Rente mit 67 – oder später? Das Renteneintrittsalter in der Diskussion
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Ziel ist es, die Finanzlage der Rentenversicherung zu stabilisieren und die Beschäftigung Älterer zu erhöhen.
Sind damit die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern oder muss über einen noch späteren Berufsausstieg nachgedacht werden? Droht die Altersarmut, da das höhere abschlagsfreie Rentenalter für viele zu einer Kürzung ihrer monatlichen Rente führt? Bleiben Ältere dadurch wirklich länger erwerbstätig und in welchem Ausmaß sind Unternehmen bereit Ältere zu beschäftigen?
Diese IAB-Infoplattform bietet Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Renteneintrittsalter und Beschäftigung und gibt einen Überblick über die Positionen der Akteure.
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Literaturhinweis
Zur Erhöhung der Regelaltersgrenze in Deutschland: eine internationale Perspektive (2011)
Moog, Stefan; Müller, Christoph;Zitatform
Moog, Stefan & Christoph Müller (2011): Zur Erhöhung der Regelaltersgrenze in Deutschland. Eine internationale Perspektive. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 80, H. 2, S. 33-51. DOI:10.3790/vjh.80.2.33
Abstract
"Um die Tragfähigkeit der staatlichen Rentensysteme angesichts der Zunahme der Lebenserwartung langfristig sicherzustellen, haben neben Deutschland auch andere OECD-Staaten in der Vergangenheit das gesetzliche Rentenalter erhöht. Vor diesem Hintergrund stellt der vorliegende Beitrag die Entwicklung des Rentenalters in den Mitgliedsstaaten der OECD im Zeitraum von 1950-2050 dar. Weiterhin wird neben Deutschland für sechs weitere Mitgliedsstaaten der OECD untersucht, welchen Beitrag die Erhöhung des Rentenalters als Teil der nationalen Rentenreformstrategien für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen in diesen Staaten geleistet hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vor der Anhebung des Renteneintrittsalters: Arbeitslosigkeit am Ende des Erwerbslebens: wenig Förderung älterer Arbeitsloser (2011)
Zitatform
Mümken, Sarah, Martin Brussig & Matthias Knuth (2011): Vor der Anhebung des Renteneintrittsalters: Arbeitslosigkeit am Ende des Erwerbslebens. Wenig Förderung älterer Arbeitsloser. In: Soziale Sicherheit, Jg. 60, H. 2, S. 51-59.
Abstract
"Die Bundesregierung will an der schrittweisen Anhebung des regulären Renteneintrittsalters ab 2012 festhalten und begründet dies mit der positiven Entwicklung der Beschäftigungssituation Älterer. Wenn es den Älteren aber nicht gelingt, künftig ihre Erwerbstätigkeitsphase auszudehnen, droht ihnen Arbeitslosigkeit am Ende ihres Erwerbslebens. Wie entwickelt sich die Arbeits- und Erwerbslosigkeit Älterer in den letzten Jahren? Wie viele mussten von Hartz IV leben und wie viele bekamen gar kein Arbeitslosengeld I oder II? Wie und womit wurden ältere Arbeitslose gefördert? Diesen Fragen geht der folgende Beitrag nach." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Rente mit 67" - die überschätzte wie unterschätzte Reform (2011)
Rürup, Bert;Zitatform
Rürup, Bert (2011): "Rente mit 67" - die überschätzte wie unterschätzte Reform. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 80, H. 2, S. 53-60. DOI:10.3790/vjh.80.2.53
Abstract
"Seit Jahren wird jedes neugeborene Kind im Durchschnitt drei Monate älter als ein Neugeborenes des Vorjahres. Dieser Lebenserwartungsgewinn von sechs Stunden am Tag schlägt sich - bei konstantem Renteneintrittsalter - in steigenden Rentenlaufzeiten nieder. Die 'Rente mit 67' versucht, einen großen Teil dieser Kosten durch eine Verlängerung der Erwerbsphase aufzufangen. Die 'Rente mit 67' ist allerdings weit mehr als eine Maßnahme zur Dämpfung des demografisch bedingten Beitragssatzanstiegs in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Mindestens genauso wichtig - aber unterschätzt - sind die mit dieser Maßnahme verbundenen Wirkungen auf das Produktpotenzial, durch die die wachstumsdämpfenden Konsequenzen der Bevölkerungsalterung für einen langen Zeitraum merklich reduziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does raising the retirement age increase employment of older workers? (2011)
Staubli, Stefan; Zweimüller, Josef;Zitatform
Staubli, Stefan & Josef Zweimüller (2011): Does raising the retirement age increase employment of older workers? (IZA discussion paper 5863), Bonn, 49 S.
Abstract
"This paper studies how an increase in the minimum retirement age affects the labor market behavior of older workers. Between 2000 and 2006 the Austrian government gradually increased the early retirement age from 60 to 62.2 for men and from 55 to 57.2 for women. Using administrative data on the universe of Austrian private-sector employees, the results from the empirical analysis suggest that this policy change reduced retirement by 19 percentage points among affected men and by 25 percentage points among affected women. The decline in retirement was accompanied by a sizeable increase in employment of 7 percentage points among men and 10 percentage points among women, but had also important spillover effects into the unemployment insurance program. Specifically, the unemployment rate increased by 10 percentage points among men and 11 percentage points among women. In contrast, the policy change had only a small impact on the share of individuals claiming disability or partial retirement benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Herausforderungen des demografischen Wandels: Expertise im Auftrag der Bundesregierung (2011)
Abstract
"Damit sich die Lasten des demografischen Wandels für die öffentlichen Haushalte verringern, sollte die 'Rente mit 67' weiterentwickelt werden, indem das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung der zukünftigen Rentnergenerationen gekoppelt wird. Dadurch stiege das gesetzliche Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2060 kontinuierlich weiter an, auf dann 69 Jahre. Für spezielle Berufe können besondere Lösungen geprüft werden. Diese Regelungen sollten gleichermaßen für die Beamtenversorgung gelten. Außerdem sollte das Wirtschaftswachstum zusätzlich gestärkt werden, indem die Frauenerwerbstätigkeit erhöht und die gezielte Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten unterstützt wird. Dazu muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden. Die Einwanderungspolitik sollte sich an klassischen Zuwanderungsländern orientieren, die Qualifikationen in einem Punktesystem bewerten.
Stellt sich die Politik diesen Herausforderungen nicht, wird sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen. So dürfte sich mit den bereits beschlossenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen eine langfristige Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens von 0,7 bis 1,3 v. H. ergeben, die in etwa auf dem historisch niedrigen Niveau der vergangenen Dekade liegt. Außerdem würden die öffentlichen Haushalte vor erhebliche Probleme gestellt. Diese ergäben sich vor allem aus der Ausgabenentwicklung in der Gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung. So liegt derzeit die dauerhafte demografiebedingte Unterfinanzierung der öffentlichen Haushalte ('Tragfähigkeitslücke') bei 3,1 vH in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Ohne ein Gegensteuern würde der Schuldenstand bis zum Jahr 2060 auf 270 vH des Bruttoinlandsprodukts steigen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Pensions at a glance 2011: retirement-income systems in OECD and G20 countries (2011)
Zitatform
(2011): Pensions at a glance 2011. Retirement-income systems in OECD and G20 countries. (OECD pensions at a glance 4), Paris, 350 S. DOI:10.1787/pension_glance-2011-en
Abstract
"Das Thema der vierten Ausgabe von Renten auf einen Blick lautet Renten, Renteneintritt und Lebenserwartung. Angesichts der Bevölkerungsalterung und der steigenden Lebenserwartung sahen sich viele Länder veranlasst, das Rentenalter anzuheben. Einige Länder haben auch eine automatische Anpassung der Renten an die Entwicklung der Lebenserwartung eingeführt. Ein weiterer Bestandteil vieler Rentenreformpakete der jüngsten Zeit war die Verstärkung der Erwerbsanreize im Verhältnis zu den Verrentungsanreizen. Die Sicherung einer ausreichenden Zahl an Arbeitsplätzen für ältere Arbeitskräfte stellt allerdings nach wie vor eine Herausforderung dar. Diese wichtigen Fragen werden in fünf Sonderkapiteln zu folgenden Aspekten eingehend untersucht: Rentenalter, Renteneintrittsverhalten, vom Rentensystem ausgehende Verrentungsanreize, Nachfrage nach älteren Arbeitskräften und Anpassung der Renten an die Entwicklung der Lebenserwartung. In der vorliegenden Ausgabe werden die Informationen zu den wichtigsten Merkmalen der Alterssicherung in den OECD-Ländern aktualisiert und Projektionen des Renteneinkommens der heutigen Arbeitskräfte erstellt. Dabei wird ein erweitertes Spektrum von insgesamt 34 Indikatoren untersucht, die sich auf die Gestaltung der Rentensysteme der verschiedenen Länder, die Rentenansprüche, die Einkommenssituation älterer Menschen, die Finanzlage der Rentensysteme, deren demografische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die private Altersvorsorge beziehen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/3995) Chancen für die Teilhabe am Arbeitsleben nutzen - Arbeitsbedingungen verbessern - Rentenzugang flexibilisieren b) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/4046) Voraussetzung für die Rente mit 67 schaffen (2011)
Zitatform
(2011): Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/3995) Chancen für die Teilhabe am Arbeitsleben nutzen - Arbeitsbedingungen verbessern - Rentenzugang flexibilisieren b) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/4046) Voraussetzung für die Rente mit 67 schaffen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/5297 (28.03.2011)), 8 S.
Abstract
"Beschlussfassung und Bericht fassen die wesentlichen Aussagen der Anträge, der öffentlichen Anhörung zum Thema am 21.02.2011 und das ablehnende Beratungsergebnis im Ausschuss für Arbeit und Soziales zusammen.
Zu Buchstabe a): Der für das Jahr 2012 vorgesehene Einstieg in die Erhöhung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre sowie der vorgezogenen Altersrenten ist nach der Forderung der Fraktion der SPD auszusetzen, weil die Voraussetzungen dafür gegenwärtig nicht erfüllt seien.
Zu Buchstabe b): Die Erhöhung der Regelaltersgrenze ist nach Ansicht der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Stabilisierung des Beitragsaufkommens und zur Sicherung der Rentenhöhe notwendig. Sie sei aber nur dann vertretbar, wenn Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ergriffen würden." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Februar 2011 zu der/dem a) Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung gemäß § 154 Absatz 4 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre (BT-Drucksache 17/3814) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD Chancen für die Teilhabe am Arbeitsleben nutzen - Arbeitsbedingungen verbessern - Rentenzugang flexibilisieren (BT-Drucksache 17/3995) c) Gesetzentwurf der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sechsten Buches Sozia: Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2011)
Zitatform
(2011): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Februar 2011 zu der/dem a) Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung gemäß § 154 Absatz 4 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre (BT-Drucksache 17/3814) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD Chancen für die Teilhabe am Arbeitsleben nutzen - Arbeitsbedingungen verbessern - Rentenzugang flexibilisieren (BT-Drucksache 17/3995) c) Gesetzentwurf der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Sechsten Buches Sozia. Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 17(11)394neu v. 18.02.2011), 150 S.
Abstract
Schriftliche Stellungnahmen von Sachverständigen zu öffentlichen Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales am 21.02.2011 zum Thema Rente mit 67.
Stellungnahmen eingeladener Verbände und Einzelsachverständiger:
Deutscher Gewerkschaftsbund, IG Metall, Deutsche Rentenversicherung Bund, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, Prof. Dr. Eckart Bomsdorf, Prof. Dr. Franz Ruland, Prof. Axel Börsch-Supan, Matthias Maurer, Dr. Martin Brussig.
Stellungnahmen nicht in der Anhörung vertretener Verbände:
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation, Sozialverband VdK Deutschland e.V.(IAB) -
Literaturhinweis
Zur Entwicklung des Zugangsalters in Altersrenten verschiedener Qualifikationsgruppen in Deutschland (2003-2009) (2010)
Zitatform
Astleithner, Franz, Wolfgang Clemens & Ralf K. Himmelreicher (2010): Zur Entwicklung des Zugangsalters in Altersrenten verschiedener Qualifikationsgruppen in Deutschland (2003-2009). In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 4, S. 539-543.
Abstract
"Im Zuge des demografischen Wandels spielt die Diskussion um die Finanzierbarkeit der Altersrenten, die Beschäftigungsmöglichkeiten älterer abhängig Beschäftigter und damit in Zusammenhang stehend der Zeitpunkt der Verrentung eine zunehmend bedeutendere Rolle. Zudem beginnt im Jahr 2012 die stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre. Ferner ist die Bundesregierung verpflichtet, im Jahr 2010 erstmals - zukünftig alle vier Jahre - einen Bericht zur Lage älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt vorzulegen (§ 154 Abs. 4 SGB VI). Vor diesem Hintergrund analysiert die vorliegende Studie, wie sich das Altersübergangsgeschehen in den zurückliegenden sieben Jahren (2003 - 2009) entwickelt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Framing social security reform: behavioral responses to changes in the full retirement age (2010)
Zitatform
Behaghel, Luc & David M. Blau (2010): Framing social security reform. Behavioral responses to changes in the full retirement age. (IZA discussion paper 5310), Bonn, 61 S.
Abstract
"We use a US Social Security reform as a quasi-experiment to provide evidence on framing effects in retirement behavior. The reform increased the full retirement age (FRA) from 65 to 66 in two month increments per year of birth for cohorts born from 1938 to 1943. We find strong evidence that the spike in the benefit claiming hazard at 65 moved in lockstep along with the FRA. Results on self-reported retirement and exit from employment are less clearcut, but go in the same direction. The responsiveness to the new FRA is stronger for people with higher cognitive skills. We interpret the findings as evidence of reference dependence with loss aversion. We develop a simple labor supply model with reference dependence that can explain the results. The model has potentially important implications for framing of future Social Security reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Retire later or work harder? (2010)
Zitatform
Bell, David N. F. & Robert A. Hart (2010): Retire later or work harder? (IZA discussion paper 4720), Bonn, 35 S.
Abstract
"We compare two policies of increasing British state pension provision: (a) increase the pensionable age of men and women, (b) maintain the existing retirement age but require older workers to work longer per-period hours. There are reasons for policy makers to give serious consideration to the under-researched alternative (b). First, from wage - hours contract theory we know that there are potential gains to both workers and firms of allowing hours to rise in work experience. Second, there is strong evidence that job satisfaction rises in age. Third, there has in any case been a significant overall increase in the hours supplied by older workers in the last two decades. We review the relevant theory, model the trade-off between later retirement versus increased work intensity, produce relevant background facts, and provide estimates of the policy trade-offs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Künftig mehr Zugänge in Altersrenten absehbar: gegenwärtig kein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente zu beobachten (2010)
Zitatform
Brussig, Martin (2010): Künftig mehr Zugänge in Altersrenten absehbar. Gegenwärtig kein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente zu beobachten. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2010-02), Duisburg, 16 S. DOI:10.17185/duepublico/45411
Abstract
"Die Zahl der Neurentner/innen ging in den letzten Jahren zurück, weil geburtenschwache Jahrgänge das Renteneintrittsalter von 60 bis 65 Jahren erreichten. Doch gegenwärtig beginnt diese besondere demographische Konstellation beim Rentenzugang zu kippen: Zuletzt ist die Zahl der ostdeutschen Neurentner/innen wieder leicht gestiegen. Das durchschnittliche Zugangsalter in Altersrenten ist nach 2000 von ca. 62 Jahren (2000) in kurzer Zeit auf ca. 63 Jahre (2003) gestiegen. Seitdem stagnierte der weitere Anstieg, weil – als Folge steigender Geburtenzahlen nach 1945 – die Kohorten der heutigen „Frührentner/innen“ stärker besetzt sind als die Kohorten der heutigen „Spätrentner/innen“. Dies bremst den Anstieg des durchschnittlichen Rentenzugangsalters aller Neurentner/innen, obwohl nach wie vor zunehmende Anteile der Versicherten ihren individuellen Rentenbeginn aufschieben. Unter Kontrolle demographischer Veränderungen erfolgt der Rentenzugang aktuell öfter als früher mit 65 bzw. 63 Jahren. Der Rentenzugang mit 60 Jahren, obwohl quantitativ immer noch bedeutsam, geht allmählich zurück. Eine zentrale Ursache für frühe Berentungen vor dem 60. Lebensjahr ist der gesundheitsbedingte Verlust der Erwerbsfähigkeit, der in die Erwerbsminderungsrente führt. Aber nur etwa jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente wird auch bewilligt. Seit Mitte der 1990er Jahre gehen die Zugänge in Erwerbsminderungsrenten deutlich zurück. Ein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente angesichts sich schließender Frühverrentungspfade bei den Altersrenten ist nicht zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rente mit 67? - zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67 (2010)
Bäcker, Gerhard; Trischler, Falko; Kistler, Ernst;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Ernst Kistler & Falko Trischler (2010): Rente mit 67? - zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67. (Monitoring-Bericht des Netzwerks für eine gerechte Rente 4), Berlin, 56 S.
Abstract
"Mit dem vorliegenden vierten Monitoring-Bericht wird wie in den Vorgängerberichten eine Reihe von empirischen Befunden vorgestellt und damit verbundene Fragen aufgeworfen. Schwerpunktmäßig geht es um das Problem, ob für diejenigen, die wegen der Erhöhung des Regelrentenalters länger arbeiten müssten/sollen, auch genügend - sozialstaatlichen Anforderungen entsprechende - Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Nur dann kann sich (im Sinne einer notwendigen, aber längst nicht hinreichenden Bedingung) die Annahme des Ansatzes erfüllen, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters tatsächlich dazu führen könne, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch länger auf ihrem Arbeitsplatz verbleiben bzw. die Chance haben, auch im höheren Alter - als Arbeitslose oder als Berufswiedereinsteiger - einen neuen Arbeitsplatz zu erhalten. Trifft diese Annahme einer weitgehenden Identität von Renteneintritts- und Berufsaustrittsalter nicht zu, dann führt eine Anhebung der Regelaltersgrenze, die nicht von einer entsprechenden Verlängerung der Erwerbstätigkeit begleitet wird, zu massiven arbeitsmarktpolitischen Problemen sowie zu negativen sozialen Folgewirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Weiterbeschäftigung im Rentenalter: Wünsche, Bedingungen, Möglichkeiten (2010)
Zitatform
Büsch, Victoria, Jürgen Dorbritz, Thorsten Heien & Frank Micheel (2010): Weiterbeschäftigung im Rentenalter. Wünsche, Bedingungen, Möglichkeiten. (Materialien zur Bevölkerungswissenschaft 129), Wiesbaden, 105 S.
Abstract
Im Rahmen der Untersuchung wurden im Jahr 2008 insgesamt 1500 ältere Arbeitnehmer zu ihrer Bereitschaft, im Rentenalter weiterzuarbeiten, befragt. Fazit: Die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre im Zeitraum von 2012 bis 2029 wird durch die Mehrheit der Befragten kritisch beurteilt. 39,7 Prozent bewerteten dies als sehr schlecht und 28,5 Prozent als eher schlecht. Als sehr gut bzw. gut wird die Anhebung nur von 17,6 Prozent bewertet. Auf die Frage 'Wollen Sie auch nach Ihrem Renten- bzw. Ruhestandseintritt noch erwerbstätig sein?' antworteten 24,3 Prozent mit 'ja' und 23,0 Prozent mit 'eher ja'. Allerdings hat die größte Gruppe der Befragten (33,6 Prozent) mit 'nein' geantwortet. 19,2 Prozent gaben 'eher nein' an. Ist eine Weiterbeschäftigung erwünscht, beträgt die durchschnittliche Dauer der Weiterbeschäftigung ab dem erwarteten Renteneintrittsalter 4,1 Jahre. 29,8 Prozent wollen noch 3 Jahre arbeiten, 32,5 Prozent gaben 5 Jahre als Zeitdauer an. Die Bereitschaft zur Weiterbeschäftigung geht mit dem Wunsch einher, die wöchentliche Arbeitszeit deutlich zu reduzieren. Nur 3,3 Prozent wollen auch weiterhin 35 Stunden und mehr arbeiten. Die Mehrheit von 71,6 Prozent bevorzugt eine Arbeitszeit zwischen 10 und 24 Stunden pro Woche. Diejenigen, die ihre Arbeitstätigkeit als gleichförmig und monoton, gesundheitsgefährdend und als körperlich schwer einstufen, sind deutlich seltener zu einer Weiterbeschäftigung bereit. Dies gilt auch für diejenigen, denen es nach der Arbeit schwer fällt, abzuschalten. Der Methodenbericht der Untersuchung schließt an die Veröffentlichung der Ergebnisse an. (IAB)
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Literaturhinweis
Trends in pension eligibility ages and life expectancy, 1950-2050 (2010)
Zitatform
Chomik, Rafal & Edward Whitehouse (2010): Trends in pension eligibility ages and life expectancy, 1950-2050. (OECD social, employment and migration working papers 105), Paris, 28 S. DOI:10.1787/5km68fzhs2q4-en
Abstract
"The pensionable age is the most visible parameter of retirement-income systems. This paper surveys pensionable ages in the OECD for a period of a century: back to 1950 and forward to 2050. Average pensionable age in OECD countries dropped by nearly two years during the second half of the 20th century to 62.5 for men and 61.1 for women. Legislation already in place will increase it almost to 65 for both sexes by 2050. At the same time, life expectancy has increased in most countries at most times. Between 1960 and the turn of the century, life expectancy after pensionable age is grew from 13.4 to 17.3 years for men and 16.8 to 22.1 years for women on average in OECD countries. However, life expectancy after normal pension age is projected to reach 20.3 and 24.6 years (for men and women respectively) in 2050. This continued increase is projected despite many OECD countries having already legislated for phased increases in the pension age in the future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Weiterbeschäftigung im Rentenalter: Potenziale, Einstellungen und Bedingungen (2010)
Zitatform
Dorbritz, Jürgen & Frank Micheel (2010): Weiterbeschäftigung im Rentenalter. Potenziale, Einstellungen und Bedingungen. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 31, H. 3, S. 2-7.
Abstract
"Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittalters ist unpopulär, die Bereitschaft zur Weiterarbeit im Rentenalter ist relativ hoch. Was zunächst widersprüchlich aussieht, lässt sich jedoch relativ leicht erklären. Einerseits finden gesetzliche Vorgaben kaum Akzeptanz, andererseits ist die Bereitschaft zur Suche nach individuellen Lösungen für eine Weiterbeschäftigung ausgeprägt. Das betrifft vor allem flexible Regelungen hinsichtlich der wöchentlichen Arbeitszeit, der Anzahl der Arbeitstage und der Regelmäßigkeit. Hier sind erhebliche Reduzierungen im Vergleich zur normalen Situation gewünscht. Einen großen Einfluss auf die Bereitschaft zur Weiterarbeit haben die Unternehmensgröße (je kleiner das Unternehmen, desto höher die Bereitschaft), die körperliche Belastung durch die Arbeit (körperliche Schwere reduziert Bereitschaft und die Einkommenssituation (Zwang zur Weiterbeschäftigung bei sehr niedrigen Einkommen). Auf unterschiedliche Weise wirkt der Gesundheitszustand. Ein schlechter Gesundheitszustand verringert die Weiterbeschäftigungsbereitschaft, ein guter erhöht sie jedoch nicht zwangsläufig. Die gute Gesundheitssituation wird als Chance gesehen, sich um die Familie zu kümmern und den Ruhestand zu genießen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktbilanz bis 2025: Demografie gibt die Richtung vor (2010)
Zitatform
Fuchs, Johann & Gerd Zika (2010): Arbeitsmarktbilanz bis 2025: Demografie gibt die Richtung vor. (IAB-Kurzbericht 12/2010), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Talfahrt der deutschen Wirtschaft scheint im zweiten Quartal 2009 ihr Ende gefunden zu haben. Seitdem geht es wieder leicht aufwärts. Offen bleibt derzeit, wie stark die Erholung ausfällt oder ob es gar - im Gefolge der Krise der Euro-Zone - zu einem befürchteten 'double dip' kommen wird. Gegenüber dieser kurzfristigen Sichtweise nimmt der Kurzbericht eine langfristige Perspektive ein. Mithilfe von Modellrechnungen wird unter einem Kranz von Annahmen untersucht, wie sich die Unterbeschäftigung bis zum Jahr 2025 voraussichtlich entwickeln könnte. Dazu wird in einer Arbeitsmarktbilanz das zu erwartende Angebot an Arbeitskräften dem zu erwartenden Bedarf an Arbeitskräften gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Zehn Missverständnisse im Zusammenhang mit der Rente mit 67 (2010)
Gasche, Martin; Bucher-Koenen, Tabea; Holthausen, Annette; Kluth, Sebastian;Zitatform
Gasche, Martin, Tabea Bucher-Koenen, Annette Holthausen & Sebastian Kluth (2010): Zehn Missverständnisse im Zusammenhang mit der Rente mit 67. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 209), Mannheim, 39 S.
Abstract
"Die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters auf 67 Jahre (Rente mit 67) ist wichtiger Bestandteil eines Bündels von Reformmaßnahmen, mit dem die gesetzliche Rente trotz zunehmender Lebenserwartung, sinkender Geburtenraten und baldigem Eintreten der Baby-Boomer-Generation ins Rentenalter gesichert wird. Neben der Anhebung der Altersgrenzen gehören zu diesen Maßnahmen die graduelle Reduktion des Rentenniveaus (durch den Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenanpassungsformel) und der Aufbau einer kapitalgedeckten Säule (Riester-Rente). Obwohl eine Ausweitung der Erwerbsphase bei einer immer weiter zunehmenden Lebenserwartung geradezu auf der Hand liegt, ist die Rente mit 67 in der Bevölkerung höchst unbeliebt. Die mangelnde Akzeptanz der Rente mit 67 dürfte aber zu einem Großteil auch darauf zurückzuführen sein, dass es im Zusammenhang mit der Rente mit 67 einige Missverständnisse gibt und dass die Sichtweise oft etwas einseitig auf die negativen Aspekte gerichtet ist. Nachfolgend werden zehn Missverständnisse aufgezeigt und diskutiert. Dabei wird ganz bewusst versucht, zu den einzelnen Punkten auch eine positive Perspektive aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Künftige Altersrenten und der Wandel der Erwerbsbiografien: eine Mikrosimulationsstudie für Deutschland (2010)
Zitatform
Geyer, Johannes & Viktor Steiner (2010): Künftige Altersrenten und der Wandel der Erwerbsbiografien. Eine Mikrosimulationsstudie für Deutschland. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 1, S. 34-47.
Abstract
"Wir analysieren auf der Basis eines Mikrosimulationsmodells und einer integrierten Datenbasis der deutschen Rentenversicherungsstatistik und dem Sozio-oekonomischen Panel die zukünftigen Altersrenten der Geburtskohorten 1937 - 71. Das Mikrosimulationsmodell bildet Änderungen des Erwerbsverhaltens im demografischen Wandel im Kontext langfristiger Rentenreformen ab. Berücksichtigt werden dabei auch die Effekte der Anhebung des gesetzlichen Rentenalters und der Absenkung des Rentenniveaus durch den Nachhaltigkeitsfaktor. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass sowohl die Arbeitsmarktentwicklungen seit der Wiedervereinigung als auch die jüngsten Rentenreformen erhebliche Auswirkungen auf die Rentenansprüche, insbesondere der jüngeren Geburtskohorten, haben werden. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, aber auch nach Geschlecht und dem Bildungsabschluss. Dramatisch ist der Rückgang der Rentenansprüche bei den jüngeren Geburtskohorten in Ostdeutschland, wenn die ungünstige Arbeitsmarktentwicklung seit der Wiedervereinigung anhält. Bei einer günstigeren Arbeitsmarktentwicklung wird die negative Entwicklung der Renten bei den jüngeren Geburtskohorten in Ostdeutschland zwar deutlich abgeschwächt, aber nicht aufgehoben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeiten bis 67 - ein weltfremdes Projekt! (2010)
Holler, Markus; Kistler, Ernst; Trischler, Falko;Zitatform
Holler, Markus, Ernst Kistler & Falko Trischler (2010): Arbeiten bis 67 - ein weltfremdes Projekt! In: Gute Arbeit, Jg. 22, H. 2, S. 12-17.
Abstract
"Der Gesetzgeber hat entschieden, das Regelrentenalter auf 67 Jahre heraufzusetzen. Zugleich wird angestrebt, die Beschäftigungsquote Älterer zu verbessern. Damit ist auch die Frage nach der Entwicklung der Arbeitsbedingungen und ihrer gruppenspezifischen Streuung aufgeworfen. Trotz vieler Einzelstudien liegt in Deutschland bisher kein systematischer Ergebnisüberblick vor, der umfassende und differenzierte Aussagen dazu erlaubt. Der vorliegende Beitrag' skizziert die Arbeitsbelastungen in wichtigen Bereichen und zeigt Defizite der in Deutschland nur in Ansätzen vorhandenen Arbeitsweltberichterstattung auf. Insgesamt muss festgestellt werden, dass mit Blick auf die Arbeitsbedingungen die Voraussetzungen für eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters nicht gegeben sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
