Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit (2003)
Kossens, Michael;Zitatform
Kossens, Michael (2003): Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 2, S. 21-23.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die zentralen Inhalte des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, das mit Ausnahme der Regelungen über die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Geltung ab 1.4.2003) zum 1.1.2003 in Kraft trat. Selten ist ein Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss so grundlegend verändert worden. Die von der Hartz-Kommission vorgeschlagene "Ich-AG" findet sich nur noch als Zuschussregelung im SGB III wieder. Und schließlich wurde neben der eigentlich nicht geplanten Aufhebung von § 7 Abs. 4 SGB IV (Scheinselbständigkeit) eine Neugestaltung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und des Niedriglohnsektors bis 800 Euro vorgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und befristete Beschäftigung: neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (2003)
Linne, Gudrun; Vogel, Berthold;Zitatform
Linne, Gudrun & Berthold Vogel (Hrsg.) (2003): Leiharbeit und befristete Beschäftigung. Neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 68), Düsseldorf, 62 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit werden zunehmend zu Hoffnungsträgern der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Bereits mehrfach hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Befristung von Arbeitsverträgen und zum Einsatz von Leiharbeit erweitert. Und das seit Jahresbeginn 2003 gültige 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - Resultat der Hartz-Kommission - macht deutlich, dass befristete Arbeitsverhältnisse und speziell die Leiharbeit zu den entscheidenden Stellschrauben bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit avancieren. Doch Leiharbeit und Befristungen bleiben konträr diskutierte Beschäftigungsformen. Ihre Befürworter werten sie als 'Einstiegshilfen' in das Arbeitsleben und geeignete Instrumente einer neuen, flexibleren Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Skeptiker hingegen sehen in diesen Arbeitsverhältnissen die Gefahr, dass sich verminderte Beschäftigungsstandards und instabile Beschäftigunsformen ausbreiten. In dem Band ... stellen verschiedene AutorInnen neuere Forschungsbefunde zur Leiharbeit und befristeten Beschäftigung vor und diskutieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die rechtlichen, arbeitsmarktpolitischen und sozialen Wirkungen dieser Beschäftigungsverhältnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit (2003)
Ochel, Wolfgang;Zitatform
Ochel, Wolfgang (2003): Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 56, H. 1, S. 21-32.
Abstract
"Eine Reform des Arbeitsmarktes ist überfällig. Im Verlaufe des Jahres 2002 sind dazu mehrere grundlegende Vorschläge vorgelegt worden - unter anderem vom ifo Institut, der Hartz-Kommission und vom Sachverständigenrat -, die das Instrument der Leiharbeit nutzen wollen, um Arbeitlose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. In der öffentlichen Debatte haben die Vorschläge der Hartz-Kommission die größte Aufmerksamkeit gefunden. Sie beinhalten den Ausbau der gewerblichen Leiharbeit und die Schaffung von Personal-Service-Agenturen (PSA). Diese Maßnahmen dürften einen positiven Beitrag zur Reduktion der Arbeitslosigkeit leisten. Allerdings sollte der Begünstigtenkreis eingeschränkt und auf eine großzügige Subventionierung der PSAs verzichtet werden, um zu große fiskalische Belastungen zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What hampers part-time work?: an empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective (2003)
Zitatform
Wolf, Elke (2003): What hampers part-time work? An empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective. (ZEW economic studies 18), Heidelberg u.a.: Physica-Verl., 174 S.
Abstract
Mit Daten des deutschen Sozio-oekonomischen Panels der Jahre 1994 und 1998 sowie eines niederländischen Panels zum Arbeitskräfteangebot des Jahres 1994 werden in dem Band die Bedingungen für Arbeitsplätze mit kürzeren Arbeitszeiten untersucht und das Potenzial für eine Erhöhung der Teilzeitarbeit errechnet. Hierzu werden zunächst die Lohnunterschiede zwischen Teil- und Vollzeitbeschäftigten in Deutschland und den Niederlanden betrachtet und dann die Konsequenzen der Lohnlücke deutscher Teilzeitarbeitnehmer für die Arbeitsangebotsentscheidung von Frauen geschätzt. Anschließend wird gefragt, welche Effekte eine Lockerung von Arbeitszeitrestriktionen auf die Verteilung der Arbeitsstunden in Deutschland hätten. (IAB)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - Teil I: auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive (2002)
Zitatform
Jahn, Elke & Helmut Rudolph (2002): Zeitarbeit - Teil I. Auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive. (IAB-Kurzbericht 20/2002), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Daten zur Leiharbeit in Deutschland. Danach hat sich die Zahl der Leiharbeitnehmer seit 1993 verdreifacht und lag 2001 bei 1,3 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Dauerarbeitsplätze bei den Verleihbetrieben konnten damit aber nicht im erhofften Umfang geschaffen werden; sondern es sind Zweckgemeinschaften auf Zeit, die so lange bestehen, wie sie im allseitigen Interesse liegen: Der Verleiher kann den Leiharbeiter gewinnbringend verleihen, der Entleiher hat einen externen Personalpuffer und der Leiharbeitnehmer bekommt eine Chance zum (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben. Um dieser Chance willen sind Leiharbeiter bereit, vorübergehend schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne in Kauf zu nehmen. Rund 60 % der neu rekrutierten Leiharbeiter waren vorher arbeitslos oder sonst nicht berufstätig. Nach einer Verbandsumfrage von 2000 hatte ein knappes Drittel innerhalb eines Jahres einen regulären Arbeitsplatz. Insbesondere für ältere Arbeitnehmer ist Leiharbeit oft der einzige Rückweg in Beschäftigung. Diese Brückenfunktion wird zunehmend genutzt und arbeitsmarktpolitisch anerkannt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung: ein zeitgemäßes Modell der bfz gGmbH zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben (2002)
Schropp, Jürgen; Ufholz, Bernhard;Zitatform
Schropp, Jürgen & Bernhard Ufholz (2002): Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung. Ein zeitgemäßes Modell der bfz gGmbH zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben. (Wirtschaft und Bildung 28), Bielefeld: Bertelsmann, 113 S.
Abstract
"Ziel der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung (gAü) ist die Wiedereingliederung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in feste Arbeitsverhältnisse. Der Band bilanziert die bisherigen Erfahrungen in einer wissenschaftlichen Begleitstudie. Zum Erfolg der gAü führt die Kombination aus Arbeitskräfteverleih und Qualifizierung. Arbeitssuchende erhalten einen befristeten Vertrag und werden an Betriebe verliehen. So lernen die Firmen einen potenziellen Mitarbeiter kennen und können die Möglichkeiten einer dauerhaften Anstellung prüfen. In verleihfreien Zeiten bilden sich die Teilnehmer weiter. Die gAü bietet auch Schwervermittelbaren gute Perspektiven: Häufige Vorurteile gegenüber Arbeitslosen kann am überzeugendsten widerlegen, wer die Gelegenheit erhält, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen. Die Bilanz der gAü ist sehr gut: Rund 60 % aller Teilnehmer wurden dauerhaft angestellt. Die Integrationsquote von Langzeitarbeitslosen und Schwervermittelbaren lag bei über 50 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Personal-Service-Agentur (PSA): Konzeption und Diskussion eines neuen arbeitsmarktpolitischen Instruments (2002)
Abstract
Die Einrichtung von Personal-Service-Agenturen (PSA) gilt als Herzstück der Arbeit der Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt". Mit Hilfe dieser Agenturen sollen Unternehmen neue Mitarbeiter finden und entleihen können. Arbeitsuchende erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und damit ihre Chancen auf einen Dauerarbeitsplatz zu verbessern. Die Broschüre untersucht, was es bei der Einführung von PSA zu bedenken gilt: Das Spektrum von ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und Zielgruppen über mögliche Aufgaben und Implementierungsvoraussetzungen bis hin zur Umsetzungsplanung wird dargestellt und kritisch diskutiert. Eine Expertise über die fiskalischen Konsequenzen von PSA ergänzt die Ausführungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
The perverse effects of partial labor market reform: Fixed duration contracts in France (2001)
Zitatform
Blanchard, Olivier & Augustin Landier (2001): The perverse effects of partial labor market reform: Fixed duration contracts in France. (NBER working paper 8219), Cambridge, Mass., 43 S. DOI:10.3386/w8219
Abstract
"Rather than decrease firing costs across the board, a number of European countries have allowed firms to hire workers on fixed-duration contracts. At the end of a given duration, these contracts can be terminated at little or no cost. If workers are kept on however, the contracts become subject to regular firing costs. We argue in this paper that the effects of such a partial reform of employment protection may be perverse. The main effect may be high turnover in fixed-duration jobs, leading in turn to higher, not lower, unemployment. And, even if unemployment comes down, workers may actually be worse off, going through many spells of unemployment and fixed duration jobs, before obtaining a regular job. Looking at French data for young workers since the early 1980s, we conclude that the reforms have substantially increased turnover, without a substantial reduction in unemployment duration. If anything, their effect on welfare of young workers appears to have been negative." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilzeitplus - ein Instrument zur Förderung von Betrieben und Beschäftigten im europäischen Vergleich: neue Handlungsspielräume für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten durch präventive Arbeitsmarktpolitik (2001)
Degen, Christel;Zitatform
Degen, Christel (2001): Teilzeitplus - ein Instrument zur Förderung von Betrieben und Beschäftigten im europäischen Vergleich. Neue Handlungsspielräume für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten durch präventive Arbeitsmarktpolitik. (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 01-506), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit hat zu neuen Ansätzen in der Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik geführt. 'Teilzeitplus' ist ein Instrument zur Förderung von Unternehmen, Beschäftigten und Kommunen, welches auf Klein- und Mittelbetriebe in Krisensituationen zielt. Dabei wurde eine komplexe Mehrfachstrategie entwickelt: Zum einen erfolgt eine Unternehmensberatung, die Wege aus der Krise aufzeigt. Gleichzeitig werden potentiell von Entlassung bedrohte bzw. bereits unmittelbar vor Entlassung stehende Mitarbeiter/innen durch plusArbeit in andere Tätigkeitsfelder vermittelt. Dies erfolgt nach professioneller Beratung und in Absprache mit den Betroffenen. Durch die bei Einführung von Teilzeitplus erforderliche Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Beschäftigten wird ein Reorganisationsprozess angestoßen, der die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Betriebe deutlich erhöht. Mittels der Vermittlung in plusArbeit werden die Unternehmen für eine gewisse Phase der Umorientierung entlastet. Die bisherigen Erfahrungen des im Rahmen von ADAPT entwickelten Modellprojekts 'combishare' in Berlin zeigen, dass ein großer Teil der Arbeitsplätze infolge dieser Strategien erhalten werden konnte. Die hier vorliegende Analyse ist der Versuch einer Einordnung des Instruments 'Teilzeitplus' in den europäischen Kontext. Zu diesem Zweck wurden Ansätze in europäischen Ländern untersucht, in denen - beispielsweise im Bereich der Weiterbildung oder der Arbeitszeit - bereits Erfahrungen mit ähnlichen präventiven arbeitsmarktpolitischen Instrumenten vorliegen. Es zeigt sich, das die komplexe Strategie von 'Teilzeitplus' in dieser Form neu ist. Durch die Kombination verschiedener Ansätze wie Unternehmensberatung, reale Entlastung des Unternehmens von Lohnkosten in Krisensituationen (Pufferfunktion) sowie plusArbeit ist Teilzeitplus nach den bisherigen Erfahrungen besonders geeignet für Regionen und Branchen, die sich in Umstrukturierungsprozessen befinden und in denen die Unternehmen nicht in der Lage sind, Beschäftigung auszubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden (2001)
Zitatform
Korpi, Tomas & Henrik Levin (2001): Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden. In: Work, employment and society, Jg. 15, H. 1, S. 127-148.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand schwedischer Längsschnittdaten untersucht, ob befristete Beschäftigung ein Schritt aus der Arbeitslosigkeit sein kann. Es wird festgestellt, dass es für den Verbleib in Arbeit nicht ausschlaggebend ist, ob der Arbeitsvertrag befristet oder unbefristet ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexibilisierung der Arbeit in den Niederlanden: die Entwicklung atypischer Beschäftigung unter Berücksichtigung der Frauenerwerbstätigkeit (2001)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2001): Flexibilisierung der Arbeit in den Niederlanden. Die Entwicklung atypischer Beschäftigung unter Berücksichtigung der Frauenerwerbstätigkeit. (Zentrum für Globalisierung und Europäisierung der Wirtschaft. Discussion paper 10), Göttingen, 14 S.
Abstract
"Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland bewirkte in letzter Zeit eine intensive Diskussion der Strategien der als beschäftigungspolitisch erfolgreicher angesehenen Länder. Im Brennpunkt des Interesses stehen dabei neben den USA, Dänemark und Großbritannien auch die Niederlande, wo die Arbeitslosenquote mittlerweile auf 4% (1999) gesenkt werden konnte. Ein wesentliches Element der niederländischen Beschäftigungspolitik ist die Flexibilisierung der Arbeit, die zur Behebung der Arbeitsmarktkrise in den 80er Jahren eingeleitet wurde. Flexibilisierung ist in der arbeitspolitischen Debatte mit vielfältigen Befürchtungen bezüglich der Abnahme der Beschäftigungsqualität bzw. des Verlustes der sozialen Sicherungsstandards verbunden. In diesem Beitrag soll zum einen anhand der vom Statistischen Zentralamt (Centraal Bureau voor de Statistiek, CBS) verwendeten Daten gezeigt werden, wie sich die Arbeitsverhältnisse in Folge der umfassenden Flexibilisierung entwickelt haben und welche Beschäftigungsqualität mit dieser Entwicklung verbunden ist. Die zweite Frage lautet, inwieweit die Frauen, die in vielen europäischen Ländern am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, von der Beschäftigungsentwicklung in den Niederlanden profitieren konnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung: zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung (2000)
Klös, Hans-Peter; Schäfer, Holger;Zitatform
Klös, Hans-Peter & Holger Schäfer (2000): Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung. Zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung. In: IW-Trends, Jg. 27, H. 4, S. 74-88.
Abstract
"Die erleichterte Befristung von Arbeitsverträgen und die vermehrte Teilzeitarbeit haben dem deutschen Arbeitsmarkt Impulse gegeben. Denn beide atypische Beschäftigungsformen sorgten während der 90er-Jahre für zusätzliche Arbeitsplätze und haben damit den Arbeitsmarkt entlastet. Teilzeitarbeit steigerte dabei generell die Erwerbsbeteiligung. Die befristete Beschäftigung erwies sich häufig als probates Sprungbrett für eine reguläre Erwerbstätigkeit. Mit dem Gesetzentwurf über Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung plant nun die Bundesregierung, diese beiden Beschäftigungsformen verstärkt zu regulieren. Dem Ziel, die verfestigte Arbeitslosigkeit abzubauen, kommt die Bundesrepublik damit nicht näher. Denn empirische Studien der OECD zeigen, dass mit zunehmender Arbeitsmarktregulierung die Erwerbstätigenquote einer Volkswirtschaft sinkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit für Behinderte: eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Zeitarbeit für Behinderte. Eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument. (Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse 63), Hamburg: Kovac, 217 S.
Abstract
Die Attraktivität der Arbeitnehmerüberlassung aus betrieblicher Sicht ist eine wesentliche Bedingung dafür, sie auch als arbeitsmarktpolitisches Instrument nutzbar zu machen. Daher wird im ersten Teil der Arbeit der Blick auf die Ursachen für die Entstehung und Verbreitung dieser Arbeitsmarktinstitution gelenkt und die Bedeutung ökonomischer Unsicherheit für das betriebliche Beschäftigungsverhalten thematisiert. Im zweiten Teil stehen die Arbeitsmarktprobleme von Schwerbehinderten und das speziell zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile geschaffene arbeitsmarktpolitische Instrumentarium im Vordergrund. Der Zielsetzung und den daraus ableitbaren Erfolgskriterien wird die tatsächliche Beschäftigungssituation gegenübergestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden aufbauend auf die identifizierten Grundprobleme zunächst die Rationalität der Leiharbeit im Vergleich zu Alternativen sowohl aus betrieblicher Perspektive als auch aus dem Blickwinkel der Eingliederungsprobleme Schwerbehinderter dargelegt. Kurze Beschreibungen kleinerer Gesellschaften zur Arbeitnehmerüberlassung, Fallstudien über die zwei größten Projekte sowie die Ergebnisse aus einer Befragung des Autors von Projekten im südwestdeutschen Raum sollen dann Aufschluss darüber geben, inwieweit vermittlungsorientierte Leiharbeit dazu beitragen kann, Unsicherheit über das Leistungsvermögen Schwerbehinderter zu verringern und eine Brücke hin zu regulärer Beschäftigung zu bauen. Es zeigt sich, das Arbeitnehmerüberlassung nicht alle mit der Einstellung und Beschäftigung Behinderter verbundenen Probleme beseitigen kann. Deshalb werden abschließend Überlegungen für die weitere Gestaltung der selektiven Arbeitsmarktpolitik für Schwerbehinderte angestellt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte. Idstein: Schulz-Kirchner, 56 S.
Abstract
"Die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Sozialpolitik. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich besonders schwierig in Zeiten allgemein hoher Arbeitslosigkeit. In dieser Situation kommt es darauf an, das vorhandene Instrumentarium der Behindertenpolitik um innovative Ansätze zu ergänzen. Dazu zählt die vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. Von ihr erwartet man sich zum einen eine verbesserte Vorbereitung tendenziell benachteiligter Gruppen auf das Arbeitsleben und zum anderen eine Verringerung der Unsicherheit von Arbeitgebern bei der Einstellung von Angehörigen dieser Gruppen. In der Studie werden die Erscheinungsformen der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung dargestellt und die bisher mit diesem Instrument gemachten Erfahrungen bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz: eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs (1998)
Zitatform
Almus, Matthias, Jürgen Egeln, Michael Lechner, Friedhelm Pfeiffer & Hannes Spengler (1998): Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz. Eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 558-574.
Abstract
"Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse des vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des IAB und des Ministeriums für Arbeit und Soziales Rheinland-Pfalz bearbeiteten Forschungsprojekts (IAB-Projekt 10-483 A) Arbeitsplatzeffekte gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassungen in Rheinland-Pfalz vor. Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, empirisch abzuschätzen, ob arbeitslose Personen, die bei einer gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaft beschäftigt waren, einen höheren Wiedereingliederungserfolg in den ersten Arbeitsmarkt aufweisen als Arbeitslose, die eine solche Gesellschaft nicht durchlaufen haben. Dieser Abschätzung liegt Datenmaterial aus zwei Quellen zugrunde. Zum einen wurden die acht untersuchten Überlassungsgesellschaften sowohl schriftlich als auch in qualitativen Interviews zu ihren Charakteristika, zum sozioökonomischen Hintergrund all ihrer Leiharbeitnehmer sowie zu deren detaillierter Verleihhistorie und weiterem Verbleib befragt. Zum anderen stellte die Bundesanstalt für Arbeit Abzüge aus den bei den betroffenen Arbeitsämtern angelegten Dateien zur computerunterstützten Arbeitsvermittlung (coArb) zur Verfügung. Anhand der coArb-Daten wird mit ökonometrischen Methoden (Matching) eine Kontrollgruppe von arbeitslosen Nicht-Leiharbeitnehmern ausgewählt, die hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Struktur und Arbeitsmarktgeschichte der Leiharbeitnehmergruppe möglichst ähnlich ist. Damit wird unter anderem der Tatsache Rechnung getragen, daß die Leiharbeitnehmer im Vergleich zur Grundgesamtheit aller Arbeitslosen jünger, häufiger Männer und zu einem größeren Anteil Ausländer sowie Aus- oder Übersiedler sind. Ferner wird bei der Kontrollgruppenbildung berücksichtigt, daß Leiharbeitnehmer unterdurchschnittlich ausgebildet sind und unstetige Erwerbsgeschichten mit häufigen Wechseln zwischen Arbeitslosigkeit- und Erwerbsepisoden aufweisen. Der ökonometrische Vergleich des Wiedereingliederungserfolgs zeigt Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Kontrollgruppe auf. In der kurzen Frist (bis zu 5 Monaten nach Ende des Aufenthalts in der Gesellschaft) weisen die Leiharbeitnehmer ein im Vergleich zur Kontrollgruppe um bis zu 13 Prozentpunkte besseres Wiedereingliederungsergebnis auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht: Start oder Fehlstart eines arbeitsmarktpolitischen Modells in Deutschland? (1997)
Schröder, Esther;Zitatform
Schröder, Esther (1997): Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht. Start oder Fehlstart eines arbeitsmarktpolitischen Modells in Deutschland? (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 209), Nürnberg, 313 S., Anhang.
Abstract
In der Arbeit wird ein Bild von Arbeitnehmerüberlassung gezeichnet. Ausgehend von der sie kennzeichnenden Dreieckskonstellation werden im einleitenden Kapitel Entwicklung und Strukturen aus der Perspektive aller drei beteiligten Akteure analysiert. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf der von der Bundesanstalt für Arbeit geführten Arbeitnehmerüberlassungsstatistik; darüber hinaus werden erstmals in Bezug auf diese Thematik auch Bestands- und Verlaufsdaten der Beschäftigtenstatistik und eine IAB/ifo-Betriebsbefragung ausgewertet. Untersucht wird der zwischen Einführung des AÜG und heute liegende Zeitraum. Für die forschungsleitende Frage von besonderer Bedeutung ist die Differenzierung zwischen Beschäftigungsform und Arbeitsvermittlungsvariante. Leiharbeit als atypische Beschäftigung: Hierbei geht es um die Abgrenzung zum "Normalarbeitsverhältnis" sowie um die Einsatzlogik der Entleihbetriebe und die Motivationen der Leiharbeitskräfte. Arbeitnehmerüberlassung als Vermittlungsvariante: Hier interessiert, wie Verleih und Vermittlung in der Vergangenheit juristisch voneinander abgegrenzt wurden und ob diese Abgrenzung faktisch gelang. Anschließend wird das START-Modell als Pilotprojekt einer in Deutschland probierten wiedereingliederungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung vorgestellt. Das folgende Kapitel widmet sich der Nachfrageseite. Untersucht wird, wie Betriebe gegenwärtig bei der Personalsuche vorgehen. Rekrutierungsstrategien werden mit Daten der IAB/ifo-Personalbedarfserhebung vom Herbst 1994 analysiert. Gibt es eine Rekrutierungslogik, und von welchen Einflüssen wird die Suchwegwahl, Suchdauer und Stellenbesetzung determiniert? Paßt Arbeitnehmerüberlassung in diese Strategien? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Rekrutierungsanalyse, welche auch als eigenständige und in sich geschlossene Untersuchung für weitere Sekundäranalysen genutzt werden kann. Die Ausführungen abschließender Kapitel konzentrieren sich auf die Angebotsseite. Anhand von Daten aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe, in der Arbeitnehmerüberlassung als eigener Wirtschaftszweig identifizierbar ist, wird untersucht, wie sich Leiharbeitsphasen in den vergangenen Jahren aus der Perspektive involvierter Arbeitskräfte gestalteten. Es werden Einkommens- und Berufsmobilitäten beim Wechsel in und aus Leiharbeit analysiert und der Anschlußstatus nach Leiharbeit mittels eines Verweildauermodells untersucht. Die geschätzte mittlere Verweildauer und zielzustandsbezogene Übergangswahrscheinlichkeiten geben Auskunft darüber, ob Eingliederung quasi als "Mitnahmeeffekt" bereits in gewerblich organisierter Arbeitnehmerüberlassung funktionierte. Im Resümee werden alle Einzelaspekte zusammengefaßt zu einer Aussage über Chancen des arbeitsmarktpolitischen Modells "Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht". (IAB2)
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