Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Niedriglohn und Beschäftigung 2010: Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin (2012)
Zitatform
(2012): Niedriglohn und Beschäftigung 2010. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin. (DeStatis - wissen, nutzen), Wiesbaden, 32 S.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich in robuster Verfassung - trotz Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht die Zahl der Erwerbstätigen historische Höchststände und auch die Erwerbslosenzahl hat sich verringert. In diesem Zusammenhang wird jedoch auch häufig die Frage diskutiert, wie sich neben dem Wandel der Erwerbsformen die Verdienstsituation der Beschäftigten verändert hat. Antworten darauf gibt die Erhebung der Struktur der Arbeitsverdienste. Diese Erhebung führen die statistischen Ämter nur alle vier Jahre durch - das Statistische Bundesamt stellt auf der Pressekonferenz die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2010 mit Fokus auf dem Niedriglohnbereich vor. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
- Wie viel Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2010 für einen Niedriglohn? In welchen Branchen kommen niedrige Verdienste am häufigsten vor?
- Wie hoch ist das Niedriglohnrisiko atypisch Beschäftigter? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen atypischer Beschäftigung und beruflicher Qualifikation?
- Investieren Niedriglohnbezieher über Entgeltumwandlung in eine Betriebsrente und nutzen die staatliche Förderung?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität (2011)
Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2011): Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität. (Beiträge zur Flexibilisierung 01), Bayreuth: Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Strategisches Management und Organisation, 228 S.
Abstract
"'Flex4Work' ist ein vom BMBF gefördertes Projekt der Universitäten Bayreuth und Greifswald. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Rechtswissenschaft und Medizin) sowie Praktiker erforschen im Zeitraum von September 2009 bis Juli 2012 den Einsatz, die Erfolgsfaktoren, die Limitationen und zukünftige Perspektiven von Flexibilisierungsinstrumenten der Arbeit mit dem Schwerpunkt Zeitarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Anhaltender Strukturwandel zur Teilzeitbeschäftigung (2011)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2011): Anhaltender Strukturwandel zur Teilzeitbeschäftigung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 78, H. 42, S. 3-12.
Abstract
"Die Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung ist stark gewachsen - in Deutschland wie generell in Europa. In Deutschland hat sie in überdurchschnittlichem Maße zugelegt und ist derzeit stärker verbreitet als im EU-Durchschnitt. Offenbar handelt es sich um einen grundlegenden Strukturwandel, denn die Teilzeitarbeit hat unbeeinflusst von konjunkturellen Entwicklungen zugenommen. Wenngleich nach wie vor insbesondere einfache Tätigkeiten in Teilzeit ausgeübt werden, haben immer mehr Erwerbstätige mit einer mittleren oder hohen Qualifikation verkürzte Arbeitszeiten. Teilzeitarbeit hat sich auf immer mehr Berufsfelder und Tätigkeiten ausgebreitet. Für einen Strukturwandel spricht auch, dass sie besonders kräftig unter den Männern zugelegt hat. Dennoch sind verkürzte Arbeitszeiten nach wie vor eindeutig die Domäne von Frauen - und zwar europaweit. Obwohl sich die Teilzeitquoten von Männern und Frauen in Deutschland einander angenähert haben, ist der Unterschied immer noch deutlich größer als in den meisten anderen europäischen Staaten. Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen sich in Deutschland wie generell in der EU hinsichtlich der Gründe für eine Teilzeitbeschäftigung: Bei Frauen sind es vor allem familiäre Motive, bei Männern dagegen eher die berufliche Qualifizierung und insbesondere der Mangel an Vollzeitstellen. Bei nicht wenigen Frauen ist ebenfalls ein unzureichendes Arbeitsplatzangebot ein Grund, sich mit einer Teilzeitstelle zu bescheiden. Trotz der in den letzten Jahren verbesserten Arbeitsmarktlage in Deutschland hat sich die Zahl derjenigen Erwerbstätigen, für die ein Teilzeitjob nur eine Notlösung darstellt, bei reichlich zwei Millionen eingependelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Part-time work, fixed-term contracts, and the returns to experience (2011)
Zitatform
Fernandez-Kranz, Daniel, Marie Paul & Nuria Rodriguez-Planas (2011): Part-time work, fixed-term contracts, and the returns to experience. (IZA discussion paper 5815), Bonn, 31 S.
Abstract
"Using data from Spanish Social Security records, we investigate the returns to experience in different flexible work arrangements, including part-time and full-time work, and permanent and fixed-term contracts. We use a trivariate random effects model which consists of a three equation system that is estimated simultaneously by Markov Chain Monte Carlo techniques. Our results indicate that there is a large pay gap for working part-time which persists many years after having resumed full-time work. We also find that working part-time involves lower returns to experience than standard full-time employment and thus a substantial negative wage differential for those employed part-time accumulates over time. Finally, we find that heterogeneity exist by contract type and motherhood status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The part-time pay penalty in a segmented labor market (2011)
Fernández-Kranz, Daniel; Rodriguez-Planas, Nuria;Zitatform
Fernández-Kranz, Daniel & Nuria Rodriguez-Planas (2011): The part-time pay penalty in a segmented labor market. In: Labour economics, Jg. 18, H. 5, S. 591-606. DOI:10.1016/j.labeco.2011.01.001
Abstract
"This paper is the first to examine the implications of switching to PT work for women's subsequent earnings trajectories, distinguishing by their type of contract: permanent or fixed-term. Using a rich longitudinal Spanish data set from Social Security records of over 76,000 prime-aged women strongly attached to the Spanish labor market, we find that the PT/FT hourly wage differential is larger and more persistent among fixed-term contract workers, strengthening the existent evidence that these workers can be classified as secondary. The paper discusses problems arising in empirical estimation (including a problem not discussed in the literature up to now: the differential measurement error of the LHS variable by PT status), and how to address them. It concludes with policy implications relevant for Continental Europe and its dual structure of employment protection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Working hours and gender equality: examples from care work in the Swedish public sector (2011)
Jonsson, Inger;Zitatform
Jonsson, Inger (2011): Working hours and gender equality: examples from care work in the Swedish public sector. In: Gender, Work and Organization, Jg. 18, H. 5, S. 508-527. DOI:10.1111/j.1468-0432.2011.00563.x
Abstract
"This study addresses questions related to the double-edged character of part-time work by looking at the Swedish situation, with its large share of female part-time work as well as a high share of involuntary part-time employment among women. The discussion relates to the changing conditions in and ongoing modernization of the public sector - an important employer for women - with a focus on care work organized by the municipalities. The issue that is addressed is the part-time regime that characterizes these jobs and the likely consequences of a policy change on contracted working hours. This change has been brought about by concerns on the need to meet the growing demand for personnel in care work but also by a generally expressed dissatisfaction among the women who are employed part-time involuntarily. The attempt by several municipalities to introduce more full-time positions is a result of a government programme (2002 - 2005) aiming to reduce the problem with part-time unemployment. Based on the reports from that programme, this article explores the consequences of the ongoing remodelling of the working time regime, especially concerning gender equality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und soziale Risiken: Entwicklung, Strukturen, Regulierung. Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2011)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2011): Atypische Beschäftigung und soziale Risiken. Entwicklung, Strukturen, Regulierung. Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 52 S.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsformen gewinnen an Bedeutung. Gut 36 Prozent der Beschäftigten arbeiten befristet, geringfügig, in Teilzeit oder als Leiharbeitnehmer. Im Vergleich zu unbefristeter Vollzeitarbeit sind diese mehrheitlich von Frauen ausgeübten Beschäftigungsverhältnisse mit deutlich höheren Risiken verbunden, nur einen Niedriglohn zu erhalten, den Arbeitsplatz wieder eher zu verlieren und nur eingeschränkten Zugang zu beruflicher Weiterbildung zu haben. Der Aufstieg in ein Normalarbeitsverhältnis gelingt nur wenigen. Langfristig droht Altersarmut. Ansatzpunkte, wie sich die Prekaritätsrisiken mindern lassen, liefert der Beitrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Soloselbstständige in Deutschland: Strukturen, Entwicklungen und soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit. Studie im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2011)
Zitatform
Koch, Andreas, Martin Rosemann & Jochen Späth (2011): Soloselbstständige in Deutschland. Strukturen, Entwicklungen und soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit. Studie im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 60 S.
Abstract
"Ziel der Expertise ist es, den Handlungsbedarf im Hinblick auf die soziale Absicherung von Soloselbstständigen im Fall der Arbeitslosigkeit zu untersuchen. Handlungsbedarf ergibt sich einerseits aus einem wachsenden quantitativen Umfang einer Erwerbsform, andererseits aus ihrem Schutzbedürfnis. Letzteres steht in einem engen Zusammenhang mit der sozioökonomischen Situation der betroffenen Personen. Zudem spielen auch die Übergänge zwischen unterschiedlichen Erwerbsformen eine zentrale Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Part-time employment in Switzerland: relevance, impact and challenges (2011)
Krone-Germann, Irenka;Zitatform
Krone-Germann, Irenka (2011): Part-time employment in Switzerland. Relevance, impact and challenges. (Population, family, and society 14), Bern: Lang, 211 S.
Abstract
"In recent labour market history, one of the most striking features has been the increase in part-time employment. In Switzerland, one person out of three works part-time. 57% of women work part-time compared to only 13% of men. This disparity between women and men is one of the highest worldwide. At the same time, differences in the level of education between genders are disappearing. Given the magnitude of this phenomenon, new questions and challenges need to be addressed. By presenting several econometrical models and taking into account historical and social gender focused behaviors, the author analyzes the impact of part-time employment on earning disparities, labour market segmentation and the probability of being promoted to a higher level of responsibility. While introducing ways to improve the situation for part-timers, the author examines innovative models of work organization such as job-sharing, top-sharing, functional flexibility and project team rotations. Beyond demonstrating the need for changes within public and private companies, the book also reveals concrete instruments on policy which could facilitate the implementation of such innovative models." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible working lives and pension coverage in Europe with a focus on women: lessons to be learned by Germany? (2011)
Zitatform
Leschke, Janine (2011): Flexible working lives and pension coverage in Europe with a focus on women. Lessons to be learned by Germany? (Working Papers on the Reconciliation of Work and Welfare in Europe. REC-WP 01/2011), Edinburgh, 26 S.
Abstract
"In particular due to increasing female employment over the last decades employment has become more flexible in regard to the contract form and we observe more discontinuous employment careers. This paper discusses in how far retirement pension systems in Europe are suited to cover the specific risks of flexible workers. Recent reforms to these systems (e.g. the strengthening of private elements) and their outcomes on flexible workers are also scrutinised. Section 1 discusses the increasing flexibility of working lives, focussing on breaks in paid employment caused by the incompatible demands of family and working life and on atypical forms of employment, in particular part-time and fixed-term employment. Section 2 discusses the problems encountered by persons with flexible labour market histories with regard to retirement pensions, and points to good practices from several European countries. Section 3 analyses retirement pension in Germany in detail based on the German Socio-Economic Panel (SOEP) data which contains life course information. It looks at differences in pension coverage taking account of the full-time and part-time employment history of individuals. It puts specific emphasis on the private 'Riester pension' plan which contains incentives for participation of specific labour market groups usually disadvantaged in third pillar private pension schemes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilzeit als Armutsrisiko? (2011)
Sarter, Eva Katharina;Zitatform
Sarter, Eva Katharina (2011): Teilzeit als Armutsrisiko? In: Femina politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft, Jg. 20, H. 1, S. 119-126.
Abstract
"Dieser Artikel befasst sich mit der Frage, ob und inwiefern Teilzeiterwerbstätigkeit unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen des Arbeitsmarktes und der Sozialversicherungssysteme ein Armutsrisiko darstellt bzw. darstellen kann. Ausgehend von der Bedeutung, die Erwerbsarbeit als Armutsprävention hat, wird die politische Relevanz von Teilzeiterwerbstätigkeit dargelegt. In Verbindung mit den vergeschlechtlichten Konnotationen von Reproduktionsarbeit wird untersucht, inwiefern Teilzeiterwerbstätigkeit einerseits als Vereinbarkeitsinstrument zu einer Stabilisierung bestehender Geschlechterverhältnisse beiträgt und andererseits zugleich als Armutsrisiko für Frauen angesehen werden kann, da die Sozialversicherungssysteme nach wie vor am Normalarbeitsverhältnis orientiert sind. Somit trägt die politische Förderung von Teilzeit ohne Veränderung der sozialen Absicherung dazu bei, dass sich dieses Armutsrisiko strukturell verfestigt. Nur wenn die Risiken von Teilzeitbeschäftigung politisch angegangen werden, kann dieses Armutsrisiko verringert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hauptsache billig?: Prekarisierung der Arbeit in den Sozialen Berufen (2011)
Stolz-Willig, Brigitte; Möhring-Hesse, Matthias; Kühnlein, Gertrud; Wulf-Schnabel, Jan; Christoforidis, Jannis; Dathe, Dietmar; Rhein, Thomas; Giesecke, Harald; Stefaniak, Anna; Klein, Uta; Stolz-Willig, Brigitte; Fuchs, Tatjana; Wagner, Alexandra; Christoforidis, Jannis; Wohlfahrt, Norbert; Hartmann-Hanff, Susanne; Wolf, Michael;Zitatform
Stolz-Willig, Brigitte & Jannis Christoforidis (Hrsg.) (2011): Hauptsache billig? Prekarisierung der Arbeit in den Sozialen Berufen. Münster: Verl. Westfälisches Dampfboot, 245 S.
Abstract
"Der gegenwärtig stattfindende Wandel der Gesellschaft - die Veränderung in Demographie, Arbeit und Lebensweise - haben den Bedarf und die Qualitätsanforderungen in den Sozialen Berufen enorm gesteigert. Über die Qualität der Pflegeleistungen, des Kinderschutzes, der frühkindlichen Bildung und Förderung der Integrationspolitik wird öffentlich heftig diskutiert und gestritten. Weniger Beachtung finden die gravierenden Veränderungen der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im Sozialsektor. Paradox genug gehen wachsende Anforderungen an Sozialen Dienstleistungen mit Lohndumping und einer Ausweitung prekärer Beschäftigung einher. Ein Großteil der Sozialen Berufe wird an den Rand des Niedriglohnsektors gedrängt - und vorrangig betroffen davon ist qualifizierte Frauenarbeit. Die Autoren und Autorinnen fragen nach den Triebkräften dieser Entwicklungen und diskutieren die Beschäftigungsperspektiven und die Qualität der Arbeit in den Sozialen Berufen. Gefragt wird aber auch nach den Voraussetzungen und Bedingungen einer Wiedergewinnung normativ begründeter und sozial gestalteter Handlungsfähigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010 (2011)
Zitatform
Wagner, Birgit & Alfons Schmid (2011): Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2011,01), Frankfurt, Main, 38 S.
Abstract
"Mit Beginn des Aufschwungs und der Zunahme der Beschäftigung veränderten sich in Rheinland-Pfalz die verschiedenen atypischen Beschäftigungsverhältnisse in unterschiedlichem Ausmaß. Die Leiharbeit, die während der Krise einen Einbruch verzeichnete, erreichte bis Mitte 2010 fast wieder ihren Rekordwert, den sie vor der Wirtschaftskrise erzielt hatte. Der ansteigende Trend der Leiharbeit setzt sich somit weiter fort. Gemessen an den Gesamtbeschäftigten spielt sie jedoch bislang eine geringe Rolle. Auf geringfügige Beschäftigung griffen Betriebe ebenfalls in den vergangenen Jahren verstärkt zurück. Trotz des leichten Anstiegs der Midi-Jobs seit 2005 offenbart die Entwicklung der Midi-Jobs insgesamt einen vergleichsweise konstanten Verlauf, der durch die Krise und den beginnenden Aufschwung kaum beeinflusst wurde. Obwohl zu erwarten gewesen wäre, dass sich Teilzeitjobs mit Zeitverlauf nur langsam verändern, da sie überwiegend von Frauen in Anspruch genommen werden, um Beruf und familiäre Verpflichtung in Einklang zu bringen, stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Gesamtbeschäftigten nach der Krise deutlich an. Die befristete Beschäftigung, die durch einen Rückgang während der Krisen gekennzeichnet war, erreichte mit der Belebung der Konjunktur einen neuen Rekordwert. Der beginnende konjunkturelle Aufschwung nach der Wirtschaftskrise zeichnet sich somit durch differenzierte Auswirkungen auf die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen aus. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung; das Normalarbeitsverhältnis steht jedoch weiter im Vordergrund." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Bündnispotenziale und neue Unschärfen: zum Begriff der Prekarisierung von Geschlecht, Arbeit und Leben (2011)
Woltersdorff, Volker;Zitatform
Woltersdorff, Volker (2011): Neue Bündnispotenziale und neue Unschärfen. Zum Begriff der Prekarisierung von Geschlecht, Arbeit und Leben. In: Feministische Studien, Jg. 29, H. 2, S. 206-216. DOI:10.1515/fs-2011-0205
Abstract
"Thematisch lassen sich im Wesentlichen drei Diskursstränge unterscheiden, in denen mit dem Begriff der Prekarisierung gearbeitet wird. Im Rahmen dieses Beitrages möchte ich jedoch deren jeweilige politische Agenda unter die Lupe nehmen, um daran anschließend politische Gemeinsamkeiten, Sollbruchstellen und Konfliktlinien herauszuarbeiten. Konzentriert man sich auf die jeweilige politische Akzentsetzung, zeigen sich drei Themenfelder: erstens ein kapitalismuskritischer Einsatz des Prekarisierungsbegriffes, der sich auf die Herstellung von Verletzbarkeit durch Lohnarbeitsverhältnisse konzentriert (Castel / Dörre 2009; Pelizzari 2009), zweitens ein querfeministischer, der darüber hinaus auf die Entsicherung von sexuellen und geschlechtlichen Identitäten und die Herstellung von Verletzbarkeit auf der Grundlage von Geschlecht verweist (Butler 2004a; Manske 2010; Lorey u.a. 2011) und schließlich ein anti-militaristischer, der die Verletzung und Verwundbarmachung menschlichen Lebens auf der Grundlage nationaler und geostrategischer Feindbilder fokussiert (Butler 2004a, 2009)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working as an independent contractor in Japan and the U.S.: Is it a good option for married women with young children? (2011)
Zhou, Yanfei;Zitatform
Zhou, Yanfei (2011): Working as an independent contractor in Japan and the U.S.: Is it a good option for married women with young children? In: Japan labor review, Jg. 8, H. 1, S. 103-124.
Abstract
"This research focuses an married women with children, and asks whether independent contract work, which is known as offering freedom and flexibility, is really an attractive option for such women, through a comparison of data from Japan and the U.S. The analysis results Show that in both Japan and the U.S., women are more likely to be employed in independent contract work if they have children under the age of six, and that the greater the number of children they have the more likely they are to be employed as independent contractors. This indicates that it is an employment format that offers future opportunities when considered from the perspective of work-life Balance. On the other hand, regular employees earn 1.5 times (in the U.S.) to 2.3 times (in Japan) the income of independent contractors, and the benefits and working conditions for independent contractors are poor. Furthermore, the probability of independent contractors falling into a situation where they are working for low pay or long hours is higher than regular employees by 17.1% points and 16.2% points, respectively, in the U.S., and by 47.1% points and 30.0% points, respectively, in Japan. This research established that independent contractors in Japan are particularly at risk of falling into 'bad jobs' when compared to those in regular employment. This difference in benefits, etc., when compared with regular employees, can be partially accounted for by individual differences in educational attainment, social experience, residential area, etc., as well as individual preferences, but there is a significant proportion that remains unexplained by these factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Zeitarbeit in Deutschland - Aktuelle Entwicklungen, Juli 2011 (2011)
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche in Deutschland wächst seit Jahren mit hoher Dynamik.
- Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Verbreitung der Zeitarbeit leicht überdurchschnittlich.
- Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
- Die Dynamik der Stellenentwicklung in der Zeitarbeit schwächt sich ab. - Mit jahresdurchschnittlich 776.000 Leiharbeitnehmern wurde im Jahr 2010 ein neuer Beschäftigungshöchststand erreicht.
- Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt bei knapp drei Prozent.
- Gut die Hälfte des Beschäftigungsanstiegs von Juni 2009 auf Juni 2010 geht auf die Arbeitnehmerüberlassung zurück.
- Der Anstieg der Leiharbeitnehmer in den letzten Jahren geht überwiegend auf die Tätigkeitsfelder Dienstleistungen und Hilfstätigkeiten zurück.
- 72 Prozent der Leiharbeitnehmer sind männlich.
- Fast drei von zehn Beschäftigten in der Zeitarbeit verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung.
- Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: 2010 wurden 1,13 Mio Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 1,09 Mio Beschäftigungsverhältnisse beendet.
- Mehr als die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten.
- Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch im überdurchschnittlich hohen Entlassungsrisiko.
- Die erzielten mittleren Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen unter den mittleren Entgelten im Durchschnitt über alle Branchen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Dual tracks: part-time work in life-cycle employment for British women (2010)
Zitatform
Connolly, Sara & Mary Gregory (2010): Dual tracks: part-time work in life-cycle employment for British women. In: Journal of population economics, Jg. 23, H. 3, S. 907-931. DOI:10.1007/s00148-009-0249-4
Abstract
"Forty percent of working women in the UK work part-time; does part-time work support a woman's labour market career or frustrate it? Cohort data on women's labour market involvement to age 42 show highly varied pathways through full-time/part-time/non-employment. Part-time work can be part of two different pathways in women's labour supply for persistent workers and marginal workers. A history of full-time work, even including part-time or non-employment spells, tends to lead back to full-time work, indicating that part-time work supports a career. However, part-time work combined with non-employment is a trap against the resumption of full-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel: Benchmarking Deutschland: Normalarbeitsverhältnis auf dem Rückzug (2010)
Eichhorst, Werner; Kuhn, Andrea; Zenker, Rosemarie; Thode, Eric;Zitatform
Eichhorst, Werner, Andrea Kuhn, Eric Thode & Rosemarie Zenker (2010): Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel. Benchmarking Deutschland: Normalarbeitsverhältnis auf dem Rückzug. (IZA research report 23), Bonn, 66 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Deutschland besteht inzwischen aus zwei Segmenten: Zum einen aus traditionellen und zum anderen aus sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Atypische Beschäftigungsverhältnisse ermöglichen dabei zwar sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer höhere Flexibilität und damit einhergehend eine Zunahme der Beschäftigung insgesamt, sind aber durch höhere Risiken geprägt. Das traditionelle Beschäftigungsverhältnis ist dagegen durch ein hohes Maß an Sicherheit gekennzeichnet. Unterschiede im internationalen Vergleich gibt es dennoch: Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, der Lohnentwicklung, der Arbeitsbeziehungen und der Ausprägung des Kündigungsschutzes differieren die Systeme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen?: Analyse des Mikrozensus 2007 (2010)
Fromm, Sabine;Zitatform
Fromm, Sabine (2010): Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen? Analyse des Mikrozensus 2007. In: Mitteilungen aus dem SOFI, Jg. 4, H. 10, S. 6-8.
Abstract
"Die Teilhabe am Erwerbsleben bleibt nach wie vor die wichtigste gesellschaftliche Teilhabeform, sei es durch eigene oder aber abgeleitete Erwerbstätigkeit. Als zentral für die Integrationsleistung des Erwerbssystems wird generell die Verbreitung des sogenannten 'Normalarbeitsverhältnisses' angesehen. Im Verbundprojekt Sozioökonomische Berichterstattung wird Erwerbsteilhabe und ihre Entwicklung unter unterschiedlichen Fragestellungen analysiert, darunter auch die Integrationsleistung des Beschäftigungssystems (www.soeb.de). In diesem Kontext entstanden die nachfolgend dargestellten Ergebnisse zur Veränderung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme atypischer Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary employment in the downturn (2010)
Galarneau, Diane;Zitatform
Galarneau, Diane (2010): Temporary employment in the downturn. In: Perspectives on Labour and Income, Jg. 11, H. 11, S. 5-15.
Abstract
"This article tracks trends in temporary employment since the Labour Force Survey (LFS) began measuring it from 1997 to 2009 with particular attention to the recent economic downturn. It also examines the earnings gap between temporary and permanent positions and looks at whether that gap changed during the recent employment slowdown." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Befristete Beschäftigung: jeder elfte Vertrag hat ein Verfallsdatum (2010)
Grau, Andreas;Zitatform
Grau, Andreas (2010): Befristete Beschäftigung. Jeder elfte Vertrag hat ein Verfallsdatum. (STATmagazin), Wiesbaden, 4 S.
Abstract
"Die Zahl befristeter Arbeitsverträge hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Rund 2,7 Millionen (8,9%) der insgesamt 30,7 Millionen abhängig Beschäftigten hatten nach Ergebnissen des Mikrozensus 2008 einen Vertrag auf Zeit. Der Anteil befristet Beschäftigter erreichte damit seit 1991 (5,7%) seinen bisherigen Höchststand. Die Angaben beziehen sich auf 'Kernerwerbstätige' im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, ohne Auszubildende sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende mit Nebenjob." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migration als Ressource: Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik (2010)
Metz-Göckel, Sigrid; Münst, Senganata; Kalwa, Dobrochna;Zitatform
Metz-Göckel, Sigrid, Senganata Münst & Dobrochna Kalwa (2010): Migration als Ressource: Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik. Opladen: Budrich, 366 S.
Abstract
"Die Arbeitsmigrantinnen pendeln in unterschiedlichen Rhythmen zwischen ihrem Heimatort in Polen und den Arbeitsplätzen in Deutschland. Hier arbeiten sie ungeschützt in prekären Beschäftigungsverhältnissen in Privathaushalten und organisieren weiterhin ihren Haushalt in Polen. In den meisten Fällen nutzen sie ein informelles Netzwerk für die Arbeits- und Wohnungsakquise, sehr viel seltener informelle Vermittlungsagenturen. Die Grundlage bilden Interviews mit 20 Pendlerinnen im Ruhrgebiet und 20 Pendlerinnen in Polen. Die interviewten Frauen sind vorwiegend in der Altenbetreuung und Reinigung beschäftigt. Im Alter, Bildungsstand, Berufserfahrungs- und Migrationserfahrung sind sie sehr heterogen. Die größte Gruppe bilden ältere Frauen mit Kindern. Welche Motive ihrem Pendeln zugrunde liegen, und welche Auswirkungen dies auf die Geschlechterbeziehungen in Deutschland sowie auf die Familien bzw. Haushalte in Polen hat, wird aus einer intersektionalen Perspektive analysiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung - unsichere Gesundheit?: eine Analyse der Situation von Frauen im Niedriglohnbereich (2010)
Mümken, Sarah;Zitatform
Mümken, Sarah (2010): Prekäre Beschäftigung - unsichere Gesundheit? Eine Analyse der Situation von Frauen im Niedriglohnbereich. Bremen, 286 S.
Abstract
"In der Arbeit wird zunächst eine Betrachtung der makroökonomischen Rahmenbedingungen vorgenommen. Dazu wird die Relevanz, Verbreitung und Entwicklung atypischer Arbeitsverhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt analysiert. Flexiblere Arbeitsverhältnisse und -bedingungen werden insbesondere vonseiten der Wirtschaft und Politik gefordert. Übersehen wird dabei leider leicht, dass diese Flexibilität häufig zuungunsten der Beschäftigten einseitig verteilt ist. Prekär ist ein Begriff, der insbesondere in Bezug auf derartige Arbeitsbedingungen zahlreich verwendet wird. Die Bedeutung von prekär variiert jedoch sehr stark und nicht selten bleibt eine genaue Definition aus. In dem folgenden Kapitel soll daher basierend auf einer internationalen Literaturrecherche eine Konkretisierung des Prekaritätsbegriffes vorgenommen und Indikatoren zu dessen Operationalisierung vorgestellt werden. Die anschließende Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Erwerbsarbeit und Gesundheit bringt deutliche Hinweise dafür hervor, dass Zusammenhänge zwischen den Prekaritätsindikatoren und der gesundheitlichen Verfassung der Beschäftigten bestehen. Als theoretische Modelle werden das Salutogenese-Konzept und das Gratifikationskrisenmodell vorgestellt. Im empirischen Teil dieser Arbeit werden die Konzeption und die Ergebnisse einer Befragung von über 400 weiblichen Reinigungskräften dargestellt. Zunächst wird hierzu allgemein die Situation der Reinigungskräfte analysiert sowie der eingesetzte Fragebogen und die methodische Durchführung beschrieben. Anschließend werden die Ergebnisse der Befragung dargestellt. Hierzu wird das im theoretischen Teil entwickelte Analyseraster für prekäre Arbeits- und Lebenslagen verwendet. Im folgenden Kapitel werden hierauf aufbauend differenzierte Auswertungen zur Arbeitsplatzunsicherheit insbesondere im Hinblick auf die Gesundheit präsentiert. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick, in welchem vor dem Hintergrund der dargestellten Untersuchungsbefunde weiterführende Anforderungen an Forschung und Praxis abgeleitet werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitbeschäftigung von Frauen in der Steiermark (2010)
Vogt, Marion; Bauernfeind, Alfons;Zitatform
Vogt, Marion (2010): Teilzeitbeschäftigung von Frauen in der Steiermark. (FORBA-Forschungsbericht 2010,11), Wien, 122 S.
Abstract
"Ziel der Untersuchung ist es, die Komplexität von Motivlagen, Interessen und Beurteilungen von Teilzeitbeschäftigung von Frauen in der Steiermark in Abhängigkeit von Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren darzustellen. Im Zentrum stehen dabei sowohl die Teilzeit arbeitenden Frauen als auch die Teilzeit anbietenden Unternehmen. In vier Betrieben wurden qualitative Interviews mit teilzeitbeschäftigten Frauen, aber auch mit Personalverantwortlichen und BetriebsrätInnen durchgeführt, um diese Komplexität von Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren und Motivlagen der Teilzeitarbeit aufspüren zu können. Den Ergebnissen der Betriebsfallstudien geht im ersten Teil dieses Berichts einen Analyse vorliegender quantitativer Erhebungen voraus, deren Ziel ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse dieser Studien vor allem in Hinblick auf deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede darstellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Arbeit: Perspektiven und Diagnosen der Geschlechterforschung (2009)
Aulenbacher, Brigitte; Krüger, Helga; Krüger, Petra; Jacobsen, Heike; Völker, Susanne ; Becker-Schmidt, Regina; Wetterer, Angelika; Goldmann, Monika; Kutzner, Edelgard; Henninger, Annette; Lenz, Ilse; Holtgrewe, Ursula ; Nickel, Hildegard Maria; Geissler, Birgit; Riegraf, Birgit; Hofbauer, Johanna ; Rudolph, Clarissa; Gottschall, Karin ; Scholz, Sylka ; Wimbauer, Christine ; Teubner, Ulrike;Zitatform
Aulenbacher, Brigitte & Angelika Wetterer (Hrsg.) (2009): Arbeit: Perspektiven und Diagnosen der Geschlechterforschung. (Forum Frauen- und Geschlechterforschung 25), Münster: Verl. Westfälisches Dampfboot, 309 S.
Abstract
"'Doing gender while doing work' - aus dieser Sichtweise heraus wird nicht nur die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern reorganisiert und legitimiert, sondern zugleich die binäre und asymmetrische Struktur der Geschlechterklassifikation selbst hervorgebracht und reproduziert. Gleichzeitig konzentriert sich eine Reihe von Ansätzen im Gender-Kontext mit der Organisation von Arbeit sowie ihrer Bedeutung für die Verfasstheit und Entwicklung vergangener und gegenwärtiger Gesellschaft. Doch die Kategorie Arbeit wurde von der Geschlechterforschung oftmals nur unter dem Primat der Erwerbsarbeit analysiert. Zeit also, nicht nur den bisherigen Stand zu bilanzieren, sondern auch neue Einflüsse und Kategorien einzubeziehen. Klassische Themen wie 'Arbeit und Liebe' oder 'Arbeit und Technik' finden so ebenso Berücksichtigung wie Haushaltsarbeit, bürgerschaftliches Engagement oder auch Prekarisierung und (inter)nationale Verwerfungen in den Arbeitsverhältnissen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geteilte Zeit - Halbes Leid?: Beschäftigungsverhältnisse von Frauen und Männern im Strukturwandel (2009)
Boeckmann, Klaus;Zitatform
Boeckmann, Klaus (2009): Geteilte Zeit - Halbes Leid? Beschäftigungsverhältnisse von Frauen und Männern im Strukturwandel. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 170), Dortmund, 60 S.
Abstract
"Mit der Veröffentlichung wird die Flexibilisierung und Deregulierung von Beschäftigungsverhältnissen im Hinblick auf die Entwicklung und Umverteilung von Beschäftigungsformen und unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechter thematisiert, konkret bezogen auf Dortmund im Vergleich zu den Entwicklungen im Land NRW. Die Arbeit bietet einen differenzierten Einblick in die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen und orientiert sich nach den Organisationsbereichen der Gewerkschaften des DGB." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg (2009)
Bogai, Dieter; Wesling, Mirko; Partmann, Michael;Zitatform
Bogai, Dieter & Mirko Wesling (2009): Zeitarbeit in Berlin-Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2009), Nürnberg, 43 S.
Abstract
"In diesem Bericht wird zunächst die besondere Bedeutung des rechtlichen Rahmens für die Verbreitung der Arbeitnehmerüberlassung dargestellt. Anfang dieses Jahrzehnts konzentrierte sich die arbeitsmarktpolitische Diskussion auf eine Liberalisierung dieses Wirtschaftsbereichs. Die Hartz-Kommission plädierte für eine weitgehende Abschaffung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und für den Ausbau von Personal-Service-Agenturen (PSA) als Vermittlungsinstrument für Arbeitslose. Während die PSA ihrem Anspruch nicht gerecht werden konnten, expandierte der Markt für Zeitarbeitsunternehmen in ungeahntem Ausmaß. Hierzu trug sowohl die weitgehende Deregulierung der Zeitarbeitsbranche als auch der etwas später einsetzende konjunkturelle Aufschwung bei. Die Zeitarbeit breitete sich auch in Berlin und Brandenburg rasant aus, wobei sich im regionalen Vergleich zu Beginn des Untersuchungszeitraums vor allem in Brandenburg ein deutlicher Rückstand zeigt. In den Kreisen Brandenburgs bestehen hinsichtlich der Bedeutung und Entwicklung von Leiharbeit erhebliche Unterschiede. Die Leiharbeit konzentriert sich hier vorrangig auf die kreisfreien Städte bzw. Kreise mit hohem Industrieanteil. Die Untersuchung der personenbezogenen Merkmale bestätigt die deutschlandweiten Befunde. Die Tätigkeitsfelder der Zeitarbeitnehmer liegen überwiegend in gewerblichen Berufen. In Berlin ist dieses Einsatzfeld im Vergleich zu Bremen und Hamburg weniger bedeutsam. Hierzu trägt zum einen die geringere Bedeutung des industriellen Sektors in Berlin und zum anderen die intensive Nutzung der Leiharbeit einzelner industrieller Großunternehmen in den beiden Hansestädten bei. Zeitarbeit ist in Berlin und Brandenburg zunehmend bei Bürokräften verbreitet. Im Vergleich zu den Beschäftigten insgesamt sind bei den Leiharbeitnehmern gering qualifizierte, jüngere und männliche Arbeitskräfte stärker vertreten. Zum Abschluss dieses Berichtes werden die arbeitsmarktpolitischen Aspekte, insbesondere Brückenfunktion und Beschäftigungsbedingungen dieser atypischen Beschäftigungsform diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hours of work and gender identity: does part-time work make the family happier? (2009)
Zitatform
Booth, Alison L. & Jan C. van Ours (2009): Hours of work and gender identity. Does part-time work make the family happier? In: Economica, Jg. 76, H. 301, S. 176-196. DOI:10.1111/j.1468-0335.2007.00670.x
Abstract
"Taking into account interdependence within the family, we investigate the relationship between part-time work and family wellbeing. We use panel data from the Household, Income and Labor Dynamics in Australia (HILDA) Survey. We find that part-time women are more satisfied with working hours than full-time women, and that women's life satisfaction is increased if their partners work full-time. Male partners' life satisfaction is unaffected by their partners' market hours but is increased if they themselves are working full-time. Our results are consistent with the gender identity hypothesis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Australia: Casual employment, part-time employment and the resilience of the male-breadwinner model (2009)
Zitatform
Campbell, Iain, Gillian Whithouse & Janeen Baxter (2009): Australia: Casual employment, part-time employment and the resilience of the male-breadwinner model. In: L. F. Vosko, M. MacDonald & I. Campbell (Hrsg.) (2009): Gender and the contours of precarious employment, S. 60-75.
Abstract
"This chapter introduces selected aspects of the Australian experience. The first section sketches out the main forms of employment and the trends in their growth since 1992. It focuses on the peculiar but widespread category of casual employment and the category of permanent part-time waged work. The second section picks up two dimensions of precariousness that appear particularly important in Australia -- lack of regulatory protection and working-time insecurity -- and examines how they manifest themselves within the main categories of employment. The third section looks at some of the forces that have shaped precariousness in employment in Australia. We argue that the changes affecting employment are building barriers to the transformation of the inherited male-breadwinner model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The part-time pay penalty: earnings trajectories of British women (2009)
Zitatform
Connolly, Sara & Mary Gregory (2009): The part-time pay penalty. Earnings trajectories of British women. In: Oxford economic papers, Jg. 61, H. S1, S. i76-i97. DOI:10.1093/oep/gpn043
Abstract
"Part-time work among British women is extensive, and the (raw) pay penalty large. Since part-time work features most prominently when women are in their 30s, the peak childcare years and a crucial period for career building, its impact on subsequent earnings trajectories is important from a social as well as individual perspective. We find that part-time work experience gives a very low return in future earnings, particularly when acquired in lower-skill jobs. In addition, one-quarter of women in high-skill jobs downgrade occupationally on switching to part-time work, rising to 43% among those who also change employer. In combination these effects give an immediate earnings drop of 32%, followed by a permanently lower trajectory. It is these accompanying changes, rather than part-time status itself, which damage earnings. Return to full-time work, even with reversal of the occupational downgrading, brings only a partial recovery; without it the earnings losses continue to grow." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gender differences in time availability: evidence from France (2009)
Zitatform
Devetter, Francois-Xavier (2009): Gender differences in time availability. Evidence from France. In: Gender, Work and Organization, Jg. 16, H. 4, S. 429-450. DOI:10.1111/j.1468-0432.2009.00439.x
Abstract
"The aim of the article is to examine differences in work time from a gender perspective. To this end, a concept broader than mere duration of work time is constructed. This concept, which we call time availability, encompasses not only the volume of hours worked but also the scheduling and predictability of those hours. It is measured by a synthetic indicator showing the extent to which a given group of workers exceeds the societal time norm. After a presentation of the French context, we show that women seem to have less time availability, particularly at the ages that are most decisive in career terms. But these differences do not concern the same aspects of time availability. Thus the time constraints experienced mainly by women are less socially visible and hence undervalued by employers. This lower visibility comes, for a large part, from the social perception of women professionals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lone mothers, workfare and precarious employment: time for a Canadian basic income? (2009)
Evans, Patricia M.;Zitatform
Evans, Patricia M. (2009): Lone mothers, workfare and precarious employment. Time for a Canadian basic income? In: International social security review, Jg. 62, H. 1, S. 45-64. DOI:10.1111/j.1468-246X.2008.01321.x
Abstract
"The growth of precarious employment poses significant challenges to current social assistance income support policies yet it remains largely neglected in policy-making arenas. Drawing upon qualitative data from a study in Ontario, Canada, this paper examines the particular implications of these challenges for lone mothers, who figure prominently both in non-standard employment and as targets for workfare policies. In the context of changing labour markets, the article considers the potential strengths and limitations of Basic Income approaches to achieving economic security for lone mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Cumulative gender disadvantage in contract employment (2009)
Fernandez-Mateo, Isabel;Zitatform
Fernandez-Mateo, Isabel (2009): Cumulative gender disadvantage in contract employment. In: American Journal of Sociology, Jg. 114, H. 4, S. 871-923. DOI:10.1086/595941
Abstract
"Women's wages do not grow with experience or tenure as much as men's do. Many accounts of this cumulative gender disadvantage attribute it to women's underinvestment in firm-specific skills. Yet if that were true, this disadvantage would not exist where firm-specific skills are not rewarded by the labor market. This article investigates this argument in the context of contract employment, where demand for firm specificity is minimal. Contrary to expectations, men still receive higher rewards than women over time. Drawing on quantitative evidence and qualitative fieldwork using job histories of high-skill contractors affiliated with a staffing firm, the author finds support for two sources of women's disadvantage: lower rates of movement across clients on the supply side and unmeasured demand-side factors by which similar levels of tenure and client transitions accrue lower rewards to women. Implications for research on gender stratification and career advancement in nonformalized labor markets are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Working part-time in the British, German and Dutch labour market: scarring for the wage career? (2009)
Zitatform
Fouarge, Didier & Ruud Muffels (2009): Working part-time in the British, German and Dutch labour market. Scarring for the wage career? In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 129, H. 2, S. 217-226. DOI:10.3790/schm.129.2.217
Abstract
"The paper studies the long-term effect of part-time employment on the wage career using panel data for three countries. The main idea is to study the possible 'scarring' effects of part-time employment on future hourly wages up to ten years later in the career. Fixed effects panel wage regressions show the existence of a part-time wage penalty for females in all three countries and for males in the UK. Longer durations of part-time result in stronger negative wage effects. In the UK, a negative effect of past part-time employment is also found to persist even after a lasting transition to a fulltime job. The fact that the effect of part-time on wage is larger in the UK suggests that wage penalties, contrary to what could be expected, are smaller in regulated labour markets with a specific skills regime." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitarbeit in Thüringen: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Zitatform
Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Thüringen. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2009), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist die Zeitarbeit immer mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren und ihrer starken Betroffenheit durch den derzeitigen Konjunkturabschwung ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für den Freistaat Thüringen einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der vorliegenden Studie einer regionalen Analyse unterzogen. In einem Vergleich mit Ostdeutschland insgesamt für die Jahre von 1999 bis 2008 werden spezifische Besonderheiten Thüringens herausgearbeitet. Die Schwerpunkte der Auswertungen liegen in der Gesamtentwicklung, der regionalen Verteilung, der Berufsstruktur, der Qualifikation, der Geschlechts- und der Altersstruktur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Zitatform
Fuchs, Michaela (2009): Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 04/2009), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Im Jahr 2008 waren bundesweit 2,6 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeitsbranche tätig. Die Leiharbeitsquote in Ostdeutschland übertraf mit einem Wert von 2,7 % leicht diejenige im westdeutschen Bundesgebiet (2,6 %). Sachsen-Anhalt wies mit 3,0 % eine überdurchschnittliche Leiharbeitsquote auf, nur in Bremen, Thüringen, Hamburg und Sachsen kam der Branche eine höhere Bedeutung zu. Die Zahl der in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigten Erwerbspersonen in Sachsen-Anhalt hat zwischen 1999 und 2008 - abgesehen von einem Rückgang zwischen 2001 und 2002 - jährlich zugenommen. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte ist von gut 8.700 im Juni 1999 auf über 22.500 im Juni 2008 und damit um 160 % gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahm die Gesamtbeschäftigung um 14,2 % ab. Der Boom, den die Branche in diesem Zeitraum erfahren hat, dürfte vor allem auch auf die vorgenommenen Deregulierungen in diesem Bereich zurückzuführen sein. Auf der kleinräumigen Ebene bestehen wesentlich stärkere Disparitäten in der Nutzung der Zeitarbeit als auf der Ebene der Bundesländer. Neben der allgemeinen Präferenz für städtische Standorte dürfte die regionale Verteilung der Zeitarbeitsfirmen durch die jeweilige regionale Wirtschaftsstruktur beeinflusst sein. Die Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt ist, ebenso wie im Bundesgebiet insgesamt, wesentlich durch Tätigkeiten im Fertigungsbereich geprägt und unterscheidet sich somit deutlich von der Berufsstruktur der Gesamtbeschäftigung. Der Einsatz von Zeitarbeitskräften konzentriert sich auf wenige Tätigkeitsbereiche. Fast jeder vierte Zeitarbeiter in Sachsen-Anhalt ist als Hilfsarbeiter tätig, es folgen die Schlosser mit einem Anteil von 14 % an allen Zeitarbeitern. Während der Anteil der Personen ohne Berufsausbildung in der Zeitarbeit in Westdeutschland (40 %) deutlich über dem in der Gesamtbeschäftigung (19 %) liegt, sind die Unterschiede in Ostdeutschland (3,4 Prozentpunkte) und Sachsen- Anhalt (2,7 Prozentpunkte) wesentlich geringer. Beschäftigte mit Fachhoch- oder Hochschulabschluss weisen nur einen Anteil von unter 3 % an den Zeitarbeitnehmern in Sachsen-Anhalt auf. Über drei Viertel der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche sind männlich. Die sehr unterschiedliche geschlechtsspezifische Bedeutung der Zeitarbeit dürfte vor allem auf die durch Fertigungstätigkeiten geprägten Haupteinsatzfelder sowie die geringe Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung in dieser Branche zurückzuführen sein. Die Altersstruktur in der Zeitarbeitsbranche in Sachsen-Anhalt weicht kaum von der Altersverteilung unter den Zeitarbeitern in Ostdeutschland insgesamt ab. In beiden regionalen Abgrenzungen stellen die 20- bis 29-Jährigen die größte Gruppe, wohingegen bei der Gesamtbeschäftigung die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen dominiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Women's disconnection from local labour markets: real lives and policy failure (2009)
Grant, Linda;Zitatform
Grant, Linda (2009): Women's disconnection from local labour markets. Real lives and policy failure. In: Critical social policy, Jg. 29, H. 3, S. 330-350. DOI:10.1177/0261018309105174
Abstract
"This paper is based on research amongst women living in England who are on the margins of the labour market. It analyses why current policy works so inadequately for this group of women, whose existence is often marked by poverty and social exclusion. It emphasizes the significance of the reality of women's lived experiences and the nature of local labour markets, and discusses how and why policy fails to respond to these. Women lack bespoke support and are channelled into 'women's jobs', perpetuating gender inequalities in employment and reinforcing precarious relationships with the labour market. In addition, the effect of the key ideas underpinning policy, in particular 'welfare dependency' and a 'work first' orientation, is to distort the responses to women claimants and to ignore the needs of non-claimant women returners. In conclusion the paper argues that current policy both overlooks the specificity of women's labour market disconnection and contributes to its reproduction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unterschiede in den Beschäftigungs- und Arbeitszeitstrukturen in Ost- und Westdeutschland: IAQ/HBS Arbeitszeit-Monitor 2001 bis 2006 (2009)
Jansen, Andreas; Kümmerling, Angelika; Lehndorff, Steffen;Zitatform
Jansen, Andreas, Angelika Kümmerling & Steffen Lehndorff (2009): Unterschiede in den Beschäftigungs- und Arbeitszeitstrukturen in Ost- und Westdeutschland. IAQ/HBS Arbeitszeit-Monitor 2001 bis 2006. (IAQ-Report 2009-03), Duisburg u.a., 13 S. DOI:10.17185/duepublico/45632
Abstract
"Der Anteil vollzeiterwerbstätiger Arbeitnehmer an allen abhängig Beschäftigten geht im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland kontinuierlich zurück. Dabei ist der Rückgang in Ostdeutschland (Frauen: 8,9 Prozentpunkte/ Männer: 5,4 Prozentpunkte) stärker als in Westdeutschland (Frauen: 5,8 Prozentpunkte/Männer: 4,2 Prozentpunkte). Neben dem rückläufigen Anteil vollzeiterwerbstätiger Arbeitnehmer ist auch die absolute Zahl dramatisch gesunken. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren. Dagegen weisen die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse eine starke Wachstumsdynamik auf. Im Jahre 2006 arbeiteten bereits 13,0% der west- und 9,2% der ostdeutschen abhängig Beschäftigten ausschließlich in einem Minijob. 2001 waren es noch 9,3% (West) und 4,7% (Ost). Bei den Frauen gibt es hinsichtlich der Erwerbsform noch immer große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. So gingen 2006 63,2% der erwerbstätigen ostdeutschen Frauen einer Vollzeiterwerbstätigkeit nach, wohingegen dies nur auf 47,3% der westdeutschen Frauen zutraf. Weibliche Teilzeitarbeit konzentriert sich in Westdeutschland vor allem im Bereich der 'kurzen Teilzeit' mit 20 und weniger Wochenstunden - in Ostdeutschland liegt die Spitze dagegen bei 30 Wochenstunden und somit im Bereich der 'langen Teilzeit'. Während 2006 20,6% der abhängig beschäftigten westdeutschen Frauen in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis arbeiteten, lag der entsprechende Anteil in Ostdeutschland bei 11,4%." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie: Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung (2009)
Zitatform
Jurczyk, Karin, Michaela Schier, Peggy Szymenderski, Andreas Lange & G. Günter Voß (2009): Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 100), Berlin: Edition Sigma, 399 S.
Abstract
"Entgrenzte Erwerbsarbeit ist keine exotische Ausnahme mehr, und für eine wachsende Zahl von Beschäftigten bedeutet das, sich auch einer zunehmenden Entgrenzung von Familie sowie von Geschlechterverhältnissen stellen zu müssen. 'Grenzmanagement' heißt für sie die neue, noch ungewohnte Herausforderung: Schon die gemeinsame Anwesenheit von Familienmitgliedern will organisiert sein, Zeitlücken für Familienleben müssen gefunden, Pflichten neu ausgehandelt, Arbeitsteilungsmuster - auch zwischen den Geschlechtern - neu definiert werden. Anhand einer breit angelegten qualitativen Untersuchung von Müttern und Vätern aus Filmwirtschaft und Einzelhandel in Ost- und Westdeutschland, die in diesem Buch dargestellt wird, lässt sich ermessen, wie viel Anstrengungen und Einfallsreichtum notwendig sind, um eine gemeinsame familiale Lebensführung zu etablieren, wenn sich die raum-zeitlichen Bedingungen des Arbeitens und Lebens flexibilisieren. Sollten sich die mehrfachen Entgrenzungen forciert fortsetzen, droht - ohne politische Unterstützung bzw. Gegensteuerung - eine 'Reproduktionslücke' in Familien mit massiven Konsequenzen für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnsektor wächst rasant: Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen (2009)
Zitatform
Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnsektor wächst rasant. Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen. (Informationen zum Arbeitsmarkt NRW, Sonderausgabe Januar 2009), Düsseldorf, 23 S.
Abstract
"Frauen stellten im Zeitraum 2004 bis 2007 69,4 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, obwohl ihr Anteil an den Beschäftigten nach der - in der Auswertung zugrunde gelegten Abgrenzung - nur 49,5 Prozent betrug. In absoluten Zahlen waren damit im Jahresdurchschnitt rund 900.000 Frauen in NRW von Niedriglöhnen betroffen. Ende der 1990er Jahre war gut jede fünfte weibliche Beschäftigte in NRW von Niedriglöhnen betroffen, inzwischen ist es mehr als jede Vierte. Bei den Männern ist demgegenüber 'nur' gut jeder Zehnte betroffen. Dass der Frauenanteil unter den Niedriglohnbeschäftigten in NRW trotzdem leicht zurückgegangen ist, liegt vor allem daran, dass die Zunahme der Niedriglöhne bei Männern in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt war: Ihre Betroffenheit von Niedriglöhnen hat sich gegenüber dem Zeitraum 1996 bis 1999 von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent im Zeitraum 2004 bis 2007 fast verdoppelt. Der auffälligste Unterschied zwischen niedriglohnbeschäftigten Frauen in NRW und Westdeutschland besteht in der Struktur der Betroffenen nach Beschäftigungsform: Während in Westdeutschland jeweils rund ein Drittel der Frauen mit Niedriglöhnen in Vollzeit, sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und in Minijobs arbeiten, ist in NRW der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 26 Prozent deutlich niedriger und der Anteil der Beschäftigten in Minijobs mit fast 43 Prozent erheblich höher. Dies bedeutet, dass bei Frauen in NRW noch häufiger als in Westdeutschland niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammenkommen, was ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung besonders ungünstig erscheinen lässt. Der Niedriglohnanteil ist unter den gering Qualifizierten mit knapp 42 % deutlich höher als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung, unter denen nur etwa jeder Fünfte von Niedriglöhnen betroffen ist. Differenziert nach Alter weisen in NRW die unter 25-Jährigen den weitaus höchsten Niedriglohnanteil auf (obwohl bei der Auswertung Auszubildende ausgeklammert wurden). Dies ist in NRW noch deutlicher ausgeprägt als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erwerbsformen im Wandel (2009)
Lang, Cornelia;Zitatform
Lang, Cornelia (2009): Erwerbsformen im Wandel. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 4, S. 165-171.
Abstract
"Ein Wandel der Erwerbsformen wird in der Bundesrepublik Deutschland seit mehreren Jahrzehnten beobachtet. Zwar ist noch immer das Normalarbeitsverhältnis, nämlich die abhängige, unbefristete Vollzeitbeschäftigung, die dominierende typische Beschäftigungsform, der ca. drei Viertel der Erwerbstätigen nachgehen. Daneben haben sich aber neue, (noch) atypische Erwerbsformen wie Minijobs und Leiharbeit entwickelt, und bekannte Formen wie die Teilzeitarbeit haben an Bedeutung gewonnen. Diese Veränderungen haben mehrere Ursachen. Sie resultieren aus den Anforderungen an flexiblere Beschäftigungsformen insbesondere im Zuge der Globalisierung, aus der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors, aber auch aus veränderten Präferenzen sowohl der Unternehmen als auch der Beschäftigten in Bezug auf die Erwerbsbeteiligung. Eine wesentliche Triebkraft ist die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen, die häufig in atypischen Beschäftigungsformen realisiert wird. Aber auch über Eintritte in und Austritte aus dem Arbeitsmarkt vollzieht sich die Veränderung und wird vor allem über den Erwerbseinstieg der jüngeren Alterskohorten sichtbar. Bezogen auf die Entwicklung in den Alten und Neuen Bundesländern gibt es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. In beiden Teilräumen zeigt sich eine Zunahme atypischer Beschäftigung. Aber es existieren auch Unterschiede, wie die stärkere Erwerbsorientierung und -beteiligung ostdeutscher Frauen gegenüber westdeutschen, die sich aus den noch immer vorhandenen strukturellen und soziokulturellen Unterschieden zwischen den beiden Landesteilen ergeben. Atypische Beschäftigung ist nicht per se prekär oder 'minderwertig'. Aufgrund der Kopplung des Sozialversicherungssystems an das Normalarbeitsverhältnis können für atypisch Beschäftigte jedoch Nachteile und Unsicherheiten entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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What determines the part-time and gender earnings gaps in Britain: evidence from the workplace (2009)
Zitatform
Mumford, Karen & Peter N. Smith (2009): What determines the part-time and gender earnings gaps in Britain. Evidence from the workplace. In: Oxford economic papers, Jg. 61, H. S1, S. i56-i75. DOI:10.1093/oep/gpn041
Abstract
"This study examines the role of individual and workplace characteristics in accounting for differences in hourly earnings between men and women in full and part-time jobs in Britain. A four-way gender-working time split (male full-timers, male part-timers, female full-timers, and female part-timers) is analysed, and allowance is explicitly made for workplace and occupational female segregation. Within gender groups, the striking difference between full and part-time employees is that full-timers work in higher paying occupations than do part-timers. Also, female occupational segregation makes a significant contribution to the earnings gap between male and female part-time employees but not for full-time workers. A further new result is that female workplace segregation contributes significantly to the full/part-time earnings gap of both males and females. Part-time employees work in more feminized workplaces and their earnings are lower. There remains, moreover, a substantial residual gender earnings gap between male and female employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Sachsen: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2009)
Sujata, Uwe; Weyh, Antje;Zitatform
Sujata, Uwe & Antje Weyh (2009): Zeitarbeit in Sachsen. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2009), Nürnberg, 46 S.
Abstract
"In letzter Zeit ist die Leiharbeit stärker in das öffentliche Interesse getreten. Viele neue Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren in der Branche geschaffen worden. Sie hat sich deutlich dynamischer entwickelt als die Gesamtbeschäftigung. Vor diesem Hintergrund wurde die Entwicklung im Zeitraum von 1999 bis 2007 für Sachsen analysiert und mit Ostdeutschland verglichen. Ziel ist es, für die Branche Strukturen auf regionaler Ebene aufzuzeigen. Die Schwerpunkte der Auswertungen liegen in der Gesamtentwicklung, der regionalen Verteilung, der Qualifikation, der Geschlechts- und Altersstruktur. Dabei sind deutliche Unterschiede zwischen der Zeitarbeitsbranche und der Gesamtbeschäftigung zu erkennen. Die Unterschiede zwischen Sachsen und Ostdeutschland sind dagegen relativ gering." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Subjektive Verarbeitungsformen von prekärer Beschäftigung: zwischen gewerkschaftlicher Aktivierung und Rückzug ins Private (2009)
Tumforde, Inka;Zitatform
Tumforde, Inka (2009): Subjektive Verarbeitungsformen von prekärer Beschäftigung. Zwischen gewerkschaftlicher Aktivierung und Rückzug ins Private. (Oldenburger Studien zur Europäisierung und zur transnationalen Regulierung. Ausgewählte Abschlussarbeiten ST 2009/01), Oldenburg, 50 S.
Abstract
"Der Ausgangspunkt der Arbeit bildet die Frage nach den Möglichkeiten gewerkschaftlicher Politik im Bereich der prekären Beschäftigung, wenn angenommen wird, dass subjektive Verarbeitungsformen Einfluss auf eine gewerkschaftliche Aktivierung nehmen oder vielmehr ein Hindernis darstellen können. Die zentrale These der Arbeit besteht in der Annahme, dass insbesondere bei Frauen in prekärer Beschäftigungslage ein resignativer Rückzug in das Privatleben erfolgt. Ein resignativer Rückzug ins Private kann speziell dann erfolgen, wenn andere Lösungsstrategien wie individuelle Leistungsbemühungen oder auch gewerkschaftliche Hilfe nach subjektiven und objektiven Maßstäben versagt haben und keine Verbesserung der Erwerbslage von den Personen erwartet wird.
Der Aufbau der Bachelor-Arbeit ist in zwei Teile untergliedert: Ein Theorieteil ist vorangestellt, der sich zunächst allgemein dem Thema 'Prekäre Beschäftigung' nähert und dabei eine Definition, sowie Kennzeichen, Formen und Unterschiede behandelt. Es folgt eine Darstellung des aktuellen Stands der Diskussion über die subjektiven Verarbeitungsformen von prekärer Beschäftigung. Anschließend erfolgt die Formulierung eines eigenen Ansatzes. Im zweiten Teil der Arbeit steht die Empirie im Vordergrund. Nachdem kurz die Methodik erläutert wird, folgt im nächsten Punkt die Vorstellung der Ergebnisse, die Auswertung qualitativer Interviews mit Frauen in prekärer Beschäftigungslage, die im Rahmen eines DGB-Projektes befragt wurden. Am Ende folgt ein Ausblick auf mögliche Handlungsoptionen" (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Teilzeitbeschäftigung: Ausmaß und Bestimmungsgründe der Erwerbsübergänge von Frauen (2009)
Vogel, Claudia;Zitatform
Vogel, Claudia (2009): Teilzeitbeschäftigung: Ausmaß und Bestimmungsgründe der Erwerbsübergänge von Frauen. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 2, S. 170-181. DOI:10.1007/s12651-009-0015-9
Abstract
"Bislang überwiegt das Normalarbeitsverhältnis in Form der kontinuierlichen Vollzeitbeschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Allerdings ist spätestens seit der Wiedervereinigung eine stetige Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zu beobachten. Der Beitrag untersucht auf der Grundlage des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1991 bis 2006, in welchem Umfang Teilzeitarbeit von Frauen und Männern ausgeübt wird, wie die Beteiligung nach Altersgruppen variiert und - mittels logistischer Regressionsmodelle - welche Merkmale die Aufnahme einer Teilzeit- bzw. Vollzeitbeschäftigung bei Frauen begünstigen. Obwohl auch die Teilzeitquoten der männlichen Beschäftigten gestiegen sind - fast jeder zehnte Arbeitnehmer und knapp die Hälfte der Arbeitnehmerinnen sind teilzeitbeschäftigt - stellen Frauen die überwiegende Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten: vier von fünf Teilzeitbeschäftigten sind weiblich. Überdurchschnittlich häufig arbeiten Frauen über 35 Jahren in Teilzeit. Außerdem sind ältere Arbeitnehmer sowie Berufseinsteiger besonders von der Zunahme der Teilzeit betroffen. Bei Frauen sprechen sowohl Mutterschaft als auch Ehe für die Aufnahme einer Teilzeitstelle. Allerdings nehmen ostdeutsche Frauen seltener eine Teilzeitstelle an als westdeutsche, und zwar auch dann, wenn sie Kinder haben. Darüber hinaus ist Teilzeitbeschäftigung für ostdeutsche Arbeitnehmerinnen häufiger ein Sprungbrett in eine Vollzeitanstellung. Offensichtlich kann Teilzeiterwerbstätigkeit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen, allerdings wird dieses Arrangement eher von Frauen und Müttern in Westdeutschland gelebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender and the contours of precarious employment (2009)
Zitatform
Vosko, Leah F., Martha MacDonald & Iain Campbell (Hrsg.) (2009): Gender and the contours of precarious employment. (Routledge IAFFE Advances in feminist economics), Abingdon: Routledge, 280 S.
Abstract
"Precarious employment presents a monumental challenge to the social, economic, and political stability of labour markets in industrialized societies and there is widespread consensus that its growth is contributing to a series of common social inequalities, especially along the lines of gender and citizenship. The editors argue that these inequalities are evident at the national level across industrialized countries, as well as at the regional level within federal societies, such as Canada, Germany, the United States, and Australia and in the European Union. This book brings together contributions addressing this issue which include case studies exploring the size, nature, and dynamics of precarious employment in different industrialized countries and chapters examining conceptual and methodological challenges in the study of precarious employment in comparative perspective. The collection aims to yield new ways of understanding, conceptualizing, measuring, and responding, via public policy and other means - such as new forms of union organization and community organizing at multiple scales - to the forces driving labour market insecurity." (text exerp, IAB-Doku)
Content:
Leah F. Vosko, Martha Macdonald, Iain Campbell: Introduction: Gender and the concept of precarious employment (1-25);
Leah F. Vosko, Lisa F. Clark: Canada: Gendered precariousness and social reproduction (26-42);
Francoise Carre; James Heintz: The United States: Different sources of precariousness in a mosaic of employment arrangements (43-59);
Iain Campbell, Gillian Whithouse, Janeen Baxter: Australia: Casual employment, part-time employment and the resilience of the male-breadwinner model (60-75);
Heidi Gottfried: Japan: The reproductive bargain and the making of precarious employment (76-91);
Julia S. O'Connor: Ireland: Precarious employment in the context of the European Employment Strategy (92-107);
Jacqueline O'reilly, John Macinnes, Tizana Nazio, Jose M. Roche: The United Kingdom: From flexible employment to vulnerable workers (108-126);
Susanne D. Burri: The Netherlands: Precarious employment in a context of flexicurity (127-142);
Jeanne Fagnani, Marie-Therese Letablier: France: Precariousness, gender and the challenges for labour market policy (143-158);
John Macinnes: Spain: Continuity and change in precarious employment (159-176);
Claudia Weinkopf: Germany: Precarious employment and the rise of mini-jobs (177-193);
Inger Jonsson Anita Nyberg: Sweden: Precarious work and precarious unemployment (194-210);
Martha Macdonald. Spatial dimensions of gendered precariousness: Challenges for comparative analysis (211-225);
Sylvia Fuller: investigating longitudinal dimensions of precarious employment: Conceptual and practical issues (226-239);
Wallace Clement, Sophie Mathieu, Steven Prus Emre Uckardesler: Precarious lives in the new economy: Comparative intersectional analysis (240-255);
Pat Armstrong, Hugh Armstrong: Precarious employment in the health-care sector (256-270) -
Literaturhinweis
Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)
Wingerter, Christian;Zitatform
Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working for less? Women's part-time wage penalities across countries (2008)
Bardasi, Elena; Gornick, Janet C.;Zitatform
Bardasi, Elena & Janet C. Gornick (2008): Working for less? Women's part-time wage penalities across countries. In: Feminist economics, Jg. 14, H. 1, S. 37-72. DOI:10.1080/13545700701716649
Abstract
"This paper investigates wage gaps between part- and full-time women workers in six OECD countries in die mid-1990s. Using comparable micro-data from the Luxembourg Income Study (LIS), for Canada, Germany, Italy, Sweden, the UK, and the US, die paper first assesses cross-national variation in the direction, magnitude, and composition of the part-time/full-time wage differential. Then it analyzes variations across these countries in occupational segregation between part- and full-time workers. The paper finds a part-time wage penalty among women workers in all countries, except Sweden. Other than in Sweden, occupational differences between part- and full-time workers dominate the portion of the wage gap that is explained by observed differences between die two groups of workers. Across countries, the degree of occupational segregation between female part- and full-time workers is negatively correlated with die Position of part-time workers' wages in the full-time wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Starker Anstieg der geringfügigen Beschäftigung (2008)
Biehl, Kai;Zitatform
Biehl, Kai (2008): Starker Anstieg der geringfügigen Beschäftigung. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 34, H. 3, S. 397-411.
Abstract
"In den letzten Jahren wuchs die geringfügige Beschäftigung in Österreich zwar stets etwas stärker als die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, aber die Unterschiede waren mit ein bis zwei Prozentpunkten überschaubar. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres zeigten sich aber seit langem erstmals wieder zweistellige Zuwachsraten über einen längeren Zeitraum." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsformen in Österreich: Rechtliche und quantitative Aspekte (2008)
Bock-Schappelwein, Julia; Mühlberger, Ulrike;Zitatform
Bock-Schappelwein, Julia & Ulrike Mühlberger (2008): Beschäftigungsformen in Österreich: Rechtliche und quantitative Aspekte. In: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Monatsberichte, Jg. 81, H. 12, S. 941-951.
Abstract
"Der österreichische Arbeitsmarkt war in den letzten zehn Jahren von weitreichenden rechtlichen Änderungen - vor allem im Bereich des Sozialversicherungsrechtes - geprägt; dies hatte u. a. eine Diversifizierung der Beschäftigungsformen zur Folge. Im europäischen Vergleich zeigt sich in Österreich eine relativ breite soziale Absicherung der einzelnen Beschäftigungsformen. Nach wie vor überwiegt die voll sozialversicherungspflichtige unselbständige Beschäftigung sowohl für Männer als auch Frauen. Frauen und Männer konzentrieren sich jedoch in unterschiedlichem Maß auf die einzelnen Beschäftigungsformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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