Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Pushed out prematurely?: comparing objectively forced exits and subjective assessments of involuntary retirement across Europe (2015)
Zitatform
Ebbinghaus, Bernhard & Jonas Radl (2015): Pushed out prematurely? Comparing objectively forced exits and subjective assessments of involuntary retirement across Europe. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 41, H. September, S. 115-130. DOI:10.1016/j.rssm.2015.04.001
Abstract
"Given the efforts in raising the statutory pension age in an aging Europe, this cross-national analysis investigates constrained retirement from a comparative perspective. Based on a conceptualization of retirement transitions as a multi-faceted phenomenon, the study distinguishes objective (external) constraints and the subjective self-assessment of involuntary retirement. Exploiting two survey items from the fifth round of the European Social Survey (ESS Round 5, 2010/2011), we examine which workers were objectively forced to retire due to economic or health reasons as well as which workers subjectively evaluate their retirement as involuntary as they would have wished to work longer. Using multilevel modeling, the study investigates the impact of national context conditions on both the individual risk to be objectively forced to terminate work and the subjective perception of retirement as occurring too early. We analyze institutional factors such as statutory pension ages and pension generosity, but also explore the role of structural factors such as unemployment and health. At the individual level, the empirical analysis reveals that objectively forced exits and subjective involuntariness do not always overlap. Objectively forced exits are more readily explained by socio-economic characteristics like social class and unemployment experience. At the macro level, there are considerable cross-national variations that cannot be explained by compositional factors only. Relevant predictors of international differences in constrained retirement include early retirement options, statutory pension conditions, unemployment rates, labor market regulation and life expectancy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers: evidence from a stated preference analysis (2015)
Zitatform
Elsayed, Ahmed, Andries de Grip, Didier Fouarge & Raymond Montizaan (2015): Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers. Evidence from a stated preference analysis. (IZA discussion paper 9430), Bonn, 39 S.
Abstract
"Using data from a stated preferences experiment in the Netherlands, we find that replacing full-time pension schemes with schemes that offer gradual retirement opportunities induce workers to retire one year later on average. Total life-time labour supply, however, decreases with 3.4 months because the positive effect of delayed retirement on labour supply is cancelled out by the reduction in working hours before full retirement. The impact of gradual retirement schemes is, however, heterogeneous across groups of workers. Workers with non-routine job tasks retire at a later age when they can gradually retire. Financial incentives, either in terms of changing pension income or the price of leisure, also affect the expected retirement age, but the impact of these financial incentives does not differ with the possibility of gradual retirement. Finally, we find that gradual retirement is not a preferred option among workers as the large majority still prefers full retirement. This especially holds for workers with a lower wage and those with higher life expectancy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tätigkeitsbezogene Frührentensysteme in Europa: die Bewertung besonderer beruflicher Belastungen (2015)
Friedenstab, Carolin; Schulz-Weidner, Wolfgang; Väänänen, Niko;Zitatform
Friedenstab, Carolin, Wolfgang Schulz-Weidner & Niko Väänänen (2015): Tätigkeitsbezogene Frührentensysteme in Europa. Die Bewertung besonderer beruflicher Belastungen. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 70, H. 3, S. 183-199.
Abstract
"Im europäischen Vergleich der Alterssicherungssysteme spielen Sonderregelungen für 'schwere Berufe' immer noch - oder teilweise inzwischen wieder - eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Vor allem sollen sie den Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen einen vorgezogenen Übergang in den Ruhestand ermöglichen - mit oder ohne Abschläge. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen exemplarischen, das heißt keineswegs kompletten Überblick über einschlägige europäische Entwicklungen. Anschließend werden aus finnischer Sicht die grundsätzlichen und administrativen Probleme dargestellt, die mit der Einführung eines entsprechenden Systems einhergehen. Sie geben Anlass zur Forderung, anstatt des 'Exits Vorruhestand' lieber unter Einsatz aller Akteure ein Verbleiben im Arbeitsmarkt zu fördern. Dass aber auch dieser Ansatz jedenfalls in der Praxis auf seine Grenzen stoßen kann, zeigt abschließend eine von der EU-Kommission geförderte gewerkschaftliche Studie." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Regulierung des Übergangs von der Erwerbsphase in den Ruhestand (2015)
Fröhler, Norbert;Zitatform
Fröhler, Norbert (2015): Betriebliche Regulierung des Übergangs von der Erwerbsphase in den Ruhestand. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 68, H. 2, S. 86-107. DOI:10.5771/0342-300X-2015-2-86
Abstract
"Die 'Rente mit 63' hat es deutlich gemacht: Nach zwei Jahrzehnten der Einschränkung des Vorruhestands und der Anhebung der Altersgrenzen ist die flexible Gestaltung des Rentenübergangs wieder Teil der politischen Agenda. Entgegen dem Anschein stehen dabei jedoch nicht gesetzliche, sondern tarifliche und betriebliche Übergangsoptionen im Zentrum des staatlichen Regulierungsinteresses. Diese Steuerungsstrategie basiert auf der Annahme hinreichender Handlungsfähigkeit und -bereitschaft der Arbeitsmarktparteien. Die Analyse des betrieblichen Rentenübergangs zeichnet jedoch ein anderes Bild: ein begrenztes und sinkendes Angebot an Übergangsoptionen, eine hohe und zunehmende Diversität der Übergangsbedingungen und eine starke und steigende Selektivität der Zugangschancen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Rente ab 63 Jahren nach langjährigen Beitragszeiten auf den Arbeitsmarkt: Berichtsmonat: Oktober 2015. Hintergrundinformation (2015)
Hartmann, Michael; Reimer, Kim;Zitatform
Hartmann, Michael & Kim Reimer (2015): Auswirkungen der Rente ab 63 Jahren nach langjährigen Beitragszeiten auf den Arbeitsmarkt. Berichtsmonat: Oktober 2015. Hintergrundinformation. Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Zum 1. Juli 2014 trat das Gesetz über Leistungsverbesserung in der Rentenversicherung in Kraft. Das Gesetz ermöglicht langjährig Versicherten, die das 63. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 45 Beitragsjahre vorweisen können, abschlagsfrei in Altersrente zu gehen. Die deutsche Rentenversicherung hat in der zweiten Jahreshälfte 2014 etwa 136.000 entsprechende Rentenzugänge registriert. Diese Hintergrundinformation erlaubt eine erste Einschätzung darüber, in welchem Umfang sich die Möglichkeit, früher aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt.
Mit Daten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit kann gezeigt werden, wie sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der betroffenen Altersgruppe ab 63 Lebensjahren entwickelt hat. Angaben zur Beschäftigung liegen bis zum 30. Juni 2015 vor. Die Daten sind noch vorläufig und wurden auf Basis von Ergebnissen mit 2-monatiger Wartezeit hochgerechnet. Detailliertere Ergebnisse auf Basis der endgültigen Werte liegen quartalsweise vor und haben eine Wartezeit von 6 Monaten.
In den Statistiken zu den Arbeitsuchenden und den Arbeitslosen können Personen in der betroffenen Altersgruppen danach unterschieden werden, ob sie ihre Arbeitslosigkeit oder ihre Arbeitsuche mit dem Abgangsgrund 'Ausscheiden aus dem Erwerbsleben' beendet haben. Es wird unterstellt, dass in dieser Altersgruppe der Abgangsgrund 'Ausscheiden aus dem Erwerbsleben' dem Beginn des Bezugs von Altersruhegeld entspricht. Darüber hinaus können in den Statistiken zu Empfängern von Arbeitslosengeld Abgänge mit dem Beendigungsgrund 'Altersrente' identifiziert werden; Angaben stehen dort nach 2 Monaten Wartezeit zur Verfügung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Work capacity and longer working lives in Belgium (2015)
Zitatform
Jousten, Alain & Mathieu Lefebvre (2015): Work capacity and longer working lives in Belgium. (IZA discussion paper 9032), Bonn, 28 S.
Abstract
"We explore the link between health indicators and employment rates of the population aged 55 or more. Our focus lies on work capacity as a key determinant of employment. Using cohort mortality information as a proxy for overall health outcomes, we establish a substantial untapped work capacity in the population 55+. Similar results are obtained when relying on individual-level objective and subjective health and socioeconomic parameters as predictors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Determinants for the transition from work into retirement in Europe (2015)
Riedel, Monika; Hofer, Helmut; Wögerbauer, Birgit;Zitatform
Riedel, Monika, Helmut Hofer & Birgit Wögerbauer (2015): Determinants for the transition from work into retirement in Europe. In: IZA journal of European Labor Studies, Jg. 4, S. 1-19. DOI:10.1186/s40174-014-0027-5
Abstract
"We use the labor force ad hoc module 'transition from work into retirement' to analyze the link between individual as well as pension system characteristics and planned retirement age within the European Union. We find that timing of retirement is correlated between partners who are, already at the stage of retirement planning. In richer countries of the EU15, standard retirement age seems to have a larger effect on planned retirement age than in poorer EU15 states or in new EU member states. The effect of pension wealth is largest in the new EU member states and smallest in rich EU15 countries. Furthermore, industry and occupation effects differ by country type." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
How have employment transitions for older workers in Germany and the UK changed (2015)
Wright, David;Zitatform
Wright, David (2015): How have employment transitions for older workers in Germany and the UK changed. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 782), Berlin, 19 S.
Abstract
"Extending working life is an objective for many nations. However, the UK government has recently reported only modest improvement 'compared to many nations'. A comparison of European, Labour Force Surveys show that Germany has reversed early retirement much faster than the UK since 2003. This was not forecast by previous researchers. In particular, Ebbinghaus' influential cross-national analysis of early retirement, published in 2006, had predicted that liberal welfare states regimes like the UK would react faster than conservative ones like Germany. A review of changes to pensions and employment policies suggests the UK puts more emphasis on recruitment of older workers, flexible working and gradual retirement while Germany puts more emphasis on retention of older workers through age-management and employment protection. The paper compares the employment transitions of older workers using data covering 1993 to 2013 from the longitudinal surveys British Household Panel Survey, Understanding Society and the German Socio-Economic Panel. It finds little evidence for the recruitment of older workers or gradual retirement in either the UK or Germany and concludes it was the greater employment protection for older workers in Germany that enabled the employment rate for older workers to increase even during the recent recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein (2014)
Zitatform
Buch, Tanja, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2014): Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 05/2014), Nürnberg, 71 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Erwerbspersonen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Arbeitsmarktakteure in Deutschland und Schleswig-Holstein gerückt. Aufgrund der fortschreitenden Alterung der Erwerbsbevölkerung nimmt die Bedeutung dieser Altersgruppe für den Arbeitsmarkt erheblich zu. Wegen des zu erwartenden Rückgangs des Arbeitsangebots steigt zudem das Interesse der Unternehmen an den älteren Arbeitskräften. Durch die Festlegung der institutionellen Rahmenbedingungen nimmt nicht zuletzt auch die Politik wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsmarktpartizipation Älterer und die Integration dieser Altersgruppe in den Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage der älteren Arbeitskräfte in Schleswig-Holstein parallel zum umfassenden Wandel der demografischen und institutionellen Rahmenbedingungen - und möglicherweise ausgelöst durch sie - erkennbar verbessert. Die Beschäftigung der 55- bis 64-Jährigen ist in Schleswig-Holstein seit dem Jahr 2000 stark gewachsen und parallel dazu beobachten wir einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung in dieser Altersgruppe. Diese Entwicklungen sind vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Erwerbsbeteiligung Älterer zu sehen. Demografische Aspekte spielen bis dato dagegen kaum eine Rolle. Als nach wie vor problematisch stellen sich die Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser dar. Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für Ältere zwar relativ gering, eine geringe Abgangswahrscheinlichkeit hat jedoch zur Folge, dass sich die Arbeitslosigkeit bei Älteren als außerordentlich persistent erweist. Dies spiegelt sich nicht zuletzt im hohen Anteil Langzeitarbeitsloser in dieser Altersgruppe wider. Angesichts der bevorstehenden demografischen Herausforderungen wie auch der anhaltenden Debatte um Fachkräfteengpässe sind Politik, Arbeitsverwaltung und Betriebe gefordert, die Weiter- und Wiederbeschäftigung Älterer stärker als bisher durch Qualifizierungsmaßnahmen zu fördern. Dies gilt insbesondere auch für die Teilgruppe der 60- bis 64-Jährigen, für die Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration bislang noch deutlich hinter jenen für die Gruppe der 55- bis 59-Jährigen zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rosige Zeiten am Arbeitsmarkt?: Strukturreformen und "Beschäftigungswunder" (2014)
Zitatform
Knuth, Matthias (2014): Rosige Zeiten am Arbeitsmarkt? Strukturreformen und "Beschäftigungswunder". (WISO Diskurs), Bonn, 80 S.
Abstract
Der Autor beschreibt auf der Basis vorliegender Studien und empirischer Daten die Entwicklungen verschiedener Beschäftigungsdimensionen sowie die Arbeitsmarktentwicklung seit der Jahrtausendwende und fragt nach der Bedeutung der Arbeitsmarktreformen. Er führt den Rückgang der Arbeitslosigkeit weniger auf die Reformen als auf schrumpfende Arbeitskräftereserven, eine verlangsamte Produktivitätsentwicklung und die Verteilung des Arbeitsvolumens auf mehr Köpfe zurück. Von der erfolgreichen Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren nicht alle. So haben sich beispielsweise die Übergangsraten von Langzeitarbeitslosen in ungeförderte Beschäftigung verschlechtert. Spaltungstendenzen am Arbeitsmarkt und die Verbreitung atypischer Erwerbsformen wurden mit den Reformen zementiert und verschärft. Als wesentlich für die Beschäftigungsbedingungen werden zudem die Reform des Altersübergangs und die abnehmende Bindungskraft kollektiver Regelungen angesehen. (IAB)
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Literaturhinweis
Wo, bitte, ist denn hier der Ausgang?: Ruhestandsoptionen für gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte und Langzeitarbeitslose - Ein Beitrag zur Diskussion um die "Flexi-Rente" (2014)
Zitatform
Knuth, Matthias (2014): Wo, bitte, ist denn hier der Ausgang? Ruhestandsoptionen für gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte und Langzeitarbeitslose - Ein Beitrag zur Diskussion um die "Flexi-Rente". (WISO Diskurs), Bonn, 35 S.
Abstract
"Die Studie richtet den Blick auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Langzeitarbeitslose, die für eine Integration in den Arbeitsmarkt gesundheitlich zu stark beeinträchtig sind und dennoch keine oder nur eingeschränkte Erwerbsminderungsrenten beziehen. Der Autor skizziert die rechtliche Lage und mögliche Ruhestandsoptionen dieser Personengruppe und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Altersflexi-Modell: Altersübergänge auch in schwierigen Branchen gestalten (2014)
Mathes, Martin;Zitatform
Mathes, Martin (2014): Altersflexi-Modell: Altersübergänge auch in schwierigen Branchen gestalten. In: Soziale Sicherheit, Jg. 63, H. 7, S. 273-277.
Abstract
"Erfolgsmeldungen über steigende Beschäftigungsquoten Älterer verdecken, dass auch die Gefahr prekärer Altersübergänge zugenommen hat. Besonders bedroht sind Beschäftigte mit belastenden Berufen, in kleineren Betrieben und mit unterdurchschnittlichen Einkommen - in zahlreichen Branchen. Gerade für sie gilt es, flexible Übergänge zu schaffen, die Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen und soziale Abstiege sowie Dequalifizierungsprozesse vermeiden. Mit dem Altersflexi-Modell hat die IG BAU einen Vorschlag dazu entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Modellrechnungen zur Bestimmung der Alterseinkünfte auf der Basis von Erwerbsverläufen: Renteneintritt im Jahr 2012. Expertise im Auftrag des IMK (2014)
Meinhardt, Volker;Zitatform
Meinhardt, Volker (2014): Modellrechnungen zur Bestimmung der Alterseinkünfte auf der Basis von Erwerbsverläufen. Renteneintritt im Jahr 2012. Expertise im Auftrag des IMK. (IMK study 36), Düsseldorf, 22 S.
Abstract
"Auf der Basis von modellhaften Erwerbsverläufen werden die Höhen der Renten bzw. Pensionen für das Jahr 2012 berechnet. Es zeigt sich, dass mit dem Rentenniveau für den Standardrentner die tatsächliche Absicherung um 25 bis 35 % zu hoch ausgewiesen wird. Das Standardrentenniveau, das für die Bewertung der Güte der Alterssicherung häufig verwendet wird, ist aus zwei Gründen als Bewertungsmaß für die tatsächliche Absicherung im Alter ungeeignet: Zum einen wird die tatsächlich erworbene Rente nicht ins Verhältnis gesetzt zum letzten Einkommen, zum zweiten ist der Erwerbsverlauf des Standardrentners, - dieser erzielt annahmegemäß immer das jeweilige Durchschnittseinkommen - nicht realitätsnah.
Ein Vergleich der Renten mit den Pensionen zeigt bei vergleichbaren Erwerbsverläufen zudem, dass die vergleichbaren Altersbezüge der Rentner, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine VBL-Rente beziehen um 16 bis 25 % niedriger sind als die Nettopensionen der Beamten. Die vergleichbaren Altersbezüge der Rentner, die ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind, sind sogar um 35 bis 40 % geringer. Letztlich zeigen die Modellrechnungen, dass teilweise erhebliche Rentenlücken bestehen, nicht zuletzt aufgrund der Rentenreformen des vergangenen Jahrzehnts." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Teilrente ab 60 als eine Option für flexible Übergänge (2014)
Zitatform
Neumann, Dirk (2014): Die Teilrente ab 60 als eine Option für flexible Übergänge. In: Soziale Sicherheit, Jg. 63, H. 7, S. 268-272.
Abstract
"Neben einer verbesserten Altersteilzeit und einem Altersflexi-Geld wird derzeit u. a. intensiv über die Teilrente ab 60 diskutiert. Dieses noch immer recht unbekannte Instrument aus dem benötigten 'Werkzeugkasten' für gelingende Übergänge wird im Folgenden näher erläutert. Dabei geht es vor allem um eine Weiterentwicklung der Teilrente, die der DGB als einen Baustein für flexiblere Übergänge in den Ruhestand vorschlägt. Der Bezug einer Teilrente als eigener Rentenart soll bereits ab 60 Jahren ermöglicht werden - bei besseren Hinzuverdienstmöglichkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Bedürftigkeit älterer Erwerbspersonen: Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg (2014)
Rudolph, Helmut; Tanis, Kerstin ; Koller, Lena ; Lietzmann, Torsten ; Gerullis, Maria; Makrinius, Doreen;Zitatform
Rudolph, Helmut, Lena Koller & Torsten Lietzmann; Doreen Makrinius, Maria Gerullis & Kerstin Tanis (Mitarb.) (2014): Erwerbsbeteiligung und Bedürftigkeit älterer Erwerbspersonen. Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg. In: Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg (Hrsg.) (2014): Sozialbericht der Freien und Hansestadt Hamburg, S. 1-63, 2013-04-26.
Abstract
"Armutsrisiken sind eine gesellschaftliche Realität. Angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Alterung der Bevölkerung kommt der Prävention von Altersarmut zunehmende Bedeutung zu. Dabei gilt es, die soziale Sicherung durch die gesetzliche Altersrente auf die erwarteten Belastungen einzustellen, ohne Altersarmut zu generieren. Die Politik verschiedener Bundesregierungen hat auf den demografischen Wandel mit Einschränkungen der Frühverrentung und einer Heraufsetzung der Regelaltersgrenze für die Rentenjahrgänge ab 1947 reagiert, um die Erwerbsbeteiligung vor allem der älteren Arbeitnehmer zu erhöhen. Außerdem wird das Leistungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung mittelfristig abgesenkt und private Altersvorsorge gefördert. Vor diesem Hintergrund ist der sozialen Lage älterer Erwerbspersonen, die in den kommenden zehn Jahren ihr Erwerbsleben beenden und in das Rentenalter eintreten, besondere Beachtung zu schenken. Zu der Personengruppe der 'älteren Erwerbspersonen' werden hier die Personen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren gerechnet. Sie befinden sich in der letzten Phase des Erwerbslebens. Tatsächlich schieden bisher ältere Erwerbspersonen bereits vor Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze von bisher 65 Jahren aus dem aktiven Erwerbsleben aus, sei es, dass sie Altersteilzeitregelungen in Anspruch genommen haben, sei es, dass sie wegen persönlicher Gründe oder wegen Arbeitslosigkeit die bisher vorhandene Regelungen zum vorzeitigen Rentenbezug in Anspruch nehmen konnten. Im folgenden Abschnitt wird zunächst auf die demografische Entwicklung in Hamburg eingegangen und das Ausmaß der Alterung der Wohnbevölkerung aufgezeigt, die Hintergrund für die im Rahmen der Lissabon-Strategie auf Bundesebene eingeleiteten Maßnahmen zu längerer und erhöhter Erwerbsbeteiligung der älteren Erwerbspersonen sind. Anschließend wird die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung in Hamburg seit dem Jahr 2004 untersucht. Differenziert nach Geschlecht und Altersgruppen werden Erwerbstätigkeit, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug älterer Erwerbspersonen im Verhältnis zur Hamburger Wohnbevölkerung dargestellt. Ein spezieller Abschnitt wird dabei der ausländischen Bevölkerung gewidmet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibler Ausstieg oder Arbeiten bis zum Ende? (2014)
Urban, Hans-Jürgen; Ehlscheid, Christoph;Zitatform
Urban, Hans-Jürgen & Christoph Ehlscheid (2014): Flexibler Ausstieg oder Arbeiten bis zum Ende? In: Soziale Sicherheit, Jg. 63, H. 7, S. 262-267.
Abstract
"Gerade erst hat das Rentenpaket der Bundesregierung die parlamentarischen Hürden passiert, da macht ein neuer Begriff Karriere: Die 'Flexi-Rente' drückt der rentenpolitischen Debatte zunehmend ihren Stempel auf. Damit soll die Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern über die Regelaltersgrenze hinaus erleichtert werden. Was ist von dem Konzept der 'Flexi-Rente' zu halten? Welche arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Folgen hätte die Umsetzung einer solchen Konzeption? Was muss geschehen, damit Arbeitnehmern mehr Wahlmöglichkeiten im Arbeits- und Sozialrecht eröffnet werden, um sozial abgesichert und selbstbestimmt vom Erwerbsleben in den Ruhestand gehen zu können?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibel in die Rente - Vermeidung von Armut im Alter und bei Erwerbsminderung: Forum 5 (2014)
Zitatform
Welti, Felix (2014): Flexibel in die Rente - Vermeidung von Armut im Alter und bei Erwerbsminderung. Forum 5. In: Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutscher Gewerkschaftsbund & Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.) (2014): Demokratisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt : Impulse für eine soziale Rechtspolitik, S. 97-105.
Abstract
Der Autor vertritt die These, dass die Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung seit 1997 dazu beigetragen haben, 'die politische Legitimation und rechtliche Legitimität der gesetzlichen Rentenversicherung zu gefährden. Insbesondere für das Risiko Erwerbsminderung kann derzeit von vielen Versicherten kein Leistungsniveau oberhalb der Grundsicherung erreicht werden.' Im Hinblick auf die geplante Neuregelung durch das RV-Leistungsverbesserungsgesetz wird kritisiert, dass diese in Bezug auf das Ruhestandsalter vor allem den Gesichtspunkt der Leistungsgerechtigkeit, weniger denjenigen der Bedarfsgerechtigkeit berücksichtigt. 'Es steht zu erwarten, dass vom früheren Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren eher männliche Versicherte mit hohen Rentenanwartschaften profitieren. Personen mit aus Gründen der Gesundheit oder der familiären Arbeitsteilung wechselhaften Erwerbsbiographien werden seltener profitieren.' Für das Problem des bedarfsgerechten vorzeitigen Übergangs in die Altersrenten und die soziale Sicherung bei Erwerbsminderung werden andere Lösungen gefordert. 'Durch gesetzliche und tarifliche Regelungen sollten Möglichkeiten der individuellen Anpassung von Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen in den Jahren vor der Regelaltersgrenze vereinfacht werden und Ersatz für Einkommensverluste durch reduzierte Arbeitszeit geschaffen werden.' Abschließend plädiert der Autor für eine Erhöhung der Effektivität der Rehabilitation durch bedarfsgerechten Mitteleinsatz. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Dokumentation der Podiumsdiskussion und der Kongressbeiträge -
Literaturhinweis
Ageing and employment policies: France 2014: working better with age (2014)
Zitatform
(2014): Ageing and employment policies: France 2014. Working better with age. (Ageing and employment policies), Paris, 176 S. DOI:10.1787/9789264207523-en
Abstract
"People today are living longer than ever before, while birth rates are dropping in the majority of OECD countries. In such demographics, public social expenditures require to be adequate and sustainable in the long term. Older workers play a crucial role in the labour market. Now that legal retirement ages are rising, older workers will work longer and employers will have to retain them. But those older workers who have lost their job have experienced long term-unemployment and low probabilities to return to work. What can countries do to help? How can they give older people better work incentives and opportunities? How can they promote age diversity in firms? This report offers analysis and assessment on what the best policies are for fostering employability, job mobility and labour demand at an older age in France." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The missing million: illuminating the employment challenges of the over 50s (2014)
Abstract
"Working with The Prince's Initiative for Mature Enterprise (PRIME) and Business In The Community, The International Longevity Centre have published a major new report about the challenges facing older workers, The missing million: illuminating the employment challenges of the over 50s. This is the first in a series of three reports being published on this topic over the next year.
The research demonstrates that of the 3.3 million economically inactive people aged 50-64, approximately 1 million people have been made 'involuntarily workless' - pushed out of their previous job as a result of 'shocks', a combination of redundancy, ill health or early retirement. This has created a silent majority', where millions of over 50s are not working but would like to and are not receiving the help they need.
The research also shows that if people aged over 50 are helped back into employment, it does not mean that younger people are 'crowded out 'of the labour market. Helping older people back into the labour market could also lead to a potential £88 billion boost to the UK GDP. Most importantly securing employment for older people will transform their lives and offer them the opportunity of a brighter, more secure future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Fachkräftebedarf in Deutschland: zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung (2013)
Brücker, Herbert ; Brunow, Stephan ; Weber, Enzo ; Kubis, Alexander; Mendolicchio, Concetta; Fuchs, Johann ;Zitatform
Brücker, Herbert, Stephan Brunow, Johann Fuchs, Alexander Kubis, Concetta Mendolicchio & Enzo Weber (2013): Fachkräftebedarf in Deutschland. Zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung. (IAB-Stellungnahme 01/2013), Nürnberg, 18 S.
Abstract
"Das IAB geht davon aus, dass sich die Arbeits-, Kapital- und Gütermärkte zumindest längerfristig an den Rückgang des Arbeitsangebotes anpassen werden. Die Prognose einer 'Fachkräftelücke', in welcher Größenordnung auch immer, ist deshalb nicht sinnvoll. Allerdings kann es zu Mismatch auf dem Arbeitsmarkt in qualifikatorischer, beruflicher und regionaler Hinsicht kommen, so dass in vielen Arbeitsmarktsegmenten offene Stellen nicht besetzt werden können.
Das Erwerbspersonenpotenzial wird in Deutschland bis zum Jahr 2035 bei einer steigenden Erwerbsbeteiligung und einer Nettozuwanderung von 100.000 Personen um 7,3 Millionen und bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen um 5,4 Millionen Personen zurückgehen. Dieser Rückgang ist nicht mit einer 'Fachkräftelücke' zu verwechseln.
Um das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland nachhaltig zu entwickeln, ist eine aktive Strategie zur Mobilisierung inländischer Potenziale insbesondere von Frauen und Älteren, aber auch die gezielte Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland sowie deren Integration in den Arbeitsmarkt notwendig. Insbesondere die Zuwanderung aus Drittstaaten müsste höher ausfallen, wenn der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials deutlich begrenzt werden soll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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