Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (2022)
Zitatform
Granzow, Felix, Elke Jahn & Michael Oberfichtner (2022): Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Wer kann sich (nicht) versichern? (IAB-Forschungsbericht 19/2022), Nürnberg, 31 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2219
Abstract
"Die Arbeitslosenversicherung auf Antrag bietet Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, sich gegen einen Verdienstausfall zu schützen. Allerdings nutzen nur sehr wenige Selbstständige das Angebot. In den vergangenen Jahren wurden weniger als 4.000 Versicherungen pro Jahr abgeschlossen – bei mehr als 200.000 Vollzeit-Gründungen jährlich. Das kann sowohl an mangelndem Interesse an der Versicherung liegen als auch daran, dass die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllt werden. Selbstständige, die sich versichern wollen, müssen bereits in der Arbeitslosenversicherung sein: Entweder, indem sie in der Zeit vor der Gründung für eine bestimmte Frist versichert waren oder, indem sie während einer Arbeitslosigkeit vor der Gründung Anspruch auf Arbeitslosengeld I durch Vorversicherungszeiten haben. In dieser Untersuchung wird mit Verlaufsdaten (Paneldaten) erstmals analysiert, inwieweit eine Nicht-Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen die geringe Nutzungsquote erklären könnte. Die empirische Analyse zeigt, dass rund die Hälfte der Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit hätte, die freiwillige Arbeitslosenversicherung abzuschließen. Etwa 23 Prozent erfüllen die Zugangsvoraussetzungen nicht. Bei den anderen 27 Prozent lässt sich die Zugangsberechtigung auf individueller Ebene nicht eindeutig ermitteln. Diese Personen sind oft Selbstständige, die nicht die nötigen Vorversicherungszeiten als abhängige Beschäftigte aufweisen, aber als Selbstständige versichert gewesen sein könnten. Unterstellt man bei diesen Selbstständigen die durchschnittliche Versichertenquote aller Selbstständigen, dann beträgt der Anteil der Personen ohne Zugang zur Versicherung rund 40 Prozent. Ausgehend von aktuell ungefähr 230.000 Gründungen pro Jahr entspricht das etwa 95.000 Personen, die ohne Möglichkeit zur Absicherung bleiben. Das betrifft vor allem gründende Studierende sowie schon zuvor Selbstständige, die neu gründen und sich bisher nicht freiwillig abgesichert hatten. Auch Personen mit geringer Bildung erfüllen überdurchschnittlich oft die Zugangsvoraussetzungen nicht. Eine Verkürzung der nötigen Vorversicherungszeit beziehungsweise eine Verlängerung des Zeitraums, in dem Vorversicherungszeiten anrechenbar sind, könnten mehr Menschen ermöglichen, die Versicherung zu beantragen. Allerdings sind die Effekte begrenzt. Selbst eine sehr großzügige Reform würde vermutlich mehr als ein Viertel der neuen Selbstständigen ohne Option zur Absicherung belassen. Von der Hälfte der Gründerinnen und Gründer, die die Möglichkeit zum Abschluss der Arbeitslosenversicherung haben, nutzen mehr als 90 Prozent von ihnen diese Option nicht. Die Gründe dafür können hier nicht genauer untersucht werden. Frühere Befragungen deuten allerdings darauf hin, dass viele Selbstständige das Gefühl haben, die Versicherung lohne sich nicht oder werde von ihnen nicht benötigt. Andere wiederum scheitern daran, sich, wie gefordert, in den ersten drei Monaten nach der Gründung zu versichern. Angesichts der niedrigen Nutzungsquote unter Personen, die eigentlich Zugang zur Versicherung hätten, scheint auch deren geringe Attraktivität ein Problem zu sein. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern, z. B. Schweden, belegen, dass eine deutlich höhere Nutzungsquote möglich ist. Allerdings wird die Arbeitslosenversicherung, sowohl für Selbstständige als auch für abhängig Beschäftigte, dort stark durch Steuermittel bezuschusst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
See you soon: fixed-term contracts, unemployment and recalls in Germany - a linked employer–employee Analysis (2022)
Zitatform
Jost, Oskar (2022): See you soon: fixed-term contracts, unemployment and recalls in Germany - a linked employer–employee Analysis. In: Empirica, Jg. 49, H. 3, S. 601-626., 2022-03-18. DOI:10.1007/s10663-022-09540-1
Abstract
"Almost 20% of all male employees in Germany who become unemployed return to their previous employers. Such temporary layoffs and the subsequent recalls are often used by firms to shift their labor costs onto society and the unemployment benefit system, which has led to various legislation aimed at prohibiting or reducing this undesired instrument in Germany. I analyze the interplay between fixed-term contracts, which can be used to undermine legal regulations, and temporary layoffs for men. For this purpose, I use comprehensive administrative data at individual level, complemented by various firm characteristics. My results show that unemployed workers who had previously worked on fixed-term contracts are more often recalled by their previous firms than workers who had permanent contracts. Moreover, older and low-skilled employees as well as migrants are particularly affected by the interplay between fixed-term contracts and temporary layoffs. This is also confirmed for women in an additional robustness analysis." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Are recruiters reluctant to hire part-time working men? Evidence from online labor market data (2022)
Zitatform
Kopp, Daniel (2022): Are recruiters reluctant to hire part-time working men? Evidence from online labor market data. (KOF working papers 508), Zürich, 80 S. DOI:10.3929/ethz-b-000586460
Abstract
"Part-time work is a popular way to reconcile work and family obligations. This study uses large-scale observational data from an online recruitment platform and an online job board to examine how easy it is to get a part-time job and whether this depends on the gender of a jobseeker. First, I relate the number of hours stated on job advertisements to the gender preferences of firms indicated in a confidential online form. Second, I analyze hiring decisions of recruiters who navigate through jobseeker profiles. I estimate contact penalties for male and female jobseekers looking for part-time jobs by applying supervised machine learning to control for all relevant jobseeker characteristics visible to recruiters and by exploiting within jobseeker changes of hours preferences over time. I find that recruiters prefer full-time over part-time workers and that the part-time penalty is much more pronounced for men than for women, even when comparing applicants for the same position. Hence, the gender differences cannot be explained by differences in job or workplace characteristics. Instead, the preponderance of evidence points towards bias coming." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Minijobs“ – ein deutscher Sonderweg auf dem Arbeitsmarkt (2022)
Koppernock, Martin;Zitatform
Koppernock, Martin (2022): „Minijobs“ – ein deutscher Sonderweg auf dem Arbeitsmarkt. In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 31, H. 10, S. 364-370.
Abstract
"Eine Abfrage des BMAS bei verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen zeigt, dass die geringfügige Beschäftigung als steuer- und beitragsrechtlich begünstigte Sonderbeschäftigungsform eine Besonderheit des deutschen Arbeitsmarktes ist. In ähnlicher Form findet sie sich nur noch in Österreich. Dabei wurde aber auch deutlich, dass eine abhängige Beschäftigung auch anderenorts nicht immer mit sozialer Sicherheit einhergeht. Das gilt besonders für private Haushalte und kleine Betriebe, aber auch für Wanderarbeiter, Plattformtätige und Solo-Selbständige mit unklarem Beschäftigungsstatus, und außerhalb Europas häufig für weite Bereiche der Wirtschaft. Aber auch viele europäische Staaten kennen Bagatellgrenzen, flexible und im Umfang begrenzte Beschäftigungsformen, administrative Erleichterungen und Sonderregelungen für private Haushalte, die näher zu vergleichen lohnen würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary employment in Europe: stagnating rates and rising risks (2022)
Zitatform
Latner, Jonathan P. (2022): Temporary employment in Europe: stagnating rates and rising risks. In: European Societies, Jg. 24, H. 4, S. 383-408., 2022-04-29. DOI:10.1080/14616696.2022.2072930
Abstract
"There is a perception that temporary employment is rising in Europe but there is little evidence to support this. If one takes the position that temporary employment should be rising due to large structural changes in European labor markets, then stagnating trends represents something of a puzzle. I examine the puzzle by applying a life-course approach to understand the distribution and trends in temporary employment among prime-age workers in 31 European countries. I compare and contrast changes in the temporary employment rate in a single period of time using cross-sectional data from the European Labour Force Survey (LFS), with changes in the risk of experiencing temporary employment in multiple periods of time using longitudinal data from the European Survey of Income and Living Conditions (SILC). Results from cross-sectional data suggest that between 1996 and 2007, the temporary employment rate increased in Europe by 28%, but between 2007 and 2019, there was little change. By contrast, results from panel data suggest that between 2013 and 2019, the risk of experiencing at least one temporary employment contract rose 36%. Over time, the temporary employment rate stagnated, but the temporary employment risk rose. The contribution provides insight into the nature of employment experiences associated with insecurity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe (2022)
Zitatform
Lehner, Lukas, Paul Ramskogler & Aleksandra Riedl (2022): Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe. (INET Oxford working paper 2022-04), Oxford, 50 S.
Abstract
"Does the structure of labor markets – and the possibility to employ temporary workers – affect aggregate wage growth? After the global financial crisis (GFC) a rich debate had ensued about the reasons for the delayed pick up of wage growth. However, structural labor market aspects remained strangely absent from this discussion. We contribute by incorporating labor market dualization into the standard Phillips curve model to explain wage growth in 30 European countries in the period 2004-2017. We find that the presence of workers with temporary contracts in Europe's labor markets slows down aggregate wage growth due to the competition that temporary workers exert on permanent workers. This competition effect is most pronounced in countries, where trade union density is low. Moreover, we establish that labor market dualization has been at least as important in slowing wage growth since the GFC as unemployment, i.e. the observed flattening of the Phillips curve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty (2022)
Zitatform
Litwin, Adam Seth & Or Shay (2022): What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty. In: Industrial Relations, Jg. 61, H. 2, S. 193-227. DOI:10.1111/irel.12294
Abstract
"Does collective bargaining lift wages for contingent workers? Well-worn theory suggests that temps at a covered employer earn less than otherwise similar “perms,” but still fare better than they would in a nonunion workplace. Our analysis of a national sample of matched employee–employer data first disposes of the universality of this conventional wisdom. Then, it allows us to test an alternative, contingent theory of the mitigating impact of collective bargaining on the temp wage gap predicated on received research in labor relations and institutional labor economics. We find that just how temps fare relative to perms hinges on the labor relations orientation of the employment relationship. Whereas unions clearly deliver for temps under adversarial conditions, they do not appear to do so where they adopt a more cooperative stance toward their employer counterparts." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Are men or women more unsettled by fixed-term contracts? Gender differences in affective job insecurity and the role of household context and labour market position (2022)
Zitatform
Morgenroth, Nicolas, Brigitte Schels & Nils Teichler (2022): Are men or women more unsettled by fixed-term contracts? Gender differences in affective job insecurity and the role of household context and labour market position. In: European Sociological Review, Jg. 38, H. 4, S. 560-574., 2021-11-15. DOI:10.1093/esr/jcab060
Abstract
"This study investigates differences in the causal effect of fixed-term contracts on affective job insecurity by gender and household context in Germany. Research shows that workers in fixed-term employment are more unsettled about their job security than are permanent employees. We contribute to the literature on subjective job insecurity by explicitly modelling the causal effect of fixed-term employment and by examining how women and men differ in this effect. We argue that gender differences in the labour market positions and a gendered division of labour in the household account for gender differences in the subjective vulnerability to fixed-term employment. We apply linear fixed effect probability models based on the German Socio-Economic Panel (SOEP) with a sample of employees aged between 20 and 45 years. Results show that a fixed-term contract doubles the probability of big job worries compared to a permanent contract. Women are substantially more unsettled by fixed-term contracts than men across all household types. These gender differences cannot be explained by unfavourable labour market positions of women. Fixed-term employment thus seems to add to existing gender inequalities on the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Beruflichkeit im Wandel: Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit (2022)
Pabst, Antje;Zitatform
Pabst, Antje (2022): Beruflichkeit im Wandel. Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 53), Bielefeld: wbv, 408 S. DOI:10.3278/9783763970452
Abstract
"Am Beispiel der Leiharbeit untersucht die Dissertation, wie sich das berufliche Handeln durch den Strukturwandel verändert. Mit welchen Handlungsanforderungen sind die Beschäftigten konfrontiert und mit welchen Strategien reagieren sie darauf? Diese Fragen analysiert die Autorin im Rahmen einer qualitativen Studie, für die sie leitfadengestützte Interviews mit Leiharbeitskräften, Disponenten und Betriebsräten ausgewertet hat. Den gesellschaftlichen Hintergrund bilden langfristige Prozesse wie die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Digitalisierung sowie die Globalisierung, die zu einer starken Zunahme von atypischen und diskontinuierlichen Beschäftigungsverhältnissen geführt haben. Die Ergebnisse zeigen: Leiharbeit ist durch eine starke marktbezogene Dynamik und ein hohes Maß an Ungewissheit und Diskontinuität geprägt. Mit ihrer Arbeit gibt die Autorin Impulse für Bildungsangebote, die sich mit Themen wie beruflicher Identitätsarbeit oder beruflicher Orientierungssuche von Menschen in diskontinuierlichen Beschäftigungsbereichen befassen." (Autorenreferat, © wbv Media)
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Flexible working for all? How collective constructions by Austrian employers and employees perpetuate gendered inequalities (2022)
Zitatform
Schmidt, Eva-Maria (2022): Flexible working for all? How collective constructions by Austrian employers and employees perpetuate gendered inequalities. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 2, S. 615-642. DOI:10.20377/jfr-668
Abstract
"Objective: This paper pursues the question as to how extended flexible working possibilities in the labor market are legitimized among employers and employees and whether they have potential to mitigate inequalities. Background: Persistent and increasing gendered inequalities in Austria are reflected in the unequal division of unpaid family work in parental couples and in men’s stable full-time employment while women increasingly work part-time. In recent years, employers have expanded flexible working possibilities for all employees, regardless of their gender, also in leading positions and especially for those with family responsibilities. Method: We conducted six focus groups and 16 semi-structured interviews with employers (n=30) and employees (n=25) from 29 contrasting companies across Austria. An in-depth reconstructive analysis facilitated our exploration of collective notions and concepts associated with flexible work and career opportunities. Results: The respondents constructed part-time and flexible work as a new norm strongly connected to women with (potential) children. At the same time, employers and employees legitimized that these women must be protected from penalties resulting from the ideal worker norm still in force and must be variously supported by employers. However, men – the partners of women they could support by making use of these options and taking over childcare – are not constructed as a target group. Conclusion: In a cultural context such as Austria, family-friendly flexible working opportunities perpetuate rather than level gendered inequalities, as men’s need for those opportunities do not emerge in the constructions. The lack thereof is neither explicitly addressed nor challenged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wird die Minijob-Falle entschärft? (2022)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2022): Wird die Minijob-Falle entschärft? (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,44), Köln, 3 S.
Abstract
"Die Bundesregierung plant, die geringfügige Beschäftigung sowie den als „Übergangsbereich“ bezeichneten Einkommensbereich oberhalb der Minijob-Grenze neu zu regeln. Dabei werden unter anderem Anreize reduziert, den Beschäftigungsumfang nicht über einen Minijob hinaus auszudehnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erwerbsarmut in Österreich aus Geschlechterperspektive (2022)
Zitatform
Siegert, Christina (2022): Erwerbsarmut in Österreich aus Geschlechterperspektive. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 47, H. 4, S. 511-535.
Abstract
"Der Beitrag widmet sich anhand österreichischer EU-SILC-Querschnittsdaten (2017—2019) der Frage, ob und wie sich unselbständig beschäftigte Frauen und Männer hinsichtlich ihres Erwerbsarmutsrisikos auf Basis des Personeneinkommens unterscheiden. Dazu werden auf Basis der individuellen Beschäftigungssituation, des gestaffelten Personeneinkommens (Erwerbseinkommen, andere Personeneinkommen, anteilige Haushaltseinkommen) und haushaltsspezifischer Armutsschwellen Erwerbsarmutsquoten für Frauen und Männer ausgewiesen. Ausgehend von Überlegungen zur Arbeitsmarktbenachteiligung und finanzieller Abhängigkeit von Frauen stehen geschlechts- und haushaltsspezifische Beschäftigungsstrategien, erfasst durch Beschäftigungsausmaß und Lohnhöhe, und deren Konsequenzen für das individuelle Erwerbsarmutsrisiko im Zentrum der Analyse. Potenzielle Zusammenhänge werden mit Hilfe von Kontingenz- und logistischen Regressionsanalysen überprüft, womit dieser Beitrag neue Erkenntnisse über die haushalts- und geschlechterspezifische Situation unselbständig beschäftigter working poor in Österreich liefert. Die Resultate weisen darauf hin, dass Frauen häufiger teilzeit- und niedriglohnbeschäftigt sind und in Paarhaushalten mehrheitlich nur einen Zuverdienst zum Haushaltseinkommen leisten, während Männer überwiegend Allein- oder Hauptverdiener sind. Frauen sind stärker als Männer auf Einkommenskomponenten jenseits des eigenen Erwerbseinkommens angewiesen, um Erwerbsarmut zu vermeiden. Aber nicht Frauen per se, sondern ausschließlich (die überwiegend teilzeitbeschäftigten) Mütter sind gegenüber Männern einem erhöhten Erwerbsarmutsrisiko ausgesetzt. Könnten Mütter nur auf ihr Erwerbseinkommen oder andere Personeneinkommen zurückgreifen, wäre mindestens jede Zweite von ihnen working poor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary employment and poverty persistence: The case of U.K. and Germany (2022)
Zitatform
Simon, Agathe (2022): Temporary employment and poverty persistence. The case of U.K. and Germany. (French Stata Users' Group Meetings 2022 07), Marseille, 19 S.
Abstract
"This presentation aims at providing more insight on the relationship between atypical employment and poverty, with a focus on temporary contract workers. I want to assess to what extent temporary contract workers face higher risk of poverty than standard workers and how factors such as the family structure and the welfare states influence this risk. I study the implication of being under temporary contract on the risk of poverty in a longitudinal perspective in order to investigate further the association between atypical work and poverty not only by contract type and individual characteristics as done in two previous dynamic analyses—Debels (2008) and Amuedo-Dorantes and Serrano-Padial (2010)—but also by the households’ financial situation, the role of the partners’ earnings and benefits, while controlling for feedback effects of contract type and state dependency of poverty as done by Amuedo-Dorantes and Serrano-Padial (2010). In order to do that, I use two large panels for Germany (SOEP) and the U.K. (BHPS-UKHLS). Those panels allow me to cover extended periods: SOEP goes from 1984 to 2017 and the U.K. from 1991 to 2019." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Full-time hours, part-time work: questioning the sufficiency of working hours as a measure of employment status (2022)
Zitatform
Stovell, Clare & Janna Besamusca (2022): Full-time hours, part-time work: questioning the sufficiency of working hours as a measure of employment status. In: Community, work & family, Jg. 25, H. 1, S. 63-83. DOI:10.1080/13668803.2021.1991888
Abstract
"Although distinctions between full-time and part-time work are vital for understanding inequalities at work and home, consensus and critical reflection are lacking in how employment status should be defined. Full-time and part-time work are often represented as a binary split between those working under or over a specific number of hours. However, this paper, using exploratory mixed methods, evidences problems with assumptions based on working-hour thresholds and highlights the importance of workplace culture and household contexts. Using the UK Labour Force Survey we reveal ambiguities in the reporting of employment status for 12% of workers when comparing definitions based on number of working days, working hours and self-assessment. Ambiguities are particularly prevalent among working mothers with almost a third, who would be regarded as working full-time using hour-based measures, classified as ambiguous according to the measures used here. In-depth interviews with parents who self-classify as part-time workers, despite working over 35 hours a week, reveal mechanisms behind ambiguity within this group linked to organisational norms, previous working hours and divisions of household labour. The paper therefore argues workplace and household contexts are crucial to understanding employment status and recommends this should be taken into account in new multidimensional measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Increasing Hours Worked: Moonlighting Responses to a Large Tax Reform (2022)
Tazhitdinova, Alissa;Zitatform
Tazhitdinova, Alissa (2022): Increasing Hours Worked: Moonlighting Responses to a Large Tax Reform. In: American Economic Journal. Economic Policy, Jg. 14, H. 1, S. 473-500. DOI:10.1257/pol.20190786
Abstract
"Moonlighting is increasingly popular in OECD countries, with 5 to 10 percent of workers holding two or more jobs. However, little is known about the responsiveness of moonlighting to financial incentives due to the lack of identifying variation. This paper studies a unique reform in Germany that allowed workers to hold small secondary jobs tax-free, decreasing the marginal tax rate by between 19.5 to 66 pp. I show that the reform resulted in a dramatic increase in moonlighting that was not offset by reductions in primary earnings and that hours constraints are a key determinant of moonlighting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: NBER working paper, 27726Weiterführende Informationen
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Earnings instability and non-standard employment: cohort-based evidence from the Italian labour market (2022)
Zitatform
Tomelleri, Alessio (2022): Earnings instability and non-standard employment: cohort-based evidence from the Italian labour market. (FBK-IRVAPP working paper / Fondazione Bruno Kessler, Research Institute for the Evaluation of Public Policies 2022-02), Trient, 31 S.
Abstract
"This paper estimates trends in the transitory and permanent variance of male earnings in Italy using social security data from 1990 to 2016. Cohort-specific earnings variability is compared by the number of non-standard contracts to test the extent to which the increase in income instability is related to labour market deregulation for fixed-term contracts. Results show a relationship between the reforms that liberalised temporary contracts and increasing income instability, mainly affecting younger cohorts. In addition, younger workers exhibit an increase in the variance of permanent earnings as the number of atypical contracts increases. This is related to a decline in long-term mobility and an increase in long-term inequality. Results show that the reforms that liberalised temporary arrangements led to a short-run increase in earnings instability and a long-term increase in inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Entwicklungen in der Zeitarbeit, Januar 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Entwicklungen in der Zeitarbeit, Januar 2022. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Nach einer langen Wachstumsphase setzte im Jahr 2018 in der Zeitarbeit ein Beschäftigungsrückgang ein, der anfangs auch mit den gesetzlichen Regulierungen zusammenhängen dürfte. Die im zweiten Halbjahr 2018 einsetzende Abschwächung der konjunkturellen Dynamik dürfte diesen zunächst verstärkt und dann abgelöst haben. Nach 2019 war die Ursache überwiegend in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Die Auswirkungen der Corona-Krise spiegeln sich auch in den Zahlen zur Leiharbeit wider. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Zeitarbeit zeigten sich seit Frühjahr 2020 bereits deutliche Einbußen. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich allerdings bereits eine positive Tendenz ab, die sich bis ins erste Halbjahr 2021 erstreckt. Im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2021 waren 784.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung liegt bei 2,1 Prozent. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer arbeiten häufiger in Tätigkeiten, die mit einem niedrigen Anforderungsniveau verbunden sind: Mehr als jeder Zweite übt eine Helfertätigkeit aus. Die Mehrzahl der Zeitarbeitnehmer ist männlich und jünger. Personen ohne Berufsabschluss sind anteilig deutlich häufiger vertreten als bei den Beschäftigten insgesamt. Auch der Ausländeranteil ist höher. Zeitarbeit bietet damit jungen Menschen, Geringqualifizierten und Ausländern eine Einstiegsmöglichkeit in den Arbeitsmarkt. Die hohe Dynamik der gesamten Zeitarbeitsbranche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden wider. Im Corona-Jahr erfolgten zwölf Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aber 17 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit aus der bzw. in die Zeitarbeitsbranche. 75 Prozent der Arbeitslosen, die aus Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, sind sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt, teilweise auch in anderen Branchen. Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt über alle Branchen erzielten Entgelten. Strukturelle Unterschiede zu allen Beschäftigten – wie etwa in Alter oder Anforderungsniveau – spielen hierbei eine große Rolle. Nachdem die Stellenzugänge coronabedingt deutlich eingebrochen waren, nahm der Kräftebedarf der Branche im Laufe des Jahres 2021 wieder deutlich zu. Das Vorkrisenniveau wird allerdings noch nicht wieder erreicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entwicklungen in der Zeitarbeit, Juli 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Entwicklungen in der Zeitarbeit, Juli 2022. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 28 S.
Abstract
"Die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern sind in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Nur in wenigen Ländern Europas ist die Erwerbsbeteiligung insgesamt und insbesondere von Frauen so hoch wie in Deutschland. - Frauen und Männer sind unterschiedlich in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten: Rund zwei Drittel der Selbständigen sind Männer. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zu über der Hälfte männlich. Bei den Beamten sind Frauen und Männer je zur Hälfte vertreten und Minijobs sind nach wie vor eine Frauendomäne. - Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ist auf lange Sicht gewachsen. Im Frühjahr 2020 haben die Corona-Auswirkungen die Entwicklung am Arbeitsmarkt allerdings erheblich beeinträchtigt und den zehnjährigen Beschäftigungsaufbau zunächst gestoppt. Seit dem späten Frühjahr 2021 überschreitet die Beschäftigung das Vorkrisenniveau wieder – bei beiden Geschlechtern. - Frauen sind überproportional im tertiären Sektor, Männer häufiger im Verarbeitenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Logistik sowie im Baugewerbe beschäftigt. Da die Corona-Krise – anders als frühere Krisen – auch weite Teile des Dienstleistungssektors beeinträchtigt hat, waren Frauen von den Folgen wie Beschäftigungseinbußen und Kurzarbeit ebenfalls stark betroffen. - Teilzeitbeschäftigung kommt bei Frauen weiterhin deutlich häufiger vor als bei Männern. - Männer verdienen im Mittel nach wie vor mehr als Frauen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von der Berufswahl über Familienpflichten bis hin zu den Rahmenbedingungen für eine Aufwärtsmobilität. Dabei wird der Unterschied in kleinen Schritten geringer. - In Führungspositionen sind Frauen auch bei gleicher Qualifikation unterrepräsentiert. - Die Arbeitslosenquote der Frauen lag 2021 das dreizehnte Jahr in Folge – wenn auch teils sehr knapp – unter der Quote der Männer. - Männer haben ein höheres Risiko ihre Beschäftigung zu verlieren und arbeitslos zu werden, aber auch bessere Chancen Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung wieder zu überwinden. Das liegt auch daran, dass Männer öfter in konjunktur- bzw. saisonabhängigen Berufen arbeiten. - Der Anteil Langzeitarbeitsloser liegt bei Frauen auf dem gleichen Niveau wie bei Männern. - Frauen stehen erheblich häufiger als Männer vor der Herausforderung, neben der Arbeitsuche allein für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein. - Frauen sind in etwa entsprechend ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit an der Förderung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beteiligt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Saisonbeschäftigung (2022)
Zitatform
(2022): Saisonbeschäftigung. (Arbeitsmarkt aktuell 2022,03), Berlin, 18 S.
Abstract
"Saisonbeschäftigung ist ein kurz begrenztes Beschäftigungsverhältnis innerhalb der branchentypischen Saison. Eine zentrale Rolle spielt sie in der Landwirtschaft. Kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungsfrei – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Weil diese Voraussetzungen in der Praxis nicht konkret geprüft werden, wird das Instrument in großem Stil in der landwirtschaftlichen Saisonarbeit genutzt. Das hat gravierende Folgen für den Schutz Saisonbeschäftigter im Krankheitsfall und für ihre späteren Rentenansprüche. Schwere Arbeitsrechtsverstöße sind in der landwirtschaftlichen Saisonbeschäftigung verbreitet, besonders bei der Entlohnung und den Unterkunftsstandards. Der DGB fordert, die kurzfristige Beschäftigung auf eine Bagatellregelung zurückzuführen und die Kriterien bei ausländischen Beschäftigten individuell zu prüfen. Kontrollen müssen ausgeweitet und Unterkunftsstandards verbessert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vermittlung von Haushaltshilfen durch die Haushaltsjob-Börse der Minijobzentrale: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1256) (2022)
Zitatform
(2022): Vermittlung von Haushaltshilfen durch die Haushaltsjob-Börse der Minijobzentrale. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1256). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/1466 (14.04.2022)), 4 S.
Abstract
Die Haushaltsjob-Börse als Stellenportal der Minijobzentrale umfasst Minijobs in Privathaushalten und richtet sich an Privatpersonen, die Unterstützung oder einen Job im Haushalt (Bereiche Haus, Garten, Kinderbetreuung, Unterstützung für Senioren und Betreuung von Haustieren) suchen. Eine aktive Vermittlung seitens der Minijob-Zentrale findet nicht statt. Nachgefragte Angaben zur Anzahl der Minijobbenden und Minijobs in Privathaushalten sowie Minijobs je Minijobbende und zur Anzahl der Suchanzeigen können gemacht werden. Auch Angaben zu der Zahl der Mitarbeitenden und den jährlichen Betriebskosten der Haushaltsjobbörse werden vorgelegt. Da Arbeitgeber ihre Haushaltshilfen über das Haushaltsscheck-Verfahren bei der Minijob-Zentrale anmelden, müssen sie lediglich das Monatsentgelt mitteilen, Angaben zu Stundenlöhnen können daher nicht gemacht werden. Bundesweit waren im Dezember 2021 mehr als 330.000 Minijobs bei der Minijob-Zentrale angemeldet, die Bundesregierung hält die Bemühungen, Schwarzarbeit in Privathaushalten deutlich zu reduzieren, für erfolgreich. (IAB)
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Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Beitrag zur Fachkräftesicherung (2022)
Zitatform
(2022): Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Beitrag zur Fachkräftesicherung. (Policy paper / Prognos AG), Basel, 20 S.
Abstract
"Der Fachkräftemarkt braucht gut qualifizierte Frauen und Männer. Die Fürsorgeverantwortung in Familien darf dafür kein Hemmnis sein. Beim beruflichen Qualifikationsniveau haben die Frauen zu den Männern fast aufgeschlossen und in der akademischen Bildung die Männer zum Teil sogar überholt. Viele Frauen und Männer sind also bestens qualifiziert und die Erwerbsquote der Frauen hat sich der der Männer angenähert. Ein Blick auf das Erwerbsvolumen zeigt jedoch, dass insbesondere die überwiegend in Teilzeitform stattfindende Müttererwerbstätigkeit noch viel Potenzial bietet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Vereinbarkeit darf sich jedoch nicht nur an Frauen und Mütter richten, sondern muss auch Männer und Väter adressieren und eine partnerschaftliche Arbeitsteilung von Müttern und Vätern ermöglichen. Dann kann das ganze Fachkräftepotenzial gehoben werden – zumal die junge Generation beides will – Familie und Beruf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Lohnlücke in der Zeitarbeit: Eine empirische Analyse auf Grundlage von BA-Daten und der Verdienststrukturerhebung: Studie für die iGZ-Bundesgeschäftsstelle. Endbericht (2021)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Fernanda Martínez Flores & Christian Rulff (2021): Die Lohnlücke in der Zeitarbeit: Eine empirische Analyse auf Grundlage von BA-Daten und der Verdienststrukturerhebung. Studie für die iGZ-Bundesgeschäftsstelle. Endbericht. (RWI-Projektbericht), Essen, 46 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie verfolgt drei Ziele. Erstens wird die Frage beantwortet, welche Faktoren zu den genannten Unterschieden zwischen den Datensätzen in den Lohnlücken zwischen Beschäftigten innerhalb und außerhalb der Zeitarbeit führen, und welche unbereinigte Lohnlücke sich ergibt, wenn für die IEB und die VSE eine harmonisierte Stichprobe verwendet wird. Die wichtigsten Schritte hierbei sind die Verwendung ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigter sowie der Vergleich zwischen gleichen Arbeitszeitformen (Vollzeit/Teilzeit). Zweitens wird mit Hilfe des Konzepts der „statistischen Zwillinge“ eine bereinigte Lohnlücke aus beiden Datensätzen berechnet und diese zwischen den Datensätzen verglichen. Drittens werden Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Berechnung und Darstellung der Lohnlücken in beiden Datensätzen gegeben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristung und partnerschaftliche Zukunftsplanungen junger deutscher Erwachsener in Partnerschaften (2021)
Zitatform
Baron, Daniel (2021): Befristung und partnerschaftliche Zukunftsplanungen junger deutscher Erwachsener in Partnerschaften. In: Soziale Welt, Jg. 72, H. 2, S. 139-171. DOI:10.5771/0038-6073-2021-2-139
Abstract
"Eine Vielzahl an Studien untersucht die Auswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf subjektive Unsicherheiten und Entscheidungen zur Verfestigung von Partnerschaften unter jungen Erwachsenen. Hingegen gibt es für die Bundesrepublik kaum umfassende Befunde zu möglichen Zusammenhängen zwischen der Einbindung in befristete Beschäftigung und Einschätzungen junger erwerbstätiger Erwachsener mit Blick auf die Planbarkeit ihrer partnerschaftlichen Zukunft. Die vorliegende Studie widmet sich dieser Frage auf Basis einer 897 Personen umfassenden Stichprobe bestehend aus jungen abhängig Beschäftigten und in Partnerschaft befindlichen Erwachsenen. Die Befunde weisen auf umso pessimistischere Einschätzungen der partnerschaftlichen Zukunftsplanung hin, je geringer die subjektive Erwerbs- und die subjektive Einkommenssicherheit junger verpartnerter Erwachsener ausfallen. Außerdem zeigen sich signifikant pessimistischere Einschätzungen bei jungen einkommensschwachen Männern als bei jungen einkommensschwachen Frauen. Diese Befunde weisen auf die analytische Relevanz sozialpsychologischer und geschlechtersoziologischer Erklärungsansätze hin, die über familienökonomisch argumentierte Perspektive hinausgehen. Ausgehend von diesen Befunden dürften Ergänzungen arbeitspolitischer Maßnahmen um Strategien zur Befähigung junger Erwachsener im Umgang mit den Konsequenzen befristeter Beschäftigungsverhältnisse aussichtsreicher sein mit Blick auf die Unterstützung ihrer partnerschaftlichen Zukunftsplanungen als vorwiegend auf Re-Regulierung abzielende Strategien." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zielgruppen der beruflichen Weiterbildung (2021)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Ute Leber (2021): Zielgruppen der beruflichen Weiterbildung. In: L. Bellmann, K. Büchter, I. Frank, E. M. Krekel & G. Walden (Hrsg.) (2021): Schlüsselthemen der beruflichen Bildung in Deutschland, S. 241-251.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft nimmt die Bedeutung der beruflichen Weiterbildung zu. Dies zeigt sich auch in der im Zeitverlauf gestiegenen Weiterbildungsbeteiligung, doch nehmen einzelne Personengruppen nach wie vor nur unterdurchschnittlich an beruflicher Weiterbildung teil. Diese Personengruppen, zu denen insbesondere Geringqualifizierte, Ältere, Personen mit Migrationshintergrund oder atypisch Beschäftigte gehören, stehen im Fokus des Beitrags. Es werden empirische Befunde zu Niveau und Entwicklung der Weiterbildungsbeteiligung spezifischer Personengruppen präsentiert und Ansatzpunkte der Politik zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vorschläge zur Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende und weiterer Gesetze zur sozialen Absicherung: Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 7.6.2021 (2021)
Bernhard, Sarah ; Bossler, Mario ; Senghaas, Monika ; Wolff, Joachim ; Stephan, Gesine ; Lietzmann, Torsten ; Trenkle, Simon ; Kruppe, Thomas ; Wiemers, Jürgen ;Zitatform
Bernhard, Sarah, Mario Bossler, Thomas Kruppe, Torsten Lietzmann, Monika Senghaas, Gesine Stephan, Simon Trenkle, Jürgen Wiemers & Joachim Wolff (2021): Vorschläge zur Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende und weiterer Gesetze zur sozialen Absicherung. Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 7.6.2021. (IAB-Stellungnahme 05/2021), Nürnberg, 41 S.
Abstract
"Zu den Anträgen „Garantiesicherung statt Hartz IV – Mehr soziale Sicherheit während und nach der Corona-Krise“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und „Hartz IV überwinden – Sanktionsfreie Mindestsicherung einführen“ der Bundestagsfraktion Die Linke hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 7. Juni 2021 eine öffentliche Anhörung durchgeführt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IAB haben als Sachverständige zu folgenden Themen Stellung genommen: - Anhebung des Grundsicherungsniveaus und Sanktionsfreiheit (materieller Lebensstandard von Grundsicherungsbeziehenden; Arbeitsangebot und fiskalische Kosten) - Änderung der Hinzuverdienstgrenzen im SGB II und SGB XII und Reduktion der Transferentzugsrate im SGB II - Arbeitsförderung und Beratungsqualität (die Eingliederungsvereinbarung, Personalschlüssel in den Jobcentern, Vermittlungsvorrang, Rechtsansprüche auf Weiterbildung, Weiterbildungsgeld) - Arbeitslosengeld (Anspruchsvoraussetzungen, Bezugsdauern, Arbeitslosengeld PLUS, Lohnersatzquote, Sperrzeiten) - Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (Motive für geringfügige Beschäftigung, Situation geringfügig Beschäftigter und Übergänge in reguläre Beschäftigung, zu erwartende Arbeitsangebotswirkungen einer Umwandlung von Mini- und Midijobs in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten) - Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro beziehungsweise auf ein armutsfestes Niveau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bernhard, Sarah ; Bossler, Mario ; Senghaas, Monika ; Wolff, Joachim ; Stephan, Gesine ; Lietzmann, Torsten ; Trenkle, Simon ; Wiemers, Jürgen ;Weiterführende Informationen
Zugang zur Video-Aufnahme der Anhörung -
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Befristungen bei Neueinstellungen 2020: Stand: 26. Mai 2020 (2021)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis, Benjamin Küfner & Martin Popp (2021): Befristungen bei Neueinstellungen 2020. Stand: 26. Mai 2020. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Im Rahmen der IAB-Stellenerhebung gaben die Betriebe an, im Jahr 2020 in Deutschland rund 3,9 Mio. sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen (ohne Auszubildende und ohne Mini-Jobs) vorgenommen zu haben. Hiervon waren mind. 34 Prozent, also rd. 1,3 Mio. Stellen (zunächst) befristet (Tabelle 1). Die Befristung von Neueinstellungen ermöglicht den Betrieben die Überprüfung der Fähigkeiten von Bewerbern, bevor ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingegangen wird. „Durch die Verwendung von befristeten Arbeitsverträgen kann ein Betrieb ohne langfristige Mittelbindung häufig einen Arbeitsplatz anbieten, der sonst vielleicht nicht bereitgestellt worden wäre. Für die Betriebe haben Befristungen zudem den Vorteil, dass sie (Entlassungs-)Kosten vermeiden können, die im Rahmen des allgemeinen oder tarifvertraglich erweiterten Kündigungsschutzes entstehen könnten“ (Bossler et al. 2017). Zu beachten ist, dass die Befristungsquoten bei Neueinstellungen deutlich oberhalb des Anteils befristeter Beschäftigung an der Gesamtbeschäftigung liegen. Rund 2,4 Millionen Beschäftigte in Deutschland hatten laut IAB-Betriebspanel im Jahr 2020 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das entspricht einem Anteil an allen Beschäftigten (ohne Auszubildende) von 6,3 Prozent (Hohendanner 2021). Der Anteil der befristeten Beschäftigung liegt damit wieder auf dem Niveau von 2005." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Social protection of atypical workers during the Covid-19 crisis (2021)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Diego d'Andria & Regina Konle-Seidl (2021): Social protection of atypical workers during the Covid-19 crisis. In: IAB-Forum H. 28.05.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-05-27.
Abstract
"The Covid-19 crisis acts like a magnifying glass under which already existing problems within countries’ social protection systems become more visible than before. It puts the spotlight on weaknesses, especially the social protection of the atypically employed and the (solo) self-employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Corona führte zwar bisher nicht zu gestiegener Einkommensungleichheit - für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Bernd Fitzenberger & Jürgen Wiemers (2021): Corona führte zwar bisher nicht zu gestiegener Einkommensungleichheit - für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 07.10.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-10-05.
Abstract
"Viele Erwerbstätige haben durch die Corona-Krise Einkommensrückgänge erlebt. Die bisher vorliegenden Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland bislang nicht gestiegen ist. Dies muss allerdings keineswegs so bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Should the German social protection system be adapted following the Covid-19 crisis? (Series "COVID-19 Crisis: Consequences for the Labour Market") (2021)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Diego d'Andria & Regina Konle-Seidl (2021): Should the German social protection system be adapted following the Covid-19 crisis? (Series "COVID-19 Crisis: Consequences for the Labour Market"). In: IAB-Forum H. 16.07.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-07-15.
Abstract
"Social protection systems play an important role in mitigating the negative social consequences of the Covid-19 crisis. The crisis has clearly revealed gaps in the social protection systems of most European countries – especially regarding the solo-self-employed; persons working in new forms of non-standard employment such as platform workers; and so-called “mini-jobbers” which are specific to Germany. These gaps call for further adjustments which extend beyond the crisis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Verteilungswirkungen der Reformpläne im Koalitionsvertrag 2021-2025: Eine Analyse auf Basis des ZEW-EviSTA-Modells und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) (2021)
Zitatform
Buhlmann, Florian, Sebastian Siegloch, Holger Stichnoth & Michael Hebsaker (2021): Verteilungswirkungen der Reformpläne im Koalitionsvertrag 2021-2025. Eine Analyse auf Basis des ZEW-EviSTA-Modells und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). (ZEW-Kurzexpertise 21-12), Mannheim, 13 S.
Abstract
"Die von der Ampel-Koalition geplante Steigerung des Mindestlohns und die Einführung einer Kindergrundsicherung wirken sich vor allem für Geringverdiener finanziell positiv aus. Beide Maßnahmen führen zu Einkommenszuwächsen bei bis zu zehn Millionen Deutschen, wie das ZEW Mannheim für die Süddeutsche Zeitung berechnet hat. Die Berechnungen basieren auf dem ökonomischen Modell ZEW-EviSTA sowie den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employment effects of payroll tax subsidies (2021)
Zitatform
Collischon, Matthias, Kamila Cygan-Rehm & Regina T. Riphahn (2021): Employment effects of payroll tax subsidies. In: Small business economics, Jg. 57, S. 1201–1219., 2020-03-11. DOI:10.1007/s11187-020-00344-w
Abstract
"This paper exploits several reforms of wage subsidies in the framework of the German Minijob program to investigate substitution and complementarity relationships between subsidized and non-subsidized labor demand. We apply an instrumental variables approach and use administrative data on German establishments for the period 1999–2014. Particularly in small establishments (0–9 employees), subsidized Minijob employment comprises large shares of the work force, on average over 40%. For these establishments, robust evidence shows that increasing the subsidization of Minijob employment crowds out non-subsidized employment. Our results imply that Minijob employment in 2014 may have eliminated more than 0.5 million unsubsidized employment relationships just in small establishments. This represents an unintended and harmful consequence of the Minijob subsidy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Minijobs in Kleinbetrieben: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird verdrängt (2021)
Zitatform
Collischon, Matthias, Kamila Cygan-Rehm & Regina T. Riphahn (2021): Minijobs in Kleinbetrieben: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird verdrängt. In: IAB-Forum H. 20.10.2021 Nürnberg, 2021-10-18.
Abstract
"Minijobs sind ein umstrittenes Instrument deutscher Arbeitsmarktpolitik. Einer aktuellen Studie zufolge verdrängen sie allein in kleinen Betrieben bis zu 500.000 sozialversicherungspflichtige Stellen. Anders als erhofft, bilden sie zudem nur selten eine Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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For the rest of our lives: Flexibility and innovation in Italy (2021)
Zitatform
Dughera, Stefano, Francesco Quatraro, Andrea Ricci & Claudia Vittori (2021): For the rest of our lives: Flexibility and innovation in Italy. (Working paper series / Dipartimento economia e statistica "Cognetti de Martiis" 2021,15), Torino, 38 S.
Abstract
"We study the effect of temporary workers on innovation both theoretically and empirically. First, we develop a model where a representative firm chooses between different types of projects (routine vs innovative) and different types of labor contracts (temporary vs permanent). In doing so, it considers the effect of these different strategies on the workers' incentives to invest in firm-specific skills. Our key finding is that firms offering temporary contracts are less likely to invest in innovative projects, and that this is effect is stronger in industries characterized by a “garage-business” innovation regime. Second, we test our hypotheses using firm-level data on employment composition and patent filing. Consistently with our theoretical predictions, we find that temporary workers are detrimental to innovation, and that this effect is mitigated by the concentration of patent-filing at the industry-level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Are temporary jobs stepping stones or dead ends?: A meta-analytical review of the literature (2021)
Zitatform
Filomena, Mattia & Matteo Picchio (2021): Are temporary jobs stepping stones or dead ends? A meta-analytical review of the literature. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 841), Maastricht, 39 S.
Abstract
"We present a meta-analysis on the debate about the "stepping stone vs. dead end" hypothesis related to the causal effect of temporary jobs on future labour market performances. We select academic papers published on international peer-reviewed journals from 1990 until 2021. Among 78 observations from 64 articles, 32% support the hypothesis according to which temporary contracts are a port of entry into stable employment positions, 23% report ambiguous or mixed findings, and the remaining 45% provide evidence in favour of the dead end hypothesis. The results from meta-regressions suggest that the stepping stone effect is more likely to emerge when self-selectivity issues are dealt with, especially when using the timing-of-events approach. The studies focusing on temporary work agency jobs and casual/seasonal jobs detect more easily results in favour of the dead end hypothesis. Finally, in more recent years and when the unemployment rate is larger, the dead end hypothesis is more likely to prevail." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Intra-EU mobility of seasonal workers: Trends and challenges: Final report March 2021 (2021)
Fries-Tersch, Elena; Malecka, Monika; Jones, Matthew; Siöland, Linus; Mariotti, Caterina;Zitatform
Fries-Tersch, Elena, Linus Siöland, Matthew Jones, Caterina Mariotti & Monika Malecka (2021): Intra-EU mobility of seasonal workers: Trends and challenges. Final report March 2021. Brüssel, 87 S.
Abstract
"The study identifies key challenges faced by intra-EU seasonal workers, such as lack of access to information about their rights, inadequate social protection, poor accommodation, low pay and challenging working conditions. These challenges were aggravated by the COVID-19 pandemic, with many seasonal workers not being able to carry out their work, poor housing being particularly dangerous in times of a pandemic, and non-resident seasonal workers being trapped in countries of work and not able to return home." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor Demand Response to Labor Supply Incentives: Lessons from the German Mini-Job Reform (2021)
Zitatform
Galassi, Gabriela (2021): Labor Demand Response to Labor Supply Incentives: Lessons from the German Mini-Job Reform. (Staff working paper / Bank of Canada 2021,15), Ottawa, 92 S.
Abstract
"This paper analyzes how firms respond to changes in tax benefits for low-earning workers and how, through equilibrium effects, such policies also affect non-targeted, high-earning workers. I explore establishment-level outcomes around Germany's 2003 Mini-Job Reform, which entailed a significant expansion of tax benefits for low-earning workers. Firms' responses are decomposed in terms of the scale effects that arise from lower labor costs and the substitution effects that are due to changes in the relative prices of low- and high-earning employment post-reform. Using a differences-in-differences approach, I document that highly exposed establishments—those with a high proportion of low-earning workers pre-reform—expand their number of employees relative to non-exposed establishments–those with a low proportion of such workers. Importantly, this relative expansion is tilted towards high-earning workers, a group that is not the target of the tax benefits. In addition, non-exposed establishments substitute employment towards low-earning workers without expanding at the same pace. My findings are consistent with a model of the labor market that features tax sharing between workers and firms and simultaneous shifts in labor supply and demand after changes in tax benefits for low-earning workers. In this setting I illustrate that the employment growth the policy intended is accompanied by a reallocation of employment and production between highly exposed firms and non-exposed firms, and this may result in an efficiency loss." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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(In)efficient Separations, Firing Costs and Temporary Contracts (2021)
Zitatform
Gerali, Andrea, Elisa Guglielminetti & Danilo Liberati (2021): (In)efficient Separations, Firing Costs and Temporary Contracts. (Temi di discussione / Banca d'Italia 1330), Rom, 49 S.
Abstract
"In this paper we study the allocative (in)efficiency of employment protection in relation to firing costs, in a general equilibrium model with labor market frictions. The optimal firing costs depend on the level of unemployment benefits and the degree of centralized wage bargaining, two features of the labor market that induce downward wage rigidity and trigger inefficient employment separations. When restrictions on firing employees with permanent contracts are inefficiently high, the introduction of temporary contracts improves welfare but does not fully restore efficiency. A quantitative analysis for the Italian economy shows that the firing costs before the recent labor market reforms were 30% higher than the optimal level, implying a consumption loss of almost 2% in the steady state. The introduction of fixed-term jobs in the early 2000's closed one fourth of the gap between inefficient and efficient allocation, although it led to higher unemployment rates and turnover." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Work and Labour Relations in Global Platform Capitalism (2021)
Haidar, Julieta; Keune, Miska;Zitatform
Haidar, Julieta & Miska Keune (Hrsg.) (2021): Work and Labour Relations in Global Platform Capitalism. (ILERA Publication series), Cheltenham: Elgar, 288 S. DOI:10.4337/9781802205138
Abstract
"This engaging and timely book provides an in-depth analysis of work and labour relations within global platform capitalism with a specific focus on digital platforms that organise labour processes, known as labour platforms. Well-respected contributors thoroughly examine both online and offline platforms, their distinct differences and the important roles they play for both large transnational companies and those with a smaller global reach." (Author's abstract, © Edward Elgar Publishing) ((en))
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Equilibrium effects of tax exemptions for low pay (2021)
Zitatform
Haywood, Luke & Michael Neumann (2021): Equilibrium effects of tax exemptions for low pay. In: Labour Economics, Jg. 69. DOI:10.1016/j.labeco.2021.101976
Abstract
"Across the world, tax exemptions for jobs with low earnings intend to incite non-participating workers to rejoin the labor market. However, such tax exemptions may also have negative equilibrium effects. The German minijob tax exemption offers a convenient case to identify equilibrium effects as it applies to some but not to other low-wage jobs. We build and estimate a structural job search model with discontinuous taxes on German administrative data. Counterfactual policy simulations highlight distributional consequences of reforming the tax exemption. We find that 1.99 million individuals only participate in the labor market due to the tax exemption. A budget-neutral removal of the tax subsidy hurts these workers (e.g. retirees, students), but benefits those who seek small jobs independently of the tax exemption. Furthermore, a removal would result in greater variance in equilibrium wages, benefiting workers who search more (those without another job) at the cost of workers searching less (e.g. those seeking a second job)." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2021 Elsevier) ((en))
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Dependent self-employment across Europe: involuntariness, country's wealth and labor market institutions (2021)
Zitatform
Hernanz, Virginia & Raquel Carrasco (2021): Dependent self-employment across Europe: involuntariness, country's wealth and labor market institutions. (Working paper. Economics / uc3m, Universidad Carlos III de Madrid 2021,2), Madrid, 23 S.
Abstract
"This paper investigates the degree of involuntariness in the entrepreneurial activity of the dependent solo self-employed, as well as the effect of the country's wealth and labor market institutions. Using the unique information available in the 2017 European Labor Force Survey (EU-LFS) for 25 countries, we can properly identify the dependent solo-self-employed and analyze to what extent they behave in accordance with an occupational choice model when making their self-employment decision. For that, we account for the reasons why they enter into self-employment (voluntarily or involuntarily either out of necessity or requested by the former employer). The results indicate that involuntary self-employment, mostly due to being required by previous employer, significantly increases the probability of being dependent solo versus nondependent self-employed. The wealthiest countries have a lower incidence of this group of workers, mainly if they are involuntary self-employed. Moreover, labor market institutions that decrease the flexibility of paid employment tend to increase the incidence of dependent solo self-employment. These results point to this group of workers being particularly vulnerable with the degree of vulnerability significantly increasing for those self-employed with a lesser degree of occupational choice." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor Market Reforms and Earnings Dynamics: the Italian Case (2021)
Hoffmann, Eran B.; Pistaferri, Luigi; Malacrino, Davide;Zitatform
Hoffmann, Eran B., Davide Malacrino & Luigi Pistaferri (2021): Labor Market Reforms and Earnings Dynamics: the Italian Case. (IMF working paper 2021,142), Washington, DC, 49 S.
Abstract
"This paper summarizes statistics on the key aspects of the distribution of earnings levels and earnings changes using administrative (social security) data from Italy between 1985 and 2016. During the time covered by our data, earnings inequality and earnings volatility increased, while earnings mobility did not change significantly. We connect these trends with some salient facts about the Italian labor market, in particular the labor market reforms of the 1990s and 2000s which induced a substantial rise in fixedterm and part-time employment. The rise in parttime work explains much of the rise in earnings inequality, while the rise in fixed-term contracts explains much of the rise in volatility. Both these trends affect the earnings distribution through hours worked: part-time jobs reduce hours worked within a week, while fixed-term contracts reduce the number of weeks worked during the year as well as increase their volatility. We find weak evidence that fixed-term contracts represent a "stepping-stone" to permanent employment. Finally, we offer suggestive evidence that the labor market reforms contributed to the slowdown in labor productivity in Italy by delaying human capital accumulation (in the form of general and firm-specific experience) of recent cohorts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Befristungen im zweiten Jahr in Folge rückläufig (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2021): Befristungen im zweiten Jahr in Folge rückläufig (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 26.04.2021, o. Sz., 2021-04-22.
Abstract
"Die Zahl der befristet Beschäftigten sank zwischen 2018 und 2020 von 3,2 auf 2,4 Millionen. Dahinter stehen zwei unterschiedliche Entwicklungen: Im Jahr 2019 wurden noch viele befristet Beschäftigte in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnisübernommen. Im Corona-Jahr 2020 hingegen sackte vor allem die Zahl der Neueinstellungen, auch der befristeten, deutlich ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der deutsche Arbeitsmarkt in der Covid-19-Pandemie: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 22.9.2021 (2021)
Zitatform
Hutter, Christian, Elke Jahn, Michael Oberfichtner & Enzo Weber (2021): Der deutsche Arbeitsmarkt in der Covid-19-Pandemie. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 22.9.2021. (IAB-Stellungnahme 08/2021), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2021/2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und zu unterstützenden Maßnahmen für Neueinstellungen und zur besseren Absicherung von Selbstständigen gebeten. Die Erkenntnisse, die das IAB im Herbst 2021 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Precarious but popular? The German mini-job scheme in comparative research on work and welfare (2021)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2021): Precarious but popular? The German mini-job scheme in comparative research on work and welfare. In: Journal of international and comparative social policy, Jg. 37, H. 3, S. 293-306., 2021-10-14. DOI:10.1017/ics.2021.11
Abstract
"This review paper critically examines a range of analytical frameworks used to analyse the German mini-job scheme in comparative research on work and welfare. The approaches examined include labour market dualisation in comparative political economy research and welfare-to-work policies in comparative social policy research. The paper claims that using stylized facts instead of a thorough understanding of the broader context of national employment and social systems leads to misinterpretations in terms of policy learning. By describing the institutional context and main drivers of the evolution of mini-jobs over time, based on variety of data sources, statistics and empirical studies, the paper addresses the critical role of this specific employment scheme for gender equality, largely ignored in the comparative literature." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Raus aus der Minijobfalle: Reformen zur Entlastung geringer Einkommen und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und Verteilung sowie die öffentlichen Finanzen (2021)
Zitatform
Krebs, Tom & Martin Scheffel (2021): Raus aus der Minijobfalle. Reformen zur Entlastung geringer Einkommen und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und Verteilung sowie die öffentlichen Finanzen. Gütersloh, 42 S. DOI:10.11586/2021054
Abstract
"Die Studie "Raus aus der Minijobfalle. Reformen zur Entlastung geringer Einkommen und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und Verteilung sowie öffentliche Finanzen" berechnet die volkswirtschaftlichen Effekte der aktuell geltenden "Midijobgleitzone" sowie die Abschaffung des Sonderstatus des Minijobs und einer Ausweitung der Gleitzone auf 1.300 und 1.800 Euro. Dazu verwenden die Autoren, Tom Krebs und Martin Scheffel, ein mikroökonomisch fundiertes Makromodell der deutschen Volkswirtschaft. Durch die Entlastung in diesem Bereich steigen die Arbeitsanreize und somit auch Beschäftigung und Wachstum insgesamt. Darüber hinaus trägt die Entlastung der Bruttoeinkommen durch die Absenkung von Sozialversicherungsabgaben zur Reduktion von Ungleichheit bei."
Weiterführende Informationen
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Enhancing the employability of temporary agency workers: the interplay between agency support and client company investments (2021)
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Martini, Mattia, Dario Cavenago & Elisabetta Marafioti (2021): Enhancing the employability of temporary agency workers. The interplay between agency support and client company investments. In: The International Journal of Human Resource Management, Jg. 32, H. 11, S. 1353-2381. DOI:10.1080/09585192.2019.1579750
Abstract
"This study explores the relationship between the employment agency's support, the employability of temporary agency workers, and the role of the client company investments in worker's development. In particular, we hypothesise that the support of Temporary Work Agencies affects perceived career success, employability skills and perceived employment opportunities. Furthermore, we suggest that client company investments mediate the effect of Temporary Work Agencies' support on workers' employment outcomes. We tested the research hypotheses on a sample of temporary workers who found a job through the intermediation of an Italian employment agency. Results show that perceived career success and employability skills are positively related to employment agency support, through the partial mediation of the investments of the client companies. The study suggests that Temporary Work Agencies play a critical role in enhancing temporary agencies workers' employability, even by shaping the investments of the client companies in workers' development. This study contributes toward existing theories by extending the knowledge of mechanisms and conditions under which investments in contract workers of both Temporary Work Agencies and client companies can be effective predictors of their employability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Commercial airline pilots' declining professional standing and increasing precarious employment (2021)
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Maxwell, G. A. & K. Grant (2021): Commercial airline pilots' declining professional standing and increasing precarious employment. In: The International Journal of Human Resource Management, Jg. 32, H. 7, S. 1486-1508. DOI:10.1080/09585192.2018.1528473
Abstract
"With the advent of low-cost employment systems for pilots in commercial airlines, we address two questions: What are experienced UK-based, commercial airline pilots’ perspectives on their current professional standing? What are their perspectives on current precarious employment in commercial airline piloting? Analysis of qualitative data from 28 pilots in commercial, passenger carrying airlines reveals declining professional standing and increasing precarious employment, alongside enduring aspects of professionalism. The corollary is that precarious professional employment is an emerging, pervasive type of low-cost employment system in the studied context. In terms of theoretical implications, our study highlights the need for exactness in understanding the complexities of declining professional standing and increasingly precarious employment. Our analysis offers an exact term, pilot-cariat, to encapsulate contemporary, UK-based and experienced commercial airline pilot employment. Further research may reveal more of what we call cariats in other occupations with responsibility for lives in similarly cost constrained and management agency contexts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Failing young and temporary workers: The impact of Covid-19 on a dual labour market (2021)
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Nunes, Carolina, Bruno P. Carvalho, João Pereira dos Santos, Susana Peralta & Jose Tavares (2021): Failing young and temporary workers: The impact of Covid-19 on a dual labour market. In: Covid economics H. 77, S. 100-144.
Abstract
"This paper analyses the impact of the pandemic crisis in a dual labour market, using monthly data covering the universe of individuals registered as unemployed in 278 Portuguese municipalities, between March and August 2020. Our event studies document a large causal impact of the pandemic of up to 40 percentage points increases in year-on-year growth rates of the monthly stock of unemployed. We document the asymmetric impact of the crisis by employing triple difference-in-differences. Younger workers, below the age of 35, are between 20% and 25% more likely to be unemployed, vis-à-vis the older than 55. Middle educated individuals are at least 15% more likely to be unemployed when compared to the highly educated ones. There are no differences across genders for transitions into unemployment, but women have lower job placements than men. The effects are exacerbated by the duality of the labour market: an increase of one standard deviation in the municipal share of temporary contracts causes a rise of 11.6% in the number of unemployment registries and magnifies the socio-demographic asymmetries. Our results can be interpreted as a lower bound of the impact of the crisis on the labour market, given the furlough scheme implemented in Portugal." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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A Multidimensional Approach to Precarious Employment Among Young Workers in EU-28 Countries (2021)
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Orfao, Guillermo, Alberto del Rey & Miguel Ángel Malo (2021): A Multidimensional Approach to Precarious Employment Among Young Workers in EU-28 Countries. In: Social indicators research, Jg. 158, H. 3, S. 1153-1178. DOI:10.1007/s11205-021-02734-3
Abstract
"This article uses a new multidimensional indicator to measure precariousness among young workers across all EU-28 countries. This indicator measures both the incidence and intensity of precariousness. The analysis has involved five dimensions: wages, type of contract, type of working day, disempowerment, and job insecurity. Our database is the European Union Labour Force Survey for the period 2009–2016. The main indication of precariousness is low wages. We find high rates of precariousness for Mediterranean countries (because of low wages and temporary contracts), Denmark (low wages), and the Netherlands (expansion of involuntary part-time jobs). Central European countries have moderate rates, and most Continental and Eastern countries have low rates. We also find that a higher level of education is related to a lower probability of having a precarious job. Finally, we find a greater probability of having a precarious job among women in most countries, and non-statistically significant differences by country of birth." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Measuring precarious employment in the European Working Conditions Survey: psychometric properties and construct validity in Spain (2021)
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Padrosa, Eva, Francesc Belvis, Joan Benach & Mireia Julià (2021): Measuring precarious employment in the European Working Conditions Survey: psychometric properties and construct validity in Spain. In: Quality & quantity, Jg. 55, H. 2, S. 543-562. DOI:10.1007/s11135-020-01017-2
Abstract
"Monitoring precarious employment (PE) is crucial to design and evaluate policies tailored to enhance the quality of employment and to achieve more decent and sustainable labour markets. In that regard, the construction of theory-based multidimensional measurement instruments with data derived from well-established and periodically-conducted surveys stands out as an insightful opportunity to acquire so. Accordingly, this study aims to adapt the Employment Precariousness Scale (EPRES) to the available information in the European Working Conditions Survey VI (EWCS-2015), and to explore the psychometric properties and construct validity of the ensuing instrument, namely EPRES-E, in Spain. 13 items sorted in six dimensions (temporariness, disempowerment, vulnerability, exercise of rights, uncertain working times and wages) shaped the EPRES-E. In a sample of 2442 formal employees residing in Spain, item- and scale-level analyses were performed alongside omega reliability coefficients and confirmatory factor analyses (CFA). The scale exhibited good psychometric properties and reliability (ω = 0.80 for the EPRES-E score and near or above 0.70 for all subscales excepting “exercise of rights”). The factor structure was confirmed by CFA [χ2 (df) = 530.432 (58), p < 0.0001; CFI = 0.964; TLI = 0.951; RMSEA (95% CI) = 0.067 (0.062–0.073); all paths statistically significant]. Acceptability, however, was hampered by the large amount of non-response in the “earnings” variables (20.97%). In sum, the EPRES-E constitutes a promising instrument for the measurement of PE over time in Spain. Further studies should explore its comparability in the rest of the countries included in the EWCS as a first step towards the achievement of a European-wide monitoring system of the phenomenon." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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