Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Arbeit als Lebensinhalt?: neue Formen der Lebensgestaltung bei Beschäftigten im IT-Bereich (2006)
Ewers, Eyko; Geffers, Johannes; Schraps, Ulrike; Petersen, Olaf; Hoff, Ernst-H.;Zitatform
Ewers, Eyko, Ernst-H. Hoff, Johannes Geffers, Olaf Petersen & Ulrike Schraps (2006): Arbeit als Lebensinhalt? Neue Formen der Lebensgestaltung bei Beschäftigten im IT-Bereich. (Edition QUEM 21), Münster u.a.: Waxmann, 290 S.
Abstract
"In einer explorativen Studie geht es um junge Gründer und Beschäftigte in kleinen IT-Startup-Firmen, die im Brennpunkt des Strukturwandels der Arbeit stehen. Dieser Wandel erfordert ein Handeln, das mit Blick auf den Arbeitsalltag ebenso wie mit Blick auf die gesamte Berufsbiographie in immer stärkerem Maße an den Imperativen des Marktes, an ökonomischer Effizienz sowie an Forderungen nach Autonomie, Selbstverantwortung, Selbstkontrolle, Selbstmotivation, nach fachlich-professionell hohen Qualitätsstandards, nach Flexibilität und nach permanenter Lern- und Innovationsbereitschaft ausgerichtet ist. Hier wird anhand umfangreicher Interviews danach gefragt, in welchem Maße die persönlichen Strebungen, Ziele und Orientierungen der Gründer und Mitarbeiter von IT-Firmen solchen Anforderungen entsprechen. Weiter werden Ergebnisse zur zentralen Fragestellung im Titel dieses Bandes mitgeteilt: Für die Mehrzahl der hier untersuchten jungen Erwachsenen ist die Arbeit offensichtlich der zentrale Lebensinhalt; die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Berufs- und Privatleben scheinen sich vollständig aufzulösen. Aber lässt sich eine solche Form der extrem arbeitszentrierten und entgrenzten Lebensgestaltung auf Dauer durchhalten? Kollidiert diese Lebensform nicht mit festen Partnerschaften und mit dem Wunsch nach Kindern? Zu solchen Fragen lassen sich erste Antworten formulieren: So sind es vielfach Konflikte in den IT-Firmen sowie individuelle Zielkonflikte, die zu einer Relativierung der entgrenzten Lebensgestaltung, zu einem stärkeren Gewicht des Privat- und Familienlebens neben der Arbeit und zu unterschiedlichen Lebensgestaltungsformen bei Frauen und Männern führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender view on self-employment in Germany (2006)
Fehrenbach, Silke; Lauxen-Ulbrich, Maria;Zitatform
Fehrenbach, Silke & Maria Lauxen-Ulbrich (2006): Gender view on self-employment in Germany. In: International Journal of Entrepreneurship and Small Business, Jg. 3, H. 5, S. 572-593.
Abstract
Trotz eines überdurchschnittlichen Anstiegs der selbstständigen Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland zeigen die meisten Forschungsergebnisse, dass es immer noch eine auffällige Geschlechterkluft sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht gibt. Bis vor einigen Jahren standen keine aktuellen repräsentativen statistischen Informationen zu Entwicklung und Struktur selbstständiger Erwerbstätigkeit von Männern und Frauen zur Verfügung. Eine frühere Version dieses Beitrags, die 2002 vorgestellt wurde, unternahm zum ersten Mal eine Analyse auf der Basis eines Querschnitts von Daten des Mikrozensus für Deutschland. Der Beitrag ist eine aktualisierte Version und vergleicht sozioökonomische Merkmale, Beschäftigungsmuster und die sektorale Verteilung selbstständiger Männer und Frauen in den Jahren 2004 und 1995. Die Ergebnisse zeigen leichte strukturelle Veränderungen in Richtung höherer Bildungsniveaus bei selbstständigen Frauen. In Bezug auf berufliche Orientierung ist ein Trend zu wachsender Selbstständigkeit von Frauen in untypischen Frauenberufen, vor allem im Bereich von Management, Beratung und Prüfwesen zu beobachten, wobei die traditionellen Berufe weiblicher Selbstständigkeit an Bedeutung verlieren. Es scheint, dass die selbstständige Erwerbstätigkeit von Frauen vom allgemeinen Wachstum in Dienstleistungsbereichen wie Gesundheit, soziale Dienste, Ausbildung und bis zu einem gewissen Grade auch unternehmensbezogenen Dienstleistungen profitiert. Ungeachtet aktueller Entwicklungen gibt es aber weiterhin eine geschlechtsspezifische Ungleichheit, was den Anteil von Unternehmen in weiblichem Besitz, die Unternehmensgröße, Einkommen und das Ausmaß von Teilzeitarbeit angeht. (IAB)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständige in Österreich (2006)
Zitatform
Fink, Marcel, Andreas Riesenfelder, Emmerich Talos & Petra Wetzel (2006): Neue Selbstständige in Österreich. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 01), Münster u.a.: LIT, 123 S.
Abstract
"Sogenannte Neue Selbstständige gewinnen in den letzten beiden Dekaden in fast allen westlichen Ländern, und so auch in Österreich, zahlenmäßig merklich an Bedeutung. Trotz zunehmender Verbreitung existieren Informationslücken - dies insbesondere im Hinblick auf:
- die genauere Struktur solcher Erwerbsverhältnisse auf Beschäftigten- wie auf Auftraggeberinnenseite,
- die sozialen und materiellen Konsequenzen auf Seite der so Beschäftigten,
- Konsequenzen solcher Erwerbsverhältnisse für den Arbeitsmarkt insgesamt betreffend etwa Flexibilisierungstendenzen oder Auswirkungen auf die Beschäftigungsfähigkeit,
- sowie die Wirkungen einschlägiger rechtlicher Regelungen (gesetzliche Regelungen im Arbeits- und Sozialrecht, Vertragsrecht etc.).
Die Untersuchung hat zum Ziel, diese Informationslücken zu schließen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Wir nennen es Arbeit: die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung (2006)
Friebe, Holm; Lobo, Sascha;Zitatform
Friebe, Holm & Sascha Lobo (2006): Wir nennen es Arbeit. Die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung. München: Heyne, 303 S.
Abstract
"Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen - anders als bei der früheren Boheme - vor allem über das Web ein großes Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt - in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Use of employees and alternative work arrangements in the United States: a law, economics, and organizations perspective (2006)
Zitatform
Garen, John (2006): Use of employees and alternative work arrangements in the United States. A law, economics, and organizations perspective. In: Labour economics, Jg. 13, H. 1, S. 107-141. DOI:10.1016/j.labeco.2004.05.003
Abstract
"This paper considers the incidence of employees versus other forms of work in the United States, including temporary agency workers, contract company workers, independent contractors, and self-employment. It does so within a single, unifying framework. The approach takes an economics of organizations focus to consider when it is optimal for the firm to control the work routine instead of the worker. This is critical in defining and determining employment versus other forms of work. The cost of measuring output and monitoring effort and of worker versus firm expertise are important in determining the organization of work. This approach proves fruitful, but it also is important to account for the impact of certain legal restrictions in the U.S. labor market. The empirical findings show that independent contractors are in jobs that require worker expertise and training and for which monitoring of worker effort is difficult. Contract company workers' characteristics are a hybrid between independent contractors' and employees'. Temporary agency workers occur where the firm wishes to legally outsource its low-wage workers yet still maintain a degree of control over their work routine." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik: induzierte berufliche Selbstständigkeit unter berufspädagogischem Aspekt (2006)
Grüner, Herbert;Zitatform
Grüner, Herbert (2006): Arbeitsmarktpolitik. Induzierte berufliche Selbstständigkeit unter berufspädagogischem Aspekt. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 102, H. 1, S. 30-48.
Abstract
"Im Zuge sich rasch verändernder sozio-ökonomischer Rahmenbedingungen gewinnt die berufliche Selbstständigkeit im Vergleich zur konventionellen Nichtselbstständigkeit an Bedeutung. Nicht zuletzt wird der Trend zur Selbstständigkeit durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie die der sog. Ich-AG gefördert. Konzepte beruflicher Bildung werden sich vermutlich verändern müssen, wenn das Normalarbeitsverhältnis sowie der Normalaus- und -weiterbildungsgang nicht mehr Hauptleitmotiv für berufspädagogische Überlegungen sind, sondern die berufliche Selbstständigkeit ohne festes Berufsbild und Qualifikationsprofil. Vor dem Hintergrund Entrepreneurship - orientierter beruflicher Bildung werden erste Befunde zur Ich-AG untersucht, um einschätzen zu können, welche berufspädagogischen Herausforderungen aus Selbstständigkeitsstrategien von Personen erwachsen, die aus der Arbeitslosigkeit bzw. Nichtselbstständigkeit kommend Unternehmer werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen im Spiegel des Mikrozensus (2006)
Hansch, Esther;Zitatform
Hansch, Esther (2006): Existenzgründungen im Spiegel des Mikrozensus. In: Wirtschaft und Statistik H. 5, S. 495-504.
Abstract
"Die Gründungslandschaft in Deutschland ist so facettenreich wie die Datenquellen, die zu ihrer Analyse genutzt werden. In Deutschland gibt es keine einheitliche Gründungsstatistik; je nach Fragestellung muss auf unterschiedliche Statistiken zurückgegriffen werden. Steht die Unternehmensgründung im Vordergrund, werden Unternehmensstatistiken als Datenquellen 'erste Wahl' sein. Bei der Existenzgründung hingegen rückt die Gründerperson ins Zentrum des Interesses, sodass personenbezogene Erhebungen, wie zum Beispiel der Mikrozensus, den Vorzug genießen. Der Aufsatz erläutert nach einer kurzen Einführung in die Thematik und in den Mikrozensus die Grundbegriffe der Untersuchung sowie die im Projekt entwickelte Konzeption der Analyse von Gründungen. Die Auswertungsstrategie nimmt eine Schlüsselposition ein, denn sie ist nicht nur Basis der erzielten Projektergebnisse, sondern wurde und wird darüber hinaus auch für die Erstellung des 'Gendermonitors Existenzgründung' genutzt. Dieser enthält seit 2002 jährlich aktualisierte ausgewählte Ergebnisse des Projektes. Einige dieser Ergebnisse, aber auch darüber hinausgehende Erkenntnisse, werden vorgestellt. Vor diesem Hintergrund lassen sich Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung des Mikrozensus als Gründungsstatistik skizzieren. Der Aufsatz schließt mit einem Ausblick auf die Änderungen, die sich durch die Einführung des unterjährigen Mikrozensus für den Themenbereich Existenzgründungen ergeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alles neu in den Neuen Medien?: Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den Kultur- und Medienberufen (2006)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2006): Alles neu in den Neuen Medien? Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den Kultur- und Medienberufen. In: M. Becker & A. Seidel (Hrsg.) (2006): Diversity Management : Unternehmens- und Personalpolitik der Vielfalt, S. 147-164.
Abstract
"In der Boomphase der New Economy wurden die Beschäftigten in der Medien- und Kulturindustrie in Medienberichten häufig als junge Singles mit hohem Commitment für ihre Arbeit charakterisiert. Die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben schienen dabei zu verschwimmen. Insbesondere für Freelancer, so der Eindruck, eröffneten sich in der Branche Chancen für Selbstbestimmung und neue Karrieremöglichkeiten. Zugleich warnten kritische Stimmen vor einer Instrumentalisierung des gesamten Lebenszusammenhangs für die Marktbehauptung. Spätestens nach der Krise der New Economy wird es nun Zeit für eine empirische Bestandsaufnahme. Lösen sich bei Freelancern, die über die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen können, tatsächlich die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben auf? Und wie lässt sich dies mit dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern vereinbaren? Der Beitrag geht diesen Fragen anhand einer Studie über Alleinselbstständige in Kultur- und Medienberufen (Journalismus, Design und Software-Entwicklung) nach, die als exemplarisch für den neu entstehenden Idealtypus des Arbeitskraftunternehmers gelten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die vermutete Entgrenzung von Arbeit und Leben nur bei einer kleinen Minderheit beobachten lässt. Den meisten Befragten gelingt vielmehr eine eigenständige Stabilisierung der Lebensführung. Auch leben Freelancer keineswegs überdurchschnittlich häufig alleine. Allerdings lässt sich bei der partnerschaftlichen Arbeitsteilung eine Abkehr vom Modell des männlichen Familienernährers beobachten. Kinderlose Befragte leben überwiegend in Doppelverdiener-Partnerschaften, die der Abfederung von Marktrisiken dienen. Für die interviewten Eltern eröffnet die mit der Selbstständigkeit verbundene zeitliche Flexibilität Chancen für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung, die von Müttern ebenso wie von Vätern wahrgenommen werden. Die meisten Befragten zeigen eine hohe Arbeitszufriedenheit und Motivation. Die Dispositionsspielräume bezüglich Lage und Dauer der Arbeitszeit tragen wesentlich zu dieser positiven Bewertung bei - eine Erkenntnis, die auch für die Management-Praxis von Interesse sein dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz: neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten (2006)
Zitatform
Kay, Rosemarie (2006): Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz. Neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten. Bonn, 70 S.
Abstract
"Angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Unternehmensgründungen und der absehbaren demografischen Entwicklungen ist das Land Rheinland- Pfalz bestrebt, Anzahl und Qualität von Unternehmensgründungen, insbesondere der von Frauen, zu steigern. Deswegen hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn 2004 den Auftrag erteilt, alle wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen zur quantitativen und qualitativen Steigerung des Ausschöpfungsgrades des Gründungspotenzials in Rheinland-Pfalz zu identifizieren, sie im Sinne des Gender Mainstreaming zu analysieren und schließlich integrierte Empfehlungen darüber abzugeben, welche Maßnahmen, wann und von welchen Akteuren ergriffen werden könnten. Dabei galt es regionale Besonderheiten, vor allem in den ländlichen Regionen des Landes, zu berücksichtigen. Diese Empfehlungen wurden in drei Schritten erarbeitet. Zunächst wurde das Gründungsgeschehen in Rheinland-Pfalz auf Grundlage von statistischen Daten einer Ist-Analyse unterzogen. In einem zweiten Schritt wurden die Gründe für die suboptimalen Ausschöpfung insbesondere des weiblichen Gründungspotenzials umfassend analysiert. Diese Analyse beruht im Wesentlichen auf der Sichtung der Forschungsliteratur einerseits sowie der Bestandsaufnahme und Evaluation des Gründungsumfeldes in Rheinland-Pfalz, die sich insbesondere auf Gespräche mit mehr als 30 Experten aus dem Gründungsumfeld und rund 20 (potenziellen) Gründerinnen, auf umfassende Internetrecherchen sowie Dokumentenanalysen stützen, andererseits. Schließlich wurde in einem dritten Schritt auf Grundlage der Ergebnisse der ersten beiden Arbeitsschritte sowie der Recherche von Good-Practice-Beispielen in anderen Bundesländern ein Katalog teils alternativer Handlungsempfehlungen erarbeitet und mit den oben genannten Experten und Gründerinnen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Freiberufliche Gründungsforschung: eine empirische Analyse anhand des Sozio-ökonomischen Panels (2006)
Koch, Frances;Zitatform
Koch, Frances (2006): Freiberufliche Gründungsforschung. Eine empirische Analyse anhand des Sozio-ökonomischen Panels. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 130 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Diskussion zur Förderung von Existenzgründungen und vermehrten Schaffung von Arbeitsplätzen stellt sich der Autor die Aufgabe, das freiberufliche Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland aus theoretischer und empirischer Sicht herauszuarbeiten. Die Freien Berufe werden dabei als wirtschaftlich bedeutsame Gruppe der Selbstständigen herausgearbeitet und definiert. Ein weiteres Kapitel widmet sich sehr ausführlich der Gründungsforschung in Deutschland, die im Hinblick auf freiberufliche Gründungen noch viele Mankos aufweist. Der empirische Teil dieses Buches beschäftigt sich mit Auswertungen aus dem Sozio-ökonomischen Panel zu freiberuflichen Gründungen. Der Leser soll ein komplexes Bild der Freiberuflichkeit und der freiberuflichen Gründungsforschung erhalten. Dies soll anregen, neue Untersuchungen zu starten und empirische Informationen über Gründungsaktivitäten und Gründungsmotivation von Freiberuflern zu generieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eine neue Gründerwelle: Arbeitslose werden Unternehmer (2006)
Leneke, Philip; Wießner, Frank; Stichter-Werner, Albert;Zitatform
Leneke, Philip, Albert Stichter-Werner & Frank Wießner (2006): Eine neue Gründerwelle. Arbeitslose werden Unternehmer. In: H. Faßmann, B. Klagge & P. Meusburger (Hrsg.) (2006): Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland : Band 7: Arbeit und Lebensstandard, S. 70-71.
Abstract
Mittelständische Unternehmen stellen in Deutschland knapp 70 Prozent der Arbeitsplätze und etwa vier Fünftel der Ausbildungsplätze. Neugründungen sind daher nicht nur für den Mittelstand eine Triebfeder des Strukturwandels und essenziell für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Gründungsförderung wird zunehmend auch im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt. Der Beitrag liefert eine Bestandsaufnahme der Förderung von Existenzgründungen nach Arbeitsagenturbezirken für das Jahr 2004. Graphisch für das Bundesgebiet dargestellt werden die Förderfälle von Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss, die Gründungsquote (Anteil der Existenzgründer mit Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss an allen selbständigen Erwerbspersonen), die Förderquote (Anteil der Empfänger von Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss an allen Arbeitslosen im Jahresmittel) und der Anteil der Selbständigen an allen zivilen Erwerbspersonen. Eine Bewertung des Fördererfolgs ist schwierig. Vor übertriebenen Hoffnungen, Massenarbeitslosigkeit durch Gründungsförderung zu bekämpfen, wird gewarnt. Der Beitrag, den Gründungsförderung zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten kann, wird umso größer sein, je besser sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickeln und je günstiger die institutionellen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Start-up success of freelancers: new microeconometric evidence from the German socio-economic panel (2006)
Merz, Joachim; Paic, Peter;Zitatform
Merz, Joachim & Peter Paic (2006): Start-up success of freelancers. New microeconometric evidence from the German socio-economic panel. (IZA discussion paper 2036), Bonn, 32 S.
Abstract
"If certain start-up characteristics will indicate a business success, knowing such characteristics could generate more successful start-ups and more efficient start-up counseling. Our study will contribute to this by quantifying individual success determinants of freelance start-ups. The data base for the microeconometric analyses of the survival of the first three years is a revised German Socio-Economic Panel (SOEP) for 1992 until 2002, which allows to incorporate institutional, personal and family/household socio-economic variables. We describe and discuss the datawork to achieve compatible information over time within a revised GSOEP and present microeconometric rare events logit, logit and probit results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zwischen Lifelong Learning, Qualitätsdebatte und Werkvertrag: Beiträge im Anschluß an die Fachtagung "Kompetenzen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen von TrainerInnen" vom 5. Oktober 2005 in Wien (2006)
Mosberger, Brigitte; Sturm, René;Zitatform
Mosberger, Brigitte & René Sturm (Hrsg.) (2006): Zwischen Lifelong Learning, Qualitätsdebatte und Werkvertrag. Beiträge im Anschluß an die Fachtagung "Kompetenzen, Berufsfelder und Arbeitsbedingungen von TrainerInnen" vom 5. Oktober 2005 in Wien. (AMS report 53), Wien, 71 S.
Abstract
"Die Praxis der Trainingsarbeit (Arbeitsbedingungen) im Spannungsfeld zwischen den programmatischen Vorgaben von Lifelong Learning, Arbeitsmarktpolitik, betriebswirtschaftlichen Logiken und individueller Motivation stand im Mittelpunkt der Tagung. Der AMS report beinhaltet die teilweise überarbeiteten und erweiterten Beiträge sowie eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion dieser Tagung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The "continuous collaborators" in Italy: hybrids between employment and self-employment? (2006)
Zitatform
Muehlberger, Ulrike & Silvia Pasqua (2006): The "continuous collaborators" in Italy. Hybrids between employment and self-employment? (CHILD working paper 10/2006), Turin u.a., 26 S.
Abstract
"Over the last decade Italy has seen a strong increase in the number of workers on the border between self-employment and employment. Depending on the data source the 'parasubordinati', i.e. workers with a 'contract of continuous collaboration' (collaborators) represented between 1.8% (ISTAT, 2004) and 5.3% (Alteri and Oteri , 2004) of the Italian labour force. Since most of them work only for one company and are, moreover, strongly integrated into the firm of the contract partner, we argue that the Italian labour and social security law strongly discriminates against these workers who are, in fact, very close to employees. We investigate whether and in what respect the group of the collaborators differs from the group of employees and the group of the self-employed using the Italian Labour Force Survey (ILFS) of 2004 (4th quarter). Additionally, we analyse the short-term labour market transitions of collaborators to other labour market statuses. In contrast to other European countries, these collaborators are not low qualified workers, but young, highly educated professionals. At the same time the contracts of continuous collaboration are not a port of entry into the labour market nor do we find that these contracts are a vehicle to more stable jobs. However, they seem to be a possibility for women to work part-time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Workers on the border between employment and self-employment (2006)
Zitatform
Muehlberger, Ulrike & Silvia Pasqua (2006): Workers on the border between employment and self-employment. (International Centre for Economic Research. Working paper 11/2006), Torino, 22 S.
Abstract
"The number of workers on the border between self-employment and employment strongly increased across Europe over the last decade. This paper investigates whether and in what respect these workers differ from employees and self-employed and analyses whether these work relationships are a stepping stone to more stable employment in the short-run using Italian data. Depending on the data source the 'para-subordinates' represent between 1.8% and 5.3% of the Italian labour force. Since most of them work only for one company and are strongly integrated into the firm of the contract partner, we argue that labour and social security law discriminates against these workers who are in fact very close to employees. We find that they are not low qualified workers, but young, highly educated professionals. At the same time these contracts are not a port of entry into the labour market nor do we find that they are a vehicle to more stable jobs. However, they are a possibility for women to work part-time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bildende Künstler in Berlin (2006)
Mundelius, Marco;Zitatform
Mundelius, Marco (2006): Bildende Künstler in Berlin. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 73, H. 22, S. 321-326.
Abstract
"Eine lebendige Kunstszene ist für die Reputation Berlins von großer Bedeutung. Künstler und ihre Kunstwerke sind auch Botschafter ihres Standortes im In- und Ausland. Die öffentlichkeitswirksame Darstellung ihrer Leistung kann positive wirtschaftliche Effekte, etwa in Form touristischer Anziehungskraft, erzeugen. Der Wert von Kunst- und Kulturproduktion lässt sich nicht immer in Geldeinheiten messen. Viele Künstler sind in erster Linie intrinsisch motiviert, folgen also nicht oder nicht primär dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Dennoch sind sie ökonomischen Zwängen ausgesetzt, wollen sie überhaupt produktiv arbeiten. Eine aktuell vom DIW Berlin durchgeführte Studie zeigt, dass die wirtschaftliche Lage Bildender Künstler in Berlin zumeist extrem angespannt ist. Nicht einmal der Hälfte der Befragten gelingt es, sich ausschließlich der künstlerischen Tätigkeit zu widmen, Einkommensdefizite müssen vielfältig über Nebentätigkeiten ausgeglichen werden. Nur einem Drittel der Akteure ist es möglich, adäquate Arbeitsräume zu finanzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aus der Not geboren?: besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2006)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2006): Aus der Not geboren? Besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (ZEW discussion paper 2006-010), Mannheim, 25 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf repräsentativer empirischer Basis analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Vormals arbeitslose Gründer unterscheiden sich kaum von anderen Gründern hinsichtlich Alter und Bildungsniveau, verfügen jedoch über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr entscheiden sich Arbeitslose oft eher notgedrungen für die Selbständigkeit als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit: ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? (2006)
Noll, Susanne; Wießner, Frank;Zitatform
Noll, Susanne & Frank Wießner (2006): Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit. Ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 270-277.
Abstract
"In den letzten Jahren hat in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der sich auch in einer zunehmenden Individualisierung von Sozialrisiken niederschlägt. Ein vergleichsweise altbekanntes Instrument ist dabei die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, die Menschen hilft, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen. Der Weg in die Selbstständigkeit kann sich dabei als 'Brücke', aber auch als 'Falle' erweisen. Empirische Befunde zeigen, dass die Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes realisierbar ist, sie weisen aber auch auf Problempotenziale hin. Es besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse, die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu verbessern, da im Fall des Scheiterns hohe, auch kollektiv zu tragende Folgekosten anfallen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm: Zwischenergebnisse der Begleitforschung (2006)
Zitatform
Oberschachtsiek, Dirk (2006): Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm. Zwischenergebnisse der Begleitforschung. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 132 S.
Abstract
"Die Untersuchung gibt zunächst einen Überblick über die Inhalte und die Inanspruchnahme der Gründungsförderung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Hierzu gehören das Überbrückungsgeld und der Existenzgründungszuschuss als finanzielle Basisinstrumente. Ebenfalls zum Bereich der BA-Gründungsförderung gehören die Gründungshilfen (Freien Förderung, § 10 SGB III), die unterschiedlich als finanzielle oder als inhaltlich orientierte Förderung von den Agenturen genutzt werden. Zu den inhaltlich orientierten Förderinstrumenten gehören die beiden Leistungen im Rahmen des ESF-BA-Programms: Gründerseminare (wird seit 2003 über die SGB Ill-Regelförderung finanziert) und das Gründercoaching. Ein erster Schwerpunkt der Untersuchungen ist die Gegenüberstellung der einzelnen Förderinstrumente sowie die Analyse von Förderkombinationen. Im Mittelpunkt stehen die beiden Instrumente des ESF-BA-Programms. Bisher gibt es nur wenige Analysen, die sich damit beschäftigten, inwieweit verschiedene Förderprogramme auf Personenebene kombiniert werden und welche Faktoren eine bestimmte Art der Kombination von Förderinstrumenten beeinflussen. Ein zweiter Schwerpunkt der Studie liegt in der Frage, welche kausalen Wirkungseffekte von spezifischen Förderkombinationen ausgehen können. Untersucht wird, welche Wirkung eine inhaltlich orientierte ergänzende Förderung auf die Überlebenswahrscheinlichkeit des neu gegründeten Unternehmens hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Gestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben in den 'Creative Industries' (2006)
Papouschek, Ulrike; Reidl, Sybille; Schiffbänker, Helene;Zitatform
Papouschek, Ulrike, Helene Schiffbänker & Sybille Reidl (2006): Zur Gestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben in den 'Creative Industries'. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 4, S. 82-95.
Abstract
"Die 'Creative Industries' gelten als Modell zukünftiger Arbeitswelt und 'Vorreiterinnen' neuer Erwerbsformen und neuer Formen von 'Arbeit und Leben'. Der Beitrag beschäftigt sich - auf der Grundlage einer empirischen Studie über Teilsegmente der Creative Industries (Architektur, Werbung, Design, Film, IT-Dienstleistungen wie Multimedia etc.) - mit den Auswirkungen veränderter Anforderungen aus der Erwerbsarbeit auf das Verhältnis von Arbeit und Leben. Fokussiert wird dabei auf eine zeitliche Entgrenzung von Beschäftigungsverhältnissen in Form der Flexibilisierung der Lage und Dauer der Arbeitszeit sowie auf eine räumliche Entgrenzung in Form von wechselnden Arbeitsorten und zunehmenden Mobilitätsanforderungen. Die Frage ist, ob es den Beschäftigten gelingt, die mit der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung verbundenen Gestaltungsoptionen zu nutzen und eine neue Balance zwischen Berufsarbeit und Leben aktiv zu gestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen: objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe (2006)
Zitatform
Protsch, Paula (2006): Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen. Objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-106), Berlin, 56 S.
Abstract
"Die berufliche Selbstständigkeit hat in den letzten Jahren einen enormen Anstieg erlebt. Die Ursachen und (gesamt-)wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Bedeutungszuwachses werden jedoch kontrovers diskutiert. In diesem Zusammenhang wird zwar darauf verwiesen, dass das Phänomen nicht einseitig betrachtet werden darf, da die Gruppe der Selbstständigen sehr heterogene soziale Lagen umfasst. Die Untersuchung der tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Selbstständigen ist jedoch zu großen Teilen ins Hintertreffen geraten. Dies gilt im Besonderen für Aspekte des subjektiven Wohlbefindens, welche neben den objektiven Lebensbedingungen die Lebensqualität von Individuen bestimmen. Die Analyse auf Basis des Eurobarometers 56.1 (2001) stellt sich diese Frage nach der Lebens- und Arbeitssituation von Selbstständigen. Wie unterscheiden sich Selbstständige und abhängig Beschäftigte und wie heterogen sind die Selbstständigen untereinander? Der Schwerpunkt der Studie liegt auf Deutschland, wobei zentrale Ergebnisse auf der Ebene der EU (EU-15) repliziert werden um deren Geltung auch unabhängig vom Länderkontext feststellen zu können. Themen des deskriptiven Teils sind Lebens- und Arbeitszufriedenheit, Zentralität von Arbeit, Einkommen, Zeitwohlstand, soziale Sicherung (vor allem die Altersvorsorge), die Qualität der Arbeitsaufgaben und das Ausmaß des Arbeitsdruckes. Es lässt sich eine oftmals stärkere Heterogenität der Lebens- und Arbeitsbedingungen unter den Selbstständigen feststellen, aber auch eindeutige Tendenzen, die sie als Gruppe von den abhängig Beschäftigten unterscheiden. Besonders auffällig ist, dass Selbstständige einerseits durchschnittlich sehr viel zufriedener mit ihrer Arbeit sind als abhängig Beschäftigte und die Qualität ihrer Arbeitsaufgaben positiver einschätzen. Andererseits stehen sie häufiger unter starkem Arbeitsdruck. Es konnte mittels linearer Regressionsmodelle nachgewiesen werden, dass dieser Zusammenhang auch unter der Kontrolle von persönlichen und berufsspezifischen Merkmalen bestätigt werden kann. Außerdem zeigen die multivariaten Analysen, dass die höhere Arbeitszufriedenheit der Selbstständigen auf die bessere Qualität ihrer Arbeit zurückzuführen ist. Diese Ergebnisse konnten sowohl für Deutschland als auch auf der Ebene der EU-15 bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Own-account workers in Europe: flexible, mobile, and often inadequately insured (2006)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2006): Own-account workers in Europe. Flexible, mobile, and often inadequately insured. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-122), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die selbstständige Erwerbsarbeit hat in den letzten Jahrzehnten in der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Anteil von Klein- und Solo-Unternehmen weist eine steigende Tendenz auf. Im Kontext der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte wird ein Mobilitätskonzept entwickelt und die Dynamik der Solo-Selbstständigkeit anhand von Mobilitätsraten und Mobilitätsmustern (Eintritte, Austritte, Dauer) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, Italien, Großbritannien und Schweden) verglichen. Abschließend wird auf die national unterschiedliche institutionelle Absicherung von Mobilität bzw. von Übergängen eingegangen. Am Beispiel der staatlichen Rentenversicherungssysteme wird aufgezeigt, ob Statuswechsel in und aus der Solo-Selbstständigkeit heraus in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht in den betrachteten Ländern mit Nachteilen verbunden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Allein, flexibel und mobil: Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu (2006)
Zitatform
Schulze Buschoff, Karin & Claudia Schmidt (2006): Allein, flexibel und mobil. Solo-Selbständigkeit nimmt in Europa stark zu. In: WZB-Mitteilungen H. 112, S. 30-34.
Abstract
"Immer mehr Erwerbstätige in Europa sind Solo-Selbstständige. Diese zeichnen sich durch hohe Mobilität und häufige Statuswechsel aus. Eine vergleichende Untersuchung Deutschlands, der Niederlande, Italiens, Großbritanniens und Schwedens belegt diese Dynamik, die mit Hilfe der Theorie der Übergangsarbeitsmärkte vergleichend analysiert werden kann. In Deutschland spielt die Solo-Selbstständigkeit als Übergang in abhängige Beschäftigung und in die Arbeitgeberselbstständigkeit eine besonders große Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbständige Erwerbsarbeit und soziales Risikomanegement: ein deutsch-britischer Vergleich (2006)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2006): Selbständige Erwerbsarbeit und soziales Risikomanegement. Ein deutsch-britischer Vergleich. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 52, H. 4, S. 521-546. DOI:10.1515/zsr-2006-0408
Abstract
"Sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich hat die selbstständige Erwerbsarbeit in den letzten Dekaden an Bedeutung gewonnen. Vor allem der Anteil an Solo-Selbstständigkeit ist stetig gestiegen. Diese Entwicklung ist mit neuen Herausforderungen an ein soziales Risikomanagement für die zuständigen Akteure und Institutionen verbunden. Es stellt sich die Frage, ob und in welcher Form die staatlichen Sicherungssysteme, kollektive Interessenvertretungen und die Individuen selbst auf diese Herausforderungen eingestellt sind. Um diese Frage zu beantworten, werden als Beispiele für kollektives Risikomanagement die Absicherung der Selbstständigen durch die nationalen sozialen Sicherungsysteme sowie die kollektive Interessenvertretung durch Organisationen und Verbände beschrieben. Als ein Beispiel für individuelles soziales Risikomanagement wird am Ende die private Vorsorge der Selbstständigen fürs Alter im Ländervergleich skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland (2006)
Schulze-Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze-Buschoff, Karin (2006): Die soziale Sicherung von selbstständig Erwerbstätigen in Deutschland. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-107), Berlin, 36 S.
Abstract
"In Deutschland ist der Anteil selbstständiger Erwerbsarbeit außerhalb der Landwirtschaft seit den 1990er Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Bedeutungszunahme der Selbstständigkeit ist verbunden mit einer Änderung ihrer Struktur. So wächst die Zahl der 'neuen' Selbstständigen, die oftmals direkt aus der Arbeitslosigkeit kommen und häufig Klein- und Kleinstunternehmen, vornehmlich im Dienstleistungssektor, gründen. Der Boom und die Struktur der 'neuen' Selbstständigkeit stellen neue Herausforderungen an wohlfahrtsstaatliche Akteure und Institutionen. Unmittelbar gefordert sind die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme. Die Frage, ob und in welcher Form die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme auf die Herausforderungen eingestellt sind bzw. wie sie ihnen begegnen, soll im Folgenden erörtert werden. Erläutert werden Art und Umfang der Einbeziehung der Selbstständigen in die einzelnen Sozialversicherungszweige, Sonderregelungen für bestimmte Gruppen von Selbstständigen, die gesetzlichen Regelungen zur Scheinselbstständigkeit und besondere sozialrechtliche Bedingungen bei arbeitsmarktpolitisch geförderter Selbstständigkeit (Ich-AG und Überbrückungsgeld). Es wird argumentiert, dass die Gesetzgebung zur sozialen Sicherung Selbstständiger widersprüchlich und unvollständig bleibt. Überfällig ist die Anerkennung des generellen sozialen Schutzbedarfs der Selbstständigen und die Ausweitung der Sozialversicherungspflicht auf alle Selbstständigen. Abschließend werden aktuelle Bestrebungen zur Reform der Sozialversicherungsregelungen für Selbstständige erörtert und bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung: eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung (2006)
Schwarz, Claudia;Zitatform
Schwarz, Claudia (2006): Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung. Eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung. (Ibw-Schriftenreihe 133), Wien, 161 S.
Abstract
"Ziel dieser im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit, Frauen unternehmen' durchgeführten Studie war es, geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Gründerinnen und Gründern herauszuarbeiten, forschungspraktisch also geschlechterdifferenzierte Daten zum Unternehmensgründungsprozess zu erheben. Es sollten die unterschiedlichen Ansätze, Vorgehensweisen und Probleme von Frauen im Vergleich und in Abgrenzung von männlichen Gründern dargestellt werden. Der Fokus der Analyse liegt vor allem auf den Charakteristika von 'Frauenbetrieben' und den spezifischen Bedürfnissen von Frauen im Gründungsprozess, um ihre Einstiegs- aber auch Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Ziel des Gender-Mainstreaming-Ansatzes der Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit' ist die Entwicklung von geeigneten Rahmenbedingungen für einen geschlechtsneutralen Zugang zur Selbständigkeit als existenzsichernde Alternative zur unselbständigen Tätigkeit. Im Rahmen aller Projektmodule wird der Ansatz der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Bereich der Unternehmensgründung verfolgt, die dann besser erreicht werden kann, wenn auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen (etwa in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, alternative Finanzierungsmöglichkeiten) eingegangen wird und erfolgreiche Gründungsstrategien auf die Anwendung von Frauen adaptiert werden. Zentrale Themenbereiche der Studie sind daher die Unternehmensfinanzierung und die Betreuungspflichten, die im Zuge der Unternehmensgründung bestanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität: Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? (2006)
Sieverding, Julia;Zitatform
Sieverding, Julia (2006): Selbstständigkeit in Randbereichen der Legalität. Schattenwirtschaft als Einstieg in die Selbstständigkeit? Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 116 S.
Abstract
"Die Schattenwirtschaft ist seit Jahren die uneingeschränkte Wachstumsbranche nicht nur der deutschen Volkswirtschaft. Die Autorin analysiert am Beispiel der Schwarzarbeit mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes, ob die illegale Selbstständigkeit ein Einstieg in die legale sein kann und inwiefern sonst die illegale die legale Selbstständigkeit begünstigt. Unter anderem gibt es Hinweise darauf, dass den Tätigkeiten im 'informellen Sektor' keine dementsprechenden Einbußen der offiziellen Wirtschaft gegenüberstehen, sondern dass sie eher eine Ergänzung zur regulären Ökonomie darstellen. Weil zwischen dem formellen und dem informellen Sektor vielfältige Verflechtungen und gegenseitige Abhängigkeiten bestehen, ist es erforderlich, sich konkret mit den Bedürfnissen und individuellen Erwerbsstrategien der Selbstständigen in Randbereichen der Legalität auseinander zu setzen. Die Autorin verfolgt daher im Rahmen ihrer Analyse die Frage nach den Entwicklungsmöglichkeiten unternehmerischer Potenziale in der Schattenwirtschaft. Das Buch enthält keinen Appell zur Ausübung illegaler Beschäftigungen, soll jedoch internationale Unterschiede herausstellen und bestehende Vorurteile relativieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Commitment freier Mitarbeiter: Erscheinungsformen und Einflussmöglichkeiten am Beispiel von IT-Freelancern (2006)
Zitatform
Süß, Stefan (2006): Commitment freier Mitarbeiter. Erscheinungsformen und Einflussmöglichkeiten am Beispiel von IT-Freelancern. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 20, H. 3, S. 255-275.
Abstract
"Seit Jahren ist die Tendenz zu erkennen, dass Arbeitsverhältnisse flexibler gestaltet werden. Bislang wenig erforscht ist, was das für Loyalität und Commitment der flexibel beschäftigten Mitarbeiter bedeutet. Daher wird in diesem Beitrag die Frage aufgegriffen, ob Freelancer Commitment gegenüber einem Unternehmen empfinden können und unter welchen Bedingungen das der Fall ist. Eine empirische Studie bei IT-Freelancern verdeutlicht, dass sie vor allem affektives Commitment gegenüber ihren Auftraggebern aufweisen. Korrelations- und Regressionsanalysen zeigen unterschiedlich starke Zusammenhänge zwischen demographischen Merkmalen, Arbeitsbedingungen und arbeitsbezogenen Erwartungen der Freelancer zu dem von ihnen empfundenen Commitment. Vor diesem Hintergrund lassen sich Ansatzpunkte zur Förderung der Verbundenheit von Freelancern erkennen; allerdings müssen auch die Grenzen beachtet werden, denen die Förderung von Commitment unterliegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Black Box "Neue Selbstständigkeit": wo Licht ist, ist auch Schatten (2006)
Trube, Achim; Wießner, Frank; Weiß, Carsten;Zitatform
Trube, Achim, Carsten Weiß & Frank Wießner (2006): Black Box "Neue Selbstständigkeit". Wo Licht ist, ist auch Schatten. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 60, H. 7/8, S. 39-43.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (Ich-AG) löste einen Gründungsboom aus. Eine neue Studie untersucht hierzu die Möglichkeiten der Erforschung von Gründungsmotiven und geht erstmalig der Frage nach, inwieweit empirisch fundierte Aussagen zur Relevanz von Schwarzarbeit im Vorfeld von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit machbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der neue Gründungszuschuss: ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer (2006)
Winkel, Rolf;Zitatform
Winkel, Rolf (2006): Der neue Gründungszuschuss. Ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 8/9, S. 284-288.
Abstract
"Seit dem 1. August gelten für die Förderung von Beziehern von Arbeitslosengeld (I), die sich selbstständig machen, neue Regeln. Der neue Gründungszuschuss nach § 57 des dritten Sozialgesetzbuchs ersetzt seitdem das bisherige Überbrückungsgeld und die bereits zum 30. Juni 2006 ausgelaufenen Existenzgründungszuschüsse, mit denen die so genannten Ich-AG's gefördert wurden. Im Folgenden wird der neue Gründungszuschuss im Detail vorgestellt und mit den bisherigen Leistungen zur Existenzgründungsförderung von Arbeitslosen verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV: DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland (2006)
Zitatform
(2006): Existenzgründung in Zeiten von Hartz IV. DIHK-Gründerreport 2006. Zahlen und Einschätzungen der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Deutschland. (DIHK-Gründerreport), Berlin, 20 S.
Abstract
"Mit dem Gründerreport legt der DIHK jährlich eine Einschätzung der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater aus den 81 IHKs sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice. Insgesamt fußt der DIHK-Gründerreport 2006 auf über 380.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Mit der Untersuchung wird somit ein Großteil des Gründungsgeschehens in Deutschland erfasst. Im Jahr 2005 war die Suche nach einem Ausweg aus der Arbeitslosigkeit das Hauptmotiv zur Existenzgründung in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573 (2006)
Zitatform
(2006): Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/1792 (08.06.2006)), 4 S.
Abstract
Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Auskunft über den Umfang der finanziellen Förderung von Ich-AGs. Diese werden seit dem 1. Januar 2003 durch die Bundesagentur für Arbeit mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Im Februar 2006 lief für die ersten Ich-AGs die dreijährige Förderdauer ab, der Existenzgründungszuschuss wird ab Juli 2006 durch ein neues Förderinstrument abgelöst. Seit der Einführung der Ich-AG wurden insgesamt ca. 380.000 Gründer mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Hierfür wurden von der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 3,03 Mrd. Euro aufgewendet. Am häufigsten gefördert wurden Gründungen in den Wirtschaftszweigen Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, Handel, Reparaturen sowie Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen. Rund 80 Prozent der Geförderten sind rd. 1,5 Jahr nach Gründung weiterhin selbstständig. Hauptgründe für eine Aufgabe der Selbstständigkeit sind Auftragsmangel, Finanzierungsengpässe und familiäre Gründe. (IAB)
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Beschäftigung Scheinselbständiger: arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen (2005)
Bisson, Frank; Schwab, Rouven;Zitatform
Bisson, Frank & Rouven Schwab (2005): Beschäftigung Scheinselbständiger. Arbeits-, sozialversicherungs- und strafrechtliche Folgen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 60, H. 5, S. 276-280.
Abstract
"In der Praxis spielt die Beschäftigung von freien Mitarbeitern eine große Rolle. Die Vorteile einer solchen Beschäftigung liegen auf der Hand: Mangels Arbeitsverhältnisses ist der Unternehmer weder zur Abführung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung noch zur hälftigen Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge verpflichtet, und die Versteuerung des Entgelts ist Sache des freien Mitarbeiters. Dennoch ist Vorsicht geboten: Oft liegt entgegen der anders lautenden Bezeichnung und des entgegenstehenden Willens der Beteiligten ein Arbeitsverhältnis vor. Nach In-Kraft-Treten verschiedener Änderungen auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts zeigt dieser Beitrag, welche Kriterien bei der Abgrenzung von freier Mitarbeit und Arbeitsverhältnis maßgeblich sind. Darüber hinaus gehen die Verfasser nachfolgend auf die Risiken des Arbeitgebers bei der Beschäftigung von Scheinselbständigen, insbesondere aus Sicht des Straf- und Steuerrechts, ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany (2005)
Zitatform
Fertala, Nikolinka (2005): Determinants of successful immigrant entrepreneurship in the Federal Republic of Germany. Tübingen, 258 S.
Abstract
"Obwohl der Migrationpolitik sowohl in der allgemeinen Diskussion als auch in der wissenschaftlichen Fachdebatte enorme Bedeutung zugesprochen wird, ist kaum etwas über den betriebswirtschaftlichen Erfolg von Immigranten-Unternehmern in Deutschland bekannt. Während die Selbständigenquote im Lande im internationalen Vergleich bereits eher gering ist, ist diese unter den Immigranten noch niedriger. Allerdings ist zu erwähnen, dass die unternehmerischen Aktivitäten von Immigranten eine dynamischere Entwicklung als diese der Deutschen aufweisen. Somit stellt sich berechtigt die Frage nach den Einflussfaktoren von Unternehmensgründungen durch Immigranten in Deutschland sowie auch nach den Erfolgsbedingungen solcher Gründungen nichts zuletzt angesichts der Hoffnung, welche die Arbeitsmarktpolitik auf eine zunehmende Selbständigkeit und Gründungsaktivität setzt. Die Dissertationsschrift erarbeitet verschiedene theoretische und empirische Modelle, um die sozioökonomischen Faktoren zu identifizieren, welche sich auf das Entscheidungskalkül eines Immigranten, selbständig zu sein oder nicht, auswirken. Darüber hinaus wird untersucht, ob Investitionen in Human- und Sozialkapital den betriebswirtschaftlichen Erfolg positiv beeinflussen, und wie sich die Zusammensetzung von Belegschaften innerhalb der Unternehmen auf deren Erfolg auswirkt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen, signifikant die Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen zu gründen, beeinflussen. Immigranten aus dem EU-Raum weisen im Vergleich zu Immigranten aus dem Nicht-EU-Raum eine deutlich höhere Neigung auf, eine selbständige Tätigkeit auszuüben. Abschließend wurde mit Hilfe des Hazard-Modells herausgefunden, dass die Überlebenschancen der Immigranten-Unternehmen um 1,24 Jahre kürzer als diese der deutschen Unternehmen sind. Diese Unterschiede sind branchen- und nationalspezifisch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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New modes of business organization and precarious employment: towards the recommodification of labour? (2005)
Zitatform
Frade, Carlos & Isabelle Darmon (2005): New modes of business organization and precarious employment. Towards the recommodification of labour? In: Journal of European social policy, Jg. 15, H. 2, S. 107-121.
Abstract
"While much of the international debate on the future of work focuses on the links between new forms of employment and social protection, and especially on transitions between jobs, this paper addresses a still under-researched issue: the interconnections between employment regulations and business strategies in the production of precarious employment. It seeks to make a contribution to a new strand of research which has emerged in France, Britain and the United States and has cast light on the link between new modes of business organization and new forms of employment. The paper particularly highlights labour recommodification processes as the key instrument in this link and illustrates the dynamics at play in three service sectors known for a high incidence of precarious employment - call centres, performing arts, and domiciliary care for the elderly, in five European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Work in the e-society: freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall (2005)
Gill, Rosalind;Zitatform
Gill, Rosalind (2005): Work in the e-society. Freelancing in new media. A response to Henninger and Gottschall. In: Journal für Psychologie, Jg. 13, H. 1/2, S. 21-28.
Abstract
"Vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen zu veränderten Arbeitsbedingungen in der E-Society geht dieser Beitrag auf die Arbeit von Gottschall und Henninger ein, die die aktuelle Debatte um solide empirische Befunde erweitert. Dieser Beitrag setzt sich kritisch mit der Arbeit auseinander und beleuchtet vor allem drei Aspekte. Diese betreffen die methodologischen und epistemologischen Grundannahmen der Forschung, die Entstehung neuer Formen von Ungleichheit sowie ein als 'Post-Feminismusproblem' neu identifiziertes Problemfeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Freelancer in den Kultur- und Medienberufen: freiberuflich, aber nicht frei schwebend (2005)
Zitatform
Gottschall, Karin & Annette Henninger (2005): Freelancer in den Kultur- und Medienberufen. Freiberuflich, aber nicht frei schwebend. In: N. Mayer-Ahuja & H. Wolf (Hrsg.) (2005): Entfesselte Arbeit - neue Bindungen : Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie, S. 153-183.
Abstract
In den Berufsfeldern Webdesign, Softwareentwicklung und Journalismus wurde die Verknüpfung von Erwerbsarbeit und Privatleben bei Alleinselbstständigen untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern an die Stelle traditioneller, auch geschlechtsspezifischer Fremdbindung im Hinblick auf Marktverhalten und Privatleben neue Formen der reflexiveren Selbstbindung treten. Im Rahmen der Untersuchung wurden 39 leitfadengestützte, berufsbiografische Interviews mit Alleinselbständigen geführt, die Einsichten in die Organisation von Erwerbsarbeit und Privatleben in der Alltags- und Lebenslaufperspektive eröffnen. Im Ergebnis stellen die Autoren eine hohes Maß an erwerbsbiografischer Kontinuität bei allen Untersuchungsgruppen fest. Den meisten Befragten gelingt eine nachhaltige Marktbehauptung sowie eine eigenständige Stabilisierung der Lebensführung. Die Alleinselbstständigen verfügen über ein komplexes Gefüge unterschiedlicher Bindungen, wie z.B. zu Kunden und Kollegen, die ständig gepflegt werden müssen. "Die Selbstbindung an den Beruf schafft eine hohes Maß an subjektiv empfundener Kontinuität auch über einen Wechsel der Erwerbsform hinaus. Private partnerschaftliche Arrangements unterstützten und fordern zugleich eine kontinuierliche Erwerbstätigkeit." (IAB2)
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Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit (2005)
Haak, Carroll;Zitatform
Haak, Carroll (2005): Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 4, S. 573-595.
Abstract
"Die Anzahl erwerbstätiger Künstler nimmt in Deutschland seit Jahrzehnten zu. Ein differenzierter Blick auf die Arbeitsmärkte von Künstlern verdeutlicht allerdings die Dimensionen, in denen sich dieses Wachstum bewegt. Im Kultursektor werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse abgebaut, unbefristete Stellen werden zugunsten befristeter Beschäftigungsverhältnisse zurückgenommen. Insgesamt geht die abhängige Beschäftigung zugunsten der Selbständigkeit zurück. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Musikern, darstellenden Künstlern und bildenden Künstlern auf der Basis einer Analyse von Individualdaten (Mikrozensus 2000) seit den achtziger Jahren nachgezeichnet. Dabei werden spezifische Charakteristika der Erwerbsformen, insbesondere der abhängigen Beschäftigungsverhältnisse sowie der Selbständigkeit, analysiert und diskutiert. An die deskriptive Datenanalyse schließen sich zwei logistische Regressionen an, anhand derer folgende Fragen beantwortet werden: Welche Faktoren determinieren die Erwerbsformen bei Künstlern? Welche sozialstrukturellen Merkmale beeinflussen das Befristungsrisiko bei den Beschäftigungsverhältnissen von Künstlern?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Begrenzte Entgrenzung: Arrangements in Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den alten und neuen Medien (2005)
Zitatform
Henninger, Annette & Karin Gottschall (2005): Begrenzte Entgrenzung. Arrangements in Erwerbsarbeit und Privatleben bei Freelancern in den alten und neuen Medien. In: Journal für Psychologie, Jg. 13, H. 1/2, S. 5-20.
Abstract
"Bisher gibt es nur wenig Erkenntnisse darüber, ob und wie neue Erwerbsformen mit veränderten Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie mit einem Wandel von partnerschaftlichen Geschlechterarrangements einhergehen. Diese Frage wird in dem Beitrag am Beispiel von Freelancern in ausgewählten Kultur- und Medienberufen (Journalismus, Design und Softwareentwicklung) untersucht, die häufig als Vorreiter neuer Arbeits- und Lebensformen gelten. Es wird vermutet, dass sie keine strikten Trennungen zwischen Arbeit und Privatleben vornehmen und eher in Zweiverdiener-Partnerschaften als in einem traditionellen Familienernährer-Modell leben. Unsere empirischen Ergebnisse verweisen lediglich auf eine begrenzte Entgrenzung von Arbeit und Leben bei den untersuchten Gruppen. Selbst gesetzte Prioritäten und Grenzziehungen sowie Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern ergeben, stehen einer solchen Entgrenzung entgegen. Zugleich lässt sich eine Ausdifferenzierung partnerschaftlicher Geschlechterarrangements beobachten. Diese Entwicklungen beinhalten neue Chancen für eine Gleichstellung der Geschlechter. Sie sind aber für Mütter auch mit Ambivalenzen verknüpft, da von ihnen erwartet wird, dass sie eine individuelle Lösung für die Verknüpfung von freiberuflicher Tätigkeit und Kinderbetreuung finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements?: kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers (2005)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2005): Neue Erwerbsformen, alte Geschlechterarrangements? Kritische Anmerkungen zum Verhältnis von "Arbeit" und "Leben" im Konzept des Arbeitskraftunternehmers. In: A. Mischau & M. Oechsle (Hrsg.) (2005): Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit : verlieren wir die Balance? (Zeitschrift für Familienforschung. Sonderheft, 05), S. 54-73.
Abstract
"Wie verändert sich im Zuge des Wandels von Arbeit das Verhältnis von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie partnerschaftliche Geschlechterarrangements? Verschwimmen bei Freelancern, die über die Lage und Dauer ihrer Arbeitszeit selbst bestimmen können, die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben? Und wie lässt sich dies mit dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder mit Kindern vereinbaren? Diesen Fragen wird in dem Beitrag am Beispiel von Alleinselbstständigen in IT- und Medienberufen (Journalismus, Design und Software-Entwicklung) nachgegangen, die als exemplarisch für den neu entstehenden Idealtypus des Arbeitskraftuntemehmers gelten. Nach einem kritischen Blick auf das Konzept des Arbeitskraftunternehmers werden erste Ergebnisse aus einem empirischen Forschungsprojekt vorgestellt. Als vorläufiges Ergebnis lässt sich bei den untersuchten Gruppen eine begrenzte Entgrenzung von Arbeit und Leben konstatieren. Selbst gesetzte Grenzen und Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben in einer Partnerschaft oder aus der Betreuung von Kindern ergeben, stehen einer solchen Entwicklung entgegen. Veränderungen zeichnen sich dagegen bei den partnerschaftlichen Geschlechterarrangements ab: Angesichts teilweise niedriger bzw. unsicherer Einkommen insbesondere bei den befragten JournalistInnen und DesignerInnen erscheint das traditionelle Geschlechterarrangement nur noch für eine verschwindende Minderheit als lebbares Modell. Statt dessen lässt sich eine Ausdifferenzierung partnerschaftlicher Arrangements beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entgrenzung als allgemeinerer Trend?: mobile Pflege und Arbeit in der Medien- und Kulturindustrie im Vergleich (2005)
Henninger, Annette; Papouschek, Ulrike;Zitatform
Henninger, Annette & Ulrike Papouschek (2005): Entgrenzung als allgemeinerer Trend? Mobile Pflege und Arbeit in der Medien- und Kulturindustrie im Vergleich. (ZeS-Arbeitspapier 2005/05), Bremen, 38 S.
Abstract
"In der deutschsprachigen Arbeits- und Industriesoziologie wird derzeit eine intensive Debatte über die 'Entgrenzung' von Erwerbsarbeit geführt. Hiermit ist gemeint, dass sich die industriegesellschaftlich etablierten Grenzen von Erwerbsarbeit verflüssigen oder auflösen. Bislang gibt es kaum empirische Arbeiten, in denen die prognostizierten Veränderungen in konkreten Tätigkeitsfeldern vergleichend untersucht werden. Das Arbeitspapier kontrastiert Befunde aus einer Studie über mobile Pflegedienste mit Ergebnissen einer Untersuchung über Freelancer in der Medien- und Kulturindustrie. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die These einer generellen Entgrenzung von Arbeit tatsächlich haltbar ist. Lassen sich in bestimmten Bereichen möglicherweise Gegentendenzen beobachten? Passen sich die Beschäftigten lediglich den veränderten Anforderungen an oder entwickeln sie eigene, aktive Strategien zur Begrenzung von Erwerbsarbeit und zur Neugestaltung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und Privatleben? Wie verteilen sich Chancen und Risiken für eine aktive Grenzziehung zwischen unterschiedlichen Beschäftigtengruppen? Und schließlich: Welcher Erkenntnisgewinn lässt sich aus solchen vergleichenden empirischen Befunden für die Entgrenzungsdebatte erzielen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium: eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003 (2005)
Kerst, Christian; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Kerst, Christian & Karl-Heinz Minks (2005): Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium. Eine Auswertung der HIS Absolventenbefragungen 2002/2003. (HIS-Projektbericht), Hannover, 66 S.
Abstract
"Hochschulabsolventen, die sich selbstständig machen, sind mit ihrer beruflichen Situation überwiegend zufrieden. Nach einer von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstellten Auswertung zur 'Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach dem Studium' werden von den Befragten vor allem die großen Einflussmöglichkeiten auf Arbeitsinhalte, Organisation und Arbeitsweise positiv bewertet. Sie ist eine gesonderte Auswertung von repräsentativen Befragungen der Examensjahrgänge 1997 und 2001. Demnach waren die Selbstständigen unter den Absolventen des Examensjahrgangs 1997 fünf Jahre nach dem Examen mit ihrer beruflichen Position deutlich zufriedener (81 Prozent) als die Angestellten (33 Prozent). Dies galt für die Tätigkeitsinhalte, die 83 Prozent der Selbstständigen positiv bewerteten und 69 Prozent der Angestellten. Unter den Selbstständigen bezeichneten 88 Prozent die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, als sehr gut ' unter den Angestellten waren das 74 Prozent. Die HIS stellte gleichzeitig eine Stagnation bei der Bereitschaft zur Selbstständigkeit fest. Zwar wies der Absolventenjahrgang 2001 mit mehr als 4 Prozent die höchste Selbständigenquote kurz nach Ende des Studium auf und übertraf die bei vorhergehenden Erhebungen ermittelten Werte deutlich (1989: 2,1 Prozent; 1993: 3,5 Prozent; 1997: 3 Prozent). Gleichzeitig aber sang sank der Anteil derjenigen, die fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss selbstständig waren über die Jahre von neun Prozent (1993) auf etwa sieben Prozent (1997). Selbstständigkeit entstand ganz überwiegend im Dienstleistungssektor, in dem über 90 Prozent der Selbstständigen angesiedelt waren. Fünf Jahre nach dem Studienabschluss zeigte sich im Examensjahrgang 1997, dass vor allem Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur (mit FH-Diplom zu 20%, mit Uni-Diplom zu 8%), Jura (16%) und Psychologie (7%) sowie aus Magisterstudiengängen (9%) selbstständig waren. In der Medizin begann die Phase der Selbstständigkeit zu einem noch späteren Zeitpunkt, was mit dem späteren Abschluss der Facharztausbildung erklärt werden kann. Unterdurchschnittlich selbstständig machten sich innerhalb der ersten fünf Jahre Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften war erst nach der Promotionsphase mit steigender Selbstständigkeit zu rechnen. Offenbar spielte auch der persönliche Hintergrund eine Rolle. So neigten insbesondere Kinder von Selbstständigen überproportional häufig (12 Prozent) dazu, sich ebenfalls selbstständig zu machen. Das Einkommen der Selbstständigen lag bei einer sehr großen Bandbreite insgesamt auf dem durchschnittlichen Niveau der angestellten Akademiker. 38 Prozent der befragten Selbstständigen hatten ein Jahreseinkommen unter 30.000 Euro; 24 Prozent verdienten über 60.000 Euro im Jahr. Etwa 40 Prozent der Selbstständigen beschäftigten keine weiteren Mitarbeiter, 13 Prozent hatten mindestens 20 Mitarbeiter; 2 Prozent über 100 Mitarbeiter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium (2005)
Kerst, Christian; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Kerst, Christian & Karl-Heinz Minks (2005): Selbständigkeit und Unternehmensgründung von Hochschulabsolventen fünf Jahre nach dem Studium. (HIS-Kurzinformationen 2005/A08), 66 S.
Abstract
In dem Bericht bildet der Vergleich der Selbständigenquoten in den vier Absolventen-Jahrgängen 1989, 1993, 1997 und 2002 einen Schwerpunkt. Der Bericht schließt an zwei frühere Auswertungen der HIS-Absolventenpanels an (Minks 1998; Holtkamp/Imsande 2001) und führt diese mit den aktuellen Daten fort. Im Zentrum stehen Fragen nach Häufigkeit, Art und Verlauf von beruflicher Selbständigkeit, den Merkmalen der Selbständigkeit und nach den Einstellungen zur Selbständigkeit. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Ich-AG: ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (2005)
Lüth, Josef;Zitatform
Lüth, Josef (2005): Die Ich-AG. Ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (Edition Octopus), Münster: Monsenstein und Vannerdat, 141 S.
Abstract
"Kein Arbeitsmarktinstrument der Bundesregierung hat grössere Bekanntheit und Bedeutung erlangt, als die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose, die Ich-AG. Der Autor prüft mit Kenntnis der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, praxisnaher und realistischer Beispielrechnungen und durch Auswertung von Gründerinterviews die wichtigsten Thesen in der öffentlichen Diskussion. - Die Ich-AG und der teure Mitnahmeeffekt - Wundermittel gegen Schwarzarbeit? - Lohnt sich die Ich-AG für Familien? - Erschliessen des Niedriglohnsektors? - Jobmaschine Ich-AG? Keine der aktuellen Thesen hält einer kritischen und wissenschaftlichen Untersuchung statt. Dennoch der plädiert der Autor für eine Fortsetzung der Ich-AG-Förderung als preiswertes und gründerfreundliches Arbeitsmarktinstrument." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entfesselte Arbeit - neue Bindungen: Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie (2005)
Mayer-Ahuja, Nicole; Manning, Stephan ; Mayer-Ahuja, Nicole; Wolf, Harald ; Mields, Just; Bleses, Peter; Pries, Ludger ; Henninger, Annette; Sydow, Jörg ; Mader, Sabine; Wolf, Harald ; Abel, Jörg; Gottschall, Karin ; Volmerg, Birgit;Zitatform
Mayer-Ahuja, Nicole & Harald Wolf (Hrsg.) (2005): Entfesselte Arbeit - neue Bindungen. Grenzen der Entgrenzung in der Medien- und Kulturindustrie. Berlin: Edition Sigma, 341 S.
Abstract
"Liegt die Zukunft der Arbeit tatsächlich in ihrer allseitigen Entgrenzung, wie vielfach in Wissenschaft und Politik behauptet wird? Der Band zeigt, dass es 'entgrenzte Arbeit' in Reinform selbst bei hochqualifizierten, kreativen Tätigkeiten nicht gibt, denn stets gehen Fehlen oder Wegfall von Regulationsstrukturen und -mechanismen mit der Fortexistenz alter und der Herausbildung neuer sozialer Bindungen einher. Die Autorinnen und Autoren spüren solche Grenzen der Entgrenzung exemplarisch im Bereich der Medien- und Kulturindustrie auf - Branchen, die als Vorreiter einer 'entgrenzten' Arbeitswelt gelten. Eingeleitet von einer begrifflich-analytischen Reflexion über die Kategorien Selbst- und Fremdbindung werden empirische Ergebnisse eines Forschungsverbundes präsentiert, der sich aus unterschiedlichen Perspektiven (Arbeitssoziologie, Industrial-Relations-, Arbeitsmarkt- und Geschlechterforschung, Betriebswirtschaftslehre, Arbeitsrecht und Arbeitspsychologie) mit der Arbeit in Internet- und Multimediaunternehmen, Journalismus, TV-Produktion, öffentlichem und privatem Rundfunk sowie Museen befasst hat. Dabei kommen vielfältige Grenzen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Organisation zur Sprache - neu entstehende, weiterhin bestehende und solche, die künftig aktiv gesetzt werden müssen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise (2005)
Möckel, Carsten;Zitatform
Möckel, Carsten (2005): Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise. (Gabler Edition Wissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 274 S.
Abstract
"Aufgrund der aktuellen Beschäftigungssituation in Deutschland gewinnt die Frage, welchen Beitrag Existenzgründungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können, immer mehr an Bedeutung. Die Ergebnisse der Gründungsforschung sind in diesem Bereich bislang jedoch sehr heterogen und beschäftigen sich überwiegend nur mit hochinnovativen und technologieorientierten Unternehmensgründungen. Der Autor untersucht, inwieweit durch eine höhere Existenzgründungsquote die Beschäftigungskrise in Deutschland überwunden werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die empirische Analyse von 305 Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit in Berlin, die Leistungen nach dem Arbeitsmarktpolitischen Rahmenprogramm (ARP) in Anspruch genommen haben. Es wird dargestellt, welche Beschäftigungseffekte die Gründer generieren und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen. Der Autor zeigt, dass eine höhere Existenzgründungsquote einen entscheidenden beschäftigungspolitischen Beitrag leisten kann und liefert Schlussfolgerungen für eine Optimierung des Gründungserfolges sowie Gestaltungsempfehlungen zur Erhöhung der Zahl der Gründungsfähigen und -willigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gründungen aus der Arbeitslosigkeit: besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen (2005)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2005): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen. Mannheim, 15 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf breiter empirischer Basis (KfW-Gründungsmonitor) analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Im Vergleich zu anderen Gründern verfügen vormals arbeitslose Gründer über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen, welches für ihre Gründungsentscheidung jedoch besonders wichtig ist. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr wählen Arbeitslose sehr oft die Selbständigkeit eher notgedrungen als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 325-340.
Abstract
"In dem Beitrag wird unter Berücksichtigung der Staatstätigkeit aus einer theoriegeleiteten empirischen Perspektive diskutiert, ob zusätzliche Existenzgründungen zu mehr Beschäftigung führen. In erfolgreichen Existenzgründungen werden zwar direkt Arbeitsplätze geschaffen (an Erfolgsgeschichten dieser Art herrscht kein Mangel). Gleichzeitig kann (und wird) es allerdings über Wettbewerbs- und Verdrängungsprozesse auf Güter- und Faktormärkten zu einem Abbau von Beschäftigung in etablierten Unternehmen oder zu Schliessungen von Unternehmen kommen. Das Wissen zur staatlichen Steuerung solcher Marktprozesse, um gezielt Beschäftigung zu fördern, ist trotz erheblicher wissenschaftlicher Fortschritte (noch?) nicht vorhanden. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten zur Förderung von Existenzgründungen tatsächlich die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (ZEW discussion paper 2005-71), Mannheim, 28 S.
Abstract
"In dem Artikel werden ausgewählte theoretische und empirische Aspekte des Zusammenhangs zwischen Existenzgründungen, staatlichem Handeln und Beschäftigung diskutiert. Dabei wird die Frage, ob Existenzgründungen zusätzliche Beschäftigung schaffen überwiegend aus einer volkswirtschaftlichen (und nicht aus einer sektoralen oder regionalen) Sicht beleuchtet werden. Zusammenfassend zeigen theoretische Überlegungen und eine in mancher Hinsicht noch lückenhafte empirische Evidenz die Bedeutung von Existenzgründungen für die Zahl der Beschäftigten auf. Die Möglichkeiten des Staates, durch die Förderung von Existenzgründungen die Beschäftigung zu steigern, scheinen jedoch begrenzt. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gendermonitor Existenzgründung 2004: Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen (2005)
Piorkowsky, Michael-Burkhard; Fleißig, Sabine;Zitatform
Piorkowsky, Michael-Burkhard & Sabine Fleißig (2005): Gendermonitor Existenzgründung 2004. Existenzgründungen im Kontext der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Strukturanalyse von Mikrozensusergebnissen. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Die meisten Personen, die sich selbstständig machen, beginnen ihre Tätigkeit ohne Beschäftigte. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, arbeiteten im März 2004 drei Viertel der 276 000 vollzeittätigen Gründerpersonen (76%) ohne bezahlte Arbeitskräfte. Unter den rund 68 000 Personen, die sich auf Teilzeitbasis selbstständig machten, haben sogar 93% zunächst nur für sich selbst einen Arbeitsplatz geschaffen. Gegenüber 1996 haben sich damit die Anteile der Gründerpersonen ohne Beschäftigte sowohl im Bereich der Vollzeiterwerbstätigkeit (um gut 10 Prozentpunkte) als auch im Bereich der Teilzeiterwerbstätigkeit (+ 5 Prozentpunkte) deutlich vergrößert. Das zeigen die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Gendermonitors Existenzgründungen 2004. Der Monitor basiert auf dem Mikrozensus - mit rund 820 000 Befragten in gut 380 000 Haushalten die größte amtliche Haushaltsbefragung in Europa - und wird vom Statistischen Bundesamt in Kooperation mit der Professur für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Bonn erstellt. Während Vollzeitgründungen ohne Beschäftigte überwiegend durch Männer erfolgten (zu 70%), entfielen 62% der Teilzeitgründungen ohne Beschäftigte auf Frauen. Für diese Form der Selbstständigkeit entscheiden sich Frauen vor allem wegen persönlicher oder familiärer Verpflichtungen (46%), das heißt, sie möchten Familie und Beruf besser vereinbaren. Im Vergleich zu den Teilzeit tätigen Frauen insgesamt, von denen 58% ihre reduzierte Arbeitszeit mit persönlichen oder familiären Verpflichtungen begründeten, wurde dieses Motiv bei Teilzeitgründerinnen also unterdurchschnittlich oft genannt. Teilzeittätige Gründer gaben mit rund 52% am häufigsten an, dass sie keine Vollzeittätigkeit wünschten oder keine zu finden war. Ähnlich hoch lag der Anteil auch unter den Teilzeit arbeitenden Männern insgesamt (51%)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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