Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Weniger Sachsen werden immer älter: Altersstruktur, Wanderungen und Pendlerströme (2001)
Winkelvoss, Ekkehard;Zitatform
Winkelvoss, Ekkehard (2001): Weniger Sachsen werden immer älter. Altersstruktur, Wanderungen und Pendlerströme. In: Informationen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 3, S. 1-43.
Abstract
Der Autor analysiert die Bevölkerungsentwicklung des Freistaates Sachsen nach Altersgruppe und Geschlecht, und untersucht die Wanderungen sowie die Pendlerströme über die Landesgrenze des Freistaates. (IAB)
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Literaturhinweis
Perspektiven der Berufslandschaft Mecklenburg-Vorpommern 2010: Tendenzen und Größenordnungen voraussichtlicher Veränderungen in der Nachfrage nach Arbeitskräften. Ergebnisbericht (2001)
Zitatform
(2001): Perspektiven der Berufslandschaft Mecklenburg-Vorpommern 2010. Tendenzen und Größenordnungen voraussichtlicher Veränderungen in der Nachfrage nach Arbeitskräften. Ergebnisbericht. (Forschungsberichte zur Arbeitsmarktpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern 16), Schwerin, 99 S.
Abstract
"1. In Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich im Zeitraum 1998 bis 2010 eine beachtliche neue Nachfrage nach Arbeitskräften. Dieser Neubedarf wird voraussichtlich eine Größenordnung von 130.000 Personen (entspricht annähernd einem Fünftel des gegenwärtigen Erwerbstätigenbestandes) erreichen. Der Neubedarf zeichnet sich ab, obwohl für das Land ein Rückgang des Bestandes an Erwerbstätigen (um ca. 12.000 bzw. zwei Prozent der Erwerbspersonen) prognostiziert wird. Die Nachfragetendenzen ergeben sich vor allem aus zwei Bedarfskomponenten: - Ein Fünftel des Neubedarfs ist auf Bestandserweiterungen an Arbeitsplätzen (wirtschaftsstrukturell bedingter Bedarf) zurückzuführen. - Vier Fünftel des Neubedarfs resultieren aus dem Ersatzbedarf für altersbedingt ausscheidende Erwerbstätige (altersbedingter Ersatzbedarf). Diese Nachfrage ist über ein relativ breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten verteilt und schließt die weit überwiegende Mehrheit der 83 Berufsgruppen ein. Sie betrifft sowohl 'traditionelle' Berufe, die durch eine große Anzahl Erwerbstätiger ausgeübt werden (z.B. Büroberufe), als auch Berufe, die sich neu etablieren (z.B. IT-Berufe). 2. Zugleich hat der Abbau der Beschäftigung in mehreren Wirtschaftszweige zur Folge, dass der Bestand an Erwerbstätigen in einigen beruflichen Tätigkeiten zurückgeht. Es gibt Berufsgruppen, in denen der Rückgang weitgehend der Größenordnung der altersbedingten Abgänge Erwerbstätiger entspricht. In anderen Berufsgruppen fällt der Bestandsrückgang so stark aus, dass zusätzlich zu den altersbedingten Abgängen insgesamt weitere 18.000-20.000 Erwerbstätige aus ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit ausscheiden müssen. 3. Die wirtschaftsstrukturell bedingten Entwicklungen des Erwerbstätigenbestandes der einzelnen Berufsgruppen werden die Berufslandschaft Mecklenburg-Vorpommerns nicht grundsätzlich verändern. Die hohe Konzentration der Erwerbstätigen in relativ wenigen Berufsgruppen bleibt erhalten. Fünf Berufsgruppen, denen ein Drittel aller Erwerbstätigen im Land angehört, stehen im Prognosezeitraum weiterhin an der Spitze: Bürofach-, Bürohilfskräfte; Warenkaufleute; Übrige Gesundheitsdienstberufe; Lehrer; Berufe des Landverkehrs. Die nächstfolgenden Berufsgruppen werden sein: Sozialpflegerische Berufe; Unternehmer, Wirtschaftsprüfer; Reinigungsberufe; Schlosser sowie trotz hoher Beschäftigungsreduzierung Maurer, Betonbauer. 4. Die sich für den Landesmaßstab abzeichnenden perspektivischen Tendenzen der Entwicklung in der Berufslandschaft vollziehen sich im Grundsatz auch auf der regionalen Ebene der Arbeitsamtsbezirke. Insbesondere bei den größeren Berufsgruppen stimmen die generellen Verlaufstrends auf Regional- und auf Landesebene überein. Regionale Differenzierungen in der Dimension des zu erwartenden Neubedarfs an Arbeitskräften resultieren aus gewachsenen Unterschieden in den gegenwärtig vorzufindenden anteiligen Bestandsgrößen bzw. in den Altersstrukturen. Bei den geringer besetzten Berufsgruppen können diese Schwankungen größer ausfallen; bei ihnen wirkt sich unterschiedliche regionale Präsens weitaus stärker aus. Diese Besonderheiten und Differenzierungen machen das spezifische regionale Profil der Arbeitsamtsbezirke aus. 5. Der prognostizierte Neubedarf an Erwerbstätigen kann in einigen Berufsgruppen bei Beibehaltung der gegenwärtigen Strukturen des Angebotspotenzials nur unzureichend gedeckt werden. Trotz hoher Arbeitslosigkeit und trotz hoher Ausbildungsleistungen signalisieren bereits erste Schwierigkeiten bei der Akquisition von geeigneten Fachkräften Diskrepanzen in der Entwicklung von Nachfrage und Angebot an Arbeitskräften. Die Ressource der Arbeitslosen reicht in einer Reihe von beruflichen Tätigkeiten - selbst bei anhaltend hoher Arbeitslosigkeit - weder hinsichtlich der beruflichen Qualifikationen noch in Bezug auf ihre Altersstruktur und - bei mehreren Berufsgruppen - bezogen auf ihre Anzahl aus, um die bis 2010 prognostizierten Neubedarfe zu kompensieren. Ausgehend von den gegenwärtigen Strukturen in der beruflichen Erstausbildung ist ebenfalls abzuschätzen, dass die voraussichtliche Nachfrage bei einer Reihe von Berufen nicht vollständig befriedigt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mobilitätszuwachs ohne Ende? Pendlerbewegungen und regionale Arbeitsmärkte in Brandenburg (2000)
Schuldt, Karsten;Zitatform
Schuldt, Karsten (2000): Mobilitätszuwachs ohne Ende? Pendlerbewegungen und regionale Arbeitsmärkte in Brandenburg. (LASA-Studie 35), Potsdam, 82 S.
Abstract
"Im Jahr 1993 wurde für das Land Brandenburg erstmals für eines der neuen Bundesländer eine repräsentative Situationsanalyse zur Arbeitspendelwanderung durchgeführt. Diese Analyse wurde in den Jahren 1995 und 1996 aktualisiert sowie inhaltlich - insbesondere um Fragen der Pendelverflechtungen im engeren Verflechtungsraum von Berlin mit dem brandenburgischen Umland sowie um Angaben zu kleinräumigen Verflechtungen innerhalb Brandenburgs - erweitert. Anknüpfend an diese Untersuchungen verfolgte das hier dokumentierte Forschungsvorhaben zur Pendlerproblematik im Land Brandenburg das Ziel, das Pendlerverhalten und die räumlichen sowie arbeitsmarktlichen Effekte dieses Verhaltens zu analysieren, kleinräumige Pendelverflechtungen - insbesondere für die Ebene der Landkreise - auszuweisen sowie die künftige Entwicklung der Pendlerströme im engeren Verflechtungsraum - auf der Basis von Trendentwicklungen und unter Berücksichtigung eines interregionalen Vergleichs - abzuschätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Differenzen in der Arbeitsnachfrage zwischen den neuen Bundesländern: regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt (1999)
Zitatform
Kölling, Arnd & Katja Wolf (1999): Differenzen in der Arbeitsnachfrage zwischen den neuen Bundesländern. Regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt. In: U. Schasse & J. Wagner (Hrsg.) (1999): Entwicklung von Arbeitsplätzen, Exporten und Produktivität im interregionalen Vergleich : empirische Untersuchungen mit Betriebspaneldaten. Beiträge zum Workshop FiDASt '99, Hannover, 7.-8. Oktober (NIW-Vortragsreihe, 13), S. 69-98.
Abstract
Der Beitrag untersucht, ob es in den neuen Bundesländern Unterschiede in der Nachfrage nach Arbeit gibt und ob sie beobachtete regionale Verschiedenheiten in der Beschäftigungssituation erklären können. Datenbasis sind die Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit und Daten des IAB-Betriebspanels der Jahre 1996-1998. Mittels deskriptiver und multivariater Analysen werden zunächst regionale Unterschiede bestimmt und danach den Gründen für die Unterschiede nachgegangen. Die gewählte regionale Ebene ist das Bundesland, 'da hier ein besonderes öffentliches Interesse vorliegt und bestimmende politische Entscheidungen getroffen werden.' Mittels eines aufgrund theoretischer Überlegungen abgeleiteten dynamischen Arbeitsnachfragemodells wird simultan die Nachfrage nach qualifizierten und unqualifizierten Arbeitskräften bestimmt. Sowohl die deskriptive Analyse als auch die mit Hilfe des multivariaten Ansatzes auf der Grundlage des theoretisch hergeleiteten Modells mittels der dreistufigen kleinsten Quadrate-Methode (3SLS) ermittelten Schätzungen zeigen, dass die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in den einzelnen Bundesländern Ostdeutschlands variiert und unterschiedliche Entwicklungen der qualifikatorischen Arbeitsnachfrage zwischen Ost- und Westdeutschland zu beobachten sind. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Eine regionale Beschäftigungsprognose: Ergebnisse für Arbeitsmarktregionen auf dem Gebiet der alten Bundesländer (1996)
Tassinopoulos, Alexandros;Zitatform
Tassinopoulos, Alexandros (1996): Eine regionale Beschäftigungsprognose. Ergebnisse für Arbeitsmarktregionen auf dem Gebiet der alten Bundesländer. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 29, H. 3, S. 363-377.
Abstract
"Der vorliegende Entwurf des Arbeitsförderungs-Reformgesetzes (AFRG) sieht die Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen auf die Ebene der Landesarbeitsämter und Arbeitsämter vor. Nicht nur deshalb entsteht bei der Gestaltung der Mittelallokation im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein weiter erhöhter Bedarf an regionalisierter Information. Ein wichtiges Element der Entscheidungsbasis ist die Prognose von Entwicklungen auf kleinräumiger Ebene. Der Aufsatz beschreibt die Ergebnisse, Vorgehensweise und Probleme der regionalen Beschäftigungsprognose, die für die Arbeitsmarktregionen der Alten Bundesländer erstellt wurde. Die Prognose ist Bestandteil des IAB-Projekts 'Regionales Arbeitsmarkt-Informationssystem' REGARIS, das aus verschiedenen weiteren Informations- und Analysemodulen besteht. Als Grundlage für die Vorgehensweise diente der Ansatz der Shift-share-Methode. Sie wurde mit den amtlichen Beschäftigtenzahlen (30.06.) für 328 West-Kreise auf jährlicher Basis dynamisch von 1987 bis 1995 mit einer Differenzierung nach 11 Wirtschaftsabteilungen durchgeführt. Die Analyse-Ergebnisse wurden in den weiteren Prognoseschritten mit Szenarien über das zukünftige Sektorwachstum ergänzt. Nach umfangreichen Plausibilitätskontrollen - die verschiedene Sonderlösungen zur Folge hatten - wurden die Kreiswerte zu ihren jeweiligen Arbeitsmarktregionen zusammengefaßt. Es entstanden damit 166 Zeitreihen für ein jeweils optimistisches und pessimistisches Szenario." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktprognose: Methodik und Anwendung (1994)
Eltges, Markus; Wigger, Richard;Zitatform
(1994): Regionale Arbeitsmarktprognose. Methodik und Anwendung. (Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung. Arbeitspapiere 04/1994), Bonn, 42 S., Anhang.
Abstract
"Die Ausführungen gliedern sich in drei Teilbereiche. Der erste Abschnitt enthält Ausführungen über den Sinn und die Notwendigkeit von Arbeitsmarktprognosen. Anschließend werden einige Überlegungen zur Methodik von Arbeitsmarktprognose der Bundesregierung vorgestellt. Der zweite Teil beinhaltet ein regionales Fallbeispiel. Dieses Beispiel einer Arbeitsmarktprognose belegt, daß aufwendige Analyse- und Prognosearbeiten auch innerhalb einer Kommunalverwaltung vorgenommen werden können, wenn entsprechende Personal-, Ausbildungs- und EDV-Kapazitäten vorhanden sind. Die Arbeiten an dieser Prognose erstreckten sich über ein Jahr. Die Nettoarbeitszeit betrug rund 3 Monate. Zwei Mitarbeiter der Kreisverwaltung Borken/Westfalen waren damit beschäftigt. Nicht zuletzt die stetige Einbindung aller Akteure der regionalen Arbeitsmarktpolitik hat dazu geführt, daß die ermittelten Ergebnisse nachvollziehbar und plausibel sind und vor allem eine breite Akzeptanz erfahren haben. Diese Akzeptanz ist Bedingung für die Umsetzung von Handlungsstrategien. Der dritte Teil umfaßt empirische Eckdaten der regionalen Arbeitsmärkte auf der Ebene der Bundesraumordnungsregionen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt Bremen: Arbeit in der Grauzone: Zwischen Arbeitslosigkeit und Normalarbeitsverhältnis (1987)
Zitatform
(1987): Arbeitsmarkt Bremen. Arbeit in der Grauzone: Zwischen Arbeitslosigkeit und Normalarbeitsverhältnis. (Mitteilungen der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung Arbeit und Betrieb 17), Bremen, 90 S.
Abstract
"In den letzten Jahren zeichnen sich erhebliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ab: zunehmend finden Beschäftigungsformen Verbreitung, die den bisher geltenden Standards - unbefristete Ganztagsbeschäftigung auf der Basis tarifvertraglicher Regelungen nicht mehr entsprechen. So wurde seit Mitte der 70er Jahre nicht nur die Teilzeitarbeit an sich ausgeweitet, sondern vor allem auch jene Formen von Teilzeitbeschäftigung, die unterhalb der Arbeitslosen- und Sozialversicherungsgrenze liegen. Erheblich zugenommen haben auch die Befristungen von Arbeitsverhältnissen. Auch werden Arbeitnehmer immer häufiger in der Form von Leiharbeit - ob in ihren legalen oder illegalen Formen - und von Scheinselbständigkeit beschäftigt. Offenbar nutzen die Unternehmen die Situation der Massenarbeitslosigkeit, um den Einsatz von Arbeitskräften zu verbilligen und flexibler zu gestalten. Sie umgehen damit vielfach rechtliche und tarifliche Regelungen, die auf die Absicherung der Arbeitnehmer ausgerichtet sind. Gleichzeitig werden die geltenden normativen Standards für Beschäftigungsverhältnisse selbst immer weiter eingeschränkt, wie etwa durch das Beschäftigungsförderungsgesetz. Zu den "abweichenden" Beschäftigungsformen zählen auch die befristeten Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse, die von öffentlichen Institutionen eingerichtet und finanziert werden, um die Arbeitsmarktchancen von Arbeitslosen zu steigern. Auch gewinnen Arbeitsverhältnisse im Sektor der Alternativökonomie immer mehr an Bedeutung. Auf diese Weise bildet sich auf dem Arbeitsmarkt immer stärker eine Dreiteilung heraus: zwischen den Dauerbeschäftigten und den Arbeitslosen weitet sich eine "Grauzone des Arbeitsmarkts" immer mehr aus, in der die Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer minderen Rechts sind und ihre Reproduktionsbedingungen und Lebensperspektiven erheblich von denen anderer Arbeitnehmer abweichen; auch werden ihre Belange vielfach von der kollektiven Interessenvertretung nicht angemessen wahrgenommen." (Textauszug, IAB-Doku)
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