Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum (1990)
Schmalwasser, Oda; Rahneberg, Helmut; Lange, Dieter;Zitatform
Schmalwasser, Oda, Dieter Lange & Helmut Rahneberg (1990): Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Forschungsreihe 16/90), Berlin, 54 S., Anhang.
Abstract
"Mit der Studie soll ausgehend von einer kurzen Charakteristik der Situation der Volkswirtschaft der DDR zum Zeitpunkt der Vereinigung eine Einschätzung der zukünftig zu erwartenden Entwicklung vorgenommen werden. In Anbetracht der Kompliziertheit und Komplexität des gesamten Transformationsprozesses und fehlender Erfahrungen der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen sind erste mögliche Schätzungen natürlich mit großen Unwägbarkeiten belastet. Bezüglich der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen gehen die Meinungen noch teilweise sehr weit auseinander, und Erfahrungen punktueller struktureller Anpassungsprozesse in der Bundesrepublik sind nicht ohne weiteres auf das Ausmaß notwendiger struktureller Wandlungen in der gesamten ehemaligen DDR anwendbar." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
The economic integration of Germany - an update (1990)
Siebert, Horst;Zitatform
Siebert, Horst (1990): The economic integration of Germany - an update. (Kieler Diskussionsbeiträge / Institut für Weltwirtschaft 160a), Kiel, 37 S.
Abstract
Der Aufsatz ist eine Aktualisierung (September 1990) der Ausführungen des Autors vom Mai 1990 mit dem Titel "The economic Integration of Germany". Es werden allgemeine wirtschaftliche Aspekte des Zusammenschlusses behandelt, ohne speziellen Arbeitsmarktbezug. (IAB)
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Literaturhinweis
Der lange Abschied vom Sozialismus: Grundriß einer neuen Wirtschafts- und Sozialordnung (1990)
Zitatform
Wehner, Burkhard (1990): Der lange Abschied vom Sozialismus. Grundriß einer neuen Wirtschafts- und Sozialordnung. Frankfurt: Hain, 243 S.
Abstract
"Nach ihrem politischen Kollaps suchen jetzt die sozialistischen Staaten, allen voran die DDR, mit rasantem Tempo den Anschluß an die soziale Marktwirtschaft. Doch ist dieses Modell fehlerfrei? Können die sozialistischen Staaten von heute auf morgen mit ihren Erblasten brechen? Der Autor entwickelt auf der Grundlage einer distanzierten Analyse der ökonomischen und ideologischen Gegebenheiten in den sozialistischen Staaten ein post sozialistisches Modell, einen 'Dritten Weg': nicht zwischen Sozialismus und real existierendem Kapitalismus, sondern auf der Grundlage der Kritik an beiden Modellen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Die deutsche Einigung, die europäische Integration und die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes (1990)
Werner, Heinz;Zitatform
Werner, Heinz (1990): Die deutsche Einigung, die europäische Integration und die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 504-510.
Abstract
"Mit der Herstellung der deutschen Einheit findet im Prinzip das Recht der Europäischen Gemeinschaft auch für das Gebiet der ehemaligen DDR Anwendung. Dies gilt insbesondere für die sogenannten Gemeinschaftspolitiken. Hierunter fallen vor allem die Handelspolitik (gemeinsamer Außenzoll, Marktzugangsregelungen gegenüber Drittländern für bestimmte Produkte, Herstellung gleicher Wettbewerbschancen für den Handelsaustausch), die Agrarpolitik (garantierte Preise, Quotenregelung), die Wettbewerbspolitik (Kontrolle staatlicher Beihilfen), die Strukturförderung und das Programm zur Schaffung des europäischen Binnenmarktes. Insbesondere die Integration in Austauschbeziehungen mit den westlichen Ländern wirft für die Wirtschaft in den neuen Bundesländern erhebliche Anpassungsprobleme auf. Dies deshalb, weil die ehemalige DDR stark auf Autarkie und auf den früheren Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) ausgerichtet war. Dies gilt auch für die Landwirtschaft. Allerdings profitiert letztere auch von den garantierten Preisen der EG. Zum Wettbewerbsrecht ist zu bemerken, daß zur Unterstützung des Umstruktierungsprozesses im Beitrittsgebiet auch nach Meinung der Kommission staatliche Beihilfen erforderlich sind. Andererseits dürfen aber deren mögliche wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen nicht verkannt werden. Bei der Strukturpolitik handelt es sich vor allem um die Mittelvergabe aus den Strukturfonds. Da die Mittelbindung und die Zusagen aus den Fonds an die EG-Mitgliedstaaten bereits bis 1993 festgelegt sind, kann es sich im Falle der Förderung in den neuen Bundesländern nur um zusätzliche EG-Mittel handeln. Bis 1993 werden zusätzlich 3 Milliarden DM für die Förderung bereitgestellt. Die Zonenrandförderung und die Berlinförderung soll wegfallen. Von den bisher schon verabschiedeten Binnenmarktrichtlinien wird es einige Ausnahmen für das Beitrittsgebiet geben, vor allem bei den technischen Vorschriften und dem Verbraucherschutz. Diese Ausnahmen berühren aber nicht den Kern des Binnenmarktprogramms: (1) 80 Prozent der Binnenmarktregeln werden ohne Übergangszeit in den neuen Bundesländern übernommen. (2) Ausnahmen gelten in der Regel grundsätzlich höchstens bis Ende 1992 und berühren damit nicht die Vollendung des Binnenmarktes. (3) Die Ausnahmen gelten nur für Produkte aus dem Beitrittsgebiet, die dort verbraucht werden." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (1990)
Zitatform
(1990): Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 18. Mai 1990 über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/7350 (07.06.1990)), 144 S.
Abstract
"Der Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ist mit dem Ziel geschlossen worden, in Freiheit die Einheit Deutschlands in einer europäischen Friedensordnung alsbald zu vollenden. Er ist getragen von dem Willen, die Soziale Marktwirtschaft als Grundlage für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung mit sozialem Ausgleich und sozialer Absicherung und Verantwortung gegenüber der Umwelt auch in der Deutschen Demokratischen Republik einzuführen und hierdurch die Lebens- und Beschäftigungsbedingungen ihrer Bevölkerung stetig zu verbessern. Der Vertrag schafft einen einheitlichen Währungsraum im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik mit der Deutschen Mark als gemeinsamer Währung." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag (1990)
Zitatform
(1990): Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/7760 (31.08.1990)), 378 S.
Abstract
Text des Einigungsvertrags.
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Literaturhinweis
Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (1990)
Zitatform
(1990): Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/8472 (15.11.1990)), 432 S.
Abstract
Der Sachverständigenrat analysiert die wirtschaftliche Lage im Jahre 1990, prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung im Jahre 1991 und behandelt dann die Aufgaben und Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik für 1991 und danach. Im Zentrum der Überlegungen stehen die Probleme im Zusammenhang mit der Hinführung der Wirtschaft der ehemaligen DDR zur Sozialen Marktwirtschaft. (IAB)
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Literaturhinweis
Integration der ostdeutschen Wirtschaft in die Gemeinschaft (1990)
Zitatform
(1990): Integration der ostdeutschen Wirtschaft in die Gemeinschaft. In: Europäische Wirtschaft H. 46, S. 197-208.
Abstract
Die Integration der ostdeutschen Wirtschaft in ein vereinigtes Deutschland und in die Gemeinschaft bringt große Herausforderungen mit sich. Vor allem handelt es sich um einen raschen und drastischen Weg der Umwandlung einer zentralen Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft. Die künftige Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland wird daher nicht ohne Folgen für die Anpassungsprobleme der übrigen osteuropäischen Länder bleiben. In Teil 2 dieses Kapitels werden die Anpassungsprobleme behandelt, denen sich die ostdeutsche Wirtschaft heute gegenübersieht. Teil 3 bewertet die entsprechenden Herausforderungen für die deutsche Wirtschaftspolitik und im 4. Teil geht es vor allem um wirtschaftlich bedeutsame Bereiche und deren Entwicklung. (IAB2)
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Literaturhinweis
Sondermemorandum Sozial-ökologisches Sofortprogramm: Risiken der deutsch-deutschen Währungsunion auffangen (1990)
Zitatform
(1990): Sondermemorandum Sozial-ökologisches Sofortprogramm. Risiken der deutsch-deutschen Währungsunion auffangen. In: Memo-Forum H. 16, S. 2-68.
Abstract
In dem Memorandum wird zunächst kritisiert, daß die wirtschaftliche Vereinigung der beiden deutschen Staaten ohne ökonomische Konzeption erfolgte. Die wirtschaftlichen und sozialen Gefahren des schnellen Anschlusses werden beschrieben. Danach wird die Skizze eines Auf- und Umbauprogramms für die DDR vorgelegt, dessen Schwerpunkte die Energie-, Wasser- und Verkehrspolitik sind. Im nächsten Abschnitt werden die Anpassung und der Neuaufbau der sozialen Sicherung in der DDR behandelt. Drängende Probleme werden bei der Schaffung einer effizienten Arbeitsverwaltung und Arbeitslosenversicherung, beim Aufbau einer lebensstandardsichernden Altersversorgung, im Gesundheitswesen, bei der Sicherung der Rechte von Frauen und Familien und beim Aufbau und der Stärkung der Gewerkschaften gesehen. Abschließend wird zur Finanzierung der Sanierungskosten Stellung genommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Die ostdeutsche Wirtschaft 1990/1991: Trends und Perspektiven (1990)
Abstract
Der Beitrag stellt ein Szenarium der möglichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Region Ostdeutschland für den Zeitraum bis Ende 1991 vor, das in zwei Varianten erarbeitet wurde." Die erste (optimistische) Variante geht davon aus, daß durch den zügigen Ausbau der Marktstrukturen und geeignete Maßnahmen der Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für eine deutliche Belebung unternehmerischer Aktivitäten geschaffen werden können, so daß der Leistungsabfall gebremst wird und, beginnend mit dem Frühsommer 1991 ein Aufwärtstrend einsetzt. Die zweite Variante beruht auf der Annahme, daß dieser Prozeß nur zögernd vorankommt und insbesondere im Osthandel der negative Trend weiter anhält. Dennoch ist auch dieses Szenario mit einem beginnenden Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte 1991 verbunden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Ende der Talfahrt für die ostdeutsche Wirtschaft in Sicht? (1990)
Abstract
"Seit Juli 1990 wird der Konjunkturverlauf in den östlichen Gebieten der Bundesrepublik mittels der bewährten Verfahren des Konjunkturtests des Ifo-Instituts München gemeinsam mit dem IAW Berlin beobachtet. Systematisch wird der Befragtenkreis erweitert und damit das Gewicht der gewonnenen Aussagen erhöht. Jetzt liegen die Ergebnisse für die Situation in den Unternehmen im Oktober 1990 vor." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Strukturpolitik und Integration: ordnungspolitische Herausforderungen für Deutschland (1991/92)
Holzheu, Franz;Zitatform
Holzheu, Franz (1991/92): Strukturpolitik und Integration. Ordnungspolitische Herausforderungen für Deutschland. In: Finanzarchiv, Jg. 49, H. 3, S. 375-405.
Abstract
Mit den wirtschaftlichen Problemen in Ostdeutschland einerseits und der europäischen Integration (Binnenmarkt, Maastrichter Verträge) andererseits gewinnen Probleme der Strukturanpassung und struktur- und industriepolitische Kontroversen an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Autor kritisch mit der strukturpolitischen Konzeption des Sachverständigenrats (Jahresgutachten 1991/92) auseinander. Die Konzeption des SVR, die Strukturpolitik auf das ordnungspolitische Setzen von Rahmenbedingungen beschränken will, wird demnach den spezifischen Problemen in Ostdeutschland nicht gerecht. Ferner vernachlässige der SVR die industrie- und ordnungspolitischen Implikationen der Maastrichter Verträge. (IAB)
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Literaturhinweis
Forschungseinrichtungen der neuen Bundesländer (1992 bis 1994)
Abstract
"Dokumentiert werden ca. 2500 Einrichtungen der neuen Bundesländer, in denen Forschung und Entwicklung durchgeführt werden, über 8000 Personen werden genannt. Zu 12 000 Stichworten aller Sachgebiete von 'AAS' bis 'Zytostatika' findet man eine Entsprechung. Nachgezeichnet wird die Vielfalt großer und kleiner Standorte von der Entwicklungsabteilung im Wirtschaftsunternehmen über Forschungs GmbH, von der Fakultät und dem Fachbereich der Universität und Hochschule bis zum Forschungsinstitut des Bundes, des Landes und der Blauen Liste, von der neu gegründeten Einrichtung oder Außenstelle der Max-Planck-Gesellschaft un der Deutschen Forschungsgemeinschaft über das künstlerische, museale oder klerikale Forschungsgebiet bis zum selbständigen Einzelwissenschaftler. In diesem Buch sind Aktiengesellschaften, GmbH's Kommanditgesellschaften, Handwerksbetriebe und Konstruktionsbüros, Stiftungen und Vereine in verschiedensten Eigentumsformen zu finden. Es enthält Themen der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung sowie der Entwicklung und Konstruktion, komplettiert mit speziellen Dienstleistungen und Kooperationsangeboten. Das Buch beruht auf einer Fragebogenerhebung, die durch die Forschungsagentur Berlin GmbH durchgeführt wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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