Prekäre Beschäftigung
Unter den Begriff "Prekäre Beschäftigung" fallen Arbeitsverhältnisse mit niedrigen Löhnen, die häufig nicht auf Dauer und Kontinuität angelegt sind, keine Absicherung durch die Sozialversicherung und nur geringe arbeitsrechtliche Schutzrechte aufweisen. Der Begriff ist umstritten - und noch viel mehr die Frage: Wirken prekäre Beschäftigungsverhältnisse immer ausgrenzend oder leisten sie auch einen notwendigen Beitrag zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes? Die Infoplattform erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Precarious lives: job insecurity and well-being in rich democracies (2018)
Kalleberg, Arne L.;Zitatform
Kalleberg, Arne L. (2018): Precarious lives. Job insecurity and well-being in rich democracies. Cambridge: Polity Press, 248 S.
Abstract
"Employment relations in advanced, post-industrial democracies have become increasingly insecure and uncertain as the risks associated with work are being shifted from employers and governments to workers. Arne L. Kalleberg sets out to examine the impact of the liberalization of labor markets and welfare systems on the growth of precarious work and job insecurity for indicators of well-being such as economic insecurity, family formation and happiness, in six advanced capitalist democracies: the United States, the United Kingdom, Germany, Japan, Spain, and Denmark. This insightful cross-national analysis demonstrates how active labor market policies and generous social welfare systems can help to protect workers and give employers latitude as they seek to adapt to the rise of national and global competition and the rapidity of sweeping technological changes. Such policies thereby form elements of a new social contract that offers the potential for addressing many of the major challenges resulting from the rise of precarious work." (Publisher's text, IAB-Doku) ((en))
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Prekäre Gleichstellung: Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft (2018)
Laufenberg, Mike; Erlemann, Martina; Norkus, Maria; Petschick, Grit;Zitatform
Laufenberg, Mike, Martina Erlemann, Maria Norkus & Grit Petschick (Hrsg.) (2018): Prekäre Gleichstellung. Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft. Wiesbaden: Springer VS, 307 S. DOI:10.1007/978-3-658-11631-6
Abstract
"Der vorliegende Band nimmt Wechselbeziehungen zwischen Gleichstellungspolitiken, strukturellen Diskriminierungsformen und prekären Arbeitsverhältnissen in der neoliberalen Hochschule in den Blick.
Die Arbeits- und Lebenssituation von Wissenschaftler_innen hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten tief greifend verändert. Die fortschreitende Ökonomisierung von Hochschulen und anderen Wissenschaftsorganisationen hat zu einer Zuspitzung von Wettbewerb und Konkurrenz geführt, die sich auch auf die Arbeits- und Wissenschaftskultur auswirkt. Insbesondere der akademische Mittelbau ist von einer verschärften Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeitsverhältnisse und Laufbahnen betroffen. Zeitgleich lässt sich eine verstärkte Institutionalisierung von Gleichstellungs- und Diversitypolitiken in der Wissenschaft beobachten. Doch während an den hiesigen Universitäten heute mehr Frauen als je zuvor studieren, promovieren und wissenschaftliche Laufbahnen einschlagen, wirken strukturelle gruppenbezogene Benachteiligungen und Diskriminierungsformen fort. Die Ökonomisierung und Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeit sowie die Thematisierung von Geschlechterungleichheit, institutionellem Rassismus und sozialer Selektivität in der Wissenschaft haben in den vergangenen Jahren als Einzelphänomene Aufmerksamkeit erfahren, wurden bislang jedoch nur selten systematisch in Bezug zueinander untersucht." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
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Handwerk als prekäres Unternehmertum: Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit (2018)
Lorig, Philipp;Zitatform
Lorig, Philipp (2018): Handwerk als prekäres Unternehmertum. Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit. (Labour Studies 17), Frankfurt: Campus-Verl., 311 S.
Abstract
"Immer mehr soloselbstständige Handwerker bieten ihre Dienstleistungen auf Internetportalen an. Für ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt zahlen sie einen hohen Preis: unsichere Lebensplanung, radikale Marktabhängigkeit und Konkurrenzdruck. Sie kommen aus dem Niedriglohnbereich nicht raus und haben keine Aussicht auf eine staatliche Altersvorsorge. Das Ideal der Selbstverwirklichung verkehrt sich in sein Gegenteil. Letztlich bringt das postfordistische Produktionsmodell, wie Philipp Lorig in seiner Studie zeigt, ein neues Tagelöhnertum hervor, das auf längst überwunden geglaubte Arbeitsformen zurückgreift." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Weiterbildungsbeteiligung sogenannter "bildungsferner Gruppen" in sozialraumorientierter Forschungsperspektive (2018)
Zitatform
Mania, Ewelina (2018): Weiterbildungsbeteiligung sogenannter "bildungsferner Gruppen" in sozialraumorientierter Forschungsperspektive. (Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung), Bielefeld: Bertelsmann, 216 S. DOI:10.3278/14/1139w
Abstract
"Die Autorin erarbeitet in ihrer Dissertation anhand problemzentrierter Interviews ein Modell zum Weiterbildungsverhalten bildungsferner Gruppen. Die Auswertung der Interviews mit Besuchenden eines sozial benachteiligten Quartiers in Berlin-Mitte erfolgt in Anlehnung an die Grounded Theory. Damit nimmt sie eine sozialraumorientierte Forschungsperspektive ein.
In ihren Ergebnissen zeigt die Autorin regulierende Elemente für Teilnahme und Nicht-Teilnahme an organisierter Weiterbildung sowie mögliche Konsequenzen für die Gestaltung von Erwachsenen- und Weiterbildung." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
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Regulating casual employment in Australia (2018)
Zitatform
Markey, Raymond & Joseph McIvor (2018): Regulating casual employment in Australia. In: The journal of industrial relations, Jg. 60, H. 5, S. 593-618. DOI:10.1177/0022185618778084
Abstract
"The rise of precarious and non-standard working arrangements has received substantial attention in recent times. In Australia precarious work has been particularly associated with the phenomenon of casual work, defined as employment without the leave benefits provided by the National Employment Standards. Casual employment status is at the employers' discretion. It may be long term and involve short shifts of less than 4 hours. In the recent Modern Awards Review by the Australian Fair Work Commission, the Australian Council of Trade Unions submitted proposals to limit employers' ability to unilaterally determine the employment relationship and to reduce the degree of precariousness associated with casual employment. The Australian Council of Trade Unions sought the right for long-term casuals to convert to permanent employment and to extend minimum hours for shifts. This article surveys the evidence, primary and secondary, regarding the extent and nature of Australian casual employment, including its impact on flexibility, earnings security and productivity. In this context, we explore the implications of the Australian Council of Trade Unions claims and Fair Work Commission decision, and present data from a survey of casual employees regarding employment preferences. Whilst some employees prefer casual status, we find that many would benefit from protective regulations, and that most casuals support such regulation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang: eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Für- und Selbstsorgearrangements prekär Beschäftigter (2018)
Zitatform
Motakef, Mona, Julia Bringmann & Christine Wimbauer (2018): Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang. Eine geschlechtersoziologische Perspektivenerweiterung am Beispiel von Für- und Selbstsorgearrangements prekär Beschäftigter. In: Gender, Jg. 10, H. 3, S. 101-117. DOI:10.3224/gender.v10i3.08
Abstract
"Fragen der Un-/Gerechtigkeit v. a. in der Erwerbssphäre sind (wieder) auf die politische Agenda gerückt. Ausgehend von der geschlechtersoziologischen Kritik an einem engen Arbeitsbegriff plädieren wir dafür, Gerechtigkeitsvorstellungen im Lebenszusammenhang zu betrachten. Wir fragen, welche Missstände aus einer Perspektive des Lebenszusammenhangs als ungerecht erfahren werden, basierend auf narrativen Interviews mit prekär Beschäftigten, die wir in einem hermeneutischen Auswertungsprozess interpretierten. Wir rekonstruieren, welche Missstände die Befragten als nicht erfüllte Gerechtigkeitsansprüche erheben und welche nur als nicht erfüllte Wünsche, wobei wir Sorgearrangements ins Zentrum stellen. Anhand dreier Fallbeispiele zeigen wir, dass nur Fürsorge normative Kraft entfalten kann, während zur Einforderung angemessener Bedingungen zur Selbstsorge meist normative Rahmen fehlen. Fürsorge ist zudem vergeschlechtlicht und aus dem Anspruch, gute Pflege zu leisten, kann selbstdestruktives Potenzial erwachsen. Gesellschaftspolitisch ist zu fragen, wie normative Rahmen für angemessene Selbstsorge und gerechte Bedingungen für selbstsorgsame Pflege von Anderen etabliert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Normalarbeit: Nur Vergangenheit oder auch Zukunft? (2018)
Zitatform
Muckenhuber, Johanna, Josef Hödl & Martin Griesbacher (Hrsg.) (2018): Normalarbeit. Nur Vergangenheit oder auch Zukunft? (Gesellschaft der Unterschiede 37), Bielefeld: Transcript, 357 S.
Abstract
"Im Zuge der breit und kontinuierlich geführten Debatte um 'atypische' Beschäftigungsverhältnisse als gesellschaftliche Herausforderung ist das 'typische' Normalarbeitsverhältnis zunehmend aus dem Fokus des Interesses gerückt. Doch was verstehen wir unter Normalarbeit? Welche Erwartungen sind mit ihr verbunden? Ist sie ein Bild der Vergangenheit oder ein Weg in die Zukunft der Arbeit?
Die Beiträge des Bandes liefern eine vertiefte kritisch-interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Konzept und der Wirklichkeit von 'Normalarbeit' und behandeln ihre begrifflichen Rahmenlinien und Entstehungsbedingungen. Aspekte der Arbeitszeit und Besonderheiten der Kompetenzanforderungen sowie beruflichen Qualifikation werden ebenso thematisiert wie interessenpolitische Perspektiven." (Verlagsangaben, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe vom Verlag -
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Prekäre Wissenschaftskarrieren und die Illusion der Chancengleichheit (2018)
Möller, Christina;Zitatform
Möller, Christina (2018): Prekäre Wissenschaftskarrieren und die Illusion der Chancengleichheit. In: M. Laufenberg, M. Erlemann, M. Norkus & G. Petschick (Hrsg.) (2018): Prekäre Gleichstellung : Geschlechtergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und unsichere Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft, S. 257-278. DOI:10.1007/978-3-658-11631-6_11
Abstract
"Christina Möller untersucht in ihrem Beitrag die Effekte von sozialer Herkunft auf die Erfolgs- und Karrierebedingungen von Wissenschaftler_innen und betrachtet diesen Zusammenhang im Kontext des gegenwärtigen strukturellen Wandels in der Wissenschaft. Wie Möller belegt, lässt sich parallel zur Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft und einer steigenden Verunsicherung der Berufsperspektiven des akademischen Mittelbaus in den letzten Jahren eine soziale Schließung innerhalb der Gruppe der Professor_innen beobachten. Die erhöhte Konkurrenzsituation im Feld produziert sozialstrukturelle Ausschlüsse, die insbesondere den Nachwuchs aus hochschulfernen sozialen Klassen betreffen. Doch auch Frauen und andere marginalisierte, insbesondere mehrfach benachteiligte Gruppen sind durch die jüngeren Prozesse der Hierarchisierung und Ausdifferenzierung des wissenschaftlichen Feldes mit alten und neuen sozialen Selektionsmechanismen konfrontiert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Existiert ein verfestigtes "Prekariat"?: prekäre Beschäftigung, ihre Gestalt und Bedeutung im Lebenslauf und die Konsequenzen für die Strukturierung sozialer Ungleichheit (2018)
Zitatform
Promberger, Markus, Kerstin Jahn, Brigitte Schels, Jutta Allmendinger & Stefan Stuth (2018): Existiert ein verfestigtes "Prekariat"? Prekäre Beschäftigung, ihre Gestalt und Bedeutung im Lebenslauf und die Konsequenzen für die Strukturierung sozialer Ungleichheit. (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 085), Düsseldorf, 25 S.
Abstract
"Nach zwei Jahrzehnten Debatte um das Prekariat wird hier erstmals eine längsschnittliche Größenmessung prekärer Beschäftigung und prekärer Lebenslagen in Deutschland vorgelegt. Die Vorgehensweise stützt sich auf einen multidimensionalen Index und Sequenzmusteranalysen von Lebens- und Erwerbsverläufen auf Basis des SOEP und beantwortet die Frage, inwieweit sich in Deutschland tatsächlich ein verfestigtes Prekariat herausgebildet hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
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Was bleibt von der Verkäuferin?: die historische Entwicklung aktueller Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel (2018)
Rienks, Manuela;Zitatform
Rienks, Manuela (2018): Was bleibt von der Verkäuferin? Die historische Entwicklung aktueller Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 11, H. 1, S. 38-59.
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht zwei aktuelle Probleme von Beschäftigten im Einzelhandel, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse durch verschiedene Formen zeitlich begrenzter Arbeit sowie das Auslagern von Tätigkeiten an Kundinnen, Kunden und Maschinen, hinsichtlich ihrer historischen Wurzeln. Beiden Phänomenen liegt die Aufspaltung der einstmals komplexen Verkaufshandlung in verschiedene Teilhandlungen zugrunde. Begleiterscheinungen dieser Entwicklungen sind die Dequalifizierung und Marginalisierung der Beschäftigten, eine schlechtere Entlohnung sowie die Entfremdung von der Arbeit. Mit einer praxeologischen Perspektive sowie mit der Methode der historischen Raumanalyse werden die zentralen Veränderungen in der Arbeitswelt des Einzelhandels von den 1950er Jahren bis in die 1990er Jahre, vor allem die Durchsetzung der Selbstbedienung in den 1960er Jahren und die Computerisierungswelle der 1980er Jahre, in ihren jeweiligen historischen Kontexten untersucht. Diese Herangehensweise ermöglicht es, die derzeitigen Veränderungen im Einzelhandel in eine langfristige historische Entwicklung einzubetten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Challenges and contradictions in the "normalising" of precarious work (2018)
Zitatform
Rubery, Jill, Damian Grimshaw, Arjan Keizer & Mathew Johnson (2018): Challenges and contradictions in the "normalising" of precarious work. In: Work, employment and society, Jg. 32, H. 3, S. 509-527. DOI:10.1177/0950017017751790
Abstract
"Precarious work is increasingly considered the new 'norm' to which employment and social protection systems must adjust. This article explores the contradictions and tensions that arise from different processes of normalisation driven by social policies that simultaneously decommodify and recommodify labour. An expanded framework of decommodification is presented that identifies how the standard employment relationship (SER) may be extended and flexibilised to include those in precarious work, drawing examples from a recent study of precarious work across six European countries. These decommodification processes are found to be both partial and, in some cases, coexisting with activation policies that position precarious work as an alternative to unemployment, thereby recommodifying labour. Despite these challenges and contradictions, the article argues that a new vision of SER reform promises greater inclusion than alternative policy scenarios that give up on the regulation of employers and rely on state subsidies to mitigate against precariousness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Operationalizing seasonal work in Germany (2018)
Zitatform
Späth, Jochen, Tobias Brändle, Stefan Preuss & Marcel Reiner (2018): Operationalizing seasonal work in Germany. (IAW-Diskussionspapiere 131), Tübingen, 19 S.
Abstract
"Due to a lack of sector-overarching, frequent and representative data, only little is known about the prevalence of seasonal workers in the German labor market and, in particular, about their working conditions such as forms of employment, working hours or even wages. We estimate seasonal work in Germany using a custom, representative sample of the Employment History (BeH) of the Federal Employment Agency (BA) that encompasses information on short-term employees that are new to scientific research. We achieve a reasonable fit to the - less frequent and sectorally restricted - Farm Structure Survey by the German Federal Statistical Office suggesting our method for future analyses of seasonal work. Our analyses reveal large differences between economic sectors, the share of seasonal work being highest in agriculture and forestry, followed by hotels and restaurants. While in agriculture and forestry the vast majority of seasonal workers is given by short-term employment, in the hotel and restaurant industry marginally paid (part-time) employment is the dominant type. Since 2012, the number of seasonal workers has increased in all investigated economic sectors. That said, there are hardly any signs of significant spikes since the introduction of the general minimum wage in 2015." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Das Elend des Wissensprekariat (2018)
Starzmann, Maria Theresia;Zitatform
Starzmann, Maria Theresia (2018): Das Elend des Wissensprekariat. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 63, H. 10, S. 105-112.
Abstract
Die Autorin setzt sich kritisch mit der zunehmenden Gewinnorientierung deutscher und amerikanischer Universitäten auseinander, die sich auch im Umgang mit ihren Beschäftigten zeigt. Die Lehrtätigkeit wird immer weiter in sogenannte Gigs ausgelagert: 'befristete Verträge, Teilzeitjobs und Werkverträge, die hierarchisch verwaltet werden. Das führt nicht nur zu einer immer weiteren Spreizung zwischen Verwaltungs- und Lehrstellen, sondern auch zu einer neuen Form der Ausbeutung kognitiver Arbeit'. Bei immer weiter steigenden Studiengebühren sinkt die Qualität des Studiums. Die akademischen Arbeitsbedingungen sind gekennzeichnet durch Entgrenzung, Prekarität, Konkurrenz und Vereinzelung. Viele Akademiker sind daher mutlos und 'zu erschöpft für den Arbeitskampf'. Die Autorin konstatiert einen 'völligen Mangel an Solidarität' unter den Akademikern. Sie plädiert abschließend für die Organisation von Akademikern in Gewerkschaften, Vereinen und Arbeitsgruppen zur Durchsetzung ihrer Interessen und zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. (IAB)
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Prekarität in Deutschland?! (2018)
Zitatform
Stuth, Stefan, Brigitte Schels, Markus Promberger, Kerstin Jahn & Jutta Allmendinger (2018): Prekarität in Deutschland?! (WZB discussion paper P / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsgruppe der Präsidentin 2018-004), Berlin, 48 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der sozialen Marktwirtschaft wird Prekarität als eine Folge von arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Veränderungen diskutiert. Es wird bilanziert, dass der soziale Zusammenhalt der Arbeitsgesellschaft in Deutschland gefährdet ist. Im Anschluss an diese Diskussion geht die vorliegende Studie empirisch der Frage nach, ob ein Prekariat existiert: Gibt es Personengruppen, die trotz Erwerbstätigkeit dauerhaft in Unsicherheit leben? Konzentriert sich Prekarität hauptsächlich auf geringqualifizierte Personen oder ist sie vor allem an bestimmte Lebensphasen und -übergänge gebunden?
Damit Prekarität in ihren verschiedenen Facetten und Abstufungen erfasst werden kann, wird in dem vorliegenden Papier ein umfassendes Set an Indikatoren zur quantitativen, multidimensionalen Messung von (kumulativer) Prekarität vorgestellt. Auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) werden je sieben Indikatoren operationalisiert, mit denen sowohl prekäre Beschäftigung als auch prekäre Haushaltslagen erfasst und im Zeitverlauf (1993-2012) analysiert werden können. Damit soll der Grundstein für eine quantitative Analyse von Prekarität gelegt werden, um vor diesem Hintergrund die Institutionen des Arbeitsmarkts und der sozialen Sicherung zukünftig neu bewerten zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
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Die sozialen Folgen prekärer Arbeit: Ein europäischer Vergleich zum Einfluss wohlfahrtsstaatlicher Maßnahmen (2018)
Valdés Cifuentes, Isabel;Zitatform
Valdés Cifuentes, Isabel (2018): Die sozialen Folgen prekärer Arbeit. Ein europäischer Vergleich zum Einfluss wohlfahrtsstaatlicher Maßnahmen. Wiesbaden: Springer VS, 404 S. DOI:10.1007/978-3-658-18850-4
Abstract
"Isabel Valdés Cifuentes überprüft in einem europäischen Vergleich, ob prekär Beschäftigte über eine schlechtere soziale Einbettung verfügen als Personen in regulärer Beschäftigung. Die Autorin zieht soziologische und sozialpsychologische Theorien heran und untersucht diese mithilfe quantitativer Mehrebenenanalysen. Die ermittelten Befunde bestätigen die Annahme einer schlechteren Einbettung prekär Beschäftigter für die meisten EU-Länder. Die nationalen Beschäftigungs- und Sozialpolitiken können in begrenztem Maße helfen, die sozialen Folgen prekärer Beschäftigung abzufedern. Isabel Valdés Cifuentes zieht daher den Schluss, dass es aus sozialpolitischer Sicht sinnvoller erscheint, die Entstehung und Verbreitung prekärer Beschäftigung zu bekämpfen anstatt rückwirkend deren Folgen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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The future of social protection: What works for non-standard workers? (2018)
Abstract
"Social protection systems are often still designed for the archetypical full-time dependent employee. Work patterns deviating from this model - be it self-employment or online 'gig work' - can lead to gaps in social protection coverage. Globalisation and digitalisation are likely to exacerbate this discrepancy as new technologies make it easier and cheaper to offer and find work online, and online work platforms have experienced spectacular growth in recent years. While new technologies and the new forms of work they create bring the incomplete social protection of non-standard workers to the forefront of the international policy debate, non-standard work and policies to address such workers' situation are not new: across the OECD on average, one in six workers is self-employed, and a further one in eight employees is on a temporary contract. Thus, there are lessons to be learned from country experiences of providing social protection to non-standard workers. This report presents seven policy examples from OECD countries, including the 'artists' insurance system' in Germany or voluntary unemployment insurance for self-employed workers in Sweden. It draws on these studies to suggest policy options for providing social protection for non-standard workers, and for increasing the income security of on-call workers and those on flexible hours contracts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekäre Beschäftigung: aktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Forderungen (2018)
Zitatform
(2018): Prekäre Beschäftigung. Aktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Forderungen. (Arbeitsmarkt aktuell 2018,08), Berlin, 19 S.
Abstract
"Niedrige Einkommen, geringer sozialer Schutz und weniger Mitbestimmungsrechte. Das ist noch immer die aktuelle Situation von prekär Beschäftigten. Die Gewerkschaften fordern den Gesetzgeber zum Handeln auf. Leiharbeit muss stärker reguliert und sachgrundlose Befristung abgeschafft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The rise of precarious employment in Germany (2017)
Zitatform
Brady, David & Thomas Biegert (2017): The rise of precarious employment in Germany. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 936), Berlin, 40 S.
Abstract
"Long considered the classic coordinated market economy featuring employment security and relatively little employment precarity, the German labor market has undergone profound changes in recent decades. We assess the evidence for a rise in precarious employment in Germany from 1984 to 2013. Using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) through the Luxembourg Income Study, we examine low-wage employment, working poverty, and temporary employment. We also analyze changes in the demographics and the education/skill level of the German labor force. Although employment overall has increased, there has been a simultaneous significant increase in earnings and wage inequality. Moreover, there has been a clear increase in all three measures of precarious employment. The analyses reveal that models including a wide variety of independent variables - demographic, education/skill, job/work characteristics, and region - cannot explain the rise of precarious employment. Instead, we propose institutional change is the most plausible explanation. In addition to reunification and major social policy and labor market reforms, we highlight the dramatic decline of unionization among German workers. We conclude that while there are elements of stability to the German coordinated market economy, Germany increasingly exhibits substantial dualization, liberalization, inequality, and precarity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekäre Beschäftigung - Herausforderung für die Gewerkschaften: Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion (2017)
Buntenbach, Annelie; Meissner, Frank; Jakob, Johannes;Zitatform
Buntenbach, Annelie (2017): Prekäre Beschäftigung - Herausforderung für die Gewerkschaften. Anregungen und Vorschläge für die gewerkschaftliche Diskussion. (Diskurs), Düsseldorf, 60 S.
Abstract
"Trotz guter Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt prekäre und atypische Beschäftigung für viele Menschen Realität im betrieblichen Alltag. Die DGB Materialsammlung für aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und Betriebsräte wurde deswegen aktualisiert. Die Texte enthalten jeweils eine kurze Beschreibung mit Daten und Fakten, es folgen konkrete politische Forderungen an den Gesetzgeber und konkrete Handlungshilfen für Gewerkschafter/innen und Betriebsräte. Zu folgenden Themen:
1. Arbeitnehmerüberlassung - Leiharbeit
2. Solo - Selbstständigkeit, Scheinselbstständigkeit
3. Werkverträge - Missbrauch nimmt zu
4. Befristet Beschäftigung
5. Geringfügige Beschäftigung - Minijobs
6. Billige Praktikanten - Schein-Praktika
7. Unterbeschäftigung und Teilzeitarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Temporary-permanent wage gap: does type of work and location in distribution matter? (2017)
Zitatform
Cochrane, Bill, Gail Pacheco & Chao Li (2017): Temporary-permanent wage gap. Does type of work and location in distribution matter? In: Australian Journal of Labour Economics, Jg. 20, H. 2, S. 125-147.
Abstract
"Recent years have seen a push for greater labour market flexibility and an accompanying upsurge of interest in temporary employment and the negative outcomes often associated with such employment arrangements. This study focusses on the pay outcome with respect to the temporary workforce in New Zealand. This country is a useful case study for such analysis, because of the low levels of employment protection legislation afforded to temporary workers relative to the rest of the OECD. We utilise decomposition analysis to assess the size and significance of unexplained wage gaps for both the aggregate group of temporary workers and the subgroups of fixed-term, casual, temporary agency and seasonal workers. Our findings signal that the majority of the temporary-permanent wage differences can be explained by observable characteristics, with no wage gap evident for fixedterm workers. We also find varying effects across the wage distribution. Quantile analysis points to a widening wage gap (particularly for casual and temporary agency workers) towards the upper end of the wage distribution, with a growing proportion of the gap that is unexplained." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
