Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Der Beitrag der Transaktionskostenökonomik zu einer Theorie der Transformation von Wirtschaftsordnungen (1993)
Bohnet, Armin; Reichhardt, Michael;Zitatform
Bohnet, Armin & Michael Reichhardt (1993): Der Beitrag der Transaktionskostenökonomik zu einer Theorie der Transformation von Wirtschaftsordnungen. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 212, H. 3/4, S. 204-226. DOI:10.1515/jbnst-1993-4-303
Abstract
"Der Text beschäftigt sich mit der Frage, welchen Beitrag die Transaktionskostenökonomik zu einer Theorie der Transformation von Wirtschaftsordnungen leisten kann. Es wird zunächst gezeigt, daß Transaktionskosten im Transformationsprozeß von großer Bedeutung sind und zur Erklärung von Problemen des Übergangs beitragen können. Um das Transaktionskostenargument als Bestandteil einer allgemeinen Theorie der Transformation verwenden zu können, wird sodann zwischen Transaktionskosten unterschieden, die beim Wirken und Wandel innerer und äußerer Institutionen auftreten, und auf die Bedeutung des institutionellen Wettbewerbs eingegangen. Schließlich wird auf dieser Basis ein formaler konzeptioneller Rahmen entwickelt, in dem der Grundgedanke der Transaktionskostenökonomie auf die Ordnungsebene übertragen wird. Dadurch können alternative Transformationsstrategien beschrieben und in ihren Resultaten erklärt sowie normative Transformationskriterien entwickelt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The relevance of initial conditions for the German unification (1993)
Zitatform
Brakman, Steven & Harry Garretsen (1993): The relevance of initial conditions for the German unification. In: Kyklos, Jg. 46, H. 2, S. 163-181.
Abstract
"Es wird häufig die Auffassung vertreten, daß ungünstige Ausgangsbedingungen das langfristige Ergebnis des deutschen Wiedervereinigungsprozesses beeinflussen könnten. Die Arbeit untersucht, ob und wieweit neuerliche Theorien, in denen Gleichgewichtszustände pfadabhängig sind, diese Aussage stützen. Obwohl diese Theorien ziemlich abstrakt sind, lassen sie doch den Schluß zu, daß man bei der aktuellen Analyse des Wiedervereinigungsprozesses den Ausgangsbedingungen mehr Gewicht beimessen sollte, als dies die neoklassische Theorie tut." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Kommentierte Literaturübersicht zur Transformationsforschung: Band 2: Arbeitsmarkt und Beschäftigung im Transformationsprozeß (1993)
Grünert, Holle;Zitatform
Grünert, Holle (1993): Kommentierte Literaturübersicht zur Transformationsforschung. Band 2: Arbeitsmarkt und Beschäftigung im Transformationsprozeß. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Papers p 93-004), Berlin, 52 S.
Abstract
Der Autor kommentiert sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu Verlauf und Folgen des Transformationsprozesses in den neuen Bundesländern, die sich speziell mit Themen aus dem Bereich von Arbeitsmarkt und Beschäftigung befassen. Im ersten Abschnitt wird ein Überblick zum Stand der transformationsorientierten Arbeitsmarktforschung und Arbeitsmarkttheorie gegeben. Der zweite Abschnitt vermittelt einen Überblick über (vorwiegend empirische) Literatur zu Arbeitsmarkt und Beschäftigung im Transformationsprozeß. Ein Literaturverzeichnis über ausgewählte Literatur zu den arbeitsmarkttheoretischen Ansätzen sowie über Veröffentlichungen zu Arbeitsmarkt und Beschäftigung im Transformationsprozeß enthält der dritte und letzte Abschnitt. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Steuerungsprobleme beim Übergang von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern (1993)
Lange, Elmar;Zitatform
Lange, Elmar (1993): Steuerungsprobleme beim Übergang von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 3, H. 1, S. 43-55.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Transformation der Planwirtschaft der DDR zur sozialen Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern unter steuerungstheoretischem Aspekt. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint diese Transformation als Prozeß des Übergangs von einer dominierenden monistischen Steuerung der Wirtschaft durch Pläne zu einer pluralistischen Steuerung durch eine Vielfalt von Steuerungsformen, zu denen dann auch Märkte, Wahlen, Verhandlungen, speziell Gruppenverhandlungen und Beratungen zu zählen sind. Er impliziert zugleich den Umbau der Wirtschaft von einem dominant hierarchischen System hin zu überwiegend lateral vernetzten Systemen. Es ist zu erwarten, daß gerade mit diesen Übergängen erhebliche Schwierigkeiten verbunden sind, daß es jedoch gleichzeitig Ansätze gibt, an denen man zu ihrer Überwindung anknüpfen kann." (Autorenreferat, IAB
Doku) -
Literaturhinweis
Der Weg zur Marktwirtschaft: Grundzüge einer Theorie der Transformationspolitik (1993)
Lösch, Dieter;Zitatform
Lösch, Dieter (1993): Der Weg zur Marktwirtschaft: Grundzüge einer Theorie der Transformationspolitik. (Veröffentlichungen des HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung, Hamburg 04), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 177 S.
Abstract
Der Autor setzt sich mit den Grundzügen einer normativen Theorie der Transformationspolitik auseinander und überprüft die Leistungsfähigkeit dieser Theorie am Beispiel Polens und Ungarns. "In dem Hauptteil der Untersuchung werden, ausgehend von den Zielen der Transformationspolitik, deren Aufgabe abgeleitet. Im dritten Abschnitt wird dann die Systemtransformation als dynamischer Prozeß dargestellt. Dabei zeigt sich, daß der Übergangsprozeß sich in drei Phasen aufgliedern läßt. Deren Unterscheidung erweist sich als äußerst hilfreich für die Herausarbeitung der möglichen Vorgehensweisen zur Transformation von Wirtschaftssystemen, wie sie im vierten Abschnitt detailliert vorgestellt werden. Im fünften Abschnit wird sodann versucht, auf der Grundlage expliziter normativer Kriterien, Hypothesen über die optimale Transformationspolitik zu formulieren.
Im anschließenden Teil C der Untersuchung wird die Transformationspolitik in Polen und Ungarn daraufhin untersucht, inwieweit sie dem theoretisch erarbeiteten optimalen Ablaufmuster entsprach. Hauptzweck dieses Vergleich ist es nicht, die Transformationspolitiken der beiden Länder zu evaluieren, sondern sie mit den im Hauptteil herausgearbeiteten Hypothesen über die optimale Vorgehensweise bei der Systemtransformation zu konfrontieren, um die auf theoretischer Grundlage entwickelte Konzeption an der Realität zu überprüfen.
Auch Teil D dient der Überprüfung dieser Hypothesen. Sie erfolgt anhand zweier Dokumente, in denen sich jeweils eine Gruppe von Ökonomen für eine - zu der in der neoklassischen Tradition stehenden 'orthodoxen' Transformationspolitik - alternative Vorgehensweise bei der Einführung der Marktwirtschaft aussprechen, wobei untersucht wird, inwieweit diese 'heterodoxe' Richtung über stichhaltige Argumente verfügt, die die theoretisch abgeleitete Optimalkonzeption ernsthaft in Frage zu stellen vermögen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ostdeutscher Transformations- und deutscher Integrationsprozeß: neue Probleme und Erklärungsversuche (1993)
Reißig, Rolf;Zitatform
Reißig, Rolf (1993): Ostdeutscher Transformations- und deutscher Integrationsprozeß. Neue Probleme und Erklärungsversuche. In: BISS-public H. 12, S. 5-31.
Abstract
Ausgehend von der Begriffsbestimmung setzt sich der Autor mit der Systemtransformation und dem deutschen Integrationsprozeß auseinander: "Der Sonderstatus deutscher Transformation und Integration wird aber so oder so auch zum Prüffeld allgemeiner Art, zum einzigartigen Testgelände mit 'Modellcharakter': Einmal normativ, unter dem Gesichtspunkt politischer Handlungsmuster der einflußreichen staatlichen und politischen Akteursgruppen gleichberechtigter Umgang mit den Ostdeutschen, gleichberechtigte Integration Ostdeutschlands trotz überragender ökonomischer Dominanz Westdeutschlands und ungleicher Kraft- bzw. Machtressourcen. Zum anderen hinsichtlich der Institutionsfrage, unter dem Gesichtspunkt einer bislang in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gekannten Herausforderung an das gesamte Institutionengefüge, an seine Leistungsfähigkeit bezüglich einer bislang noch nicht zu verarbeitenden Systemtransformation sowie seine Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit angesichts gesamtdeutscher Transformations- und Integrationserfordernissen. Und schließlich im Hinblick auf die Moderne selbst als Test der Selbsterneuerungspotentiale moderner Gesellschaften in Anbetracht deutscher, europäischer und globaler Umbrüche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
From plan to market: On the nature of the transformation crisis (1993)
Schmieding, Holger;Zitatform
Schmieding, Holger (1993): From plan to market: On the nature of the transformation crisis. In: Weltwirtschaftliches Archiv H. 2, S. 216-253.
Abstract
"Die traditionelle neoklassische Theorie ist schlecht dafür geeignet zu erklären, weshalb der Übergang von einem stark verzerrten zu einem weit rationaleren Wirtschaftssystem von einem Rückgang der Wertschöpfung in den entstehenden Marktwirtschaften Europas begleitet ist. Die keynesianischen Argumente einschließlich der Hypothese von der Kreditknappheit mögen zwar einigen Besonderheiten im genauen Zeitprofil des Niedergangs tragen, die Transformationskrise selbst kann aber durch diese Überlegungen nicht erklärt werden. Der Verfasser ist vielmehr der Ansicht, daß ein nahezu vollständiges institutionelles Vakuum eine Hauptursache der Krise ist. Während die alten Institutionen zur Koordinierung eines komplexen Neztes von Wirtschftstätigkeiten hinfällig sind, haben sich die neuen und letztlich weit überlegenen Einrichtungen noch nicht fest etabliert. Die instituionellen Mängel, die sich daraus ergeben, sowie einige Unstimmigkeiten im Zeitprofil des Transformationsprozesses beeinträchtigen eine wirksame und verläßliche Koordinierung der Wirtschaftsaktivitäten in räumlicher und zeitlicher Hinsicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Kommentierte Literaturübersicht zur Transformationsforschung: Band 1: Ökonomische Rahmenbedingungen der Transformation (1993)
Schwarz, Rainer;Zitatform
Schwarz, Rainer (1993): Kommentierte Literaturübersicht zur Transformationsforschung. Band 1: Ökonomische Rahmenbedingungen der Transformation. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Papers p 93-003), Berlin, 106 S.
Abstract
Das Heft dokumentiert einen Überblick über wissenschaftliche Literatur zur Transformationsproblematik. Dabei erfolgt eine Beschränkung auf wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu ökonomischen Rahmenbedingungen der Transformation, wobei die deutschsprachige Forschung überwiegt. Nach der Einleitung werden im zweiten Abschnitt thematische Schwerpunkte aus relativ vollständigen Bibliographien der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zur Transformation in Deutschland zusammengefaßt und in ihrer Entwicklung zusammengestellt. Der dritte Abschnitt bringt eine Übersicht zur historischen Entstehung des Terminus "Transformation" und im vierten Abschnitt wird einigen theoretischen Ansätzen der Erfassung von Transformationsprozessen nachgegangen. Der fünfte Abschnitt bringt einen Überblick zu Arbeiten, die sich mit dem Vergleich zur westdeutschen Währungsreform von 1948 auseinandersetzen. Im letzten Abschnitt werden makroökonomische Themenfelder der Transformation behandelt. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Das Wagnis der Einheit: eine wirtschaftspolitische Therapie (1993)
Siebert, Horst;Zitatform
Siebert, Horst (1993): Das Wagnis der Einheit. Eine wirtschaftspolitische Therapie. Stuttgart: Deutsche Veralgs-Anstalt, 255 S.
Abstract
"In dem Buch wird eine Zwischenbilanz der deutschen Vereinigung gezogen und eine Therapie für die Zukunft entworfen. Welche Funktionen lassen sich zeichnen? Wo liegen die wirtschaftspolitischen Gestaltungsprobleme? Welche Fehler kann die deutsche Wirtschaftspolitik in den nächsten Monaten machen? Wo liegen mögliche Fallen? Wie müssen die Weichen gestellt werden, damit die deutsche Vereinigung auch wirtschaftlich ein Erfolg wird?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die deutsche Wiedervereinigung: einige kritische Anmerkungen (1993)
Tuchtfeldt, Egon;Zitatform
Tuchtfeldt, Egon (1993): Die deutsche Wiedervereinigung. Einige kritische Anmerkungen. In: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik H. 38, S. 225-242.
Abstract
Der Beitrag beschreibt zunächst Ansätze einer Theorie der Transformation von Wirtschaftssystemen, untersucht dann die Fehler, die bei der Vorbereitung und Durchführung der deutschen Vereinigung gemacht wurden, und behandelt schließlich die Ursachen der Transformationskrise in Ostdeutschland. Genannt werden die Fehleinschätzung der weltpolitischen Lage, der Wandel in der militärischen Situation, die mangelnde Unterstützung durch das Ausland und das Akzeptanzproblem, die sog. Mauer in den Köpfen. (IAB)
-
Literaturhinweis
The political economy of transformation (1993)
Wagener, Hans-Jürgen;Zitatform
(1993): The political economy of transformation. (Studies in contemporary economics), Heidelberg: Physica-Verl., 241 S.
Abstract
Das Buch dokumentiert den wissenschaftlichen Diskurs von 13 Autoren aus acht europäischen Ländern zum Transformationsprozeß in den Ländern Mittel- und Osteuropa auf einem Colloquium der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Das Buch analysiert die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen und Folgen der Systemtransformation, die sich in Mittel- und Osteuropa, aber auch in China abspielt. Deutlich wird, daß der Systemwandel nicht nur ein wirtschaftliches, sondern vor allen ein gesellschaftliches und politisches Problem ist und als solches behandelt werden muß. (IAB)
-
Literaturhinweis
Politische Ökonomie der Systemtransformation: Gruppeninteressen und Interessenkonflikte im Transformationsprozeß (1992)
Zitatform
Apolte, Thomas (1992): Politische Ökonomie der Systemtransformation. Gruppeninteressen und Interessenkonflikte im Transformationsprozeß. (Duisburger Volkswirtschaftliche Schriften 15), Hamburg: S und W Steuer und Wirtschaftsverlag, 221 S.
Abstract
"Der Autor will mit pragmatischen Vorschlägen die bisherige Praxis der Ad-hoc-Politikberatung zur Systemtransformation auf eine tragfähige und letztlich erfolgversprechende Basis stellen: Alle Elemente der Marktwirtschaft, die kurzfristig etabliert werden können, sollten schnell eingeführt und unter den Schutz der Verfassung gestellt werden. In diesem ordnungspolitischen Rahmen können dann Strategien entwickelt werden, die sich mit einem gewissen Automatismus vollziehen und einer qualifizierten Mehrheit bedürfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Some lessons from economic transformation in East Germany (1992)
Bofinger, Peter; Cernohorsky, Ivan;Zitatform
Bofinger, Peter & Ivan Cernohorsky (1992): Some lessons from economic transformation in East Germany. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 686), London, 23 S., Anhang.
Abstract
"In dem Beitrag werden die Erfahrungen, die mit dem Transformationsprozeß in Ostdeutschland, Polen und der CSFR gemacht werden, verglichen. Nach einer Analyse der individuellen Ausgangsbedingungen und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit seit Beginn des Reformprozesses, wird auf die spezifischen Elemente der ostdeutschen Reformstrategie eingegangen. Es wird gezeigt, daß der Eingriff mittels riesiger Transfermengen von West nach Ost keinen positiven Einfluß auf die ostdeutschen Firmen hatte. Das Fehlen einer Einkommenspolitik wird als ein Hauptmangel des ostdeutschen Transformationskonzeptes genannt. Als positiv wird vermerkt, daß die schnelle Restukturierung des ostdeutschen Finanzsektors es ermöglichte, Unwirtschaftlichkeiten zu überwinden, die das Banken-, und Finanzsystem Polens und der CSFR charakterisieren. Durch die Treuhand war es möglich, ein Funktionieren grundlegender Beziehungen zwischen dem Staat als Eigentümer der staatseigenen Firmen und dem Management dieser Firmen zu begründen, was es in Polen und der CSFR so nicht gibt. Das erklärt, warum diese beiden Länder nicht im Stande sind, ihren enormen Lohnvorteil gegenüber der ehemaligen DDR viel mehr zu nutzen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Transformation processes in Eastern Europe: perspectives from the modelling laboratory (1992)
Eberwein, Wolf-Dieter;Zitatform
Eberwein, Wolf-Dieter (Hrsg.) (1992): Transformation processes in Eastern Europe. Perspectives from the modelling laboratory. (Empirische und methodologische Beiträge zur Sozialwissenschaft 10), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 237 S.
Abstract
Der Band vereint neun Beiträge, die aus unterschiedlicher Sicht und mit verschiedenen Zielsetzungen den osteuropäischen Transformationsprozeß analysieren. Dabei werden Fragen der Transformationstheorie, der Modellierung und Simulation ebenso angesprochen wie die spezifischen Bedingungen in Polen und in der ehemaligen DDR. (IAB)
-
Literaturhinweis
Osteuropa auf dem Weg zur Marktwirtschaft: Gedanken zur Unterstützung des Übergangs (1992)
Egger, Urs; Kappel, Rolf; Melzer, Alex;Zitatform
Egger, Urs, Rolf Kappel & Alex Melzer (1992): Osteuropa auf dem Weg zur Marktwirtschaft. Gedanken zur Unterstützung des Übergangs. In: Osteuropa-Wirtschaft, Jg. 37, H. 1, S. 19-51.
Abstract
"Der Beitrag versucht die Frage zu beantworten, auf welche Bereiche und Maßnahmen des Übergangs sich die Unterstützungspolitik der OECD-Länder vornehmlich konzentrieren sollte. Dazu werden bisher diskutierte Reformansätze und vorliegende Erfahrungen in einer Art Zwischenbilanz ausgewertet, um schließlich ein Raster von Prioritäten und geeigneten Unterstützungsmaßnahmen zu erhalten. In dieser Diskussion werden auch Erfahrungen mit Anpassungsprogrammen in Entwicklungsländern berücksichtigt. Trotz der grundsätzlichen Unterschiede zwischen den beiden Ländergruppen scheinen derartige Quervergleiche überaus nützlich, da den Reformkonzepten in beiden Fällen dasselbe theoretische Modell zugrunde liegt. In einem eigenen Kapitel werden auch sektorale Prioritäten der Unterstützungspolitik angesprochen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Die marktwirtschaftliche Transformation in den neuen Bundesländern aus der Sicht von Entwicklungstheorie und -politik (1992)
Friedländer, Thomas;Zitatform
Friedländer, Thomas (1992): Die marktwirtschaftliche Transformation in den neuen Bundesländern aus der Sicht von Entwicklungstheorie und -politik. In: Zeitschrift für Sozialökonomie, Jg. 29, H. 95, S. 2-13.
Abstract
Ausgehend von der Frage "Bietet die gegenwärtige und längst nicht abgeschlossene Transformation in den neuen Bundesländern entwicklungsrelevanten Lernstoff?" untersucht der Autor "ausgewählte Felder der marktwirtschaftlichen Transformation in FünfNeuland mit explizitem entwicklungspolitischen Bezug". Im Ergebnis beantwortet er die o.g. Frage mit "Jein". (IAB2)
-
Literaturhinweis
Ein Staat - zwei Gesellschaften?: Umbruch und Transformation in Ostdeutschland (1992)
Kretzschmar, Albrecht; Zierke, Irene; Schupp, Jürgen ; Segert, Astrid; Bögenhold, Dieter ; Lindig, Dieter; Kistler, Ernst; Jaufmann, Dieter; Pfaff, Anita B.; Grundmann, Siegfried; Berger, Horst; Bast-Haider, Kerstin; Hinrichs, Wilhelm;Zitatform
Kretzschmar, Albrecht, Siegfried Grundmann, Jürgen Schupp, Dieter Jaufmann, Ernst Kistler, Anita B. Pfaff, Horst Berger, Wilhelm Hinrichs, Astrid Segert, Irene Zierke, Kerstin Bast-Haider, Dieter Bögenhold & Dieter Lindig (1992): Ein Staat - zwei Gesellschaften? Umbruch und Transformation in Ostdeutschland. In: BISS-public H. 7, S. 1-116.
Abstract
Das Heft dokumentiert Beiträge von Autoren, die sich im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Konferenz des Berliner Instituts für Sozialwissenschaftliche Studien mit dem Transformationsprozeß in Ostdeutschland auseinandersetzen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der Markt-Schock: Eine AGENDA für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wiederaufbau in Zentral- und Osteuropa (1992)
Matzner, Egon; Kregel, Jan; Grabher, Gernot;Zitatform
Matzner, Egon, Jan Kregel & Gernot Grabher (Hrsg.) (1992): Der Markt-Schock: Eine AGENDA für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wiederaufbau in Zentral- und Osteuropa. Berlin: Edition Sigma, 101 S.
Abstract
"Es wird immer deutlicher, daß sich die Transformation der ehemaligen Planwirtschaften Zentral- und Osteuropas in freie Marktwirtschaften auf dem falschen Weg befindet. Das Problem dabei ist nicht das Endziel der Transformationsprozesses, nämlich die Einführung einer Marktwirtschaft, sondern ehr die Tatsache, daß die derzeit laufenden Transformationsprogramme offenkundig vermeidbares menschliches Leid verursachen, ohne bemerkbare Fortschritte in Richtung einer lebensfähigen heimischen Produktion oder in Richtung wachsender Beschäftigung zu bringen. Daher plädieren wir für die Erarbeitung alternativer Handlungsprogramme. Für sein solches Bemühen schlagen wir eine AGENDA vor, die jene Punkte enthält, die konstruktive Handlungsprogramme zu berücksichtigen hätten. Die hier vorgeschlagene AGENDA ist das Ergebnis einer Reihe von Diskussionen unter Wissenschaftlern der verschiedensten Ausrichtungen, die auf die Mängel dieser Transformationsprogramme sowie auf die daraus resultierenden Gefahren für die Transformationsländer hinweisen möchten." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Institutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung (1992)
North, Douglass C.;Zitatform
North, Douglass C. (1992): Institutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung. (Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften 76), Tübingen: Mohr, 180 S.
Abstract
"Der Autor entwirft eine allgemeine Theorie des Zusammenhangs zwischen den politischen und rechtlichen Institutionen einer Gesellschaft und ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Er verbindet die allgemeinen Einsichten aus seinen wirtschaftsgeschichtlichen Untersuchungen zur Entwicklung der westlichen Gesellschaft mit den Erkenntnissen der modernen Institutionen-Ökonomik. Er bietet einen theoretischen Ansatz, der zu einem besseren Verständnis der Dynamik wirtschaftlicher Entwicklung beiträgt, und nicht zuletzt auch zu einem besseren Verständnis der Probleme des 'Übergangs', die sich derzeit den vormals sozialistischen Gesellschaften stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The times, they are a-changing: Anmerkungen zum Transformationsprozeß in Ostdeutschland (1992)
Zitatform
Pollack, Detlef (1992): The times, they are a-changing: Anmerkungen zum Transformationsprozeß in Ostdeutschland. In: BISS-public, Jg. 2, H. 6, S. 49-61.
Abstract
Der Autor geht in seiner Betrachtungsweise davon aus, "den Transformationsprozeß in Ostdeutschland lediglich im Vergleich zu den Gesellschaftsverhältnissen in der DDR vor der Wende, also allein aus ostdeutscher Perspektive zu sehen. Auch schon ein solcher regional begrenzter Vergleich zwischen unterschiedlichen Perioden vermag den analytischen Blick zu schärfen und zur präzisieren Erfassung von Merkmalen und Problemen des derzeitigen Transformationsprozesses beizutragen."
Dabei wird auf die Probleme hingewiesen:
1. Den Menschen in Ostdeutschland fehlt soziales Orientierungswissen. Ihr Handeln ist durch Zukunftsangst und durch Verhaltensunsicherheit geprägt.
2. Trotz finanzieller Besserstellung der Mehrheit sinkt die allgemeine Lebenszufriedenheit der ostdeutschen Bevölkerung.
3. Das Problem des Ostdeutschen ist nicht der Mangel an Individualität, sondern der Mangel an erfahrungsbegründeten Selbstvertrauen. (IAB2)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
