Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
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- Beschäftigungsformen
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- Rückwanderung
- Daten und Statistik
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- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktzugangs von Flüchtlingen: wer darf unter welchen Voraussetzungen arbeiten und welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? (2012)
Weiser, Barbara;Zitatform
Weiser, Barbara (2012): Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktzugangs von Flüchtlingen. Wer darf unter welchen Voraussetzungen arbeiten und welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? In: Asylmagazin H. 10, S. 1-56.
Abstract
"Die Integration von Flüchtlingen und Migranten mit unsicherem Aufenthaltsstatus in den deutschen Arbeitsmarkt ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Politik gerückt.
Dies geschah auch durch die Bundesprogramme des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt I und II, die unter dieser Zielsetzung seit 2008 bundesweit 32 Netzwerke mit heterogener Trägerstruktur fördern.
Bei der Beratung von Flüchtlingen in diesem Themenfeld spielt die Kenntnis der aktuellen rechtlichen Grundlagen - insbesondere des Zusammenwirkens der ausländerrechtlichen Voraussetzungen und der sozialrechtlichen Fördermöglichkeiten - eine zentrale Rolle.
Seit der Neuordnung des Beschäftigungserlaubnisrechts im Rahmen des Zuwanderungsgesetzes 2005 hat es zwischenzeitlich einige Novellierungen gegeben, durch die insbesondere die Rechtsstellung von Personen mit einer Duldung verbessert wurde. Auch die einschlägigen Regelungen etwa im SGB III wurden mehrfach geändert." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Neunter Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland (2012)
Zitatform
(2012): Neunter Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland. (... Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 09), Berlin, 728 S.
Abstract
"Der vorliegende 9. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland ist der zweite Lagebericht in dieser Legislaturperiode. Der Berichtszeitraum reicht von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2012.
Der Bericht informiert über die integrationspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung, über die Fortschritte in der Integration sowie über bestehende und neue Herausforderungen. Schwerpunkte des Lageberichts sind Sprache, Bildung und Ausbildung, Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Integration und politische Teilhabe, Medien und Integration, Sport, Kultur, Integration vor Ort sowie Fragen des Staatsangehörigkeitsrechts, des Aufenthalts- und Flüchtlingsrechts." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2010 (2011)
Barwig, Klaus; Beichel-Benedetti, Stephan; Kanalan, Ibrahim; Kopp, Karl; Brinkmann, Gisbert; Lämmermann, Falk; Altmaier, Peter; Lindenbauer, Michael; Bergmann, Jan; Lochbihler, Barbara; Dienelt, Klaus; Löhr, Tillmann; Gerdsmeier, Katrin; Lübbe-Wolff, Gertrude; Gutmann, Rolf; Lüke, Monika; Hein, Christopher; Maier-Borst, Michael; Huber, Bertold; Stadler, Max; Allenberg, Nele; Classen, Georg; Marx, Reinhard; Groenendijk, Kees; Middelbeck, Paul; Bender, Dominik; Özdemir, Cem; Hailbronner, Kay; Pelzer, Marei; Duchrow, Julia; Protz, Claudia;Zitatform
Barwig, Klaus, Stephan Beichel-Benedetti & Gisbert Brinkmann (Hrsg.) (2011): Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2010. (Schriften zum Migrationsrecht 04), Baden-Baden: Nomos, 345 S.
Abstract
"Der Sammelband dokumentiert die Vorträge der Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2010. Die einzelnen Beiträge beschäftigen sich mit aktuellen Entwicklungen des Migrationsrechts, mit der Soysal-Entscheidung des EuGH und mit dem Dublin-System als Teil des europäischen Integrationsprozesses." (Autorenreferat, IAB-Doku)
I. Migrationsrecht als politische Aufgabe
Gertrude Lübbe-Wolff: Homogenes Volk - Über Homogenitätspostulate und Integration (19-30);
Max Stadler: Integration durch Recht (31-36);
Peter Altmaier: Vom nationalen Ausländerrecht zum europäischen Migrationsrecht (37-45);
Christopher Hein: Europäische Zuwanderungspolitik - bleibt die Humanität auf der Strecke? (46-50);
Gisbert Brinkmann: Entwicklung der europäischen Migrationspolitik und des europäischen Migrationsrecht (51-64);
Cem Özdemir: Migrationsrecht als Einwanderrecht - fortdauernde Utopie (65-69);
II. Migrationsrechtliche Entwicklungen
Jan Bergmann: Aufenthaltserlaubnis auf Grund von "Verwurzelung" (71-80);
Falk Lämmermann: Einbürgerung - aktuelle Entwicklungen und Perspektiven (81-94);
Rolf Gutmann: Familiennachzug und Sprachkenntnisse (95-108);
Rolf Gutmann: Keine Krähe hackt sich selbst ein Auge aus - Unrecht im Ausländerrecht (109-119);
Michael Maier-Borst: Entwicklungen beim Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit (120-128);
Paul Middelbeck: Gesetzliche Altfallregelung - Stand der Umsetzung und Anschlussregelung (129-132);
Claudia Protz: Neuere Entwicklungen im Ausweisungsrecht (133-148);
Nele Allenberg: Schulbesuch von Kindern und Jugendlichen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität (149-162);
Katrin Gerdsmeier: Gesundheitsversorgung statusloser Ausländer (163-186);
III. Der EuGH und der Fall Soysal - die Dynamik der europäischen Marktfreiheiten im Streit
Kay Hailbronner: Das Soysal-Urteil im rechtspolitischen und juristischen Diskurs (187-192);
Klaus Dienelt: Das Soysal-Urteil im rechtspolitischen und juristischen Diskurs (193-204);
Kees Groenendijk: Soysal und die Visumspolitik der europäischen Staaten gegenüber der Türkei und die Bedeutung der EuGH-Rechtssprechung für Bürger anderer Drittstaaten (205-217);
IV. Das Dublin-System im Härtetest - inidvidueller Rechtsschutz kontra Prinzip des gegenseitigen Vertrauens
Dominik Bender: Das Dublin-System als Teil des europäischen Integrationsprozesses - ein historischer Abriss (219-230);
Berthold Huber: Verfahrens- und materiell-rechtliche Fragen zu einem Anspruch auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts nach Art. 3 Abs. 2 der Dublin II-Verordnung am Beispiel des Falles P. (231-247);
Reinhard Marx: Die Überstellung nach der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 (Dublin II) vor dem Bundesverfassungsgericht (248-261);
V. Herausforderungen des Flüchtlingsrechts - zwischen Abschottung und Humanität
Michael Lindenbauer: Das Gemeinsame Europäische Asylsystem - eine Bestandsaufnahme (263-268);
Barbara Lochbihler: Europäische Migrationspolitik - Bewertungen aus parlamentarischer Sicht (269-274);
Julia Duchrow, Monika Lüke: Ist Europa für Flüchtlinge noch erreichbar? Die Flüchtlingssituation auf dem Mittelmeer (275-289);
Karl Kopp: Schutzschirm für unbegleitete Flüchtlingskinder in Europa (290-299);
Tillmann Löhr: Der Flüchtlingsbegriff im Lichte der Kinderrechtskonvention (300-320);
Georg Classen, Ibrahim Kanalan: Verfassungsmäßigkeit des Asylbewerberleistungsgesetzes (321-337);
Marei Pelzer: Unterbringung von Asylsuchenden in Lagern und das Sachleistungsprinzip des AsylbLG (338-345). -
Literaturhinweis
Europäisierung und Internationalisierung des Verwaltungshandelns: am Beispiel der einwanderungsrechtlichen Rückführungspolitik (2011)
Gerontas, Angelos S.;Zitatform
Gerontas, Angelos S. (2011): Europäisierung und Internationalisierung des Verwaltungshandelns. Am Beispiel der einwanderungsrechtlichen Rückführungspolitik. (Schriftenreihe Europäisches Recht, Politik und Wirtschaft 362), Baden-Baden: Nomos, 297 S.
Abstract
"In der Monographie wird die Rückführungspolitik als ein zentraler Aspekt des Migrationsrechts ausgewählt, die durch ihre Einbindung in die europa- und internationalrechtliche Mehrebenenstruktur, obschon hochkomplex, die Entterritorialisierung des Verwaltungsrechts verdeutlicht. Der Autor nutzt durch die Analyse der kontroversen Rückführungsrichtlinien den in diesem Referenzgebiet reichen Fundus an Erfahrungen und Regelungsmustern, um zur Fortentwicklung des allgemeinen Verwaltungsrechts beizutragen und die rechtsdogmatische Erfassung der Phänomene der Europäisierung und der Internationalisierung des Verwaltungshandelns zu analysieren. Schwerpunkte der Untersuchung bilden dabei sowohl der transnationale Verwaltungsakt als auch die Hauptrichtungen der Begriffsbildung des Internationalen Verwaltungsrechts. Mit dem Beispiel der Rückführungsentscheidung stehen die Klarstellung und die Typisierung von transnationalen Verwaltungsakten im Zentrum der Forschung, während die Analyse der Rückführungspolitik zu rechtsdogmatisch interessanten Ergebnissen - auch bezüglich des Verhältnisses der herkömmlichen Europäisierung des nationalen Migrationsrechts zu dessen Internationalisierung - führt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildung für alle Kinder?: statuslose Kinder in Deutschland und ihr Menschenrecht auf Bildung (2011)
Haude, Christin;Zitatform
Haude, Christin (2011): Bildung für alle Kinder? Statuslose Kinder in Deutschland und ihr Menschenrecht auf Bildung. Hamburg: Diplomica Verlag, 127 S.
Abstract
"Die Bildungspolitik in Deutschland ist ein Dauerthema. Neben den nationalen Studien und Berichten wie die ersten Bildungsberichte (Konsortium Bildungsberichterstattung 2006, Autorengruppe Bildungsbericht 2008) werden auch durch internationale Vergleichsstudien wie den PISA-Studien oder im Bologna-Prozess Mängel im deutschen Bildungswesen in den öffentlichen Fokus gerückt. Der gerechte Zugang zu Bildung ist dabei ein wichtiges Thema, welcher nicht zuletzt im Zusammenhang des Besuches des UN-Sonderberichterstatters zum Recht auf Bildung beanstandet wurde. Die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung sowie die Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte von asylsuchenden und statuslosen Kindern wurden hierbei als belangvolle Angelegenheit wahrgenommen. Mit der Frage nach der Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung bei statuslosen Kindern wird in diesem Buch die Umsetzung des Teilhaberechts zur öffentlichen Schulbildung auf der rechtlichen und diskursiven Ebene sowie auf der Handlungsebene betrachtet. Neben der Darstellung der Hindernisse beim Besuch von öffentlichen Schulen, der innerstaatlichen Umsetzung des Rechts auf Bildung im Grundgesetz und in den Landesverfassungen sowie Landeschulgesetzen wird das wünschenswerte Handeln bezüglich der von Deutschland unterzeichneten völkerrechtlichen Konventionen und weitere Forderungen angeführt. Weiterhin werden die Fragestellungen erörtert, ob sich ein Recht auf Beschulung aus einer völkerrechtlichen Norm ableiten lässt und inwiefern Ausgangssituationen wirkungsvolles Handeln zur Umsetzung des Rechts auf Bildung von statuslosen Kindern (unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten) erschweren bzw. erleichtern. Die von der Bundesrepublik Deutschland ratifizierten völkerrechtlichen Abkommen formulieren einen rechtlichen Rahmen und verpflichten desgleichen zu einer Bemühung der Umsetzung. Diese Bemühungspflichten werden im vorliegenden Buch verstärkt mit den zwei Themenbereichen Vorbehaltserklärung zur Kinderrechtskonvention sowie Übermittlungspflicht kontrastiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Exploring the potential of refugees and asylum seekers for social care work in England: a qualitative study (2011)
Zitatform
Hussein, Shereen, Jill Manthorpe & Martin Stevens (2011): Exploring the potential of refugees and asylum seekers for social care work in England. A qualitative study. In: Health and Social Care in the Community, Jg. 19, H. 5, S. 468-475. DOI:10.1111/j.1365-2524.2011.00989.x
Abstract
"Literature highlights the potential for refugees to contribute to the labour force of receiving countries. Such a contribution may be welcomed in sectors, such as social care, where demand for labour is increasing and high vacancy rates exist. This article reports on empirical data examining the potential of refugee communities to work in social care in England. The analysis is based primarily on 20 interviews with refugees and asylum seekers and five representatives of refugee support groups, conducted in 2008 - 2009. The findings of this sub-study are set within results obtained from other interviews as part of a multi-methods study examining the contribution of migrants to the English care sector. In-depth interviews were analysed thematically, guided by a theoretical framework linking employment, migration and the nature of care work. The findings highlight a general willingness of refugee participants to join the care workforce. Individual and structural barriers to increased employability were identified, as well as possible strategies to overcome them. Although the findings and discussions presented are based on data collected in England and are specific to the care sector, most are more generalisable and may inform strategies aiming at maximising refugees' employability in other sectors and in other developed states." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Migranten im Niedriglohnsektor unter besonderer Berücksichtigung der Geduldeten und Bleibeberechtigten (2011)
Lukas, Waldemar;Zitatform
Lukas, Waldemar (2011): Migranten im Niedriglohnsektor unter besonderer Berücksichtigung der Geduldeten und Bleibeberechtigten. (Forschungsgruppe des Bundesamtes. Working paper 39), Nürnberg, 106 S.
Abstract
"Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Situation der Migranten im Niedriglohnsektor des Arbeitsmarktes, wobei sich der Blick sowohl auf Ausländer als auch auf weitere Personen mit Migrationshintergrund, wie (Spät-)Aussiedler und Kinder von Zuwanderern, richtet. Zudem werden die Beschäftigungsmöglichkeiten für Geduldete und Bleibeberechtigte im Niedriglohnsektor untersucht. Die verwendeten Daten sind dem Panel 'Arbeitsmarkt und soziale Sicherung' (PASS) entnommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt: Abschlußbericht (2011)
Mirbach, Thomas; Schobert, Berthold;Zitatform
(2011): Evaluation des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt. Abschlußbericht. Hamburg [u.a.], 79 S.
Abstract
"Der Bericht ist in fünf Kapitel gegliedert - in knapper Form wird anfangs der konzeptionelle Rahmen der Evaluation dargestellt (Kap. 1). Das ESF-Bundesprogramm als Untersuchungsgegenstand behandelt Kap. 2, dabei geht es einerseits um den Programmkontext - gleichermaßen mit Blick auf die GI EQUAL wie auf den aktuellen migrationspolitischen Hintergrund - und andererseits um Ziele und Konditionen des ESF-Bundesprogramms. Anschließend werden Befunde der Evaluation zunächst bezogen auf die Programmsteuerung (Kap. 3) und anschließend hinsichtlich der Programmumsetzung (Kap. 4) vorgestellt und diskutiert. Die Darstellung folgt überwiegend einer an Ergebnissen orientierten 'summativen' Perspektive - auf Einschätzungen, die aus 'formativen' - begleitenden Untersuchungsschritten gewonnen sind, wird dabei fallweise zurückgegriffen. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Kernaussagen der Programmevaluation - die auch als sog. 'executive summary' gelesen werden können (Kap. 5)." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Welfare-to-work and the responsiveness of employment providers to the needs of refugees (2011)
Zitatform
Shutes, Isabel (2011): Welfare-to-work and the responsiveness of employment providers to the needs of refugees. In: Journal of social policy, Jg. 40, H. 3, S. 557-574. DOI:10.1017/S0047279410000711
Abstract
"Improving the responsiveness of service providers to the needs of users has been a principal aim of welfare state reform. In the context of employment provision, this article explores the effects of a job outcome-oriented performance system on the responsiveness of providers to the needs of unemployed refugees. These effects concern, first, the type of refugees to whom providers are responsive and, second, the type of employment assistance provided. It is argued that an emphasis on short-term job outcomes may conflict with supporting refugees who are 'harder to help', particularly those with English language needs. It may also conflict with supporting refugees to access employment related to their skills and interests by encouraging providers to focus on placing refugees in 'easy to access', low-skilled and low-paid jobs. The effects may, therefore, serve to reproduce labour market inequalities experienced by refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ausgrenzung statt Ausbildung: die Situation junger Flüchtlinge im deutschen Bildungssystem (2011)
Studnitz, Stefanie;Zitatform
Studnitz, Stefanie (2011): Ausgrenzung statt Ausbildung. Die Situation junger Flüchtlinge im deutschen Bildungssystem. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 33, H. 2, S. 130-136. DOI:10.3262/MIG1102130
Abstract
"Junge Flüchtlinge tauchen in der bildungspolitischen Debatte bisher kaum auf. Dabei unterliegen gerade sie zahlreichen Zugangsbeschränkungen zu Schule und Ausbildung. Rechtliche Restriktionen und institutionelle Hürden erschweren ihre Inklusion ins Bildungssystem massiv. Der Staat kommt seinem Bildungs- und Erziehungsauftrag gegenüber diesen Kindern und Jugendlichen nur in sehr eingeschränktem Maße nach und wälzt die Verantwortung, Lösungen zu finden, auf die Betroffenen selbst ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ungleiche Rechte, ungleiche Chancen: Bildungserfolg von Migrantenkindern hängt auch vom Rechtsstatus ab (2011)
Zitatform
Söhn, Janina (2011): Ungleiche Rechte, ungleiche Chancen. Bildungserfolg von Migrantenkindern hängt auch vom Rechtsstatus ab. (WZBrief Bildung 14), Berlin, 6 S.
Abstract
In dem Beitrag wird untersucht, wie sich der Rechtsstatus und die Staatsangehörigkeit ausländischer Kinder auf ihre Bildungschancen auswirkt. Beim Vergleich der Schulabschlüsse von Kindern aus unterschiedlichen Arten ausländischer Familien - EU-Bürger, Drittstaatsangehörige, Asylsuchende und Flüchtlinge mit Duldung sowie Aussiedler - zeigen sich deutliche Unterschiede. 'Der rechtliche Status von Migrantenkindern hat Einfluss auf ihre Bildungschancen. Kinder von Aussiedlern schaffen häufiger einen Realschulabschluss als andere Zuwandererkinder. Die rechtliche Gleichstellung mit einheimischen Deutschen, gezielte Sprachförderung sowie der familiäre Hintergrund bringen ihnen Vorteile.' Es wird für eine systematische Integrationspolitik plädiert, die auch Kinder von Asylsuchenden und geduldeten Flüchtlingen mit einbezieht. 'Die Schulpflicht für alle Kinder unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus steht in Deutschland noch aus.' (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktintegration statt Arbeitsverbote: Perspektiven für MigrantInnen mit unsicherem Aufenthaltsstatus (2011)
Weber, Kai; Grehl-Schmitt, Norbert;Zitatform
Weber, Kai & Norbert Grehl-Schmitt (2011): Arbeitsmarktintegration statt Arbeitsverbote. Perspektiven für MigrantInnen mit unsicherem Aufenthaltsstatus. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 33, H. 2, S. 137-143. DOI:10.3262/MIG1102137
Abstract
Der Beitrag setzt sich kritisch mit dem bestehenden einjährigen Arbeitsverbot für Asylsuchende auseinander. Zunächst wird die Entwicklung der Gesetzgebung dargestellt und erste Ansätze zur Verbesserung der Situation seit 2005 werden aufgezeigt. Hierzu zählt das 'Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union' aus dem Jahre 2007. Positiv bewertet werden außerdem die Projektergebnisse der neun Netzwerke, die im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL von 2002 bis 2007 Asylsuchenden und geduldeten Migranten durch Qualifizierung und Vermittlung den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichterten. Weiterhin wurde für diese Zielgruppe eine ESF-Arbeitsmarktprogramm initiiert. 'Erstmals wird damit indirekt ein Anspruch auf Qualifikation und Bildung von Flüchtlingen unabhängig von Statusfragen und Verwertungsinteressen anerkannt.' Abschließend werden Schlussfolgerungen für die Arbeitsmarktpolitik gezogen, wie z. B. die Abschaffung der Vorrangprüfung sowie die Verbesserung der Beratungsdienste. (IAB)
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Literaturhinweis
Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2009 (2010)
Barwig, Klaus; Stöcker-Zafari, Hiltrud; Koller, Dorothea; Gutmann, Rolf; Winkelmann, Holger; Groot, Gerard-Rene de; Wallrabenstein, Astrid; Groenendijk, Kees; Tryjanowski, Alexandra; Frings, Dorothee; Schierenbeck, Gabriela; Fohrbeck, Dorothea; Moldenhauer, Ingo; Fisch, Andreas; Maier-Borst, Michael; Beichel-Benedetti, Stephan; Loeffelholz, Hans Dietrich von; Kreissl-Dörfler, Wolfgang; Erpenbeck, Gabriele; Zeran, Ünal; Engelmann, Bettina; Brinkmann, Gisbert; Driesch, Jutta; Röseler, Sybille; Dienelt, Klaus; Kopp, Karl; Brücker, Herbert ; Schierle, Florian; Brinkmann, Gisbert; Westphal, Volker; Böhmer, Maria; Lehmann, Katrin ; Berlit, Uwe;Zitatform
Barwig, Klaus, Stephan Beichel-Benedetti & Gisbert Brinkmann (Hrsg.) (2010): Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2009. (Schriften zum Migrationsrecht 3), Baden-Baden: Nomos, 261 S.
Abstract
"Die zurückliegenden Hohenheimer Tage wie auch diese Dokumentation wollen der fortschreitenden Europäisierung des Migrationsrechts Rechnung tragen. So wird in einem ersten Kapitel die Entwicklung auf europäischer Ebene sowohl grundsätzlich als auch im Hinblick auf Arbeitsmigration, Entwicklungspolitik und Illegalität sowie unter flüchtlings-, aufenthalts- und staatsangehörigkeitsrechtlicher Perspektive beleuchtet. Es schließen sich in einem zweiten Kapitel Beiträge zu Entwicklungen auf nationaler Ebene an, die wiederum zeigen, wie stark Europa auf das nationale Regelungsgefüge zurückwirkt -- seien es Themen wie Zugang zum Arbeitsmarkt, Integration. Soziale Leistungen, Familiennachzug, Gleichbehandlung oder Bleiberecht. Ein drittes Kapitel widmet sich dem Zugang zum Arbeitsmarkt. Hierbei werden neben empirischen Untersuchungen einerseits und ganz praktischen Beispielen schon jetzt möglicher Anerkennungsprozeduren insbesondere im handwerklichen Bereich andererseits auch die in weiten Teilen noch gänzlich ungeregelten Zustände aufgezeigt. Dies führt dazu, dass bis heute in der Zuwanderer-Gesellschaft vorhandene Ressourcen nicht angemessen genutzt werden können, was vor dem Hintergrund der wiederholt von politischer Seite geäußerten Besorgnisse einer Zuwanderung vorrangig in die Sozialsysteme besonders misslich erscheinen muss. Umso dringlicher erscheinen Regelungen, die der Gesetzgeber in Aussicht gestellt hat und die voraussichtlich im Jahr 2010 realisiert werden sollen. Das Staatsangehörigkeitsrecht, insbesondere das in Europa einmalige Optionsmodell -- was inzwischen auch Gegenstand einer Reihe von institutionsübergreifenden Initiativen und Aufrufen ist, steht aus aktuellem Anlass im vierten Kapitel." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Explaining the refugee gap: economic outcomes of refugees versus other immigrants (2010)
Zitatform
Connor, Phillip (2010): Explaining the refugee gap. Economic outcomes of refugees versus other immigrants. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 23, H. 3, S. 377-397. DOI:10.1093/jrs/feq025
Abstract
"It is often assumed that refugees in the US are at an economic disadvantage compared to other immigrants. A number of hypotheses have been postulated to explain this 'refugee gap'. Refugees, on average, have less English language ability, less educational experience, different forms of family support, poorer mental and physical health, and generally reside in more disadvantaged neighbourhoods than other immigrants. Although these factors are well supported by evidence for specific refugee groups, a lack of representative data for both refugee and non-refugee migrants has made the testing of this refugee gap challenging. Using the first wave of the New Immigrant Survey, these hypotheses are tested on employment, occupation, and earnings outcomes using multivariate modelling techniques among recent immigrants in the United States. Findings demonstrate that accounting for each of the aforementioned explanatory factors minimizes the earnings and occupational differences between refugees and all other immigrants. Despite the inclusion of these factors within the model, however, a refugee disparity in earnings and occupational attainment continues to exist." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The employment experience of refugees in the Netherlands (2010)
Zitatform
De Vroome, Thomas & Frank van Tubergen (2010): The employment experience of refugees in the Netherlands. In: International migration review, Jg. 44, H. 2, S. 376-403. DOI:10.1111/j.1747-7379.2010.00810.x
Abstract
"This study focuses on the economically disadvantaged position of refugees. We use survey data of refugees from Somalia, Iran, Afghanistan, Iraq, and the former Yugoslavia in the Netherlands, to analyze refugees' odds of employment and their occupational status. In line with human capital and social capital theory, we find that host country specific education, work experience, language proficiency, and contacts with natives are positively related to the chances of employment and occupational status. The study shows that health problems, integration courses, and the time spent in refugee reception centers form important additional explanations of the economic integration of refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geduldet, nicht erwünscht: Auswirkungen der Bleiberechtsregelung auf die Lebenssituation geduldeter Flüchtlinge in Deutschland (2010)
Hentges, Gudrun; Staszczak, Justyna;Zitatform
Hentges, Gudrun & Justyna Staszczak (Hrsg.) (2010): Geduldet, nicht erwünscht. Auswirkungen der Bleiberechtsregelung auf die Lebenssituation geduldeter Flüchtlinge in Deutschland. (An interdisciplinary series of the Centre for Intercultural and European Studies 06), Stuttgart: ibidem-Verl., 181 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie widmet sich einem sozialwissenschaftlich aktuellen und nach wie vor politisch brisanten Thema: Die Bleiberechtsregelung der Innenministerkonferenz (November 2006) und die Einfügung der Paragraphen 104 a und b in das Aufenthaltsgesetz weckten bei den in Deutschland lebenden langjährig geduldeten Flüchtlingen - und auch bei Menschenrechtsorganisationen - die Hoffnung und Erwartung, dass der rechtlich unsichere Status langjährig geduldeter Flüchtlinge nun - endlich - verfestigt würde. Die Bilanz des Jahres 2010 lässt jedoch deutlich werden, dass die Hoffnung auf Rechtssicherheit und damit verbunden die erwartete Verbesserung der prekären Lebensbedingungen nicht eingetreten sind. Ein Großteil der betroffenen Flüchtlinge konnte die erforderlichen Voraussetzungen für die Erlangung des Bleiberechts nicht erfüllen. Vor allem in Zeiten der wirtschaftlichen Krise stellt der Nachweis einer existenzsichernden Erwerbsarbeit Flüchtlinge vor eine kaum überwindbare Hürde. Der neu eingeführte Rechtsstatus 'Bleiberecht auf Probe' hat das Problem der rechtlichen Unsicherheit, drohenden Abschiebung und sozialen Prekarität keineswegs gelöst, sondern nur aufgeschoben. Dieser Band präsentiert Ergebnisse einer qualitativen Studie, die an der Hochschule Fulda von Gudrun Hentges und Justyna Staszczak durchgeführt wurde: Langjährig geduldete Flüchtlinge berichten in Interviews davon, was es bedeutet, unter den Bedingungen der rechtlichen und sozialen Unsicherheit zu leben. Die Angst vor Abschiebung, die das Leben der geduldeten Flüchtlinge bestimmt, wurde für die meisten Interviewpartner/innen auch durch die Bleiberechtsregelung nicht beseitigt. Wie in den Gesprächen mit Flüchtlingen deutlich wurde, prägt der unsichere aufenthaltsrechtliche Status ihr Leben und ihre Zukunftsperspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindeswohl oder Ausgrenzung?: Flüchtlingskinder in Deutschland nach der Rücknahme der Vorbehalte (2010)
Kauffmann, Heiko; Kopp, Karl; Heinhold, Hubert; Iskenius, Ernst-Ludwig; Heiber, Florentine; Jordan, Silke; Cremer, Hendrik; Wirtgen, Waltraud; Eisenberg, Winfried; Schulz, Nina; Riedelsheimer, Albert; Schilder, Klaus; Kothen, Andrea; Pelzer, Marie; Dünnweller, Barbara; Krappmann, Lothar;Zitatform
Kauffmann, Heiko & Albert Riedelsheimer (Hrsg.) (2010): Kindeswohl oder Ausgrenzung? Flüchtlingskinder in Deutschland nach der Rücknahme der Vorbehalte. Karlsruhe: Von Loeper Literaturverlag, 280 S.
Abstract
"Seit über 18 Jahren ist die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland geltendes Recht. Doch der bei der Ratifikation festgeschriebene Vorbehalt wird erst jetzt zurückgenommen. Vor diesem Hintergrund ziehen die Autoren des Bandes eine Bilanz der 'schier unendlichen Geschichte politischen Versagens, nicht eingelöster Versprechen und des nachlässigen Umgangs mit internationalem Recht'. Das Buch beleuchtet die politischen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen und reflektiert nationale und internationale Entwicklungen im Umgang mit dieser besonders gefährdeten Gruppe von Flüchtlingen. Viele Beiträge dokumentieren die unternommenen Anstrengungen zur Verbesserung der Situation und skizzieren die noch zu überwindenden Barrieren. Denn auch nach der Rücknahme der Vorbehaltserklärung muss für die Einhaltung der Kinderrechte gekämpft werden. Aktuell bezieht dieser Band die notwendigen Schritte ein, die jetzt eingeleitet werden müssen, damit die Rücknahme der Vorbehalte auch in der Praxis ankommt und die Kinderrechte verwirklicht werden." (Textauszug, IAB-Doku)
Heiko Kauffmann, Albert Riedelsheimer: Ein Schutzschirm für Flüchtlingskinder - Vorwort der Herausgeber (7-12);
Herta Däubler-Gmelin: Geleitwort (13-16);
Heiko Kauffmann: Deutsche Vorbehalte gegen Flüchtlingskinder: - das Ende einer schier unendlichen Geschichte politischen Versagens? (17-47);
Lothar Krappmann: Der Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte des Kindes und die Kinderflüchtlinge in Europa (48-59);
Hubert Heinhold: Nach Rücknahme der Vorbehalte - was muss im Bereich des Asyl- und Ausländerrechts verändert werden? (60-74);
Hendrik Cremer: Staatliche Verpflichtungen aus der UN-KRK gegenüber ausländischen Kindern - Defizite in der Umsetzung hinsichtlich unbegleiteter Flüchtlingskinder (75-84);
Barbara Dünnweller: Erfolg für die Kinderrechte: die UN-KRK bekommt ein Individualbeschwerderecht (85-94);
Albert Riedelsheimer: Inobhutnahme und Clearingverfahren als zentrale Instrumente zur Verwirklichung des Kindeswohls von unbegleiteten Minderjährigen (95-104);
Silke Jordan: Der "Karlsruher Wandel" - ein ermutigendes Beispiel zur Umsetzung der Rechte von UMF in Baden-Württemberg (105-109);
Waltraud Wirtgen, Ernst-Ludwig Iskenius, Winfried Eisenberg: Wunden, die nicht verheilen - Kinderflüchtlinge in Deutschland -Leben unter Vorbehalt (110-125);
Florentine Heiber: Fiktive Altersbestimmungen (126-140);
Andrea Kothen: Wie Kinder im Abseits aufwachsen (141-146);
Marei Pelzer: Unhaltbare Zustände - Minderjährige in Haft (147-158);
Nina Schulz: "Deutsche Besonderheit" Asyl: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben es besonders schwer. Der Fall des 16-jährigen Amir aus Ägypten (159-162);
Karl Kopp: Odyssee durch Europa (163-176);
Klaus Schilder: Schutzschirm für Flüchtlingskinder (177-194). -
Literaturhinweis
Befragung zur Qualifikation der Teilnehmenden der Projekte des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt: Erhebung im Rahmen der Programmevaluation (2010)
Mirbach, Thomas; Triebl, Katrin;Zitatform
(2010): Befragung zur Qualifikation der Teilnehmenden der Projekte des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt. Erhebung im Rahmen der Programmevaluation. Hamburg, 25 S.
Abstract
"Neben sprachlich bedingten Defiziten, also mangelnder Beherrschung der jeweiligen Landessprache, stellen Qualifikationsprobleme eine wesentliche Barriere der Arbeitsmarktintegration von Zuwanderinnen und Zuwanderern dar. Diese Qualifikationsprobleme - so wird häufig argumentiert - seien Ausdruck von Diskrepanzen zwischen tätigkeitsbezogenen Anforderungen und den entsprechenden Qualifikationsprofilen der Zuwanderer und Zuwanderinnen. Um jedoch derartige Diskrepanzen angemessen beurteilen zu können, müssten die Qualifikationsprofile dieses Personenkreises in formeller wie informeller Hinsicht ausreichend bekannt sein. Das ist offensichtlich bei einem großen Teil der Migranten, die ihre schulische oder berufliche Ausbildung nicht in Deutschland durchlaufen haben, nicht der Fall. Vor diesem Hintergrund ist, initiiert vom Augsburger ESF-Projektträger Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH, im Nationalen Thematischen Netzwerk der Gedanke entstanden, bei den Teilnehmenden der im Rahmen des ESF-Bundesprogramms geförderten Projekte eine Erhebung durchzuführen, die sich auf die Erfassung von qualifikatorischen Merkmalen beziehen sollte. In diesem Bericht wird die Auswertung der Ergebnisse vorgelegt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abschottungs- und Anwerbungsstrategien: EU-Institutionen und Arbeitsmigration (2010)
Parusel, Bernd;Zitatform
Parusel, Bernd (2010): Abschottungs- und Anwerbungsstrategien. EU-Institutionen und Arbeitsmigration. (VS research), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 269 S. DOI:10.1007/978-3-531-92323-9
Abstract
"Die Asyl- und Zuwanderungspolitik in Europa ist nicht mehr nur eine Aufgabe der Nationalstaaten, sondern auch der Europäischen Union. Nachdem mit verschiedenen EU-Richtlinien und -Verordnungen im Bereich Asyl und 'illegale' Zuwanderung bereits gemeinschaftliche Regeln und Kriterien geschaffen wurden, rückt seit einigen Jahren verstärkt auch die 'legale' Migration, einschließlich der Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten, ins Blickfeld der europäischen Entscheidungsträger und Institutionen. Bernd Parusel analysiert, welche ökonomischen, demografischen, sozial- und entwicklungspolitischen Interessen die EU-Akteure vertreten, und untersucht, wodurch sie beeinflusst werden. Es wird deutlich, dass das europäische Institutionengefüge über eine eigene Dynamik verfügt, die eine prägende Wirkung auf die Steuerungsmittel der Zuwanderungspolitik ausübt und schrittweise neue - europäische - Politikergebnisse generiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dimensionen der Ungleichheit im nationalstaatlich stratifizierten sozialen Raum (2010)
Scherschel, Karin;Zitatform
Scherschel, Karin (2010): Dimensionen der Ungleichheit im nationalstaatlich stratifizierten sozialen Raum. In: M. Müller & D. Zifonun (Hrsg.) (2010): Ethnowissen : soziologische Beiträge zu ethnischer Differenzierung und Migration, S. 237-256.
Abstract
"Will man die alltäglichen Klassifikationen nicht losgelöst von gesamtgesellschaftlichen hierarchischen Teilungen erfassen, sind sie deshalb, so die These, an symbolische und strukturelle Dimensionen der Gesellschaft zurückzubinden. Ziel des Artikels kann es nur sein, dafür einige Anregungen und konzeptionelle Vorschläge anzubieten. Es wird argumentiert, dass die Mikropolitik der Kategorien, die in Grenzziehungen auf der Basis von Ethnizität zum Tragen kommt, in einem Zusammenhang mit Struktur gebenden Merkmalen in der nationalstaatlich verfassten Gesellschaft gesehen werden muss. Solche Strukturierungen müssen erst einmal konzeptionell erfasst werden, um Eingang in entsprechende Ungleichheitsuntersuchungen finden zu können. An den differenzierten Teilhabechancen, die für MigrantInnen im Zuge der Einwanderungspolitik geschaffen wurden, soll die Ungleichheitsrelevanz solcher strukturierender Grenzziehungsprozesse aufgezeigt werden. Ansätzen, die ethnische Ungleichheit auf mangelnde Kapitalausstattungen von MigrantInnen zurückführen, gelingt es nur für einen speziellen Migrationstyp, Erklärungen anzubringen, nämlich den der frühen Arbeitsmarktmigration in Deutschland. In einem ersten Schritt diskutiere ich die Argumente und problematischen Implikationen dieser Ansätze. In ihnen bleibt das abgestufte System partieller Rechte, das besonders die 'Neuen MigrantInnen' betrifft, unreflektiert. Dieses System differenzierter Teilhabechancen in seiner Ungleichheitsrelevanz zu fassen, bildet das zentrale Anliegen der folgenden Ausführungen. Dafür eignet sich, wie ich zeigen werde, das analytische Instrumentarium Bourdieus. Dies gelingt freilich nicht umstandslos, da Bourdieu Ethnizität keineswegs systematisch in sein Konzept des sozialen Raums aufgenommen hat. Es bedarf deshalb zum einen einiger Neujustierungen und zum anderen des Einbezugs migrationssoziologischer und ethnizitätstheoretischer Erkenntnisse. So erweitert kann Bourdieus Kategoriensystem dazu genutzt werden, nationalstaatliche Differenzierungsprozesse zu systematisieren. Darüber hinaus zeigt sein Konzept der symbolischen Macht eine weitere Dimension von Schließungsprozessen auf (Bourdieu 1997b, 1997c). In der Analyse von Kommunikationsprozessen können die strukturellen und symbolischen Verknüpfungen, die mit den ethnisierten Merkmalen einhergehen, rekonstruiert werden. Exemplarisch wird dies an den Befunden einer Studie aufgezeigt, die ethnisierende und rassistische Klassifikationen in Gruppendiskussionen untersucht hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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