Kinder in der Grundsicherung
Erhöhter Kinderfreibetrag und mehr Kindergeld, Kinderzuschlag, Kinderbonus, Schulbedarfs- und Bildungspaket - die vielfältigen sozialstaatlichen Hilfen für Familien mit Kindern sind in den letzten Jahren stetig korrigiert worden. Demgegenüber stehen Befunde zur überdurchschnittlich hohen Betroffenheit von Kindern unter 15 Jahren im SGB-II-Bezug mit der Folge mangelnder Bildungs- und soziokultureller Teilhabe.
Dieses Themendossier bietet einen Literaturüberblick und Links zur Debatte um gerechte Teilhabechancen für Kinder.
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Literaturhinweis
Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe: erster Zwischenbericht 28.2.2014 (2014)
Bartelheimer, Peter; Heinen, Julia; Gonsior, Annegret; Kaps, Petra; Brinkwerth, Stefanie; Kotlenga, Sandra; Tobsch, Verena; Pagels, Nils; Klawitter, Maren; Wulf, Helmut; Barg, Annelie; Marquardsen, Kai; Wenzig, Claudia; Baumgärtner, Luisa; Achatz, Juliane; Becher, Inna;Zitatform
Bartelheimer, Peter, Petra Kaps, Sandra Kotlenga, Kai Marquardsen, Nils Pagels, Juliane Achatz, Inna Becher, Claudia Wenzig, Julia Heinen, Stefanie Brinkwerth, Annegret Gonsior, Helmut Wulf & Luisa Baumgärtner (2014): Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe. Erster Zwischenbericht 28.2.2014. Nürnberg, 269 S.
Abstract
"Bei dem Forschungsprojekt geht es darum zu untersuchen, welche Zusammenhänge und Faktoren die Inanspruchnahme der Leistungen für Bildung und Teilhabe beeinflussen und ob und wie die Leistungen bei den Leistungsberechtigten ankommen. Erstmals wird somit ein umfassendes Gesamtbild zur Inanspruchnahme und Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets vorliegen. Das gesamte Forschungsprojekt ist auf einen Zeitraum von drei Jahren (bis 2016) angelegt.
Die Studie wird vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Partnern durchgeführt. Die Messung des Erfüllungsaufwandes durch das Statistische Bundesamt ist ebenso Teil des Gesamtforschungsvorhabens wie auch Auswertungen zur Inanspruchnahme des Bildungspaketes im Rahmen des Panel Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS), das vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) durchgeführt wird. Bei PASS handelt es sich um eine seit 2006/2007 jährlich stattfindende Haushaltsbefragung, in der ca. 10.000 Haushalte befragt werden. Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich auf das Erhebungsjahr 2012, in dem erstmals Fragen zur Inanspruchnahme bzw. Nicht-Inanspruchnahme der Leistungen für Bildung und Teilhabe aufgenommen wurden.
Der vorliegende Zwischenbericht liefert insbesondere neue Erkenntnisse aus PASS. Bereits in 2012 und 2013 wurden im Auftrag des BMAS repräsentative Befragungen vom Institut für Sozialforschung (ISG) bei den leistungsberechtigten Familien durchgeführt. Vergleiche des laufenden Forschungsvorhabens zu Bildung und Teilhabe mit diesen und weiteren Studien sind nur sehr eingeschränkt möglich. Denn die Studien unterscheiden sich in zahlreichen Faktoren, die für die Analyseergebnisse ausschlaggebend sein können, wie etwa die Stichprobenziehung, das Gewichtungsdesign sowie die befragten Gruppen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Wenzig, Claudia; -
Literaturhinweis
Wie "relativ" ist Kinderarmut?: Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich (2014)
Baumann, Helge; Seils, Eric;Zitatform
Baumann, Helge & Eric Seils (2014): Wie "relativ" ist Kinderarmut? Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich. (WSI-Report 11), Düsseldorf, 15 S.
Abstract
"Die Armutsmessung in Deutschland basiert auf dem Konzept der relativen Einkommensarmut. Die Messung folgt einem von der EU gesetzten Standard, wonach Menschen als armutsgefährdet gelten, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens zur Verfügung haben. Dieses Konzept wird oft dafür kritisiert, dass es Niedrigeinkommen und nicht den mit der Vorstellung von Armut verknüpften Mangel misst. In diesem Aufsatz wird auf regionaler Ebene untersucht, inwiefern die relative Einkommensarmut von Kindern zu schlechten Lebensbedingungen führt. Es zeigt sich, dass insbesondere im Osten beträchtliche Mangellagen für Kinder in einkommensarmen Haushalten zu beobachten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft: Armutsprävention in Wissenschaft, Politik und Praxis (2014)
Hopfengärtner, Georg;Zitatform
Hopfengärtner, Georg (Hrsg.) (2014): Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft. Armutsprävention in Wissenschaft, Politik und Praxis. Nürnberg: Emwe-Verlag, 255 S.
Abstract
"Kinderarmut bedeutet nicht nur materielle Knappheit, sondern oft auch fehlende Bildungschancen, schlechte Berufsperspektiven, schlechterer Gesundheitszustand, weniger kulturelle Teilhabe, weniger Bewegung, weniger soziale Kontakte und Netzwerke. Mit der Dritten Nürnberger Armutskonferenz mit dem Titel 'Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft' sollten die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf Kinder und Jugendliche betrachtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Lebenslagen von Familien und Bedarfsgemeinschaften im Leistungsbezug SGB II: Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg (2014)
Rudolph, Helmut; Tanis, Kerstin ; Koller, Lena ; Gerullis, Maria; Lietzmann, Torsten ; Makrinius, Doreen;Zitatform
Rudolph, Helmut, Lena Koller & Torsten Lietzmann; Doreen Makrinius, Maria Gerullis & Kerstin Tanis (Mitarb.) (2014): Lebenslagen von Familien und Bedarfsgemeinschaften im Leistungsbezug SGB II. Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg. In: Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg (Hrsg.) (2014): Sozialbericht der Freien und Hansestadt Hamburg, S. 1-91, 2013-04-26.
Abstract
"Zum 1. Januar 2005 wurde die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) eingeführt. Diese ersetzte die vorherigen Systeme der Arbeitslosen- und Sozialhilfe und bildet das soziale Netz zur Sicherung des sozio-ökonomischen Existenzminimums für die Bevölkerung im Erwerbsalter und ihrer Kinder. Die Inanspruchnahme von Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II zeigt nach den Kriterien des Gesetzes das Ausmaß der 'sozialstaatlich bekämpften Armut' für diesen Bevölkerungsteil an. Dieser Berichtsteil handelt schwerpunktmäßig von den Lebenslagen der Familien in Hamburg, die Leistungen der Grundsicherung in Anspruch genommen haben und nehmen. Die zentralen Vergleichskriterien bilden die Lebensformen von Alleinerziehenden und Paaren sowie die Anzahl der Kinder als Indikatoren für die Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Erwerbsbeteiligung und Einkommenserzielung.
Soweit möglich wird eine 'dynamische Perspektive' bei der Untersuchung der Lebenslagen eingenommen, um ein Bild der 'Strukturen der Bedürftigkeit', wie sie sich in Stichtagsergebnissen abbilden, mit einem Verständnis der Prozesse bei der Entstehung, Verfestigung und Überwindung der Armutslagen zu verbinden. Der Zeitraum, der dabei betrachtet wird, reicht von 2005 bis an den aktuellen Rand der verfügbaren Daten Ende 2009 und 2010." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Child poverty and the reform of family cash benefits (2013)
Arcanjo, M.; Passos, J.; Nunes, F.; Bastos, A.;Zitatform
Arcanjo, M., A. Bastos, F. Nunes & J. Passos (2013): Child poverty and the reform of family cash benefits. In: The Journal of Socio-Economics, Jg. 43, H. April, S. 11-23. DOI:10.1016/j.socec.2012.11.015
Abstract
"Child poverty is a fully recognized problem in the industrialized world. In the EU, nearly one in every five children experienced poverty in 2008 while for the population as a whole, the risk of poverty was around 17%. The scale of this problem and its consequences underpin the importance of identifying and learning about the underlying processes. This article aims to study how family cash benefits have impacted on child poverty, over recent years. Based on microdata gathered by the European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU SILC) for the period 2004-2008, we generate a portrait of child income poverty in four countries: Italy, Portugal, Spain and Poland. Moreover, we consider the major legislative changes in family social security payments able to impact on child poverty. The international comparison enables an identification of the children's poverty profile and pattern of incidence across the countries analysed while also analysing just how family and child cash benefits have impacted on child poverty. This exercise finally enables an initial test of the efficiency and the effectiveness of these benefits. The methodological framework deployed ranges from descriptive methods to econometric models in order to sustain our discussion of the subject under study." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Abschied vom "dualen System": Effekte einer Reform des Kindergeldes (2013)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2013): Abschied vom "dualen System". Effekte einer Reform des Kindergeldes. Berlin, 20 S.
Abstract
"Das derzeitige System des dualen Familienlastenausgleichs (FLA) ist gekennzeichnet durch ein weit hinter dem kindlichen Existenzminimum zurück bleibendes pauschales Kindergeld -- allein das sächliche Existenzminimum beläuft sich auf 356 EURO -- und eine im oberen Einkommensbereich systematisch mit dem Einkommen steigende Begünstigung der Familien. Die für den Niedrigeinkommensbereich unzureichende Höhe des Kindergeldes hat 2005 zur Einführung des Kinderzuschlags geführt. Durch die restriktive und bürokratische Ausgestaltung dieses Transfers und die fehlende Einbindung in den allgemeinen Familienlastenausgleich werden allerdings nur wenige Familien erreicht. Vor diesem Hintergrund und auf der Basis eines 2011 erstellten Rechtsgutachtens sowie eines Anfang 2012 vorgelegten Diskussionspapiers über ein Konzept zur Reform des Kindergeldes wird im Folgenden eine spezielle Reformvariante mit begrenzter Reichweite skizziert und hinsichtlich ihrer unmittelbaren Wirkungen dargestellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Poverty and the social participation of young people: an analysis of poverty-related withdrawal mechanisms (2013)
Zitatform
Damelang, Andreas & Georgi Kloß (2013): Poverty and the social participation of young people. An analysis of poverty-related withdrawal mechanisms. In: Journal for labour market research, Jg. 46, H. 4, S. 321-333., 2013-09-06. DOI:10.1007/s12651-013-0148-8
Abstract
"Ziel des Aufsatzes ist es, armutsspezifische Rückzugsmechanismen von Kindern und Jugendlichen zu analysieren. Eine geringere soziale Teilhabe in außerschulischen Organisationen reduziert die Möglichkeiten informellen Lernens und mindert infolgedessen Lebenschancen. Aus der Armutsforschung ist bekannt, dass finanzielle Restriktionen und ein sozialer Rückzug aufgrund von Schamgefühlen in geringeren Teilhabequoten münden. Indem wir kostenpflichtige von beitragsfreien Freizeitangeboten unterscheiden, kann zwischen beiden Mechanismen diskriminiert werden. Die empirische Querschnittsstudie auf Basis des Panels für Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) gibt eindeutige Hinweise darauf, dass vor allem ökonomische Knappheit und in viel geringerem Maße ein sozialer Rückzug verringerte Teilhabechancen erklären. Die Befunde deuten zudem darauf hin, dass soziale Deprivation sich erst bei verstetigter Armut niederschlägt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Bildungs- und Teilhabepaket: Chancen für Kinder aus Familien mit Kinderzuschlag (2013)
Henkel, Melanie; Haumann, Wilhelm;Zitatform
Henkel, Melanie & Wilhelm Haumann (2013): Das Bildungs- und Teilhabepaket. Chancen für Kinder aus Familien mit Kinderzuschlag. (Monitor Familienforschung 30), Berlin, 52 S.
Abstract
"Der Monitor präsentiert die Ergebnisse der Evaluation der Inanspruchnahme, Bewertung und Wirkung des Bildungs- und Teilhabepakets für Familien, die Kinderzuschlag beziehen. Darüber hinaus gibt er Aufschluss über die Familien, die den Kinderzuschlag nutzen - über Kinderzahl, Bildungsstand, Erwerbssituation und weitere soziodemografische Merkmale. Er nimmt auch die Situation von Familien in den Blick, die den Kinderzuschlag aktuell nicht mehr beziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Entwicklung von Armutsrisiken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Auswertungen auf Basis des SOEP im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts (2013)
Zitatform
Krause, Peter, Hanno Falkenberg & Isabella Herzberg (2013): Zur Entwicklung von Armutsrisiken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auswertungen auf Basis des SOEP im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts. (Materialien zum 14. Kinder- und Jugendbericht), München, 42 S.
Abstract
"Die im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts erfolgenden Auswertungen zum Ausmaß und der Entwicklung des Armutsrisikos bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Basis des SOEP beinhalten die folgenden Arbeitsschritte: Es werden Armutsrisikoquoten für Kinder und Jugendliche in nachstehender Altersdifferenzierung bestimmt:
Phase 1: bis zehn Jahre (Unterteilung: 0-2 Jahre, 3-6 Jahre, 7-10 Jahre)
Phase 2: elf bis-20 Jahre (Unterteilung: 11-16 Jahre, 17-20 Jahre)
Phase 3: 21 bis 30 Jahre (Unterteilung: 21-25 Jahre, 26-30 Jahre)
Als weiterführende Auswertung wird zudem die Betroffenheit von dauerhafter Armut entsprechend der im Rahmen der europäischen Armutsberichterstattung verwendeten Operationalisierung (arm im gegenwärtigen Jahr und in mindestens zwei der drei vorausgehenden Jahre) ausgewiesen.
Die Analysen der altersspezifischen Armutsrisikoquoten wurden auf Grundlage der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEPv27) durchgeführt und umfassen die zeitliche Entwicklung bis 2010." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Armut von Kindern und Jugendlichen: Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudien (2013)
Laubstein, Claudia;Zitatform
Laubstein, Claudia (2013): Armut von Kindern und Jugendlichen. Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudien. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 35, H. 1, S. 12-19. DOI:10.3262/MIG1301012
Abstract
"Ausgehend von Forschungslücken zur Binnendifferenzierung von Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind, sowie der zumindest für den Bildungsbereich belegten Zurückführbarkeit von negativen Effekten des Migrationshintergrundes auf die sozialstrukturelle Unterschichtung sollen im Folgenden Ergebnisse der aktuellen Phase der AWO-ISS-Langzeitstudie zu Kinder- und Jugendarmut vorgestellt werden. Analyseleitend ist dabei nicht die statistische Kontrolle des Migrationshintergrundes anhand regressionsanalytischer Verfahren, sondern der direkte Gruppenvergleich zwischen armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Children were the age group at the highest risk of poverty or social exclusion in 2011 (2013)
Lopez Vilaplana, Cristina;Zitatform
Lopez Vilaplana, Cristina (2013): Children were the age group at the highest risk of poverty or social exclusion in 2011. (Statistics in focus 2013/04), Luxemburg, 7 S.
Abstract
"Kinder waren die Altersgruppe, die 2011 am meisten von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht war.
2011 waren 27,0% der Kinder (0-17) in der EU-27 armutsgefährdet oder von sozialer Ausgrenzung bedroht (AROPE), im Vergleich zu 24,3 % der Erwachsenen (18-64) und 20,5 % der älteren Menschen (65 Jahre und älter). Bei den Haushaltstypen mit unterhaltsberechtigten Kindern hatten Alleinerziehendenhaushalte (49,8 %), Haushalte mit zwei Erwachsenen mit drei oder mehr unterhaltsberechtigten Kindern (30,8 %) und Haushalte mit drei Erwachsenen oder mehr mit unterhaltsberechtigten Kindern (28,4 %) die höchsten AROPE-Werte. In Bezug auf monetäre Armut waren mehr als 45,0 % der Haushalte mit unterhaltsberechtigten Kindern und niedriger bis sehr niedriger Arbeitsintensität von Armut bedroht. Darüber hinaus waren 49,2 % der Kinder, deren Eltern ein niedriges höchstes Bildungsniveau hatten, von Armut bedroht, im Vergleich zu 7,5 % der Kinder, deren Eltern ein hohes höchstes Bildungsniveau hatten. Kinder mit Migrationshintergrund waren einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt als Kinder, deren Eltern im Aufenthaltsland geboren waren. Im Hinblick auf die Lebensbedingungen waren 18,4 % der Alleinerziehendenhaushalte stark materiell eingeschränkt, im Vergleich zu 9,6 % der Haushalte mit unterhaltsberechtigten Kindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
Inkonsistenzen und Ungereimtheiten: Kinderarmut in der Berichterstattung der Bundesregierung (2013)
Seils, Eric;Zitatform
Seils, Eric (2013): Inkonsistenzen und Ungereimtheiten: Kinderarmut in der Berichterstattung der Bundesregierung. In: Soziale Sicherheit, Jg. 62, H. 3, S. 92-96.
Abstract
"Die Einkommensarmut von Kindern wird von der Öffentlichkeit zu Recht als besonders problematisch angesehen. Umso verwunderlicher ist es, dass in jüngeren Berichten der Bundesregierung - so auch im letzten Armuts- und Reichtumsbericht - zu wichtigen Fragen der Kinderarmut Inkonsistenzen und Ungereimtheiten festzustellen sind: Warum sind die Quoten von Kindern im Hartz-IV-Bezug in den letzten Jahren gesunken, obwohl die Armutsquoten bei Kindern und Jugendlichen doch über dem Durchschnitt aller Altersgruppen liegen? Steigt oder sinkt die Armutsgefährdung mit dem Alter der Kinder? Sind Kinder mit Migrationshintergrund mehr von Armut betroffen als andere? Der Autor beantwortet diese Fragen mit aktuellen Zahlen aus einer Sonderauswertung des Mikrozensus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grundsicherung in Deutschland: Kurzinformation: Kinder und Jugendliche in der Grundsicherung, August 2013 (2013)
Abstract
"Das Wichtigste in Kürze:
Im Jahr 2012 lebten in einem Drittel der 3,33 Millionen Bedarfsgemeinschaften (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren - insgesamt 1,87 Millionen.
15 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren in Deutschland waren 2012 in der Grundsicherung für Arbeitsuchende gemeldet - insgesamt 1,62 Millionen. Davon lebte die Hälfte in einem Alleinerziehenden-Haushalt.
Die Hilfequote von Paaren mit Kindern lag mit 7,2 Prozent höher als die von Paaren ohne Kinder (3,7 Prozent), aber unter der durchschnittlichen Hilfequote aller Bedarfsgemeinschaften von 10,3 Prozent.
Die Hilfequote von Haushalten Alleinerziehender lag mit 39,4 Prozent am höchsten.
Im Jahr 2012 lebten in 470.000 Paar-Bedarfsgemeinschaften 915.000 (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren.
In zwei von fünf der hilfebedürftigen Paarhaushalten mit Kindern unter 18 Jahren war nur ein Kind zu betreuen.
Sowohl die Hilfequote von Paar-Haushalten als auch von Haushalten von Alleinerziehenden steigt mit der Anzahl der Kinder.
In 625.000 Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften lebten 2012 952.000 (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren.
In drei von fünf dieser Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften lebte nur ein Kind unter 18 Jahren.
Die Hilfequoten von Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften unterscheiden sich nach Anzahl der Kinder und regional - ebenso wie die von Paar-Bedarfsgemeinschaften.
Hohe Hilfequoten finden sich vor allem in städtischen Ballungsgebieten und in Ostdeutschland. Niedrigere finden sich überwiegend ins Süddeutschland." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Entwicklung von Kinderarmut und Maßnahmen gegen Kinderarmut: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/14420) (2013)
Zitatform
(2013): Entwicklung von Kinderarmut und Maßnahmen gegen Kinderarmut. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/14420). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/14521 (08.08.2013)), 22 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion nach der Entwicklung der Kinderarmut seit 1990 in der Bundesrepublik Deutschland, nach dem zugrundeliegenden Armutskonzept der Bundesregierung, nach Entwicklung der Kinderarmut bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, nach statistischem Armutsrisiko seit 1990 in den verschiedenen Bundesländern nach Familientypen, Alleinerziehendenfamilien, nach Armutsgefährdung bei Kinder bis 18 Jahren vor und nach Sozialtransfers und nach der Situation von Kindern und Jugendlichen in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften, nach Leistungsbezug aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, nach den Ergebnissen der Gutachten im Rahmen der Evaluierung der familienpolitischen Leistungen und Maßnahmen der Bundesregierung. (IAB)
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Literaturhinweis
Kinderarmut: zur Schwierigkeit der Ausweitung ökonomischer Umverteilung (2012)
Bayer, Michael; Hübenthal, Maksim;Zitatform
Bayer, Michael & Maksim Hübenthal (2012): Kinderarmut. Zur Schwierigkeit der Ausweitung ökonomischer Umverteilung. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 32, H. 2, S. 172-188.
Abstract
"Der zentrale Fokus dieser Kinderarmutsanalyse liegt auf der derzeitigen wohlfahrtsstaatlichen Regulierung von Eltern. Hierbei wird der These nachgegangen, dass die spezifische Wahrnehmung, Konstruktion und Regulierung unterschiedlicher Elterngruppen ausschlaggebend istfiir die wohlfahrtsstaatliche Zurückhaltung gegenüber einem signifikanten Ausbau ökonomischer Leistungen für Kinder und Familien in Armut. Zur Überprüfung werden zwei zentrale Sortierdimensionen herausgearbeitet, mit denen (potenzielle) Eltern in ihrem Verhältnis zur Gesellschaft im politischen Diskurs derzeit primär wahrgenommen werden: die Dimension der Inklusionswilligkeit und diejenige der Reproduktionswilligkeit. Dass dieser Analyseheuristik auch eine soziapolitische Bedeutung als Handlungsstrategie (sozial)politischer Akteure zukommt, wird anhand des wohlfahrtsstaatlichen Umgangs mit zwei idealtypischen (potenziellen) Elterngruppen herausgearbeitet. Damit kann gezeigt werden, dass die politische Verknüpfung demographischer, sozialer und ökonomischer Diskussionen, ungeachtet kinderrechtspolitischer Bemühungen, zu sehr selektiven und in Teilen disziplinierenden und kontrollierenden wohlfahrtsstaatlichen Regulierungen des Aufwachsens in Armut führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag: eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge (2012)
Becker, Irene; Hauser, Richard;Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2012): Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag. Eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge. (WSI-Diskussionspapier 180), Düsseldorf, 182 S.
Abstract
"Das vorliegende Arbeitspapier beinhaltet einen Wiederabdruck des 2010 veröffentlichten Abschlussberichts des Projekts "Vom Kindergeld zu einer Grundsicherung für Kinder. Fiskalische und Verteilungswirkungen eines Existenz sichernden und zu versteuernden Kindergeldes", das durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde. Er wird durch einen neuen Abschnitt zur seit 2010 geführten Debatte zum Thema und aktualisierende Berechnungen ergänzt.
Die familienpolitischen Sozialleistungen in Deutschland, speziell die kinderbezogenen, gehören schon lange auf den Prüfstand, weil sie in ihrer historisch gewachsenen Vielzahl häufig nicht aufeinander abgestimmt sind, die eigentlichen Adressaten bzw. Bedürftigen teilweise nicht erreichen oder andere schwerwiegende Defizite aufweisen. Die Politik ist sich dieser Problematik bewusst, wie ein Prüfauftrag der Großen Koalition von 2006 belegt, scheut aber offenbar die Konsequenzen, weil die Prüfergebnisse auch von der aktuellen Bundesregierung bis heute nicht vorgelegt werden. Dabei zeigen wissenschaftliche Expertisen insbesondere zum System des so genannten Kinderlastenausgleichs einen enormen Reformbedarf, weil seine 'Leistungen' von den Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder über das Kindergeld bis hin zu steuerlich absetzbaren kindbezogenen Freibeträgen 'auf dem Kopf stehen': sie begünstigen am meisten die am wenigsten bedürftigen Kinder von Eltern mit hohem Einkommen. Um dieses System auf die sozialstaatlichen Füße zu stellen, sollen die Leistungen zu einem einheitlichen Geld-Transfer für alle Kinder umgebaut werden, der mit steigendem Elterneinkommen durch Besteuerung abgeschmolzen wird und so den Kindern mit niedrigem Elterneinkommen am meisten hilft. Die Analyse des problematischen Status quo im 'Kinderlastenausgleich' und die Prüfung diverser Reformalternativen, darunter das eben erwähnte besteuerte 'neue Kindergeld', wurden von Dr. Irene Becker und Prof. Richard Hauser im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung schon 2010 vorgenommen. Dieses Projekt hat die wissenschaftliche und politische Debatte zum 'Kinderlastenausgleich' seitdem erheblich angestoßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Bedarfsgerecht statt pauschal: ein Konzept zur Reform des Kindergeldes. Anmerkungen zur Administration eines einkommensabhängigen Kindergeldes (2012)
Becker, Irene; Cirkel, Manfred;Zitatform
Becker, Irene & Manfred Cirkel (2012): Bedarfsgerecht statt pauschal. Ein Konzept zur Reform des Kindergeldes. Anmerkungen zur Administration eines einkommensabhängigen Kindergeldes. Berlin, 34 S.
Abstract
"Es gibt in Deutschland ein familienpolitisches Zwillingspaar, das immer wieder Gegenstand politischer Auseinandersetzungen gewesen ist: das Kindergeld und der Kinderfreibetrag. Gemeinsam bilden sie den Kern des Familienlastenausgleichs. Seine Ausgestaltung war von Anfang an umstritten und wurde mehrfach neu ausgelotet - in ihm spiegeln sich gesellschaftliche Entwicklungen und politische Wertentscheidungen. Mit der vorliegenden Expertise möchten wir anregen, das Zwillingspaar - erneut - auf den Prüfstand zu stellen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildung und Arbeitsmarktintegration: die Bedeutung von Armut, Bildungsherkunft und Arbeitsmarktintegration der Eltern für die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen (2012)
Fehr, Sonja; Dittmann, Jörg;Zitatform
Fehr, Sonja & Jörg Dittmann (2012): Bildung und Arbeitsmarktintegration. Die Bedeutung von Armut, Bildungsherkunft und Arbeitsmarktintegration der Eltern für die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen. In: A. Grimm & J. Lange (Hrsg.) (2012): Kein Nachwuchs für Hartz IV! : Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik (Loccumer Protokolle, 2011,70), S. 7-29.
Abstract
"In diesem Beitrag soll es darum gehen, einen Überblick in Ausschnitten über den Einfluss von Armutserfahrungen in der Kindheit und Jugend auf die Lebenschancen von Heranwachsenden zu bieten. Aus einer Lebensverlaufperspektive soll herausgefunden werden, welche Übergänge im Bildungssystem folgenreich sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Armutslagen für die Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen. Als arm wird gesehen, wer öffentliche Leistungen in Form von Hartz IV in Anspruch nimmt. Es wird die Lebens- und Bildungssituation von Kindern unter 15 Jahren und von 15-25-Jährigen, deren Haushalte Arbeitslosengeld II (Alg II) beziehen, mit der von Altersgenossen, deren Haushalte keine Leistungen nach dem SGB II beziehen, verglichen. Dabei wird das Augenmerk auf Ausschnitte im Lebensverlauf gelegt, die neuralgische Punkte der individuellen Bildungskarrieren darstellen: Den Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule, die Sekundarschulzeit, erworbene Bildungszertifikate, dem Übergang von der Schule ins Erwerbsleben und dem Austritt aus dem Arbeitslosengeld-II-Bezug." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kein Nachwuchs für Hartz IV!: Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik (2012)
Grimm, Andrea; Stöbe-Blossey, Sybille; Dehmer, Mara; Martin, Andrea; Eschelbach, Diana; Grimm, Andrea; Lühmann, Hans; Fehr, Sonja; Gramm, Sigrid; Lange, Joachim; Lange, Joachim; Haarstick, Jürgen; Lucks, Hewig; Dittmann, Jörg;Zitatform
Grimm, Andrea (2012): Kein Nachwuchs für Hartz IV! Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik. (Loccumer Protokolle 2011,70), Rehburg-Loccum, 154 S.
Abstract
"Bildung und Qualifikation reduzieren das Risiko von Arbeitslosigkeit und Armut. Will man Armut und den Bezug von Leistungen nach dem SGB II langfristig verringern, ist es geboten, die Kinder aus Bedarfsgemeinschaften des SGB II und anderen armutsgefährdeten Familien frühzeitig zu fördern. Hierzu sind quantitativ und insbesondere qualitativ ausreichende Angebote von Nöten. Zugleich erleichtern quantitativ und qualitativ gute Angebote die Arbeitsmarktintegration der Eltern, was wiederum zur Verringerung von Armut und positiven Effekten für die Erziehung führen kann.
Doch wie können diese altbekannten Einsichten im Zuständigkeitsdschungel von Bund, Ländern und Kommunen konkret umgesetzt werden? Welche Potenziale hat eine Zusammenarbeit der Akteure? Warum wurden diese Potenziale in der Vergangenheit nur zum Teil gehoben? Wie können die Schnittstellen zwischen den Akteuren in Kommunen, Ländern und Bund ausgestaltet werden? Und wie können die internen Schnittstellen, z. B. der Kommunen als Träger der Jugendhilfe, des SGB II und der Schulen optimiert werden?
Um diesen Fragen nachzugehen veranstaltete die Evangelische Akademie Loccum im April 2011 eine Tagung, deren Beiträge der vorliegende Band dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
"Von alleine wächst sich nichts aus ...": Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln bis zum Ende der Sekundarstufe I. Abschlussbericht der 4. Phase der Langzeitstudie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (2012)
Laubstein, Claudia; Dittmann, Jörg; Holz, Gerda; Sthamer, Evelyn;Zitatform
Laubstein, Claudia, Gerda Holz, Jörg Dittmann & Evelyn Sthamer (2012): "Von alleine wächst sich nichts aus ...". Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln bis zum Ende der Sekundarstufe I. Abschlussbericht der 4. Phase der Langzeitstudie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt. (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband. Schriftenreihe Theorie und Praxis), Berlin, 263 S.
Abstract
Die AWO-ISS-Studie erforschte als Wiederholungsbefragung die Lebenslagen und Zukunftsperspektiven von fast 900 Kindern, die erstmals als 5- bzw. 6-jährige im Kindergarten und 2009 bzw. 2010 als 16-/17 Jährige letztmals befragt wurden. Insbesondere geht es um die Auswirkungen der frühen Kinderarmut auf die nun herangewachsenen armutsbetroffenen Jugendlichen. Fazit: Die Auswirkungen von Armut sind am stärksten bei dauerhafter und aktueller Armut. Diese birgt ein hohes Risiko multipler Deprivation und verringert die Chancen auf Wohlergehen. Die Folgen früher, aber überwundener Armut sind bei Jugendlichen kaum noch nachweisbar. Ein gesichertes Familieneinkommen in der Kindheit schützt Jugendliche nicht vor multipler Deprivation, wenn Armut erst im Jugendalter auftritt. Die Lebenslagetypen bleiben für viele Kinder zwischen früher Kindheit und Jugend konstant. (IAB)
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