Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
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Arbeitszeitgestaltung
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- Vertrauensarbeitszeit
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- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
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- Geschlecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit in der Gesamtwirtschaft und aus der Sicht von Arbeitnehmern und Betrieben in der Bundesrepublik Deutschland (1995)
Kohler, Hans; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Kohler, Hans & Eugen Spitznagel (1995): Teilzeitarbeit in der Gesamtwirtschaft und aus der Sicht von Arbeitnehmern und Betrieben in der Bundesrepublik Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 3, S. 339-364.
Abstract
In dem Beitrag werden zunächst die Bedeutung und die Strukturen der Teilzeitbeschäftigung überwiegend anhand von Mikrozensusergebnissen dargestellt. Anschließend werden Befragungen zu den Einstellungen von Betrieben und Arbeitnehmern referiert, Ansätze zur Schätzung des Teilzeitpotentials in Deutschland vorgestellt und Hemmnisse für ihre Auswertung diskutiert. Es wird festgestellt, daß die Teilzeitarbeit zwischen 1960 und 1994 - vor allem im Dienstleistungssektor - stark zugenommen hat, daß sie nach wie vor eine Domäne der Frauen ist, während Fachkräfte und führende Positionen unterrepräsentiert sind. Sowohl die Betriebe als auch die Arbeitnehmer sehen Vor- und Nachteile in der Teilzeitbeschäftigung, wobei die positiven Aspekte meist überwiegen. (IAB)
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Literaturhinweis
Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen: Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern (1993)
Bielenski, Harald;Zitatform
Bielenski, Harald (1993): Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen. Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 26, H. 3, S. 375-385.
Abstract
Um empirisch fundierte Aussagen zu den Entwicklungspotentialen von vier ausgewählten atypischen Arbeitsformen machen zu können, wurde 1989/90 eine international angelegte Repräsentativbefragung durchgeführt. Befragt wurden Manager und - soweit vorhanden - Arbeitnehmervertreter in 3520 privatwirtschaftlichen Betrieben aus acht europäischen Ländern. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, in welchem Ausmaß atypische Arbeitsformen in den Betrieben angewendet werden und wie Manager und Arbeitnehmervertreter aufgrund ihrer Erfahrungen Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Samstags- und Abendarbeit bewerten. Der internationale Vergleich zeigt, daß die Verbreitung und Bewertung insbesondere von befristeten Arbeitsverträgen und Teilzeitarbeit stark von den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt. Dies bedeutet, daß es in relativ breitem Umfang möglich ist, durch politische Maßnahmen - insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung des Arbeits- und Sozialrechts - die Attraktivität und damit auch die Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen zu fördern oder zu bremsen. Entwicklungschancen werden vor allem bei der Teilzeitarbeit gesehen. Sowohl seitens der Arbeitgeber als auch seitens der Arbeitnehmer besteht ein großes und bei weitem noch nicht ausgeschöpftes Interesse an dieser Arbeitsform. Für beide Seiten kann Teilzeitarbeit große Vorteile mit sich bringen. Die gegenwärtige Praxis ist allerdings durch die Tatsache geprägt, daß zumindest teilweise Arbeitgeberinteressen auf Kosten der Arbeitnehmer durchgesetzt werden. Bei befristeten Arbeitsverträgen sowie bei Samstags- und Abendarbeit decken sich dagegen die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nur in Ausnahmefällen. Einer stärkeren Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen dürften daher auf Dauer relativ enge Grenzen gesetzt sein. (IAB)
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Literaturhinweis
Kann Arbeitszeitverlängerung zur Lösung der Arbeitsmarktprobleme beitragen? (1993)
Spitznagel, Eugen; Kohler, Hans;Zitatform
Spitznagel, Eugen & Hans Kohler (1993): Kann Arbeitszeitverlängerung zur Lösung der Arbeitsmarktprobleme beitragen? (IAB-Werkstattbericht 14/1993), Nürnberg, 15 S.
Abstract
Befürworter einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit in Westdeutschland versprechen sich von dieser Maßnahme Kostensenkungen sowie positive Wachstums- und Beschäftigungsimpulse. In dem Beitrag wird überprüft, ob dies ökonomisch rational ist, und abzuschätzen versucht, welche Konsequenzen für den Arbeitsmarkt zu erwarten wären. Dabei wird nach Wirtschaftsbereichen differenziert, und es werden kurz- und längerfristige Effekte unterschieden. Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß eine Arbeitszeitverlängerung kurzfristig - aufs Ganze gesehen - keinen Beitrag zur Lösung der Arbeitsmarktprobleme leisten kann. "Die Belastungen würden überwiegen". (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit-Flexibilisierung: zwischen "kapitalistischer Zeitökonomie" und "sozialer Zeitstruktur" (1991)
Smentek, Martin;Zitatform
Smentek, Martin (1991): Arbeitszeit-Flexibilisierung. Zwischen "kapitalistischer Zeitökonomie" und "sozialer Zeitstruktur". Hamburg: VSA-Verlag, 226 S.
Abstract
Thema der Arbeit ist die Kontroverse um die unterschiedlichen Arbeitszeitkonzepte, wie sie von Unternehmenseite und Gewerkschaften angestrebt werden. Im ersten Teil erfolgt eine theoretische Einordnung des Problemkomplexes Arbeitzeitflexibilisierung, wobei das Normalarbeitsverhältnis als analytischer Bezugrahmen im Mittelpunkt steht. Im zweiten Teil werden Formen und Strukturen flexibler Arbeitszeitgestaltung anhand vorliegender empirischer Analysen beschrieben. Dabei wird zwischen den traditionellen Formen der Abweichung vom Normalarbeitsverhältnis (z.B. Überstundenarbeit, Kurzarbeit, Schicht-, Nacht- und Wochenarbeit) und "neuen" Formen wie Gleitzeitarbeit, Kapovaz und Teilzeitarbeit unterschieden. Der dritte Teil betrachtet die Arbeitszeitflexibilisierung zwischen Präferenzen und Profit. Hierzu werden die Arbeitzeitwünsche der Lohnabhängigen dargestellt, der Gegensatz von kapitalistischer Zeitökonomie und sozialer Zeitstruktur herausgearbeitet und schließlich gewerkschaftliche Strategien zur Erfüllung individueller Zeitwünsche angesprochen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitmanagement: Grundlagen und Perspektiven der Gestaltung flexibler Arbeitszeitsysteme (1987; 1993; 2001)
Marr, Rainer;Zitatform
(1987; 1993; 2001): Arbeitszeitmanagement. Grundlagen und Perspektiven der Gestaltung flexibler Arbeitszeitsysteme. (Mensch und Arbeit im technisch-organisatorischen Wandel 04), Berlin: Schmidt, 358 S.; 576 S.; 450 S.
Abstract
Den Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung auf Gewerkschaftsseite begegnen die Arbeitgeber mit der Forderung nach Arbeitszeitflexibilisierung. "Als Tatbestand ist flexible Arbeitszeit keineswegs neu - nicht nur Selbständige und Wissenschaftler sind mit ihrer eigenen Arbeitszeit seit jeher sehr flexibel umgegangen und eine flexible, in gewissen Grenzen sowohl betrieblichen Bedürfnissen wie individuellen Interessen angepaßte Arbeitszeitgestaltung war immer schon eines der "Privilegien" insbesondere kleiner Betriebe. Dennoch erfordert der Gedanke, die Arbeitszeit als flexibel gestaltbare Größe zu begreifen, gerade in den an Uniformität und Starrheit der Arbeitszeit als Rahmenbedingung für die strukturelle Gestaltung des Leistungsprozesses gewohnten Großorganisationen der Wirtschaft und Verwaltung eine Bewußtseinsveränderung und die Wahrnehmung einer neuen, aus der Flexibilisierung resultierenden Managementaufgabe: Arbeitszeitmanagement. Arbeitszeitmanagement ist die Gestaltung des betrieblichen Arbeitszeitsystems zur Harmonisierung von Arbeitszeitbedarf und Arbeitszeitangebot nach Maßgabe der Kriterien der ökonomischen und sozialen Effizienz und im Rahmen der durch Gesetz und Tarifvertrag festgelegten Spielräume. Es ist die Absicht dieses Buches, für den angesprochenen Prozeß der Bewußtseinsbildung Argumente und für die Ausfüllung des noch offenen Aufgabenfeldes des Arbeitszeitmanagement Hilfestellungen anzubieten." (IAB2)
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