Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
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Literaturhinweis
The relationship between motivational processes and career exploration (1988)
Zitatform
Blustein, David L. (1988): The relationship between motivational processes and career exploration. In: Journal of vocational behavior, Jg. 32, H. 3, S. 345-357. DOI:10.1016/0001-8791(88)90025-5
Abstract
In diesem Beitrag geht es um die Untersuchung des theoretischen und empirischen Zusammenhangs zwischen Motivationsprozessen und Einstellungen und Verhalten bei der Berufswahlentscheidung. Dazu werden aus der Analyse der relevanten Motivations- und Berufsentwicklungsliteratur zwei Meßgrößen - eine für Motivationsorientierungen und eine multidimensionale für Berufswahlaktivitäten und -einstellungen - abgeleitet und an 154 Studenten überprüft. Die Ergebnisse des Tests deuten darauf hin, daß Selbstbestimmtheit und Fremdbestimmtheit, die - wie bekannt - mit intrinsischer und extrinsischer Motivation zusammenhängen, positiv mit dem Selbstkonzept und dem Vertrauen in das Instrumentarium der Entscheidungsfindung korrelieren. Die Ergebnisse werden in Bezug gesetzt zur Berufswahltheorie und -forschung und werden auf die Rolle von Motivationsprozessen im Berufsverlauf umgesetzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Decision-making styles and vocational maturity: an alternative perspective (1987)
Zitatform
Blustein, David L. (1987): Decision-making styles and vocational maturity. An alternative perspective. In: Journal of vocational behavior, Jg. 30, H. 1, S. 61-70. DOI:10.1016/0001-8791(87)90026-1
Abstract
Bis vor kurzem wurde von Berufspsychologen die Meinung vertreten, ein rationaler Entscheidungsstil sei zentrales Element einer effektiven Berufs- und Karriereplanung. Empirische Studien konnten diese Hypothese aber nicht durchgängig belegen. Ganz im Gegenteil, die Zweckdienlichkeit eines rationalen Entscheidungsverhaltens (im Unterschied zu intuitiven und abhängigen Entscheidungen) ließ sich durch Forschungsergebnisse nicht mehr eindeutig belegen. Vor diesem Hintergrund wurden in der in diesem Beitrag beschriebenen Studie die Zusammenhänge zwischen persönlichem Entscheidungsstil und beruflicher Autonomie/Reife als weitere unabhängige Variable untersucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Wunschberuf, Berufsstart und Arbeitslosigkeit: objektive Setzung und subjektiver Sinn im Prozeß der Jugend (1987)
Friebel, Harry;Zitatform
Friebel, Harry (1987): Wunschberuf, Berufsstart und Arbeitslosigkeit. Objektive Setzung und subjektiver Sinn im Prozeß der Jugend. In: Soziale Welt, Jg. 38, H. 3, S. 350-364.
Abstract
Auf der empirischen Grundlage einer Längsschnittuntersuchung mit Hamburger Entlaßschülern wird der Zusammenhang von objektiver Setzung und subjektivem Sinn im Prozeß Jugend beim Übergang von der Schule in den Beruf untersucht. Von 1979-1986 wurden vier Befragungswellen mit standardisierten Fragebögen und mit themenzentrierten Intensivinterviews sowie Gruppendiskussionen durchgeführt. In dem Artikel werden zunächst die Berufswünsche der Jugendlichen beim Eintritt in die Arbeitswelt dargestellt. Diese Befunde werden durch die Dokumentation der objektiven Prozessierung von beruflicher Qualifikation, beruflicher Verwertung und Arbeitslosigkeit im Prozeß Jugend anhand einer Zeitreihenanalyse ergänzt. Im dritten Schritt rekonstruiert der Autor die Biographien der jungen Leute. Er polarisiert clusteranalytisch verschiedene Biographien, um die Wahrscheinlichkeit stabiler oder instabiler Arbeitsmarktkarrieren kennzeichnen zu können. Im letzten Schritt kehrt der Autor zum ersten Schritt zurück: auf das, was das Subjekt will. Er fragt, ob das "Wollen" (der subjektive Sinn) im Zusammenhang mit dem "Sollen" (der objektiven Chancenstruktur) steht. Diese Frage wird am Beispiel der Wunschberufsprofile diskutiert. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufswahlfreiheit und Kultur: Grundlegung einer kulturtheoretisch orientierten Berufswahlforschung (1986)
Mueller, H. Dieter;Zitatform
Mueller, H. Dieter (1986): Berufswahlfreiheit und Kultur. Grundlegung einer kulturtheoretisch orientierten Berufswahlforschung. (Reihe Wissenschaft), München: Profil Verlag, 276 S., Anhang.
Abstract
Die Arbeit versteht sich "als eine Grundlegung zu einer interdisziplinären und gemeinsamen Forschungs- und Gestaltungsarbeit. Sie intendiert
- zum einen eine Neuinterpretation des "Problems der Berufswahl" i.S. eines kulturellen Integrationsproblems und
- zum anderen durch einen Bezugsrahmen und ein kulturtheoretisches Interpretationskonzept einen Beitrag zur Integration des Wissens- und Erkenntnisprozesses der Berufswahlforschung.
Im Mittelpunkt steht die kulturelle Bedeutung und die Realisierungsproblematik der freien Wahl eines Berufes sowie Ausbildungs- und Arbeitsplatzes innerhalb einer "auf kapitalistischer Basis ruhenden Kultur" (Max Weber). Hierbei wird versucht die "stillgestellte Dynamik" (Th.W. Adorno) in diesem sozialen Phänomen und den sozialhistorischen Prozeß seiner "Entkultivierung" und Erstarrung in der gesellschaftlichen Organisationspraxis aufzuzeigen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Berufswahl und berufliche Interessen (1985)
Allehoff, Wolfgang H.;Zitatform
Allehoff, Wolfgang H. (1985): Berufswahl und berufliche Interessen. Göttingen u.a.: Verlag für Psychologie Hogrefe, 177 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund eines systemtheoretischen Ansatzes wird der Einfluß von Schicht-, Schul- und individuellen Variablen (unter besonderer Akzentuierung der beruflichen Interessen und Werthaltungen) auf die erste Berufswahl untersucht. Die Analyse bezieht sich auf Daten von über 6000 Schülern aus 252 Klassen von Haupt-, Realschulen und Gymnasien einer bundesweiten Datenerhebung. Die Ergebnisse werden mit einem Kreuzvalidierungsansatz und einer Follow-up-Studie abgesichert. Neben herkömmlichen multivariaten Analysen einzelner Themenblöcke wird als besonders gegenstandsbezogene Methode das LISREL-Verfahren angewandt, wobei eine Diskussion der Modellimplikationen dieses komplexen Verfahrens versucht wird. Aber auch praktisch unmittelbar nutzbare Einzelergebnisse, wie z.B. die Konstruktvalidierung des BIT.II, werden dargelegt. Vor dem Hintergrund der propagierten systemtheoretischen Betrachtungsweise wird die erste Berufswahl als Einstieg in einen lebenslangen Berufswahlprozeß verstanden, bei dem die jeweils aktuell ausgeübten Berufe, seriell betrachtet, als Subsysteme eines Gesamtberufssystems begriffen werden können. Für dieses Gesamtberufssystem wird eine Analyse sowohl unter soziologischem als auch unter psychologischem Aspekt vorgeschlagen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufswahl als Problemlöse-Prozess (1985)
Gutscher, Heinz;Zitatform
Gutscher, Heinz (1985): Berufswahl als Problemlöse-Prozess. In: Berufsberatung und Berufsbildung, Jg. 70, H. 5, S. 246-254.
Abstract
Der Autor setzt sich mit folgenden Thesen auseinander:
1. Berufswahlen sind komplexe, instabile und dynamische Problemsituationen, die rational nicht 'gelöst' werden können.
2. In Entscheidungssituationen unüberblickbarer Komplexität und Dynamik kann es angemessen und 'rational' sein, weniger Zeit in die Analyse bzw. Informationsverarbeitung zu investieren und früher zu handeln.
3. Das Entscheidungsverhalten von Berufswählern kann verbessert werden, wenn sie von verschiedenen 'eingebildeten' oder tatsächlich Ansprüchen an ihr Entscheidungsverhalten entlastet werden.
4. Eine Analyse der Bedingungen, denen Entscheidungsprobleme genügen müssen, um den Einsatz solcher 'früher' Handlungsstrategien zu ermöglichen, zeigt, daß Berufswahlen als Probleme mindestens teilweise entsprechend solchen Bedingungen 'umgestaltet' werden können.
5. Dabei besteht die Chance, die Entstehung von neuen, weniger dramatischen, weniger überfordernden und gelasseneren Einstellungen der Berufswähler gegenüber Berufswahlentscheidungen zu fördern." (IAB2) -
Literaturhinweis
Stecken Theorien beruflichen Verhaltens immer noch in einer Sackgasse? (1985)
Häfeli, Kurt;Zitatform
Häfeli, Kurt (1985): Stecken Theorien beruflichen Verhaltens immer noch in einer Sackgasse? In: Berufsberatung und Berufsbildung, Jg. 70, H. 5, S. 276-282.
Abstract
Der Autor zieht eine Bilanz vorliegender Berufswahltheorien, sowohl der "klassischen", wie neuerer Ansätze. (IAB)
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Literaturhinweis
Sudienwahl als familial und gesellschaftsstrukturell prädeterminierter Entscheidungsprozeß: eine theoretische Skizze (1985)
Schneeberger, Arthur;Zitatform
Schneeberger, Arthur (1985): Sudienwahl als familial und gesellschaftsstrukturell prädeterminierter Entscheidungsprozeß. Eine theoretische Skizze. In: Zeitschrift für Hochschuldidaktik, Jg. 9, H. 1, S. 43-57.
Abstract
"Der Artikel verfolgt das Ziel, im Rahmen einer entscheidungstheoretischen Perspektive indivudelle, familiale und gesamtgesellschaftliche Einflußfaktoren auf die Studienrichtungswahl systematisch zu berücksichtigen. Hierbei werden thematisiert: 1. Studienwahl als indidueller, lebensgeschichtlich durch Anlage und Umwelt bedingter Entscheidungsprozeß; 2. Studienwahl als kollektiv fundierte und interaktiv beeinflußte Entscheidung; 3. Studienwahl als durch Strukturen des nationalen Bildungssystems prädeterminierte Entscheidung; 4. Studienwahl als von der Lage am Arbeitsmarkt und von den Strukturen des Beschäftigungssystems abhängige Entscheidung; 5. Studienwahl als Entscheidung in Abhängigkeit von antizipierten soziokulturellen Strukturbedingungen außerberuflicher Art. Abschließend formuliert der Autor zusammenfassende Hypothesen über Bedingungen der Studienwahl nach erfolgter Ausweitung des Hochschulzugangs, u.a. bezüglich der verschärften sozioökonomischen Selektions- und Plazierungsfunktion der Studienwahl und des Vordringens ökonomischer Nutzenüberlegungen in der Studienwahlentscheidung anstelle der früheren am ständisch-akademischen Berechtigungswesen orientierten 'idealistischen' Motivationen von Hochschulzugängern." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung von Konsistenztheorien für den Berufswahlprozess (1985)
Schneider, Hans-Dieter;Zitatform
Schneider, Hans-Dieter (1985): Die Bedeutung von Konsistenztheorien für den Berufswahlprozess. In: Berufsberatung und Berufsbildung, Jg. 70, H. 5, S. 255-262.
Abstract
Der Autor erörtert folgende Thesen zur Bedeutung von Konsistenztheorien für den Berufswahlprozeß:
1. Spannungen zwischen Bewußtseinsinhalten ('Kognitionen') tendieren zu Veränderungen mit dem Ziel der Spannungsverminderung.
2. Einstellungsobjekte, die Werte zu fördern scheinen, werden positiv beurteilt; Objekte, die Werte zu behindern scheinen, werden negativ beurteilt.
3. Im 'Einstellungskognitorium' ist jedes Einstellungsobjekt eingebunden in eine Vielzahl von stärkeren oder schwächeren positiven oder negativen Beziehungen zu anderen Objekten.
4. Die Bewertung einer spezifischen Berufstätigkeit über den Lebenslauf hängt ab von den dynamischen Beziehungen dieser Tätigkeit zu den anderen Objekten des Einstellungskognitoriums. Die Berufsberatung könnte daher die Beziehungen mehrerer Berufe zu wichtigen Elementen des Lebensraums einer Person einschließlich der Veränderungen der Elemente und der Beziehungen berücksichtigen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Exploring the process of compromise in career decision making (1985)
Taylor, Neville B.; Pryor, Robert G. L.;Zitatform
Taylor, Neville B. & Robert G. L. Pryor (1985): Exploring the process of compromise in career decision making. In: Journal of vocational behavior, Jg. 27, H. 2, S. 171-190. DOI:10.1016/0001-8791(85)90031-4
Abstract
Obwohl die Kompromißbereitschaft im Rahmen des Berufswahlprozesses als fundamentaler Faktor gilt, wurde ihr lange Zeit nur wenig theoretische oder empirische Aufmerksamkeit zuteil. In dieser Studie wird die Rolle von drei Variablen (Prestige, Geschlecht, berufliches Interesse) untersucht, die, nach L.S. Gottfredson, die Berufswahl stark mitentscheiden. Es zeigt sich, daß die Situation komplexer ist als von Gottfredson vermutet wurde, da eine Reihe von Kompromißstrategien identifiziert werden konnten." (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung von Handlungstheorien für die Analyse von Berufswahlprozessen (1985)
Truninger, Luzia;Zitatform
Truninger, Luzia (1985): Die Bedeutung von Handlungstheorien für die Analyse von Berufswahlprozessen. In: Berufsberatung und Berufsbildung, Jg. 70, H. 5, S. 239-245.
Abstract
Die Autorin versucht, " eine ... Richtung aufzuzeigen, wie der Berufswahlprozess handlungstheoretisch verstanden werden könnte. Die Bedeutung einer solchen Betrachtungsweise liegt u.a. darin, daß der Berufswahlprozess auch als Tätigkeit begriffen wird, daß die einzelnen Handlungen näher beschrieben werden könnten und die Ableitung von Anforderungen möglich wird. Auch könnten gezielte Maßnahmen ergriffen werden zur Förderung der Handlungskompetenz und der Handlungsmotivation, wenn die berufswahltätige Person den besagten Anforderungen nicht genügt. Durch die Analyse von Handlungsfehlern wären zudem präzise Korrekturen während der Berufswahltätigkeit möglich oder vielleicht sogar präventive Interventionen zur Vermeidung der gröbsten Fehler." (IAB2)
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Literaturhinweis
Kognitive Konzepte im Prozeß der Berufswahl (1985)
Uebel, Helga;Zitatform
Uebel, Helga (1985): Kognitive Konzepte im Prozeß der Berufswahl. In: Forschung der sozialistischen Berufsbildung, Jg. 19, H. 6, S. 248-255.
Abstract
"Die Psychologie muß den Jugendlichen Hilfeleistungen und Orientierungen für eine gezielte Berufswahl geben. Dazu ist es notwendig zu untersuchen, wie Aufklärungsmaßnahmen bezüglich ihrer Informationsspezifik beschaffen sein müssen, damit sie Jugendliche in gewünschter Weise ansprechen und aktivieren. Dazu wird von der Autorin eine strategische Konzeption vorgestellt, deren Anliegen in der Auflösung forderungsbezogener Aktivitäten und damit verbundener Entwicklung interner Voraussetzungen zur Berufswahl besteht. Es werden das theoretische Konzept, das methodische Vorgehen und die Untersuchungsdurchführung sowie ausgewählte Untersuchungsergebnisse vorgestellt." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufswahl: Theorien und ihre Bedeutung für die Praxis der Berufsberatung (1984)
Bußhoff, Ludger;Zitatform
Bußhoff, Ludger (1984): Berufswahl. Theorien und ihre Bedeutung für die Praxis der Berufsberatung. (Aufgaben und Praxis der Bundesanstalt für Arbeit 10a), Stuttgart: Kohlhammer, 96 S.
Abstract
Die Schrift vermittelt in ihrem ersten Teil berufswahltheoretisches Wissen und "referiert grundlegende Antworten aus der Berufswahlforschung. Im einzelnen befaßt sie sich mit der Berufswahl als Zuweisungsprozeß, als Entwicklungsprozeß, als Lernprozeß, als Zuordnungsprozeß (matching) und als Entscheidungsprozeß. Damit werden jene Theorien dargestellt, mit denen die gegenwärtige Berufswahlforschung das überkomplexe Phänomen der Berufswahl zu beschreiben und zu erklären versucht. Am Ende des ersten Teils wird dann gezeigt, wie die verschiedenen Erklärungsansätze der Berufswahl zusammenhängen und insgesamt den Grundriß eines umfassenden Modells abgeben. Der zweite Teil der Schrift befaßt sich mit der praktischen Bedeutung von Berufswahltheorien für die Berufsberatung. Dabei wird an konkreten Beispielen erörtert, wie berufswahltheoretisches Wissen für die berufliche Beratung, für die berufliche Orientierung von Gruppen und für die Konzeption von berufswahlvorbereitenden Medien fruchtbar gemacht werden kann und soll. Die Schrift versteht sich als Einführung in Berufswahltheorien und als ein begrenzter Beitrag zur Diskussion um die praktische Bedeutung dieser Theorien für die Berufswahlvorbereitung." (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufswahl und Arbeitsmarkt: Fernstudium (1984)
Chaberny, Annelore; Stooß, Friedemann; Parmentier, Klaus;Zitatform
Chaberny, Annelore, Klaus Parmentier & Friedemann Stooß (1984): Berufswahl und Arbeitsmarkt. Fernstudium. (Berufswahlvorbereitung Studienbrief 5), Tübingen, 177 S.
Abstract
Ziel des Bandes ist es, Hintergründe des Spannungsfeldes Berufswahl und Arbeitsmarkt zu erhellen, gegenwärtige Entwicklungen zu beschreiben und Orientierungshilfen vorzustellen. Dazu werden zunächst theoretische Grundlagen erörtert, die den Beruf als Gliederungsprinzip unserer Gesellschaft und den Arbeitsmarkt als System von Angebot und Nachfrage darstellen. Im nächsten Kapitel werden dann ausgewählte Befunde des IAB zum Berufswahlprozeß referiert. Diese behandeln die Wege der Jugendlichen von der Schule in die Berufsausbildung und von der Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit. Das abschließende Kapitel zeigt, wie der einzelne den Arbeitsmarkt bei der Berufswahl einbeziehen kann, indem er die Beschäftigungsaussichten zu beurteilen versucht, staatliche Hilfen in Anspruch nimmt und Möglichkeiten der Informationsgewinnung nutzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Job matching and occupational choice (1984)
Miller, Robert A.;Zitatform
Miller, Robert A. (1984): Job matching and occupational choice. In: Journal of Political Economy, Jg. 92, H. 6, S. 1086-1120.
Abstract
Es wird zunächst ein Modell der Anpassung der Arbeitsplatznachfrage an die offenen Stellen entwickelt, das im Gegensatz zu den bisherigen Modellen verschiedene Jobtypen bzw. Berufe berücksichtigt. Auf der Grundlage dieses Modells wird dann untersucht, welche Berufe ergriffen werden und wann es zum Arbeitsplatzwechsel kommt. (IAB)
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Literaturhinweis
Entscheidungshilfen im Studien- und Berufswahlprozess: zur Sozialpsychologie des Entscheidungsverhaltens bei der Studien- und Berufswahl (1984)
Paul, Gerhard;Zitatform
Paul, Gerhard (1984): Entscheidungshilfen im Studien- und Berufswahlprozess. Zur Sozialpsychologie des Entscheidungsverhaltens bei der Studien- und Berufswahl. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 22, Soziologie 98), Frankfurt: Lang, 202 S.
Abstract
"In dieser experimentellen Studie wird der Einfluß von Beratungsmaßnahmen (Beratung über Tätigkeitsfelder) und Entscheidungshilfen (Zweck-Mittel-Analyse, Balance Sheet) auf das Studien- und Berufswahlverhalten von Schülern der Sekundarstufe II untersucht. Die Beratungsstrategien basieren auf einer sozialpsychologischen Analyse des Informationsverhaltens in Entscheidungsprozessen, das mit dissonanz- und konflikttheoretischen Ansätzen beschrieben und erklärt wird. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, daß die Studien- und Berufsentscheidung verbessert werden kann, wenn die Fähigkeit zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen erhöht wird." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Geschlecht und Berufswahl: ein Beitrag zur Theoriebildung und empirischen Erfassung geschlechtsspezifischen Berufswahlverhaltens (1984)
Selk, Michael;Zitatform
Selk, Michael (1984): Geschlecht und Berufswahl. Ein Beitrag zur Theoriebildung und empirischen Erfassung geschlechtsspezifischen Berufswahlverhaltens. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 22, Soziologie 96), Frankfurt: Lang, 289 S.
Abstract
"Die faktische Existenz sogenannter Frauen- und Männerberufe in der industriellen Gegenwartsgesellschaft führt zu der Frage, welche Faktoren für geschlechtsspezifische Berufswahlprozesse bestimmend sind. In der Nachzeichnung einiger zentraler theoretischer Konzepte zur Erklärung von Berufswahlverhalten weist die Arbeit auf, daß die bisherigen sowohl soziologischen als auch psychologischen Erklärungsansätze der Faktor Geschlecht als dem Individuum äußerliche Rollenanforderung begriffen wird. Auf der Basis dieser Folgerung wird in der Arbeit anhand einer interaktionistischen Berufswahltheorie das Verhältnis von Berufswahl und Geschlechtsrolle neu bestimmt. Dieser Ansatz gibt den formalen Rahmen einer empirischen Untersuchung ab, die hinsichtlich des Selbstkonzeptes und der Sozialisationsbedingungen einen Vergleich anstellt zwischen Mädchen in sogenannten Männerberufen und Mädchen in sogenannten Frauenberufen."
Als Untersuchungsmethode diente ein Gruppenvergleich durch Befragung. Hierbei wurde auch ein Vergleich zwischen Mädchen und Jungen vorgenommen, welche im Rahmen eines Modellversuchs einen gewerblich-technischen Beruf erlernt haben. Das Buch enthält im Anhang einen ausführlichen Tabellen- und Diagrammteil sowie den Text des Fragebogens. (IAB2) -
Literaturhinweis
Berufliche Erwartungen und Fähigkeiten: Fernstudium (1984)
Steffens, Heiko;Zitatform
Steffens, Heiko (1984): Berufliche Erwartungen und Fähigkeiten. Fernstudium. (Berufswahlvorbereitung Studienbrief 3), Tübingen, 146 S.
Abstract
Ziel des Studienbriefs ist es, eine umfassende Einarbeitung in das Thema Erwartungen und Fähigkeiten im Spannungsgefüge von Arbeitsmarkt, Sozialisation und Bildung zu geben. Im ersten episodischen Teil wird durch drei authentische Fallbeispiele an die Problematik herangeführt. "In diesen Fällen bilden psychologische, soziologische und ökonomische Aspekte eine lebensweltliche Einheit. Die Elemente dieser Einheit werden im zweiten systematischen Teil analysiert. Dabei wird jedoch versucht, die spannungsvollen Beziehungen zwischen individuellen Erwartungen und beruflichen Situationen sowie zwischen Fähigkeiten und beruflichen Anforderungen in der Schwebe zu halten. Dieser Teil mündet in eine problemorentierte Darstellung der verschiedenen Instrumente der Fähigkeitsprüfung und -messung von der Selbsteinschätzung bis zu den psychologischen Eignungsuntersuchungen der Arbeitsämter." Den Abschluß bildet ein Materialteil, der zur Reflexion der vermittelten Sachinhalte anregen und damit zu einer Verbindung von Theorie und Praxis führen soll. (IAB)
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Literaturhinweis
Occupational choice under uncertainty (1984)
Stow, Aloysius;Zitatform
Stow, Aloysius (1984): Occupational choice under uncertainty. In: Econometrica, Jg. 52, H. 3, S. 631-646.
Abstract
"An econometric problem in estimating models of occupational choice is that the agents' forecasts of future wages and occupational tenure are unobservable. This paper solves the problem by assuming that agents have rational expectations and by considerung the effects of arbitrage both within and between cohorts." (Author's abstract) ((en))
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Literaturhinweis
Cognitive dissonance as a mechanism in vocational decision processes (1984)
Thomas, Ruth G.; Bruning, Charles R.;Zitatform
Thomas, Ruth G. & Charles R. Bruning (1984): Cognitive dissonance as a mechanism in vocational decision processes. In: Journal of vocational behavior, Jg. 24, H. 3, S. 264-278. DOI:10.1016/0001-8791(84)90012-5
Abstract
Die Studie untersucht Veränderungen in von kognitive Dissonanz bestimmten Variablen während der Ausbildungszeit: Zufriedenheit mit der Berufswahl, Bedeutung von Karriere, Sicherheit der Berufsverlaufsentscheidung, allgemeine Einstellung zur Berufskarriere, neuere Erfahrungen während der Ausbildung. Abbrecher eines Ausbildungsprogramms wurden mit jenen verglichen, die das Programm abschlossen. (IAB2)
