matching – Suchprozesse am Arbeitsmarkt
Offene Stellen bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit - was Arbeitsmarkttheorien u. a. mit "unvollkommener Information" begründen, ist für Unternehmen und Arbeitsuchende oft nur schwer nachzuvollziehen: Unternehmen können freie Stellen nicht besetzen, trotzdem finden Arbeitsuchende nur schwer den passenden Job. Wie gestalten sich die Suchprozesse bei Unternehmen und Arbeitsuchenden, welche Konzessionen sind beide Seiten bereit einzugehen, wie lässt sich das "matching" verbessern?
Diese Infoplattform bietet wissenschaftliche Literatur zur theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
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Literaturhinweis
Referral-based job search networks (2011)
Zitatform
Dustmann, Christian, Albrecht Glitz & Uta Schönberg (2011): Referral-based job search networks. (IZA discussion paper 5777), Bonn, 48 S.
Abstract
"This paper develops a model and derives novel testable implications of referral-based job search networks in which employees provide employers with information about potential job market candidates that they otherwise would not have. Using unique matched employer-employee data that cover the entire workforce in one large metropolitan labor market over a 20 year period, we find strong support for the predictions of our model. We first show that firms are more likely to hire minority workers from a particular group if the existing share of workers from that group employed in the firm is higher. We then provide evidence that workers earn higher wages, and are less likely to leave their firms, if they were hired by a firm with a larger share of minority workers from their own group and are therefore more likely to have obtained the job through a referral. The effects are particularly strong at the beginning of the employment relationship and decline with tenure in the firm. These findings have important implications in suggesting that job search networks help to reduce informational deficiencies in the labor market and lead to productivity gains for workers and firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Job Search Study: literature review and analysis of the Labour Force Survey (2011)
Zitatform
Green, Anne E., Maria de Hoyos, Yuxin Li & David Owen (2011): Job Search Study. Literature review and analysis of the Labour Force Survey. (Department for Work and Pensions. Research report 726), London, 118 S.
Abstract
"This report presents findings of a qualitative study carried out in August and September 2010 to explore the use of vesting rules and default options in Defined Contribution (DC) occupational pension schemes. It involved 41 face-to-face depth interviews with:
- intermediaries;
- pension providers, and
- employers with DC occupational pension schemes.
The research was carried out on behalf of the Department for Work and Pensions by RS Consulting." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Social networks and occupational attainment in Australia (2011)
Zitatform
Huang, Xianbi & Mark Western (2011): Social networks and occupational attainment in Australia. In: Sociology, Jg. 45, H. 2, S. 269-286. DOI:10.1177/0038038510394029
Abstract
"This article contributes to exploring the comparative effects of market mechanisms and social networks and the interplay of human capital and social networks in western labour markets. We examine social networks and occupational attainment by using data from the 2007 Australian Survey of Social Attitudes and provide three major findings: (1) as a job search method, social networks are associated with lower earnings and occupational status and a lower probability of entering a professional or managerial position than market-oriented job search methods; (2) jobs that are found using strong ties have lower occupational attainment than jobs found using weak ties; and (3) the poorer occupational attainment outcomes associated with social networks are only observed among those without university degrees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmotivation und Konzessionsbereitschaft: ALG-II-Bezug ist nur selten ein Ruhekissen (2010)
Zitatform
Beste, Jonas, Arne Bethmann & Mark Trappmann (2010): Arbeitsmotivation und Konzessionsbereitschaft: ALG-II-Bezug ist nur selten ein Ruhekissen. (IAB-Kurzbericht 15/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Arbeitsbereitschaft von Langzeitarbeitslosen, die Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II erhalten, wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder in Frage gestellt. Das IAB untersucht ihre Arbeitsmotivation und Konzessionsbereitschaft im Kontext alltäglicher Erwerbs, Such- und Betreuungsaktivitäten. Der Kurzbericht will zwei zentrale Fragen beantworten: Wie viele Leistungsempfänger gehen allgemein als sinnvoll empfundenen Aktivitäten wie Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Ausbildung oder einer Erwerbstätigkeit nach? Wie motiviert ist der Personenkreis, den Leistungsbezug durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu beenden?
Die Ergebnisse beruhen auf einer Studie, bei der Arbeitslosengeld-II-Bezieher jährlich zu ihrer Situation befragt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Alltägliche Aktivitäten von SGB-II-Leistungsempfängern -
Literaturhinweis
Job safety first? Zur Veränderung der Konzessionsbereitschaft von arbeitslosen Bewerbern und Beschäftigten aus der betrieblichen Perspektive (2010)
Kettner, Anja; Rebien, Martina;Zitatform
Kettner, Anja & Martina Rebien (2010): Job safety first? Zur Veränderung der Konzessionsbereitschaft von arbeitslosen Bewerbern und Beschäftigten aus der betrieblichen Perspektive. In: B. Seliger, J. Sepp & R. Wrobel (Hrsg.) (2010): Chancen und Risiken für die Soziale Marktwirtschaft im internationalen Wettbewerb der Wirtschaftssysteme (Ordnungspolitische Dialoge, 02), S. 91-109.
Abstract
"Die Untersuchung geht auf Basis von Daten einer repräsentativen Betriebsbefragung - der IAB-Erhebung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots - drei Fragestellungen nach: 1) Haben sich 2005 und 2006 jeweils gegenüber dem Vorjahr Verhaltensänderungen bei arbeitslosen Bewerbern gezeigt? 2) Haben sich Verhaltensänderungen bei den Beschäftigten gezeigt? 3) Besteht ein Zusammenhang zwischen Verhaltensänderungen bei arbeitslosen Bewerbern und Verhaltensänderungen bei den Beschäftigten? Bevor diesen Fragen anhand logistischer Regressionsmodelle nachgegangen wird, diskutieren wir kurz den Stand der Forschung zur Konzessionsbereitschaft von Arbeitslosen und Beschäftigten und beschreiben vorliegende deskriptive Befunde über Verhaltensänderungen." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kettner, Anja;Ähnliche Treffer
frühere (möglw. abweichende) Version erschienen in: Ordnungspolitische Diskurse , 2009-07Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Einstiegswege in den Arbeitsmarkt (2009)
Zitatform
Allmendinger, Jutta, Johannes Giesecke & Jan Paul Heisig (2009): Einstiegswege in den Arbeitsmarkt. Berlin, 71 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie ... will die nach wie vor intensiv geführte Debatte über mögliche Wege zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland und über die Wirkungen der Hartz-Reformen bereichern, indem sie auf Grundlage des Sozioökonomischen Panels die folgenden drei Fragenkomplexe untersucht:
1. Wie ist es um die Beschäftigungschancen erwerbsloser Personen bestellt? Unterscheiden sich diese Chancen für verschiedene soziodemographische Gruppen? Inwieweit gelingt es etwa Erwerbslosen unterschiedlichen Alters oder mit unterschiedlicher Bildung in den Arbeitsmarkt (wieder) einzusteigen? Wie haben sich diese Chancen in der jüngsten Vergangenheit entwickelt?
2. Auf welchen Wegen gelingt den Erwerbslosen der Einstieg und wie unterscheiden sich die Einstiegswege wiederum zwischen verschiedenen soziodemographischen Gruppen? Ist etwa die Stellensuche über die öffentliche Arbeitsvermittlung generell oder nur für bestimmte Typen von Arbeitslosen aussichtsreich?
3. Welcher Art sind die neu aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisse? Handelt es sich um geringfügige Beschäftigung, Voll- oder Teilzeitstellen? Sind die Arbeitsverträge befristet oder unbefristet? Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Einflussfaktoren auf Rekrutierungen Älterer und deren Bewerbungen (2008)
Zitatform
Brussig, Martin & Lutz Bellmann (2008): Betriebliche Einflussfaktoren auf Rekrutierungen Älterer und deren Bewerbungen. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 22, H. 1, S. 35-57.
Abstract
"Angesichts des demographischen Wandels gewinnen die Verlängerung der Erwerbstätigkeit und damit auch die Bedingungen für Neueinstellungen im letzten Drittel des Erwerbslebens an Bedeutung. Dieser Beitrag untersucht auf mikroökonomischer Grundlage (IAB-Betriebspanel) betriebliche Merkmale, die die Neueinstellung älterer Arbeitnehmer/-innen (50 Jahre und älter) beeinflussen. Besonders berücksichtigt wird das Arbeitsangebot in Form des Vorliegens einer Bewerbung von Älteren, auf deren Grundlage eine Einstellung älterer Bewerber/-innen erst möglich wird. Die Ergebnisse zeigen, dass in ca. drei Viertel der Betriebe keine Bewerbung Älterer vorlag. Im übrigen Viertel entschied sich fast die Hälfte der Betriebe für einen Bewerber oder eine Bewerberin, der oder die mindestens 50 Jahre alt war. Jedoch unterscheiden sich Betriebe, die Bewerbungen Älterer auf sich ziehen können, teilweise erheblich von Betrieben, in denen Ältere hohe Einstellungschancen besitzen. Mögliche Ursachen könnten sowohl ein bewerberseitiges Suchverhalten sein, das sich nicht an Einstellungschancen orientiert, als auch in fehlenden klaren Signalen von Betrieben auf Arbeitsmärkten gegenüber älteren Bewerbern liegen. Schlussfolgerungen für die Arbeitsmarktpolitik und betriebliche Personalwirtschaft werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitssuche von Migranten: Deutschkenntnisse beeinflussen Suchintensität und Suchwege (2006)
Zitatform
Nivorozhkin, Anton, Laura Romeu Gordo, Christoph Schöll & Joachim Wolff (2006): Arbeitssuche von Migranten: Deutschkenntnisse beeinflussen Suchintensität und Suchwege. (IAB-Kurzbericht 25/2006), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Migranten der zweiten Generation sprechen viel häufiger Deutsch im eigenen Haushalt als Migranten der ersten Generation. Erwerbslose Personen, die zu Hause vor allem Deutsch sprechen, suchen intensiver nach Arbeit. Deutschkenntnisse spielen auch eine Rolle dabei, wie häufig bestimmte Wege der Arbeitsuche eingeschlagen werden. Je besser die Sprachkenntnisse, desto eher lesen Arbeitsuchende Stellenanzeigen in Zeitungen und bewerben sich auf Stellenanzeigen oder sie recherchieren im Internet. Arbeitsuchende aus mehrsprachigen Haushalten können bei ihrer Arbeitsuche leichter auf soziale Netzwerke zurückgreifen. Erwerbslose Migrantinnen, die zu Hause überwiegend eine Fremdsprache sprechen, suchen viel seltener aktiv nach Arbeit als andere Erwerbslose. Soweit langzeitarbeitslose Migranten starke Defizite bei den Deutschkenntnissen aufweisen, sollte Arbeitsmarktpolitik also auch gezielt bei der Sprachförderung ansetzen, um ihre Arbeitsmarktchancen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Wie nah am Arbeitsmarkt sind die Arbeitslosen? (Arbeitslosenuntersuchung, Teil II) (2002)
Zitatform
Brixy, Udo, Reiner Gilberg, Doris Hess & Helmut Schröder (2002): Wie nah am Arbeitsmarkt sind die Arbeitslosen? (Arbeitslosenuntersuchung, Teil II). (IAB-Kurzbericht 02/2002), Nürnberg, 3 S.
Abstract
In einer computerunterstützten telefonischen Befragung von rund 20000 Arbeitslosen und ehemals Arbeitslosen wurden Anfang 2000 Angaben zu den Suchaktivitäten und der Erwerbsorientierung der Arbeitslosen erhoben und Erkenntnisse über die Beendigung der Arbeitslosigkeit gewonnen. Um festzustellen, wie nah die Arbeitslosen am Arbeitsmarkt sind, analysiert der Beitrag die Motive, die mit der Arbeitslosmeldung verbunden sind, und die Intensität der Beschäftigungssuche. Es zeigt sich, dass über 60 % der Arbeitslosen sehr arbeitsmarktnah sind, da sie mit großem Engagement Arbeit suchen. Rund 20 % suchen nur mit mittlerer oder geringer Intensität. Die mangelnde Initiative ist dabei häufig auf eine bereits länger andauernde Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Weitere knapp 20 % sind ohne klare Orientierung oder übergangsorientiert (z.B. bevorstehender Übergang in Rente). Diese Gruppe ist nur noch schwer aktivierbar. (IAB)
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Literaturhinweis
Mismatch auf dem Arbeitsmarkt: Ursachen für die Nichtbesetzung offener Stellen am Beispiel des Arbeitsamtsbezirkes Kassel. (2002)
Zitatform
Schmid, Alfons, Birgit Wagner & Andreas Weinbörner (2002): Mismatch auf dem Arbeitsmarkt. Ursachen für die Nichtbesetzung offener Stellen am Beispiel des Arbeitsamtsbezirkes Kassel. Frankfurt am Main, 51 S.
Abstract
"In bisherigen Untersuchungen wurden Ursachen für Mismatchprobleme überwiegend aus betrieblicher Perspektive analysiert. Die Gründe für die Nichtbesetzung aus Sicht der Arbeitslosen sind bisher wenig eruiert worden. Hier setzt die Studie an. Anhand von drei exemplarisch ausgewählten Fällen von offenen Stellen im Arbeitsamtsbezirk Kassel wurde untersucht, welche Gründe die beteiligten Akteure -Betrieb, Arbeitsvermittler, Arbeitslose - angeben, warum eine offene Stelle nicht besetzt werden konnte. Ein erstes 'unbeabsichtigtes' und überraschendes Ergebnis der Untersuchung betrifft die 'Offenheit' der offenen Stellen. Beim Auswahlprozess der drei Untersuchungsfälle stellte sich heraus, dass mehr als die Hälfte der beim Arbeitsamt als offen gemeldeten Stellen bereits besetzt bzw. nicht mehr offen waren. Unzureichende Informationen auf der Seite der Betriebe und unvollkommene Informationen über die Arbeitslosen beschränken die Effektivität der Vermittlung, zumindest in den untersuchten drei Fällen. Eine zentrale Bedingung für eine Erhöhung der Vermittlungseffizienz besteht daher darin, die Information bei den einzelnen Akteuren zu erhöhen und genauere Informationen an die anderen Akteure weiter zu geben bzw. bei der Vermittlung zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job security and job search in more than one labor market (1992)
Fallick, Bruce Chelimsky;Zitatform
Fallick, Bruce Chelimsky (1992): Job security and job search in more than one labor market. In: Economic Inquiry, Jg. 30, H. 4, S. 742-745. DOI:10.1111/j.1465-7295.1992.tb01295.x
Abstract
"I analyze job search behavior of unemployed workers who may search for work in several sectors of the economy. Although reservation wages are equal in each sector, workers search more intensively in sectors with lower layoff rates. Thus workers more quickly find and accept jobs with more security." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
