Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
-
Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Early Intervention - Modellprojekt zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern: Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung (2015)
Daumann, Volker; Knapp, Barbara; Dietz, Martin; Strien, Karsten;Zitatform
Daumann, Volker, Martin Dietz, Barbara Knapp & Karsten Strien (2015): Early Intervention - Modellprojekt zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern. Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung. (IAB-Forschungsbericht 03/2015), Nürnberg, 24 S.
Abstract
"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Bundesprogramm 'XENOS - Arbeitsmarktliche Unterstützung für Flüchtlinge und Bleibeberechtigte' Anfang 2014 ein Modellprojekt 'Early Intervention' zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern initiiert. Ziele des Projekts sind vor dem Hintergrund der Flüchtlingspolitik und des Fachkräftebedarfs
- die Potenziale von Flüchtlingen für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft stärker zu berücksichtigen und
- sie frühzeitig - also schon während der laufenden Asylverfahren - in Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration einzubeziehen.
Dieser Bericht beschreibt wesentliche Ergebnisse der qualitativen Begleitforschung, in deren Verlauf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Interviews in den sechs Modellagenturen geführt und ausgewertet hat. Alles in allem zeigt sich ein positives Bild der Implementation des Modellprojekts und der Zusammenarbeit in den Regionen. Die Vermittlungsfachkräfte stellen sich den hohen interkulturellen Anforderungen und identifizieren sich stark mit den Projektzielen. Neben der positiven Grundbewertung verweist die Studie auch auf einige strukturelle Probleme, sowie auf Stolpersteine in der Arbeit vor Ort." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The impact of Syrians refugees on the Turkish labor market (2015)
Del Carpio, Ximena V.; Wagner, Mathis;Zitatform
Del Carpio, Ximena V. & Mathis Wagner (2015): The impact of Syrians refugees on the Turkish labor market. (Policy research working paper 7402), Washington, DC, 32 S.
Abstract
"Civil war in Syria has resulted in more than four million refugees fleeing the country, of which 1.8 million have found refuge in Turkey, making it the largest refugee hosting country worldwide. This paper combines newly available data on the 2014 distribution of Syrian refugees across subregions of Turkey with the Turkish Labour Force Survey, to assess the impact on Turkish labor market conditions. Using a novel instrument, the analysis finds that the refugees, who overwhelmingly do not have work permits, result in the large-scale displacement of informal, low-educated, female Turkish workers, especially in agriculture. While there is net displacement, the inflow of refugees also creates higher-wage formal jobs, allowing for occupational upgrading of Turkish workers. Average Turkish wages have increased primarily as the composition of the employed has changed because of the inflow of refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flüchtlingsmigration stellt Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen: Gemeinschaftsdiagnose (2015)
Zitatform
Döhrn, Roland, Ferdinand Fichtner, Oliver Holtemöller & Timo Wollmershäuser (2015): Flüchtlingsmigration stellt Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen. Gemeinschaftsdiagnose. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 95, H. 10, S. 696-700. DOI:10.1007/s10273-015-1889-5
Abstract
"Die an der Gemeinschaftsdiagnose teilnehmenden Institute prognostizieren in ihrer Herbstdiagnose, dass die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 1,8% expandieren wird. Damit setzt sich zwar der Aufschwung fort, er dürfte aber moderat bleiben. Bremsend wirkt die Abschwächung des Wachstums in den Schwellenländern. Im weiteren Prognosezeitraum wird der Aufschwung vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen. Zwar wurden auch die Sachinvestitionen des Staates ausgeweitet. Für moderne Volkswirtschaften sind Investitionen in Köpfe aber wichtiger als Investitionen in Beton. Im Bereich der Bildung gilt es, Wachstumspotenziale zu heben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jenseits von Lampedusa: Flucht und Migration im Nahen Osten und Nordafrika (2015)
Eikenberg, Felix; Vogt, Achim; Abbass, Merin; Wehler-Schöck, Anja; Berriane, Johara; Ahi, Yasemin; Stolleis, Friederike; Birke, Kristina; Puschra, Werner; Blaschke, Axel;Zitatform
(2015): Jenseits von Lampedusa. Flucht und Migration im Nahen Osten und Nordafrika. Berlin, 23 S.
Abstract
"- Die meisten der nach Europa kommenden Flüchtlinge waren bereits in den Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas auf der Flucht oder haben diese auf ihrem Weg nach Europa durchquert. Diese Publikation untersucht, wie einige ausgewählte Staaten der Region mit Migrations- und Flüchtlingsfragen sowie den aktuellen Herausforderungen umgehen.
- Insbesondere die Nachbarstaaten Syriens haben bemerkenswert hohe Zahlen von Syrer_innen aufgenommen. Dies führt zu einer hohen Belastung, zumal die internationale Unterstützung unzureichend ist. Auf gesellschaftlicher Ebene wird bei der Aufnahme der zahlreichen syrischen Flüchtlinge Beachtliches geleistet.
- In ihrem Bestreben, die Anzahl der neueinreisenden Flüchtlinge nach Europa zu reduzieren, ist die EU auf die Kooperation der nahöstlichen und nordafrikanischen Ursprungs- und Transitländer angewiesen. Diese Situation nutzen einige Staaten der Region, um ihr Image und ihre Verhandlungspositionen gegenüber der EU zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Nachhaltigere Politikansätze zur Gestaltung von Flucht und Migration in den internationalen Beziehungen (2015)
Zitatform
Ette, Andreas (2015): Nachhaltigere Politikansätze zur Gestaltung von Flucht und Migration in den internationalen Beziehungen. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 36, H. 5, S. 17-22.
Abstract
"Die Steuerbarkeit von Migration entlang eng definierter Kategorien von Fähigkeiten und Motiven der Migranten ('Arbeitsmigranten') ist nach den Entwicklungen der vergangenen Zeit ganz offensichtlich an Grenzen gelangt. Daher gibt der Beitrag einen Ausblick auf längerfristige Perspektiven einer möglicherweise nachhaltigen Gestaltung von Flucht und Migration und diskutiert unter anderem die bisherigen Bemühungen der Europäischen Union." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Understanding the role of immigrants' legal status: evidence from policy experiments (2015)
Zitatform
Fasani, Francesco (2015): Understanding the role of immigrants' legal status. Evidence from policy experiments. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 61, H. 3/4, S. 722-763. DOI:10.1093/cesifo/ifv006
Abstract
"Programmes aimed at reducing the presence of unauthorized immigrants are often at the core of the migration policy debate in host countries. In recent years, a growing body of empirical literature has attempted to understand the effect of lacking legal status on immigrants' outcomes and behaviour. The main difficulties in this field are the scarcity of data and the identification challenge posed by endogenous selection into legal status. The vast majority of these articles have therefore used amnesty programmes (or similar policy changes) to establish causal relationships. In this article, we propose a first systematic review of the empirical literature for the USA and Europe on the impact of legal status on different immigrants' outcomes. We then present some new evidence of the relationship between labour market outcomes and legal status in the Italian context. In our empirical analysis, we first provide some descriptive evidence on differences in the outcomes for groups with different residence statuses, and we then exploit a specific amnesty programme to produce causal estimates of the impact of legal status. Our results confirm previous findings in the literature and show that the design of the specific amnesty analysed matters in shaping its effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Immigrants' effect on native workers: new analysis on longitudinal data (2015)
Zitatform
Foged, Mette & Giovanni Peri (2015): Immigrants' effect on native workers. New analysis on longitudinal data. (IZA discussion paper 8961), Bonn, 47 S.
Abstract
"Using longitudinal data on the universe of workers in Denmark during the period 1991-2008 we track the labor market outcomes of low skilled natives in response to an exogenous inflow of low skilled immigrants. We innovate on previous identification strategies by considering immigrants distributed across municipalities by a refugee dispersal policy in place between 1986 and 1998. We find that an increase in the supply of refugee-country immigrants pushed less educated native workers (especially the young and low-tenured ones) to pursue less manual-intensive occupations. As a result immigration had positive effects on native unskilled wages, employment and occupational mobility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Integration von Flüchtlingen: eine langfristig lohnende Investition (2015)
Zitatform
Fratzscher, Marcel & Simon Junker (2015): Integration von Flüchtlingen. Eine langfristig lohnende Investition. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 45, S. 1083-1088.
Abstract
"Der starke Zustrom von Flüchtlingen heizt die Diskussionen in Deutschland an. Dabei wird oft nur auf kurzfristige Kosten geschaut, die in den kommenden Jahren zweifellos massiv sein werden. Dies versperrt den Blick auf potentielle Chancen, die die Zuwanderung - oftmals junger Menschen - der deutschen Gesellschaft bietet. Gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt, werden die anfänglichen Ausgaben zu einer Investition in die Zukunft: Selbst wenn viele Flüchtlinge aufgrund fehlender Qualifikationen kurzfristig vergleichsweise schlechte Aussichten am Arbeitsmarkt haben und diejenigen, die den Weg in eine Beschäftigung finden, oftmals unterdurchschnittlich produktiv sind, werden langfristig die positiven wirtschaftlichen Impulse für Deutschland die Kosten übertreffen. Wenngleich offenkundig noch detailliertere Studien erforderlich sind, um die Effekte genauer einzugrenzen, versucht dieser Bericht, anhand einfacher Simulationsrechnungen das Potential einer Integration zu umreißen, das auf lange Sicht betrachtet die anfänglichen Kosten durchaus rechtfertigt. Dabei werden neben einem Basisszenario ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario untersucht. Es kann nicht stark genug betont werden, dass es sich hierbei um Simulationen handelt und nicht um Prognosen, die versuchen, die Zukunft vorherzusagen. Die zentrale Frage ist nicht, ob die Flüchtlinge langfristig einen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland bedeuten, sondern lediglich, wie schnell die Leistungen der Flüchtlinge die zusätzlichen Ausgaben übertreffen. Denn auch wenn die Integration in den Arbeitsmarkt langsamer verlaufen sollte als erhofft, so werden die Flüchtlinge langfristig einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für Deutschland leisten. Mehr noch: Auch die bereits in Deutschland lebenden Bürger werden langfristig von der Zuwanderung profitieren und ein höheres Pro-Kopf-Einkommen erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial (2015)
Zitatform
Fuchs, Johann & Enzo Weber (2015): Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 17/2015), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial. Betrachtet wird eine Zuwanderung von jeweils 1 Mio. Asylsuchenden in den Jahren 2015 und 2016. Unter den getroffenen Annahmen liegt das Erwerbspersonenpotenzial mittelfristig um knapp 600.000 höher als es ohne Asylzuwanderung der Fall wäre. Positive Effekte gibt es vor allem in den jüngeren Altersgruppen. Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials kann so vorübergehend gedämpft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Between control and support. The protection of unaccompanied minor asylum seekers at risk: the Dutch case (2015)
Galloway, Moira; Kromhout, Mariska; Smit, Monika;Zitatform
Galloway, Moira, Monika Smit & Mariska Kromhout (2015): Between control and support. The protection of unaccompanied minor asylum seekers at risk. The Dutch case. In: International migration, Jg. 53, H. 4, S. 51-61. DOI:10.1111/imig.12178
Abstract
"Drawing on research by the Research and Documentation Centre (WODC) of the Dutch Ministry of Security and Justice (Kromhout et al., 2010), this article describes how the Dutch government tried to protect Unaccompanied Minor Asylum Seekers (UMAs) who were (at risk of becoming) victims of human trafficking by implementing 'Protected Reception'. It was concluded that the three objectives of this pilot programme were met to some extent: the influx of risk groups and the number of disappearances decreased, yet there was no (immediate) increase in return migration to the country of origin, after leaving Protected Reception. An important question that was raised was how far a state can go in protecting these vulnerable young people, by (partially) limiting their freedom of movement. It was concluded that placement and stay in Protected Reception had to be qualified as a deprivation of liberty for which Dutch legislation did not offer any ground." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A policy of vulnerability or agency?: refugee young people's opportunities in accessing further and higher education in the UK (2015)
Gateley, Davina E.;Zitatform
Gateley, Davina E. (2015): A policy of vulnerability or agency? Refugee young people's opportunities in accessing further and higher education in the UK. In: Compare, Jg. 45, H. 1, S. 26-46. DOI:10.1080/03057925.2013.841030
Abstract
"The UK government's austerity cuts have negatively impacted many voluntary-sector interventions that provided support to refugees. One such intervention, the Refugee Integration and Employment Service (RIES), is discussed in this paper. The RIES was a UK Border Agency-funded integration programme for recognised refugees and operated through voluntary-sector organisations nationwide. Findings of this small, qualitative study tentatively suggest that without bespoke support such as RIES, refugees will struggle to make informed and strategic decisions about their future education choices, restricting their ability to exercise autonomous agency. Current UK policy of counting refugees alongside other types of migrants will not cater for the specificity and multiplicity of issues faced by refugee young people. This will inhibit their opportunities and increase vulnerabilities, compounding their precarious position in UK society." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flüchtlinge: Herausforderung und Chance für Deutschland (2015)
Geis, Wido; Orth, Anja Katrin;Zitatform
Geis, Wido & Anja Katrin Orth (2015): Flüchtlinge: Herausforderung und Chance für Deutschland. (IW policy paper 2015,26), Köln, 38 S.
Abstract
Die Analyse setzt ein mit Angaben über das Ausmaß der Asylanträge in Deutschland und die Verteilung der Asylverfahren in Europa und diskutiert mögliche Verbesserungsvorschläge. Eine Betrachtung der drei Gruppen anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber, Geduldete hinsichtlich Qualifikation und bisheriger Arbeitsmarktintegration schließt sich an, bevor die Integration von Asylbewerbern in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zum Thema wird. Dabei wird auch auf Potenziale und Grenzen eines Wechsels in die Erwerbs- und Bildungsmigration eingegangen. Schließlich werden die Integrationschancen für die Gruppe der anerkannten Flüchtlinge und Geduldeten betrachtet. (IAB)
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Literaturhinweis
Kommunale Sozialausgaben: wie der Bund sinnvoll helfen kann (2015)
Geißler, René; Niemann, Friederike-Sophie;Zitatform
Geißler, René & Friederike-Sophie Niemann (2015): Kommunale Sozialausgaben. Wie der Bund sinnvoll helfen kann. Gütersloh, 112 S.
Abstract
"Die Sozialausgaben sind eine zentrale Ursache der regionalen Haushaltskrisen. Der Bund hat im Koalitionsvertrag Hilfen zugesagt. Es wird Zeit, dies umzusetzen. Die Bertelsmann Stiftung hat einen Vorschlag entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte am Arbeitsmarkt: Spezialthema zum Arbeitsmarkt, September 2015 (2015)
Grieger, Nadine;Zitatform
Grieger, Nadine (2015): Anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte am Arbeitsmarkt. Spezialthema zum Arbeitsmarkt, September 2015. Wien, 4 S.
Abstract
"Ende September 2015 waren 18.968 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte in Österreich beim Arbeitsmarktservice gemeldet. Das entspricht einer Zunahme von rund 50% gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Anteil von 4,8% an allen beim Arbeitsmarktservice arbeitslos gemeldeten oder in Schulung befindlichen Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit, Ausbildung, Praktika: aktuelle Entwicklungen beim Zugang zu Arbeit und Bildung für Asylbewerber und Geduldete (2015)
Harbou, Frederik von;Zitatform
Harbou, Frederik von (2015): Arbeit, Ausbildung, Praktika. Aktuelle Entwicklungen beim Zugang zu Arbeit und Bildung für Asylbewerber und Geduldete. In: Asylmagazin H. 10, S. 324-330.
Abstract
"Insgesamt vier verschiedene Reformen des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) und der Beschäftigungsverordnung (BeschV) zum November 2014 und August 2015 haben für Asylbewerber und Geduldete (§ 60a AufenthG) zu zahlreichen Erleichterungen bei der Aufnahme einer Ausbildung und Beschäftigung sowie der Absolvierung von Praktika geführt. Gerade für junge Menschen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs können sich hieraus Chancen für einen längerfristigen Aufenthalt ergeben. Aber auch für andere Asylbewerber und Geduldete ist die möglichst frühzeitige (Wieder-)Aufnahme einer Tätigkeit häufig in verschiedener Hinsicht von fundamentaler Bedeutung. Der folgende Aufsatz zeigt die Neuerungen im Gefüge der bestehenden Regelungen auf und gibt damit zugleich einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten der (Aus-) Bildung und Teilnahme am Erwerbsleben von Asylbewerbern und Geduldeten einschließlich der Perspektiven eines Übergangs zu einem langfristigen Bundesregierung zur Änderung des Asyl- und Aufenthaltsrechts sowie der Beschäftigungsverordnung eingegangen, mit welchen einige Errungenschaften der vorhergehenden Reformen zunichte gemacht werden könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt: Hintergrundinformation (2015)
Hartmann, Michael; Reimer, Kim;Zitatform
Hartmann, Michael & Kim Reimer (2015): Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt. Hintergrundinformation. Nürnberg, 32 S.
Abstract
"- Die Zuwanderung aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, den GIPS-Staaten und den Asylzugangsländern hat das Arbeitskräfteangebot in Deutschland erhöht und zu mehr Beschäftigung, aber auch zu mehr Arbeitslosen und Leistungsempfängern aus diesen Ländern geführt. So nahm die Beschäftigung aus diesen Ländern im Juni um 249.000 oder 14 Prozent zu. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit im August um 39.000 oder 14,0 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II im Mai um 139.000 oder 20,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 370.000 oder 1,0 Prozent erhöht, während die Zahl der Arbeitslosen um 106.000 oder 3,7 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II um 3.000 oder 0,1 Prozent gesunken ist.
- Die Beschäftigung von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der neuen EU-Mitgliedstaaten hat gegenüber dem Vorjahr um 189.000 oder 22 Prozent zugenommen. Die Arbeitslosigkeit ist um 14.000 oder 17,5 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 54.000 oder 29,1 Prozent gestiegen.
- Im selben Zeitraum erhöhte sich die Beschäftigtenzahl von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien (GIPS-Länder) um 27.000 oder 5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit hat um 200 oder 0,3 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 10.000 oder 7,3 Prozent zugenommen.
- Die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den Asylzugangsländern ist um 34.000 oder 7 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat um 25.000 oder 18,4 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 76.000 oder 21,6 Prozent zugenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Asylum policy in the EU: the case for deeper integration (2015)
Zitatform
Hatton, Timothy J. (2015): Asylum policy in the EU. The case for deeper integration. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 61, H. 3/4, S. 605-637. DOI:10.1093/cesifo/ifv002
Abstract
"Over the last 15 years, the locus of policymaking towards asylum seekers and refugees has shifted away from national governments and towards the European Union (EU) as the Common European Asylum Policy has developed. Most of the focus has been on the harmonization of policies relating to border control, the processing of asylum claims, and reception standards for asylum seekers. But this still falls far short of a fully integrated EU-wide policy. This article examines the basis upon which a joint EU policy can be justified. I then ask whether superior outcomes can be achieved by harmonization alone or if more centralized policymaking is necessary. I chart the progress of harmonization and burden-sharing in the development of the Common European Asylum System and explore its effects. I also study the political feasibility of deeper policy integration by analysing public attitudes in the European Social Survey. I conclude that deeper integration is both" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flucht und Migration: Debattenbeiträge aus den Ländern des Westbalkans (2015)
Henkel, Felix; Hoppe, Bert;Zitatform
Henkel, Felix & Bert Hoppe (Hrsg.) (2015): Flucht und Migration. Debattenbeiträge aus den Ländern des Westbalkans. Berlin, 23 S.
Abstract
"Die aktuelle Flüchtlingswelle aus dem Nahen Osten stellt Europa vor große Probleme, und so wird in Politik und Öffentlichkeit gefordert, wenigstens die Haltung gegenüber der zweiten großen Gruppe von Asylbewerbern zu verschärfen - den sogenannten Armutsflüchtlingen vom Westbalkan. Es sind jedoch keineswegs bloß Armut und wirtschaftliche Stagnation, die die Menschen ins Ausland treiben: Insbesondere die Roma im Alltag werden immer noch massiv diskriminiert und sehen für sich daher keinerlei Perspektive, viele Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie dort die Hoffnung auf funktionierende staatliche Institutionen verloren haben und angesichts der allgegenwärtigen Korruption resignieren. Eine Politik, die allein auf die stärkere Sicherung der EU-Außengrenzen setzt, greift zu kurz: Wenn in den Staaten Südosteuropas eine größere Anzahl an Kriegsflüchtlingen stranden sollten und gleichzeitig verstärkt 'Armutsmigranten' dorthin abgeschoben werden, wird dies zu erheblichen Spannungen führen. Auch bislang 'sichere Herkunftsländer' könnten so erneut instabil werden. Um die möglichen Folgen der europäischen Politik besser abschätzen zu können, ist es wichtig, sich intensiver mit den Ursachen der Migration vom Westbalkan zu beschäftigen. In sechs Beiträgen schildern Auslandsmitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung und einheimische Experten die Hintergründe der Migrationsbewegung vom Westbalkan - und geben Anregungen für innovative Lösungsansätz" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge in Deutschland: Realismus statt Illusionen (2015)
Zitatform
Hinte, Holger, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2015): Flüchtlinge in Deutschland. Realismus statt Illusionen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 95, H. 11, S. 744-751. DOI:10.1007/s10273-015-1897-5
Abstract
"Vom Flüchtlingszustrom erhoffen sich viele vor allem eine Linderung des Fachkräftemangels und eine Entlastung der sozialen Systeme. Die Integration der Flüchtlinge sollte also nicht als 'Belastung', sondern als Zukunftsinvestition verstanden werden. Langfristig gibt es gute Aussichten, dass positive Wohlfahrtseffekte erzielt werden können. Kurzfristig müssen dazu die Potenziale von Flüchtlingen besser identifiziert und gestärkt werden. Ein Zuwanderungsgesetz ist aber weiterhin nötig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge in Deutschland: Realismus statt Illusionen (2015)
Zitatform
Hinte, Holger, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2015): Flüchtlinge in Deutschland. Realismus statt Illusionen. (IZA Standpunkte 83), Bonn, 17 S.
Abstract
"Die große Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern, die aktuell nach Deutschland einreisen, stellt eine erhebliche organisatorische, aber auch gesellschaftspolitische Herausforderung dar. Es ist notwendig, eine sachgerechte Debatte um die bestmögliche Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu führen. Die Integration der neuen Flüchtlinge sollte dabei nicht als 'Belastung', sondern als Zukunftsinvestition verstanden und kommuniziert werden.
Der vorliegende Beitrag erläutert unter anderem, wie schon bei der Erstaufnahme im Rahmen gezielterer Datenerhebung und beschleunigter Verfahren für qualifizierte Flüchtlinge deren Integration vorangetrieben werden kann. Die Kommunen bedürfen hierzu weit umfassenderer Unterstützung als bislang. Es wäre allerdings eine Illusion anzunehmen, mit dem hohen Flüchtlingsaufkommen lasse sich der immer deutlicher werdende Fachkräftemangel in Deutschland beheben. Hierzu ist unverändert eine Reform der deutschen Zuwanderungspolitik mit dem Ziel erforderlich, ein Auswahlsystem für qualifizierte Zuwanderer zu etablieren. Ein solches System sollte allerdings auch Flüchtlingen im Sinne eines Statuswechsels offenstehen. Darüber hinaus sollten Deutschland und Europa durch konkrete Angebote zur zirkulären, zeitlichen befristeten Ausbildungs- und Arbeitsmigration Alternativen zur legalen Einreise schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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