Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz: neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten (2006)
Zitatform
Kay, Rosemarie (2006): Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz. Neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten. Bonn, 70 S.
Abstract
"Angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Unternehmensgründungen und der absehbaren demografischen Entwicklungen ist das Land Rheinland- Pfalz bestrebt, Anzahl und Qualität von Unternehmensgründungen, insbesondere der von Frauen, zu steigern. Deswegen hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn 2004 den Auftrag erteilt, alle wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen zur quantitativen und qualitativen Steigerung des Ausschöpfungsgrades des Gründungspotenzials in Rheinland-Pfalz zu identifizieren, sie im Sinne des Gender Mainstreaming zu analysieren und schließlich integrierte Empfehlungen darüber abzugeben, welche Maßnahmen, wann und von welchen Akteuren ergriffen werden könnten. Dabei galt es regionale Besonderheiten, vor allem in den ländlichen Regionen des Landes, zu berücksichtigen. Diese Empfehlungen wurden in drei Schritten erarbeitet. Zunächst wurde das Gründungsgeschehen in Rheinland-Pfalz auf Grundlage von statistischen Daten einer Ist-Analyse unterzogen. In einem zweiten Schritt wurden die Gründe für die suboptimalen Ausschöpfung insbesondere des weiblichen Gründungspotenzials umfassend analysiert. Diese Analyse beruht im Wesentlichen auf der Sichtung der Forschungsliteratur einerseits sowie der Bestandsaufnahme und Evaluation des Gründungsumfeldes in Rheinland-Pfalz, die sich insbesondere auf Gespräche mit mehr als 30 Experten aus dem Gründungsumfeld und rund 20 (potenziellen) Gründerinnen, auf umfassende Internetrecherchen sowie Dokumentenanalysen stützen, andererseits. Schließlich wurde in einem dritten Schritt auf Grundlage der Ergebnisse der ersten beiden Arbeitsschritte sowie der Recherche von Good-Practice-Beispielen in anderen Bundesländern ein Katalog teils alternativer Handlungsempfehlungen erarbeitet und mit den oben genannten Experten und Gründerinnen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischen Prekarisierung und Akademisierung: Frauenerwerbstätigkeit in der Automobilindustrie (2006)
Kurz, Constanze;Zitatform
Kurz, Constanze (2006): Zwischen Prekarisierung und Akademisierung. Frauenerwerbstätigkeit in der Automobilindustrie. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 34, S. 53-66.
Abstract
Die Automobilindustrie gilt als eine 'Männerbranche', die von der zunehmenden Integration von Frauen in das Erwerbssystem bislang 'recht unbeeindruckt' geblieben zu sein scheint. Der Beitrag untersucht die Entwicklungsdynamiken in den Beschäftigungs- und Arbeitsstrukturen und damit verbunden auch in den Geschlechterverhältnissen, wobei er von der These ausgeht, dass seit den 1990er Jahren in den Unternehmen der Automobilindustrie ein erheblicher Wandel des Produktions- und Innovationssystems zu verzeichnen ist, der die Modi der Integration und Desintegration für weibliche (und männliche) Beschäftigte verändert hat. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich die geschilderte Entwicklung sowohl in Form von erhöhten Ausschlussrisiken und Gefährdungen als auch in neuen Zugangs- und Entfaltungschancen für Frauen manifestiert. Erstere betreffen Angestellte mit niedrigen Qualifikationen und einfachen Tätigkeiten sowie an- und ungelernte Arbeiterinnen, während sich eine quantitative und qualitative Chancenerweiterung für Frauenerwerbsarbeit in der Automobilindustrie in erster Linie für Akademikerinnen andeutet. Die Maßnahmen, die zur Verbesserung beruflicher Chancengleichheit eingeleitet worden sind, beginnen auch in einem industriellen Feld, das wie die Automobilindustrie einen sehr niedrigen Frauenanteil aufweist, zu greifen und die Geschlechterverhältnisse in Bewegung zu bringen. Es bleibt eine beständige Herausforderung an die Betriebsräte, Betriebsvereinbarungen im Sinne der Frauen- und Gleichstellungspolitik auszuhandeln, sie institutionell abzusichern und in die Personalpolitik der Unternehmen einzubinden. (IAB)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung - Frauensache?: Formen, Verbreitung, Bestimmungsfaktoren flexibler Arbeit (2006)
Zitatform
Pernicka, Susanne & Bettina Stadler (2006): Atypische Beschäftigung - Frauensache? Formen, Verbreitung, Bestimmungsfaktoren flexibler Arbeit. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 3, S. 3-21.
Abstract
"In dem Aufsatz fragen wir nach objektiven und subjektiven Erklärungsfaktoren für den hohen Anteil von Frauen in jenen Wirtschaftssektoren, in denen atypische Beschäftigung dominiert, und gelangen dabei teils zu erwartbaren und teils zu kontraintuitiven Ergebnissen: Frauen arbeiten zu einem großen Anteil Teilzeit und geringfügig und konzentrieren sich in jenen Wirtschaftssektoren, die für ein hohes physisches und psychisches Anspruchsniveau, niedrige Löhne und wenig Aufstiegsmöglichkeiten bekannt sind (z. B. Handel, Gesundheits- und soziale Berufe, persönliche Dienste). Zudem sind Frauen mit Kindern und ohne Kinder häufiger als Männer atypisch beschäftigt, sodass die Vermutung nahe liegt, dass nicht nur das Vorhandensein von Kindern Frauen in atypische Beschäftigung drängt, sondern das Geschlecht per se ebenfalls eine Erklärungswirkung für die Atypisierung aufweist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women (2006)
Prowse, Victoria L.;Zitatform
Prowse, Victoria L. (2006): Part-time work and occupational attainment amongst a cohort of British women. (IZA discussion paper 2342), Bonn, 39 S.
Abstract
"Using data on a cohort of British women who were born in 1958, this paper investigates the effects of qualifications, household structure and family background on the occupational penalty suffered by women in part-time employment. The analysis is conducted using a dynamic multinomial modelling framework in which hours of work and occupational attainment are jointly determined. The results reveal that at the bottom of the occupational hierarchy degree level qualifications improve the occupational attainment of women in part-time employment relative to that of women working full-time. In contrast, at top of the occupational hierarchy, degree level qualifications benefit full-timers more than part-timers. Contrary to the conventional wisdom, women with children have higher occupational attainment than childless women thus suggesting that women with children are relatively selective in terms of the jobs they are willing to accept. Furthermore, women with children experience a smaller part-time occupational penalty than childless women. Family background effects are present but small." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung: eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung (2006)
Schwarz, Claudia;Zitatform
Schwarz, Claudia (2006): Gründungsalltag, Gender und Gründungsfinanzierung. Eine genderdifferenzierende Studie zum Gründungsprozess österreichischer UnternehmerInnen mit dem Schwerpunkt auf der Unternehmensfinanzierung. (Ibw-Schriftenreihe 133), Wien, 161 S.
Abstract
"Ziel dieser im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit, Frauen unternehmen' durchgeführten Studie war es, geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Gründerinnen und Gründern herauszuarbeiten, forschungspraktisch also geschlechterdifferenzierte Daten zum Unternehmensgründungsprozess zu erheben. Es sollten die unterschiedlichen Ansätze, Vorgehensweisen und Probleme von Frauen im Vergleich und in Abgrenzung von männlichen Gründern dargestellt werden. Der Fokus der Analyse liegt vor allem auf den Charakteristika von 'Frauenbetrieben' und den spezifischen Bedürfnissen von Frauen im Gründungsprozess, um ihre Einstiegs- aber auch Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Ziel des Gender-Mainstreaming-Ansatzes der Entwicklungspartnerschaft 'Alternative: Selbständigkeit' ist die Entwicklung von geeigneten Rahmenbedingungen für einen geschlechtsneutralen Zugang zur Selbständigkeit als existenzsichernde Alternative zur unselbständigen Tätigkeit. Im Rahmen aller Projektmodule wird der Ansatz der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Bereich der Unternehmensgründung verfolgt, die dann besser erreicht werden kann, wenn auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen (etwa in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, alternative Finanzierungsmöglichkeiten) eingegangen wird und erfolgreiche Gründungsstrategien auf die Anwendung von Frauen adaptiert werden. Zentrale Themenbereiche der Studie sind daher die Unternehmensfinanzierung und die Betreuungspflichten, die im Zuge der Unternehmensgründung bestanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Overworked Britons?: part-time work and work-life balance (2005)
Bonney, Norman;Zitatform
Bonney, Norman (2005): Overworked Britons? Part-time work and work-life balance. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 391-401.
Abstract
Besonders lange Arbeitszeiten gelten als typisch für Großbritannien. Wirtschaft, Regierung und Wissenschaft gehen gemeinsam davon aus, dass es notwendig ist, mit der Kultur der langen Arbeitszeiten zu brechen, um Arbeitsleben und Familienleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Annahme überlanger Arbeitszeiten für Großbritannien falsch ist. Die wöchentliche Arbeitszeit in Großbritannien entspricht dem EU-Durchschnitt und internationalen Standards. Diese Diskrepanz kommt dadurch zustande, dass Teilzeitarbeitsplätze bei der Berechnung der Arbeitszeiten in Großbritannien im allgemeinen nicht mit einbezogen werden. Dies bedeutet, das 20 Prozent der Beschäftigten - vor allem Frauen - hierbei unberücksichtigt bleiben. Seit 1960 ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in Großbritannien kontinuierlich gestiegen, und immer mehr Menschen sehen darin die Möglichkeit, Arbeit und familiäre Verpflichtungen, wie z.B. Kinderbetreuung, in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Der hohe Anteil an Teilzeitarbeit in Großbritannien wird positiv bewertet, denn er ermöglicht einem größeren Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung, und hier besonders Müttern mit kleinen Kindern, eine kontinuierliche Teilhabe am Arbeitsprozess. (IAB)
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Literaturhinweis
The part-time pay penalty (2005)
Zitatform
Manning, Alan & Barbara Petrongolo (2005): The part-time pay penalty. (CEP discussion paper 679), London, 97 S.
Abstract
"In 2003, women working part-time in the UK earned, on average, 22% less than women working full-time. Compared to women who work FT, PT women are more likely to have low levels of education, to be in a couple, to have young and numerous children, to work in small establishments in distribution, hotels and restaurants and in low-level occupations. Taking account of these differences, the PT penalty for identical women doing the same job is estimated to be about 10% if one does not take account of differences in the occupations of FT and PT women and 3% if one does. The occupational segregation of PT and FT women can explain most of the aggregate PT pay penalty. In particular, women who move from FT to PT work are much more likely to change employer and/or occupation than those who maintain their hours status. And, when making this transition, they tend to make a downward occupational move, evidence that many women working PT are not making full use of their skills and experience. Women working PT in the other EU countries have similar problems to the UK but the UK has the highest PT pay penalty and one of the worst problems in enabling women to move between FT and PT work without occupational demotions. At the same time, PT work in the UK carries a higher job satisfaction premium (or a lower job satisfaction penalty) than in most other countries. Policy initiatives in recent years like the National Minimum Wage, the Part-Time Workers Regulations and the Right to Request Flexible Working appear to have had little impact on the PT pay penalty as yet although it is too early to make a definitive assessment of the full impact of some of these regulations. The most effective way to reduce the PT pay penalty would be to strengthen rights for women to move between FT and PT work without losing their current job." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Familienorientierte Arbeitszeitmuster: neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten (2005)
Rürup, Bert; Gruescu, Sandra;Zitatform
Rürup, Bert & Sandra Gruescu (2005): Familienorientierte Arbeitszeitmuster. Neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten. Berlin, 50 S.
Abstract
"An den Bedürfnissen von Eltern und Pflegepersonen ausgerichtete Arbeitszeitmuster haben nicht nur positive Effekte für die Unternehmen und Erwerbspersonen, sondern auch auf makroökonomischer Ebene. Ergänzend zu betriebswirtschaftlichen Untersuchungen erörtert das Gutachten, welche Wachstumspotenziale sich damit erzielen lassen. Wenn mehr Frauen mit Kindern ihre Erwerbswünsche realisieren können, wächst das Arbeitskräftepotenzial. Durch eine bessere Koordination von familiären und beruflichen Anforderungen ist ein Anstieg der Geburtenrate wahrscheinlich. Anhand verschiedener Teilzeitmodelle zeigt das Gutachten, wie sich die Interessen von Unternehmen und die Wünsche der Mitarbeiter vereinbaren lassen. Weitere Anregungen gibt der Blick auf Beispiele aus dem europäischen Ausland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitbeschäftigung als Arbeitsmarktchance (2005)
Schäfer, Andrea; Vogel, Claudia;Zitatform
Schäfer, Andrea & Claudia Vogel (2005): Teilzeitbeschäftigung als Arbeitsmarktchance. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 7, S. 131-138.
Abstract
"Mehr als ein Fünftel der Erwerbstätigen in Deutschland sind Teilzeitbeschäftigte. Seit Anfang 2001 ist das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz) in Kraft. Es hat die weitere Ausweitung der Teilzeit und die Schaffung neuer Stellen zum Ziel, um dadurch die allgemeine Beschäftigungssituation und somit die individuellen Partizipationschancen zu verbessern. Zu erwarten ist daher, dass die Zahl der Teilzeitbeschäftigten weiter steigen wird. Die große Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten wird nach wie vor von Frauen gestellt, denn eine wichtige Funktion von Teilzeitarbeitsverhältnissen ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Dies wird auch so bleiben, solange insbesondere in Westdeutschland keine bedarfsgerechten öffentlichen Kinderbetreuungsangebote bereitgestellt werden. Die Ergebnisse weisen zudem auf das künftige Potential der Teilzeit als Alternative zur Arbeitslosigkeit hin. Die vom DIW Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Sozialforschung erhobene Längsschnittsstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) zeigt, dass Frauen nicht nur häufiger als Männer, sondern auch länger in Teilzeit arbeiten, vor allem in Westdeutschland. Freilich wird deutlich, dass bei Männern der Teilzeitbeschäftigung häufiger der Einstieg in ein weiteres Beschäftigungsverhältnis folgt als bei Frauen. Männer haben auch die besseren Karrierechancen, also größere Übergangswahrscheinlichkeiten in die Vollzeit. Teilzeitbeschäftigung fördert zwar die Partizipationschancen der Frauen im Arbeitsmarkt, kann aber deren Erwerbsbeteiligung in Form einer Vollzeitbeschäftigung nicht nachhaltig verbessern. Teilzeit unterstützt also faktisch das Fortbestehen geschlechtsspezifischer Erwerbsmuster, wobei auch große Ost-West-Unterschiede sichtbar werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit (2005)
Zitatform
Wanger, Susanne (2005): Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigungsgewinne sind nur die halbe Wahrheit. (IAB-Kurzbericht 22/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Mit knapp 49 Prozent sind heute fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland Frauen - 1991 waren es noch rund 44 Prozent. Allerdings hat die Zahl der von ihnen geleisteten Arbeitsstunden nicht in gleichem Maße zugenommen. Frauen trugen 2004 nur unterproportional zum gesamten Arbeitsvolumen bei - mit einem Anteil von 41 Prozent. Das insbesondere, weil viele teilzeitbeschäftigt sind: 2004 waren 75 Prozent aller Teilzeitstellen, aber nur knapp 37 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze von Frauen besetzt. Das IAB zeichnet mit seiner Arbeitsvolumenrechnung ein differenziertes Bild der Partizipation von Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen an der Erwerbsarbeit. Damit ist das Arbeitsvolumen der Frauen insgesamt gesunken und lag 2004 sogar unter dem Stand von 1991. Ein geringeres Arbeitsvolumen verteilt sich also auf eine weitaus größere Zahl von Frauen. Das Arbeitsvolumen der Männer ist allerdings stärker gesunken als das der Frauen. Zwar sind auch mehr Männer als früher teilzeitbeschäftigt, jedoch immer noch relativ wenige. Sie nutzen Teilzeit vor allem am Anfang und am Ende ihres Arbeitslebens. Bei Frauen nimmt die Teilzeitarbeit dagegen oft im gesamten Erwerbsleben breiten Raum ein. Deshalb bedarf es weiterer Anstrengungen, um die Arbeitsmarktchancen von Frauen zu verbessern. Dazu gehören neben besseren Angeboten zur Kinderbetreuung auch mehr familiengerechte Arbeitsplätze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Beschäftigte, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen
- Anteile an Beschäftigung und Arbeitsvolumen nach Geschlecht und Altersgruppen
- Beschäftigungsstruktur 2004 nach Geschlecht und Altersgruppen
- Hier finden Sie zusätzlich eine Tabelle zu den Arbeitszeiten und dem Arbeitsvolumen in Deutschland nach dem Geschlecht und der Region.
- Anteile der geringfügig Beschäftigten an allen Teilzeitbeschäftigten nach Geschlecht und Altersgruppen
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Literaturhinweis
Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Qualitative Bedeutung von Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 5 S.
Abstract
"Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen durch Frauen wird bisher als relativ gering eingeschätzt. Zudem werden zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolges häufig rein quantitative Merkmale, wie Unternehmensgröße und Mitarbeiterzahl, herangezogen. Dabei bleiben wichtige qualitative Aspekte unberücksichtig. Das zweite Factsheet der bundesweiten Gründerinnenagentur stellt einige Ergebnisse aus wissenschaftlichen Analysen zu den Besonderheiten von Existenzgründungen durch Frauen heraus und geht dabei im Speziellen auf qualitative Merkmale ein, durch welche sich Frauengründungen auszeichnen und durch die sie zu einem wichtigen Motor für die weitere Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaftsstruktur werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen (2005)
Zitatform
(2005): Psychologische Aspekte der Gründungen durch Frauen. (Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland. Daten und Fakten), Stuttgart, 6 S.
Abstract
"Der Schwerpunkt dieses Factsheets liegt zum einen auf bedeutsamen Erkenntnissen aus den Bereichen der psychologischen Forschung wie der persönlichen Merkmale und Erfolgsdeterminanten. Zum anderen werden einige Erkenntnisse zu den Themen 'Bedeutung von Netzwerken' und 'Ich- AG' im Bezug auf Unternehmensgründerinnen dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle (2004)
Zitatform
Casey, Catherine & Petricia Alach (2004): Just a temp? Women, temporary employment and lifestyle. In: Work, employment and society, Jg. 18, H. 3, S. 459-480. DOI:10.1177/0950017004045546
Abstract
"Women's continued high rate of participation in non-standard employment, especially temporary and part-time jobs, attracts much critical concern. Many social analysts of work regard non-standard employment as heightening risks of economic insecurity, workplace exploitation and social marginalization. Labour economists regard temporary and part-time work as comprising 'secondary' labour markets and workers in this sector as 'secondary earners'. Many analysts consider women's over-representation in this sector to be a consequence of women's exclusion from primary sector employment and its expected better conditions.
This article develops an interpretive analysis of a qualitative study of 45 women temporary workers in New Zealand in 2001-2002. The experiences and aspirations with respect to work of this particular sample of women currently engaged in temporary employment relations indicate some divergent trajectories from those more commonly observed. In contrast to most current depictions of women and temporary employment, the findings indicate that some women are striving to practise their own preferential employment arrangements in ways that actively challenge conventional economic assumptions of employment behaviour and traditional trajectories of women's lives. The article proposes that these efforts may indicate alternative oppositional strategies to normative acceptance of qualitatively degraded jobs and employment relations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Ist der "Arbeitskraftunternehmer" weiblich?: 'subjektivierte' Erwerbsorientierungen von Frauen in Prozessen betrieblicher Diskontinuität (2004)
Zitatform
Frey, Michael (2004): Ist der "Arbeitskraftunternehmer" weiblich? 'subjektivierte' Erwerbsorientierungen von Frauen in Prozessen betrieblicher Diskontinuität. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 1, S. 61-77. DOI:10.1515/arbeit-2004-0106
Abstract
"Der Artikel nimmt Bezug auf neueste empirische Befunde zur 'Arbeitskraftunternehmer'-These, die vor allen bei gut qualifizierten Frauen entsprechende Erwerbsorientierungen feststellen. Vor dem Hintergrund aktueller betrieblicher Reorganisationsprozesse wird dieses Ergebnis diskutiert und nach seinen möglichen Ursachen befragt. Dabei wird Bezug genommen auf eigene Befunde zu Erwerbsorientierungen von Frauen in betrieblichen Transformationsprozessen. Deutlich wird die in erster Linie strukturelle Rahmung dieser sehr ähnlichen Erwerborientierungen. Dies wird mit der aktuellen Diskussion um 'Subjektivierung von Arbeit' in Verbindung gesetzt. Gefragt wird nach dem Zusammenhang mit dem Geschlechterverhältnis sowie nach Implikationen hinsichtlich sozialer Ungleichheit. Im Ergebnis wird zum einen deutlich, dass äußerlich ähnliche Erwerbsorientierungen sehr unterschiedliche gesellschaftliche Voraussetzungen haben können, die sich besonders auf die Gestaltung des Zusammenhangs von Arbeit und Leben beziehen. Zum anderen deutet sich eine zunehmende Polarisierung von Frauen entlang von Qualifikation und Lebensform an, die letztlich auch vor Männern nicht halt machen muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien (2004)
Lasch, Vera; Wonneberger, Eva;Zitatform
Lasch, Vera & Eva Wonneberger (2004): Berufliche Selbstständigkeit als neues Feld geschlechtsspezifischer Beratungs- und Forschungsstrategien. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 22, H. 2/3, S. 112-125.
Abstract
Mit der Einführung von Frauenberatungsstellen, Stammtischen speziell für unternehmerische Frauen, spezifischen Weiterbildungen für die weibliche Selbstständigkeit, Coachingkursen und Mentoring-Programmen sowie eigenen Gründungszentren ist deutlich geworden, dass Geschlechterunterschiede auch im Bereich von Existenzgründungen und beruflicher Selbstständigkeit virulent sind. Der Beitrag zeigt auf und analysiert, wie Wirtschaftsförderung und Beratungsangebote tatsächlich auf diese Unterschiede reagiert haben. Auch wird der Frage nachgegangen, wie Geschlechtergerechtigkeit derart gestaltet und strukturell gefördert werden kann, dass neue Formen von Arbeit entstehen, die mit den Geschlechterarrangements in den Familien in Einklang stehen. Nach wie vor ist eine begrenzte Arbeitszeit von Frauen typisch. Die Mehrzahl entscheidet sich für solche Formen der Selbstständigkeit, die nicht mehr als 30 Wochenstunden erfordern, jedoch nehmen die Anteilswerte von selbständigen Tätigkeiten mit mehr als 40 Arbeitsstunden pro Woche zu. Längerfristig ist das Ziel von Frauenselbstständigkeit die Schaffung existenzsichernder Verhältnisse, daher ist von der (zunächst scheinbar attraktiven) Förderung der Ich-AG nach dem Hartz-Konzept abzuraten und es wird den Existenzgründerinnen empfohlen, das Überbrückungsgeld in Anspruch zu nehmen. Es zeigt sich auch, dass Frauen und Männer unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse an die Beratungssituation herantragen. Skizziert wird der Stand der Forschung zu 'Existenzgründung und Frauen' seit den 80er Jahren, um dann zu analysieren, was die Befunde für geschlechtersensible Betrachtungen bedeuten. Abschließend werden aktuelle Fragen zu Wandel der Arbeit, Tätigkeiten und Erwerb behandelt. Fazit: Im Bereich konzeptioneller Überlegungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf besteht noch vielfältiger Entwicklungsbedarf. Forschung sollte daher den größeren Kontext untersuchen. (IAB)
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Literaturhinweis
Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz (2004)
Thüsing, Gregor;Zitatform
Thüsing, Gregor (2004): Teilzeit- und Befristungsgesetz - Oder : Von der Schwierigkeit eines Kompromisses zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz. In: Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 35, H. 1, S. 67-99.
Abstract
Das im Jahre 2000 erlassene Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) erscheint heute bereits als ein fester Bestandteil des deutschen Arbeitsrechts und ist in wesentlichen Teilen europarechtlich vorgegeben. Angesichts einer schon umfangreichen Rechtsprechung wird eine Zwischenbilanz des gesetzlichen Regelwerks gezogen, das sich als ein Kompromiss zwischen Beschäftigungsförderung und Arbeitnehmerschutz darstellt. Ausgangspunkt ist der Anspruch auf Teilzeitarbeit nach Paragraph 8 TzBfG; es folgt eine Darstellung und Bewertung der neueren BAG-Rechtsprechung und ein Blick auf die neuen Befristungsmöglichkeiten, die durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und das Gesetz zu Reformen des Arbeitsrechts geschaffen wurden. Behandelt wird außerdem die Einstellung befristet Beschäftigter und die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes ab dem 1.1.2004. In einem zusammenfassenden Überblick wird dann dargestellt, wie schwierig es ist, die beiden zumeist gegensätzlich positionierten Zwecke des TzBfG zu versöhnen. Dabei scheint die Rechtsprechung den Arbeitnehmerschutz zuweilen ernster zu nehmen als die beschäftigungspolitischen Impulse, die vom TzBfG ausgehen könnten. (IAB)
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Literaturhinweis
The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work (2004)
Valdés Dal-Ré, Fernando;Zitatform
Valdés Dal-Ré, Fernando (2004): The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work. In: Transfer, Jg. 10, H. 2, S. 248-262. DOI:10.1177/102425890401000208
Abstract
"Zwischen 1984 und 1993 haben sich die Teilzeitbeschäftigungsquoten in Spanien verdreifacht. Die zunehmende Verbreitung von Teilzeitarbeit war Ausdruck der in diesem Zeitraum und darüber hinaus geführten Beschäftigungspolitik die darauf abzielte, ein Höchstmaß an Flexibilität beim Abschluss von Arbeitsverträgen, d.h. sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitverträgen, zu gewähren. Teilzeitarbeit war und ist in gewissem Maße auch heute noch mit einer hohen Beschäftigungsunsicherheit verbunden. Der Beitrag untersucht die aufeinander folgenden und zum Teil widersprüchlichen Maßnahmen, die seit 1994 von den Sozialpartnern und der Regierung ergriffen wurden, um die Qualität und die Sicherheit der Teilzeitarbeit zu erhöhen. Er befasst sich mit der Frage, inwieweit diese Maßnahmen ihre Ziele erreicht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Female labour force participation: past trends and main determinants in OECD countries (2003)
Zitatform
Jaumotte, Florence (2003): Female labour force participation. Past trends and main determinants in OECD countries. (OECD Economics Department working papers 376), Paris, 66 S. DOI:10.1787/082872464507
Abstract
"This paper examines the determinants of female labour force participation in OECD countries, including a number of policy instruments such as the tax treatment of second earners (relative to single individuals), childcare subsidies, child benefits, paid maternity and parental leaves, and tax incentives to sharing market work between spouses. The econometric analysis uses a panel data set covering 17 OECD countries over the period 1985-1999, and distinguishes between part-time and full-time female participation rates. It shows a positive impact on female participation of a more neutral tax treatment of second earners (relative to single individuals), stronger tax incentives to share market work between spouses, childcare subsidies, and paid maternity and parental leaves Unlike childcare subsidies, child benefits reduce female participation due to an income effect and their lump-sum character. Finally, female education, the general labour market conditions, and cultural attitudes remain major determinants of female participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit: Entwicklung der Teilzeitarbeit in OÖ im Beobachtungszeitraum 1980-2001 (2003)
Rippatha, Erika;Zitatform
Rippatha, Erika (2003): Immer mehr Frauen arbeiten Teilzeit. Entwicklung der Teilzeitarbeit in OÖ im Beobachtungszeitraum 1980-2001. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 26, H. 2, S. 51-65.
Abstract
"In den letzten zehn Jahren hat sich in Oberösterreich die Anzahl der unselbständig teilzeitbeschäftigten Personen mehr als verdoppelt. Teilzeitarbeit ist auch in Oberösterreich fast ausschließlich Frauensache. 92 Prozent der unselbständig Teilzeitbeschäftigten Oberösterreichs waren 2001 Frauen. Der Zuwachs bei der Frauenbeschäftigung in Oberösterreich besteht seit 1990 ausschließlich aus Teilzeitstellen. Wollen Frauen einer Erwerbstätigkeit nachgehen, dann ist Teilzeitarbeit in sehr vielen Fällen die einzige Möglichkeit, wie es gelingen kann, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Denn auf Grund der familiären Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern und auf Grund der Tatsache, dass nach wie vor ein Mangel an Kinderbetreuungseinrichtungen besteht, ist in gewissen Lebensphasen eine Vollzeitbeschäftigung für die meisten Frauen einfach nicht möglich. Teilzeitarbeitsplätze konzentrieren sich auf wenige Branchen und Teilzeitarbeit nimmt mit der Höhe der Qualifikation ab. Es bildet sich zunehmend ein "Teilzeitarbeitsmarkt" (Handel, Reinigung, persönliche Dienstleistungen) heraus, welcher sich neben der in der Arbeitswelt ungebrochen herrschenden Vollzeitkultur etabliert hat und für Frauen "reserviert" ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hohe Lebenszufriedenheit teilzeitbeschäftigter Mütter (2003)
Trzcinski, Eileen; Holst, Elke;Zitatform
Trzcinski, Eileen & Elke Holst (2003): Hohe Lebenszufriedenheit teilzeitbeschäftigter Mütter. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 35, S. 539-545.
Abstract
In dem Beitrag wird die Lebenszufriedenheit von Müttern in Deutschland vor und nach der Geburt eines Kindes untersucht. Ziel ist es, subjektive Belastungen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes - auch in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus - zu ermitteln. Datengrundlage ist das Sozio-oekonomische Panel. Im Mittelpunkt stehen Mütter mit deutscher Nationalität, die im Zeitraum 1992 bis 1998 ein Kind geboren haben. Analysiert wird ihre Lebenszufriedenheit ein Jahr vor und drei bzw. fünf Jahre nach einer Geburt. Es wird festgestellt, dass die Lebenszufriedenheit von Müttern in den Jahren nach der Geburt eines Kindes dann besonders hoch ist, wenn sie einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Die Geburt des ersten Kindes geht fast immer mit einem Anstieg der Lebenszufriedenheit der Mütter einher. Doch dieser Effekt hält meist nicht lange an. Bereits ein Jahr später ist die Lebenszufriedenheit der Mütter wieder gesunken. Teilzeiterwerbstätige Mütter sind dabei am zufriedensten - auch im Vergleich mit nichterwerbstätigen Müttern. Vollzeiterwerbstätige Mütter sind dagegen am wenigsten mit ihrem Leben zufrieden. Bei einer weiteren Geburt ist die Lebenszufriedenheit im Allgemeinen geringer, ganz besonders im Falle von vollzeitbeschäftigten Müttern. In Ostdeutschland sind die Mütter mit ihrem Leben erheblich weniger zufrieden als in Westdeutschland. "Es wird deutlich, dass Deutschland noch nicht auf eine gleiche Teilhabe von Müttern und Vätern in Beruf und Familie eingestellt ist. Eine moderne Familienpolitik, die erfolgreich sein will, sollte im Rahmen einer Gleichstellungspolitik erfolgen." (IAB2)
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