Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Determinanten befristeter Neueinstellungen (2023)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole & Benjamin Küfner (2023): Determinanten befristeter Neueinstellungen. (IAB-Forschungsbericht 07/2023), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2307
Abstract
"Welche Bedeutung haben unterschiedliche betriebliche, stellenbezogene und individuelle Faktoren für die Wahrscheinlichkeit, dass Arbeitsverträge befristet abgeschlossen werden? Der vorliegende Forschungsbericht untersucht diese Frage auf Basis der in der IAB-Stellenerhebung erfassten sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen für den Zeitraum zwischen 2018 und 2021. Bei Neueinstellungen, die zur Deckung eines zeitlich begrenzten Bedarfes vorgenommen wurden, lag der Befristungsanteil im Beobachtungszeitraum mehr als doppelt so hoch wie bei Neueinstellungen zur Deckung eines langfristigen Bedarfes. Insgesamt wird jedoch nur etwa ein Fünftel aller befristeten Neueinstellungen aufgrund eines vorübergehenden Bedarfs vorgenommen. Dass die große Mehrheit der befristeten Neueinstellungen zur Deckung eines langfristigen Bedarfes erfolgt, deutet darauf hin, dass befristete Neueinstellungen auch die Funktion einer „verlängerten Probezeit“ erfüllen. Um die Bedeutung dieses Motives zu untersuchen, bietet es sich an, die Einstellungskosten von befristeten und unbefristeten Neueinstellungen miteinander zu vergleichen. So ist zu erwarten, dass die Auswahlprozesse bei befristeten Neueinstellungen weniger aufwändig sind als bei unbefristeten, wenn erstere als verlängerte Probezeit genutzt werden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Betriebe bei befristeten Neueinstellungen tatsächlich weniger finanzielle Mittel für die Personalsuche aufwenden und diese deutlich schneller besetzen. Dieses Ergebnis wird auch bestätigt, wenn man nur diejenigen Neueinstellungen, die zur Deckung eines längerfristigen Arbeitskräftebedarfs dienen, betrachtet. Insgesamt stützen diese Befunde den Charakter befristeter Neueinstellungen als verlängerte Probezeit. Zudem wird bei befristeten Neueinstellungen seltener eine langjährige Berufserfahrung gefordert. Auch Erwerbsunterbrechungen werden eher akzeptiert. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass die strukturellen Determinanten befristeter Beschäftigung im Zeitverlauf weitestgehend stabil und unabhängig von der Konjunkturlage sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mental illness rates among employees with fixed-term versus permanent employment contracts: a Danish cohort study (2023)
Hannerz, Harald ; Flyvholm, Mari-Ann; Nielsen, Martin Lindhardt; Garde, Anne Helene ; Burr, Hermann ;Zitatform
Hannerz, Harald, Hermann Burr, Martin Lindhardt Nielsen, Anne Helene Garde & Mari-Ann Flyvholm (2023): Mental illness rates among employees with fixed-term versus permanent employment contracts: a Danish cohort study. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 96, H. 3, S. 451-462. DOI:10.1007/s00420-022-01936-7
Abstract
"It has been hypothesized that employment in a fixed-term instead of permanent contract position is associated with an increased risk of development of mental health problems. The present study aimed at estimating rate ratios between fixed-term and permanent employees in the Danish labor force, for use of psychotropic drugs and psychiatric hospital treatment due to mood, anxiety or stress-related disorders, respectively." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Nachteile: Die Sache mit der Teilzeit (2023)
Heimann, Klaus;Zitatform
Heimann, Klaus (2023): Nachteile: Die Sache mit der Teilzeit. In: Gute Arbeit, Jg. 35, H. 5, S. 22-25.
Abstract
"Selbstbestimmt entscheiden, wie lange man in der Woche arbeiten will: eigentlich eine gute Sache. Doch die Nachteile der Teilzeitarbeit schlagen nicht zuletzt als Boomerang zu Buche. Das deutsche Arbeits- und Sozialrecht basiert modellhaft auf einer vollen Erwerbstätigkeit mit der 35- bis 40-Stunden-Woche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die gesetzliche Brückenteilzeit wird eher zurückhaltend genutzt (2023)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Susanne Wanger (2023): Die gesetzliche Brückenteilzeit wird eher zurückhaltend genutzt. In: IAB-Forum H. 16.10.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20231016.01
Abstract
"Teilzeitarbeit ist in Deutschland weit verbreitet. Um das Risiko einer Teilzeitfalle zu verringern und die starre Trennung zwischen Voll- und Teilzeit abzubauen, wurde 2019 die Brückenteilzeit eingeführt. Sie ermöglicht es Beschäftigten mittlerer und größerer Betriebe, für einen Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren in Teilzeit zu arbeiten, und ist mit einer automatischen Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit verbunden. Diese Möglichkeit wird allerdings bislang eher zurückhaltend genutzt. Damit halten sich auch die Auswirkungen auf die Personalpolitik der Betriebe in Grenzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung im Strukturwandel (2023)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2023): Atypische Beschäftigung im Strukturwandel. (IAB-Forschungsbericht 23/2023), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2323
Abstract
"Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts steht die Befürchtung im Raum, dass das sogenannte Normalarbeitsverhältnis als unbefristetes sozialversicherungspflichtiges Vollzeitbeschäftigungsverhältnis in Deutschland an Bedeutung verliert und die unter dem Oberbegriff „atypischer Beschäftigung“ zusammengefassten Beschäftigungsverhältnisse an Relevanz gewinnen. Zu letzteren werden üblicher Weise sozialversicherungspflichtige und geringfügige Teilzeitbeschäftigungen, befristete Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit und freie Honorartätigkeiten von Soloselbständigen gezählt. Die genannten Erwerbsformen weisen zum Teil eine geringere Dauer auf, gehen mit geringeren Löhnen einher und entfalten aufgrund geringerer und kürzerer Beitragszahlungen in die Sozialversicherungssysteme eine geringere soziale Schutzwirkung auf als das Normarbeitsverhältnis. Aufgrund der starken Erwerbszentrierung unseres sozialen Sicherungssystems ist es für die sozial- und arbeitsmarktpolitische Steuerung relevant, die Entwicklung der verschiedenen Erwerbsformen im Blick zu behalten. Angesichts einer sich im Krisenmodus befindlichen Gesellschaft, in der das „Normale“ von innen wie außen zunehmend hinterfragt wird, zeigt sich bei den Erwerbsformen eine erstaunliche Stabilität. Das Normalarbeitsverhältnis erweist sich in den letzten Jahren als weitgehend robust, befristete Arbeitsverträge verlieren an Bedeutung, Leiharbeit und freie Mitarbeit bewegen sich auf stabilem, aber niedrigem Niveau jeweils im Bereich von etwa zwei Prozent der Beschäftigten. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Richtung eines „Arbeitnehmermarktes“ scheint dazu zu führen, dass aus Sicht der Beschäftigten unfreiwillige atypische Erwerbsformen relativ an Boden verlieren oder auf niedrigem Niveau verharren. Einzig die Teilzeitbeschäftigung gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Wenn jedoch strukturelle und krisenhafte Umbrüche wahrscheinlicher und wirtschaftliche Bedingungen zunehmend unvorhersehbarer und volatiler werden, ist die Sicherstellung von Anpassungsfähigkeit zur Bewältigung dieser Umbrüche notwendig. Vor diesem Hintergrund lassen sich in Bezug auf die dargestellten Erwerbsformen drei Ziele formulieren, um Anpassungsfähigkeit sicherzustellen: erstens die Erhöhung des Arbeitsvolumens von unfreiwillig Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten, zweitens die Stärkung interner betrieblicher Flexibilität, darunter die Intensivierung von Weiterbildung sowie drittens die Schaffung adäquater Schutzmechanismen und Rahmenbedingungen für bislang weniger abgesicherte Erwerbsformen. Begleitend zu diesem Forschungsbericht werden Strukturtabellen auf Basis des IAB-Betriebspanels von 2010 bis 2022 zu den einzelnen Erwerbsformen sowie im Detail zu befristeter Beschäftigung in Deutschland auf der Webseite des IAB in der Rubrik „Grafik und Daten“ zur Verfügung gestellt (Hohendanner 2023a/b). Die Tabellen stellen dar, wie sich die verschiedenen Erwerbsformen je nach Wirtschaftszweig, Bundesland und Betriebsgröße entwickelt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einfluss bürokratischer Hürden auf die grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung von KMU in Grenzregionen (2023)
Zitatform
Holz, Michael & Annette Icks (2023): Einfluss bürokratischer Hürden auf die grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung von KMU in Grenzregionen. (IfM-Materialien / Institut für Mittelstandsforschung Bonn 299), Bonn, 91 S.
Abstract
"Auf der Grundlage von Fachgesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Expertinnen und Experten untersucht die Studie, inwieweit bürokratische Erfordernisse die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen von deutschen und niederländischen KMU in ausgewählten Grenzregionen be- bzw. verhindern. Großen Verbesserungsbedarf sehen die Befragten insbesondere im Hinblick auf die fehlende Harmonisierung der Entsendevorschriften und -verfahren in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Auch Erleichterungen bei kurzen bzw. kurzfristigen Entsendungen werden sehr häufig als notwendig erachtet. Ein nicht unerheblicher Teil der KMU in beiden Ländern befolgt einzelne Vorschriften nicht, um den hohen Bürokratieaufwand auf ein – aus ihrer Sicht – verhältnismäßiges Niveau zu begrenzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Perspektiven für Postdocs im deutschen Wissenschaftssystem: Kulturwandel durch Struktur- und Personalentwicklung (2023)
Jauch, Linda; Barth, Sandra; Herberger, Stefanie;Zitatform
Jauch, Linda, Sandra Barth & Stefanie Herberger (Hrsg.) (2023): Perspektiven für Postdocs im deutschen Wissenschaftssystem: Kulturwandel durch Struktur- und Personalentwicklung. (UniWiND-Publikationen 13), Freiburg, 58 S.
Abstract
"Viele Hochschulen möchten die Postdoc-Phase für die Wissenschaftler:innen transparenter gestalten. Das wird durch die Heterogenität der Gruppe erschwert, die nicht nur durch unterschiedliche Fachtraditionen, sondern auch durch unterschiedliche Ausgestaltungen der Tätigkeitsprofile geprägt ist. Somit beschäftigen wir uns in dieser Publikation zunächst mit der Frage danach, wer eigentlich als Postdoc bezeichnet wird, in welchen Organisationen diese arbeiten und ob und wie der Begriff enger gefasst werden sollte. Danach gehen wir auf die Karrieremodelle und Stellenkategorien einzelner Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen (AUF) ein. Daran schließen sich Empfehlungen aus der Sicht der Graduiertenförderung und der Personalentwicklung mit Bezug zur Gestaltung von Stellenstrukturen und -kategorien an. Wir leisten damit einen Beitrag zur Strukturierung der Begrifflichkeiten und geben eine Übersicht über die Karrierewege und -modelle für promovierte Wissenschaftler:innen. Die vorliegende Publikation soll Hochschulen Handlungsempfehlungen an die Hand geben, um diese Karrierephase professionell und transparent zu gestalten" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Combining Part-time Work and Social Benefits: Empirical Evidence from Finland (2023)
Kalin, Salla; Matikka, Tuomas; Kyyrä, Tomi;Zitatform
Kalin, Salla, Tomi Kyyrä & Tuomas Matikka (2023): Combining Part-time Work and Social Benefits: Empirical Evidence from Finland. (VATT working papers / Valtion Taloudellinen Tutkimuskeskus (Helsinki) 159), Helsinki, 64 S.
Abstract
"We use detailed, population-wide data from Finland to provide evidence of the impact of earnings disregard policies on part-time work during unemployment spells, and describe the longer-run trends in combining part-time work and social benefits. We find that part-time or temporary work while receiving unemployment benefits is strongly concentrated at service and social and health care sectors, and women participate in part-time work much more commonly than men (25% vs. 12% of benefit recipients). The share of part-time workers among unemployment benefit recipients increased sharply from 10% to 18% over a few years after the implementation of earnings disregards in unemployment benefits and housing allowances. The earnings disregards allowed individuals to earn up to 300 euros per month without reductions in their benefits. Using variation in the impact of the reforms on incentives between individuals eligible to different types of benefits, we estimate a 17–28% increase in participation in part-time work rate due to the implementation of earnings disregards. However, we find no evidence of economically significant positive or negative effects of increased participation in part-time work on transitions to full-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend?: Entwicklungen und Erklärungsansätze (2023)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2023): Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend? Entwicklungen und Erklärungsansätze. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 76, H. 6, S. 470-478. DOI:10.5771/0342-300X-2023-6-470
Abstract
"Wie haben sich atypische Beschäftigungsverhältnisse in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Verdrängen sie, wie häufig angenommen wird, allmählich das traditionelle Normalarbeitsverhältnis? Oder kommt es in den letzten Jahren zu unerwarteten gegenläufigen Entwicklungen? Zur Beantwortung dieser für die Zukunft des gesamten Erwerbssystems zentralen Fragen werden die Formen atypischer Beschäftigung analysiert. Sowohl nachfrage- als auch angebotsseitige Bestimmungsgründe für die Veränderungen werden angeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Extending social protection to informal economy Workers: Lessons from the Key Indicators of Informality based on Individuals and their Household (KIIbIH) (2023)
Kolev, Alexandre; La, Justina; Manfredi, Thomas;Zitatform
Kolev, Alexandre, Justina La & Thomas Manfredi (2023): Extending social protection to informal economy Workers: Lessons from the Key Indicators of Informality based on Individuals and their Household (KIIbIH). (OECD Development Centre working papers 350), Paris, 39 S. DOI:10.1787/ca19539d-en
Abstract
"This paper exploits the information available in the OECD Key Indicators of Informality based on Individuals and their Household (KIIBIH) to shed light on several elements that could help inform national strategies for the extension of social protection to workers in the informal economy. It provides an assessment of current social protection coverage of informal workers throughout a large sample of developing and emerging economies and proposes a statistical framework to examine country-specific data, upon which a strategy for extending social protection to informal workers could be articulated. While the paper does not intend to provide detailed country-level recommendations, it highlights a number of important findings and policy directions as regards the way to extend non-contributory and contributory schemes to informal workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Polarisierung des deutschen Arbeitsmarktes im Spannungsfeld von beruflichem Upgrading und atypischer Beschäftigung (2023)
Zitatform
Krings, Torben (2023): Die Polarisierung des deutschen Arbeitsmarktes im Spannungsfeld von beruflichem Upgrading und atypischer Beschäftigung. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 16, H. 1, S. 41-55. DOI:10.21241/ssoar.86826
Abstract
"Dieser Beitrag überprüft die Polarisierungsthese mit Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt. Anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels wird gezeigt, dass der quantitativ bedeutsamste Trend seit den 1990er Jahren ein Wachstum der hochqualifizierten Tätigkeiten war. Allerdings sind auch einfache Dienstleistungen gewachsen, während einige Berufsgruppen mit mittleren Qualifikationen geschrumpft sind. Somit zeigt sich eine Polarisierungstendenz, die einen Anstieg der atypischen Beschäftigung miteinschließt. Es wird argumentiert, dass diese Entwicklung nicht ausschließlich mit dem technologischen Wandel erklärt werden kann, sondern dass institutionelle Faktoren von mindestens ebenso großer Bedeutung sind. Daraus folgert, dass ein Auseinanderdriften der Beschäftigung keine unausweichliche Entwicklung ist, sondern durch regulatorische Initiativen wie Mindestlöhne und eine Stärkung des Tarifsystems, aber auch durch Investitionen in die berufliche Aus- und Weiterbildung eingehegt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege (2023)
Leonhard, Bettina;Zitatform
Leonhard, Bettina (2023): Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege. In: Soziale Sicherheit, Jg. 72, H. 7, S. 283-285.
Abstract
"Kliniken und Pflegeeinrichtungen weisen seit längerem darauf hin, dass der durch den Fachkräftemangel beförderte Zuwachs an Leiharbeit zu massiven Problemen in der Pflege führt. In diesem Frühjahr hat das Thema nicht nur die mediale Debatte erreicht', sondern nun auch zu einer gesetzlichen Regulierung der Leiharbeit in der Altenpflege geführt. Im Folgenden wird untersucht, wie es im Bereich der Langzeitpflege zu dieser Entwicklung kam, welche Auswirkungen die Leiharbeit auf die Beschäftigten, aber auch auf die Versorgung der Pflegebedürftigen hat und ob die nun eingeführte gesetzliche Regelung eine Lösung bieten kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung - prekäre Teilhabe: Ausländische Arbeitskräfte im deutschen Niedriglohnsektor (2023)
Loschert, Franziska; Kolb, Holger; Schork, Franziska;Zitatform
Loschert, Franziska, Holger Kolb & Franziska Schork (2023): Prekäre Beschäftigung - prekäre Teilhabe. Ausländische Arbeitskräfte im deutschen Niedriglohnsektor. (SVR-Studie / Sachverständigenrat für Integration und Migration 2023-1), Berlin, 118 S.
Abstract
"Ausländische Arbeitskräfte sind in vielen Branchen der deutschen Wirtschaft längst unverzichtbar geworden. Dazu zählen auch solche Sektoren, in denen prekäre Arbeitsverhältnisse, die durch geringe Entlohnung und harte Arbeitsbedingungen gekennzeichnet sind, oftmals nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Der SVR untersucht im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie die Ursachen und Folgen von Prekaritätsverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt, die ausländische Arbeitskräfte betreffen. Die Studie gibt praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg (2023)
Lüdeke, Britta; Wiethölter, Doris; Seibert, Holger;Zitatform
Lüdeke, Britta, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2023): Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2023), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.REBB.2301
Abstract
"Das Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) ist eine Branche, in der die Personalfluktuation schon vor der Corona-Pandemie deutlich höher lag als in anderen Branchen. Während der Corona-Krise brach insbesondere die Zahl der Zugänge in Beschäftigung massiv ein. Auffällig ist, dass in der Gruppe der Minijobber der coronabedingte Beschäftigungsrückgang deutlich höher ausfällt als bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und dies insbesondere in der Gastronomie. Weiter können wir zeigen, dass nach dem Ende der Corona-Krise in der Gastronomie deutlich mehr Hilfskräfte beschäftigt sind als noch vor der Pandemie. Vor allem qualifizierte Kräfte haben demnach im Lockdown die Branche verlassen. Nun fällt es den Betrieben zunehmend schwer Fachkräfte zu akquirieren und setzen vermehrt auf an- und ungelernte Mitarbeitende. Neben dem Verbleibsstatus der Beschäftigten im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg untersuchen wir die Branchenwechsel differenziert nach den gewählten Ausweichbranchen. Die Wechselquoten der Beschäftigten sind bereits vor der Pandemie in der Gastronomie höher ausgefallen als in der Beherbergung. In Berlin sind in der Corona-Krise in der Gastronomie nur noch zwei Drittel der Beschäftigten in ihrer Branche verblieben. Gleichzeitig hat sich der Anteil an Personen, die nicht mehr beschäftigt sind, erhöht. In der Beherbergung ist die Dynamik der Wechsel geringer. In Brandenburg fallen dagegen die Abgänge von Beschäftigten in der Gastronomie während der Corona-Krise trotz höherer saisonaler Schwankungen deutlich schwächer aus. In der Beherbergung zeigen sich in der Corona-Krise sogar kaum Branchenwechsel. Als pandemiebedingte Ausweichbranchen für ehemalige Beschäftigte aus der Beherbergung und der Gastronomie erweisen sich insbesondere der Einzelhandel und mit einigem Abstand auch Post- und Kurierdienste, Gebäudebetreuung, Sozialwesen (ohne Heime) und das Gesundheitswesen. Nach der Pandemie setzte sowohl in Berlin als auch in Brandenburg eine Normalisierung ein. Die Wechselquoten in der Beherbergung und in der Gastronomie fielen sogar geringer aus als vor der Corona-Krise." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Women's Involuntary Part-Time Employment and Household Economic Security in Europe (2023)
Zitatform
Maestripieri, Lara (2023): Women's Involuntary Part-Time Employment and Household Economic Security in Europe. In: Feminist economics, Jg. 29, H. 4, S. 223-251. DOI:10.1080/13545701.2023.2251991
Abstract
"The rate of involuntary part-time work among women has increased sharply. Scholars have demonstrated its links with diminished career opportunities, deteriorated working conditions, and low pay at an individual level. However, less attention has been paid to the effects of these contracts on economic security at the household level. This article investigates to what extent women being in part-time work involuntarily hinders their household's ability to attain reasonable living standards and examines whether this would be any different if women were in part-time employment voluntarily. The results show that part-time work in itself does not necessarily constitute a threat to household economic security, but when it is involuntary, part-time employment jeopardizes a household's financial well-being. This occurs in countries that deregulated peripheral corners of their labor markets, or "dualized" countries such as Italy, Spain, and France, and fully liberalized countries, such as Switzerland and the United Kingdom." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market (2023)
Zitatform
Makarevich, Alex (2023): Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market. In: BJIR, Jg. 61, H. 3, S. 697-722. DOI:10.1111/bjir.12730
Abstract
"This study provides a comprehensive analysis of workplace gender segregation in non-standard employment in the United States. It compares segregation in standard and three non-standard work arrangements paying special attention to independent contracting – a segment of contingent employment representing novel and consequential developments in work organization. In line with the prediction that inequality is lower in more marketized sectors of the labour market, my analyses based on a representative sample of the contemporary US workforce reveal that workplace gender segregation is lower in non-standard employment. I further find that the degree of segregation corresponds to the degree of attachment to the employer and that segregation is lower in segments of the economy with higher market competition. Overall, my analyses indicate that a shift towards alternative work arrangements can reduce overall workplace segregation but does not lead to uniform desegregation across occupations, and that institutions of employment and market pressures faced by employers play significant roles in the effect of alternative work arrangements on workplace segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Informalization in gig food delivery in the UK: The case of hyper-flexible and precarious work (2023)
Zitatform
Mendonça, Pedro, Nadia K. Kougiannou & Ian Clark (2023): Informalization in gig food delivery in the UK: The case of hyper-flexible and precarious work. In: Industrial Relations, Jg. 62, H. 1, S. 60-77. DOI:10.1111/irel.12320
Abstract
"This article examines the process of informalization of work in platform food delivery work in the UK. Drawing on qualitative data, this article provides new analytical insight into what drives individual formal couriers to both supply and demand informalized sub-contracted gig work to undocumented migrants, and how a platform company enables informal work practices through permissive HR practices and technology. In doing so, this article shows how platform companies are enablers of informal labor markets and contribute to the expansion of hyper-precarious working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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A world of unstable jobs is far from the empirical trends displayed in the Irish labor market in the 21st century (2023)
Zitatform
Murphy, Caroline & Thomas Turner (2023): A world of unstable jobs is far from the empirical trends displayed in the Irish labor market in the 21st century. In: The Journal of Industrial Relations, Jg. 65, H. 5, S. 734-744. DOI:10.1177/00221856231193295
Abstract
"Labor market dynamics are complex, limiting the capacity for consensus on a singular phenomenon to account for patterns. In this paper, we present a range of broader empirical trends from the Irish labor market that suggests the possible impact of neoliberal-type policies in the Irish market has been counterbalanced by strong human capital and skills development, growth in higher level occupations and employment protection. Though precarious work is a feature of parts of the labor market, the theoretical assumptions underpinning precarious work we argue should not be extrapolated to explain changes in job stability in the labor market at large." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Self-employment and disability: the case of support for starting a business in Sweden (2023)
Zitatform
Norstedt, Maria & Per Germundsson (2023): Self-employment and disability. The case of support for starting a business in Sweden. In: Journal of Comparative Social Work, Jg. 18, H. 2, S. 154-179. DOI:10.31265/jcsw.v18i2.658
Abstract
"In many countries, self-employment has become a common strategy for achieving inclusion in the labor market. Studies show that the occurrence of self-employment depends not only on individual motives, but also on existing policies and support. In Sweden, labor market measures to include people with disabilities are primarily organized to achieve inclusion through traditional forms of employment, though one tool offered by the SwedishPublic Employment Service is Support to Start a Business. One part of this support is exclusive to people with disabilities. Although the Swedish Public Employment Service is responsible for this specific support, they collaborate with both external state-funded and non-profit actors who assess applicants’ business ideas. Drawing on the methodological approach of institutional ethnography, this article explores how the in-house frontline workers and external actors describe their professional roles, how they make decisions and what the chain of action looks like at multiple sites. Nine representatives from the various organizations that people can meet with when trying to start and run their own business have taken part in semi-structured interviews. The analysis identifies different institutional practices that overlap when people with disabilities apply for support to start their own business: one focusing on the efficient allocation of resources, and the other on the individual’s social and financial welfare by protecting the individuals these organizations meet with from risks connected to economy and health. These two practices reflect a long-standing conflict between control and support in objectives within both labor market policy and social work. This support of self-employment for people with disabilitiesis organized by actors who traditionally have not been studied in research on social work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Stepping Stone or Trap? Contextualising Precarity as a Sector and Age Phenomenon in the Greek Labour Market (2023)
Zitatform
Parsanoglou, Dimitris, Glykeria Stamatopoulou & Maria Symeonaki (2023): Stepping Stone or Trap? Contextualising Precarity as a Sector and Age Phenomenon in the Greek Labour Market. In: Young, Jg. 31, H. 2, S. 161-184. DOI:10.1177/11033088221139391
Abstract
"Precarity has been consolidated as a central concept in theoretical and political discussions around labour market(s) and labour relations and conditions. Moreover, it has strongly been linked with specific sociodemographic groups, prominently with youth. Both theory and empirical evidence have suggested that precarity functions as a necessary step towards integration in the labour market, as a kind of indispensable rite of passage to labour adulthood. Nevertheless, despite its resonance, precarity remains a fuzzy buzzword that needs to be further problematized and evidenced. Focusing on a specific case study, that of Greece, we try to unfold a two-fold approach: to define and measure precarious forms of labour at the level/scale of the labour market as a whole and to detect and disentangle the role of age in specific sectors of economic activity where precarious labour is more prominent than in others." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Frauen in vielen Branchen mehrfach benachteiligt (2023)
Pfahl, Svenja; Unrau, Eugen;Zitatform
Pfahl, Svenja & Eugen Unrau (2023): Frauen in vielen Branchen mehrfach benachteiligt. In: Gute Arbeit, Jg. 35, H. 10, S. 8-12.
Abstract
"Anhand wichtiger Indikatoren des WSI Gender-Daten-Portals liefert der WSI-Branchenreport erstmals eine Übersicht über den Stand der Gleichstellung in unterschiedlichen Branchen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Damit liegen amtliche und branchenspezifische Daten zu den Entgelt- und Arbeitszeitbedingungen von Frauen und Männern vor – für Analysen und als Handlungsauftrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The concept of 'total talent management': Strategic reorientation in the employment industry (2023)
Zitatform
Pongratz, Hans J. (2023): The concept of 'total talent management'. Strategic reorientation in the employment industry. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 30, H. 3, S. 35-56. DOI:10.5771/0943-2779-2023-3-35
Abstract
"Mit dem Konzept ‚Total Talent Management‘ (TTM) bieten große Zeitarbeitsfirmen die Integration ihrer Dienstleistungen für Zeitarbeit und Personalrekrutierung an. Sie haben diese weitreichende Vorstellung von flexibler Beschäftigung im Verbund mit Unternehmensberatungen und Software-Anbietern im Globalen Norden entwickelt. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die wissenssoziologische Diskursanalyse der kategorialen Konstruktionen dieses branchenspezifischen Narrativs zum Zusammenhang verschiedener Beschäftigungsformen. Er schließt damit an Studien zur arbeitspolitischen Deregulierung, zur Diversifizierung der Beschäftigungsindustrie und zur Digitalisierung der Personalvermittlung an. Die Ergebnisse belegen exemplarisch, wie sich die Beschäftigungsindustrie neu positioniert, indem sie Vorstellungen der Verfügbarkeit von Arbeitskraft erweitert und Unterschiede zwischen den Beschäftigungsformen nivelliert. Diese strategische Neuorientierung der privaten Intermediäre am Arbeitsmarkt verdient verstärkte Aufmerksamkeit in Forschung und Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How do Bureaucratic Budget Competition and Collective Bargaining Affect the Share of Temporary Employment? (2023)
Zitatform
Santoni, Michele (2023): How do Bureaucratic Budget Competition and Collective Bargaining Affect the Share of Temporary Employment? In: Journal of institutional and theoretical economics, Jg. 179, H. 2, S. 381-411. DOI:10.1628/jite-2023-0025
Abstract
"This paper will present a two-period model in which two bureau-union units, due to the presence of a tenured labour constraint, negotiate sequentially over employment and wages, under the hypotheses that the bureaus maximise output and the sponsor can commit itself to an overall budget. The paper will show that, when both tenured and temporary workers are essential in production, the extent and strength of collective bargaining power of unionised permanent workers, jointly with bureaucratic strategic incentives in budget competition, will determine a suboptimal allocation of inputs. As a result, strategic over-hiring of permanent workers may emerge in symmetric equilibrium." (Author's abstract, IAB-Doku, © Mohr Siebeck) ((en))
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Literaturhinweis
Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz (2023)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2023): Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2023), Mainz, 8 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief zeigt auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels die Verbreitung atypischer Beschäftigung in den Betrieben und unter den Beschäftigten seit dem Jahr 2013 in RheinlandPfalz auf. Zusätzlich wird für verschiedene Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Im Verlauf der letzten 10 Jahre erweisen sich dabei die Anteile der Betriebe, welche auf die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung zurückgriffen, als auch die Anteile der Beschäftigten, die in diesen Beschäftigungstypen angestellt waren, als vergleichsweise konstant. Eine Ausnahme bildet die Beschäftigung im Midi-Job-Bereich. Hier kann in den letzten beiden Jahren aufgrund der angehobenen Verdienstobergrenze eine deutliche Zunahme beobachtet werden. Dennoch fällt deren Stellenwert weit hinter dem der Beschäftigung in Teilzeit zurück. Im Durchschnitt über die letzten 10 Jahre war ein Drittel aller Beschäftigten in Rheinland-Pfalz auf Teilzeitbasis angestellt. Ebenso ist zu erwähnen, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse unter Frauen verbreiteter sind als unter Männern. Wenngleich seit 2013 der Frauenanteil unter den Beschäftigten in den verschiedenen atypischen Beschäftigungstypen abgenommen hat, waren dennoch im Jahr 2022 zwei Drittel aller beschäftigten Frauen und nur ein Viertel aller beschäftigten Männer entweder in Teilzeit, im Midi-Job-Bereich oder befristet angestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Causal Misperceptions of the Part-Time Pay Gap (2023)
Zitatform
Schrenker, Annekatrin (2023): Causal Misperceptions of the Part-Time Pay Gap. (DIW-Diskussionspapiere 2031), Berlin, 54 S.
Abstract
"This paper studies if workers infer from correlation about causal effects in the context of the part-time wage penalty. Differences in hourly pay between full-time and part-time workers are strongly driven by worker selection and systematic sorting. Ignoring these selection effects can lead to biased expectations about the consequences of working part-time on wages (’selection neglect bias’). Based on representative survey data from Germany, I document substantial misperceptions of the part-time wage gap. Workers strongly overestimate how much part-time workers in their occupation earn per hour, whereas they are approximately informed of mean full-time wage rates. Consistent with selection neglect, those who perceive large hourly pay differences between full-time and part-time workers also predict large changes in hourly wages when a given worker switches between full-time and part-time employment. Causal analyses using a survey experiment reveal that providing information about the raw part-time pay gap increases expectations about the full-time wage premium by factor 1.7, suggesting that individuals draw causal conclusions from observed correlations. De-biasing respondents by informing them about the influence of worker characteristics on observed pay gaps mitigates selection neglect. Subjective beliefs about the part-time/full-time wage gap are predictive of planned and actual transitions between full-time and part-time employment, necessitating the prevention of causal misperceptions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitszeitpotenziale bei geringfügig Beschäftigten (2023)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2023): Arbeitszeitpotenziale bei geringfügig Beschäftigten. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,60), Köln, 3 S.
Abstract
"Ein häufig vorgebrachter Kritikpunkt an der geringfügigen Beschäftigung ist, dass Beschäftigte zu wenige Anreize haben, in Beschäftigungsverhältnisse mit längerer Arbeitszeit zu wechseln. Dies ist jedoch im Wesentlichen nur für die Teilgruppe der Hausfrauen und männer ein Problem. Die meisten Minijobber streben keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The puzzles of daily life: The temporal orders of families when parents have non-standard work schedules (2023)
Zitatform
Siippainen, Anna, Johanna Närvi & Maarit Alasuutari (2023): The puzzles of daily life: The temporal orders of families when parents have non-standard work schedules. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 32, H. 3, S. 291-305. DOI:10.1111/ijsw.12576
Abstract
"This article investigates the temporal orders of families as the daily rhythms and schedules when one or both parents work non-standard hours. Our focus is especially on the often asynchronous times of non-standard work, on one hand, and of early childhood education and care (ECEC) services and other institutions, on the other hand. The data consist of semi-structured qualitative interviews of Finnish parents with a four-year-old child. The results show that the asynchronous times generated by non-standard working hours cause a wide range of collisions both in relation to childcare and ECEC and to the division of labour between parents. The parents are ‘wrestling’, not only because of the asynchrony of their own work but also because of the ‘pedagogical rhythm’ created by ECEC professionals. However, the parents also find ways to manage time, facilitated by workplace flexibility or spousal negotiations over the sharing of responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility (2023)
Siöland, Linus; Aouati, Olivia; Hassan, Emmanuel; Viñuales, Clara; Markowska, Agnieszka; Gasperini, Michela; Geraci, Matthew;Zitatform
Siöland, Linus, Emmanuel Hassan, Matthew Geraci, Michela Gasperini, Clara Viñuales, Agnieszka Markowska & Olivia Aouati (2023): Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility. Luxemburg, 51 S. DOI:10.2767/093005
Abstract
"Mobile seasonal workers play an important role in the European labor market by increasing the supply of labor in times of the year when there is more work than the domestic market can supply workers for. This allows sectors that are marked by strong seasonality – notably agriculture, hospitality and tourism – to bolster their staff with workers from another country if they are not able to allocate all their work using only domestic applicants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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'It was doing my head in': Low-paid multiple employment and zero hours work (2023)
Zitatform
Smith, Andrew & Jo McBride (2023): 'It was doing my head in': Low-paid multiple employment and zero hours work. In: BJIR, Jg. 61, H. 1, S. 3-23. DOI:10.1111/bjir.12689
Abstract
"This article explores the lived experiences and working time complexities of low-paid workers in legitimate multiple employment and zero hours work. Based on detailed qualitative research, these workers have 2, 3, 4, 5 and even 7 different jobs out of necessity due to low-pay, unpredictable working hours and employment precarity. The research reveals that workers need to be available for (potential) work at any point but may not actually be offered any hours, which we argue constitutes unremunerated labour time. The findings highlight a densification of working time with zero hours work as employers maximize productive effort into specifically numbered, demarcated and minimized working hours, which tightens the porosity of labour. There is a dual fragmentation and individualization of employment, as these workers traverse multiple, expansive, complex and dynamic temporalities of work. This study identifies new economic and temporal indeterminacies of labour, which fundamentally transform the employment relationship and wage-effort bargain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The brave new world of unstable jobs hiding in plain sight: A reply to Murphy and Turner (2023)
Zitatform
St-Denis, Xavier (2023): The brave new world of unstable jobs hiding in plain sight: A reply to Murphy and Turner. In: The Journal of Industrial Relations, Jg. 65, H. 5, S. 717-733. DOI:10.1177/00221856231191259
Abstract
"The article Employment stability and decent work published in the Journal of Industrial Relations by Murphy and Turner presents evidence forming the basis of a claim that job instability has not increased in Ireland between 1998 and 2021. This contrasts with a rich literature in industrial relations and the sociology of work and organizations, which documents the fundamental transformation of employment relationships since the 1990s toward greater insecurity. In this response paper, I question the empirical foundations of Murphy and Turner's claims. Analyzing the same data set used in their study, I provide clear evidence that an increase in job instability consistent with the precarious work literature has been hiding in plain sight. I also engage with their efforts at theorizing the nature of the recent transformation of employment relationships in Ireland specifically, and in Liberal Market Economies more broadly. In doing so, I suggest research avenues that go beyond a polarized debate in whether or not job instability has increased in order to contribute to a more complex understanding of contemporary changes in career trajectories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Jobunsicherheit: Frauen fühlen sich durch Befristungen deutlich stärker belastet als Männer (2023)
Zitatform
Teichler, Nils & Brigitte Schels (2023): Jobunsicherheit: Frauen fühlen sich durch Befristungen deutlich stärker belastet als Männer. In: IAB-Forum H. 25.09.2023. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230925.01
Abstract
"Jobunsicherheit und befristete Beschäftigung im Speziellen gehen für Erwerbstätige mit spürbaren Sorgen um den Arbeitsplatz einher und mindern die Lebenszufriedenheit. Allerdings machen sich weibliche Beschäftigte deutlich größere Sorgen um den Arbeitsplatz als männliche, wenn sie befristet beschäftigt sind. Der berufliche Status macht demgegenüber kaum einen Unterschied für die Lebenszufriedenheit, wenn der eigene Arbeitsplatz als unsicher erlebt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends (2023)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Marie Lena Muschik (2023): Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends. (IAB-Forschungsbericht 01/2023), Nürnberg, 28 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2301
Abstract
"Der Beitrag geht auf Basis von Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamts den jüngeren Entwicklungstrends bei verschiedenen Erwerbsformen (z. B. Selbständigkeit, Beschäftigung in Vollzeit, Teilzeitbeschäftigung oder befristete Beschäftigung) nach und zeigt auf, ob und inwieweit sich frühere Trends fortgesetzt haben, ob und inwieweit sich sektorale oder soziodemografische Strukturmerkmale der Erwerbsformen über die Zeit verändert haben und welche darüber hinaus gehenden neueren Entwicklungen zu beobachten sind. Flexible oder atypische Erwerbsformen erfüllen viele Funktionen. Sie dienen auf betrieblicher Seite der Anpassungsflexibilität des Personaleinsatzes und können auf der Beschäftigtenseite Erwerbs- und Lebenspräferenzen, etwa der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rechnung tragen. Der Anteil der sogenannten Normalarbeitsverhältnisse an der Erwerbsbevölkerung, also unbefristeter Beschäftigungen in Vollzeit bzw. nahe der Vollzeit außerhalb der Zeitarbeitsbranche, veränderte sich mit Werten etwa um die 45 Prozent zwischen 1991 und 2019 quantitativ kaum. Nach einem Rückgang in den 1990er Jahren und den 2000er Jahren gewann das Normalarbeitsverhältnis in den 2010er Jahren wieder leicht an Bedeutung. Betrachtet man dagegen die davon abweichenden Erwerbs- und Beschäftigungsformen, so verzeichnen diese seit 1991 einen klaren Aufwärtstrend. Ihr Aufwuchs speiste sich rein rechnerisch überwiegend aus einem Rückgang der Nichterwerbstätigkeit. Vergleicht man die Entwicklung der Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnaher Beschäftigung mit derjenigen der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung und der geringfügigen Beschäftigung, so zeigt sich in den letzten drei Dekaden ein eindeutiges Bild. Die Beschäftigungsformen mit kürzerer Arbeitszeit haben deutlich an Bedeutung gewonnen. Betrachtet man die letzten zehn Jahre, ist die Tendenz nicht mehr ganz so klar. Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnahe Beschäftigung blieb zwischen 2009 und 2019 relativ stabil, die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung legte weiter zu und die geringfügige Beschäftigung ging zurück. Dabei fällt auf, dass letztere vor allem seit 2015 an Boden verlor – also mit und nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Längerfristig betrachtet haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit zugenommen. Jedoch verlor die befristete Beschäftigung im Zuge des Arbeitsmarktaufschwungs in den Zehnerjahren wieder etwas an Bedeutung, während es bei der Leiharbeit zwar tendenziell weiter aufwärts ging, dies aber mit einem markanten Auf und Ab je nach konjunktureller Lage. Beiden Beschäftigungsformen ist gemein, dass sie während der Corona-Krise unter Druck geraten sind. Abgesehen von der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung gilt dies auch für die anderen vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungs- und Erwerbsformen, insbesondere im ersten Jahr der Pandemie. Die Zahl der Selbständigen (ohne mithelfende Familienangehörige) legte in den letzten drei Dekaden tendenziell zu. Ihr Erwerbstätigenanteil stieg von 8,0 auf 9,1 Prozent. Der Anstieg entfiel aber vor allem auf den Zeitraum bis 2009. Seitdem ist die Selbständigenquote tendenziell rückläufig. Während der Erwerbstätigenanteil der „Selbständigen mit Beschäftigten“ in der längeren Frist relativ stabil war und zwischen 1991 und 2019 lediglich um 0,2 Prozentpunkte von 4,4 auf 4,2 Prozent abnahm, legte der Anteil der Solo-Selbständigen in diesem Zeitraum um 1,3 Prozentpunkte von 3,6 auf 4,9 Prozent vergleichsweise kräftig zu. Die künftige Entwicklung dürfte durch eine ganze Reihe von teils gegenläufig wirkenden Faktoren geprägt sein. Sie reichen von wirtschaftsstrukturellen Veränderungen über Verschiebungen von individuellen Präferenzen und personalpolitischen Dispositionen, einer sich verändernden Marktmacht zwischen Betrieben und Beschäftigten bis hin zu möglichen institutionellen Reformen. Fakt ist, dass die Zusammensetzung der Erwerbsformen bis Mitte der Nullerjahre immer heterogener wurde. Seitdem hat sich dieser Trend aber nicht in gleichem Maße fortgesetzt. Im Gegenteil, zuletzt zeigte sich eine gewisse Stabilität und sogar ein leichter Anstieg dessen, was lange als Standard oder als „normal“ galt. Ein hohes Maß an Heterogenität in der strukturellen Zusammensetzung der Erwerbsformen dürfte auch in absehbarer Zukunft fortbestehen. Zugleich könnten individuelle Erwerbsbiografien künftig stärker als bisher durch Wechsel zwischen Erwerbsformen geprägt sein. Für bestimmte Phasen des Erwerbslebens könnten sich mehr als bisher verschiedene Beschäftigungs- und Erwerbsformen herauskristallisieren, auch da immer mehr Menschen mit gefragten Qualifikationen ein hohes Maß an Marktmacht erlangen und hierdurch ihre Wünsche und Bedarfe leichter realisieren können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mothers' nonstandard work schedules and children's behavior problems: Divergent patterns by maternal education (2023)
Zitatform
Wang, Jia (2023): Mothers' nonstandard work schedules and children's behavior problems: Divergent patterns by maternal education. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 84. DOI:10.1016/j.rssm.2023.100784
Abstract
"Increasing evidence has demonstrated that nonstandard work schedules are more prevalent among the less-educated population, and mothers' nonstandard work schedules have adverse influences on children's development. Yet, we have known relatively little about how such impacts differ across the educational distribution. Using data from the Future of Families and Child Wellbeing Study, random and fixed effects regression results revealed a general “pattern of disadvantage” in the sense that detrimental influences of mothers regularly working nonstandard schedules on children's behavior were concentrated among those born to mothers without high school education, a “truly disadvantaged” group in the contemporary United States. In addition, regular nonstandard schedules appeared to play a mixed role in the behavioral development of children who had college-educated mothers, depending on the specific type of nonstandard schedule. These findings suggest that children born to the least-educated mothers experience compounded disadvantages that may reinforce the intergenerational transmission of disadvantages and also illustrate that negative implications of nonstandard work schedules for child wellbeing may extend to the more advantaged group." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 Elsevier) ((en))
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Study supporting the evaluation of the Quality Framework for Traineeships: Final report VC/2021/0654 (2023)
Abstract
"The overall purpose of this study is to support the European Commission in its 2022 evaluation of the 2014 Council Recommendation on a Quality Framework for Traineeships (QFT). Eight years on from the introduction of the QFT, the evaluation provides an opportunity to assess the impact of its implementation and explore whether any adaptations or adjustments are required. The review of the QFT was defined as an action in the European Pillar of Social Rights Action Plan, adopted at the Porto Summit in March 2021. The study supporting the evaluation aims specifically to: establish what works and what does not work (and why) in terms of adequate QFT implementation; describe the current situation in terms of traineeships across the EU and the main developments since 2014; assess the extent to which the 2014 Council Recommendation on the QFT is effective, efficient, coherent, brings EU added value and is relevant to current needs. The scope of the evaluation is the EU in its present composition of 27 Member States. The time span covered is the period from Q4 2014 to Q4 2021. The study focuses on open market traineeships (OMTs) and those that fall under Active Labour Market Policies (ALMPs), thereby excluding work experience placements that are part of curricula of formal education or vocational education and training; and traineeships regulated under national law and whose completion is a mandatory requirement to access a specific profession (e.g., medicine, architecture, etc.)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Pläne der Bundesregierung zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (Drucksache 20/6164) (2023)
Zitatform
(2023): Pläne der Bundesregierung zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (Drucksache 20/6164). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/6561 (23.04.2023)), 11 S.
Abstract
"Die Bundesregierung antwortet auf die kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zu den Plänen der Bundesregierung zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Insbesondere die Eckpunkte, Positionierungen und Ziele der Bundesregierung der avisierten Novellierung des WissZeitVG waren den Fragestellenden wichtig." (IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten … und der Fraktion DIE LINKE (2023)
Zitatform
(2023): Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten … und der Fraktion DIE LINKE. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/7878 (27.07.2023)), Berlin, 12 S., Tabellenanhang.
Abstract
"Vorbemerkung der Fragesteller: Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Debatte um die Vier-Tage-Woche lohnt es sich nach Ansicht der Fragestellenden, sich ein genaueres Bild über die Entwicklung und den Status quo von sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeit in Deutschland zu machen. Denn während die einen über ausreichend Einkommen verfügen, um sich bereits jetzt den Wunsch nach weniger Erwerbsarbeit erfüllen zu können, müssen andere zu diesem Mittel greifen, um ihre Gesundheit zu schützen oder Angehörige zu pflegen bzw. Kinder zu betreuen. Wieder andere haben gar keine Aussicht auf eine adäquate Vollzeitstelle und arbeiten unfreiwillig in Teilzeit. Die Fragestellenden möchten sich mit der Kleinen Anfrage ein Bild über Entwicklung und Ist-Stand von Teilzeitbeschäftigung in Deutschland machen." (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
Literaturhinweis
Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft (2023)
Zitatform
(2023): Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft. (Kurzinfo / Bundesagentur für Arbeit März 2023), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"In der Landwirtschaft treten regelmäßig jahreszeitlich bedingte Arbeitsspitzen auf, die bspw. durch zusätzliche Erntehelferinnen und Erntehelfer abgefedert werden. Bei solchen Beschäftigungsverhältnissen wird im Allgemeinen von Saisonbeschäftigung gesprochen. Allerdings kann die vertragliche Ausgestaltung einer solchen Saisonbeschäftigung sehr unterschiedlich sein. Wichtiges Kennzeichen ist eine im Vertrag festgelegte Befristung. Eine einheitliche Abgrenzung dieser Beschäftigungsform ist nicht möglich. Darüber hinaus gelten für Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter aus dem Ausland gesonderte Regelungen bezüglich der Meldepflicht zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Link zur aktuellen Version, ältere Fassungen online nicht mehr verfügbar. -
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Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations (2022)
Zitatform
Albrecht, Clara, Yvonne Giesing & Britta Rude (2022): Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations. In: CESifo forum, Jg. 23, H. 3, S. 8-14.
Abstract
"Germany is the main receiving country of posted workers in the European Union. In 2020, 16.9 percent of all postings from EU countries (around 0.4 out of 2.4 million) had Germany as a destination country (European Commission 2022). Figure 1 shows that the number of registered postings in Germany increased significantly over time, by 51 percent between 2012 and 2019, even though other EU countries recorded a much larger increase during the same period (e.g., Austria by 319 percent, Spain by 284 percent).1 There could be several reasons for this, related to a stricter enforcement of the rules, an increase in the awareness of the rules, the increasing digitalization, or an actual increase in postings across the European Union due to an increase in the import of services. There was a drop in the number of postings to Germany from 2019 to 2020. While there were 505,737 postings in 2019, this number decreased to 410,908 in 2020 due to the Covid-19 pandemic. To assess the magnitude of postings to Germany, a comparison of the overall work force seems informative (Figure 2). Postings to Germany with 410,908 represented 0.99 percent of the overall German work force (41.17 million) in 2020.2 Interestingly, compared to other EU countries workers posted to Germany do not loom large, considering the size of the German labor force. The shares of posted workers compared to the country’s labor force are significantly higher, e. g., in Austria, Belgium and Switzerland with shares as high as around 4 percent. Due * We thank Frederic De Wispelaere for helpful comments and revisions and Jennifer Steigmeier for her valuable assistance. 1 Mainly due to the high increase of the number of PDs A1 issued under Art. 12 by Germany. 2 Though, it must be noted that some workers are posted several times per year which could lead to an overestimation of the share. to the Covid-19 pandemic and the related restrictions on cross-border travel, shares for 2020 dropped in most countries." (Textauszug, IAB-Doku)
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Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf: gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? (2022)
Zitatform
Allmendinger, Jutta, Kerstin Jahn, Markus Promberger, Brigitte Schels & Stefan Stuth (2022): Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf. Gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? In: Rosenke, Werena (Hrsg.) (2022): Alles rund ums Wohnen und Nicht-Wohnen, S. 9-36.
Abstract
"Prekäre Beschäftigung und unsichere Haushaltslagen im Lebensverlauf: Gibt es in Deutschland ein verfestigtes Prekariat? Vor dem Hintergrund des Strukturwandels der Erwerbsarbeit in den letzten Jahrzehnten sind die Begriffe Prekariat und Prekarität nach wie vor Gegenstand aktueller Debatten. Prekäre Beschäftigung scheint in Deutschland alltäglich geworden, jedoch in sozialer Hinsicht problematisch geblieben zu sein. Für den statistischen Nachweis und die Größenbestimmung eines Prekariats, verstanden als zeitlich stabile soziale Gruppe, deren Angehörige dauerhaft wenig Chancen auf Besserung ihrer Lage haben, fehlten in Deutschland bisher jedoch Längsschnittstudien. Erschwert wird die wissenschaftliche Befundlage überdies dadurch, dass prekäre Beschäftigung und prekäre Haushaltslagen bisher meist getrennt voneinander analysiert wurden. Der Beitrag untersucht die Frage, ob sich in Deutschland tatsächlich ein verfestigtes Prekariat herausgebildet hat, indem sowohl Beschäftigungs- als auch Haushaltsverläufe mithilfe einer Typisierung durch Sequenzclusteranalysen einbezogen werden. Grundlage ist das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) in zwei Zehnjahresperioden von 1993 bis 2012; rund 10?000 befragte Erwerbspersonen werden über eine komplexe Indexbildung auf den Grad der Prekarität untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa ein Achtel der deutschen Erwerbsbevölkerung dauerhaft prekär beschäftigt ist und auch im Haushaltskontext unter prekären Umständen lebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
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Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von Männern: Zur beruflichen Strukturierung von Übergängen und Konsequenzen (2022)
Zitatform
Althaber, Agnieszka (2022): Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von Männern. Zur beruflichen Strukturierung von Übergängen und Konsequenzen. Leverkusen: Budrich, 313 S. DOI:10.3224/96665046
Abstract
"In den jüngeren Generationen wünschen sich Männer zunehmend ein neues männliches Rollenmodell und mehr Zeit für nicht-erwerbsbezogene Lebensbereiche. Auch wenn die Teilzeitarbeit von Männern im Laufe der letzten 30 Jahre angestiegen ist, so besteht nach wie vor eine erhebliche Lücke in der Nutzung von Teilzeitarbeit zwischen Männern und Frauen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich dieses Buch gezielt mit der Frage, welche strukturellen Barrieren für die Teilzeitbeschäftigung von Männern auf der Ebene von Berufen bestehen. Ausgehend von der Lebensverlaufsperspektive werden die Übergänge von Vollzeit- in Teilzeitbeschäftigung, der Wechsel aus Teilzeit- in Vollzeittätigkeiten sowie die Nachteile durch Teilzeitarbeit beim Aufstieg in eine Leitungsposition untersucht. Als strukturelle Einflussfaktoren werden die berufliche Geschlechtersegregation und berufliche Arbeitszeitarrangements in den Blick genommen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Budrich)
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The labour market impact of robotisation in Europe (2022)
Antón, José-Ignacio ; Klenert, David ; Alaveras, Georgios; Fernández-Macías, Enrique ; Urzì Brancati, Maria Cesira ;Zitatform
Antón, José-Ignacio, David Klenert, Enrique Fernández-Macías, Maria Cesira Urzì Brancati & Georgios Alaveras (2022): The labour market impact of robotisation in Europe. In: European journal of industrial relations, Jg. 28, H. 3, S. 317-339. DOI:10.1177/09596801211070801
Abstract
"This paper explores the impact of robot adoption on European regional labour markets between 1995 and 2015. Specifically, we look at the effect of the usage of industrial robots on jobs and employment structures across European regions. Our estimates suggest that the effect of robots on employment tends to be mostly small and negative during the period 1995–2005 and positive during the period 2005–2015 for the majority of model specifications. Regarding the effects on employment structures, we find some evidence of a mildly polarising effect in the first period, but this finding depends to some extent on the model specifications. In sum, this paper shows that the impact of robots on European labour markets in the last couple of decades has been ambiguous and is not robust. The strength and even the sign of this effect are sensitive to the specifications, as well as to the countries and periods analysed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exuberant Proclivity toward Non-Standard Employment: Evidence from Linked Employer–Employee Data (2022)
Zitatform
Arrighetti, Alessandro, Eleonora Bartoloni, Fabio Landini & Chiara Pollio (2022): Exuberant Proclivity toward Non-Standard Employment: Evidence from Linked Employer–Employee Data. In: ILR review, Jg. 75, H. 4, S. 1024-1053. DOI:10.1177/00197939211009515
Abstract
"In most industrialized countries, temporary and non-standard forms of employment have become a pervasive feature of the labor market. At the firm level, however, their diffusion is less uniform than expected. While some firms exhibit high propensity to use non-standard labor, others make no use of it. The most conventional explanations (market uncertainty, production regimes, competitive pressure) fail to account for such heterogeneity. In this article, the authors develop an alternative explanation that links non-standard employment to the firm-specific availability of managerial resources: Whenever the latter are relatively scarce, firms make larger use of non-standard labor to reduce coordination and operating costs. Using a linked employer-employee panel of manufacturing firms from the Emilia-Romagna region (Italy), the authors provide empirical support for this explanation. The result is robust to different estimation strategies and controlling for alternative drivers of non-standard employment. This finding suggests that the use of non-standard labor is motivated by the firm’s needs to compensate for specific managerial scarcities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unstable jobs and time out of work: evidence from the UK (2022)
Zitatform
Avram, Silvia (2022): Unstable jobs and time out of work: evidence from the UK. In: Socio-economic review, Jg. 20, H. 3, S. 1151-1171. DOI:10.1093/ser/mwac013
Abstract
"This article tests the hypothesis that unstable jobs with variable hours or pay enhance the job-finding chances of the working-age non-employed in the UK, by using a combination of the UK Household Longitudinal Study and the Labour Force Survey data and a discrete time model. We find no evidence on the share of unstable jobs in the non-employed person’s local labour market impacts on the probability to move into employment. This result holds both for men and women and for groups with low employability such as the low educated and the long-term unemployed. It is robust to alternative ways of defining unstable jobs and to the inclusion of unobserved heterogeneity. Overall, findings cast doubt on the importance of unstable jobs for employment creation in the UK." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung (2022)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Fernanda Martínez-Flores & Christian Rulff (2022): Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung. (RWI-Materialien 153), Essen, 42 S.
Abstract
"Die Lohnlücke zwischen Personen, die innerhalb und außerhalb der Zeitarbeit beschäftigt sind, wird in Deutschland auf Grundlage verschiedener Datensätze berechnet, was teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt. Der vorliegende Artikel untersucht die Lohnlücke in der Zeitarbeit daher anhand zweier Datensätze, den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit und der Verdienststrukturerhebung (VSE) des Statistischen Bundesamtes. Hierzu werden zunächst die Statistiken, die auf Basis dieser zwei Datenquellen veröffentlicht werden, miteinander verglichen, und es wird auf mögliche Ursachen für Unterschiede in der Lohnlücke eingegangen. Im Hauptteil der Analyse wird die Lohnlücke auf Basis der Mikrodatensätze mithilfe verschiedener ökonometrischer Verfahren analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass beim Vergleich von öffentlichen Statistiken auf eine Vergleichbarkeit der zugrundeliegenden Stichprobe geachtet werden sollte. Die Lohnlücke bei den Monatslöhnen ist bei Verwendung von IEB-Daten etwas größer als bei VSE-Daten, was auf Unterschiede in der Zusammensetzung der Stichprobe zurückzuführen ist. Die ökonometrische Analyse der Monatslöhne ergibt für beide Datensätze, dass die bereinigte Lohnlücke deutlich geringer ausfällt als die unbereinigte Lohnlücke. Eine zusätzliche Analyse der Stundenlöhne auf Grundlage der VSE zeigt, dass die bereinigte Lohnlücke nahe null liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitszeit eine wichtige Rolle für die Lohnlücke spielt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Matching it up: non-standard work and job satisfaction (2022)
Zitatform
Bech, Katarzyna, Magdalena Smyk, Lucas van der Velde & Joanna Tyrowicz (2022): Matching it up: non-standard work and job satisfaction. (GRAPE working paper / Group for Research in Applied Economics 72), Warszawa, 37 S.
Abstract
"We leverage the flexibility enactment theory to study the link between working arrangements and job satisfaction. We propose that this link is moderated by individual inclination to non-standard working arrangements. Thus, we provide novel insights on the (mis)match between preferred and actual working arrangements. We apply this approach to data from the European Working Conditions Survey and empirically characterize the extent of mismatch in working arrangements across European countries. We shed new light on several phenomena. First, the extent of mismatch is substantial and reallocating workers between jobs could substantially boost overall job satisfaction in European countries. Second, the mismatch more frequently affects women and parents. Finally, we demonstrate that the extent of mismatch differs across European countries, which hints that one-size-fits-all policies, whether they deregulate or curb non-standard arrangements, are not likely to maximize the happiness of workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reform der Mini- und Midijobs: Verschärft die Ampel-Koalition die Teilzeitfalle? (2022)
Blömer, Maximilian Joseph; Consiglio, Valentina;Zitatform
Blömer, Maximilian Joseph & Valentina Consiglio (2022): Reform der Mini- und Midijobs: Verschärft die Ampel-Koalition die Teilzeitfalle? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. 4, S. 12-18.
Abstract
"Die Simulation der Beschäftigungswirkungen der von der Ampel-Regierung geplanten Reformen im Bereich der Mini- und Midijobs sowie ausgewählter steuerlicher Entlastungen zeigt, dass unterm Strich positive Arbeitsangebotseffekte, vor allem in der generellen Arbeitsmarktpartizipation, zu erwarten sind. Mit Blick auf die Veränderungen der Arbeitszeit sind die Effekte allerdings lediglich für Männer positiv. Für Frauen ist durch die Ausweitung der Minijob-Verdienstgrenze und der Midijob-Gleitzone mit einer Reduktion des Arbeitsangebots um 22 000 Vollzeitäquivalente zu rechnen, und selbst unter Berücksichtigung der positiven Beschäftigungswirkungen der zusätzlich vorgesehenen Steuerentlastungen ergeben sich noch negative Effekte für Frauen (– 7 000 VZÄ). Die Betrachtung der Beschäftigungswirkung nach Stundenkategorien macht deutlich, dass Minijobs und Teilzeitbeschäftigung durch die Reform insbesondere für Frauen noch attraktiver werden. Dies bedeutet, dass die Teilzeitfalle durch die von den Ampel-Koalitionär*innen vorgesehenen Reformen nicht begrenzt werden kann. Ganz im Gegenteil ist damit zu rechnen, dass sie durch deren Umsetzung sogar noch weiter verschärft wird. Ein zentraler Grund dafür ist, dass die Ampel-Koalition die Fehlanreize des Ehegattensplittings – die mehrheitlich Frauen und Mütter als Zweitverdienerinnen betreffen – in ihrem Regierungsprogramm nicht im Kern angeht. Anders gesagt: Da sich die Zweitverdienerfalle insbesondere aus der Kombination des Ehegattensplittings und der für Arbeitnehmer*innen steuer- und abgabenfreien Minijobs ergibt, trägt eine effektive Anhebung der Minijobgrenze unmittelbar zu ihrer Ausweitung bei. Auch die kleine Verbesserung beim Übergang von Mini- in Midijobs kann dies nicht mildern. Zudem könnte die geplante Kopplung der Mini- und Midijob-Verdienstgrenze speziell an den Mindestlohn die Teilzeitfalle in Zukunft sogar stärker verankern. Insgesamt wird das erklärte Ziel der Ampel-Koalition, die Verdrängung von regulären Arbeitsverhältnissen durch Minijobs sowie die Teilzeitfalle insbesondere für Frauen zu verhindern, vor dem Hintergrund der angebotsseitigen Beschäftigungswirkungen mit den bisherigen Reformelementen verfehlt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristungen bei Neueinstellungen 2021: Stand: 12. Mai 2022 (2022)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen, Alexander Kubis, Benjamin Küfner & Martin Popp (2022): Befristungen bei Neueinstellungen 2021. Stand: 12. Mai 2022. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Diskrepanz zwischen dem Anteil befristeter Neueinstellungen und dem Befristungsanteil aller Beschäftigter zeigt, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse in nennenswertem Ausmaß in unbefristete Arbeitsverträge umgewandelt werden (Müller et al. 2017: 55). Bedingt durch die COVID19-Pandemie sank 2020 der Anteil an Umwandlungen in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse (Hohendanner 2021). Auch der Anteil befristeter Neueinstellungen stieg gegenüber dem Vorjahr 2019 leicht auf 34 Prozent. Aktuell liegt der Anteil mit 32 Prozent im Jahr 2021 nun jedoch wieder fast auf dem Vorkrisen-Niveau. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich der vor der COVID-19-Pandemie beobachtete Trend eines Rückgangs befristeter Neueinstellungen fortsetzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Reform der geringfügigen Beschäftigung: Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung am 7.2.2022 (2022)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Torsten Lietzmann, Ulrich Walwei & Jürgen Wiemers (2022): Reform der geringfügigen Beschäftigung. Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung am 7.2.2022. (IAB-Stellungnahme 02/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2202
Abstract
"Mit dem Zweiten Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung plant die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag hierzu getroffenen Vereinbarungen umzusetzen. So soll im Zuge der Anpassung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde die Entgeltgrenze für Minijobs von derzeit 450 Euro auf 520 Euro angehoben und dynamisiert werden. Die Midijob-Grenze soll von derzeit 1.300 auf 1.600 Euro angehoben werden, um Geringverdienende zu entlasten. Zugleich soll verhindert werden, dass Minijobs als Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse missbraucht oder zur Teilzeitfalle insbesondere für Frauen werden. Die IAB-Stellungnahme beinhaltet eine grundsätzliche Einschätzung des Minijob-Arrangements und geht anschließend auf die einzelnen Teile des Referentenentwurfs ein: Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen könnte eine Reform zum Abbau statt zur Ausweitung der Minijobs begründet werden, da sie mit zahlreichen Nachteilen für Beschäftigte verbunden sind. Eine Neuregelung sollte eher darauf abzielen, dass sich die geringfügige Beschäftigung auf diejenigen konzentriert, für die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ohnehin vergleichsweise geringe Vorteile bringen würde (wie Schülerinnen und Schüler, Studierende, Rentnerinnen und Rentner). Insgesamt erscheine es daher fraglich, ob die Reformziele erreicht würden: Durch die Reform würden Beschäftigungsverhältnisse im unteren Teilzeitbereich und insbesondere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse im Vergleich zum Status quo attraktiver. Mit der Koppelung der Minijob-Grenze an die Entwicklung des Mindestlohns wird die geringfügige Beschäftigung gestärkt und es bleiben die mit dem Minijob-Arrangement verbundenen Probleme erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bruckmeier, Kerstin ; Wiemers, Jürgen ; Walwei, Ulrich ; Lietzmann, Torsten ; -
Literaturhinweis
Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG): Endbericht zum Forschungsvorhaben (2022)
Brändle, Tobias ; Rahner, Lea; Dubiel, Christian; Riester, Alexandra; Fischer, Lennart; Kalweit, René; Koch, Andreas ; Schatz, Henning; König, Tobias ; Schütz, Holger ; Späth, Jochen ; Lawrenz, Christiane; Schatz, Henning; Reiner, Marcel; Krempl, Maria; Kutz, Vico; Bellmann, Lutz ; Heinevetter, Simon;Zitatform
Brändle, Tobias, René Kalweit, Tobias König, Marcel Reiner, Holger Schütz & Jochen Späth (2022): Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Endbericht zum Forschungsvorhaben. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 614), Berlin, 439 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht dokumentiert die Ergebnisse der Evaluation des zum April 2017 weiterentwickelten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Die Evaluation des Gesetzes hatte zum Ziel Umsetzung und Wirksamkeit der damaligen Neuregelungen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten und Methoden zu untersuchen. Dabei lag der Schwerpunkt der Untersuchung auf dem mit der Gesetzesreform verfolgten Ziel, die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion zu fokussieren. Gleichzeitig sollten das Grundprinzip "Faire Bezahlung für gute Arbeit" und die Sozialpartnerschaft in Deutschland gestärkt werden. Im Fokus der Untersuchung standen hierbei die Neuregelungen zur Überlassungshöchstdauer sowie die Regelungen zu Equal Pay und den Abweichungsmöglichkeiten hiervon. Ebenfalls umfassend betrachtet wurden die Offenlegungs-, Konkretisierungs- und Informationspflicht sowie die Stärkung der Tarifautonomie, das Streikbrecherverbot, die Regelungen zur Mitbestimmung und die Festhaltenserklärung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010 (2022)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Dörthe Gatermann, Corinna Kleinert & Kathrin Leuze (2022): Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010. In: Social science research, Jg. 104, 2021-12-13. DOI:10.1016/j.ssresearch.2021.102685
Abstract
"This paper analyzes the reciprocal relationship between occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany over time. Based on a unique occupational panel dataset covering 254 occupations between 1976 and 2010, we apply static, dynamic, and Arellano-Bond panel models to account for reverse causality and endogeneity. Results indicate that trends in occupational part-time rates and gender ratios mutually reinforce each other but not in the same manner. Part-time work in occupations increases once more women start working in these occupations. Occupational part-time ratios are mainly driven by married women and mothers; women's education level only plays a minor role. Vice versa, the gender composition of occupations is likewise affected by changing working-time arrangements, at least in the short run, but it is mainly driven by previous levels of occupational gender segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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