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Dossier

Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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im Aspekt "Abwanderung"
  • Literaturhinweis

    Pendler und Migranten: Arbeitskräftewanderungen von Ost- nach Westdeutschland und Folgen für die Arbeitsmärkte (1995)

    Zitatform

    (1995): Pendler und Migranten: Arbeitskräftewanderungen von Ost- nach Westdeutschland und Folgen für die Arbeitsmärkte. In: Beschäftigungsobservatorium Ostdeutschland H. 14, S. 7-11.

    Abstract

    "Seit 1989 haben umfangreiche Arbeitskräftewanderungen von Ost nach Westdeutschland stattgefunden und den Arbeitsmarkt in den neuen Ländern spürbar entlastet. Nicht zuletzt deshalb spielen Pendler und Migranten in der Diskussion um die ostdeutsche Beschäftigungskrise eine wichtige Rolle. Der westdeutsche Arbeitsmarkt erwies sich zunächst als sehr aufnahmefähig; auf einigen regionalen westdeutschen Teilarbeitsmärkten zeigen sich jedoch deutlich Veränderungseffekte zulasten von weniger qualifizierten und leistungsfähigen Arbeitskräften. Dies gilt insbesondere für West-Berlin, das zur 'Hauptstadt der Pendler' avancierte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Migration von Ost- nach Westdeutschland - Absicht und Realisierung: ein sequentielles Probitmodell mit Kontrolle unbeobachteter Heterogenität (1994)

    Büchel, Felix; Schwarze, Johannes;

    Zitatform

    Büchel, Felix & Johannes Schwarze (1994): Die Migration von Ost- nach Westdeutschland - Absicht und Realisierung. Ein sequentielles Probitmodell mit Kontrolle unbeobachteter Heterogenität. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 27, H. 1, S. 43-52.

    Abstract

    "Die Studie untersucht Migrationen von Ost- nach Westdeutschland. Mit einem sequentiellen Entscheidungsmodell wird zum einen geprüft, welche Personen die Absicht äußern, von Ost- nach Westdeutschland umziehen zu wollen. Simultan und unter Kontrolle unbeobachteter Heterogenität wird sodann ermittelt, welche umzugswilligen Personen ihre Absicht später tatsächlich umsetzen. Die Arbeit basiert auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels der Jahre 1990 bis 1993. Mehr als ein Drittel der im Jahre 1991 befragten Ostdeutschen konnte sich einen Umzug nach Westdeutschland vorstellen. Von den umzugswilligen Personen realisierten im darauffolgenden Zwei-Jahres-Zeitraum rund 5% einen Umzug. Umzüge ohne vorhergehende Absichtserklärung sind praktisch nicht zu beobachten. Umzugsabsichten werden überdurchschnittlich oft von Männern, Hochqualifizierten, Auszubildenden, Personen mit einem hohen Pro-Kopf-Haushaltseinkommen und Pendlern geäußert. Das gleiche gilt für Personen, die sich ungerecht entlohnt sehen, Verwandte im Westen haben, in Städten mittlerer Größe wohnen oder unzufrieden mit den regionalen Umweltbedingungen sind. Eine Umzugsabsicht wird seltener geäußert von älteren Personen, Beschäftigten im öffentlichen Dienst oder in einem neu gegründeten Betrieb, mit einem Partner und/oder mit Kleinkindern zusammenlebenden Personen sowie Wohnungseigentümern. Eine einmal geäußerte Absichtserklärung, eventuell nach Westdeutschland umziehen zu wollen, realisierten überdurchschnittlich oft gut Qualifizierte, Kurzarbeiter und Personen, die sich von Arbeitslosigkeit bedroht fühlen, sowie Personen mit Verwandten in Westdeutschland. Eine sehr hohe Realisierungsquote haben zudem Pendler. Auf eine Umsetzung der Umzugsabsicht verzichten überdurchschnittlich oft Personen, die sich in Fortbildung befinden, Beschäftigte in neu gegründeten Betrieben, Personen mit einem erwerbstätigen Partner sowie Personen, die in Dörfern oder Kleinstädten wohnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Migration und Wohnortbindung der Bevölkerung im Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld: Ergebnisse einer soziologischen Untersuchung (1994)

    Grundmann, Siegfried;

    Zitatform

    Grundmann, Siegfried (1994): Migration und Wohnortbindung der Bevölkerung im Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld. Ergebnisse einer soziologischen Untersuchung. In: BISS-public H. 16, S. 89-105.

    Abstract

    Der Beitrag, der auf einer im Dezember 1992 durchgeführten repräsentativen soziologischen Untersuchung beruht, präsentiert Befragungsergebnisse zur Wohnortbindung und Migrationsbereitschaft aus dem Land Sachsen-Anhalt insgesamt, den Kreisen Bitterfeld, Saalkreis, Merseburg, Halle-Saale und Ostberlin. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wanderungen von Ost- nach Westdeutschland (1994)

    Schwarze, Johannes; Büchel, Felix;

    Zitatform

    Schwarze, Johannes & Felix Büchel (1994): Wanderungen von Ost- nach Westdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 61, H. 9, S. 128-132.

    Abstract

    "Die Zahl der Umzüge von Ost- nach Westdeutschland geht seit 1990 ständig zurück. Jedoch ist diese Entwicklung vorwiegend ein Ergebnis der jetzt auch in Westdeutschland schlechten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Das Mobilitätspotential ist indes nach wie vor hoch: Ein Viertel der erwachsenen Ostdeutschen kann sich vorstellen, nach Westdeutschland umzuziehen. Im Hinblick auf den in Ostdeutschland noch nicht abgeschlossenen Strukturwandel ist bedenklich, daß vor allem junge, qualifizierte Personen die Region verlassen. Für diese Entscheidung spielen weniger die gegenwärtigen Bedingungen als vielmehr Erwartungen eine wichtige Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Go West? Eine Studie zu den beruflichen Plänen junger Erwachsener in den neuen Bundesländern (1993)

    Kloas, Peter-Werner;

    Zitatform

    Kloas, Peter-Werner (1993): Go West? Eine Studie zu den beruflichen Plänen junger Erwachsener in den neuen Bundesländern. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 22, H. 2, S. 8-11.

    Abstract

    Im Rahmen eines BIBB-Forschungsprojekts wurden mehr als 5000 junge ostdeutsche Erwachsene, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hatten oder zum Erhebungszeitpunkt Auszubildende, Schüler oder Studenten waren, zu ihren beruflichen Plänen befragt. Untersucht wurde u.a., welche beruflichen Veränderungen die jungen Erwachsenen im kommenden Jahr anstreben und wo sie ihre beruflichen Pläne verwirklichen wollen. Die Ergebnisse zeigen, daß jeder Zehnte der befragten 20- bis 25jährigen in den Westen will und vor allem die Qualifizierten gehen. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Migration von und nach Ostdeutschland: Ergebnisse neuerer Studien (1993)

    Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;

    Zitatform

    Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1993): Migration von und nach Ostdeutschland. Ergebnisse neuerer Studien. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 3, H. 3, S. 293-302.

    Abstract

    Der Beitrag stützt sich auf fünf Studien, die von der Kommission zur Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) in Auftrag gegeben wurden. Sie beschäftigen sich mit der Wanderung zwischen beiden Teilen Deutschlands sowie mit den Binnenwanderungen innerhalb Ostdeutschlands. Außerdem werden auch die Binnen- und Außenwanderungen der DDR vor 1989 untersucht. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Wanderungen von Erwerbspersonen im vereinigten Deutschland (1993)

    Raffelhüschen, Bernd;

    Zitatform

    Raffelhüschen, Bernd (1993): Wanderungen von Erwerbspersonen im vereinigten Deutschland. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jg. 113, H. 2, S. 273-295.

    Abstract

    "Im Rahmen eines mikroökonomisch fundierten allgemeinen Gleichgewichtsmodells wurden illustrative Beispielrechnungen zukünftiger Wanderungsbewegungen zwischen den alten und neuen Bundesländern durchgeführt. Dabei zeigte sich, daß die divergierenden Lebensverhältnisse die Lokalisationsentscheidungen des Erwerbspersonenpotentials erheblich beeinflussen. Sollte der Transfer von Kapital und Technologie nicht zu einem schnellen Ausgleich der Grenzproduktivität von Arbeit führen, so würden bis 1993 (1995) annähernd 12% (16%) der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung in den "goldenen Westen" abwandern. Hinsichtlich der kurzen Frist, also in den Jahren 1991 und 1992, dürften die Nettozuwanderungen in die alten Bundesländer in jedem Fall die Zweiprozentmarke übersteigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wanderer zwischen zwei Welten: Zur Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher (1993)

    Schober, Karen;

    Zitatform

    Schober, Karen (1993): Wanderer zwischen zwei Welten: Zur Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher. In: Jugend, Beruf, Gesellschaft, Jg. 44, H. 4, S. 191-196.

    Abstract

    Die Autorin erörtert Pro und Contra der Ost-West-Mobilität ostdeutscher Jugendlicher, die sich gezwungen sehen, sich einen Job oder einen Ausbildungsplatz im Westen zu suchen. Bei den vorgestellten Fakten zu Art und Umfang der Ost-West-Mobilität wird zwischen umgezogenen und pendelnden Personen unterschieden; außerdem werden Unterschiede nach Geschlecht und Altersstufen konstatiert. Die Mobilitätsbereitschaft ist hoch, doch sinkt sie im Vergleich zur Anfangszeit nach der Wende. Im Vergleich zu früherer interregionaler Mobilität zwischen Regionen der alten Bundesrepublik hat die gegenwärtige Ost-West-Wanderungs-Problematik "eine ganz andere ökonomische, politische und soziale Qualität ... Massive Abwanderungstendenzen aber auch unnötige Mobilitätshemmnisse wiegen hier schwerer und können fatalere Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben. Die Überlegungen junger Menschen für oder gegen eine Ausbildung oder Arbeit im Westen bedürfen daher einer besonders sorgfältigen Beratung; Mobilitätsprozesse müssen durch entsprechende Hilfen und Betreuung sozial und emotional abgefedert werden. Zu beiden sind neben Schule, Berufsberatung und Betrieben vor allem auch die Einrichtungen der Jugendhilfe aufgerufen." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Ost-westdeutsche Widersprüche: Ostdeutsche Jugendliche nach der Wende und Integrationserfahrungen jugendlicher Übersiedler im Westen (1993)

    Vollbrecht, Ralf;

    Zitatform

    Vollbrecht, Ralf (1993): Ost-westdeutsche Widersprüche: Ostdeutsche Jugendliche nach der Wende und Integrationserfahrungen jugendlicher Übersiedler im Westen. Opladen: Leske und Budrich, 289 S.

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  • Literaturhinweis

    Ostdeutsche Arbeitskräfte in Westdeutschland (1992)

    Dietz, Frido; Karr, Werner; Gommlich, Heinz;

    Zitatform

    Dietz, Frido, Heinz Gommlich & Werner Karr (1992): Ostdeutsche Arbeitskräfte in Westdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 25, H. 4, S. 499-518.

    Abstract

    Die Untersuchung zeigt neben einigen Strukturmerkmalen der 1,2 Mio. ostdeutschen Arbeitskräfte in Westdeutschland deren regionale Verteilung nach Arbeitsamtsbezirken, ihre Verteilung auf die wichtigsten Branchen sowie auf Betriebe nach Betriebsgrößenklassen. Hierzu wurden Daten der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit und des Zentralen Einwohnermelderegisters von Berlin (ZER) verwendet. Es wird festgestellt, daß die höchsten Zahlen ostdeutscher Abwanderer und Pendler in den Großstadtbezirken Berlin, Nürnberg, München und Stuttgart sowie an der ehemaligen DDR-Grenze zu finden sind. Eine Kombination der (relativen) Zuströme mit der in der Region beobachteten Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit läßt jene Gebiete erkennen, in denen ostdeutsche Arbeitskräfte vorwiegend zur Beseitigung der Arbeitskräfteknappheit beitrugen, ohne einen besonderen Angebotsdruck zu verursachen. Andererseits lassen sich aber auch jene Gebiete identifizieren, in denen eine Ausweitung der Beschäftigung bei hohen Zustromzahlen mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden ist. Ähnliche Effekte findet man in den aufnehmenden Wirtschaftszweigen: Hier gibt es welche (z.B. das Friseur- und Körperpflegegewerbe), die bei schrumpfender Gesamtbeschäftigung eine große Zahl ostdeutscher Arbeitskräfte eingestellt haben, und andere (z.B. Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe), wo die Ausweitung der Beschäftigung um ein Vielfaches über den Einstellungen Ostdeutscher liegt. Daß Arbeitskräftemangel primär ein Problem von Klein- und Mittelbetrieben ist, wird durch die Verteilung der einpendelnden und zugewanderten ostdeutschen Arbeitskräfte überwiegend auf diese Betriebe bestätigt. Dieses Ergebnis weist auf ein überdurchschnittlich hohes Arbeitsplatzrisiko ostdeutscher Arbeitskräfte hin; denn Klein- und Mittelbetriebe reagieren deutlich schneller und stärker auf konjunkturelle Schwankungen. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Labor migration in Europe: Experiences from Germany after unification (1992)

    Raffelhüschen, Bernd;

    Zitatform

    Raffelhüschen, Bernd (1992): Labor migration in Europe: Experiences from Germany after unification. In: European Economic Review, Jg. 36, H. 7, S. 1453-1471. DOI:10.1016/0014-2921(92)90077-A

    Abstract

    Der Aufsatz analysiert die Auswirkungen der ökonomischen Entwicklungsunterschiede auf Ost-West-Wanderungen innerhalb Deutschlands. Anhand eines Wanderungsmodells entwickelt der Autor ein Szenario, das weiter zunehmende Arbeitskräftewanderungen aus Ostdeutschland einschließt, die 1995 1,5 Millionen erreichen könnten. Mit Einschränkungen können auch Schlußfolgerungen für das Wanderungspotential aus Osteuropa gezogen werden. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Pendler und Migranten: zur Arbeitskräftemobilität in Ostdeutschland (1992)

    Scheremet, Wolfgang; Schupp, Jürgen ;

    Zitatform

    Scheremet, Wolfgang & Jürgen Schupp (1992): Pendler und Migranten. Zur Arbeitskräftemobilität in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 3, S. 21-26.

    Abstract

    "Die Analyse von amtlichen Daten und Erhebungen im Rahmen der Wiederholungsbefragung des Sozioökonomischen Panels (SOEP) am DIW zeigt, daß Pendler von Ost- nach Westdeutschland zum Teil erhebliche Kosten in Form hoher Fahrt- und Lebenshaltungskosten oder in Form verringerter Freizeitmöglichkeiten auf sich nehmen. Diese Aufwendungen werden jedoch offensichtlich durch erheblich höhere Nettoeinkommen und gesicherte Arbeitsplätze mehr als kompensiert. Dies veranschaulichen aus dem SOEP abgeleitete Indikatoren, mit denen die Veränderung der 'subjektiven' und 'objektiven' Lebenssituation von Pendlern erfaßt wird. Die meisten Pendler wollen nicht nach Westdeutschland umziehen, sondern sie pendeln, um einen Umzug zu vermeiden." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Abwanderung von Arbeitskräften und Einkommenspolitik in Ostdeutschland (1992)

    Schwarze, Johannes; Wagner, Gert;

    Zitatform

    Schwarze, Johannes & Gert Wagner (1992): Abwanderung von Arbeitskräften und Einkommenspolitik in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 5/6, S. 58-61.

    Abstract

    In dem Beitrag wird die Abwanderungsneigung der ostdeutschen Bevölkerung mit Hilfe der Daten der Ost-Stichprobe des Sozio-ökonomischen Panels vom Juni 1990 und Frühjahr 1991 untersucht. "In der öffentlichen Diskussion wird im allgemeinen davon ausgegangen, daß das Einkommensgefälle zwischen den neuen und den alten Bundesländern zur Abwanderung besonders der qualifizierten Arbeitnehmer in den Westen führt. Bei Tarifverhandlungen wird daraus die Forderung abgeleitet, die Arbeitseinkommen möglichst rasch auf Westniveau anzuheben. Der Wunsch, in den Westen umzuziehen, wird aber stärker von anderen Faktoren, insbesondere dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes bestimmt. Soll vor allem die Abwanderung qualifizierter Arbeitnehmer in den Westen begrenzt werden, dann wirkt eine rasche Angleichung der Einkommen, wenn sie in vielen Bereichen den Beschäftigungsrückgang beschleunigt, vor dem Hintergrund dieser Befunde sogar kontraproduktiv. Maßgeblich für die Abwanderungen aus dem dichter besiedelten Süden der ehemaligen DDR ist überdies der schlechte Umweltzustand, der kurzfristig nicht verbessert werden kann." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Arbeiten und Leben in Rostock seit der Wende: erste Ergebnisse aus einem empirischen Projekt (1992)

    Syben, Gerd; Schüler, Martina; Gerdes, Johann; Prassek, Marion;

    Zitatform

    Syben, Gerd, Johann Gerdes, Marion Prassek & Martina Schüler (1992): Arbeiten und Leben in Rostock seit der Wende. Erste Ergebnisse aus einem empirischen Projekt. Bremen u.a., 132 S.

    Abstract

    Das Heft dokumentiert die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Rostocker Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter über Arbeit und Arbeitslosigkeit, über Wohnen und Mobilität sowie über die Einstellungen zur neuen Gesellschaftsordnung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Pendeln von Arbeitskräften der neuen Bundesländer (1992)

    Wagner, Gert;

    Zitatform

    Wagner, Gert (1992): Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Pendeln von Arbeitskräften der neuen Bundesländer. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 41, H. 4, S. 84-89.

    Abstract

    In dem Beitrag werden nach einer kurzen Darstellung der Einkommenssituation im deutschen West-Ost-Vergleich und einiger theoretischer Überlegungen zur räumlichen Mobilität empirische Analysen des Arbeitskräftependelns, der Wanderungsbewegungen und der Wanderungsbereitschaft der Erwerbspersonen in den neuen Bundesländern vorgestellt. Abschließend werden einige Schlußfolgerungen für die Arbeitsmarkt- und Einkommenspolitik in Deutschland zur Diskussion gestellt. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Labour mobility and German integration: some vignettes (1991)

    Burda, Michael; Wyplosz, Charles ;

    Zitatform

    Burda, Michael & Charles Wyplosz (1991): Labour mobility and German integration. Some vignettes. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 615), London, 33 S.

    Abstract

    Für die wirtschaftliche Integration von Ost- und Westdeutschland wurden verschiedene alternative Szenarien analysiert. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Rolle der Wanderung und der Arbeitsmobilität in diesem Prozeß gewidmet. Die Effekte der Kostenanhäufung, starren Löhne, Humankapitalentwicklung, Ungleichartigkeit der Migranten wurden in einer Serie einfacher Modelle untersucht. Das gemeinsame Resultat ist, daß sie einen Spielraum für vermittelnde Politik bieten können, die nicht unbedingt Beschäftigungshilfen nach sich zu ziehen brauchen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung (1990)

    Meckl, Jürgen;

    Zitatform

    Meckl, Jürgen (1990): Lohnpolitik als Instrument zur Eindämmung der deutsch-deutschen Übersiedlung. (Sonderforschungsbereich Internationalisierung der Wirtschaft. Serie 2 110), Konstanz, 14 S.

    Abstract

    Das Papier untersucht die Möglichkeiten durch ein politisch fixiertes Lohnniveau die Übersiedlerwelle von der DDR in die BRD einzudämmen. Unterstellt man Einkommensdifferenzen als Motiv für die Abwanderung, so besteht - unter für die DDR realistischen Bedingungen bezüglich ihres Faktorsubstitutionspotentials - ein eindeutiger und negativer Zusammenhang zwischen Lohnsatz und Größe der Bevölkerung. Die Lohnpolitik kann damit an einem "Bevölkerungsziel" ausgerichtet werden. Bei langsamer Kapitalstockakkumulation kann diese Zielvorgabe entweder langfristig durch Setzen eines bestimmten Lohnsatzes, oder kurzfristig und dauerhaft durch ständige Lohnanpassung erreicht werden. Diese zweite Alternative wird zusätzlich attraktiv, da sich die lohnbildenden Parteien bei ihrer praktischen Umsetzung ausschließlich an den tatsächlichen Übersiedlerzahlen orientieren können. (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen: Analyse und Prognose bis 2010 (1993/94)

    Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;

    Zitatform

    Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1993/94): Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen. Analyse und Prognose bis 2010. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 4, S. 475-515.

    Abstract

    "Ostdeutschland erlebt gegenwärtig einen demographischen Umbruch. Es hat zwischen 1989 und 1993 netto mehr als 1 Mio. Menschen durch Abwanderung verloren. Die Zahl von Geburten und Eheschließungen ist um 65% zurückgegangen. Wird sich Ostdeutschland in den nächsten Jahrzehnten entvölkern? Dieser Artikel versucht, Perspektiven der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für Ostdeutschland und für acht ausgewählte Regionen (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Erfurt, Zwickau-Chemnitz, Bautzen-Görlitz, ländliches Vorpommern) bis zum Jahre 2010 zu umreißen. Die Autoren gehen davon aus, daß die hohen Wanderungsverluste der letzten Jahre ein einmaliges Phänomen waren. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzungen zeigen für den Zeitraum 1990-2010 einen Rückgang der Bevölkerung in Ostdeutschland um ca. 20%. In einigen Regionen wird die Bevölkerung noch stärker zurückgehen, in anderen werden Wanderungsgewinne die Geburtenausfälle kompensieren. Die demographische Entwicklung wird in jedem Fall einen tiefen 'Einschnitt' in der ostdeutschen Alterspyramide hinterlassen, der sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen wird. Die Bevölkerung im Kindes- und Jugendalter wird in allen Regionen stark zurückgehen, in einzelnen Regionen sogar bis zu 70%. Demgegenüber wächst die Bevölkerung im Rentenalter überall. Die Altersquote wird auf die gegenwärtigen Prozesse in Ostdeutschland jedoch erst nach mehr als 20 Jahren deutlich reagieren. Diese Ergebnisse haben eine Reihe von Implikationen. Die Abwanderung konnte nur kurzfristig eine Entlastung der angespannten Arbeits- und Wohnungsmärkte bewirken. Der starke Geburtenrückgang wird Einsparungen im Bereich von Schule und Kindergärten gestatten. Negative Konsequenzen (Entvölkerung, sinkende Kaufkraft der Regionen, weniger wohnnahe Schulstandorte, weniger Mittel aus dem Finanzausgleich) werden über einen längeren Zeitraum spürbar sein und die sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven einiger Regionen zusätzlich belasten. In anderen Teilen Ostdeutschlands wird sich die demographische Entwicklung hingegen sehr wenig bemerkbar machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wanderungen nach und innerhalb von Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ost-West Wanderungen (1993/94)

    Wendt, Hartmut;

    Zitatform

    Wendt, Hartmut (1993/94): Wanderungen nach und innerhalb von Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ost-West Wanderungen. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 4, S. 517-540.

    Abstract

    "Wanderungen sind Reaktionen auf regionale Disparitäten gesellschaftlicher Bedingungen, auf sich verändernde politische, soziale wie ökonomische Gegebenheiten, die jedoch subjektiv unterschiedlich reflektiert werden. Gerade für Gesellschaften mit einem deutlichen Geburtenrückgang können Wanderungen in einem relativ kurzem Zeitraum beträchtlichen Einfluß auf die Bevölkerungsentwicklung nehmen. So wurde - und wird in Zukunft wohl in noch stärkerem Maße - die Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig durch Wanderungen bestimmt.
    Bis zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten verliefen die Wanderungsprozesse gegensätzlich: nahezu kontinuierliche Wanderungsgewinne in der Bunderepublik Deutschland (von Ausländern, deutschstämmigen Aussiedlern sowie Übersiedlern) einerseits und beträchtliche Wanderungsverluste in der DDR andererseits.
    Für das vereinte Deutschland werden Wanderungsprozesse wieder verstärkt durch Ausländer bestimmt. Eine 'Internationalisierung' der demographischen Entwicklung in Deutschland scheint unabhängig. Der Beitrag versucht einen Überblick über Verlauf, Umfang und Ursprungsgebiete der Zuwanderungen nach Deutschland zu geben, wobei besonders auch auf Ost-West-Wanderungen und hier wiederum auf Aussiedler und Asylbewerber eingegangen wird. Die Binnenwanderungsprozesse im früheren Bundesgebiet und in der ehemaligen DDR bilden einen weiteren Schwerpunkt. Aufgrund ihrer Besonderheiten und Bedeutung werden die innerdeutschen Wanderungen im Verlauf und nach der Vereinbarung in einem gesonderten Kapitel analysiert. Der weitere Verlauf der innerdeutschen Wanderungen wird vor allem vom sozio-ökonomischen Transformationsprozeß in den neuen Ländern bestimmt. Gerade der Abbau regionaler Disparitäten wird die räumliche Bevölkerungsbewegung maßgeblich beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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