Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.
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Literaturhinweis
Retire later or work harder? (2010)
Zitatform
Bell, David N. F. & Robert A. Hart (2010): Retire later or work harder? (IZA discussion paper 4720), Bonn, 35 S.
Abstract
"We compare two policies of increasing British state pension provision: (a) increase the pensionable age of men and women, (b) maintain the existing retirement age but require older workers to work longer per-period hours. There are reasons for policy makers to give serious consideration to the under-researched alternative (b). First, from wage - hours contract theory we know that there are potential gains to both workers and firms of allowing hours to rise in work experience. Second, there is strong evidence that job satisfaction rises in age. Third, there has in any case been a significant overall increase in the hours supplied by older workers in the last two decades. We review the relevant theory, model the trade-off between later retirement versus increased work intensity, produce relevant background facts, and provide estimates of the policy trade-offs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Künftig mehr Zugänge in Altersrenten absehbar: gegenwärtig kein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente zu beobachten (2010)
Zitatform
Brussig, Martin (2010): Künftig mehr Zugänge in Altersrenten absehbar. Gegenwärtig kein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente zu beobachten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2010-02), Duisburg, 16 S. DOI:10.17185/duepublico/45411
Abstract
"Die Zahl der Neurentner/innen ging in den letzten Jahren zurück, weil geburtenschwache Jahrgänge das Renteneintrittsalter von 60 bis 65 Jahren erreichten. Doch gegenwärtig beginnt diese besondere demographische Konstellation beim Rentenzugang zu kippen: Zuletzt ist die Zahl der ostdeutschen Neurentner/innen wieder leicht gestiegen. Das durchschnittliche Zugangsalter in Altersrenten ist nach 2000 von ca. 62 Jahren (2000) in kurzer Zeit auf ca. 63 Jahre (2003) gestiegen. Seitdem stagnierte der weitere Anstieg, weil – als Folge steigender Geburtenzahlen nach 1945 – die Kohorten der heutigen „Frührentner/innen“ stärker besetzt sind als die Kohorten der heutigen „Spätrentner/innen“. Dies bremst den Anstieg des durchschnittlichen Rentenzugangsalters aller Neurentner/innen, obwohl nach wie vor zunehmende Anteile der Versicherten ihren individuellen Rentenbeginn aufschieben. Unter Kontrolle demographischer Veränderungen erfolgt der Rentenzugang aktuell öfter als früher mit 65 bzw. 63 Jahren. Der Rentenzugang mit 60 Jahren, obwohl quantitativ immer noch bedeutsam, geht allmählich zurück. Eine zentrale Ursache für frühe Berentungen vor dem 60. Lebensjahr ist der gesundheitsbedingte Verlust der Erwerbsfähigkeit, der in die Erwerbsminderungsrente führt. Aber nur etwa jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente wird auch bewilligt. Seit Mitte der 1990er Jahre gehen die Zugänge in Erwerbsminderungsrenten deutlich zurück. Ein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente angesichts sich schließender Frühverrentungspfade bei den Altersrenten ist nicht zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67? - zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67 (2010)
Bäcker, Gerhard; Trischler, Falko; Kistler, Ernst;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Ernst Kistler & Falko Trischler (2010): Rente mit 67? - zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67. (Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente 4), Berlin, 56 S.
Abstract
"Mit dem vorliegenden vierten Monitoring-Bericht wird wie in den Vorgängerberichten eine Reihe von empirischen Befunden vorgestellt und damit verbundene Fragen aufgeworfen. Schwerpunktmäßig geht es um das Problem, ob für diejenigen, die wegen der Erhöhung des Regelrentenalters länger arbeiten müssten/sollen, auch genügend - sozialstaatlichen Anforderungen entsprechende - Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Nur dann kann sich (im Sinne einer notwendigen, aber längst nicht hinreichenden Bedingung) die Annahme des Ansatzes erfüllen, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters tatsächlich dazu führen könne, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch länger auf ihrem Arbeitsplatz verbleiben bzw. die Chance haben, auch im höheren Alter - als Arbeitslose oder als Berufswiedereinsteiger - einen neuen Arbeitsplatz zu erhalten. Trifft diese Annahme einer weitgehenden Identität von Renteneintritts- und Berufsaustrittsalter nicht zu, dann führt eine Anhebung der Regelaltersgrenze, die nicht von einer entsprechenden Verlängerung der Erwerbstätigkeit begleitet wird, zu massiven arbeitsmarktpolitischen Problemen sowie zu negativen sozialen Folgewirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Weiterbeschäftigung im Rentenalter: Wünsche, Bedingungen, Möglichkeiten (2010)
Zitatform
Büsch, Victoria, Jürgen Dorbritz, Thorsten Heien & Frank Micheel (2010): Weiterbeschäftigung im Rentenalter. Wünsche, Bedingungen, Möglichkeiten. (Materialien zur Bevölkerungswissenschaft 129), Wiesbaden, 105 S.
Abstract
Im Rahmen der Untersuchung wurden im Jahr 2008 insgesamt 1500 ältere Arbeitnehmer zu ihrer Bereitschaft, im Rentenalter weiterzuarbeiten, befragt. Fazit: Die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre im Zeitraum von 2012 bis 2029 wird durch die Mehrheit der Befragten kritisch beurteilt. 39,7 Prozent bewerteten dies als sehr schlecht und 28,5 Prozent als eher schlecht. Als sehr gut bzw. gut wird die Anhebung nur von 17,6 Prozent bewertet. Auf die Frage 'Wollen Sie auch nach Ihrem Renten- bzw. Ruhestandseintritt noch erwerbstätig sein?' antworteten 24,3 Prozent mit 'ja' und 23,0 Prozent mit 'eher ja'. Allerdings hat die größte Gruppe der Befragten (33,6 Prozent) mit 'nein' geantwortet. 19,2 Prozent gaben 'eher nein' an. Ist eine Weiterbeschäftigung erwünscht, beträgt die durchschnittliche Dauer der Weiterbeschäftigung ab dem erwarteten Renteneintrittsalter 4,1 Jahre. 29,8 Prozent wollen noch 3 Jahre arbeiten, 32,5 Prozent gaben 5 Jahre als Zeitdauer an. Die Bereitschaft zur Weiterbeschäftigung geht mit dem Wunsch einher, die wöchentliche Arbeitszeit deutlich zu reduzieren. Nur 3,3 Prozent wollen auch weiterhin 35 Stunden und mehr arbeiten. Die Mehrheit von 71,6 Prozent bevorzugt eine Arbeitszeit zwischen 10 und 24 Stunden pro Woche. Diejenigen, die ihre Arbeitstätigkeit als gleichförmig und monoton, gesundheitsgefährdend und als körperlich schwer einstufen, sind deutlich seltener zu einer Weiterbeschäftigung bereit. Dies gilt auch für diejenigen, denen es nach der Arbeit schwer fällt, abzuschalten. Der Methodenbericht der Untersuchung schließt an die Veröffentlichung der Ergebnisse an. (IAB)
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Literaturhinweis
Trends in pension eligibility ages and life expectancy, 1950-2050 (2010)
Zitatform
Chomik, Rafal & Edward Whitehouse (2010): Trends in pension eligibility ages and life expectancy, 1950-2050. (OECD social, employment and migration working papers 105), Paris, 28 S. DOI:10.1787/5km68fzhs2q4-en
Abstract
"The pensionable age is the most visible parameter of retirement-income systems. This paper surveys pensionable ages in the OECD for a period of a century: back to 1950 and forward to 2050. Average pensionable age in OECD countries dropped by nearly two years during the second half of the 20th century to 62.5 for men and 61.1 for women. Legislation already in place will increase it almost to 65 for both sexes by 2050. At the same time, life expectancy has increased in most countries at most times. Between 1960 and the turn of the century, life expectancy after pensionable age is grew from 13.4 to 17.3 years for men and 16.8 to 22.1 years for women on average in OECD countries. However, life expectancy after normal pension age is projected to reach 20.3 and 24.6 years (for men and women respectively) in 2050. This continued increase is projected despite many OECD countries having already legislated for phased increases in the pension age in the future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Weiterbeschäftigung im Rentenalter: Potenziale, Einstellungen und Bedingungen (2010)
Zitatform
Dorbritz, Jürgen & Frank Micheel (2010): Weiterbeschäftigung im Rentenalter. Potenziale, Einstellungen und Bedingungen. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 31, H. 3, S. 2-7.
Abstract
"Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittalters ist unpopulär, die Bereitschaft zur Weiterarbeit im Rentenalter ist relativ hoch. Was zunächst widersprüchlich aussieht, lässt sich jedoch relativ leicht erklären. Einerseits finden gesetzliche Vorgaben kaum Akzeptanz, andererseits ist die Bereitschaft zur Suche nach individuellen Lösungen für eine Weiterbeschäftigung ausgeprägt. Das betrifft vor allem flexible Regelungen hinsichtlich der wöchentlichen Arbeitszeit, der Anzahl der Arbeitstage und der Regelmäßigkeit. Hier sind erhebliche Reduzierungen im Vergleich zur normalen Situation gewünscht. Einen großen Einfluss auf die Bereitschaft zur Weiterarbeit haben die Unternehmensgröße (je kleiner das Unternehmen, desto höher die Bereitschaft), die körperliche Belastung durch die Arbeit (körperliche Schwere reduziert Bereitschaft und die Einkommenssituation (Zwang zur Weiterbeschäftigung bei sehr niedrigen Einkommen). Auf unterschiedliche Weise wirkt der Gesundheitszustand. Ein schlechter Gesundheitszustand verringert die Weiterbeschäftigungsbereitschaft, ein guter erhöht sie jedoch nicht zwangsläufig. Die gute Gesundheitssituation wird als Chance gesehen, sich um die Familie zu kümmern und den Ruhestand zu genießen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktbilanz bis 2025: Demografie gibt die Richtung vor (2010)
Zitatform
Fuchs, Johann & Gerd Zika (2010): Arbeitsmarktbilanz bis 2025: Demografie gibt die Richtung vor. (IAB-Kurzbericht 12/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Talfahrt der deutschen Wirtschaft scheint im zweiten Quartal 2009 ihr Ende gefunden zu haben. Seitdem geht es wieder leicht aufwärts. Offen bleibt derzeit, wie stark die Erholung ausfällt oder ob es gar - im Gefolge der Krise der Euro-Zone - zu einem befürchteten 'double dip' kommen wird. Gegenüber dieser kurzfristigen Sichtweise nimmt der Kurzbericht eine langfristige Perspektive ein. Mithilfe von Modellrechnungen wird unter einem Kranz von Annahmen untersucht, wie sich die Unterbeschäftigung bis zum Jahr 2025 voraussichtlich entwickeln könnte. Dazu wird in einer Arbeitsmarktbilanz das zu erwartende Angebot an Arbeitskräften dem zu erwartenden Bedarf an Arbeitskräften gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Zehn Missverständnisse im Zusammenhang mit der Rente mit 67 (2010)
Gasche, Martin; Bucher-Koenen, Tabea; Holthausen, Annette; Kluth, Sebastian;Zitatform
Gasche, Martin, Tabea Bucher-Koenen, Annette Holthausen & Sebastian Kluth (2010): Zehn Missverständnisse im Zusammenhang mit der Rente mit 67. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 209), Mannheim, 39 S.
Abstract
"Die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre (Rente mit 67) ist wichtiger Bestandteil eines Bündels von Reformmaßnahmen, mit dem die gesetzliche Rente trotz zunehmender Lebenserwartung, sinkender Geburtenraten und baldigem Eintreten der Baby-Boomer-Generation ins Rentenalter gesichert wird. Neben der Anhebung der Altersgrenzen gehören zu diesen Maßnahmen die graduelle Reduktion des Rentenniveaus (durch den Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenanpassungsformel) und der Aufbau einer kapitalgedeckten Säule (Riester-Rente). Obwohl eine Ausweitung der Erwerbsphase bei einer immer weiter zunehmenden Lebenserwartung geradezu auf der Hand liegt, ist die Rente mit 67 in der Bevölkerung höchst unbeliebt. Die mangelnde Akzeptanz der Rente mit 67 dürfte aber zu einem Großteil auch darauf zurückzuführen sein, dass es im Zusammenhang mit der Rente mit 67 einige Missverständnisse gibt und dass die Sichtweise oft etwas einseitig auf die negativen Aspekte gerichtet ist. Nachfolgend werden zehn Missverständnisse aufgezeigt und diskutiert. Dabei wird ganz bewusst versucht, zu den einzelnen Punkten auch eine positive Perspektive aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Künftige Altersrenten und der Wandel der Erwerbsbiografien: eine Mikrosimulationsstudie für Deutschland (2010)
Zitatform
Geyer, Johannes & Viktor Steiner (2010): Künftige Altersrenten und der Wandel der Erwerbsbiografien. Eine Mikrosimulationsstudie für Deutschland. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 1, S. 34-47.
Abstract
"Wir analysieren auf der Basis eines Mikrosimulationsmodells und einer integrierten Datenbasis der deutschen Rentenversicherungsstatistik und dem Sozio-oekonomischen Panel die zukünftigen Altersrenten der Geburtskohorten 1937 - 71. Das Mikrosimulationsmodell bildet Änderungen des Erwerbsverhaltens im demografischen Wandel im Kontext langfristiger Rentenreformen ab. Berücksichtigt werden dabei auch die Effekte der Anhebung des gesetzlichen Rentenalters und der Absenkung des Rentenniveaus durch den Nachhaltigkeitsfaktor. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass sowohl die Arbeitsmarktentwicklungen seit der Wiedervereinigung als auch die jüngsten Rentenreformen erhebliche Auswirkungen auf die Rentenansprüche, insbesondere der jüngeren Geburtskohorten, haben werden. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, aber auch nach Geschlecht und dem Bildungsabschluss. Dramatisch ist der Rückgang der Rentenansprüche bei den jüngeren Geburtskohorten in Ostdeutschland, wenn die ungünstige Arbeitsmarktentwicklung seit der Wiedervereinigung anhält. Bei einer günstigeren Arbeitsmarktentwicklung wird die negative Entwicklung der Renten bei den jüngeren Geburtskohorten in Ostdeutschland zwar deutlich abgeschwächt, aber nicht aufgehoben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeiten bis 67 - ein weltfremdes Projekt! (2010)
Holler, Markus; Kistler, Ernst; Trischler, Falko;Zitatform
Holler, Markus, Ernst Kistler & Falko Trischler (2010): Arbeiten bis 67 - ein weltfremdes Projekt! In: Gute Arbeit, Jg. 22, H. 2, S. 12-17.
Abstract
"Der Gesetzgeber hat entschieden, das Regelrentenalter auf 67 Jahre heraufzusetzen. Zugleich wird angestrebt, die Beschäftigungsquote Älterer zu verbessern. Damit ist auch die Frage nach der Entwicklung der Arbeitsbedingungen und ihrer gruppenspezifischen Streuung aufgeworfen. Trotz vieler Einzelstudien liegt in Deutschland bisher kein systematischer Ergebnisüberblick vor, der umfassende und differenzierte Aussagen dazu erlaubt. Der vorliegende Beitrag' skizziert die Arbeitsbelastungen in wichtigen Bereichen und zeigt Defizite der in Deutschland nur in Ansätzen vorhandenen Arbeitsweltberichterstattung auf. Insgesamt muss festgestellt werden, dass mit Blick auf die Arbeitsbedingungen die Voraussetzungen für eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters nicht gegeben sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ehrbare Staaten? Die deutsche Generationenbilanz im internationalen Vergleich: wie gut ist Deutschland auf die demografische Herausforderung vorbereitet? (2010)
Moog, Stefan; Müller, Christoph; Raffelhüschen, Bernd;Zitatform
Moog, Stefan, Christoph Müller & Bernd Raffelhüschen (2010): Ehrbare Staaten? Die deutsche Generationenbilanz im internationalen Vergleich. Wie gut ist Deutschland auf die demografische Herausforderung vorbereitet? (Forschungszentrum Generationenverträge. Diskussionsbeiträge 44), Freiburg, 29 S.
Abstract
"Ein fiskalischer Vergleich entwickelter Staaten geschieht häufig über jährliche Indikatoren wie etwa den Maastricht-Kriterien Defizit- und Schuldenquote. Um jedoch die Tragfähigkeit einer jeweiligen Fiskalpolitik einschätzen zu können, bedarf es der Erweiterung der Perspektive um langfristige implizite Verpflichtungen, welche hauptsächlich in Sozialversicherungssystemen begründet sind. Die vorliegende Arbeit untersucht mit Hilfe von Generationenbilanzen die fiskalische Nachhaltigkeit von acht Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Österreich, Schweiz, Spanien und die Vereinigten Staaten). Neben einem internationalen Nachhaltigkeitsranking findet sich in dieser Studie auch eine exemplarische Analyse und Bewertung dessen, was in den betrachteten Ländern im Bereich der Alterssicherung auf den Weg gebracht wurde. Dabei zeigt sich, dass der in Deutschland gewählte Weg einer Kombination aus Nachhaltigkeitsfaktor, staatlich geförderter privater Altersvorsorge (Riester-Rente) und Rente mit 67 die Belastungen im internationalen Vergleich ausgewogen verteilt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Für und Wider der Weiterbeschäftigung im Rentenalter aus individueller Sicht - ein Vergleich ausgewählter Berufe (2010)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (2010): Für und Wider der Weiterbeschäftigung im Rentenalter aus individueller Sicht - ein Vergleich ausgewählter Berufe. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 31, H. 3, S. 10-17.
Abstract
"Im Jahr 2007 wurde von der Bundesregierung beschlossen, ab 2012 die Regelaltersgrenze schrittweise von derzeit 65 auf 67 Jahre anzuheben. Interessant ist es zu wissen, wie hoch die Bereitschaft der Menschen selbst ist, länger, d.h. über die Altersgrenze hinaus zu arbeiten. Welches sind ihre Gründe dafür oder dagegen? Im vorliegenden Beitrag wird diese Fragestellung in Bezug zur aktuellen beruflichen Tätigkeit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Keine Veränderungen beim Pensionszugangsverhalten trotz tiefgreifender Pensionsreformen? (2010)
Türk, Erik;Zitatform
Türk, Erik (2010): Keine Veränderungen beim Pensionszugangsverhalten trotz tiefgreifender Pensionsreformen? In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 36, H. 2, S. 247-256.
Abstract
"Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter insgesamt wird von einer Reihe von Faktoren beeinflusst und kann damit keine sinnvolle Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen der Pensionsreformen seit 2000 auf das Pensionszugangsverhalten darstellen. Dieser Zugang führt vielmehr zwangsläufig zu Fehlinterpretation wie z. B., dass insbesondere bei den Frauen keine nennenswerten Auswirkungen auf das Pensionszugangsverhalten eingetreten wären. Eine differenzierte Analyse mittels Fokussierung auf die betroffenen Altersgruppen zeigt demgegenüber, dass die Verschärfungen der Zugangsbedingungen tatsächlich relativ deutliche Verzögerungseffekte beim Pensionszugangsverhalten zur Folge hatten und sich das durchschnittliche Pensionsantrittsalter in den betroffenen Altersgruppen seit 1999 sowohl bei Männern als auch bei Frauen um rund 15 Monate erhöht hat. Dass sich diese Veränderungen kaum in einer Erhöhung des durchschnittlichen Antrittsalters insgesamt niederschlagen, liegt insbesondere an den gegenläufigen Veränderungen in den nicht betroffenen Altersgruppen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Später in den Ruhestand? (2010)
Wingerter, Christian;Zitatform
Wingerter, Christian (2010): Später in den Ruhestand? (STATmagazin), Wiesbaden, 4 S.
Abstract
"Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland wächst. 2009 waren 38,7% der Personen zwischen 60 und 64 Jahren erwerbstätig und damit fast doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Doch was sagt diese Zahl aus? Ist Deutschland auf einem guten Weg für eine Rente mit 67? Wie viele Menschen stehen heute bis zum regulären Renteneintrittsalter von 65 Jahren im Erwerbsleben und wie viele bis zum Alter von 67? Welche Rolle spielt Erwerbslosigkeit im Alter? Wie ist es um die Gesundheit älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestellt? Kann überhaupt in allen Berufen länger gearbeitet werden? Der Mikrozensus ermöglicht es, diese Diskussionspunkte genauer zu beleuchten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Rente mit 67" - Befunde zur Erwerbssituation älterer Arbeitnehmerinnen (2010)
Zimmer, Barbara; Leve, Verena; Naegele, Gerhard;Zitatform
Zimmer, Barbara, Verena Leve & Gerhard Naegele (2010): "Rente mit 67" - Befunde zur Erwerbssituation älterer Arbeitnehmerinnen. In: Comparative Population Studies, Jg. 35, H. 4, S. 709-738. DOI:10.4232/10.CPoS-2010-17de
Abstract
"Das 2007 verabschiedete Altersgrenzenanpassungsgesetz stellt den bisherigen Höhepunkt eines rentenpolitischen Paradigmenwechsels hin zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben dar und geht mit tiefgreifenden Veränderungen und Leistungseinschränkungen für die Versicherten einher. Ein abschlagsfreier Rentenbezug wird künftig für den Großteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erst mit dem Erreichen des 67. Lebensjahres möglich sein. Um Rentenkürzungen bei einem vorzeitigen Renteneintritt und damit teilweise prekäre Einkommensverhältnisse im Alter zu vermeiden, sind Arbeitgeber wie Beschäftigte vor neue Herausforderungen gestellt. Insbesondere für Frauen, die strukturell eine schwächere Position auf dem Arbeitsmarkt einnehmen, bestehen hier spezifische Unterstützungsbedarfe. Vor diesem Hintergrund wurde im Auftrag der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vom Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund in Kooperation mit TNS Infratest 2007 eine bundesweite repräsentative Befragung von 1.800 Arbeitnehmerinnen der Geburtsjahrgänge 1947 bis 1964 durchgeführt, die erstmals von der Anhebung der Altersgrenze ab 2012 betroffen sein werden. Neben strukturellen Daten wurden dabei die Einschätzung der derzeitigen Arbeits- und Weiterarbeitsfähigkeit bis zur Regelaltersgrenze sowie spezifische Arbeitsbedingungen bzw. -belastungen erhoben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mehr als 40 % der befragten Arbeitnehmerinnen die Voraussetzungen, ihre derzeitige Tätigkeit bis zur für sie geltenden gesetzlichen Altersgrenze ausüben zu können, negativ beurteilen. Ursachen für eine mäßige bis schlechte individuelle Arbeitsfähigkeit und damit die Gefahr, vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu müssen, liegen unter anderem in arbeitsspezifischen Belastungsformen, die wiederum in bestimmten Branchen und Berufsgruppen kumulieren. Die Schaffung alter(n)sgerechter Arbeitsplätze und die Implementierung einer demografiesensiblen und lebenslauforientierten Personalpolitik in den Betrieben können einen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit dieser Beschäftigten über den Erwerbsverlauf leisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Englischsprachige Fassung -
Literaturhinweis
Aufbruch in die altersgerechte Arbeitswelt: Bericht der Bundesregierung gemäß § 154 Abs. 4 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre (2010)
Abstract
"Der Bericht umfasst Analysen, Darstellungen, Zahlen und Schaubilder zur demografischen Entwicklung und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, den Arbeitsmarkt und die gesetzliche Rentenversicherung, zur wirtschaftlichen und sozialen Lage und zur Erwerbsbeteiligung Älterer sowie zu den Aktivitäten der Bundesregierung. Der Bericht benennt darüber hinaus die Verantwortung und Rolle der Sozialpartner und Unternehmen sowie konkrete Maßnahmen, die den Betrieben den Umgang mit alternden Belegschaften erleichtern und das Arbeiten bis zur Rente ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grünbuch "Angemessene, nachhaltige und sichere europäische Pensions- und Rentensysteme" (2010)
Abstract
"Ageing populations in all Member States have put existing retirement systems under massive strain and the financial and economic crisis has only increased this pressure. The consultation document, a Green paper, poses a series of questions inviting all interested parties to contribute views, opinions and ideas on confronting the pension challenge - one of the biggest facing Europe and most parts of the world today - and how the EU can contribute to the solutions.
The Green Paper reviews the European pension framework in a holistic and integrated manner, benefiting from synergies across economic and social policy and financial market regulation which is why so many different topics are covered, such as: longer working lives, the internal market for pensions, mobility of pensions across the EU, gaps in EU regulation, the future solvency regime for pension funds, the risk of employer insolvency, informed decision-making and governance at EU level. In particular, it aims to address the following issues:
- Ensuring adequate incomes in retirement and making sure pension systems are sustainable in the long term
- Achieving the right balance between work and retirement and facilitating a longer active life
- Removing obstacles to people who work in different EU countries and to the internal market for retirement products
- Making pensions safer in the wake of the recent economic crisis, both now and in the longer term
- Making sure pensions are more transparent so that people can take informed decisions about their own retirement income." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Zur Anhebung der Altersgrenzen (2009)
Zitatform
Bucher-Koenen, Tabea & Christina Benita Wilke (2009): Zur Anhebung der Altersgrenzen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 58, H. 4, S. 69-79. DOI:10.3790/sfo.58.4.69
Abstract
"Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2007 die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von 65 auf 67 Jahre beschlossen. In diesem Beitrag simulieren wir die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahme auf die finanzielle Lage der Gesetzlichen Rentenversicherung. Im Gegensatz zu bisherigen Simulationen basieren die Ergebnisse auf einem in sich konsistenten Modell, das Rückkopplungen zwischen der Entwicklung der Erwerbsbevölkerung, dem Übergang in die Rente und der Entwicklung des Rentnerbestandes explizit berücksichtigt. Insgesamt führt die Anhebung der Altergrenzen zu einem geringeren Anstieg des Beitragssatzes ab 2013 und einem geringeren Rückgang des Bruttorentenniveaus ab 2014. Es stellt sich heraus, dass der Effekt unterschiedlicher Verhaltensreaktionen auf die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund der stabilisierenden Wirkung von Abschlägen relativ gering ist. Auf der individuellen Eben kann durch einen späteren Renteneintritt die Höhe des Einkommens aus der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich verbessert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 - Erhöhtes Risiko von Einkommenseinbußen und Altersarmut: zweiter Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente (2009)
Bäcker, Gerhard; Kistler, Ernst; Trischler, Falko;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Ernst Kistler & Falko Trischler (2009): Rente mit 67 - Erhöhtes Risiko von Einkommenseinbußen und Altersarmut. Zweiter Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente. (Monitoring-Bericht für eine gerechte Rente 2), Berlin, 40 S.
Abstract
"Das Netzwerk für eine gerechte Rente legt hiermit seinen zweiten Monitoring-Bericht vor. Mit dieser Serie von Berichten weisen die im Netzwerk zusammengeschlossenen Organisationen auf Probleme hin, die im Kontext der Anhebung der Regelaltersgrenze für die gesetzliche Rente auf 67 Jahre zu erwarten sind. Dieser zweite Bericht beschäftigt sich mit dem Themenfeld 'Rente mit 67: Erhöhtes Risiko von Einkommenseinbußen und Altersarmut'. Die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters kann nämlich, wie es mit der Bestandsprüfungsklausel zu Recht festgestellt wird - nicht allein unter Arbeitsmarktgesichtspunkten beurteilt werden.
Ziel ist es aufzuzeigen, welche Probleme bei einem Hinausschieben des Bezugs einer abschlagfreien Altersrente oder einer Erwerbsminderungsrente unter den neuen Rahmenbedingungen eintreten werden. Dazu werden Problempunkte in der bisherigen Einkommensentwicklung und -situation von Älteren bzw. Rentnern aufgezeigt. Sodann werden Risiken dargestellt, die zu künftig höherer Altersarmut und zu einer mangelnden Lebensstandardabsicherung führen werden. Speziell ist zu fragen, was die Rente mit 67 in diesen Zusammenhängen bewirken wird. Damit ist gleichzeitig darauf hingewiesen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssten - und zwar schon heute - um zumindest für einen Teil dieser Problemgruppen ein längeres Arbeiten überhaupt erst möglich zu machen (von einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen bis zu einer altersgerechten Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung)." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Pension schemes and pension projections in the EU-27 Member States 2008-2060: vol. I: Report (2009)
Eckefeldt, Per; Carone, Giuseppe; Dybczak, Kamil; Kastrop, Christian; Koopman, Gert-Jan; Bogaert, Henri;Zitatform
Eckefeldt, Per & Kamil Dybczak (Hrsg.) Koopman, Gert-Jan, Christian Kastrop, Henri Bogaert & Giuseppe Carone (Bearb.) (2009): Pension schemes and pension projections in the EU-27 Member States 2008-2060. Vol. I: Report. (European economy. Occasional papers 56), Brüssel, 417 S. DOI:10.2765/54270
Abstract
"This report presents the country fiches for each Member State on the pension projection - being the largest public expenditure item covered by the projection exercise released in the 2009 Ageing Report - prepared by the AWG members and by the Directorate-General for Economic and Financial Affairs on the basis of a harmonised structure. The 2009 Ageing Report was the third update since 2001 of the long-term economic and budgetary projections aimed at assessing the impact of ageing population. This projection exercise builds on, updates and further improves the previous exercises so as to enhance comparability across countries, consistency across expenditure items and the economic basis for the underlying assumptions. The country fiches follow the same structure and the same set of figures is provided by all countries. The first part of the country fiches provides a description of the pension system in the country. The second part provides and discusses expected development on the basis of the main projection outcomes. The pension projections were carried out on the basis of legislation and policies in the field of pension as of July 2008. In addition, this section addresses main drivers behind the pension projection and discusses the impact these factors have on expected development of pension expenditure. Finally, the technical characteristics of the pension models used by Member States were collected in an Annex to this report." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben - aber wie?: Altersteilzeit, Teilrente und Langzeitkonten - keine echten Alternativen zur "Rente mit 67" (2009)
Kerschbaumer, Judith;Zitatform
Kerschbaumer, Judith (2009): Flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben - aber wie? Altersteilzeit, Teilrente und Langzeitkonten - keine echten Alternativen zur "Rente mit 67". In: Soziale Sicherheit, Jg. 58, H. 4, S. 125-132.
Abstract
"Die 'Rente mit 67' ist beschlossen. Doch nach wie vor streben viele Erwerbstätige - etwa aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der schwierigen Arbeitsmarktlage - einen Übertritt in die Rente vor dem 65. bzw. 67. Lebensjahr an. Doch die Politik will die Anhebung des regulären Renteneintrittsalters nicht revidieren. Stattdessen werden Alternativen unter dem Stichwort 'Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente' diskutiert. Dazu sollen die Rahmenbedingungen von Altersteilzeit, Teilrenten und Langzeitkonten gesetzlich so gestaltet werden, dass es künftig Aufgabe der Tarif- und Betriebsparteien sein wird, einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu organisieren und die Rente mit 67 zu verhindern. Für welche Beschäftigtengruppen sind die genannten Ansätze günstig? Wer sind die Gewinner(innen) und wer die Verlierer(innen)? Diesen Fragen geht der folgende Beitrag nach. Im ersten Teil werden die wesentlichen Flexibilisierungsinstrumente erörtert. Der zweite Teil untersucht Kombinationsmöglichkeiten dieser Instrumente sowie deren Vor- und Nachteile." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 - für viele Beschäftigte unerreichbar!: dritter Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente (2009)
Kistler, Ernst; Bäcker, Gerhard; Trischler, Falko;Zitatform
Kistler, Ernst, Falko Trischler & Gerhard Bäcker (2009): Rente mit 67 - für viele Beschäftigte unerreichbar! Dritter Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente. (Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente 3), Berlin, 48 S.
Abstract
"Das Netzwerk für eine gerechte Rente legt hiermit seinen dritten Monitoring-Bericht vor. Mit dieser Serie von Berichten weisen die im Netzwerk zusammengeschlossenen Organisationen auf Probleme hin, die im Kontext der Anhebung der Regelaltersgrenze für die gesetzliche Rente auf 67 Jahre zu erwarten sind.
Eine notwendige Voraussetzung einer Erhöhung des Renteneintrittsalters betrifft die zunächst ganz einfach erscheinende Frage, ob die ArbeitnehmerInnen überhaupt in der Lage sind, bis 65 oder gar bis 67 erwerbstätig zu sein. Dieser Problematik widmet sich der vorliegende dritte Monitoring-Bericht. Er zielt vor allem auf gesundheitliche Probleme ab. Diese Frage muss mit Blick auf gruppenspezifische Differenzierungen angegangen werden: Welche Beschäftigtengruppen können nicht so lange erwerbstätig sein? Worin sind die entscheidenden Ursachen hierfür zu sehen? Was ist mit Erwerbsgeminderten - und ähnlich gelagert, wenn auch nicht identisch, mit Schwerbehinderten? Würde sich wegen dieser gruppenspezifischen Unterschiede im Gefolge einer Rente mit 67 die sowieso schon beobachtbare gesellschaftliche Spaltung noch weiter verschärfen? Wie ist - bezogen auf die nachrückenden Kohorten - die Entwicklung der Arbeitsbedingungen, der beruflichen Belastungen und Beanspruchungen sowie der gesundheitlichen Leistungsfähigkeit einzuschätzen?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The 2009 ageing report: economic and budgetary projections for the EU-27 member states (2008-2060) (2009)
Koopman, Gert-Jan; Sail, Etienne; Diez Guardia, Nuria; Bogaert, Henri; Carone, Giuseppe; Kastrop, Christian; Eckefeldt, Per; Przywara, Bartosz; Dybczak, Kamil;Zitatform
Koopman, Gert-Jan, Christian Kastrop, Henri Bogaert, Giuseppe Carone, Per Eckefeldt, Nuria Diez Guardia, Kamil Dybczak, Bartosz Przywara & Etienne Sail (2009): The 2009 ageing report. Economic and budgetary projections for the EU-27 member states (2008-2060). (European economy 2009/02), 444 S. DOI:10.2765/80301
Abstract
"In 2006, the ECOFIN Council gave the Economic Policy Committee (EPC) a mandate to update its common exercise of age-related expenditure projections by the autumn of 2009 on the basis of a new population projection by Eurostat. The projections of all expenditure items are made on the basis of common macroeconomic assumptions endorsed by the EPC and of a 'no policy change' assumption, i.e. reflecting only already enacted legislation. The report presents the expenditure projections covering pensions, health care, long-term care, education and unemployment transfers for all Member States. The report is structured in two parts. The first describes the assumptions underlying the population projection, the labour force projection and the other macroeconomic assumptions. The second part presents the projection of expenditure on pensions, health care, long-term care, education and unemployment transfers. A statistical annex gives a country-by-country overview of the main assumptions and results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Rente mit 67: Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen (2009)
Leve, V.; Naegele, G.; Sporket, M.;Zitatform
Leve, V., G. Naegele & M. Sporket (2009): Rente mit 67. Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 42, H. 4, S. 287-291. DOI:10.1007/s00391-009-0054-4
Abstract
"Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre durch die Bundesregierung im Frühjahr 2007 stellt Arbeitnehmende und Betriebe vor neue Herausforderungen. Gerade für ältere Arbeitnehmerinnen gestaltet sich aufgrund kumulierender Risiken die Weiterarbeitsfähigkeit bis zur individuellen neuen Regelaltersgrenze u. U. problematisch. Sie sind zum einen alterstypischen Beschäftigungsrisiken ausgesetzt, wie beispielsweise altersselektiven Rekrutierungsansätzen und einer überwiegend altersdiskriminierenden Personalpolitik in Betrieben. Zum anderen gibt es geschlechterspezifische Risiken, mit denen die Arbeitnehmerinnen über den Verlauf ihrer Erwerbsbiographie immer wieder konfrontiert werden und die häufig die Beschäftigungssituation im späteren Erwerbsverlauf stark beeinflussen. So sind ihre Erwerbsbiographien häufig von Unterbrechungen aufgrund von Vereinbarkeitsproblematiken, aber auch durch branchen- und arbeitsorganisationsabhängige geringere Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie geringere Einkommen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit geprägt. Darüber hinaus sind Frauen signifikant häufiger in Teilzeitbeschäftigung und zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnissen tätig. Gelingt es nicht, auch für benachteiligte Frauen die Weiterarbeit zu ermöglichen, droht nicht nur individuell ein unzureichendes Alterseinkommen, sondern der Volkswirtschaft auch ein kostspieliger Verlust an Humankapital und Sozialversicherungsbeiträgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Don't raise the retirement age!: an experiment on opposition to pension reforms and east-west differences in Germany (2009)
Zitatform
Scheubel, Beatrice, Daniel Schunk & Joachim Winter (2009): Don't raise the retirement age! An experiment on opposition to pension reforms and east-west differences in Germany. (CESifo working paper 2752), München, 47 S.
Abstract
"For policy reforms to increase a society's welfare, reliable information on people's preferences and expectations is crucial. Representative opinion polls, often involving simplified questions about the complex topics under debate, are an important source of information for both policy-makers and the public. Do people's answers to these poll questions reliably reflect their preferences and expectations, or does fundamental, undiscriminating opposition to reforms distort them? We address this question in the context of a recent German pension reform which raised the statutory retirement age by two years to age 67. By introducing an experiment into a representative household survey, we are able to disentangle expectations of work ability at retirement and fundamental opposition. Our results show that expected work ability declines substantially with increasing target age (63, 65, or 67 years). Answers from West German respondents reflect their current life situation as well as individual health and other risk factors. However, a fundamental opposition to reforms of the welfare state appears to strongly affect responses from East German households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Don't raise the retirement age!: an experiment on opposition to pension reforms and East-West differences in Germany (2009)
Zitatform
Scheubel, Beatrice, Daniel Schunk & Joachim Winter (2009): Don't raise the retirement age! An experiment on opposition to pension reforms and East-West differences in Germany. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 188), Mannheim, 44 S.
Abstract
"For policy reforms to increase a society's welfare, reliable information an people's preferences and expectations is crucial. Representative opinion polls, often involving simplified questions about the complex topics under debate, are an important source of information for both policy-makers and the public. Do people's answers to these poll questions reliably reflect their preferences and expectations, or does fundamental, undiscriminating opposition to reforms distort them? We address this question in the context of a recent German pension reform which raised the statutory retirement age by two years to age 67. By introducing an experiment into a representative household survey, we are able to disentangle expectations of work ability at retirement and fundamental opposition. Our results show that expected work ability declines substantially with increasing target age (63, 65, or 67 years). Answers from West German respondents reflect their current life situation as well as individual health and other risk factors. However, a fundamental Opposition to reforms of the welfare state appears to strongly affect responses from East German households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen und Rente mit 67 können Arbeitskräfteangebot stabilisieren: Modellrechnungen für die Bundesrepublik Deutschland bis 2050 (2008)
Bomsdorf, Eckart;Zitatform
Bomsdorf, Eckart (2008): Höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen und Rente mit 67 können Arbeitskräfteangebot stabilisieren. Modellrechnungen für die Bundesrepublik Deutschland bis 2050. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 61, H. 13, S. 11-21.
Abstract
"In den Diskussionen um den demographischen Wandel in Deutschland stehen meist der Bevölkerungsumfang sowie der Jungen- und der Altenquotient im Vordergrund. Es ist aber sinnvoll, auch die Entwicklung des Umfangs der Bevölkerung im Erwerbsalter zu betrachten. Der Autor analysiert den demographischen Wandel in Deutschland bis zum Jahr 2050 im Hinblick auf das Arbeitskräftepotential und führt auf unterschiedlichen Annahmen bezüglich Fertilität, Migration und Mortalität beruhende Mdellrechnungen durch. Für die Entwicklung der Anzahl der Erwerbspersonen sind zudem Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung der Frauen berücksichtigt worden. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl eine Erhöhung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung als auch eine höhere Frauenerwerbsbeteiligung die durch den demographischen Wandel bedingten Lücken bei den Erwerbspersonen schließen helfen können. Ohne die Rente mit 67 sowie eine höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen würde nicht nur die Anzahl der Erwerbstätigen, sondern auch der Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung, also die Erwerbsquote, in kaum vertretbarem Maß sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Anhebung der Altersgrenzen: eine Simulation der langfristigen Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung bei unterschiedlichem Renteneintrittsverhalten (2008)
Zitatform
Bucher-Koenen, Tabea & Christina Benita Wilke (2008): Zur Anhebung der Altersgrenzen. Eine Simulation der langfristigen Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung bei unterschiedlichem Renteneintrittsverhalten. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 159), Mannheim, 28 S.
Abstract
"Die Anhebung des Regelrentenalters ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland. Die Wirkung dieser Maßnahme hängt entscheidend vom Reaktionsverhalten der betroffenen Erwerbstätigen ab. In diesem Beitrag simulieren wir die langfristigen finanziellen Auswirkungen der Altersgrenzenanhebung bis 2050 abhängig vom Reaktionsverhalten der Betroffenen und unter Berücksichtigung von Rückkopplungseffekten mit dem Arbeitsmarkt. Insgesamt führt die Altersgrenzenanhebung zu einem geringeren Anstieg des Beitragssatzes sowie einem geringeren Rückgang des Rentenniveaus. Je nach Veränderung des Renteneintrittsverhaltens liegt der Effekt bis 2050 zwischen 0,7 und 1,0 Beitragssatzpunkte bzw. 0,8 bis 1,1 Prozentpunkten des Bruttorentenniveaus. Auf der individuellen Ebene kann ein Rückgang des Alterseinkommens deutlich durch eine Anpassung des Erwerbsverhaltens beeinflusst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsverlauf, Qualifikation und Rentenzugangsverhalten: eine Analyse mit Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (2008)
Clemens, Wolfgang; Himmelreicher, Ralf;Zitatform
Clemens, Wolfgang & Ralf Himmelreicher (2008): Erwerbsverlauf, Qualifikation und Rentenzugangsverhalten. Eine Analyse mit Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 41, H. 5, S. 352-359. DOI:10.1007/s00391-008-0004-6
Abstract
"Auf Basis von Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung wird untersucht, welche Rolle die höchste schulische und berufliche Qualifikation für den Erwerbsverlauf, den Austritt aus dem Erwerbsleben und die Höhe der Rentenanwartschaften von Frauen und Männer in den alten und neuen Bundesländern spielt. Hinsichtlich des Einstiegs ins Erwerbsleben und den Aufbau von Rentenanwartschaften zeigt sich ein deutlicher Einfluss der Qualifikation, während sie lediglich einen begrenzten Einfluss auf den Austritt aus dem Erwerbsleben und den Zeitpunkt der ersten Rentenzahlung der Altersrente hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt (2008)
Günther, Martin;Zitatform
Günther, Martin (2008): Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt. (Rosa-Luxemburg-Stiftung. Manuskripte 74), Berlin: Dietz, 57 S.
Abstract
"Diese Arbeit soll dazu dienen, den jetzigen Stand der Diskussion und der Instrumente zur Integration älterer Arbeitnehmer in Deutschland zu diskutieren und ihre Schwächen und Stärken auszumachen. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche Anforderungen für das Wirtschaften zukünftig mit einer im Durchschnitt älteren Erwerbsbevölkerung bestehen, wie diese zu bewältigen sind und wie somit die Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt gelingen kann." Nach einer Situationsbeschreibung werden die Instrumente dargestellt (Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes, 58er-Regelung (§ 428 SGB III), Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, Kombilohn für Ältere / Entgeltsicherung (§ 421j SGB III), Eingliederungszuschuss für Ältere (§ 421f SGB III), Beitragsbonus für ältere Arbeitnehmer (§ 421k SGB III), Befristungsregelungen ab dem 52. Lebensjahr (§ 14 Abs. 3 TzBfG), Förderung der beruflichen Weiterbildung (§ 417 SGB III), Initiative Neue Qualität der Arbeit - INQA, Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen sowie Maßnahmen im öffentlichen Dienst). Es folgen Kriterien zur Beurteilung der Instrumente (Mitnahmeeffekte, Substitutions- und Verdrängungseffekte sowie weitere Maßstäbe) und es werden die Instrumente beurteilt (Anreize zur Verhinderung des frühen Erwerbsausstieges, Instrumente zur Erhöhung der Beschäftigungschancen und -fähigkeit, Programme zur Integration Älterer in den Arbeitsmarkt sowie eine Gesamtbeurteilung). Schließlich wird der erforderliche Wandel in der Arbeitswelt beschrieben (Lebenslanges Lernen, Gesunde Arbeitswelt und Anforderungen an Arbeitszeit- und Entgeltstrukturen). (IAB2)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 - Die Voraussetzungen stimmen nicht!: erster Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente (2008)
Kistler, Ernst; Trischler, Falko; Bäcker, Gerhard; Ebert, Andreas;Zitatform
Kistler, Ernst, Andreas Ebert, Falko Trischler & Gerhard Bäcker (2008): Rente mit 67 - Die Voraussetzungen stimmen nicht! Erster Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente. (Monitoring-Bericht für eine gerechte Rente 1), Berlin, 21 S.
Abstract
Der Monitoring-Bericht des 'Netzwerks für eine gerechte Rente', einem Zusammenschluss von Gewerkschaften und Wohlfahrts- und Sozialverbänden, gibt einen mit ausgewählten Daten angereicherten Überblick über (1) die zu erwartenden Probleme am Arbeitsmarkt, (2) die Frage der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten bis ins höhere Erwerbsalter, (3) die bisherige Entwicklung der Übergänge vom Arbeitsleben in den Ruhestand sowie (4) die Entwicklung bei den Renteneinkommen. Das Netzwerk kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für die Rente mit 67 nicht stimmen. Sie stellen fest, dass auch auf mittlere Sicht nicht zu erwarten ist, dass die älteren Beschäftigten in ausreichendem Maße in der Lage sein werden, über das 65. Lebensjahr hinaus in Arbeit zu bleiben. Statt dessen droht verbreitete Altersarmut. Die Experten gehen davon aus, dass auch in Zukunft Arbeitsplätze fehlen werden, die ein ausreichendes eigenes Einkommen und eine eigenständige soziale Sicherung erlauben. Weiter haben sie festgestellt, dass die Arbeitsbedingungen großer Teile der Beschäftigten ein Arbeiten bis zum 65. Lebensjahr, geschweige denn bis zum 67. Lebensjahr nicht zuließen. Das gravierendste Problem sehen die Autoren des Berichts darin, dass viele Ältere nach wie vor in die Arbeitslosigkeit abgedrängt würden. 'Solange das hohe Arbeitslosigkeitsrisiko andauert und für ältere Arbeitslose jenseits der 60 kaum Chancen auf Vermittlung bestehen, ist es nicht verantwortbar, die Regelaltersgrenze auf 67 Jahre anzuheben.' Mit jeder längeren Arbeitslosigkeit vor Renteneintritt wächst das Risiko der Altersarmut. Das Fazit des 'Netzwerkes': Rente mit 67 bestraft alle älteren Arbeitnehmer, die wegen physischer und psychischer Belastung nicht mehr arbeiten können oder die in die Langzeitarbeitslosigkeit abgedrängt sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Verteilungsaspekte der Altersgrenzenanhebung (2008)
Reil-Held, Anette;Zitatform
Reil-Held, Anette (2008): Verteilungsaspekte der Altersgrenzenanhebung. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 63, H. 1, S. 134-145.
Abstract
"Die Anhebung der Altersgrenzen ist die angemessene Reaktion auf die steigende Lebenserwartung, die wegen der Ausweitung der Rentenbezugsdauer finanziellen Druck auf die Rentenversicherung verursacht. Sie hilft, den Beitragssatzanstieg in der Sozialversicherung abzumildern und ist gesamtwirtschaftlich sinnvoll, weil sie den Rückgang der Erwerbstätigenzahlen abschwächt. Die eingeführte Ausnahmeregelung für besonders langjährig Versicherte ist dabei nicht sachgerecht, da sie sowohl gegen das Beitragsäquivalenzprinzip verstößt als auch mit problematischen Verteilungseffekten verbunden ist. Es profitieren insbesondere Männer und Versicherte mit überdurchschnittlich hohen Rentenanwartschaften. Ein weiterer unerwünschter Verteilungseffekt, der durch die Anhebung der Altersgrenzen verschärft werden kann, betrifft die Versicherten mit geringen Einkommen, da diese eine im Durchschnitt eine geringere Lebenserwartung haben und daher eine verkürzte Rentenbezugsdauer. Da die Rentenversicherung als Sozialversicherung aber gerade nicht nach individuellen Risiken differenzieren kann, ist sie nicht geeignet, um diesen Ausgleich herbeizuführen. Der nächste Schritt, um die Ausweitung der Rentenbezugszeit dauerhaft zu begrenzen, kann eine Dynamisierung der Altersgrenzenanhebung sein. Dies würde wiederholte Diskussionen um eine Anpassung des Rentenalters vermeiden und zur langfristigen Stabilität der Rentenversicherung beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancen und Risiken der Festlegung von Altersgrenzen des Ruhestands (2008)
Sackmann, Reinhold;Zitatform
Sackmann, Reinhold (2008): Chancen und Risiken der Festlegung von Altersgrenzen des Ruhestands. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 41, H. 5, S. 345-351. DOI:10.1007/s00391-008-0005-5
Abstract
"In den Lebenslauftheorien von Kohlt und Riley/Riley ist der gesellschaftliche Nutzen einer Lebenslaufpolitik durch Altersgrenzen umstritten. Empirisch zeigt sich in Deutschland zwischen den 1970er und 1990er Jahren eine kurzsichtige Fehladjustierung von Altersgrenzen des Ruhestands, die maßgeblich zu einer Erosion der Rentenversicherung beigetragen hat. Neben Interessenlagen und Mängeln der institutionellen Gestaltung des Zeitmanagements von Ruhestandsregimen trägt auch die Heterogenität von älteren Arbeitnehmern zu Problemen einer Festlegung von Altersgrenzen bei. Seit 1996 bewirken allerdings Institutionelle Innovationen eine Anhebung des Renteneintrittsalters und eine Restandardisierung dieser Altersgrenze. Die Altersgrenze ist als effizientes Mittel der Umweltanpassung von Rentensystemen entdeckt worden, dessen Potential für eine Lebenslaufpolitik nach nicht ausgeschöpft ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67: Wie lange die Deutschen arbeiten können und wollen (2008)
Zitatform
Scheubel, Beatrice & Joachim Winter (2008): Rente mit 67: Wie lange die Deutschen arbeiten können und wollen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 61, H. 1, S. 26-32.
Abstract
"Unter den Reformplänen der großen Koalition wurde und wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit besonders kontrovers diskutiert. die AutorInnen untersuchen das häufig vorgebrachten Argument, die Menschen seien im Alter gesundheitlich nicht mehr fit genug, um bis 67 arbeiten zu können. Sie analysieren repräsentative Befragungsdaten aus der Mannheimer SAVE-Studie über die Erwartungen der noch arbeitenden Bevölkerung hinsichtlich der individuellen Arbeitsfähigkeit im Alter. Es zeigt sich, dass das Bild, das in der öffentlichen Diskussion gezeichnet wird, zu düster ist. Die verbreitete Ablehnung einer Erhöhung des Rentenalters geht nicht unbedingt mit einer niedrigen individuellen Arbeitsfähigkeit im Alter einher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Socio-economic differences in mortality: implications for pensions policy (2008)
Zitatform
Whitehouse, Edward R. & Asghar Zaidi (2008): Socio-economic differences in mortality. Implications for pensions policy. (OECD social, employment and migration working papers 71), Paris, 40 S. DOI:10.1787/231747416062
Abstract
"The analyses included in the report show that there are big socio-economic differences in mortality, especially for men, and they appear to have become bigger over time. The report discusses implications of mortality differentials for five major areas of pension policy: the progressivity of the pension system, the pension eligibility age, the retirement incentives, future pension expenditures and private pensions. The empirical work shows that the mortality differentials reduce progressivity in pension systems. Moreover, there is empirical evidence that raising retirement age is not more unfair to socio-economic groups with lower life expectancy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Rente mit 67: Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen. Zusammenfassung der Projektergebnisse (2008)
Abstract
"Im Frühjahr 2007 wurde von der Bundesregierung das Altersgrenzenanpassungsgesetz mit dem beschäftigungs- und rentenpolitischen Ziel erlassen, die Lebensarbeitszeit schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen. Das neue Gesetz stellt sowohl die betroffenen Arbeitskräfte als auch die Betriebe vor besondere Herausforderungen, müssen doch auf beiden Seiten Voraussetzungen geschaffen werden, um eine Weiterarbeitsfähigkeit bis zum 67. Lebensjahr und damit das Erreichen der neue Regelrentenaltersgrenze zu gewährleisten. Das Projekt 'Rente mit 67' - Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen', das von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) in Auftrag gegeben und von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie in Kooperation mit TNS Infratest Sozialforschung durchgeführt wurde, zielt vor dem skizzierten Hintergrund auf die Beantwortung folgender Fragen: a) Wie lässt sich die Gruppe der älteren Arbeitnehmerinnen charakterisieren und wie gestaltet sich ihre aktuelle Erwerbssituation? b) Wie schätzt diese Gruppe ihre Chancen der Weiterarbeitsfähigkeit ein? c) Welche spezifischen Problemgruppen lassen sich identifizieren? d) Welchen beruflichen Anforderungen und Belastungen sind ältere Arbeitnehmerinnen ausgesetzt? e) Welche Risikofaktorenkonstellationen lassen sich in Bezug auf die Weiterarbeitsfähigkeit identifizieren? f) Was tun ältere Arbeitnehmerinnen bereits heute, um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten bzw. auszubauen? g) Wo sehen die beschäftigten Frauen weiteren Handlungsbedarf?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vier von zehn Zugängen in Altersrente erfolgen mit Abschlägen: massive Einbußen beim Rentenanspruch durch vorzeitigen Renteneintritt bei langzeitarbeitslosen Männern (2007)
Zitatform
Brussig, Martin (2007): Vier von zehn Zugängen in Altersrente erfolgen mit Abschlägen. Massive Einbußen beim Rentenanspruch durch vorzeitigen Renteneintritt bei langzeitarbeitslosen Männern. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2007-01), Gelsenkirchen, 15 S.
Abstract
"Die Inkaufnahme von Rentenabschlägen, die bei einem Renteneintritt vor Erreichen der Regelaltersgrenze eintreten, hat seit ihrer Einführung (1997) zugenommen. Im Jahr 2005 gingen vier von 10 Rentnerinnen und Rentnern mit Abschlägen in Altersrente (42,0%). Die Anhebung der Altersgrenzen für den abschlagsfreien Rentenbeginn zwischen 1997 und 2004 war stärker als der Anstieg des durchschnittlichen Rentenzugangsalters im gleichen Zeitraum. Die durchschnittliche Anzahl der Abschlagsmonate summierte sich im Jahr 2005 auf über drei Jahre (38,9 Monate). Ob die Rente abschlagsfrei bezogen wird oder nicht, hängt von der Erwerbsbiographie unmittelbar vor Rentenbeginn ab. Mehr als jede/r Fünfte, der oder die in den drei Jahren vor Rentenbeginn arbeitslos, geringfügig beschäftigt oder dauerhaft krank war, ging zum frühestmöglichen Zeitpunkt und damit mit massiven Einbußen in Rente. Diesen Personen fehlen - verglichen mit durchgängig Erwerbstätigen, die mit 65 Jahren in Rente gehen - rein rechnerisch acht Jahre am Aufbau ihrer Alterssicherung. Im Rentenzugangsverhalten spiegeln sich die unterschiedliche Arbeitsmarktlage und unterschiedliche Strukturen der Alterssicherung in Ostdeutschland und Westdeutschland wider: Im Vergleich zu Westdeutschland sind in den neuen Bundesländern bei Arbeitslosen vorgezogene Rentenzugänge häufiger, hingegen arbeiten ostdeutsche Erwerbstätige öfter bis zum Erreichen einer abschlagsfreien Altersgrenze. Vor allem in Westdeutschland gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern beim vorzeitigen Rentenzugang: Männer nehmen häufiger als Frauen die Möglichkeit eines vorzeitigen Rentenzugangs in Anspruch und weisen im Durchschnitt eine höhere Anzahl von Abschlagsmonaten auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 - Probleme am Arbeitsmarkt (2007)
Ebert, Andreas; Kistler, Ernst; Staudinger, Thomas;Zitatform
Ebert, Andreas, Ernst Kistler & Thomas Staudinger (2007): Rente mit 67 - Probleme am Arbeitsmarkt. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 4/5, S. 25-31.
Abstract
"Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters setzt nicht nur eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit der Arbeitnehmer voraus, sondern auch die Bereitschaft der Betriebe, Ältere zu beschäftigen, und eine Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes. Unter all diesen Aspekten ist eine Rente mit 67 für viele Arbeitnehmer auch auf lange Frist unrealistisch und wird viele in die Altersarmut führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 (2007)
Eichenhofer, Eberhard;Zitatform
Eichenhofer, Eberhard (2007): Rente mit 67. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 62, H. 6, S. 327-338.
Abstract
"Der Beitrag versucht, in die Diskussion um die Verlängerung der Lebensarbeitszeit einzuführen. Beginnend mit der Beobachtung, dass Alter stets eine relative und keine absolute Größe sei, werden zunächst die gesetzgeberischen Beweggründe dargestellt, welche zur Verabschiedung der Rente mit 67 geführt haben. Es werden ferner die Erwägungen nachgezeichnet, welche namentlich aus modelltheoretischer Sicht für diese Lösung sprechen: Es kommt zu einer multiplen Win-Situation - freilich erkauft um einen Verlust gegenüber dem Status quo, der zwar nicht durch finanzielle Einbußen, sondern durch längere Arbeitsphasen wettgemacht werden soll. Gewichtige Einwände gegen dieses Vorhaben kommen aus den praktischen Erfahrungen der gegenwärtigen Arbeitswelt. Die - jedenfalls aus der Anschauung des gegenwärtigen Arbeitsmarktes gewonnenen - Zweifel gegen den Realisierungsgehalt des Vorhabens klingen an. Sie werden indes kontrastiert mit den aus Gerontologie und Alternsforschung gewonnenen Erkenntnissen. Danach ist Altern allen Menschen beschieden; aber die menschliche Kultur ist seit langem im Begriff, den abträglichen Folgen von Altern entgegenzuwirken. Die Vorstellung eines aktiven Alters gewinnt gesellschaftlich an Raum und findet Anklang. In dieses Bild vom Lebensverlauf fügt sich das Projekt Rente mit 67 organisch ein und findet darin auch eine Erklärung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mehr Beschäftigung für Ältere?: die "Initiative 50plus" der Bundesregierung: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein (2007)
Jakob, Johannes; Kolf, Ingo;Zitatform
Jakob, Johannes & Ingo Kolf (2007): Mehr Beschäftigung für Ältere? Die "Initiative 50plus" der Bundesregierung: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein. In: Soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 4, S. 125-130.
Abstract
"Bundestag und Bundesrat haben zeitgleich mit dem Altersgrenzenanpassungsgesetz ('Rente mit 67') das Gesetz zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Menschen ('Initiative 50plus') beschlossen, das zum 1. Mai 2007 in Kraft tritt. Die Bundesregierung sieht beide Gesetze als 'Paket'. Sie will mit der Initiative 50plus die insbesondere von den Gewerkschaften kritisierten schlechten Arbeitsmarktchancen Älterer verbessern, damit diese auch tatsächlich länger arbeiten können. Damit soll dem Vorwurf einer verkappten Rentenkürzung durch die Rente mit 67 begegnet werden. Der Beitrag untersucht die Arbeitsmarktlage Älterer und analysiert die mit dem neuen Gesetz verbundenen Chancen und Risiken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eine Antwort auf die "Rente mit 67": Weiterentwicklung der Altersteilzeit und neue Instrumente zum flexiblen Übergang in den Ruhestand (2007)
Kerschbaumer, Judith;Zitatform
Kerschbaumer, Judith (2007): Eine Antwort auf die "Rente mit 67": Weiterentwicklung der Altersteilzeit und neue Instrumente zum flexiblen Übergang in den Ruhestand. In: Soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 3, S. 104-109.
Abstract
"Mit der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters muss eine erhöhte Flexibilisierung des Übergangs von der Erwerbs- in die Rentenphase einhergehen. Dabei scheint eine Weiterentwicklung der Altersteilzeit unerlässlich. Es müssen aber auch neue Instrumente geschaffen werden. Lösungsansätze werden hier vorgestellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Mythos vom demografisch bedingten Arbeitskräftemangel: Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit Älterer in vielen Branchen nicht gegeben (2007)
Kistler, Ernst;Zitatform
Kistler, Ernst (2007): Der Mythos vom demografisch bedingten Arbeitskräftemangel. Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit Älterer in vielen Branchen nicht gegeben. In: Soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 1, S. 15-21.
Abstract
"Ältere sollen länger arbeiten. Die Bundesregierung will die Rente mit 67 einführen. Im Dezember 2006 wurde im Bundestag erstmalig über den Entwurf eines 'RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes' beraten, das im Frühjahr 2007 verabschiedet werden soll. Ab 2012 sollen dann die Altersgrenzen für Versicherte, die ab 1947 geboren wurden, stufenweise von 65 auf 67 angehoben werden (siehe Tabelle S. 21). Dies sei 'aus ökonomischen Gründen unerlässlich', schreibt die Regierung. So soll nicht nur die 'nachhaltige Finanzierbarkeit' der gesetzlichen Rente gesichert werden. Damit soll 'auch einem drohenden Fachkräftemangel' im Zuge des demografischen Wandels 'entgegengewirkt' werden. Doch die gängige Vorstellung von einer baldigen und dramatischen demografischen Wende am Arbeitsmarkt beruht auf interessengeleiteten Mythen, wie der Beitrag zeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pro Rente mit 67 (2007)
Köhler, Lutz;Zitatform
Köhler, Lutz (2007): Pro Rente mit 67. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 62, H. 6, S. 339-346.
Abstract
"Auch wenn die Altersgrenze von 65 Jahren in der Regel nicht den Zeitpunkt des tatsächlichen Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente markiert, ist sie in Deutschland doch seit Generationen der Inbegriff des Rentenalters. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die jetzt beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre von einer breiten öffentlichen Diskussion begleitet war und angesichts der heutigen Chancen älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt auch erhebliche Skepsis hervorgerufen hat. Gleichwohl gibt es angesichts der demografischen Entwicklung zu dieser Maßnahme keine Alternative, die gleichermaßen geeignet wäre, sowohl die gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig finanziell zu entlasten als auch dem künftig drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ohnehin darf die aktuelle Arbeitsmarktsituation nicht als Maßstab für die Umsetzbarkeit der erst im Jahr 2029 abgeschlossenen Altersgrenzenanhebung herangezogen werden. Der künftige Arbeitsmarkt für Ältere wird sich schon wegen der demografischen Entwicklung günstiger als heute darstellen. Begleitende Maßnahmen, zum Beispiel die 'Initiative 50plus', aber auch die Entwicklung neuer betrieblicher und tariflicher Modelle für flexible Übergänge in den Ruhestand werden dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67: die gewerkschaftliche Ablehnung der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters (2007)
Nürnberger, Ingo;Zitatform
Nürnberger, Ingo (2007): Rente mit 67. Die gewerkschaftliche Ablehnung der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 62, H. 6, S. 347-357.
Abstract
"Der Vortrag begründet, warum die Gewerkschaften die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters so vehement ablehnen. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit den Vorwürfen mancher Befürworter, die Gewerkschaften würden die Realität des demografischen Wandels ignorieren und hätten offensichtlich den Willen verloren, künftige Entwicklungen positiv mitzugestalten. Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit auch im nächsten Jahrzehnt nur langsam sinkt. Dies zeigen auch die Modellberechnungen und Annahmen der Bundesregierung selbst. Ältere Arbeitnehmer tragen dabei die Hauptlast und seien überproportional unter den Langzeitarbeitslosen vertreten. In einem solchen Umfeld das Rentenalter anzuheben und damit den Druck zu erhöhen, die Lebensarbeitszeit zu verlängern, ist sozialpolitisch und arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv. Die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ist sozialpolitisch auch deswegen so bedenklich, weil der Gesetzgeber keine ernst zu nehmende soziale Flankierung beschlossen hat. Arbeitnehmer, die es aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, bis zum 67. Lebensjahr in Arbeit durchzuhalten, werden häufig durch das Raster der engen Kriterien der Erwerbsminderungsrente fallen. Auch die arbeitsmarktpolitische 50-plus-Initiative der Bundesregierung verschafft gesundheitlich belasteten Menschen oder Arbeitnehmern mit niedrigen oder veralteten Qualifikationen in einem viel zu geringen Maße neue Chancen. Das 'Ausfransen' der Erwerbsbiografien zum Ende des Erwerbslebens hin - mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Krankengeldbezugs, mit dem Rückzug in die 'Stille Reserve' und in prekäre Beschäftigungsverhältnisse - wird zunehmen und erhebliche negative Auswirkungen auf die soziale Lage der älteren Bürger haben. Die Gewerkschaften werden die Prüfung des Arbeitsmarkts, die das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz für das Jahr 2010 vorschreibt, deshalb sehr ernst nehmen. Die Gewerkschaften werden sich an der Verbesserung der Lage der älteren Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt beteiligen. Abgelehnt wird, den Schaden, den der Gesetzgeber mit der Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters selbst anrichtet, zu beheben. Die Tendenz, bislang staatliche und solidarisch geregelte Aufgaben auf die Tarifpartner und Betriebspartner zu überwälzen, ist bereits in den vergangenen 20 Jahren sehr stark gewesen. Der Vortrag zeigt auch auf, dass die gesetzliche Rentenversicherung erheblichen Bedarf an sozialen Reformen hat. Die Erwerbsminderungsrente wird ihrer Schutzfunktion nur noch unzureichend gerecht. Gleichzeitig sichert die gesetzliche Rentenversicherung die flexibler und prekärer werdenden Erwerbsbiografien auch für das Alter nicht mehr umfassend ab. Deshalb müssen der soziale Ausgleich zugunsten von Menschen mit längeren Phasen des Niedrigverdienstes gestärkt, die Zeiten der Arbeitslosigkeit besser abgesichert und die Erwerbstätigenversicherung eingeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Generationenbilanz - Brandmelder der Zukunft: Update 2007: Demografie trifft Konjunktur (2007)
Raffelhüschen, Bernd; Heidler, Matthias; Schoder, Jörg; Hagist, Christian;Zitatform
Raffelhüschen, Bernd, Christian Hagist, Matthias Heidler & Jörg Schoder (2007): Die Generationenbilanz - Brandmelder der Zukunft. Update 2007: Demografie trifft Konjunktur. (Argumente zu Marktwirtschaft und Politik 100), Berlin, 16 S.
Abstract
"Dass die zunehmende Alterung der Bevölkerung Deutschland in den kommenden Dekaden vor große Herausforderungen stellen wird, hat sich inzwischen bei vielen Bürgern und den meisten Politikern herumgesprochen. Über das Ausmaß der zu erwartenden Probleme wie über die Handlungserfordernisse seitens der Politik bestehen gleichwohl häufig keine klaren Vorstellungen. Um die konkreten wirtschafts- und sozialpolitischen Herausforderungen des doppelten Alterungsprozesses (d.h. einer dauerhaft niedrigen Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung) zu quantifizieren, hat die Stiftung Marktwirtschaft im Jahr 2006 damit begonnen, in Kooperation mit dem Forschungszentrum Generationenverträge an der Universität Freiburg regelmäßig eine Generationenbilanz für Deutschland zu veröffentlichen. Die vorliegende Studie stellt das erste planmäßige Update dar. Es beinhaltet eine umfangreiche Datenaktualisierung und berücksichtigt die in den letzten Monaten beschlossenen, fiskalisch wirksamen Reformen, insbesondere im Bereich der Sozialversicherungssysteme. Bis zum Jahr 2050 wird sich der sog. Altenquotient, der angibt wie viele über 65-Jährige auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 65-Jährige) kommen, von heute 30,5 auf 58,6 fast verdoppeln. Vor allem in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung bedeutet diese Entwicklung stark steigende Ausgaben bei einer aufgrund der abnehmenden Zahl Erwerbstätiger tendenziell sinkenden Einnahmenbasis. Mit dem Instrument der Generationenbilanzierung, einem intertemporalen Budgetierungssystem, das auch in der Zukunft liegende Zahlungsverpflichtungen erfasst und somit eine implizite Verschuldung aufdecken kann, lässt sich zeigen, dass der Status quo nicht nachhaltig ist. Vielmehr verspricht der Staat den Bürgern mehr Leistungen als mit der bestehenden Einnahmenstruktur auf Dauer zu finanzieren sind. Mit anderen Worten: Es besteht eine gravierende fiskalische Nachhaltigkeitslücke, was nichts anderes bedeutet, als dass zukünftige Generationen finanziell deutlich stärker belastet werden müssen. Insgesamt beläuft sich die Nachhaltigkeitslücke für das Basisjahr 2005 auf 275,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Nur knapp ein Viertel davon entfällt auf die explizit ausgewiesene Staatsverschuldung (64,5 % des BIP), während der Löwenteil auf die implizite Staatsverschuldung (211,2 % des BIP), also die schwebenden Ansprüche der Bürger gegen den Staat, entfällt. Um diese Lücke zu beseitigen, müssten entweder ab sofort alle Steuern und Abgaben dauerhaft um 12,5 % angehoben werden, oder sämtliche staatlichen Transferleistungen für alle Generationen um 10,8 % gesenkt werden. Im Vergleich zur im vergangenen Jahr erstellten Generationenbilanz hat sich die gesamtstaatliche Nachhaltigkeitslücke deutlich verringert, und das, obwohl bei den aktuellen Berechnungen entsprechend der neuen 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes eine deutlich höhere Lebenserwartung zugrunde gelegt wurde. Hauptursache ist die derzeit gute konjunkturelle Entwicklung, die die Steuereinnahmen sprudeln lässt. Darüber hinaus zeigt sich in der Gesetzlichen Rentenversicherung die positive Nachhaltigkeitswirkung der Rente mit 67 und des Nachholfaktors. Aus Sicht der Nachhaltigkeit gibt es trotz der Gesundheitsreform keine nennenswerten Fortschritte bei der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Sozialen Pflegeversicherung, deren isolierte Nachhaltigkeitslücken im Vergleich zum Vorjahr sogar gestiegen sind. Allerdings steht Deutschland mit den Problemen im Gesundheitssystem nicht alleine, wie ein Vergleich mit anderen Industrieländern zeigt. Auch bei der Sozialen Pflegeversicherung steht eine Reform noch aus. Zu hoffen ist auf die Einsicht der Verantwortlichen, dass das Fortbestehen des Status quo keine Option für die Zukunft ist und selbst die beste Konjunkturlage die Probleme nicht löst - es muss politisch gehandelt werden!" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erzwingt die demografische Entwicklung die Rente mit 70? (2007)
Reuter, Norbert; Schlecht, Michael;Zitatform
Reuter, Norbert & Michael Schlecht (2007): Erzwingt die demografische Entwicklung die Rente mit 70? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 2, S. 97-100. DOI:10.5771/0342-300X-2007-2-94
Abstract
"Die Alterung der Bevölkerung in Deutschland dient als Begründung dafür, dass Einschnitte in das Rentensystem unumgänglich seien. Aktuell ist geplant, bis 2029 das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre anzuheben. Über weitere Erhöhungen wird in der Bundesregierung bereits nachgedacht. Tatsächlich aber ergibt sich aus der Alterung der Gesellschaft kein Sachzwang, die Lebensarbeitszeit zu verlängern bzw. die Renten zu kürzen. Aus dem Anstieg des Altenquotienten lässt sich kein Rückschluss auf künftige Belastungen ziehen. Sobald die Produktivitätsentwicklung berücksichtigt wird, zeigt sich sogar, dass die finanziellen Spielräume in Zukunft nicht kleiner, sondern größer werden. Das zentrale Problem ist damit ein politisches: Es geht um die gerechte Verteilung der Zuwächse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kriterien zur Beurteilung der weiteren Altersgrenzenanhebung in der GRV (2007)
Schmähl, Winfried;Zitatform
Schmähl, Winfried (2007): Kriterien zur Beurteilung der weiteren Altersgrenzenanhebung in der GRV. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 87, H. 9, S. 592-599.
Abstract
Im April 2007 ist die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre beschlossen worden. Der Beitrag untersucht, ob mit der gleichzeitig eingeführten Prüfklausel Möglichkeiten geschaffen wurden, die beschlossene Altersregelung noch zu modifizieren. Mit der Frage, ob der Prozess der Anhebung der Altersgrenzen im Prinzip noch reversibel ist, werden zugleich Überlegungen zur Konkretisierung der Prüfklausel verbunden. Indikatoren der Arbeitsmarktsituation und der wirtschaftlichen und sozialen Lage Älterer werden als Kriterien für eine Entscheidung, ob die gesetzliche Regelung beibehalten oder geändert werden soll, diskutiert. Aus Sicht des Autors muss die Beurteilung der Altersgrenzenanhebung im Zusammenhang mit der für die GRV insgesamt eingeschlagenen Entwicklungsstrategie gesehen werden. Danach sollen nach dem Willen des Gesetzgebers zusätzliche Steuermittel für die Altersvorsorge allein in die Förderung der privaten und der über Betriebe abgewickelten kapitalfundierten Altersicherung fließen. Der Beitrag entwickelt dazu eine Alternative, in die eine Anhebung der Altersgrenzen 'sozialverträglich' eingebettet werden könnte. Diese geht von einem sachgerechten Ausbau der Steuerfinanzierung in der GRV aus, um das Leistungsniveau zu erhalten und eine starke Verknüpfung zwischen dem eigenen Vorsorgebeitrag und der späteren Rentenleistung zu erreichen. Nach Meinung des Autors sollte die öffentliche Auseinandersetzung nicht auf die Altersgrenzenproblematik verengt, sondern diese Auseinandersetzung auf eine Veränderung der Umbaustrategie in der deutschen Alterssicherung konzentriert werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Rente mit 67: Probleme und Herausforderungen aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht (2007)
Zitatform
Siegrist, Hans & Nico Dragano (2007): Rente mit 67. Probleme und Herausforderungen aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 147), Düsseldorf, 34 S.
Abstract
Im ersten Teil des Gutachtens werden die Auswirkungen langjähriger beruflicher Belastungen auf Gesundheit und Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter an Hand neuer Ergebnisse der internationalen Forschung dargestellt. Es erfolgt eine Zusammenstellung von Ergebnissen aus internationalen epidemiologischen Studien, welche arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren in drei Bereichen systematisch untersucht habe: Muskel-Skelett-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und depressive Störungen. Für physische Arbeitsbelastungen, für arbeitsbezogene Belastungen (v.a. Schicht- und Nachtarbeit) sowie für psychosoziale Arbeitsbelastungen werden die relativen Risiken einer Neuerkrankung bei entsprechender Exposition ermittelt, ebenso wie die erhöhten Wahrscheinlichkeiten einer krankheitsbedingten Frühberentung. Die Identifizierung und Messung psychosozialer Arbeitsbelastungen orientiert sich an drei theoretischen Modellen, dem Anforderungs-Kontroll-Modell (Modell 1), dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen (Modell 2) und dem Modell der Organisationsungerechtigkeit (Modell 3). Die Ergebnisse verweisen je nach Expositionsart, -dauer und Krankheitsbild auf erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeiten in einem Schwankungsbereich von 30 Prozent bis 150 Prozent. Besonders bedeutsam sind Befunde zu stark erhöhten Krankheitsrisiken bei älteren Beschäftigten, die zugleich physische und psychosoziale Arbeitsbelastungen erfahren. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass mindestens ein Viertel der entsprechenden Krankheitslast bei älteren Beschäftigten auf die untersuchten belastenden Arbeitsbedingungen zurück zu führen ist. Im abschließenden Teil des Gutachtens werden praxisbezogene Vorschläge auf der Basis dargestellter Befunde entwickelt, mit dem Ziel, durch verstärkte Bemühungen um eine verbesserte Qualität der Arbeit zum Erhalt von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter beizutragen. (IAB)
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Literaturhinweis
Rente mit 67 - Folgen für den Arbeitsmarkt? (2007)
Tiemann, Heinrich; Gunkel, Alexander; Wahl, Stefanie;Zitatform
Tiemann, Heinrich, Stefanie Wahl & Alexander Gunkel (2007): Rente mit 67 - Folgen für den Arbeitsmarkt? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 60, H. 3, S. 3-16.
Abstract
"Welche Anforderungen an den Arbeitsmarkt sind mit der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung auf 67 Jahre verbunden? Heinrich Tiemann, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, unterstreicht, dass nicht nur die Bundesregierung und die Verantwortlichen in den Ländern und Kommunen, sondern auch die Sozialpartner auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene gefordert sind. Stefanie Wahl, Institut für Wirtschaft und Gesellschaft, Bonn, sieht die größte Anpassungslast bei den Unternehmen und Arbeitnehmern: 'Erstere müssen künftig Innovationen und Produktivität, sprich: ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit mit den vorhandenen älter werdenden Mitarbeitern erreichen. Letztere müssen alles daran setzen, dass sie die fachlichen und physisch-psychischen Anforderungen bis zum Erreichen der Altersgrenze erfüllen.' Alexander Gunkel, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, fordert ergänzend beschäftigungsfördernde Reformen, insbesondere im Bereich der Bildung. Und für Reinhold Schnabel, Universität Duisburg-Essen, ist es entscheidend, die Qualifikation der Erwerbstätigen zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Länger leben - folgenschwer (2007)
Zick, Michael;Zitatform
Zick, Michael (2007): Länger leben - folgenschwer. In: Bild der Wissenschaft H. 4, S. 91.
Abstract
"Die Rente mit 67 kommt und schon sind die Demografen einen Schritt weiter. Sie halten den Rentenbeginn mit 73 Jahren für vertretbar und tüfteln an einer neuen Altersformel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
