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Dossier

Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf

Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.

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  • Literaturhinweis

    Exploring the disability–poverty nexus in children: a cross-national comparative analysis in Europe (2024)

    Vinck, Julie ;

    Zitatform

    Vinck, Julie (2024): Exploring the disability–poverty nexus in children: a cross-national comparative analysis in Europe. In: The Journal of Poverty and Social Justice, Jg. 32, H. 1, S. 65-99. DOI:10.1332/17598273y2023d000000006

    Abstract

    "By ratifying the United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities, states committed themselves to ensure an adequate standard of living and social protection to all persons with disabilities, including children. Yet, prior studies showed that children with disabilities are more likely to grow up poor. Existing research has mainly focused on single-country case studies or comparative analyses for low- and middle-income countries. Due to the lack of good quality data, comparative studies on poverty outcomes, its determinants and the poverty-reducing role of social transfers among children with disabilities in high-income countries are largely missing. This article addresses these gaps using the 2017 EU-SILC cross-sectional survey. The results show great differences across Europe in the prevalence of childhood disability, the poverty outcomes of children with disabilities and the poverty-reducing effectiveness of social transfers for them. In only a third of European countries are children with disabilities more likely to live in poor households than children without disabilities. Countries that perform weakly for children without disabilities also perform weakly for children with disabilities. Moreover, social transfers achieve more for children with disabilities in more than half of European countries. The family’s employment participation and social background have the expected poverty-reducing effects for children with disabilities and children without disabilities, though the strength of some effects differs between the two groups within certain geographical regions. However, the income-based poverty indicator disregards the higher costs families with children with disabilities face which underestimates their poverty risk. More research is needed on which poverty indicator accurately reflects the real living standards of children with disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Policy Press) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Nachteilsausgleich in der Berufsbildung: Schlüssel und Stellschraube für Inklusion und Fachkräftequalifizierung: Aktuelle Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen (2024)

    Vollmer, Kirsten;

    Zitatform

    Vollmer, Kirsten (2024): Nachteilsausgleich in der Berufsbildung: Schlüssel und Stellschraube für Inklusion und Fachkräftequalifizierung. Aktuelle Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen. (BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 42 S.

    Abstract

    "Der Fachbeitrag stellt den Nachteilsausgleich in der Berufsbildung als Schlüssel und Stellschraube zur Inklusion behinderter Menschen und zur Fachkräftequalifizierung vor. Grundlegende Ausführungen zur rechtlichen Verankerung des Anspruchs auf Nachteilsausgleich in Grundgesetz, VN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung, Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung rücken die zuständigen Stellen in der Berufsbildung als wesentliche Akteure ins Blickfeld. Dazu werden ausgewählte Ergebnisse eines aktuellen BIBB-Projekts zur Umsetzung der berufsbildungsgesetzlichen Vorgaben zum Nachteilsausgleich in der Berufsbildungspraxis und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für die Berufsbildungspolitik und Berufsbildungspraxis präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen (2024)

    Waldschmidt, Anne ; Rombach, Fabian; Karim, Sarah ; Prior, Lisa;

    Zitatform

    Waldschmidt, Anne, Fabian Rombach, Sarah Karim & Lisa Prior (2024): Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen. In: Soziale Probleme, Jg. 35, H. 2, S. 202-220. DOI:10.3262/sp2402202

    Abstract

    "Bei der Bearbeitung des sozialen Problems Behinderung hat die Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung einen hohen Stellenwert. Entsprechend sind Dispositive der Erwerbsarbeit und Behinderung eng miteinander verkoppelt. Vor allem die staatliche Arbeitsverwaltung stellt ein strukturell machtvolles Dispositivelement dar. Auf dieser Folie untersucht der Beitrag, welche Erfahrungen behinderte Menschen mit der Bundesagentur für Arbeit machen. Im Ergebnis zeigt die Analyse qualitativ-empirischer Interviews, dass die Bundesagentur als komplexer Akteur individuelle Zugänge zum Arbeitsmarkt ermöglicht oder blockiert. Auf die disponierende Praxis der Behörde reagieren die interviewten Personen ihrerseits sowohl mitwirkend als auch widerständig. Mehrheitlich präsentieren sie sich als selbsttätige Subjekte, die an (Erwerbs-)Arbeit teilnehmen wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Centaurus Verlag & Media)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung (2024)

    Weißmann, Regina; Thomas, Joachim ;

    Zitatform

    Weißmann, Regina & Joachim Thomas (2024): Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung. In: P. Schlögl, A. Barabasch & J. Bock-Schappelwein (Hrsg.) (2024): Krise und Nachhaltigkeit - Herausforderungen für berufliche Bildung. Beiträge zur 8. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK), S. 175-186. DOI:10.3278/I76713W015

    Abstract

    "Teilhabe am Arbeitsleben gilt als einer der wichtigsten Grundbausteine für gesellschaftliche Partizipation und soziale Inklusion. In Deutschland existieren verschiedene Instrumente und Konzepte (z. B. das bundesweit etablierte Budget für Arbeit), um Menschen mit Behinderung den Übergang von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ausgehend von der bisher geringen Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten beschreibt der vorliegende Beitrag die Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung bezüglich einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Hierfür wurden 31 Menschen mit geistiger Behinderung - sowohl mit als auch ohne Übergangserfahrung - einbezogen. Aus dem Interviewmaterial wurden sechs Schwerpunktthemen identifiziert, aus denen sich Implikationen und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Übergängen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ableiten lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Technologien für die Zukunft der Teilhabe an Arbeit (2024)

    York, Jana; Bächler, Liane; Jochmaring, Jan;

    Zitatform

    York, Jana, Liane Bächler & Jan Jochmaring (2024): Technologien für die Zukunft der Teilhabe an Arbeit. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 19, H. 4, S. 94-122.

    Abstract

    "Der Artikel untersucht Forschungsprojekte, die Assistive Technologien zur Teilhabe an Arbeit von Menschen mit Behinderungen fokussieren. Expliziert werden die Bedeutungsebenen von Arbeit und Erwerbsarbeit für Menschen mit Behinderungen, politische Zielvorgaben und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben sowie Elemente des Konstruktes Arbeit 4.0. Diskutiert werden Herausforderungen und Chancen, die aus den neuen Arbeitsrealitäten erwachsen. Weiter werden Assistive Technologien im Kontext von Arbeit definiert und auf einem Kontinuum von No-Tech bis High-End-Tech systematisiert. Kartiert werden anschließend aktuelle Forschungsprojekte, die Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Arbeitswelt erleichtern sollen. Abschließend werden die Ergebnisse dieser Kartierung kritisch vor dem Hintergrund kapitalistischer Wirtschaftslogiken diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen als Potenzial für den Fachkräftemangel für kleine und mittlere Unternehmen (2024)

    Zapfel, Stefan; Hiesinger, Karolin ; Reims, Nancy ;

    Zitatform

    Zapfel, Stefan, Karolin Hiesinger & Nancy Reims (2024): Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen als Potenzial für den Fachkräftemangel für kleine und mittlere Unternehmen. In: B. Badura, A. Ducki, J. Baumgardt, M. Meyer & H. Schröder (Hrsg.) (2024): Fehlzeiten-Report 2024: Bindung und Gesundheit - Fachkräfte gewinnen und halten, 2024-04-10. DOI:10.1007/978-3-662-69620-0_2

    Abstract

    "Betriebe stehen vor größer werdenden Herausforderungen, ihren Bedarf an Fach- und Arbeitskräften künftig weiter decken zu können. Eine relevante Stellschraube hierfür ist, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen im Betrieb (weiter) zu beschäftigen. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestalten sich die Voraussetzungen dafür zwar insgesamt schwieriger als in größeren. Allerdings haben auch KMU Möglichkeiten, mit Diversity-Management-Konzepten, betrieblichem Gesundheitsmanagement und den durch digitale Veränderungen erweiterten Gestaltungsspielräumen in der Arbeitsorganisation die Einbindung von Menschen mit Behinderungen im Betrieb zu verbessern. Unterstützt werden sie dabei durch sozialstaatliche Angebote wie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) oder die 2022 eingeführten „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA). Parallel dazu nehmen gesetzliche Regelungen Einfluss auf das Verhalten der Betriebe bezüglich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, etwa der erweiterte Kündigungsschutz oder die seit 2024 verschärft geltende Ausgleichsabgabenregelung für Unternehmen, die der Beschäftigungspflicht überhaupt nicht nachkommen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © 2024 Springer)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hiesinger, Karolin ; Reims, Nancy ;
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  • Literaturhinweis

    Durch den Reha-Dschungel: Junge Menschen mit psychischer Erkrankung auf dem Weg in Ausbildung und Beruf – Herausforderungen für die Soziale Arbeit (2024)

    Zick-Varul, Matthias; Keller, Silvia;

    Zitatform

    Zick-Varul, Matthias & Silvia Keller (2024): Durch den Reha-Dschungel: Junge Menschen mit psychischer Erkrankung auf dem Weg in Ausbildung und Beruf – Herausforderungen für die Soziale Arbeit. In: T. Middendorf & A. Parchow (Hrsg.) (2024): Junge Menschen in prekären Lebenslagen, S. 205-215.

    Abstract

    "Auch in Zeiten des Fachkräftemangels und unbesetzter Ausbildungsplätze bleibt der Zugang zu und Verbleib in Ausbildung und Beruf für junge Menschen mit psychischer Erkrankung besonders schwer. Im Folgenden werden wir – basierend unter anderem auf Erträgen aus dem Projekt Work4Psy1 – bestehende Hürden und Hindernisse darstellen sowie die Rolle der Sozialen Arbeit im Vorfeld von und in Begleitung während der beruflichen Unterstützung durch die Arbeitsagentur skizzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Beltz Juventa)

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  • Literaturhinweis

    Aktuelle Entwicklungen bei der Reform der WfbM (2024)

    Zitatform

    (2024): Aktuelle Entwicklungen bei der Reform der WfbM. In: Die Rehabilitation, Jg. 63, H. 03, S. 144-145. DOI:10.1055/a-2319-6873

    Abstract

    "Das deutsche System der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) steht seit langer Zeit in der Kritik. Anstoß wird insbesondere an fehlenden Arbeitnehmerrechten, der geringfügigen Entlohnung sowie an der Abschottung der Beschäftigten und niedrigen Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt genommen. Die Forderung nach Reformierung der Strukturen nahm mit der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention durch Deutschland im Jahr 2009 zusätzliche Fahrt auf. Gemäß Artikel 27 der Konvention haben Menschen mit Behinderungen „das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird.“" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ausbildung junger Menschen mit Behinderungen: Alles inklusiv? (2024)

    Zitatform

    (2024): Ausbildung junger Menschen mit Behinderungen: Alles inklusiv? (Arbeitsmarkt aktuell 2024,04), Berlin, 20 S.

    Abstract

    "Nach Berechnungen des DGB lag der Anteil an inklusiven Maßnahmen für junge behinderte Menschen bei der BA im Jahr 2023 bei 17 Prozent. Er ist seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention in 2009 nur leicht gestiegen. Im Jahr 2009 lag der Anteil der inklusiven Ausbildung bei 15 Prozent. Die Zahl schwerbehinderter Azubis in betrieblicher Ausbildung ist ebenfalls gestiegen, von 6.356 in 2009 auf zuletzt 7.975 in 2022. Der Trend ist umso deutlicher, da die Zahl der Auszubildenden insgesamt in den letzten Jahren gesunken ist. Der Anteil von schwerbehinderten Azubis an allen Azubis hat sich damit von 0,4 Prozent auf 0,7 Prozent erhöht. Junge Menschen mit Behinderungen haben deutlich bessere Chancen auf eine Beschäftigung, wenn sie im Unternehmen ausgebildet werden. Mit 74 Prozent lag die Eingliederungsquote im Jahr 2023 nach einer begleiteten betrieblichen Ausbildung deutlich über der Eingliederungsquote nach einer außerbetrieblichen Ausbildung (65 %) oder einer Ausbildung im Berufsbildungswerk (60 %). Generell haben sich die Eingliederungsquoten aller Instrumente im Zeitverlauf verbessert, was erfreulich ist. Dies kann durch eine zielgenauere Ausgestaltung der Instrumente, eine bessere Vermittlung im Anschluss an die Ausbildung und auch durch einen aufnahmefähigeren Arbeitsmarkt bedingt sein. Aus Sicht des DGB kann und muss der Anteil inklusiver Ausbildung jedoch weiter steigen. Hierfür sind insbesondere individuellere Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten notwendig sowie barrierefreie Berufsschulen. Auch der UN-Fachausschuss kritisiert die schleppende Umsetzung der UNBRK in den Bereichen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt in Deutschland deutlich. Es ist deshalb unbedingt notwendig, dass die Bundesregierung unter Einbeziehung von Behindertenverbänden und Gewerkschaften verbindliche Zielmarken setzt, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in diesen Bereichen zügiger voranzubringen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Aktueller Stand der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Wissenschaft und Forschung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (2024)

    Zitatform

    (2024): Aktueller Stand der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Wissenschaft und Forschung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/12232 (08.07.2024)), Berlin, 13 S.

    Abstract

    [insgesamt 38 Einzelfragen] "Vorbemerkung der Fragesteller: „Wir wollen mehr als nur dabei sein! Menschen mit Behinderung und ihr Recht auf Teilhabe“, unter diesem Motto veranstalteten die Lebenshilfe Deutschland und die Universität Darmstadt im Jahr 2003 erstmals in Deutschland einen Kongress für die Forschung zu Inklusion und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Wissenschaft (...). Sechs Jahre später ratifizierte der Deutsche Bundestag die UN-Behindertenrechtskonvention (...). Damit verpflichtete sich der Bund unter anderem dazu, Informationen und Daten zur Teilhabe zu sammeln sowie die empirische Teilhabeforschung oder inklusive Forschung in dem Gebiet zu fördern. Seitdem etablierte sich die Teilhabeforschung als Forschungsgebiet im deutschsprachigen Raum und entwickelte sich kontinuierlich weiter. Die unionsgeführte Bundesregierung veröffentlichte vor diesem Hintergrund mehrere Teilhabeberichte über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen und initiierte eine Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Betroffenen (...). In ihrem im November 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP setzt sich die aktuelle Bundesregierung das Ziel, die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt inklusiver zu gestalten. Vor diesem Hintergrund kündigt sie innerhalb der Wissenschaft und Forschung Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und den Ausbau von Teilhabeangeboten an (...). Auch die Bundesregierung selbst muss aus Sicht der Fragesteller im Hinblick auf ihre Aufsichtsgremien und wesentlichen Gremien Rechenschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen ablegen und eine Vorbildfunktion einnehmen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist in 114 Aufsichtsgremien vertreten. In diesem Rahmen hat die Bundesregierung die Möglichkeit, richtungweisend und inklusiv ihre personelle Vertretung zu entsenden und auf einen inklusiven Arbeitsmarkt und die Teilhabe im Wissenschaftssystem hinzuwirken. " (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)

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  • Literaturhinweis

    Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM): Entgeltsystematik und Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt (2024)

    Zitatform

    (2024): Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Entgeltsystematik und Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt. (Sachstand / Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste), Berlin, 15 S.

    Abstract

    "In der folgenden Arbeit soll auf ausgewählte Aspekte zu Werkstätten für behinderte Menschen eingegangen werden. Dabei sollen hier insbesondere Fragen zu den Aufgaben der Werkstatt für behinderte Menschen, zur Entgeltsystematik, zum Verhältnis von Einkommen aus der Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen und Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie zum Wechsel von einer Tätigkeit in einer entsprechenden Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt näher betrachtet werden. Schließlich werden ausgewählte statistische Angaben, etwa zur Anzahl von in Deutschland bestehenden Werkstätten für behinderte Menschen und den hier Beschäftigten, dargestellt." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis") (2023)

    Abend, Sonja ;

    Zitatform

    Abend, Sonja (2023): Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis"). In: IAB-Forum H. 13.06.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230613.01

    Abstract

    "Forschungseinrichtungen können ähnlich wie Unternehmen von divers zusammengesetzten Teams profitieren. Dies gilt auch und gerade für Menschen mit Behinderung. Technische Arbeitshilfen erleichtern heute die Inklusion in Bildungssystem und Arbeitsmarkt zwar erheblich. Dennoch bedarf es etwa in der Wissenschaft zusätzlicher Anstrengungen, nicht zuletzt finanzieller Art, um tatsächlich gleiche Zugangs- und Teilhabechancen zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Dekolonialisierung des Wissens: Eine partizipative Studie zu Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen (2023)

    Afeworki Abay, Robel ;

    Zitatform

    Afeworki Abay, Robel (2023): Dekolonialisierung des Wissens: Eine partizipative Studie zu Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen. Bielefeld: Transcript Verlag, 342 S. DOI:10.18452/27507

    Abstract

    "Die voranschreitende Geopolitik geht mit komplexen Formen epistemischer Gewalt eurozentristischer Wissensordnungen einher. Diese zeigt sich auch in der Weitertradierung komplexitätsreduzierender Wissensproduktion sowohl über Behinderung als auch über Migration/Flucht: Es wird wiederholt über die Betroffenen, statt mit ihnen gesprochen. Robel Afeworki Abay widmet sich der Diskriminierung und Teilhabe an Erwerbsarbeit von BIPoC mit Behinderungserfahrungen und beleuchtet aus postkolonialen und intersektionalen Perspektiven die Zugangsbarrieren und Bewältigungsressourcen der Betroffenen. In seiner partizipativen Studie legt er dar, dass epistemische Gewalt hierbei als konstitutiver Bestandteil der Kolonialität des Wissens fungiert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

    Weiterführende Informationen

    Langzeitarchivierung Nationalbibliothek
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  • Literaturhinweis

    Labour market integration of disability insurance benefit applicants in Switzerland: Evidence from linked survey and administrative data (2023)

    Altwicker-Hámori, Szilvia;

    Zitatform

    Altwicker-Hámori, Szilvia (2023): Labour market integration of disability insurance benefit applicants in Switzerland. Evidence from linked survey and administrative data. In: Alter - European Journal of Disability Research, Jg. 17, H. 1, S. 69-86.

    Abstract

    "The increased labor market participation of individuals with disabilities remains a key policy priority for European governments. This study therefore aimed to examine factors promoting the labor market integration of disability insurance benefit (DB) applicants and those entitled to integration and occupational measures in Switzerland. A novel dataset was created via linking the 2018 Swiss Labor Force Survey (SLFS) to administrative register data (2000-2017). Multiple logistic regression was used to analyse the associations between demographic, socioeconomic, health, and regional characteristics and economic activity in working-age DB applicants (N=9,309) and those entitled to integration and occupational measures (N=5,753). Being male, living with an employed partner, having upper secondary or tertiary education, and being able to participate in the SLFS in the language of the language region of residence were associated with higher odds of economic activity. Higher odds of economic activity were also found for those not reporting long-term health-related activity limitations or chronic morbidity and for younger age groups. Individuals residing in the Lake Geneva Region and Ticino were less likely to be economically active relative to their counterparts living in Espace Mittelland. Most importantly, the results imply that education beyond the lower secondary level as well as language proficiency are essential for the economic activity of DB applicants and those entitled to integration and occupational measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zur Arbeitsmarktsituation von Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (2023)

    Auer, Eva;

    Zitatform

    Auer, Eva (2023): Zur Arbeitsmarktsituation von Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen. (AMS-Spezialthema zum Arbeitsmarkt / Arbeitsmarktservice Österreich), Wien, 6 S.

    Abstract

    "Im Jahr 2022 waren insgesamt 76.653 Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen, 15.611 bzw. 16,9% weniger als im Jahresdurchschnitt 2021. Auch im Vergleich zum Jahr 2019 ging die Zahl der Personen mit Beeinträchtigungen mit minus 10,6% deutlich zurück. Rund 18% der vorgemerkten Personen hatten eine Behinderung gemäß Behinderteneinstellungsgesetz oder Landesbehindertengesetz bzw. einen Behindertenpass. Die restlichen 82% der arbeitslos Vorgemerkten bzw. Schulungsteilnehmer_innen mit gesundheitlichen Problemen erbrachten den Nachweis der eingeschränkten Vermittelbarkeit durch ein (fach)ärztliches Gutachten. „Erfreulicherweise konnte auch die Gruppe der arbeitssuchenden Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen von der guten Konjunktur des Jahres 2022 profitieren. Trotzdem bleibt die Jobsuche für Betroffene alles andere als einfach. Das zeigt sich daran, dass sie im Schnitt fast doppelt so lange einen Job suchen. Unternehmen mit Personalbedarf kann ich – insbesondere in dieser Arbeitsmarktlage – dringend empfehlen, bewusst auch in dieser Personengruppe ihre nächsten Mitarbeiter_innen zu suchen.“ so Johannes Kopf, Vorstandsmitglied." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Predicting stable employment trajectories among young people with disabilities (2023)

    Ballo, Jannike Gottschalk ; Alecu, Andreea Ioana ;

    Zitatform

    Ballo, Jannike Gottschalk & Andreea Ioana Alecu (2023): Predicting stable employment trajectories among young people with disabilities. In: Journal of education and work, Jg. 36, H. 6, S. 408-425. DOI:10.1080/13639080.2023.2254271

    Abstract

    "Research aiming to explain disabled people's inequalities in the labour market has primarily focused on transitional factors between school and work, wage gaps, or socioeconomic background characteristics as explanations for (no-)entry in the labour market. There is a lack of longitudinal studies that map how disabled people fare in the labour market over time. Therefore, the objective of this paper is to identify, describe and predict stable employment paths of long-term disabled people. Our study employs detailed longitudinal data with total coverage of the Norwegian population - we focus on 11 birth cohorts (1973-83) of disabled individuals and we follow their employment trajectories between the ages 20 and 34. To describe employment trajectories and create a typology of longitudinal labour market attachments, we employ sequence analysis and subsequently linear probability models to analyse the association between the disability's severity, gender, educational enrolment, early-work experience and employment trajectories. We identify four main types of trajectories: permanently work-disabled, stable employment, early marginalisation, and unstable employment. Our findings indicate that men are more likely than women to have stable employment trajectories. Starting higher education, as well as parental higher education, is linked with the likelihood of stable employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Work strains and disabilities in French workers: A career-long retrospective study (2023)

    Barnay, Thomas ; Defebvre, Éric ;

    Zitatform

    Barnay, Thomas & Éric Defebvre (2023): Work strains and disabilities in French workers: A career-long retrospective study. In: Labour, Jg. 37, H. 3, S. 385-408. DOI:10.1111/labr.12252

    Abstract

    "This study aims to estimate the causal impact of detrimental working conditions on the self-reported disabilities in France. Using a retrospective lifelong panel, we implement a mixed econometric strategy that relies on difference-in-differences and matching methods to take into account for selection biases as well as unobserved heterogeneity. Deleterious effects from exposure on disability are found, depending on the nature and magnitude of the strains. These results provide insights into the debate on legal retirement age postponement and justify policies being enacted early in individuals' careers, but also schemes that are more focused on psychosocial risk factors." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Working conditions and disabilities in French workers: a career-long retrospective study (2023)

    Barnay, Thomas ; Defebvre, Éric ;

    Zitatform

    Barnay, Thomas & Éric Defebvre (2023): Working conditions and disabilities in French workers: a career-long retrospective study. (HAL open science), Paris, 22 S. DOI:10.15609/annaeconstat2009

    Abstract

    "This study aims to estimate the causal impact of detrimental working conditions on disabilities in France. Using a rebuilt retrospective lifelong panel and defining indicators for physical and psychosocial strains, we implement a mixed econometric strategy relying on difference-in-differences and matching methods to take into account for selection biases as well as unobserved heterogeneity. For men and women, deleterious effects of both types of working conditions on disability after exposure are found, with varying patterns of impacts according to the nature and magnitude of the strains. These results provide insights into the debate on legal retirement age postponement and justify not only policies being enacted early in individuals' careers in order to prevent subsequent mid-career health repercussions, but also schemes that are more focused on psychosocial risk factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Physical Disability and Labor Market Discrimination: Evidence from a Video Résumé Field Experiment (2023)

    Bellemare, Charles ; Goussé, Marion ; Marchand, Steeve ; Lacroix, Guy ;

    Zitatform

    Bellemare, Charles, Marion Goussé, Guy Lacroix & Steeve Marchand (2023): Physical Disability and Labor Market Discrimination: Evidence from a Video Résumé Field Experiment. In: American Economic Journal. Applied Economics, Jg. 15, H. 4, S. 452-476. DOI:10.1257/app.20210633

    Abstract

    "We sent fictitious applications to firms advertising job openings. We find that revealing a disability decreases callback rates by 25 percentage points. This result is not explained by accessibility constraints or lower productivity due to disability. We find that including a video résumé of a well-spoken applicant significantly increases callbacks by 10 percentage points for persons with and without disabilities, suggesting that discrimination is unaffected by quality signals in our context. Analysis of viewing activity suggests that employers seek less information when the applicant is disabled. Disclosing the disability later in the video increases employers' viewing time but leaves callback rates unchanged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Disability, Gender and Hiring Discrimination: A Field Experiment (2023)

    Bjørnshagen, Vegar ; Ugreninov, Elisabeth ; Rooth, Dan-Olof;

    Zitatform

    Bjørnshagen, Vegar, Dan-Olof Rooth & Elisabeth Ugreninov (2023): Disability, Gender and Hiring Discrimination: A Field Experiment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16217), Bonn, 38 S.

    Abstract

    "This article examines disability discrimination in the hiring process and explores variation in how the intersection of disability and gender shapes employers' hiring behavior by occupational context and gender segregation. We use data from a field experiment in which approximately 2,000 job applications with randomly assigned information about disability were sent to Swedish employers with vacancies. We find that nondisabled applicants receive 33 percent more callbacks than similarly qualified wheelchair users despite applying for jobs where the impairment should not interfere with performance. The results indicate no heterogeneity in levels of disability discrimination against men and women on average across occupations or by occupational gender segregation. However, levels of discrimination differ considerably among occupations, varying from no evidence of disability discrimination to discrimination against both disabled men and disabled women as well as cases where disability discrimination is found only against women or only against men. The results thus indicate that disability and gender interact and shape discrimination in distinct ways within particular contexts, which we relate to intersectional stereotyping and norms of gender equality influencing hiring practices but not to declared ambitions for diversity or gender equality legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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