwerbsbeteiligung von Frauen und deren Fertilität. Die wirtschaftlich schlechte Lage in weiten Teilen der DDR hatte und hat eine Vielzahl an Entlassungen zur Folge, von denen Frauen im besonderen Maße betroffen waren und sind; die zu DDR-Zeiten fast kostenlose Betreuung von Kindern berufstätiger Mütter wurde entweder eingestellt oder erheblich teurer; andere sozialpolitische Regelungen, die auch Müttern mit mehreren Kindern die Ausübung einer Erwerbstätigkeit ermöglichten, fielen mit der Vereinigung weg. Auf der Grundlage des strukturell-individualistischen Handlungsmodells nach Coleman und Esser untersucht diese Arbeit die Konsequenzen, die sich aus diesen und anderen Veränderungen für die Frauen in den neuen Bundesländern ergeben. Zunächst werden die Grundlagen des strukturell-individualistischen Ansatzes dargestellt und ein Erklärungsschema modelliert, welches versucht, die kollektiven Handlungsfolgen aus den individuellen Handlungen der Frauen in den neuen Ländern abzuleiten. In einem ausführlichen Kapitel werden die unterschiedlichen familien- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen, die in beiden deutschen Staaten bis zum Jahr 1989 bestanden, beschrieben sowie eine Deskription der relevanten Daten bezogen auf Haushalte, Familie, Qualifikation, Erwerbsbeteiligung und Einkommen gegeben. Die Hypothesen, die sich aus der unterschiedlichen Geschichte der beiden deutschen Staaten und der Entwicklung seit 1989 bezüglich Haushalt, Ausbildung und Erwerbstätigkeit sowie der Einstellungen von Frauen zu Arbeit, Beruf und Rollenverständnis ergeben, werden auf Grundlage der ALLBUS-Basisumfrage 1991 und des ALLBUS 1992 ausführlich mit deskriptiven, uni- und multivariaten Verfahren untersucht und getestet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern: Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge (1996)
Koch, Christiane;Zitatform
Koch, Christiane (1996): Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern. Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 25, H. 4, S. 32-37.
Abstract
Die Situation der Landfrauen in den neuen Bundesländern ist prekär; ihre Qualifikationen sind meist unbrauchbar geworden, für viele fehlt es an Perspektiven. Die Weiterbildung hat sich bemüht, adäquat Abhilfe zu schaffen, sah sich darin aber oftmals mit enttäuschenden Rückschlägen konfrontiert. Der Beitrag versucht, die entstandenen Probleme zu analysieren und Ansätze für eine künftig frauenfördernde Weiterbildungspolitik auf dem Lande zu skizzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Stille Reserve ostdeutscher Frauen (1996)
Pfeiffer, Barbara;Zitatform
Pfeiffer, Barbara (1996): Erwerbsbeteiligung und Stille Reserve ostdeutscher Frauen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 29, H. 1, S. 117-137.
Abstract
"Der ökonomische Zusammenbruch in Ostdeutschland ließ in den neuen Bundesländern eine bisher nie dagewesene Arbeitslosigkeit entstehen, von der ostdeutsche Frauen überproportional betroffen waren. Während sich zu DDR-Zeiten für Frauen Beruf und Familie problemlos vereinbaren ließen, konnte vermutet werden, daß die wirtschaftsstrukturelle Angleichung an westdeutsche Verhältnisse auch zu einer Anpassung an die geschlechtsspezifische Rollenverteilung führen würde. In diesem Beitrag wird mit Hilfe der Datensätze des Arbeitsmarkt-Monitors und des Sozio-ökonomischen Panels der Frage nachgegangen, ob in den fünf Jahren nach der Wende bereits eine Resignation ostdeutscher Frauen verbunden mit einem Rückzug in die Stille Reserve stattgefunden hat. Es zeigte sich trotz der angespannten Lage am ostdeutschen Arbeitsmarkt und der Schließung zahlreicher betrieblicher Kinderbetreuungseinrichtungen eine "ungebrochen" hohe Erwerbsneigung ostdeutscher Frauen. So haben Frauen beispielsweise im familiären Bereich zusätzliche Möglichkeiten der Kinderbetreuung gefunden und können weiterhin Beruf und Familie miteinander vereinbaren. Kinder scheinen somit kein Hinderungsgrund für die Erwerbstätigkeit von Müttern in den neuen Bundesländern zu sein. Die Stille Reserve ostdeutscher Frauen erwies sich als eine sehr dynamische Gruppe, die immer wieder die Nähe zum Arbeitsmarkt sucht. Gut die Hälfte dieser Frauen schaffte nach zwei bis drei Jahren den Übergang in die Erwerbstätigkeit; zur Stillen Reserve gehörten zwei Jahre später weniger als 10% der früheren Stille-Reserve-Frauen. Keine Veränderung ließ sich beim Anteil der Hausfrauen feststellen, er lag über den gesamten Beobachtungszeitraum bei nur knapp 2%. Selbst bei Frauen über 45 Jahren, die in hohen Maße von Arbeitslosigkeit betroffen waren, hielt die hohe Erwerbsneigung an. Lediglich Frauen ab 55 Jahren, die von der Vorruhestandsregelung Gebrauch machen konnten, zogen sich endgültig vom Arbeitsmarkt zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Pfeiffer, Barbara; -
Literaturhinweis
Zur Funktion von Weiterbildung für Frauen in den neuen Ländern im Kontext des Transformationsprozesses (1996)
Schiersmann, Christiane; Ambos, Ingrid;Zitatform
Schiersmann, Christiane & Ingrid Ambos (1996): Zur Funktion von Weiterbildung für Frauen in den neuen Ländern im Kontext des Transformationsprozesses. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 42, H. 5, S. 703-717.
Abstract
"Den Hintergrund des Beitrags bildet ein umfangreiches empirisches Forschungsprojekt zu den spezifischen Folgen des Transformationsprozesses in den neuen Bundesländern für Frauen in bezug auf ihre Beteiligung an Weiterbildung, das unter der Leitung der Autorin an der Universität Heidelberg durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt steht an dieser Stelle die Analyse der unterschiedlichen Motivkomplexe der umfangreichen Beteiligung an Weiterbildung sowie der geschlechtsspezifischen Weiterbildungsbarrieren. Zusammenfassend läßt sich die Einstellung der Frauen zur Weiterbildung als eine Art Zweckoptimismus charakterisieren: Sie akzeptieren sowohl die individuelle als auch die gesellschaftlichen Notwendigkeit von Weiterbildung. Sie nutzen letztere gezielt in der Hoffnung, damit ein wenig ihre im Vergleich zu Männern schlechtere Arbeitsmarktsituation zu kompensieren, gleichzeitig wissend, daß die Weiterbildungsbemühungen nur sehr begrenzt ihre realen Beschäftigungschancen verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung junger Frauen in den neuen Ländern (1996)
Schober, Karen;Zitatform
Schober, Karen (1996): Berufsausbildung junger Frauen in den neuen Ländern. In: S. Liesering & A. Rauch (Hrsg.) (1996): Hürden im Erwerbsleben. Aspekte beruflicher Segregation nach Geschlecht (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 198), S. 47-63.
Abstract
"Geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bildungspräferenzen kennzeichnen das Bildungsverhalten in den neuen Ländern. Junge Mädchen streben deutlich häufiger als junge Männer Abitur oder Fachhochschulreife an und realisieren dies auch in höherem Umfang. Hinter diesen Bildungsentscheidungen stehen u.a. die schlechteren Chancen der jungen Frauen auf dem Ausbildungsstellenmarkt und die Notwendigkeit, diese durch eine höhere Ausgangsqualifikation zu verbessern. Trotz ihrer besseren Vorbildung werden sie dennoch häufiger als ihre männlichen Mitbewerber in überbetriebliche Maßnahmen, weiterführende Schulen oder Berufsfachschulen 'abgedrängt'. Die beruflichen Integrationsprobleme setzen sich am Ende der Ausbildung fort. Geringe Übernahmechancen im Ausbildungsbetrieb sowie fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten in anderen Betrieben kennzeichnen die Übergangsphase an der zweiten Schwelle. Zwar hat sich die Übernahmesituation für beide Geschlechter in den letzten Jahren verbessert, immer noch sind aber junge Frauen unter den Neuzugängen in die Arbeitslosigkeit nach der Lehre deutlich überrepräsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen: Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland (1996)
Seidenspinner, Gerlinde; Strehmel, Petra; Wittmann, Svendy; Hildebrandt, Karin; Keddi, Barbara; Gross, Michaela;Zitatform
Seidenspinner, Gerlinde, Barbara Keddi, Svendy Wittmann, Michaela Gross, Karin Hildebrandt & Petra Strehmel (1996): Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen. Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland. Opladen: Leske und Budrich, 284 S.
Abstract
"Mit dem Band stellen die Autorinnen die Ergebnisse der ersten und zweiten Erhebungswelle (1991,1993) ihrer Längsschnittuntersuchung "Entwicklungsprozesse familialer und beruflicher Lebenszusammenhänge junger Frauen" vor. Die zentrale Fragestellung befaßt sich damit, wie junge Frauen ihr Leben im Rahmen gesellschaftlicher Individualisierungsprozesse und in Auseinandersetzung mit individuellen Handlungsspielräumen sowie regionalen Gelegenheitsstrukturen entwerfen und gestalten. Die subjektiven Einschätzungen, Interpretationen und Deutungsmuster der Frauen sowie ihre biografischen Konstellationen und ihre derzeitige Situation stehen dabei im Vordergrund." Dazu wurden qualitative Interviews mit jungen Frauen in Bayern und Sachsen durchgeführt und zum Teil auch ihre Partner befragt. "In Teil A werden Konzeptionen, Projektanlage und methodische Vorgehensweise dieser Untersuchung dargestellt sowie die ausgewählten Regionen charakterisiert. Teil B analysiert nach einem generellen Überblick über die Berufswahl- und Berufsfindungsprozesse sowie die Arbeitsmarktsituation für junge Frauen in West- und Ostdeutschland die derzeitige berufliche Situation der von uns befragten jungen Frauen in Bayern und Sachsen. In Teil C wird auf die Partnerschaften und die Lebensformen der jungen Frauen im Kontext ihrer familialen und beruflichen Lebensentwürfe und biografischen Erfahrungen eingegangen. Es wird versucht, Anhaltspunkte dafür zu finden, inwiefern die unterschiedlichen Lebenformen Ausdruck unterschiedlicher Lebensentwürfe sind und ob sich generelle Individualisierungsprozesse darin spiegeln. Die charakteristischen Merkmale der von den Frauen gelebten unterschiedlichen Lebensformen werden ausführlich dargestellt und einem Ost-West-Vergleich unterzogen. Teil D faßt die wichtigsten Ergebnisse zusammen und versucht Ansatzpunkte zu liefern, wie junge Frauen in ihren Lebensentwürfen unterstützt werden können." (IAB2)
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Literaturhinweis
Frauen in Maßnahmen nach § 249h AFG: positive Entwicklung braucht weitere Impulse (Neue Bundesländer) (1996)
Zitatform
Stark, Birgit (1996): Frauen in Maßnahmen nach § 249h AFG. Positive Entwicklung braucht weitere Impulse (Neue Bundesländer). (IAB-Werkstattbericht 02/1996), Nürnberg, 33 S.
Abstract
In dem Beitrag wird untersucht, inwieweit es gelungen ist, Frauen in Ostdeutschland durch Lohnkostenzuschüsse zu fördern. Als Datenquellen werden Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit, eine Ende 1994/Anfang 1995 durchgeführte Trägerbefragung des IAB sowie eine von der Prognos AG, Basel, durchgeführte Befragung von Geförderten herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, daß der Frauenanteil im Rahmen der Maßnahmen nach § 249h AFG im Vergleich zu den Anfangsmonaten deutlich gestiegen ist, wenngleich das Ziel der anteiligen Berücksichtigung noch nicht erreicht wurde. Vor allem in männertypischen Bereichen werden Frauen nur unzureichend eingesetzt. Die Analyse der Qualifikation der Teilnehmer ergab, daß ein Großteil der Frauen wie der Männer gut ausgebildet ist, die Qualifikationsanforderungen in den Maßnahmen dem allerdings nicht immer gerecht werden. (IAB)
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