Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Zurück zur Übersicht- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
-
Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben (2003)
Achatz, Juliane;Zitatform
Achatz, Juliane (2003): Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben. In: J. Allmendinger (Hrsg.) (2003): Entstaatlichung und soziale Sicherheit : Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002. Teil 1 und 2, S. 1-8.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob sich ost- und westdeutsche Betriebe hinsichtlich der Beschäftigung von Frauen in akademischen Berufen unterscheiden. Mit einer Sekundäranalyse von Daten aus der Beschäftigtenstatistik und dem Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird die Geschlechterzusammensetzung von hochqualifizierten Berufen im Jahr 1997 auf betrieblicher Ebene untersucht. Vergleichende Arbeiten zur geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation in der DDR und in der BRD zeigen ein unterschiedliches Ausmaß und auch ein unterschiedliches Muster der Geschlechterzusammensetzung von Berufen und Tätigkeiten in den beiden deutschen Staaten. Die berufliche Geschlechtertrennung in der DDR lag über dem hohen Niveau der Bundesrepublik. Dennoch waren ostdeutsche Frauen in administrativen, leitenden und professionellen Tätigkeiten stärker vertreten als westdeutsche. Nach der Wende kam es im Zuge der Restrukturierung von Berufs- und Arbeitsmärkten zu einer Annäherung der Segregationsmuster zwischen beiden Landesteilen. Allerdings belegen betriebliche Einzelfallstudien zum Teil auch mehrdeutige und widersprüchliche Entwicklungen. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen die These, dass eine Trennungslinie zwischen Ost und West existiert. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR haben institutionalisierte Praktiken überlebt, die für hochqualifizierte Frauen nach wie vor vorteilhaft sind. In den alten Bundesländern bieten vor allem solche Betriebe aussichtsreiche Beschäftigungschancen, in denen durch traditionelle Geschlechterstereotype gestützte, geschlechterdifferierende Personalroutinen und -praktiken noch nicht Platz greifen konnten, bzw. die solche Personalpraktiken implementiert haben, die dem 'enactment' von geschlechtstypischen Stellenzuweisungen entgegenwirken können. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004 (2003)
Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Susanne Koch, Emil Magvas, Leo Pusse, Thomas Rothe & Eugen Spitznagel (2003): Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 1, S. 7-45.
Abstract
"Nach einem Rückblick auf die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den letzten Jahren wird auf der Basis einer Alternativprojektion eine Vorausschau auf Tendenzen in den Jahren 2003 und 2004 gegeben. Im Anschluss werden ausgewählte Themen ausführlicher behandelt (Außenwirtschaftliche Entwicklungen, Arbeitsmarktdynamik und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland). Die seit 2001 anhaltende weltwirtschaftliche Schwäche hat die deutsche Volkswirtschaft aufgrund ihrer engen Außenverflechtung belastet. Dennoch verhinderte die relativ stabile Entwicklung der Exporte zuletzt ein noch schwächeres gesamtwirtschaftliches Ergebnis. Eine selbsttragende binnenwirtschaftliche Eigendynamik blieb in Deutschland bislang aus. Wesentliche Konjunkturimpulse für die Weltwirtschaft können zur Zeit fast ausschließlich von der US-Ökonomie erwartet werden. Die Perspektiven für den deutschen Arbeitsmarkt 2003 haben sich nach zwei Jahren wirtschaftlicher Stagnation nicht aufgehellt. Mit einer schnellen und kräftigen Konjunkturbelebung ist derzeit nicht zu rechnen. Die Erwerbstätigkeit wird tendenziell weiter sinken und die Unterbeschäftigung erneut kräftig steigen. Die traditionellen Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung der BA vermeiden offene Arbeitslosigkeit und entlasten insoweit den Arbeitsmarkt zwar in erheblichem Umfang, aber mit abnehmender Tendenz. Die auf unmittelbare Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zielenden Maßnahmen nehmen kräftig zu. Unter den herrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte ihr Wirkungsgrad aber bescheiden sein. Schließlich sind wichtige Schritte zur Reform des Arbeitsmarktes eingeleitet worden. Mit spürbaren Wirkungen ist aber erst allmählich zu rechnen. Auch wenn sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr belebt und die Wirtschaft 2003 um 0,5 % wächst, kann erst gegen Ende des Jahres 2003 mit einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt gerechnet werden. Im Jahresdurchschnitt wären rd. 4,4 Mio. Arbeitslose zu verzeichnen, 340.000 mehr als im Vorjahr. Die Analyse zeigt, dass es auch bei hoher und steigender Unterbeschäftigung erhebliche Bewegungen am Arbeitsmarkt gibt, namentlich zwischen Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Sie belegen die prinzipielle Funktionstüchtigkeit des Arbeitsmarkts. Im Zusammenspiel mit einer außenwirtschaftlichen Belebung und den Arbeitsmarktreformen wäre dann im Jahr 2004 eine merkliche Besserung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Aber auch bei 2% Wirtschaftswachstum wäre aus heutiger Sicht mit einer Zahl vom 4,35 Mio. Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Unternehmensbezogene Dienstleistungen in Ostdeutschland: eine Auswertung der Dienstleistungsstatistik (2003)
Beer, Siegfried;Zitatform
Beer, Siegfried (2003): Unternehmensbezogene Dienstleistungen in Ostdeutschland. Eine Auswertung der Dienstleistungsstatistik. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 12, S. 342-349.
Abstract
"Der Dienstleistungsbereich war im Vergleich zu den meisten anderen Wirtschaftsbereichen bis vor kurzem durch die amtliche Statistik erheblich unterbelichtet. Dadurch waren auch die Voraussetzungen für Analysen begrenzt. Mit der Einführung der Dienstleistungsstatistik haben sich die Bedingungen dafür verbessert. Das gilt insbesondere für die unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Erstmalig durchgeführt wurde die Erhebung für das Jahr 2000. In dem Beitrag werden erste Untersuchungsergebnisse für die neuen Bundesländer vorgestellt. Aus der Erhebung geht u. a. hervor, dass die Unternehmen der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, die in Ostdeutschland ihren Hauptsitz haben, im Durchschnitt rund neun Beschäftigte aufweisen. Damit sind sie, von der Personenzahl her betrachtet, geringfügig kleiner als die Unternehmen in Westdeutschland. Ihr durchschnittlicher Umsatz belief sich auf rund 380 000 Euro, was etwa 40 % des durchschnittlichen Umsatzes ist, den die Unternehmen in Westdeutschland erzielten. In der Arbeitsproduktivität erreichten die Unternehmen der unternehmensbezogenen Dienstleistungen in Ostdeutschland im Jahr 2000 einen Wert, der etwas mehr als der Hälfte des durchschnittlichen Produktivitätsniveaus in Westdeutschland entspricht. Ein Hauptgrund dafür besteht offenbar darin, dass die Unternehmen in Ostdeutschland niedrigere Erlöse wegen der deutlich geringeren Größe der Unternehmen erzielen, die diese Leistungen in Anspruch nehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ökologische Modernisierung: erneuerbare Energien in Niedersachsen. Chancen für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze (2003)
Behrendt, Dieter;Zitatform
Behrendt, Dieter (2003): Ökologische Modernisierung. Erneuerbare Energien in Niedersachsen. Chancen für neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze. (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 95), Düsseldorf, 104 S.
Abstract
"Für Niedersachsen sind die erneuerbaren Energien zum nachhaltigen Innovations- und Beschäftigungsmotor geworden mit einem Gesamtbeschäftigungseffekt von 13.000 Stellen allein in 2002. Im Bundesgebiet sind inzwischen in diesem Sektor mehr als 130.000 Menschen beschäftigt. Die durchschnittlichen Wachstumsraten in den letzten Jahren lagen zwischen 20 - 50 %. Über die gesamte Wertschöpfungskette gerade in strukturschwachen Branchen wie der Stahl-, Werft- und Metallindustrie, aber auch im Handwerk, bei Dienstleistungen inkl. Wissenschaft, Forschung und Weiterbildung werden neue Arbeitsplätze geschaffen, bestehende gesichert. Bislang treibt vor allem die Windkraftindustrie die Entwicklung in Niedersachsen voran - zunächst mit Anlagen für Standorte auf dem Binnenland. Inzwischen werden neue, leistungsstärkere Anlagen entwickelt für Windparks off-shore in Küstennähe. Die Biomassenutzung mit ihrem großen Potenzial im landwirtschaftlich geprägten Flächenland Niedersachsen ist erst im Entstehen, Photovoltaik, Solar-, Geothermie noch wenig entwickelt. Arbeitsplatzintensiv gerade im strukturschwachen Bauhandwerk und in der Bauindustrie kann zudem ein Programm für die nachhaltige, energetische Sanierung des Gebäudebestandes werden. Die Studie von Dietrich Behrendt arbeitet die Stärken des Standortes Niedersachsen auf, weist auf politischen Handlungsbedarf hin, um neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Studie zeigt u.a. dass sich die mangelde Qualifikation des Arbeitsangebotes schon zur Wachstumsbremse entwickelt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Standort München - Medienwirtschaft und Fahrzeugbau: regionale Netzwerke und regionaler Arbeitsmarkt als Erfolgsfaktoren (2003)
Biehler, Hermann; Weber, Nicole; Sargl, Manfred; Pousinis, Andreas; Sedlmaier, Florian; Sträter, Detlev; Genosko, Joachim;Zitatform
Biehler, Hermann, Joachim Genosko, Manfred Sargl & Detlev Sträter (2003): Standort München - Medienwirtschaft und Fahrzeugbau. Regionale Netzwerke und regionaler Arbeitsmarkt als Erfolgsfaktoren. (Standortdebatte), Marburg: Schüren, 228 S.
Abstract
"Für den Standort München wird die new economy-Branche Medienwirtschaft mit dem Fahrzeugbau aus der old economy verglichen. Basis des Vergleichs ist die Theorie der kumulativen Prozesse zirkulärer Verursachung, wie sie von Myrdal entwickelt worden ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie sich die Region München auf Grund ihrer Standortausstattung gegen nachteilige regionalwirtschaftliche Entwicklungen abschotten respektive ob und wie sie ihren Vorsprung gegenüber anderen Regionen sogar noch ausbauen kann. Die empirischen Ergebnisse, die einer DFG-Untersuchung entnommen sind, führen dabei zu interessanten Ergebnissen. Ganz allgemein ist festzustellen, dass die spezifische Ausstattung des Standortes München für die Medienwirtwirtschaft wichtiger zu sein scheint als für den Fahrzeugbau. Der Fahrzeugbau hat eher den Charakter einer footlose industry. Die Aussagen der traditionellen Regionaltheorie treffen eher auf die moderne Medienwirtschaft als auf den alten Fahrzeugbau zu. Allerdings werden die Aussagen für die Medienwirtschaft differenzierter, wenn man nach den Teilbereichen Buch, Musikproduktion, Filmproduktion, Multimedia unterscheidet. Im Fahrzeugbau werden tendenziell lohnkostenintensive Routinetätigkeiten aus der Region München verlagert. In der Medienwirtschaft werden zunehmend die Normalarbeitsverhältnisse durch Arbeitsverhältnisse für feste freie Mitarbeiter ersetzt, die nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch die für ihre Arbeit notwendige Kapitalausstattung mitbringen. Von den Betroffenen selbst wird die freie Mitarbeit nicht unbedingt als prekäres Arbeitsverhältnis angesehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe (2003): Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland. In: vhw-Forum Wohneigentum. Zeitschrift für Wohneigentum in der Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft, Jg. 4, H. 5, S. 247-251.
Abstract
In dem Beitrag wird über unterschiedliche Entwicklungspfade von Regionen an Hand von Ergebnissen des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) berichtet. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit qualitativen und quantitativen Methoden untersucht. Es wird festgestellt, dass sich die regionalen Disparitäten innerhalb des Ostens vertiefen. Sie weisen eine relativ kleinräumige Struktur auf. Benachteiligt sind vor allem die ländlichen Gebiete weitab der Zentren. Auf der Ebene von Bundesländern findet hingegen eher eine Angleichung statt. Die regionale Entwicklung der Beschäftigung wird auch in Ostdeutschland durch Branchenstrukturen beeinflusst. Daneben spielen aber auch die regionalen Löhne und die Qualifikationsstruktur der Arbeitskräfte eine Rolle. Das Erbe der von Kombinaten geprägten Monostrukturen der späten DDR hat die regionale Beschäftigungsentwicklung negativ beeinflusst. (IAB)
-
Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe, Anette Haas & Katja Wolf (2003): Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 4, S. 476-492.
Abstract
"In dem Aufsatz werden die Wirkungen regionaler Lohnunterschiede auf die Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland untersucht. Dazu wird eine Modellvorstellung kurz entwickelt, die vor allem auf unterschiedliche Marktkonstellationen einzelner Wirtschaftszweige abzielt. Als empirischer Ansatz wird eine Shift-Share Regression verwendet, die erlaubt, regionale Lohnunterschiede auf die Entwicklung einzelner Wirtschaftszweige zu beziehen. Tatsächlich zeigen sich mit Daten der Beschäftigtenstatistik gegensätzliche Effekte des regionalen Lohnniveaus. Ebenfalls getestet werden die Einflüsse der regionalen Lohnentwicklung, die jedoch einheitlicher ausfallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland: Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe & Anette Haas (2003): Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland. Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Nürnberg, 25 S.
Abstract
"In der Untersuchung wird zur Analyse der regionalen Beschäftigungsentwicklung ein Modell verwendet, das auf dem klassischen Shift-Share-Ansatz der Regionalökonomie aufbaut. Durch die Übertragung in ein regressionsanalytisches Modell (als constraint least square zweistufig geschätzt) wird neben der Zerlegung der Entwicklung in Struktur- und Standorteffekte erreicht, dass theoriegeleitet weitere Variablen einbezogen werden. Für die Untersuchung stehen detaillierte regionale Daten auf Kreisebene aus der Beschäftigtenstatistik für die Jahre 1993 bis 2001 und verschiedene BA Statistiken zur Verfügung. Die abhängige Variable ist die Beschäftigungsentwicklung in einer bestimmten Branche eines ostdeutschen Kreises. Die exogenen Determinanten bilden u.a. die Branchenstruktur und -konzentration, das regionale Qualifikations- und Lohnniveau. Somit können branchen- und regionalspezifische Einflüsse gesondert kontrolliert werden. Der Ansatz umgeht durch die Auswahl der Erfolgsvariablen das Problem der Endogenität von Maßnahmeausgaben und Arbeitsmarktlage, da nach der Verteilungsformel für die Mittel der Arbeitsmarktpolitik die Beschäftigungsentwicklung kaum eine Wirkung auf den Mitteleinsatz ausübt. Neben ABM/SAM werden auch die Ausgaben für Weiterbildung (FbW) als unabhängige Variablen integriert. Die Resultate zeigen für die Arbeitsmarktpolitik nicht signifikante Effekte im Falle von ABM/SAM, während bei FbW ein signifikanter positiver Einfluss sichtbar wird. Weiterbildung unterstützt demnach die regionale Beschäftigungsentwicklung, Erwerbschancen steigen durch die Anpassung der beruflichen Qualifikationen an die Arbeitsnachfrage. Der direkte Kapazitätseffekt der Beschäftigung schaffendenden Maßnahmen wurde soweit möglich heraus gerechnet. Weiteres Ergebnis der Analysen ist der Nachweis einer heterogenen Beschäftigungsentwicklung in Abhängigkeit von den jeweiligen Branchen und Kreisen. Regionen mit überdurchschnittlich qualifizierten Beschäftigten und mit mittelgroßen Betrieben erzielen relativ günstige Ergebnisse. Hohe Grade von Branchenkonzentrationen wirken sich eher negativ aus. Überdurchschnittliche regionale Löhne haben auf die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen differenzierte, aber zumeist negative Wirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen (2003)
Blien, Uwe ; Eickelpasch, Alexander; Blume, Lorenz; Geppert, Kurt; Maierhofer, Erich; Wolf, Katja ; Blien, Uwe ; Vollkommer, Dieter;Zitatform
(2003): Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 267), Nürnberg, 493 S.
Abstract
"Die ostdeutschen Regionen haben seit der Vereinigung mit Westdeutschland bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer gehen die Bewertungen des wirtschaftlichen Aufholprozesses der neuen Bundesländer noch weit auseinander. Die Entwicklung der Regionen Ostdeutschlands von 1993 bis 1999 ist Gegenstand der Analysen. Ziel ist es, Ursachen für unterschiedliche Entwicklungspfade herauszuarbeiten. Ansatz, Theorie, Daten, Methoden und vor allem die Ergebnisse der Untersuchungen werden umfassend dargestellt. Die Ergebnisse beruhen auf einer selten angewandten Kombination von flächendeckenden quantitativen und von qualitativen Methoden in Fallstudien. Eingeschlossen sind Aussagen zu verschiedenen arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die ebenfalls einem Test unterzogen werden konnten. Wichtige Fragen zur Regionalentwicklung konnten sehr differenziert bearbeitet werden: Wie wirkt sich die sektorale Spezialisierung auf die regionale Entwicklung aus? Welchen Einfluss hat die Lage einer Region auf die Beschäftigungsentwicklung? Welche Effekte haben verschiedene wirtschaftspolitische Instrumente und welchen Einfluss hat die regionale Lohnentwicklung? Wie wirkt sich die Rolle lokaler 'Leitpersönlichkeiten' aus? Die Ergebnisse sind nicht nur relevant für die Erklärung von Vorgängen in den Regionen Ostdeutschlands. Sie dienen generell dazu, Einsicht über ökonomische Prozesse zu gewinnen und wichtige Fragen von allgemeiner Bedeutung zu klären.
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktverhalten und Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe: Auswertung des IAB-Betriebspanels für Hamburg 2001 (2003)
Borrmann, Christine; Keller, Dietmar;Zitatform
Borrmann, Christine & Dietmar Keller (2003): Arbeitsmarktverhalten und Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe. Auswertung des IAB-Betriebspanels für Hamburg 2001. (HWWA-Report 223), Hamburg, 108 S., Anhang.
Abstract
Vorgestellt werden Ergebnisse des IAB-Betriebspanels aus dem Jahre 2001 zum Arbeitmarktverhalten und zur Leistungsfähigkeit Hamburger Betriebe. Es wurden dieselben Betriebe wie im Jahr 2000 schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Befragung stand das Innovationsverhalten der Betriebe. Als Ergebnisse lassen sich u.a. festhalten: Die Struktur der Betriebe verschiebt sich weiterhin in den Dienstleistungssektor. Die Beschäftigung wuchs um 2,3 Prozent gegenüber einem Prozent in Westdeutschland. Trotz Rückläufigkeit dominieren die 'Normalarbeitsverhältnisse'. Teilzeit-Arbeit sowie befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. In der Hälfte der Betriebe werden bezahlte und unbezahlte Überstunden geleistet. Die Ausbildungssituation hat sich weiterhin verschlechtert. Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen leisten sich 33 Prozent der Betriebe gegenüber 36 Prozent in Westdeutschland. Der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb ist bedingt durch die Größe der Betriebe in Hamburg höher als in Westdeutschland. Jedoch ist der Umsatz pro Beschäftigten gesunken, was auch für die Wertschöpfungsproduktivität gilt. Es wird in Hamburg mehr verdient als in den anderen Referenzregionen. Die Exportleistung ist zurückgegangen. Die Investitionstätigkeit bewegt sich weitgehend im westdeutschen Durchschnitt, doch wird der Modernitätsgrad der Betriebe subjektiv niedriger eingeschätzt. Die Ergebnisse der Studie weisen auf eine hohe Innovationsbereitschaft der Betriebe hin. Fazit: Die Hamburger Betriebe konnten ihre vor allem hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gute oder sogar führende Position im Bundesvergleich bewahren. Allerdings ist der Abstand geringer geworden. (IAB)
-
Literaturhinweis
Aktueller und künftiger Fachkräftemangel und Fachkräftebedarf: eine Analyse für die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin (2003)
Bosch, Gerhard; Wagner, Alexandra; Heinecker, Paula; Kistler, Ernst;Zitatform
Bosch, Gerhard, Paula Heinecker, Ernst Kistler & Alexandra Wagner (2003): Aktueller und künftiger Fachkräftemangel und Fachkräftebedarf. Eine Analyse für die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin. (Arbeitsmarktpolitische Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen 57), Berlin: BBJ Verlag, 90 S.
Abstract
Vor dem Hintergrund der Debatte um einen drohenden Fachkräftemangel wird der Fachkräftebedarf in der Bundesrepublik Deutschland und speziell in Berlin empirisch untersucht. Nach einer Diskussion des Problems der empirischen Operationalisierung und der empirischen Erfassung des Fachkräftebedarfs wird auf der Basis von Daten des IAB-Betriebspanels ein Bild der aktuellen Situation in Berlin gezeichnet. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Fachkräftemangel und Innovationsverhalten, Aus- und Weiterbildung, Lohnhöhe und Ertragslage hergestellt. Abschließend wird auf regionale Mobilität, Qualifizierungspolitik, unterschiedliche Beschäftigungsintensität der verschiedenen Qualifikationsgruppen und die demographische Entwicklung eingegangen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Zahl der nicht besetzbaren Stellen in Berlin unterdurchschnittlich ist. Insgesamt zeigt sich sowohl für Berlin als auch für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, 'dass die Debatten über den Fachkräftemangel dessen tatsächliches Ausmaß stark übertreiben. Es gibt auch keinen Anlass anzunehmen, dass die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft durch ein unzureichendes Angebot qualifizierter Fachkräfte behindert worden wäre.' Obwohl kein genereller Fachkräftemangel droht, wird ein zunehmender Mismatch in einzelnen Branchen, Berufen und Regionen festgestellt. So wird beispielsweise die Tatsache, dass in Berlin bereits im Jahr 1998 fast ein Drittel aller Lehrer, Techniker und Ingenieure über 50 Jahre alt waren, als potenzielles Problem gesehen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Probleme mit einer langfristigen und voraussschauenden Bildungs- und Qualifizierungspolitik zu lösen sind. (IAB)
-
Literaturhinweis
Strukturbericht Region Stuttgart 2003: Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Internationalität (2003)
Caspar, Sigried; Rau, Matthias; Dispan, Jürgen; Krumm, Raimund; Stieler, Sylvia; Seibold, Bettina;Zitatform
Caspar, Sigried, Jürgen Dispan, Raimund Krumm, Matthias Rau, Bettina Seibold & Sylvia Stieler (2003): Strukturbericht Region Stuttgart 2003. Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung. Schwerpunkt: Internationalität. Stuttgart, 298 S.
Abstract
"Der Strukturbericht beschreibt für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungssektor der Region Stuttgart einen Zeitraum mit zum Schluss fast auf Null geschrumpftem Wirtschaftswachstum. Zwar ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2001 auf 2002 nochmals geringfügig um rund 3.600 auf 1.075.368 gestiegen (Stichtag jeweils 30.6.), dies jedoch ausschließlich durch ein leichtes Wachstum im Dienstleistungssektor. Im Verarbeitenden Gewerbe (rund -4.000) und in der Bauwirtschaft (rund -2.000) sanken dagegen die Zahl der Beschäftigten und der Umsatz. Bei Erscheinen dieses Berichts im Herbst 2003 stellt sich die Situation so dar, dass das Jahr 2003 in der Beurteilung der Mehrzahl der Unternehmen in der Region die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung markiert. Dagegen sind die Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2004 vorsichtig optimistisch, so das Ergebnis der Konjunkturumfrage der IHK Region Stuttgart im Herbst 2003. Grundsätzlich wirken sich in der Region Stuttgart konjunkturelle Schwankungen und strukturelle Veränderungen in der Produktion stärker auf Beschäftigung und Umsatz aus als in weniger produktionsorientierten Regionen. Dies liegt am hohen Anteil des Verarbeitenden Gewerbes und der Ausrichtung vieler Dienstleistungsunternehmen ebenfalls auf das Verarbeitende Gewerbe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsstabilität in der Wissensgesellschaft (2003)
Zitatform
Erlinghagen, Marcel & Matthias Knuth (2003): Beschäftigungsstabilität in der Wissensgesellschaft. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2003): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2002/2003, S. 173-186.
Abstract
"Die westdeutschen Gesellschaften befinden sich seit Jahren im Globalisierungs- und Flexibilisierungsfieber." Daraus resultieren Annahmen, dass immer weniger Erwerbstätige in unbefristeten, arbeits- und sozialrechtlich geschützten Beschäftigungsverhältnissen tätig sind, Arbeitsplätze öfter gewechselt werden und die Erfahrung der Arbeitslosigkeit zur Normalität wird. Derartige Argumentationen werden einer empirischen Überprüfung unterzogen. Als Datenbasis diente die IAB-Beschäftigtenstichprobe für die Jahre 1975 bis 1995 mit Angaben zu den Erwerbsverläufen von ca. 560.000 Personen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse im Analysezeitraum zu- und nicht etwa abgenommen hat. Die von hohem Niveau ausgehende Abnahme der Stabilität der Beschäftigung in Großbetrieben ist mehr als kompensiert worden durch eine zunehmende Beschäftigungsstabilität in Kleinbetrieben. Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe sind die Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungsgewerbe stabiler geworden. Das allgemeine Arbeitslosigkeitsrisiko ist nicht gestiegen, hat aber für die Gruppe der älteren Arbeitnehmer und für Geringqualifizierte eine steigende Tendenz. Abschließend ordnen die Autoren diese Ergebnisse in die theoretischen Debatten zur Wissensgesellschaft ein und skizzieren Fragen für die künftige Forschung. Sie kommen u. a. zu dem Schluss, dass die Beschäftigungsstabilisierung, die in weiten Teilen des deutschen Arbeitsmarktes stattgefunden hat, darauf hindeutet, "dass in einer mehr und mehr auf Wissen und flachen Hierarchien beruhenden dezentralen Produktion für den größten Teil der Arbeitsmarktakteure die Bedeutung einer verlässlichen und dauerhaften Kooperation zwischen Betriebsleitung und Arbeitnehmer wächst." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Die Renaissance der großen Städte - und die Chancen Berlins (2003)
Zitatform
Geppert, Kurt & Martin Gornig (2003): Die Renaissance der großen Städte - und die Chancen Berlins. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 26, S. 411-417.
Abstract
"Jahrzehntelang haben sich die großen Städte und Ballungsräume wirtschaftlich ungünstiger entwickelt als die übrigen Regionen Deutschlands. Gegen Mitte der 90er Jahre ist hier aber ein Trendwechsel eingetreten. Von 1998 bis 2002 expandierte die Beschäftigung in den Großstädten deutlich stärker als im Durchschnitt des Landes. Mit Zuwachsraten zwischen 8 % und 10 % wiesen München, Köln und Frankfurt am Main mit Abstand die höchste Dynamik auf, während in der größten deutschen Stadt, Berlin, die Beschäftigung um 2 1/2 % zurückging. Träger des städtischen Wachstums sind die überregionalen Dienstleistungen wie Finanz- und Beratungsdienste, Medien und Tourismus. Diese Branchen wachsen um ein Vielfaches schneller als die Wirtschaft insgesamt. Sie bevorzugen nach wie vor urbane Zentren als Standorte. Ihre Konzentration auf die großen Städte nimmt eher noch zu. Entgegen dem schlechten Abschneiden Berlins bei der Beschäftigungsentwicklung insgesamt zeigt die Stadt in den Bereichen Datenverarbeitung, Werbung, Medien und Tourismus auch im regionalen Vergleich eine besondere Dynamik. Wesentliche Grundlage dafür sind die in diesen Bereichen bestehenden Verbindungen zu den großen kulturellen und wissenschaftlichen Kapazitäten. Auch für die künftige Entwicklung der überregionalen Dienstleistungen in Berlin werden Vernetzungen von öffentlich geförderten und kommerziellen Aktivitäten eine zentrale Rolle spielen. Angesichts seiner prekären Finanzlage muss Berlin daher eine Strategie für Kultur und Wissenschaft erarbeiten, die bei insgesamt geringeren öffentlichen Ausgaben möglichst hohe Synergieeffekte und Wachstumsimpulse auf privatwirtschaftliche überregionale Dienstleistungen erzeugt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Inflation-unemployment tradeoff and regional labor market data (2003)
Zitatform
Hassler, Uwe & Michael Neugart (2003): Inflation-unemployment tradeoff and regional labor market data. In: Empirical economics, Jg. 28, H. 2, S. 321-334.
Abstract
"We estimate a linear and a piecewise linear Phillips curve model with regional labor market data for West Germany and Neue Länder. Employing regional observations allows us to country difference the data. This eliminates, under the assumption of homogeneous Länder, supply shocks and changes in the formation of expectations as possible identification failures. With seemingly unrelated regressions we find a flat Phillips curve in the Neue Länder. For the West German Länder a piecewise linear model with a higher inflation-unemployment tradeoff for the regime of low unemployment rates fits the data very well. The results hold true if we control for endogeneity of the unemployment rate. With a kinked but upward sloping aggregate supply curve there seems to be room for stabilization policies, at least in the range of aggregate demand shifts that our data covers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ältere ab 55 Jahren - Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit (2003)
Zitatform
Koller, Barbara, Hans-Uwe Bach & Udo Brixy (2003): Ältere ab 55 Jahren - Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit und Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit. (IAB-Werkstattbericht 05/2003), Nürnberg, 31 S.
Abstract
Der Bericht bietet grundlegende statistische Informationen zur Beschreibung der Situation Älterer auf dem Arbeitsmarkt. Es wird dabei untersucht, wie lange heute tatsächlich gearbeitet wird, welche Rolle Arbeitslosigkeit in diesem Zusammenhang spielt und welcher Anteil der Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit auf die Altersgruppe von 55 bis 65 Jahren entfällt. Datenbasis sind der Mikrozensus, die Beschäftigungsstatistik und die Arbeitslosenstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit. Als Ergebnis der Analyse wird festgehalten, dass der Weg zu einer besseren Eingliederung Älterer in das Erwerbsleben gegenwärtig nicht über eine Anhebung des Rentenzugangsalters führen kann. Eine solche Regelung brächte Ältere nicht in Arbeit, sondern würde vor allem zu noch längeren Arbeitslosigkeitsphasen Älterer führen. Zuallererst ist die hohe Arbeitslosigkeit Älterer abzubauen, die für die niedrigen Erwerbsquoten im Alter ab 60 Jahren sehr wesentlich ist. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Skill-biased technological change, international trade and the wage structure: new evidence on the determinants of the employment structure from linked employer-employee panel data for Germany (2003)
Zitatform
Kölling, Arnd & Thorsten Schank (2003): Skill-biased technological change, international trade and the wage structure. New evidence on the determinants of the employment structure from linked employer-employee panel data for Germany. In: L. Bellmann & R. Hujer (Hrsg.) (2003): Betriebliche Innovationen im Spiegel von Betriebsbefragungen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 277), S. 113-134.
Abstract
"Die Autoren untersuchen die vom technologischen Wandel und internationalen Handel ausgehenden Effekte auf die Struktur der betrieblichen Arbeitsnachfrage. Die Autoren bestätigen aufgrund der empirischen Ergebnisse ihrer Panelanalysen die Hypothese eines skill-biased technological change, den Einfluss des internationalen Handels und von Lohnstrukturveränderungen als Erklärungsansätze für den Rückgang der Nachfrage nach un- und angelernten Arbeitskräften in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wege aus dem Fachkräftemangel: Auswertung des IAB-Betriebspanels 2002 (2003)
Landsberg, Helma; Wehling, Walter;Zitatform
Landsberg, Helma & Walter Wehling (2003): Wege aus dem Fachkräftemangel. Auswertung des IAB-Betriebspanels 2002. In: BAW-Monatsberichte H. 7, S. 1-12.
Abstract
"Tendenziell steigende Qualifikationsanforderungen und die Alterung des Arbeitskräftepotenzials bei gleichzeitiger Absenkung der Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer lassen erwarten, dass sich der trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit zumindest partiell bereits auftretende Personal- und Fachkräftemangel verstärken wird. Als Reaktion darauf müssen die betriebliche Ausbildung und die Beschäftigungsförderung von Frauen und Älteren verstärkt werden, um neues Fachkräftepotenzial zu erschließen bzw. vorhandene Qualifikationen zu erhalten. Anders als die konjunkturell geprägten gesamtwirtschaftlichen Daten zeigt die Längsschnittauswertung des IAB-Betriebspanels, dass die Betriebe bei Personal- und Fachkräftebedarf tatsächlich die Ausbildung verstärken. Ungenutzte Ausbildungspotenziale liegen vor allem bei den bisher nicht ausbildenden Klein- und Mittelbetrieben sowie in der relativ geringen Ausbildungsintensität der Großbetriebe. Eine Förderung der Frauenbeschäftigung, z. B. durch Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wird ansatzweise bisher fast ausschließlich in größeren Betrieben praktiziert. Auch in der Beschäftigungsförderung Älterer, z. B. im Abbau von Einstellungshemmnissen, besteht noch Handlungsspielraum, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fehlstart in den Beruf?: Jugendliche mit Schwierigkeiten beim Einstieg ins Arbeitsleben (2003)
Lappe, Lothar;Zitatform
Lappe, Lothar (Hrsg.) (2003): Fehlstart in den Beruf? Jugendliche mit Schwierigkeiten beim Einstieg ins Arbeitsleben. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut, 154 S.
Abstract
"Die Rationalisierungswellen mit ihren Betriebsschließungen, Fusionen, Produktionsverlagerungen ins Ausland (Globalisierung) haben zu einer Reduzierung der Ausbildungskapazitäten, zu anschwellender Ausbildungslosigkeit und einer verminderten Übernahme von Jugendlichen an der zweiten Schwelle geführt. Im Osten der Bundesrepublik haben die meisten Betriebe ihre qualifizierten Belegschaften aus dem Pool an gut qualifizierten Arbeitskräften der mittleren Altersgruppen rekrutiert. Das bedeutet: Schließung der Arbeitsmärkte für junge Menschen (vor allem für die jungen Frauen). Die soziale Integration zumindest eines Teils der nächsten Generation ist durch diese Entwicklung bedroht. Die vielfältigen Probleme von jungen Menschen beim Berufseinstieg, ihre schwierigen Berufsverläufe, die verschärften Selektionsprozesse im Übergang von der Schule in den Beruf werden in diesem Band analysiert. Außerdem werden förderungspolitische Konzepte für benachteiligte Jugendliche vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hysteresis in German labor market participation?: an East-West comparison using regional data (2003)
Zitatform
Möller, Joachim & Alisher Aldashev (2003): Hysteresis in German labor market participation? An East-West comparison using regional data. Regensburg, 24 S.
Abstract
Die Studie analysiert die geschlechtsspezifische Erwerbsbeteiligung auf regionaler Ebene und nutzt die deutsche Vereinigung als ein natürliches Experiment. Ausgehend von theoretischen Überlegungen werden zunächst deskriptive Belege für die Beziehung zwischen Erwerbsverhalten, der regionalen Arbeitslosenquote und der Lohnhöhe präsentiert. Mit Hilfe eines räumlichen ökonometrischen Ansatzes werden dann die Determinanten der Erwerbsbeteiligung in einem umfassenden Modell, in dem die Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern explizit berücksichtigt werden, untersucht. Es zeigt sich, dass im allgemeinen die regionalen Erwerbsquoten eine konkave Funktion der Bevölkerungsdichte sind. In Bezug auf die ökonomischen Bedingungen ergibt sich ein gemischtes Bild. Ein statistisch signifikanter Einfluss der Lohnhöhe kann nur für männliche Arbeitnehmer im Westen festgestellt werden. Arbeitslosigkeit vermindert die Erwerbsbeteiligung männlicher Arbeitnehmer in beiden Teilen des Landes und die weiblicher Arbeitnehmer im Westen. Im Gegensatz dazu scheinen die Erwerbsquoten weiblicher Arbeitnehmer, die die entsprechenden Durchschnittszahlen für westdeutsche Regionen um mehr als 10 Prozentpunkte übertreffen, in den neuen Ländern durch regionale ökonomische Variablen nicht beeinflusst zu werden. Dies führt zu dem Schluss, dass Hysteresephänomene, die aus der Hartnäckigkeit von Gewohnheiten resultieren, wichtig für ein völliges Verständnis des Erwerbsverhaltens sind. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim;
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
