Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
-
Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
-
Literaturhinweis
Qualitative Befunde zur Lebenssituation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg: Bildungszugang - Arbeit - Gesundheit (2009)
Mitrovic, Emilija;Zitatform
Mitrovic, Emilija (2009): Qualitative Befunde zur Lebenssituation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg. Bildungszugang - Arbeit - Gesundheit. In: Diakonisches Werk Hamburg, Fachbereich Migration und Existenzsicherung (Hrsg.) (2009): Leben ohne Papiere : eine empirische Studie zur Lebenssituation von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg, S. 134-213.
Abstract
"Im Zentrum des Beitrages steht die Analyse der qualitativen Aspekte eines Lebens ohne Papiere. Untersucht werden die spezifischen Problemlagen in den Bereichen Gesundheit und Gesundheitsversorgung, Bildung/Schule/Kitas, Arbeit, Wohnen sowie geschlechtsspezifische Ausformungen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Betrachtungen auf den Themen Bildung, Gesundheit und Arbeit." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das gesamte Heft. -
Literaturhinweis
Unbegleitete minderjährige Migranten in Deutschland: Aufnahme, Rückkehr und Integration. Studie II/2008 im Rahmen des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN) (2009)
Parusel, Bernd;Zitatform
Parusel, Bernd (2009): Unbegleitete minderjährige Migranten in Deutschland. Aufnahme, Rückkehr und Integration. Studie II/2008 im Rahmen des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN). (Forschungsgruppe des Bundesamtes. Working paper 26), Nürnberg, 81 S.
Abstract
"Das Working Paper bietet einen systematischen Überblick zu minderjährigen Flüchtlingen, ihrer Einreise und dem Aufenthalt in Deutschland. Es werden die wesentlichen dabei zum Einsatz kommenden Praktiken und Verfahren geschildert. Vielfach gelten hier andere Anforderungen als bei Erwachsenen, da Kinder gemäß nationaler und internationaler Vorschriften besonders schutzbedürftig sind. Unbegleitete Minderjährige kommen nach Deutschland, da sie vor Kriegshandlungen, Menschenrechtsverletzungen oder wirtschaftlicher Not fliehen und Schutz bzw. bessere Lebensumstände suchen. Manche verlieren aufgrund von Kriegen ihre Angehörigen, andere werden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt, wieder andere werden von ihren Familien nach Europa geschickt. Die vorliegende Studie soll dazu beitragen, die Erkenntnislage hinsichtlich des Umgangs mit unbegleiteten Minderjährigen in den EU-Mitgliedstaaten zu verbessern, etwaige Probleme zu identifizieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Das konstitutionelle Asylrecht in Deutschland: ein Nachruf (2009)
Zitatform
Tiedemann, Paul (2009): Das konstitutionelle Asylrecht in Deutschland. Ein Nachruf. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 29, H. 5/6, S. 161-167.
Abstract
"Spätestens mit Inkrafttreten der so genannten Qualifikationsrichtlinie und der damit verbundenen Vergemeinschaftung des materiellen Flüchtlingsrechts hat das verfassungsrechtliche Asylrecht (Art. 16a GG) in Deutschland jegliche Funktion verloren. Der Aufsatz zeichnet noch einmal die wechselvolle Geschichte des Grundrechts und sein Verhältnis zur Genfer Flüchtlingskonvention nach und plädiert dafür, die Auffassung aufzugeben, dass dem Asylgrundrecht ein vom Völker- und Gemeinschaftsrecht unabhängiger eigenständiger Regelungsgehalt zukomme. Die Ausdifferenzierung zwischen der Anerkennung der Asylberechtigung und der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (§ 31 II AsylVfG) ist heute gänzlich dysfunktional und führt nur zu einer unnötigen Verkomplizierung des materiellen Flüchtlingsrechts. Dem sollte durch ein wesentlich verschlanktes Asylgesetz abgeholfen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Understanding integration: a conceptual framework (2008)
Zitatform
Ager, Alastair & Alison Strang (2008): Understanding integration. A conceptual framework. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 21, H. 2, S. 166-191. DOI:10.1093/jrs/fen016
Abstract
"Integration has become both a key policy objective related to the resettlement of refugees and other migrants, and a matter of significant public discussion. Coherent policy development and productive public debate are, however, both threatened by the fact that the concept of integration is used with widely differing meanings. Based on review of attempted definitions of the term, related literature and primary fieldwork in settings of refugee settlement in the UK, the paper identifies elements central to perceptions of what constitutes 'successful' integration. Key domains of integration are proposed related to four overall themes: achievement and access across the sectors of employment, housing, education and health; assumptions and practice regarding citizenship and rights; processes of social connection within and between groups within the community; and structural barriers to such connection related to language, culture and the local environment. A framework linking these domains is presented as a tool to foster debate and definition regarding normative conceptions of integration in resettlement settings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
"Deutschland ist nicht mehr so zu, ist bisschen auf": Ergebnisse der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "Selbsthilfe, Arbeitsmarktzugang und Gesundheit von Asylsuchenden" (SAGA) aus Sicht der Evaluation (2008)
Groß, Verena;Zitatform
Groß, Verena (2008): "Deutschland ist nicht mehr so zu, ist bisschen auf". Ergebnisse der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "Selbsthilfe, Arbeitsmarktzugang und Gesundheit von Asylsuchenden" (SAGA) aus Sicht der Evaluation. Osnabrück, 114 S.
Abstract
"Der vorliegende Evaluationsbericht bildet eine abschließende Gesamtbewertung und Dokumentation der Entwicklungspartnerschaft 'Selbsthilfe, Arbeitsmarkt und Gesundheit von Asylsuchenden' (SAGA). Entwicklungspartnerschaften sind Projektverbünde, deren Arbeit durch die EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL in zwei Förderperioden von 2002-2007 von der Europäischen Union finanziell unterstützt wurde." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die ignorierte Elite: zur prekären Lage hochqualifizierter Einwanderer und der Entwicklung von Studienangeboten zu ihrer beruflichen Integration (2008)
Meinhard, Rolf;Zitatform
Meinhard, Rolf (2008): Die ignorierte Elite. Zur prekären Lage hochqualifizierter Einwanderer und der Entwicklung von Studienangeboten zu ihrer beruflichen Integration. In: D. Lange (Hrsg.) (2008): Migration und Bürgerbewusstsein : Perspektiven politischer Bildung in Europa (Bürgerbewusstsein, Bd. 1), S. 217-228.
Abstract
Der Verfasser beschreibt die prekäre Lage hochqualifizierter Einwanderer und die Entwicklung von Studienangeboten zu ihrer beruflichen Integration. Unbeachtet von Öffentlichkeit und Wissenschaft sind seit Beginn der 1990er Jahre viele Menschen mit hohen Qualifikationen nach Deutschland eingewandert. Obwohl sie auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden, wird ihre akademische Ausbildung nicht anerkannt. Es wird ein spezifischer Studiengang vorgestellt, der für diese Einwanderergruppe konzipiert worden ist. Es handelt sich um das 2004 eröffnete einjährige Kontaktstudienangebot für eingewanderte Flüchtlinge aus den Bereichen der pädagogischen oder sozialen Berufen unter dem Titel "Interkulturelle Kompetenz in pädagogischen Arbeitsfeldern". Dieses Modellprojekt orientierte sich an den Ressourcen der TeilnehmerInnen. Der erste Studiengang, der mit einem Zertifikat endete, hat die Chancen auf einen angemessenen Arbeitsplatz für die Absolventinnen und Absolventen signifikant verbessert: Wie in einer Begleituntersuchung ermittelt wurde, haben über 70% der Studierenden nach Abschluss des Kontaktstudienganges eine entsprechende Beschäftigung gefunden. Ein zweiter Studiendurchgang ergab ähnlich hohe Erfolgsquoten und führte zu dem Entschluss der Universität Oldenburg, einen weiterbildenden BA-Studiengang "Interkulturelle Bildung und Beratung" ab dem Wintersemester 2006 anzubieten. Es wird argumentiert, dass Deutschland auch in Zukunft die Einwanderung hochqualifizierter Menschen benötigt. Langsam setzt sich aber offensichtlich die Einsicht durch, dass wir Immigranten mit hohen Kompetenzen in der Wissensgesellschaft dringend brauchen und ihre Ressourcen nicht weiter verschleudert werden dürfen. Wie die ersten Ergebnisse der Oldenburger Studienangebote zeigen, ist die erfolgreiche akademische Weiterbildung dieser Menschen zur Integration in den Arbeitsmarkt relativ schnell und kostengünstig zu bewerkstelligen und kann zu einer echten Win-win-Situation führen. (Gesis)
-
Literaturhinweis
Career development concerns of recent immigrants and refugees (2008)
Zitatform
Yakushko, Oksana, Autumn Backhaus, Megan Watson, Katherine Ngaruiya & Jaime Gonzalez (2008): Career development concerns of recent immigrants and refugees. In: Journal of Career Development, Jg. 34, H. 4, S. 362-396. DOI:10.1177/0894845308316292
Abstract
"The number of recent immigrants and refugees in the United States is growing dramatically. Among key reasons for migration is search for adequate employment and hope for opportunities to develop occupationally. However, recent immigrants and refugees face multiple obstacles in their career development in the United States. This article uses social cognitive career theory to examine the role of relocation circumstances, stressors of migration, acculturation patterns, and oppression on the career development and employment functioning of recent immigrants and refugees. Specific suggestions for career counselors working with this population are provided." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
"In der Warteschleife" - Analysen zur Beschäftigungsfähigkeit Asylsuchender und geduldeter MigrantInnen: Forschungsergebnisse des Teilprojekts "ABA" - Analyse der Beschäftigungsfähigkeit Asylsuchender - im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "SAGA" - Selbsthilfe, Arbeitsmarktzugang und Gesundheit von Asylsuchenden (2007)
Zitatform
Behrensen, Birgit (2007): "In der Warteschleife" - Analysen zur Beschäftigungsfähigkeit Asylsuchender und geduldeter MigrantInnen. Forschungsergebnisse des Teilprojekts "ABA" - Analyse der Beschäftigungsfähigkeit Asylsuchender - im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "SAGA" - Selbsthilfe, Arbeitsmarktzugang und Gesundheit von Asylsuchenden. Osnabrück, 75 S.
Abstract
"Die Studie präsentiert Antworten auf die Frage, was unter den derzeit gegebenen Bedingungen dem Erhalt und Ausbau der Beschäftigungsfähigkeit von Asylsuchenden und geduldeten MigrantInnen dient. Dabei werden vor allem vier Dimensionen in den Blick genommen:
- die Dimension des Beschäftigungszugangs inklusive der Hürden für die Zielgruppe und der Einschätzungen wichtiger Akteure zu den Schwierigkeiten,
- die Dimension der unsicheren Zukunftsperspektiven, wobei sowohl die fehlende Perspektive in Deutschland als auch die unsichere Perspektive bei einer potentiellen Rückkehr einbezogen werden,
- die Dimension der potentiellen Unterstützungsfaktoren für den Erhalt und Ausbau von Beschäftigungsfähigkeit, die trotz der Schwierigkeiten und unsicheren Zukunftsperspektiven vielversprechend sind,
- und schließlich die Dimension der Ungleichheitsebene Gender, die für die Minderheitengruppe Asylsuchender und geduldeter MigrantInnen eine andere Bedeutung hat als für die Mehrheitsbevölkerung, weil Gender mit anderen Ungleichheitsebenen verwoben ist, von denen Asylsuchende und geduldete MigrantInnen betroffen sind.
Nicht nur die Sichtweisen beruflicher ExpertInnen, sondern auch die Einschätzungen und Erfahrungen betroffener Asylsuchender und geduldeter MigrantInnen stehen im Mittelpunkt bei der Suche nach Aspekten, die die Beschäftigungsfähigkeit Asylsuchender und geduldeter MigrantInnen beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeit, Bildung und Gesundheit für Asylsuchende und geduldete MigrantInnen: Abschlussdokumentation der EQUAL-Projektverbünde SPuK und SAGA (2007)
Loos, Karin; Grehl-Schmitt, Norbert; Weber, Kai; Boubaris, Tino;Zitatform
(2007): Arbeit, Bildung und Gesundheit für Asylsuchende und geduldete MigrantInnen. Abschlussdokumentation der EQUAL-Projektverbünde SPuK und SAGA. Osnabrück, 32 S.
Abstract
"Mit der Gemeinschaftsinitiative EQUAL haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beschlossen, neue Ideen und Modelle zu entwickeln, um bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt abzubauen. Erstmals wurden auch Asylsuchende und geduldete MigrantInnen in ein solches Programm einbezogen. Die Projektverbünde SPuK und SAGA haben Strukturverbesserungen im Arbeitsmarktzugang und in der Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden und geduldeten MigrantInnen erreicht. SPuK steht dabei für 'Sprache und Kultur im Gesundheitswesen' und SAGA für 'Selbsthilfe - Arbeitsmarktzugang und Gesundheit von Asylsuchenden'. Ziel beider Projektverbünde war es, einer Destabilisierung der Asylsuchenden und geduldeten MigrantInnen entgegenzuwirken, Potenziale zu fördern und nutzbar zu machen, sowie Integrations- und Reintegrationschancen zu erhöhen. Diese Dokumentation gibt Handlungsempfehlungen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Jugend in transnationalen Räumen: Bildungslaufbahnen von Migrantenjugendlichen mit unterschiedlichem Rechtstatus (2007)
Zitatform
Niedrig, Heike & Sara Fürstenau (2007): Jugend in transnationalen Räumen. Bildungslaufbahnen von Migrantenjugendlichen mit unterschiedlichem Rechtstatus. In: T. Geisen & C. Riegel (Hrsg.) (2007): Jugend, Partizipation und Migration : Orientierungen im Kontext von Integration und Ausgrenzung, S. 240-259. DOI:10.1007/978-3-531-91663-7_12
Abstract
In dem Beitrag geht es um die Bildungslaufbahnen und Zukunftsorientierungen von Jugendlichen im Kontext transnationaler Migration. Insbesondere wird der Einfluss der politisch-legalen Rahmenbedingungen der Migration auf die sozialen Chancen der ausländischen Jugendlichen anhand von zwei Forschungsprojekten untersucht. In der ersten Studie mit Jugendlichen portugiesischer Herkunft ging es um die Frage, unter welchen Umständen die aus familialer Praxis mitgebrachten sprachlich-kulturellen Kompetenzen Zugewanderter an Marktwert gewinnen. Hierzu wurden Interviews mit 27 bildungserfolgreichen Jugendlichen geführt. In der zweiten Studie ging es um die Bildungslaufbahnen von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aus Afrika. Hierzu wurden Interviews mit 76 Flüchtlingsjugendlichen geführt. Aus jeder Untersuchung werden exemplarisch zwei Jugendliche vorgestellt. 'Bei den Jugendlichen portugiesischer Herkunft lässt sich eine transnationale Bildungs-, Berufs- und Zukunftsorientierung deutlich beobachten (...). Die Normalität grenzüberschreitender Lebensplanung erfahren diese Jugendlichen von klein an im Rahmen ihrer transnationalen verwandtschaftlichen Netzwerke, die in dieser Hinsicht eine wichtige Sozialisationsfunktion erfüllen.' Bei den afrikanischen Flüchtlingsjugendlichen führen die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen zu einer transnationalen Orientierung. 'So zwingt beispielsweise die Abschiebeandrohung die Jugendlichen zu einer Bildungs- und Berufsplanung, die auch außerhalb Deutschlands Chancen eröffnet, sowie zu einer fortgesetzten Bereitschaft zu Mobilität.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Dequalifikation von anerkannten Flüchtlingen auf dem oberösterreichischen Arbeitsmarkt, mit einem Beispiel eines möglichen Lösungsweges anhand von Schweden (2007)
Scheiber, Gudrun;Zitatform
Scheiber, Gudrun (2007): Dequalifikation von anerkannten Flüchtlingen auf dem oberösterreichischen Arbeitsmarkt, mit einem Beispiel eines möglichen Lösungsweges anhand von Schweden. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 30, H. 2, S. 153-166.
Abstract
"Menschen mit migrantischem Hintergrund bringen oft genug berufliche Kompetenzen mit nach Österreich, die allerdings hier brachliegen. Anerkannte Flüchtlinge haben gegenüber anderen MigrantInnen den Vorteil, dass sie keine Arbeitserlaubnis und Ähnliches brauchen, um auf dem heimischen Arbeitsmarkt einer Beschäftigung nachgehen zu können. Dennoch sind auch sie von Dequalifizierung betroffen. Welche Ausbildungen und Berufe die Flüchtlinge mitbringen und in welchen beruflichen Positionen sie in Österreich eingesetzt werden, ob ihre Ausbildungen in Österreich anerkannt sind und ob sie sich auf dem österreichischen Arbeitsmarkt diskriminiert fühlen und nach weiteren Ursachen einer möglichen Dequalifizierung wurde in dieser Untersuchung gefragt. Auch wurden mögliche Lösungswege beschrieben und anhand eines Beispieles aus Schweden ein möglicher, gangbarer Weg zur Behebung der Probleme der Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Weiterbildung hochqualifizierter Einwanderer: Evaluierung des Oldenburger Kontaktstudiums (2007)
Scheumann, Inga;Zitatform
Scheumann, Inga (2007): Die Weiterbildung hochqualifizierter Einwanderer. Evaluierung des Oldenburger Kontaktstudiums. (Schriftenreihe des Interdisziplinären Zentrums für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen 29), Oldenburg: BIS-Verlag, 212 S.
Abstract
"Bei der Debatte um Zuwanderung blieb weitgehend die Tatsache ausgeblendet, dass auch schon zu Beginn der 2000er Jahre viele hochqualifizierte Menschen im Lande lebten - vor allem jüdische Kontingentflüchtlinge und anerkannte Asylbewerber. Eine Studie der Universität Oldenburg ergab, dass trotz unbefristeten Aufenthaltsstatus und trotz der sehr guten Qualifikationen 66% der Befragten arbeitslos waren; 18% von ihnen stammten aus pädagogischen und sozialen Berufen. Daraufhin wurde ein erster Kontaktstudiengang speziell für die Gruppe der hochqualifizierten Einwanderer mit pädagogischer Grundausbildung von der Universität Oldenburg entwickelt und seit dem Jahr 2004 angeboten. Die hier vorgelegte Arbeit verfolgt die Implementation des ersten Durchgangs des Oldenburger Kontaktstudiums für hochqualifizierte Flüchtlinge und stellt die Ergebnisse der Begleitforschung ausführlich vor. Auf der Grundlage einer emmpirischen Erhebung unter den Teilnehmenden und Experten wird das Konzept der Weiterbildungsmaßnahme einer kritischen Analyse unterzogen und konkrete Vorschläge zur Optimierung zukünftiger Studienangebote entwickelt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung haben bei der Weiterentwicklung des Kontakstudiums zu einem europaweit ersten weiterbildenden Bachelor-Studiengang 'Interkulturelle Bildung und Beratung' an der Universität Oldenburg einen wesentlichen Beitrag geleistet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flucht - Bildung - Arbeit: Fallstudien zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen (2007)
Zitatform
Schroeder, Joachim & Louis Henri Seukwa (2007): Flucht - Bildung - Arbeit. Fallstudien zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen. Karlsruhe: Von Loeper Literaturverlag, 296 S.
Abstract
"Asylsuchende und Geduldete unterliegen in Deutschland vielfältigen Ausgrenzungen im Zugang zu Bildung, beruflicher Qualifizierung und zum Arbeitsmarkt. Eine bedeutsame politische Entwicklung hatte die Europäische Union mit der Gemeinschaftsinitiative EQUAL in Gang gesetzt, denn nun gibt es erstmalig ein bildungs- und beschäftigungspolitisches Instrumentarium zur schulischen und beruflichen Förderung von Flüchtlingen ohne einen gesicherten Aufenthaltsstatus. Am Beispiel eines Hamburger Kooperationsverbundes werden an Fallstudien die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer 'passgenauen' beruflichen Förderung von Flüchtlingen untersucht sowie Handlungsempfehlungen für die Flüchtlingsarbeit und die Wirtschaft, für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik abgeleitet. Die in den Studien diskutierten Problemstellungen sind jedoch nicht nur für den lokalen Kontext von Bedeutung, sondern es lassen sich daran für Deutschland und die Europäische Union relevante Erkenntnisse darstellen. Der vorliegende Band prüft die Umsetzung der EU Richtlinien für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Deutschland und formuliert bildungspolitische Forderungen, die verschiedene Muster der Flucht - Rückkehr, Verbleib, Weiterwanderung - berücksichtigen. Das verbindende Anliegen ist es, eine die Rechte auf Bildung, Qualifizierung und Arbeit respektierende und befördernde Flüchtlingspolitik in einer konsequent transnationalen Perspektive zu entfalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The aspiration and access to higher education of teenage refugees in the UK (2007)
Zitatform
Stevenson, Jacqueline & John Willott (2007): The aspiration and access to higher education of teenage refugees in the UK. In: Compare, Jg. 37, H. 5, S. 671-687. DOI:10.1080/03057920701582624
Abstract
"Refugee young people are an educationally diverse group. However, unlike groups such as Gypsy/Roma and Travellers, in the UK they do not attract targeted educational funding. In addition, neither the UK integration or refugee educational strategies nor the Higher Education Funding Council for England's strategic plan refer to higher education as a progression route for young refugees, as distinct from other minority ethnic young people. Our research with young refugees has shown that many have specific issues affecting their educational achievements, including interrupted education, experience of trauma, concerns about status and English language difficulties. Our findings also show that that despite these multiple disadvantages many view higher education as a route out of poverty and discrimination and are highly aspirational and motivated. We argue that homogenizing the support needs of young refugees along with those of other minority ethnic students is both inappropriate and insufficient and the continued failure to focus on them as a specific widening participation group will perpetuate their continued absence from the UK higher education system." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Potentieel en realisatie van ondernemerschap bij vluchtelingen (2007)
Zitatform
Wauters, Bram & Johan Lambrecht (2007): Potentieel en realisatie van ondernemerschap bij vluchtelingen. In: Tijdschrift voor economie en management, Jg. LII, H. 1, S. 37-63.
Abstract
"The integration of refugees in Western societies is often perceived as problematic. By promoting refugee entrepreneurship, both their integration in society can be aided and domestic entrepreneurship can be boosted. Refugee entrepreneurship has been an underdeveloped domain of scientific research though. Most of the time, scholarly attention was devoted to ethnic entrepreneurship or to the employment positions in general of refugees. Also policy attention has been limited. There clearly exists a potential for refugee entrepreneurship in Belgium, but this is too seldom realized in practice. Male refugees who have been selfemployed in the past and whose family is active as an entrepreneur, have a higher appetite for entrepreneurship. We also found that refugee entrepreneurs earn less than other entrepreneurs. This income difference can be found in each sector.than other entrepreneurs. This income difference can be found in each sector." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Employment effects of spatial dispersal of refugees (2006)
Zitatform
Damm, Anna Piil & Michael Rosholm (2006): Employment effects of spatial dispersal of refugees. (CReAM discussion paper 2006,05), London, 42 S.; 492 KB.
Abstract
"We argue that spatial dispersal influences labour market assimilation of refugees through two mechanisms: first, the local job offer arrival rate and, second, place utility. Our partial search model with simultaneous job and residential location search predicts that the reservation wage for local jobs decreases with place utility. We argue that spatial dispersal decreases average place utility of refugees which decreases the transition rate into first job due to large local reservation wages. We investigate both mechanisms empirically and test the predictions of the theoretical model by evaluating the employment effects of the Danish spatial dispersal policy carried out 1986-1998." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Der Habitus der Überlebenskunst: Zum Verhältnis von Kompetenz und Migration im Spiegel von Flüchtlingsbiographien (2006)
Seukwa, Louis Henri;Zitatform
Seukwa, Louis Henri (2006): Der Habitus der Überlebenskunst. Zum Verhältnis von Kompetenz und Migration im Spiegel von Flüchtlingsbiographien. (Bildung in Umbruchsgesellschaften 5), Münster: Waxmann, 278 S.
Abstract
"In diesem Buch werden die Flüchtlings- und die Bildungsforschung miteinander verknüpft und eine bislang eher selten gewählte Beobachtungsperspektive eingenommen, theoretisch reflektiert und empirisch untersucht: In der Forschung zu Flüchtlingen sind Bildungsfragen der Analyse von psycho-sozialen Fluchtfolgen und dramatischen Lebenssituationen zumeist nachgeordnet; in der Bildungsforschung, zumal der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft, sind die Lernbedürfnisse und Bildungsverläufe von Flüchtlingen sowie die Reaktion der Bildungsinstitutionen auf Flucht als einen spezifischen Typus von Migration kaum thematisiert. Die theoretischen und empirischen Untersuchungen zu den Kompetenzen in Hamburg lebender junger Flüchtlinge aus Afrika greifen die im dritten Band der Reihe "Bildung in Umbruchsgesellschaften" vorgestellten Ergebnisse eines Forschungsprojekts auf und vertiefen sie. Der Autor befasst sich mit der Fragestellung, wie es Menschen trotz widrigster Lebensbedingungen und in schwierigen Lebenssituationen dennoch gelingt, ihre individuellen Potenziale zu entfalten, subjektive Strategien der Bewältigung zu entwickeln und Kompetenzen zu erwerben. Im Rahmen eines struktur- und handlungstheoretischen Ansatzes wird in der Beantwortung dieser Frage die vorherrschende, psychologisch orientierte Untersuchung individuellen Bewältigungshandelns (Coping) zu einer gesellschaftstheoretischen Sichtweise erweitert und nachgewiesen, dass der Kompetenzerwerb primär im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen sozialer Ausschließung erfolgt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Waxmann)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Bericht zur Evaluierung des Gesetzes zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwanderungsgesetz) (2006)
Abstract
Der Evaluierungsbericht zieht eine erste Bilanz des Zuwanderungsgesetzes eineinhalb Jahre nach seinem Inkrafttreten am 01.01.2005. Im Einzelnen betrachtet werden 1. die Regelungen zu Arbeitsmigration und Bildungsmigration, 2. die Änderungen des Asyl- und Asylverfahrensrechts und Regelungen zu humanitären Aufenthalten, Bleiberechtsregelungen und Illegalen, 3. Regelungen zum Familiennachzug, 4. Regelungen zur sozialen Integration der Ausländer, 5. Regelungen zur freiwilligen und zwangsweisen Aufenthaltsbeendigung ausreisepflichtiger Personen, 6. sicherheitsrelevanten Normen des Zuwanderungsgesetzes, die die innere Sicherheit und die Terrorismusbekämpfung betreffen, 7. die Umstrukturierung des Aufenthaltsgesetzes, insbesondere die Reduzierung der Aufenthaltstitel, 8. das Freizügigkeitsgesetz/EU, welches das Aufenthaltsrecht der Unionsbürger regelt, 9. die Regelungen im Asylbewerberleistungsgesetz, 10. Regelungen für Spätaussiedler und Neuregelungen zum Vertriebenenrecht sowie 11. die Regelungen des Staatsangehörigkeitsrechts. Grundsätzlich wird das Zuwanderungsgesetz als erfolgreich eingeschätzt. 'Die mit dem Zuwanderungsgesetz verfolgten Ziele wurden, soweit es gesetzgeberisch möglich ist, erreicht. Nur punktuell besteht Optimierungsbedarf.' Auch die Neuordnung des Zuwanderungsgesetzes im Bereichs Erwerbstätigkeit wird positiv bewertet: 'Die neuen Regelungen zur Arbeitsmigration und zum neuen Verfahren, bei dem die Ausländerbehörden allein und mit einem einzigen Verwaltungsakt entscheiden (sogenanntes One-stop-Government), haben sich bewährt' und 'die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsagenturen und den Ausländerbehörden verläuft nach Anfangsschwierigkeiten grundsätzlich gut.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Undocumented immigration and host-country welfare: competition across segmented labor markets (2005)
Zitatform
Carter, Thomas J. (2005): Undocumented immigration and host-country welfare. Competition across segmented labor markets. In: Journal of regional science, Jg. 45, H. 4, S. 777-795.
Abstract
"In this paper's model, undocumented workers are endogenously sorted into secondary labor markets. When further illegal immigration occurs, some new migrants follow their fellows into already migrant-dominated jobs, lowering migrant wages and raising real incomes of host-country labor and capital. Some submarkets switch from employing legal workers to employing migrants, lowering demand for and wages of legal workers. Undocumented immigration is Pareto-improving when enforcement reserves primary-sector jobs for legal workers. Pareto-dominant policies target the number of migrant-dominated submarkets, not the number of migrants. This appears consistent with U.S. enforcement practices. The effects of deportations, employer sanctions, and amnesties are explored." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Immigrant performance and selective immigration policy: a European perspective (2005)
Zitatform
Constant, Amelie & Klaus F. Zimmermann (2005): Immigrant performance and selective immigration policy. A European perspective. (IZA discussion paper 1715), Bonn, 29 S.
Abstract
"The European Union aims at a stronger participation by its population in work to foster growth and welfare. There are concerns about the attachment of immigrants to the labour force, and discussions about the necessary policy responses. Integrated labour and migration policies are needed. The employment chances of the low-skilled are limited. Whereas Europe could benefit from a substantive immigration policy that imposes selection criteria that are more in line with economic needs, the substantial immigration into the European Union follows largely non-economic motives. This paper discusses the economic rationale of a selective immigration policy and provides empirical evidence about the adverse effects of current selection mechanisms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
- Literatur und Forschung aus dem IAB
-
Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
