Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
OECD pensions outlook 2012 (2012)
Zitatform
(2012): OECD pensions outlook 2012. (OECD pensions outlook 01), Paris, 230 S. DOI:10.1787/9789264169401-en
Abstract
"In den entwickelten Volkswirtschaften wird in den nächsten 50 Jahren die Lebenserwartung bei der Geburt voraussichtlich alle sieben Jahre um ein zusätzliches Jahr steigen. In 28 von 34 OECD-Ländern ist eine Anhebung des Renteneintrittsalters bereits beschlossen oder geplant. Allerdings hält die Erhöhung nicht immer Schritt mit der Steigerung der Lebenserwartung. Die Regierungen sollten daher erwägen, das Renteneintrittsalter formell an die Lebenserwartung zu koppeln, wie dies in Dänemark und Italien bereits der Fall ist. Darüber hinaus sollte die private Altersvorsorge stärker gefördert werden.
Der 'OECD Pensions Outlook 2012' untersucht die im Wandel befindliche Rentenlandschaft. Der Bericht befasst sich unter anderem mit Rentenreformen während der Krise und darüber hinaus, mit der Gestaltung automatischer Anpassungsmechanismen, mit dem Erfassungsgrad privater Rentensysteme sowie den Garantien im Rahmen der Rentensysteme mit Beitragsprimat." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Comparing the effectiveness of employment subsidies (2011)
Zitatform
Brown, Alessio J. G., Christian Merkl & Dennis J. Snower (2011): Comparing the effectiveness of employment subsidies. In: Labour economics, Jg. 18, H. 2, S. 168-179. DOI:10.1016/j.labeco.2010.11.001
Abstract
"This paper examines the implications of different types of employment subsidies for employment, welfare, and inequality. It investigates how these effects depend on what target groups the subsidies address. Our analysis focuses on policies that are 'approximately welfare efficient' (AWE), i.e. policies that (a) improve employment and welfare, (b) do not raise earnings inequality and (c) are self-financing. We construct a microfounded, dynamic model of hiring and separations and calibrate it with German data. The calibration shows that hiring vouchers can be AWE, while low-wage subsidies are not AWE. Furthermore, hiring vouchers targeted at the long-term unemployed are more effective than those targeted at low-ability workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt: 'Gelingende' und 'prekäre' Altersübergänge (2011)
Zitatform
Brussig, Martin (2011): Zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt. 'Gelingende' und 'prekäre' Altersübergänge. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 66, H. 2, S. 143-160.
Abstract
"Die empirischen Entwicklungen der letzten Jahre zeigen eine deutliche Zunahme der Alterserwerbsbeteiligung, die in erster Linie aus verlängerten Erwerbsphasen resultiert. Zugleich ist offenkundig, dass ein erheblicher Teil der Erwerbspersonen die schon heute bestehenden Altersgrenzen für die Altersrente nicht aus Erwerbstätigkeit heraus erreicht. Angesichts der bevorstehenden Altersgrenzenanhebung in der Regelaltersrente auf 67 Jahre sollten für diesen Personenkreis sozialverträgliche Optionen entwickelt werden, die das vorhandene individuelle Arbeitsvermögen nutzen, bewahren und entwickeln, Altersarmut aufgrund des Altersübergangs vermeiden und Möglichkeiten für einen selbstbestimmten Übergang eröffnen. Weiterhin sollten für die Versichertengemeinschaft tragbare Modelle für diejenigen entwickelt werden, die im Altersübergang Flexibilität und Zeitwohlstand anstreben. Beide Ziele können zueinander in Konflikt geraten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer zwischen politischen Ansprüchen und den veränderten Bedürfnissen der "jungen Alten": Die "Initiative 50plus" (2011)
Buestrich, Michael; Oltmann, Frank-Peter;Zitatform
Buestrich, Michael & Frank-Peter Oltmann (2011): Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer zwischen politischen Ansprüchen und den veränderten Bedürfnissen der "jungen Alten": Die "Initiative 50plus". In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 1, S. 18-31. DOI:10.1515/arbeit-2011-0104
Abstract
"Die arbeitsmarktpolitische Wiederentdeckung der Förderung älterer Arbeitnehmer und Arbeitsuchender im Rahmen der 'Initiative 50 Plus' wird vornehmlich demografisch begründet. Mit dem Verweis auf die Unterjüngung bzw. Überalterung der Bevölkerung erscheinen längere Lebensarbeitszeiten quasi unwidersprechlich. Zugleich wird ein verändertes (Selbst-)Bild der 'neuen' Senioren angeführt, die anders als frühere Generationen, auch im Alter 'aktiv' und das bedeutet auch erwerbstätig sein wollen. Der Beitrag fragt nach der Stichhaltigkeit dieser Begründungszusammenhänge und verortet den Grund des steigenden Interesses der Politik an der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer dabei weniger arbeitsmarktpolitisch: Es sind letztlich fiskalische Gründe, die ihre forcierte Beschäftigung zukünftig alternativlos erscheinen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gesundheitliche Orientierung in der Arbeitsmarktpolitik: aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele im Rahmen einer arbeitsmarktintegrativen Gesundheitsförderung (2011)
Büttner, Renate; Schweer, Oliver;Zitatform
Büttner, Renate & Oliver Schweer (2011): Gesundheitliche Orientierung in der Arbeitsmarktpolitik. Aktuelle Entwicklungen und Praxisbeispiele im Rahmen einer arbeitsmarktintegrativen Gesundheitsförderung. (IAQ-Report 2011-01), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/45672
Abstract
"Gesundheitliche Einschränkungen sind für Arbeitslose ein wesentliches Hemmnis bei der Arbeitssuche und Arbeitsvermittlung. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit verschlechtert sich zudem der Gesundheitszustand.
- Um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu erhöhen, ist eine Verknüpfung von arbeitsfördernden Maßnahmen mit gesundheitsbezogenen Ansätzen im Rahmen einer Ressourcenorientierten und ganzheitlich ausgerichteten Integrationsstrategie erforderlich.
- Auf Seiten der Bundesagentur für Arbeit ist eine wachsende Sensibilität für die Notwendigkeit einer arbeitsmarktintegrativen Gesundheitsförderung zu beobachten. Entsprechende in den Strukturen und Prozessen der Arbeitsförderung steckende Potenziale müssen verstetigt und ausgebaut werden.
- Einzelne Regelinstrumente lassen eine Kombination aus Arbeits- und Gesundheitsförderung zu, eine explizite gesundheitsbezogene Förderung enthält das für die Arbeitsförderung relevante SGB III jedoch nicht. Insofern bedarf es einer expliziten rechtlichen Verortung dieser Förderoption.
- Integrierte Ansätze wurden bislang vor allem im Rahmen von Modellprojekten und Sonderprogrammen sowie im Rechtskreis des SGB II umgesetzt. Aus präventiver Sicht müsste der Zugang zu gesundheitsbezogenen Maßnahmen auch auf den SGB III-Bereich ausgedehnt werden.
- Um das Thema 'Gesundheitsorientierung' nachhaltig zu verankern, bedarf es zudem einer ressortübergreifenden Vernetzung. Der diesbezüglich auf zentraler Ebene initiierte Prozess zwischen Akteuren der Arbeitsförderung und des Gesundheitswesens muss verstetigt und auf lokaler Ebene fortgeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Entgeltsicherung für Ältere: Ein Auslaufmodell? (2011)
Zitatform
Dietz, Martin, Susanne Koch, Gerhard Krug & Gesine Stephan (2011): Die Entgeltsicherung für Ältere: Ein Auslaufmodell? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 5, S. 226-233., 2011-03-09. DOI:10.5771/0342-300X-2011-5-226
Abstract
"Obwohl sich die Beschäftigungssituation Älterer in den letzten Jahren weiter verbessert hat, gelten ältere Arbeitslose noch immer als schwer vermittelbar. Verschiedene arbeitsmarktpolitische Instrumente sollen die Wiedereingliederungschancen dieses Personenkreises verbessern. Die Förderung mit der Entgeltsicherung für Arbeitslose über 50 Jahre ist daran geknüpft, dass diese eine Tätigkeit aufnehmen, die geringer als ihr letzter Job entlohnt ist. Die Entgeltsicherung gleicht dann einen Teil des entstehenden Lohnverlustes aus. Das Kombilohn-Instrument zielt damit auf Personen, die prinzipiell vermittelbar wären, deren Anspruchslohn aufgrund eines relativ hohen Verdienstes in ihrer letzten Beschäftigung aber über dem am Markt zu erzielenden Lohn liegt. Die Entgeltsicherung ist derzeit befristet in den Kanon der arbeitsmarktpolitischen Instrumente aufgenommen. Sie befindet sich gewissermaßen noch in der 'Probezeit' und steht im Kontext der anstehenden Instrumentenreform auf dem Prüfstand. Dieser Beitrag ordnet die Entgeltsicherung in den arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkasten ein, diskutiert Gründe für ihre derzeit geringe Nutzung und zeigt mögliche Weiterentwicklungen auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Entgeltsicherung: zum alten Eisen? (2011)
Zitatform
Dietz, Martin & Susanne Koch (2011): Entgeltsicherung: zum alten Eisen? In: Informationsdienst Altersfragen, Jg. 38, H. 4, S. 16-20.
Abstract
Trotz steigender Beschäftigungszahlen älterer Arbeitnehmer bestehen für ältere Arbeitslose oft nur geringe Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der mangelnden Bereitschaft der Unternehmen, ältere Arbeitslose einzustellen, zum anderen in der hohen Einkommenserwartung dieser Personengruppe. 'Wenn Lohnabschläge auch bei anhaltender Arbeitslosigkeit nicht akzeptiert werden, wird es für ältere Arbeitslose zunehmend schwer, eine Stelle zu finden.' Als Lösung für dieses Problem wurde im Jahr 2003 das arbeitsmarktpolitische Instrument der Entgeltsicherung eingeführt, um den entstehenden Lohnverlust bei Arbeitsaufnahme auszugleichen. Aufgrund ihrer geringen Inanspruchnahme und von fehlenden Evaluationsergebnissen wurde die Entgeltsicherung als Streichkandidat identifiziert. Die Autoren plädieren abschließend für eine Beibehaltung des Instruments, da hiermit auch ein Beitrag zur betrieblichen Fachkräftesicherung geleistet werden kann. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Dietz, Martin; -
Literaturhinweis
The role of trade unions in European pension reforms: from 'old' to 'new' politics? (2011)
Zitatform
Ebbinghaus, Bernhard (2011): The role of trade unions in European pension reforms. From 'old' to 'new' politics? In: European journal of industrial relations, Jg. 17, H. 4, S. 315-331. DOI:10.1177/0959680111420208
Abstract
"Trade unions played a substantial role in the 'old politics' of expanding pension systems in Europe; they are still active in the 'new politics' of pension reforms. Given the electoral impact and political veto points, governments may seek to overcome reform blockage in political decisionmaking and implementation by seeking social consensus with trade unions and employers. Various modes of social governance in addition to political interest politics allow trade union influence: institutionalized forms of self-administration of pension insurance, self-regulation via negotiated occupational pensions, institutional consultation of interest groups and tripartite concertation (or social pacts) between government and the social partners." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The transition from work to retirement (2011)
Eichhorst, Werner;Zitatform
Eichhorst, Werner (2011): The transition from work to retirement. (IZA discussion paper 5490), Bonn, 25 S.
Abstract
"The European Employment Strategy has set the goal of raising the retirement age of workers in the EU through a strategy of 'active ageing'. Yet despite some progress over the last decade, empirical data show persistent diversity across EU member states. Institutional arrangements of social and labor market policies can be seen as the core factors behind cross-national diversity. Hence, institutional change is crucial to explain structural changes. The paper tries to assess the role of supranational policy initiatives and national politicoeconomic factors in shaping the transition from work to retirement in EU member states which is still governed by the national political economy. Taking the German case as an example in point, the paper shows the dynamic interaction between policy changes, in particular in benefit systems and activation, and changes in the approach of firms and workers to early retirement. Policy changes influence actors' behavior in the medium run and open up opportunities for subsequent reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Gleitender Übergang in die Rente durch Flexibilisierung der Teilrente (2011)
Zitatform
Gasche, Martin & Carla Krolage (2011): Gleitender Übergang in die Rente durch Flexibilisierung der Teilrente. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 243), Mannheim, 31 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der Anhebung der gesetzlichen Altersgrenzen wird oft eine Verbesserung der Möglichkeiten des gleitenden Übergangs in die Rente für diejenigen gefordert, die im Alter nicht mehr so viel arbeiten wollen oder können. In dieser Studie werden Optionen eines gleitenden Übergangs miteinander verglichen. Es zeigt sich, dass die weitaus beliebteste Option der Altersteilzeit gegenüber der kaum wahrgenommenen Teilrente aus der Sicht des Versicherten keine wesentlichen Vorteile aufweist. Der große Nachteil der Teilrente sind die starren Stufen und die komplizierte Berechnung der Hinzuverdienstgrenzen. Durch eine Abschaffung der Stufen könnte die Attraktivität des Teilrentenbezugs und des Hinzuverdiensts wesentlich erhöht und die Altersteilzeit zumindest aus der Sicht des Versicherten obsolet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungslosigkeit im Alter: die Älteren ab 60 Jahren sind besonders betroffen (2011)
Zitatform
Mümken, Sarah, Martin Brussig & Matthias Knuth (2011): Beschäftigungslosigkeit im Alter. Die Älteren ab 60 Jahren sind besonders betroffen. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2011-01), Duisburg, 16 S.
Abstract
"Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit und Erwerbslosenzahlen basierend auf dem Mikrozensus zeichnen ein unterschiedliches Bild von der Beschäftigungslosigkeit am Ende des Erwerbslebens. Während als erwerbslos im Wesentlichen zählt, wer überhaupt nicht erwerbstätig ist, aber angibt eine Beschäftigung zu suchen, gilt als arbeitslos, wer - auch bei einer Beschäftigung von unter 15 Stunden pro Woche - den Vermittlungsbemühungen der Bundesagentur für Arbeit bzw. der Jobcenter zur Verfügung steht.
Speziell bei der Altersgruppe ab 60 Jahren zeigen sich je nach verwendetem Konzept bei den Daten größere Unterschiede. Seit 2001 liegen bei dieser Altersgruppe die Erwerbslosenzahlen deutlich über den Arbeitslosenzahlen. Offenbar wird ein nicht unbedeutendes Erwerbspersonenpotenzial unter den Älteren gerade jenseits der 60 Jahre durch die Arbeitslosenstatistik nicht erfasst.
Der Anstieg der Erwerbstätigenquote unter den - insbesondere weiblichen - Älteren in den vergangen Jahren hat nicht etwa zu einer Absenkung des Anteils von erwerbslosen Älteren geführt, sondern wurde sogar von einem Anstieg des Erwerbslosenanteils begleitet. Abgenommen hat demnach maßgeblich die Zahl der älteren Nichterwerbspersonen. Beschäftigungslosigkeit erstreckt sich inzwischen im größeren Umfang über ein Alter bis jenseits von 60 Jahren, was auch das Ergebnis des Ausstiegs aus der Frühverrentung von Arbeitslosen ist.
Indem die aktive Arbeitsförderung ältere Personen ab 60 Jahren faktisch ausklammert, hat sie sich noch nicht ausreichend auf das veränderte Verhalten Älterer am Arbeitsmarkt, die veränderten Rahmenbedingungen und die Ziele der Bundesregierung eingestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Vor der Anhebung des Renteneintrittsalters: Arbeitslosigkeit am Ende des Erwerbslebens: wenig Förderung älterer Arbeitsloser (2011)
Zitatform
Mümken, Sarah, Martin Brussig & Matthias Knuth (2011): Vor der Anhebung des Renteneintrittsalters: Arbeitslosigkeit am Ende des Erwerbslebens. Wenig Förderung älterer Arbeitsloser. In: Soziale Sicherheit, Jg. 60, H. 2, S. 51-59.
Abstract
"Die Bundesregierung will an der schrittweisen Anhebung des regulären Renteneintrittsalters ab 2012 festhalten und begründet dies mit der positiven Entwicklung der Beschäftigungssituation Älterer. Wenn es den Älteren aber nicht gelingt, künftig ihre Erwerbstätigkeitsphase auszudehnen, droht ihnen Arbeitslosigkeit am Ende ihres Erwerbslebens. Wie entwickelt sich die Arbeits- und Erwerbslosigkeit Älterer in den letzten Jahren? Wie viele mussten von Hartz IV leben und wie viele bekamen gar kein Arbeitslosengeld I oder II? Wie und womit wurden ältere Arbeitslose gefördert? Diesen Fragen geht der folgende Beitrag nach." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Creating employment or keeping them busy?: an evaluation of training programs for older workers in Germany (2011)
Zitatform
Romeu Gordo, Laura & Joachim Wolff (2011): Creating employment or keeping them busy? An evaluation of training programs for older workers in Germany. In: Journal of Aging and Social Policy, Jg. 23, H. 2, S. 198-218., 2010-10-01. DOI:10.1080/08959420.2010.551468
Abstract
"The authors analyze the effect of participation in short-term training measures on older German recipients of means-tested unemployment benefits. Their analysis uses administrative data of the German Federal Employment Agency, and they estimate the effects of participating in two types of short-term training -- classroom and in-firm training -- on different outcomes of the participants. Results show that classroom training is not effective inmaking participants independent of benefit receipt. It has a moderately positive effect on employment outcomes, which are highest for West German men. In contrast, in-firm training significantly raises the participants' likelihood of finding regular jobs and of being independent of unemployment benefit receipt." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Beschäftigungssituation und Beschäftigungsförderung: ältere Arbeitnehmer/-innen in Deutschland (2011)
Stein, Margit; Stummbaum, Martin;Zitatform
Stein, Margit & Martin Stummbaum (2011): Beschäftigungssituation und Beschäftigungsförderung. Ältere Arbeitnehmer/-innen in Deutschland. In: Wirtschaft und Berufserziehung, Jg. 63, H. 11, S. 11-17.
Abstract
"Im Rahmen des Beitrags wird die Einbindung von Personen ab 55 Jahren, der sogenannten 'Älterer Arbeitnehmer/innen' in den Arbeitsprozess kritisch beleuchtet. Ausgehend von einer Analyse demographischer Wandlungsprozesse und dem damit einhergehenden vielfach beschworenen Fachkräftemangel, wird dargelegt, dass die Einbindung aller Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsprozess nicht nur demographisch und wirtschaftlich, sondern ebenso lebensbiographisch unabdingbar ist. Auch wenn die Forderungen von Stockholm, europaweit mindestens 500/0 der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre in den Arbeitsprozess einzubinden, und die Forderung von Barcelona, das Renteneintrittsalter europaweit 2002 bis 2010 um fünf Jahre statistisch anzuheben, in den letzten Jahren erreicht werden konnte, scheiden immer noch mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer/innen vorzeitig aus Gesundheitsgründen aus und beklagen, dass sie bei einer adäquaten Förderung und einem Entgegenkommen von Arbeitnehmerseite gerne weiterbeschäftigt geblieben wären. Auch wird die Employability, das heißt die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen jenseits der 55 in Unternehmen nicht entsprechend gefördert, was sich an der nur mangelhaften Bereitschaft zeigt, ältere Arbeitnehmer/innen in betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen einzubinden. Abschließend werden im Beitrag Möglichkeiten aufgezeigt, ältere Menschen weiterhin erfolgreich in den Arbeitsprozess einzubinden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The limitations of activation policies: unemployment at the end of working life (2011)
Wübbeke, Christina;Zitatform
Wübbeke, Christina (2011): The limitations of activation policies. Unemployment at the end of working life. In: Ageing and Society, Jg. 31, H. 6, S. 977-1002., 2010-08-30. DOI:10.1017/S0144686X10000929
Abstract
"In several European countries, older unemployed people, after reaching a certain age, are entitled to unemployment benefit payments without having to seek new employment. The coexistence of this exemption clause and of reforms aimed at containing early retirement in the respective countries reflects a conflict of political aims - on the one hand, between an efficient labour-market policy at a time of high unemployment, and on the other hand, the goal of the comprehensive activation and labour-market integration of older workers as a response to demographic change. This paper deals with the reasons for the transfer of older long-term unemployed people on to 'facilitated benefits' for labour-market withdrawal in Germany. The empirical analysis shows that low or no propensity to work was rarely the motive for leaving the labour market; in particular, those anticipating a low retirement income actually wanted to be re-employed. The vast majority gave three reasons for the decision to retire: an inability to cope with requirements of available jobs; a lack of job opportunities; and an absence of proper support from the public employment agency. Thus the withdrawal of older long-term unemployed people into pre-retirement cannot be attributed to a utility-maximising decision in favour of leisure and against gainful employment, but is the primary result of the scarce re-employment prospects." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Kürzung der Eingliederungsmittel 2011: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/4579) (2011)
Zitatform
(2011): Kürzung der Eingliederungsmittel 2011. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/4579). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/5304 (23.03.2011)), 12 S.
Abstract
"Die Bundesregierung antwortet auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke nach der Kürzung der Eingliederungsmittel für Langzeitarbeitslose im Haushalt 2011. Aufgrund der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei die Anpassung der veranschlagten Leistungen zur Eingliederung in Arbeit gegenüber dem Bundeshaushalt 2010 sachgerecht. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Jobcenter auch im laufenden Jahr die Wirksamkeit des Mitteleinsatzes weiter steigern können." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Aktivierung! Oder De-Aktivierung? Intensität und Wirkungen der Aktivierung bei älteren ALG II-Bezieher/innen (2010)
Zitatform
Brussig, Martin & Matthias Knuth (2010): Aktivierung! Oder De-Aktivierung? Intensität und Wirkungen der Aktivierung bei älteren ALG II-Bezieher/innen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 19, H. 4, S. 253-266. DOI:10.1515/arbeit-2010-0404
Abstract
"In dem Aufsatz werden die Intensität und die Wirkungen arbeitsmarktpolitischer Aktivierung für ältere ALG II-Bezieher/innen (ab 50 Jahren) im Vergleich zu jüngeren (30 bis 49 Jahre) untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf Dienstleistungselementen des Aktivierungsprozesses, wie Beratungsgesprächen, Eingliederungsvereinbarungen und dem Unterbreiten von Jobangeboten. Die Ergebnisse zeigen, dass Ältere deutlich weniger aktiviert werden als Jüngere und dass die Aktivierung bei Älteren - im Unterschied zu Jüngeren - kaum mit der Aufnahme einer Beschäftigung oder dem Verlassen des Leistungsbezuges einhergeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? (2010)
Zitatform
Grgic, Mariana (2010): Gering qualifizierte Gründer - als ICH-AG erfolgreich? In: H.- G. Soeffner (Hrsg.) (2010): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen : Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008, S. 1-12.
Abstract
"Die Einführung des Existenzgründungszuschusses (§4211, SGB III) im Rahmen der so genannten 'Hartz-Reformen' als sozialstaatliche Gründungsförderung am 01.01.2003 führte zu einem regelrechten 'Gründungsboom' unter Arbeitslosen und zu einer Belebung des Gründungsgeschehens. Bis zur Abschaffung des Förderinstruments 'ICH-AG', wie es gemeinhin bezeichnet wurde, zum 01.07.2006 wurden rund 400.00 ehemals Arbeitslose beim Aufbau einer selbständigen Existenz unterstüzt. Dabei betrug der Förderbetrag im ersten Jahr der Selbständigkeit 600 Euro monatlich und sank von 360 Euro im zweiten Jahr auf 240 Euro im letzten Jahr der Förderung (§4211, SGB III). Durch den Rechtsanspruch auf Förderung, der ICH-AG-Gründern bis November 2004 gewährt wurde, und als Ergebnis eines Selektionseffekts in Zusammenhang mit dem bestehenden Förderinstrument Überbrückungsgeld (§57 (1), SGB III) ergab sich eine interessante Verteilung der ICH-AG-Gründer hinsichtlich ihrer Qualifikation: Beinahe ein Viertel der ICH-AG-Gründer hat nie einen Beruf erlernt und sich trotzdem für die berufliche Selbständigkeit entschieden. Gleichzeitig steigen die beruflichen Anforderungen mit Beginn der Selbständigkeit und neue Kompetenzen werden notwendig (Fehling et al. 2001: 102). Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob gering qualifizierte Existenzgründer - eine in der Gründungsforschung bisher kaum beachtete Personengruppe - trotz ihrer Defizite in der Humankapitalausstattung als Selbständige auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Dies erfolgt auf Basis der 'Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien' des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), anhand derer Einflussfaktoren auf den Verbleib in Förderung identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungszuschuss im SGB II: Ein neues Instrument als Ultima Ratio (2010)
Zitatform
Koch, Susanne, Michael Kvasnicka & Joachim Wolff (2010): Beschäftigungszuschuss im SGB II: Ein neues Instrument als Ultima Ratio. (IAB-Kurzbericht 02/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Mit dem Beschäftigungszuschuss (BEZ) nach § 16e SGB II wurde im Jahr 2007 erstmals in der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein Instrument für Langzeitarbeitslose eingeführt, das die unbefristete Förderung einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vorsieht. Daher kommt der Teilnehmerauswahl hier noch mehr als bei anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten eine besondere Bedeutung zu. Das IAB hat gemeinsam mit Kooperationspartnern im Auftrag des BMAS untersucht, welche Personen bis Ende 2008 für die Förderung mit dem BEZ ausgewählt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Tätigkeitsfelder bei der Förderung mit Beschäftigungszuschuss
- Tätigkeitsfelder bei der Förderung mit Beschäftigungszuschuss (nur bei Maßnahmeträgern) im Vergleich zu denen bei Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs)
- Zugänge in die Förderphase des Beschäftigungszuschusses - Oktober 2007 bis September 2009
-
Literaturhinweis
Möglichkeiten eines flexiblen Übergangs in den Ruhestand (2010)
Kreikebohm, Ralf;Zitatform
Kreikebohm, Ralf (2010): Möglichkeiten eines flexiblen Übergangs in den Ruhestand. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 3, S. 353-369.
Abstract
In dem Vortrag wird ein Überblick über verschiedene Optionen des vorgezogenen Berufsausstiegs gegeben. Der Autor konzentriert sich auf Modelle eines gleitenden bzw. schrittweise Übergangs aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand. Er ist 'davon überzeugt, dass mit einer Kombination aus flexibilisierter Teilrente, Altersteilzeit bzw. Teilzeiterwerbstätigkeit und/oder Arbeitszeitkonten mit und ohne tarifvertragliche Regelungen flexiblere Übergänge vom Erwerbsleben in die Altersphase organisiert werden können, die sowohl den Interessen der Beschäftigten und der Betriebe gerecht werden'. Er diskutiert die Vor- und Nachteile einiger Reformvorschläge: der Einführung der Teilrente als eigene Rentenart (frühestens) nach Vollendung des 60. Lebensjahres, der Änderung der Berechnungsgrundlage für den Hinzuverdienst, der Ausdehnung des Hinzuverdienstgrenzenrechts auf die Regelaltersrente, des Anspruchs auf Teilzeitarbeit, der Einführung weiterer Teilrentenstufen sowie der Zusatzbeiträge in der GRV zu Abwendung von Abschlägen. Außerdem wird der Vorschlag der FDP zur Abschaffung der Hinzuverdienstgrenzen diskutiert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Präventive Arbeitsmarktpolitik: Impulse für die berufliche Weiterbildung im Betrieb (2010)
Lott, Margit; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Lott, Margit & Eugen Spitznagel (2010): Präventive Arbeitsmarktpolitik: Impulse für die berufliche Weiterbildung im Betrieb. (IAB-Kurzbericht 11/2010), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Investitionen in die Bildung können die Arbeitsmarktchancen der Arbeitsuchenden wie der Beschäftigten verbessern. Sie stärken Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, erleichtern den Strukturwandel und sind damit eine wichtige Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Seit dem Jahr 2006 wird die berufliche Weiterbildung im Betrieb von der Bundesagentur für Arbeit mit dem 'WeGebAU'-Programm gefördert. Das IAB hat untersucht, von welchen Betrieben es genutzt wird und wie es diese bewerten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Für und Wider der Weiterbeschäftigung im Rentenalter aus individueller Sicht - ein Vergleich ausgewählter Berufe (2010)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (2010): Für und Wider der Weiterbeschäftigung im Rentenalter aus individueller Sicht - ein Vergleich ausgewählter Berufe. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 31, H. 3, S. 10-17.
Abstract
"Im Jahr 2007 wurde von der Bundesregierung beschlossen, ab 2012 die Regelaltersgrenze schrittweise von derzeit 65 auf 67 Jahre anzuheben. Interessant ist es zu wissen, wie hoch die Bereitschaft der Menschen selbst ist, länger, d.h. über die Altersgrenze hinaus zu arbeiten. Welches sind ihre Gründe dafür oder dagegen? Im vorliegenden Beitrag wird diese Fragestellung in Bezug zur aktuellen beruflichen Tätigkeit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Creating employment or keeping them busy?: an evaluation of training programs for older workers in Germany (2010)
Zitatform
Romeu Gordo, Laura & Joachim Wolff (2010): Creating employment or keeping them busy? An evaluation of training programs for older workers in Germany. (Deutsches Zentrum für Altersfragen. Diskussionspapier 49), Berlin, 22 S.
Abstract
"We analyze the effect of participation in short-term training measures on older German recipients of meanstested unemployment benefits. Our analysis uses administrative data of the German Federal Employment Agency and we estimate the effects of participating in two types of short-term training - classroom and in-firm training - on different outcomes of the participants. Our results show that classroom training is not effective in making participants independent of benefit receipt. It has a moderately positive effect on employment outcomes, which are highest for West German men. In contrast, in-firm training significantly raises the participants' likelihood of finding regular jobs and of being independent of unemployment benefit receipt." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktchancen Älterer: empirische Befunde und Perspektiven (2010)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2010): Arbeitsmarktchancen Älterer. Empirische Befunde und Perspektiven. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 3, S. 421-433.
Abstract
In dem Beitrag wird die alterspezifische Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung dargestellt und längerfristige Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmer werden prognostiziert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der Determinanten der Beschäftigung Älterer und der Frage nach Handlungsoptionen zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen. Im Vordergrund stehen dabei die Möglichkeiten und Grenzen arbeitsrechtlicher, sozialrechtlicher und sozialpolitischer Reformen. Als Fazit wird festgehalten, dass die Situation von Älteren auf dem Arbeitsmarkt 'immer noch alles andere als rosig' ist, sich jedoch in den letzten Jahren verbessert hat. Dies wird einerseits auf eine konjunkturell bedingte Belebung des Arbeitsmarktes zurückgeführt, andererseits auf Verhaltensänderungen infolge renten- und sozialpolitischer Reformen. 'Altersspezifische Maßnahmen helfen den Betroffenen nur in den seltensten Fällen. Oft kommt es zur 'Rache der Gutgemeinten', denn der besondere Schutz oder die besondere Förderung können sich als Stigma erweisen.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Lebenszusammenhänge erwerbsfähiger Hilfebedürftiger im Kontext der Grundsicherungsreform (2009)
Achatz, Juliane; Promberger, Markus ; Rauch, Angela ; Popp, Sandra; Schels, Brigitte ; Wenzig, Claudia; Dornette, Johanna; Wübbeke, Christina; Wenzel, Ulrich;Zitatform
Achatz, Juliane, Johanna Dornette, Sandra Popp, Markus Promberger, Angela Rauch, Brigitte Schels, Ulrich Wenzel, Claudia Wenzig & Christina Wübbeke (2009): Lebenszusammenhänge erwerbsfähiger Hilfebedürftiger im Kontext der Grundsicherungsreform. In: J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2009): Handbuch Arbeitsmarkt 2009 (IAB-Bibliothek, 314), S. 203-235. DOI:10.3278/300636w
Abstract
Seit Januar 2005 gilt in Deutschland das neue Sozialgesetzbuch II mit der Zusammenführung der vormals getrennten Fürsorgesysteme der Arbeitslosen- und der Sozialhilfe als vereinheitlichte Grundsicherung für erwerbsfähige Hilfebedürftige. Ziel ist die möglichst rasche Beendigung der Armutslage durch die Vermittlung einer existenzsichernden Erwerbsarbeit, die durch verschiedene Maßnahmen der Aktivierung erreicht werden soll. Die Beiträge von Kapitel D des Handbuchs Arbeitsmarkt 2009 gehen der Frage nach, ob das SGB II diesem Anspruch gerecht wird, wo die Schwachstellen und Vorteile des neuen Grundsicherungssystems liegen und unter welchen Bedingungen Aktivierung funktioniert. Dabei gilt das Hauptaugenmerk den Lebenszusammenhängen von jungen, älteren und kranken Hilfebedürftigen. Die Autorinnen und Autoren konstatieren in der Praxis des SGB II eine Veränderung des Wertesystems der Wohlfahrtsgesellschaft weg von der Auffassung einer solidarischen Risikoabwehr hin zu einer individualistischen Auffassung von Risikoabwehr als beitragsabhängige Versicherungsleistung einschließlich des Bedürfnisses nach gesellschaftlicher Anerkennung geleisteter materieller und symbolischer Beiträge zur Entwicklung und Funktion der Arbeitsgesellschaft. "Am Übergang zwischen Arbeitslosenversicherung und neu gestalteter Armenfürsorge zeichnet sich also ein Konflikt ab zwischen sozialer Anerkennung und biografischer Gerechtigkeit versus Solidarprinzip, bei dem Letzteres momentan zunehmend ins Hintertreffen gerät." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Ageing and unused capacity in Europe: is there an early retirement trap? (2009)
Zitatform
Angelini, Viola, Agar Brugiavini & Guglielmo Weber (2009): Ageing and unused capacity in Europe: is there an early retirement trap? In: Economic policy, Jg. 24, H. 59, S. 463-508.
Abstract
"We address the issue of how early retirement may interact with limited use of financial markets in producing financial hardship later in life, when some risks (such as long-term care) are not insured. We argue that the presence of financially attractive early retirement schemes in a world of imperfect financial and insurance markets can lead to an 'early retirement trap'. Indeed, Europe witnesses many (early) retired individuals in financial distress. In our analysis we use data on 10 European countries, which differ in their pension and welfare systems, in prevailing retirement age and in households' access to financial markets. We find evidence that an early retirement trap exists, particularly in some Southern and Central European countries: people who retired early in life are more likely to be in financial hardship in the long run. Our analysis implies that governments should stop making early retirement attractive, let retirees go back to work, improve access to financial markets and make sure long-term care problems are adequately insured." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Besserung für Ältere am Arbeitsmarkt: Nicht alles ist Konjunktur (2009)
Zitatform
Arlt, Andrea, Martin Dietz & Ulrich Walwei (2009): Besserung für Ältere am Arbeitsmarkt: Nicht alles ist Konjunktur. (IAB-Kurzbericht 16/2009), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nach wie vor unzureichend in den Arbeitsmarkt integriert. Mit Blick auf den demographischen Wandel und den absehbaren Fachkräftemangel bilden sie jedoch eine der wesentlichen Personalreserven für die Zukunft. Dabei stimmt zuversichtlich, dass sich ihre Lage am Arbeitsmarkt vor Beginn der Wirtschaftskrise verbessert hat. Ist dies allein dem zurückliegenden wirtschaftlichen Aufschwung geschuldet? Oder spielen auch die - durch Renten- und Arbeitsmarktreformen veränderten - Rahmenbedingungen eine Rolle?
In diesem Kurzbericht wird die Arbeitsmarktsituation der Älteren näher betrachtet und nach Interpretationsmustern für die relativ günstige Entwicklung in den letzten Jahren gesucht. Zunächst werden wichtige Determinanten für die Beschäftigungsentwicklung identifiziert, dann Arbeitsmarktindikatoren für verschiedene Altersgruppen analysiert, die Anhaltspunkte zur Rolle der institutionellen Rahmenbedingungen liefern." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
- Arbeitslosenrelation 1998 bis 2008 nach Altersgruppen
- Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung 1998 bis 2008
- Entwicklung der Beschäftigungsquoten 1998 bis 2008
- Langzeitarbeitslosenrelation 1998 bis 2008 nach Altersgruppen
- Arbeitslosenrelation und Beschäftigungsquote der 60- bis 64-jährigen Männer 1998 bis 2008
- Entwicklung des Arbeitslosenbestands 1998 bis 2008 nach Alter und Dauer der Arbeitslosigkeit
-
Literaturhinweis
Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt von morgen: Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen (2009)
Zitatform
Behling, Michael, Andreas Huber & Thomas Staudinger (Hrsg.) (2009): Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt von morgen. Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen. Augsburg: AIP Augsburg, 296 S.
Abstract
Der Band fasst Erkenntnisse, Hintergründe und Erfahrungen des Bundesprogramms 'Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen' zusammen. Er ist in drei Bereiche gegliedert: Teil 1 bewertet den regionalen und bundesweiten Erfolg des Programms und skizziert die Erfolgsgeschichte. Teil 2 umfasst makrotheoretische Überlegungen und statistische Analysen zum Thema Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Teilhabe und Beschäftigungschancen Älterer. In Teil 3 werden die gesammelten Erfahrungen aus der Arbeitspraxis im Umgang mit und beim Aufbruch von langfristiger Arbeitslosigkeit, der Stellenvermittlung und der Unterschiedlichkeit von Unternehmenskulturen in Deutschland geschildert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 9. Februar 2009 zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" (Drucksache 16/11740) (2009)
Bellmann, Lutz ; Stephan, Gesine ; Dietz, Martin; Koch, Susanne ; Walwei, Ulrich ; Krug, Gerhard ; Crimmann, Andreas; Kruppe, Thomas ; Deeke, Axel; Leber, Ute; Spitznagel, Eugen; Lott, Margit;Zitatform
Bellmann, Lutz, Andreas Crimmann, Axel Deeke, Martin Dietz, Susanne Koch, Gerhard Krug, Thomas Kruppe, Ute Leber, Margit Lott, Eugen Spitznagel, Gesine Stephan & Ulrich Walwei (2009): Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 9. Februar 2009 zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" (Drucksache 16/11740). In: Ausschussdrucksache 16(11)1290 v. 05.02.2009 enthalten in 16(11)1291 v. 09.02.2009, S. 7-13.
Abstract
"Das IAB äußert sich in seiner Stellungnahme auf der Basis wissenschaftlicher Befunde zu ausgewählten Aspekten des Gesetzentwurfes, und zwar zu den Maßnahmen zur Stärkung der Kurzarbeit, zur Öffnung des WeGebAU- Programms, zur Wiedereinstellung von Arbeitnehmern zur Qualifizierung in der Leiharbeit, zum Ausbau von Betreuung und Pflege sowie zu zusätzlich bereitgestellten Vermittlerstellen." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz ; Stephan, Gesine ; Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ; Krug, Gerhard ; Leber, Ute;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie alle Stellungnahmen zur Anhörung. -
Literaturhinweis
Chronik der Arbeitsmarktpolitik 2005-2008 (2009)
Zitatform
Bendel-Claus, Judith & Ulrike Kress (2009): Chronik der Arbeitsmarktpolitik 2005-2008. In: J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2009): Handbuch Arbeitsmarkt 2009 (IAB-Bibliothek, 314), S. 79-148. DOI:10.3278/300636w
Abstract
"Die Chronik der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in diesem Kapitel bietet einen komprimierten Überblick über drei Jahre politischer Gestaltung durch Bundesgesetze oder -maßnahmen von Anfang 2005 bis Mitte 2008. Die einzelnen Regelungen werden kurz im Hinblick auf arbeitsmarktrelevante Maßnahmen beschrieben und teilweise um IAB-Positionen in komprimierter Form ergänzt. Eine Auflistung von maßnahmebezogener IAB-Literatur sowie Stellungnahmen für den Bundestag und andere Beratungsgremien ermöglicht die vertiefte Rezeption der forschungsbasierten Politikberatung des IAB." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Perspektive 50plus?: Theorie und Evaluation der Arbeitsmarktintegration Älterer (2009)
Brauer, Kai; Freitag, Matthias ; Stößel, Dieter; Staudinger, Thomas; Conrads, Ralph ; Stamov Roßnagel, Christian ; Höhre, Carsten; Huber, Andreas ; Kastl, Reinhard; Bauer, Agnes; Koch, Frank Thomas; Bruck, Heike von der; Simon, Silke; Busch, Klaus Henning; Schiemann, Frank; Christ, Friedemann; Rosenstiel, Lutz von; Toepffer, Marlies; Reiners, Dorothee; Dill, Helga; Putzing, Monika; Junker, Serena; Mussel, Patrick; Korge, Gabriele ; Löwenbein, Oded; Clemens, Wolfgang; Lange, Karsten; Buggenhagen, Hans Joachim; Krone, Sirikit;Zitatform
Brauer, Kai & Gabriele Korge (Hrsg.); Freitag, Matthias, Dieter Stößel, Thomas Staudinger, Ralph Conrads, Christian Stamov Roßnagel, Carsten Höhre, Andreas Huber, Reinhard Kastl, Agnes Bauer, Frank Thomas Koch, Heike von der Bruck, Silke Simon, Klaus Henning Busch, Frank Schiemann, Friedemann Christ, Lutz von Rosenstiel, Marlies Toepffer, Dorothee Reiners, Helga Dill, Monika Putzing, Serena Junker, Patrick Mussel, Oded Löwenbein, Wolfgang Clemens, Karsten Lange, Hans Joachim Buggenhagen & Sirikit Krone (2009): Perspektive 50plus? Theorie und Evaluation der Arbeitsmarktintegration Älterer. (Alter(n) und Gesellschaft 18), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 355 S.
Abstract
"Trotz jüngster Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration Älterer sind die Erwerbschancen älterer Arbeitssuchender in Deutschland immer noch gering. Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurden daher Mittel bereitgestellt, um in einigen Regionen unterschiedliche Wege der Reintegration und nachhaltigen Verbesserung der Marktchancen Älterer zu fördern. Die in diesem Modellprogramm erprobten Projekte waren an Begleitforschungen gebunden. Innerhalb der Laufzeit der zweiten Programmphase stehen somit wissenschaftliche Einschätzungen zu den unterschiedlichen Arten der Förderung bereit. In quantitativen und qualitativen Studien werden Instrumente der Arbeitsförderung, regionale Netzwerke und Organisationsstrukturen evaluiert. Eingebettet werden die aktuellen Ergebnisse praktischer Vermittlungstätigkeit in neuere Befunde aus der Psychologie zur Motivation älterer Beschäftigter, aus der Soziologie zu Auswahlprozessen bei Einstellungen und der Stellung älterer Erwerbstätiger im Betrieb sowie aus der Neurophysiologie mit neuesten Erkenntnissen zur Lernfähigkeit Älterer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch online verfügbar als: Alter(n) und Gesellschaft, 18 -
Literaturhinweis
Der Übergang von Arbeitslosenhilfeempfängern in das SGB II: eine empirische Analyse anhand von Befragungsdaten (2009)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin & Daniel D. Schnitzlein (2009): Der Übergang von Arbeitslosenhilfeempfängern in das SGB II. Eine empirische Analyse anhand von Befragungsdaten. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 58, H. 1, S. 1-9., 2009-07-01. DOI:10.3790/sfo.58.1.1
Abstract
"Die mit der Umsetzung des vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt erfolgte Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe stellte eine grundlegende Änderung im System der deutschen Arbeitslosenunterstützung dar. Im vorliegenden Artikel wird anhand von Befragungsdaten aus einer Querschnittsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung untersucht, welche Effekte die neue Gesetzeslage auf die ehemaligen Bezieher von Arbeitslosenhilfe hatte. Für 11 % dieser Gruppe kann davon ausgegangen werden, dass sie aufgrund des Systemwechsels keine Leistungsansprüche mehr haben. Des Weiteren kann gezeigt werden, dass insbesondere Paarhaushalte, ältere Personen und Personen mit Wohneigentum eine hohe Wahrscheinlichkeit zur Beendigung des Leistungsbezugs besitzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Policy-making in ageing labour markets: the case of hidden early retirement in Germany (2009)
Zitatform
Brussig, Martin & Christina Wübbeke (2009): Policy-making in ageing labour markets. The case of hidden early retirement in Germany. In: M. Kuhn & C. Ochsen (Hrsg.) (2009): Labour markets and demographic change, S. 252-280.
Abstract
Die Studie ist wie folgt gegliedert: Zunächst wird ein Überblick über den institutionellen Hintergrund für den Übergang aus der Arbeit in den Ruhestand gegeben. Dabei werden auch die Regelungen für einen Leistungsbezug unter erleichterten Voraussetzungen erklärt. Anschließend werden die jüngste Entwicklung der Arbeitslosenquote bei älteren Menschen und die Auswirkungen von FRB auf den Umfang und die Struktur der registrierten Arbeitslosigkeit erläutet. In einer Wende von der aggregierten Ebene auf die Mikroebene werden dann die Motivation der Menschen, die von dieser Regelung Gebrauch machen und die Faktoren, die die individuelle Entscheidung, für die Möglichkeit eines FRB zu optieren, beeinflussen, analysiert. Die Studie schließt mit einer Zusammenfassung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Altersteilzeit: Zunehmend Beschäftigungsbrücke zum späteren Renteneintritt: Wegfall der Förderung verengt auch den Zugang in nichtgeförderte Altersteilzeit - Nachfolgetarifverträge fehlen (2009)
Zitatform
Brussig, Martin, Matthias Knuth & Sascha Wojtkowski (2009): Altersteilzeit: Zunehmend Beschäftigungsbrücke zum späteren Renteneintritt. Wegfall der Förderung verengt auch den Zugang in nichtgeförderte Altersteilzeit - Nachfolgetarifverträge fehlen. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2009-02), Duisburg, 22 S.
Abstract
"Gegenwärtig sind über 500.000 ältere Arbeitnehmer/innen in Altersteilzeit beschäftigt. Damit genießen etwa 20 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer/innen ab 55 Jahren die mit der Altersteilzeit verbundenen Vorteile: eine teilweise Kompensation des mit der Arbeitszeitreduzierung einhergehenden Einkommensverlustes und einen weitgehenden Ausgleich in der Gesetzlichen Rentenversicherung.
Das Durchschnittsalter der Altersteilzeitbeschäftigten ist zwischen 1997 und 2007 von 57,7 auf 59,1 Jahre und damit stärker als das Durchschnittsalter aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 und 65 Jahren gestiegen. Immer mehr Altersteilzeitbeschäftigte gehen erst mit 63 Jahren oder später in Rente. Altersteilzeit unterstützt die Verlängerung von Beschäftigungszeiten in Richtung auf die gesetzliche Regelaltersgrenze.
Im Falle der Ersatzeinstellung eines Arbeitslosen oder der Übernahme eines Ausbildungsabsolventen erstattet die Bundesagentur für Arbeit dem Arbeitgeber die gesetzlich vorgeschriebenen Mehraufwendungen. Nach aktueller Gesetzeslage kann diese Förderung nur noch für Fälle von Altersteilzeit erfolgen, die bis Ende 2009 begonnen haben, während renten und steuerrechtliche Vergünstigungen unbefristet bestehen bleiben. Bislang wurde weniger als die Hälfte der Fälle jemals im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik gefördert.
Jedoch: Der Zugang in Altersteilzeit wird durch Tarifverträge und betriebliche Vereinbarungen gesteuert. Viele derartige Vereinbarungen wurden auf das Ende der Förderungsmöglichkeit durch die Bundesagentur befristet. Da die tariflichen bzw. betrieblichen Regelungen bislang kaum erneuert wurden, könnte sich der Zugang auch in die nicht geförderte Altersteilzeit verengen.
Mögliche Weiterentwicklungen sollten individuelle Wahlrechte von Beschäftigten im Altersübergang stärken und auf eine Reduktion von Arbeitsbelastungen zielen. Die Öffnung des Regelungsrahmens für Arbeitszeitverkürzungen auch jenseits einer exakten Halbierung der Arbeitszeit könnte neue Chancen für eine 'echte' Altersteilzeit eröffnen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ältere Arbeitnehmer - Erwerbstätigkeit und soziale Sicherheit im Alter (2009)
Zitatform
Bäcker, Gerhard, Martin Brussig, Andreas Jansen, Matthias Knuth & Jürgen Nordhause-Janz (2009): Ältere Arbeitnehmer - Erwerbstätigkeit und soziale Sicherheit im Alter. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 416 S.
Abstract
"In der Renten- und Arbeitsmarktpolitik hat ein Paradigmenwechsel eingesetzt, der auf eine längere Erwerbstätigkeit zielt. Dieser Band beschreibt die Entwicklung der Alterserwerbstätigkeit in den letzten 10 Jahren und analysiert die Bedingungen für den Zeitpunkt des Erwerbsaustritts von älteren Erwerbstätigen. In die Untersuchung wird ein breites Spektrum von Einflussfaktoren einbezogen, das von den institutionellen Rahmenbedingungen über individuelle Entscheidungen im Hauhaltskontext, den Arbeitsbedingungen und betrieblicher Personalstrategien bis hin zur Arbeitsmarktpolitik reicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die soziale Sicherung im Ruhestand stärker als bisher auf einer langen Erwerbsphase beruhen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany. (ZEW discussion paper 2009-079), Mannheim, 34 S.
Abstract
"Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt schränkte ab Februar 2006 die Bezugshöchstdauern des Arbeitslosengeldes für Ältere stark ein; je nach Altersgruppe um bis zu 14 Monate. Wir untersuchen dieses natürliche Experiment und zeigen: Bei den betroffenen Altersgruppen stiegen die Übergangsraten aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit in den drei Monaten vor der Reform deutlich an: Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Altersgruppe 57 bis 64 war die monatliche Übergangswahrscheinlichkeit sogar um etwa 120 Prozent höher, als ohne Reform zu erwarten gewesen wäre. Im Nachreform-Zeitraum bis Ende 2007 sanken die monatlichen Eintrittsraten Älterer in Arbeitslosigkeit deutlich ab; sie lagen bei den 57-64 Jährigen um gut 20 Prozent niedriger als ohne Reform. Ein Teil der geringeren Eintritte im Nachreform-Zeitraum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Übergänge in die Monate vor der Reform vorgezogen wurden. Da der Gesetzgeber die Bezugshöchstdauern bereits Anfang 2008 teils wieder verlängerte, lässt sich der exakte langfristige Reformeffekt leider nicht identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany. (IAB-Discussion Paper 25/2009), Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt schränkte ab Februar 2006 die Bezugshöchstdauern des Arbeitslosengeldes für Ältere stark ein; je nach Altersgruppe um bis zu 14 Monate. Wir untersuchen dieses natürliche Experiment und zeigen: Bei den betroffenen Altersgruppen stiegen die Übergangsraten aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit in den drei Monaten vor der Reform deutlich an: Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Altersgruppe 57 bis 64 war die monatliche Übergangswahrscheinlichkeit sogar um etwa 120 Prozent höher, als ohne Reform zu erwarten gewesen wäre. Im Nachreform-Zeitraum bis Ende 2007 sanken die monatlichen Eintrittsraten Älterer in Arbeitslosigkeit deutlich ab; sie lagen bei den 57-64 Jährigen um gut 20 Prozent niedriger als ohne Reform. Ein Teil der geringeren Eintritte im Nachreform-Zeitraum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Übergänge in die Monate vor der Reform vorgezogen wurden. Da der Gesetzgeber die Bezugshöchstdauern bereits Anfang 2008 teils wieder verlängerte, lässt sich der exakte langfristige Reformeffekt leider nicht identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Verkürzte Bezugsdauern für Arbeitslosengeld: Deutliche Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Verkürzte Bezugsdauern für Arbeitslosengeld: Deutliche Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 30/2009), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ab Februar 2006 veränderte der Gesetzgeber die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere von zuvor 32 Monaten auf 18 Monate. Kurz vor der Reform wurden relativ viele Ältere arbeitslos; nach dem Inkrafttreten waren es hingegen deutlich weniger als vorher. Das ZEW, das IAB und die Nottingham School of Economics haben die Effekte dieser Arbeitsmarktreform auf die Eintrittsraten der betroffenen Personengruppen in Arbeitslosigkeit genauer untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Übergangsraten aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Arbeitslosigkeit
- Monatliche Übergangsraten aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Arbeitslosigkeit 2003 bis 2007
- Geschätzte Effekte der Reform auf die Eintrittswahrscheinlichkeit in Arbeitslosigkeit
- Entwicklung der Leistungsempfängerquoten 2003 bis 2007
-
Literaturhinweis
Aktivierung und Kompetenzenentwicklung älterer Langzeitarbeitsloser: eine Evaluationsstudie (2009)
Filkorn, Marco;Zitatform
Filkorn, Marco (2009): Aktivierung und Kompetenzenentwicklung älterer Langzeitarbeitsloser. Eine Evaluationsstudie. Jena, 82 S.
Abstract
"Durch die Einführung der Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt in den Jahren 2002 bis 2005 wurde die Forderung nach eigeninitiativem Engagement der Arbeitslosen bei der Wiedererlangung von Beschäftigung mit dem Leitprinzip 'Fördern und Fordern' stark betont. Bisherige Forschung zeigt, dass langjährige Arbeitslosigkeit die Eigenaktivität und Eigeninitiative im Bewerbungsverhalten einschränkt. Somit sind Maßnahmen indiziert, die vor allem Langzeitarbeitslose aktivieren und für einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereiten. Eine Aktivierungsmaßnahme des Förderprogramms Perspektive 50plus wurde in dieser Diplomarbeit bezüglich der Frage evaluiert, ob sie eine Aktivierungs- und Umsetzungskompetenz bei älteren Langzeitarbeitslosen entwickeln kann. Hierzu wurden vor und 6 Monate nach Beginn der Aktivierungsmaßnahme von 90 Personen der Behandlungsgruppe und 44 Personen der Wartelisten-Kontrollgruppe ein Grundkompetenzprofil mit einer personalen, sozialkommunikativen, fachlich-methodischen und aktivitäts- und umsetzungsorientierten Kompetenz erhoben. Die Veränderungen auf der aktivitäts- und umsetzungsorientierten Kompetenz wurden mit Chi-Quadrat- sowie rangtest analysiert. Dem Ergebnis zufolge unterscheiden sich Behandlungs- und Kontrollgruppe nicht signifikant in dem Ausmaß der Veränderung dieser Kompetenz. Auf deskriptiver Ebene zeigt sich eine Unterschiedstendenz hin zur Wirksamkeit der Maßnahme. Zusätzlich zum Ergebnis der Evaluation konnten weitere Erkenntnisse zur dimensionalen Struktur des angewendeten Kompetenzmessverfahrens erlangt werden. Methodische Vorschläge für Forschung sowie Implikationen für die Gestaltung kommender Aktivierungsmaßnahmen werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Social security programs and retirement around the world: the relationship to youth employment. Introduction and summary (2009)
Zitatform
Gruber, Jonathan, Kevin Milligan & David A. Wise (2009): Social security programs and retirement around the world. The relationship to youth employment. Introduction and summary. (NBER working paper 14647), Cambridge, Mass., 74 S. DOI:10.3386/w14647
Abstract
"This is the introduction and summary to the fourth phase of an ongoing project on Social Security Programs and Retirement Around the World. The first phase described the retirement incentives inherent in plan provisions and documented the strong relationship across countries between social security incentives to retire and the proportion of older persons out of the labor force. The second phase documented the large effects that changing plan provisions would have on the labor force participation of older workers. The third phase demonstrated the consequent fiscal implications that extending labor force participation would have on net program costs-reducing government social security benefit payments and increasing government tax revenues. This volume presents the results of analyses of the relationship between the labor force participation of older persons and the labor force participation of younger persons in twelve countries. Why countries introduced plan provisions that encouraged older persons to leave the labor force is unclear. After the fact, it is now often claimed that these provisions were introduced to provide more jobs for the young, assuming that fewer older persons in the labor force would open up more job opportunities for the young. Now, the same reasoning is often used to argue against efforts in the same countries to reduce or eliminate the incentives for older persons to leave the labor force, claiming that the consequent increase in the employment of older person would reduce the employment of younger persons. The validity of such claims is addressed in this volume." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Optimal unemployment insurance for older workers (2009)
Zitatform
Hairault, Jean-Olivier, François Langot, Sébastien Ménard & Thepthida Sopraseuth (2009): Optimal unemployment insurance for older workers. (IZA discussion paper 4071), Bonn, 24 S.
Abstract
"This paper shows that optimal unemployment insurance contracts are age-dependent. Older workers have only a few years left on the labor market prior to retirement. This short horizon implies a more digressive replacement ratio. However, there is a sufficiently short distance to retirement for which flat unemployment benefits can be the optimal contract as the nearly retired unemployed workers rationally expect never to suffer from the punishment. This is why imposing a tax on the future job is particularly efficient in the context of older workers because the agency can now reward the job search by present employment subsidies. Moreover, we propose adopting a global approach to unemployment insurance by determining an optimal contract that integrates unemployment insurance and retirement pension systems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Neue Altersteilzeit (2009)
Hanau, Peter;Zitatform
Hanau, Peter (2009): Neue Altersteilzeit. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 26, H. 5, S. 225-228.
Abstract
"Für Aufstockungsbeträge zu einer 2010 beginnenden Altersteilzeit gibt es keine Leistungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mehr. Damit entfallen alle Bestimmungen des Altersteilzeitgesetzes (ATG), die sich nicht auf die Altersteilzeit im Allgemeinen, sondern auf die Voraussetzungen für die Förderung durch die Bundesagentur beziehen (dazu unten). Ganz neu ist die Einbettung der Altersteilzeit in das System der Langzeitkonten durch das am 1. 1. 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen und zur Änderung anderer Gesetze. Es gibt also bei der Altersteilzeit nicht nur regulatorischen Abbau, sondern auch zukunftsweisenden Aufbau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben - aber wie?: Altersteilzeit, Teilrente und Langzeitkonten - keine echten Alternativen zur "Rente mit 67" (2009)
Kerschbaumer, Judith;Zitatform
Kerschbaumer, Judith (2009): Flexibler Ausstieg aus dem Erwerbsleben - aber wie? Altersteilzeit, Teilrente und Langzeitkonten - keine echten Alternativen zur "Rente mit 67". In: Soziale Sicherheit, Jg. 58, H. 4, S. 125-132.
Abstract
"Die 'Rente mit 67' ist beschlossen. Doch nach wie vor streben viele Erwerbstätige - etwa aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der schwierigen Arbeitsmarktlage - einen Übertritt in die Rente vor dem 65. bzw. 67. Lebensjahr an. Doch die Politik will die Anhebung des regulären Renteneintrittsalters nicht revidieren. Stattdessen werden Alternativen unter dem Stichwort 'Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente' diskutiert. Dazu sollen die Rahmenbedingungen von Altersteilzeit, Teilrenten und Langzeitkonten gesetzlich so gestaltet werden, dass es künftig Aufgabe der Tarif- und Betriebsparteien sein wird, einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu organisieren und die Rente mit 67 zu verhindern. Für welche Beschäftigtengruppen sind die genannten Ansätze günstig? Wer sind die Gewinner(innen) und wer die Verlierer(innen)? Diesen Fragen geht der folgende Beitrag nach. Im ersten Teil werden die wesentlichen Flexibilisierungsinstrumente erörtert. Der zweite Teil untersucht Kombinationsmöglichkeiten dieser Instrumente sowie deren Vor- und Nachteile." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Aktivierung, Erwerbstätigkeit und Teilhabe: vier Jahre Grundsicherung für Arbeitsuchende (2009)
Zitatform
Koch, Susanne, Peter Kupka & Joß Steinke (2009): Aktivierung, Erwerbstätigkeit und Teilhabe. Vier Jahre Grundsicherung für Arbeitsuchende. (IAB-Bibliothek 315), Bielefeld: Bertelsmann, 354 S. DOI:10.3278/300656w
Abstract
"Dreieinhalb Jahre nach Einführung des SGB II und dem anschließenden Aufbau der SGB-II-Forschung am IAB werden mit diesem Buch erstmals die Befunde aus dieser Forschung zusammengefasst. Der gesetzliche Auftrag an das IAB ist umfassend angelegt: Es sollte untersucht werden, ob durch eine 'positive' Aktivierung der Betroffenen deren Teilhabe am Erwerbsleben und damit auch deren gesellschaftliche Teilhabe gefördert wird. Damit wurde die Evaluation im Verhältnis zur früheren Wirkungsforschung um wesentliche Dimensionen erweitert.
Die Darstellung folgt einer Prozessperspektive: Was geschieht mit Leistungsbeziehern im System der Grundsicherung? Wie kommt man ins System (und wer kommt hinein), wie werden die materiellen Leistungsfragen geklärt, was bedeutet Aktivierung, wie wirken die unterschiedlichen Instrumente, wer verlässt schließlich das System und wer bleibt dauerhaft im Leistungsbezug? Aus dieser Perspektive interessiert zunächst, welche Veränderungen gegenüber dem alten System aus Arbeitslosen- und Sozialhilfe in der 'Stunde Null' zu beobachten waren: Wer sind die Verlierer, wer die Gewinner der Reform? Die Entwicklung der materiellen Lage der Betroffenen wird mithilfe unterschiedlicher Ansätze und Konzepte untersucht. Daran knüpft sich die Frage, ob Aktivierung und Betreuung den Ausstieg aus dem SGB II - insbesondere hin zu eigenständiger Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit - befördern. Dabei geht es nicht nur um Aktivierungsdefizite der Betroffenen, sondern auch um die Probleme des Aktivierungsprozesses selbst. Die anschließende Analyse der individuellen Wirkungen arbeitsmarktpolitischer Interventionen im SGB II bestätigt bekannte Tendenzen: Betriebsnahe Instrumente schneiden besonders gut ab, öffentlich geförderte Beschäftigung hat ihre Tücken. Einige Erkenntnisse sind jedoch neu, etwa die Tatsache, dass die Instrumente aus dem SGB III auch im SGB II zu wirken scheinen. Die Analysen zu Jugendlichen, zur beruflichen Rehabilitation und zu Älteren im SGB II durchbrechen die Prozesslogik und sind in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Sie werden ergänzt durch Befunde zu Migranten und Frauen, zu denen das IAB aber nicht schwerpunktmäßig geforscht hat. Hier gibt es andere Studien, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben hatte. Abschließend werden Befunde zu den Wirkungen des SGB II auf den Arbeitmarkt insgesamt und zum Anteil der Reform am Rückgang der Arbeitslosigkeit präsentiert.
Insgesamt zeigt sich bei der Antwort auf die Frage, ob das SGB II durch Aktivierung gesellschaftliche Teilhabe fördert, ein gemischtes Bild. Die Grundtendenz scheint jedoch - alles in allem - positiv." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
E-Book Open Access -
Literaturhinweis
Rente mit 67: Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen (2009)
Leve, V.; Naegele, G.; Sporket, M.;Zitatform
Leve, V., G. Naegele & M. Sporket (2009): Rente mit 67. Voraussetzungen für die Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 42, H. 4, S. 287-291. DOI:10.1007/s00391-009-0054-4
Abstract
"Die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre durch die Bundesregierung im Frühjahr 2007 stellt Arbeitnehmende und Betriebe vor neue Herausforderungen. Gerade für ältere Arbeitnehmerinnen gestaltet sich aufgrund kumulierender Risiken die Weiterarbeitsfähigkeit bis zur individuellen neuen Regelaltersgrenze u. U. problematisch. Sie sind zum einen alterstypischen Beschäftigungsrisiken ausgesetzt, wie beispielsweise altersselektiven Rekrutierungsansätzen und einer überwiegend altersdiskriminierenden Personalpolitik in Betrieben. Zum anderen gibt es geschlechterspezifische Risiken, mit denen die Arbeitnehmerinnen über den Verlauf ihrer Erwerbsbiographie immer wieder konfrontiert werden und die häufig die Beschäftigungssituation im späteren Erwerbsverlauf stark beeinflussen. So sind ihre Erwerbsbiographien häufig von Unterbrechungen aufgrund von Vereinbarkeitsproblematiken, aber auch durch branchen- und arbeitsorganisationsabhängige geringere Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie geringere Einkommen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit geprägt. Darüber hinaus sind Frauen signifikant häufiger in Teilzeitbeschäftigung und zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnissen tätig. Gelingt es nicht, auch für benachteiligte Frauen die Weiterarbeit zu ermöglichen, droht nicht nur individuell ein unzureichendes Alterseinkommen, sondern der Volkswirtschaft auch ein kostspieliger Verlust an Humankapital und Sozialversicherungsbeiträgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigtentransfer als Instrument aktivierender Arbeitsmarktpolitik: Umsetzungsprobleme am Beispiel älterer Arbeitnehmer (2009)
Nink, Katja;Zitatform
Nink, Katja (2009): Beschäftigtentransfer als Instrument aktivierender Arbeitsmarktpolitik. Umsetzungsprobleme am Beispiel älterer Arbeitnehmer. (Studien zur Berufspädagogik 32), Hamburg: Kovac, 376 S.
Abstract
"Die Einführung und Umsetzung einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik stand im Zentrum der als 'Hartz-Reformen' bekannt gewordenen Maßnahmen. Damit wurde nicht nur der Akzent auf die verstärkte Eigenverantwortung des Einzelnen gelegt, sondern auch eine intensive Debatte um Leistungsanreize, Versorgung durch den Sozialstaat und Marktsteuerung ausgelöst. Grundlage für die Diskussion boten neben hohen Arbeitslosenzahlen auch die unübersehbaren demographischen Veränderungen mit einer Überalterung und Schrumpfung der Bevölkerung. Das Transferkurzarbeitergeld war eines der Instrumente, die im Zuge der Hartz-Gesetze reformiert wurden. In der Vergangenheit diente der Beschäftigtentransfer in Übereinstimmung mit Politik, Unternehmen und Gewerkschaften häufig dazu, älteren Arbeitnehmern eine Brücke in den Ruhestand zu bieten. Bei Einsatz einer Transfergesellschaft im Fall betrieblicher Entlassungen trat diese Zielgruppe nun vermehrt in den Blickpunkt der Vermittlung. Diese sollte unter anderem durch die Kürzung der Bezugsdauer von Transferkurzarbeitergeld verbessert werden. Anhand von Fallstudien mit über 50jährigen Arbeitnehmern in Transfergesellschaften wird in dem Buch untersucht, welche Auswirkungen die Ansätze der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik auf die Zielgruppe haben. Des Weiteren wird hinterfragt, in wieweit der Einsatz von Transfergesellschaften die Beschäftigungsfähigkeit der älteren Arbeitnehmer verbessert, und die Bedeutung individueller Einflussfaktoren auf die Wiedereingliederung in Beschäftigung erforscht. Die Untersuchung macht dabei deutlich, dass die Ansätze der Hartz-Reform der Situation älterer Arbeitnehmer in Transfergesellschaften nicht gerecht werden. Um die Beschäftigungsfähigkeit und die Eingliederungsmöglichkeiten älterer Arbeitnehmer nachhaltig zu verbessern, ist es erforderlich, weiterreichende Konzepte zu entwickeln. Dazu werden im Anschluss an die Analyse der empirischen Daten erste Ansätze vorgestellt und hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit überprüft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Was kostet der vorzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben? (2009)
Pimpertz, Jochen; Schäfer, Holger;Zitatform
Pimpertz, Jochen & Holger Schäfer (2009): Was kostet der vorzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben? In: IW-Trends, Jg. 36, H. 1, S. 19-35.
Abstract
"Der Staat fördert auf vielfältige Art und Weise den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Ein Verzicht auf diese Maßnahmen käme den Steuer- und Beitragszahler günstiger. Zwar würde ein Teil der bislang geförderten Personen in anderer Form Transfers beanspruchen, zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder eine vorgezogene Rente. Insgesamt resultieren aber auch dann noch Einsparungen von 2,9 bis 4,0 Milliarden Euro. Darüber hinaus verzichtet die deutsche Volkswirtschaft auch auf die Wertschöpfungspotenziale der älteren Menschen. Würden nur 20 Prozent der über die gesetzliche Altersteilzeit und den erleichterten oder verlängerten Arbeitslosengeldbezug geförderten Personen in den Arbeitsmarkt integriert, hätte das nominale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2007 zusätzlich um 0,44 Prozent zugelegt - selbst wenn deren Produktivität nur bei 80 Prozent des Durchschnitts liegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Unternehmensgründungen von Best Agern: Existenzgründung als Jungunternehmer ab 45 (2009)
Puls, Matthias;Zitatform
Puls, Matthias (2009): Unternehmensgründungen von Best Agern. Existenzgründung als Jungunternehmer ab 45. (Best Ager 07), Hamburg: Diplomica Verlag, 117 S.
Abstract
"In Zeiten des demographischen Wandels rückt die Personengruppe der Generation 45+ / 50+ mehr und mehr in den Fokus von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Wegen ihrer überdurchschnittlichen Finanz- und Vermögenssituation haben Best Ager bereits heute eine zunehmend starke Bedeutung für die Konsum- und Marktforschung. Im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel rückt die Best Ager Thematik und damit die Frage nach den besonderen Motiven und Umständen von Best Ager Gründungen in den Mittelpunkt der Entrepreneurship-Forschung. Das Buch befasst sich mit soziologischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten, die im Zusammenhang mit Existenzgründungen speziell Best Ager Gründungen stehen. Hierbei wird insbesondere auf den demographischen Wandel und Lebensphasenmodelle sowie deren Auswirkungen auf Best Ager Gründungen eingegangen. Darüber hinaus werden Verhaltensmuster von (potentiellen) Unternehmensgründern und Ansätze der Motivforschung zur Unternehmerpersönlichkeit dargestellt. Diese Studie stellt schließlich vorstellbare Modelllösungen dar und zeigt Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Don't raise the retirement age!: an experiment on opposition to pension reforms and east-west differences in Germany (2009)
Zitatform
Scheubel, Beatrice, Daniel Schunk & Joachim Winter (2009): Don't raise the retirement age! An experiment on opposition to pension reforms and east-west differences in Germany. (CESifo working paper 2752), München, 47 S.
Abstract
"For policy reforms to increase a society's welfare, reliable information on people's preferences and expectations is crucial. Representative opinion polls, often involving simplified questions about the complex topics under debate, are an important source of information for both policy-makers and the public. Do people's answers to these poll questions reliably reflect their preferences and expectations, or does fundamental, undiscriminating opposition to reforms distort them? We address this question in the context of a recent German pension reform which raised the statutory retirement age by two years to age 67. By introducing an experiment into a representative household survey, we are able to disentangle expectations of work ability at retirement and fundamental opposition. Our results show that expected work ability declines substantially with increasing target age (63, 65, or 67 years). Answers from West German respondents reflect their current life situation as well as individual health and other risk factors. However, a fundamental opposition to reforms of the welfare state appears to strongly affect responses from East German households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
In (die) Zukunft arbeiten: über die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit und die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen zur Integration älterer Erwerbsfähiger in den Arbeitsmarkt am Beispiel der Initiative "50plus in Oberfranken" (2009)
Serwill, Claudia;Zitatform
Serwill, Claudia (2009): In (die) Zukunft arbeiten. Über die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit und die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen zur Integration älterer Erwerbsfähiger in den Arbeitsmarkt am Beispiel der Initiative "50plus in Oberfranken". (Studien zur Berufs- und Professionsforschung 2), Hamburg: Kovac, 360 S.
Abstract
"Die stabil hohen Arbeitslosenzahlen Älterer beschäftigen seit Jahren die Wissenschaftler und Arbeitsmarktpraktiker. Der demographische Wandel - das Schreckgespenst von einer hoffnungslos überalternden Gesellschaft - verstärkt die Sorge um das labile Renten- und Sozialsystem. Die Politik kontert mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters. Damit versucht sie etwas zu erzwingen, was sich nicht erzwingen lässt: Beschäftigung bis 67 wo bisher häufig schon mit 50 Jahren die Langzeitarbeitslosigkeit droht. Schilderungen der aktuellen Arbeitsmarktentwicklungen sowie die Erörterung von Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Akteure zeigen den dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Neben betrieblichen Ansätzen werden auch politische aktuelle Arbeitsmarktinitiativen diskutiert und gleichzeitig die Aussichten für jeden einzelnen Menschen als freies und für sich selbst verantwortliches Individuum aufgezeigt. Neben den subjektiven Voraussetzungen für ein 'Gesamtkunstwerk Ich' bildet eine Betrachtung über Wahrnehmung und Selektionsmechanismen die Argumentationsgrundlage. Die Studie untersucht anhand einer umfangreichen Auswertung die Auswirkungen einer arbeitsmarktpolitischen Initiative. Im Vordergrund steht die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen auf die Beschäftigungschancen Älterer. Verzeichnet werden dabei Tendenzen und Auswirkungen einer zunehmenden Verlagerung der Verantwortung für eine dauerhafte Beschäftigungsfähigkeit hin zu den Individuen: Das 'unternehmerische Selbst' als Realfiktion des 21. Jahrhunderts." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
