Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
National Minimum Wage: Low Pay Commission Report 2006 (2006)
Abstract
Bei der Einführung des nationalen Mindestlohns in Großbritannien wurde dessen Höhe so festgesetzt, dass einerseits etwa eine Million Arbeitskräfte im Niedriglohnbereich davon profitierten, andererseits sich aber keine negativen Auswirkungen auf Beschäftigung und Inflation ergaben. Die jährliche Anpassung des Mindestlohns beruht auf Berichten der Niedriglohnkommission (Low Pay Commisssion). Von 1999 bis 2002 entsprach sie der durchschnittlichen Lohnentwicklung, im Februar 2005 empfahl die Kommission eine überproportionale Steigerung, die aber zu Beginn des Jahres 2006 im Hinblick auf ihre Angemessenheit und ökonomischen Folgen überprüft werden sollte. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse dieser Überprüfung unter Einbeziehung der Altersgruppe der 16-17 Jährigen. Im Zeitraum von 2002 bis 2006 hat sich der Mindestlohn für Erwachsene um 27,4 Prozent erhöht, während sich die durchschnittlichen Arbeitseinkommen um 17 Prozent erhöhten. Dies bedeutet eine vorsichtige Anpassung der Mindestsöhne aufgrund des sehr niedrig angesetzten Anfangsniveaus, aber auf Dauer kann der Mindestlohn nicht schneller steigen als die Durchschnittseinkommen. Der Mindestlohn ist seit seiner Einführung aus Sicht der Kommission ein Erfolg. Er hat die Einkommen vieler Niedrigverdiener signifikant angehoben und dabei geholfen, die Einkommenssituation vieler Familien mit niedrigen Einkommen zu verbessern. Darüber hinaus spielt der Mindestlohn auch eine wichtige Rolle bei der Überwindung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bezahlung. Die Kommission empfiehlt, dass betriebliche Sozialleistungen in Form von Sachleistungen (benefits-in-kind), Gutscheinen für Kinderbetreuung und Gehaltsumwandlungen (Salary Sacrifice) nicht mit dem Mindestlohn verrechnet werden sollen; eine Verrechnung der Kosten für Unterkunft beim Arbeitgeber (Accomodation Offset) soll jedoch für alle Arbeitskräfte gelten. (IAB)
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Literaturhinweis
Making bad jobs better jobs: trade unions and the low paid sector in Germany and the UK. Conference Report. Fifth British-German Trades Union Forum 10 and 11 July 2006 (2006)
Abstract
"Transforming bad jobs into better jobs is a huge challenge - and a huge opportunity - for trade unions in Germany and the UK. It represents an opportunity to find ways of advancing the specific interests of particular groups among their members. These include the low-paid, those doing less interesting jobs with poorer career prospects, women, and migrant workers: all groups that many unions have marginalised (if not ignored) in the past. In July 2006 some 30 British and German trade unionists - from leaders and senior policymakers to workplace organisers - academics and commentators met at the Trades Union Forum in London to discuss these issues." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
United Kingdom: 2006 minimum wage report (2006)
Zitatform
(2006): United Kingdom: 2006 minimum wage report. In: European Industrial Relations Review H. 392, S. 17-19.
Abstract
"When the Labour government introduced a national minimum wage under the National Minimum Wage Act 1998, it established the Low Pay Commission to advise it about the NMW. The LPC has now published its sixth annual report, which supports the recommendation it made in 2005 for a 5.9% increase in the adult NMW in October 2006." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A national minimum wage for Germany (2006)
Zitatform
(2006): A national minimum wage for Germany. In: European Industrial Relations Review H. 386, S. 25-27.
Abstract
"A heated debate is under way in Germany an the advantages and disadvantages of putting into place some form of system to guarantee minimum rates for workers. The arguments are complex and multi-faceted, but many people take the view that the country could benefit from some kind of minimum wage system. A government commission briefed to look into the issue of low pay will report in the autumn. We review the main areas under discussion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Making work pay debates from a gender perspective: a comparative review of some recent policy reforms in thirty European countries (2006)
Abstract
"Dieser Bericht hat zum Ziel, die Debatte über das Arbeitskräfteangebot auf zweierlei Weise aus der Geschlechterperspektive zu beleuchten. Erstens durch Rückblick auf einige wichtige, auf nationalstaatlicher Ebene vorgenommene politische Reformen der Systeme der sozialen Sicherung und der damit verbundenen Arbeitsmarktprogramme, die darauf abzielen, niedrige Einkommensgruppen in Beschäftigung zu bringen, und bei welchen es, soweit sich die politischen Ziele auf das Thema 'Arbeit lohnend machen' beziehen, hauptsächlich darum geht, Beschäftigung finanziell attraktiver zu machen als den Bezug von Sozialleistungen. In dieser Diskussion prüfen wir, ob die Politik die Geschlechtergleichstellung allgemein berücksichtigt (Gender Mainstreaming), und welche geschlechtsbezogenen Auswirkungen diese Reformen voraussichtlich haben werden. Zweitens wenden wir uns den allgemeineren Anreizen und Barrieren zu, mit welchen diejenigen - nach wie vor zumeist Frauen - konfrontiert sind, die in Haushalten mit kleinen Kindern hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind. Dabei gilt unser besonderes Augenmerk der Situation von Müttern in Haushalten mit niedrigem Einkommen (Steuern und Sozialleistungen, aktive Arbeitsmarktpolitik, Kinderbetreuung, etc.). In Abschnitt 2 prüfen wir die Regelungen für Mutterschafts- und Elternurlaub im Hinblick auf die berufliche Integration von Müttern und Vätern. Abschnitt 3 hat die Auswirkungen von Elternurlaub oder längerer Arbeitsmarktabwesenheit zur Kinderbetreuung auf die Teilnahmevoraussetzungen für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen und anderen Schulungsregelungen zum Gegenstand. Der Ausbau der Kinderbetreuung als entscheidende soziale Infrastruktur zur Beschäftigungsförderung der Eltern wird in Abschnitt 4 untersucht. Die Schlussfolgerungen daraus werden im Abschnitt 5 gezogen. Dabei kommen auch für die Nachfrageseite relevante Punkte hinsichtlich der Arbeitsplatzqualität zur Sprache, von denen abhängt, ob diejenigen, die in Niedrigeinkommenshaushalten hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind (in der Regel die Mütter), ihr Beschäftigungsverhältnis langfristig aufrecht erhalten können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.
Abstract
Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)
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Literaturhinweis
The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels (2005)
Zitatform
Albrecht, James, Gerard J. van den Berg & Susan Vroman (2005): The knowledge lift: The Swedish adult education program that aimed to eliminate low worker skill levels. (IZA discussion paper 1503), Bonn, 46 S.
Abstract
"The Swedish adult education program known as the Knowledge Lift is unprecedented in its size and scope, aiming to raise the skill level of all low-skilled workers towards the medium level. This paper evaluates the effects of program participation on individual labor market outcomes, notably employment and annual income, as well as on the labor market equilibrium. For the effects at the individual level, we apply fixed effect methods allowing for treatment effect heterogeneity. The data are based on a number of matched longitudinal administrative data sets covering the full population of Sweden. For the equilibrium effects, we analyze an equilibrium search model with heterogeneous worker skills. This model is calibrated using pre-program observations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexicurity, workfare or inclusion?: the politics of welfare and activation in the UK and Denmark (2005)
Zitatform
Andersen, John & David Etherington (2005): Flexicurity, workfare or inclusion? The politics of welfare and activation in the UK and Denmark. (CARMA working paper 08), Aalborg, 39 S.
Abstract
"In this paper through a comparative analysis of welfare to work in the UK and Denmark we wish to redefine the debate and challenge dominant notions of inclusion and exclusion and illustrate how the European Employment Strategy is influenced by different national contexts. The paper sets out to provide a broad comparative framework which places greater emphasis on politics and agency and the role of localisation in the configuration of welfare changes. In the conclusion we outline some suggestions for new guidelines and evaluation criteria of the EU-employment and inclusion strategies and their national implementation. We are aware that the politics of inclusion involves other social policy instruments such as, for example neighbourhood renewal, however, it is employability and insertion into the labour market that are dominant in liberal and social democratic welfare discourses." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low-wage employment in America: results from a set of recent industry case studies (2005)
Zitatform
Appelbaum, Eileen, Annette Bernhardt, Richard J. Murnane & Jeremy A. Weinberg (2005): Low-wage employment in America. Results from a set of recent industry case studies. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 293-310. DOI:10.1093/SER/mwi012
Abstract
"Data from national surveys show the dramatic changes that have taken place in the US wage structure over the past three decades. However, these data provide only very limited information about the complex reasons why those changes have occurred and why there is significant variation in the wages of workers with similar education levels employed in similar industries. Industry case studies, on the other hand, document how firms' responses to economic pressures have affected working conditions, work rules, productivity pressures, skill requirements, and opportunities for training and advancement for workers with less than a 4-year college education. This paper reviews a series of recent case studies on low-wage employment in America funded by the Russell Sage and Rockefeller Foundations, and examines how pressures to cut costs have affected firms' treatment of frontline workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren (2005)
Zitatform
Bardone, Laura & Anne-Catherine Guio (2005): Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 05/2005), Brüssel, 10 S.
Abstract
Erwerbstätigkeit gilt als beste Absicherung gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Allerdings reicht ein Arbeitsplatz nicht immer aus, Armut zu verhindern, da diese auch von anderen sozialen Indikatoren (wie z.B. Familienstruktur, Bildungsgrad oder Bezug von Niedriglohn) abhängt. In dem Beitrag werden die möglichen Ansätze für eine Messung der Schnittstellen zwischen Armut und Arbeit erörtert und das methodische Instrumentarium beschrieben, das auf EU-Ebene zur Definition gemeinsamer Indikatoren und Variablen für einschlägige Messungen zur Anwendung kommt. Es werden die Ergebnisse einer ECHP-Erhebung präsentiert, die sich vor allem auf die 15 alten EU-Mitgliedstaaten beziehen. Die für die neuen Mitgliedstaaten ebenfalls vorliegenden Daten sind nicht unmittelbar vergleichbar. Mit der Annahme gemeinsam vereinbarter Indikatoren haben die Mitgliedstaaten das Problem der Armutsgefährdung erkannt und sind in der Lage, Messungen darüber anzustellen, in welchem Maße Beschäftigung nicht vor Einkommensschwäche schützt. Die vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass eine vollständige Erforschung der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen eine tiefer gehende Analyse der Haushaltsstrukturen und Erwerbsmuster der Haushalte verlangt. (IAB)
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Literaturhinweis
Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)
Zitatform
Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.
Abstract
"To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2033 -
Literaturhinweis
Niedriglöhne? Mindestlöhne?: Verbreitung von Niedriglöhnen und Möglichkeiten ihrer Bekämpfung (2005)
Bispinck, Reinhard; Schäfer, Claus;Zitatform
Bispinck, Reinhard & Claus Schäfer (2005): Niedriglöhne? Mindestlöhne? Verbreitung von Niedriglöhnen und Möglichkeiten ihrer Bekämpfung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 1/2, S. 20-31.
Abstract
"Häufig wird ein Niedriglohnsektor für Deutschland gefordert, der mehr Beschäftigung schaffen werde. Tatsächlich ist dieser Sektor schon lange da - und wächst weiter - ohne dass positive Beschäftigungseffekte zu erkennen sind. Stattdessen fördert er soziale Ungerechtigkeit und behindert das Wirtschaftswachstum, weil mikrooökonomisch immer mehr Beschäftigte und ihre Familien mit dem Erwerbseinkommen nicht mehr auskommen und makroökonomisch die private Nachfrage als wichtigster Wachstumsmotor geschwächt wird. Der Tendenz zu Niedriglöhnen sollte deshalb durch Reformen im Tarifsystem und flankierend auch durch einen gesetzlichen Mindestlohn begegnet werden. Dies sind einige der zentralen Ergebnisse eines WSI-Gutachtens für das NRW-Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, die in dem Artikel zusammengefasst sind. Er enthält u. a. eine detaillierte Analyse der tariflichen und der effektiv gezahlten Niedriglöhne und diskutiert ihre Regulierungsmöglichkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Manuskript des Beitrags. -
Literaturhinweis
An overview of welfare-to-work efforts (2005)
Blank, Rebecca M.;Zitatform
Blank, Rebecca M. (2005): An overview of welfare-to-work efforts. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 3-7.
Abstract
Hauptzielsetzung US-amerikanischer Sozialpolitik ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit zu bringen. Die Sammelbezeichnung 'Welfare-to-Work' beschreibt eine Vielzahl von Programmen auf bundes- und einzelstaatlicher sowie auf regionaler und kommunaler Ebene. Da Adressaten von Sozialhilfeleistungen in den USA in erster Linie ledige Mütter sind, zielen die 'Welfare-to-Work'-Programme in der Hauptsache darauf ab, vor allem gering qualifizierte allein erziehende Frauen in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Der Übergang von der Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis wird dabei nicht als ein Mittel zur Armutsbekämpfung verstanden, sondern Arbeit stellt einen Wert an sich dar. Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderungsprogramme und Einzelmaßnahmen (von Lohnkostenzuschüssen über Kinderbetreuungskosten bis hin zu Sanktionen wie zeitlicher Begrenzung oder Kürzung der Leistungen) und untersucht, inwieweit die Programme auf andere, insbesondere europäische Staaten zu übertragen sind. Die US-Erfahrungen zeigen, dass eine verhältnismäßig hohe Zahl gering qualifizierter allein erziehender Mütter auf Dauer in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden kann, vorausgesetzt derartige Jobs existieren und es gibt entsprechende Anreize, sie zu übernehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Arbeit haben und dennoch in Armut leben, gewachsen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit von 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf europäische Staaten müssen die Unterschiede der wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen und sozialen Normen berücksichtigt werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Development and structure of low-wage work in Germany (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Development and structure of low-wage work in Germany. Gelsenkirchen, 12 S.
Abstract
"The extent of low-wage work in Germany is hotly debated. In international comparisons from the mid-90s, Germany is often classified as a country with a low wage dispersion. Compared to the USA and UK, Germany has a relatively equal income structure and a small proportion of low-paid workers (OECD 1996; OECD 1997). Only in the Scandinavian countries is income inequality even lower. Furthermore, the OECD's international comparative studies show that the chances of low-paid workers obtaining a better-paid job are higher in Germany than in the United States, a country with more income inequality. This is frequently the justification given for political measures and reforms that seek to extend low-wage work. We suppose that one of the driving forces for the increase of low-wage work is the decrease in the coverage of workers by unions and works councils. Therefore we will analyse this aspect in detail in the next section. In section 3 we will analyse the development of low-pay over time and by structural characteristics of low-paid workers and enterprises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 29-46.
Abstract
Die Analyse aktueller Zahlen zeigt, dass die lange gültige These, Deutschland sei ein Land mit geringen Anteilen von niedrig entlohnten Beschäftigten, so nicht richtig ist. Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Anteil der gering bezahlten Beschäftigten zu. Das tatsächliche Ausmaß der Ungleichheit liegt über dem statistisch gemessenen, da viele Ausländer legal oder auch illegal Niedriglohnjobs ausüben. Die traditionellen Institutionen des deutschen Produktionsmodells einer diversifizierenden Qualitätsproduktion wurden durch eine Modernisierung der Berufsausbildung und eine Stärkung der Mitbestimmung der Betriebsräte in Klein- und Mittelbetrieben weiter entwickelt. Das Modell ist jedoch nicht mehr prägend für alle Industrien und Tätigkeiten wie in der Vergangenheit. Verbesserungen der Löhne und der Arbeitsbedingungen in der Metallindustrie ziehen nicht mehr entsprechende Verbesserungen in anderen Industrien automatisch nach sich. Das Tarifsystem erfüllt allerdings nicht mehr seine frühere Schutzfunktion für die Beschäftigten am Rande des Arbeitsmarktes; deshalb wird die Einführung eines Mindestlohns für sinnvoll gehalten. (IAB)
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Literaturhinweis
Incentives to work: the case of Germany (2005)
Boss, Alfred; Elender, Thomas;Zitatform
Boss, Alfred & Thomas Elender (2005): Incentives to work. The case of Germany. (Kieler Arbeitspapier 1237), Kiel, 70 S.
Abstract
"Based on a description of the German system of taxes and transfers, the incentives to work are analyzed for several groups of the labor force. The effects of the 'Hartz IV' reform (effective from 2005 onwards) on the incentives receive particular attention. It turns out that the marginal (explicit and implicit) tax rates for most groups of the labor force remain high. It is concluded that employment probably will not be affected significantly by that part of the reform which aims at strengthening the incentives to work. Other elements of 'Hartz IV' are only touched on." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Einsatz so genannter Zusatzjobs nach Hartz IV in zwei hessischen Kommunen (2005)
Bröhling, Rüdiger;Zitatform
Bröhling, Rüdiger (2005): Der Einsatz so genannter Zusatzjobs nach Hartz IV in zwei hessischen Kommunen. Marburg, 91 S.
Abstract
Mit der Arbeitsmarktreform Hartz IV ist der massive Ausbau so genannter Zusatzjobs verbunden. Wie sieht die Ausgestaltung dieses Segments öffentlich geförderter Beschäftigung konkret aus? Wie wird das Kriterium der Zusätzlichkeit definiert und überprüft? Wo sind die Jobs angesiedelt? In welcher Weise füllen die kommunalen Grundsicherungsträger die politisch neu abgesteckten Spielräume aus? Wie hat sich durch Hartz IV die öffentlich geförderte Beschäftigung in den Kommunen verändert? Die von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie untersucht am Beispiel des ländlich geprägten Landkreises Marburg-Biedenkopf (Optionsmodell) und der mit großen Problemen am Arbeitsmarkt konfrontierten Stadt Kassel (Arbeitsgemeinschaft) diese Fragestellungen. Für die lokale Situation relevantes statistisches Material wurde, soweit verfügbar, bei der Auswertung berücksichtigt. Die Datenerhebung bei den Trägern der SGB II-Leistungen und den Maßnahmeträgern durch auf Leitfragen gestützte Expert(inn)en-Interviews erfolgte Mitte des Jahres zwischen Mai und Anfang August 2004. Ergebnisse: Beide lokalen Akteure setzen hinsichtlich der öffentlich geförderten Beschäftigung ausschließlich auf die MAE-Arbeitsgelegenheiten. Jedoch machen sich unterschiedliche lokale Traditionen der kommunalen Beschäftigungspolitik im Umsetzungsprozess deutlich bemerkbar. Die Zusätzlichkeitsproblematik stellt sich in Abhängigkeit vom Arbeitsfeld in sehr unterschiedlicher Weise. Während etwa die gesetzliche Definition des Kriteriums sich in der Praxis der öffentlichen Hand als problematisch weit erweist, kann sie bezüglich der Tätigkeit von Beschäftigungsgesellschaften als zu eng verstanden werden. Wiederum anders stellt sich die Problematik in der Altenhilfe. Beide SGB II-Träger haben seit Anfang 2005 versucht, lokale Akteure stärker einzubeziehen, auch um auf die politische Brisanz des Themas zu reagieren. Sei es durch die regelmäßige Mitwirkung von Betriebsräten und Personalvertretungen oder durch die Einrichtung von Beiräten und anderen Gremien zur Qualitätskontrolle der Zusatzjobs. (IAB2)
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Literaturhinweis
Marktzugänge von Langzeitarbeitslosen trotz vermittlungshemmender Merkmale: Detailergebnisse zum beruflichen Re-Integrationserfolg und zur fiskalischen Effizienz gemeinsamer Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit (2005)
Bröker, Andreas H.; Schönig, Werner;Zitatform
Bröker, Andreas H. & Werner Schönig (2005): Marktzugänge von Langzeitarbeitslosen trotz vermittlungshemmender Merkmale. Detailergebnisse zum beruflichen Re-Integrationserfolg und zur fiskalischen Effizienz gemeinsamer Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 112 S.
Abstract
"Die Vergleichsgruppenanalyse zu Kosten und Nutzen, ein Modellprojekt im Rahmen des bundesweiten Netzwerks BIK - Beschäftigungsförderung in Kommunen, hatte exemplarisch nachgewiesen, dass sich bei Arbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen eine gemeinsame Beschäftigungsförderung von Kommunen und Agenturen für Arbeit erfolgreich und lohnenswert für beide Seiten gestalten kann. Diese Nachfolgeuntersuchung wertet die vorhandene Datenbasis in vertiefter Form aus und geht der Frage nach, inwieweit einzelne vermittlungshemmende Merkmale wie z.B. Langzeitarbeitslosigkeit, Alter, gesundheitliche Einschränkungen, Verschuldung oder geringe Qualifikation den Marktzugang von Arbeitslosen erschweren. Zu den überraschenden Untersuchungsergebnissen gehört, dass sich bei einem adäquaten Qualitätsniveau der Beschäftigungsförderungen keines der Vermittlungshemmnisse als grundsätzlich unüberwindbar darstellt. Mit adressatenspezifischen Maßnahmen können selbst für Personen, die nach Aktenlage als kaum noch re-integrierbar gelten, Marktzugänge und Verbesserungen der Arbeitsmarktnähe erzielt werden. Gleichzeitig bringt die Studie exemplarische Nachweise, dass durch diese Art des Förderns und Forderns sowohl Teilnehmerzufriedenheit als auch positive fiskalische Effekte erreichbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit: evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children (2005)
Zitatform
Cancian, Maria & Arik Levinson (2005): Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit. Evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children. (NBER working paper 11454), Cambridge, Mass., 35 S. DOI:10.3386/w11454
Abstract
"We examine the labor market consequences of the Earned Income Tax Credit (EITC), comparing labor market behavior of eligible parents in Wisconsin, which supplements the federal EITC for families with three children, to that of similar parents in states that do not supplement the federal EITC. Data come from the 2000 Census of Population. Most previous studies have relied on changes in the EITC over time, or EITC eligibility differences for families with and without children, or have extrapolated from measured labor supply responses to other tax and benefit programs, and find significant effects of the EITC on employment. In contrast, our cross-state comparison examines a larger difference in EITC subsidy rates, uses more similar treatment and control groups, relies on a policy that has been in place for 5 years, and finds no effect of the EITC on employment or hours worked." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Estimating the effects of a time-limited earnings subsidy for welfare-leavers (2005)
Zitatform
Card, David & Dean R. Hyslop (2005): Estimating the effects of a time-limited earnings subsidy for welfare-leavers. In: Econometrica, Jg. 73, H. 6, S. 1723-1770.
Abstract
"In the Self Sufficiency Project (SSP) welfare demonstration, members of a randomly assigned treatment group could receive a subsidy for full-time work. The subsidy was available for 3 years, but only to people who began working full time within 12 months of random assignment. A simple optimizing model suggests that the eligibility rules created an 'establishment' incentive to find a job and leave welfare within a year of random assignment, and an 'entitlement' incentive to choose work over welfare once eligibility was established. Building on this insight, we develop an econometric model of welfare participation that allows us to separate the two effects and estimate the impact of the earnings subsidy on welfare entry and exit rates among those who achieved eligibility. The combination of the two incentives explains the time profile of the experimental impacts, which peaked 15 months after random assignment and faded relatively quickly. Our findings suggest that about half of the peak impact of SSP was attributable to the establishment incentive. Despite the extra work effort generated by SSP, the program had no lasting impact on wages and little or no long-run effect on welfare participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Making work pay in Continental Europe: the example of the French tax credit (2005)
Cazenave, Marie-Cecile;Zitatform
Cazenave, Marie-Cecile (2005): Making work pay in Continental Europe. The example of the French tax credit. (TLM.NET working paper 2005-22), Amsterdam, 22 S.
Abstract
Im Jahre 2001 hat Frankreich ein neues System von negativer Einkommensteuer, das sog. 'Prime pour l'emploi' (PPE) eingeführt. PPE soll den Weg aus der Arbeitslosigkeit und der Inaktivität heraus in ein Arbeitsverhältnis unterstützen, indem es zur Erhöhung der Einkommen im Niedriglohnsektor beiträgt. Damit wurde erstmals in Frankreich ein Instrument, das sich an die Angebotsseite des Arbeitsmarktes und nicht an die Arbeitgeber richtet, angewendet. Die Implementierung dieses Systems ist im europäischen Kontext des von der OECD entwickelten Mottos 'Making work pay' zu sehen, das eine Strategie beschreibt, nach der es attraktiver ist zu arbeiten, als arbeitslos oder inaktiv zu sein. Derartige Strategien sind bisher in den angelsächsischen Ländern und in Europa vor allem in Großbritannien angewendet worden und der Beitrag untersucht, ob sich PPE auf dem französischen Arbeitsmarkt bewährt hat und ob die Strategie des 'Making work pay' noch ausgebaut werden sollte. Im Vergleich mit steuerlichen Maßnahmen, die charakteristisch für das angelsächsische System sind, wird gezeigt, dass PPE durchaus in den Bezugsrahmen Strategie des 'Making work pay' passt. Abschließend wird die Frage behandelt, ob angesichts der Erfahrungen, die andere kontinentale bzw. korporatistische europäische Länder mit ähnlichen politischen Instrumenten gemacht haben, die Strategie des 'Making work pay' für Frankreich das beste Instrument zur Lösung der sozialen Probleme und der Probleme auf dem Arbeitsmarkt darstellt. Insgesamt wird die arbeitsmarktpolitische Strategie für Frankreich unter anderem aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen als wenig erfolgreich eingeschätzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Single mothers, social capital, and work-family conflict (2005)
Ciabattari, Teresa;Zitatform
Ciabattari, Teresa (2005): Single mothers, social capital, and work-family conflict. (Upjohn Institute working paper 118), Kalamazoo, 37 S.
Abstract
"The purpose of this paper is to examine work-family conflict among low-income, unmarried mothers. I examine how social capital affects work-family conflict and how both social capital and work-family conflict affect employment. I analyze the Fragile Families and Child Wellbeing Study, a national sample of non-marital births collected in 1998 - 2000 and 1999 - 2002. Results show that social capital reduces unmarried mothers' reports of work-family conflict, especially for low-income women. In addition, mothers who report high levels of work-family conflict are less likely to be employed; this pattern holds for women who are not looking for work as well as those who are. However, even at high levels of conflict, low-income women are more likely to be employed. The results suggest that work-family conflict has two consequences for unmarried women: it keeps them out of the labor force and makes it more difficult for women who want to work to maintain employment stability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitslosengeld II: Erschweren "Zusatzjobs" die Aufnahme einer regulären Beschäftigung?: das Gesamteinkommen von ALG II-Empfängern in einer Arbeitsgelegenheit bewegt sich nahe der Niedriglohnschwelle (2005)
Zitatform
Cichorek, Anne, Susanne Koch & Ulrich Walwei (2005): Arbeitslosengeld II: Erschweren "Zusatzjobs" die Aufnahme einer regulären Beschäftigung? Das Gesamteinkommen von ALG II-Empfängern in einer Arbeitsgelegenheit bewegt sich nahe der Niedriglohnschwelle. (IAB-Kurzbericht 08/2005), Nürnberg, 4 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsgelegenheiten können dazu dienen, Langzeitarbeitslose wieder an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen und ihre Verfügbarkeit zu prüfen. Bei breitem Einsatz besteht jedoch die Gefahr der Verdrängung regulärer Beschäftigung. Dies gilt besonders, wenn die Maßnahmen lang und die Stunden-Vergütungen niedrig sind. Hohe Vergütungen könnten aber für die Teilnehmer 'Einsperreffekte' hervorrufen. Bei Maßnahmeteilnehmern aus Mehrpersonenhaushalten könnten die Leistungen so weit über dem sonst erzielbaren Einkommen liegen, dass sie zu einer Hürde für die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt werden.Beispielrechnungen zeigen, dass Haushalte mit ALG II plus Mehraufwandsentschädigung je nach Größe ein verfügbares Einkommen von 850 EURO bis gut 2000 EURO erreichen können. Um dieses Nettoeinkommen auf dem regulären Arbeitsmarkt zu erzielen, müssten Bruttostundenlöhne von 6 EURO bis 11 EURO erreicht werden. Damit bewegen sich die äquivalenten Marktlöhne im Großen und Ganzen auf Niedriglohnniveau. Eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt würde gegenüber den Arbeitsgelegenheiten deutlich an Attraktivität gewinnen, wenn die Hinzuverdienstregelungen - wie im Jobgipfel-Kompromiss - großzügiger gestaltet würden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Anrechnungsfreier Hinzuverdienst und Mehraufwandsentschädigung bei Zusatzjobs im Vergleich -
Literaturhinweis
Arbeitslosengeld II: Höhere Arbeitsanreize geplant: neuer Vorschlag für bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten, vor allem bei niedrigen Einkommen (2005)
Zitatform
Cichorek, Anne, Susanne Koch & Ulrich Walwei (2005): Arbeitslosengeld II: Höhere Arbeitsanreize geplant. Neuer Vorschlag für bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten, vor allem bei niedrigen Einkommen. (IAB-Kurzbericht 07/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Möglichkeiten zum anrechnungsfreien Hinzuverdienen entscheiden mit darüber, wie weit sich die Suche nach einer regulären Beschäftigung für ALG II-Empfänger lohnt. Die Regelungen im SGB II führen gegenüber den alten Bestimmungen zu merklichen Verschlechterungen bei der Anrechnung niedriger Einkommen. Der Jobgipfel-Kompromiss würde die Anreize zur Beschäftigungsaufnahme im niedrigen Einkommensbereich wieder leicht erhöhen. Dies erscheint sinnvoll, denn für viele Langzeitarbeitslose dürfte der Sprung von der Transferleistung direkt in sozialversicherungspfl ichtige Vollzeitbeschäftigung zunächst zu groß sein. Ein Mini-Job kann den Einstieg erleichtern. Dann sollte aber ein auf Dauer Existenz sicherndes Einkommen angestrebt werden. Eine Erhöhung des anrechnungsfreien Einkommens ist aus Anreizgründen überlegenswert, würde aber zu massiven Mehrbelastungen der öffentlichen Haushalte führen, wenn nicht gleichzeitig die Transferleistungen reduziert würden. Ein Ausweg aus diesem Dilemma sind befristete Zuschüsse. So könnte ein Einstiegsgeld für Hilfeempfänger, die erwerbstätig werden, sinnvoll sein - wenn sie sich dann durch Einkommenssteigerungen dauerhaft vom Transferbezug befreien können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Einführung des britischen Mindestlohns: Ursprünge, Umsetzung und Wirkungen (2005)
Zitatform
Croucher, Richard (2005): Die Einführung des britischen Mindestlohns. Ursprünge, Umsetzung und Wirkungen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 14, H. 2, S. 94-102. DOI:10.1515/arbeit-2005-0203
Abstract
"Dieser Artikel diskutiert, auch Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion in der Bundesrepublik, die Ursprünge, die Umsetzung und die Wirkungen der Einführung eines nationalen Mindestlohns in Großbritannien. Der britische Mindestlohn entfaltet seine Wirkung besonders im Bereich gewerkschaftlich nicht organisierter Arbeit von Frauen und Migranten. Das Gesetzgebungsverfahren war von einer lebhaften, öffentlichen Diskussion um die zu erwartende Beschäftigungswirkung des Mindestlohns begleitet. Diese Diskussionen sind zwischenzeitlich abgeebbt; die von der neo-klassischen Wirtschaftswissenschaft prognostizierten negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung sind ausgeblieben. Andere Ökonomen haben behauptet, dass die Wirkungen des Mindestlohns auf die Situation des Beschäftigten im Niedriglohnsektor minimal seien. Im Lichte neuerer empirischer Daten erscheint eine solche Einschätzung als verkürzt. Zwar werden die gesetzlichen Regelungen zum Mindestlohn nicht ausreichend publiziert und sind folglich nur unzureichend im öffentlichen Bewusstein präsent. Die vom Gesetz vorgesehen Erzwingungsmechanismen sind ebenfalls nicht völlig ausreichend. Trotzdem hat der Mindestlohn mehr als jene minimale Wirkungen entfaltet, die Kritiker ihm zugeschrieben haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte: Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung (2005)
Zitatform
Czommer, Lars & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsförderung für gering Qualifizierte. Erfahrungen und Ergebnisse der Modellprojekte im Rahmen des "Bündnis für Arbeit NRW". Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2005-02), Gelsenkirchen, 74 S.
Abstract
"Ausgangspunkt der Initiierung von Modellprojekten zur Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten in Nordrhein-Westfalen war ebenso wie in anderen Bundesländern die seit Jahren laufende Debatte, wie niedrig entlohnte Beschäftigung in Deutschland gesteigert werden kann. Eine Besonderheit der Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen bestand darin, dass diese in einer Arbeitsgruppe des 'Bündnis für Arbeit NRW' diskutiert und vorbereitet wurden. Letztlich wurde die Umsetzung von zwölf Projekten beschlossen, in deren Rahmen unterschiedliche Ansätze und Instrumente zur Integration arbeitsloser gering Qualifizierter zeitlich befristet erprobt werden sollten. Die Projekte waren teils bei Betrieben, teils bei Trägern und in zwei Fällen bei Kommunen angesiedelt. Im Rahmen der Modellprojekte konnten insgesamt 710 Personen eingestellt bzw. in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. Die Vorgaben zu den vorrangigen Zielgruppen wurden dabei in einem hohem Maße erreicht: Fast 74% der Geförderten verfügten nicht über einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss. Rund 70% der Beschäftigten waren zuvor länger als ein Jahr arbeitslos. Der 'Preis' für die hohen Anteile benachteiligter Arbeitsloser in den NRW-Modellprojekten war allerdings eine im Durchschnitt vergleichsweise hohe Förderung pro Arbeitsplatz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Care as a new social risk: Focusing on low skilled women (2005)
Debacker, Maja;Zitatform
Debacker, Maja (2005): Care as a new social risk: Focusing on low skilled women. (TLM.NET working paper 2005-27), Amsterdam, 25 S.
Abstract
"This paper addresses the issue of work and care for low skilled women. In all European countries the gender gap in employment is much larger for low skilled women. In order to increase employment rates among low skilled women, not only the work-care transition needs to be taken into account, but also the specific barriers to formal employment faced by low skilled women. We have therefore explored the various barriers encountered by low skilled women on the labour market. Existing data indicate that there is less demand for low skilled labour. Moreover, low skilled women appear to be trapped in the secondary labour segment: they only have access to precarious jobs, often with a working schedule that is less compatible with family life and has limited employee flexibility to reconcile work and family. Due to their low earnings potential, financial incentives to work tend to be very low for low skilled women. Looking at work-care strategies that are used by mothers, results from longitudinal research indicate that low skilled mothers are more likely to make a transition to unemployment or inactivity, whereas high skilled mothers are more likely to respond to the presence of children by reducing the number of working hours. Among women who remain at the labour market after childbirth, low skilled women are more likely to work in part-time jobs, which are often small and precarious jobs. Low skilled women are also less likely to make use of the other care strategies available to women, which are childcare and leave schemes, because they cannot afford either of them. Moreover, women who do take up care leave, appear to be using it as an exit route. One can conclude from this that the labour force participation of low skilled women is the result of a complex process in which several factors that discourage the labour market participation of low skilled women come into play and mutually reinforce each other. Social policies aimed at increasing the employment of low skilled women need to take both work-care issues and the low skills issue into account and develop a more integrated approach, aimed at reducing barriers in both fields. From the angle of the TLM-perspective, this also means that when considering work-care transitions, the different experience of the work-life balance among high and low skilled women needs to be explicitly addressed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Niedriglohn und soziale Sicherung (2005)
Deimer, Klaus;Zitatform
Deimer, Klaus (2005): Niedriglohn und soziale Sicherung. In: Europäische Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 47, S. 91-98.
Abstract
Die Hartz IV-Reform beschneidet die Unterstützung der Arbeitslosen, um diese zu zwingen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Gleichzeitig soll der Niedriglohnsektor ausgeweitet werden. Sollten diese Maßnahmen Arbeitsplätze schaffen, steht ein nächstes Problem an: Die Renten für diese Gruppe werden an die Armutsgrenze reichen. Um solche Armutsfallen zu vermeiden, gleich ob durch Arbeitslosigkeit, Alter, psychosoziale Lebenskrisen oder durch andere Sozialhilfe konstituierende Mechanismen ausgelöst, wird ein für alle grundsätzlich bereit stehendes und gleichwertiges integriertes Steuer-Transfersystem vorgeschlagen. Kernelement auf der Steuerseite wäre eine radikale Steuerreform; auf der Transferseite kann dann eine negative Einkommensteuer zur Anwendung kommen. Insgesamt nähert man sich damit einer Kombination von Steuer- und Beitragfinanzierung. Zur Steuerfinanzierung werden dabei z.B. Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer oder auch Tobin-Steuer in Betracht gezogen. (IAB)
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Low pay, higher pay and job satisfaction within the European Union: empirical evidence from fourteen countries (2005)
Zitatform
Diaz-Serrano, Luis & Jose A. Cabral Vieira (2005): Low pay, higher pay and job satisfaction within the European Union. Empirical evidence from fourteen countries. (IZA discussion paper 1558), Bonn, 28 S.
Abstract
"We examine differences in job satisfaction between low- and higher-paid workers within the European Union (EU). To do so The European Community Household Panel Data covering the period 1994-2001 is used. Our results indicate that low paid workers report a lower level of job satisfaction when compared with their higher paid counterparts in most countries, except in the UK. This supports the idea that low-wage employment in these countries mainly comprises low quality. The results also indicate that gap in average job satisfaction between low- and higher-paid workers is markedly wider in the Southern European countries than in the rest of EU. Finally, there are significant differences in the determinants of job satisfaction across countries. It seems then that a homogeneous policy may be inappropriate to increase satisfaction, and hence labour productivity, in the EU as a whole. Hence, an improvement of the quality of the jobs in the EU may require different policies. In parti! cular, in some countries such as the United Kingdom removing low employment, namely through regulation, may worsen the workers' well-being, although in other cases such a policy may lead to a totally different outcome." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The employment effects of the October 2003 increase in the National Minimum Wage (2005)
Zitatform
Dickens, Richard & Mirko Draca (2005): The employment effects of the October 2003 increase in the National Minimum Wage. (CEP discussion paper 693), London, 53 S.
Abstract
"There is a growing body of research that measures employment effects of the minimum wage by using longitudinal data on individuals to compare job loss of workers affected by a minimum wage increase with those who are not directly affected. This sort of study requires good quality wage data in order to clearly identify these treatment and control groups. Much of the evidence on the impact of the UK minimum wage uses this technique with poor quality wage data. This paper examines the impact of the October 2003 increase in the National Minimum Wage (NMW) using a much better measure of the wage. We find insignificant negative effects on the employment retention rates of all adults and, most notably, male workers. Analysis of the probability of employment retention across different hourly wage rates also show how sensitive this methodology can be to different definitions of the treatment and control group." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unemployment and under-employment: the case of Switzerland (2005)
Djurdjevic, Dragana;Zitatform
Djurdjevic, Dragana (2005): Unemployment and under-employment. The case of Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 141, H. 1, S. 23-70.
Abstract
"In dem Betrag werden die Arbeitslosigkeit und die weitere Einkommensentwicklung der Arbeitslosen analysiert. Auf Basis von informativen administrativen Panel-Daten wird ein diskretes Hazard Modell für den Austritt von verschiedenen Erwerbszuständen geschätzt. Die geschätzten Ergebnisse belegen die Existenz sozialer Randgruppen. Beispielsweise befinden sich Frauen, Ausländer und Geringqualifizierte verstärkt in schlechten Arbeitssituation oder sind in besonderem Maße von Erwerbsinstabilität betroffen. Diese Erwerbsinstabilität scheint hauptsächlich mit einem Mangel an Qualifikation verbunden zu sein. Im Gegenteil haben Männer, Jüngere und Hochqualifizierte mehr Chancen eine Beschäftigung wieder zu finden. Falls sie schlecht bezahlt (im Vergleich zu ihrem vorherigen Lohn) sind, ist es hauptsächlich für vorübergehende Perioden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: politischer Regelungsbedarf? (2005)
Eichhorst, Werner; Rhein, Thomas;Zitatform
Eichhorst, Werner & Thomas Rhein (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Politischer Regelungsbedarf? In: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 104, S. 29-35.
Abstract
Die Diskussion um Niedriglöhne hat sich aus zwei Gründen intensiviert: Zum einen ist zu erwarten, dass die Senkung der Transferleistungen für manche Langzeitarbeitslose von 'Hartz IV' zu einem Zuwachs des Arbeitsangebots und auch der Arbeitsnachfrage im Niedriglohnbereich führen kann. Zum anderen wurden Fälle sehr geringer Entlohnung von EU-ausländischen Arbeitskräften öffentlich. Vor diesem Hintergrund wird die Einführung verbindlicher Mindestlohnstandards vorgeschlagen, um ein 'Abrutschen' der Löhne nach unten zu verhindern. Der Beitrag geht der Frage nach, ob für die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland ein politischer Regelungsbedarf besteht. Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung sowie Aufstiegschancen von Niedriglohnbeschäftigten werden analysiert. Geringe Entlohnung und tarifliche Niedriglöhne werden anhand von OECD-Daten und basierend auf Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe eruiert, im Zusammenhang mit Niedriglohnarmut diskutiert und in die arbeitsmarktpolitische Konzeption eingeordnet. Positive wie negative Folgen von Mindestlöhnen für die Lohn- und Arbeitsmarktentwicklung werden abgeschätzt. Fazit: Wenn Langzeitarbeitslosigkeit vermieden und die Aufwärtsmobilität von Niedriglohnbeziehern erleichtert werden soll, dann müssen intelligente Formen des 'Förderns und Forderns' im Sinne einer 'aktivierenden Arbeitsmarktpolitik' im Vordergrund stehen. Hierzu zählen Anreize zur beruflichen Fortbildung einerseits und zielgruppenorientierte, zeitlich befristete Kombinationen von Erwerbseinkommen und staatlichen Leistungen andererseits. Moderate Mindestlöhne können hilfreich sein, um den möglichen Mitnahmeeffekt von 'in-works-benefits' oder Kombi-Löhnen einzugrenzen. (IAB)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.
Abstract
"Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? (2005)
Engelmann, Sabine;Zitatform
Engelmann, Sabine (2005): Internationaler Handel und der Arbeitsmarkt Sachsens: Sind niedrig qualifizierte Beschäftigte die Verlierer im Globalisierungsprozess? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 12, H. 4, S. 11-17.
Abstract
"Ein hohes Exportvolumen, niedriges Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosenquoten der niedrig qualifizierten Erwerbsfähigen kennzeichnen seit langem die Wirtschaft Deutschlands. Für Sachsen sind ähnliche Trends beobachtbar. Diese Entwicklungen sind unter anderem eine Konsequenz der Globalisierung bei bestehenden rigiden Löhnen in Deutschland und werden unter dem Schlagwort 'Basarökonomie' zusammengefasst. Die Studie untersucht dieses Phänomen für Sachsen und gibt Antwort, inwieweit Sachsens Unternehmen die Kostenvorteile aus Produktionsverlagerungen ins Ausland nutzen und welche Folgen dies für den sächsischen Arbeitsmarkt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The behavioral effects of minimum wages (2005)
Zitatform
Falk, Armin, Ernst Fehr & Christian Zehnder (2005): The behavioral effects of minimum wages. (IZA discussion paper 1625), Bonn, 35 S.
Abstract
Die gängigen Arbeitsmarktmodelle unterstellen, dass Mindestlöhne keinen Einfluss auf das Arbeitskräfteangebot haben. Die Autoren widerlegen diese Ansicht und weisen experimentell nach, dass Mindestlöhne signifikante und nachhaltige Auswirkungen auf die Lohnerwartungen haben. Die vorübergehende Einführung eines Mindestlohns führt zu steigenden Lohnerwartungen, auch wenn der Mindestlohn nicht mehr gilt. Unternehmen sehen sich darum genötigt, nach der Rücknahme des Mindestlohnes höhere Löhne zu zahlen, als vor seiner Einführung. Somit sind die Beschäftigungseffekte der Rücknahme des Mindestlohns größer als die bei seiner Einführung. Der Einfluss der Mindestlöhne auf die Lohnerwartungen erklärt auch die seltene Nutzung der Möglichkeit seitens der Arbeitgeber, Löhne unter dem Mindestlohnniveau zu zahlen. Weiterhin erklärt sich daraus die Tatsache, dass Arbeitgeber nach einer Erhöhung der Mindestlöhne oft die Löhne ihrer Arbeitnehmer erhöhen, und zwar mehr, als zur Einhaltung der Mindestlöhne nötig wäre. Daraus wird gefolgert, dass die Wirtschaftspolitik das Verhalten der Arbeitnehmer beeinflussen kann, indem sie die Wahrnehmung einer fairen Transaktion verändert und Anspruchseffekte kreiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Was hat die Reform der Minijobs bewirkt?: Erfahrungen nach einem Jahr (2005)
Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve & Markus Scheuer (2005): Was hat die Reform der Minijobs bewirkt? Erfahrungen nach einem Jahr. (RWI-Schriften 77), Berlin: Duncker & Humblot, 143 S. DOI:10.3790/978-3-428-51798-5
Abstract
Die Untersuchung beinhaltet eine Analyse der Auswirkungen der "Hartz-Reformen" im Bereich der Minijobs. "Untersucht werden insbesondere die Quellen des Zuflusses in Minijobs nach der Reform sowie der Handlungsbedarf, der dadurch entsteht, dass Arbeitslose nicht im erwarteten Umfang derartige Beschäftigungsverhältnisse aufnehmen bzw. aus ihnen heraus in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln.
Die Ergebnisse liefern ein gemischtes Bild: So wurde das Ziel, die Attraktivität geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse zu steigern, zwar erreicht, jedoch sind erhebliche Zweifel angebracht, ob Minijobs für Arbeitslose tatsächlich als Brücke in nicht-geringfügige Beschäftigung dienen können. Um diese Funktion zu stärken, wird der "Erweiterte Minijob für Arbeitslose" vorgestellt, der in bestimmten Fällen eine zeitlich befristete Erhöhung der Einkommensgrenze vorsieht, wobei gleichzeitig die Hinzuverdienstmöglichkeiten generöser gestaltet werden. Zur Abrundung werden die Arbeitsmarktwirkungen sowie die "Kosten" des Reformvorschlags abgeschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsübersicht:
Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1. Institutioneller Hintergrund
2. Aufgabenstellung und Überblick über die Untersuchung
Erstes Kapitel: Literaturüberblick und theoretischer Hintergrund
1. Ziele der Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
2. Theoretischer Hintergrund
3. Ex ante-Evaluation
Zweites Kapitel: Der Niedriglohnsektor in Deutschland - ein statistisches Porträt
1. Das Sozio-Ökonomische Panel
2. Niedriglohnschwelle
3. Inzidenz der Niedriglohnbeschäftigung
4. Dynamik der Niedriglohnbeschäftigung
5. Determinanten der Niedriglohnbeschäftigung
Drittes Kapitel: Beschäftigte in Minijobs - Design und Ergebnisse der Befragung
1. Design und Durchführung der Erhebung
2. Repräsentativität der Stichprobe
3. Ergebnisse der Erhebung
Viertes Kapitel: Zwischenfazit und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
1. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
Fünftes Kapitel: Ein Reformvorschlag - der erweiterte Minijob für Arbeitslose
1. Finanzielle Anreize im Wohlfahrtssystem
2. Das kanadische SSP: Bestandteile und Resultate
3. Der erweiterte Minijob für ArbeitsloseÄhnliche Treffer
auch erschienen als: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung: Schriften, H. 77Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
The National Minimum Wage in the United Kingdom (2005)
Finn, Dan;Zitatform
Finn, Dan (2005): The National Minimum Wage in the United Kingdom. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2005-01), Gelsenkirchen, 55 S.
Abstract
"Die Studie bewertet den Hintergrund und die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns in Großbritannien und die Belege für seine Wirkungen. Das vorausgegangene System der Entlohnungsbeiräte, 1993 im Rahmen der Deregulierungspolitik der konservativen Regierung abgeschafft, wird kurz skizziert. Es wird dann erklärt, wie sich die Bewegung für einen gesetzlichen Mindestlohn entwickelte und Unterstützung bei den Gewerkschaften und der Labour Party fand. Die Debatten über die zu erwartenden Wirkungen eines Mindestlohns und das Für und Wider seiner Einführungen werden analysiert. Die Studie beschreibt dann die 1998 eingeführte Gesetzgebung zum Mindestlohn und ihren Stellenwert in der Strategie der Regierung von 'New Labour' zur Verbesserung der Arbeitsanreize. Sie fasst die Berichte der unabhängigen Niedriglohn- Kommission zusammen, die in Ansehung der wirtschaftlichen Lage und nach Beratung mit den betroffenen gesellschaftlichen Gruppen Empfehlungen an die Regierung über die Höhe und den Geltungsbereich des Mindestlohns erarbeitet. Die Studie fasst auch die verfügbaren Daten zum Einfluss der Mindestlohngesetzgebung auf Verdienste, Lohnunterschiede, Beschäftigungsniveaus und Armut zusammen. Sie erklärt außerdem, wie der Mindestlohn durchgesetzt wird, und geht auf verwandte Probleme bezüglich der Position von Geringverdienenden ein, deren Lohn geringer ist als der Mindestlohn. Schließlich erläutert sie die aktuelle Debatte über die künftige Höhe und Durchsetzung des Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum wages in Europe (2005)
Funk, Lothar; Lesch, Hagen;Zitatform
Funk, Lothar & Hagen Lesch (2005): Minimum wages in Europe. Dublin, o. Sz.
Abstract
In nahezu drei Vierteln der Mitgliedstaaten der EU existiert irgendeine Form des gesetzlichen Mindestlohns, wobei in den übrigen Länder wirtschaftszweigspezifische Tarifverträge zur Festsetzung der Mindestlöhne eine zentrale Rolle spielen. Die vergleichende Studie, die auch Bulgarien, Rumänien und Norwegen einschließt, untersucht diese Mindestlohnsysteme und behandelt im einzelnen: die aktuelle Lohnhöhe (sowohl absolut als proportional zu den Durchschnittslöhnen) und ihre jüngste Entwicklung, die Leistungsberechtigten, die Existenz differenzierter Tarife (z.B. für junge Arbeitnehmer), Anpassungsmechanismen, Durchsetzung, die Rolle und Position von Regierungen und Sozialpartnern sowie die aktuelle wissenschaftliche Debatte zu diesem Thema. (IAB)
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Literaturhinweis
International outsourcing and German manufacturing wages (2005)
Zitatform
Geishecker, Ingo (2005): International outsourcing and German manufacturing wages. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 87-95.
Abstract
Der Zusammenhang zwischen Outsourcing ins Ausland und der Lohnentwicklung wird auf der Basis von SOEP-Daten, die mit wirtschaftszweigspezifischen Informationen über Outsourcing kombiniert werden, untersucht. Im Unterschied zur gängigen Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellen werden auch Daten über das Bildungsniveau mit einbezogen, um genauer zwischen verschiedenen Qualifikationsniveaus zu unterscheiden. Während kein Einfluss von Outsourcing auf die Löhne von Arbeitern und Angestellten nachgewiesen werden kann, zeigt sich jedoch ein solcher Einfluss, wenn man feinere Qualifikationsdefinitionen anwendet: Ein Anstieg von einem Prozentpunkt führt zu einer Senkung der Reallöhne von 1,7 Prozent für niedrig Qualifizierte und für hoch Qualifizierte zu einem Anstieg der Reallöhne um 2,2 Prozentpunkte. (IAB)
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Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
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A comprehensive profile of the working poor (2005)
Gleicher, David; Stevans, Lonnie K.;Zitatform
Gleicher, David & Lonnie K. Stevans (2005): A comprehensive profile of the working poor. In: Labour, Jg. 19, H. 3, S. 517-529. DOI:10.1111/j.1467-9914.2005.00301.x
Abstract
"In this paper, a comprehensive profile of the 'working poor' is presented using data from the 2003 March Supplement of the Current Population Survey. We test an earnings model with effective cost constraints. The dependent variable is the likelihood of an employed individual being a member of the working poor. The explanatory variables are the worker's occupation and firm characteristics, and cost constraints comprising, on the one hand, the worker's family characteristics (notably family income), and, on the other, the costs to the worker of signals used by firms in making employment decisions. These include not only the cost of education but also what we call 'discriminatory signals', e.g. gender, race, ethnicity and citizenship status. The paper provides new insight into the complex set of relationships between the signaling variables themselves, between signals and occupations, and between industries and occupations, in the formation of relative wage rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mehr Armut durch steigende Arbeitslosigkeit: Niedriglöhne überwiegend als Zusatzeinkommen im Haushalt (2005)
Zitatform
Goebel, Jan, Peter Krause & Jürgen Schupp (2005): Mehr Armut durch steigende Arbeitslosigkeit. Niedriglöhne überwiegend als Zusatzeinkommen im Haushalt. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 10, S. 175-184.
Abstract
"In den letzten Jahren ist die Ungleichheit der individuellen Erwerbseinkommen gestiegen. Dies ging einher mit einer Veränderung der haushaltsspezifischen Erwerbskonstellation und der individuellen Erwerbsbeteiligung (z. B. Minijobs). Insbesondere ist seit 2000 ein steigender Anteil von Haushalten ohne Markteinkommen zu beobachten, weil deren Mitglieder arbeitslos sind oder zur stillen Reserve gehören. Diese Befunde bedeuten nicht zwangsläufig einen Anstieg der relativen Einkommensarmut, denn diese hängt vom Haushaltsnettoeinkommen und nicht allein von den individuellen Primäreinkommen ab. Zwar stieg in den letzten Jahren auch bei der Gruppe der Niedriglohnbezieher das Risiko der Einkommensarmut; dies betraf lediglich jene 47 % der Niedriglohnbezieher in Haushalten ohne einen weiteren Erwerbstätigen. Mehr als die Hälfte aller Niedriglohnbezieher lebt aber in Haushalten mit einem unterdurchschnittlichen Armutsrisiko. Das markanteste Armutsrisiko stellt nach wie vor Arbeitslosigkeit dar. Lag 1993 die Wahrscheinlichkeit, im Falle von Arbeitslosigkeit zur Gruppe der einkommensarmen Personen zu zählen, bei 29 %, war dieses Risiko im Jahre 2003 um 10 Prozentpunkte höher. Lebt ein Arbeitsloser allein im Haushalt oder übt dessen (Ehe-)Partner keine Erwerbstätigkeit aus, betrug das Armutsrisiko im Jahre 2003 sogar 53 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Welfare reform, work and wages: a summary of the US experience (2005)
Grogger, Jeffrey; Karoly, Lynn A.;Zitatform
Grogger, Jeffrey & Lynn A. Karoly (2005): Welfare reform, work and wages. A summary of the US experience. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 8-12.
Abstract
Überall auf der Welt steht das Ziel, mehr Menschen in Arbeit zu bringen, im Mittelpunkt politischer Bemühungen. Dieses Ziel kann gemäß ökonomischer Theorie durch eine Kombination von Zuckerbrot (finanzielle Anreize) und Peitsche (Zwang zur Aufnahme zumutbarer Arbeit) erreicht werden. Dabei wird auch davon ausgegangen, dass mit der Beschäftigung auch die Einkommen steigen und somit ein sich selbst tragender Kreislauf in Gang gesetzt wird. Der Beitrag untersucht, welchen Einfluss die Reform der Sozialhilfe und die damit einhergehenden 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf die Beschäftigungs- und Lohnentwicklung in den USA hatte und kommt zu dem Schluss, dass die angenommene Einkommenssteigerung nur in sehr bescheidenem Maße eingetreten ist. Die Suche nach dem besten Kompromiss zwischen der Linderung von Not, der Begrenzung von Abhängigkeit und der Förderung von Arbeit wird die politische Debatte über zukünftige Reformen des Sozialhilfesystems auch weiterhin prägen. (IAB)
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The working poor: a comparative analysis (2005)
Gundogan, Naci; Bicerli, M. Kemal; Aydin, Ufuk;Zitatform
Gundogan, Naci, M. Kemal Bicerli & Ufuk Aydin (2005): The working poor. A comparative analysis. (MPRA paper / University Library of Munich 5096), München, 24 S.
Abstract
"Recently, there is growing debate in developed countries on the issue of the working poor. Poverty is a phenomenon traditionally associated with economically inactive persons such as the homeless, the unemployed or the handicapped. The changing of work patterns and a growing polarisation in the labour market between low or unskilled work and high-skilled work have created new poverty risks amongst the employed population. As a result of this trend, the concept of the 'working poor', which gained ground in the United States in the 1970s, has become increasingly applicable to labour market realities in the world. Today, there are around 550 million person who can be classified as the working poor in the world. In other words, one in every five persons in labour force belongs to a poor household. While the problem of working poverty is broadly discussed in the USA, a limited number of studies exist on this issue in the EU and in Turkey. In this paper, this reality will be emphasized and the situation in the USA, in the EU and in Turkey will be compared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen: Abschlussbericht (2005)
Zitatform
Hierming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Achim Vanselow & Claudia Weinkopf (2005): Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen. Abschlussbericht. (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Dokumentation 550), Berlin, 256 S.
Abstract
"Einfacharbeitsplätze und die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten spielen seit Jahren in der beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Debatte eine wichtige Rolle. In diesem Kontext wurden seit Ende der neunziger Jahre eine Reihe von Modellprojekten und -programmen gefördert, um die Wirksamkeit von 'Kombilöhnen' zu erproben - in Form von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte oder als Zuschüsse an Unternehmen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze mit eher niedriger Entlohnung. Hierzu zählte auch das Bundesprogramm 'Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten' (CAST), in dessen Rahmen zwei unterschiedliche Förderinstrumente - das Mainzer Modell und das Modell der SaarGemeinschaftsinitiative (SGI-Modell) - erprobt wurden. Mit der Evaluierung des Programms wurde im Oktober 2000 ein Forschungsverbund unter Beteiligung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Instituts Arbeit und Technik (IAT) und von Dr. Bruno Kaltenborn beauftragt. Nachdem das CAST-Programm im Frühjahr 2003 vorzeitig ein-gestellt worden war, wurde mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vereinbart, die Fragestellung der qualitativen Forschung durch das IAT auf Stellenbesetzungsprobleme und -prozesse im Bereich einfacher, eher niedrig bezahlter Tätigkeiten allgemein auszuweiten, um mehr Transparenz über Anforderungen und Einstellungskriterien der Unternehmen für solche Arbeitsplätze zu schaffen und damit Ansatzpunkte für eine gezielte Unterstützung der Integration von gering Qualifizierten identifizieren zu können. Dieser Frage wurde auf der Basis vorliegender Untersuchungen und -vor allem - eigener Betriebsfallstudien in verschiedenen Dienstleistungsbranchen nachgegangen. Hierbei ist deutlich geworden, dass von generellen Stellenbesetzungsproblemen bei solchen Tätigkeiten nicht die Rede sein kann (vgl. Teil B dieses Berichts). Einen zweiten Schwerpunkt des Projektes bildeten differenzierte Auswertungen vorliegender Daten zur Frage, wie sich die Beschäftigungssituation von gering Qualifizierten in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Unsere Analysen zeigen, dass sich die Beschäftigungschancen gering Qualifizierter insbesondere am aktuellen Rand (zwischen 1999 und 2002) - anders als häufig angenommen - keineswegs durch-gängig weiter verschlechtert haben. Im Gegenteil: Ins-besondere in einigen Dienstleistungsbereichen haben gering Qualifizierte in jüngster Zeit sogar Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen (vgl. Teil A dieses Berichtes)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einfache Arbeit für gering Qualifizierte: Material und Handlungshilfen (2005)
Zitatform
(2005): Einfache Arbeit für gering Qualifizierte. Material und Handlungshilfen. (Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft. Schriftenreihe Fachinformation 02), Eschborn: RKW-Verlag, 69 S.
Abstract
"2003 hat das RKW eine Diskussion zu dem Thema einfache Arbeit 'Arbeit für gering Qualifizierte' am Standort Deutschland begonnen - bewusst mit dem Focus auf industrielle Arbeit. Das Thema ist in verschiedenen Aspekten nach wie vor kontrovers, insbesondere zwischen den Sozialpartnerverbänden, es ist sehr aktuell wegen der hohen Arbeitslosigkeit und es verlangt nach innovativen Lösungen. Das RKW hat in dieser Situation das Ziel verfolgt, eine Plattform zu schaffen für eine konstruktiven Austausch der verschiedenen Sichtweisen, um auf diese Weise das Ringen um innovative Lösungen voranzubringen. Die Materialzusammenstellung dokumentiert die verschiedenen Sichtweisen sowie Beispiele guter Praxis, bietet Anregungen für den Praktiker und zeigt innovative Problemlösungen auf. Sie richtet sich daher gleichermaßen an die betrieblichen Praktiker wie an interessierte Berater, Wissenschaftler und Verbandsvertreter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten: Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien (2005)
Hofstätter, Maria; Sturm, René;Zitatform
Hofstätter, Maria & René Sturm (Hrsg.) (2005): Qualifikationsbedarf der Zukunft III: Weiterbildung von Geringqualifizierten. Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten. Chancen, Hemmnisse, Bedarfe" des AMS vom 12. November 2004 in Wien. (AMS report 45), Wien, 76 S.
Abstract
"Der AMS report 45 beinhaltet Beiträge anläßlich der von der Abteilung Berufsinformations- und Qualifikationsforschung des AMS Österreich (nunmehr Abteilung Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich) veranstalteten Fachtagung 'Qualifikationsbedarf der Zukunft - Weiterbildung von Geringqualifizierten: Chancen, Hemmnisse, Bedarfe'. Die Fachtagung, die in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) und dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) durchgeführt wurde, fand am 12. November 2004 in Wien statt. Eva Heckl und Andrea Dorr von KMU-Forschung Austria (www.kmuforschung.ac.at) fokussieren in ihrem Beitrag hingegen die Situation von benachteiligten Jugendlichen; sie resümieren bestehende Maßnahmen und Akteure und skizzieren die zukünftigen Herausforderungen und Trends in der Re-(Integration) benachteiligter junger Menschen am Arbeitsmarkt. Am Ende des AMS reports setzt sich der Beitrag von Hermine Mandl von der Beratungsstelle Humane Arbeitswelt, Klosterneuburg (www.humane-arbeitswelt.at) mit Fragen und Aspekten zur Gestaltung altersgerechter wie alternsgerechter Arbeitswelten bzw. Arbeitskarrieren auseinander." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ausdehnung des Entsendegesetzes - Mindestlöhne: ein Weg zur Beschäftigungssicherung (2005)
Zitatform
Hundt, Dieter, Franz-Josef Möllenberg, Werner Eichhorst & Ulrich Walwei (2005): Ausdehnung des Entsendegesetzes - Mindestlöhne. Ein Weg zur Beschäftigungssicherung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 58, H. 11, S. 3-11.
Abstract
"Im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit in der EU ist die Entsendung von Arbeitskräften aus den neuen EU-Staaten geregelt. Diskutiert wird derzeit jedoch, ob es aus ökonomischen oder politischen Gründen eine Schutzbestimmung zugunsten inländischer Betriebe und deren Beschäftigten gegen ausländische 'Billiganbieter' geben sollte, die darin besteht, verbindliche inländische Mindeststandards im Arbeitsrecht, insbesondere bei der Entlohnung, auf die zeitweise nach Deutschland entsandten Arbeitnehmer anzuwenden. Für Dr. Dieter Hundt, BDA, ist eine Ausdehnung des Entsendegesetzes zur Bekämpfung des Missbrauchs der Dienstleistungsfreiheit nicht erforderlich: 'Hierzu bedarf es keiner neuen Gesetze, sondern der konsequenten Anwendung des geltenden Rechts. Das Entsendegesetz muss nicht ausgeweitet, sondern vielmehr eingehalten werden.' Eine umfassendere Regelung würde sogar, seiner Meinung nach, zum Verlust von Arbeitsplätzen beitragen: 'Die Ausdehnung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen, die Schaffung gesetzlicher Mindestlöhne oder die Ausweitung des Entsendegesetzes wären allesamt kontraproduktive und gefährliche Maßnahmen. Sie würden nicht helfen, bestehende Probleme zu lösen, sondern stattdessen lediglich neue Probleme schaffen.' Im Gegensatz dazu plädiert Franz-Josef Möllenberg, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Er ist der Ansicht, dass 'die Entwicklung eines sozialen Europas zur Einführung von sozialen Mindeststandards bei Einkommen und Arbeitsbedingungen' führen muss. Dr. Werner Eichhorst und Dr. Ulrich Walwei, IAB Nürnberg, sehen Vor- und Nachteile einer Ausdehnung des Entsendegesetzes und empfehlen eine 'zurückhaltende und vorsichtige Regelung'." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Low-skill work in flux (2005)
Zitatform
Jaehrling, Karen & Claudia Weinkopf (2005): Low-skill work in flux. In: Management Revue, Jg. 16, H. 3, S. 389-403.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwieweit die traditionellen Annahmen über geringqualifizierte Arbeit noch heute anwendbar sind. Handelt es sich tatsächlich um Tätigkeiten, die keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern? Auf welche Art und Weise können Unternehmen solche Arbeitsstellen besetzen? Welche Rolle spielen in dieser Hinsicht die sogenannten atypischen Beschäftigungsformen? Die Analyse basiert auf der Auswertung vorliegender Untersuchungen zur Einstellungsproblematik der geringqualifizierten Arbeit und auf Fallstudien zur Besetzung geringqualifizierter Stellen in verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass sich die Anforderungen an die Arbeit wandeln und differenzierter werden, was zu der Annahme führt, dass auch die geringqualifizierte Arbeit sich in einem Wandlungsprozess befindet. Deshalb haben Unternehmen eine Reihe verschiedener Einstellungsstrategien entwickelt, um solche Stellen zu besetzen, wobei flexible Arbeitsbeziehungen und sogenannte Mini-Jobs eine Rolle spielen. (IAB)
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The dynamics of the National Minimum Wage: transitions between different labour market states (2005)
Zitatform
Jones, Melanie K., Richard J. Jones, Philip D. Murphy & Peter J. Sloane (2005): The dynamics of the National Minimum Wage. Transitions between different labour market states. (IZA discussion paper 1690), Bonn, 41 S.
Abstract
"An important policy issue is whether the National Minimum Wage (NMW) introduced in Britain in April 1999, is a stepping stone to higher wages or traps workers in a low-wage - no-wage cycle. In this paper we utilise the longitudinal element of the Labour Force Survey over the period 1999 to 2003 to model transitions between different labour market states - payment at or below the NMW, above the NMW, unemployment and inactivity, using a multinomial logit approach. It appears that for many workers payment at or below the NMW is of relatively short duration and a substantial number move into higher paid jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt?: Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen (2005)
Kalina, Thorsten; Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Kalina, Thorsten & Dorothea Voss-Dahm (2005): Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt? Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen. (IAT-Report 2005-07), Gelsenkirchen, 10 S.
Abstract
"Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist die Fluktuation mehr als doppelt so hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die starke Zunahme der geringfügigen Beschäftigung steigert durch das höhere Niveau der Fluktuation in dieser Beschäftigungsform die Arbeitsmarktdynamik - gesamtwirtschaftlich nur um 1-2 Prozentpunkte, in den Branchen mit hohem Anteil von Minijobs aber erheblich stärker. Die Branchenarbeitsmärkte im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten. Die Branchenarbeitsmärkte im Einzelhandel sowie im Gesundheitssektor sind dagegen stark auf Beruflichkeit orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Das schlägt sich nieder in geringen Fluktuationsraten bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nicht jedoch im Segment der Minijob-Beschäftigung. Wächst die Minijob-Beschäftigung in den Branchen mit hohen Anteilen von gering qualifizierten Beschäftigten weiter wie bisher, dann könnten gering qualifizierte Beschäftigte zunehmend Schwierigkeiten haben, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten: Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend (2005)
Zitatform
Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten. Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend. (IAT-Report 2005-10), Gelsenkirchen, 10 S.
Abstract
"Der Anteil von gering Qualifizierten an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Westdeutschland zwischen 1980 und 2002 von 30 % auf rund 17 % zurück gegangen. Die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsausbildung ist seit Jahren deutlich überdurchschnittlich; die Schere wächst. Entgegen dem allgemeinen Trend haben gering Qualifizierte jedoch in den letzten Jahren (1999-2002) in einigen Bereichen Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen. Dies betrifft vor allem Teile des Dienstleistungssektors - z. B. Hotel- und Gaststättengewerbe, Handel, Verkehr, Gesundheitswesen und Reinigungsgewerbe. Die positive Entwicklung in einigen Wachstumsberufen reichte allerdings nicht aus, um den generellen Trend des Beschäftigungsrückgangs umzukehren. Eine wesentliche Erklärung für die weiterhin schlechte Arbeitsmarktlage gering Qualifizierter liegt darin, dass sie von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung verdrängt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Workfare: Möglichkeiten und Grenzen (2005)
Zitatform
Koch, Susanne, Gesine Stephan & Ulrich Walwei (2005): Workfare: Möglichkeiten und Grenzen. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 419-440.
Abstract
"Einer der weitergehenden Reformvorschläge im Bereich der Arbeitsmarktpolitik besteht darin, den Bezug von Transferleistungen generell an eine 'Gegenleistung' des Empfängers zu koppeln. Dieses Konzept firmiert unter dem Namen Workfare. Der Beitrag untersucht die Möglichkeiten und Grenzen, die Workfare bei der Bewältigung der Arbeitsmarktprobleme aufweist. Dabei geht es um die Arbeitsangebotseffekte, die Lebenszufriedenheit von Hilfebeziehern und den Arbeitsmarktausgleich unter Berücksichtigung der fiskalischen Konsequenzen. Der Beitrag zeigt, dass eine wesentliche Prämisse für die Wirksamkeit einer breit angelegten Workfare nicht uneingeschränkt gilt. Empirische Befunde legen nahe, dass eine Erwerbstätigkeit die Lebenszufriedenheit auch bei Kontrolle für die Höhe des Einkommens erhöht. Damit muss auch Workfare nicht 'abschreckend' wirken. Zudem ist der arbeitsmarktpolitische Nutzen als Aktivierungsalternative aufgrund der möglichen Verdrängungsrisiken begrenzt. Jedoch haben Elemente von Workfare im Rahmen eines breit gefächerten arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens durchaus Ihren Platz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Workfare: Möglichkeiten und Grenzen (2005)
Zitatform
Koch, Susanne, Gesine Stephan & Ulrich Walwei (2005): Workfare: Möglichkeiten und Grenzen. (IAB-Discussion Paper 17/2005), Nürnberg, 48 S.
Abstract
"Einer der weitergehenden Reformvorschläge im Bereich der Arbeitsmarktpolitik besteht darin, den Bezug von Transferleistungen generell an eine 'Gegenleistung' des Empfängers zu koppeln. Dieses Konzept firmiert unter dem Namen Workfare. Der Beitrag untersucht die Möglichkeiten und Grenzen, die Workfare bei der Bewältigung der Arbeitsmarktprobleme aufweist. Dabei geht es um die Arbeitsangebotseffekte, die Lebenszufriedenheit von Hilfebeziehern und den Arbeitsmarktausgleich unter Berücksichtigung der fiskalischen Konsequenzen. Der Beitrag zeigt, dass die wesentliche Prämisse für die Wirksamkeit einer breit angelegten Workfare nicht uneingeschränkt gilt. Wenn es sich, ausgehend von einer freiheitlichen Grundordnung der Gesellschaft, bei Workfare nicht um eine bewusst unattraktiv ausgestaltete Zwangsarbeit handelt, legen empirische Befunde keinesfalls nahe, dass der durch Workfare bedingte Entzug von freier Zeit als 'Leid' empfunden wird. Zudem sollte der arbeitsmarktpolitische Nutzen als Aktivierungsalternative und aufgrund möglicher Verdrängungsrisiken nicht überschätzt werden. Jedoch haben Elemente von Workfare im Rahmen eines breit gefächerten arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens durchaus Ihren Platz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Unemployment, job quality and poverty: a case study of Bulgaria (2005)
Kolev, Alexandre;Zitatform
Kolev, Alexandre (2005): Unemployment, job quality and poverty. A case study of Bulgaria. In: International Labour Review, Jg. 144, H. 1, S. 85-114.
Abstract
"This article seeks to identify the determinants of poverty in Bulgaria and to profile groups at risk of adverse labour-market outcomes. Kolev's methodology is based an a detailed consideration of income and non-income dimensions of poverty and perceptions of well-being at work. He examines the incidence of poverty in relation to personal, labour-market and household characteristics over the period 1995-2001. Though important to an individual's poverty status, labour-market circumstances tend merely to mitigate or worsen the dominant effect of family circumstances. Kolev's findings also suggest that non-income dimensions of poverty - chiefly poor working conditions - pose an important policy challenge." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Are low paid jobs of low quality? (2005)
Zitatform
Leontaridi, Rannia M., Peter J. Sloane & Richard J. Jones (2005): Are low paid jobs of low quality? In: International journal of economic research, Jg. 2, H. 2, S. 147-172.
Abstract
"Increasingly in the European Union low paid employment and job quality have become important policy issues. Recently job satisfaction has been used as a proxy for job quality. This paper uses the British Household Panel Survey (BHPS) from 1991 to 1997 to explore these issues further. First, we define low pay using a two thirds of the median classification and examine the levels of overall job and pay satisfaction for the lower and higher paid groups by gender. Given the importance of comparative income measures in the literature this paper focuses both on the actual level of pay and comparison pay, which is derived from a nationally representative sample in the New Earnings Survey. Second, we use random (and fixed) effects estimators to deal with problems of individual heterogeneity in the sample. Third, we explain changes in job satisfaction by changes in pay and other individual and employment characteristics. The paper has particular relevance to current policy issues. For instance, the finding that low paid workers generally have high levels of job satisfaction casts doubt on the suggestion that low paid jobs are invariably of low quality. Indeed, the results suggest surprisingly that there is no clear evidence that higher paid workers have higher job satisfaction than lower paid workers. This is particularly the case for women, which may be in accord with the compensating differentials theory as opposed to good jobs versus bad jobs view of the labour market. But it also emphasises that pay is not everything. This implication is reinforced when we consider mobility from low to higher paid jobs and vice versa. It is by no means always the case that moving from a lower paid to a higher paid job increases job satisfaction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? (2005)
Lodemel, Ivar;Zitatform
Lodemel, Ivar (2005): Workfare: Towards a new entitlement or a cost-cutting device targeted at those most distant from the labour market? In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 13-17.
Abstract
Der Beitrag gibt einen Überblick über die politischen Programme und Ansätze einer aktivierenden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die unter der Kurzbezeichnung 'Workfare' zusammengefasst werden, für sechs europäische Länder (Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, die Niederlande, Großbritannien) und die Vereinigten Staaten (Kalifornien, Wisconsin und New York City). Als 'Workfare' bezeichnet man das Bündel unterschiedlicher Regelungen und Praxen, die die Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosenunterstützung an bestimmte Auflagen knüpfen. Der internationale Vergleich zeigt, dass sich die Programme in den einzelnen Ländern je nach sozialem Hintergrund sowohl im Entwurf als auch in der Implementierung unterscheiden, und dass die idealtypische Definition von 'workfare' nur auf einige der beschriebenen Programme zutrifft. Sowohl in Europa als auch in den USA gilt die Zielsetzung, Sozialhilfe als ein Mittel zur Integration und Inklusion in den Arbeitsmarkt einzusetzen, allerdings unterscheiden sich die eingeschlagenen Wege. In Europa zeichnet sich ein Trend ab, der von einem Leistungsanspruch, der an keine Bedingungen geknüpft ist, wegführt und sich hin zum Erwerb neuartiger und besser an die gesellschaftlichen Risiken angepasster Ansprüche entwickelt. In den USA hingegen wird die grundsätzliche Abschaffung der Sozialhilfe als eine perspektivische Lösung gesehen. Dass das 'Weniger' an Leistung im herkömmlichen Sinne von einem 'Mehr' an neuen Möglichkeiten kompensiert wird, wird als Maßstab für den Erfolg von 'Workfare'-Politik betrachtet. (IAB)
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Low-wage employment in Europe: a review of the evidence (2005)
Zitatform
Lucifora, Claudio, Abigail MacKnight & Wiemer Salverda (2005): Low-wage employment in Europe. A review of the evidence. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 259-292. DOI:10.1093/SER/mwi011
Abstract
"In this study, we review the patterns of low pay in Europe. We first describe the evolution of aggregate low-wage employment and the incidence of low pay among several groups of workers, then we look at the compositional changes that occurred in recent decades. Given the prevalence of wage regulation and collective bargaining in most European countries, we also analyse the role of labour market institutions on low pay. We show that minimum wages and union presence do play a relevant role in reducing wage inequalities. Finally, we investigate low pay in the long run and the evolution of earnings over the life-cycle. We show that earnings mobility has an equalizing effect over the long-run but its impact is small over 6/7 years. Empirical evidence from a number of OECD countries confirms that earnings inequality between individuals is lower when earnings are pooled over a number of years but, for Britain at least, the extent to which mobility reduces inequality has fallen over time suggesting a fall in mobility and an increase in long run inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low-wage employment in Europe: perspectives for improvement (2005)
Zitatform
Marx, Ive & Wiemer Salverda (Hrsg.) (2005): Low-wage employment in Europe. Perspectives for improvement. Antwerpen: Acco, 190 S.
Abstract
"What Europe needs is not just more jobs. The real challenge is to create jobs that offer the prospect of a better life, not only for the scores of Europeans who remain outside of the labour market today but also for those who are trapped in low-paid, dead-end jobs. The need, therefore, is for jobs that offer income security, that are compatible with family life, that bring a degree of life satisfaction and the prospect of upward mobility. This book offers not just insights but also ideas and suggestions. More than 20 authors address a wide range of issues, including the role of training and education, social transfers, minimum wages, care arrangements, the role of consumer demand for services and employer oriented policies. The contributors are members of the EU-funded European Low-wage Employment Research Network (LoWER) which started in 1996 and has since established itself as one of the leading labour market research networks in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland (2005)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2005): Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 47-63.
Abstract
"Der Aufsatz untersucht die Lohnspreizung von Vollzeitbeschäftigten im unteren und oberen Bereich der Verteilung. Getrennt nach Geschlecht werden dabei die Dezilverhältnisse innerhalb von Gruppen der unteren und mittleren Qualifikationskategorie betrachtet. Datengrundlage ist die Zwei-Prozent-Regionalstichprobe aus der Beschäftigtenstatistik des IAB. Anhand der Daten für Westdeutschland betrachten wir zunächst den langfristigen Trend der Lohndifferenzierung im Zeitraum 1984 bis 2001. Vor diesem Hintergrund wird dann auf die Entwicklung der geschlechts- und qualifikationsspezifischen Lohnungleichheit in den neuen Bundesländern eingegangen. Vor der Wiedervereinigung war die Lohnungleichheit in Ostdeutschland vergleichsweise gering. Wie auch in anderen Transformationsländern ist die Lohnspreizung seit der Wende in Ostdeutschland deutlich angestiegen. Die Analyse zeigt, dass heute in einigen Bereichen das Ausmaß der Lohndifferenzierung in den neuen Bundesländern die in den alten Bundesländern übertrifft. Ein Vergleich der Lohnspreizung innerhalb geschlechts- und qualifikationsspezifischer Beschäftigtengruppen mit Werten für die USA bringt überraschende Ergebnisse. Gerade für Beschäftigte mit geringen Verdiensten übersteigt die Lohnspreizung in Ost- und teilweise auch in Westdeutschland die US-amerikanischen Vergleichswerte. Die These einer Lohnkompression 'von unten' wird unabhängig vom Geschlecht für gering qualifizierte Beschäftigte sowie für weibliche Beschäftigte der mittleren Qualifikationskategorie in Deutschland nicht bestätigt. Nur im Bereich oberhalb des Medians sowie generell für die Gruppe der qualifizierten Männer wird für die USA eine höhere Lohndifferenzierung gefunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten: eine Analyse des NIEP (2005)
Mühling, Tanja;Zitatform
Mühling, Tanja (2005): Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten. Eine Analyse des NIEP. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 17, H. 2, S. 167-188.
Abstract
"Anhand von Ergebnissen aus dem Niedrigeinkommenspanel beschreibt der Beitrag, inwieweit es bei Haushalten, die dem unteren Einkommensquintil zuzuordnen sind, zu Unterversorgungen im Sinne des Lebenslagenansatzes kommt. Es zeigt sich, dass kinderlose Paare trotz knapper Ressourcen nur selten Problemlagen aufweisen, während Paare mit Kindern in dieser Situation sehr häufig Konsumentenkredite aufnehmen und bei Alleinerziehenden sogar kumulierte Unterversorgungen auftreten. Letzteres ist insofern problematisch, als hier auch negative Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit nachgewiesen werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food (2005)
Nkuitchou Nkouatchet, Raoul;Zitatform
Nkuitchou Nkouatchet, Raoul (2005): La precarite de l'emploi au service de la prosperite du fast-food. In: Sociologie du travail, Jg. 47, H. 4, S. 470-484.
Abstract
"Selon l'approche traditionnelle de l'analyse du travail, la stabilite de l'emploi et la qualification de la main-d'┐uvre sont necessaires a la prosperite d'une branche d'activite. Le fast-food offre un contre-exemple a cette regle. Ici, les principales enseignes proposent depuis l'origine de cette industrie aux etats-Unis, dans les annees 1950, des emplois sans aucune qualification. Ces jobs sont tres bien servis par une main-d'oeuvre jeune et devouee, mais seulement en transit dans les etablissements du fast-food : d'ou un chasse-croise perpetuel entre les entrants et les sortants. Meme si cela entraine quelques soucis operationnels, le fort turn-over arrange les affaires des firmes. Son principe productif et commercial - le flux tendu - requiert un niveau exceptionnel de mobilisation des salaries, et seuls les nouveaux et jeunes equipiers correspondent au profil defini dans les restaurants." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))
"The fast food industry offers an exception to the traditional rule that steady employment and employee qualifications are necessary for business to thrive. Since this industry sprang up in the United States during the 1950s, its major firms have offered unskilled jobs to a young, devoted labor force in transit between fast-food establishments. As a consequence, the itineraries of incoming new hires and outgoing employees crisscross. Though causing a few operational problems, this high turnover rate among wage-earners is good for business. The major (just-in-time) principle of sales and production requires an exceptionally high commitment. Only new, young team-members correspond to the profile defined in these eateries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Low-wage employment in Portugal: a mixed logit approach (2005)
Pestana Barros, Carlos; Proenca, Isabel; Cabral Vieira, Jose A.;Zitatform
Pestana Barros, Carlos, Isabel Proenca & Jose A. Cabral Vieira (2005): Low-wage employment in Portugal. A mixed logit approach. (IZA discussion paper 1667), Bonn, 24 S.
Abstract
"In this paper, we examine the determinants of low-wage employment in Portugal. For this purpose, we use a data file of the European Community Household Panel (ECHP) for the years 1998 and 1999. In order to take into account unobserved heterogeneity in the data, a random-parameter logit model is used to analyse the probability of a worker receiving a low wage. The results indicate that the consideration that the effects of the explanatory variables are the same across all individuals, such as is assumed in most of the literature may be misleading. From the policy perspective, this implies that the use of a single instrument in order to combat low-wage employment is inappropriate to satisfy the whole population. In view of this, policies tailored by clusters would be more appropriate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie (2005)
Peter, Waltraut;Zitatform
Peter, Waltraut (2005): Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie. In: IW-Trends, Jg. 32, H. 3, S. 3-16.
Abstract
"Trotz Hartz IV verbleiben in Deutschland zu viele potenzielle Arbeitnehmer in der Sozialhilfe, und eine nachhaltige Integration von Geringqualifizierten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze kommt nicht genügend voran. Der Earned Income Tax Credit in den USA ist dagegen ein Beispiel für eine Kombination von aktivierender Sozialhilfe und einer Steuergutschrift für Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen. Eine solche Steuergutschrift belohnt Arbeit und verhindert Armut. Sie wird deshalb auch als 'make work pay'-Strategie bezeichnet. Die Erfahrungen mit dem EITC hinsichtlich Zielgenauigkeit, Armutsvermeidung und Erwerbsbeteiligung sind insgesamt positiv. Drei Viertel der Auszahlungen gehen an Alleinerziehende, deren Armutsrisiko am höchsten ist. Sie werden durch den Steuerkredit ermutigt, in den Arbeitsmarkt zu gehen, anstatt in der Sozialhilfe zu verharren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Crowding-out of unskilled workers in the business cycle: evidence from West Germany (2005)
Zitatform
Pollmann-Schult, Matthias (2005): Crowding-out of unskilled workers in the business cycle. Evidence from West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 5, S. 467-480. DOI:10.1093/esr/jci033
Abstract
"The paper addresses the question of if and how processes of cyclical crowding-out contribute to the disproportionate increase in unemployment of the less-educated during recessions. To this end, transitions from unemployment to low-skilled jobs and vice versa are analysed using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). It is found that skilled workers increasingly occupy low-skilled jobs during recessions and thus diminish employment chances of unskilled persons. Specifically, the analyses show evidence for crowding-out at the worker inflow: during recessions, the chances of securing a low-skilled job deteriorate to a greater extent for unskilled people than for the skilled, suggesting that in times of poor employment prospects, job-competition between unskilled and skilled people for low-skilled jobs increases. However, the analysis does not show evidence for crowding-out at the worker outflow." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Socio-economic differences in the perceived quality of high and low-paid jobs in Europe (2005)
Pouliakas, Konstantinos; Theodossiou, Ioannis;Zitatform
Pouliakas, Konstantinos & Ioannis Theodossiou (2005): Socio-economic differences in the perceived quality of high and low-paid jobs in Europe. o.O., 43 S.
Abstract
"This paper engages in a novel comparison of differences in the perceived quality of high and low-paid jobs across six European labour markets. Utilizing data from six waves (1996-2001) of the European Community Household Panel (ECHP), and after correcting for the selectivity problem that is prevalent in the study of the effect of low pay status on job satisfaction, it is shown that, other things equal, low-paid employees are significantly less satisfied with their jobs compared to those who are high-paid in Greece, Spain, and Finland. In contrast, there appears to be an insignificant difference in the satisfaction of high and low wage workers in the United Kingdom, France and Denmark. The empirical evidence therefore suggests that low-paid jobs in the EU are not universally of low quality, though in some countries low wage workers have experienced the full brunt of both lower paid and bad quality jobs. For these countries policies that centre on the quality of jobs would be of equal importance to those that focus on the level of pay. A homogeneous policy of removing low wage employment through regulation, however, would not necessarily lead to improvement in the welfare of low-paid citizens across all European economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlöhne 2005: beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU (2005)
Regnard, Pierre;Zitatform
Regnard, Pierre (2005): Mindestlöhne 2005. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 07/2005), Brüssel, 7 S.
Abstract
Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den monatlichen Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in einigen Kandidatenländern und den Vereinigten Staaten (USA). Der Mindestlohn wird von der Regierung festgesetzt, üblicherweise nach Anhörung der Sozialpartner, und gilt per Gesetz. Einen nationalen Mindestlohn gibt es in 18 der 25 EU-Mitgliedstaaten (in Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie in drei Kandidatenländer (Bulgarien, Rumänien und Türkei) und in den USA. Im Januar 2005 lagen die Mindestlöhne in den einzelnen Ländern zwischen 72 und 1467 Euro pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten verringern sich die Unterschiede jedoch auf ein Verhältnis von 1:5. Die Mindestlöhne in Euro sind in den Mitgliedstaaten seit 1999 um 13 % bis 44 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die Mindestlohn beziehen, unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen meist höher als bei Männern. Die Höhe des Mindestlohns liegt zwischen 32 % und 55 % der durchscnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. (IAB2)
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Literaturhinweis
Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht (2005)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht. In: IAB-Forum H. 2, S. 8-13.
Abstract
Der Aufsatz erläutert die unterschiedlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Abhängigkeit von der Qualifikation. Graphisch dargestellt werden die Zahlen für qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten (1975-2004, bezogen auf Gesamtdeutschland und die neuen Länder), die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes nach Qualifikationsebenen, die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten nach Geschlecht sowie nach dem Alter. Es wird festgestellt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weitgehend von der Qualifikation bestimmt werden, während das Geschlecht und das Alter nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein ausreichender Ersatz der aus dem Berufsleben demnächst ausscheidenden qualifizierten Erwerbstätigen ist nicht zu erwarten, da die mangelnden Bildungsanstrengungen und der demographische Wandel Grenzen setzen. Auf mittlere Sicht ist daher mit einem Mangel an Fachkräften zu rechnen. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus; -
Literaturhinweis
Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit (2005)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 09/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Analyse der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit liefert seit Jahr und Tag den gleichen Befund: niedrige Qualifikation - hohes Arbeitsmarktrisiko, hohe Qualifikation - niedriges Risiko. Dieser Trend ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Dabei verlaufen die langfristigen Beschäftigungsverluste der Geringqualifizierten ebenso (weitgehend) konjunkturneutral wie die massiven Arbeitsplatzgewinne bei den Hochqualifizierten. Selbst eine kräftige Konjunkturbelebung dürfte deshalb die Lage der Geringqualifizierten kaum merklich bessern. Der Niedriglohnsektor ist längst Realität. Zwischen 20 Prozent und 40 Prozent aller Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sind nurmehr geringfügig beschäftigt. Für viele ist das der einzige Job. Älteren Akademikern hingegen geht es alles in allem prima: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent herrscht bei den 55- bis 64jährigen nahezu Vollbeschäftigung - und das bei einer Erwerbsbeteiligung von über 70 Prozent. Eine gute Ausbildung schützt also nicht nur vor Arbeitslosigkeit. Sie hilft offensichtlich, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter länger und besser zu nutzen. Bleibt zu hoffen, dass wir über all den akuten Arbeitsmarktproblemen die Investitionen in die Bildung nicht vernachlässigen. Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten bis 2004
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2004 in Deutschland
- Hier finden Sie 10 Tabellen zur Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit nach Qualifikationen.
- Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Qualifikationsebenen
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Literaturhinweis
Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert (2005)
Zitatform
Rhein, Thomas, Hermann Gartner & Gerhard Krug (2005): Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert. (IAB-Kurzbericht 03/2005), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Mehr als ein Sechstel aller Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland gehörte im Jahr 2001 zu den Geringverdienern. Diese Quote ist seit Ende der 90er Jahre gestiegen, liegt aber immer noch nahe beim Durchschnitt aller EU-Länder. Ein überdurchschnittliches Niedriglohnrisiko tragen Frauen, Beschäftigte in Ostdeutschland, Geringqualifizierte, Jugendliche und junge Erwachsene, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie im Dienstleistungsbereich und Handel. Ein Niedriglohn-Arbeitsplatz fungiert nicht immer als Sprungbrett nach oben: Nur eine Minderheit der Geringverdiener schaffte im Zeitraum 1996 bis 2001 den Aufstieg in eine besser bezahlte Position. Die Aufstiegschancen von westdeutschen Niedriglohnbeschäftigten waren zwar besser als im gesamtdeutschen Durchschnitt, aber wesentlich schlechter als in einem weiter zurückliegenden Vergleichszeitraum (1986 bis 1991). Die Aufstiegsmobilität der Geringverdiener ist damit in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Dieser Trend stellt auch im internationalen Vergleich eine Besonderheit dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Geringverdiener in Deutschland -
Literaturhinweis
Low pay and wage flexibility in Europe: what does the taskforce offer? (2005)
Zitatform
Salverda, Wiemer (2005): Low pay and wage flexibility in Europe. What does the taskforce offer? In: E. Hönekopp (Hrsg.) (2005): The report of the European employment task force : impetus to European employment policy - impulses for Germany (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 293), S. 35-50.
Abstract
Die Ausweitung des Niedriglohnbereichs und die Förderung der Flexibilität bei der Lohnfindung ist ein Schwerpunkt des Berichts der Europäischen Task-Force Beschäftigung. Der Autor kritisiert den hohen Stellenwert, den Flexibilisierung und der Ausbau des Niedriglohnsektors in der europäischen beschäftigungspolitischen Strategie haben. Kritisiert wird auch die Konzentration auf Arbeitskosten und die Vernachlässigung der Nachfrageseite. Wenn Flexibilität bei der Lohnfindung gefordert wird, sollte nicht nur von Niedriglöhnen die Rede sein, sondern auch von Arbeitsmärkten mit hohen Löhnen. Anders als in den USA sind in Europa gerade Frauen auf schlecht bezahlte Teilzeitstellen konzentriert, was zu einer Überqualifizierung bei Teilzeittätigkeiten führt, und es fehlen gut bezahlte Stellen, vor allem Teilzeitstellen, für Frauen. Flexibilität ist kein Motor für Beschäftigung, und eine Ausweitung des Niedriglohnsektors ist kein angemessenes beschäftigungspolitisches Ziel. (IAB)
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Literaturhinweis
Technology and the decline in demand for unskilled labour: a theoretical analysis of the US and European labour markets (2005)
Zitatform
Sanders, Mark (2005): Technology and the decline in demand for unskilled labour. A theoretical analysis of the US and European labour markets. (New horizons in the economics of innovation), Cheltenham u.a.: Elgar, 264 S.
Abstract
Teil I des Buches entwickelt einen grundlegenden theoretischen Bezugsrahmen, der zwei Hypothesen zur Erklärung des Absinkens der relativen Nachfrage liefert. Beide verbinden die Veränderungen der relativen Nachfrage mit den durch den technologischen Wandel veränderten Qualifikationsanforderungen. Die Ergebnisse werden aus den Annahmen abgeleitet, dass ein von exogenen Einflüssen bestimmter unelastischer Arbeitsmarkt existiert, und eine Bereinigung des Arbeitsmarktes über die Löhne erfolgt. Diese Annahmen werden zumindest in der OECD und der USA verletzt. Hierzu werden Daten und Fakten aus der USA präsentiert, die relevant für die Konstruktion und Evaluation der Hypothesen von Teil I sind. In Teil II des Buches wird der theoretische Bezugsrahmen durch die Einführung der Arbeitslosigkeit erweitert. Teil 2 dieses Kapitels fasst daher Daten und Fakten, die sich auf die europäische Situation beziehen, zusammen. Im Gegensatz zu der USA hat Europa Erfahrungen mit einem hohen Arbeitslosigkeitsniveau, hat aber gleichzeitig ein relativ stabiles Lohnniveau. Deshalb wird von der Annahme ausgegangen, dass eine Beziehung zwischen beiden Phänomenen besteht und ein Zielkonflikt existiert. Es wird jedoch erläutert, dass die Einführung der Arbeitslosigkeit nicht zur Erklärung der Fakten ausreicht, und es werden einige zusätzliche Hypothesen innerhalb des allgemeinen theoretischen Bezugsrahmens entwickelt, um die Hauptunterschiede zwischen Europa und der USA zu erklären. Teil III analysiert sowohl die Auswirkungen der Politik auf den resultierenden theoretischen Bezugsrahmen als auch dessen politische Implikationen. Der Arbeitsmarkt oder die Innovation werden innerhalb dieses Bezugsrahmens interagieren, wenn die Politik auf eine Einkommensumverteilung abzielt. Überdies können unterschiedliche Politikansätze helfen, die beobachteten Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitsmärkte zu erklären. Um diesen Teil der Analyse bewerten zu können, liefert Teil III einige Fakten zur Einkommens-, Arbeitsmarkt- und Technologiepolitik in Europa und der USA. (IAB)
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Job: ein neuer arbeitsmarktpolitischer Irrweg? (2005)
Schmid, Günther;Zitatform
Schmid, Günther (2005): Ein-Euro-Job: ein neuer arbeitsmarktpolitischer Irrweg? In: IAW-Report, Jg. 33, H. 2, S. 35-49.
Abstract
"Der Beitrag beschreibt und analysiert das im Zuge der Hartz IV-Reform neu eingeführte arbeitsmarktpolitische Instrument der so genannten Ein-Euro Jobs. Dabei zeigt sich, dass Ein-Euro Jobs bereits nach kurzer Zeit zu einem dominierenden Element in der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland geworden sind. Zentrale Kritikpunkte am Instrument der Ein-Euro Jobs aus ökonomischer Sicht sind (I) Verdrängungseffekte zu Lasten privater Akteure, (2) negative Arbeitsanreizeffekte bei den Transferempfängern sowie (3) die Möglichkeit zu einer wahltaktisch bedingten Kosmetik der Arbeitslosenstatistik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein-Euro-Jobs - Fluch oder Segen für den Arbeitsmarkt? (2005)
Schmid, Günther;Zitatform
Schmid, Günther (2005): Ein-Euro-Jobs - Fluch oder Segen für den Arbeitsmarkt? In: Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Jg. 54, H. 3, S. 321-329.
Abstract
"Der nachfolgende Beitrag gibt zunächst einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen der Ein-Euro-Jobs, stellt deren wesentliche Merkmale und Zielsetzungen dar und zeichnet die Entwicklung der Ein-Euro-Jobs bis zum aktuellen Stand nach. Im Anschluss erfolgt eine ökonomische Bewertung der Auswirkungen von Ein-Euro-Jobs auf den Arbeitsmarkt. Dabei soll insbesondere aufgezeigt werden, dass Ein-Euro-Jobs zu Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten privater Unternehmen führen und bei ALG II-Empfängern falsche Arbeitsanreizeffekte auslösen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wohlfahrts- und Verteilungseffekte eines allgemeinen Freibetrags bei den Sozialabgaben (2005)
Zitatform
Schneider, Hilmar & Holger Bonin (2005): Wohlfahrts- und Verteilungseffekte eines allgemeinen Freibetrags bei den Sozialabgaben. (IZA discussion paper 1490), Bonn, 34 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Arbeitsmarktwirkungen einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund vorgeschlagenen Subventionierung der Sozialbeiträge über einen allgemeinen Freibetrag. Im Rahmen eines mit SOEP-Daten geschätzten diskreten Arbeitsangebotsmodells werden die Wohlfahrtseffekte des Konzepts auf Haushaltsebene einschließlich der ausgelösten Verhaltensanpassungen simuliert. Der Freibetrag entfaltet positive Wohlfahrtswirkungen nur dann, wenn die entstehenden fiskalischen Kosten nicht gegenfinanziert werden. Bei Gegenfinanzierung über eine breit bemessene Konsumsteuer gehen das gesamtwirtschaftliche Arbeitsangebot in Stunden und die monetär bewertete individuelle Wohlfahrt zurück. Die Nutzeneinbußen wachsen mit der Einkommensposition der Haushalte. Die Gegenfinanzierung über eine Kopfsteuer erhält den positiven Arbeitsangebotseffekt des Freibetrags, aber nur Haushalte im niedrigsten Einkommensdezil erfahren eine Nutzensteigerung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesetzliche Mindestlöhne in Europa: institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen (2005)
Schulten, Thorsten;Zitatform
Schulten, Thorsten (2005): Gesetzliche Mindestlöhne in Europa. Institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen. In: E. Hein, A. Heise & A. Truger (Hrsg.) (2005): Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum : makroökonomische Analysen, S. 185-208.
Abstract
Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wenigen Ländern innerhalb Europas und darüber hinaus in der OECD, in denen kein gesetzlicher Mindestlohn existiert. Als Beitrag zur aktuellen politischen Debatte in Deutschland um gesetzliche Mindestlöhne werden die internationalen Erfahrungen mit diesem Instrument unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die unterschiedlichen theoretischen Positionen zu gesetzlichen Mindestlöhnen und ihre soziale und ökonomischen Bedeutung werden rekapituliert. Verbreitung und Entwicklung gesetzlicher Mindestlöhne in Europa und den USA werden nachgezeichnet, und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommensverteilung analysiert. Vor dem Hintergrund der internationalen Erfahrungen wird dann der Frage nachgegangen, ob auch in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Nach einem Vergleich der verschiedenen Modelle zur Einführung einer gesetzlichen Mindestlohnregelung und der Offenlegung der zunehmenden Lücken in der deutschen Mindestlohsicherung, wird abschließend die These entwickelt, dass nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der im Idealfall mit einer Stärkung des Instruments der Allgemeinverbindlichkeitserklärung kombiniert wird, in der Lage ist, die bestehenden Lücken bei der Mindestlohnsicherung in Deutschland zu schließen. (IAB)
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Literaturhinweis
Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive (2005)
Zitatform
Solga, Heike (2005): Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive. Opladen: Budrich, 354 S.
Abstract
"Das Buch beschäftigt sich mit den Arbeitsmarktchancen gering qualifizierter Personen und deren Veränderungen im Verlauf der letzten 50 Jahre. In der ökonomischen wie soziologischen Arbeitsmarktliteratur findet man für die zunehmende Benachteiligung gering qualifizierter Personen das gleiche dominante Erklärungsmuster: den so genannten Verdrängungsmechanismus. Mit diesem mikroökonomischen Argument eines wachsenden Arbeitsmarktwettbewerbs und einer daraus resultierenden Verdrängung gering Qualifizierter vom Arbeitsmarkt werden für diese Verschlechterung allein die Auswahlentscheidungen der Personalverantwortlichen und Beschäftiger verantwortlich gemacht. Im Unterschied dazu berücksichtigen die theoretischen Überlegungen und empirischen Analysen des Buches auch Veränderungen im Bewerbungsverhalten gering qualifizierter Personen, da durch diese vorgelagerten Bewerbungsentscheidungen die Bewerberpools erst konstituiert werden. Dazu werden Bildung und Bildungsprozesse in ihrer Mehrdimensionalität betrachtet, das heißt als formale Kompetenzausweisung, formale Kompetenzzuschreibungen, als informelle Einbindung in Gruppennetzwerke und Beziehungsstrukturen sowie als identitätsstiftendes Zeichen für in Interaktionen hergestellten Selbst- und Fremdtypisierungsprozesse. Aus dieser Mehrdimensionalität werden neben dem Verdrängungsargument auch Prozesse einer zunehmenden Diskreditierung, sozialen Verarmung und Stigmatisierung in Rechnung gestellt. Das Ergebnis ist eine dynamische Fassung von Bildung als Sozialstrukturkategorie sowie eine (Re-)Soziologisierung der Erklärung sozial abgestufter Arbeitsmarktchancen in modernen Gesellschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany (2005)
Zitatform
Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany. In: Empirica, Jg. 32, H. 1, S. 91-116. DOI:10.1007/s10663-005-1982-x
Abstract
Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels wird die Arbeitsmarktreform in Deutschland analysiert, speziell die Subventionierung von Sozialabgaben im Niedriglohnbereich ab April 2003. Die Simulation zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch die Reform sehr gering sind. Der geringe positive Effekt wird zudem aufgewogen durch negative Beschäftigungseffekte bei den übrigen Beschäftigten. Auch die steuerlichen Effekte werden negativ eingeschätzt. Es wird gefolgert, dass die Einführung von Mini-Jobs kein geeignetes Mittel darstellt, um die Beschäftigungschancen von niedrigverdienenden Arbeitnehmern zu verbessern. (IAB)
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Literaturhinweis
Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality (2005)
Strauss-Kahn, Vanessa;Zitatform
Strauss-Kahn, Vanessa (2005): Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality. In: European Economic Review, Jg. 49, H. 2, S. 299-320. DOI:10.1016/j.euroecorev.2003.12.008
Abstract
"This paper analyzes the effect of globalization (lower trade costs) on production and trade patterns if, firms are vertically linked, stages of production differ in labor-factors intensity and countries differ in labor-factors prices. In order to reflect the 'Continental Europe' experience, relative wages are assumed fixed and spatial changes in production are translated into changes in relative (skilled to unskilled) employment levels. The asymmetry in factors prices across countries results in a unique agglomeration equilibrium for a broad range of trade costs. At low trade costs, firms' location depends on production costs-vertical specialization occurs. This paper also provides a consistent explanation of the observed increase in employment inequality between skilled and unskilled workers in relatively high-unskilled wage countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten: Persistenz jenseits der ökonomischen Logik (2005)
Streuli, Elisa; Kutzner, Stephan;Zitatform
Streuli, Elisa & Stephan Kutzner (2005): Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten. Persistenz jenseits der ökonomischen Logik. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 2, S. 295-320.
Abstract
"Im Mittelpunkt des Artikels stehen Fallrekonstruktionen von Sozialhilfe beziehenden Working Poor-Haushalten. Diesen ist gemeinsam, dass sich die Eheleute für ein Geschlechterarrangement entschieden haben, welches sich in Bezug auf die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit weitgehend an traditionalistischen Geschlechternormen orientiert. Anhand von vier exemplarischen Fallstudien wird aufgezeigt, dass dieses Arrangement selbst dann aufrecht erhalten wird, wenn damit ökonomische Einbussen verbunden sind und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe dadurch bestehen bleibt. Diesen Befund diskutieren wir vor dem Hintergrund des Modells von Krüger und Levy (1997) zum 'Masterstatus'. Schliesslich wird eine Erklärung für die Persistenz traditioneller Geschlechterarrangements skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lohnsubventionen: eine Möglichkeit für mehr legale Beschäftigung im haushaltsnahen Dienstleistungsbereich? (2005)
Störmann, Wiebke; Radke, Petra;Zitatform
Störmann, Wiebke & Petra Radke (2005): Lohnsubventionen. Eine Möglichkeit für mehr legale Beschäftigung im haushaltsnahen Dienstleistungsbereich? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 1/2, S. 39-45.
Abstract
"Der Beitrag untersucht im Rahmen eines haushaltsökonomischen Modells die Anreizprobleme einer legalen Beschäftigung im Bereich haushalts- und konsumbezogener Dienstleistungen sowie Ansatzpunkte zu deren Lösung. Dabei werden beide Marktseiten explizit modelliert und auch nicht-marktliche Aktivitäten berücksichtigt. Dies wird erreicht, indem zwei Haushaltstypen mit unterschiedlichen Produktivitäten einfache und qualifizierte Dienstleistungen produzieren und konsumieren. Es zeigt sich, dass Abgaben zur erheblichen Ausweitung schattenwirtschaftlicher Aktivitäten führen können. Als Ansatzpunkte zur Verminderung von Schwarzarbeit werden sowohl steuerpolitische Instrumente wie Steuersätze, Kontrollen und Strafen als auch Lohnsubventionen diskutiert. Dabei zeigt sich, dass insbesondere Lohnsubventionen legale Beschäftigung fördern können, sofern sie geeignet ausgestaltet sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US (2005)
Zitatform
Verbist, Gerlinde, Lieve de Lathouwer & Annelies Roggeman (2005): Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US. (TLM.NET working paper 2005-21), Amsterdam, 30 S.
Abstract
"The main focus of this paper is an empirical analysis of the various effects of the Belgian tax credit for low pay incomes, compared to the effects of its counterparts in the UK and the US. These tax credits have been developed to (1) make work more attractive than benefit dependency, and (2) to improve the welfare position of families with a low income from work, the so-called 'working poor'. Using tax-benefit calculations on so-called typical households, we evaluate the Belgian tax credit with regards to its effects on work incentives and on poverty, comparing it with the introduction of the American EITC and the British WTC in a Belgian socio-economic context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low-wage mobility in the Portuguese labour market (2005)
Vieira, Jose A. Cabral;Zitatform
Vieira, Jose A. Cabral (2005): Low-wage mobility in the Portuguese labour market. In: Portuguese Economic Journal, Jg. 4, H. 1, S. 1-14. DOI:10.1007/s10258-005-0038-2
Abstract
"Low-wage employment has become a matter of concern in many countries, Portugal being among them. In particular, the extent to which low-wage employment is a permanent or transitory situation is an important issue. This paper examines low-wage mobility in the Portuguese labour market using the bivariate probit model proposed by van de Ven and van Praag (1981), in order to account for the potential endogeneity of the initial state. For this purpose, we use a matched employer-employee panel data for 1996 and 2000. Raw figures show that a significant number of workers are trapped into low-wage employment. We also find that males and the better-educated are more likely to escape from such a situation. Furthermore, initial firm characteristics, such as firm size, age and industry influence mobility. In particular, low-wage workers in larger or in newer firms have better mobility prospects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? (2005)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2005): Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 232-246.
Abstract
In den vergangenen fünf Jahren hat es eine deutliche Verschiebung zwischen verschiedenen Beschäftigungsformen gegeben: Die abhängige Beschäftigung wuchs im Zeitraum 1999-2004 ausschließlich im Bereich der Teilzeitbeschäftigung und dort vor allem im Bereich der Minijobs. Am Beispiel des Einzelhandels wird der Frage nachgegangen, "warum die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung erfolgreich und zugleich problematisch ist". Im Einzelhandel, in dem knapp neun Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen, stellen Minijob-Beschäftigte bereits ein Viertel aller Beschäftigten. Gleichzeitig ist der Einzelhandel eine Branche, in der mit 72 Prozent mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, und in der - durch die Kombination von hohem Teilzeit- und Minijobanteil und mäßigen Stundenlöhnen - überwiegend niedrige Einkommen erzielt werden. Ein wachsender Anteil der Beschäftigten im Einzelhandel kann mit der Arbeit also kein existenzsicherndes Einkommen erzielen, sondern hat lediglich die Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen. Zum Thema Minijobs werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte des Instituts Arbeit und Technik vorgestellt. Demnach gibt es im Einzelhandel eine gemeinsame Interessenlage von Unternehmen und Beschäftigten. Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot entwickeln - unterstützt durch die von der Politik vorgegebene Regulierung - ein je spezifisches Interesse an dieser Beschäftigungsform, und in der wechselseitigen Verstärkung dieser Interessen liegt der Grund des starken Wachstums der Minijobbeschäftigung. Insgesamt wird die Ausbereitung von Minijobs kritisch betrachtet, da sie zu Lasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse geht, und Minijobs vor allem für anderweitig sozial abgesicherte Erwerbspersonen attraktiv sind: "Anstatt die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen für vollwertige Arbeitsverhältnisse zu verbessern, um die Arbeitslosigkeit abzubauen, verzichten Staat und Gesellschaft auf Einnahmen, um vor allem Erwerbsgruppen zu subventionieren, die anderweitig sozial abgesichert sind und mit der Aufnahme eines Minijobs ihre eigenständige soziale Absicherung hinten anstellen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands (2005)
Vries, M. Robert de; Wolbers, Maarten H. J.;Zitatform
Vries, M. Robert de & Maarten H. J. Wolbers (2005): Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 3, S. 503-525. DOI:10.1177/0950017005055668
Abstract
"Non-standard (alternatively, flexible) employment has become common in the Netherlands, and viewed as an important weapon for combating youth unemployment. However, if such jobs are 'bad', non-standard employment becomes a matter of concern. In addition, non-standard employment may hit the least qualified, excluding them from the primary segment of the labour market, where 'good' jobs are found. We first examine whether less-educated school leavers more often end up in a job with a non-standard employment contract than the higher educated. Then, we investigate the effect of having a non-standard employment contract on job advantages in terms of wages. The data come from three large-scale Dutch school leaver surveys as held in 2001.The results show: (a) less-educated school leavers indeed are more likely to have a non-standard contract than more highly educated ones, while (b) those in non-standard employment earn less in their jobs. A substantial part of these differences can be ascribed to the segment of the labour market in which school leavers work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Jugendliche ohne Berufsausbildung: eine Längsschnittstudie zum Einfluss von Schule, Herkunft und Geschlecht auf ihre Bildungschancen (2005)
Wagner, Sandra J.;Zitatform
Wagner, Sandra J. (2005): Jugendliche ohne Berufsausbildung. Eine Längsschnittstudie zum Einfluss von Schule, Herkunft und Geschlecht auf ihre Bildungschancen. (Soziologische Studien), Aachen: Shaker, 293 S.
Abstract
"Die quantitativ-empirisch basierte Längsschnittstudie beschäftigt sich mit einer wichtigen, in der Bildungsforschung lange vernachlässigten Gruppe: den Jugendlichen ohne Berufsausbildung. Im Mittelpunkt der Längsschnittstudie stehen die Veränderungen in der Gruppe Jugendlicher ohne Berufsausbildungsabschluss in Bezug auf die Merkmale Bildungsniveau, soziale Herkunft, ethnische Herkunft und Geschlechterzugehörigkeit. Die Studie liefert damit einen Beitrag zur aktuellen bildungspolitischen Debatte um Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel in Deutschland. Angesichts der schwierigen Datenlage für diese Bildungsgruppe ist es ein großer Verdienst der Studie, dass sie unter Nutzung vielfältiger Datenquellen wichtige empirische Entwicklungen für diese Bildungsgruppe präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beating the 'churning' trap in the youth labour market (2005)
Worth, Sean;Zitatform
Worth, Sean (2005): Beating the 'churning' trap in the youth labour market. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 403-414.
Abstract
Während die Jugendarbeitslosigkeit generell als ein wichtiger Gegenstand sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gesehen wird, wird die Gefahr unterschätzt, dass gering qualifizierte junge Menschen keinen Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Der Beitrag geht davon aus, dass eine große Gruppe junger Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen gefangen bleibt. Unsichere befristete Arbeitsverhältnisse und Arbeitsplatzwechsel nehmen bei jungen britischen Arbeitnehmern zu, und der Einstieg in unbefristete Arbeitsverhältnisse gelingt immer später. Dies kommt zwar den kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber zugute, nicht jedoch dem Ziel der dauerhaften beruflichen Integration junger Menschen. Es wird für eine neue Orientierung der Beschäftigungsprogramme für junge Menschen plädiert. Anstatt dem Leitbild der Beschäftigungsfähigkeit und Flexibiltät zu folgen, wird vorgeschlagen, die Qualifizierung junger Menschen und die nachhaltige Humankapitalentwicklung als Ziel zu verfolgen. Die Vermittlung beruflicher Qualifikationen auf einem mittleren Qualifikationsniveau ist dabei zentral, weil es hierfür einen großen Bedarf sowohl in technischen Berufen als auch in Büroberufen gibt. (IAB)
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Literaturhinweis
The minimum wage debate (2005)
Zitatform
(2005): The minimum wage debate. In: European Industrial Relations Review H. 380, S. 17-21.
Abstract
"In the second of our two-part feature on minimum wage systems around Europe, we examine the main areas of focus and debate.The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while sector-level collective bargaining plays a prominent role in minimum wage setting in others. We look at issues surrounding the introduction, implementation and uprating of minimum rates of pay." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)
Abstract
"The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Combating poverty and exclusion through work (2005)
Zitatform
(2005): Combating poverty and exclusion through work. (Policy brief / OECD), 8 S.
Abstract
"All OECD governments attach importance to combating poverty and exclusion. Poverty and exclusion are evidence of a society that wastes human resources, opportunities and life-chances, both now and for the future. Traditionally, governments have tried to minimise the consequences of poverty and exclusion through 'passive' income support for those in need. However, people who are very dependent on such benefits are badly served by systems that often are not generous enough to provide adequate income and, at worst, make it more difficult for recipients and their families to escape poverty on a lasting basis. Experience over the past decade has shown that 'active' social policies can change this perspective and help achieve lasting reductions in poverty and exclusion. 'Active' policies go beyond providing cash benefits to alleviate poverty to focus on helping benefit recipients support themselves and their families. Another key element has been reforms of benefit systems to remove disincentives to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Economic assessment of the Euro Area: forecasts and policy analysis. Spring report 2005, special policy issue: When jobs disappear and workers do not. International relocation of production and the European economy (2005)
Abstract
"Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland führen kaum zu Beschäftigungsverlusten in Europa. So lautet das Ergebnis des von Euroframe, dem Zusammenschluss zehn führender europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute, veröffentlichten Frühjahrsreports 2005. Demnach überwiegen die Vorteile von Jobverlagerungen die Nachteile bei weitem. Outsourcing ist nur zu einem geringen Teil Ursache für die Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt. Von Jobverlagerungen ins Ausland sind insbesondere niedrig qualifizierte Arbeitskräfte in arbeitsintensiven Sektoren betroffen, die mit denen in Niedriglohnländern konkurrieren. Weil der Lohn in den unteren Lohngruppen bei uns weit über dem Niveau dieser Länder liegt, kann hier zu wettbewerbsfähigen Preisen kaum noch produziert werden. Hinzu kommt, dass ein Teil der Jobverlagerungen nicht durch Niedriglohnkonkurrenz motiviert ist, sondern durch den Wunsch neue Absatzmärkte zu erschließen. Gelingt dies, werden auch hier Arbeitsplätze gesichert und - in wissensintensiven Bereichen - geschaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
European minimum wage survey (2005)
Zitatform
(2005): European minimum wage survey. In: European Industrial Relations Review H. 371, S. 17-28.
Abstract
"The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while in many other countries, collective bargaining at sectoral level sets binding minimum rates of pay. In this feature, we publish the results of an EIRR survey on European minimum wages. We include a comprehensive table with all the statutory minimum rates in force as EIRR goes to press, and publish examples of minimum rates contained in sectoral collective agreements." (Text excerpt, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn (2004)
Bispinck, Reinhard; Schulten, Thorsten; Schäfer, Claus;Zitatform
Bispinck, Reinhard, Claus Schäfer & Thorsten Schulten (2004): Argumente für einen gesetzlichen Mindestlohn. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 10, S. 575-577.
Abstract
"Die Autoren aus dem WSI argumentieren unter Einbeziehung von Erfahrungen in europäischen Nachbarländern für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Social policy for the working poor: U.S. reform in a cross-national perspective (2004)
Burtless, Gary;Zitatform
Burtless, Gary (2004): Social policy for the working poor. U.S. reform in a cross-national perspective. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 3-39.
Abstract
Der Beitrag untersucht die Beziehungen zwischen Langzeittrends hinsichtlich Familienstruktur, Arbeitsmarktinstitutionen und Sozialpolitik sowie ihre Auswirkungen auf Kinderarmut und die Armutsentwicklung der US-amerikanischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Er betont die Interdependenz zwischen den Veränderungen in der Zusammensetzung von Familienhaushalten und der Verbreitung von Armut in den USA. Der Anstieg Alleinerziehender in Kombination mit einer sehr ungleichen Einkommensverteilung in den USA trägt maßgeblich zu den hohen Armutsquoten in den USA bei. Mit dieser Entwicklung unterscheiden sich die USA spezifisch von anderen Industriestaaten. Die Sozialpolitik in den USA ist darauf ausgerichtet, die 'Working Poor' zu unterstützen, und nimmt dabei hohe Ungleichheiten in der Einkommensverteilung und Armut von Familien mit Kindern in Kauf. Der Autor zeichnet die Entwicklung der Sozialpolitik in den USA seit den 1970er Jahren nach. Er hält die Übertragung des US-amerikanischen Modells auf andere Länder für nicht praktizierbar; das rigide US-amerikanische Modell der Sozialpolitik, das Erwerbstätigkeit und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellt, würde in europäischen Ländern nicht akzeptiert werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector (2004)
Zitatform
Dickens, Richard & Alan Manning (2004): Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector. In: The economic journal, Jg. 114, H. 494, S. C95-C101.
Abstract
"The UK National Minimum Wage (NMW) has had a minimal impact on UK wage inequality because it has been set at a modest level and because aggregate evidence suggests very small spill-over effects. But the small spill-over effects might be because of the small numbers of workers affected and widespread anticipation of the introduction of the NMW might make the impact effect appear very small. This paper investigates these issues using data collected from care homes where the NMW affected 40 % of workers. But we still find no evidence of large spill-over effects and very small amounts of anticipation of the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Global employment trends for youth (2004)
Zitatform
Elder, Sara & Dorothea Schmidt (2004): Global employment trends for youth. (Global employment trends for youth ...), Genf, 34 S.
Abstract
"Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der jungen Menschen ohne Arbeit weltweit auf ungefähr 88 Millionen angestiegen - so die Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren stellen demnach weltweit die Hälfte aller Arbeitslosen. Aber das Problem geht über die hohe Zahl von erwerbslosen Jugendlichen hinaus: Der Bericht legt dar, dass Jugendliche ungefähr 130 Millionen der 550 Millionen arbeitenden Armen (working poor) weltweit repräsentieren, die zwar arbeiten, aber dennoch nicht in der Lage sind, sich und ihre Familien aus der Armut zu befreien und unter der Armutgrenze von einem US-Dollar pro Tag liegen. Der Report zeigt, dass die weltweit steigende Erwerbslosigkeit Jugendliche besonders betrifft, insbesondere junge Frauen. Diejenigen, die eine Arbeit finden, sehen sich oftmals langen Arbeitszeiten mit kurzfristigen Arbeitsverträgen oder informellen Verträgen ausgesetzt, niedriger Bezahlung mit geringer sozialen Sicherheit oder fehlenden anderen sozialen Absicherungen. Für das Jahr 2003 wird die Rate der Jugendarbeitslosigkeit weltweit auf 14.4 Prozent beziffert, ein Anstieg von 26.8 Prozent der Gesamtzahl von jungen erwerbslosen Menschen über das letzte Jahrzehnt. In den Entwicklungsländern sind die relativen Nachteile von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägter, da die Gruppe der Jugendlichen einen merklich höheren Anteil an der Erwerbsbevölkerung insgesamt ausmacht als in industrialisierten Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France (2004)
Fall, Madior; Hourriez, Jean-Michel;Zitatform
Fall, Madior & Jean-Michel Hourriez (2004): Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 41-51.
Abstract
Der Beitrag überträgt die Definition der 'Working Poor' des U.S. Bureau of Labor Statistics auf das Beispiel Frankreich, um Vergleichsmaßstäbe dafür zu gewinnen, wie dieser Ansatz auf beiden Seiten des Atlantiks bewertet wird. Die Autoren identifizieren vier Hauptgruppen der Working Poor in Frankreich: Langzeitarbeitslose, Selbständige, Erwerbstätige ohne Unterbrechung durch Episoden von Arbeitslosigkeit sowie solche mit Unterbrechung durch Arbeitslosigkeit. Wenn man die Gruppe der Langzeitarbeitslosen ausklammert, zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in der Zusammensetzung der Populationen der Working Poor zwischen den USA und Frankreich. Wenn man allerdings die Analyse auf den Niedriglohnsektor beschränkt, dann zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen Frankreich und den USA in Bezug auf das Armutsrisiko. In Frankreich sind es drei Faktoren, die das Armutsrisiko bestimmen: Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und Teilzeitarbeit. In den USA ist in erster Linie Niedriglohn für Armut verantwortlich. (IAB)
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Literaturhinweis
Aspekte der Entwicklung der Minijobs: Abschlussbericht (2004)
Zitatform
(2004): Aspekte der Entwicklung der Minijobs. Abschlussbericht. Essen, 150 S.
Abstract
Der Abschlussbericht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Minijobs seit der Arbeitsmarktreform im Jahr 2003. Zunächst wird der institutionelle Hintergrund der Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Minijobs) dargestellt, indem die Auswirkungen der Minijobs auf die Sozialversicherung, insbesondere die Quellen des Zuflusses in Minijobs nach der Reform vom 01.04.2003 und der Handlungsbedarf analysiert werden. Hierzu werden im Rahmen eines detaillierten Literaturüberblicks die Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse und die damit verbundenen Ziele in einen wirtschaftstheoretischen Rahmen eingeordnet. Es wird auch auf ex-ante Abschätzungen der zu erwartenden Effekte der Reform eingegangen. Als Ergänzung zu den empirischen Untersuchungen auf Basis einer eigens hierfür durchgeführten Befragung von Beschäftigten in Minijobs wurde mit Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) ein umfassendes Portrait des gesamten Niedriglohnsektors in Deutschland erstellt. Dieses Portrait und die Ergebnisse der Arbeitnehmer/innenbefragung bilden die beiden Säulen für die erstellten Analysen des wirtschaftspolitischen Handlungsbedarfs sowie für einen Reformvorschlag eines 'Erweiterten Minijobs für Arbeitslose'. (IAB)
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Literaturhinweis
Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"): Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht (2004)
Fritzsche, Bernd; Haisken-DeNew, John P.;Zitatform
Fritzsche, Bernd (2004): Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"). Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht. (RWI-Projektberichte), Essen, 143 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen individuellen Erwerbseinkommen und den verfügbaren Haushaltseinkommen von Erwerbstätigen daraufhin, in welchem Umfang trotz Erwerbstätigkeit ein nur unzureichender Lebensstandard realisiert bzw. die Armutsrisikogrenze unterschritten wird. Dabei werden das Ausmaß und die Intensität des Armutsrisikos bei Erwerbstätigkeit unter detaillierter Berücksichtigung der Charakteristika der betroffenen Bevölkerung untersucht. Ferner werden die individuellen Verläufe von Armut und eigener Erwerbsbeteiligung bzw. Erwerbsbeteiligung von Mitgliedern des gleichen Haushalts betrachtet sowie soziale Ausgrenzung in Abhängigkeit von Erwerbsbeteiligung und Armutsrisiko analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutschland: Strukturelle Niedriglohnregion? (2004)
Zitatform
Görzig, Bernd, Martin Gornig & Axel Werwatz (2004): Ostdeutschland: Strukturelle Niedriglohnregion? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 44, S. 685-691.
Abstract
"Bei den Tariflöhnen gibt es in vielen Branchen kaum noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Betrachtet man aber die tatsächlich gezahlten Löhne und Gehälter, so liegen diese in Ostdeutschland um fast 20 % unter dem Niveau in Westdeutschland. Wichtige Ursachen dafür sind die geringere Tarifbindung in Ostdeutschland und die stärkere Bedeutung übertariflicher Entlohnung in Westdeutschland. Darüber hinaus spielen seit Mitte der 90er Jahre wirtschaftsstrukturelle Verschiebungen eine immer größere Rolle. In Ostdeutschland ist das relative Gewicht gering entlohnender branchen- und größenspezifischer Betriebstypen spürbar gestiegen. Die Spaltung in eine Hochlohnregion Westdeutschland und eine Niedriglohnregion Ostdeutschland hat zugenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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