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Dossier

Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen. Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

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im Aspekt "Zur Situation in Deutschland"
  • Literaturhinweis

    Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers (2024)

    Lange, Martin ; Schmidt, Philipp; McNamara, Sarah;

    Zitatform

    Lange, Martin, Sarah McNamara & Philipp Schmidt (2024): Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers. (ZEW discussion paper 24-073), Mannheim, 26 S.

    Abstract

    "The labor market integration of asylum seekers remains a contested issue. Using the EU-Labor-Force-Survey, we characterize the state of asylum seekers’ labor market integration in Europe, and provide representative statistics on several dimensions of integration. We compare asylum seekers to natives and economic migrants and find that asylum seekers struggle to integrate across European states, exhibiting employment rates of 10 percentage points lower than that of natives, on average, as well as a notable gap in job-quality. Analyzing self-reported barriers to employment, we document that asylum seekers’ lower employment rates and job-quality are likely the result of institutional hurdles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    We made it to Germany … and now? Interdependent risks of vulnerability for refugees in a high-income country (2024)

    Mendola, Daria ; Parroco, Anna Maria ; Li Donni, Paolo ;

    Zitatform

    Mendola, Daria, Anna Maria Parroco & Paolo Li Donni (2024): We made it to Germany … and now? Interdependent risks of vulnerability for refugees in a high-income country. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 50, H. 4, S. 1059-1079. DOI:10.1080/1369183X.2023.2206009

    Abstract

    "Refugees are perceived as a category of people that are ‘vulnerable’ per se. However, once they have arrived in (high-income) hosting countries and are supported by a welfare state, vulnerability needs to be rethought, as they face new challenges and potential sources of inequality. In this paper, we have measured vulnerability as the probability of experiencing jointly three interdependent risks: social isolation, financial worries and poor health. For this purpose, we estimated a trivariate logit model to evaluate how individual and household characteristics are associated with vulnerability and also made inferences regarding the residual association between pairs of risks, conditionally to a set of selected covariates. Using the 2016 wave of the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees in Germany, we demonstrated the significant correlations between the risks experienced by refugees and assessed a ‘propagation effect’ that affects vulnerability when the three risks come together. Taking this result into account may be useful in preventing vulnerability among refugees when they are faced with even one of these risks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktteilhabe durch Qualifizierung? De‑, Dis- und Sonderqualifizierung geflüchteter Frauen im deutschen Berufsbildungssystem (2024)

    Menke, Katrin ; Ullmann, Johanna ;

    Zitatform

    Menke, Katrin & Johanna Ullmann (2024): Arbeitsmarktteilhabe durch Qualifizierung? De‑, Dis- und Sonderqualifizierung geflüchteter Frauen im deutschen Berufsbildungssystem. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 49, H. 4, S. 517-537. DOI:10.1007/s11614-024-00559-1

    Abstract

    "Berufliche Qualifizierung gilt international gemeinhin als Garant für nachhaltige Erwerbsarbeit von Geflüchteten. Seit der erhöhten Fluchtzuwanderung im Jahr 2015 hat sich das Feld beruflicher Qualifizierung in Deutschland erheblich ausdifferenziert. Trotz hoher Erwerbsambitionen und bestehender Qualifizierungsbedarfe landen geflüchtete Frauen bisher jedoch kaum in qualifizierter Erwerbsarbeit oder beruflicher Ausbildung. Dieser Beitrag bearbeitet den Zusammenhang zwischen beruflicher Qualifizierung und Arbeitsmarktsegmentierungen am Beispiel fluchtmigrierter Frauen in Deutschland, indem er segmentationstheoretische Ansätze und deren jüngeren feministisch-sozialkonstruktivistischen Erweiterungen auf das Berufsbildungssystem überträgt und mit empirischen Befunden unterfüttert. Anhand von qualitativem Interviewmaterial mit Akteur:innen in Arbeitsverwaltung und Trägerorganisationen von Arbeitsmarktintegrationsprojekten werden verschiedene Zuweisungspraxen rekonstruiert, die 1) aus symbolischen Auf- und Abwertungen beruflicher Qualifikationen bestehen und 2) durch Einschätzungen von (nicht) vorhandenen Qualifizierungsoptionen charakterisiert sind. Der Artikel illustriert, wie das Zusammenspiel aus geschlechtsspezifisch-rassifizierenden Zuschreibungen und der Strukturiertheit vorhandener Berufsbildungs- und Arbeitsmarktinstitutionen die Positionierung der Gruppe am unteren Ende der Arbeitsmarkt- und Ausbildungshierarchie nach sich zieht. In der Folge erfahren geflüchtete Frauen eine Zuweisung in Richtung De-, Dis- oder Sonderqualifizierung, die in unqualifizierte, prekäre (feminisierte und migrantisierte) Anlern- und Hilfsjobs auf dem segmentierten Arbeitsmarkt kanalisiert und eine unsichere berufs- und ausbildungsvorbereitende Übergangsphase der Gruppe verlängert. Der Beitrag beleuchtet damit die bislang wenig erforschte Frage, was als berufliche Qualifikation und insofern förderliche Qualifizierung im Kontext von Flucht gilt (oder nicht). Aufgrund gegenwärtiger Ausbaupläne beruflicher Weiterqualifizierung in Deutschland nach österreichischem Vorbild ist dies eine zunehmend relevante Frage." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective (2024)

    Menke, Katrin ;

    Zitatform

    Menke, Katrin (2024): Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 70, H. 1, S. 101-120. DOI:10.1515/zsr-2023-0010

    Abstract

    "Nach ihrer Ankunft stehen Geflüchtete vor der Herausforderung, ihre Biografie in unbekannten sozialen Kontexten neu zu ordnen. Sie sind dabei mit spezifischen Lebenslaufpolitiken, institutionalisierten bürokratischen Prozessen und Normen konfrontiert. Wie gestalten sich Prozesse des Festhaltens an und Anpassens von vertrauten Routinen und Orientierungen bei geflüchteten Frauen mit Sorgeverpflichtungen in Deutschland? Anknüpfend an bestehende Literatur der Lebenslauf-, Flucht- und Biografieforschung ergänzt dieser Artikel den Forschungsstand um eine geschlechtersensible Analyse der Arbeitsmarktverläufe geflüchteter Mütter in Deutschland. Ausgehend von biografisch orientierten Interviews mit 21 Frauen mit Kindern, die zwischen 2015 und 2020 aus überwiegend arabischen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind, werden zwei Befunde vorgestellt und diskutiert: a) verschiedene Phasen des Ankommens, die durch verschiedene Lebenslaufpolitiken und Normen gerahmt und in bürokratischen Settings vollzogen werden, sowie b) drei verschiedene Arbeitsmarktorientierungen und -strategien in Abhängigkeit von den gegebenen biografischen Orientierungen der Frauen, deren Neuverhandlung in ungewohnten Umgebungen und der jeweiligen Lebensphase, in der sich die Frauen befinden. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die biographischen Verläufe der Arbeitsmarktbeteiligung von geflüchteten Frauen und stellen eine überwiegend statische Sichtweise auf diese als homogen dargestellte Gruppe in Bezug auf Qualifikationen, Betreuungspflichten und Erwerbswünsche in Frage." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)

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  • Literaturhinweis

    “How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries (2024)

    Niemann, Lena ; Naudascher, Hanna; Hertel, Guido ; Kuyumcu, Umay ;

    Zitatform

    Niemann, Lena, Hanna Naudascher, Umay Kuyumcu & Guido Hertel (2024): “How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries. In: Journal of International Migration and Integration, Jg. 25, H. 3, S. 1423-1443. DOI:10.1007/s12134-024-01117-0

    Abstract

    "Occupational work is a cornerstone for refugees’ integration in a receiving country, and residents’ perceptions of refugees is a key factor in this process. As compared to migrants in general, refugee migrants have been forced to leave their home country, which should have multiple implications for their integration in receiving countries. In the current study, we investigated whether residents’ perception of migration forcedness affects their expectations about migrants’ occupational future time perspectives (OFTP) in the receiving country, which in turn should correspond to expectations about migrants’ occupational integration efforts. We tested our hypotheses in a preregistered online experiment with N = 190 working adults in Germany (71% women; age: M = 50.26, SD = 10.78). The results confirmed the hypothesized negative relation between perceived migration forcedness and expected OFTP, the hypothesized positive relation between expected OFTP and expected occupational integration efforts, and the hypothesized mediation mechanism of expected OFTP. Overall, our results demonstrate that residents’ perception of migration forcedness and related OFTP are relevant processes that affect the integration of migrants into the labor market of receiving countries." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees (2024)

    Schlüter, Ekaterina; Li, Junmin ;

    Zitatform

    Schlüter, Ekaterina & Junmin Li (2024): Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees. In: Zeitschrift für Evaluation, Jg. 23, H. 2, S. 273-280. DOI:10.31244/zfe.2024.02.07

    Abstract

    "Die Qualitätsanalyse der Berufsbildungsmaßnahmen für die Zielgruppe der Geflüchteten wird derzeit kaum diskutiert. Ziel des Projektes „RecoVET“ ist es daher, ein Konzept zur externen Bewertung und Anerkennung spezifischer Qualität bei der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Projektergebnisse2 bestehen aus mehreren Komponenten. Zum einen wird ein Online-Training für Qualitätsbewerter:innen wie z. B. Akkreditierungsagenturen entwickelt. Dieses Training soll sie auf die besonderen Herausforderungen der Integration Geflüchteter im berufsbildenden Bereich vorbereiten. Das zweite Projektergebnis ist ein ergänzendes Handbuch zur Qualitätsanalyse und dient als Literatur, welche das Online-Training begleitet. Das dritte Projektergebnis ist eine praxisorientierte Toolbox für die Umsetzung von Bewertung und Anerkennung von spezifischen Qualitätsindikatoren. Die Kombination aus Online-Training, Handbuch und Toolbox soll dazu beitragen, dass die Qualitätsanalyse und -bewertung der Berufsbildungsmaßnahmen von Geflüchteten systematisch und effektiv durchgeführt werden kann, um deren Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft nachhaltig zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist (2024)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2024): Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist. In: IAB-Forum H. 25.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241125.01

    Abstract

    "Existenzsichernde Erwerbsarbeit ist für Geflüchtete oft eine rechtliche Voraussetzung, um langfristig oder dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Dies bietet zwar Chancen sowohl für die Geflüchteten als auch für den Arbeitsmarkt hierzulande. Es kann aber auch zu einer besonderen Abhängigkeit der Betroffenen vom Betrieb führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu (2024)

    Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Kellmer, Ariana; Böhringer, Daniela; Kupka, Peter ; Brussig, Martin ; Schlee, Thorsten; Hartosch, Katja;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska, Daniela Böhringer, Martin Brussig, Katja Hartosch, Ariana Kellmer, Peter Kupka, Christopher Osiander, Angela Rauch & Thorsten Schlee (2024): Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu. (IAB-Kurzbericht 12/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2412

    Abstract

    "Seit Juni 2022 werden leistungsberechtigte Geflüchtete aus der Ukraine bereits kurz nach ihrer Einreise von den Jobcentern betreut. Mit welchen organisatorischen Maßnahmen haben diese darauf reagiert? Welche Erfahrungen machen die Jobcenter bei der Betreuung dieser Menschen? Auf Basis von quantitativen und qualitativen Befragungen gibt dieser Kurzbericht hierzu Auskunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy (2024)

    Schulte, Leonie ;

    Zitatform

    Schulte, Leonie (2024): The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy. In: Journal of Refugee Studies. DOI:10.1093/jrs/feae041

    Abstract

    "This paper examines the temporal consequences of Germany’s language-and-integration measures for adult migrants and refugees. In response to over 1.3 million displaced persons seeking asylum in Europe since 2015, many countries have tightened their existing language learning requirements for newcomers as part of stricter immigration control. Germany has been at the forefront of these policy reforms, expanding its integration programmes to accelerate newcomer incorporation. Based on over 15 months of ethnographic fieldwork in Berlin, this paper shows that instead of accelerating access to employment and higher education, in practice, integration policies delay socioeconomic mobility among refugees and migrants. This is largely because language becomes embedded in a broader ideological and bureaucratic complex newcomers must negotiate in their recurrent interactions with state institutions. As I demonstrate, in part because of the slowing effect such policies have on their mobility, newcomers’ first few years in Germany are experienced as a period of protracted uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts: Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende (2024)

    Seidl, Julian;

    Zitatform

    Seidl, Julian (2024): Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts. Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 44, H. 4, S. 157-162.

    Abstract

    "Die Forderung nach einer "Arbeitspflicht" für Geflüchtete ist aktuell Gegenstand der politischen Diskussion. Im Lichte dieser Debatte wurde jüngst die gesetzliche Regelung der Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG modifiziert und das Erfordernis einer zusätzlichen Tätigkeit gestrichen. Diese Entwicklungen möchte der vorliegende Beitrag zum Anlass nehmen, um die in §5 IV 1 AsylbLG enthaltene Arbeitsverpflichtung sowie hieran knüpfende Leistungseinschränkungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz sowie dem Europäischen Recht zu untersuchen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen (2024)

    Silva, Adriana Cardozo; Zinn, Sabine ;

    Zitatform

    Silva, Adriana Cardozo & Sabine Zinn (2024): Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 49, S. 771-779. DOI:10.18723/diw_wb:2024-49-1

    Abstract

    "Über Geldüberweisungen von Geflüchteten in ihre Heimat wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland politisch scharf debattiert, was zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen führte. Die vorliegende Studie untersucht, wie sich der Anteil der in Deutschland lebenden Personen, die Geld ins Ausland überweisen, im Laufe der Zeit je nach Migrationshintergrund – mit oder ohne Fluchthintergrund – verändert hat und welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit von Geldsendungen beeinflussen. Basierend auf den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sowie den IAB-SOEP-Migrationsstichproben und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter von 2013 bis 2022 zeigt die Untersuchung, dass Migrant*innen ohne Fluchthintergrund häufiger Geldtransfers tätigen, während Geflüchtete aufgrund struktureller Barrieren seltener dazu in der Lage sind. Die politische Debatte spiegelt also nicht die Realität wider. Über die Wahrscheinlichkeit, Geldüberweisungen ins Ausland zu tätigen, entscheiden insbesondere die Familiensituation und die Absicht, längerfristig in Deutschland zu bleiben. Die Ergebnisse sollten auch insofern zu einer Neubewertung beitragen, als diese Geldüberweisungen ein wichtiges Instrument zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele darstellen und die Wirtschaft in den Herkunftsländern stabilisieren und Armut reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany (2024)

    Sprengholz, Maximilian ; Hamjediers, Maik ;

    Zitatform

    Sprengholz, Maximilian & Maik Hamjediers (2024): Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany. In: Work and occupations, Jg. 51, H. 2, S. 249-286. DOI:10.1177/07308884221141100

    Abstract

    "We investigate intersecting wage gaps by gender and nativity by comparing the wages between immigrant women, immigrant men, native women, and native men based on Western German survey data. Adding to the analytical diversity of the field, we do a full comparison of group wages to emphasize the relationality of privilege and disadvantage, and we use a nonparametric matching decomposition that is well suited to address unique group-specific experiences. We find that wage (dis)advantages associated with the dimensions of gender and nativity are nonadditive and result in distinct decomposition patterns for each pairwise comparison. After accounting for substantial group differences in work attachment, individual resources, and occupational segregation, unexplained wage gaps are generally small for comparisons between immigrant women, immigrant men, and native women, but large when either group is compared to native men. This finding suggests that the often presumed “double disadvantage” of immigrant women is rather a “double advantage” of native men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit (2024)

    Stache, Randy;

    Zitatform

    Stache, Randy (2024): Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2024,03), Nürnberg, 22 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.03/2024.d.2024.duldung.1.0

    Abstract

    "Die Kurzanalyse widmet sich der Lebenssituation und Lebenszufriedenheit von Geduldeten mit ablehnendem Asylbescheid. Als Vergleichsgruppe dienen Bleibeberechtigte, die den Geduldeten hinsichtlich Herkunft und soziodemografischer Merkmale ähnlich sind. Die Datenbasis ist die IAB-BAMF-SOEPBefragung von Geflüchteten." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Job-Turbo: Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt (2024)

    Terzenbach, Daniel;

    Zitatform

    (2024): Der Job-Turbo. Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. [Ostbevern]: MKL Druck GmbH, 162 S.

    Abstract

    "Der Job-Turbo zielt darauf ab, geflüchtete Menschen im Bürgergeldbezug schnell und ohne Wartezeiten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, auch wenn ihre Sprachkenntnisse zunächst nur grundständig sind. Um den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, wird parallel zur Beschäftigung zudem eine berufliche und sprachliche Weiterentwicklung angeboten. Dieser Ansatz wird als „Einstieg zum Aufstieg“ bezeichnet. Die Kombination aus Schnelligkeit und Nachhaltigkeit stellt eine wesentliche Veränderung der Integrationsprozesse in Deutschland dar und unterscheidet sich von den Ansätzen anderer europäischer Länder. Diese setzen überwiegend entweder auf schnellstmögliche Arbeitsmarktintegration oder eine umfassende „Arbeitsmarktvorbereitung“. Eine abschließende Bewertung der mittel- und langfristigen Wirkung des Job-Turbos ist angesichts des kurzen Berichtszeitraums sowie der bei solchen Prozessumstellungen üblichen Verzögerungen derzeit noch nicht möglich. Erste Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, systematische Beobachtungen und Erfolgsbeispiele zeigen jedoch, dass der „Einstieg zum Aufstieg“ ein vielversprechender Ansatz ist, der weiterverfolgt und evaluiert werden sollte." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Return intentions among Ukrainian refugees in Europe: A Cross-National Study (2024)

    Tubergen, Frank van ; Wachter, Gusta G. ; Kosyakova, Yuliya ; Kogan, Irena ;

    Zitatform

    Tubergen, Frank van, Gusta G. Wachter, Yuliya Kosyakova & Irena Kogan (2024): Return intentions among Ukrainian refugees in Europe: A Cross-National Study. In: International Migration, Jg. 62, H. 5, S. 181-198., 2024-05-28. DOI:10.1111/imig.13291

    Abstract

    "This study examines the return intentions of Ukrainian refugee women who fled to various European countries following the Russian invasion of Ukraine in 2022. By analysing data from the cross-national OneUA survey, which included over 18,000 respondents in eight European countries, this research investigates the interplay of contextual, compositional, and cross-level interaction effects on their intentions to return to Ukraine. Our findings reveal notable country differences in return intentions, with Ukrainian women in the Netherlands and Germany displaying the lowest intentions to return, while those in Moldova and Romania showing the highest. Individual-level effects, encompassing factors such as level of education, language skills, partnership status, and region of origin play a significant role in shaping return intentions, yet do not explain the observed country variations. Furthermore, we find that individual-level effects are remarkably consistent across different European countries, suggesting that country- and individual-level conditions independently shape return intentions. Overall, this study enhances our understanding of the complexities underlying refugees' return intentions, shedding light on both the broad influences of country context and the significance of individual characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten (2024)

    Winkler, Oliver ;

    Zitatform

    Winkler, Oliver (2024): Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 53, H. 2, S. 10-13.

    Abstract

    "Junge Geflüchtete in Deutschland verfolgen im Durchschnitt zunächst eher akademische Berufsbildungsziele und seltener eine berufliche Ausbildung. Der Beitrag geht der Frage nach, ob eine längere Aufenthaltsdauer dazu beiträgt, dass sich ihre Ziele ändern und junge Geflüchtete häufiger eine berufliche Ausbildung anstelle eines Hochschulstudiums anstreben. Hierzu werden die repräsentativen Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von 17-jährigen Geflüchteten ausgewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    “Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview) (2024)

    Winters, Jutta; Jaschke, Philipp ; Ehab, Maye ;

    Zitatform

    Winters, Jutta; Philipp Jaschke & Maye Ehab (interviewte Person) (2024): “Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview). In: IAB-Forum H. 25.07.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240725.01

    Abstract

    "When refugees first arrive in Germany, apart from individual constraints, institutional hurdles hinder them from integrating into the labour market. However, seven years after arrival, 63 percent are employed. This can be considered a major success. In this interview, IAB researchers Maye Ehab and Philipp Jaschke give insights into labour market trajectories of refugees and explain what could be done to improve their labour market integration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Winters, Jutta; Jaschke, Philipp ; Ehab, Maye ;
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  • Literaturhinweis

    Refugee entrepreneurship motivations in Sweden and Germany: a comparative case study (2024)

    Zalkat, Ghazal ; Barth, Henrik ; Rashid, Lubna ;

    Zitatform

    Zalkat, Ghazal, Henrik Barth & Lubna Rashid (2024): Refugee entrepreneurship motivations in Sweden and Germany: a comparative case study. In: Small business economics, Jg. 63, H. 1, S. 477-499. DOI:10.1007/s11187-023-00830-x

    Abstract

    "Refugee entrepreneurs can make a significant contribution to sustainable growth and development in host countries. However, comprehensive comparative studies of refugee entrepreneurial motivations are scarce, particularly in the absence of a theoretical framework on entrepreneurship motivation that is suitable for such contexts. This is a research topic that is increasingly of interest to scholars and policymakers working with refugee workforce integration, particularly in light of forecasted increases in global forced displacement over the next years. This paper tests and extends newly constructed entrepreneurship motivation measures, comparing person-related factors and the perceptions of environmental-related factors for Syrian refugee entrepreneurs in Sweden and Germany. The results indicate that their motivations differ between the two countries with respect to market conditions, the educational environment, dissatisfaction, and know-how. However, refugee entrepreneurs in both countries have similar levels of entrepreneurial ambition and attitude and are motivated by similar perceptions of social environments and cultural norms. This paper identifies how entrepreneurship motivation differences could be considered by governments to better shape and inform host countries’ programs and policies to improve refugee entrepreneurship and subsequent integration." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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    Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Vorbereitung und Begleitung der Berufsausbildung Geflüchteter (2024)

    Abstract

    "Die vorliegenden Empfehlungen haben das Ziel, zu einer erfolgreichen Vorbereitung und Begleitung der Berufsausbildung Geflüchteter in der Praxis beizutragen. Hier sieht der Deutsche Verein aus den folgenden Gründen Handlungsbedarf: Zum einen ist der Abschluss einer Berufsausbildung wichtig für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Zum anderen hat die Berufsausbildung einen maßgeblichen Einfluss darauf, einen Schritt zu einem finanziell unabhängigen, selbstbestimmten Leben zu gehen. Die erworbenen Kompetenzen können meist auch bei späterer Auswanderung für die Berufsbiografie genutzt werden. Auch bei unsicherem Aufenthaltsstatus kann eine Berufsausbildung Perspektiven auf rechtmäßigen Aufenthalt eröffnen. Darüber hinaus bestehen für Geflüchtete ebenso wie für ausbildende Stellen fluchtspezifische Herausforderungen, die vor und während einer Berufsausbildung sowie beim Übergang in die Beschäftigung als Fachkraft zu berücksichtigen sind. Zu den Geflüchteten zählen in diesen Empfehlungen Asylbewerberinnen und -bewerber, Schutzberechtigte, Inhaberinnen und Inhaber sonstiger humanitärer Aufenthaltstitel sowie Personen mit Duldung. Die Empfehlungen erfassen staatlich anerkannte duale und schulische Berufsausbildungen nach Bundes- und Landesrecht. Gerade schulische Berufsausbildungen werden von vielen Geflüchteten ergriffen, haben für Soziale Berufe eine hohe Bedeutung und können hier einen Beitrag zum Fachkräftemangel leisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    „Ich konnte einen Job finden, als ich vergaß, wer ich war und was meine Erfahrung war.“ Statusverlust von hochqualifizierten geflüchteten Frauen* auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2023)

    Akdemir, Nevra;

    Zitatform

    Akdemir, Nevra (2023): „Ich konnte einen Job finden, als ich vergaß, wer ich war und was meine Erfahrung war.“ Statusverlust von hochqualifizierten geflüchteten Frauen* auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In: N. Akdemir et al. (Hrsg.) (2023): Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Die vergeschlechtlichte In- und Exklusion geflüchteter Frauen, S. 157-181. DOI:10.1007/978-3-658-40688-2_5

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